Siebzehnter Tag im Januar 2026

Schlagwörter

, , , ,

Im Buchladen. Das erste, das ich sehe sind ausgewählte Penguinbände, alle rot/weiß. „Beauty“ by Andy Warhol. „We should fall in love with our eyes closed“ steht hinten drauf. Ja, stimmt, denke ich, ich erinnere mich an den Satz. So true.

Das zweite Buch das mir auffällt heißt: „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“. Der Titel ist so ungewöhnlich und amüsiert mich. (Sofort fällt mir der widerliche C.W. ein, der als Kind Meerschweinchen von hoch oben fallen ließ, um zu erfahren, ob die das überleben. Mich hat das erbost, ich dachte mit so einem will ich nix zu tun haben. C.W. ist es auch, dem ich es zu verdanken habe, daß ich (gerade 5 Jahre alt) zum ersten Mal erlebe, wie ein Kind zu anderen, in dem Fall zu mir und seinem kleinen Bruder, offen und eindeutig böswillig ist, vorsätzlich gemein. Das hat sich mir so tief eingeprägt, daß ich es nie mehr vergessen habe.)

Es gibt einen neuen Knausgard, diesmal keinen Roman, ich lese rein, langweile mich aber. Dann fällt mir ins Auge: „Das Buch Mechthild“ und hoffe sofort, daß damit Mechthild von Magdeburg gemeint ist. Sie ist gemeint. Ich lese die ersten drei Seiten und bin hin und weg. Fantastischer Stil. Hatte nicht vor, ein Buch zu kaufen, kaufe es doch. Lese mich zuhause darin sofort fest. Wenn nur meine Augenschmerzen nicht wären.

Image

Das helle Licht heute tat mir richtig weh, ich bekam sofort Kopfschmerzen. Lesen ist schwierig. Und dennoch muss ich immer Bücher kaufen. Vielleicht weil das seit meiner Kindheit so ein Glück ist, so ein Belohnungsding. Immer gab es für allen Kummer ein Buch. Und für alles Schöne auch.

Im Café. Spirit Coffee Machine. Der Kaffee bio und fair-trade, zumindestens zu 78% und der Rest ist nicht ausgewiesen bio, aber von kleinen Anbaubetrieben.

Image

Hinten durch blickt man auf einen kleinen Garten (ganz niedlich) mit Möwen aus Keramik und einer Statue aus Hühnergöttern.

Image

Ich blicke auf ein interessantes Bild, das dort hängt und mich anspricht und greife von der Fensterbank einen Bildband, der Rostocks unbekannte Künstler*innen vorstellt. Fast alles dort Gezeigte gefällt mir. Auf einem Bild hält ein Schulkind eine Bombe im Arm statt der Zuckertüte und ich denke: Oh ja, der böse Osten. Militärdrill in der Schule usw..

Image

Der Kaffee wird in roten Tassen serviert und ist sehr stark. Nicht ganz hundert Prozent mein Fall, zugegeben, aber vermutlich liegt es an der Sorte.

Es gibt einen kleinen lockigen schafsartigen Hund namens Trudi, der reihum zu jedem Gast geht und beachtet werden will.

An einem alten Schrank hängt unten ein Schild mit schwarzem Filzer auf braunem Papier geschrieben: Sublim. Jedenfalls denke ich, daß das da steht, denn der letzte Buchstabe ist nur halb zu sehen. Ich rätsle die ganze Zeit herum, was das Schild zu bedeuten hat. Warum hängt es da so weit unten an dem Schrank. Ich will es fotografieren, aber eine Gruppe von Studenten sitzt im Weg.

Zuhause arbeite ich weiter an einem angefangenen Stück. Persephone soll es heißen nach einer Zeile bei Louise Glück: „Persephone is having sex in hell.“

Ich baue sofort Andys „We should fall in love with our eyes closed.” ein. Und etwas, das ich bei Roland Barthes gelesen habe: „Language is a skin. I have words instead of fingers.“

Ich verwende zig Framente von diversen Dingen, vokalen Spuren, die Frank mir geschickt hat, meine eigenen, Gitarren und ähnliches. Mittlerweile gleichen meine Musikstücke mehr und mehr Collagen.

Image

Gewichtchen der letzten Tage

Schlagwörter

Mich interessiert gerade Mette Frederiksen. Ob die sich zuweilen wünscht, sie wäre nicht ausgerechnet jetzt an der Macht und müßte sich nicht mit dem orangenen Ekelpaket rumschlagen?

Skorpionfrau aus Aalborg. Sie sieht aus wie aus „Borgen“ entsprungen. (Die Serie wäre jetzt gerade wegen den Grönlandbezuges wieder hochaktuell und interessant)

***

Bei Maggie Nelson der Satz: Ich versuchte geliebt zu werden.

Ich fragte mich sofort, wie.

***

Today was the day, die heran fahrenden Züge lösten blaue zischende Blitze an der gefrorenen Oberleitung aus. Ich liebe es. (-13°, nur 3 Grad wärmer als in Minsk)

***

Die interessanteste Stimme der 80er hatte Mark Hollis. Blöd nur, daß ich wirklich kein „Talk Talk“ Fan bin, aber diese Stimme ist genial. Dear Capricorn, ich wußte gar nicht, daß er tot ist. 64 ist ein gutes Alter zum Sterben. Das wäre bei mir in 5 Jahren. Die schaff ich noch irgendwie.

(Ich hörte nach, was ich an seinem Todestag gemacht habe, 25.2.19, aber meine Einträge sind relativ langweilig und haben noch nicht mal mit Musik zu tun. Immerhin träumte ich von einem sehr interessanten Buch, das Joan Didion geschrieben haben sollte.)

Im Web:

„Bevor du zwei Noten spielst, lerne erst einmal eine Note zu spielen – und spiele keine Note, bevor du nicht einen guten Grund dafür hast.“ Dieses Statement über seine musikalische Philosophie findet sich oft zitiert. Manches was Mark Hollis in den wenigen Interviews, die er gab, sagte, klingt hochgestochen, teilweise auch überheblich: weil er schon in den frühen achtziger Jahren, als seine Band Talk Talk reüssierte, von musikalischen Einflüssen wie John Coltrane und Schostakowitsch sprach, was sich allerdings im Synthiepop seiner Band noch nicht einmal in Spurenelementen nachweisen ließ.“

Der New Musical Express schrieb damals despektierlich, Mark Hollis klinge „wie ein Mann, der mit dem Mund voller Klebstoff gähnt.“

***

Aus der Reihe Biographien von Musiker*innen, deren Musik ich nicht höre: Diesmal Debbie Harry. Nachdem ich sie neulich bei Bella Freud sah, dachte ich: Wäre ja mal interessant, denn das NYC der 70er, 80er interessiert mich total.

Leider ein ziemlicher Klogriff das Buch. Oberflächlich könnte man sagen: grottenöde, ohne jedes Feingefühl geschrieben (ein Buch bei dem man sich einen Ghostwriter beinah gewünscht hätte), eine endlose Aneinanderreihung von „dann war dies, dann war das“. Noch schlimmer aber das, was darunter schimmert und an jeder Ecke durchbricht. Anscheinend so eine psychologische Sache von „Ich verdrehe schlimme, grenzverletzende, misogyne Dinge zu einem Haha, was war das komisch“-Narrativ.

