Heinzelmännchen & Blue Velvet

Ich weiß nicht, wie viele Tage hintereinander ich schon geschrieben habe, dass das Wetter ein einziges Elend ist. Wir haben seit über einer Woche keine Sonne gesehen, nicht mal ansatzweise. Es ist kalt, es ist feucht, es ist trüb. Könnte bitte jemand dem Frühling Bescheid sagen, dass er aus den Startlöchern kommen soll?

Am Morgen rockte ich schnell das Posting von gestern runter, für das noch kein einziges Wort geschrieben war. Es fiel dementsprechend kurz aus. Ich hörte ebenfalls viel Geheul von Sirenen von verschiedenen Einsatzwagen und das länger als gewohnt. It‘s just another manic Monday…

Nach einer unverblogbaren Dienstrunde, die aber kurz ausfiel, ein Einkauf in der Belle Étoile. An einem Montag kann man das machen, an einem Freitag oder Samstag macht man das nicht, es sei denn man ist lebensmüde, oder man macht es zu Studienzwecken.

Am späten Nachmittag kam mir mit dem Jingle, von dem ich gestern sprach, mein kleines Heinzelmännchen zu Hilfe, dem T., dem ich wieder einmal für all seine Hilfe, was die Podcasterei angeht, sehr dankbar bin.

Am Abend schaute ich mir einen Film von David Lynch an, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte, so lange, dass ich nichts mehr von der Geschichte wusste. Blue Velvet. Er lief im schweizerischen Fernsehen, vor ein paar Tagen schon, aber ich kann das ja nachholen. Was für ein Film! Alle inzwischen weltbekannte Darsteller sehen noch so jung aus! Kyle MacLachlan, Laura Dern, Isabella Rossellini, und den schon ein wenig in Vergessenheit geratenen Dennis Hopper, der diesen wahnsinnigen Fiesling so gut verkörperte, dass ich mich fragte, ob er dafür Auszeichnungen bekommen hat. (Ja, hat er!)

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Anke Gröner, die seit Anfang dieses Jahres wieder blogt, schreibt über Provenienzforschung, mit einer neuen, öffentlicheren Herangehensweise. Gehört das Ihnen?

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Was kochst du am liebsten?

Was ich am liebsten koche, ist nicht zwingend mein Lieblingsgericht und eine Leibspeise habe ich nicht. Dafür esse ich Vieles viel zu gern. Wenn ich aber von den Zubereitungsarten ausgehe, mag ich weitgehend am liebsten was aus dem Ofen kommt.

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Weiß jemand wo der Begriff ‚No strings attached‘ herkommt? Ich weiß es jetzt!

Auf Mubi: Robot Dreams

Ich war sehr unschlüssig, was ich an diesem freien Sonntag machen sollte. Es sollte etwas häusliches sein. Denn das Draußen mit seinem trüben, vernebelten und feuchten Wetter war keine Option.

Ich rief mich zur Raison und schnitt die zwei Podcasts fertig, die unbedingt für nächste Woche fertig werden müssen. Einer davon ist für Ëmgefall an Ausgelaf, der andere ist für queer.lu.

Den für queer.lu schaffte ich nicht ganz. D.h. ich hätte ihn schon ganz geschafft, wenn ich mich nicht verzettelt hätte. Ich fand, dass dieser Podcast ein Intro braucht, beziehungsweise ein Jingle. Ich habe gesucht und etwas gefunden, was mir gefällt. Doch braucht dieses Jingle auch eine Stimme. Mir schwebte so etwas ganz kurzes so in der Art das Intro von sämtlichen Podcasts der ARD.  Ich versuchte es mehrfach selbst, aber das Problem ist, dass, wenn ich versuche, meine Stimme tief und angenehm klingen zu lassen, hört es sich an wie jemand, der gerade Telefonsex hat.

Als Abendunterhaltung: Robot Dreams auf Mubi

Eine wunderschöne kleine Geschichte, von der ich gehört hatte, aber nie gesehen hatte. Man kann ihn in die Kategorie der Film einreihen wie The Brave Little Toaster oder WALL-E.

Im Kino: Vie Privée

Den Freitag lassen wir aus Gründen der Langweiligkeit weg. Ich könnte höchsten einen Überblick über etwas geben, das die Kaltmamsell startete und danch ein wenig in allen Blogs vorkam, nämlich die Morgenroutine.

Tatsache ist, dass ich keine wirkliche Routine habe. Wenn ich bei anderen lese, was die alles in einer halben Stunde oder in zwei Stunden,gleich nach dem Aufstehen, auf die Reihe kriegen, ich könnte mich dann schon gleich wieder ins Bett legen. Ich brauche morgens zwei Stunden, egal wie. Und die sollen bitte stressfrei sein. Erwachen, auf den Wecker sehen, aufstehen, aufs Klo gehen, in die Küche gehen, Kaffeevollautomat anmachen, erste Tasse Kaffee, zum Küchenfenster hinausschauen. Vor dieser ersten Tasse geht gar nichts. Was danach kommt hängt von der Tagesform und dem Tagesprogramm ab. Das kann sehr unterschiedlich sein.

Aber das erörtere ich ein anderes mal.

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Kommen wir zum Samstag der weitaus mehr fürs Blog zu bieten hatte. Am Morgen traf ich mich dem J. auf dem Markt. Es gab einen Kaffee im Renert und sehr viel zu erzählen.

Das Wetter war eine einzige Zumutung. Und doch war ich erstaunt, wie viele Menschen unterwegs waren. Ich kaufte mir eine Pudding Brezel für ein spätes Frühstück daheim.

Im Anschluss malte ich:

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Ich zeige hier bei weitem nicht alles, was ich so male. Aber manche Dinge gefallen mir dann so, dass ich sie zeigen kann. Und langsam finde ich auch meinen Stil. Es hat ein bisschen etwas von einem Comic Zeichenstil, das nicht verwunderlich ist, da ich ja viele davon lese.

Am späten Nachmittag hatte ich Karten fürs Kino. Heute war eine Premiere. Ich ging mit der N ins Kino, etwas fas ich ja sonst mit der D. tue oder allein aber nich nie mit der N.! Auf dem Programm: Vie Privée mit Jodie Foster und Daniel Auteuil.

Was für eine nette kleine Geschichte mit einer fabelhaften Jodie Foster und einem nicht minder guten Daniel Auteuil. Absolut sehenswert. Man kann den Film auch nicht in einem gewissen Genre festlegen. Es ist ein Krimi, eine Liebesgeschichte und es ist auch teilweise eine Komödie.

Zum einem kleinen Abendessen ging es dann weiter ins Bovary.

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Vor welcher Sache schreckst du am meisten zurück? Was wäre nötig, damit du dich überwindest, es zu tun?

Da ich nicht wirklich unter einer Phobie leide, außer vielleicht einer gewissen Höhenangst, die aber erst bei einer richtigen Höhe zum Einsatz kommt, sprich so ab 15-20 Meter und darüber, fällt mir jetzt nichts ein. Ich müsste noch einmal darüber nachdenken.

Eine Tagesfrage, die den Tag selbst beschreibt

Worüber beklagst du dich am meisten?

Diese Tagesfrage beschreibt eigentlich am besten den ganzen Donnerstag. Ich beklage mich darüber, dass ich Pech hatte. Wer nicht weiß, auf was ich mich beziehe, der lese bitte das Posting vom Vortag.

Es passierte nicht wirklich viel. Am späten Morgen verabschiedete ich den Schwarzwälder Besuch, der weiter nach Lille fuhr. Es war gut, dass der Besuch da war, denn er lenkte mich gedanklich von allem anderen ab.

Danach versuchte ich mich mit diesem Wagen anzufreunden, der nicht meiner ist, mit dem ich aber die nächsten drei Wochen klarkommen muss. Ich hätte ja schon gesagt, dass er um einiges größer ist als der davor, was ich ja begrüße, denn der eigentliche Wagen, der erst in drei Wochen kommen wird, wird das auch sein. Ich setzte also für den Nachmittag eine kleine Fahrt an zu einem Einkauf im Rewe in der Alten Heimat an. Ich hätte nicht wirklich etwas gebraucht, aber wenn schon, dann halt dafür.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, all die Nachteile aufzuzählen, die mir jetzt auffallen, da ich vier Jahre lang ein Elektrofahrzeug hatte. Der Ersatzwagen ist nämlich ein Benziner. Ein Elektroauto ist sehr viel reaktiver und lässt jeden Benziner lahm aussehen. Das ist vor allem ein Vorteil im Großstadtverkehr, wenn man aus einer Seitenstraße in einer Hauptstraße einbiegen muss und keine Vorfahrt hat. Die kleinste Lücke um mich einzufädeln, war meine. Dann wäre da der Krach eines Verbrenners gegenüber einem Elektromotor. Der Motor hat ja zusätzliche kleine Lautsprecher, dass man ihn überhaupt hört. Im Inneren des Wagens hört man gar nichts.  Ganz zu schweigen vom CO2, Ausstoß…

Das Wetter war trist und blieb es auch den ganzen Tag über. Es fühlte sich zu einem Moment sogar so an, als ob Schnee fallen würde. Ich blieb häuslich nach dem Einkauf, erledigte eine Reihe von Haushaltsdingen, sonst passierte nicht wirklich viel.

Am Abend sah ich mir eine Doku auf ARTE an, über Ted Bundy, aber vor allem über die Schriftstellerin Ann Rule, die einen Bestseller über ihn schrieb. Eine sehenswerte Doku, weil sie sich vor allem mit dem Thema beschäftigt, wie es jemandem geht, der einen Mörder kennt und ihn als Freund und Vertrauten ansah. Seltsam fand ich, dass das Buch nie auf Deutsch erschienen ist, weil ich danach suchte. Es gibt stattdessen im Bastei Lübbe Verlag eine Reihe von anderen Titeln von ihr, aber nicht das eine, wofür sie eigentlich bekannt wurde.

Das wäre übrigens ein Thema, dass ich einmal separat behandeln müsste, da ich ja auch in dem Fall bin, aber hier sind die Umstände ganz andere als bei der Schriftstellerin Ann Rule. Zudem ist es ein so heikles und zugleich feinfühliges Thema, dass ich nicht weiß, ob ich das überhaupt machen soll.

