Feeds:
Beiträge
Kommentare

Tja, viel Auswahl ist da nicht und die Prognose heißt Nähdepression, zumindest wenn ich mir die Zahl der genähten Kleidungsstücke anschaue. Ideen sind da (reichlich), Stoff auch, aber der Kleiderschrank ist randvoll mit schönen, tragbaren Stücken – ich brauche einfach nüscht. Dazu kommt, dass ich aktuell mehr Lust auf’s Abtauchen in imaginäre Welten, als auf die Nähmaschine habe. Der Stapel ausgelesener Bücher ist im letzten Jahr beachtlich und es ist nicht ausschließlich große Literatur, die ich da konsumiert habe.

Image

So sind nur sechs genähte Kleidungsstücke für mich entstanden, drei davon kurz vor dem Urlaub, als ich fürchtete im hohen Norden zu erfrieren … . Da war nicht die Nählust der treibende Faktor, sondern die Notwendigkeit. Softshellhose und Wollshirts werden auch in den nächsten Jahren noch gute Dienste leisten. Aus Freude am Nähen entstanden die Kranich-Bluse und eine Hose, beide echte Alltagshelden und es gab tatsächlich auch Gelegenheit für ein Anlasskleid. Mit Vorfreude macht das Nähen natürlich viel mehr Spaß.

Image

Als Nähliebling hat sich die Bluse erwiesen,die trage ich wirklich oft. Der schöne Stoff und der einfache Schnitt mit dem originellen Kragen machen sie alltagstauglich und trotzdem besonders. Das Kleid mag ich auch sehr, hatte es aber noch nicht oft an. Alle anderen Sachen sind ja eher praktisch. Ein echter Favorit ist auch der Strickmantel, weil man in dem so schön verschwinden kann.

Image

Wenn ich weiter schaue, stimmt mein „Ich habe überhaupt nichts genäht“-Gefühl nicht ganz. Es gab doch noch einiges an Kleinkram und Patchwork, hauptsächlich zum Tauschen und Verschenken, außerdem das Abiballkleid für die Tochter, Schlafanzughosen und eine neue Jacke als Ersatz für ihre durchgeliebte.

Image

Ein „Werde schnell wieder gesund“ Kissen bescherte mir ein ausgiebiges FPP-Übungsfeld und den Wunsch Magie in Nähwerke zaubern. Ein klein wenig ist das auch gelungen. Aus den Resten des (fast fertigen) Postkartenquilts probierte ich schon 2020 New-York-Beauty-Blöcke, die jetzt zu einem Kissen weiterverarbeitet wurden. Der „Dresden-Neighborhood“ Miniquilt für unseren Swap zum Abschluss des Bee-Jahres bescherte mir ein Bad in Pink und in der Wanderkiste mit den Hemdenmusterstücken fanden sich tatsächlich noch genügend ähnliche Patches für einen (Plaidish-) Quilt. Die anderen Stücke gehören zur Reste-zu-Schnickschnack Mission. Bis auf das NYB-Kissen sind die Sachen alle verschenkt und ich stelle fest, dass mir das Loslassen eigener Werke längst nicht mehr so schwer fällt wie früher.

Image

Das Bee-Jahr brachte zwölf spannende und sehr unterschiedliche Aufgaben. Bei Nummer zehn vergaß ich das Foto und die zwölf fehlt noch, weil ich schon wieder hinterherhänge … . Dafür ist meine Sammlung an Blöcken für einen Bee-Quilt gewachsen, denn von jedem Block habe ich auch einen für mich genäht.

Image

Das letzte Bild zeigt enstandene Kleinigkeiten – diverse Täschchen, Yoga- und Kirschkernkissen.

Gestrickt habe ich nicht viel – den blauen Strickmantel, eine Mütze und mindestens ein Paar Socken. Die dokumentiere ich nicht immer so genau.

Ganz unkreativ war ich dennoch nicht – mit Frühlings- und Adventspost habe ich mal wieder gedruckt und große Freude daran gehabt.