Nicht nur, daß sie sich endlos in allem über ihren Expartner Chris Stein definiert (und zwar so massiv, daß es wirklich nervt, was mir im Interview schon auffiel), es werden auch allerhandlei wirklich grauenhafte Erlebnisse als kleine witzige Episödchen abgehandelt und nicht mal ansatzweise reflektiert wie etwa die Tatsache, dass sie jemanden besuchte, von dem dann brutal aufs Bett geworfen und sexuell bedrängt wurde, was sie toll fand, bis sie entdeckte, daß jemand versteckt das Ganze filmte. Kein Wort darüber wie traumatisierend das war. Oder eine Szene, wo sie tatsächlich vergewaltigt wurde, als jemand ihre Wohnung überfiel während ihr Freund gefesselt im selben Raum war. Das schlimmste daran waren die gestohlenen Instrumente. Auch andere sexuelle Übergriffe werden oft so beschrieben, als habe sie das eher amüsiert, etwa im Sinne von: „Der und der hat mir seinen Schwanz gezeigt, aber ich hätte gerne lieber den Schwanz von dem anderen gesehen.“

Je länger ich dem Hörbuch zuhöre, desto mehr widert mich das an. Und fast tut sie mir auch leid. Vermutlich so ein Generationending. Während junge Frauen heute über Me Too die Dinge beim Namen nennen, was nicht einvernehmlichen Sex angeht, hat ihr Jahrgang vermutlich noch so ein „ach, war halb so schlimm“ verinnerlicht.

Über ihre eigenen Gefühle erfährt man nur sehr bedingt was. Selten habe ich eine Biographie mit so wenig Tiefgang erlebt. Aber mir gefällt auch ihre Musik nicht, ihre Art zu singen und wie sie sich gibt, alles irgendwie künstlich, uninspiriert und uninspirierend.

***

Ich tippe bei google translate auf der kyrillischen Tastatur rum, einfach aus dem Spaß heraus, ob zufällig getippte Zeichen ein Wort ergeben. Mein Ergebnis: щиаксуж. Sieht beeindruckend aus. Schiaksusch. Ich google das und es gibt dazu nicht einen einzigen Eintrag.

Ich beschließe sofort, daß das die Leere ist, in die man treten kann, die einen aus dem Internet heraus führt. Zauberwort!

Als ich das dann als Prompt eingeben, erhalte ich dieses Bild:

Image

Oh! OH!!!!

Jetzt weißt du, wer der Führer aus dem Internet ist, denke ich.

***

Unnützes Wissen: Der 2. Juli ist der Tag der Udon Nudeln.

***

Ich möchte mal betonen, wie sehr ich es liebe, wie die Franzosen vidéo sagen. Diese Betonung ist irgendwie glücklich machend. Wieso eigentlich?

***

Jedesmal wenn ich ChatGPT benutze (was nicht so oft vorkommt), bin ich erstaunt wie gut das Ding ist. Alles total übersichtlich und für mich gut einordnebar. Aber in unserer Gesellschaft ist es Pflicht KI zu hassen. Dennoch bin ich immer wieder begeistert von den Möglichkeiten, so sehr ich das auch ablehnen möchte.

Und es amüsierte mich, als ich fragte, was Lily of Luna sei.

Hier das Fazit:

Lily of Luna ist keine große, bekannte Band im klassischen Sinne, sondern ein kleines, vielleicht künstlerisches Musikprojekt, das über Bandcamp eigene Songs und Alben veröffentlicht und eine eigene ästhetische, lyrische Welt um ihren Namen aufgebaut hat. Die Angaben zur Gründung 1991 und „revived in 2025“ klingen eher künstlerisch-poetisch als historisch bestätigt – es gibt keine breiteren Presse- oder Wikipedia-Einträge zu ihnen.

***

Datscha in the forest

Schlagwörter

,

Parfums, die zu Songtiteln inspirieren. Seltsam das. Aber wahr. Mich fand ein Duft namens „Bois Datchaï“ und das ergab in meinem Kopf dann „Datscha in the forest“. Sofort notierte ich mir das als guten Titel.

Und da ich gerade die (ungewöhnlich schlechte, aber dazu kommen wir noch) Biographie von Debbie Harry lese, stieß ich auf eine Passage in der sie Nico mit Carrie Smith vergleicht, die gleiche ruhige Bühnenpräsenz, wie sie meinte.

In diesem Video sieht Carrie Smith aus wie eine schwarze White Buffalo Calf Woman in diesem wunderbar außergewöhnlichen Kleid.

Dann sah ich eine Doku, in der ein Native American meinte White Buffalo Calf Woman wäre vergleichbar mit Jesus. Sehr inspirierend.

Mein auf Collagen geeichtes Gehirn verspann das alles zu einem seltsamen Kokon und daraus entstand dann der Song.

Image

„Sie schneidet sich die Haare“, das kommt in „Chelsea girls“ vor.

Der Taschenspiegel von Chanel, darüber habe ich in ihrer Biographie gelesen: „…in der einen Hand eine Zigarette, in der anderen einen Taschenspiegel von Chanel.“

„Alle haben nichts zu lauschen“ stammt aus einem herrlichen Nonsense Text, den meine Tochter geschrieben hat, als sie 15 war.

Image

Das herrliche Bild von der Straßenbahnhaltestelle im obersten Stockwerk stammt von Peter Handke.

Ich gebe zu, ich liebe es, wenn meine lyrics leicht (bis mittelschwer) kryptisch sind. Immer habe ich die Vorstellung, jemand könnte sich die Mühe machen und dem nachstöbern. Oder sich freuen, wenn es in meinem Blog erklärt wird. Aber das ist natürlich Unsinn.

Aber ich lebe jeden Tag nach dem Motto: Fake it til you make it.

Oder vielleicht auch mit so einem Shaker-schen Gedanken: Auch wenn es niemand sieht, man macht es sorgfältig, weil Gott es sieht.

Gewichtchen der letzten Zeit

Schlagwörter

Lande bei Siouxsie und dem Wort „Mittageisen“, das ja auch irgendwie witzig ist. Musiker bedienen sich bei der Kunst. So war es schon immer. Give me Dada, Bauhaus and the Surrealists in songs at any time.

***

S.s Doc Martens sind 10 Jahre alt. Ich erinnere mich noch, wie sie sie eingetragen hat. Sie sagt, mittlerweile hätten sie oben ein Loch, was sie eher cool als blöd findet. Und sie sagt, sie könnte sie nun zum ersten Mal auch ohne dicke Socken tragen. Eigentlich hätte es 10 Jahre gedauert, bis sie richtig weich geworden wären.

***

Am letzten Tag des Jahres Schnee.

***

In den (a)sozialen Medien macht eine Idee die Runde: Der Song, der an deinem 10. Geburtstag auf Platz 1 der Charts war, ist ein Hinweis auf 2026 für dich.

In meinem Fall ist das „Daddy Cool“. Mit dem sehr wegweisenden Text, ich muss schon sagen. Immerhin ein witziger Song.

