Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Image


Ein Kommentar

viisisataakolmekymmentäneljä

Meine kleine Regelwidrigkeit vor drei Wochen ist inzwischen ausgebügelt, denn bevor ich die 534 sah – schon vorletzten Freitag, als der kleine Herr Maus ein kleines Klavierkonzert in der Musikschule gegeben hatte und der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich hinterher gemeinsam auf dem Heimweg waren – begegneten mir, denn so ist es ja immer, noch mindestens fünf weitere 533en.

Image

Sogar bei uns wird es jetzt langsam frühlingshaft. Das lange Wochenende wäre vermutlich ganz wunderbar gewesen, wenn ich nicht seit einer Woche mit Halsschmerzen, vereiterter Nase und kommendem und gehendem Fieber herumkrepeln würde. Ich hoffe, dass das dann schon mal die obligatorische Maiflunssa war. Denn wo ich noch eine unterbringen soll in den – Zwickt mich mal! – knapp vier Wochen bis Sommerferien, weiss ich wirklich nicht.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530-531, 532, 533]


2 Kommentare

Schwimmendes Ungetüm

Als wir am Sonntag gerade unsere kleine Wanderrunde hinter uns gebracht hatten, piepste mein Handy: „Falls ihr auf Ruissalo seid – das Kreuzfahrtschiff läuft heute 18:15 Uhr zur Probefahrt aus.“

Image

(Die Werft hält sich mit genauen Angaben üblicherweise bedeckt, aber der deutsche Buschfunk hat hervorragend funktioniert. Danke an alle Beteiligten! ♥)

Wir warfen daraufhin alle unsere Pläne für den Rest des Nachmittags über den Haufen, verzichteten auf das obligatorische Ausflugseis und fuhren stattdessen schnurstracks zurück nach Turku. Ich warf die gerade fertig gewordene Wäsche über die Leine, wir suchten schnell Besteck und Ausflugsteller zusammen und packten sie in die KühlWarmhaltetasche, dann fuhren wir mit Umweg über den Lieblingschinesen, um ein längst überfälliges Mittagessen einzusammeln, auf die hinterste Spitze der Hausinsel.

Während wir auf einem sonnigen Felsen picknickten, sahen wir auf der MarineTraffic-App, wie sich vier Schlepper rund um das Riesenschiff positionierten und wie es sich langsam in Bewegung setzte. Und dann dauerte es gar nicht mehr lange, bis das Ungetüm hinter dem Wald auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht auftauchte.

Image

Ich sag mal so: man kann dieses neueste grösste Kreuzfahrtschiff der Welt – es ist inzwischen das dritte seiner Art – ziemlich hässlich finden. Man kann die Vorstellung, seinen Urlaub gemeinsam mit 8000 anderen Leuten in einem schwimmenden Vergnügungspark zu verbringen, für völlig absurd halten. Man kann Kreuzfahrten angesichts der Klimakrise generell missbilligen.

Aber faszinierend ist es schon. Vor allem, wenn man bei seinem Bau quasi dabeigewesen ist.

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image


Hinterlasse einen Kommentar

Blauweiss statt Gelb

Gestern waren wir wegen des frühlingshaften Wetters seit ewig mal wieder auf dem „gefährlichen“ Wanderweg auf der überübernächsten Insel.

Wir sind wirklich sehr lange nicht dagewesen.

(Der kleine Herr Maus ist in letzter Zeit selten für solche besseren Spaziergänge zu begeistern gewesen. Aber weil er von Freitag auf Samstag mit seinem langjährigsten Schulfreund im nahegelegenen Nationalpark zelten und insgesamt 30 km wandern war, war es anschliessend genau die richtige Aktivität für ihn.)

Ich hatte zwar vor Monaten davon gelesen, es aber inzwischen wieder vergessen, weswegen ich mich am Fähranleger jäh mit der bitteren Realität konfrontiert sah: unsere gelben Autofähren sind jetzt blauweiss.

