Dienstag, 13. Januar 2026

2025 - ein Jahr zum Vergessen? Teil 2

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem Jahresrückblick, ich habe mich sehr darüber gefreut. Ja, wir sind immer mal wieder unterwegs, da mal einen Ausflug hin, dort mal hin. Ich zehre dann davon, das macht den Alltag leichter. Ich finde es schöner, hin und wieder mal wegzufahren. Es wäre nichts für mich, das ganze Jahr nichts zu machen, den Urlaub aufzuheben, um dann drei Wochen irgendwo hinzufahren. So lange könnte ich gar nicht von zu Hause weg sein, da bekomme ich viel zu sehr Heimweh. Und außerdem finde ich es angenehmer, zwischendurch mal eine Auszeit vom Alltag zu haben, auch wenn es "nur" Tagesauflüge sind. 😉

Weiter geht es nun mit meinem Jahresrückblick, Teil 2. Im Juli bin ich mutig geworden, denn ich war allein mit Katharina im Urlaub, zuerst sind wir mit dem Zug nach Wien gefahren und eine Woche später nach Düsseldorf. Also: Wir sind den Zug nicht gefahren, sondern nur mitgefahren, aber ich finde, das ist für mich schon eine extreme Leistung. Wien war einfach atemberaubend und es war ein wunderschöner Urlaub. Klar, einer hat gefehlt, aber wir beiden Mädels haben das Beste daraus gemacht und wir denken sehr gern an unseren Urlaub zurück.

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Ja, unser Sommerurlaub war wunderschön, ich habe mir gerade eben noch einmal die Bilder angesehen, eigentlich fällt es mir gerade schwer, nur zwei Bilder für den Juli auszuwählen. Wieder zu Hause haben wir dann ein wenig chillimilli gemacht, ich habe mich meinem Hobby gewidmet und zum Beispiel einen Onlinekurs zum Thema Nähmalen gemacht. Das war richtig klasse und ich habe viel gelernt. Da Steffen von der Reha in's Krankenhaus gekommen ist, musste ich mit Katharina zum Heinz Rudolf Kunze-Konzert fahren. Das war im Bergtheater in Thale, es war ein wunderschöner Abend.

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August: Tja, wo fange ich an? Der Monat hat irgendwie alles verändert. Steffen ist endlich wieder zu Hause, nach sechs langen Wochen, bestehend aus Reha und Krankenhaus (was nicht geplant war). Ich habe noch einen Onlinekurs gehabt und in diesem meinem Picasso-KI-Quilt genäht. Das war eine Herausforderung für mich, aber letztendlich ist ein schöner Quilt entstanden. Jonathan hat seinen Auszug vorbereitet, meine Arbeitswetl ist aus den Fugen geraten und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Kündigung erhalten. Komisch. Ja, ich wusste, es wird sofort weitergehen, so war es auch, aber es war ein Punkt, der mich kalt erwischt hat und der mich endlich zum Nachdenken angeregt und mir die Augen geöffnet hat. Dafür, dass ich nur diese eine Gesundheit habe und eben doch auf meinen Körper und seine Signale achten muss, sonst geht es gar nicht mehr. Und so musste ich dann eben auch lange zu Hause bleiben, weil es einfach nicht anders ging. Rückblickend muss ich sagen, dass dieser Crash für mich zum richtigen Zeitpunkt kam, sonst hätte ich wohl noch ewig so weiter gemacht und dann wäre es noch viel schlimmer gekommen.
 
Ansonsten waren wir in Babelsberg zum Fußball und ich scheine meinen Herzensverein gefunden zu haben. Ende August waren Steffen und ich zu meinem Geburtstag und unserem 30. (!) Hochzeitstag das Wochenende in Plauen im Hotel. Ich habe dieses Wochenende sehr genossen, auch wenn ich daran sehr wenig Erinnerungen habe, alles ist in weiche Watte gepackt...
Im September ist Jonathan dann aus- und Johannes in das Zimmer von Jonathan gezogen. Schnell haben wir uns mit der neuen Situation arrangiert. Zum einen ist Jonathan nicht aus der Welt und zum anderen sehen wir natürlich die Vorteile und die überwiegen. Ich habe mein altes Büro ausgeräumt. Ich verstehe nicht, dass die Leute im Film es schaffen, ihre Habseligkeiten in einen Pappkarton zu packen. Bei mir hat das nicht gereicht, ich brauchte etliche Körbe und Taschen.
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Ich habe im September den Siebdruck für mich entdeckt, das ist faszinierend und macht unheimlich viel Spaß. 
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Mit dem Siebdruck habe ich Motive für Karten gedruckt, die ich meinen neuen, alten Kolleginnen zum Abschied geschenkt habe. Ja und Ende September schloss sich nach 4 1/2 Jahren die Tür, mein zweites Zuhause gab es plötzlich nicht mehr. Ja, ich war darüber traurig, aber ich habe einfach nach vorn gesehen und...