Wie jedes Jahr frage ich mich: Mit welchem Song soll ich ins Neue Jahr starten? Vielleicht mit einem eigenen? Aber dann entscheide ich mich für einen Zufallssong, also wähle ich Nummer 26 aus der mir angebotenen Spotify Tagesliste. Es ist –was könnte passender sein- „Mad world“.

***

Sah einige Folgen Upstairs/Downstairs und googelte dann John Alderton. Stellte fest, daß Pauline Collins erst vor kurzem gestorben ist, am 5.11.. So niedlich, daß diese beiden, die bei U/D ein Paar sind, auch in echt in Paar waren. Ich fand sie beide immer besonders interessant. Ich glaube sie waren damals auch schon echte Publikumslieblinge. 85 wurde sie. John Alderton lebt noch.

***
Give yourself permission to be messy – just give that mess a home. (Tip zum neuen Jahr aus dem Guardian) Ich mußte das sofort in einem Songtext verarbeiten.

***

Es schneite in solch dicken Flocken, daß es wirklich aussah als kämen Federn vom Himmel geschwebt.

***

Über das neue Jahr

Ich bin unsicher. Sowohl die Jahre 86 als auch 96, 2006 und 2016 waren schwierig und keine so guten Jahre. 1976 erinnere ich nicht mehr, aber ich glaube, es war ok.

86 steckte ich in einer toxischen Beziehung, bekam eine Lungenentzündung mit sehr hohem Fieber und Tschernobyl erschütterte einen bis ins Mark.

96 war eines meiner dunkelsten Jahre. Falscher Wohnort, Verlust von Freunden, Gesundheitsprobleme, das Gefühl immer schwächer zu werden, Ziellosigkeit.

2006 Krankenhausaufenthalt, Anämie, zwei Blutkonserven und völlige Erschöpfung.

2016 Brexit, Trumpwahl, D.s schwere OP und der Tod seines Bruders

Also ist man schon ein wenig unruhig. Allerdings muss man auch sagen, daß jedes schlechte Jahr immer für Umschwung sorgte, für Aus- und Umbrüche, die gut waren. Und so waren 87, 97 und auch 2017 eher gute Jahre.

Image

Ich las: „Doch 2026 wird besonders: Denn am 17. Februar 2026 beginnt das Jahr des Feuer-Pferdes (火马年, Huǒ Mǎ Nián) – ein Jahr, das nur alle 60 Jahre wiederkehrt und für außergewöhnliche Energie, Leidenschaft und Erfolg steht. Das letzte Feuer-Pferd-Jahr war 1966, das nächste folgt erst 2086. Diese Seltenheit macht 2026 zu einem Jahr voller Erwartungen und kultureller Bedeutung.“

Ich dachte immer, das Feuerpferd sei besonders schwierig. Da ich 66 geboren bin, bin ich nämlich eins.

Und dann erfuhr ich noch, daß 2026 ein Jahr ist, in dem alle Zahlen der Jahreszahl 10 ergeben. Was irgendwie als gut gilt, ruhig, entschleunigt. (hm)

***

Es geht pö a pö abwärts! (YT Kommentar)

***

W. brachte mich auf die Website, die einem das bietet: words gained prominence in year of birth.

In meinem Fall ist das witzigerweise u.a. „Big hair“. Aber natürlich nur für Amiland gültig.

Trotzdem witzig. Im Falle meines Kindes ist das das Wort Selfie.

Dabei erfuhr ich dann auch gleich noch, daß das Wort „Run“ 645 verschiedene Bedeutungen haben kann. (Vermutlich wenn man „run a buisness, run a store, run a trade, run up, run down, run underneath etc.” alles einzeln aufzählt)

***

Nachmittage im sanften Licht und bei Schnee, nicht viel, nur eine dünne Schicht, die aber bleibt, weil es permanent Minusgrade sind. Ich liebe die sanften Pastellfarben. Jedesmal wenn ich ans Fenster trete, huscht irgendwas sehr kleines im Gebüsch und hält nicht still, aber ab und an blitzt es auf, der Zaunkönig besucht mich. Du lieber kleiner Schlingel denke ich und mir blutet das Herz, daß ich ihn wegen der Ratten nicht füttern kann.

***

Ich träume andauernd von Katzen, als wären Katzengeister immer um mich her. Als ich S. das schrieb, antwortete sie: Liegen Sachen auf dem Boden, die vorher auf dem Tisch lagen? Ist der Käse angebissen? Sind Pflanzen plattgelegen?

***

Black is the colour.

Mit der wunderbaren Zeile: „I love the ground whereon she goes….“.

***

Kaufte mir „She said“, sah ihn zum dritten Mal. Ich liebe den Film. Interessant, wie die beiden gefilmt sind, immer in Zwischenpositionen, in Treppenaufgängen, in Türrahmen, in Fluren, immer irgendwie mit einem Bein auf dem Sprung unterwegs, gerade Straßen überquerend, gerade in die Metro wollend, hinter Glas, im Vorbeigehen usw.. Sie sind so gut gewählt. Meine Lieblingsrolle für Carey Mulligan.

Und Mode im Film: Die ganze Zeit tragen die beiden diese interessanten Kleidchen, sie sehen fast immer sehr viel jünger aus, wie Schülerinnen ein wenig. Absicht? Oder weil das die Mode ist? Sie sind sehr dünn, gehetzt, tragen diese leichten Kleidchen, manchmal in sich gemustert, die Mode von jungen Japanerinnen. Wie so ein Unterstreichen der Tatsache, daß es junge Frauen sind, um die es hier geht. Und dennoch sind sie stark, wissend, energetisch, klug, flink, wenn auch oft überfordert, erschöpft, zu tief drin, zweifelnd.

Abends nahm ich das Buch (#Me too) mal wieder zur Hand.

Darin diese rührende Szene, in der die Schauspielerin Marisa Tomei über den widerwärtigen Sexismus in Hollywood schreiben will und dann einen kleinen Satz in einem Vogue Artikel dazu findet und den Ausschnitt lange Zeit mit sich herum trägt als Versicherung, daß sie das nicht als einzige empfindet.

Image

***

Und Bella Freud macht eine NYC Edition und interviewt Debbie Harry. Ich muss gestehen, daß ich mit ihr früher nichts anfangen konnte. Nicht meine Musik und nicht mein Frauentyp. Blondinen gingen mir immer auf die Nerven. Immer wurden sie einem als das ideale Frauenbild hingestellt, sie waren schon von Natur aus besser, nur weil sie blond waren. Das weckte meinen absoluten Widerstand. (Ich mochte auch M. Monroe nicht und Grace Kelly und andere klassische Blondinen) Und die Musik von Blondie war wirklich so überhaupt nicht meine Musik. Also nie mein Fall gewesen, aber in der sensiblen wunderbaren Atmosphäre der Freudschen Interviews kommt ja irgendwie jeder besonders gut zu Geltung und ich fand sie sympathisch und angenehm. Allerdings fiel mir auf, daß sie bei jeder zweiten Frage auf ihren Partner verwies. Er kann das besonders gut oder durch ihn hab ich das gelernt oder das war zu der Zeit als er….(das ließ mich etwas seufzen)

Und sie versetzte mir einen kleinen Schock als sie von Nan Goldin immer in der Vergangenheit sprach, ich dachte schon, sie wäre tot. Lebt aber noch.