Image

Image

Image

Ist auch schön. Und ich will auch gar nicht jammern. Aber wo doch Autofährengelb meine allerliebste Lieblingsfarbe war…!


Hinterlasse einen Kommentar

viisisataakolmekymmentäkolme

Am Samstag habe ich die Regeln des Kennzeichenspottens ein bisschen gedehnt.

Image

„Wasser heute +7°C“

Die kleine Eisbadesauna auf dem Lande hat ein sehr ausgeprägtes Stammpublikum. Leena macht den besten Aufguss. Antti redet immer sehr nett mit allen. Hannu hat ein schwarzes Pakettiauto mit der 533.

Ausgerechnet an dem Samstag, nachdem ich endlich die 532 gesehen hatte, war er zum ersten Mal, seit wir da hingehen, nicht da. Diesmal kam er auch erst nach uns und fuhr vor uns wieder weg; ich habe aber mal kurz um die Sauna herumgelunzt, ob sein Auto am angestammten Platz steht und dann darauf verzichtet, einen wirklichen Blick auf das Kennzeichen zu werfen. Ich suche dann jetzt trotzdem die 534.

Da sich in der Sauna alle mit Namen kennen, gab es vorgestern ein lustiges Zweitnamenraten: es fehlte natürlich nicht der unvermeidliche Juhani – der häufigste männliche Vorname in Finnland, allerdings nur, wenn man die Zweitnamen mitzählt – es gab aber auch drei ziemlich seltene Namen: eine Alviina, einen Ylermi und eine nach ihrem ein paar Tage nach ihrer Geburt verstorbenen Grossvater Martti benannte Marttina.

Im März war ich übrigens einmal ohne den Ähämann dort, dafür mit dem Leihkind und seiner Mama. Antti, der immer mit allen nett redet, fing gleich, als er hörte, dass wir Deutsch miteinander redeten, der Mama des Leihkinds zu erzählen an, dass in die Sauna auch regelmässig zwei andere Deutsche kämen. „Das sind wir,“ sagte ich lachend. „Nein,“ sagte Antti, „das ist ein Ehepaar, und die haben immer Mützen auf.“ Die Mütze hatte ich ob der frühlingshaften Temperaturen auch zu Hause gelassen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530-531, 532]


Ein Kommentar

Turkuer Schnipsel

***
Hütchenspiel.

Vielleicht erinnert sich ja noch die eine oder der andere an unsere langjährige Grossbaustelle.

Was daraus geworden ist?

Die Tiefgarage ist nur so mässig ausgelastet, weil selbst den autoaffinen Turkuer*innen das Parken dort zu teuer ist. Die Fussbodenheizung funktioniert nur an einigen wenigen Stellen, das innovative Energiespeichersystem überhaupt nicht. Zwei der vier neu errichteten, tatsächlich sehr modernen und hübschen Pavillons auf dem Marktplatz stehen leer. Und die innerhalb von 48 Stunden verlegten chinesischen Gehwegplatten entwickelten von Anfang an einer nach dem anderen ein Eigenleben: als Stolperstein, als Wippe oder als fussbetriebene Regenwasserfontäne.

Schon seit letztem Herbst wurden einzelne (!) widerspenstige Gehwegplatten zurück an ihren eigentlichen Platz zementiert. Jetzt hat man offensichtlich eine etwas grössere Offensive gestartet: letzte Woche tauchten plötzlich jede Menge Baustellenhütchen auf dem Markt auf – jedes Hütchen ein lockerer Stein.

Image

Wie es aussieht, haben die mit dem Ausbessern beauftragten armen Schweine russischsprachigen Bauarbeiter aus dem Baltikum einen Job auf Lebenszeit!