...so habe ich dann im Oktober in meinem alten Büro wieder angefangen. Ich war schon nach kurzer Zeit angekommen, es fühlte sich irgendwie richtig an. Ansonsten habe ich im Oktober viel genäht, die AMC für den Adventskalender verpackt, Stoffe gefärbt, für die große Katharina einen Weihnachtsquilt zum Geburtstag genäht. Gefühlt plätscherte der Monat so dahin.

Im November gab es zwei prägende Ereignisse: Zum einen natürlich der Nähkurs in Soltau zum Thema Nähmalen und mein Gelmerodatattoo.
Im November habe ich einen weiteren Onlinekurs gemacht, wieder bei Carmen Bickle. In diesem Kurs wurde wieder ein Top genäht, zu dem Carmen den Schnitt mit Hilfe von KI erstellt hat: Formen der Zeit. Dieses Top habe ich allerdings erst im Dezember zum Quilt vollendet. Der Dezember war ein typischer Dezember, irgendwie. Ich habe gemerkt, dass ich mir mal wieder zu viel zugemutet hatte, und so habe ich mir Ruhe verordnet. In bestimmten Situationen merke ich einfach, dass ich noch nicht vollständig "über den Berg" bin. Unser Weihnachtsfest war ein sehr ruhiges, entspanntes Weihnachten, ebenso der Jahreswechsel. Den haben Steffen und ich allein verlebt, Johannes war in Hannover, Jonathan ja unterwegs und Katharina war bei ihrer Freundin. Wir haben uns ein leckeres Curry gekocht und - sind pünktlich in's Bett gegangen. Wenn ich müde bin, bin ich eben müde.
Ja, 2025 war kein einfaches Jahr, es hat mich vor viele Herausforderungen gestellt und mir Vieles abverlangt, ich bin an meine Grenzen und darüber hinaus gegangen, aber es war auch ein schönes Jahr. Ich habe so viele schöne Erlebnisse gehabt, mit Steffen, mit den Kindern, mit meinem Hobby. Das gibt mir Halt und Zuversicht. 
 
Der Krebs liegt irgendwie schon soweit zurück, es ist so... ...unwirklich, dass er überhaupt da war. Ich hoffe, er bleibt einfach weiterhin weg! Das ist mein ganz großer Wunsch für die Zukunft. Beruflich wünsche ich mir, dass ich angekommen bin und bleibe. Ich freue mich darüber, dass ich nun 35 Stunden in der Woche arbeite und nicht mehr 40. Die fünf Stunden weniger merke ich sehr und es tut mir gut. Ich möchte, dass es bei mir weiter aufwärts geht und ich tue mein Bestes dafür. Mit all diesen schönen Erinnerungen im Hinterkopf muss es doch nun ein gutes Jahr 2026 werden. Und das wird es! Ich habe viele Pläne für dieses Jahr, als erstes fahren wir Ende Januar nach Wiesbaden für ein Wochenende. Ich freue mich schon sehr darauf. 

Samstag, 10. Januar 2026

2025 - ein Jahr zum Vergessen? - Teil 1

Ich habe lange nachgedacht, nachgedacht über das Jahr, welches hinter mit liegt. Es war mal wieder ein sehr spezielles Jahr, eines, welches ich manchmal nicht gebraucht hätte, aber es hat mich auch einiges gelehrt und ja, ich weiß, was ich kann und was alles möglich ist. Ich habe mir überlegt, dass ich zu jeden Monat ein oder zwei Fotos zeige und daraus meinen Jahresrückblick gestalte.

