Sonntag, 18. Januar 2026

Sonntagssüß: Zimt-Focaccia

Focaccia lieben wir hier. Eine süße Form davon war mir bisher nicht bekannt. Die haben wir bei unserem Besuch im Dammerstock kennen gelernt. Und die war so was von gut, dass ich das auch mal probieren wollte. Ist geglückt! Diese Zimt-Focaccia ist wirklich sau lecker! Die müsst ihr unbedingt nachbacken!!

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Zimt-Focaccia

Zutaten für eine Auflaufform, ca. 20x30 cm

Teig
400 g Mehl
300 ml Wasser
3 Prisen Salz
80 ml Olivenöl
1 P. Trockenhefe
30 g Zucker

Zimtmischung
40 g Butter (geschmolzen)
50 g brauner Zucker
1,5 TL Zimt

Wasser, Zucker und Hefe vermischen und 5 Min. ruhen lassen, bis die Hefe schäumt. Die Hälfte des Öls dazugeben und dann mit Mehl und Salz verkneten. 

Den Teig 1 Stunde ruhen lassen (zugedeckt und an einem warmen Ort).

Für die Zimtmischung die Butter schmelzen und mit dem braunen Zucker und dem Zimt vermischen. 

Den Ofen auf 230 °C vorheizen. 

Das restliche Olivenöl (oder weniger, reicht auch, wenn man es nicht so ölig mag) in der Auflaufform verstreichen und den Teig einfüllen (er ist relativ flüssig, nicht irritieren lassen davon). Mit einem Holzlöffel oder den Händen Kuhlen in den Teig drücken und die Zimtmischung mit einem Löffel auf dem Teig verteilen, mal hier ein Klecks, mal da ein Klecks.

Das ganze für 18 bis 20 Minuten backen. Am besten lauwarm genießen! Sooo yummy, ich wiederhole mich.

