Errata (Korrekturverzeichnis)

ImageDamit der Blog-Eintrag nicht nur selbstbezüglich ist, zunächst etwas Buchkultur, hier: Errata „Solche Verzeichnisse sind seit dem 16. Jahrhundert üblich. Sie wurden oftmals auf den letzten Bogen eines Buches gedruckt, wenn die Fehler erst bemerkt wurden, nachdem die ersten Bogen bereits ausgedruckt vorlagen, und ein Neudruck zu kostspielig gewesen wäre.“ (Wikipedia) Der britische Kalligraph Donald Jackson gibt in seinem lesenswerten Buch, Die Geschichte vom Schreiben, folgenden Hinweis: „Ein Buch von 172 Seiten, das in einer Klosterdruckerei 1561 hergestellt wurde, enthielt nach dem Befund des Korrektors so viele Fehler, dass das Korrekturverzeichnis 15 Seiten umfasste.“

Der Herausgeber schrieb die Fehler den Einwirkungen des Teufels zu: Das Manuskript scheine irgendwie in einem Hundestall durchtränkt worden zu sein, ehe es den Drucker erreichte, der es dann auf Armeslänge zu lesen hatte, als er die Buchstaben setzte, was so zu den zahllosen Fehlern führte.“ Damit war der Druckfehlerteufel in der Welt.

ImageKein Druckfehlerteufel, sondern fehlerhafte Erinnerung macht eine Korrektur meines gestrigen Eintrags über den Header „Teppichhaus Trithemius“ nötig: Gleich mehrfach hat mich meine Erinnerung gefoppt. Und weil ich keine Falschinformationen verbreiten will, hier die Korrektur: Die von mir so genannte Textfeee entstammt nicht der Werbung einer Sparkasse, sondern der Telekom, wie das ursprüngliche Foto zeigt, wo das von mir leicht verfremdete Modell mit den Fingern ein T bildet. (Zum Vergrößern bitte klicken!) Für den Header habe ich die Finger retuschiert, so dass sie jetzt der Mahnung gemäß ein X zeigen.

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Auch ist „Klaut alles“ nicht von mir fotografiert, sondern wie das Raster beweist, ein Zeitungsfoto. Es klebt in meinem Tagebuch von Dezember 1994, allerdings ohne Quellenangabe. Ich habe es eben überprüft. Der Schrift auf der Rückseite lässt Die Zeit vermuten. In den 1990-er Jahren las ich sie noch. Inzwischen nicht mehr.

Versunken im Internet-Orkus

ImageMeine lieben Damen und Herren!
Still und heimlich ist das Teppichhaus Trithemius versunken. Ich hatte es digital errichtet auf der Plattform Blog.de, wo es bald so etwas wie eine Institution war. Ein Internetnutzer schrieb „Teppichhaus Trithemius – das schönste Teppichhaus nach dem ANO-Teppichladen.“ Für die Jüngeren unter uns: Der ANO-Teppichladen ist ein Handlungsort in Eckhard Henscheids wunderbarem Roman „Geht in Ordnung – sowieso – – genau“ von 1977. (Das Lob war natürlich eine Nummer zu groß.) Woher der Name? Bei meinen Schriftforschungen war ich auf den mittelalterlichen Abt Trithemius gestoßen, was eine Latinisierung von Trittenheim ist.

Teppichhaus Trithemius alliterierte nicht nur schön, sondern verwies auch darauf, dass Texte etwas Gewebtes sind, vergl. das Wort Textilien, wie ja das Wort Text ursprünglich die Bibel meint. Die Handschrift, an der Gutenberg sich beim Druck der 42-zeiligen Bibel orientierte, hieß Textura. Wir kennen das Wort Textur für Gewebe. Wie ein unveränderliches Gewebe sollten die biblischen Worte sich zeigen. Die Bibel war der eigentliche Text. Dass wir heute unterschiedslos vom Text sprechen, ob Zeitungsartikel oder Beipackzettel, ist eine Verweltlichung, die mit dem Buchdruck ihren Anfang nahm. Dass mein Blog also Texte enthielt, erklärt seinen Namen.