Me Made Mittwoch – Nählieblinge des vergangenen Jahres

MMM – Festkleider

Ich habe Kleider genäht, ein Festkleid für die Tochter … Ihr erinnert euch? So etwas trug man früher, wenn es etwas einmaliges zu feiern gab, lecker Essen, Tanz, Festreden … und ein etwas schickeres Alltagskleid für mich. Der Anlass war das bestandene Abitur und nach anderthalb Jahren Einzelkämpferdasein, erlaubten die Coronazahlen den Abiturienten tatsächlich einen kleinen Ball und wir Eltern durften sogar mitkommen. Eine Woche später zur Zeugnissübergabe konnte schon wieder nur ein Elternteil dabei sein.

Image

Da das tatsächlich erst ein paar Tage vorher klar war, blieb keine Zeit für Experimente und ich nähte Bewährtes. Ein langes Kielo-Wrap-Dress aus einem leicht glänzenden, dunkelroten BW-Webstoff fürs Töchterchen und ein Baukastenkleid aus dem Buch „Kleider nähen“ für mich.

Ich entschied mich für das Oberteil mit Wasserfallausschnitt, versah es mit den Kappärmeln und ergänzte den schwungvollen sechs Bahnen Rock. Material ist eine weich fallende Viskose. Die Taille sitzt ein klitzekleines bisschen zu tief, da muss ich noch mal in mich gehen, ob trennen sich lohnt, oder ob das eben so bleibt. Die kleinen rosa Pünktchen auf dem Stoff boten endlich mal Gelegenheit den rosafarbenen Reißverschluss aus dem Fundus zu verarbeiten. Da der nahtverdeckt auf dem Rücken liegt, setzt nur der Zipper einen kleinen Akzent.

Me Made Mittwoch

Auf der Suche nach einer weiten Jeans stolperte ich in den Tiefen meiner Nähkatakomben über einen Schnitt, den ich nicht nur schon lange auf der Festplatte habe, sondern der beinahe genauso lange ausgedruckt und ausgeschnitten hier liegt. Schnittchen Nina ist eigentlich eine Siebenachtel-Hüfthose. Das Bild ließ vermuten, dass der Schnitt eher in der Taille sitzt und verlängern sollte ja kein Problem sein.

Image

Die Passform ist hervorragend, die Anleitung dagegen nicht so richtig stimmig. Neben ein paar Nachlässigkeiten, die man nebenbei korrigieren kann, beispielsweise wird die innere Vorderhose versäubert, die Hinterhose nicht, sind auch Fehler enthalten. Zum einen ist auf dem Schnittplan links und rechts vertauscht, so dass die Hose jetzt andersrum (und damit wie eine echte Jeans) schließt. Wenn man daran denkt, die Markierungen am Bund auszutauschen ist das kein Beinbruch. Außerdem sind die Taschen eigentlich so konzipiert, dass sie im vorderen Verschluss mitgefasst werden müssten, wenn aber erst der Veschluss und dann die Taschen genäht werden, geht das nicht. Da ich den gelungenen Reißverschluss nicht noch mal auftrennen wollte, habe ich die Taschen begradigt und jetzt sind es ganz gewöhnliche … Auch nicht weiter schlimm, aber ein bisschen schade. Auf jeden Fall sind sie sehr schön groß, so dass man dazu neigt, die Hände immer ganz tief reinzuschieben.

Image

Ansonsten habe ich nichts geändert und nur die Potaschen ergänzt und auch wenn ich vom Verlängern sprach, ist das die Originallänge – ich bin einfach so ein Wicht. Verarbeitet habe ich einen recht leichten Jeansstoff mit etwas Elastan. Die Absteppungen sind Ton in Ton und nur ganz schmal, weil ich’s nicht ganz so rustikal wollte. Für den Verschluss fehlt mir noch ein Haken und bis ich den kaufen kann, löse ich das à la Vivienne Westwood.