Ich finde, der Januar plätschert immer eher so dahin, meist passiert nichts Welt bewegendes, zumindest ist das bei uns oft so. Ich habe noch den Schwung vom Jahresende und bin unheimlich produktiv, was das Nähen angeht. Im Januar waren wir in Leipzig im Museum der bildenden Künste und haben usn die dortige Rembrandt-Ausstellung angesehen, Ende Januar waren Steffen und ich in der Quadratestadt Mannheim und haben uns dort die Ausstellung "Neue Sachlichkeit" angesehen. 

Tja, und dann kam der Februar. Ok, der kommt immer nach dem Januar, aber dieser Februar war schon sehr speziell. Steffen hatte den Kontrolltrermin beim CT und bekam, was sonst so nicht war, eine CD mit, der Urologe wollte ihn dringend spechen... ...der Rest ist Geschichte. Mein Spatzjournal, welches eigentlich für unsere Reise nach Wien sein sollte, habe ich umfunktioniert und dort meine Gedanken zu den kommenden Wochen eingetragen.

Im März hatte unsere Freundin ihren runden Geburtstag und das habe ich zum Anlass genommen, für sie einen Quilt zu nähen, ich habe den dritten großen Gelmerodaquilt begonnen, einen Onlinekurs gemacht. Steffen hat den ersten Chemozyklus bekommen und wir haben uns mit der ungewohnten Situation irgendwie arrangiert. Mitte März waren Steffen und ich in Magdeburg zum Konzert von Alphaville. Die Karten hatte ich ihm ihm Jahr zuvor zum Geburtstag geschenkt. Eigentlich wollte ich da gar nicht hinfahren, aber Steffen war optimistisch, dass es klappt und so war es auch. Der Abend tat uns beiden sehr gut. 

Gut, dass ich den Rückblick schreibe, denn so habe ich mich wieder daran erinnert, dass ich im April mit Katharina in Halberstadt im Dom war. Ich hatte in den Nachrichten gehört, dass die Flügelaltäre vor Oster alle zugeklappt waren und erst Ostersonntag, zum Ende der Fastenzeit wieder geöffnet werden. Das wollte ich mir gern ansehen. Eigentlich wollte ich mit Steffen dorthin fahren, aber das hat nicht geklappt. Ende April waren Steffen und ich dann in Quedlinburg zur Ausstellung Keep your eyes on the planet. Auch davon hatte ich im Fernsehen gesehen und beschlossen: Da muss ich hin. Auch hatten wir im April erfahren, dass Steffen keinen vierten Chemozyklaus brauchte. Das war die schönste Nachricht und diese hat mich dann bewogen, wieder einen Gelmerodaquilt zu nähen (ich konnte nach dem schwarzen Quilt keinen weiteren nähen, ich war wie blockiert).

Das liest sich alles so leicht und beschwingt, so war es mitnichten. Es war eine schwere und anstrengende Zeit, musste ich doch versuchen, irgendwie zu funktionieren. Auf Arbeit war es auch nicht gerade einfach, durch viel Arbeit und zu wenig Personal. Ich bin seit März wieder schwimmen gegangen und habe irgendwie versucht, mich nicht zu verlieren.

Im Mai war es dann soweit, dass ich germerkt habe, ich verliere mich, ich gehe unter. Alles hat mich zu Tränen gerührt, egal, ob im positiven oder negativen Sinn und so habe ich im Mai spontan ein paar Tage frei genommen. Die Zeit tat mir sehr gut. Rückblickend weiß ich aber, dass die paar Tage allenfalls an der Oberfläche ein wenig die tiefsten Schrammen kitten konnten. Um wirklich wieder fit zu werden, hätte es viel, viel mehr Zeit gebraucht, was ich aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wusste. Ende Mai waren in Goslar die Patchworktage. Endlich war die Veranstaltung mal in meiner Nähe. Das habe ich ausgiebig genutzt und war Freitag und Sonnabend dort. Das war richtig schön, zumal wir auch bestes Wetter hatten. Im Mai habe dich auch den schwarzen Quilt gegen meinen Glücksquilt ausgetauscht. Die Zeit des schwarzen Quilts war ja schließlich vorbei. Wobei, einen lila Stein hat der schwarze Quilt noch bekommen, denn Steffens Reha fiel genau in die Zeit unseres Jahresurlaubs.