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Marriage: Die mahnende Textfee entstammt einer Sparkassen-Werbung, das Motto „Klaut alles“ habe ich selbst fotografiert. Es meint natürlich die Texte im Blog. Die Wendung „nur unscharf berechenbare Randzone“ in der Unterzeile hat der österreichische Blogfreund Martin Kratochwil formuliert, als er sich noch Kurzweil nannte. „Offene Bloguniversität“ bezog sich darauf, dass ich anfangs viele fachwissenschaftliche Texte zur schriftlichen Kommunikation veröffentlichte, woraus dann das Buch „Buchkultur im Abendrot“ wurde.


Es hat mir viel Freude gemacht, ab November 2005 bei Blog.de zu bloggen. Ich zog etwa 2008 um zur österreichischen Plattform twoday.net, weil sich bei Blog.de ein hässlicher Ton breit gemacht hatte. Die Texte von Blog.de sicherte ich in einem WordPress-Blog, der auf einer eigenen Seite gehostet war. Das meiste, was da wichtig war zu erhalten, habe ich inzwischen ins Teestübchen verbracht. Der Vertrag für die gehostete Seite lief aus, und folglich ist das Teppichhaus aus dem Internet verschwunden. Bleibt uns nur noch der ANO-Teppichladen. Oder eben Ihr und euer Teestübchen.
Herzlichst
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ALDI informiert nicht mehr

    „Vorsorglich versichere ich, dass ich diesen Text selbst verfasst habe und er nicht, wie böse Zungen behaupten, von einer Horde Affen an Schreibmaschinen durch wildes Herumhämmern auf den Tasten erzeugt wurde.“

ImageSo beginnt ein Text über automatische Texterzeugung in meinem Buch Buchkultur im Abendrot. Den Affenvergleich bemüht auch der selbsternannte Internetexperte Andrew Keen in seinem Internetkritischen Buch The Cult of the Amateur (deutsch: Die Stunde der Stümper), 2007. Dort schreibt er vom „Zeitalter der schreibenden Affen.“ Ob er die Affenhorde im Kopf hatte, weiß ich nicht. Jedenfalls meinte er wie Bernd Graff, von der Süddeutschen Zeitung jene „halbgebildeten Laien“, die „aus Idealismus“ oder „weil sie sonst keine Beschäftigung haben – eine Rolle in der allgemeinen Informationsbildung übernehmen wollen“, also die Nutzer des damals jungen Mediums Weblog, kurz Blog.
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Besonders die Kollegen vom Printmedium sahen durch Blogger die alleinige Oberhoheit über die Köpfe bedroht. Gregor Dotzauer dünkelte im Tagesspiegel unter dem Titel „Graswurzelverwilderung“ von der bloggenden „Gewaltwillkür (…) pseudonymer Existenzen“, die aus purer Selbstherrlichkeit einen „Kulturkampf“ angezettelt hätten.

Image„Gewaltwillkür“ war nicht im Spiel, als ich im Jahr 2005 mit dem Teppichhaus Trithemius“ zu bloggen begann. Auch ein Kulturkampf lag mir fern. Daher fiel mir auch die subtile Komik von „Aldi informiert“ als Titel der Aldi-Prospekte auf, denn zu informieren war für mich selbstverständlich nicht Aufgabe eines Lebensmitteldiscounters, sondern die der Massenmedien Funk, Fernsehen und Zeitung/Zeitschrift. Ich schuf also eine Fotomontage mit dem Aldi-Prospekt und mir. Als ausgewiesene „pseudonyme Existenz“ versteckte ich mich natürlich hinter dem Prospekt. [Auf dem Titelblatt der Collage ist übrigens meine Dialogpartnerin, die fiktive Frau Nettesheim zu sehen.] (ALDI-Prospekt Juni 2005)