Samstag, 17. Januar 2026

Blick zurück

Gesehen Ku’damm 77 im ZDF und in einer Szene die ersten zwei Verse eines schönen Gedichts gehört und fast weinen müssen*
Gehört das erste Vogelzwitschern, ohhhh
Getan I das Baustellen-Daydrinking-Event vom Dammerstock besucht mit P. Ein junges Team aus der Fettschmelze und dem Gottesauer Eck hat sich zusammen getan, um hier gerade etwas Neues auf die Beine zu stellen. Es war richtig viel los. P orderte eine Zimt-Focaccia (die mich gleich zum Nachbacken animiert hat, morgen mehr!). Die Bedienung fragt uns, ob wir aus der Nachbarschaft seien. „Nein, aus der Weststadt.“ „Ah, das ist ja nicht weit, da kann man auch gut hier vorbei kommen.“ „Jaaa, im Sommer mit dem Fahrrad, das passt super! Hattet ihr mit so viel Anstrum gerechnet? „Nee, gar nicht. Wir sind gerade leicht überfordert.“ „Es ist wirklich sehr schön hier. Sieht cool aus.“ „Oh, danke.“ „Wisst ihr schon, wann ihr aufmachen werdet?“ „Irgendwann im Frühjahr, wahrscheinlich so im März, April. Das erfahrt ihr dann auf Insta“. Das wird so gut! Die großartige Dammerstock-Siedlung im Karlsruher Stadtteil Rüppurr wurde 1929 u.a. von Walter Gropius entworfen (hier ein kleiner Bericht — gleich die ersten Reihenhäuser oben sind auch so toll!). Für das Erscheinungsbild war Kurt Schwitters verantwortlich
Getan II mit blauem Filzstift und Wasser experimentiert. Ich mag, wenn Sachen verschwimmen
Getrunken Vanilla-Shake von Megges. Immer wieder gut, diese Shakes. Leider gab es keine Röhrchen. Es gab auch keine Terminals. Richtiger Oldschool-Megges — das Bestellen an der Theke dauerte ewig. P leicht entnervt: „Ich hab dir doch gesagt, dieser Megges ist ranzig!“ hahahaha. Sogar die Preise waren altmodisch (und tanzend) auf das Plakat aufgeklebt (das hat P nicht davon abgehalten, u.a. auch ein Hanuta Mc Flurry zu bestellen). Auf dem Heimweg wurde ich geblitzt. Ich hatte wohl zu viel Vanille Promille, oh noooo
Gegessen Apfelschnitze aus Ps Happy Meal
Gelacht I , sehr über eine Nachricht mit einem Leasingangebot von K: „Hi Mama, können wir uns den Golf R mit 333 PS leasen, das wäre doch was für uns Kinder. Hab dich lieb. Mit freundlichen Grüßen, Dein K.“ Nice try
Gelacht II als K an der Ampel kurz die Dynamic Stability Control ausstellt und einen Wheelspin hinlegt, als es Grün wird (die Zwillinge vorne, ich im Fond — wir hatten P gerade zum Bahnhof gebracht). Quiieetsch... Ich: „Das ist schlecht für die Reifen, oder?“ K: „Ja, aber einmal kann man es machen...“ Haha, wenn er das sagt
Gelacht III als ich mit P in Heidelberg telefoniere und sie erzählt, dass sie einen schönen Vormittag auf dem Eis hatte mit ihrer vierten Klasse: „Wir waren auf einer Schlittschuhbahn im Freien, ähnlich wie die in Garmisch, wo man unter der Sonne fahren kann, und es war super! Es lief gute Musik, so old school R’n’B!“ „Ohhhh, das hätte mir auch gefallen!!“. „Jaa! Was noch gut war: sie hatten beim Schuhverleih nur coole Eishockeyschuhe nicht so komische Plastikdinger.“ Hehehe, die Details immer