 

Juni - der Beginn vom Sommer, von Leichtigkeit, abends lange draußen sitzen, laue Sommerabende genießen... Wir haben unseren Balkon sommerlich hergerichtet, ich meine, das h aben Steffen und Katharina gemacht. Das war es dann aber auch schon. Der Balkon war in diesem Jahr irgendwie wie meine Seele: Wir haben was gemacht, ihn dann aber irgendwie ziemlich vernachlässigt und so sah er auch aus. Ich habe es gesehen und fand es auch nicht schön - dabei blieb es dann aber auch. Es war einfach viel zu viel für mich. Ich habe zwar versucht, immer wieder schöne Momente zu haben, einzufangen und festzuhalten. Aber das sind nur kurze Momente, der Alltag ist viel zu schnell wieder präsent. Zumal rückblickend betrachtet, einfach zu viel auf meinen Schultern lastete und auch noch immer lastet. Im Juni waren Steffen und ich in Herford und haben uns dort eine Ausstellung über Feininger angesehen, wir haben sogar eine Führung mitgemacht. Das war richtig schön. Von Herford aus sind wir nach Bückeburg gefahren, dort hat Steffen einige Jahre lang gewohnt, und haben dort noch einen schönen Nachmittag verlebt. Es war ein klein wenig eine Reise in die Vergangenheit (ich glaube, wir werden alt... 😉).
Ich werde meinen Jahresrückblick doch auf zwei Teile aufteilen, zum einen wird dieser Beitrag sonst zu lang und zu anderen merke ich, dass es mich ein wenig aufwühlt, das alles noch einmal zu durchdenken und zu erleben. Auch wenn die Erlebnisse schon eine Weile her sind, sind sie durch das darüber nachdenken, wieder sehr in meinen Fokus gerückt. Ich merke wieder, was wir doch für ein großes Glück gehabt haben, dass zum Beispiel bei Steffen schon nach drei Chemozyklen eine immense Besserung eingetreten ist und er keine weiteren Behandlungen brauchte. Das hätte auch alles ganz anders kommen können. Das zweite halbe Jahr war nicht leichter als das erste halbe Jahr, es gab wieder große Veränderungen und viele Dinge, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können...
 
Meinen Rückblick verlinke ich zu Augensterns Welt, die eine Linkparty für Jahresrückblicke eröffent hat. 

Donnerstag, 8. Januar 2026

8. Janaur

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Das Älterwerden
Wilhelm Busch

Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
und möchte, dass er ungefähr
so 16 oder 17 wär'.

Doch schon mit 18 denkt er: "Halt!
Wer über 20 ist, ist alt."
Warum? Die 20 sind vergnüglich -
auch sind die 30 noch vorzüglich.

Zwar in den 40 - welche Wende -
da gilt die 50 fast als Ende.
Doch in den 50, peu à peu,
schraubt man das Ende in die Höh'!

Die 60 scheinen noch passabel
und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still:
"Ich schaff' die 80, so Gott will."

Wer dann die 80 biblisch überlebt,
zielsicher auf die 90 strebt.
Dort angelangt, sucht er geschwind
nach Freunden, die noch älter sind.

Doch hat die Mitte 90 man erreicht
- die Jahre, wo einen nichts mehr wundert -,
denkt man mitunter: "Na - vielleicht
schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!"

Mit diesem Geburtstagsgedicht für Uschy beende ich in diesem Jahr den Adventskalender. Ich hoffe, ihr hattet daran genauso viel Freude wie ich. Vielleicht gibt es in diesem Advent wieder einen, das weiß ich derzeit noch nicht. 😊


Dienstag, 6. Januar 2026

alle beisammen

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Die Zeit zwischen den Jahren nutze ich auch sehr gern, um Fotobücher zu gestaltet. Das habe ich auch in diesem Jahr gemacht, eines über die Quilt von Dezember 2020 bis Dezember 2025 habe ich fertig (aber noch nicht bestellt). Ganz intensiv habe ich an meinem Fotobuch über meine Gelmerodaquilts gearbeitet. Das Buch ist fertig und auch schon bestellt. ich freue mich sehr, wenn ich es dann abholen kann. Das wird ein Fest. 😍

Ich hatte die Idee, die Quilts für die einzelnen Monate, die ich ja zwei Jahre lang genäht habe, auf einer Seit zu präsentieren. Dazu habe ich heute alle (!) Quilts abgenommen und eine Fotosession im Wohnzimmer veranstaltet.