Bald zeigte sich eine programmatische Bedeutung, die über die satirische hinausging. Ich trage mit meinem Blog auch zur Informationsbildung bei, aber bin eben kein Lohnschreiber wie die Kollegen von den Massenmedien, sondern gebe alles nicht nur billig, sondern sogar kostenlos ab. Heute Morgen beim Einkauf registrierte ich endlich, was ich schon lange gesehen habe. Die Headline „Aldi informiert“ gibt es nicht mehr bei Aldi-Prospekten. Ich habe sie also exklusiv.
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Inzwischen wissen wir, wer den Niedergang der klassischen Medien vorantreibt: Allen voran tun sie es selbst, verspielen ihre Glaubwürdigkeit durch liebedienerische Nähe zu herrschenden politischen Kreisen und Kampagnenjournalismus (siehe: Buchkultur im Abendrot; Schwindsucht der Meinungsvielfalt). Daher suchen sich die Menschen Informationen am Mainstream vorbei im Internet, aber eher nicht in den anfangs so verteufelten Blogs.

Lothars Faksimile

ImageMit einem erfreulichen Effekt stellt unser Medium Blog alle anderen Erscheinungsformen des Internets in den Schatten. Wie kein zweites eröffnet es die Möglichkeit der gegenseitigen Aktivierung durch Mitmachprojekte. Bei der Teestübchen-Briefaktion vom März 2018 tat sich Blogfreund Lothar Lange (Lo) aus Oberhausen durch eine beeindruckend schöne Handschrift hervor. Für den Roman „Jünger der Schwarzen Kunst“ benötigte ich ein handschriftliches Faksimile und bat Lo darum, mir den Text zu schreiben. Er ziert mein Buch auf Seite 165, also sein handschriftlicher Text, nicht Lo 😉 Schaut selbst im Blog oder im ganzen Kontext im Buch, siehe in der Verlagsvorschau:

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Willkommen bei den Jüngern der Schwarzen Kunst!

ImageDas gewaltige Durcheinander vor meinen Füßen, die bleiernen Lettern, Bruchstücke von Wörtern, das Tohuwabohu an Wortzwischenräumen und Zeilenabständen, die in sich zusammengefallene Buchseite, das hätte man zur Zeit Balzacs einen „Eierkuchen“ genannt, zumindest die deutschen Kollegen sagten das, wie es auf Französisch lautet, wer weiß das schon? Ich kann jetzt nicht recherchieren; dabei versiegt mein bisschen Kraft, die ich brauche, das Traumbild von heute Morgen zu erklären: Auf einem offenen Pritschenwagen saßen 16 unwillige junge Männer mit nackten Oberkörpern und Gewehren. Sie sagten, sie würden nicht mehr für die „Bären“ arbeiten.

Nach Honoré de Balzac meinten sie mit den Bären wohl die Buchdrucker, deren Hin- und Her zwischen dem Einschwärzen der Druckformen und der Druckmaschine ihn an im Käfig herumtapsende Bären erinnert haben. Damit so ein Bär ein ganzes Buch drucken konnte, 16 Seiten pro Bogen, mussten 16 Schriftsetzer für ihn herumspringen. Sie wurden von den Bären „Affen“ genannt, wegen der Affengeschwindigkeit, mit der sie die Lettern aus den Fächern der Setzkästen zusammenklaubten zu Wörtern, Zeilen, ganzen Kolumnen, um letztlich eine Buchseite zu bauen.

120 Jahre nach Balzack konnte ich die streikenden Affen verstehen, als ich bei der Gesellenprüfung im Jahr 1967 noch eine Probe im Schnellsatz ablegen musste. Die Herausforderung: Zu schaffen waren 1450 Zeichen pro Stunde. (Abzug je Fehler) Dabei gab es seit 1886 die Linotype-Setzmaschine. Ein fähiger Bediener schaffte 6000 Zeichen pro Stunde, war als mehr als viermal so schnell wie der Handsetzer. Um die Welt der Bären und Affen geht es im Roman „Jünger der Schwarzen Kunst.“ Um ihn nach vielen Anläufen endlich fertigzustellen, die ersten Aufzeichnungen entstammen den 1980-er Jahren, musste ich mich bedauerlicher Weise für eine Weile aus der Blogcommunity zurückziehen. Die letzte Woche legte mich ein grippaler Infekt flach. Daher auch der Fiebertraum. Hier also die Reklame komplett in der Verlagsvorschau oder vom Klappentext. Mit den Worten Lichtenbergs: „Wer zwei Paar Hosen hat, mache eins zu Geld und schaffe sich dieses Buch an.“ Weiterlesen

