Waddesdon Manor (Buckinghamshire) – Ein ehemaliger Rothschild-Besitz

Eigenes Foto.

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Nicht weit von Aylesbury entfernt liegt das Anwesen Waddesdon Manor, das heute dem National Trust gehört, lange Zeit aber im Besitz der Rotschild-Familie war. Erbaut wurde das Manor House 1874-1889 von dem französischen Architekten Gabriel-Hippolyte Destailleur im Auftrag von Baron Ferdinand de Rothschild und zwar im Stil eines französischen Châteaus.

Gleich nach dem Bezug des Gebäudes wurden die umfangreichen Kunstsammlungen des Barons dort untergebracht. Die Gartenanlage wurden auch von einem französischen Landschaftsarchitekten angelegt.

Am 10. Juni 2003 wurde Waddesdon Manor Ziel eines Einbruchs der berüchtigten Johnson Gang, die hundert wertvolle Gegenstände raubten. Die Einbrecherbande war auf Landhäuser spezialisiert; sie wurde gefasst und alle Mitglieder zu längjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Beute blieb bis heute zum größten Teil verschwunden.

Natürlich diente das Manor House auch mehrfach als Filmkulisse u.a. für den erfolgreichen Film  The Queen“ mit Helen Mirren in der Hauptrolle.

Ich habe Waddesdon Manor als eines der schönsten Country Houses in Erinnerung und ich habe Dutzende gesehen.

Hohe Gärtnerkunst im Wadesdon Manor. Eigenes Foto.

Hohe Gärtnerkunst im Waddesdon Manor.
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Published in: on 29. November 2009 at 16:47  Comments (7)  
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Stand-up Comedians Teil 6: Ricky Gervais

 

Ricky Gervais, 1961 in Reading geboren, hatte seinen großen Durchbruch mit der BBC-Comedyserie „The Office„, die in den Jahren 2001-2003 ausgestrahlt wurde und die Gervais gemeinsam mit Stephen Merchant schrieb.

Vorher war Gervais einen Zeit lang Radiomoderator beim Londoner Sender XFM. Im Fernsehen trat er erstmals 1998 in der Sendung „Comedy Lab“ auf.

Nach dem „Office“-Erfolg schrieb das Duo Gervais/Merchant eine weitere Serie für das Fernsehen, die den Titel „Extras“ trug und von 2005-2007 von der BBC ausgestrahlt wurde (in Deutschland war die Serie beim Sender „Comedy Central“ zu sehen).

Ricky Gervais tritt aber auch als Stand-up Comedian auf. Im Jahr 2003 war er mit seiner Show „Animals“ auf Tournee durch Großbritannien, dann folgte die „Politics„-Tour und danach war er mit „Fame“ unterwegs.

Ausgezeichnet wurde der Comedian mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Emmy Award und dem Golden Globe. Über Ricky Gervais gibt es noch sehr viel mehr zu berichten, dafür reicht hier leider der Platz nicht aus. Zu empfehlen ist seine Homepage.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus einer seiner Shows.

Published in: on 29. November 2009 at 10:30  Comments (3)  
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The Evesham Hotel – Das kurioseste Hotel Englands

Eigenes Foto.

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Ich war mehre Male im Evesham Hotel, das im gleichnamigen Ort in der Grafschaft Worcestershire am Nordwestrand der Cotswolds liegt.
Es ist ein außergewöhnliches, witziges und angenehmes Haus.
Es gehört zu den 50 familienfreundlichsten Hotels der Welt und wurde mehrfach von britischen Zeitungen zu den besten Hotels Englands gewählt, obwohl es nur 3 Sterne hat.

Warum? Nun, es verfügt über so viele Kuriositäten, die man anderswo nicht findet. Hier einige Beispiele:
– Das Evesham Hotel wurde mehrfach mit dem „Loo of the Year Award“ ausgezeichnet (siehe mein Eintrag vom 07.11.)
– Die Zimmer sind sehr liebevoll eingerichtet mit Teddybären, Gummienten im Badezimmer, teils mit Spielhöhlen für Kinder.
– Alle Zimmerschlüssel haben Teddybären-Anhänger.
– Das Schwimmbad wird von einem lebensgroßen Gorilla bewacht.