Ich denke, ich habe mich nicht verzählt und halte auf dem Foto ganze 48 Quilts im Arm. Ich muss sagen, als ich die Quilts alle beisammen hatte und in's Wohnzimmer getragen habe, war das ein schönes Gefühl. Ich war glücklich. Wenn ich meinen Glücksquilt nicht "in Rente geschickt" hätte, wäre das heute ein weiterer Stein für meinen Glücksquilt.

Ich habe meine Quilts dann sortiert und zeige die Fotos hier relativ unkommentiert.

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die Quilts für Januar bis Dezember 2025 mit dem Kalender, 
der als Vorlage diente

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Januar bis Dezember 2024

zweimal meine Bonusquilts
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die Herbstquilts
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Quilts nach Orten: 2x Wien, 2x Düsseldorf, Stabkirche Hahnenklee

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meine Künstlerquilts: Picasso, Nolde, Kirchner, Chagall, Hopfe

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Und zum Schluss natürlich mein "Dunkelheit hat nicht das letzte Wort" und mein Glücksquilt. Auf den Glücksquilt habe ich kürzlich die letzten Steinchen aufgeklebt, es sind tatsächlich 29 Glücksmomente zusammengekommen. Das ist richtig schön. 

Das sind nun meine bisherigen 48 Gelmerodaquilts - mein Schatz. 😍

Montag, 5. Januar 2026

Mein "Kabel versteckt euch"-Quilt

Habt vielen Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Ja, Stoffe sind sehr teuer geworden, darüber hatte ich mich erst vor ein paar Tagen mit Steffen unterhalten. Als ich anfing mit dem Nähen gab es Stoff manchmal sogar für 13, 14 Euro der Meter, heute steht da bei manchen Stoffen den meisten Stoffen eine zwei davor. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als es sich noch lohnte, in Amerika Stoffe zu kaufen. Das habe ich ausgiebig gemacht und oftmals musste ich dann nach Aschersleben zum Zoll, um das Paket abzuholen und meinen Zoll zu bezahlen. Eimal kam ich gerade von Aschersleben nach Hause und hatte Post, dass ich was abholen kann. Also fuhr ich am nächsten Tag wieder zum Zoll. Am Ende meinte der Beamte zu seinen Kollegen, er soll mal gucken, ob sie für mich noch was haben, nicht dass ich am nächsten Tag wieder kommen muss. 😂 Das waren noch Zeiten (ohje, jetzt höre ich mich an, wie meine Großelterngeneration)...

Gestern fiel mir mal wieder unser - schon geordnetes - Kabelchaos in der Ecke neben unserem Regal auf.

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Ja, das ist schon geordnet, das sah vorher noch schlimmer aus. Und auch so geordnet stört es mich. Die Idee, dafür einen Quilt zu nähen, hatte ich schon desöfteren und immer wieder genauso oft für nicht so wichtig erachtet. Gestern habe ich mich dann endlich aufgerafft und dafür einen Quilt genäht. Nun hätte ich tüfteln und mir Blöcke überlegen können, deren Größe bestimmen... Ich kann aber auch einfach meinen fertigen Gelmerodaschnitt in der passenden Größe ausdrucken und daraus einen Kabel-versteckt-euch-Quilt nähen. Und das habe ich getan.

Meine Stoffwahl war schnell getroffen: Japanische Webstoffe. Zum einen liebe ich diese Stoffe, zum anderen habe ich davon einen großen Fundus und zum dritten sind diese Stoffe farblich so unauffällig, sie nehmen sich so sehr zurück, das ist für die Ecke, die nicht so auffallen soll, genau das Richtige.

Wenn ich diese Stoffe sehe und anfasse, macht das mein Herz froh. Ich kann gar nicht so wirklich sagen, warum das so ist. Allerdings: Stoffe mit Muster sind mein absoluter Endgegner beim Nähen auf Papier. Sollte ich es trotzdem wagen? Ja! Ich habe es gewagt und... ...getrennt ohne Ende.
 
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Damit ihr eine ungefähre Vorstellung der Größe habt, habe ich mal meine Rollschneider neben das untere Schnittteil gelegt. Das ist schon ein enormer Gegensatz zu meine normalen Gelmerodaquilts. Zunächst habe ich mit dem unteren Teil angefangen (wie meistens). Nachdem ich da zwei Stoffe aufgenäht hatte, war ich mir nicht mehr sicher, welche Stoffe wo passend sind (schließlich soll ja auch der Übergang zum mittleren Teil farblich passend sein), so habe ich dann mit dem Turm weitergemacht.