Aus der Schublade der Teestübchen-Kategorien-Bilder

ImageMeine lieben Damen und Herren,
im November 1912 schrieb Franz Kafka an seinen Literatur-Agenten Willy Haas:
„Darauf dass die Schlamperei Ihnen langweilig werden sollte, darauf vertraue ich nicht; wer die Schlamperei einmal hat, dem wird sie nicht langweilig, das weiss ich aus eigener Erfahrung.“
Indem ich seit November 2005 blogge, hat sich auf der Festplatte meines Computers eine ziemliche Unordnung etabliert. Meine Schlamperei ist, dass Bilddateien in ungezählten Schubladen herumliegen, in die sie meistens unbedacht hineingestopft wurden und wo sie schwer wieder aufzufinden sind.

Zum Jahresbeginn habe ich einige Bildateien geordnet, bin hinabgetaucht in Ordner und Unterordner, habe Ähnliches zusammengesucht, sortiert, auffindbar neu abgelegt und habe den Umstand gepriesen, dass es in digitalen Archiven nicht staubt. Allein Bilder für die Kategorien des Teestübchens gibt es in großer Zahl. Manche sind im Blog öfter zu sehen, manche fast nie bis gar nicht, weil ich sie zwar mit Freude gestaltet, aber dann wieder vergessen habe. Die Gesamtschau soll damit aufräumen [zum Blättern bitte anklicken]:

Zurück in die Gegenwart

ImageEin Wiedersehen mit dem Rathaus von Gütersloh im WDR-Fernsehen brachte mich dazu, einen Text aufzusuchen, den ich im September 2010 im Teppichhaus Trithemius auf twoday.net veröffentlicht hatte. Ich entschloss mich zu einer Neuveröffentlichung im Teestübchen Trithemius bei WordPress, denn er gefiel mir auch noch nach 13 Jahren. Der Dichter und Kritiker Horaz riet seinen jungen Kollegen: „nonumque prematur in annum …“ [und bis ins neunte Jahr werde es (das Manuskript) zurückgehalten, um zu prüfen, ob es etwas tauge.] Da ich kürzlich nach einer Augen-OP nicht viel lesen durfte, nutzte ich die Gelegenheit und veröffentlichte unverändert fast alle Folgen der Reise ab Gütersloh.

Von den damaligen Kommentatoren bei towday.net ist noch Kollege noemix geblieben. Es war mir eine Freude, auch diesmal seine Kommentare zu lesen. Der neue Kollege „sinnlos Reisen“ hatte zuerst gedacht, „all das wäre diesen Sommer passiert und wir folgen dir auf aktuellen, noch feuchten Spuren“, fand dann aber: „Könnte alles heute genau so passieren.“

Leider nicht ganz. Liebe Aachener Freunde sind inzwischen verstorben. Ich erlitt 2012 einen Herzinfarkt und 2013 einen Schlaganfall, wurde also nachdrücklich mit meiner Endlichkeit konfrontiert und muss mich seither mit körperlichen Einschränkungen arrangieren. Demgemäß musste ich auf Rauchen und Kiffen verzichten. Eine Lesereise wie 2010 würde ich heute nicht mehr schaffen. Was damals hoffnungsfroh begann, ist  der Einzelfall geblieben. Auch das frei assoziierende Schreiben unter Graseinfluss gibt es nicht mehr. Meine Texte sind seither nüchterner und überlegter, was nicht unbedingt ein Nachteil ist, wie an inzwischen sechs Buchveröffentlichungen von mir zu sehen.

