Dakar 2026

Dieses Jahr konnte ich die Dakar aus manigfaltigen Gründen nicht live verfolgen, sondern nur einmal kurz morgens in die laufende Etappe gucken und später dann „nacherleben“ was auf der Etappe geschah. Es war eine solide Rally aus meiner Sicht, bis dann auf der letzten Etappe, nach dem letzen WP, auf den letzten 7 Kilometern, dem Führenden und – aus meiner Sicht zu diesem Zeitpunkt so klaren Favoriten, dass ich ihn fast schon vorher zu Sieger erklärt hätte – ein Navigationsfehler passierte.

2 Sekunden!

Normalerweise wird eine Überschrift nicht mit einem Satzzeichen beendet, aber dieses Ergebnis verdient ein Ausrufezeichen. Nach fast 5.000 gezeiteten Kilometern und rund 8.000 Kilometern insgesamt, mit 49 Stunden und 41 Sekunden Fahrzeit, gewinnt Luciano Benavides (077 KTM) die Rally Dakar mit 2 Sekunden Vorsprung von Ricky Brabec (009 Honda). 176.441 Sekunden hat der Sieger gebraucht, Ricky war 0,0011 % langsamer. Zum Vergleich: In Mugello 2016 war Lorenzo 0,019 Sekunden schneller als Marquez, der war 0,0008 % langsamer. Mit diesen Zahlenspielen könnte man weiter machen und ausrechnen, wie viel Meter Vorsprung es auf dem Zielstrich, bei einer Durchschnittsgeschwindikeit von deutlich über 100 km/h, waren und so weiter.
Am Ende waren es zwei klitzekleine Sekunden.
Am Ende wird jeder tausend Situationen auf dieser Rally finden, in denen Ricky 3 oder mehr Sekunden verloren hat; als er von einer Kamelherde eingebremst wurde oder in den Etappen, an denen er aus taktischen Gründen kurz vor dem ASS gebremst und absichtlich Sekunden verloren hat, oder an den Stellen, an denen er lieber etwas vorsichtiger war, als er hätte sein müssen oder oder oder.
Was auch immer in den Etappen vorher geschehen ist, Luciano ist mit 3 Minuten 20 Sekunden Rückstand in die letzte Etappe gestartet, 3 Minuten Ortszeit nach Ricky. Er hat ihn auf der Strecke überholt und ist mit 2 Sekunden Vorsprung auf der Rennuhr ins Ziel gekommen. 2 Sekunden!

KTM gegen Honda

KTM ist mit 3 Werksfahrern in die Dakar gestartet, Chucky Sanders als dominanter Vorjahressieger und ebenso dominanter Weltmeister mit der Nummer 1 war, zumindest für mich, der klare Favorit und der Mann, den es zu schlagen galt. An seiner Seite startete Luciano mit der Nummer 77, immer schnell genug, um auf den Etappen vorne mitzufahren und ein potentieller Fahrer für taktische KTM-Spielchen, wenn es denn nötig wird. Der Dritte und Junior der Runde ist Edgar Canet, verdammt schnell und der jüngste Etappensieger der Dakar, mit dem Potential ein künftiger Superstar zu werden. Seine Aufgabe war vor allen Dingen zu lernen.
Honda startete mit vier Fahrern. Ricky Brabec mit der Nummer 9 hat die Dakar bereits zweimal gewonnen und war der Honda-Favorit in meinen Augen. Adrian van Beveren, Nummer 42, Spezialist für Sand und Dünen, mehrfacher Etappen-Sieger und mit genug Erfahrung, auf jeden Fall ein Kandidat für das Podium der Rally, Skyler Howes, Nummer 10, in der Vergangenheit bereits Dritter der Dakar, aber noch ohne Etappensieg (den hat er dieses Jahr geholt) und Tosha Shareina, Nummer 68, letztes Jahr Zweiter und der einzige, der Chucky im letzten Jahr bei einer Rally schlagen konnte, waren die weiteren Fahrer.
Bei diesem Aufgebot war mir klar, dass der Gesamtsieger aus einem der beiden Teams kommen würde, selbst wenn man alle unmöglichen Ereignise und Geschehnisse, die die Dakar ausmachen, Glück und Pech der einzelnen Fahrer, mit in Betracht zog, mehr als minimale Aussenseiterchancen würden Nacho Cornecho (Nummer 11) und Ross Branch (Nummer 46) auf ihren Heros im Gesamtklassement nicht haben, selbst wenn beide immer für einen Etappensieg gut sind. Andere Fahrer meiner Meinung nach sowieso nicht, egal ob auf Sherco, Kove oder Hoto unterwegs.

Und so war es dann auch

Die Dakar hat sich dann so entwickelt, wie ich es erwartet habe. Edgar zeigt von Anfang an seinen Speed, gewinnt den Prolog und die erste Etappe, aber bereits auf der zweiten übernimmt Chucky die Gesamtführung, gibt sie auf der vierten an Ricky ab und ab da ist klar, dass diese beiden um den Gesamtsieg kämpfen werden. Chucky setzt auf die Strategie, mit der er im letzten Jahr gewonnen hat: Vollgas auf jeder Etappe, Bonuszeiten einsammeln und immer so schnell wie möglich ins Ziel kommen.
Ricky setzt auf eine andere Strategie: Er sammelt auch gerne Bonuszeiten ein, nimmt auf dem letzten Teilstück der Etappen jedoch Gas raus, um Plätze auf der Etappenplatzierung zu verlieren. Warum? Um die Dakar zu gewinnen muss man die kürzeste Fahrtzeit insgesamt haben. Etappensiege sind für den Gesamtsieg nicht wichtig. Die Platzierung auf der Etappe bestimmt jedoch die Startreihenfolge für den nächsten Tag. Der Sieger startet als erster, 3 Minuten später der Zweite, drei Minuten später der Dritte usw. Als Erster zu starten ist ein Nachteil, denn die Dakar gewinnt nicht der schnellste Fahrer, sondern der schnellste Navigator. Und wer später startet hat mehr Spuren, denen er folgen kann, für den ist die Navigation leichter. Aus diesem Grund bekommt derjenige, der auf der Strecke als Erster fährt auch Zeit wieder gutgeschrieben, eine Sekunde pro Kilometer. Wenn derjenige, der als Zweiter, 180 Sekunden nach dem Ersten gestartete, diesen nach 180 Kilometern einholt, liegen beide in der Zeit gleichauf.
Der Zeitbonus geht an alle, die innerhalb von 15 Sekunden an der Spitze fahren. Das eröffnet Platz für taktische Varianten.
Luciano gewinnt Etappe 5 und liegt im GK auf Platz Drei 5m55s hinter dem führenden Chucky, auf Platz Zwei folgt Ricky (+2m02s), der Viertplatzierte Tosha liegt schon deutlicher zurück, 11m59s. Beide Favoritenteams haben noch zwei Fahrer im Rennen um den Gesamtsieg.
Nach der 8. Etappe liegt Tosha gereits über 20 Minuten zurück. Luciano führt, 10 Sekunden dahinter Chucky, Ricky 4m47s zurück.
Die Berichterstattung fokussiert sich auf das Duell Chucky gegen Ricky, der schnelle Australier gegen den gewieften Amerikaner, wobei Chucky noch der Vorteil zugesprochen wird, dass er mit Luciano einen schnellen Unterstützungsfahrer hat. Zwei KTM gegen eine Honda.

Aber dann: Etappe 10

Auf der zehnten Etappe stürzt Chucky und verletzt sich; gebrochenes Schlüsselbein und gebrochenes Brustbein, wird gemeldet. Oder wie Chucky es ausdrückte: „Ab jetzt kann ich nur noch mit einem Arm fahren und nicht mehr angreifen, sondern nur noch auf ankommen fahren“ (kein wörtliches Zitat).
Er verliert an diesem Tag 25 Minuten, ist sogar langsamer als Benji Melot, der schnellste Malle Moto Fahrer auf dieser Etappe. Chucky wird 16. an dem Tag. Natürlich fährt er die Rally noch zu Ende, verliert in Etappe 11 über zehn Minuten auf den Sieger, Skyler, über sechs auf Luciano und und fünfeinhalb auf Ricky. Auf der nächsten Etappe verliert er über 35 Minuten auf Sieger Ricky und auf der letzten, nur 105 km kurzen Etappe, noch einmal 8m10s auf den Etappensieger Edgar Canet. Er war auf diesen Etappen wieder schneller als die schnellste Malle Moto und beendet die Dakar auf Platz 5, mit 1h03m15 Rückstand auf den Sieger.
Meine Empfehlung: Nicht zu Hause nachmachen.

