Füßchen – Schmetterlinge

Eine Mutter liebt einfach alles an ihrem Kind.

Es ist so sonderbar..von den Fingerspitzen bis hin zum kleinen Zeh… – alles ist besonders, heilig und kostbar. Kleine Füße, die Handflächen, das Köpfchen mit zersausten Haaren – ein unermüdlicher Drang das alles mit Küssen zu bedecken, tief in sich einzuatmen und für immer in Erinnerung zu behalten [und das mehrmals am Tag]

Und diese unerschöpfliche Dankbarkeit dafür, daß ich diesen zwei wundervollen Wesen das Leben schenken durfte, endet nie [auch an ganz schwierigen Tagen]

Und die Wünsche, beste Wünsche, ehrlichste Wünsche, sehnlichste Wünsche, die meine Kinder mit auf den Weg, Ihren Lebensweg, bekommen sollten. Es gibt so viele Wünsche an meine beiden Schmetterlinge.

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Gemalt mit Aquarell und Kinderfüßen. Die Große hat mit Hingabe die strampelnde Füßchen Ihrer kleinen Schwester mit Farbe ausgemalt.

Mutter sein

Was bedeutet es eine Mutter zu sein?

Diese Frage kann jede Mutter für sich tausend mal beantworten. Hier ist meine kleine Liste für alle Nicht-Mütter und die, die es noch werden wollen. Aber auch für alle andere Mütter, die diese Augenblicke nachempfinden können.

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Bevor ich eine Mutter wurde…

  • …schlief ich durch
  • …wohnte in einem aufgeräumten Haus, stolperte nie über herum liegendes Spielzeug
  • …konnte kein einziges Schlaflied auswendig
  • …es war mir egal, ob meine Zimmerpflanzen giftig sind oder nicht
  • …konnte über meine Zeit selbst verfügen
  • …niemand hat auf mich gespuckt, gepiselt, gebrochen u. ä.
  • …nie haben mich die großen Augen voller Tränen selbst zum Weinen gebracht
  • …nie erstarrte ich so vor Glück, als meine Kinder zum ersten Mal lächelten
  • …nie saß ich in der Nacht mit dem Kind im Arm und bewachte sein Schlaf
  • …nie hielt ich in den Armen ein schlafendes Wesen und wollte es nicht ins Bettchen legen, weil ich mich von ihm nicht lösen wollte
  • …nie hätte ich gedacht, dass so etwas Kleines so eine große Bedeutung in meinem Leben haben wird
  • …ich wusste nicht, wie glücklich es macht, das eigene hungrige Wesen zu stillen
  • …dieses besondere Gefühl der Einheit von Mama und Kind war mir gänzlich unbekannt
  • …war mir meines Selbst nie so wichtig gewesen – denn niemand ich so wichtig für mein Kind wie ich selbst
  • …waren diese besondere Empfindungen wie Freude und Liebe zu eigenen Kindern, Verwunderung und Zufriedenheit über die Entwicklung der eigenen Kinder, aber auch Sorgen und Schmerzen völlig unbekannt
  • …nie glaubte ich, dass ich mich mit so vielen Gedanken und Sorgen auseinander setzten würde…

bevor ich eine Mutter war.