Dinge gehen kaputt

Eigentlich… EIGENTLICH sollte ich heute meinen neuen Wagen bekommen. Aber eine Stunde vor dem Termin rief das Autohaus an und teilte mir mit, dass sie das Auto, als sie es in den Showroom stellen wollten, ein anderes Auto streifte. AAAAAAH!

Ich fuhr dann trotzdem zum ausgemachten Termin hin und beratschlagte, was jetzt zu tun sei. Ich kann mit meinem Auto nur noch zwei Tage fahren, dann sind die Übergangspapiere hinfällig wegen der Kfz Nummer, die ich ja mitnehmen wollte.

Ich sah den Schaden. Auch der Autohändler sah aus, als ob er auch einen Schaden erlitten hätte. Ich habe jetzt erst mal einen Ersatzwagen. Ein MG. Er ist größer, was aber kein Fehler ist, dann gewöhne ich mich in den nächsten Tagen an ein größeres Gefährt, den der Neue wird auch größer sein.

Wieder daheim fühlte ich mich niedergeschlagen. Bricht gerade eine Periode an, in der Dinge kaputt gehen? Gestern die Wasserspülung von Klosett, heute der neue Wagen, vor ein paar Wochen die große Stehlampe im Wohnzimmer… Es gibt immer wieder so Momente, wo ich den Dingen hinterher hechten muss, weil immer wieder etwas dazwischen kommt. Entweder gehen Dinge kaputt und anderes Zeugs bleibt liegen. Ich gebe nichts auf schlechte Omen, aber das ist doch ein wenig viel auf einmal.

Wieder daheim besann ich mich eines Besseren, schüttelte alles Negative ab und brachte die Wohnung auf Vordermann. Ich erwartete Besuch für den Abend aus dem Schwarzwald, der auch hier übernachten sollte.

Der Rest des Abends war wunderschön und lustig.

Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnen würdest?

Aha! Das ist doch mal ein Klassiker von einer Frage. Ich nehme an, dass die Frage darauf abzielt, wenn man den Jackpot gewinnen würde und nicht nur ein paar Euro. Ich spiele unregelmäßig EuroMillions und habe mir schon oft diese Frage gestellt, was wäre, wenn es mich tatsächlich trifft? Ich denke, man muss sich erst einmal bewusst werden, dass eine so Riesensumme von mehreren Millionen auch eine riesige Verantwortung mit sich bringt. Ich habe vor etlichen Jahren mal ein Interview mit einem Verantwortlichen einer Lotterie gehört, der sagte, man täte besser, es erst einmal zu verschweigen, oder zumindest nie zu sagen, wie viel man tatsächlich gewonnen hat. Wenn man preisgibt, dass man nur paar 100.000 € gewonnen hat anstatt 15 Millionen (ich glaube das ist der Mindestjackpot, den man zweimal pro Woche bei EuroMillions gewinnen kann) dann ist dann ist es für niemanden verwunderlich, wenn urplötzlich ein paar Veränderungen stattfinden, wie zum Beispiel eine luxuriöse Reise, eine aufwändige Renovierung u.s.w.

Ich würde wahrscheinlich eine Foundation gründen, die das Geld verwaltet und verantwortungsbewusst anlegt, die Menschen und Organisationen unterstützt, die mir wichtig sind, inklusive mich mit einer herrschaftlichen Rente pro Monat versorgt.

Tagesfrage, Klempner & Zahnarztbesuch

Ich erwachte kurz nach 7:00 schoss den gestrigen Beitrag raus und ging aufs Klo, bis ich bemerkte, da war doch was… Ach ja, die Spülung funktioniert nicht mehr. Ich ging in die Küche, nahm den größten Bottich aus dem Schrank und füllte ihn mit Wasser um, ach ihr wisst schon… das braucht keine detaillierte Beschreibung.

Kurz nach 8:00 rief ich den Klempner an. Das funktioniert übrigens bei dieser Firma wie am Schnürchen. Man ruft zuerst im Callcenter an, erklärt das Problem und keine 10 Minuten später ruft ein Techniker zurück und macht einen Termin aus. Ich hatte Glück, denn bereits gegen 10:30 Uhr war der Klempner da. Resultat: die Glocke, die unten abschließt, war kaputt und musste ersetzt werden. Der Klempner erklärte mir, dass ihm das selbst auch bei ihm zu Hause passiert sei nach ungefähr 8 Jahren. Das ist so in etwa die Zeitspanne, die meine Glocke auch überlebt hat. Eine knappe Stunde später war er fertig.

Zwischendurch hörte ich das Zeitzeichen über den Regenmacher Charles Hatfield. Ein spannender Mann, der an seine Erfindung glaubte. Mir fiel sofort das Lied Cloudbusting ein:

Der H. schickte Fotos aus Melbourne. Er hatte am Morgen sehr früh eine Ballonfahrt gemacht und geniale Fotos geschossen. Mich ergriff sofort das Fernweh:

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Made by H.
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Made by H.

Am frühen Nachmittag ein WAZIFUBO Foto. In der Überschrift steht warum.

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Nach einer Zahnreinigung, bei der man mir erklärte, dass ich mehr Mineralien im Speichel habe als der Durchschnitt der Menschheit produziere ich auch mehr Zahnstein. Das wusste ich nicht. Ich bekam zudem eine Überweisung für einen Knochenscan im Krankenhaus. Dort fuhr ich gleich nach dem Termin hin und gab die Überweisung ab, mit dem Versprechen, dass man sich telefonisch melden würde zwecks einer Teeminvereinbarung.

Mit einem Umweg über den Recycling Center, um dem kaputten DVD Player loszwerden fuhr ich wieder nach Hause. Inzwischen hatte das Wetter umgeschlagen. Es regnete und war eisig kalt.

Am Abend schaute ich mir eine Doku über Jeffery Dahmer an. Ich hatte mir damals die Miniserie auf Netflix nicht angesehen, da ich von mehreren Seiten gehört hatte, dass sie ein blutrünstiges Machwerk sei. Da diese Doku aber von ARTE ausgestrahlt wurde, und ich so gut wie nie eine ARTE-Doku schlecht fand, ließ ich mich darauf ein.

Es geht um den Comic-Zeichner Derf Backderf der tatsächlich ein Klassenkamerad von Dahmer war und später auch eine Grafic Novel über seine Erinnerungen mit Dahmer herausbrachte. Dass ARTE den reißerischen Titel „Der Kannibale von Milwaukee“ auf YouTube dazu gesetzt hat, finde ich dann doch sehr geschmacklos.

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Letztens fragte mich jemand, warum ich nicht jeden Tag eine Tagesfrage beantworte. Einerseits wiederholen sich die Fragen nach einer Weile. Das merke ich immer dann, wenn ich plötzlich über Jetpack Likes bekomme von einem Posting, das manchmal über ein Jahr alt ist. Dann stehe ich in der Liste, die die Frage schon beantwortet haben. Andererseits gibt es Fragen, die nicht auf mich zutreffen, mir schlicht zu doof sind oder sich zu sehr auf Dritte beziehen, um sie zu beantworten.

Welche Bücher möchtest du lesen?

Na, erst mal alle die Bücher, die hier noch im Regal stehen und im Schlafzimmer, die ich noch nicht gelesen habe und das sind nicht wenige. Ich denke mal jeder, der regelmäßig list hat so ein Stapel. Bei mir ist die Anzahl der ungelesenen Bücher, die ich übrigens nie gezählt habe, mit den Jahren, in der ich in der großen Wohnung lebe, sehr viel größer geworden. Da ich eher selten darüber schreibe, was ich gerade lese oder wie ich das finde, es sei denn, es hat mich sehr beeindruckt, sollte ich auch meine eigenen Lesegewohnheiten einmal überprüfen. Ich lese nicht so viel wie ich soll oder möchte.

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Kennt ihr Jackson? Er tanzt für sein Leben gern und hier lernt er steppen. Sein größtes Idol ist Michael Jackson. Er hat auch raus wie man Alexa befiehlt, die Musik einzuschalten. Seine Besitzerin ist inzwischen schlauer. (oder auch nicht)

Hin und her

Und während ich das hier schreibe höre ich das neue Album von Malcom F. – Circles & Squares, alias Christian Fischer, oder hmbl. So beim Blogschreiben kommt das ziemlich gut. Oben steht der Spotify Link, aber das Album gibt auch auf sämtlichen anderen Streamingplattformen, schaut in seinem Blog vorbei.

Ein Hin-und-her-Tag.

Es ging um 10:00 mit einer weiteren Perückenanprobe los. Das Gute daran; in nur zwei Anproben waren alle 13 Stück gefunden und vor allem, von der Regie und dem Kostüm für gut befunden und durchgewunken. Das Schlechte daran, meine Preiskalkulation ging voll in Hose. Ich lag so sehr daneben wie noch nie in meiner gesamten Karriere. Merke: Auch in dieser Branche haben die Preise sehr stark angezogen. Ich musste eine Bettel-email schreiben, und da bin ich wirklich nicht gut darin. Ich versuche immer mit dem Budget das mir zusteht, klarzukommen. Dass ich mich so sehr verschätzt habe, ist ein Novum.

Im Anschluss fuhr ich zum Autohaus von denen ich gestern eine SMS bekommen hatte, ich könnte den neuen Wagen schon heute abholen. Ich zweifelte aber daran, da ich meine KFZ-Nummer behalten möchte, weil ich sie zum ersten mal in meinem Leben im Gedächtnis behalte (es ist eine Kombi aus meinen Initialen und einem Teil der Zahlen meines Geburtstages), und das nur über eine Umschreibung geht, für die ich ein extra Formular von Autohaus brauche, konnte das unmöglich heute schon sein. Am Mittwoch ist die (feierliche) Übergabe.

Von da aus fuhr ich ins benachbarte Ausland, zum Einkauf von diversen Haushaltsdingen. Ein weiteres fixes Hin-und-her. Wieder daheim fiel ich erstmal in die Horizontale und machte ein Nickerchen. Diese triste Wetter zieht mir mehr Energie aus dem Körper, als ich herstellen kann.

Ich holte den neuen DVD Player und schaute mir dann endlich den Miyasaki Film den ich bestellt hatte.