Das Duell um den Sieg, Viertelfinale

Die Zehnte Etappe gewinnt Adrian, Ricky wird Zweiter, Luciano Dritter. Im GK hat Ricky 56 Sekunden Vorsprung auf auf den KTM-Fahrer. Mit Tosha steht eine zweite Honda auf dem virtuellen Podium, 15m43s zurück und in Lauerstellung. Es sind noch zwei lange Etappen bis zum Ziel und die kurze Finalrunde. Mit dem Rückstand ist Tosha noch nicht ganz raus aus dem Kampf um den Sieg, muss aber realistischer Weise auf Fehler oder Probleme der vor ihm Platzierten hoffen. Ab jetzt heißt es, zwei Honda gegen eine KTM im GK. Aber das ist nur Theorie, denn die Startreihenfolge der Etappen bestimmt, welche taktischen Möglichkeiten es gibt, wie viele Honda gegen wie viele KTM. Etappe 11 wir so gestartet: Adrian (Honda), Ricky (Honda), Luciano (KTM), Vorteil Honda.
In den Medien wurde immer wieder erzählt, dass bei Honda mit Teamorder gefahren wird und bei KTM nicht. Ob das stimmt? Keine Ahnung. Eine mögliche Teamorder wäre gewesen: Adrian, warte auf Ricky und dann fahrt ihr zusammen die Etappe von vorne, so kann Ricky Bonuszeiten einsammeln. Das geschah jedoch nicht, Adrian sammelt jede einzelne Bonussekunde selber ein und wir am Ende Zweiter der Etappe, Skyler gewinnt. Auch das könnte eine Teamorder gewesen sein. Gebt alles, damit Honda die schwere Etappe 12 eröffnet. Luciano wird Vierter +3m37s und Ricky Sechster +4m56s, wobei er auf dem letzten Abschnitt wieder ordentlich Zeit (7m30s) verloren hat. Auf dieser Etappe hat er bei km 241 seinen Teamkollegen eingeholt und zusammen mit Adrian Bonuszeiten gesammelt, lag bei km 319 in der Etappenwertung auf Platz 3 (und wäre damit vor Luciano in die 12. Etappe gestartet).

Die vorletzte Etappe, Halbfinale

Alles spricht für Ricky, er startet die vorletzte Etappe, eine bei der besonders schwere Navigation erwartet wird, auf dem optimalen Startplatz 6. Luciano startet als vierter, 6 Minuten vor ihm. Durch den Zeitverlust am Ende der vorherigen Etappe hat Luciano jetzt 23 Sekunden Vorsprung im GK. Die Startreihenfolge: Skyler (Honda), Adrian (Honda), Edgar (KTM), Luciano (KTM), Tosha (Honda), Ricky (Honda) eröffnet Honda viele stratgische Möglichkeiten. Im Ziel sagt Adrian im Interview: „Ich bin mein Rennen gefahren und wollte alles tun, um nicht in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen. Das sollen Ricky und Luciano unter sich ausmachen“ (nicht wörtlich).
Bei Kilometer 94 fahren Skyler und Adrian zusammen vorne, eröffnen die Etappe, legen Spuren für die nachfolgenden und sammeln Bonuszeit. Bei km184 schließt Luciano auf, ab hier eröffnen sie die Etappe zu dritt, sammeln zu dritt Bonuszeit ein, verlieren zu dritt Zeit bei der Navigation, weil sie keinen Spuren folgen können.
Ricky gewinnt die Etappe, hat also seinen taktisch erarbeiteten vorteilhaften Startplatz optimal genutz. Luciano wird Zweiter mit 3m43 Rückstand, trotz 2m05 Bonuszeit. Damit wird Ricky als Erster in die kurze finale Etappe starten.

Das Finale: 105 kurze Kilometer auf der letzten Etappe

Früher war es so, dass die letzte Etappe in umgekehrter Reihenfolge des GK gestartet wurde, dann wäre Ricky als Letzter auf die Strecke gegangen. Jetzt, wo es Bonuszeiten für den Ersten auf der Piste gibt, ist es anders. Es wird nach der Platzierung der vorherigen Etappe gestartet, Ricky eröffnet die Piste. Er hat bereits jetzt über 3 Minuten Vorsprung, 3m20s um genau zu sein. Selbst wenn Luciano ihn auf der Strecke überholt, macht er nur 3 Minuten gut. Luciano muss ihn also nicht nur überholen sondern auch noch einen ordentlichen Vorsprung auf ihn herausfahren, 20 Sekunden plus eine Sekunde für jeden Kilometer, den Ricky vor ihm auf der Strecke hergefahren ist. Tosha, der Drittplatzierte, liegt 27m51s zurück und ist keine realistische Gefahr für Ricky. Um seine dritte Dakar zu gewinnen muss Ricky nur eines tun: Irgendwo auf der Strecke auf Luciano warten und dann an seinem Hinterrad bleiben. Je später er wartet, umso mehr Bonuszeit hat er bereits auf seinem Konto, umso sicherer ist sein Sieg.
Luciano kann nur eines machen: Volle Attacke oder sich mit Platz 2 zufrieden geben. Luciano entscheidet sich für volle Attacke.
Ricky entscheidet sich für volle Attacke, will die Dakar nicht auf die leichte Art gewinnen, sondern von vorne. Das funktioniert auch bis Kilometer 98,4, dort biegt Ricky falsch ab und Luciano fährt richtig.
Im Ziel ist Luciano dann 2 Sekunden schneller, Ricky hat verloren, wird Zweiter.

Abspann

  • Ich habe oben unterschlagen, dass Etappe 10 der zweite Teil der zweiten Marathon war.
  • Natürlich habe ich keine KI um Hilfe beim Schreiben gebeten, wie immer.
    Bilder zum Rennen gibt es im Internet.
  • Auf der siebten Etappe hat Chcuky vermutlich die gleiche Taktik wie Ricky probiert und sich auf dem letzten Teilstück der Etappe eingebremst, um eine bessere Startposition zu bekommen.
  • Warum Ricky und chucky auf den jeweiligen Etappen wirklich Zeit veroren haben, werden sie vermutlich nie verraten.
  • Obwohl, auf Etappe 11 hat Ricky im Ziel gesagt, dass er „taktisch gefahren sei“.
AvBev zeigt die Stelle im roadbook ander Ricky falsch gefahren ist.
Adrian zeigt die Stelle im Roadbook an der Ricky falsch gefahren ist. Mit der Info wurde der Screenshot des französischen TV-Beitrags jedenfalls in Adventure Rider Forum geteilt.

Motorradsaison 2026 eröffnet

Ich habe gestern mein Mopped-Jahr 2026 eröffnet. Dazu bin ich aus meiner Ruhrpott-Heimat zu meinem bayerischen Wohnort gefahren: 541 km, hauptsächlich Autobahn.

Temperaturen

Bei der Abfahrt zeigte das Thermometer des #LuxusLuders 1° und dazu blinkte eine lustige Schneeflocke im Display (das tut sie immer ab 2,5°, nicht wie im PKW ab 4°). Am Ziel war es dann 0°, die höchste Temperatur unterwegs waren 7,5°.
Alles absolut machbar mit der großen Verkleidung, Heizgriffen und einem beheitzen Sitzplatz. Zum Anwärmen von Griff und Sitz habe ich beides auf zwei gestellt und dann während der Fahrt auf eins oder gar Null heruntergeregelt.
Die neue Jucar-Kombi von Polo (in etwa das Gleiche wie meine Kombi von Reusch, die inzwischen über 400.000 km gelaufen ist und ein wenig altersschwach wird) machte einen super Job, Schneeregen und Kälte blieben draußen.

