Wie ein Kieselstein..

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Wie ein Kieselstein im Flussbett
einer unter vielen
vom Wasser umströmt
geformt und geglättet
eingebettet im Zeitenlauf
vergessen als Ding
im todlosen Sein –
nur manchmal glitzernd
im Licht der Sonnenstrahlen
steigt Schönheit empor
und spiegelt Leben
in unzähligen Farben
umliegender Natur,
bis im Schatten der Bäume
sich der Glanz verliert
und sämtliche Nuancen von
grau und dunkel
hinein in den hellen Tag
gebiert.
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Loslaufen

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Wir könnten uns
an der Hand nehmen
und loslaufen
wie die Kinder-
dem Morgenrot entgegen,
dem Ort unserer Träume,
immer weiter und weiter,
bis wir uns darin finden
und wissen,
jetzt sind wir da
und unser Traum ist wahr.
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Einst..

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Im Winter suchte ich den Frühling,
jetzt klopft er an die Tür –
ich lass ihn rein
und meinen Innenraum durchfluten
mit Sonnenlicht so hell und warm
und meine Seele setzt die Segel,
nimmt Kurs in Richtung Sommerland,
wo einst in klaren, lauen Nächten
sich ein Zauber um mich legte
und seitdem als Erinnerung
tief in mir
für immer brennt.
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Immer wieder ein Anfang??

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Vielleicht gibt es nie wirklich ein Ende

-von was auch immer-

sondern immer nur wieder einen Anfang
mit neuen Möglichkeiten und Chancen,
neuen, anderen Sichtweisen
aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet,
mit anderen Situationen, anderen Menschen.

Im Anfang stehen, immer wieder
und die Welt betrachten,
versuchen zu begreifen, zu verstehen –
ein nie wirklich endender Weg.
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Ein Fremder ganz nah

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Wie kann es sein,
dass ich in deinen Worten finde,
was ich nicht zu sagen vermag.
Als schriebest du direkt
aus meiner Seele heraus –
jedes einzelne Gefühl,
alles was ich je ersehnte,
was lange schon in mir lebt und bebt,
auch jeden Schmerz und jede Träne.

Wie kann es sein,
dass ich mich in dir finde,
in all meinen Träumen und Wünschen,
im Klang deiner Worte,
die in mir sprechen, wie die meinen.

Deine Suche ist meine Suche,
du bist mir näher als nah,
berührst mich tiefer als tief.
Deine Liebe ist meine Liebe,
die in uns blüht und uns umgibt
wie ein zartschimmernder Schleier,
der sich zwischen uns gelegt,
nur hauchdünn vom Erkennen getrennt.
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Labyrinth

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Alles verändert sich,
alles vergeht –
in die Schatten der Erinnerung
dringt nur manchmal Licht,
um die verschlungenen Pfade im Labyrinth
der Illusionen zu durchleuchten.
Der Wind verweht alte Spuren
und legt neue frei –
noch hängen vereinzelt welke Blätter
vom letzten Herbst an den Bäumen,
bis bald neues Hoffnungsgrün
sie taumeln lässt.
Meiner Sehnsuchtsspur folge ich
unermüdlich durchs Labyrinth,
bis eine Mauer aufbricht
für eine erweiterte Sicht.
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