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Recht früh zu Bett, doch davor ereignete sich noch etwas. Der Spülkasten von Klo schließt nicht mehr und das Wasser läuft ununterbrochen durch. Es war schon ein paar mal davor der Fall gewesen und mit ein paar mal auf den Knopf drücken, ging es wieder. Jetzt schließt es nicht mehr. Ich musste den Kasten öffnen und den Hahn abdrehen. Morgen früh muss ich den Klempner anrufen…

Ein bisschen von allem

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?

Da ich berufsbedingt manchmal sehr viel Freizeit zur Verfügung habe und dann wieder überhaupt keine (das sind die Stellen im Blog, in denen das Wort unverblogbar sehr oft vorkommt) gibt es sehr Viele Dinge, die ich in meiner Freizeit mache. Lesen, Schreiben, Podcast, Kino, Theater, Museen fasst in wenigen Wörtern fast alles zusammen, was ich alles in meiner Freizeit mache. Ich beschreibe die Besuche von Kino und Museum ja meistens ausführlich im Blog. Aquarell Bilder malen kam seit letztem Jahr Oktober dazu. Wenn ich irgendwann einmal in Rente gehe, gibt es also mehr als genug Zeugs, um die Zeit aufzufüllen.

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung. Am Morgen lass ich ein wenig bei anderen, was die so geschrieben haben, wie das fast jeden Morgen der Fall ist. Das Wetter draußen nebeliges Elend. Der Blick aus dem Fensters sah aus, als ob der Rest der Welt verschluckt wäre und es gäbe nur meine Straße.

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Und ohne draußen gewesen zu sein, konnte ich jetzt schon sagen, dass wieder diese feuchte Kälte herrscht, die einem sofort bis in die Knochen zieht.

Ich begann den Tag mit Teig kneten. Ich hatte Lust Brot zu backen. Und während der Teig für 2 Stunden aufging, malte ich ein bisschen, und sah mir den Gewinner von gestern Abend vom LSC an. Der ganze Vorentscheidungsprozess war dieses Mal völlig an mir vorbeigegangen. Ich hatte selbst im Radio nicht aufgepasst, wenn die 8 Songs gespielt wurden, die im Finale waren. Die Gewinnerin, Eva Marija hat eine interessante Stimme leicht näselnd und ein wenig gebrochen, was mir sehr gut gefällt. Das Lied an sich ist aber nicht so der Hit. Meine Prognose; das Lied kommt mit ein bisschen Glück weiter, aber gewinnen wird es sicherlich nicht.

Bis die Aufgehzeit vom Brot fertig war, blieb noch Zeit, mich um einen der letzten Podcasts zu kümmern und ihn zuzuschneiden. Es wird der Podcast sein, indem wir über Fasnacht/Karneval/Fasching sprechen. Er kommt Mittwoch in einer Woche.

Ich recherchierte auch über ein Phänomen, das sehr viele haben. Mein iPhone ist seit dem letzten Update nämlich nicht mehr gewogen sich mittels CarPlay so ohne weiteres an mein Auto anzuschließen. Das geht nur mit viel Hickhack, und es nervt ungemein. Nun hab ich bereits mehrfach das Handy aus dem Auto abgemeldet und wieder frisch angemeldet, aber es wird nicht besser. Sogar wenn ich es mit Kabel anschließe, ist das keine Garantie, dass sich das iPhone nicht nach einer Weile wieder ungefragt abmeldet. Die einen sagen, dass käme von der Software des Autos die nicht auf dem letzten Stand ist, dass ich aber als Erklärung ablehne, denn es passiert erst seit dem letzten Update vom iPhone nicht vom Fahrzeug! Ich bin sehr unschlüssig, was ich da machen soll. Einerseits lässt Apple nur sehr bedingt und mit viel Mühe ein Downgrade zu. Andererseits bekomme ich nächste Woche den neuen Wagen, bei dem ich hoffe, dass es wieder einwandfrei klappt.

Ich malte das Bild fertig. Vorlage war ein Short wo jemand Steine aufeinander legte, so dass alles im Gleichgewicht war. Keine Ahnung ob meines so halten würde.

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Ich zog das Brot aus dem Ofen. Es sah furchterregend gesund aus und erinnerte mich an den Klotz den ich vor Monaten gebacken hatte und komplett ungenießbar war weil die Hefe nicht mehr taugte. Vor Anschnitt musste er erst ganz abkühlen und das füllte die ganze Wohnung mit frischgebackenem Brotduft.

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Dann beschloss ich am frühen Nachmittag, doch ein wenig vor die Tür zu gehen, dem Wetter zum Trotz. Der Trotz wurde nicht belohnt, ich hielt es keine halbe Stunde draussen aus, obwohl ich mich mit mehreren Lagen eingepackt hatte. –

Wieder daheim schnitt ich das Brot an. Es schmeckte gut mit dicke Butter und Marmelade.

Ich malte noch eine recht lange Weile weiter an einem Bild für das eine Doodle Vorlage war. Das ist aber so kleinteilig, dass ich länger brauche. Dabei kam mir die Idee doch mal ein Wimmelbild zu malen. Wir werden sehen.

Am Abend schaute ich mir den Tatort an, den ich nur so Mittel fand. Später sah ich dann ein Terra X Doku über die aktuelle Lage in dem Staaten. Das heißt ich hörte sie mehr als dass ich sah, weil ich mich wieder an den Esszimmertisch gesetzt hatte und malte, aber das reichte mir auch. Das ist alles sehr beunruhigend was dort drüben abläuft…

Stippvisite in der Nachbarschaft

Huch!

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Beeindruckender Zuwachs in der Nachbarschaft, der am Nachmittag wieder weg war.

An Morgen musste ich daheim eine Weile warten weil jemand sehr nettes mir von Trier die bestellte Ware extra nach Luxemburg mitgebracht hatte. Vielen Dank dafür. Im Anschluss musste ich mich dann sputen, die D hatte einen Tisch in der Casa Gabriele reserviert. 

Es gab Ravioli Al Ragout mit einer Arrabbiata Sauce. Leider kein Foto. Sehr gut, aber unter Arrabbiata verstehe ich eine Tomatensoße, die wesentlich schärfer ist als das, was wir bekamen. Nicht, dass sie schlecht gewesen wäre, doch Arrabbiata war das nicht.

Das Wetter blieb für den Rest des Tages so scheußlich wie auf den Bildern oben. Trüb, ohne Licht und sehr feucht kalt. Brrrr. Ich verzog mich nach den Einkäufen schnellstens wieder nach Hause.

Die Symptome von gestern waren übrigens heute wie weggeblasen. Uff!

Meine Finger wollten malen, aber mein Kopf nicht, ich war gänzlich uninspiriert.Also fing ich ein neues Buch an. Das Buch Kaltblütig von Truman Capote legte ich erst mal beiseite. Es ist hervorragend geschrieben, aber die Geschichte geht einem schon an die Nieren.

Ich hatte bereits vor Tagen aus reiner Neugierde, die ersten zehn Seiten gelesen und war sehr geflasht. Das neue Leben von Tom Crewe. Allein schon Cover machte mich neugierig, als ich es im Buchladen fand. Das hatte ich übrigens verschwiegen. Ich fand das Buch in Trier, als ich vor ein paar Tagen die Perückenbestellung aufgab.

Am Abend schaute ich mir den ersten Film einer ganzen Reihe an, die sich Destination Finale nennt. Bei Wiki steht :“Der Film handelt, wie auch seine Sequels, von einer Gruppe junger Menschen, die versucht ihr Schicksal zu überlisten und dem Tod zu entgehen. Nachdem die Gruppe durch eine Zukunftsvision einem tödlichen Unglück entkommen kann, scheint sich der Tod nacheinander alle ihm zugedachten Opfer zu holen.“ Was für ein Blödsinn! Das verbuchen wir unter vergeudete Lebenszeit. Das muss echt kein Mensch sehen. Die Action Szenen sind zwar sehr spektakulär, aber die Story und der Plot sind so dünn und fadenscheinig, dass ich nicht verstehe, wie man daraus 5 Filme machen konnte.

Von einer kleinen Chose bleibt noch zu berichten. Ich hätte vor Tagen Lust, mir einen Miyazaki Film anzuschauen. Da ich kein Netflix mehr habe, dass ich ja seit einer Weile die Exklusivrechte für seine Filme unter den Nagel gerissen hat, wollte ich auf meine DVD Serie zurückgreifen, und stellte mit Schrecken fest, dass mein DVD-Player den Geist aufgegeben hat. Mittlerweile findet man sehr günstige Abspielgeräte. Ich fand eines, das ich bestellte und am Montag abholen kann. Was ich seltsam fand, ist, dass wenn man ein Gerät bestellt, das zusätzlich auch Bluray abspielen kann, vervierfacht sich der Preis.

Podcasts & Live Cinema

Mit Kopfschmerzen aufgewacht. Hallo? Werd ich etwa krank? Am Alkohol konnte es nicht liegen, ich hatte seit zwei Tagen keinen getrunken. Aber es war so ein wummernder Schmerz der sich auch in eine Migräne verwandeln könnte. Ich nahm sofort eine Tablette und wartete auf deren Wirkung. Nach einer Stunde ging es einigermaßen.

Ich kam zu der Überzeugung dass mein Körper an etwas arbeitet, eine Erkältung, ein Infekt, Virus, was auch immer. Denn vor zwei Tagen war ja auch schon was da, was ich aber erfolgreich bekämpft hatte.

Ich fing an die Recherche mit all den Antworten von gestern über die Fasnacht auszuwerten, da die D und ich für den Nachmittag die Podcastaufnahmen geplant hatten. Der über die Fasnacht wird übrigens vorgezogen und als nächstes erscheinen. Zudem hatten wir noch ein weiters Thema vorgesehen, über das ich mich auch informieren musste.

Am Nachmittag nahmen wir dann die beiden Podcasts auf, von denen ich jetzt im Nachhinein glaube, dass sie richtig gut geworden sind.

Nach einer kleinen schnellen Einkaufsrunde fuhr ich nach Hause und legte mich kurz hin denn die Kopfschmerzen hatten noch einmal zugeschlagen. Ich nahm noch mal eine Tablette. Ich musste fit sein für den Abend, denn die D Karten für die Philharmonie.

