Neujahr, 260101

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Es ist vollbracht, die lärmenden Idioten haben sich ausgetobt und auch die Jungkatze hat sich dank intensiver Kuscheleinheit wieder beruhigt. Der alte Mann scheint ballhörig geworden zu sein, ihm macht die Knallerei nicht mehr so viel.

Mitgehört – WDR, Aktuelle Stunde, Umfrage zum Thema gute Vorsätze. In einer lokalen Fußgängerzone meint ein Kerl im Vorbeilaufen ins Mikrofon:

Will 10 Kg abnehmen, fehlen noch 12 …

Mein Humor und geilstes Matheverständnis ever.

Irgendwo im Blogland geht es um Vergangenheit und schräge Familienangehörige. Einmal mehr dachte ich an meine Uromma. Die war ein gläubiger Mensch und hatte ihre eigene Dreifaltigkeit:

Die deutsche Bank, den Endsieg, und ihren Wacholder.

Von letzteren bekam ich bei jedem Pflichtbesuch immer genau Einen, auf dass aus mir, blond und blauäugig, sonstwas werden sollte. Was dann auch geschah.

Geblieben sind die Erinnerungen an das Geräusch, das sie beim schlurfen durch ihre Bude machte, an einen Tausendmarkschein, der stets rituell zur Besichtigung freigegeben wurde (mehr nicht, hier, riecht mal …), an eine geheimnisvolle, große, dunkle Porzellaneule, die von innen trübe leuchtete, an weiße Schokolade sowie nicht zuletzt an ihre geballte Boshaftigkeit.

So. Dank KI darf ich an dieser Stelle von Friedrich Merz für Arme Grüße sowie die besten Wünsche für das neue Jahr ausrichten.

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Im Fanshop auch als Stofftier erhältlich.

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Ein gutes neues Jahr uns allen 🙏

Mittwoch, 250101

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Seit vielen Jahren sind wir erstmals wieder zuhause geblieben. Ich mag Silvester überhaupt nicht mehr und würde mir am liebsten mit den Katzen eine Höhle graben. Der alte Mann hat unsere Anwesenheit beruhigend empfunden, die Kleine dagegen war komplett weg. Auch mir setzt das Geballer zu, in Kombination mit der Resignation vor denen, die es immer noch verursachen (dürfen).

Prognosen …

Dä Wahrsager stirv vüür sich hin en der Eck. Selfs schuld dä hätt uns met der Zokunft erschreckt.

BAP / Op dä Deckel vum Clown

Wie immer habe ich keine „guten Vorsätze“. Was mich im neuen Jahr in etwa erwartet, ist überschaubar. Wobei unverhofft  … man kennt das. Das gilt in der Politik ebenso wie im Privaten. Klarheit gibt es einzig in einem Lebensbereich, das betrifft die Entscheidung meinerseits, aus Gründen (das pfadlose Land der Wahrheit) doch noch gut zwei Jahre weiter zu arbeiten. Sofern man mich lässt.

Wünsche? Gesund bleiben zu dürfen, solange ich meine Aufgaben hier noch nicht erledigt habe. Was genau da alles zugehört, weiß Gott.  Irgendwas mit Familie. Mutter auf den letzten Metern begleiten. Das große Kind wenigstens mental unterstützen. Wobei ich arge Zweifel habe, dafür der rechte zu sein. Heiraten möchten sie dieses Jahr und ausgerechnet ich als Spezialist für Eheführung high and low soll eine Rede halten. Wäre wenigstens ehrlich und käme von Herzen, wenn ich das täte. Was wiederum erfreulich klingt. Ich grübel da jetzt schon drüber  … von meiner Überwindung, mich vor der gesamten Mischpoke zu erklären, mal abgesehen.

Bleibt schlussendlich nur, uns allen ein gutes neues Jahr zu wünschen. Was ich hiermit aufrichtig tue 🙏

Montag, 230102

Familienhopping zum Jahreswechsel, zwischen Hamburg, Berlin und Wuppertal. Ist erwartungsgemäß trubelig, aber nett, sich mal wiederzusehen.