Nachtrag: Witzigerweise fiel mir dann wieder ein Film ein aus den 80ern, den ich damals irgendwie witzig fand. Hanna Schygulla als Elaine Hines, eine abgebrannte Schriftstellerin in NYC, die ihre Klamotten mit einer Glühbirne bügelt (die Szene blieb mir hängen). Da spielt Debbie Harry auch mit. Den Film gibt es tatsächlich auf YT: Forever Lulu.

Vierter Tag im Januar 2026

Schlagwörter

, ,

Wir starten gleich ins neue Jahr mit einem wirklich ungewöhnlichen Song. Die Idee dazu entsprang Franks Genervtsein von der Autokorrektur und so kamen wir auf den Titel „Hang the autocorrection“ oder „Kill the autocorrection“. (Es heißt eigentlich autocorrect, aber correction klingt besser) Sofort meinten wir, daß das ein guter Songtitel ist.

Die Lyrics dafür schreibend, fiel mir dann das Wort autocorrectocracy ein.

Das Cover entstand als absoluter Glückfall. Herrlich! Ganz meins.

Zuweilen amüsiert mich AI Art wirklich (und ich verdränge immer noch die downsides). Bei dem Versuch japanfotographiebeeinflußte Bilder zu erstellen, ergaben sich gerade zu unheimliche Momentaufnahmen. Mit wem oder was ist die Person im Bett?

Image
Image

Manchmal führt uns AI wirklich in ungewöhnliche Bilderwelten. Vielleicht fasziniert mich das gerade besonders.

Image

Ich frage mich immernoch, ob wir es irgendwann als normal ansehen werden, mit diesen Bildern zu leben und zu arbeiten?

Image

Ich wünschte mir oft, man würde sich weniger schuldig fühlen, wenn man AI Art benutzt. Aber das würde natürlich vorraussetzen, daß das ganze umweltverträglich wäre.

Letzter Tag des Jahres 2025

Schlagwörter

,

Letzter Tag des Jahres und nach all den Aufforderungen die Hoffnung, daß weniger geballert wird, aber der Sound den man so hört seit verkauft wird, belehrt einen eines Besseren.

Gestern in Hamburg gewesen. Auf der Fahrt, noch vor der Autobahn zwei tote Füchse. Schlechtes Omen, aber es war alles gut.

Seltsamerweise wurde es um Lübeck herum immer frostiger, weißer, kälter und dann war die Landschaft richtig weiß. Wir wunderten uns. 30 km vor Hamburg dünnte das dann aus und in Hamburg selber war nix. Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag.

Image

Ich war irgendwie gar nicht so richtig da, genoß aber interessante Menschen, imposante Architektur, das typische Hamburgfeeling eben. Viele Frauen in dünnen Strumpfhosen zum Minirock, das wunderte mich, denn es war echt kalt. Manche auf dem Rad ohne Mütze. Toughe Nordlichter.

Image

Alles verströmte diesen Vibe von verbrauchtem Jahr und Winterstarre, aber es war trotzdem alles irgendwie schön und geborgen. Ich mochte das.

Image
Image
Image

Ins Codo. Sofort fiel mir ein Buch auf „Ravens and red lipstick“, Japanische Fotographie von 1945 bis heute. 25 Euro, ein toller fetter Bildband. Aber nein, brauchst du nicht, sagte ich mir, ging rein und kaufte die „Achtung Mode“ als Schlachtmaterial (interessantes Heft über Mode im Film, göttlich häßliche Bilder darin). Die Zeitschrift kostet nur 10 Euro und ist deswegen attraktiv.

Patti Smiths Geburtstag, ihr Buch lag da natürlich. Aber das läge auch so da.

Ich ließ D. nicht lange warten und wir fuhren zum Café Stark. Überall waren Parkplätze zu kriegen, was gut war. Wir parkten direkt davor und der Kaffee war sehr gut, aber zu wenig.

Image

In Hamburg gibt es auch nie wirklich gute Flyer oder Gratiskarten, anders als in Berlin.

Im Stark war es wie immer. Das vollkommen zugestickerte Klo. Und (anders als in Berlin) ein Paar unseres Alters, die setzten sich an einen kleinen Tisch und tranken Bier aus der Flasche.

Image

Ich erzählte D. von dem japanischen Bildband und er verstand nicht, daß ich den nicht gekauft habe. Und natürlich bereute ich das bereits. „Was, nur 25 Euro, was sind schon 25 Euro usw.“. Also fuhren wir zurück zum Codo und ich kaufte den Band. Ich sagte: „Mein Mann hat mit mir geschimpft.“ Der Verkäufer lachte. Er sagte, sie hätten bereits nachbestellt.

Später als wir Pause machen, gucken wir zusammen rein, die Fotos sind großartig. Und natürlich sind da wieder die Raben von Masahisa Fukase. Und überhaupt einige meiner Lieblingsbilder der japanischen Fotografie und viele, die ich noch nie gesehen habe.

Image

Schließlich noch in den Asia Markt. Ich kaufe jede Menge eingelegtes Senfgrün und neue Soßen, außerdem meine japanischen Lieblingschips und Ingwerbonbons, die groß und scharf den ganzen Mund ausfüllen, sehr schwer zu essen.

Image

Auf der Rückfahrt interessanter Himmel, sehr graue Wolken in all dem Rosa. D. ging an einem Rastplatz eine rauchen und sagte: Ich habe das Gefühl, es wird gleich schneien und kaum saß er wieder drin, fing es an. Aber nicht für lange, wir fuhren wieder zurück ins Trockene, Unweiße.

Doch in der Nacht kam der Schnee dann auch zu uns. Sieht schön aus so zum neuen Jahr, allerdings soll es morgen regnen.

2025 war ein interessantes Jahr (interessant ist ja meistens ein Synonym für anstrengend). Erst war es so richtig toll, weil Lily of Luna so eine geniale Neuerung war, dann im Sommer fing meine Harnwegsgeschichte an und es driftete ins mehr als Unangenehme. Dann aber wurde es wieder entspannter und insgesamt mochte ich es. Es gab Neuentdecktes und Wiedergewonnenes, gute Inspirationen, Dinge, die ich zum ersten Mal getan habe und Vertrautes, das mich schon lange begleitet und zwischendurch war ich auch ein paar Mal für andere von Nutzen und habe ihr Dasein erhellt. Nun freue ich mich wie immer auf das nächste Jahr. Mal sehen, wie es wird.

Gewichtchen der letzten Zeit

Schlagwörter

Bekam die Aufforderung in 2016 zu degooglen und meine Freunden zu helfen, auch zu degoogeln.

***

Wie immer nehme ich mir vor, übers Jahr die Bücher aufzuschreiben, die ich lese. Wie immer mache ich das dann doch nicht.

Wenn ich im Bett liege und nach links blicke, liegen da gleich 4 nicht zu Ende gelesene Bücher. Und das sind nur die sichtbaren.

Neulich sah ich ein Video, wo ein Typ sagte, daß Bücher grausam sind, Seiten und Seiten voll mit Wörtern, die man lesen muss und es hört nie auf. Man könne doch ab und an gnädig mal leere Seiten einfügen. „Let me get my head above water for two seconds!”

Ich mußte lachen, weil ich das in seiner Absurdität doch so gut nachvollziehen kann.

