PROLOEWE. Netzwerk der LOEWE-Forschungsvorhaben
Was geschieht in Hessens Spitzenforschung? Mit welchen Fragestellungen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und was wollen sie erreichen? Die LOEWE-Forschungsvorhaben haben sich zu ProLOEWE zusammengeschlossen: Sie wollen gemeinsam über ihre Aktivitäten informieren und kurze Wege zu ihrer Forschung schaffen.
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Design und Demokratie: Litfaßsäule 4.0 des LOEWE-Zentrums emergenCITY bis zum 28. Juni im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ausgestellt
Ein Forschungsergebnis aus dem LOEWE-Zentrum emergenCITY und dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) der TU Darmstadt ist ab dem 21. Mai 2026 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen: die Litfaßsäule 4.0.
Mit der Litfaßsäule 4.0 haben Forschende aus dem Fachgebiet „Entwerfen und Stadtentwicklung“ ein bekanntes Stadtmöbel in ein neues Instrument der Krisenkommunikation verwandelt. Die Säule – die dank einer Kombination aus Brennstoffzelle und Solarmodul auch bei einem Stromausfall bis zu 72 Stunden funktionsfähig bleibt – verfügt über ein zusätzliches Display, auf dem Informationen und Warnhinweise für die lokale Bevölkerung angezeigt werden können.
Bis zum 28. Juni präsentiert jetzt das Museum ein Modell der Säule sowie Fotografien des auf dem Riegerplatz in Darmstadt installierten Prototyps im Rahmen der Ausstellung „Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!“. Die Ausstellung nimmt 25 Gestaltungsbeispiele aus der Region Frankfurt Rhein-Main zum Ausgangspunkt, um das Verhältnis von Design und Demokratie zu beleuchten. Dabei hinterfragt sie die Wirksamkeit guter Gestaltung und zeigt, welchen Beitrag Design zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten kann.
Die Litfaßsäule 4.0 dient dabei als Beispiel dafür, wie Gestaltung zur Bewältigung gesellschaftlicher Krisen beitragen kann. Denn bei der Entwicklung resilienter Infrastrukturen für Städte geht es nicht allein darum, dass technische Lösungen im Krisenfall zuverlässig funktionieren. Ebenso wichtig ist die Frage, wie solche Technologien gestaltet werden müssen, damit sie im öffentlichen Raum akzeptiert und von der Bevölkerung genutzt werden.
Religiöse Alltagsbegleiter, Ausstellung im IG-Farben-Haus zeigt Objekte, die in allen Lebenslagen helfen sollten, gefördert durch das LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“,12.05.–31.07.
Mit Religionen blickt man auf das, was jenseits der sichtbaren Welt liegt. Die meisten Gläubigen erhoffen sich von ihnen aber auch Hilfe bei Problemen des Alltags. Im christlichen Europa realisierten sich diese Hoffnungen lange in „geistlichen Hausapotheken“: Ohne feste Regeln zusammengestellt, beinhalteten sie bis ins 20. Jahrhundert hinein religiöse und religionsinspirierte Objekte, von denen man sich Linderung bei körperlichen, aber auch seelischen Leiden versprach. Die Ausstellung „Mit Rosenkranz & Schabmadonna. Religiöse Alltagsbegleiter der Neuzeit im Dialog“ veranschaulicht von Dienstag, 12. Mai, bis Freitag, 31. Juli, im Historischen Seminar im IG-Farben-Gebäude, 3. OG, welche Art von Objekten diesem Zweck dienen konnten.
Viele von ihnen waren unmittelbar mit dem Christentum verbunden – doch bei weitem nicht alle: Andachtsbilder konnten sich Seite an Seite mit in Schlangenblut getränkten Seidenfäden finden.
Teil der Ausstellung ist die „weltliche hausapotheke“, von der zeitgenössischen Künstlerin Eva Ulm, die mit den historischen Stücken in Dialog tritt. Die Ausstellung, die durch das LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“ und die DFG-Kollegforschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ gefördert wurde, wurde von der Wissenschaftsplattform „Schnittstelle Religion“ organisiert, deren Koordinatorin Zbiranski war. Die wissenschaftliche Leitung obliegt den Geschichtswissenschaftlerinnen Prof. Birgit Emich und Prof. Xenia von Tippelskirch.
Die Ausstellung wurde am 12. Mai um 17 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Sie findet im Abschnitt Q 4 und 5 statt sowie in der Studienlounge. Ein kleiner Teil der Ausstellung ist nur während der Öffnungszeiten der Studienlounge zugänglich, diese finden Sie hier: www.geschichte.uni-frankfurt.de/49425245/Studienlounge
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