Andere Verkehrsteilnehmer

Ich habe keinen anderen Zweiradfahrer erspäht, abgesehen von einer GS-Trailer-Queen, die mir entgegen kam. Auf der A44, komplett frei geräumt und gesalzen, bis auf die Rastplätze, wurde mir zweimal ein Daumen hoch gezeigt, ein Fahrer hat sogar extra das Fenster heruntergelassen und seinen Arm herausgestreckt. Ansonsten waren die meisten sehr rücksichtvoll und fast alle Autodächer waren schneefrei.
Nachdem ich vor der Abfahrt eine Kanne Tee getrunken hatte, wusste ich, dass ich vermutlich mindestens einmal für einen TD anhalten musste. Natürlich war der der Druck am größten, als eine Tankstelle am weitestesn war und so musste ich einen Rastplatz mit Edelstahl WC ansteuern. Der Verzögerungsstreifen war geräumt, die Raste nicht. Ein Klo-Gang und ich musste zweimal je einem Autofahrer versichern, dass es wirklich nicht kalt ist.
Hinter Kassel hörte der Winter auf, zumindest bis ca. 60 km vor heimischen Tonne. Hier war alles wie immer, inklusive nicht guckenden PKW, beim Spurwechsel.

Schnee und anderes Gedöns

Für den Großteil der Strecke war der Asphalt frei von Schnee, aber gut gesalzen. Ein einsames Gepäckstück lag auf der A4 auf dem Seitenstreifen. Da würde mich schon interessieren, wie es dorthin kam. Ist es von einem Dachgepäckträger gefallen, aus dem mit Spanngummi offen-geschlossenen, übervollen Kofferraum abgehauen oder hat es jemand dort vergessen, der seinen Kofferraum halb auspacken musste um an das tief vergrabene wichtige Gepäck (Kuscheltier, Ladekabel, Ersatzrad) zu kommen?
Wie oben bereits erwähnt, wurden die Straßenverhältnisse schlechter, als ich schon kurz vor dem Ziel war. Es begann mit vereinzelten Schneeverwehungen, die es bis auf die Fahrbahn geschafft haben. Kein Problem sie zum umfahren oder auch darüber zu rollen.
Dann begann der Schneefall und die Sicht wurde schlechter. Der Höhepunkt war eine geschlossene Schneedecke auf der Überholspur und zwei freigefahrene Reifenspuren auf dem Fahrstreifen. Für mich war damit Überholverbot und ich musste 40 km hinter einem PKW herfahren, der nicht schneller als 60 fahren wollte. Ich hatte kurz überlegt, ob ich nicht besser von der Autobahn herunter fahre und auf den Schneepflug warte, aber die Aus-und Abfahrten waren nicht geräumt und auf dem freien Asphalt rutschte nichts und auch die Traktionskomtrolle musste nicht eingreifen. Also fuhr ich weiter, und überholte den dichten Schneefall, der gegen Ende immer weniger wurde. Meine Abfahrt war sogar geräumt, alles Richtig gemacht.

Der letzte Kilometer

Auch hinter der Ausfahrt war die Straße frei bis zum zweiten Kreisverkehr. Ab da lag Schnee und es ging bergauf. Der Hinterreifen der BMW drehte durch, der Vortrieb wurde durch die Traktionskontrolle noch weiter reduziert. Ab hier könnte ich das Mopped stehen lassen, das wichtige Gepäck mitnehmen, zu Fuß nach Hause und warten, bis die Straßen geräumt sind, was hier nur eine Frage von wenigen Stunden ist. Dann kann ich das Mopped schnell holen. Ich überlege. Ein Spaziergänger hält an fragt, wie weit ich noch muss und schon gefahren bin, wünscht mir, dass ich heile nach oben komme und geht weiter seines Weges auf dem bereits geräumten Gehweg. Ha! Da kann ich auch fahren und komme so bis zur nächsten Kreuzung, hier wird der Berg steiler und ich muss die Richtung wechseln. Weiter geht’s. Vor den Wohnhäusern ist geräumt, vor Kindergarten, Schulen und Schwimmbad aber noch nicht. Ich bleibe auf dem Gehweg, solange es wenigstens ein bisschen weiter geht. Nicht weil ich muss, aber der Ehrgeiz ist geweckt, jetzt will ich bis zur Garage kommen.
Ich überlege noch, ob ich vom Gehweg zurück auf die Straße wechsel, ob es dort vielleicht weniger glatt ist, da kommt der örtliche Räumdienst um die Ecke. Nicht der für die Straße, sondern der für die Geh- und Radwege. Der sieht mich, lacht und räumt den Weg vor mir frei, macht eine einladende Geste in meine Richtung und fährt zum nächsten Einsatzort.

Angekommen

Es war die richtige Entscheidung, mit dem #Luxusluder bis zur Garage zu fahren. Denn als ich über den verschneiten Platz mit Gepäck zur Haustür laufe, rutsche ich aus falle hin. Und hier geht es nichtmal bergauf. Wer weiß was passiert wäre, hätte ich das Mopped unten gelassen und mit dem Gepäck zu Fuß den ganzen Berg hoch gelaufen wäre …

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Abspann

  • Die KI habe ich im Schnee abgehängt und den Text alleine geschrieben
  • Ich fahre wirklich gerne im Schnee, aber mit der #Hippe und ohne PKW um mich herum ist es besser.
  • Jetzt weiß ich, warum die Traktionskontrolle deaktivierbar ist.
  • Auch wenn ich mich zu jeder Zeit sicher und als Herr der Lage fühlte, ist es mental deutlich anstrengender, als bei Sonnenschein unterwegs zu sein.
  • Das Luxusluder wurde bereits mit drei Eimern Wasser gewaschen, um sie vom Salz zu befreien.


Das mistige Garmin

Und so beginnt es: Als ich die #Blullenschleuder gekauft hatte, war dort die Halterung für ein Navi verbaut und an das Bordnetz angeschlossen.

Das Wandernavi an der #Hippe

Ich fahre schon recht lange mit meinem Wandernavi, GPSMap 64s an der #Hippe herum. Auf dem GPSMap habe ich verschiedene OSM Karten, meistens Freizeitkarten. Als Wandernavi funktioniert das Gerät super, auf längeren Mopped-Touren kommt es jedoch an seine Grenzen. Lange Strecken, besonders solche mit vielen Kurven, Kreuzungen oder Abbiegungen, kann es nicht navigieren. Wenn das Ziel also weiter weg ist, findet es keine Routen mehr, da muss ich dann einen Zwischenpunkt finden, der nicht zu weit weg ist und, dort angekommen, entweder zum Ziel oder nächsten Zwischenpunkt navigieren. So komme ich dann auch an. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, ist das kein Problem.

Wie ich Navigationsfahre

Was das GPSMAp aber kann, ist lange GPX-Tracks auf der Karte anzeigen. Wenn ich also eine längere Strecke plane, erstelle ich am Rechner einen GPX-Track und exportiere ihn auf mein Wandernavi. Auf dem Mopped folge ich dann dem Strich auf der Karte, in etwa so wie früher, als ich Strecken auf der Papier-Karte markiert hatte. Mit einigen Vorteilen:
+ Ich kann in die Karte hineinzoomen, wenn es unübersichtlich wird.
+ Ich kann hinauszoomen, wenn ich eine Übersicht brauche
+ Wenn sich ein Teilstück als unfahrbar oder langweilig herausstellt, kann ich mich zu einer anderen Stelle des Tracks navigieren lassen ohne groß auf der Karte nach einem Weg zu suchen.
+ Wenn ich den Track in der geplanten Richtung fahre, kann mit das GPSMAP die Entfernung bis zum Ziel anzeigen (und es ist echt leicht, den Track umzukehren, wenn es denn sein muss, dann führt er zwar in Gegenrichtung durch Kreisverkehre u. ä., aber irgendwas ist ja immer).

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Was soll schon schief gehen?

Ich bin schon seit Jahren an die unintuitive (um es mal milde auszudrücken) Benutzerführung auf meinem Garmin gewöhnt und habe extra einen Windows-Computer, damit BaseCamp (ähnlich intuitiv) läuft.

Die EnteEnteGeh-KI sagt zu BaseCamp:

Garmin BaseCamp ist eine Software, die von Garmin entwickelt wurde und es den Nutzern ermöglicht, Karten, Routen, Wegpunkte und Tracks für Garmin GPS-Geräte zu erstellen, zu organisieren und zu verwalten.

Wie immer bei KI-Antworten, wird die nächste Antwort auf die gleiche Frage anders ausfallen, aber der Kern ist korrekt. Die unkorrekten Details erfahrt ihr weiter unten.
Ich habe also ein Garmin Program auf meinem PC, ein Garmin Kurzstrecken-Navi zu Hause, eine Halterung für ein anderes Garmin Navi an der #Bullenschleuder und ich hätte gerne ein Navi für lange Strecken. Was liegt also näher, als herauszufinden welches Garmin Navi an die Halterung passt und es dann zu kaufen?