Sonst so?
Erinnerungen beim Wassertiger

Was noch?
Richtig – leicht verspätet wünsche ich uns allen ein anderes, hoffentlich besseres 2023!
Jedenfalls ist am 22 Januar das für mich fordernde Wassertigerjahr Geschichte.

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Hotel mit Katze.

Montag, 220103

Noch heute und morgen arbeitsfrei, zwecks Akklimatisation nach einer kleinen Reise über den Jahreswechsel in Sachen Familie, nun wieder hier in den heimischen Wupperbergen. Mein Jahreswechsel war sowohl als auch, wie so oft. Der letzte Eintrag entstand am Neujahresmorgen, gegen halb drei oder so. Den Rest kann sich der geneigte Leser denken, derweil die Fete noch bis 5 Uhr früh weiter ging. Selbst war ich so frei, mich für gut 2 Stunden zu verpissen, um ein nahe gelegenes AA-Meeting zu besuchen. Fazit: Konnte ich gut brauchen, an dem Abend. Auch, wenn kaum wen irgendwelche Pandemie-Regeln interessieren. Undenkbar im Westen.

Heute – war Brunch, so wie jeden freien Tag, an dem wir es schaffen, gemeinsam zu essen. Wie immer gibt es Film zum Brunch. Den heutigen schauten wir bis zum Ende durch.

Ein Familienvater

Eine der Geschichten, in denen Kinder den Preis zahlen, damit ihre Eltern, hier speziell der Vater, im Leben ein wenig weiter kommen. In dem Film hat es sozusagen einen doppelten Gewinn, ein am Ende geläuterter Vater sowie ein Kind, das nicht den vollen Preis entrichten muss. Im Film geht das, manchmal auch im „richtigen“ Leben. Tränen rührend, der Film.

Und – wie so oft schlägt der Film Wellen ins private. Ich erinnerte mich meiner Suizid-Gedanken vor fast 22 Jahren, die ich damals schön für mich behielt. Weg sperren lassen wollte ich mich auch nicht. Neben der allgemein gefühlten Aussichtslosigkeit meiner damaligen Lebenssituation gab es in einem Hinterzimmer meines kranken Kopfes auch die Vorstellung, was ein Selbstmord wohl mit meinen Eltern machen würde. Mein damaliges Fazit – es hätte nichts bewirkt, außer vielleicht eine kurze Urlaubsunterbrechung, kombiniert mit der fortgesetzten Überzeugung, selbst alles richtig gemacht zu haben. Einer von vielen „logischen“ Gründen, das Vorhaben nicht in die Tat umzusetzen. Unlogisch, weil nicht dokumentier- oder belegbar an dieser Stelle der Schutz „von oben“, in dieser bislang schwärzesten Zeit meines Lebens. Und da sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute. Alle miteinander.

Gut so.
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Sonst so ?

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Nettes Präsent zum alljährlichen Jahresend-Wichteln. Gegen „Bad Vibes“ im Kopf, mit herben Duft zur körperlichen und seelischen Reinigung. Man weiß, was mir fehlt.

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Mögliche Musik zur rituellen Waschung:
(passt auch zu einer längeren Autobahnfahrt im Kleinstwagen)


2019

Nach einem Magen-Darm-verseuchten Neujahrstag blieb gestern zumindest ein großer Kakao und einiges Essen dort, wo es hingehört. So langsam finde ich wieder Kraft. Gestern reichte es immerhin für eine kurze Visite im Kultcafe…gleich geht es wieder westwärts.

Alles Gute euch für das neue Jahr 🖐

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Neujahr 

Eine große Gesellschaft mit sich biegenden Tischen. Viele Menschen, viel Smalltalk. Spät – 68er, eine laute Blonde, ein liebenswertes, leider schwer hustendes kleines Mädchen. Kurz  – eine nette Runde, mit der ich in’s neue Jahr gerutscht bin. 

Nebenbei blieb und bleibt mir noch genügend Zeit zum nachspüren und zum schreiben. Was ich ändern kann, ändern möchte, in Zukunft. Im Umgang mit mir selbst, mit den Menschen speziell in meinem beruflichen Umfeld, aber nicht nur dort. Die größten Stützen dabei heißen Glauben und Vertrauen. 

In dem Sinne  – uns allen ein gutes neues 2018!