Gelacht IV als L mir mehrfach durch die Tür etwas zuruft, was ich nicht verstehe: „Wann machst du wieder die Dinger aus München?“ Bis ich mal drauf kam, dass sie die Auszognen meint, hahaha. Jaa, die mach ich bald wieder. Mir ist eingefallen, dass ich dafür aber noch Erdnussöl brauche — das hatte mir P empfohlen, und sie hatte es wiederum von ihrem Foods-Lehrer aus den USA, lol
Gefreut I über die Schwarzwald Marie. Die hat eine lustige Geschichte (steht im Booklet, das der Figur beilag): Im Jahr 2023 begeisterte die Ausstellung „Playmobil-Spielgeschichten“ auf Initiative von Bürgermeister Michael Ruf und umgesetzt von Diorama Artist Oliver Schaffer in Baiersbronn über 12.000 Besucher. Unter den fantasievollen Welten tauchte auch eine improvisierte Schwarzwald Marie auf. Da es keine Playmobil-Bollenhut-Figur gab, erschuf der Künstler kurzerhand selbst eine — mit großem Erfolg! Die meist gestellte Frage: „Kann man sie kaufen?“ Die Antwort war „Nein“, doch die Idee zur Playmobil Schwarzwald Marie war geboren. Ich hab sie umgetauft auf Schwarzwald Juli — obwohl ich ehrlicherweise den Pfälzer Wald lieber mag, aber da gibt’s keine lustigen Bollenhüte (dafür aber lustige Dubbegläser)
Gefreut II über die Leuchte, die endlich ankam. Eine Reminiszenz an meine Omi (siehe Polaroid aus den 1980er Jahren)
Gefreut III über ganz bisschen Schnee. So doof, dass der immer wieder sofort weg ist am nächsten Tag
Gefreut IV über die Porzellan-Becher vom MoMa-Shop. Eins der Weihnachtsgeschenke von meinem Bruderherz. Ich finde diesen Spruch so amerikanisch: „We love to serve you.“ Amerikanischer geht es nicht (wie mal in einem Film die Stellenausschreibung auf einem Plakat mit der Headline „We’re hiring smiling faces“)
Gefreut V über die ersten Tulpen der Saison
Gefreut VI über meine Allumettes (zuletzt hab ich wieder eine unansehnliche Schachtel einfach mit blau-weißem Klebeband überklebt). Andere sammeln schöne kleine Glasflaschen oder besondere Plastiktüten — ich sammel Streichholzschachteln, hehe. Was sammelt ihr so?
Geärgert I dass K einen Abend vor Abgabe mit einem Plakat anfängt für die Schule. Und wer wurde um Mitarbeit gebeten? Yess. Wär alles kein Problem — mach ich sogar gerne. Aber ein, zwei Minütchen vorher Bescheid geben wär schon nice. Bis spät abends hat er Magazine nach Buchstaben durchforstet, geschnippelt, gezeichnet und Texte vorgeschrieben, geklebt, gemacht und getan... Gar nicht so easy alles. Es ging um einen Büchervergleich: Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“ und Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“, in denen es jeweils um Besitz und dessen Verlust geht und das sollte bildlich dargestellt und verglichen werden mit u.a. Illus, Gegenüberstellungen und Zitaten. „Musstet ihr früher auch Plakate machen?“ „Nee, so was gab es bei uns nicht...“
Geärgert II dass das Majolika Museum nicht geöffnet hatte, das wir nach der Dammerstock-Besichtigung ansteuerten (immerhin gab es ein cooles Fenster für blurry Selfies), dann sind wir halt weiter zu Megges
Gestaunt dass K von sich aus nach einer Ausstellung fragt: „Ich hab morgen die letzte Klausur in 13.1, danach könnten wir wieder zusammen mal in eine Ausstellung gehen.“ Wie coooool von ihm, ich hab mich so gefreut!
Gekauft Briefmarken

