Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbas erneut eine klare Absage erteilt. Er begründete das mit den etwa 200.000 Ukrainern und Ukrainerinnen, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

„Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine großartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die großartige Idee der großen Bosse“, sagte Selenskyj gestern bei einer Veranstaltung des Nachrichtenportals Politico auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Trump drängt Selenskyj zu Zugeständnissen

Selenskyj nutzte auch ein militärisches Gegenargument. Russland verliere in den Kämpfen im Osten monatlich Zehntausende Soldaten, sagte er. Moskau gebe aber das Ziel nicht auf, die gesamte Ukraine zu besetzen. „Wir können uns nicht einfach von unserem Territorium zurückziehen“, sagte Selenskyj.

Die Administration von US-Präsident Donald Trump übt zu diesem Gebietsverzicht ebenfalls Druck auf die Ukraine aus, um ein Ende des Krieges zu erreichen. Trump forderte Selenskyj erneut zu Zugeständnissen auf: „Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance.“

Der russische Exil-Oppositionelle und Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow erwartet kein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und auch keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. „Für (den russischen Präsidenten Wladimir, Anm.) Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des Regimes geworden. Das (russische, Anm.) Regime kann nicht ohne Krieg existieren“, sagte Kasparow gestern gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

„Wohin mit der Armee?“

In Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden. Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar.

„Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor der Frage steht, wohin mit der Armee?“, sagte Kasparow. Die Rückkehr von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität führen. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau Ressourcen dafür habe.

„Versuch von Deal zwischen Trump und Putin“

Die Gespräche über eine Friedenslösung unter US-amerikanischer Vermittlung, die nächste Woche fortgesetzt werden sollen, hält der Ex-Schachweltmeister für „von Anfang an zum Scheitern verurteilt“. „Das waren keine Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen Trump und Putin“, so Kasparow.

Eben daher seien die Gespräche zwischen Washington und Moskau von Geschäftsleuten und nicht von den Außenministern Russlands und der USA geführt worden.

Für die Ukraine sei weiterhin ein Sieg möglich, doch müssten dafür mehrere günstige Faktoren eintreten, die Russland zu einem Ende des Krieges zwingen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen die russische Invasion.

Die EU hat im vergangenen Jahr Flüssigerdgas aus Russland im Wert von rund 7,4 Milliarden Euro importiert. Das waren rund drei Prozent weniger als 2024 (rund 7,6 Mrd. Euro), wie aus gestern präsentierten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.

Insgesamt wurde 2025 Flüssigerdgas (LNG, liquefied natural gas) im Wert von rund 46,0 Milliarden Euro importiert. Das meiste – für rund 24,2 Milliarden Euro – kam aus den USA.

Während die EU für fossile Energieträger wie Öl und Kohle schnell nach der russischen Invasion der Ukraine weitgehende Einfuhrverbote auf den Weg brachte, gab es wegen Abhängigkeiten lange keine Gassanktionen.

Der Brennstoff kommt derzeit noch als Flüssigerdgas und durch die Pipeline „Turkstream“ aus Russland in die Staatengemeinschaft. Ab 2027 gilt aber ein vollständiges Importverbot für LNG aus Russland. Die Strafmaßnahme ist Teil eines im Oktober beschlossenen Sanktionspakets gegen Moskau.

Ausland

Das UNO-Menschenrechtsbüro hat der RSF-Miliz im Sudan Kriegsverbrechen bei der Eroberung der Stadt al-Faschir vorgeworfen. Bei ihrer Offensive im Oktober habe die Miliz eine Welle „heftiger Gewalt“ ausgelöst, die in ihrem Ausmaß und ihrer Brutalität schockierend sei, hieß es in einem gestern veröffentlichten Bericht des UNO-Menschenrechtsbüros. Die Gewalt komme „Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gleich.

Brutaler Krieg zwischen ehemaligen Alliierten

Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF) seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 heftige Kämpfe.

Ende Oktober hatte die RSF al-Faschir erobert und damit die letzte große Stadt in der Region Darfur eingenommen, die bis dahin noch nicht unter ihrer Kontrolle stand.

Von Massentötungen bis Plünderungen

Laut dem UNO-Bericht begingen Kämpfer der RSF und mit ihr verbündeter arabischer Milizen Massentötungen und Massenhinrichtungen, sexuelle Gewalt, Entführungen zur Erpressung von Lösegeld, Folter und Misshandlung, Inhaftierungen, Verschleppungen und Plünderungen. Zudem warf ihnen das Menschenrechtsbüro vor, Kinder in den Kampfhandlungen eingesetzt und Hunger als Kriegsmittel genutzt zu haben.

UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte Ermittlungen, um die Verantwortlichen der „außergewöhnlich schweren Verbrechen mit allen verfügbaren Mitteln“ zur Rechenschaft zu ziehen.

In den USA führt der ungelöste Streit über striktere Vorgaben für die Einwanderungsbehörde ICE zur dritten Budgetsperre in der laufenden Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.

Damit sind Finanzmittel für das Heimatschutzministerium, dem ICE unterstellt ist, teils eingefroren. Die Trump-Regierung und die oppositionellen Demokraten gaben sich gegenseitig die Schuld.

Trump-Sprecherin Karoline Leavitt sagte gestern dem Sender Fox News, die Demokraten trieben das Land aus „parteipolitischen Gründen erneut in einen Shutdown“. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, warf seinerseits der Trump-Regierung vor, nicht auf die Forderungen der Demokraten nach schärferen Auflagen für ICE eingehen zu wollen. Der jüngste Vorschlag aus dem Weißen Haus sei „weit entfernt von dem, was wir brauchen“, sagte Schumer.

Tödliche Schüsse durch ICE als Hintergrund

Hintergrund sind die tödlichen Schüsse auf den US-Bürger Alex Pretti und die US-Bürgerin Renee Good durch Einsatzkräfte in Minneapolis. Die Demokraten wollen einer Budgetverlängerung für das Heimatschutzministerium nur dann zustimmen, wenn ein Maskenverbot und weitere verschärfte Auflagen für ICE kommen.

Kurzfristig zeichnete sich kein Kompromiss ab. Der Kongress soll nach einer Pause erst am 23. Februar wieder in Washington tagen. Einige Senatoren waren zur Münchner Sicherheitskonferenz gereist. Der neue teilweise Shutdown könnte unter anderem den Flugverkehr in den USA betreffen.

Die italienische Regierung will während der Olympischen und Paralympischen Spiele in Mailand/Cortina Streiks im Flugverkehr untersagen, um Probleme während des internationalen Großereignisses zu verhindern.

Das sagte Infrastrukturminister Matteo Salvini gestern. Gewerkschaften kündigten Arbeitsniederlegungen für den 16. Februar und den 7. März an, um ihren Forderungen in Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen.

Sie lehnten Aufforderungen der Regierung ab, die Streiks zu verschieben, um Überschneidungen mit den Winterspielen zu vermeiden. Daraufhin kündigte Salvini an, dass die Regierung eine zwangsmäßige Arbeitseinberufung des Flugpersonals anordnen werde, um die angekündigten Streiks zu verhindern.

Salvini ruft zu weiteren Verhandlungen auf

Salvini zeigte Verständnis für die Anliegen der Beschäftigten, betonte jedoch, dass ein reibungsloser Ablauf der Winterspiele Vorrang habe. Es handle sich um „ein außergewöhnliches Ereignis von globaler Bedeutung“. Zugleich rief er zu weiteren Verhandlungen auf, um den Arbeitskonflikt beizulegen.

Am 7. Februar, dem ersten vollen Wettkampftag, war der landesweite Zugsverkehr nach drei mutmaßlichen Sabotageakten an der Bahninfrastruktur erheblich gestört worden. Eine anarchistische Gruppe bekannte sich später zu den Taten.

Die US-Regierung hat die Eliteuniversität Harvard geklagt, um die Herausgabe von Dokumenten zu deren Zulassungsverfahren zu erzwingen. Damit solle geprüft werden, ob die Hochschule die Hautfarbe von Bewerbern und Bewerberinnen berücksichtigt habe, teilte das Justizministerium gestern mit.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump warf Harvard wiederholt vor, bestimmte Minderheiten beim Zulassungsprozess besonders zu berücksichtigen.

Harvard habe die Herausgabe von wichtigen Daten und Dokumenten wiederholt verschleppt, erklärte das Ministerium. Dabei gehe es unter anderem um Unterlagen zu Richtlinien und Korrespondenzen im Zusammenhang mit verbotenen Programmen zur Förderung von Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI). Die Klage diene ausschließlich dazu, Harvard zur Herausgabe der Dokumente zu zwingen.

