Schon der Titel führt aufs Glatteis: „Dornhelm. Roman einer Biografie“ heißt das neue Buch von Michael Köhlmeier und ist dabei eigentlich ein durchgängiger Dialog, ein wechselseitiges Zuhören, Widersprechen und einander ins Wort Fallen zweier Freunde, die sich vor 40 Jahren in L.A. kennenlernten.
Es ist die existenzielle Funktion des Erzählens als „Überlebensprinzip“, die im Interview mit Judith Hoffmann zur Sprache kommt.
Was Gewalt gegen Frauen angeht, liegt Österreich EU-weit im traurigen Spitzenfeld und die COVID-19-Pandemie hat die Problematik weiter zugespitzt. Natürlich ist Gewalt gegen Frauen kein neues Phänomen aber nicht immer gab es Hilfe für diese Frauen. Geändert hat sich das in Österreich 1978, als das erste Frauenhaus Österreichs gegründet wurde. Andrea Brem hat viele Frauenhäuser in Wien mit aufgebaut. Von 2001 bis 2024 war Andrea Brem Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser. 2013 gründen die Wiener Frauenhäuser, das Frauenhaus in Graz und das Haus der Frau in St. Pölten den Zusammenschluss österreichischer Frauenhäuser, mit Andrea Brem als Vorsitzende.
Wie man sich gegen alle Widerstände durchsetzt. Helga Kromp-Kolb war ab den 1970er Jahren Österreichs erste Klimawandelforscherin – und das noch zu einer Zeit, als von der „Klimakrise“ und dem Klimawandel medial und gesellschaftlich keine Rede war: Von 1986 bis 1995 leitet sie die Abteilung „Umweltmeteorologie“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Und an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik baut sie die gleichnamige Abteilung auf. Ab 1995 war Helga Kromp-Kolb Universitätsprofessorin an der Universität für Bodenkultur – damals lag der Anteil der Professorinnen an den Universitäten bei knapp 4 Prozent.
In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!Gestaltung: Alexandra Augustin.
Die „Sinnzentrierte Psychotherapie“, auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Sie geht davon aus, dass der Mensch von Natur aus nach Sinn strebt und dass das Fehlen von Sinn zu psychischen Problemen führen kann. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Sie spezialisierte sich vor allem auf die praktische Anwendung und Weiterentwicklung der von Frankl begründeten sinnzentrierten Psychotherapie. Elisabeth Lukas Archiv
Die „Sinnzentrierte Psychotherapie“, auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Sie spezialisierte sich vor allem auf die praktische Anwendung und Weiterentwicklung der von Frankl begründeten sinnzentrierten Psychotherapie. In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Wolfgang Pauli, geboren 1900 in Wien, gilt als einer der einflussreichsten Physiker des 20. Jahrhunderts. Für sein vor 100 Jahren publiziertes Auschliessungsprinzip, das die Stabilität der Materie und das Periodensystem der chemischen Elemente erklären konnte, erhielt er 1945 den Physiknobelpreis. Legendär sind Paulis scharfzüngigen Kommentare und die vielen Anekdoten, die sein Leben umranken. Pauli, den man „das Gewissen der Physik“ nannte, hatte aber auch weniger bekannte Züge. Zum Beispiel setzte er sich für Kollegen ein, die von den Nazis und Stalinisten verfolgt wurden, und er notierte über 1000 Träume, die er gemeinsam mit dem Zürcher Tiefenpsychologen C.G. Jung analysierte. Ein Studiogespräch mit dem Physiker Gerhard Ecker über das facettenreiche Leben Paulis.
Moderation: Armin Stadler. – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 09. 2025.
Der Norweger Jon Fosse ist einer der großen Mystiker der europäischen Gegenwartsliteratur. Für seine ‚innovativen Theaterstücke und Prosa, die dem Unsagbaren eine Stimme geben‘ wird er am 10. Dezember mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien in deutscher Übersetzung sein ausgreifendes Romanprojekt „Heptalogie“. Darin beschreibt er auf hypnotische Weise die inneren Bilder eines Malers, der nach dem Tod seiner Frau allein an der Westküste Norwegens lebt und in seinen Gemälden ein göttliches Leuchten zum Vorschein bringt.
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn? Till Köppel spricht mit der Theologin Isabella Guanzini
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
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