Das mistige Zumo 396

Mit ein bisschen Recherche finde ich heraus, welche Garmin Geräte passen und kurz darauf entdecke ich ein Sonderangebot für ein Zumo 396, das in den Halter passen soll; gekauft, anprobiert: passt
Also es passt fast, die Halterung ist für die Hochkant-Montage des Navis eingerichet, das 396 kann aber nur horizontal genutzt werden. Keine Ahnung warum, denn in meinen Augen macht es mehr Sinn, wenn die Karte in Fahrtrichtung größer ist und nicht, dass sie mehr Landschaft an beiden Seiten zeigt. Ich jedenfalls habe die Karte immer in Fahrtrichtung ausgerichtet und das Navi zeigt meine Position immer im unteren Drittel und der seitlichen Mitte an. Im Hochformat würde so noch mehr der kommenden Strecke angezeigt werden. Geht aber nicht, also muss ich die Halterung um 90° gedreht neu montieren. Das geht. Unverständlich, aber wenn das das einzige Problem ist …
Ist es aber nicht, bei weitem nicht!

Garmin Zumo 396.

Autobahnenavigation

Erste Probefahrt, Autobahn bis Kassel. Ich kenne die Strecke, es gibt zweikommafünf verschiedene sinnvolle Wege. Das 396 schlägt die längste (Kilometer und Zeit) vor, die Nordroute, ausschließlich über Autobahn. Es gibt auch eine Südroute, die anfangs über Bundesstraßen führt und eine alternative Nordroute, die am Ende über Bundes- und Landstraßen führt. Beide sind kürzer und schneller. Schnell noch einmal die Einstellungen im Navi kontrolliert: Es soll tatsächlich die schnellste (Zeit) Route gewählt werden. Ich und Google Maps kennen eine schnellere, mal sehen wer recht hat.
Ich fahre die Nordroute, so wie Garmin sagt (Ankunft 15.00), biege dann aber auf die Strecke ab, die Maps und ich schneller finden. Runter von der Bahn, rauf auf die Bundesstraße. Anfangs will das Garmin, dass ich drehe (Ankunft 15.05), dann, dass ich über einen anderen Weg wieder auf die Autobahn zurückfahre (Ankunft 15.20). Nachdem ich fast die die Hälfte der Griesi-Abkürzung gefahren bin, sieht Garmin die Strecke auch, neue Ankunftzeit laut Navi: 14:45. Garmin hätte also von Anfang an diese Strecke vorschlagen können, denn nach eigener Berechnung ist sie schneller – und kürzer ist sie auch.
Den Test wiederhole ich mehrfach auch auf anderen Strecken.
Merke: Schnellere Zeit heißt für das Garmin immer, möglichst viele Kilometer zwischen A und B auf der Autobahn fahren, egal wie viele Kilometer Umweg das ist und wie viel mehr Zeit das in Anspruch nimmt. Mistig!

Die neue Navigation

Es gibt immer wieder Gründe, warum man anders fährt, als vom Navi berechnet. Der häufigste bei mir ist ein gesperrter Weg, egal ob Baustelle, Volksfest oder Unfall. Manchmal entdecke ich auch eine vielversprechend aussehende Abzweigung. Das Zumo versucht dann ziemlich lange mich wieder zurück zu der Stelle zu navigieren, an der ich die Route verlassen habe, entweder mit einer Kehrtwende oder, ein wenig hinterhältiger, in dem es mich einfach im Kreis zu der Stelle zurücknavigiert. Das kann dann in den Bergen auch schonmal ein großer Kreis werden, bis man wieder an der Sperrung ankommt. Und natürlich weiß man dann nicht, dass man im Kreis navigiert wird, bis man dann die Strecke wieder erkennt. Das bedeutet, dann, dass man jetzt wieder von der Strecke abweicht, der Navigation nicht anfangs nicht folgt und dann hofft, wenn man dem Navie wieder folgt, dass man sich jetzt nicht wieder auf einem Kreis zum Ausgangspunkt, sondern auf dem Weg zum nächsten Wegpunkt befindet. Mistig!
Nun weiß ich von der Programmierung von Navigationsalgorythmen wenig, aber ich denke mir, dass man das besser lösen könnte, vielleicht indem man nicht die Strecke bis zum direkt folgenden Wegpunkt, sondern zum über- oder überübernächsten Wegpunkt berechnet.
Oder, ganz ohne Neuprogrammierung, einfach eine Taste „Weg gesperrt, alternative Route berechnen“ ans Navi bauen, die man einfach nur drücken (oder auf dem Diplay touchen) muss. Selbstverständlich darf diese Funktion dann nicht in den Untiefen der unübersichtlichen Garmin-Nutzerführung vergraben sein.

Kurvennavigation

Als Motorradnavi gebaut, bietet das 396er auch die Möglichkeit besonders kurvige Strecken zu navigieren. Die Funktion heißt „Aventurous Routing“ und bietet drei Schieberegler: Mehr oder weniger Kurven, Berge oder Highways. Alle Regler nach rechts sollte die achterbahnigste Strecke auf kleinen Straßen bringen.
Testweise gebe ich ein Ziel, ca. 100 km Luftlinie weit weg, ein. In der Region gibt es viele schöne kleine Wege mit vielen Kurven, teilweise sogar geschottert. Kurviger schlägt mir in den Einstellungen: extra kurvig, Schnell- und Hauptstraßen vermeiden 133 km Strecke und 2h54m Fahrzeit vor. Garmin: 124 km und 2h05m
Und wie anhand der Fahrzeit vermutet, geht es nur anfangs über kleine Straßen, wie z. B. runter von der Landstraße, rein in den Ort, durch den Ort, wieder zurück auf die gleiche Landstraße. Der Weg hat zwar eine größere Anzahl an Kurven als die Ortsumfahrung, aber nicht die Art von Kurven, die ich gerne fahren möchte. Eine Funktion „innerorts vermeiden, wäre gut, aber nur eine kleine Verbesserung, denn nach ca. 50 km führt mich das Zumo auf die Bundestraße. Ich komme zwar schneller an, aber das ist alles andere als ein kurviges „Abenteuer“, das ist: Mistig!

Verkehrszeichen: Kurvig.

GPX-Track exportieren

Es gibt bei Kurviger ‚(und vielen anderen diensten auch) die Möglichkeit, einen GPX-Track (und das Routing dazu, siehe unten) zu exportieren. Der GPX Track kommt auch ohne Probleme auf dem Zumo an, wenn er nicht zu lang ist. Wenn der Track zu lang ist, dann wird der Anfang und / oder das Ende weggelassen. Das passiert auf dem kleinen Wandernavi nicht! Und das Zumo gibt auch keinen Hinweis darauf, dass der Track nur unvollständig aufgespielt wurde. Mistig!

GPX-Track routen

Eigentlich habe ich das Navi, um nicht mehr so viel Karte lesen zu müssen, sondern um mich über schöne Straßen zum Ziel leiten zu lassen. (Und auch, um unvorbereitet über kurvige Straßen irgendwo hinzukommen, aber siehe dazu: Kurvennavigation). Also warum nicht einfach aus dem Track eine Route machen und sich so von Abbiegung zu Abbiegung lotsen zu lassen? Der Export von Routen aus Kurviger funktioniert nur bedingt mit Garmin. Laienhaft gesprochen werden keine Routen exportiert sondern Wegpunkte, was jedoch kein Garmin Problem ist. Der Weg ist dann die Navigation zwischen diesen Punkten. Das bedeutet dann, dass die navigierte Strecke nicht deckungsgleich mit der ist, die von z. B. von Kurviger vorgeschlagen wird. Was nicht unbedingt schlimm sein muss. Aber:
+ Es könen nicht so viele Wegpunkte an Garmin exportiert, dass der Streckenverlauf komplett und ähnlich nachgebaut werden kann, sondern nur 50. Misitg!
+ Die Wegpunkte werden nicht gleichmäßig über die Strecke verteilt, ob das die Schuld von Garmin oder Kurviger ist, ist mir egal.
Das Ergebnis einer geplanten 300 km Test-Runde war: Nach ca. 30 km waren die Wegpunkte aufgebraucht und die Navigation wollte mich auf dem schnellsten Weg wieder zurück zum Start führen. Mistig!
+ So einfach ist der Export auch gar nicht, die vorher in BaseCamp aus einem Track errechneten Routen werden nach dem Export nochmal neu berechnet. Das Ding errechnet also eine Route aus einer Route! Ergebnis siehe oben, selbst wenn die exportierte Route die ganze Strecke umfasst hat. Mistig!
+ Eine Langstrecke, im Gegensatz zur Rundstrecke, wird ähnlich exportiert und berechnet. Anfangs viele Wegpunkte und dann die Diretissima zum Ziel. Oder kurz: Mistig!

