Gelübde

Drei fromme Frauen, die ich mochte, leben nun nicht mehr: Uta Ranke-Heinemann, Dorothee Sölle und Rita Süßmuth.

Schwefel

Triage

Aus einigen der gelesenen Bücher fallen mir Notizen entgegen. Aus diesen greife ich einen, irgendeinen, heraus. Einfach so.

Auf der einen Seite steht in meiner jüngeren Handschrift: Tango in Synagoge

auf der anderen ein Zitat von Anna Seghers:

“Denn wir schreiben ja nicht, um zu beschreiben, sondern um beschreibend zu verändern.“

Parasiten

Nach vollendeter Intensivbehandlung war eine Freundin so froh, dass sie das, was in der Überschrift steht, tatsächlich tat. Lange her, vielleicht auch heute noch machbar. Eigentliches Thema jetzt: Träume und Filme. Gedankliche Blitzblicke.

Vergangene Nacht durchkämmte ich ein wildes Waldgebiet auf Spuren von braven Vermessungsmenschen, von Weitem hörte ich meine Schwester rufen. In allen Träumen kommt sie vor in letzter Zeit. Schwester, Wald und Vermesser, die Bedeutung will ich herausfinden!

Dann die Erinnerungsblitze an im Kino gesehene Filme, wie Doktor Schiwago, Faust, Das Mädchen Irma La douce, Alices Restaurant, Zabriskie Point, Ekel, Rosemarys Baby, Clockwerk Orange, es waren viel mehr. Die jeweiligen Bilder und Filmmusiken flimmern und brausen um mich herum, gehe lieber wieder zu den Büchern!

Großraumbüro

Himmel

Das ist angenehm, im Warmen zu sitzen und von Irv Yaloms letzten Therapiestunden zu lesen. Immer nur eine einzige Sitzung, und zwar online mit Menschen aus aller Welt, die sich das gewünscht hatten. Meistens kam in dieser doch sehr begrenzten Zeit schnell alles Wichtige aufs Tapet, eben weil es sein musste. Jedenfalls erfährt man Existenzielles sowohl über Herrn Yalom als auch über die Probanden. Eine gute, mir im Sinn bleibende Lektüre.

Irvin D. Yalom mit Benjamin Yalom: Die Stunde des Herzens – Sich begegnen im Hier und Jetzt

Archiv