am morgen über nebel
tanzen. traumwesen
in den tag entlassen. sonne
suchen und aufklaren.
fingerspitzen
tasten sich auf tasten
in neues land.
©diana jahr 2026
am morgen über nebel
tanzen. traumwesen
in den tag entlassen. sonne
suchen und aufklaren.
fingerspitzen
tasten sich auf tasten
in neues land.
©diana jahr 2026
wenn sich alles fügt im innern
scheint das grün satt
und der horizont weit
abstürzende wörter
fangen sich
gleiten ineinander
in der luft ein duft
von wolken und vergissmeinnicht
©diana jahr 2026
es scheint, ich schreibe gegen die zweifel an, gegen die traurigkeit und schwere der zeit. es scheint, ich verschreibe mich dem grün, den bäumen, dem wasser, der erde. diese verbundenheit im wort, und darüber hinaus, als hielten sich die wörter an den händen, bildeten eine kette, die immer weiter ginge, und auch dich irgendwann berührte. dieses gefühl, durch sprache den dingen näher zu kommen. gedichte, wundersame wesen einer eindringlichkeit. es scheint, ich schreibe mich einem kern zu, und gleichzeitig in die weite der welt.
©diana jahr 2026
den garten umgraben
sich selbst
nach außen kehren
oder nach innen
blicken aus dem nichts
entsteht nichts sagst du
und wir gehen im kreis
bis einer ausschert
und in den bäumen blättert
ihre geschichten
erzählen von sprösslingen
und vom lindern
wissen wir nicht ein
noch aus
©diana jahr 2026 [22.04. – tag der erde]
zieh den vorhang auf sagst du
blick dahinter
in der sonne glänzen dinge
anders als gestern
war der abend
singst du mir kringel auf die haut
gehen vögel
ein und aus
und aus der dunkelheit
wächst ein meer
©diana jahr 2026