Zusammenarbeit mit BaseCamp

Es ist möglich das Zumo mit BaseCamp zu koppeln und dann von BaseCamp aus Routen, Tracks, Wegpunkte etc auf das Zumo zu schicken. Aber es ist nicht möglich aus BaseCamp irgendwas auf dem Zumo zu löschen. Ich habe eine Menge Wegpunkte aufs Zumo geschickt, die sind jetzt dort, um da zu bleiben. Und sie haben so tolle Namen wie 001 oder Continue32, die man auch nicht im BaseCamp editieren kann. Und wer jetzt glaubt, dass er diese Punkte einfach mit Hilfe des Windows Explorer aus dem Zumo löschen könnte, der irrt leider. Und im Zumo direkt habe ich auch keine Funktion gefunden, um Wegpunkte zu löschen.
Aber es ist möglich Tracks mit dem Explorer aus dem Zumo-Speicher zu löschen, man muss dazu nur wissen, dass auch die in Windows mit einem anderen Namen angezeigt werden, als im Zumo oder BaseCamp. Das ist jedoch nur wichtig, wenn man nicht alle auf einmal löschen will. Zu meiner Freude finde ich dann auf BaseCamp jedoch Tracks, und Reisedaten im Zumo, die ich auf dem Zumo bereits „gelöscht“ habe und die mir das Gerät auch nicht mehr anzeigt. Mistig!

Eingaben mit dem Finger

Das kleine Wandernavi hat richtige Tasten zum Drücken. Das Zumo hat einen Touchscreen, nur dass der nicht auf jeden Touch reagiert; Handschuhe an: geht vielleicht, Handschuhe aus: geht vielleicht auch. Es ist dabei aber nicht so, dass es immer gleich zuverlässig schlecht funktioniert, also zum Beispiel bei jedem zwölften Touch oder erst nach 3 Sekunden Berührung, es scheint Eingaben erratisch willkürlich zu akpetieren, ganz egal, auf welchem Bildschirm man sich befindet. Mistig!

Tankstellen und andere POIs

Ich finde es ganz angenehm wenn ich auf dem Navi eine Tankstelle angezeigt bekomme, auch wenn diese nicht direkt auf der navigierten Route liegt, sondern ein wenig abseits davon. Dafür muss die Karte aber aktuell sein. Fehlende Tankstellen auf der Karte finde ich dabei weniger schlimm als fehlende Tankstellen in der 3D-Welt. Es ist ziemlich doof, wenn man mit wenig Sprit an einer Stelle steht, an der aus der Tanke bereits vor Jahrzehnten ein Blumenladen geworden ist, der auch noch geschlossen hat, so dass man nicht nachfragen kann, wo man denn in der Nähe Bargeld gegen Oktan tauschen könnte. Mistig!
Es ist natürlich auch nicht schön, wenn das Zumo mir den Schlauchturm der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr als Restaurant anzeigt oder den nächsten Supermarkt drei Orte weiter links der geplanten Strecke, aber nicht den im nächsten Ort auf der Strecke. Das bedeutet für mich: Ich werde auf keinen Fall Karten von Garmin kaufen, denn ich gehe davon aus, die Aktualität und Genauigkeit ist bei allen: Mistig! Und nicht nur auf denen, die ich installiert habe und immer aktualisiere.
Das funktioniert mit den Freizeitkarten auf dem Wandernavi deutlich besser, deshalb suche ich dort die POIs. Aber zwei Navis mitnehmen zu müssen ist eigentlich auch: Mistig!

Kraftstoffanzeigen-App

Aus Neugierde habe ich mal die App „Krafstoffanzeige“ aktiviert. Dort wird die Reichweite mit einer Tankfüllung eingegeben und wenn man diese Reichweite gefahren ist, wird man darüber informiert, dass man nun keinen Sprit mehr hat. Voll toll. Also gibt man dann später nicht die maximale Reichweite an, sondern eine kürzere, um noch genug Sprit im Tank zu haben, um bis zur nächsten 3D-Tanke zu kommen (bitte beachten, dass nicht jede Navi-Tanke echt ist).
Aber die App kann noch mehr: Wenn man sich eine Route erstellen lässt, die über die Restreichweite laut App hinausgeht, dann wird man gewarnt und es wird vorgeschlagen einen Tankstopp einzuplanen. Das habe ich, zugegebenermaßen, noch nicht getestet. Immer wennn ich den Hinweis bekomme sage ich dem Zumo, dass es die Klappe halten soll und drücke die Warnung weg. Es ist also möglich, dass das tatsächlich funktioniert, und ich komme am Ende wirklich mit dem letzten Tropfen Sprit an einer Stelle an, an der auf der Karte eine Tanke markiert ist (die womöglich auch tatsächlich dort ist).
Was bis jetzt vor allem nach wenig Nutzen klingt, den man ignorieren kann, hat jedoch ärgerliche Features.
– Die App läst sich von mir nicht mehr deaktivieren. Also habe ich die Tankreichweite auf verdammt weit eingestellt und jedes Mal, wenn das Gerät mich fragt, ob ich getankt habe, sage ich ja. Ist aber: Mistig!
– Die Warnung, dass die Tankreichweite nicht bis zum Ziel reicht, wird groß und mittig auf dem Navi eingeblendet, über der zu fahrenden Strecke. Diese Warnung muss dann mit einem Druck aufs Touchdisplay wegedrückt werden (siehe oben), sie verschwindet nicht von alleine nach X Sekunden, so wie andere Warnungen es tun. Mistig!
– Die Warnung wird immer dann eingeblendet, wenn das Navi den Weg neu berechnet. Wenn die Straße vor dir also gesperrt ist und du der Umleitung folgst, wird das Zumo den Weg neu berechnen, dich zum drehen auffordern und die Warnung, dass dein Sprit nicht reicht, einblenden. Wenn du dann nicht gedreht hast, wird das Zumo den Weg neu berechnen, dich zum drehen auffordern und die Warnung, dass dein Sprit nicht reicht einblenden. Das macht es so oft, bis es gemerkt hat, dass du nicht zurück auf den alten Weg willst, was ein wenig dauern kann (siehe oben). Dann berechnet es einen neuen Weg und blendet die Warnung ein, dass dein Sprit nicht reicht. Mistig!
– Die Warnung wird dir auch eingeblenedet, wenn du dem Navi gesagt hast, es soll dir eine Tanke anzeigen, diese als nächstes Ziel gewählt hast und du dich auf dem Weg dorthin begibst. Ja, wirklich. Mistig!

Abspann

  • Ich nutze das Navi meistens nur als Karte für einen vorher erstellten Track oder für die Kurzstrecken Suche in der Fremde, nach einem Supermarkt, Restaurant, Tankstelle oder Hotel. Wobei ich mich da in der Regel nicht auf die POIs von Garmin verlasse, sondern die Adresse eingebe, die ich im Internet gefunden habe.
  • Am #LuxusLuder ist das Navi auch wieder angebaut. Trotzdem.
  • Ich habe meistens zusätzlich das alte GPSMap mit installierten Freizeitkarten am Mopped.
  • Ich fahre lieber mit Karte und Track, als mit einer Navigationsapp auf dem Handy, die mir nur die Abbiegehinweise aufs Ohr gibt.
  • Drüben bei motorrad-navigation.com bekommt das Zumo 9,3 von 10 Punkten, die finden es wohl nicht so mistig.
  • Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es es einschließlich diesem, 21 Mistig.
  • Es ist wohl das letze Garmin-Gerät, das ich gekauft habe.
  • Ich habe in diesem Text echte KI genutzt, wie oben angezeigt.

