Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem Jahresrückblick, ich habe mich sehr darüber gefreut. Ja, wir sind immer mal wieder unterwegs, da mal einen Ausflug hin, dort mal hin. Ich zehre dann davon, das macht den Alltag leichter. Ich finde es schöner, hin und wieder mal wegzufahren. Es wäre nichts für mich, das ganze Jahr nichts zu machen, den Urlaub aufzuheben, um dann drei Wochen irgendwo hinzufahren. So lange könnte ich gar nicht von zu Hause weg sein, da bekomme ich viel zu sehr Heimweh. Und außerdem finde ich es angenehmer, zwischendurch mal eine Auszeit vom Alltag zu haben, auch wenn es "nur" Tagesauflüge sind. 😉
Weiter geht es nun mit meinem Jahresrückblick, Teil 2. Im Juli bin ich mutig geworden, denn ich war allein mit Katharina im Urlaub, zuerst sind wir mit dem Zug nach Wien gefahren und eine Woche später nach Düsseldorf. Also: Wir sind den Zug nicht gefahren, sondern nur mitgefahren, aber ich finde, das ist für mich schon eine extreme Leistung. Wien war einfach atemberaubend und es war ein wunderschöner Urlaub. Klar, einer hat gefehlt, aber wir beiden Mädels haben das Beste daraus gemacht und wir denken sehr gern an unseren Urlaub zurück.
Ja, unser Sommerurlaub war wunderschön, ich habe mir gerade eben noch einmal die Bilder angesehen, eigentlich fällt es mir gerade schwer, nur zwei Bilder für den Juli auszuwählen. Wieder zu Hause haben wir dann ein wenig chillimilli gemacht, ich habe mich meinem Hobby gewidmet und zum Beispiel einen Onlinekurs zum Thema
Nähmalen gemacht. Das war richtig klasse und ich habe viel gelernt. Da Steffen von der Reha in's Krankenhaus gekommen ist, musste ich mit Katharina zum Heinz Rudolf Kunze-Konzert fahren. Das war im Bergtheater in Thale, es war ein wunderschöner Abend.

August: Tja, wo fange ich an? Der Monat hat irgendwie alles verändert. Steffen ist endlich wieder zu Hause, nach sechs langen Wochen, bestehend aus Reha und Krankenhaus (was nicht geplant war). Ich habe noch einen Onlinekurs gehabt und in diesem meinem
Picasso-KI-Quilt genäht. Das war eine Herausforderung für mich, aber letztendlich ist ein schöner
Quilt entstanden. Jonathan hat seinen Auszug vorbereitet, meine Arbeitswetl ist aus den Fugen geraten und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Kündigung erhalten. Komisch. Ja, ich wusste, es wird sofort weitergehen, so war es auch, aber es war ein Punkt, der mich kalt erwischt hat und der mich endlich zum Nachdenken angeregt und mir die Augen geöffnet hat. Dafür, dass ich nur diese eine Gesundheit habe und eben doch auf meinen Körper und seine Signale achten muss, sonst geht es gar nicht mehr. Und so musste ich dann eben auch lange zu Hause bleiben, weil es einfach nicht anders ging. Rückblickend muss ich sagen, dass dieser Crash für mich zum richtigen Zeitpunkt kam, sonst hätte ich wohl noch ewig so weiter gemacht und dann wäre es noch viel schlimmer gekommen.
Ansonsten waren wir in Babelsberg zum Fußball und ich scheine meinen Herzensverein gefunden zu haben. Ende August waren Steffen und ich zu meinem Geburtstag und unserem 30. (!) Hochzeitstag das Wochenende in Plauen im Hotel. Ich habe dieses Wochenende sehr genossen, auch wenn ich daran sehr wenig Erinnerungen habe, alles ist in weiche Watte gepackt...
