Als meine Trauzeugin mich vor im Frühjahr ansprach, was wir denn an meinem Junggesellinnenabschied machen wollen, war ich total unschlüssig, ob ich nicht dafür plädieren sollte, gar nichts zu machen. Durch die Straßen zu ziehen, wäre noch nicht einmal etwas vor 15 Jahren etwas für mich gewesen – aber erst recht nicht mit fast 40 und im 8. Schwangerschaftsmonat. Aber da kennen mich meine Freundinnen glücklicherweise auch gut genug. Gemeinsam haben meine Trauzeugin und ich dann ein paar Ideen ausgetauscht. Weit wegfahren wollte ich nicht, da ich zum Planungszeitpunkt nicht sicher genug abschätzen konnte, ob ich dann noch fit genug sein würde. Ein Wellnesstag schied aus gleichem Grund aus. Außerdem ist man bei den Anwendungen dann doch isoliert. Am besten gefiel uns der Gedanke, gemeinsam einen Kreativ-Kurs zu machen. Dazu hatten wir mehrere Ideen, aber für mich blieb es eine Überraschung, was es denn am Ende werden würde.

An einem Samstag im Mai fuhren wir nach Freigericht zu AuszeitKeramik. Dort kann man Rohkeramik selbst bemalen. Wir wurden sehr herzlich empfangen – für unsere kleine Gruppe war extra ein Nebenraum hergerichtet.
Zunächst haben wir uns alle eine Rohkeramik ausgesucht, die wir bemalen wollten. Ganz schön schwierig bei der Auswahl! Es gibt mehrere Regale mit Tassen, Tellern, Vasen, Figuren, Schüsseln, Dosen und mehr …. Ich habe mich schließlich für eine schön geformte, niedrige Schüssel entschieden. Davon gibt es bei uns im Haushalt noch nicht allzu viele.

Ein Teil der Auswahl an Rohkeramik
Anschließend sind wir in die Techniken des Bemalens eingeführt worden. Man kann sogar stempeln! Ich habe mich aber entschieden, Punkte aufzumalen. Das erschien mir relativ einfach. Die nächste Herausforderung war es, sich für die jeweiligen Farben zu entscheiden. Da wir zu Hause buntes Geschirr von Dibbern haben, war ich da relativ frei in der Entscheidung. Jedoch mag ich im Moment besonders Aquatöne kombiniert mit Grün und Rosé.

Meine Schüssel nach dem Brennen
Die Zeit des Bemalens verflog dann nur so! Wir haben gemalt, gequatscht, die Fortschritte der anderen beobachtet, uns dadurch Ideen für das eigene Werk geholt – und somit die ersten Erfahrungen gesammelt. Und schon war es Zeit, den Nachmittag zu beenden. Ich hätte gut und gerne noch eine Stunde bleiben und weiter an meiner Schüssel arbeiten können.
Wir waren äußerst gespannt, wie unsere Werke nach dem Brennen aussehen. Es sind so unterschiedliche Stücke von Eierbechern, einem Aschenbecher, einer Seifenschale über Tassen bis zu Schüsseln dabei – und alle haben ihren eigenen Charakter erhalten!
Der Nachmittag hat allen gefallen – und mehrere von uns wollen wiederkommen und das nächste Stück angehen. Den Tipp mit AuszeitKeramik habe ich übrigens von Nora alias Mukkelchen erhalten, die ich über die Nähbloggerrunde RheinMain kennengelernt habe. Hier der Weg zu ihrem Blog.
Der Junggesellinnenabschied endete natürlich nicht hier. Wir waren anschließend noch lecker gemeinsam in Frankfurt etwas Essen. Und ich bin sehr happy, dass wir den Tag so gestaltet haben, denn nicht alle aus der Runde kannten sich zuvor. Durch den gemeinsamen Nachmittag konnten sich alle bereits ungezwungen kennenlernen und ich denke, das ist auch schön für die spätere Hochzeitsfeier, da dieser Kreis ist sich dann bereits nicht mehr fremd ist.
AuszeitKeramik findet ihr in Freigericht-Somborn, etwa 30 Minuten von Frankfurt entfernt. Weitere Informationen hier auf der Webseite.
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