Apropos. Die beste Chefin, mit der ich regelmässig lange Diskussionen über das Für und Wider einer Strassenbahn für Turku führe, lieferte mir neulich, als wir kopfschüttelnd zwischen den Hütchen über den Markt mäanderten, ein Argument gegen den Bau einer Strassenbahn, dem ich wirklich nichts mehr entgegenzusetzen hatte: „Wenn jemand anders für uns die Strassenbahn bauen würde, wäre es ja vielleicht okay. Aber Turku setzt das Projekt ja doch nur wieder in den Sand!“

***
Reisen mit Robbe.

Ich habe dem kleinen Herr Maus, der seit letztem Sommer zunehmend Probleme gehabt hat, mit seinem drei Jahre alten Passbild EU-Aussengrenzen zu überqueren, ein reichliches Jahr vor Ablauf seines Passes einen neuen beantragt.

Während das für den deutschen Pass ja immer so ein Grossprojekt ist, ging das für den finnischen Pass in gewohnter Weise schnell, unkompliziert und preiswert.

Der kleine Herr Maus ging an einem Nachmittag mal direkt nach der Schule elektronische Passbilder machen lassen, dann schickte er mir den Code, den er per SMS erhalten hatte, weiter, damit ich ihn in das Online-Passantragsformular einfügen (und dort schon mal einen Blick auf sein neues Passbild werfen) konnte, ich bezahlte faire 45 € online, dann musste der Ähämann sich noch selbst bei der Polizei einloggen und ein Häkchen als Einverständniserklärung unter den Passantrag für den kleinen Herrn Maus setzen sowie der kleine Herr Maus noch persönlich bei der Polizei antanzen, um Fingerabdrücke nehmen zu lassen. Fünf Tage später war der Pass auf der Postfiliale eines Supermarkts unserer Wahl – ich hatte ihn so ausgesucht, dass sowohl der kleine Herr Maus selbst als auch ich den Pass ohne grösseren Aufwand abholen können; ich war dann aber schneller – abholbereit.

Image

Während wir sowohl 2017 als auch 2022 die Suomi100-Jubiläumsausgabe des finnischen Passes bekommen haben, gibt es jetzt schon wieder eine neuen Version. Ich habe den neuen Pass schon zu Ostern bei der Freundin des grossen Herrn Maus bewundert: auf der Rückseite des Umschlags ist ein Maiglöckchen eingeprägt! Und das Daumenkino zeigt jetzt eine sich räkelnde Saimaa-Robbe.

***
Fliegen lernen.

Am Mittwoch wunderte ich mich auf dem Weg zur Schule zum Hortkinderabholen über ein sehr niedrig über das Stadtzentrum fliegendes Flugzeug. Ich zog das Handy aus der Tasche, und die Sache war geklärt: da übte jemand Starten und Landen. Hatten wir auch schon länger nicht mehr.

Image

(Aus der Reihe: „Leben am Provinzflughafen“.)

***
Aurora.

Am Mittwochabend holte ich den Ähämann vom Bahnhof ab.

Ausser mir stand auch Aurora am Bahnhof.

Image

Sie ist einer der vier PendolinoPlus-Züge, die früher als Allegro nach St. Petersburg fuhren. Zwei davon fahren zwischen Helsinki und Turku, zwei zwischen Helsinki und Oulu. Was Aurora in Turku gemacht hat, weiss ich allerdings auch nicht – sie soll eigentlich nach Oulu fahren.

(Ich habe bei der Namensabstimmung auch für Aurora gestimmt- einen passenderen Namen für einen Zug in den Norden gibt es ja gar nicht!)

***
Mausohren.

Der Frühling kommt dieses Jahr mit grossen Schritten – ich habe diese Woche die ersten Mausohren entdeckt!

Image

***
Strassenwaschwochen.

Das untrüglichste Zeichen für den Frühling sind aber weder Mausohren an den Birken noch Huflattich am Strassenrand noch von Leberblümchen lila Wälder noch tirilierende Lerchen, sondern die Armaden von Strassenwaschfahrzeugen in der Stadt.

Image


2 Kommentare

Ostern 2026

Irgendwie hat es sich mittlerweile so eingebürgert, dass wir die Osterferien vier freien Tage im südestnischen Tartu verbringen.

