Aktuelles

Call for Abstracts: JNR 2026

Call for Abstracts: JNR 2026

18. Februar 2026
Die 5. Konferenz des Jungen Nachhaltigkeitsrechts (JNR 2026) findet vom 2. bis 3. Juli 2026 in Istanbul statt. Sie bietet Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich Nachhaltigkeitsrecht ein Forum, um ihre eigene Forschung zu präsentieren, den Diskurs zu beeinflussen und sich mit anderen Wissenschaftler*innen zu vernetzen.
Cover Daniel Bonilla Maldonado, Ralf Michaels (Hrsg.), Global Legal Pluralism and Rights of Nature
Können Wälder und Flüsse Rechte haben? Als rechtliche Innovation aus dem Globalen Süden, die ihren Weg in den Norden findet, sind die Rechte der Natur für eine dekoloniale Rechtsvergleichung, die Eurozentrismus vermeidet und überwindet, ebenso von besonderer Bedeutung wie für Analysen des globalen Rechtspluralismus jenseits des Staates.
Porträt Duygu Damar-Blanken
Duygu Damar-Blanken, ehemalige wissenschaftliche Referentin am Institut, ist von der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin zur Professorin ernannt worden. Sie hat dort seit 1. Februar 2026 die Professur für Bürgerliches Recht mit dem Schwerpunkt Internationales Privatrecht inne.

Neuerscheinungen

Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Unternehmensaktionär versus Privataktionär im Aktienkonzernrecht: Eine überholte Unterscheidung?, Betriebs-Berater 2026, 451–458.
Zeitschriftenartikel
Knut Benjamin Pißler (Übers.), Gesetz der Volksrepublik China gegen den unlauteren Wettbewerb (Neufassung 2025), Zeitschrift für Chinesisches Recht 2026, 333–348.
Zeitschriftenartikel
Knut Benjamin Pißler (Übers.), Bestimmungen des Obersten Volksgerichts zu einigen Fragen der Rechtsanwendung bei der Behandlung von Streitfällen über den Brautpreis, Zeitschrift für Chinesisches Recht 2026, 375–377.
Zeitschriftenartikel
Knut Benjamin Pißler, Die Brautpreisbestimmungen des Obersten Volksgerichts: Moderne Regelung eines traditionellen chinesischen Brauchs, Zeitschrift für Chinesisches Recht 2026, 305–322.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Minderheitenschutz im deutschen Aktienkonzernrecht und im Delaware General Corporation Law: Different ... But the Same?, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2026, 321–332.
Entscheidungsanmerkung
Felix Aiwanger, Anmerkung zu VG Berlin, 30. April 2025 – 25 K 65/24, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht 2026, 211–212.

Veranstaltungen

Cashless Payments, M&A Law, Joint Parental Responsibility in Japanese Law

Aktuelle Entwicklungen im japanischen Recht
27.02.2026 15:00
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Richard Fentiman (University of Cambridge): Contactless Injunctions: New Approaches to Jurisdiction in English Law

Aktuelle Forschung im Internationalen Privatrecht
03.03.2026 11:00
Online-Veranstaltung

Giovanni Sileno (University of Amsterdam): The Case for Normware

Speaker Series der Minerva Fast Track Research Group "Artificial Justice"
05.03.2026 14:00
Online-Veranstaltung

Bastian Brunk: Haftung für Menschenrechtsverletzungen de lege lata und de lege ferenda

Konzil
09.03.2026 15:00
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Junges Nachhaltigkeitsrecht 2026

JNR 2026
02.07.2026 - 03.07.2026
Koç University

6. jurOA-Tagung: "Weiter auf dem Weg zu Open Science: Wie und was kann Rechtswissenschaft beitragen?"

27.08.2026 - 28.08.2026
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Das Institut

Institutsportrait
Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.
Profil und Bestand der Bibliothek
Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

TopThemen

Vergleichende Forschung zum türkischen Recht: Juristische Grenzen, Übergänge und Verbindungslinien
Die Beziehungen der Türkei und ihrem Vorgängerstaat, dem Osmanischen Reich, mit Europa reichen weit in die Geschichte zurück. Inzwischen ist das Land einer der größten Handelspartner und gleichzeitig Beitrittskandidat der Europäischen Union. Das türkische Recht zählt zu den wichtigsten ausländischen Rechtsordnungen, mit denen sich die juristische Praxis in Deutschland und der EU auseinandersetzt. „Ebenso groß ist die Relevanz des deutschen und europäischen Rechts für die Türkei“, sagt Biset Sena Güneş, Leiterin des Kompetenzzentrums Türkei am Institut. Sie forscht zum internationalen Privat- und Verfahrensrecht, zum Familien- und Erbrecht sowie zum Wirtschaftsrecht der Türkei, Deutschlands und der EU in vergleichender Perspektive.
Key Visual Unternehmensskandale
Betrügereien, Pleiten, Börsenkrach – der Stoff, aus dem Unternehmensskandale gemacht sind, lässt zunächst nicht an Fortschritt denken. Dennoch haben Bilanz-, Finanz- und Wirtschaftsskandale über Epochen hinweg die Entwicklung des Aktien- und Kapitalmarktrechts maßgeblich mitgeprägt. Dieses Rechtsgebiet, so heißt es häufig, sei eine Geschichte seiner Reformen. Tatsächlich sind viele von ihnen aus dem Handlungsdruck von Skandalen hervorgegangen. Eine von Institutsdirektor Holger Fleischer ins Leben gerufene Forschungsreihe widmet sich der rechtlichen Aufarbeitung von Unternehmensskandalen rund um den Globus.
Sprungbrett für die Circular Economy: Internationales Privatrecht für einen Nachhaltigkeitswandel in der Modeindustrie
Antonia Sommerfeld, wissenschaftliche Referentin am Institut, und Verónica Ruiz Abou-Nigm von der Universität Edinburgh untersuchen rechtliche Rahmenbedingungen für nachhaltige Lösungen in der Modeindustrie. Dazu richten sie ihren Blick auf zirkuläre Geschäftsmodelle, die durch einen Umstieg zur Kreislaufwirtschaft Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Effizienz verbinden. Was ist die Rolle des internationalen Privatrechts (IPR) in diesem Transformationsprozess? Wie kann es dazu beitragen, dass sich nachhaltiges Wirtschaften in globalen Lieferketten durchsetzt?
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