Image

Die Bluse habe ich schon im letzten Jahr nach einem Stoff und Stil Schnitt genäht und hoffe, dass es endlich mal warm genug dafür wird. Kragen und unpraktische Ärmel machen sie zum Lieblingsstück. Das Material ist eine leichte Viskose vom Tauschtisch (Danke Elke!) , im Original grau mit Pünktchen, die ich grün gefärbt habe.

Image

Solange ergänze ich mit einer radikal gekürzte LMV-Chloe, weil immer dann, wenn die Temperaturen passten, die Bordüre out of Season war und ich so endlich mal eine (fast) schwarze Jacke habe und trage obendrüber den Inelektuellen Mantel, der wie gemacht ist, für das aktuelle Maiwetter.

Image

Das Schnittmuster wandert auf jeden Fall in die Kiste mit den Basisschnitten.

Me Made Mittwoch

Quartalsgestrick

Eigentlich hatte ich einen schönen Frühlingsjäckchenplan samt Wolle und Anleitung und wollte bis dahin noch ein bisschen Kleinkram stricken … doch dann tauchte Sylvia beim Me Made Mittwoch im Januar in einer schönen, langen Strickjacke auf, die sofort alle anderen Pläne verdrängte.

Image

Mausbraungrau ist ja genau meins und ich überlegte sowieso seit ein paar Tagen mir Wolle für so einen schönen Rundum-Winterschlafkokon zu kaufen. Da ist nur immer die innere Stimme, die auf die Wollvorräte im Schrank verweist. Sylvias Jacke bestärkte die Seite in mir, die meint, man könne gar nicht zu viel Wolle haben. Die Wunschfarbe war aber gerade nirgends in Stärke und Kuscheligkeit die mir vorschwebten zu haben. Also bestellte ich ein blaugrau, welches beim Auspacken dann doch mehr blau als grau war. Trotzdem mal nicht meine üblichen Farben, womit die Jacke zu all den Dingen passen sollte bei denen es mir mit Rot und Grün zu bunt wird.

Image

Ich strickte also los. Es wurde ein Raglan von oben mit schmalem V-Ausschnitt, nach unten ganz leicht ausgestellt und mit extra angestricktem Schalkragen. Taschen hat das gute Stück auch. Trotz der (für meine Vorlieben) dicken vierer Nadeln zog sich das natürlich bis in den Frühling und ich war mal wieder froh, dass ich nicht groß bin. Auch wenn der Winterschlaf vorbei ist, kann ich den Kokon jetzt gut gebrauchen. Einziges Manko – wenn man etwas langärmeliges darunter trägt, kleben die Ärmel fest und sind dann zu kurz. Die habe ich deshalb schon um fast 10 cm verlängert.

Image

Das sind 225g Brushed Alpaca Silk, gestrickt ohne Anleitung als Raglan von oben mit eingestrickten Taschen und Schalkragen.

Me Made Mittwoch

Kuschelkissen

it is important to remember that we all have magic inside us

J.K.Rowling

Was tun, wenn da plötzlich jemand mit akutem Magie-Bedarf ist? Da ich mit Madam Pomfreys Talenten nicht dienen kann, hielt ich mich an den Spruch „nähen ist wie zaubern können“ und packte ein bisschen Zauber in ein Kuschelkissen.

FPP – Foundation Paper Piecing – wollte ich schon ewig mal probieren. Schon als Dreikäsehochs haben wir gelernt, dass bei neuen Sachen klein anfangen und viel üben zum Ziel führt – ergo suchte ich mir eine Anleitung mit 96 Teilen, die zum Teil weniger als 5 mm messen. Viel und klein, also perfekt für Anfänger. 😂 Aber es ist tatsächlich so, dass ich bei Neuem mehr Ausdauer habe, wenn ich etwas produziere, was ich auch wirklich haben will. Da darf es dann gerne auch ein bisschen komplizierter sein.