Image

***
Nächtliche Anreise.

Da wir erst Gründonnerstagabend nach meiner Arbeit losfahren können und danach zwei Stunden nach Helsinki gurken, eine Stunde vor Abfahrt am Hafen sein, zwei Stunden über die Ostsee schippern, einen Lebensmitteleinkauf in einem Supermarkt an einer Tallinner Ausfallstrasse tätigen und weitere zweieinhalb Stunden nach Tartu fahren müssen, wobei je nach Aussentemperatur noch ein mitternächtlicher zehnminütiger Ladestopp an einer Tankstelle im mittelestnischen Nirgendwo eingelegt werden muss, beschleicht uns regelmässig irgendwo auf der gut ausgebauten Landstrasse zwischen Tallinn und Tartu das Gefühl, dass das ganze eine alljährliche Schnapsidee ist.

Image

(Wenn wir dann gegen halb zwei endlich ins Bett fallen, nicht ohne vorher nochmal von der Terrasse im achten Stock über die Stadt geguckt zu haben, und mit der Aussicht, am nächsten Tag ausschlafen zu können, ist alles wieder gut. Apropos Ausschlafen: ich habe keine Nacht weniger als zehn Stunden geschlafen. Eher mehr. Es war offensichtlich nötig.)

***
Holzhausliebe.

Seit drei Jahren wohnen wir immer in der gleichen Ferienwohnung in einem sehr modernen Haus, aber gleich neben dem Holzhausviertel Karlova. Gleich am ersten Morgen Mittag machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch Karlova; ausserdem wollen die Kinder ja jeden Abend auf den tollen Schulsportplatz zum Tischtennis-, Federball- und Basketballspielen. Ist mir recht. Ich kann mich an den bunten Häusern und den vielen Wandbildern und – bildchen sowieso nicht sattsehen.

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Grösstmöglicher Gegensatz: vorne das Holzhausviertel Karlova, hinten die Plattenbausiedlung Annelinn.

Image

Image

Image

Image

Image

***
Elternausgang.

Dieses Jahr haben der Ähämann und ich es an einem Abend auch endlich mal in die ebenfalls in Karlova befindliche Bar Barlova geschafft, die immer schon von aussen so nett aussah.

Image

Image

Schön da.

***
Schlechtwetterprogramm.

Dass wir dieses Jahr zu Ostern nicht wieder im Fluss baden können würden, war uns schon klar. Auf ein bisschen besseres Wetter als 3°C und Nieselregen – ausser am Karfreitag, da waren immerhin vier Grad mehr und es schien wenigstens ab und zu die Sonne – hatten wir allerdings schon gehofft. Aber gut, auch das ist ja ein Grund, warum wir immer wieder nach Tartu fahren: der grosse Herr Maus und seine Freundin gingen ins AHHAA, der kleine Herr Maus, der Ähämann und ich nochmal ins Estnische Nationalmuseum.

Image

Mehrere Stunden in der Schwimmhalle waren wir natürlich auch.

***
Wurmloch.

Dieses Jahr schafften wir es auch endlich mal zu Fuss durch die beiden Fussgänger- und Radfahrertunnel, die zu beiden Seiten der Strasse unter den Gleisen am Bahnhof durchführen und die wir bisher immer nur vom Auto aus bewundert hatten.

Image

Image

***
Schlaraffenland.

Image

***
Osterspaziergang.

Wenn die Luft so kalt und feucht ist, dass sie nach Schnee riecht, und es sich eher wie November als April anfühlt, kann man den Osterspaziergang auch in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens machen. (Draussen hätte es über den ganzen Park verteilt estnische Frühblüherzüchtungen zu sehen gegeben. Aber ach.)

Ich mag den Botanischen Garten in Tartu sehr, weil man in den Gewächshäusern die tropischen Pflanzen nicht nur von unten angucken, sondern auch über enge Wendeltreppen hinaufsteigen und sie von oben angucken kann. Ausserdem war zwischen den Pflanzen Keramikkunst versteckt, das passte zum Osterthema.