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Auf dem Programm stand Live Cinema. Lady Windemere‘ Fan in der Verfilmung von Ernst Lubitsch von 1925, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Oscar Wilde. Wir bekamen eine komplett neue restaurierte Fassung zu sehen. Es gab schon mal eine Verfilmung der gleichen Geschichte davor (1915), doch die hier ist besonders schön, weil sie in den zwanziger Jahren spielt. Die Opulenz, die Kostüme, die Kleider, die Frisuren, es war fantastisch! Die Zwanzigerjahre sind und bleiben für mich eine tollsten Epochen des letzten Jahrhunderts, was die Mode angeht.

Man kann den Film auch auf YouTube sehen:

Mit einem großen Live Orchester ist es jedoch noch mal eine ganz andere Erfahrung. Ich hatte den Film noch nie gesehen und kann nur sagen, dass die Kombi Ernst Lubitsch und Oscar Wilde nur Gutes hervorbringen konnte.

Da der Film nur 88 Minuten dauert, war ich auch recht früh wieder zu Hause.

Schöner Traum & Theaterstück

Ich erwachte früh am Morgen und hatte etwas schönes geträumt. Ich träumte ich hätte ein Interview mit Tracey Thorn geführt. Ich war ganz zitterig als ich aufstand. Ich könnte ja wenn ich wirklich wollte, das richtig in Angriff nehmen. Die Wege und Mittel hätte ich. Aber ich stelle mir dann vor, dass es tatsächlich passieren würde und sehe mich vor ihr stehen, wie ein 60-jähriger, kreischender Teenager. Und die Vorstellung ist so peinlich, dass ich es lieber sein lasse.

Draußen gab es ein weiß gefrorenes Dach, doch die Sonne lockte.

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Und während ich die letzten Zeilen von gestrigen Post schrieb und die ersten von diesem Text, hörte ich eine Playlist von CC.DISCO! (ja, das schreibt sich in Großbuchstaben, keine Ahnung ob man dass schreien muss)

Doch ich besann mich eines Besseren und belieb daheim, denn es gab jede Menge am Rechner zu tun. Ich ackerte toujours durch bis fast um 15:00 Uhr, danach war alles geschafft für den Tag. Uff!

Vielen lieben Dank für all die Rückmeldungen zu meiner Recherche über die fünfte Jahreszeit. Und danke an die Kaltmamsell fürs Boosten der Frage auf Mastodon. Das hat sehr geholfen! Sie ist nämlich im Blogadel Ranking sehr viel höher angesiedelt als ich. (Ich Großherzog, Sie Kaiserliche Hohheit!)

Am Abend war ich mit der N im Théâtre du Centaure, das ab und an auch englische Stücke hat. Wir sahen Seven Methods of Killing Kylie Jenner. Ein Stück das 2019 den Critics’ Circle Theatre Award in England bekam. Das Stück erzählt von zwei jungen Schwarzen britischen Frauen, Cleo und Kara, die beste Freundinnen sind. Cleo postet online ein fiktives Kunstprojekt mit dem Titel „Seven Methods of Killing Kylie Jenner“, das sich kritisch mit kultureller Aneignung, Rassismus und der Vermarktung Schwarzer Ästhetik beschäftigt. Der Post geht viral und löst heftige Reaktionen aus. Während Cleo die Aufmerksamkeit als notwendigen politischen Akt versteht, hat Kara große Zweifel. Sie fürchtet die Konsequenzen, sowohl persönlich als auch beruflich, und wirft Cleo vor, mit Provokation eher Schaden anzurichten als echte Veränderung. Im Laufe des Stücks eskaliert der Konflikt zwischen den beiden.

Ich fand das Stück gut, wenn auch an manchen Stellen vom Text her zu überdreht. Zudem war die Slangsprache mit all ihren Abkürzungen für viele gewöhnungsbedürftig, es gab Zuschauer die nur Bahnhof verstanden.

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Ein schöner Text von Herr Buddenbohm über Twin Peaks. Ich könnte auch meine Erinnerugen und Anekdoten darüber niederschreiben, aber das habe ich schon mehrfach getan. Ich kann übrigens nicht behaupten, dass ich ein eingefleischter Lynch Fan bin, das war ich nie, doch wenn ich alle Filme zusammenzähle, die markante Erinnerungen hinterlassen haben, bin ich wohl doch einer.

Ruhiger Tag mit einer Frage an meine Leserschaft

Ein Tag der wenig hergab fürs Blog. Es war Mittwoch und es war Markttag. Ich kaufte ein paar Blutorangen und nahm auch eine Blutmadarine mit, die ich noch nie gekostet hatte. Sie schmeckt übrigens recht gut, wenn auch weit weniger sauer als eine Blutorange.

Ich traf die D auf einen Kaffee und wir zurrten zwei neue Themen fürs Podcast fest. Eines davon hatten wir schon lange geplant, weil es eine Art zweiter Teil werden wird von einem Thema das wir schon behandelt hatten. Das andere hat mit der lustigen Jahreszeit zu tun. Und in dem Zusammenhang habe ich ein paar Fragen an meine geschätzte Leserschaft:

Wie steht ihr zu Karneval/Fasching/Fasnacht? Feiert ihr das noch, oder nicht mehr, oder noch nie? Hat sich das in eurem Umfeld verändert? Hat das immer noch die gleiche Relevanz wie früher oder ist es weniger geworden?

Für den Rest des Tages blieb ich weitgehend häuslich, denn es gab genug daheim zu tun.

Ich sah mir die aufgezeichneten Folgen von Adam Dalgliesh an, nach einer Romanvorlage von P.D. James. Ich hatte gehofft, dass sie neue Folgen zeigen würden, doch es waren die die ich schon gesehen hatte.

Ich malte ein wenig, was aber relativ uninspiriert ausfiel und darum auch nicht gezeigt wird.

Nebel & Rotbarsch

Außergewöhnlich dichter Nebel am frühen Morgen:

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Dass ich das Ende meiner Straße nicht sehe, kommt selten vor.

Dann kam die erste von wahrscheinlich vielen Perückenanproben. Ich schätze mal das wir etwas über 60% gefunden haben, die passen. Der Rest kommt nächste Woche dran.

Gleich im Anschluss fuhr ich nach Trier, zur Perückenhändlerin meines Vertrauens und ein paar Teile nachzubestellen. Zu Anfang hatte ich ein wenig gesträubt, weil im Nebel zu fahren keine Freude ist. Doch das hätte alles nur aufgeschoben. Ich atmete tief durch und fuhr los.

Dabei konnte ich mir den Mittagstisch in der Trier Brasserie nicht entgehen lassen. Das Perlhuhn mit Kräuterpuree war sehr gut!

Im Anschluss orderte ich dann alle die Dinge, für die ich extra hergefahren war, für die ich aber auch erst morgen hätte losfahren können, denn die betreffende Person, auf die ich mich verlassen hatte, und die für mich wie ein Perückenkatalog auf zwei Beinen ist, war leider nicht da.  Ich werde morgen noch einmal telefonisch Rücksprache halten müssen.

Auf dem Heimweg stand ich dann eine gute Weile im Stau. Er kam durch einen Unfall und ich konnte keine Kehrtwendung machen, um auf einem anderen Weg zurück nach Luxemburg zu fahren. Dieses lange Warten war sehr ermüdend.

Als ich dann endlich kurz nach 17:00 Uhr wieder in den eigenen vier Wänden war, fiel ich regelrecht um und machte ein Nickerchen.

Am Abend trafen wir uns zum ersten Mal imd diesem Jahr, in der Combo wieder, zu der die D, die V und die N gehören. Dabei fiel mir ein, dass wir uns vor langen Jahren mal den Namen Huevos Rotos gaben, abgeleitet von einem spanischen Gericht.

Wir trafen uns im Nostos, ein griechisches Restaurant, in dem wir, mit Ausnahme der V, noch nie waren. Es ist kein griechisches Restaurant im klassischen Sinne, sondern eher ein mediterranes Restaurant, und die Gerichte sind weitaus delikater als das, was man beim regulären Griechen bekommt. Im Gault Millau wurde es übrigens zum besten mediterranen Restaurant des Landes 2025 gekürt.

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Wir hatten alle vier das gleiche Gericht, das nicht auf der Karte stand, Rotbarsch. Es war sehr gut.

Zwischen Dienst, Malen und Streaming

Da ich am Abend davor mit allen verfügbaren Mitteln mich gegen die aufziehende Erkältung gewehrt hatte, fühlte ich mich am Morgen wieder einigermaßen hergestellt. Das musste auch sein, denn ich hatte gleich um 10:00 Uhr eine Konzeptionsbesprechung, die es in sich hatte. und da ich hier den Stier sofort bei den Hörnern packen muss, wurden gleich Perückentests für Dienstagmorgen angesetzt.

Solche Besprechungen machen mich immer sehr hungrig und ich fuhr zu Oberweis in die Concorde. Es gab noch einmal Kalbfrikassee, wie schon letzte Woche, aber diesmal sehr anders.

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Nebst ein paar Telefonaten wegen anderer dienstlicher Dinge, malte ich.

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Inzwischen brauche ich für diese kleinen Bildchen keine Vorlagen mehr. Ich malte noch einmal etwas aus meiner“ blauen Periode“ und übte wieder perspektivisches Zeichnen. Was die Perspektive angeht, hatte ich es hier einfach einmal so aus der Hand versucht. Es ist fällt mir sehr sehr schwer. Wenn ich mir keinen Fluchtpunkt suche und Hilfslinien ziehe, ist immer wieder irgendetwas, was leicht schief aussieht. Wenn die Lesezeichen aber einigermaßen gelingen, kann ich sie für das nächste Stück als Premierengeschenk verschenken.

Seit ein paar Tagen gibt es jetzt auch endlich in Luxemburg HBO Max. Na gut, ich werde es noch einmal mit einem Streaming Dienst versuchen, da just dieser immer so hoch gelobt wird. Es gibt vor allem zwei Serien, die ich mir ansehen wollte. Einerseits True Detectives und The Gilded Age. Mit Gilded Age habe ich gestern Abend begonnen und habe mir die ersten drei Folgen angesehen. Ja, das kann man sich ansehen. Es ist ein bisschen wie Downton Abbey in Amerika. Kein Wunder, denn Julien Fellows, aus dessen Feder auch Downton Abbey stammt, hat die Serie geschrieben.