Schwierig war die Wahl des Hintergrundstoffs. Er sollte nicht zu auffällig und nicht zu sehr gemustert sein, da ich im Turm schon genug Muster hatte und er musste ausreichend sein. Ich habe dann aber doch einen wirklich schönen Stoff gefunden.
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Nachdem ich das zweite Himmelteil (im Foto rechts) angenäht hatte, habe ich gemerkt, dass ich das erste Teil verkehrt herum angenäht hatte. Das konnte so natürlich nicht bleiben, also habe ich getrennt und mein Teil neu angenäht.
 
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Und es tatsächlich wieder falsch herum angenäht. 😠 Sowas dämliches aber auch. Also musste ich erneut trennen. Bevor ich das Stück das dritte Mal (falsch) annähe, habe ich x-mal kontrolliert, ob es nun richtig herum ist. War es dann glücklicherweise auch und für den fehlenden Stoff habe ich einfach noch einmal einen langen Streifen von oben nach unten angeäht.

Trennen hat mich bei diesem Top begleitet. Oftmals musste ich trennen, weil der Musterverlauf, obwohl ich es vorher probiert hatte, doch nicht gut verlief oder ich habe zwei Stoff verwechselt und musste das komplette Teil wieder auftrennen, oder es fehlte ein Eckchen Stoff... Es war zum Verzweifeln. 

 

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Nach drei Stunden Näh- und Trennzeit war mein Top dann aber fertig und ich zufrieden damit.

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Ich habe mein Top dann auch noch geheftet und gequiltet. Schon beim Nähen hatte ich mir senkrechte Linien überlegt. Zum einen finde ich das irgendwie spannend und zu anderen wollte ich vermeiden, dass sich die Webstoffe verziehen, wenn ich viel in verschiedene Richtungen quilte.

Beim Quilten trat dann das nächste Problem auf: Die Maschine hat ständig Stiche ausgelassen, egal welche Nadel und welches Garn ich verwendet habe. Es war zum Verzweifeln. Weder mit dem Aurifil- noch mit King Tut-Garn ließ es sich vernünftig quilten. Am Ende habe ich dann Garn von Madeira genommen, das funktionierte wunderbar, nicht ein einziger ausgelassener Stich. Ich habe die ausgelassenen Stiche (noch) nicht aufgetrennt, sondern erst einmal so gelassen. Gestern Abend wollte ich dann nur noch fertig werden. Mal sehen, ob ich das noch einmal ändere.

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Gut, man sieht immer noch ein wenig von den Kabeln, aber es sieht viel besser und ordentlicher aus als vorher. Ich freue mich, dass ich mich endlich aufgerafft habe, um den Kabel eine Versteckmöglichkeit zu geben. 😉 Mein Quilt ist 26 cm breit und 105 cm hoch. Den Tunnel werde ich noch einmal ein klein wenig verändern, dass ich den Quilt noch ein klein wenig mehr zum Schrank hin verschieben kann. Aber so bin ich zufrieden mit dem Quilt. 😍 Ich muss aber sagen, meine kleinen Gelmerodaquilts sind mir irgendwie lieber. 

Samstag, 3. Januar 2026

Der erste "Quilt" des Jahres

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen. Ich wünsche euch und uns allen ein gesundes neues Jahr, ohne größere Katastrophen, mit viel Glück, Frieden, Liebe und Gesundheit und freue mich auf ein weiteres Jahr im regen Austausch mit euch.

Schon seit ein paar Tagen denke ich über mein vergangenes Jahr zurück und lasse es gedanklich Revue passieren. Im Blog werde ich das auch noch tun, aber dazu muss ich erst noch ein paar Gedanken ordnen. Es wird einen Rück- und einen Ausblick geben. Wohl aber verteilt auf zwei Posts, sond wird es wieder ellenlang. Wenn ich erst einmal in's Plaudern gerade...  😳

Gestern war ich, was meine Nähecke angeht, mal wieder recht frustriert. Wobei, wenn ich genau darüber nachdenke, fing es einen Abend vorher schon an, denn ich habe drei bestimmte Stoffe gesucht. In jede mögliche Stoffkiste habe ich geguckt, den Stoff nicht gefunden, aber bei jeder Kiste, die ich aufgeamcht habe, gedacht, meine Güte, was ich alles habe. Ich habe dann Steffen abends im Bett gesagt, dass ich ja viel zu viele Stoffe habe und ich keine mehr kaufen werde (die Versandbestätigung, die kurz vorher kam, habe ich gedanklich mal irgendwie... ...ausgeblendet). Mir ist der viele Stoff tatsächlich irgendwie ein klein wenig peinlich. Das meine ich ernst. 