Image

Image

Image

Image

Image

Image

Image

***
Weltrettung.

Letzter Punkt auf der To-do-Liste vor der Rückreise: 58 estnische Pfandflaschen ordnungsgemäss in ihr Ursprungsland zurücküberführen.

Image

(Normalerweise sind es mehr, aber derzeit kommt ein grosser Teil unseres Bier-in-Glasflaschen-Vorrats aus Rīga.)


8 Kommentare

viisisataakolmekymmentäkaksi

Am Samstag, als wir in die Eisbadesauna auf dem Lande fuhren, hielt ich intensiv nach der 532 Ausschau, denn in die Sauna kommt immer auch eine 533. Es war natürlich vergeblich.

Die 532 sah ich erst am Sonntag, als der Ähämann und ich im nächstgrösseren Ort auf der übernächsten Insel die Ausflugseissaison eröffnet hatten, dort dann aber die Sonne hinter vom Meer heraufziehenden Wolken verschwunden war und bei 3°C ein so eiskalter Wind geweht hatte, dass wir auf den dazugehörigen Ausflug verzichtet hatten und über die immer noch sehr beeindruckende Brücke wieder heimwärts gerollt waren.

Image

Wir waren auch erst ziemlich spät – Sommerzeit macht’s möglich! – aufgebrochen. Wir wollten ja keine
Hexen verpassen! Palmsonntag in Finnland ist allerdings auch nicht mehr, was es mal war – während früher ganze Heerscharen von Hexen und Katern und Osterhasen um die Häuser zogen, klingelten diesmal bei uns gerade mal ein finnischer Spiderman und zwei Hexen mit Migrationshintergrund.

Ich finde das schade. Es liegt sicher zum einen daran, dass es mittlerweile deutlich weniger Kinder gibt als noch vor zehn, fünfzehn Jahren. Zum anderen sieht man diese wenigen Kinder dann aber auch nur noch gezielt bei Bekannten und Verwandten klingeln und nicht mehr den halben Stadtteil ablaufen, wie es unsere Kinder und alle ihre Freundinnen und Freunde gemacht haben, als sie gross genug waren, alleine zu laufen. (Es ist nämlich leider so, dass die Finnen, sowieso noch nie für Extrovertiertheit bekannt, immer verschlossener werden. Ich erlebe das zum Beispiel auf Arbeit mittlerweile so, dass abholende Grosseltern eigentlich immer ein Schwätzchen mit mir halten, abholende Eltern dagegen kaum ein Hallo und Tschüss herausbringen.) Vielleicht hat auch niemand mehr Zeit und Lust, mit seinen Kindern Weidenzweige zu holen und zu verzieren.

Ich weiss es nicht. Jedenfalls habe ich mich zum Trost ein bisschen durch alte Fotoordner geklickt und bin ganz sentimental geworden.

Image

Image

Image

(Palmsonntag 2014.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530-531]


2 Kommentare

viisisataakolmekymmentä, viisisataakolmekymmentäyksi

Oder: Schnipsel aus der letzten Woche

***
Eine nur fast verpasste Abiturprüfung.

Der grosse Herr Maus, der montags erst um zehn in der Schule sein muss, bekam kurz vor halb zehn einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Da sie aber nicht nach einer Werbenummer aussah und er ausserdem einen Rückruf aus der Poliklinik erwartete, ging er glücklicherweise ran. Es war eine Lehrerin, die Aufsicht bei den Abiturprüfungen hatte, und nun anrief, um zu fragen, ob der grosse Herr Maus denn gar nicht zum Deutschabi – das er genau wie die grosse Schwester vor zwei Jahren jetzt schon schreibt – zu kommen gedenke. Ich hörte ihn nur panisch „Was, heute? Jetzt?!“ ins Telefon rufen, dann kam er „Mama, kannst du mich fahren?“ rufend aus seinem Zimmer gestürzt, wir sammelten schnell seinen Laptop, ein Ladegerät, Kopfhörer, seinen Pass und zwei Bananen, von denen ich vorschriftsmässig die Aufkleber entfernte, zusammen und warfen uns ins Auto, das der Ähämann zum Glück doch nicht genommen hatte, um damit, wie er eigentlich am Abend vorher schon angesichts der besonders frühen Abfahrtszeit und des grauslichen Wetters halb beschlossen hatte, zum Bahnhof zu fahren. Wer bis um zehn da ist, darf an den Prüfungen, die um neun anfangen, noch teilnehmen.