A prpopos True Detective. In der vierten Staffel ist Jodie Foster mit dabei. Und von der sah ich gestern Abend auch ein lustiges kleines Interview mit Conan O’Brian.

 Kurz vor Mitternacht lag ich im Bett.

Sonntag an der Mosel

Am Morgen las ich eine interessante Tagesfrage, die ich beantwortete. Sie steht weiter unten. Auf Umwegen fand ich, via Herr Buddenbohm, ein Text von Kiki, der hinsichtlich der Tagesfrage zum Teil auch Antworten liefert über das, was ich gerne rückgängig machen möchte. Das beschäftigte mich den Großteil vom Vormittag.

Den Rest des Tages jedoch, verbrachte ich an der Mosel, wie es die Überschrift bereits verrät. Ich hatte einen Termin mit der M ausgemacht. Sie und ich waren zusammen im Kindergarten und in den ersten Jahren der Grundschule. Es ist ihr zu verdanken, dass es in den letzten Jahren ein paar Klassentreffen der Jahrgänge 66-67 meiner Alten Heimat gab. Wenn ich an die Jahre zurück denke, waren es nicht die schönsten meines Lebens. Ich war viel und oft das Objekt der Begierde, um gehänselt zu werden. Doch das Gehirn des Menschen funktioniert nun einmal so, dass es die schlechten Dinge mit der Zeit ausblendet, es sei denn, sie waren so traumatisch, dass sie bleibende Schäden hinterlassen haben. Bei mir hält sich das die Waage. Zudem war das letzte Klassentreffen sehr schön.

Die M hatte einen Tisch im Restaurant l‘Écluse reserviert.

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Das Essen war in Ordnung. Der Salat zu Beginn sollte ein Vitello Tonato sein. Nun ja… ich hab das Original anders in Erinnerung. Die Scampis in Pfeffersoße als Hauptgang waren ganz gut. Das Vanilleeis mit Himbeeren war sehr gut,da kann man nicht viel falsch machen, aber es war eine doppelte Portion.

Wenn wir schon an der Mosel sind, wollten wir auch daran entlang spazieren, aber der Wind war eisig und es fühlte sich sehr viel kälter an, als es tatsächlich war. Wir hielten die Wanderung kurz.

Wieder daheim war mir dann eisig kalt. Nein, bitte jetzt keine Erkältung, BITTE NICHT!

Ich wehrte mich mit allen verfügbaren Mitteln. Glühend heißer Tee, heiße Badewanne und und und…

Am Ende lag ich sehr früh unter mehreren Decken im Bett und schaute mit auf dem iPad, The Hours an, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

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Wenn du eine Erfindung rückgängig machen könntest, welche wäre das?

Da ich nicht später als gestern einen Podcast über Einstein hörte, dachte ich sofort an die Atombombe, als ich diese Tagesfrage las. Doch nach einigen Überlegungen möchte ich etwas anderes rückgängig machen, das noch viel weiter zurück liegt. Wo es angefangen hat kann ich nicht sagen. Ich würde gerne eine Reihe von Phobien rückgängig machen. Nicht die Phobien die aus der natürlichen Angst heraus erwachsen sind sich selbst z.B. vor großen oder giftigen Tieren in Acht zu nehmen, sondern die menschengemachten Phobien, die allein darauf beruhen, dass in grauer Vorzeit jemand behauptet hat, das wäre schlecht oder widernatürlich. Ich rede von Homophobie, ein neuerer Begriff wäre Queerophobie, oder genau so verwerflich, Xenophobie. So gesehen sind Phobien keine Erfindung, aber wenn ich die Macht hätte, etwas rückgängig zu machen, dann das.

Ruhiger Samstag

Ein Samstag mit erstaunlich viel Sonne am Morgen. Auf zum Wochenmarkt!

Ich kaufte ein paar kleine Dinge ein, denn der Kühlschrank ist immer noch gut gefüllt.

Ich fand eine hübsche Vorlage zum Malen, die mehrere Lesezeichen wie ein Polyptychon aneinander legt. Ich machte ein Triptychon:

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Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Am Abend schaute ich mir eine Folge Brokenwood im WDR an die ich noch nicht kannte.

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Heute vor drei Jahren war ich nur 2500 km von der Antarktis entfernt.

Ruhiger Fluß

Die Tage sind ein langer ruhiger Fluß, zumindest die zwei letzten.

An Arbeit stand noch an, (obwohl, Arbeit ist es nicht, ich verdiene kein Geld damit) die beiden letzten Podcasts zu schneiden und hochzuladen.

Zudem standen die ersten Meetings an, in denen es um dienstliche Dinge geht. Es wird nicht so schlimm werden wie September, Oktober letztes Jahr, aber diese eine Produktion wird voraussichtlich es in sich haben.

Ich backte Brot das mir aber gründlich misslang. Die Krume war viel zu fest geworden. Wahrscheinlich hätte ich es länger gehen lassen sollen.

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Ich malte ein paar Lesezeichen. Das Bücherregal musste ich kürzen, weil ich da etwas versucht habe, was nicht gelang.

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Ich aß zu Mittag im Renert. Eine Blanquette de veau. (Kalbsfrikassee)

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Das Wetter, obwohl nicht so kalt, war aber wenig einladend.

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Und wäre noch eine Tagesfrage:

Wo könntest du Unordnung in deinem Leben reduzieren?

Ich könnte zum Beispiel das Büro –, Bibliotheks – und Gästezimmer in Angriff nehmen und die Bücherwand endlich mal so ordnen, dass ich Dinge wieder finde. Das verbuchen wir dann unter Frühjahrsputz, obwohl der noch längst nicht vor der Tür steht, aber ich bin den Winter mehr als leid.

2 Tage & Im Kino: In die Sonne schauen

Am Dienstag Morgen machte ich eine falsche Kopfbewegung und mir war den ganzen Tag schwindlig und schlecht. Es war mir schon St.Jean aufgefallen dass da etwas nicht stimmte im Schulter-Nackenbereich. Ach Mist!!!

Kurz vor Mittag hatte ich einen ersten Termin bei einer anderen für mich neuen Friseurin. The Man by Lysiane. Kennen tue ich sie schon recht lange. Sie hat einen völlig andere Herangehensweise Haare zu schneiden, aber wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich so viele Jahre lang die Haare von ein und der gleichen Person geschnitten bekam.

Über den Tag hinweg besserte sich das im Schulter-Nackenbereich und das schwindlige Gefühl war weg. Uff!

Später ging ich mit der D zum Grand Frais für Obst und Gemüse.

Der Abend verlief ereignislos.

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Und gleich am Morgen erwachte ich durch ein seltsames Geräusch das mich hochschrecken ließ. Es kam wahrscheinlich vom Nachbarn. Das hatte zur Folge dass ich wieder dieses Schwindelgefühl hatte. Mist verdammter!

Aber wenn ich schon wach war konnte ich auch die Wohnung aufräumen, denn Meisterin Propper kam heute schon, statt Freitag.

Am Mittag hatte ich dann die erste Konzeptionsbesprechung des Jahres. Das Stück wird heftig werden.

Am Abend schaute ich mit den in Cannes prämierten deutschen Film In die Sonne schauen an der schon Ende August in Deutschland anlief. Hier lief er erst diese Woche im Kino an.

Wenn ihr den Film nicht gesehen habt, lest am besten oben die Zusammenfassung, die ich verlinkt habe. Spannend fand ich vor allem, dass der Film nur auf fragmentarischen Erinnerungen basiert, zum Teil auch Traumsequenzen. Der Film wirkte noch lange nach. So bewirkte er, dass ein Teil meiner Erinnerungen an lang verschüttete Ereignisse wieder hoch kamen. Zum Beispiel an das Mädchen aus dem Nachbardorf meiner Alten Heimat. Die T. war zu Hause so streng behütet, dass sie eines Tages mit 16 Jahren ihr Sparkonto plünderte und verschwand. Man fand sie Wochen später in Amsterdam wieder wo sie sich im Hafengelände das Leben genommen hatte… Und wie im Film auch konnte auch ich mich nicht mehr an ihr Gesicht erinnern.

KI Poetik

Wie gebraucht ihr ChatGPT? Ich las heute Morgen bei Vanessa Giese wie sie damit umgeht. Es sind fast die gleichen Zwecke wie bei mir. Meistens geht es um Formulierungen. Ein Beispiel: wenn ich eine Antwortmail schreiben muss, auf die ich aus diversen Gründen am liebsten sehr ungehalten wenn nicht gar frech antworten würde, lasse ich die KI das umformulieren. Das klappt meistens ganz gut.

Heute aber bat die KI mir einen poetischen Text zu schreiben, zu einem Thema bei dem mir gar nichts einfiel. Ich habe es im Anschluss noch ein wenig angepasst.

In der Werkstatt roch die Luft nach Öl. Zwischen Hebebühnen und offenen Motorhauben lag der Schlüssel plötzlich in meiner Hand, warm vom letzten Griff, als hätte er bereits entschieden. „Nur kurz“, sagte jemand, doch das Wort kurz dehnte sich, als der Motor erwachte und ein leises Versprechen abgab. Die Testfahrt begann ohne Absicht. Das Auto rollte aus dem Schatten der Halle ins Licht, und mit jedem Meter wurde die Welt weiter. Der Asphalt erzählte Geschichten von früheren Wegen, das Lenkrad antwortete mit sanftem Widerstand. Geräusche wurden zu Rhythmus, Geschwindigkeit zu Atem, und für einen Moment war ich nicht Fahrer, sondern Gast in einer Bewegung, die mich trug. Als wir zurückkehrten verflog die Magie nicht sofort; sie blieb hängen im Nachklang des Motors, im Staub auf der Windschutzscheibe. Eine unverhoffte Fahrt, ein geliehener Augenblick — und das Wissen, dass selbst zwischen Werkzeugwagen und Checklisten manchmal ein Gedicht startet, ganz ohne Ankündigung.