Ein Tag auf der Rally Dakar simuliert

Bike World begleitet Neil Hawker bei seinen Vorbereitungen zur #Dakar. Neil fährt auch dieses Jahr wieder #MalleMoto (das ist die Klasse der Selber-Schrauber)
Dieses Video auf englisch (möglicherweise ist in deinem YT die automatische KI-Übersetzung aktiviert, aber die habe ich nicht gehört). Dort wird ein Tag bei der Dakar simuliert, vom morgentlichen Aufstehen um 04.00 Uhr, bis zum ins Zelt krabbeln gegen 22.00 Uhr. Die Strecke, die dabei im Video „gefahren“ wird geht von Swansea in Wales bis nach Edinburgh in Schottland. Auf Deutschland übertragen ist die Strecke:

  • Start in Hamburg
  • Über die Autobahn 200 km nach Braunschweig (nicht Vollgas sondern mit dem in Roadbook vorgeschriebenen Tempo, maximal 120)
  • Offroad 360 km bis Bayreuth (ich habe hier die Strecke über Autobahn als Referenz genommen), volle Lotte Knallgas! Die Profis an der Spitze sind in der Regel mit 110 bis 120 km/h Durchschnitt unterwegs. Versucht das bitte nicht auf der Landstraße nachzumachen.
  • Die zweite Liaison 233 km über Autobahn nach München (wieder mit Tempo laut Roadbook)

Abspann

  • Vor dem Fahren kommt für die #MalleMotos noch das Abbauen und Verpacken von Zelt und Ausrüstung, Frühstück etc.
  • In München angekommen muss das Zelt wieder aufgebaut werden und dann wird am Mopped geschraubt: Luftfilterwechsel, Ölwechsel, jeden zweitern Tag inklusive Filter, Mouse-Wechsel eventuell mit Reifen. Essen, Trinken, Bett.
  • Und das 13 Tage lang, plus Prolog und Ruhetag, inklusive zweimal zwei Tage Marathonetappe.
  • Ich freue mich, wie jedes Jahr, auf die #Dakar auch wenn ich nicht dazu blogge.
  • Alles wieder ohne Ki geschrieben.

Jura und zurück

In Pontarlier haben wir gleich zwei Nächte gebucht, so können wir heute ohne Gepäck (was beim #LuxusLuder genau Null Unterschied macht) den ganzen Tag durchs Jura stromern. Für diesen Tag legen wir den Schwerpunkt auf die schweizer Seite. Kurviger hat uns wieder schöne kleine Wege herausgesucht, auf der auch mal die Kühe Vorfahrt haben.

Image

Die Karte auf dem Navi zeigt an, das wir an der Grenze von Frankreich zur Schweiz sind, wir überqueren die EU-Außengrenze. Jenseits der Karte, in der 3D-Welt, ist nichts davon zu merken, hier steht kein Schild, keine Schranke, keine Grenzstation, die Straße geht einfach weiter. Erst im nächsten Örtchen macht sich die Schweiz mit unzähligen Flaggen bemerkbar; Nationalfeiertags-Wichenende.
Wir lassen uns auf der Runde Zeit, gucken über den Lac de Neuchatel, picknicken mit Blick über den Lac Leman (sehen kein Rauch auf dem Wasser oder Frank Zappa seine Mutter), drömeln wieder zurück und sind 330 km später wieder am Hotel. Schweizer Jura: Check!

Eine Pizza, ein Bier und eine Nacht später machen wir uns wieder auf den Heimweg. Aufgabe des Tages ist ein Stück untoten Stinkerkäse für @Schrm zu jagen. Er fährt vor und findet den Weg, ich folge und suche die Umgebung nach Fromagerie-Schildern ab, oder so. Also eigentlich gucke ich vor allem Gegend, Bodennebel in den Tälern, Berge am Horizont, herumstehende Weidetiere und so Zeug. Als ich dann das erste Schild für einen Käse-Laden entdecke stellt sich heraus, dass wir:
A: In der Schweiz sind, aber keine Franken haben
B: Der Käselanden den Käse, den wir suchen gar nicht hat.
Wir sind also wieder unbemerkt mehrfach aus der EU aus- und wieder eingereist. Genau so muss Europa sein: grenzenlos.
Später finden wir den Käse in einem französichen Supermarkt.

Über weitere kleine Straßen geht es durch weiter und nach der Essenspause in Mulhouse geht es dann zurück nach Deutschland, vorbei an höchstwichtigen Grenzkontrollen mit Schutzweste und MP5 tragenden Straßenwächtern, die dein eingeschmuggelten Käse jedoch nicht bemerken. Voll toll so einen Sicherheitskontrollstation, die uns aus dem unzivilisierten Frankreich und der wilden Schweiz im Heimatland begrüßt.
Über die Bahn geht es jetzt den langen Weg bis freitäglichen Treffpunkt. Hier biegt @schrm ab in Richtung Nord und ich rolle weiter ostwärts. Beinahe erwarte ich eine Kontrollstation der bayerischen Grenzpolizei, wie in der guten alten Zeit der Kleinstaaterei. Heute halten sich die Bajuwaren aber zurück.
Kurz nach 18 Uhr rollt das #Luxusluder in die heimische Garage

Abspann

  • Die deutsche Grenzpatrouile hat die KI nicht einreisen lasen, also habe ich den Text wieder alleine geschrieben.
  • Können wir bitte wieder offenen Grenzen bekommen, so wie der Rest der EU auch, das ist ja albern, nutzlos und peinlich.
  • Das war nach einer langen Zeit endlich mal wieder eine mehrtägige Tour mit @schrm
  • Ich glaube, als nächstes fahre ich nicht nach Wales #NotWales

Der Jura, die Jura oder das Jura?

Noch bevor Tag Zwei des verlängerten Wochenendes anbricht läuft im TV eine Doku über den, die, das Jura, unserem Ziel. Die in der Doku angesprochenen Wildpferde haben wir später, erster Spoiler, nicht gefunden.
Nach dem am Morgen erfolgreich gejagten Frühstück in Colmar, es brauchte zwei Versuche, weil das erste Café nur Kaffee (und Tee für mich), aber kein Essen verkauft hatte, ging es los, auf die Moppeds, auf die Straße.
@schrm hat eine Route auf kurviger.de erstellt, der wir nun folgen. Ich spiele die gpx-Tracks immer auf mein Navi und folge dann der Linie. Das ist fast so wie fahren mit der Karte im Tankrucksack, wie früher, nur dass die Karte jetzt auf einem digitalen Diplay angezeigt wird und zoombar ist. @schrm hat die App auf seinem Handy und lässt sich die Abbiegehinweise ganz modern auf Ohr geben. Jeder so, wie er mag.

Trockenes Wetter-Voodoo

Wir sind noch nicht so richtig auf dem Weg, schon halten wir wieder an. Ich muss noch schnell eine Regenjacke für die Zeit abends, ohne Mopped, kaufen. Das Beste was man machen kann, wenn man sichergehen möchte, dass es nicht regnet. So jedenfalls sagt das Wetter-Voodoo und, zweiter Spoiler: Es hat funktioniert.

On the Road

Es war eine von den Fahrten, die keine gute Story ergeben, weil einfach alles gut war: kurvige Straßen, schöne Landschaft, wenige, dann aber rücksichtsvolle Autofahrer (wie fast überall in Frankreich), trocken und später sogar sonnig. Das sind die Tage, an denen ich einfach jeden Kilomer genieße und in mich einsauge, an denen ich hinterher keine Details mehr weiß, aber angekommen bin. Ein guter Tag also.
Auch für diese Nacht haben wir das Hotel bereits vorgebucht, fast wie so ein Pauschal-Urlauber.
Auf dem Weg zum abendlichen Burger kommen wir am örtlichen Auto-Poser-Treff vorbei; Plastik-Body-Kits, glitzernde Effekt-Lacke, pfeifende Waste-Gates, 198 dB Autoradios mit Bass-Antrieb, die ganzen Shenanigans. Wir haben kurz geguckt, ob auch Einspuriges am Start ist und den Circus dann ignoriert.
Und nur einen Kreisverkehr später knallt die örtliche Moppedjugend wheelisierend auf Ihren Tausendern über die Straßen. Diese rowdyhafte Jugend schien Spaß auf ihren Moppeds zu haben, deutlich mehr als die Auto-Clowns.