Manchmal möchte man sagen: Zum Teufel mit jeder Lesedisziplin. Von manchen Büchern braucht man eben nur Teile.

Am besten sind die Bücher, die man nie ganz gelesen hat, aber man liest immer wieder rein und findet es großartig. Vielleicht sind deswegen Lyrikbände so faszinierend. Niemand verlangt, daß man die ganz lesen muss. Man kann Häppchen nehmen. Ein- und ausschwingen und sie sind großartig. Man braucht sich auch den Inhalt nicht merken, kann wild irgendwo aufschlagen und ist mittendrin.

Ocean Vuong zum Beispiel. Seine Romane interessieren mich nicht wirklich, aber seine Gedichte reizen mich. Ich las neulich hinein, sie sind faszinierend. In dem Interview das Bella Freud mit ihm führte, hatte er sehr viel Interessantes über Gedichte zu sagen.

Ja, ich muss es leider zugeben: Die Tatsache des Bücherkaufs, des Bücher Mitnehmens, Bücher auf Tischen liegen habens ist für mich interessanter als das Lesen selber. Meine Augen ermüden zu leicht, meine immer noch vorhandenen mouches machen es schwierig längere Zeit zu lesen. Außerdem kann ich nur noch mit dem rechten Auge lesen, mit beiden geht nicht. Und das rechte ist ausgerechnet das kranke.

Ich liebe es Buchkäufe mit Reisen zu verbinden, mit Ausflugstagen, mit besonderen Unternehmungen, Stadtbesuchen.

Früher liebte ich es, mir Bücher von Freundinnen zu leihen. Es war so schön, sich ein Buch zu leihen von jemandem, den man schätzte. (Warum habe ich immer nicht-lesende Partner gehabt, oder jedenfalls oft?)

Anderentags ging ich meinen halben Bücherschrank durch, weil ich wissen wollte, ob ich bei jedem Buch noch weiß, wann und wo ich es gekauft habe. Ich wußte es meistens.

Und dennoch, irgendwie verschwimmen schon wieder alle Bücher des Jahres. Ich kann mich nur an wenige noch erinnern.

Warum schreibe ich sie mir nie auf? Soll ich mir das jetzt mal für 2026 vornehmen?

Image

***

Neulich guckte ich Modezeitschriften durch, welchen Nagellack Models so tragen. Die Antwort ist: gar keinen. Manchmal, wenn für Schmuck o.Ä. geworben wird, haben die Models powderpink farbenen oder weißen oder durchsichtigen, aber nie irgendwas Abgefahrenes.

Strange. Ich trage gerne an jedem Finger einen anderen in harmonischer Farbfolge. Oder schwarz.

Wenn ich ganz mutig bin, dann gelb, orange, rot, braun, terrakotta. Und immer fallen mir interessante Nagellacke bei anderen auf.

Männer mit schwarzem und Frauen mit dunkelbraunem Nagellack gewinnen stets mein Herz. Das sind die unkonventionellen.

Auch mal interessant: Nagellack im Film. Der blaue Nagellack, den Kate Winslet in „Little children“ trägt, an den Zehen. Die Freundin von Madonna in „Desperately seeking Susan“, die sich ebenfalls die Zehnägel lackiert und dann durchs Zimmer hüpft, um ans Telefon zu gehen. In „Dear Frankie“, die Nan, die sich ihre Finger scharlachrot lackiert und sich dabei an Joan Crawford und Bette Davies erinnert.

Die Tatsache, daß Kate Middleton als Williams Frau keinen anderen Nagellack mehr tragen darf als „Balletslipper“, so ein zartes rosa. Nagellack scheint irgendwie gefährlich zu sein, kontrovers, leicht verrucht, irgendwie besonders.

An Weihnachten habe ich dann meiner Tochter gleich 6 meiner Nagellacke geschenkt, sie war so begeistert von den Farben. Sie benutzt eigentlich nie welchen, bekam aber sofort Lust dazu. Ich bin immer froh, wenn das Kind, das materielle Geschenke fast immer ablehnt, sich doch mal was geben läßt. Ich habe immer den Eindruck, preloved ist ihr lieber.

***

Beim Abendbrot erzählte D. mir, Rosa von Praunheim sei gestorben. Ich dachte: ach.

Jedesmal, wenn ich von jemandem höre, der gestorben ist und alt war und ein ganz gutes Leben hatte, beneide ich ihn. Weil er das hinter sich hat, diesen gewichtigen Schritt.

Ein seltsames Gefühl.

***

Gesammeltes von Bella Freuds Website:

Paris ist wunderschön, und ich habe dort viele schöne Zeiten verbracht – aber ich fühle mich immer einsam. Sobald ich ankomme, sehne ich mich danach, wieder weg zu sein.

—-

I like the words on record covers, and protest march words are often very good. ‘Ginsberg is God’ was my first word jumper. I was vaguely thinking about Allen Ginsberg but also about the atmosphere of how free the Beat poets were – how they threw language around. Then there was a famous t-shirt in the 70’s that said Clapton is God. Someone once asked me if Ginsberg meant Ginsberg’s the haberdashers in Petticoat Lane. It didn’t, but it could.

Image

***

Schlug blind das Buch „A fieldguide to getting lost“ auf und tippte auf einen Satz mit dem Gedanken, das als nächsten Songtitel zu nehmen. Es war: To reconcile being an avantgardist. Genial.

***

Achtkantig. Das wurde früher gesagt: Den schmeiß ich raus und zwar achtkantig. Keine Ahnung, was das bedeutet.

***

Bösnesshaftigkeit (Influencer Deutsch)

***

Geilofanto (lange nicht gehört)

Image

***

Es gibt keine Lüge im Tanz (Choreograph in einer Ballettdoku)

***

Kann man überhaupt noch Kurt Schwitters verwenden? Es wimmelt da nur so von dem Wort Merz, bei dem heute jeder an nüscht Gutes denkt.

***

Sah ein Interview mit Sean Lennon und dachte an Grapefruit. Ich dachte, gibt es eine Grapefruitseite per Zufallsgenerator. Nein, aber Grapefruit als PDF und ich wählte als Zufallsseite die 16 und geriet an eines meiner Lieblingspampelmusen: Bag piece.

Image

Vor einigen Jahren habe ich mal zur Wintersonnenwende an Freunde diesen Text in eine Collage eingebaut und verschickt, weil er mich so begeistert hat. Heute IST Wintersonnenwende.

Und gerade fehlt mir doch noch ein Text. Also sprach ich:

Carry an empty bag.

Put all the darkness into it.

Go home when the light comes.

Put the bag under your bed.

***

Schon der Eingang dieser Wohnung: Diese wundervolle klappbare Hakenleiste habe ich mal irgendwo gesehen und genial gefunden, den Stuhl habe ich auch, nur aus hellem Holz und das Utensilo ist so sehr mit meiner Kindheit verknüpft, denn das hing bei meinen Eltern einmal im Flur in schwarz und einmal im Bad in weiß. (Da ich mich an unsere Wohnung nicht ohne erinnern kann, müssen sie es gekauft haben, als es ganz neu auf dem Markt kam: 1969.) Und ganz seltsam, an dem Teil im Flur war das Bild einer Oskar Schlemmer Puppe am Galgen befestigt, das ich von klein auf kannte und es seltsamerweise nie verstörend fand. Keine Ahnung, was meine Mutter daran so interessant fand, aber solange das Teil bei uns existierte, war daran immer dieses kleine Bild befestigt. Wenn ich da heute drauf gucke, finde ich viel verstörender als damals.