So ungefähr hat sich das abgespielt was sich am Nachmittag ereignete. Ich hatte mich an St.Gammel durch die Angebote meiner Werkstatt gescrollt und einen Wagen gefunden, der auch für eine Testfahrt bereit stand. Ich setzte einen Termin für diesen Montag Nachmittag fest.

Es wurde langsam Zeit, das anzugehen. Denn als ich den Preis sah, den ich für meinen jetzigen Wagen nur noch bekomme, war es sogar höchste Eisenbahn. Bei der Testfahrt musste ich prüfen, ob er in meine Garage passt. Es ist wie mit Schuhen und Füßen. Ist der Fuß zu groß, passt er nicht in den Schuh. Aber die Sorge war unbegründet. Er passte, also das Auto, nicht der Schuh…

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Freitag in einer Woche ist er da.

St.Gammel, Theater & Beschreibungen

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Am Samstag beging ich „ La Grande Fête du Glandage“ oder zu deutsch, ich feierte „Sankt Gammel“. Ich könnte jetzt schreiben, was ich alles hätte tun können, wenn ich denn nicht gegammelt hätte, doch das fühlt sich an wie ein Pandemie Artikel mit der Überschrift, „Wie es wohl gewesen sein wird“.

Am Abend schaute ich mir zwei aufgenommene Folgen bei ARTE von ein Fall für Conti an, die Serie mit Desirée Nosbusch. Ich muss sagen, dass die Serie mir um Längen besser gefällt, als die der Irischen Psychologin, in der sie immer so betulich sein muss.

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Das musste sich aber am Sonntag ändern. St. Gammel ist kein doppelter Feiertag.

Angedacht hatte ich viele Unternehmungen, doch es kam alles anders als gedacht. Es bringt nichts zu sagen, was ich alles angedacht hatte, denn die Entscheidung wurde mir abgenommen. Kurz nach dem Mittag bekam ich nämlich einen SOS Anruf vom Theater. Die Maskenbildnerin läge mit hohem Fieber im Bett und ob ich nicht einspringen könnte.Es gab mehrere Telefonate hin und her mit Briefing und technischem Datenblatt. Gegen 15:00 Uhr machte ich mich dann auf zu einer ungeplanten Dienstrunde.  Es war letztenendes nicht so schlimm. Aber es vereitelte mir die Vorstellung, für die ich eine Karte hatte und die ich unbedingt sehen wollte. 

Ich sah sie nicht. Denn im Stück sind Umzüge und ich konnte mich nicht in den Zuschauerraum setzen.

Aber die D und die N waren da und bestätigten mir, dass ich etwas verpasst hätte. Na ja, nicht so schlimm. Es wird wahrscheinlich noch einmal in Deutschland auf Tournee gehen und gegebenenfalls werde ich es dann sehen.

Im Anschluss verspürte ich einen Bärenhunger und ich ging zum Chinesen meines Vertrauens. Ich hatte Lust auf Hühnchen mit schwarzem Knoblauch. Köstlich, aber kein Foto.

Während ich auf die Speisen wartete, las ich weiter im Truman Capote – Kaltblütig. Ich bin noch immer nicht dort wo es blutig werden wird, sondern bei den Beschreibungen der Protagonisten und der Gegend. Capote versteht es trefflich eine Kleinstadt zu beschrieben. Garden City ist so eine Kleinstadt wie meine Alte Heimat, in der ich groß wurde und erst 2012 den Absprung schaffte. Der Grund warum Menschen dorthin ziehen, warum sie dort bleiben und nicht wieder weg wollen.

Bei mir war es genau das Gegenteil, ich wuchs dort auf und wollte immer weg. Zugegeben es gab einen Moment wo ich es nicht wollte, schaffte jedoch, als es schon fast zu spät war, den Umzug in die Stadt. Ich finde immer noch, dass es die beste Entscheidung meines gesamten Lebens war. Wenn ich dort geblieben wäre, wäre ich aus vielen Gründen, dem Alkohol oder sonst einer Droge verfallen oder schlimmstenfalls nicht mehr da… Ja, ich weiß, dass hört sich alles sehr tragisch und schlimm an, doch im Rückblick, kann ich mir heute absolut nicht mehr vorstellen dort zu leben, selbst wenn ich ab und zu noch hinfahre, sei es zum Schwimmen, wie den ganzen letzten Sommer, oder zum Einkaufen. Dann sind es nur paar Stunden und die Gegend ist ja immer noch landschaftlich sehr schön.

Wieder daheim schaute ich mir noch ein klein wenig die Red Carpet Show der Golden Globes an, aber nach knapp 10 Minuten ging mir das Geplänkel schon arg auf die Nerven und ich ging ins Bett.

Unwetter, Einkäufe & Vanessa

Ein Tag mit Überschwemmungen queer durch das Land und wegen dem Wind, eine Reihe umgefallener Bäume. Ich räumte am Morgen die Wohnung auf wegen der Meisterin Propper. Dann fing es im Haus an zu klopfen zu hämmern. Die Eingangstür wurde endlich fertiggestellt.

Am Nachmittag fuhr ich trotz aller widrigen Wetterumstände ins benachbarte Ausland nach Perl, wegen ein paar Einkäufen. Das ging auch besser als gedacht. Sogar auf dem Rückweg war es erstaunlich ruhig, auch der Gegenverkehr, der viel schlimmer hätte sein müssen, war noch nicht in der erwarteten Dichte.

Am späten Nachmittag malte ich ein wenig, jedoch nichts, was ich zeigen könnte. Am Abend schaute ich mir zwei weitere Folgen von Boglands auf Arte an und war relativ früh im Bett.

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Das Comeback von Vanessa Paradis als Sängerin löste in Frankreich einen kleinen Tumult aus. Sie hatte lange kein neues Album rausgebracht. Le retour des beau jours. Ihre Stimme klingt reifer aber das leicht näselnde hat sie immer noch. Ich hörte das Album während ich Auto fuhr und aufräumte. Allein der Titel des Albums stimmte mich fröhlich. Wortwörtlich übersetzt: Die Rückkehr der schönen Tage. Ja, die will ich auch wieder haben. Das Video unten ist die erste Singlesuskopplung. Aber das Lied was mir besser gefällt ist Rendez-vous.

Ruhiger Tag mit Nachbetrachtung von Wicked 1 und 2

Das Wetter lockte so gar nicht nach draußen, mit Nebel und Kälte. Ich blieb häuslich.

Was mir bis vor kurzem nicht bewusst war, war die Tatsache, dass ich über „d’Tele vun der Post“, die ein Abkommen mit Rakuten geschlossen haben, sehr viele Filme habe, die ich kurz nach Erscheinen im Kino, schon dort abrufen kann. Ich hätte das schon letztes Jahr mit dem ersten Teil von Wicked getan. Heute sah ich mir den zweiten Teil an. Was ich lange nicht wusste, ist, dass die beiden Filme in einem Abwasch gedreht wurden.

Zum ersten Mal hab ich verstanden, wie komplex die Geschichte eigentlich ist, mit vielen Wendungen und Überraschungen. Es ist nicht wie in vielen alten Märchen, dass die Figuren neutral, schwarz oder weiß sind. Das macht es schon interessant und doch ist der Film, vor allem der zweite Teil unglaublich langatmig. An den beiden Hauptdarstellerinnen ist nichts auszusetzen. Cynthia Erivo und Ariana Grande machen das schon sehr gut. An gewissen Stellen erinnerte es mich an eine klassische Oper, in der die Hauptprotagonisten wenn sie denn sterben oder erstochen worden sind, noch 20 Minuten aus vollem Halse singen, dass sie jetzt sterben werden.

Ich bin froh dass ich mir die Filme nicht im Kino sondern daheim angesehen habe.

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Heute vor 3 Jahren lernte ich eine der magischsten und schönsten Orte der Welt kennen. Und ich kann nicht fassen dass es schon drei Jahre her ist.

Keine Blutorangen & Raclette

Ich stand frohen Gemutes auf, schrieb schnell das gestrige Posting zu Ende, und machte mich fertig für den Wochenmarkt. Ich hatte der D versprochen, dass ich ihr Blutorangen kaufe, da sie heute ebenfalls aus dem Baskenland zurückkommt, aber erst sehr spät. Doch als ich auf der Place Guillaume ankam, bot sich mir folgendes Bild:

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Es waren nur fünf Stände da, und das Zelt mit den Weihnachtlichen Kinderaktivitäten war auch noch nicht abgebaut. Zudem waren es -6° aber sie fühlten sich an wie -15°. Ich huschte ins Renert, trank einen Kaffee und wärmte mich auf. Anschließend hatte ich noch einen  Termin im Rainbow Center für einen kommenden Text.

Als ich wieder daheim war, fing es an zu schneien. Ich hatte ebenfalls versprochen, dass ich die N nach Hause fahren würde, da sie einen Termin im Krankenhaus hatte, und darauf wartete, dass jemand sie zurückfährt, weil sie sich wegen der Verstauchung nicht traut, selbst zu fahren.

Ich packte alles ein, was ich eingekauft hatte für ein deftiges Raclette, holte die N ab und wir fuhren ins benachbarte Ausland. Die schneebedeckten Straßen machten die Fahrt nicht so ganz einfach, doch es ging.

Es wurde ein schöner Abend, doch gegen 21:00 Uhr machte ich mich auf den Weg zurück. Außer in dem kleinen Dorf, in dem die N ihr Häuschen hat, waren alle Straßen picobello sauber.

Ich fühlte mich leicht überfressen und lag beizeiten im Bett.

Neuer Podcast, neue Kappen & Tagesfrage

Der neue Podcast ist da! Während meinem Aufenthalt in St.Jean war ich mit der D im neu eröffneten Museum Bonnat-Helleu in Bayonne. Es gibt jede Menge Fotos von dem was wir im Podcast beschreiben auf der Homepage Êmgefall an Ausgelaf.

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Los geht es mit einer Lieferung am Morgen.