Unüberbietbar ist die Weinkarte, die Sie in der Lounge vor dem Betreten des Restaurants ausgehändigt bekommen.
Weinkarte? Nein, Sie bekommen 5 große dicke Fotoalben, in denen Sie eigentlich stundenlang blättern müssten, um alle Feinheiten und alle witzigen Einträge genießen zu können. Außer deutschen und französischen Weinen bekommt man hier Weine aus (fast) allen Ländern der Welt. Ich trank einmal einen kanadischen und einen irischen Wein hier, dann wieder einmal einen Chardonnay aus dem US-Bundesstaat Colorado. Sie möchten einmal einen brasilianischen oder hawaiianischen Wein trinken? Im Evesham Hotel bekommen Sie ihn.

Großbritanniens umfangreichste Digestif-Karte bekommen Sie hier auch, mit typischem Understatement „Just a Few Drinks…“ betitelt.
Hier einige Beispiele dafür, welche exotischen Dinge man auf der Karte findet:
– Florida Port – Ein Portwein aus Florida (For experimental interest only!)
– Brennivin – Ein isländischer Aquavit
– Vampire Vodka – Roter (!) Wodka aus Transsylvanien
– Cleopatra’s Curse – Ägyptischer Brandy
– Xtabenton – Anis- und Honiglikör aus dem mexikanischen Yukatan
usw usw.

John Jenkison ist der Landlord des Hotels und er ist genauso witzig wie seine Wein- und Digestivkarten. Selbstredend, dass auch die Speisekarten humorvoll gestaltet sind.

Wenn Sie jemals in die Gegend von Evesham kommen sollten, gönnen Sie sich das Vergnügen und übernachten Sie hier oder kommen Sie wenigstens zum Lunch oder zum Dinner. Sie werden es nicht bereuen! (Nein, ich werde für diese Werbung nicht vom Evesham Hotel bezahlt :-))

Nachtrag: Leider wurde das Hotel Anfang 2016 von John Jenkinson verkauft!

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Unser Zimmer im Evesham Hotel. Eigenes Foto.

Published in: on 25. November 2009 at 10:02  Comments (6)  
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Cockermouth (Cumbria) wird von einer schweren Flutkatastrophe getroffen

Cockermouth Market Place.    © Copyright Kenneth  Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Cockermouth Market Place.
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Ich glaube nicht, dass der Name der kleinen Marktstadt Cockermouth in Cumbria schon jemals in deutschen Nachrichtensendungen genannt worden ist, bis auf letzte Woche, als der Ort von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht wurde.

Die 7800 Einwohner große Stadt am äußersten Rand des Lake Districts im Nordwesten Englands liegt an den beiden Flüssen Cocker und Derwent, die normalerweise friedlich und unspektakulär vor sich hin fließen. Auf Grund der extrem starken Regenfälle in der letzten Woche schwollen sie so sehr an, dass große Teile von Cockermouth überflutet wurden und die Lorton Bridge einstürzte.

Was ist sonst noch über Cockermouth zu berichten?
-Der Ort bietet ein mittelalterliches Stadtbild; der Markt stammt  aus dem frühen 13. Jahrhundert.
-Angeblich soll hier im Jahr 1881 erstmals in Großbritannien elektrisches Licht eingerichtet worden sein.
-Das Cockermouth Castle, eine normannische, teils in Ruinen liegende Burg, spielte in den Rosenkriegen eine Rolle.
-Der Dichter William Wordworth (1770-1850)  und seine Schwester Dorothy (1771-1855), ebenfalls Dichterin und  Schriftstellerin, wurden hier geboren.
-Einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist die Jennings-Brauerei.

Sehen Sie hier einige Bilder von der Flutkatastrophe.

Bis zu diesem Marker standen die Wassermassen.    © Copyright Kenneth  Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Bis zu diesem Marker standen die Wassermassen.
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Top Gear – Englands beliebtestes TV-Automagazin

Schon seit 1977 läuft bei der BBC das Automagzin „Top Gear“ und es ist aus der englischen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Gestartet als ganz normales Magazin mit Autotest und Informationen rund um das Auto, hat es sich unter der Moderation von Jeremy Clarkson, der auch für die Sunday Times schreibt, in eine Unterhaltungsshow entwickelt, in der auch ziemlich verrückte Dinge passieren. So wurden z.B. Rennen zwischen einem Auto und einem Zug oder zwischen einem Auto und einem Verkehrsflugzeug abgehalten.

