[{"date":"1784937600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/epaper-panel-home-assistant/","title":"Von der re:publica an die Wand: mein ePaper-Board","summary":"Auf der re:publica 26 entdeckt, an die Wand geschraubt: ein 7,5-Zoll-ePaper-Panel","content":"Auf der #rp26 in Berlin, in der Maker Area, stand am Seeed-Stand ein Display, das mich nicht mehr losgelassen hat. Kein grelles Tablet, kein leuchtender Bildschirm — ein ruhiges, mattes ePaper-Panel, das einfach etwas anzeigte und dabei aussah, als würde es das seit Tagen tun, ohne Strom zu ziehen. Ich stand davor und dachte: Das will ich an meiner Wand haben. Direkt neben dem Ausgang.\nDenn genau da entscheidet sich morgens Wichtiges. Ist noch ein Fenster auf? Brauche ich eine Jacke? Muss die Tonne raus, und was steht heute eigentlich an? Drei Blicke aufs Handy — oder ein Blick an die Wand.\nWas da genau hängt Das Gerät heißt Seeed Studio XIAO 7,5″ ePaper Panel (C3-Type). Die Eckdaten:\n800 × 480 Pixel, monochrom, 7,5 Zoll ESP32-C3 (als XIAO-Modul) sitzt direkt auf der Rückseite läuft mit ESPHome, in meinem Fall Version 2026.6.5 knapp 70 Euro im Seeed-Shop Knapp 70 Euro — und ab da hängt an der Wand ein Display, das nur dann Strom zieht, wenn sich wirklich etwas ändert.\nePaper ist für so ein „Rausgeh-Board\u0026quot; ideal. Es leuchtet nicht, es flimmert nicht, und es braucht nur beim Neuzeichnen Energie. Ein Bildschirm, der 23 Stunden am Tag dasselbe zeigt, muss nicht 23 Stunden lang leuchten. Genau das war der Reiz.\nDer schnelle Start mit dem ESPHome Device Builder Weil ich Home Assistant ohnehin auf einem Intel NUC laufen habe, war der Einstieg kurz. Der ESPHome Device Builder (bei mir 1.1.0) kennt das Panel schon: Gerät auswählen, anlegen, fertig. Der erste Flash war ein simples „Hello World\u0026quot;, das ich per USB-Kabel aufgespielt habe — danach geht alles drahtlos über OTA.\nZwei Dinge muss man wissen, sonst bleibt das Display schwarz:\nDas richtige Modell heißt 7.50inv2. Nimmst du ein falsches, bleibt der Schirm leer oder invertiert. Der busy_pin ist invertiert (inverted: true). Steht das nicht drin, hängt der Refresh. Und der Klassiker beim ersten OTA-Versuch: No route to host. Kein Code-Problem — das Gerät war schlicht noch nicht als Integration in Home Assistant adoptiert. Erst wenn HA das Panel unter Einstellungen → Geräte \u0026amp; Dienste kennt, fließen die Sensorwerte. Vorher zeigt das Display brav das Layout, aber überall nur „\u0026ndash;\u0026quot;.\nWerte aus Home Assistant holen Das eigentliche Prinzip ist simpel: Das Panel rechnet nichts selbst. Es abonniert über die ESPHome-API die Zustände aus Home Assistant. Jeder Wert bekommt einen homeassistant-Sensor:\nBereich Home-Assistant-Entität Aktualisierung Fenster offen sensor.offene_fenster sofort bei Änderung Wetter weather.forecast_home_2 bei Wetterwechsel Auto-Akku sensor.skoda_enyaq_batteriestand in 10-%-Schritten Müllabfuhr sensor.abfallsammlung täglich Termine heute sensor.termine_heute bei Kalenderänderung Außentemperatur sensor.wolf_..._aussentemperatur in ganzen Grad Ein Detail, das mich überrascht hat: Ob eine Entität für den Sprachassistenten „exposed\u0026quot; ist oder nicht, ist ESPHome egal. Das Panel liest sie trotzdem über die API. Für den Assistenten sind meine Energie- und Wärmepumpen-Sensoren nicht freigegeben — aufs Display kommen sie problemlos.