
Großbritanniens Vertreter für Baku 2012: Engelbert Humperdinck. Author:Wayne Dilger. – This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.
Am 26. Mai ist es wieder soweit, dann findet in Baku in Aserbeidschan der Eurovision Song Contest 2012 statt. In diesem Jahr schickt Großbritannien ein musikalisches Schwergewicht ins Rennen. Das Urgestein Engelbert Humperdinck, dessen richtiger Name Arnold George Dorsey lautet, wird sein Heimatland mit dem Song „Love Will Set You Free“ vertreten. Der Engländer ist mit 76 Jahren wohl der älteste Sänger, der je an dem Musikwettbewerb teilgenommen hat. Sein letzter Top Ten-Hit liegt auch schon 42 Jahre zurück. Man darf gespannt sein wie Engelbert in Baku abschneiden wird.
Die erste britische Vertreterin bei dem Song Contest war im Jahr 1957 Patricia Bredin, die es mit dem Titel „All“ auf Platz 7 schaffte (bei 10 Teilnehmern).
Die erste Siegerin des Wettbewerbs, die Großbritannien vertrat, war Sandie Shaw mit „Puppet On A String“ im Jahr 1967. Die Sängerin aus Dagenham in Essex trat meist barfuß auf; nach ihrem „Marionetten-Song“ war nicht mehr viel von ihr zu hören. Die deutsche Version hatte den grässlichen Titel „Wiedehopf im Mai“.
Zwei Jahre später, 1969, siegte die Schottin Marie McDonald McLaughlin Lawrie, besser bekannt als Lulu, punktgleich mit drei anderen Ländervertretern mit dem schönen Titel “ Boom Bang-a-Bang„. Lulu ist noch hin und wieder im britischen Fernsehen zu sehen.
1976 schafften die Brotherhood of Man den 1. Platz mit dem Liedchen „Save Your Kisses For Me„. Die Vier tauchen auch heute noch manchmal auf und zehren noch ein wenig von ihrem früheren Ruhm.
„Making Your Mind Up“ war der Siegertitel des Jahres 1981 und gesungen wurde er von der Gruppe Bucks Fizz, die irgendwie so ähnlich wie die Brotherhood of Men aussah und klang. Die vierköpfige Gruppe tingelt auch noch in unterschiedlicher Zusammensetzung durch die Lande.
Der letzte Eurovision Song Contest Gewinner aus dem Vereinigten Königreich war Katrina and The Waves 1997 mit „Love Shine A Light„. Die britisch-amerikanische Band um Sängerin Katrina Leskanich ist vor allem mit ihrem Lied „Walking on Sunshine“ in die Popgeschichte eingegangen.
Leider gab es auch Totalflops für Großbritanniens beim Song Contest, die sich in den letzten Jahren häuften. Den Reigen begann im Jahr 2003 das Duo Jemini, das mit „Cry Baby“ den 26. Rang unter 26 Teilnehmern erreichte und Null Punkte erhielt. Das war auch gleichzeitig das Ende der „Karriere“ von Jemini.
Es folgte 2008 Andy Abraham mit „Even If„, der zwar 14 Punkte erhielt (von San Marino und Irland), was aber auch nur für den letzten Platz reichte. Das war’s dann auch für Andy, der fortan nur noch selten zu sehen war.
Der wie Sandie Shaw aus Essex stammende Josh Dubovie wurde schließlich 2010 Letzter mit dem Titel „That Sounds Good To Me„, mit mageren 10 Punkten. Offensichtlich traf die Aussage des Songs nur auf Josh selbst zu, alle anderen europäischen Staaten mochten das Lied nicht.
Das Buch zum Artikel:
John Kennedy O’Connor: The Eurovision Song Contest – The Official History. Carlton Books 2010. 224 Seiten. ISBN 978-1847325211.

























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