Die AstronautenSteven Swanson(USA/NASA) und Richard Mastracchio (USA/NASA) beendeten einen kurzen Weltraumspaziergang, der das Ziel hatte, einen fehlerhaften Multiplexer/Demultiplexer (MDM) Sicherungscomputer zu ersetzen. Sie begannendieWiederunterDrucksetzung der “Quest”-Luftschleuse um 11:32 a.m. EDT (17:32 Uhr MESZ), was das Ende des Außenbordeinsatzes bedeutete. DerSicherungscomputer war am 11. Aprilnach einemRoutine–Gesundheits-CheckdurchdasMissionskontrollzentrum im Lyndon B. Johnson Space Center in Houston ausgefallen. Während der primäreComputerweiterhineinwandfreiarbeitete, ordneten NASA-Manager den Reparaturweltraumspaziergang am Mittwoch an, umRedundanz der kritischen Systemezu gewährleisten. Der Computerausfallwar keineGefahr für diesechsCrew-Mitgliederan Bord derRaumstation. Das Duoarbeitete amSteuerbord 0 Gittersegment, wo sich der Sicherungs-MDM befindet. Das Segment befindet sich oberhalb des“Destiny”-Labors und bildetdas Zentrum der tragenden Gitterstruktur oder Rückgrat der ISS. DerMDMliefertTelemetrieund Befehle zu den Segment-Systemen, zu den Solar Alpha Rotary Joints (SARJ – ein Drehgelenk, das die Aufgabe hat, die Solarpaneele stets genau der Sonne nachzuführen, um eine bestmögliche Energiegewinnung zu gewährleisten) und zum Mobilen Transporter (MT), der auf Schienen entlang der Gitterstruktur fährt. SwansonundMastracchioinstallierten ein Ersatz–MDM, das innerhalb des „Destiny“-Labors untergebracht war, seit es im April 2001an Bord der US-Raumfähre“Endeavour” zur ISS geliefert wurde.Sie entferntendas ausgefalleneMDMvon der S0-Struktur, wo es sich befand, seit im April 2002 das Gittersegment mit dem MDM, das bereits drin war, ins Allgeliefert wurde. Die Stationbeherbergt45MDMs, 24 innen und21außen. Manager der Station und des US-Unternehmens SpaceX entschieden, daß der Computer-Ausfall keine Auswirkungen auf die Ankunft des ”Dragon”–Raumschiffs der SpaceX CRS-3-Mission haben würde. Nacheiner Ingenieurs-Überprüfung der ISS-Systeme wurdefestgestellt, daß die Station genugRedundanz hatte für den Beginn der SpaceX-3-Mission, die am Freitagnachmittagan Bord einerFalcon-9-Rakete gestartet war. Ein paarStunden früherdockte das Progress M-21M-Versorgungsschiff vom “Swesda”-Modul ab. Etwa 311 Meilen von der Station entfernt werden russische Missionskontrolleure sein aktualisiertes Kurs Rendezvous-System testen. Progress wird am Freitag um 8:15 a.m. (14:15 Uhr MESZ) wieder an „Swesda“ andocken, nachdem dieKurs-Testsabgeschlossen sind.
Der Arkansas River (ein 2333 Kilometer langer Nebenfluss des Mississippi in den Vereinigten Staaten von Amerika) ist zu sehen. Er entspringt in der Sawatch Range der Rocky Mountains auf etwa 4260 m Höhe nahe der Kleinstadt Leadville im zentralen Colorado – rund 130 Kilometer südwestlich von Denver. Er fließt in östliche Richtung durch die Great Plains, passiert unter anderem Pueblo, Wichita, Tulsa und Little Rock, um dann schließlich an der Staatsgrenze zum US-BundesstaatMississippi in den gleichnamigen Fluss zu münden. Auf dem Weg von den Rocky Mountains hinab in die Hochebenen der Great Plains entwickelt sich der Arkansas River durch felsige Flussböden und auf Grund des starken Gefälles zu einem reißenden Fluss, der viele tiefe Schluchten passiert. Eine dieser Schluchten ist westlich von Cañon City die Royal Gorge („Königliche Schlucht“) mit der Royal Gorge Bridge – der mit über 300 Metern Höhe höchsten Hängebrücke der Welt. Im Osten Colorados befindet sich nahe Las Animas mit dem John Martin Reservoir die bedeutendste Talsperre des Arkansas River, die den stark unterschiedlichen Strömungen des Flusses entgegenwirken und somit regelmäßige Überschwemmungen verhindern soll. In Kansas entwickelt sich der Arkansas River schließlich mehr und mehr zu einem ruhigen Strom, dem in den Tälern nahe der Stadt Tulsa der Canadian River zufließt und der sich schließlich durch die Bergketten Boston Mountains und Ouachita Mountains seinen Weg zum Mississippi bahnt. Der Fluss, dessen Einzugsgebiet 435.122 Quadratkilometer umfasst, ist auf 1046 Kilometer Länge schiffbar, bis zur Mündung des Verdigris River unterhalb Tulsa. Der Verdigris River ist noch einige Kilometer bis Catoosa schiffbar, wo jener US-Binnenhafen mit der größten Meeresentfernung liegt.