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Ich habe neue Kappen für die Schuhe bestellt, die am Morgen geliefert wurden. Wer gestern mitgelesen hat weiß, dass diese Schuhe davor blaue Kappen hatten. Nicht dass die dunkelblauen, scheußlich wären doch wir haben Winter und mit all den tristen Farben, die die Natur grad zu bieten hat und auch die Klamotten die wir anziehen, wollte ich einen Gegenakzent setzen. Knallige Farben im Winter, sonst wird das nix! Wenn das alle machen würden, wäre der Winter glaube ich nur halb so trist. Die blauen Kappen werde ich dann auf die weißen Schuhe setzen.

Ansonsten bleibt noch zu berichten, dass der Wäschekorb schon zur Hälfte leer ist und der Rest heute und morgen drankommt.

Obwohl es draußen immer noch -3° waren, lockte die Sonne und ich ging gegen Mittag raus.

Socken mit Spiegelei und los!

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Die neuen Schuhe habe ich aber nicht angezogen dafür war es zu kalt. Die Winterstiefel mussten her.

Vor der Tür hatten die Kinder aus dem Haus offensichtlich Spaß:

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Um nochmal auf meine Rückkehr zurückzukommen; an dem Abend als ich zurück fuhr, war ich erstaunt immer noch die Weihnachtsmärkte zu sehen. Aber seit Montag werden sie abgebaut:

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Eine heiße Suppe im Renert kam genau richtig. Ich musste überall grüßen und wünschen für das neue Jahr.

Als ich wieder daheim war überflog ich schnell die Überschriften in der Zeitung und erschrak als ich in den Todesanzeigen, den Vater einer Kollegin imd Freundin entdeckte, der am vorletzten Tag des letzten Jahres unerwartet verstorben war. Sie hatte erst vor kurzem die Mutter verloren. Ich war wie vom Donner gerührt, da sie sich auch erst aus einer Trennung aufgerappelt hatte. Ich schickte ihr meine Beileidsgrüße.

Später dann holte ich die N vom Krankenhaus ab, weil sie wegen der Verstauchung in eine Kontrolle musste. Es ist in der Tat kräftig verstaucht aber nichts war gerissen oder gebrochen. Uff! Wir tranken bei mir eine Tasse Kaffee und erzählten uns die letzten Ereignisse, weil wir uns seit Weihnachten nicht gesehen hatten.

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Abendunterhaltung: Über Pinsel habe ich noch nie weiter viel nachgedacht, außer, dass ich regelmäßig neue kaufe, meistens aus beruflichen Gründen. Aber genau genommen sind sie die Verlängerung meiner Hand. Kunstrestaurator Julian Baumgartner ist wieder aus Tour und besichtigt andere Menschen. Im Queens stattete er FMBrush einen Besuch ab:

Ich lag relativ früh im Bett.

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Wenn du eine Autobahn-Werbetafel hättest, was würde darauf stehen?

An der Frage merkt man, dass sie anfänglich auf Englisch war. Autobahn Werbetafeln gibt es bei uns nicht, aber in den Staaten. Das beantwortet aber nicht die Frage. Ich weiß nicht so richtig, für was ich diese Werbetafel gebrauchen könnte. Werbung für mein Blog? Wahrscheinlich nicht. Werbung für den Podcast? Ja, wahrscheinlich eher. 

Die Mitbringsel

Eine joel.lu‘sche Regelung will, dass ich am Tag nach der Rückkehr die Mitbringsel zeige.

Da wären erstmal die Gewürze. Piment d‘Espelette habe ich diesmal keinen mitgebracht. Davon stehen noch zwei Dosen hier und der muss auch aufgebraucht werden. Ich habe mir schon überlegt, ob ich damit nicht ein Öl ansetzen soll, so in der Art wie Chilly Crisp Oil. Ich schweife ab… Die Gewürze:

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Rote Beeren Nachschub, weil ich das in vielen Gerichten verwende. Letztens sogar in einem Salatdressing. Schmeckte super. Grüner Pfeffer. Der fehlte mir noch in der Kollektion. Madame’Gascar hat nicht nur tolle Vanillesorten, sondern auch andere schöne Dinge. Ich erwarb eine Tüte Madagascar Curry, der richtig schön scharf sein soll. Ich werde demnächst berichten.

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Die Spezialausgabe über das Museum Bonnat-Helleu.

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Camper Schuhe. Jetzt habe ich endlich auch ein paar in Schwarz. Ich habe sie ja auch in weiß, die ich aber nur selten anziehe, weil bei schlechtem Wetter wird das nix.

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Von der Marke 64 ein pelzgefüttertes Hemd, das eher eine Jacke ist. Ich war sofort verliebt darin.

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Ein weiteres vom Stoff her sehr dickes Überhemd, einer alten portugiesischen Marke.

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Ein paar Strümpfe meines Lieblingskünstlers

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Am Tag des Museumsbesuch in Bayonne, kaufte ich auch wieder eine große Tüte voll mit Seifenstücken aus Marseille. Jetzt habe ich wieder genug bis nächstes Jahr.

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Und dann wären da die weltbesten Orangettes von Henriet, die ich aber verschenken werde.

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Was die Tagesberichterstattung angeht, die ist schnell gemacht. Es war eiskalt den ganzen Tag über. Ich bemühte die Waschmaschine und telefonierte mehrfach mit der N, die sich etwas verstaucht hatte. Wir hätten uns eigentlich treffen sollen, was dann aber nicht geschah, weil die Verstauchung es nicht zuließ.

Am frühen Nachmittag zog ich dann, dick eingepackt, los, um eine Reihe Einkäufe zu tätigen. Der Kühlschrank hatte ja nichts weiter zu bieten als ein Glas Senf und ein Glas Gurken.

Ich fuhr in den größeren Cactus in Howald. Zudem löste ich die ganzen Marken ein, für die es noch bis Mitte Januar kleine, also so klein, dann auch wieder nicht, Dinge gibt. Aus einer ganzen Serie von Messern nahm ich mir das Brotmesser und die Küchenschere.

Am Abend fing ich auf Arte die Gälische Krimiserie Boglands an. Sie ist recht langsam erzählt was einerseits angenehm ist andererseits macht es die erste Folge sehr langatmig.

Noch später schaute ich zum Fenster hinaus festzustellen, dass da was vom oben herabfiel und liegen blieb.

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Ist jemand an Wintermützen interessiert, die wie ein Pagenschnitt aussehen? Hier lang bitte! Es schaut lustig aus, auch wenn ich sowas im Leben nicht anziehen würde.

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Ein wunderschönes Comeback

Von St.Jean nach Luxemburg

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Strahlend schönes Wetter in St.Jean am Bahnhof, während es in Luxemburg so aussieht:

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Die N. hatte mir Fotos geschickt. Ich spielte kurz mit dem Gedanken hier zu bleiben. Tja… Doch es half nichts. Der Sitzplatz im Zug war gebucht…

Vier Stunden bis Paris. Ich fing an den zweiten Podcast für Januar zu schneiden. Doch irgendwann in der Hälfte ging es nicht mehr. Ich hatte Kleinkinder gleich neben mir sitzen, die ein Höllenkrach machten. Selbst die Antigeräusch Kopfhörer kamen nicht richtig dagegen an. Also fing ich ein Podcast an auf maximaler Lautstärke anzuhören; das half. Ich hörte die Lange Nacht von Heinrich Heine, die ich vor ein paar vor Tagen angefangen hatte und dabei eingeschlafen war.

Je näher wir an Paris kamen, umso düsterer und gefrorener sah die Landschaft aus:

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Doch dann klärte sich alles auf:

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Auch um durch Paris mit dem Taxi zu kommen war kein Problem, es war Sonntag und das klappte einwandfrei. Klar, ich hätte auch die Metro nehmen können. Aber der Koffer war im einiges schwerer als bei der Hinfahrt und ich wollte ihn nicht treppauf treppab schleppen.

Und je näher wir an Luxemburg kamen, umso weißer wurde es.

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Luxemburg selbst war dann wieder schneefrei, aber mit -3° hatte ich nicht gerechnet. Brr.

Ich hatte Glück. Als ich aus dem Bahnhof kam, stand eine Tram bereit, und als ich in der Stadt ausstieg, stand schon ein Bus bereit, um mich gleich zu meiner Straße zu führen. Ich musste also nirgendwo warten.

Da es Sonntag war und schon spät, musste ich den Lieferdienst bemühen, denn im Kühlschrank gab nichts. Es gab Butternut Curry.

Ich lag sehr früh sehr flach.

Regentag in St.Jean

Am Morgen bei Herr Buddenbohm, einen schönen Satz gelesen. „Everyone is obsessed with vintage and offline moments“. Ja, denn das ganze KI Getue, geht mir auch auf die Nerven. Ein Vorsatz für dieses Jahr wird sein, in meiner kleinen Bubble nur darauf zu achten, wie es meinen Internet Menschen geht, denen ich schon lange folge.

Wenn ich übrigens die Wettervorhersagen für die kommenden Tage sehe und wie es nächste Woche in Luxemburg aussieht, möchte ich am liebsten hier in St.Jean bleiben. Hier ist es zwar auch nicht sonderlich warm, aber daheim schneit es und es ist eisig kalt.

Ein ruhiger Tag. Es regnete den ganzen Morgen durch und ich malte ein kleines Bild als Mirbringsel für einen Besuch bei Freunden in Ciboure.

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Später dann ging es noch einmal ins Belardi, das mich ja bei meinem ersten Besuch überzeugt hatte. Und es war auch heute wieder genial.

Kurz vor 23:00 lag ich flach, den morgen muss ich früh raus und die lange Rückfahrt antreten.

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Manchmal, wenn gar nichts mehr geht, schaue ich dem kleinen grünen Frosch von India Rose Crawford zu. Danach geht es wieder. Ganz bestimmt.

Ein vorletzter ruhiger Tag in St.Jean & Hamnet im Kino

Am Morgen sah ich endlich den Delphin, der regelmäßig in der Bucht herumschweift, von dem mir schon so viele erzählt hatten.

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Zu Mittag gab es noch einmal Buchweizen Pfannkuchen gefüllt mit Fisch und Schrimps in dem kleinen bretonischen Restaurant. Dazu ein Glas Rosé Cidre. Zum Abschluss ein regulärer Pfannkuchen mit Äpfeln und Vanilleeis.

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Am Abend dann eine Vorpremiere (für Frankreich, denn hier läuft der Film erst nächste Woche an) des Films Hamnet. Die fiktive Geschichte über William Shakespeare ind wie die Theatertragödie Hamlet zustande kam, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Maggie O’Farrell.