Die mysteriöse Figur des „The Stig“ taucht in der Sendung immer wieder auf; das ist ein Rennfahrer, der in seiner Montur und seinem verspiegelten Helm nicht zu erkennen ist.

Neben Jermy Clarkson gibt es noch weitere Moderatoren: James May und Richard Hammond. Letzterer verunglückte 2006 bei Dreharbeiten zu einer Sendung schwer, erholte sich aber schnell und stand im nächsten Jahr wieder vor der Kamera.

Gedreht werden die Sendungen zur Zeit auf dem Dunsfold Park Aerodrome in Surrey, südlich von Guildford.

In Deutschland kann man Top Gear auf dem Sender BBC World sehen.

Wie populär Top Gear ist, kann man auch daran sehen, dass zur Zeit 3 Bücher auf den englischen Bestsellerlisten stehen, die mit der Sendung zu tun haben:

Jeremy Clarkson: Driven to distraction (Verlag Michael Joseph)
The Big Book of Top Gear 2010 (BBC Books)
Where’s Stig? (BBC Books)

Sehen Sie hier eine typische Episode aus Top Gear, in der Jeremy Clarkson einen Supersportwagen testet.

Published in: on 20. November 2009 at 19:58  Kommentar verfassen  
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Angel of the North

Der „Engel des Nordens“ ist eine 20 m hohe Stahlfigur mit einer Spannweite von 54 m und 20 m Höhe und damit die größte Skulptur in ganz England. Sie steht seit 1998 als weithin sichtbare Landmarke an der A1 im Nordosten Englands bei der Stadt Gateshead in der Grafschaft Tyne and Wear.

Erschaffen hat die Statue Antony Gormley; die Kosten betrugen £1 Million, die zum größten Teil von der National Lottery getragen worden.

Der „Angel of the North“ ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen für den Nordosten Englands geworden.

Im Internet gibt es einen Angel Shop in dem man T-Shirts, Kaffeetassen und Babylätzchen mit dem Aufdruck des Engels kaufen kann.

Hier ist ein Film über den Engel des Nordens.

Published in: on 16. November 2009 at 20:12  Comments (6)  
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Monster Raving Loony Party – Englands verrückteste Partei

1983 wurde diese kuriose Partei von Screaming Lord Sutch ins Leben gerufen, einem Rocksänger, der durch das Lied „Jack the Ripper“ in den 60er Jahren in den britischen Charts stand.  Doch der falsche Lord wollte mehr. Er ging in die Politik und gründete die Monster Raving Loony Party mit der er an den Unterhauswahlen teilnahm. Allzu viele Stimmen erhielt seine Partei nicht, störte aber doch die etablierten Parteien, weil er ihnen Stimmen wegnahm. David Edward Sutch, so sein richtiger Name, nahm sich am 16. Juni 1999 das Leben; die Partei existiert aber bis zum heutigen Tag.

  • Einige der Ziele der MRLP:
    Das Parlament soll nicht nur in London zusammentreten, sondern auch in anderen Städten Englands.
    Verkehrspolizisten, die zu dumm für ihren Job sind, sollen als Pfarrer umgeschult werden.
    Der EURO soll auf keinen Fall in England eingeführt werden, dafür sollte man die Europäer davon überzeugen, das Britische Pfund zu übernehmen.
    Die Einführung eines 99-Pence-Stücks, damit nicht immer auf ein Pfund herausgegeben werden muss.

Also alles hehre Ziele!

Alles weitere erfahren Sie auf der Homepage der Partei.

Christopher – Der schönste Teddybär der Welt

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Guten Tag!
Mein Name ist Christopher, und ich wurde in Pontypool in Wales geboren und habe noch 249 Brüder und Schwestern. Mehr gibt es von unserer Familie nicht und deshalb sind wir alle so kostbar. Ich trage die Nummer 47 und mein Geburtsdatum liegt irgendwann im Oktober 1992 (Genaueres weiß ich nicht mehr).

Von Pontypool schickte man mich ganz allein in das Teddybär-Museum in Broadway in den Cotswolds. Dort verbrachte ich eine ziemlich lange Zeit in der Verkaufsabteilung, bis eines Tages ein Ehepaar aus Deutschland kam, das mich in einer Ecke des Ladens entdeckte, sich sofort in mich verliebte und mich auch gleich mitnahm. Jetzt ist mein Zuhause in Deutschland, und ich fühle mich hier sehr wohl.