(Dreiviertel zwölf war der grosse Herr Maus fertig und musste noch eine Viertelstunde absitzen, weil vor um 12 niemand gehen darf. Gut, dass er nicht pünktlich war, kann man da nur sagen.)

Es ist uns ein Rätsel, wie wir alle einen falschen Termin im Kopf haben konnten. Irgendwie waren wir fest davon überzeugt, dass das Deutschabitur dieses Frühjahr am Geburtstag des Fräulein Maus geschrieben würde.

***
Ferngeburtstag.

Apropos. Das Fräulein Maus ist jetzt zwanzig. Zwanzig! (Das kann überhaupt nicht sein, weil es höchstens zehn Jahre her ist, dass mir dieses kleine Wesen zum ersten Mal in die Arme gelegt wurde…!)

Ich hatte bis zum Vorabend noch an ihrem – sehnlichst gewünschten, vermutlich letzten – Fotobuch gearbeitet, um wenigstens ein PDF schicken zu können. (Die anderen Geschenke hatten wir in den Skiferien schon mitgenommen.) Dass wir ihr früh keine Kerzen anzünden und den Tag nicht mit ihr verbringen konnten, war dann gar nicht so seltsam, wie ich vorher befürchtet hatte. Eher im Gegenteil, weil ich mich so gefreut habe, dass sie es so schön hatte: sie hatte an ihrem Geburtstag frei und hat mit dem Valentinstagsdate reingefeiert, und am Geburtstagsabend war sie mit den anderen Freiwilligen und zwei der zypriotischen Kindergärtnerinnen aus. Alles so viel besser als „ich habe keine Lust auf eine Saufparty, aber wenn ich keine Saufparty gebe, dann will niemand kommen“…!

***
Sogenannter Frühling.

Jetzt ist dann wieder die Zeit im Jahr, wo ich mich gerne wiederhole: nein, der lange, dunkle (haha!) Winter ist nicht die schlimmste Zeit in Finnland, sondern die lange, kalte, graue Zeit im Frühling.

Dabei sind der Schnee und das Eis dieses Jahr in Rekordgeschwindigkeit geschmolzen. Diese schreckliche Zeit, wo die Eispanzer auf den Strassen jeden Tag härter und unschöner werden, weil sie tagsüber antauen und nachts umso fester wieder gefrieren, hat es dieses Jahr eigentlich gar nicht gegeben. Der Fluss ist innerhalb einer Woche komplett aufgetaut: letzten Freitag zeigten sich die ersten Risse im Eis, Anfang der Woche stauten sich gewaltige Eisschollen an den Brückenpfeilern, am Donnerstag war der Fluss komplett eisfrei. (Am Freitagfrüh hatte er wieder eine dünne Eishaut, weil es nachts Frost gegeben hatte, aber die war schnell wieder verschwunden.) Kaum vorstellbar, dass wir da vor gar nicht so langer Zeit draufrumgelaufen sind.

Grau und Kälte werden uns allerdings noch etliche Wochen begleiten. (Der gegenwärtige Stand der Dinge ist: die Schneeglöckchen blühen, die Möwen rufen und die ersten Kraniche sind zurückgekommen.) Gegen das Grau und die Kälte habe ich mir dieses Jahr einen Softshelloverall als Arbeitskleidung – nie friere ich auf dem Spielplatz so sehr wie in diesen drei sogenannten Frühlingsmonaten! – gegönnt. Er hält nicht nur wunderbar den beissenden Wind ab, sondern wärmt mir mit den estnischen Sommerblumen drauf auch jeden Tag das Gemüt.