Aus einer Entfernung von 400 Kilometer (250 Meilen) über der Erdoberfläche sind von der Internationalen Raumstation (ISS) aus die Bögen der dunklen Mäanderseen zu sehen. Dieses Foto zeigt die Stelle, wo der Arkansas River eintritt in die weiten Niederungen der Mississippi-Auen. Vonnatürlichen Talwändenuneingeschränktwar derArkansaseinmalfrei, sich inden Auen zu bewegen und das meiste derauf dem Bild gezeigtenLandoberflächewar irgendwann einmal Teildes Flusses. DieMäanderseen zeigen die Positionen der vorherigen Flussläufezu unterschiedlichen Zeitpunktenin der Vergangenheit.Mäanderwandernständig, ein Verhalten, das auchenthüllt wird, durch die aufeinanderfolgendenPositionen derDeiche, die als feine Linien erscheinen und alteFlussufer repräsentieren. Der Flusswird heute kontrolliert, umeine solche Bewegung, die Brückenwiderlager (wie jenesder Autobahn unten rechts) unterhöhlen kann, zu verhindern. VieleSchleusenentlang des Flusseserlauben auchBinnenschiff-Verkehr so weitlandeinwärtsbis Tulsa/Oklahomazu betreiben. (Eine solcheSchleuseliegt direkt an derunteren rechten Ecke desBildes). Diekurvenreichen Straßender Vorstadt Little Rock/Arkansas erscheinen aufderlinken Seite des Bildes, während U.S. Highway 40unter einemFleckhoherWolken die Szene kreuzt.
Der Schiwelutsch (ein Stratovulkan auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen OstenRusslands, etwa 50 Kilometer nordöstlich des Dorfes Kljutschi) ist zu sehen. Es handelt sich um den nördlichsten der aktiven Vulkane der Halbinsel. Dieses Bild wurde von Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS) etwa amVormittagam oder um den 21. März 2007 aufgenommen. Es zeigt eineDampfwolke, die wahrscheinlichgeringe Mengen anAscheenthält, die westwärtsvom Gipfeldes Vulkans geweht werden. Die Astronautenwaren überder Südspitzeder russischenHalbinsel Kamtschatka mit einem klarenBlick auf den Vulkanetwa 5Grad nördlich der Bahn der ISS.Die Südflankedes Vulkans, deutlich sichtbarin diesemnordöstlichgerichtetenBlick, istdominiertvon einerhufeisenförmigen Caldera (Krater), die sich gebildet hat während einer Eruptionim spätenPleistozän (derletztenEiszeit, der geologischen Zeitperiode, die vor rund 10.000 Jahren endete. Die Calderawurde anschließenddurch zusätzlicheAscheablagerungenbedeckt, und ist in diesem Bilddurch denumliegenden Schneehervorgehoben. DerGipfel des Schiwelutsch istschneefrei, er hat seine brauneFarbe durchfreiliegendeFelsenundAscheablagerungen.Die relativglatteLandschaft im Süden ist im Gegensatz zu dengroßen, steilenTälernam Nordhangdes Vulkans. Niedrige Wolkenwickeln sich umden östlichen Teildes Berges und verschleiern die tieferen Lagen.