Wo meine anderen Brüder und Schwestern geblieben sind, weiß ich nicht. Nur einmal sahen meine neuen Eltern einen Bruder von mir in London in der Regent Street, im größten Spielwarenkaufhaus der Welt. Der saß dort in einem Glaskasten (sicher weil er auch so kostbar war wie ich, und die Ladeninhaber ihn vor Dieben schützen wollten).

Das Teddybär-Museum in Broadway in Worcestershire ist leider geschlossen worden. Ich war noch einmal dort mit meinen neuen Eltern zu Besuch, aber die Leute dort interessierten sich nicht mehr für mich 😦

Es gab noch ein Teddybär-Museum in Stratford-on-Avon, das meine Eltern auch einmal besuchten, doch  das ist inzwischen ebenfalls geschlossen worden. Ein Teil der Bären wurde nach Wimbledon, einem Vorort von London, geschickt. Die wohnen jetzt im Polka Theatre. Die anderen wurden auf einer Auktion versteigert. Hoffentlich haben die es auch so gut getroffen wie ich.

Glücklicherweise gibt es aber doch noch ein Teddybär-Museum, das nicht geschlossen hat: The Dorset Teddybear Museum in Dorchester. Die haben dort Bären, die viel größer sind als ich.

So, das war meine Autobiografie, und ich hoffe, sie hat Ihnen gefallen. Tschüß!

Published in: on 13. November 2009 at 18:22  Comments (7)  

Eric Sykes: The Plank – Eine wunderschöne Comedy

ThePlank

1967 schrieb Eric SykesThe Plank“ (Das Brett) und führte auch Regie. Für mich ist das eine der schönsten Slapstick-Comedys überhaupt. Es geht darin um zwei Handwerker, die ein Brett einer bestimmten Länge benötigen. Was man mit einem Brett so alles erleben kann…

1979 erschien ein Remake des Films, auch mit Eric Sykes aber teilweise anderen Schauspielern. Diese Version erhielt die Goldene Rose beim Festival von Montreux im Jahr 1980.

Eric Sykes, Jahrgang 1923, gehört zu den ganz Großen der britischen Comedy. Zuletzt war er in einer Folge der beliebten Serie „Last of the Summer Wine“ zu sehen.

Viel Vergnügen mit „The Plank“ :
Teil 1     Teil 2   Teil3   Teil 4   Teil 5

Nachtrag: Eric Sykes verstarb am 4. Juli 2012.

Published in: on 10. November 2009 at 20:41  Comments (3)  
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Loo of the Year Awards – Auf der Suche nach Großbritanniens besten Toiletten

Seit 1987 werden jährlich von der British Toilet Association die Loo of the Year Awards vergeben für die besten, schönsten, hygienischsten Toiletten im Lande. 60 verschiedene Kategorien gibt es in diesem Jahr, so z.B. Schnellimbisse, Konzerthallen, Bahnhöfe, Hotels usw.

Die Preisverteilung für die besten Toiletten des Jahres 2009 findet am 4. Dezember im Conference Centre National Motorcycle Museum bei Birmingham statt.

Im vergangenen Jahr räumten die Toiletten der ASDA-Supermärkte kräftig ab. Der Central Car Park Warminster in Wiltshire wurde mit einem Preis bedacht. In der Kategorie „Family Friendly Toilets“ (was mag das wohl bedeuten?) war der klare Sieger das Orient Trafford Centre in  Manchester.
Bei den Hotels war zum wiederholten Male das Evesham Hotel in Evesham (Worcestershire) dabei, ein „Loo“, das ich aus persönlicher Anschauung kenne.
Ich habe nirgendwo anders in der Welt eine so witzige Toilette gesehen. Die Verweildauer dort ist länger als in anderen Toiletten, jeder der dort herauskommt schmunzelt. Ein kleines Beispiel: Stellt man sich dort vor den Spiegel, ertönt eine Stimme „Letztes Mal haben Sie Ihr Haar aber anders getragen“. Dutzende kleiner Gags sind dort vorzufinden. Überhaupt ist das Evesham Hotel eines der kuriosesten Hotels England. Mehr darüber demnächst an dieser Stelle.