Image

(Es ist nicht das erste Mal, dass bunte Kleidung gegen depressive Wetterlagen herhalten muss.)

***
Mittagessen mit Kennzeichensichtung.

Dienstags muss ich erst eine Stunde später auf Arbeit sein, deswegen gehen der Ähämann und ich dienstags manchmal zum Mittagsbuffet zum Lieblingschinesen. Als ich hinterher auf Arbeit ankam und das Tor zum Hinterhof aufschloss, um mein Fahrrad zu parken, stand genau dort am Strassenrand eine 530.

***
Feierabendschwumm.

Auf Wunsch des kleinen Herrn Maus fuhren wir am Donnerstagabend nach Arbeit und Orchesterprobe direkt in die Eisbadesauna auf der Hausinsel. Als wir um das weitläufige Hafengelände herumfuhren, kam uns eine 531 entgegen.

Überraschenderweise war auf dem Meer noch richtig viel und dickes Eis, unter Wasser noch mehr als obendrauf. Von den vorbeifahrenden Schiffen hörte man nichts ausser dem Rascheln des Eises in der Fahrrinne. Immerhin war noch strahlender Sonnenschein, als wir halb sechs ankamen, und der Himmel noch mittsommernachtsblau, als wir halb acht wieder wegfuhren.

Image

Image

Image

***
Erwachsenwerden.

Beim grossen Herrn Maus, der im Mai volljährig wird, geht es jetzt Schlag auf Schlag. Anfang des Jahres erhielt er schon mal eine Infobroschüre über seine Rechte und Pflichten als Erwachsener und wo er dabei Hilfe und Beratung finden kann. Am Montag schrieb er seine erste Abiturprüfung. Am Freitag war ein von mir mit eher mulmigem Gefühl erwarteter Brief für ihn im Briefkasten.

Image

(Es gibt die Möglichkeit, einen Zivildienst zu absolvieren. Aber ich sag’s mal so: der Patriotismus und der Gruppendruck sind sehr, sehr hoch hierzulande.)

***
Ostervorbereitungen.

Ich habe am Wochenende mutig die Ostereier in den Busch vor dem Haus gehängt, obwohl ich weiss, dass ich damit den Takatalvi geradezu herausfordere.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529]


8 Kommentare

Katzen für alle

Zur Zeit lese ich nicht nur täglich deutsche und finnische Nachrichten, sondern aus Gründen seit einer reichlichen Woche auch die aus Zypern.

Neben dem ganzen „Zypern wurde nur wegen seiner britischen Militärbasen angegriffen, wir sollten sie endlich abschaffen, aber es ist schon gut, dass halb Europa uns jetzt Flugzeugträger und Kampfjets schickt, obwohl wir natürlich mit niemandem im Krieg sind, aber am dringendsten ist sowieso, dass wir jetzt erstmal unsere Schutzräume und unser Warnsystem auf Vordermann bringen, und die Maul-und-Klauenseuche grassiert auch gerade“ – Irrsinn stiess ich dabei zufällig auf ein bisschen Flausch gegen die Weltlage.

Warum Zypern seine Strassenkatzen braucht: „[…] these effects don’t only apply to people who own pets. Casual interaction – stroking a dog, sitting near a cat, feeding an animal regularly – can produce similar responses. And in a place like Cyprus, where animals exist in shared spaces rather than behind closed doors, that matters.“

Das finde ich einen interessanten Ansatz: öffentliche Haustiere, so wie öffentlicher Nahverkehr für Menschen ohne Auto oder öffentliche Parkanlagen für Menschen ohne Garten.

Image

Image

Unsere Familie wäre jedenfalls sehr glücklich, in einer Stadt mit öffentlichen Katzen zu leben.