Image

Den Zuschnitt der vielen Papierteile erledigte ich in bester Gesellschaft bei einem virtuellen Nähtreffen. Dann nähte ich kurze Nähte, kürzere Nähte, kürzeste Nähte … . Am Ende passte tatsächlich alles ziemlich gut zusammen. Es ist zwar ein Geduldsspiel, aber wirklich schwierig fand ich’s nicht.

Image
Image
Image

Gequiltet habe ich nur ein paar gelbe Linien und die Konturen und das Sprüchlein am unteren Rand mit Textilmarker und -kreiden ergänzt. Für die Umrandung der Kreideschrift habe ich dann tatsächlich mal wieder den Freihandfuß rausgekramt. Das ist ein bisschen wacklig geworden … da muss vielleicht auch mal an ein größeres Projekt zum Üben her.

Image

Das Patchworkpanel ergänzte ich mit ein paar Randstreifen und Rückseite zu einem einfachen Kissen mit einem verdeckten Reißverschluss an der Seite. Die Füllung klaute ich einem unserer Balkonkissen, denn mal schnell eins kaufen, geht ja gerade nicht.

Image

So, fertig, verpackt und gut angekommen.

Das Muster fand ich bei Fandom in Stitches. Da gibt’s jede Menge Material für alle Fans von was auch immer.

Creative Lovers, Creativsalat, Patchen&Quilten, Lieblingsstücke, DvD, Magic Crafts

MMM – Blusenshirt

Ein T-Shirt aus Webstoff, ein Stoff der was hermacht, ein besonderes Detail und fertig ist das individuelle Kleidungsstück – wenn es nur immer so einfach wäre. In diesem Falle war es das und der Frühling kann kommen.

Image

Die Kraniche sind schön in der Mitte gelandet und stehen auch nirgends Kopf. Der Schnitt ist ein freier Download von der hier, der Stoff eine Viskose von Stoff und Stil. Die Bluse ist sehr einfach zu nähen. Allerdings finde ich den Schulterbereich nicht optimal konstruiert, man sieht, dass da in der Bewegung Falten entstehen. Bei meinen schmalen Schultern geht das noch, jemand mit breiterem Kreuz, könnte vermutlich die Arme nicht heben. Ein nettes Detail ist der Kragen, der die Öffnung am Rücken hat.

Image

Der Rock Harlingen ist ein Dauerbrenner in meinem Schrank, genäht 2017 in allernettester Gesellschaft beim allerersten Burgnähen. Nächstes Wochenende wäre es wieder soweit gewesen und ich werde euch sehr vermissen.

Image

Komplettiert habe ich heute mit meinem Inkognito-Kuschelmantel. Der war auch nötig, denn trotz Sonne war es ziemlich frisch und außerdem kann ich jede Art von Kokon gerade gut gebrauchen.

Image

Me Made Mittwoch

Auch wenn es schon der zweite Me Made Mittwoch des Jahres ist, nehme ich mir Zeit für den Rückblick auf’s letzte Jahr (im Januar war ich ein paar Sekunden zu spät). Doch es ist, wie es immer ist: Ich kann mich nicht entscheiden. Dabei habe ich im letzten Jahr weder besonders viel gestrickt, noch wirklich ausgiebig genäht. Ein Grund ist, dass mein Bastelstübchen den größten Teil des Jahres als Homeoffice fungierte … inzwischen lösen wir das anders, so dass ich mittlerweile wieder mein Plätzchen habe.

Image

Drei Strickjacken, eine Mütze (und vermutlich noch ein, zwei, drei Paar Socken) stehen auf der Strickliste und die Jacken sind allesamt absolute Lieblinge.

Image

Genäht habe ich drei Hosen, einen Rock, vier Blusen, drei Shirts, ein Jacke und einen Jumpsuit. Letzterer war ein recht erfolgreiches Experiment. Am schönsten finde ich die gelbe Hose, am häufigsten getragen wurden aber die Oberteile. Das sind einfach Basics, die echte Lücken füllen.