\nGebaut habe ich das Ganze übrigens im Dialog mit einem KI-Assistenten (Claude), der über den Home-Assistant-MCP direkt in meine Instanz schauen konnte. Er hat die Entitäten also nicht geraten, sondern ausgelesen und verstanden — welche Sensoren es gibt, welche Einheit sie haben, welcher Wert wohin gehört. Das hat das Mapping von „ich will Fenster, Wetter, Müll\u0026quot; auf konkrete Entity-IDs enorm abgekürzt.\nDie Termine waren der kniffligste Teil Ich wollte oben auf dem Panel die heutigen Termine sehen — Geburtstage und Family. Beide Kalender hatte ich vorher per WebDAV in Home Assistant eingebunden, das war Voraussetzung. Nur: Ein HA-Kalender-Entity liefert über seine Attribute immer nur das eine nächste Event. Egal wie weit weg. So stand bei mir tagelang ein Geburtstag „in zwei Wochen\u0026quot; auf dem Display.\nDie saubere Lösung liegt in Home Assistant, nicht im Panel: ein Template-Sensor, der per calendar.get_events die Ereignisse von heute abholt und als Liste bereitstellt. Das Panel liest dann nur noch diese Liste. Kleiner Umweg, großer Unterschied — plötzlich stehen da genau die Termine, die heute zählen, und mehrere gleichzeitig.\nRefresh mit Verstand Mein erster Entwurf hat das Display alle 60 Sekunden neu gezeichnet. Schlechte Idee. Bei Live-Werten wie PV-Erzeugung oder Wärmepumpen-Leistung, die ständig zappeln, wird aus dem ruhigen ePaper ein nervöses Blinklicht — jeder Vollrefresh flackert einmal kurz schwarz.\nAlso andersherum gedacht: Das Panel zeichnet nur neu, wenn sich wirklich etwas ändert. Fenster auf oder zu? Sofort. Sonst mit Augenmaß:\nAuto-Akku nur in 10-%-Schritten Außentemperatur nur bei ganzen Grad Müll, Wetter und Termine ändern sich ohnehin nur täglich Ein kleines Script sammelt gleichzeitige Änderungen fünf Sekunden lang ein und zeichnet dann einmal sauber — sonst überschlagen sich beim Booten elf Sensoren gegenseitig. Dazu oben rechts Datum und Uhrzeit des letzten Refresh, damit ich sehe, wie aktuell das Bild ist.\nDie finale Code-Basis Das ist die komplette ESPHome-Konfiguration, wie sie bei mir läuft. Die Entity-IDs sind meine — Wolf-Wärmepumpe, Senec-Speicher, Škoda Enyaq, meine Müll- und Kalender-Sensoren. Die musst du auf deine anpassen. Und: API-Key und Fallback-Passwort habe ich hier durch Platzhalter ersetzt, deine eigenen stehen im Device Builder.\n# Board: Seeed Studio XIAO ESP32C3 esphome: name: seeed friendly_name: SEEED esp32: variant: esp32c3 logger: api: encryption: key: \u0026#34;DEIN_API_KEY\u0026#34; # kommt aus dem Device Builder ota: - platform: esphome wifi: ssid: !secret wifi_ssid password: !secret wifi_password ap: ssid: SEEED Fallback Hotspot password: \u0026#34;DEIN_FALLBACK_PASSWORT\u0026#34; captive_portal: time: - platform: homeassistant id: ha_time script: - id: refresh_display mode: restart then: - delay: 5s - component.update: main_display text_sensor: - platform: homeassistant id: muell_typ entity_id: sensor.abfallsammlung on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: wetter_state entity_id: weather.forecast_home_2 on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: termine_geb entity_id: sensor.termine_heute attribute: geburtstage on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: termine_fam entity_id: sensor.termine_heute attribute: family on_value: { script.execute: refresh_display } sensor: - platform: homeassistant id: fenster entity_id: sensor.offene_fenster on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: auto_akku entity_id: sensor.skoda_enyaq_batteriestand filters: [ { delta: 10 } ] # nur in 10-%-Schritten on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: aussen entity_id: sensor.wolf_bm2_0x30_220103_aussentemperatur filters: [ { delta: 1.0 } ] # nur bei ganzen Grad on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: wetter_temp entity_id: weather.forecast_home_2 attribute: temperature filters: [ { delta: 1.0 } ] on_value: { script.execute: refresh_display } - platform: homeassistant id: muell_tage entity_id: sensor.abfallsammlung attribute: daysTo on_value: { script.execute: refresh_display } font: - file: \u0026#34;gfonts://Inter@700\u0026#34; id: font_title size: 30 glyphs: \u0026#39; \u0026amp;()/:.,-%°0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefghijklmnopqrstuvwxyzäöüÄÖÜß\u0026#39; - file: \u0026#34;gfonts://Inter@700\u0026#34; id: font_section size: 22 glyphs: \u0026#39; \u0026amp;()/:.,-%°0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefghijklmnopqrstuvwxyzäöüÄÖÜß\u0026#39; - file: \u0026#34;gfonts://Inter@500\u0026#34; id: font_label size: 18 glyphs: \u0026#39; \u0026amp;()/:.,-%°0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefghijklmnopqrstuvwxyzäöüÄÖÜß\u0026#39; - file: \u0026#34;gfonts://Inter@700\u0026#34; id: font_value size: 46 glyphs: \u0026#39; \u0026amp;()/:.,-%°0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefghijklmnopqrstuvwxyzäöüÄÖÜß\u0026#39; - file: \u0026#34;gfonts://Inter@400\u0026#34; id: font_small size: 16 glyphs: \u0026#39; \u0026amp;()/:.,-%°0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefghijklmnopqrstuvwxyzäöüÄÖÜß\u0026#39; - file: \u0026#34;https://github.com/Templarian/MaterialDesign-Webfont/raw/master/fonts/materialdesignicons-webfont.ttf\u0026#34; id: font_icon_big size: 54 glyphs: \u0026amp;mdi_glyphs - \u0026#34;\\U000F0004\u0026#34; # account - \u0026#34;\\U000F0026\u0026#34; # alert - \u0026#34;\\U000F0079\u0026#34; # battery - \u0026#34;\\U000F00E9\u0026#34; # cake - \u0026#34;\\U000F01B4\u0026#34; # delete - \u0026#34;\\U000F02DC\u0026#34; # home - \u0026#34;\\U000F0590\u0026#34; # weather-cloudy - \u0026#34;\\U000F0591\u0026#34; # weather-fog - \u0026#34;\\U000F0593\u0026#34; # weather-lightning - \u0026#34;\\U000F0594\u0026#34; # weather-night - \u0026#34;\\U000F0595\u0026#34; # weather-partly-cloudy - \u0026#34;\\U000F0596\u0026#34; # weather-pouring - \u0026#34;\\U000F0597\u0026#34; # weather-rainy - \u0026#34;\\U000F0598\u0026#34; # weather-snowy - \u0026#34;\\U000F0599\u0026#34; # weather-sunny - \u0026#34;\\U000F059D\u0026#34; # weather-windy - file: \u0026#34;https://github.com/Templarian/MaterialDesign-Webfont/raw/master/fonts/materialdesignicons-webfont.ttf\u0026#34; id: font_icon_small size: 22 glyphs: *mdi_glyphs spi: clk_pin: GPIO8 mosi_pin: GPIO10 display: - platform: waveshare_epaper id: main_display cs_pin: GPIO3 dc_pin: GPIO5 busy_pin: number: GPIO4 inverted: true reset_pin: GPIO2 model: 7.50inv2 update_interval: 3600s # Fallback stuendlich (Uhrzeit / Tageswechsel) lambda: |- auto num = [\u0026amp;](int x, int y, esphome::font::Font *f, esphome::sensor::Sensor *s, const char *fmt) { if (s-\u0026gt;has_state()) it.printf(x, y, f, fmt, s-\u0026gt;state); else it.print(x, y, f, \u0026#34;--\u0026#34;); }; // Zweispaltige Terminliste int e_top = 330, e_lh = 29, e_max = 5; auto draw_line = [\u0026amp;](int idx, const char* icon, const std::string \u0026amp;txt) { int col = idx / e_max, row = idx % e_max; if (col \u0026gt; 1) return; int x = 24 + col * 390; int y = e_top + row * e_lh; it.print(x, y, id(font_icon_small), icon); it.print(x + 30, y, id(font_section), txt.c_str()); }; auto add_events = [\u0026amp;](const char* icon, esphome::text_sensor::TextSensor *ts, int \u0026amp;idx) { if (!ts-\u0026gt;has_state()) return; std::string s = ts-\u0026gt;state; size_t pos = 0; while (pos \u0026lt;= s.size()) { size_t nl = s.find(\u0026#39;\\n\u0026#39;, pos); std::string line = (nl == std::string::npos) ? s.substr(pos) : s.substr(pos, nl - pos); if (!line.empty()) draw_line(idx++, icon, line); if (nl == std::string::npos) break; pos = nl + 1; } }; // Kopfzeile mit Datum + Uhrzeit it.print(20, 12, id(font_title), \u0026#34;ÜBERSICHT\u0026#34;); std::string stand = \u0026#34;--\u0026#34;; auto now = id(ha_time).now(); if (now.is_valid()) stand = now.strftime(\u0026#34;%d.%m.%Y %H:%M\u0026#34;); if (id(aussen).has_state()) it.printf(788, 16, id(font_small), TextAlign::TOP_RIGHT, \u0026#34;Außen %.0f°C Stand %s\u0026#34;, id(aussen).state, stand.c_str()); else it.printf(788, 16, id(font_small), TextAlign::TOP_RIGHT, \u0026#34;Stand %s\u0026#34;, stand.c_str()); it.filled_rectangle(0, 52, 800, 3); // Reihe A: 3 Kacheln it.rectangle(16, 66, 248, 134); it.rectangle(276, 66, 248, 134); it.rectangle(536, 66, 248, 134); // Kachel 1: Fenster { int x = 16; it.print(x+16, 76, id(font_label), \u0026#34;Fenster\u0026#34;); int cnt = id(fenster).has_state() ? (int)id(fenster).state : -1; const char* ic = \u0026#34;\\U000F02DC\u0026#34;; const char* sub = \u0026#34;alle zu\u0026#34;; if (cnt \u0026gt; 0) { ic = \u0026#34;\\U000F0026\u0026#34;; sub = \u0026#34;offen\u0026#34;; } it.print(x+16, 104, id(font_icon_big), ic); if (cnt \u0026lt; 0) it.print(x+96, 112, id(font_value), \u0026#34;--\u0026#34;); else it.printf(x+96, 112, id(font_value), \u0026#34;%d\u0026#34;, cnt); it.print(x+96, 164, id(font_label), sub); } // Kachel 2: Wetter { int x = 276; it.print(x+16, 76, id(font_label), \u0026#34;Wetter\u0026#34;); std::string wc = id(wetter_state).has_state() ? id(wetter_state).state : \u0026#34;\u0026#34;; const char* wi = \u0026#34;\\U000F0026\u0026#34;; std::string wl = \u0026#34;--\u0026#34;; if (wc==\u0026#34;sunny\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0599\u0026#34;; wl=\u0026#34;Sonnig\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;clear-night\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0594\u0026#34;; wl=\u0026#34;Klar\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;partlycloudy\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0595\u0026#34;; wl=\u0026#34;Wolkig\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;cloudy\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0590\u0026#34;; wl=\u0026#34;Bewölkt\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;fog\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0591\u0026#34;; wl=\u0026#34;Nebel\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;rainy\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0597\u0026#34;; wl=\u0026#34;Regen\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;pouring\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0596\u0026#34;; wl=\u0026#34;Starkregen\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;snowy\u0026#34;||wc==\u0026#34;snowy-rainy\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0598\u0026#34;; wl=\u0026#34;Schnee\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;lightning\u0026#34;||wc==\u0026#34;lightning-rainy\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F0593\u0026#34;; wl=\u0026#34;Gewitter\u0026#34;; } else