Heute würde man seine Reiseroute per Routenplaner festlegen, wodurch sich der Charakter einer solchen Fahrt verändern würde. Es gäbe weniger Unwägbarkeiten und vor allem weniger Kontakt mit Einheimischen. Wegfallen würde der soziale Akt, nach dem Weg zu fragen.

Durch den Umzug zu WordPress hat sich der Kreis der Freundinnen/Freunde meines Blogs verändert. Im Teppichhaus Trithemius bei twoday.net wurde insgesamt reger kommentiert. Das zeigt einen weiteren Unterschied zu 2010. Durch das Aufkommen von Facebook, Twitter, Instagram und durch diverse Smartphone-Dienste verloren Blogs an Traffic und Bedeutung. Gute Blogfreundinnen und -freunde teilten Zeit und Aufmerksamkeit oder wanderten gänzlich ab.

Nach zehn Jahren im digitalen Medium hat sich auch mein schriftliches Verhalten geändert. Ich notiere nur noch wenig, schreibe immer seltener mit der Hand. Meine eher naiven Hoffnungen auf die positiven sozialen Effekte der digitalen Vernetzung sind einer nüchternen Einstellung gewichen. Das verstärkte meine schon in den 1990-er Jahren aufkommenden Vorbehalte gegen Fernkommunikation. Im Jahr 2010 habe ich die Demokratisierung der Information noch begrüßt. Doch inzwischen lässt sich feststellen, dass die Glaubwürdigkeit von Informationen stark gelitten hat. Das strahlt auch auf die klassischen Einkanalmedien, Funk und Presse zurück.

Mein guter Freund Thomas Haendly alias Jeremias Coster lebt nicht mehr. Nach anfänglicher Scheu lasse ich ihn aber wieder in Texten auftreten. In der Literatur sind Zeitreisen möglich und Personen bleiben noch lange lebendig. Ich bedanke mich bei allen, die mich auf der Zeitreise begleitet haben durch aufmerksames Lesen, Likes, Kommentare und hoffe, bei der Zeitreise einer so großen Gruppe ins Jahr 2010 sind keine Schmetterlinge zu Schaden gekommen.

Ihr Zeitreise-Agent
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Böse Zungen Lügen gestraft

ImageSeit es das Internet gibt, gibt es auch mehr Erscheinungen. Vielmehr haben uns die Schmocks von der Presse eine Menge Erscheinungen vorenthalten. Sie sitzen ja auf Bergen von ungedruckten Texten, und wenn ein Bericht von einer Jesus- oder Marienerscheinungen reinflatterte, dann fegt sie spätesten der gottlose Chef vom Dienst bei der Redaktionskonferenz vom Tisch und sagt: „Nicht schon wieder eine verfluchte Erscheinung! Wir hatten doch erst letztes Jahr eine. Dafür ist jetzt kein Platz. Die heben wir nicht ins Blatt!“ Das sind nämlich alles Heiden oder Zyniker oder beides.

Dank Internet erfahren wir trotzdem von allen Marien- oder Jesuserscheinungen – auf Toastbroten, im Speiseeis und so fort. Der 38-jährigen Krankenschwester Alex Cotton aus Coventry (England) ist Jesus auf ihrer Regenrinne erschienen – als Rostfleck. Die Geschichte ihrer Jesuserscheinung gab den Anstoß für meine neue Anthologie „Alleweil wird irgendwas gesagt.“ Und Jesus ziert auch das Cover des sauber von mir selbst gestalteten Buches. Ich darf also weiter auf göttlichen Beistand hoffen.

