River















ich bin ein grosser fan vom in­ver­tie­ren, es macht manchmal dinge sichtbar, die vorher schwer zu erkennen waren. „Ladies First“ auf netflix macht genau das, aus männ­li­chem chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit werden weib­li­cher chau­vi­nis­mus und arsch­lochig­keit. das macht einige dinge sichtbar und ist gut für ein paar lacher und kreative details. alexandra zykunov findet das nach­voll­zieh­bar gut:

Dabei passieren diese Szenen so beiläufig, die Dialoge werden so all­täg­lich in die Ge­schich­te ein­ge­wo­ben, dass man als Zu­schaue­rin aus dem heftigen Nicken nicht mehr her­aus­kommt. Weil das alles für Millionen von Frauen total all­täg­lich ist. Was den Film allein schon aufgrund dieser De­tail­ver­liebt­heit zu einem Meis­te­rin­nen­werk macht.

mein gedanke, als ich nach 40 oder 50 minuten auf die stop taste drückte, war: ist mir ein bisschen zu platt um das zuende zu schauen. aber of­fen­sicht­lich ist plattheit und un­sub­ti­li­tät manchmal das mittel der wahl und erfüllt seinen zweck.

ich hätte mir einen etwas anderen film gewünscht, einer der ge­dan­ken­spie­le durch­spielt, wie es besser geht oder einer der zeigt, dass frauen es besser machen würden und dominanz anders als mit arsch­lochig­keit ausüben. der bar­bie­film 2023 hat nach meiner wahr­neh­mung seine fühler in diese richtung aus­ge­streckt.

ich finde es besser mit gutem oder besserem beispiel vor­an­zu­ge­hen, als das schlechte zur kennt­lich­ma­chung zu imitieren. über­tra­gen, aber nicht begrenzt auf bei­spiels­wei­se hun­de­er­zie­hung wäre das: statt zu­rück­zu­bel­len entspannt und prag­ma­tisch zu bleiben, einfühlen statt do­mi­nie­ren, sou­ve­rä­ni­tät statt chau­vi­nis­mus, sog statt druck.




Clarkson's Farm (S05E03) gesehen

das war tat­säch­lich fas­zi­nie­rend, jeremy clarkson und kaleb fahren in die nie­der­lan­de um sich die zukunft der land­wirt­schaft anzusehen. und die milchfarm im hafen mit einem nahzu genullten öko­lo­gi­schen fuss­ab­druck war schwer be­ein­dru­ckend. genau wie der kartoffel-bauer an der bel­gi­schen grenze. irre.




"Folgt man diesen Zahlen, treibt KI den Kli­ma­wan­del zwar voran, al­ler­dings ver­mut­lich weniger als andere Bereiche. Kli­ma­an­la­gen allein könnten bis zum Jahr 2030 einer Prognose zufolge das Vielfache an Strom ver­schlin­gen, den alle KI-Re­chen­zen­tren zusammen benötigen. Der En­er­gie­ver­brauch von KI-Re­chen­zen­tren sei »ge­gen­wär­tig nicht das dominante Kli­ma­pro­blem«, sagt Wolfgang Maaß, Wirt­schafts­in­for­ma­ti­ker am Deutschen For­schungs­zen­trum für künst­li­che In­tel­li­genz, dem Science Media Center. Die po­li­ti­sche Auf­merk­sam­keit darauf zu legen, könne »Res­sour­cen von drin­gen­de­ren De­kar­bo­ni­sie­rungs­auf­ga­ben ablenken«.