Sonnenuntergang

Abspann

  • Die KI habe ich zu Hause gelassen und alles wieder selber geschrieben.
  • Aber immerhin habe ich ein Foto gemacht, nicht unterwegs, aber abends am Hotel.
  • Wo ich das Navi oben angesprochen habe, ich werde später wirklich mal darüber schreiben, warum ich das Zumo 296 für so ein mistiges Navi halte.
  • Am nächsten Tag geht es dann eine Runde durch beide Juren/Juras/Jurasen


Auf auf, nach Colmar!

Es ist schon lange her, dass ich mit @schrm unterwegs war. Wie das unter berufstätigen Menschen (die Gerüchte, es gäbe noch Moppedfahrer, die für die Rente zu jung sind, ist wahr!) so ist, war es schwierig einen Termin zu finden, und am Ende wurde es ein verlängerstes Wochenende.
Los ging es nicht von zu Hause aus, sondern von @edigixxer, die mich auf ein paar uralte Single Malts eingeladen hatte. Dass @edixxer nicht mehr bei Twitter ist, kann ich verstehen, aber dass sie kein Mopped mehr fährt nicht, das prangere ich an!

Für die 222 km bis zum Treffunkt mit @schrm hatte ich mir drei Tracks durch das schöne Altmühltal markiert. Ich wählte den Mittelschnellen, wegen dem längeren Frühstück, denn manchmal reicht ein Abned nicht, um zu quatschen.
„Das sind nur ein paar Tropfen, da brauche ich keine Regenkombi.“ sage ich zum Abschied und fahre los.

Das ist einer der zaubermächtigsten Wetter-Voodoo-Sprüche im großen Mopped-Almanach, der für sofortigen Wolkenbruch sorgt. Und so war es dann auch. Ich habe schnell wieder angehalten und den Regenkombi drüber geworfen.
Das war vor 20 Jahren der gefühlt billigste schwarze Regenkombi, den es zu kaufen gab. Und er hat mich letzte Weihnachten auf 500 km Regenfahrt über die Autobahn komplett trocken gehalten. Heute auch wieder. Gutes Teil.

Weiter bis Colmar

@schrm ist trocken an unseren Treffpunkt angekommen und ich ziehe den Kombi jetzt auch wieder aus, werfe Kakao und Kuchen ein und bin bereit für die Weiterfahrt.
@schrm fährt vor und das Regenkombi-Wieder-Aus-Wetter-Voodoo, das bei richtiger Anwendung für ein sofortiges erneutes Einsetzen von Regen sorgt, ist anfangs ziemlich schwach. Lag vermutlich an @schrm, war aber gar nicht schlimm. Die dunklen Wolken türmen sich zwar im Rückspiegel, aber erst nachdem wir in Frankreich einfahren, können sie aufschließen und es tropft aus dem Himmel. Kein Grund zu stoppen, wir fahren einfach weiter (siehe oben: „Das sind nur ein paar Tropfen, da brauche ich keine Regenkombi.“)
Der Tag endet in Colmar, in einem vorgebuchten Hotel. Spießig oder aus Schaden klug geworden? Das verrate ich später, auf einer anderen Reise.

Irgendwo in Colmar mit Flüsschen und Fachwerkhäusern.

Abends gibt es dann, schließlich sind wir im Elsaß, einen Flammkuchen, jedoch in der italienischen Variante mit Tomatensoße, Käse und Champignons. Der Stadtbummel rund ums Abensessen bietet mir die seltene Gelegenheit, ein Foto zu schießen. Normalerweise komme ich vor lauter Fahrerrei ja nicht dazu. @schrm hat es auf ein paar mehr Bilder gebracht, aber die findet ihr hier nicht. Wenn ihr also mehr von Colmar sehen wollt, fahrt selber hin und schaut euch die schöne Altstadt an. Und wenn ihr dann in Colmar seit, fahrt durch die Vogesen, da gibt es viele schöne Strecken für motorisierte Zweiräder.

Abspann

  • Wie immer, ist der Text ohne KI entstanden.
  • Wir sind natürlich nicht in Colmar geblieben, es ist erst Freitag.
  • Weiter geht es in einem kommenden Beitrag.
  • Ein Foto pro Tag ist eine gute Quote für mich.

Mein Senf zu Rudi

Rudi hat auf seinem Blog das Thema lauterter Auspuff am Mopped aufgegriffen, und da möchte ich meinen Senf nicht in einem Kommentar, sondern in einem eigenen Blog-Beitrag dazu geben. So wie früher, als Blogs noch neu und weiter verbreitet waren.

Ich warte hier, bis ihr Rudis Betrag gelesen habt …

Mehr Leistung durch Krach

Es ist unbestritten, wenn das Mopped mehr Leitsung haben soll, dann wird es lauter, man muss sich dazu nur die Lautstärke von echten Renn-Mopped anhören oder die „Schalldämpfer“ an einer MotoGP Maschine oderr einem Superbike ansehen bzw. suchen.
Genauso unbestritten ist, dass der Wechsel des Serienschalldämpfers gegen ein Brüllrohr an einem modernen Mopped zu einem Leistungsverlust führt. Wer mehr Leistung und Drehmoment will muss mehr tun, als nur Krach machen, Lufteinlass (kann das Mopped auch lauter machen, vor allem für den Fahrer), Einspritzung, Motorsteuerung etc. müssen angegriffen werden, damit ein Brüllrohr wirklich zu mehr Leistung führt.
Ob man auf der Straße wirklich mehr Leistung braucht, ist eine ganz andere Frage. Gerade die großen Moppeds haben eher zu viel Leistung für die Straße, 80 % und mehr der PS werden nie gebraucht. Da merkt man die paar PS, die man mit einem Brüllrohr verliert, gar nicht. Und man muss ja auch nicht immer auf die Vernunft hören, siehe nächsten Abschnitt.

Mehr Sicherheit durch Krach

In den 1990ern fuhr ich eine rote Honda CBR 600 F mit einem rieisigen Scheinwerfer. Damit pendelte ich vom Ruhrpott nach D’dorf und zurück, über die A40 und A52. Eine gute Woche war eine, an der ich nur einmal von einem Auto beim Spurwechsel übersehen wurde und ausweichen oder notbremsen musste. Klar, wenn man im Auto auf dem Weg zur Arbeit noch schnell den ganzen Leitz-Ordner lesen muss, hat man halt keine Zeit auf den Verkehr zu achten.
Die Honda hatte nicht nur einen großen Scheinwerfer und leuchtend roten Lack, sie war auch flüsterleise.
Mein nächstes Pendler-Mopped für diese Strecke war eine Suzi TL1000S in schwarz, mit einem minikleinen Scheinwerfer; ein Design, um übersehen zu werden. Aber die Shark-Brüllrohre und die offenen Luftfilter machten die Kiste verdammt laut (andere Nockenwellen und mit PowerCommander angepasste Motorelektronik haben für mehr PS und nicht nur für mehr dB gesorgt. zusammen mit der angepassten Übersetzung war sie auf derm Bahn schneller als eine CBR1100XX).
Trotz der Optik, die leichter zu übersehen war als die Honda, wurde ich nicht geschnitten. Wurde ich gesehen, weil ich gehört wurde? Möglich, aber nur eine annekdotische Beobachtung.

Heute fast leise

Die #Hippe ist sehr leise und das gefällt mir, ganz besonders dann wenn ich durch die Natur fahre, den Wald , die Berge, die Furten. Es gefällt mir, wenn wandernde Omis oder trabende Pferde nicht in Panik geraten, wenn wir uns den Weg teilen (ist außerhalb von DE sehr oft legal möglich).
Das #Luxusluder hat eine Akrapovic-Komplettanlage, weil der Vorbesitzer dachte, einen Tourenschüssel braucht einen Sport-Auspuff. Es klingt auf jeden Fall besser als die originale Anlage. Würde ich dafür auch nur einen Euro bezahlen? Nö, aber es ist nett, dass er da ist.