Was sich zu Anfang anfühlt, wie eine sehr naturverbundene, fast mystische Liebesgeschichte, wird eine tragische und sehr traurige Geschichte über den Verlust eines Sohnes.

Jessie Buckley und Paul Mescal sind brillant in ihren Rollen. Ich machte mich vorab darauf gefasst, dass ich wahrscheinlich die Gefühlspalette um den Verlust eines Bruders/Sohnes noch einmal durchleben müsste. Aber seltsamerweise war das nicht der Fall. Es war erst ganz am Ende, wenn William seinen Sohn durch die Tragödie unsterblich macht, dass mir die Tränen übers Gesicht flossen.

Ein großartiger Film den niemanden kalt lässt und eine große Empfehlung von mir. Es wundert mich kein bisschen, dass er ins Oscar Rennen geht.

Und wie vor zwei Jahren, begann ich das neue Jahr mit einem sehr schönen Kinofilm.

St.Jean: Abstecher nach Biarritz

Der erste Tag Jahres fing mit einem seltsamen Traum an. So seltsam, dass ich davon erwachte. Nur so viel; es war gut, DASS ich erwachte. Ich will mich nicht in irgendwelchen Traumdeutung verlieren, denn wenn das, was ich geträumt habe, die offensichtliche Wahrheit ist, oh je…

Ich las bei humbl einen Spruch von einer Frau, die ich absolut nicht kenne:

„In den sozialen Netzwerken treffen Jahresrückblicke wie stroboskopische Lichtblitze die Netzhaut und meiner inneren Tiefseetaucherin stockt der Atem. Ein ganzes Jahr Leben auf einen dreißig sekündigen Mikrofilm zu reduzieren, der die Höhepunkte der vergangenen 12 Monate in Wimpernschlägen greifbar macht, ist eine Herausforderung, die ich ausschlage. Nicht, weil es nichts zu erzählen gäbe, sondern weil es mir nicht darum geht, WAS ich erlebt habe,
sondern WIE ich es gelebt habe.“

Ich gebe ihr, hinsichtlich der Sozialen Netzwerke, absolut recht. Die Jahresrückblicke werden ja auch von Algorithmen zusammengestellt und nicht von der betreffenden Person selbst. Da lobe ich mir doch meinen Fotorückblick den ich mit meinem eigenen Bio-Algorithmus zusammenstelle. Wenn ich den Gedanken sogar noch ein wenig weiter verfolge, … ach lassen wir das. Ich werde den irgendwann weiterspinnen aber nicht heute.

Danach musste ich raus. Draußen war schönes Wetter das mir meine Missmutigkeit auszutreiben sollte. Ich ging am Meer entlang und anschließend hinüber zur Bar de la Marine wo es ein Kaffee und ein Croissant gab. Ein wenig später kam die D dazu. Ich beschloss nach Biarritz zu fahren mit dem Bus.

Während der Fahrt schrieb ich schon mal hier ein wenig vor.

Ein Foto wollte ich noch von gestern in San Sebastian zeigen:

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Jemand hatte dem Padre ein paar Googly Eyes aufgeklebt.

In Biarritz dann ging ich eine Weile am Strand entlang. Es war eisig kalt und das Meer ungewöhnlich ruhig.

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Ich machte Kehrt und ging ins Café Miremont, eine der ältesten Patisserien des Ortes, wo ich schon öfters göttlich gute heiße Schokolade getrunken habe. Heute gab es etwas anderes:

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Ein Croque Monsieur. Danach war mir wieder einigermaßen warm und ich wanderte eine Runde durch das Zentrum von der Stadt. Außer ein paar wenigen Restaurants und Konditoreien, war alles geschlossen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass Miromont ein richtig teurer Laden ist! Mit zwei Tassen Kaffee kostete das ganze satte 30 €! Kurz nach 14:00 nahm ich den Bus zurück.

Als ich wieder in St.Jean war, legte ich mich erst mal hin und schlief volle 2 Stunden. Irgendwie war das nötig. Danach lass ich das riesige Comic Buch aus, dass ich mir schon am Anfang hier gekauft hatte:

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Es ist wirklich eine aberwitzige und total verrückte Geschichte, ich könnte mir vorstellen, dass man sie verfilmen könnte.

Später schaute ich mir noch ein Dokumentarfilm über Truman Capote an.

Ich hatte vor einer längeren Weile schon den Anfang des Romans im New Yorker gelesen. Da ich ja jetzt im Januar ein bisschen mehr Zeit habe, werde ich ihn wohl ganz lesen.

Am letzten Tag des Jahres in San Sebastián

Es war so eine Idee den Tag mit etwas zu gestalten, das einigermaßen sinnvoll wäre, weil vom Wetter sollte es nicht so toll werden. Also saßen die D und ich am Morgen im Flixbus.

Ich erstand ein paar lang gewünschte Schuhe in schwarz, wo man die Kappen auswechseln kann. Foto davon gint es die Tage

Gegenüber vom La Vinia befindet sich ein weiterer Käsekuchenladen in den wir einkehrten und zu Mittag aßen.

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Ein süsses Mittagessen

Als wir dort raus wollten ging es nicht. Die Straße war voll mit Läufern für den Sylvesterlauf. Huch! Damit hatten wir nicht gerechnet!

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Und plötzlich kam da eine Stimmung auf, die sagenhaft war. Ich versuchte eine der Nummern auf den roten Shirts zu lesen. Das war eine der höchsten die ich sah:

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Also mussten mindestens an die 6000 Menschen teilnehmen. Es dauerte auch eine ganze Weile, bis alle durchgelaufen waren und wir weiter konnten.

Ich fand noch ein paar hübsche Strümpfe vom meinem Künstler in einer schönen Box. Sie macht sich gut als Deko ohne ihren Inhalt.

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Wieder daheim blieb noch Zeit bevor wir zum Restaurant gingen. Ich legte mich kurz hin und las ein wenig.

Zwischendurch beantwortete ich eine Tagesfrage:

Was löst Nostalgiegefühle in dir aus?

Am meisten sind es Gerüche, die, und das ist erwiesen, die stärksten Nostalgiegefühle auslösen. Wahrscheinlich bin ich deswegen auch so ein Parfum Freak. Aber es können auch Gerüche sein wie zum Beispiel Eukalyptus. Als ich vor Jahren in Singapur war, roch ich schon beim Verlassen des Flughafens die Bäume. Hierzu muss ich erklären, dass der Geruch der Bäume die Moskitos fern hält. Ich fühlte mich augenblicklich nach Korsika in meine zarteste Kindheit versetzt, weil es dort in Porto beim Strand das gleiche Problem gab. Seitdem die großen sehr stark riechenden Bäume dort stehen, sind die Schnacken weg. Seltsamerweise lösen Eukalyptus Bonbons die Erinnerung aber nicht aus. Gleich dahinter kommt Musik, vor allem dann, wenn es Lieder sind, die ich sehr lange nicht mehr gehört habe. Das ist dann Nostalgie pur.

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Im Instincts dann. Ich hab das jetzt einfach mal übersetzen lassen:

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Rinderbouillon in Gelée & Schellfisch, grünes Shiso:

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Terrine von Gänseleber und Artischocken. Gedämpftes Brot mit Trüffel (das war Hammer!)

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Rohe Jakobsmuscheln. Crème double aus der Liège-Region. Zedrat-Zitrone & geräucherte Hechtstücke (das auch!)

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Flammengegarter Rotbarbenfisch. Safran-konfierte Kartoffeln. Grätenjus, gebunden mit Rotbarbenleber:

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Stockente mit Topinambur. Lauchjus. Dattelcondiment: (das war auch sehr gut!)

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Warme Tartelettes mit Brie de Meaux und Trüffel. Buchweizenpulver:

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Konfierte Quitte. Madeleine mit Honig. Weiße-Schokoladen-Vanille-Ganache & Eis mit Bienenwachs: (Das Eis mit Bienenwachs!!! Genial!)

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Frohes Neues!

Der Fotorückblick 2025

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Ich habe das Gefühl dass sie immer schneller vorbeigehen. Es gab viele definitive Veränderungen. Ich habe einen neuen Zahnarzt, einen neuen Friseur und einen neuen Großherzog. Zudem habe ich ein altes neues Hobby wieder entdeckt, das Malen.

Die Fotos sind etwas mehr querbeet als die Jahre davor und ich hatte Mühe 24 Stück zusammen zu bekommen. Es hing aber auch damit zusammen, dass es emotional ein sehr heftiges Jahr war, was sich nicht notwendigerweise in Fotos widerspiegelt. Aber in einem visuellen Rückblick mag ich nur bedingt daran erinnert werden.

Am Ende dieses Postings findet ihr wie gewohnt Mr. Linky, bei dem ihr euch gerne eintragen könnt wenn ihr mitmacht. Der Beitrag wird bis zm den 10. Januar oben angeheftet bleiben. Alle neueren Beiträge befinden sich logischerweise darunter.

Januar

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Februar

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Die Cocktailbar von Hotel Cravat.
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Das Pertuss Tal

März

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Der Mond winzig klein. An fast der gleichen Stelle am Himmel gibt es ihn noch mal im September.
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Ein Wiedersehen mit der E.

April

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In Lichtenstein
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In Freiburg
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Ein Rundflug über die Hauptstadt.

Mai

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Nich ein Mondfoto
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Der Auquatunnel

Juni

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Ein Trugbild im Centre Pompidou in Metz.
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Familie Nilgans am See in der Alten Heimat

Juli

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Baskischer Kuchen als Mitbringsel für mich
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Es scheint ein Ufo zu landen

August

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Das Foto zum Beginn des Podcasts „Ëmgefall an Ausgelaf
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Das Bild steht gewollt Kopf

September

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Das zweite Mondfoto (aber eigentlich ist es der dritte 😉
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In St. Jean bei Brouillartha Wetter

Oktober

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Der neue Teppich
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Das (fast) erste Bild meiner Aquarell Karriere.

November

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Dezember

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Bayonne. Ein restaurierter Turm und einer unrestauriert.
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In der Bucht von St.Jean-de-Luz

Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.