Aber was mich daran am meisten umhaut ist der Blick. Ich will genau so einen Blick. Allerdings nicht in NYC.

***

Heute sagte ich zu D: Na dann um wölf. Und ich fragte mich, wieso sagen wir immer wölf statt zwölf. Wann hat das angefangen und warum. Irgendein Kind muss das gesagt haben, aber nicht unser eigenes.

Die Sprache von Leuten, die lange zusammen sind. Bei D. und mir sind es im April 39 Jahre.

Wir können durchaus Gespräche führen und niemand versteht, was wir meinen. Das Ganze ist ein interessantes Sammelsurium aus gemeinsam erlebten Situationen, Filmzitaten, internen Witzen.

Ich glaube unser krassestes jemals war: Die Teile werden nix (es gibt um irgendwelche Bratlinge oder Kartoffelpuffer), sagte D.

Ich fragte: Hamburg?

Er: Nee, was zu lesen.

Das ist nur witzig wenn man es kennt.

(Vieles ist Kempowski-Schnack.)

Ein Partner ohne Sinn für Zitate, Verballhornungen, Spoonerisms, allerlei Schabernack, Wortspiele und Sprachwitze wäre für mich nicht vorstellbar. Allerdings auch keiner, bei dem jede Antwort ein Witz ist, eine Verdrehung oder eine Anspielung.

Image

***

Warum heißt es die Büchse der Pandora, aber im englischen Pandora’s box. Pandoras Schachtel? Pandora’s tin? Wiki sagt, das war eigentlich ein Tongefäß, wurde aber durch einen Übersetzungsfehler zur Schachtel im Englischen. Und im Deutschen? Wieso nicht das Gefäß der Pandora?

Und natürlich weist alles daraufhin, daß die Pandora selbst die (alte) Schachtel ist. Frauen als Gefäße, der Klassiker.

***

Tää Zää Uu

Schlagwörter

,

Eine ganze Reihe ungewöhnlicher Stücke sind in letzter Zeit entstanden. Ich habe sie zu einem Album (das sich noch im Laufe der Zeit füllen wird) zusammen gefaßt und es „Tää Zää Uu“ genannt, inspiriert von Kurt Schwitters „Ursonate“.

Ich finde es gerade interessant mit (d.h. fand ich eigentlich schon immer) mit Sprachfragmenten und Texten, die eigentlich keine richtige Sprache sind zu arbeiten. Natürlich auch mit rückwärts gesetzten Aufnahmen. Ich mag es, wenn das Ohr ungewöhnlichen Klangerlebnissen ausgesetzt ist. Es ist als würde man ein klein wenig schräg auf die Wirklichkeit blicken, woraufhin das Unsichtbare sichtbar wird.

Bei „Key to the universe“ habe ich Nikola Teslas Idee von der Zahlenkombination 369 aufgegriffen, die für ihn den Schlüssel zum Universum darstellt. Kombiniert mit einem Text, den Frank mir mal aufgenommen hat und seinem „ok“ von einer weiteren Aufnahme, ergibt das eine herrlich hypnotische Mischung.

Das Stück „Tränen“ hingegen besteht komplett aus einer Fantasiesprache (sehr Schwitters, sehr Jandl) und mittendrin kommt eben der Satz „rührt mich zu Tränen“ vor, daher der Titel.

„Hounds in Mama’s garden“ lebt von Samples. Eine Technik, die ich früher total geliebt habe und die auch schon Teil der früheren Lily of Luna Tracks war.

Nina Simones „Hey lordy Mama“ und der Anfang von Big Mama Thorntons „Hound dog“ verleihen dem Track so eine ganz besondere Qualität. Dazu Franks wunderbar bluesige Gitarre.

Ein absoluter Liebling momentan.

„Entzifferte“: einer meiner Lieblingseffekte ist der Volume Former, der je nach Einstellung die Spuren zerhackstückt, was bei Sprache oft den Effekt hat, daß man nichts mehr versteht, sondern nur noch rhythmische Sprachstückchen hat und gerade das reizt mich. Die Lyrics von Frank, der alle möglichen Personen aufzählt, u.a. auch die Entzifferten führen wieder weg von dem Üblichen hin zu einer jandlschen Welt, die mich interessiert.

Ich habe immer öfter das Gefühl, das ich jetzt die Musik mache, die ich immer machen wollte: Ungewöhnlich, schräg, sprachorientiert, von melancholischer Schönheit. Und auch wenn das alles natürlich nicht bahnbrechend neu ist, haben wir doch beide das Gefühl ganz bei uns zu sein in dem, was wir tun.

Und irgendwann werden uns vielleicht auch die richtigen Zuhörer finden. Und wenn nicht, dann ist das eben nur für uns und die Handvoll Leute, die das begeistert.

Gewichtchen der letzten Zeit

Schlagwörter

Die Pantone Farbe des Jahres 2026 heißt Cloud dancer, eine Art off-white.

“The cacophony that surrounds us has become overwhelming, making it harder to hear the voices of our inner selves,” sagt die Australische Vogue. “A conscious statement of simplification, Cloud Dancer enhances our focus, providing release from the distraction of external influences.”

Image

(Ich blättere online durch die Australian Vogue und schreibe alles auf, was mich inspiriert, dann setze ich das neu zusammen und erhalte einen Songtext.

The scent

Unfolding gestures,

Our shared language

Artistic fulfillment

Takes shape like a scent

Something unseen

The air is alive

The rhythm of two artists in exchange

I wear you like a talisman

La collection privée

In an industrial warehouse

I remember I felt

So cinematic.)

***

Es gibt eine Lampe zu kaufen, die aussieht wie ein überdimensionierter Sojasoßenfisch, hergestellt aus Plastik, das aus den Weltmeeren gefischt wurde. (“we launched the Light Soy lamp to shine a light on the big problem with small plastics, like the iconic soy fish”).

***

Hotelrezension: Bett zu Erich etwas durchgelegen

***

There was a Café, that always seems to be closed. (Geschichten, die so anfangen….)

***

Everybody walked quiet in the past

***

Sage advice (Der Rat des Salbeis)

***

Im Café will ich einen Tee bestellen, der „Stay in balance“ heißt, aber sie haben den nicht, ich bestelle dann einen Chai, aber der entpuppt sich als bitterer Schwarztee.

Image

***

Nächte Zuhause sind einerlei, aber Nächte woanders, in der Fremde, da braucht man Schutzkräfte.

***
Im Hotelzimmer denke ich an tiny appartments (never too small) und richte es in Gedanken ein. Das Bett müßte schmaler sein und anders stehen. Genial, was für einen Blick man dann vom Bett hätte. Aber der Schreibtisch- schwierig. Müßte man noch eine Küchenzeile unterbringen, wäre man schnell am Ende. Dennoch ginge das irgendwie.