Die Klage ist der jüngste Schritt in einer umfassenden Kampagne der Regierung von Präsident Trump gegen führende US-Universitäten. Die Regierung droht Harvard und mehreren anderen Hochschulen mit dem Entzug von Bundesmitteln.

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat gestern einen Gendarmen beim Triumphbogen in Paris angegriffen und ist dabei selbst ums Leben gekommen. Der Gendarm sei körperlich nicht verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach auf der Plattform X von einem islamistischen Terroranschlag. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zu versuchter Tötung mit Terrorbezug und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ein.

Der Angreifer sei bei dem Vorfall am frühen Abend von einem anderen Gendarmen angeschossen worden und gestorben. Bei dem Angreifer handelte es sich um einen etwa 47 Jahre alten Franzosen.

2013 war dieser in Brüssel unter anderem für die terroristisch motivierte, versuchte Tötung von Polizisten verurteilt worden. Später wurde er nach Frankreich überstellt und wurde Ende Dezember aus dem Gefängnis entlassen. Auch danach wurde er von der Justiz noch überwacht. Er war nicht nur mit einem Messer, sondern auch mit einer Schere auf den Gendarmen losgegangen.

Inland

Ein gestern veröffentlichtes gerichtsmedizinisches Gutachten kommt zum Schluss, dass der ehemalige Justizsektionschef Christian Pilnaceks durch „suizidales Ertrinken“ ums Leben gekommen ist. Es gebe „keine Anhaltspunkte für einen Unfalltod oder ein Tötungsdelikt“, hieß es in einer Aussendung der Oberstaatsanwaltschaft Wien.

Die Ermittlungen zum Tod Pilnaceks sind derzeit auch Gegenstand eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

„Konkurrierende Todesursachen (…) nicht festgestellt“

Erstellt wurde das Gutachten im Zuge der Prüfung einer allfälligen Fortführung der Ermittlungen in der Causa. Von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt dazu beauftragt war die Leiterin des Instituts für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck.

Im mehr als 110 Seiten umfassenden Gutachten heißt es unter anderem: „Die Todesursache des Mag. Pilnacek ist ein Ertrinken. (…) Konkurrierende Todesursachen, weder aus innerer krankhafter Ursache noch anderweitige traumatische Todesursachen, konnten nicht festgestellt werden.“

Verletzung durch Sturz vermutet

Weiter heißt es in dem Gutachten: „Nach Umständen und Befunden ist am ehesten von einem suizidalen Ertrinken auszugehen. Für einen Unfall oder ein Tötungsdelikt ergeben sich aus den Umständen und Befunden aus gerichtsmedizinischer Sicht keine Anhaltspunkte.“

Pilnacek habe verschiedene Verletzungen durch die Einwirkung stumpfer und schürfender Gewalt an „sturz- und anstoßtypischen Prädilektionsstellen“ aufgewiesen, „die zwanglos mehrfachen Anstoß- oder Sturzgeschehen zuzuordnen sind“.

Sieht keine Fehler durch Staatsanwaltschaft Krems

Laut Oberstaatsanwaltschaft sind die seitens der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau in diesem Verfahren gesetzten Schritte – auch retrospektiv – „in keiner Weise zu beanstanden“.

Hilfe im Krisenfall

Berichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Österreichweit und in den Bundesländern gibt es Anlaufstellen, die Rat und Unterstützung im Krisenfall anbieten.

Chronik

In Kuba ist gestern ein Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen. Der Brand in einem Tanklager der Nico-Lopez-Raffinerie in der Bucht von Havanna sei aber rasch unter Kontrolle gebracht worden, erklärte das Energie- und Bergbauministerium auf der Plattform X. Die Brandursache werde untersucht.

Über der Raffinerie am Hafen der kubanischen Hauptstadt waren zwischenzeitlich große schwarze Rauchwolken aufgestiegen. Befürchtet wurde eine Verschärfung der Energiekrise in dem Karibikstaat.

In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft.

Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro durch die US-Armee Anfang Jänner hatte US-Präsident Donald Trump die venezolanischen Öllieferungen nach Kuba unterbinden lassen. Von diesen Lieferungen war das kommunistisch regierte Land in hohem Maße abhängig.

Nach Rückrufen von Babymilch hat die Pariser Staatsanwaltschaft fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau gestern mitteilte, geht es in den Verfahren um mutmaßlich verunreinigte Produkte der Hersteller Nestle, Lactalis, Danone, Babybio und La Marque en moins.