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Meine lieben Damen und Herren, bitte glauben Sie nicht, was bereits meine gute Mutter mir nachsagte, ich würde eintausend Projekte beginnen, aber nicht beenden. Mindestens die losen Enden eines Projektes habe ich am 20. September 2023 zusammengefiddelt und die bereits hier angekündigte neue Anthologie „Alleweil wird irgendwas gesagt“ veröffentlicht. Sie ist ab sofort unter der

    ISBN 978-3-758406-17-1

bei epubli zu kaufen. Amazon und Buchhandel brauchen etwas länger, um das feine Buch zu listen. Erstmalig ist das Buch den Leserinnen und Lesern des Teestübchen Trithemius gewidmet. Denn Ihrem und eurem Interesse verdanke ich einiges an Inspiration und manche Anregung. Herzlichen Dank.

U P D A T E
Eine erste Rezension in CD: Alleweil lächelt der Grünspecht

Mein Kontrakt als Zeichner

ImageAb dem heutigen Montag werden die Schwäbin und ich für eine Woche zu Freunde- und Verwandtenbesuchen ins Rheinland reisen. Von Bonn, unserer letzten Station, werde ich dann alleine nach Aachen zurück fahren und dort für drei Wochen in eine hübsche Ferienwohnung in einem historischen Stadttor einziehen, nicht als Stadtschreiber, wie das Ambiente nahelegt, sondern zum analogen Zeichnen von Illustrationen. Abseits alltäglicher Ablenkung und ohne digitale Zerstreuung durch Blogs und Internet erhoffe ich mir die innere Sammlung zur Rückbesinnung und Wiedererweckung alter Fähigkeiten. Denn ich habe gut zwei Jahrzehnte kaum gezeichnet. Dabei war ich in den 1990-er Jahren guten Mutes.

ImageDamals hatte die Titanic diesen Cartoon von mir veröffentlicht, worauf ich hoffte, das wäre der Auftakt für weitere Cartoons. Auf einem Titanic-Buchmessenfest sprach ich mit dem damaligen Chefredakteur Hans Zippert und sagte: „Ich würde gerne mehr für Titanic zeichnen.“ Zippert wies auf den nahebei stehenden Heribert Lenz und sagte: „Da musst du zuerst Greser und Lenz ermorden.“
„Oje. Sowas kann ich nicht. Außerdem ist Achim Greser gar nicht hier.““

Das waren schlechte Nachrichten und die Option außerhalb meiner Handlungsmöglichkeiten, zu denen weder sich hochzumorden noch sich hochzuschlafen gehört. Mir war sofort klar, wie aussichtslos es war, als Zeichner einen Fuß in die Titanic-Tür zu bekommen. Zipperts Rat: „Versuche es mal beim Eulenspiegel!“, wollte ich nicht befolgen.

Damit endete meine Karriere als Zeichner, und bald schrieb ich nur noch für die Rubrik „Briefe an die Leser“, bis zum Jahr 2007, als mich Bloggen und eigene Buchprojekte zu sehr in Anspruch nahmen. Nun hat meine liebste Schwäbin eine hübsche Kindergeschichte geschrieben. Ich habe versprochen, sie zu illustrieren und das ist Grund genug, in Klausur zu gehen und zu schauen, ob ich das noch hinbekomme. Im Teestübchen-Blog stehen also vier Wochen Pause an. Falls ich gut vorankomme, melde ich mich zwischendurch mal aus dem Off.

Bis dahin wünsche ich allen eine gute Zeit, Ihr und euer
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„Wer zwei paar Hosen hat, mache eine zu Geld …“

ImageMeine lieben Damen und Herren,

frohe Kunde: In der Edition Teestübchen Trithemius ist ein neues Buch aus meiner Feder erschienen.

Das Buch hat 228 hübsche Seiten, wurde professionell layoutet vom Buchgestalter Christian Dümmler, ist das dritte der Reihe „schräge Geschichten“ und ergänzt die Vorgänger Die schönsten Augen nördlich der Alpen und Goethes bunter Elefant. Es kostet nur 9.99 Euro.

Gönnen Sie sich ein Ostergeschenk! Das feine Buch gibt es hier, am schnellsten hier – für Geduldige im Buchhandel unter der ISBN 9783754958735

„Wer zwei paar Hosen hat, mache eine zu Geld und kaufe dieses Buch!“

(Georg Christoph Lichtenberg)

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen!
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