Die Farben sind genial. Die Wand an der das Bett steht ist schlammfarben, das Betthaupt und die Stuhlpolster in einem sehr warmen Terrakottaton, der Rest der Wände eierschalenweiß, die Vorhänge dunkelbeige. Dazu jede Menge Holz: Boden, Tisch, Lampen, Schrankwürfel (der ist auch genial).

Was ich auch tue, mein Tisch ist stets vollkommen überfüllt.

Image

(Von KI nachempfunden, nicht das echte)

***

Geschichte, die mir Philip erzählt hat (ich weiß nicht, ob der Philip heißt, aber ich habe den mal so genannt): Er ist in einem Café in Mitte und bestellt einen Kaffee. Die Barista sagt zu ihm: English please. Er wiederholt die Bestellung auf English. Die Barista geht zum Tresen und ruft auf Deutsch: Einen doppelten Espresso!

Es reizt mich sehr sehr sehr mal in diesen Laden zu gehen, zumal ich da ohnehin mal hinwollte. Die zweite Geschichte, die ich darüber gehört habe, war, daß man jemanden angemault hat, der Zucker im Kaffee wollte.

***

Gedenke, daß du ein Kind bist und wieder zum Kind werden wirst.

***

Sehe in Berlin, wie ein Postkasten geleert wird. Der Mensch, der das macht hält einen gigantischen Sack unter den Kasten und es purzeln so viele Briefe hinein, daß er Mühe hat, das Teil zu halten. Weil nicht alles direkt rausfällt, tritt er mehrfach gegen den Kasten. Der ganze Vorgang geschieht in so absolut roher Weise, das es mich beinah schon amüsiert. So ganz unverhältnismäßig.

***

Warum ich einen 3-Tage-Städtetrip alleine jedem empfehlen würde.

Wie immer sind die besten Erlebnisse die, die einem Zugang zu mehreren Ebenen ermöglichen. So auch in diesem Fall. Wichtig ist, daß man unbedingt allein sein muss, nichts darf geplant sein, es darf keine Verabredungen geben, keine Treffen. Alleinsein gehört dazu, denn es erhöht die Achtsamkeit und bringt einen in Kontakt mit tieferen Schichten des Selbst. Anders als in meinem Fall, sind die meisten Menschen erschreckend selten alleine, erschreckend selten unverplant. Sich da drei Tage hinein fallen zu lassen, kann beängstigend sein, ist aber extrem interessant.

Das Beliebige, Zufällige, Ungeplante macht das Besondere möglich, das Unerwartete, das Lehrende. Die Stadt bietet einem Symbole an, diese vielfältigen Eindrücke aus Bildern, Gerüchen, Musik, zufällig angehörtem, Streetart, Verkehrswegen, Angeboten und Möglichkeiten sind so bereichernd.

Das Hotelzimmer.

Nichts hat so eine seltsame eigensinnige Magie wie Hotelzimmer. Egal wo, egal wie, sie können alles sein: Nester der Geborgenheit, Stoff aus dem Alpträume sind oder Orte der Ödnis.

Selbst bei sorgfältigster Planung, gibt es immer wieder Dinge, die überraschend sind, meistens die Größe.

Grundsätzlich ist es mir immer wichtig, Hotelzimmer mehr oder weniger so anzunehmen wie sie sind. Das ist der Raum, der mir gegeben wird, Punkt. Es sind 3 Nächte, die sind immer irgendwie zu überstehen. Bei vorheriger sorgsamer Wahl sind sie meistens so ganz schrecklich nicht. Oft gibt es immer auch etwas überraschend Gutes. 3 Vorteile hat wohl jedes Hotelzimmer, bei miesen ist es oft der Preis oder die zentrale Lage oder einfach nur eine Winzigkeit wie eine gewisse Romantik.

Grundsätzlich verwandelt man sich, wenn man ein Hotelzimmer alleine bewohnt. Man wird zu dem Menschen mit Möglichkeiten, zum Reisenden. Reisen verlangt Aufgeschlossenheit. Wer reist, kann sich weniger gut abkapseln als gewöhnlich, wer im Hotel lebt, hat aber seinen geschlossenen Raum. Kann für sich sein. Kann eine Tür abschließen und bestimmen, was er tut.

Hotelzimmer lassen alles Überflüssige weg für eine Weile. Alles ist kompakt und überschaubar. Oft muss man improvisieren und mit dem auskommen, was man hat. Das ist zuweilen angenehmer als man denkt. Was rumliegt, ist schnell verräumt, der ganze Kram von Zuhause ist weit weg und man merkt wieder wie wenig man braucht.

***

Sehe in einem Lifestylemagazin Kinder auf Eames Stühlen und denke: gute Idee für ein KI Bild.

Image

Allerdings ist das Ergebnis etwas surreal.

***

Zuweilen kann ich mich verlieren in Dokus über Tiny houses oder irgendwelche Wohnungen generell. Ich finde das so interessant. Da kommt mein Erbe wieder durch (meine Mutter war eine verhinderte Innenarchitektin, meine ganze Kindheit war voll mit Gesprächen über Einrichten, Wohnen, Design und Mode).

Lieblingsserie auf YT: Never too small.

***

„So haben wir die Musik für diese Szene gemacht, Gaspar. Warren und ich nahmen ein paar schnelle Klatschgeräusche auf, die Luis, unser genialer Tontechniker, um zwei Oktaven tiefer legte, Tremolo hinzufügte und mit einem tickenden Uhrgeräusch überlagerte, was dem Ganzen einen knappen, prägnanten Rhythmus verlieh. Dann legte Warren eine richtig fiese, altmodische Basslinie ein. Ich fügte ein paar dissonante Orgelklänge und ein kreisförmiges Akkordmuster auf dem Klavier hinzu, schrie dann ein paar Obszönitäten ins Mikrofon, die wir rückwärts abspielten, in der Tonhöhe veränderten, mit einem leichten Hall unterlegten, durch ein Decapitator-Distortion-Plug-in jagten und tief in den Mix einbetteten. Im Kontext der Verfolgungsjagd wirkte das alles angespannt, nervös und absolut passend.

Doch dann springt Warren auf! „Leg einen verdammt langsamen Drumbeat drauf! Boom-boom bam! Boom-boom bam!“ „Na, dann mal los“, denke ich mir. Luis legt den Drumbeat auf. Warren setzt sich ans Keyboard und fügt eine gewaltige, supertiefe, bedrohliche Orchesterlinie hinzu, die das Musikstück komplett verwandelt. Er ergänzt sie mit Bläsern – schwer, punkig und dämonisch – und der Track wandelt sich augenblicklich von klein und nervös zu etwas Überirdischem, Kraftvollem und Apokalyptischem. Die Szene gewinnt eine düstere neue Ernsthaftigkeit. Wir sind alle sehr zufrieden mit dieser Entwicklung.“

(schreibt Nick Cave in einem Brief an Fans. Ich überlege ernsthaft, ob ich den Sound nachmachen soll) (Sein wunderbarer „Blog“, The red hand files, ist eine fantastische Fundgrube für Weisheiten und liebevolle Botschaften. Was der sich für eine Mühe macht mit seinen Fans, das ist schon besonders.)