Die Ermittlungen wurden den Angaben zufolge bereits Ende Jänner eingeleitet, insbesondere wegen der Gefährdung Dritter. Die Pariser Staatsanwaltschaft habe den Fall aufgrund der „Vielzahl an Klagen“ sowie der komplexen Bewertung „regulatorischer und gesundheitlicher Aspekte“ übernommen, erklärte Beccuau. Ihr liege zudem eine Klage von acht Familien und der Organisation Foodwatch vor.

An den Ermittlungen sind nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft auch die französische Zentralstelle zur Bekämpfung von Umwelt- und Gesundheitsverstößen (OCLAESP) und die Tier- und Pflanzenschutz-Ermittlungseinheit BNEVP beteiligt. Darüber hinaus werden bereits laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Städten wie Angers, Bordeaux und Blois fortgesetzt.

Verunreinigung mit Cereulid

Der Skandal um verunreinigte Babymilch beschäftigt Frankreich schon seit Wochen. Anfang Jänner hatte der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle in etwa 60 Ländern Dutzende Babymilchchargen wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid zurückgerufen. Später riefen auch Danone und Lactalis sowie kleinere Hersteller in etlichen Ländern Säuglingsnahrung zurück.

Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.

Wieder sind im Keller einer Bankfiliale etliche Schließfächer aufgebrochen worden – diesmal in Stuhr nahe Bremen in Deutschland. „Zur Beute können derzeit noch keine Angaben gemacht werden“, teilte die Polizei in Diepholz gestern am Abend mit. Bisher gebe es keine Spur von den Tätern.

Ende Dezember waren in Gelsenkirchen Einbrecher durch ein Bohrloch in den Tresorraum der dortigen Sparkasse gelangt. Sie brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen in Millionenhöhe.

Einbruch während der Mittagspause

Die Einbrecher in Stuhr seien heute in der Mittagspause der Bank über einen Lichtschacht in den Keller eingebrochen. Dort hätten sie mehrere Türen aufgebrochen, um zu den Schließfächern zu gelangen.

Wie viele Schließfächer es in der betroffenen Volksbank-Filiale gebe und wie viele davon aufgebrochen worden seien, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher.

Aufgefallen sei der Einbruch, weil Beschäftigte der Bankfiliale plötzlich über Unwohlsein und Übelkeit geklagt hätten. Der Grund dafür sei eine unbekannte Flüssigkeit gewesen, die die Täter im Keller versprüht hätten. Worum es sich dabei handelte und wozu die Einbrecher diese Flüssigkeit genutzt hätten, sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher.

Kultur

Im Pariser Musee du Louvre hat es erneut eine Überschwemmung gegeben. Der Vorfall ereignete sich im Denon-Flügel mit großen Beständen italienischer und französischer Malerei. Dabei wurde eine Deckenmalerei aus dem Jahr 1819 beschädigt, wie das Museum der dpa bestätigte.

Die Decke weise Risse und Ablösungen der Farbschicht auf, eine genauere Begutachtung der Kunstwerke erfolge, hieß es weiter. Die Überschwemmung ereignete sich in der Nacht auf gestern. Das Leck konnte noch in der Nacht geschlossen werden.

Defektes Heizungsrohr

Nach Angaben des Louvre wurde die Überschwemmung durch ein defektes Heizungsrohr in einem Technikraum verursacht. Die betroffenen Räume blieben geschlossen.

Bereits vor rund zwei Monaten hatte eine Überschwemmung in der Bibliothek der Ägyptischen Altertümer Bücher und Dokumente beschädigt.

Großer Betrug mit Tickets aufgeflogen

Seit Monaten steht das Musee du Louvre in den Schlagzeilen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde bei einem Einbruch Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen. Erst am Donnerstag wurde zudem der Verdacht eines millionenschweren Betrugs im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf öffentlich.

Über Jahre hinweg seien pro Tag bis zu 20 Touristengruppen mit bereits benutzten Eintrittskarten ins Museum geschleust worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Manche Reisegruppenleiter hätten Museumsmitarbeitern Bargeld gegeben, um Kontrollen zu umgehen. Andere hätten ihre Reisegruppen aufgeteilt, um die höheren Preise für Gruppen zu vermeiden. Neun Personen wurden festgenommen.