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Insbesondere die durchsichtigen Kunststoffboxen misfallen mir, da landen die Stoffe einfach drin. Wenn ich an eine bestimmte Kiste muss, muss ich meistens andere Kisten wegnehmen. Naja und manchmal mache ich das eben nicht, sondern packe die Stoffe einfach in irgendeine Kiste. Ok, so konnte es nicht bleiben.

Ich habe dann die unteren drei Regalbretter des Regals leer geräumt. Die Kunststoffboxen habe ich mit Katharina komplett neu sortiert und viele Stoffe, die mein Herz nicht mehr erfreuen, aussortiert. Scraps habe ich ebenfalls aussortiert und nun sind die Kisten übersichtlich. Beim neu Sortieren meines Regals habe ich auch ganz viele Materialpakete gefunden. Ups... Manche waren mir noch in Erinnerung, manche nicht mehr.

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Das Regal sieht nun wieder übersichtlicher aus und ich weiß, was ich habe und ich habe festgestellt, ICH HABE AUSREICHEND!!! AUSREICHEND STOFF, AUSREICHEND PROJEKTE, AUSREICHEND VON ALLEM!!! Und nein, ich möchte in diesem Jahr nicht so viel neuen Stoff kaufen, keine Materialpackungen, keine Angebote, kein nichts, kein gar nichts!

Mit dem Abarbeiten habe ich gleich gestern begonnen. Ich hatte mir irgendwann einmal bei Patch-Yard tollen Stoff bestellt, um daraus Platzsets zu nähen (ob das vielleicht ein Materialpaket war, weiß ich beim besten Willen nicht mehr). Gestern Abend habe ich die Sets genäht und die ersten drei Sets schon gequiltet und fertig gestellt, so dass wir sie gestern Abend schon nutzen konnten.

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Nicht dass ihr jetzt denkt, ich habe mich bei dem vorderen Set vertan, das sollte tatsächlich so sein, denn das ist das Linkshänderplatzdeckchen. Katharina ist ja Linkshänderin, wenn sie allein den Tisch deckt, merke ich es ganz besonders, denn sie legt das Besteck an die andere Seite. So hat sie dann auch ihr Platzdeckchen bekommen.

Ist das nicht schön, wenn das Glas zum Set passt?

Heute morgen vor dem Frühstück habe ich dann für Johannes das Set genäht, so dass er auch ein neues hatte. Die anderen vier habe ich dann nach dem Frühstück fertig gestellt. Das Binding habe ich mit der Maschine angenäht. Bei den ersten habe ich es zuerst von hinten und von vorn dann mit der Maschine angenäht. Bei Katharinas Deckchen war ich gestern Abend in Gedanken und habe das Binding zuerst auf der Vorderseite angenäht. Ich habe es dann rückseitig auch mit der Maschine angenäht und ich muss sagen, das gefällt mir sorgar besser als andersherum.

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Hätte ich mein Binding nicht nach Gefühl, sondern nach Maßen zugeschnitten, hätten die gemusterten Streifen für alle Platzsets gereicht, so musste ich beim jeweils letzten Platzdeckchen stückeln und einen Bindingstreifen vom Hintergrundstoff mit verwenden. 
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Als Füllung habe ich dieses Mal kein Thermolam, sondern Reste von Vlies genommen, die von einem großen Quilt übergeblieben sind. Auch hier bin ich bestrebt, das, was ich habe, aufzubrauchen.
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Insgesamt habe ich acht Sets genäht, vier von jeder Stoffkombi und bei jeder Kombination ist ein Linkshänderset dabei. Ich freue mich, dass ich die Sets fertig habe und hoffe, dass ich meinem Vorsatz, Vorhandenes aufzubrauchen, in diesem Jahr treu bleiben kann!