Schönes Wochenende!

*Aus „Eure Kinder“ von Khalil Gibran

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,
aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.

...

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Samstag, 10. Januar 2026

Blick zurück

Ein gutes Neues Jahr für alle!

Gesehen drei super Kunst-Dokus (eine besser als die andere und seeehr zu empfehlen):

— Robert Rauschenberg — Alles ist Kunst (wie sehr ich Collagen mag)
— Nicolas de Staël, ein Maler zwischen Himmel und Meer (was für ein charismatischer Typ und so ein tragisches Ende)

Gehört Dakeez – Incendie und mich für P gefreut, dass sie nun endlich Karten für ein Konzert von ihm ergattern konnte
Getan I Knut gefeiert — also den Baum aus dem Fenster gepfeffert und dann zum Sammelplatz geschleift. Es lagen schon ein paar Bäume dort (entgegen Ps Vermutung, dass wir bestimmt die ersten seien, das war am 1.1.26)
Getan II aus einer Rettungsdecke einen Bommel gemacht, die Idee kam mir irgendwann nachts...
Getan III angesichts der Tragödie in Crans-Montana eine Mail verfasst und an verschiedene Stellen bei der Stadt geschickt (bis hin zum OB), mit der Bitte, die Einhaltung der Brandschutzvorschriften in Karlsruher Clubs zu kontrollieren. P hat erzählt, dass Tischfeuerwerke in den Clubs, in denen sie bisher war, gang und gäbe sind. Ich verstehe es nicht. Auf jeder Packung Wunderkerzen steht, dass sie nicht in Innenräumen angezündet werden sollen — aber Tischfeuerwerke!? Wahnsinn. Was nutzen Vorschriften, wenn die Betreiber sich nicht dran halten?
Getan IV den kleinen gelben Defender zusammen gebaut, der schon ewig in meinem Schrank liegt. Anschließend hab ich ihn in die Vitrine gestellt. Ich finde cool, dass den eine Dame fährt
Gelesen I in einem sehr schönen Magazin von Finstral. Das wurde mir auf Insta angezeigt und ich habe es nur wegen des schönen Covers bestellt, ohne zu wissen, um was es darin überhaupt geht — hier ein Link zum Kunstwerk von Anna Lucia und zum kostenlosen Bestellen des Magazins (unten links). Es dreht sich um Fenster (hergestellt in Südtirol)! Das Magazin ist nicht nur super gestaltet, es ist auch sehr informativ — nicht nur für Architekten und Bauherren (bin ich beides nicht). Zum Beispiel die Geschichte über die Kernsanierung des Münchner Spatenbräu-Gebäudes in der Marsstraße. Die alten Fenster wurden nicht komplett „herausgerissen“, sondern die neuen Fenster wurden auf die bestehenden Rahmen aufgeschoben — was einerseits dem Nachhaltigkeitsaspekt zuträglich war und andererseits einer kurzen Einbauphase. Hochinteressant! Fenster sind so ein unterschätztes, viel zu wenig beachtetes Element, das wurde mir beim Lesen dieses Magazins jetzt wieder bewusst. In einem Interview unterhält sich die Junior-Chefin von Finstral mit Jonathan Olivares, Industriedesigner und Senior Vice President of Design von Knoll (Finstral hat die Fenster des Messestands von Knoll für den Salone del Mobili hergestellt) und erklärt: „Als ich nach meiner Zeit als Unternehmensberaterin zurück zu Finstral kam, sagte mein Vater zu mir: 'Verena, anfangs dachte ich auch, Fenster seien langweilig — aber mit der Zeit habe ich gelernt, dass das nicht stimmt.'“. Und Olivares wiederum erzählt, dass er seit seiner Kindheit gerne putzt, besonders Glas: „Ich habe putzen schon immer geliebt, sogar als Kind. Mein Vater hatte einen Glastisch, eine Art Le-Corbusier-Replika, und meine Fingerabdrücke darauf machten ihn wahnsinnig. Also war ich dafür zuständig, den Tisch sauber zu halten. Mit der Zeit habe ich den Geruch von Glasreiniger und den gesamten Prozess lieb gewonnen — und ich könnte den ganzen Tag Glas putzen. Wenn es mit dem Design nicht mehr funktioniert, würde ich Fensterputzer werden, mit einem Abzieher in der Hand.“ Sehr sympathisch. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass eine Fassade, die vielleicht nicht ganz so gut aussieht, allein durch den Einsatz schöner Fenster enorm gewinnen kann
Gelesen II in einem alten Peanuts-Buch, das ich mal wieder aus dem Regal gekramt hab, weil mich mein Wichtelgeschenk (ein Reclamheft namens „Advent mit den Peanuts“) angefixt hatte. Darin erfahre ich, dass Charles M. Schulz als 20-Jähriger zur Armee musste und in Frankreich und Deutschland eingesetzt war. Drei Jahre lang! Er hat sehr viel über Einsamkeit und Angst gelernt in dieser Zeit, und das später scheinbar auch in seinen Figuren verarbeitet. Außerdem hab ich herausgefunden, dass die Schmusedecke von Linus im Englischen „Security Blanket“ heißt — wie unendlich süß! Toller Mensch, dieser Charles M. Schulz (das „M“ steht für Monroe)