Published in: on 7. November 2009 at 10:44  Comments (3)  
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Roundabouts – Ich liebe die englischen Kreisverkehre

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Was ich an England besonders schätze, sind die unzähligen Kreisverkehre, die den Verkehr (fast immer) im Fluss halten. Hier in Salzgitter gibt es immer wieder Widerstand gegen Kreisverkehre, mal fahren die Verkehrsteilnehmer falsch in den Kreis herein, mal finden sie ihn zu klein.

Kein Problem in England. Dort gibt es die Roundabouts in allen Ausführungen: Mal winzig klein, mal riesengroß, häufig hübsch bepflanzt. Hat man sich einmal verfahren, fährt man einfach bis zum nächsten Kreisel und dreht um. Ich sehe nur Vorteile in dieser Verkehrsführung.

Sehen Sie sich hier einmal den Magic Roundabout in unserer Partnerstadt Swindon in diesem Film an. Das ist Kreisverkehrfahren  für Fortgeschrittene!

Published in: on 3. November 2009 at 19:28  Comments (2)  
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Englands inoffizielle Nationalhymne: Land of Hope and Glory

Was für die Vereinigten Staaten „Stars and Stripes“ ist, ist für England „Land of Hope and Glory„, eine Art inoffizielle Nationalhymne. Edward Elgar schrieb die Melodie 1902, der Text stammt von Arthur Christopher Benson und das Ganze entstammt Elgars „Pomp and Circumstance, March No. 1„.

Können Sie sich die „Last Night of the Proms“ vorstellen ohne diese Hymne? Die fähnchenschwenkenden Zuschauer in der Londoner Royal Albert Hall würden die Bühne stürmen und den Dirigenten lynchen (oder zumindest zum Teufel jagen). Hier ist die Hymne zu sehen.

Bei einer Umfrage meinten 55% aller Engländer, sie würden lieber „Land of Hope and Glory“ als Nationalhymne haben als „God Save the Queen“.

Bei den Tories, der englischen konservativen Partei, ist das Lied die Parteihymne.

Hier ein übersetzter Textauszug:

Land der Hoffnung und des Ruhmes,
Mutter der Freien,
Wie sollen wir dich preisen,
wir, die von dir Geborenen?
Weiter noch und weiter
Sollen deine Grenzen ausgedehnt werden;
 Gott, der dich mächtig gemacht hat,
Möge dich noch mächtiger machen

Ganz schön patriotisch!

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Edward Elgar. -This UK artistic work, of which the author is unknown and cannot be ascertained by reasonable enquiry, is in the public domain

Published in: on 2. November 2009 at 20:05  Comments (4)  
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Belvoir Castle in Leicestershire – Drehort für viele Filme

Eigenes Foto.

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Idyllisch liegt das Belvoir Castle auf einem Hügel, nicht weit von Grantham entfernt (aus diesem Ort stammt die „Iron Lady“, Margaret Thatcher) in der Grafschaft Leicestershire.

Das Schloss gehört seit dem 16. Jahrhundert der Rutland-Familie und wird heute noch vom 11. Duke of Rutland, David Manners und seiner Familie, bewohnt.

Es gehört zu den englischen Castles, die mir am stärksten in Erinnerung geblieben sind, nicht zuletzt, weil hier 1980 der Film „Little Lord Fauntleroy“ (dt. „Der kleine Lord“) gedreht wurde, ein Film, den sich meine Frau und ich uns jedes Jahr kurz vor Weihnachten ansehen müssen (ein Ritual!). Ein weiterer Drehort für den Film ist das Dorf Exton in Leicestershire (s. dazu meinen Blogeintrag).

In dem Film „The Da Vinci Code“ (dt. „The Da Vinci Code – Sakrileg„) diente Belvoir Castle als Kulisse, ebenso in dem 2009 erschienen Film „The young Victoria“ (dt. „Victoria, die junge Königin“) über das Leben von Queen Victoria, in dem man das Castle neben dem Blenheim Palace und dem Arundel Castle sehen kann.

Hier kann man Belvoir Castle von oben betrachten.
Siehe auch meinen Blogeintrag über Weihnachten im Belvoir Castle.

Published in: on 1. November 2009 at 13:06  Comments (4)  
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