Auch diese Woche bewege ich mich geografisch noch im mittleren Osten und es wird biblisch mit einem der bekanntesten Musicals Andrew Lloyd Webbers – damals, als Musicals mich durchaus noch begeistern konnten.
Die kurze Herodes-Szene bot schon immer Gelegenheit für bekannte Cameo-Auftritte. Das wird im Sommer wieder so sein, wenn im London Palladium Richard Armitage vom 27. Juli bis 1. August in die Rolle schlüpft. Von ihm übernehmen wird übrigens u.a. Boy George, Simon Russell Beale ist vor ihm dran. Es wird nicht ganz billig, aber der Zuspruch ist seit der gestrigen Ankündigung auf alle Fälle enorm. Hier gibt’s Tickets und mehr Infos.
2018 stand Alice Cooper als Herodes auf der Bühne und der soll heute auch dudeln:
King Herod’s song (Alice Cooper / Andrew Lloyd Webber)
Heute geht’s tatsächlich ein wenig ab durch die Wüste auf den Spuren des Briten T.E. Lawrence, der unter dem Namen „Lawrence von Arabien“ in die Geschichtsbücher Einzug hielt.
Peter O’Toole, Omar Sharif, Anthony Quinn und viele andere trugen zum Ruhm dieses ziemlich männerlastigen Monumentalfilmes David Leans bei, der sich bis heute hält.
Oscar-prämiert war dann auch Maurice Jarres Soundtrack zum Film aus dem Jahr 1962.
Lawrence of Arabia – Main theme/Ouverture (Maurice Jarre)
Irving Berlin schrieb in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts unter anderem Evergreens wie „White Christmas“, „Puttin‘ on the Ritz“ oder „Cheek to cheek“. Klingelt was? 😉
Weniger bekannt dürfte hier der 1941 komponierte Song sein, in dem er den damals wohl schlimmsten Diktator und Kriegstreiber seiner Zeit aus österreichisch-deutschen Landen „disste“.
Von Glenn Miller stammt tatsächlich die Erstaufnahme vom 19. Februar 1941, also vor fast genau 85 Jahren.
Nun, die Despoten sind leider noch nicht von der Bildfläche verschwunden… und plötzlich geht in den USA ein 8 Jahre altes Video der Band „Lizzy and the Triggermen“ viral.
Hier bleibe ich heute aber bei der ersten Einspielung:
When that man is dead and gone (Glenn Miller and his Orchestra)
Statt eines Tuschs beehren wir ihn mit seiner höchst aufmunternden Ouvertüre zur Hm“Hochzeit des Figaro“ in einer recht aktuellen Aufnahme aus dem Jahr 2024.
Er lebe hoch!
Le nozze di figaro – Ouvertüre (Wolfgang AmadeusMozart, WDR-Funkhausorchester, James Blachly )
Das „Lila Lied“ gilt als die erste deutsche queere Hymne und wurde vor gut 100 Jahren, im Jahr 1920, von dem bekannten Komponisten Mischa Spoliansky komponiert.
Wer kennt schon Mischa Spoliansky? Nun, der war in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für unzählige Kabarett- und Revuesongs bekannt. Nach seiner Emigration 1933 wurde er ein erfolgreicher Filmkomponist.
Marlene Dietrich war eine häufige Interpretin seiner Songs. Bis heute bekannt und immer wieder zu hören ist sein „Lied einer Nacht“ (auch: „Heute Nacht oder nie“) und eben das „Lila Lied“ . Das Lied ist auch international als der „Lavender song“ bekannt.
Da wird es nun unaufhörlich weihnachtlich und dem möchte ich mich auch nicht entziehen.
Aber einen Tag vor dem Heiligen Abend bleibt vielleicht noch Zeit, sich kurz Gewissheit über die Zeichensetzung traditioneller Christmas- Carol-Texte zu verschaffen.
Hilft das nun? Sind damit alle Unklarheiten beseitigt?