Gelesen III und sehr gestaunt über wundervolle Teppichkunstwerke, die aktuell im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen sind unter dem Titel „Welt aus Fäden — Bildteppiche der Moderne“. Wahnsinnig schön. Hier ein ganzer Leitfaden („Ausstellungsbegleiter“) zum Durchscrollen. Lohnt sich!
Getrunken Strawberry Matcha (wie guat!!), extra von L für mich fabriziert. Sehr praktisch: wenn Tochter I Tochter II ein Matcha-Set zu Weihnachten schenkt, dann hat Momsky auch was davon, lol
Gegessen Spaghettikürbis, kredenzt von P. Sie hat das vor ein paar Wochen schon mal gemacht, da fand ich das schon so lecker. Daraufhin hab ich ihr eine Karte nach Heidelberg geschickt mit Kürbismotiv und freundlich um Wiederholung gebeten. Ist mir geglückt
Gelacht I ich muss kurz vor Silvester zur Packstation bei Lidl. Als ich heimradel, latschen vor mir vier Jungs und ziehen einen Leiterwagen bis obenhin voll befüllt mit Böllern. Sie unterhalten sich: „Mein Kollege hat gesagt, er kauft diesmal Böller für 150 EUR.“ Wieder zuhause erzähle ich P von dieser Konversation — sie ist entsetzt: „Weißt du, was du alles für 150 EUR kaufen kannst?? Das ist insane!!“ (In TV-Berichten am gleichen Tag über exzessive Feuerwerkseinkäufe hab ich noch ganz andere Summen gehört, unbegreiflich). Ich hab noch nie Böller gekauft. Aber man kann nette Fotos knipsen, wenn schon mal bunte Raketen vor der Haustür gen Himmel fliegen. Was mich angeht würden aber Feuerwerke nur noch an wenigen öffentlichen Plätzen stattfinden, wenn überhaupt
Gelacht II über funny Fußballbegriffe. Ich lese auf Wiki beim Spieler Eric Cantona bei Position 'Hängende Spitze'. Ich schicke K einen Screenshot davon und frage ihn: „Hab ich noch nie gehört. Du?“ „Doch doch.“ „Echt, ohaa. Wo steht der dann?“ „Stürmer. Vorne drin.“ Kurz darauf korrigiert er sich: „Ach nee, falsch. Wie eine falsche Neun.“ Okayyy. Ich = so schlau wie vorher
Gelacht III als P nach fast drei Wochen Ferien wieder zurück in Heidelberg ist, ruft sie abends an: „Ich wusste gar nicht mehr, dass ich mein Zimmer geputzt und aufgeräumt habe, bevor ich zu euch bin. Jetzt ist es voll clean und cozy, wie cool!!“
Gelacht IV über die beiden Darumas (japanische Glücksbringer) im Regal. Der eine hat beide Augen ausgemalt — das bedeutet, dass der Wunsch bereits erfüllt ist. Der andere lässt noch auf sich warten
Gefreut I über Schnee
Gefreut II dass die Magnolie, die ich Mitte Dezember in einem Vorgarten stiebitzt hab, tatsächlich Blüten getragen hat (Barabaratag hat bei mir bisher nie geklappt)
Geärgert über den Typ an der Supermarktkasse in Frankreich, als er sich mit seinem Kollegen an der Nachbarkasse auf französisch unterhält und irgendetwas über „les Allemands“ sagt und P und ich direkt vor ihm stehen (dann kritzelt er auch irgendwas mit Kuli auf den EAN-Code auf meiner Einkaufstasche?!). Ich konnte leider nicht verstehen, was genau er gesagt hat, was wahrscheinlich Zweck der Übung war. Il était vraiment malpoli. Aber witzige Weihnachtsdeko hängt in Frankreich — „Joyeuses Fêtes“ hehe. Ich mag außerdem sehr gerne ihr Schreibpapier (erinnert mich an Liegende-Sprossen-Fenster), das Supermarkt-Logo-„C“ auf der Papiertasche und die Riesencookies (haha, éclat)
Gestaunt I in einer Insta-Werbung bekomme ich eine Lampe angezeigt, die mir irgendwie bekannt vorkommt. Die ganze Zeit überlege ich, woher ich die kenne. Als ich ein paar Tage später bei meinen Eltern in alten Fotos wühle, entdecke ich auf einem Bild von 1980, das in der Wohnung meiner lieben Omi aufgenommen wurde, exakt diese Leuchte. Dass war das Zeichen, dass ich die sofort bestellen muss. Es ist die KD 28, neu aufgelegt von Kartell, und entworfen im Jahr 1967 von keinem Geringeren als Joe Colombo. Ich feier meine Omi, dass sie so eine tolle Leuchte hatte. Ich liebe indirektes, weiches Licht und bin total gespannt
Gewundert dass sich eine tiny „Orange“ in meinem Glas bildet, nachdem ich ein bisschen Aperol in meinen Silvester-Crémant gekippt hatte
Gelernt I weil P zur Zeit ja auf dem Französisch-Trip ist und viel französische Musik hört oder sich französische Reels ansieht, antwortet sie neuerdings auch in Konversationen auf Französisch. Eine Abkürzung kannte ich noch nicht. Das wär auch was für meinen Kalender mit den ganzen Codes gewesen... Zu spät... Jedenfalls: mdr = mort de rire
Gekauft Flan, Mousse au Chocolat, Lu Ourson, Baguette, Chouquettes, Brie, Cidre und Perrier, hehehe

Schönes Wochenende!

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Samstag, 20. Dezember 2025

Blick zurück

Gesehen eine Architektur-Reihe. In der arte-Mediathek gibt’s so tolle Sendungen, Filme und Dokus zu entdecken!! Diesmal: die Mini-Serie „100 Jahre Neues Bauen“ . So interessant! Besonders das, was der Frankfurter Architekt DW Dreysse so von sich gibt, finde ich ziemlich klug. Es gibt so Menschen, denen hört man gerne zu. Er ist so einer (hier ein kleiner Bericht anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz 2020). Ich feier ja immer Flachdachhäuser. Zu diesem Thema hab ich neulich auch auf der Seite des Weissenhofmuseums in Stuttgart (das in einem Gebäude von Le Corbusier sitzt) gelernt. Super spannend ist die Geschichte, die die Museumsleiterin Anja Krämer über die Flachdächer  in einem der Videos auf der Homepage erzählt: „Wir haben in unserer Ausstellung eine witzige Werbekarte. Sie zeigt ein Modell der Weissenhofsiedlung und auf die Flachdächer hat jemand mit blauer Tinte Satteldächer, Türmchen und Zwiebeln gemalt. Den Titel der Karte 'Siedlung am Weissenhof' kommentiert er mit den Worten 'Wie sie würde, wenn Rechtsmittel zur Verfügung stünden'. Diesen bissigen Kommentar schrieb niemand Geringeres als der künstlerische Ausstellungsleiter, der Architekt Ludwig Mies van der Rohe im Jahr 1927, kurz vor Ausstellungseröffnung. Seinen Worten hört man die Verärgerung über den ständigen Streit um die modernen Bauformen an, den er führen musste. Die traditionellen Architekten und die Geldgeber taten sich schwer mit den würfelförmigen Bauten. Sie erinnerten sie an eine Vorstadt Jerusalems oder ein italienisches Bergnest. So fremd waren für sie Flachdächer. Der Streit zwischen den traditionellen Architekten und den modernen Architekten in den 1920er Jahren ist in die Kunstgeschichte als 'Dächerstreit' eingegangen.“ Ich kann den Groll von Mies van der Rohe verstehen. Ich liebe Flachdächer! Hier zum Video „Flachdach contra Satteldach“ (bisschen runter scrollen) 
Gehört Soul For Real & Region Music —  At The Bar (feat. Pen Game). Ein Tipp von Apple Music. Und einen lustigen Namen in der Song-Info über die Komponisten gelesen
Getan I kurz mit P den alljährlichen Vorweihnachtsverkauf im Kunst-Shop in der Städtischen Galerie besucht und ein tiny Kunstwerkchen in Postkartengröße mitgenommen. Ich mag so ganz fein gezeichnete Sachen sehr. Das Bild heißt „Reisezeichnung“. Brandneue Info zur „Städtischen Galerie Karlsruhe“: Sie ändert den Namen! Ab Februar wird dieser schöne Ort „Kunstmuseum Karlsruhe“ heißen. Hm, ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halte
Getan II die Tage bis zum 24. gezählt. Das geht so schnell wieder (auf dem rosa Zettel steht „bald“; ich hab es amtlich prüfen lassen von Ks Kollegen, der gerade im Libanon ist und Verwandte besucht. Ich mache mir bisschen Sorgen um ihn: „Ist das nicht gefährlich?“ K: „So ohne ist es nicht.“ Ich hoffe, er kommt bald gesund und munter wieder)
Getan III alte Baby-Passfotos wieder gefunden und sofort digitalisiert
Gelesen I in Tomi Ungerers „Achtung Weihnachten“. Bisschen bissig. Aber ich mag’s
Gelesen II einen Spruch auf einem Londoner Omnibus im Film „Abbitte“ (fand ich super) und lachen müssen: „Have a Guinness when you’re tired“. Ich werde eher müde von Bier, haha
Gelesen III einen Geschenktipp in einem Insta-Beitrag:

DIE ZEIT: „Was ist das beste Last-Minute-Geschenk?“

Gabriel Yoran: „Gute Schokolade. Das ist nicht so manieriert wie Pralinen. In fast allen Biomärkten gibt’s diese eine österreichische Schokolade. Die ist so schön verpackt, allein deswegen kann man sie gut verschenken.

Aber es gibt davon teilweise abenteuerliche Sorten, mit Bergkäse zum Beispiel, da muss man aufpassen.“

Ich frage mich, welche österreichische Schokolade er da meint, hö

Getrunken Hagebuttentee mit frisch gepresstem Orangensaft und Eiswürfeln (hehe), weil es keine Limo mehr gab. Aus der Not heraus erfunden, war sehr guat!
Gegessen Lebkuchen (nach diesem sehr empfehlenswerten Rezept aber diesmal mit fancy Donauwellen-eskem Riffeldekor haha, so simpel so gut!!), Bananenbrot und gebrannte Mandeln. Das war’s jetzt aber auch für mich mit Weihnachtsbäckerei. Morgen will P noch eine Runde Plätzchen machen...
Gelacht I über Ks Filmchen per Snapchat aus der Shishabar (die gleichzeitig auch Sportsbar ist, wie praktisch). Ich war noch nie in einer Shishabar, so was gab’s früher nicht. Das Blubbern klingt witzig... und diese Riesenrauchwolken — eine Nebelmaschine ist nichts dagegen, lol. Über eine Sache war K mad: „Alle meine Freunde sind dunkler als ich, Kurde, Libanese, Syrer... und wer wird als einziger von 8 Leuten nach dem Ausweis gefragt? Ich, der Alman.“ „Fühltest du dich diskriminiert?“ „Ja.“ Interessant... Das funktioniert offenbar in verschiedene Richtungen
Gelacht II dass P wohl meine Schenk-Leidenschaft geerbt hat. So lustig, sie erzählt von sich aus, dass sie so gerne schenkt. Und dann erzähle ich ihr, dass ich es kürzlich noch mit jemandem hatte vom Schenken: Wir fragten uns, wenn wir uns entscheiden müssten — nur noch beschenkt werden oder nur noch schenken? Wir waren uns beide sofort einig, dass wir Team Schenken wären für den Rest des Lebens. P hat uneingeschränkt zugestimmt. Awwwww
Gelacht III über das Zwillingsbündnis. Ich hab ein Telefonat mit L und es stellt sich heraus, dass ich die Autoverplanung missverstanden habe. Ich werde bissl genervt. Fünf Minuten später schreibt mich K an und fragt, was das Problem ist und spricht sich für seine Zwillingsschwester aus. So zucker. Ich musste sofort so lachen — der sinnlose Ärger war instant verflogen. Ich feier es, wenn sie sich untereinander kurzschließen, verbünden und sich gegenseitig helfen. Jedenfalls: L ist mit einer Freundin zum Weihnachtsmarkt in Baden-Baden gedüst. Als sie heimkam, meinte sie: „Junge, Autobahnfahren ist ja voll chillig, viel chilliger als in der Stadt zu fahren!! Ich hab den 6. Gang verwendet, dann hab ich Sprit gespart.“ Haha
Gelacht IV dass K angenervt ist von der gerade begonnenen Winterpause und den Fußball schon vermisst. „Wie lange geht die Pause?“ „Das Training beginnt erst im Februar und die neue Runde startet im März.“ „Ohaaa, dann musst du halt öfter ins Gym gehen stattdessen.“ „Jaa. Ich hab auch schon Freunde gefragt, ob sie mit mir auf den Bolzplatz gehen aber keiner hat Zeit.“ Awww
Gelacht V als ich von der Kassiererin interviewt werde: „Guten Morgen! Wieder beim Wocheneinkauf?“ „Hallo, guten Morgen! Ja, wie immer, haha.“ „Und — sind Sie im schon im Weihnachtsstress?“ „Neee, gar nicht, ich bin entspannt.“ Jetzt nur noch ein paar wenige Geschenkchen verpacken. Den Baum schmückt die Jugend („Wir wollen es clean!!“ ohaaaaa)
Gelacht VI über eine Überschrift in einem Inserat auf der Insta-Seite „Best of Kleinanzeigen“: „Plötzlich hässliches Hemd in XL“ 
Gelacht VII über ein fröhliches Haus
Gelacht VIII über SMS aus der Allianz-Arena — von Ks kleinem Sonntagsausflug
Gefreut I über Anekdoten aus der Schule. P muss Unterricht halten. Ihre normalerweise betreuende Lehrkraft ist nicht da und eine andere Kollegin übernimmt und beobachtet Ps Unterricht. Am Ende der Stunde kommt die Lehrerin zu P und meint: „Also, die Ruhe die du ausstrahlst, bewundere ich. Das nehm ich mir mit für meinen eigenen Unterricht.“ Was für ein Kompliment. Dann hat P noch erzählt, dass sie vor ein paar Wochen in einer Englisch-Stunde mit den Kindern Bingo gespielt hat, um ihnen die englischen Zahlen näher zu bringen. Seitdem kommt ein bestimmter Schüler jeden Tag zu ihr und fragt sie immer das gleiche: „Wann spielen wir wieder Bingo?“ So süß. In der letzten Woche vor den Ferien standen ein Theaterbesuch („Die kleine Hexe“), Wichteln und Plätzchenbacken in der Schulküche an (und Sektumtrunk am letzten Schultag um 12.00 Uhr — mit den Kollegium, haha). Awww
Gefreut II über Nebel und Sterne zu meinen abendlichen Spaziergängen (und am Tag). Ich bin am Siegfrid Brunnen vorbei gekommen und hab dazu eine funny Google-Rezension gefunden. Ob das stimmt?
Gefreut III über Gablonzer Baumschmuck. Witzige Manschgerl (ich liebe diesen bayerischen Ausdruck für Männchen)
Gefreut IV als P und ihre beste Freundin aus der Stadt einfach einen Weihnachtsbaum mitbringen. Tragen die zwei Mädchen einfach unseren Weihnachtsbaum heim, hehehe. War bisschen exciting, weil er verpackt war — sie haben eine Katze im Sack gekauft. Als ich das Bäumchen auspacke zeigt sich: alles richtig gemacht — eine kleine feine Tanne. Am liebsten würde ich den Baum blanko lassen
Gefreut V über das neue Fluter-Magazin (hier kostenlos bestellen)
Gefreut VI über blurry Zufallsshots auf meinem iPhone. Der rote Rücklichtpunkt ist sweet
Gefreut VII bei meinem Abendspaziergang etwas Österreichisch zu vernehmen. Zwei junge Typen fahren auf den Rädern an mir vorbei. Der eine zum Andern: „Passt schon.“ Der Andere dann: „Das geht sich eh aus.“ Ohhhh
Geärgert dass ich für das neue Softwareupdate auf dem Handy erst mal Speicherplatz leer räumen musste, um das zu installieren. Für eine Neuerung hat es sich zumindest gelohnt — das DJ-mäßige Überblenden von Musiktiteln in Apple Music, das ist funny. An den Rest muss ich mich erst noch gewöhnen... diese eisige, durchsichtige Oberfläche, hm joa
Gestaunt dass mir K plötzlich Fragen zum Wirecard-Fall stellt. Das ist ja schon fünf Jahre her: „Wie kommst du jetzt darauf?“ „Ich hab auf TikTok davon gehört. Ich checke das alles nicht.“ „Hahaha, ja, ist mir auch ein Rätsel. Erstens wie so ein Betrug überhaupt geht, zweitens wie man so gewissenlos sein kann und dann, was man mit soviel Geld überhaupt will? Was willst du mit Milliarden? Ich würde mich so schäbig fühlen. Es gibt so viele Menschen, die nichts haben. Und jetzt ist er in Russland untergetaucht und wird auf der ganzen Welt gesucht, toll. Das kann doch kein cooles Leben sein.“ „Ich verstehe es nicht. Er hat als Wirecard-Vorstand schon drei Millionen pro Jahr verdient. Warum wollte er immer noch mehr?” Dann finden wir heraus, dass für Jan Marsalek die Villa Alfons (hier) gegenüber der Villa Stuck in München angemietet wurde für 50.000 EUR im Monat — in der er gelebt hat und wo scheinbar schräge Leute ein und ausgingen und krumme Geschäfte eingefädelt wurden. Ist das alles krass. Wir haben uns gefragt, ob es Marsaleks Leben auch als Film gibt. Ich recherchiere: ja. Es gibt mehrere Dokus, z.B. „Der talentierte Herr Marsalek — Wie man Geld erfindet“ (ORF) oder „Wirecard — Die Milliarden-Lüge“ (Sky). Die Fähigkeit zu lügen ist eine von den unangenehmsten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann, finde ich. Kurz darauf hat K mich zum Flowtex-Skandal befragt. Er scheint sich gerade sehr intensiv mit diesen Themen zu befassen, lol. Und: „Ich checke nicht, wie Menschen etwas kaufen können, das es gar nicht gibt.“ Frage mich auch immer, wie das geht
Gelernt was die Yalda-Nacht ist* (da wird die Wintersonnenwende gefeiert. Das Fest hat keinen religiösen Hintergrund und wird im Iran von allen Menschen gefeiert, unabhängig von ihrem Glauben. Wichtige Elemente bei den Speisen sind Granatäpfel und Wassermelonen). Das lerne ich in einer kleinen Doku auf arte über Weihnachtsbräuche in Frankreich und Deutschland — und da viele Iraner in Frankreich leben, wurde dieses schöne Fest auch erwähnt. Lustig: Bei Franzosen stehen bei vielen Menschen Austern zum Weihnachtsfest auf dem Menü, und danach Biskuitrolle
Gekauft eine arabische Cola-Flasche. Hab ich schon mal gesagt, dass ich groooßer Fan der arabischen Schrift bin? L O V E

Philuko macht kurz Pause.

Entspannte Festtage
und für 2026 nur das Beste!

*Ein kleines Gedicht von Saadi

Dein Anblick jeden Morgen ist ein Neues Jahr.
Jede Nacht, die du abreist, ist der Vorabend von Yalda

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