Abspann

  • Heute ohne KI und ohne Abspann

4 Tage in 47,5 Stunden – Finale

Da saß ich also, mitten in der Pampa, bei guter Aussicht mit dem Navi in der einen Hand und dem Handy in der anderen. Google/Hotel war noch ziemlich neu (und inzwischen schon wieder eingestellt) und hatte mir gestern ratzfatz ein Motel ganz nah beim Track gefunden. Aber jetzt: Pustekuchen. Glücklicherweise ist Ljubljana nicht so weit und die Hauptstadt ist groß genug, um aureichend Hotelzimmer zu haben. Also verlasse ich den Track und tucker in die Stadt, snacke ein wenig und fange an mir eines der reichlich vorhandenen Hotels auszusuchen. Oh, nur eines hat noch ein freies Zimmer, und das für jetzt nur noch 1.019 Eumel. Caramba!
Ich fahre ein größere Hotels an, vielleicht sind ja nicht alle Zimmer über das Netz buchbar, aber nö! Hier ist Feiertag und alles seit Wochen ausgebucht. Und mit hier meinen sie das ganze Land. Mir wird empfohlen über die Bundesstraße Richtung Italien zu fahren und dort in den Hotels zu fragen. Das mache ich erfolglos bis ich in Italien bin und weiter, bis ich in Triest bin. Das hat natürlich gedauert und es ist bereits Nacht, trotzdem suche ich in Triest weiter. Um 23:00 Uhr beschließe ich, dass ich jetzt kein Zimmer mehr bekommen werde. Eine neue Idee muss her.

Nasse Füße und eine doofe Idee

Wo ich schon mal Mittelmeer bin, dann kann ich wenigstens kurz ins Wasser gehen.Mit nassen Füßen und in lustig plätschernden Wellen stehend denke ich mir: Es war schon eine dumme Idee, den Schlafsack und die Isomatte nicht mitzunehmen. Ich könnte mich einfach irgendwo hinlegen und die nächsten beiden Tage den Track bis nach Hause fahren, jetzt, da ich viel zu früh am Meer bin. Aber was mache ich jetzt hier?
Ich könnt einfach über die Autobahn nach Österreich fahren und dort in einem der Autobahn-Motels, deren Namen ich immer vergesse, übernahchten. Ich gebe im Navi einfach mal „Nach Hause“ ein, dann habe ich schonmal eine Richtung. Schnell noch Füße trocknen und einen Müsli-Riegel reinschieben, und schon geht es los.

Stadtwappen von Ljubljana, Triest und Salzburg.

Nachts sind alle Moppeds grau

Eigentlich ist das #LuxusLuder nicht für die kleinen Schottersträßchen gebaut, sondern für die größeren asphaltierten und so geht es unbeschwert über Autobahn und Mautstellen bis an die Grenze, an der es einen Pickerl-Automaten gibt. Zack, schon habe ich ein Tagesticket. Zum Glück ist es nach Mitternacht und ich muss mir keine Gedanken machen, ob es noch in der Nacht abläuft.
Kurz vor dem ersten Hotel betanke ich die BMW mit Super Plus und mich mit Pepsi. Doof eigentlich, jetzt Koffein zu trinken, dann ins Hotel zu gehen und nicht schlafen zu können. Nehme ich das nächste Hotel.
Hach, es rollt so schön, die Luft ist frisch, es kommt bestimmt noch ein Hotel. Oder noch eins.
Huch, ich bin schon in Salzburg, gleich ist Österreich zu Ende und ich fahre immer noch. So richtig lohnen würde sich ein Hotel jetzt eigentlich auch nicht mehr, es sind ja nichtmal mehr vier Stunden bis zum eigenen Bett …

47.5 Stunden nach der Abfahrt

Das #LuxusLuder und ich tanken das nächste Mal in Deutschland, als das Morgengrauen sich am Horizont ankündigt. Die ganze Zeit seit Salzburg ging es verkehrsfrei über Bundesstraßen und jetzt möchte ich doch lieber den Rest über die Autobahn fahren und zu Hause ankommen, bevor die Müdigkeit dann doch kommt.
Um 07:30 stehe ich wieder vor der Garage, genau 23,5 Stunden nach der Abfahrt in Ybbs und 47,5 Stunden nachdem ich von dieser Stelle weggefahren bin, mit noch zwei Tagen Wochenende im Gepäck.
Das war ein toller Tag!

Abspann

  • Wie immer habe ich die KI nicht mitschreiben lassen.
  • Obwohl ich 23,5 Stunden unterwegs war und auch eine Menge Autobahn gefahren bin, ist es doch kein Saddlesore (1.000 Meilen in 24 Stunden) geworden.
  • Ich bin gefahren, da blieb keine Zeit zum knipsen. Und außerdem war es die meiste Zeit, die dieser Artikel beschreibt, dunkel.
  • Nächstes Mal geht es in die Vogesen und so, da buche ich die Hotels schon vorher.

4 Tage in 47,5 Stunden – Teil 2

23,5 Stunden nachdem ich von der heimischen Garage weggefahren bin sitze ich in Ybbs beim Frühstück. Gestern bin ich gemütliche 400 km gefahren, das Mittelmeer wartet ungefähr bei km 1.111, da sollte ich also gut am dritten Tag vorbei kommen. Der Rückweg ist dann schneller auf größeren Straßen geplant. Nur für den Fall der Fälle, dass ich zu schnell bin, habe ich aber einen Track über kleine Sträßchen bis nach Hause auf dem Navi; insgesamt über 2.100 km. Ich bin auf alles vorbereitet, was die Straße mir entgegenwirft. Ab aufs #LuxusLuder und los geht’s!

Irrungen und geschotterte Wirrungen

Über exzellent asphaltierte kleine Sträßchen geht es weiter in Richtung Süden. Je hügeliger und waldiger es wird, desto häufiger wird der Asphalt schlechter, schlaglöchriger oder verschwindet ganz. Oh felix Austria, was für geile Straßen!
Zweimal muss ich jedoch umdrehen und neue Wege finden. Einmal hat ein Bergrutsch den Weg unpassierbar gemacht. So unpassierbar, dass ich nicht einmal Spuren von grober Stolle entdecken kann.
Beim zweiten Mal stehe ich mitten auf einem Bauernhof vor einem mit Stacheldraht versperrten Weg und blicke auf grasende und kackende Kühe. Die Bäuerin hat mich gehört und kommt aus dem Haus auf mich zu.
„Wir haben den Weg geschlossen für die Kühe. Sie können anders fahren, nämlich so …“ sind ungefähr ihre Worte. Na dann fahre ich halt so.

Image

Kurz mal nicht alleine

Viele Kilometer habe ich heute noch nicht geschafft, dafür ist mein Tempo zu gering. Das ändert sich aber jetzt, es geht wieder auf guten Asphalt mit zügig zu fahrenden Kurven. Das wissen anscheinend auch viele der einheimischen Kradfahrer, denn ich bin nicht mehr alleine auf der Straße. KTM-Zweizylinder und GS-Boxer werden hektisch und teilweise im Hanging-off (nicht nur Dukes, auch Tallrounder) die Straße nach oben oder unten getrieben. Zwischendurch bummelt auch mal jemand mit Sozia und ab und an wird ein japanischer Vierzylinder eingestreut. Autos gibt es auch. Nachdem ich den ganzen Tag fast kein anderes Fahrzeug gesehen habe löst das bei mir schon fast einen Fluchtreflex aus. Also Augen weg von der Landschaft und die Rasten kratzen lassen (I wish). Und so bin ich dann plötzlich über den Seebergsattel in Slowenien, der letzen Station vor dem italienischen Mittelmeer.

Ein bisschen Essen und ein Hotel suchen

Nach der Pass-Renn-Straße führt der Track mich wieder weg vom Verkehr auf kleinste Straßen. Herrlich. Aber diese Einsamkeit hat auch Nachteile, ich umfahre alle größeren Siedlungen, mit Reataurants und Schlafplätzen. Am späteren Nachmittag halte ich kurz an, um mir schon mal einen Platz für die Nacht zu sichern und damit auch das Tagesziel festzulegen. So sitze ich einem gefällten Baum am Straßenrand, esse die mitgebrachten Müsliriegel, trinke das mitgebrachte Wasser und öffne das Internet.
Mistikack, kein freies Hotel in Sicht!

Image

Abspann

  • Ich habe gelsen, der Halbgeviertstrich (em dash oder Alt+0150) sei ein Kennzeichen für KI-Texte, weil niemand die verwendet. Ich verwende die, schreibe den Text aber trotzdem ohne KI.
  • Die Bilder sind von dem Fahrtag, aber nicht an dem Zeitpunkt und Ort geschossen, den der Text beschreibt.
  • Ich fahre halt mehr, als dass ich anhalte und knipse, zumindest wenn ich alleine unterwegs bin.
  • So wie es hier aussieht, wird es noch einen dritten Teil der Geschichte geben müssen, denn ich bin noch nicht wieder zu Hause angekommen.