Im
September ist Jonathan dann aus- und Johannes in das Zimmer von Jonathan gezogen. Schnell haben wir uns mit der neuen Situation arrangiert. Zum einen ist Jonathan nicht aus der Welt und zum anderen sehen wir natürlich die Vorteile und die überwiegen. Ich habe mein altes
Büro ausgeräumt. Ich verstehe nicht, dass die Leute im Film es schaffen, ihre Habseligkeiten in einen Pappkarton zu packen. Bei mir hat das nicht
gereicht, ich brauchte etliche Körbe und Taschen.
Ich habe im September den
Siebdruck für mich entdeckt, das ist faszinierend und macht unheimlich viel Spaß.
Mit dem Siebdruck habe ich Motive für Karten gedruckt, die ich meinen neuen, alten Kolleginnen zum Abschied geschenkt habe. Ja und Ende September schloss sich nach 4 1/2 Jahren die Tür, mein zweites Zuhause gab es plötzlich nicht mehr. Ja, ich war darüber traurig, aber ich habe einfach nach vorn gesehen und...
...so habe ich dann im
Oktober in meinem alten Büro wieder angefangen. Ich war schon nach kurzer Zeit angekommen, es fühlte sich irgendwie richtig an. Ansonsten habe ich im Oktober viel genäht, die AMC für den Adventskalender verpackt,
Stoffe gefärbt, für die große Katharina einen
Weihnachtsquilt zum Geburtstag genäht. Gefühlt plätscherte der Monat so dahin.
Im
November gab es zwei prägende Ereignisse: Zum einen natürlich der
Nähkurs in Soltau zum Thema Nähmalen und mein
Gelmerodatattoo.
Im November habe ich einen weiteren Onlinekurs gemacht, wieder bei
Carmen Bickle. In diesem Kurs wurde wieder ein Top genäht, zu dem Carmen den Schnitt mit Hilfe von KI erstellt hat: Formen der Zeit. Dieses
Top habe ich allerdings erst im
Dezember zum Quilt vollendet. Der Dezember war ein typischer Dezember, irgendwie. Ich habe gemerkt, dass ich mir mal wieder zu viel zugemutet hatte, und so habe ich mir Ruhe verordnet. In bestimmten Situationen merke ich einfach, dass ich noch nicht vollständig "über den Berg" bin. Unser Weihnachtsfest war ein sehr ruhiges, entspanntes Weihnachten, ebenso der Jahreswechsel. Den haben Steffen und ich allein verlebt, Johannes war in Hannover, Jonathan ja unterwegs und Katharina war bei ihrer Freundin. Wir haben uns ein leckeres Curry gekocht und - sind pünktlich in's Bett gegangen. Wenn ich müde bin, bin ich eben müde.
Ja, 2025 war kein einfaches Jahr, es hat mich vor viele Herausforderungen gestellt und mir Vieles abverlangt, ich bin an meine Grenzen und darüber hinaus gegangen, aber es war auch ein schönes Jahr. Ich habe so viele schöne Erlebnisse gehabt, mit Steffen, mit den Kindern, mit meinem Hobby. Das gibt mir Halt und Zuversicht.
Der Krebs liegt irgendwie schon soweit zurück, es ist so... ...unwirklich, dass er überhaupt da war. Ich hoffe, er bleibt einfach weiterhin weg! Das ist mein ganz großer Wunsch für die Zukunft. Beruflich wünsche ich mir, dass ich angekommen bin und bleibe. Ich freue mich darüber, dass ich nun 35 Stunden in der Woche arbeite und nicht mehr 40. Die fünf Stunden weniger merke ich sehr und es tut mir gut. Ich möchte, dass es bei mir weiter aufwärts geht und ich tue mein Bestes dafür. Mit all diesen schönen Erinnerungen im Hinterkopf muss es doch nun ein gutes Jahr 2026 werden. Und das wird es! Ich habe viele Pläne für dieses Jahr, als erstes fahren wir Ende Januar nach Wiesbaden für ein Wochenende. Ich freue mich schon sehr darauf.