***

The house is rented, but the life you create there is your own (sagt jemand in einem YT Video)

***

Luxusprobleme: Ich mag unseren Milchaufschäumer nicht. Er hat so eine ungünstige Handhabung. Ich will keinen neuen kaufen, wenn er nicht kaputt ist, also bin ich jeden Tag genervt von dem Teil. Aus Rache nenne ich ihn stets anders und weise D. also zuweilen an mir „den Besen“, „den Staubsauger“ oder „den Betonmischer“ aus der Schublade zu geben.

Die geheime Rache des Menschen an nervigen Dingen: Die Karre, die Schese, das Dingsbums, dieses blöde Teil, den ollen XX, das bescheuerte YY, das abartige ZZ.

Hingegen der geliebte Gegenstand: Mein XX, YYchen, ZZlein, und der Satz: „Das Leben ohne dieses Teil ist zwar möglich, aber sinnlos“.

***

Im Web: Ein Foto von einem Mann, der an einer Bewässerungsanlage steht. Dort heißt es:

“Jordan now treats and reuses a large share of its wastewater for agriculture, helping one of the world’s most water-scarce countries protect its future.” Und ich brauche SEHR lange, um zu kapieren, daß der Typ nicht Jordan heißt, sondern daß damit das Land gemeint ist.

Immerhin habe ich bei dem Bild von einer Frau, die Schulessen ausgibt und unter dem steht: „Latvia provides free school meals for primary-age students, helping families with costs and supporting children’s nutrition and learning.“ nicht gedacht, daß die Frau Latvia heißt.

***

Sah eine Doku über 100 Jahre New Yorker. Dabei fiel mir Francoise Mouly ins Auge. Den Job möchte ich machen: Editorin für die Coverbilder sein. Beneidenswert. Erst als sie erwähnte, daß sie mit Art Spiegelman verheiratet war, fällt mir ein, wer sie ist und ich ziehe das Buch von Nadja Spiegelman aus dem Regal, das ich vor 7 Jahren gelesen habe und das mich irgendwie verstört hat. Es war eine Qual das zu Ende zu bringen.

Image

Innen fand ich eine Postkarte. Nicht immer passen Postkarten vom Bild her genau zu den Büchern, aber diesmal hatte ich die Empfindung, daß sie genau paßte. (Es ist immer wieder interessant Postkarten, also Lesezeichen in Büchern zu finden.)

***

Sah mir einen Arte Bericht an über Valerie Solanas, erfuhr aber nichts Neues. Entdeckte, daß man SCUM online lesen kann.

Mußte an frühe Feminismus-Sachen denken, wie frau damals die Welt sah. Die Töchter Egalias und all das, der Tod des Märchenprinzen. Heute kommt einem das alles vollkommen durchgeknallt vor oder vielleicht doch nicht ganz. Immernoch gilt: frau muss sich damit auseinandersetzen, was für ein Wahnsinn es ist, in einer patriarchalen Gesellschaft leben zu müssen.

Aber natürlich denkt man immer mehr: Nicht Männer sind das Problem auf dieser Welt, sondern Menschen.

Aber gut, wir gehen alle durch’s Dunkle ins Licht. Oder? Tun wir doch?

Immer noch besteht die interessante Frage: Warum bin ich eine Feministin geworden? Was löst das aus? Und warum sind so viele Frauen zufrieden mit ihrer Rolle? Warum habe ich schon so früh ALLES in Frage gestellt?

***

Noch mehr Berliner Eindrücke

Schlagwörter

,

April, 1st. Der Laden nimmt immer mehr mystische Züge an, was mich selbst amüsiert. Zunächst war es nur so, daß ich den Namen mochte und die Außenfassade. Viele Läden im Scheunenviertel haben diese wunderbaren Eingänge, die mich ein wenig an London erinnern, angenehm old fashioned, altehrwürdig irgendwie und von einer mich ansprechenden Ästhetik.

Image

Ich kam ja quasi jeden Tag an dem Laden vorbei und fotografierte ihn in jedem Licht.

Da ich mich nicht für den Kauf von Kleidung interessierte, besuchte ich ihn bei meinem ersten Trip nicht.

Beim zweiten Trip überlegte ich, ob ich nicht doch mal reingehen sollte, denn er fing an mystisch zu werden und zu summen.

Image

Immer hatte er geschlossen, denn ich war meistens morgens früh oder abends später dort. Oder er hatte gerade an dem Tag zu. Als er dann an einem Tag gerade noch so aufhatte, war ich zu feige hinein zu gehen. Ich glaube ich fürchtete, die Verkäuferin könnte arrogant sein, weil ich nun so gar nicht die Kundenklientel bin, die sie sich wünscht und dann wäre mir der Laden vergällt. Ich wollte ihn lieber unergründet lassen.

Das geheimnisvolle Kleid, das dort hing, sprach mich so an, weil ich gerade Susie Caves Website durchgestöbert hatte, nach ihrem Interview mit Bella Freud: The vampire’s wife. Dort gab es diese hauchdünnen Kleider, diese verletztlichen Feminitäten. Daran erinnerte mich das Kleid.

Image

Eines trägt den Namen The night sparrow. Als ich das nachgoogelte, stieß ich auf einen interessanten Roman.

Vielleicht gehe ich beim nächsten Mal in den Laden. Vielleicht auch nicht.

Der zweite mystische Laden ist der Marmorfliesenladen.

Trägt die Schaufensterscheibe von April 1st einen gelbgrünmetallischen Papageien der losfliegt, ist es bei dem Marmorladen ein weißer Fuchs in ornamentalen botanischen Elementen, der zu uns spricht.

Image

In dem Laden ist nie Kundschaft, was mich amüsiert. Vom Hotelfenster aus sehe ich eines der Schaufenster und beobachte andauernd, ob mal jemand kommt.

Nachts flackert geheimnisvolles Licht von der Videowand hinter dem Verkaufsschreibtisch. Da wandeln sich Tiere in Marmor, der dann wieder zerbricht in gigantische Farbspiele.

Image

Und dann am letzten Tag ist es soweit: Ein Kunde kommt, begrüßt den Verkäufer mit Handschlag, mit innigem, besonderen Handschlag. Es war wie so ein Abschluß der Reise.

***

Image

Cold war museum- ich wußte gar nicht, daß es das gibt. Es wirkt schon etwas düster, so im Winterlicht.

***

Image

Am Ex-Tacheles Reste der Fassade. Man sagt Touris lieben es, während Berliner es hassen.

Image

Das Fotografiska Café ist zu gut, um es abzulehnen. Man hat wegen der Helga Paris Ausstellung die Speisekarte „verberlinert“, sehr urig. Die Vorstellung, daß man in dem Café ne Bulette bestellt. (Früher gab es in mancher Berliner Kneipe ne Schmalzstulle. Für fuffzig Pfennje.)

Image

Zuweilen gehe ich in den kleinen Shop und teste eines der überteuerten Parfums.

Image

***

Wie immer inspiriert von Saul Leiters Fotographien, widmete ich mich diversen Spiegelungen.

Image

Besonders das ist gelungen: Ein Bild in einer Galerie mit der gespiegelten Hausfassade von gegenüber.

Image

Auch das mag ich: Menschen in Restaurants, aus der Ferne fotografiert. Hier ein faszinierendes Gesicht.

Image
Image
Image

***

Image

Die Stadt sendet unentwegt Botschaften.

Image
Image

***

Image

Den Blick kriege ich nie satt, glaube ich.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten