Dienstag, 20. Januar 2026

Ein Schmutzfink namens Robert Crumb

Den öffentliche Abschlussvortrag des Studium universale im Wintersemester 2025/2026 der Universität Leipzig zum Thema „Eros, Macht und Märkte – Sexualität im Spiegel der Gesellschaft“ hält Andreas Platthaus in der Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig zum Thema "Ein Schmutzfink namens Robert Crumb."
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DNB / Laura Stein
Er gilt als der größte lebende Comiczeichner: Mit der Einführung radikal autobiografischen Erzählens machte der 1943 geborene Amerikaner Robert Crumb in den späten sechziger Jahren Epoche – als Erfinder des „Underground“. Aber die Rücksichtslosigkeit seines Erzählens beschränkt sich nicht auf den Umgang mit der eigenen Person, Crumb nimmt auch bei allen anderen kein Blatt vor den Mund. Das hat ihm den Vorwurf des Rassisten, Misogynen und Antisemiten eingebracht. Andreas Platthaus stellt den „Schmutzfink“ und umstrittenen Erfinder des „Underground“ Robert Crumb in einem Vortrag vor. Zugleich ist es der 

Andreas Platthaus ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort seit zehn Jahren verantwortlich für Literatur und literarisches Leben. Seine Leidenschaft gilt Ästhetik und Geschichte der Comics, denen er zahlreiche Bücher gewidmet hat.

Kuratorinnen-Führung: „Forget it?! Zukünfte und Geschichten der Wissensspeicherung“, 4. Februar 2026, 18 Uhr 
Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums

Vortrag: Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig
Lesesaal Geisteswissenschaften
Abschlussvortrag des Studium universale: 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

Künstlergespräche in der Galerie Druck & Buch

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Am Donnerstag findet in der Wiener Galerie Druck & Buch ein Künstlergespräch von Susanne Padberg mit mit der Buchkünstlerin Katya Dimova über ihre Art mit Fäden zu zeichnen, über Wildpflanzen und über die Faszination für Stoff statt Papier als Träger, statt.
Zwei neue Textilbücher werden an diesem Abend erstmals gezeigt.

Ein weiteres Künstlergespräch wird es im Februar mit Wolfgang Buchta über seine neue Unikatbuch-Serie zu Lewis Carrol "The Hunting of the Snark" geben.
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Die Künstlergespräche finden im Rahmen der derzeitigen Ausstellung BEST OF 2025 statt.

22. Januar 2026, 19 Uhr
12. Februar 2026, 19 Uhr

GALERIE DRUCK & BUCH
Berggasse 21, 1090 Wien

Montag, 19. Januar 2026

300. Geburtstag von Christian Felix Weiße

Aus Anlass des 300. Geburtstag von Christian Felix Weiße, des bedeutenden deutschen Dichters, und Vertreters der Aufklärung und Autor des literarischen Rokoko, der als Begründer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur gilt, kommt der Leipziger Bibliophilen-Abend zu seiner ersten Veranstaltung im Jahr 2026 in der Stadtbibliothek zusammen.
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Der Abend wird in Kooperation mit dem Lehmstedt Verlag und weiteren Partnern gestaltet.

28. Januar, 18.00 Uhr
Stadtbibliothek Leipzig
Wilhelm-Leuschner Platz 10 · 04107 Leipzig

Schere–Stil–Papier

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Wie wird aus geschnittenem Papier grafisches Design? Wo inspiriert Natur die Gestaltung? In der Ausstellung „Schere–Stil–Papier“ reagieren drei Jahrgänge Grafikdesign am Lette Verein Berlin auf historische Scherenschnitte von Johanna Beckmann (1868–1941) aus den Museumssammlungen der Kunstbibliothek. Im Zentrum stehen Pflanzenbilder: Sie erkunden die Schnittstelle zwischen Botanik und Grafik, Naturform und Abstraktion.

Vor 150 Jahren wurde mit Gründung der Setzerinnenschule am Lette Verein Berlin der Grundstein für die Abteilung Grafikdesign gelegt. Der Lette Verein war damals eine der wenigen Schulen, an denen sich Frauen in gestalterischen Berufen ausbilden konnten. Zu ihnen gehörte Johanna Beckmann. Sie hatte zuvor bereits an der Unterrichtsanstalt der Berliner Kunstgewerbeschule gelernt, aus der später die heutige Kunstbibliothek hervorging.

Johanna Beckmann wurde als Scherenschnittkünstlerin, Porzellanmalerin und Autorin bekannt. Zahlreiche ihrer Naturschnitte – zart-lineare Zweige, Blüten und Ähren mit feiner Jugendstil-Note – haben sich in der Sammlung der Kunstbibliothek erhalten. Beckmanns Kunst, geprägt von klaren Formen, starken Kontrasten und viel Fantasie, lebt von der Inspirationskraft und Magie der Natur.
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Paula Teichmann, Four Futures 2050, Buchcover, 2023 © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
Die erste Ausstellungssektion beleuchtet ihr Werk und die Geschichte des Scherenschnitts vor ihrer Zeit in rund 60 originalen Schnitten, Drucken und Büchern, darunter Silhouetten der Biedermeier-Zeit, romantische Landschaften und Figurenbilder sowie eine Gruppe gebrauchsgrafischer Blätter mit Scherenschnittmotiven, von Werbeanzeigen und Visitenkarten bis zu Bilderbogen und Plakaten.

In seiner Reduktion auf Positiv und Negativ schafft der Scherenschnitt kontrastreiche Formen, die in Naturmotiven besonders anschaulich werden. Mit den Lettegrafik-Exponaten lotet die Ausstellung dieses ästhetische Prinzip in einer Vielfalt grafischer Medien sowie analoger und digitaler Techniken aus – von Siebdruck, Cyanotypie, Typografie und Illustration bis hin zu Buchgestaltung und Bewegtbild. Sie zeigt, wie in der botanischen Begegnung von Schnitt und Linie, Farbe und Fläche, Material und Schatten, Verdichtung und Detail eine ganz eigene visuelle Sprache entsteht.

23. Januar - 01. März 2026

Kunstbibliothek im Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Sonntag, 18. Januar 2026

Antiquarische Bücherbörse der Naturhistorische Gesellschaft Nurnberg

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Die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg lädt zu einer antiquarische Bücherbörse im Naturhistorischen Museum ein.
Angeboten werden Bücher aus vielen Fachgebieten, populärwissenschaftliche Literatur, Bildbände und unterhaltende Literatur.

1. Februar.2026 10 Uhr

Naturhistorisches Museum
Norishalle

Wechsel im LBA-Vorstand

Der Leipziger Bibliophilen-Abend hat einen neuen Vorsitzenden: Nach 12 Jahren hat Dr. Thomas Glöß dieses Ehrenamt abgegeben und der LBA wählte einen neuen Vorstandsvorsitzenden, den Leipziger Architekten Gregor Fuchshuber.

Wie die Gesellschaft der Bibliophilen berichtet, konnte der bisherige Vorsitzende „mit 148 Veranstaltungen, 9 Messebeteiligungen, 25 Publikationen und einer Vereinsmitgliederzahl von über 200 ... auf der [vermutlich bereits vor über einem Monat stattgefundenen] Wahlveranstaltung eine sehr positive Bilanz“ ziehen.
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Dr. Thomas Glöß, Foto © ad, Greogor Fuchshuber, Quelle: Christian Modla
Als weitere Mitglieder sind neu im Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend Dr. Jens Katzek als Schatzmeister und Uwe Duckstein als Stellvertretender Vorsitzender.
Auch das Programm des LBA für 2026 ist ab sofort auf der Webseite dieser regionalen Bibliophilen-Gesellschaft abrufbar und wird in Kürze auch zum Download bereitstehen.

Samstag, 17. Januar 2026

Open Call: 3. Hot Printing! Druckfestival

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© turbo type
An einem Wochenende im August richtet die Stadt Offenbach nun schon zum dritten Mal das Druckfestival Hot Printing im Klingspor Museum, im angrenzenden Hof des Büsingpalais, im Haus der Stadtgeschichte und in der Druckwerkstatt im Bernardbau aus.
Es werden max. 70 Standplätze an Künstler, Drucker, Inhaber von Werkstätten vergeben, um eigene Arbeiten zum Verkauf zu präsentieren.
Bewerbung mit kurzem Portfolio und Programmvorschlag bei Katharina Hepp, Deadline: 12. April 2026. Weitere Infos zum Druckfestival und zur Bewerbung hier.

22. und 23. August 2026

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Druckwerkstatt im Bernardbau
Herrnstraße 61, 63065 Offenbach

250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns

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Eine Ausstellung des  ETA Hoffmann Theater Bamberg zeigt Arbeiten von Rainer Ehrt zum Autor, Zeichners und Komponisten, der vor 250 Jahren, am 24. Januar 24. Januar 1776, in Königsberg geboren wurde.

Vernissage: 21. Januar 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 21. Januar - 28. Februar 2026

ETA Hoffmann Theater Bamberg
Foyer 

Freitag, 16. Januar 2026

Werner Grebe (1935 - 2026)

Am 9. Januar starb der 1935 geborene Prof. Dr. Werner Grebe und damit wieder einer der seit vielen Jahren aktiven Exlibrissammler der DEG und nicht zuletzt ein langjähriger Freund. So schön es ist, sich mit gleichgesinnten zu treffen, zu diskutieren und schöne Stunden gemeinsam zu verbringen, z.B. bei einem guten Glas Wein, so schmerzlich ist der Verlust. So ist es auch in Verbindung mit Werner Grebe, ein Freund des Exlibris und nicht zuletzt auch ein Freund des guten Weines, immer bereit gemeinsam ein Glas zu trinken und vor allem dessen Qualität zu diskutieren. Dazu boten die Tagungen der Deutschen Exlibris Gesellschaft immer eine gute Gelegenheit, denn wenn der Druck des Tauschens überhandnahm, gab es die Gelegenheit sich diskret in einer Ecke mit einem Glas zum Gespräch zurückzuziehen.
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Werner Grebe begann das Studium der Fächer Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und nach dem Staatsexamen für den höheren Schuldienst im Jahre 1965 uns promoviert zwei Jahre später (1967) an der Universität Köln. Im selben Jahr trat er als Bibliotheksreferendar an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und legte am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen 1969 die Fachprüfung hierfür ab. Anschließend lehrte er zunächst als Dozent, seit 1977 als Bibliotheksdirektor und ab 1982 bis 1999 als Professor an dieser Bildungseinrichtung, die später an der Fachhochschule Köln den Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen bildete. Schwerpunkte seiner Lehrtätigkeit vor allem für den mittleren und gehobenen Dienst an Bibliotheken waren die Bereiche Bibliographie/ Information sowie Buch- und Medienkunde.

Im Bereich des Exlibris war er einer der profilierten Sammler mit einer groβen Zahl an persönlichen Exlibris sowie Exlibris für seine Gattin Hannele. Er sammelte zielbewusst und mit bestimmten Themen und vor allem Künstler wie Egbert Herfurth, Hedwig Pauwels und Karl-Georg Hirsch, – aber auch zahlreiche andere von hoher Qualität.

Das Frederikshavn Kunstmuseum hatte im Rahmen der Serie „Exlibrissammler der Gegenwart“ eine umfangreiche Ausstellung mit Exlibris geschaffen für Hannele und Werner Grebe. Im FISAE Newsletter 436 wurde er gemeinsam mit Hannele 2024 mit einer Auswahl ihrer Exlibris vorgestellt. Seine umfangreiche Sammlung ist als eine Donation an die Universität in Köln gegangen und wird dort hoffentlich somit der Nachwelt erhalten.

(Klaus Rödel)

Die Mona Lisa der Staatsbibbliothek zu Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin stellt jeden Monat ein ausgewähltes besonderes Objekt aus seinen Sammlungen vor – von aktueller Buchkunst bis zu gefälschten Zeitungen. In kleiner Runde kann man die Stücke aus nächster Nähe betrachten und mit Experten ins Gespräch kommen.
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Kreuzzugsbulle Rom 29.VI.1456. 8° Inc 1512.20, Bl. 1a
Eines der berühmtesten Bücher der Staatsbibliothek ist die Gutenberg-Bibel von 1454/55, intern auch „Unsere Mona Lisa“ genannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die Staatsbibliothek weitere Ausgaben aus den ersten Jahren des Buchdrucks besitzen, die in Mainz von Gutenberg oder seinen Werkstattnachfolgern hergestellt wurden. Einige dieser Erstlinge der „schwarzen Kunst“ zeigt Falk Eisermann zum Teil erstmals öffentlich im Original gezeigt (aber leider nicht die Mona Lisa selbst).

18. Februar 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Donnerstag, 15. Januar 2026

Bücherschicksale

Im Jahr 2007 wurden dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutsche Nationalbibliothek von einer Privatperson mehrere Dissertationen von 1933 mit einem Durchschuss angeboten. Nach dessen Aussage stammt der Durchschuss aus dem Zweiten Weltkrieg, als 1945 in Berlin-Mitte tausende Bücher als Sichtschutz genutzt wurden. Leider weiß man nicht, ob das in einer Bibliothek geschah oder was genau der Hintergrund war. Auf jeden Fall ging der Durchschuss durch mehrere der dünnen Hefte.
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DNB, Cornelia Ranft
Bis zur Wende waren die Dissertationen im Besitz der Universitätsbibliothek Berlin. Im Zuge der Vereinigung von Beständen, so schrieb der Schenker, wurden dann doppelte Exemplare ausgesondert und verschenkt. Der Stempel „Universitätsbibliothek Berlin“ wurde mit „ungültig“ überstempelt. Das Museum bewahrt zwei der Dissertationen im Originalzustand auf. Dass sie so nicht als Publikation benutzbar sind, ist unproblematisch, da sich jeweils ein unbeschädigtes Exemplar im Bestand der DNB befindet. Aufgrund ihrer Bedeutung als Zeugnisse der Zeitgeschichte sind sie auf jeden Fall wert, im Museum aufbewahrt und mit ihren Besonderheiten gezeigt zu werden.

Zwischen Anarchie und Kunst

Eine Themenführung durch die Bibliothek, den Lesesaal und das Magazin des Archivs der Akademie der Künste am Pariser Platz zeigt die Bibliothek des Dichters Bert Papenfuß.
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Er war unangepasst und Teil der Subkultur des Prenzlauer Bergs: Bert Papenfuß (1956–2023) – Lyriker, Musiker, Künstler und Kneipenbesitzer. Durch seine engen Kontakte zur Kunstszene entstanden seit den 1980er-Jahren besondere Buchprojekte, meist Editionen in Kleinstauflagen, die in seiner Privatbibliothek überliefert sind. Diese Künstlerbücher bilden eine einzigartige Symbiose aus Text und Bild und stellen eine eigenständige, variantenreiche Kunstform dar.

Am 11. Januar 2026 wäre Bert Papenfuß 70 Jahre alt geworden. Eine Präsentation mit anschließender Magazin-Führung gibt exklusive Einblicke in den Bestand der Künstlerbücher und erinnert an den „Sprachspieler“ Papenfuß.

6. Februar 2026, 16 Uhr

Bibliothek der Akademie der Künste
Pariser Platz 7, 10963 Berlin

Mittwoch, 14. Januar 2026

Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht

Zum Open House lädt das Museums Barberini bei freiem Eintritt zum Besuch der Ausstellung „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst und die Meisterwerke der Sammlung Hasso Plattner“ ein.
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Neben einem Einführungsvortrag zur Ausstellung (12:30 & 15:30 Uhr) im Auditorium wird es um 11 Uhr nach einer Begrüßung mit Barberini-Direktorin Ortrud Westheider sowie anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Mathias Frick die Filmpremiere des Films: "Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht" geben. In dem Film wird auch auf das Buchprojekt der Bücherkinder BrandenburgVom Mehrwert des Einhorns und die Beschäftigung der Bücherkinder mit dem Thema eingegangen.
Der Film (ARTE/ZDF 2025, 52 Min.) wird um 14 Uhr im Auditorium nochmals gezeigt.

(weitere Informationen hier)

25. Januar 2026

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

Dienstag, 13. Januar 2026

Michael Ley (1953 - 2026)

Michael Ley, vielem Liebhabern des Künstlerdrucks als miley bekannt, ist am 6. Januar verstorben.
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miley, Selfie
Wir lernten uns auf der ersten artbook.berlin 2012 näher kennen, kannten uns aber schon zuvor als Bücher- und Graphikfreunde, Michael kam dann durch mich zur Pirckheimer-Gesellschaft. In den Folgejahren verband uns fast so etwas wie eine Freundschaft, ich verpasste keinen seiner Auftritte zum Ortstermin Moabit des Kunstvereins Tiergarten, war auf der Mainzer Minipressen-Messe, besuchte seine Ausstellungen, zuletzt 2022 in der Heilandskirche. Ich erlebte die Geburt von Drittbrett, einem Künstlerkollektiv, welches er gemeinsam mit Udo Würtenberger und Werner Noske gründete und begeisterte mich an seinen Beiträgen zu verschiedenen Mailart-Projekten. Bei all dem, was er tat, war es ihm wichtig, Anderen das Verständnis für die Kunst, vor allem die Möglichkeit Druckkunst, nahezubringen.
2023 trat Michael Ley aus der Pirckheimer-Gesellschaft 2023 aus und dem Berliner Bibliophilen Abend bei, an dessen Arbeit er schon zuvor teilnahm.
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Als Künstler engagierte sich Michael Ley für ein humanistisches Verhältnis zur Natur und ein verständnisvolles Miteinander der Menschen. Neben seiner künstlerischen Arbeit investierte Michael Ley, nach einer Krebsoperation 2002 mit Verlust seines Kehlkopfes gesundheitlich schwer gezeichnet, seine Kraft als Vorsitzender einer Krebs-Selbsthilfegruppe. Im September 2021 wurde sein Künstlerbuch, ein visuelles Tagebuch nach der Mahnung von Joseph Beuys „Zeige Deine Wunde“, wie zuvor schon andere Arbeiten, Bibliophiles des Monats.

(Abel Doering)

Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken

Eine von Martina Wernli und Esther Köhring kuratierten Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin beschäftigt sich mit der Frage Frage „Was lesen?“.
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Wer bei der Entscheidung Orientierung und Hilfe sucht, verlässt sich aber häufig auf die Einschätzung anderer. Die zugrundeliegenden Auswahlprozesse sind dabei nicht immer transparent und nachvollziehbar. Denn was wir lesen, wird mitbestimmt durch Praktiken, an denen Akteure im Buchmarkt, in Bibliotheken und Archiven, an Schulen und Universitäten beteiligt sind. Auch wir Lesende beeinflussen diese Vorgänge. Die Ausstellung zeigt exemplarisch, wie das funktioniert. Hinterfragt wird, was in den Schulen und Universitäten gelesen, was gesammelt und wie es sortiert wird, welche Werke bereits publiziert wurden und welche (noch) vergriffen bleiben.
Die Listen ‚wichtiger‘ Bücher, die in den letzten Jahrhunderten entstanden sind, bilden nicht die Vielfalt ab, die die Welt und auch die Literatur ausmachen. Im Zentrum der Ausstellung stehen deshalb Texte, die vergessen oder aus dem Kanon verdrängt wurden; Stimmen, die (wieder) gehört werden müssen; Literatur, deren Entdeckung sich lohnt.
Weitere Anregungen bietet die kollaborativ erstellte Lückenliste, die in der Ausstellung vorgestellt wird.

Eröffnung: 12. Februar 2026, 18 Uhr, Julia von Blumenthal, Esther Köhring und Martina Wernli (Humboldt-Universität zu Berlin), Maria Hartmann (Schauspielerin) 
Ausstellung: 13. Februar – 10. Mai 2026

Eröffnung: Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden
Ausstellung: Stabi Kulturwerk
Unter den Linden 8

Montag, 12. Januar 2026

Jahresgabe 2025 der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft

Mitglieder der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft, dessen »Studienkreis Buchkultur« der Nachfolger der 2010 nach 80jährigem Bestehen aufgelösten Bibliophilen-Gesellschaft Köln ist, erhalten jährlich Nachdrucke von seltenen Büchern aus dem Besitz der Universitätsbibliothek, in der Regel von der hauseigenen Buchbinderei in liebevoller Weise angefertigt.
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2025 war diese Jahresgabe eine Kollektion von 20 Postkarten, auf denen insbesondere Artefakte christlicher mittelalterlicher Kunst dargestellt sind. Diese wurden 1925 in der berühmten Jahrtausend-Ausstellung in den neuen Kölner Messehallen auf Betreiben des damaligen Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer (1876–1967) präsentiert. Den Kommentar zu dieser Sammlung verfasste Ulrich S. Soénius.

Sonntag, 11. Januar 2026

„Winterthemen“ in Kiew

Seit einigen Jahren veranstaltet der Literatur Club Kiew in lockerer Folge Teepartys mit echten Fans des Buches. Man trifft sich jeden Monat und freuen sich darauf, etwas Interessantes zu erfahren! Gestern kamen die Mitglieder und Gäste bei flauschigem Schnee zusammen, der seinen weißen Teppich auf Balkonien legte, darüber breitete sich die Abendkulisse des perlgrauen Kiewer Himmels aus.
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Das Treffen „Winterthemen“ wurde Poesie präsentiert, wunderbar rezitierte Gedichte von Vereinsmitgliedern! Aber wie immer sind der interessanten Themen unerwartet viele geworden! Der Gastredner, der berühmte Kiewer Kunstwissenschaftler Алексей Титаренко, referierte über antike Kunst, seinen Reisen und die unübertroffene Schönheit Venedigs! Wie ein berühmter Schriftsteller sagte: „Bücher sind ein Schlüssel zur Welt und machen sie erträglicher.“
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Das nächste Treffen wird unter dem Thema: „Vielleicht gibt es ein Buch über...“ stehen.

(Наталия Василишина)

Einer geht noch ...

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P.F. 2026

... hoffe, alle sind ins neue Jahr gehüpft , ebenso beschwingt wie diese tanzenden Lords und Ladies.

Möge 2026 weniger laut als eine tanzende Dudelrock-Trommler Party, aber ebenso spaßig.

(Rosanna Staus)

Samstag, 10. Januar 2026

Mensch und Tod

Die Grafiksammlung 'Mensch und Tod' der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist eine der umfassendsten und qualitativ hochwertigsten Grafiksammlungen zu den Themen Sterben, Tod und Totentanz. Sie umfasst ca. 6.000 Originale aus der Zeit des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Darunter auch einige Exlibris die insbesondere aus der großzügige Schenkung von Exlibris-Blättern durch unser Mitglied Wolfgang Wissing stammen. Die Sammlung ermöglicht einen breiten Überblick über die Entwicklung der Todesdarstellungen in der europäischen Kunst.
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Horst Janssen, 1984
Zu den vertretenen Künstlerinnen und Künstlern zählen unter anderem Albrecht Dürer, Hans Holbein, Rembrandt, Thomas Rowlandson, Edvard Munch, James Ensor, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz und Gertrude Degenhardt.

Besuch nach Vereinbarung:
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Grafiksammlung "Mensch und Tod" der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 
Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Freitag, 9. Januar 2026

BBA besuchte die Akademie der Künste

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Dr. Carsten Wurm vor einer Collage von Franz Fühmann
unten: Stapel des Archiv Klaus Staeck, von Mitarbeitern „Roter Igel“ getauft, vor dem Eingang der Ausstellung, im der auch Dokumente zur Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel in Brandenburg an der Havel und seine Zusammenarbeit mit Armin Schubert zu finden sind. Fotos: ad
Der Berliner Bibliophilen Abend traf sich zu einer bibliophilen Führung durch Dr. Carsten Wurm in der Ausstellung zu 75 Jahren Archiv der Akademie der Künste „out of the box“.
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Nebenan wartete eine Schar junger Mädchen auf Tokyo-Hotel, der Berliner Bibliophilen Abend traf sich jedoch in der Akademie der Künste vor dem Eingang der Ausstellung am „roten Igel“, dann ging es durch eine Lichtinstallation zu den 75 Exponaten, beginnend mit der Vorgeschichte des Archivs aus der Preußischen Akademie begleitete Dr. Carsten Wurm eine Führung durch das Archiv, darunter u.a. die Urfassung der DDR-Nationalhymne von Johannes R, Becher, einer Collage von Franz Fühmann, Bertolt Brechts „Manuskriptschränkchen“, Briefe von Anna Seghers an ihren Verlobten und eine Sammlung von Ausgaben „Das siebte Kreuz“, sowie Walter BenjaminsWas ist Aura?“.
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Dr. Carsten Wurm (lks.) und Abel Doering, Foto © Ralf Parkner