Da ich im letzten Jahr recht schreibfaul war, gibt es nicht zu allen Sachen einen Beitrag, die vorhandenen habe ich hier noch mal verlinkt: Jumpsuit, Hose, Bluse und Jacke, Jeans und Strickjacke, Upcycling-Rock, Sommerjäckchen und Vitamin D. Die Shirts sind zwei Burdamodelle und ein spanischer Schnitt, bei der grünen Pünktchenbluse stammen Stoff und Schnitt von Stoff und Stil, für die mit den Libellen verwendete ich den Shirtschnitt Felicia aus der LMV (für die beiden Blusen auf dem nächsten Bild auch) und die gelbe Hose ist eine Lazotrousers aus einem ganz weichen Zuleeg-Stoff.

Außerdem entstanden noch ein paar Sachen für andere, ein bisschen Kleinkram, Taschen, Täschchen, Schnickschnack, ein Rucksack, ein Sitzsack aus alten Jeans und ziemlich viele Patchworkblöcke, denn ich habe mich mal wieder in eine Bee getraut. Alles in allem dann doch nicht so wenig Genähtes … .

me made mittwoch

Wie passen denn diese drei zusammen? Wenn man eigentlich einen Avenir-Jumpsuit haben möchte, in Anbetracht der sehr formlosen Schnittteile doch lieber auf Bewährtes zurückgreift … und dann damit nach Venedig fährt.

ImageNachdem wir unsere Sommerurlaubspläne ad acta legen mussten und uns ewig nicht für eine Alternative entscheiden konnten, sah es dann doch nach Wanderurlaub im heißen Süden mit viel Kultur aus. Klar geht Kultur auch in Wanderhosen, aber ich wollte einen Flanierfummel und was, wenn nicht der Avenir-Jumpsuit bietet sich da in diesem Jahr an. Annes, für mich etwas zu großes Exemplar, konnte ich beim gemeinsamen Nähen anprobieren und sah wie ein kränklicher Matroschka-Verschnitt aus. Wir schoben es auf die unvorteilhafte Farbe. Mit meinem dunkelgrünen Viskosekrepp würde das doch ganz anders wirken … .

ImageDer Originalschnitt enthält sehr formlose, gerade und großzügige Schnittteile, so dass ich vor dem Abzeichnen von ein paar Metern gerader Linien erst mal schaute, ob da nicht was Passendes im Fundus ist.  In meinem Falle heißt das fast immer ein rauf- und runter erprobter japanischer Schnitt. Der musste hier für das Oberteil herhalten. Bei den Schnittmustern für Gummizughosen fand sich ein passendes Burdamodell aus einem mindestens 20 Jahre alten Anfängerheft. Nachdem ich das Oberteil ein klein wenig schmaler und die Hose ein bisschen weiter gemacht hatte, passten sie auch prima zusammen.

ImageDie Ärmel wurden etwas länger, damit die Gesamtsilouhette wieder stimmt und auch die Hosenbeine sind länger als beim Originalschnitt. Außerdem ist mein Rückenausschnitt weniger tief. Das entstandene Hosenkleid kommt meinen Vorstellungen sehr nahe und trägt sich wunderbar leicht und luftig. Einziges Manko – der Viskosekrepp knittert deutlich stärker als erwartet und ein bisschen Matroschka bleibt auch in grün.

ImageJetzt bin ich gespannt, ob dieser Jumpsuit einer bleibt, mein erster Versuch ist nämlich mittlerweile nur noch eine, allerdings sehr gern getragene, Hose.

