Wichtel mit einem grünem Bart

Als ich nach der Häkelanleitung für Wichtel im Internet gesucht habe, habe ich festgestellt, dass die Menschen sich die Wichtel unterschidlich vorstellen. Dick oder dünn, männlich oder weiblich, mit Bart oder ohne Bart, mit Mütze oder in gestreiften Strümpfen, für Ostern oder für Weihnachten. Auch ich hatte eine Vorstellung, wie mein Wichtel aussehen soll. Meiner musste unbedingt Arme haben. Keine Ahnung wieso… Auf der Seite crazypatterns.net bin ich fündig geworden.

Image

Die Anleitung war kostenlos, sehr gut verständlich geschrieben und es hat Spaß gemacht, danach zu häkeln.

Guten Rutsch!

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in einigen Stunden endet dieses Jahr und ich wünsche euch eine schöne Silvesterfeier und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Image
KI_generiertes_Bild

Und für das neue Jahr wünsche ich euch Glück und Gesundheit, Frieden und Freude, Optimismus und Erfolg! Frohes neues Jahr!

Adventskalender 2025 – Türchen #24 – Felsenbirne

Image
Blüte_der_Felsenbirne

Wenn eine Felsenbirne blüht, dann sieht der Strauch nicht atemberaubend, nicht fantastisch und nicht Blicke anziehend aus. Die in Blüte stehende Felsenbirne ist zart und luftig, wie ein örtlich begrenzter Schneefall im Frühling, wie eine Nebelwolke. Die Blätter sind zu diesem Zeitpunkt noch ganz klein und gefaltet.

Image
noch_unreife_Beeren

Wir hatten auch eine junge Felsenbirne in unserem Garten. Nachdem mein Mann die nicht heimische Traubenkirsche entfernt hatte, hatten wir uns eine Kupfer-Felsenbirne geholt. Leider hat sie keine drei Jahre bei uns ausgehalten. Mehrerer Sommer hintereinander war es zu trocken und sie ist eingegangen. Wir hatten die riesigen Sträucher zwischen dem Main und der Schwanheimer Dünen gesehen und hatten angenommen, dass unsere Felsenbirne mit der Trockenheit auch gut klar kommen wird. Aber wohl nicht in jungen Jahren… Das war schade.

Image
unterschiedlich_reife_Beeren
Image

Die Felsenbirne (Amelanchier) ist keine Birne (Pyrus). Die Früchte sehen wie kleine Äpfelchen aus, aber hängen wie eine Rispe am Zweig. Das und ihre Größe erinnern an die Schwarze Johannisbeere. Geschmacklich finde ich die Felsenbirne großartig, süß und einen Ticken herb. Sie habe ich übrigens auch das erste Mal unter Protest von meinem Mann auf einem Tandemausflug probiert, denn das war noch bevor wir unsere eigene Felsenbirne bekommen haben.

Image

Im Herbst bekommen die Blätter zwar eine schöne Färbung, aber sie fallen auch ganz schnell herunter. So steht der Strauch auch ziemlich früh kahl. Über noch übrig gebliebene Beeren muss man sich keinen Kopf zerbrechen, ich habe noch nie gesehen, dass im Herbst auch eine einzige Beere noch an der Felsenbirne hinge. Die Amseln sind gründlich, die lieben die Felsenbirne.

Image

Auf der Internetseite von „Mein schöner Garten“ (https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/felsenbirne) gibt es schöne Infos über die Felsenbirne und ihre Verwendung. Ich nasche sie am liebsten direkt vom Strauch.

Image
Blätter_im_Herbst

Und wir haben eine Neue! Hinter dem Haus, in das wir vor zwei Jahren gezogen sind, wurde vor drei Wochen auch eine Felsenbirne gepflanzt. Es geht also weiter!

Adventskalender 2025 – Türchen #23 – Pflaume

Die Welt der Pflaumen ist verwirrend. So verwirrend, dass ich kurzzeitig überlegt habe, das heutige Türchen von „Pflaume“ (Prunus domestica) in einfach nur „Prunus“ umzubenennen. Dann müsste ich nicht versuchen zwischen Zwetschge, Kirschpflaume (die keine Pflaume ist), Mirabelle und Haferschlehe (die keine Schlehe ist) unterscheiden. Alle sind Prunus, basta!

Image
Kirschpflaumen_Prunus_cerasifera
Image
Schlehdorn_Prunus_spinosa

Wenn ich das richtig verstehe, dann hat man lange angenommen, dass Prunus domestica ein Additionsbastard von Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und Schlehdorn (Prunus spinosa) ist, aber ganz viel Kirschpflaume und nur wenig Schlehdorn. Mittlerweile hat man sicher nachgewiesen das Prunus domestica von Prunus cerasifera abstammt, hingegen kann die Abstammung von Prunus spinosa nur nicht ausgeschlossen werden. Also kann sich diese Info noch mit neuen Erkenntnissen ändern.

Image
Zwetschge_Prunus_domestica_subsp._domestica

Zu den Unterarten von Pflaume (Prunus domestica) gehören Zwetschgen, Mirabellen und Edel-Pflaumen, die ich im Garten meiner Schwiegereltern fotografiert habe.

Image
Pflaume_Blattoberseite

Mirabellen gibt es nur in Gelb oder Grün (eventuell mit Pünktchen), nicht in Rot oder Blau. Sie sind lecker, aber mir gefällt es nicht so gut, dass das Fruchtfleisch sich von dem Kern nicht leicht ablöst.

Image
Mirabellen_Prunus_domestica_subsp._syriaca

Die meist grünen Renekloden gehören zu den Edel-Pflaumen. Es gibt verschiedene Reneklodensorten, zum Beispiel ‘Boddarts Reneclode’ oder ‘Meroldts Reneclode’. „Reneklode“ ist also so etwas wie ein Sammelbegriff für die meist grünen Sorten der Edel-Pflaume. Die Botaniker rollen wahrscheinlich gerade mit den Augen :-D

Image
Reneklode_Größenvergleich
Image
Prunus_domestica_subsp._italica_var._claudiana

Die Haferschlehe habe ich im Botanischen Garten Tübingen fotografiert und habe doch recht lange gebraucht, sie eindeutig bei den Pflaumen einzuordnen. Prunus domestica auf dem Schildchen war klar, aber „Schlehe“ im Namen hatte irritiert. Ich hatte sie sogar gekostet, ihr Geschmack erinnerte mich auch eher an den Schlehdorn als an die Zwetschge. Aber mittlerweile bin ich mir sicher, sie gehört zu dem Pflaumen.

Image
Haferschlehen_Prunus_domestica_subsp._insititia

Bei der Recherche für diesen Post musste ich feststellen, DIE Pflaume gibt es nicht. Es ist vergleichbar mit einer siebenfingrigen Hand. Die Finger (Pflaumen) heißen Zwetschge, Halbzwetschge, Edelpflaume, Mirabelle, Kriecherl, Ziparte und Spilling… Jede Zwetschge ist eine Pflaume, aber nicht jede Pflaume ist eine Zwetschge. Und das, was im Laden als „Pflaume“ ausgezeichnet wird, ist sehr wahrscheinlich eine Edel-Rund-Pflaume (Prunus domestica subsp. italica var. subrotunda), also eine Sortengruppe von Edelpflaumen. Die Welt der Pflaumen bleibt verwirrend…

Adventskalender 2025 – Türchen #22 – Walnuss

Man könnte das Gefühl bekommen, alle weisen die Walnus von sich. Auf Englisch heißt sie „persische Nuss“, auf Russisch heißt sie „griechische Nuss“, auf Finnisch heißt sie „deutsche Nuss“, der deutsche Name bleibt wage und heißt so viel wie „fremde Nuss“ („welsche Nuss“).

Image
Walnussblätter
Image
unreife_Walnüsse
Image
Größenvergleich

Diesen Adventskalender schon im Sommer im Sinn habe ich im August die Blätter eines noch jungen Walnussbaums fotografiert und die unreifen Früchte. Eine habe ich sogar zerlegt, um nachzuschauen, ob die Nuss darin bereits als eine Walnuss zu erkennen ist. Ja und nein. Die Farbe und die Form passten zwar, aber die typischen Furchen auf der Oberfläche haben sich nocht nicht so richtig ausgebildet. Nach dieser Aktion waren meine Finger noch tagelang braun gefärbt.

Image
Schale_von_der_unreifen_Nuss_etwas_entfernt
Image
Schale_von_der_unreifen_Nuss_etwas_mehr_entfernt

Anfang Oktober fielen die reifen Walnüsse auf den Boden und meine Schwiegermutter war schon fleißig am Sammeln, sie konnte richtig gut die schlechten Nüsse nach ihrem Gewicht aussortieren. Ich konnte nur staunen. Diesmal konnte ich auch die Furchen auf der Nuss unter der Schale gut erkennen und die Schale löste sich jetzt selbst von der Nuss. Jetzt kam ich mir einbisschen albern vor, wegen meiner Schnitzaktion im Sommer. Denn die Nüsse spangen förmlich aus der Schale.

Image
Schale_von_der_reifen_Nuss_abgeplatzt
Image
Nüsse_zum_Trocknen_gelegt

Am meisten verwenden wir die Walnüsse zum Backen und für Salate. Ob Kekse, Kuchen und manchmal auch Walnussbrot. Ob Salat mit gekochter Roten Bete oder Salat mit Rotkohl und Schafskäse. Lecker! Einfach nur lecker!

Image
Walnusstorte
Image
Walnussbrot

Adventskalender 2025 – Türchen #21 – Paprika

Meine Schwiegereltern hatten in diesem Jahr schwarze Paprika angepflanzt. So richtig schwarz! Die Früchte sahen faszinierend aus. Ja, diese schwarzen Paprika sind botanisch gesehen Trockenbeeren, auch wenn wir sie kulinarisch zum Fruchtgemüse zählen und Paprikaschote nennen.

Image
Paprikapflanze_mit_Blättern_und_Früchten

Mit diesen schwarzen Schoten kann man besser einen Vergleich zum Schwarzen Nachtschatten ziehen, weil die Beeren in beiden Fällen schwarz sind. Beide gehören nämlich zu den Nachtschattengewächsen. Die Kelchblätter bei Paprika sind anliegend, bei dem Schwarzen Nachtschatten abstehend. Die Samen sind immer im Inneren der Beere, aber einmal sind trocken und haften an der Fruchtwand und einmal sind sie im saftigen Inneren der Beere verteilt. Wisst ihr, was ein Tausenkorngewicht ist? Ich wusste es zuvor auch nicht…

Image
Schwarzer_Nachtschatten

Die Blüten von beiden sind weiß (wobei auch violette Schattierung möglich ist) und fünfzählig, aber die Blütenstände vom Schwarzen Nachtschatten sind eher wie Dolden angeordnet, nicht einzeln wie man das beim Paprika sieht.

Image

Aber im Unterschied zum Schwarzen Nachtschatten können Paprika verschiedene Farben und Formen haben. Was einem Züchter so einfällt… Fantasie muss man haben.

Image

Was die Gerichte aus Paprika angeht, so bin ich eher fantasielos. Wir essen ihn roh, in Salaten und gefüllt. Meine Schwiegermutter macht Letscho und legt Paprika auch ein.

Image
gefüllte_Paprika