baut Burgen, die Zeit Ruinen.“
Dieser Aphorismus betont die Vergänglichkeit menschlicher Werke
im Vergleich zur unaufhaltsamen Zerstörungskraft der Zeit.
Während Burgen als Symbole für Macht, Schutz und menschlichen Willen
erbaut wurden,
führt der natürliche Zerfall oder Krieg über Jahrhunderte zwangsläufig zu Ruinen.
Es ist ein Sinnbild für die Endlichkeit alles Irdischen.
Nur wenige Kilometer östlich von Nürnberg
liegt das heute knapp 27.000 Einwohner zählende Städtchen Lauf a.d. Pegnitz,
das ich am Wochenende besuchte. 🙂
Seine mittelalterliche Blütezeit erlebte Lauf unter Kaiser Karl IV. (1316 bis 1378),
der den an der Goldenen Straße gelegenen Ort zu einem wichtigen Stützpunkt
seiner böhmischen Hausmacht ausbaute.
Noch heute zeugen die vielen erhaltenen historischen Bauten in und um Lauf
von einer spannenden Vergangenheit.
Die Laufer Wenzelburg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts anstelle einer zerstörten Ministerialenburg auf einer Pegnitzinsel errichtet.
Lauf selbst war bereits kurz zuvor der böhmischen Krone angegliedert worden.
Die repräsentative Anlage war einst die westlichste Residenzburg Kaiser Karls IV.
auf böhmischen Boden vor den Toren der Reichsstadt Nürnberg.
Einzigartig in Europa ist die berühmte Wappenkammer der hochgotischen Burg.
Hier ist der „ideale Hofstaat“ Karls IV. abgebildet, dessen böhmisches Königtum in Form von über hundert Wappen dargestellt wird.
Diese stehen für Kronländer, Städte, Bistümer und die bedeutendsten Familien,
die der Krone Böhmen untertan waren.
Gegen Volkswill‘ und Sturmgebraus Ist die stärkste Burg ein Kartenhaus.
(Julius Wegeler)
Dieser Spruch ist eine Metapher für die Vergänglichkeit von Sicherheit
und die Unausweichlichkeit von Schicksalsschlägen oder Krisen.






