MeMadeMittwoch

Kleine Fototasche

Image2014 nähte ich mir eine Fototasche, die seitdem mein treuer Unterwegs-Begleiter ist. Image2015 verschenkte ich eine Tasche für Zeichenzeug, die der Beschenkte auch rege nutzt und seitdem wollte ich auch für mich so ein kleines Täschchen haben. Denn das einzige „Aber“ an der Fototasche ist die Größe. Die Fotoausrüstung passt zwar inklusive kleinem Stativ komplett rein, aber wenn wir zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, muss ja noch mehr Gepäck transportiert werden. ImageImageIch brauchte also eine Tasche für die Standby-Ausrüstung, die ich zusätzlich zum Rucksack tragen kann. Dafür nutzte ich den bewährten Schnitt. Diese Version ist, wie die große Tasche auch, aus beschichtetem Cordura (und somit halbwegs wasserfest), hat Reflektorpaspeln für die bessere Sichtbarkeit und ein Innenleben aus einer alten Herrenweste, deren Taschen ich gleich mit verwenden konnteImageImageAuch Riemen, Schnallen und die zweite Innentasche sind recycelt. Außerdem ergänzte ich einen Hüftgurt. Da ich noch verwendbare Teile von Taschen und Rucksäcken abtrenne, habe ich da einen gewissen Vorrat.  ImageBeim Nähen habe ich ganz schön geschwitz, da das sperrige Außenmaterial und die dicke Füllung nur schwer unter der Maschine zu bewegen waren. Die Rundungen sind auch nur so mittelmäßig gelungen, aber insgesamt bin ich recht zufrieden. Die Tasche ist klein und leicht, sitz gut auf Rücken und Hüfte und das Wichtigste lässt sich übersichtlich verstauen. ImageDen Fahrradtest hat das Täschchen schon bestanden, der für die Trekkingvariante steht noch aus.

Creadienstag

 

Manchmal ist an einem neuen Schnitt ja nur ein kleines Detail „neu“, während die Basis ein altbewährter Klassiker ist. Schnitte für Klassiker habe ich natürlich zu Hauf und die haben den riesengroßen Vorteil, dass ich weiß, wie sie passen und was ich eventuell ändern muss. Ich brauche also nur das Detail und tendiere mittlerweile immer öfter dazu, so etwas selbst zu ergänzen.

Nähen 205

Bestes Beispiel ist mein japanischer Lieblingshosenschnitt, von dem ich mittlerweile schon einige Varianten habe. So auch bei meiner aktuelle Sommerhose. Ich habe dem Basisschnitt Taschen und einen Verschluss a la Flint-Pants spendiert, einen Bund ergänzt und die Beine etwas gekürzt (bzw. sie so lang gemacht, wie der Stoff eben reichte).

Klingt so einfach wie es ist. Der Stoff ist ein schokoladenbrauner Viskoseleinen vom Burgnähtauschtisch, der so reichlich bemessen war, das Jacke und Hose daraus wurden.  Auch das ist ein japanischer Schnitt und ja, ich habe ein Faible für diese wandelbaren Basics. Die Ärmel sind ein Stückchen länger als im Schnitt vorgesehen, ansonsten habe ich brav nach Anleitung genäht.

Nähen 206

Die rote Bluse ist auch recht neu, ihre Basis ist ein uralter Burda-Schnitt. Allerdings ist auch der kein Original mehr, sondern wurde in alle Richtungen deutlich verlängert, die Bindebänder sind schmaler und in der Seitennaht ist eine Öffnung, um das Band durchzufädeln. Das Material ist irgendso ein Windelstoff, dessen Farbbeschreibung rostrot sich als blasses Altrosa entpuppte und der deshalb erst noch eine Runde im Färbebad drehen musste, bevor er mir gefiel.

Sylvia und Anne haben netterweise nicht nur einen Kaffee mit mir getrunken, sondern auch ein Foto im Grünen gemacht. Danke!

Me Made Mittwoch

Schnitte: Die Hose ist Modell 2 aus Machiko Kayakis „Simple Chic“, die Jacke Modell J aus „Happy Homemade – Sew Chic“ (engl.), bzw. „Happy Homemade, Volume 1“ (franz.), den Blusenschnitt gab es mal kostenlos auf der Burda-Seite, ich kann ihn aber nicht mehr finden.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten