
Die 3L-Initiative
Unser einzigartiger, lokaler Ansatz für eine globale Herausforderung.
Verantwortungsvolles Abfallmanagement – getragen von Menschen vor Ort
Wenn du Fragen hast,
zögere nicht, uns zu kontaktieren
Was ist die 3L-Initiative?
hr kennt wahrscheinlich die 3R-Initiative (Reduce, Reuse, Recycle) – in Anlehnung daran haben wir die 3L-Initiative entwickelt: unseren preisgekrönten Ansatz zur Bekämpfung von Plastikverschmutzung in Schwellenländern.
Low-tech: Vernünftige, einfache Lösungen, die zuverlässig funktionieren
Local: Technologien, die überall auf der Welt mit lokalen Ressourcen gebaut werden können
Low-cost: Bezahlbar im Maßstab, der nötig ist, um diese globale Krise zu bewältigen
Einfach, pragmatisch und wirksam – das ist unser tägliches Geschäft.
Ist die aquatische Biodiversität durch eure TrashBooms gefährdet?
Nein. Wir haben das Unternehmen gegründet, um Meerestiere zu schützen – daher sind unsere Systeme so konzipiert, dass sie keinen Schaden anrichten. Um Plastik zu stoppen, nutzen wir ein starres Gitter statt eines schlaffen Netzes – wir wollen nichts verfangen, sondern lediglich aufhalten, was flussabwärts treibt. Der TrashBoom ragt 50 cm unter die Wasseroberfläche und ermöglicht Fischen, darunter hindurchzuschwimmen. Er arbeitet mit der natürlichen Fließrichtung des Flusses, anstatt dagegengezogen zu werden – eine minimalinvasive Lösung, die schwimmende Abfälle stoppt und gleichzeitig das aquatische Leben bewahrt. Mit unserer Technologie vermeiden wir zudem das Risiko, dass Boote Diesel oder andere Schadstoffe ins Wasser verlieren.
Warum arbeitet ihr in kleinen Flüssen?
Weil die Reinigung von Nebenflüssen der effektivste Weg ist, große, stark verschmutzte Flüsse sauber zu bekommen. So vermeiden wir Bootsverkehr und die unberechenbare Kraft großer Ströme in der Regenzeit. Stattdessen arbeiten wir lieber in kleineren Flüssen, die oft durch Dörfer fließen und den weggeworfenen Abfall in den Hauptstrom tragen. Das macht das Problem in vielen Stadtteilen sichtbar und sorgt dafür, dass die Mengen, die in jedem einzelnen TrashBoom gestoppt werden, besser handhabbar sind.
Warum arbeitet ihr nicht mit high-tech und Booten?
Weil sie meistens beeindruckender aussehen, als sie tatsächlich helfen. Unser Fokus liegt auf praktischen, kosteneffizienten Lösungen, die unter allen Bedingungen zuverlässig funktionieren. An manchen Orten nutzen wir kleine, emissionsfreie Paddelboote, um unsere Systeme zu leeren. Meistens positionieren wir die TrashBooms jedoch so, dass der Abfall direkt vom Ufer aus eingesammelt werden kann.
Es braucht keine teuren KI-Systeme oder auffälligen Gadgets, die gut aussehen, aber das Problem nicht lösen – TrashBooms erledigen die Aufgabe einfach und effektiv. So schaffen wir lokale Arbeitsplätze, halten die Betriebskosten niedrig und setzen auf durchdachtes Design statt unnötiger Technik. Gleichzeitig entwickeln wir automatisierte Optionen, um die Sammlung noch einfacher zu machen – aber immer im Rahmen unseres 3L-Ansatzes: Low-cost, Local und Low-tech.
Warum konzentriert ihr euch auf Flüsse, um Meeresverschmutung zu stoppen?
Weil es einfach Sinn macht. Als wir sahen, wie der Mekong in Vietnam Unmengen an Plastik direkt ins Meer transportiert, dachten wir: Warum nicht gleich dort stoppen? Flüsse sind im Grunde die Autobahn für Plastik auf dem Weg ins Meer – also stellen wir die Straßensperre lieber früh auf (ja, nicht die deutscheste Nutzung einer Autobahn, wir wissen’s).
Ein paar Fakten gefällig? Rund 80 % des Meeresplastiks stammen aus Flüssen. Das meiste treibt in den oberen 50 cm des Wassers – dort ist es viel leichter einzusammeln. Im Meer dagegen bleibt nur etwa 1 % des Plastiks an der Oberfläche, der Rest sinkt ab oder zerfällt. In Flüssen war der Abfall noch nicht dem Salzwasser ausgesetzt, liegt meist in größeren Stücken vor und lässt sich viel einfacher entfernen. Plastik in Flüssen zu stoppen ist schlicht die effektivste, effizienteste und vernünftigste Lösung.
Stoppt ihr Mikroplastik?
Ja, indirekt. Wir können bestehendes Mikroplastik in Flüssen nicht herausfiltern, aber wir stoppen größere Plastikteile (Makroplastik), bevor sie sich zersetzen. Sonnenlicht und Salzwasser zersetzen Plastiktüten, Flaschen, Fischernetze und andere Gegenstände langsam in winzige Fragmente. Diese sogenannten sekundären Mikroplastiken machen rund 69–81 % aller Mikroplastikpartikel im Meer aus.
Praktisch heißt das: Der Großteil des Plastiks, das wir einsammeln, wäre heute schon Mikroplastik, wenn wir es nicht flussaufwärts abgefangen hätten. Für uns ist es sinnvoller, den Hahn zuzudrehen, statt den Boden zu wischen – also Makroplastik in Flüssen zu stoppen, bevor es im Meer zu Mikroplastik wird.
Natürlich schätzen wir alle ergänzenden Bemühungen. Um unsere Ozeane zu retten, braucht es mehr als Plastic Fischer!


