if (wc==\u0026#34;windy\u0026#34;||wc==\u0026#34;windy-variant\u0026#34;) { wi=\u0026#34;\\U000F059D\u0026#34;; wl=\u0026#34;Windig\u0026#34;; } else if (!wc.empty()) { wi=\u0026#34;\\U000F0026\u0026#34;; wl=wc; } it.print(x+16, 104, id(font_icon_big), wi); if (id(wetter_temp).has_state()) it.printf(x+96, 112, id(font_value), \u0026#34;%.0f°C\u0026#34;, id(wetter_temp).state); else if (id(aussen).has_state()) it.printf(x+96, 112, id(font_value), \u0026#34;%.0f°C\u0026#34;, id(aussen).state); else it.print(x+96, 112, id(font_value), \u0026#34;--\u0026#34;); it.print(x+96, 164, id(font_label), wl.c_str()); } // Kachel 3: Auto { int x = 536; it.print(x+16, 76, id(font_label), \u0026#34;Auto\u0026#34;); it.print(x+16, 104, id(font_icon_big), \u0026#34;\\U000F0079\u0026#34;); num(x+96, 112, id(font_value), id(auto_akku), \u0026#34;%.0f %%\u0026#34;); it.print(x+96, 164, id(font_label), \u0026#34;Akku\u0026#34;); } // Reihe B: Muell it.rectangle(16, 214, 768, 66); it.print(30, 226, id(font_icon_big), \u0026#34;\\U000F01B4\u0026#34;); it.print(104, 222, id(font_label), \u0026#34;Nächste Abholung\u0026#34;); { std::string typ = \u0026#34;--\u0026#34;; if (id(muell_typ).has_state()) { typ = id(muell_typ).state; size_t p = typ.find(\u0026#34; in \u0026#34;); if (p != std::string::npos) typ = typ.substr(0, p); } if (id(muell_tage).has_state()) { float d = id(muell_tage).state; if (d \u0026lt; 0.5f) it.printf(104, 246, id(font_section), \u0026#34;%s heute\u0026#34;, typ.c_str()); else if (d \u0026lt; 1.5f) it.printf(104, 246, id(font_section), \u0026#34;%s morgen\u0026#34;, typ.c_str()); else it.printf(104, 246, id(font_section), \u0026#34;%s in %.0f Tagen\u0026#34;, typ.c_str(), d); } else { it.print(104, 246, id(font_section), typ.c_str()); } } // Reihe C: Termine heute (volle Breite, zweispaltig) it.print(20, 296, id(font_section), \u0026#34;TERMINE HEUTE\u0026#34;); it.line(16, 320, 784, 320); { int idx = 0; add_events(\u0026#34;\\U000F00E9\u0026#34;, id(termine_geb), idx); // cake = Geburtstage add_events(\u0026#34;\\U000F0004\u0026#34;, id(termine_fam), idx); // account = Family if (idx == 0) it.print(24, 330, id(font_section), \u0026#34;keine Termine heute\u0026#34;); } Fazit Das Panel hängt jetzt seit ein paar Wochen im Flur, und es hat genau die Rolle übernommen, für die es gedacht war: die stille Instanz, die morgens meine drei Fragen beantwortet, bevor ich die Tür aufmache. Kein Wischen, kein Entsperren, kein Leuchten in der Nacht. Es steht einfach da und stimmt.\nDer ehrlichste Teil kam beim Refresh. Ein Display, das sich zurückhält und nur bei echten Änderungen aufwacht, fühlt sich viel wertiger an als eines, das im Sekundentakt zappelt. ePaper zwingt dich zu dieser Disziplin — und das ist gut so. Wenn du Home Assistant schon laufen hast, ist das hier ein Wochenendprojekt für knapp 70 Euro, das dir jeden Morgen ein bisschen Handy-Griff spart.\n","tags":["Home Assistant","Smart Home","ESPHome","re:publica","DIY"],"section":"posts"},{"date":"1782518400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/plinsen-sommertradition/","title":"Plinsen: Die Sommertradition meiner Familie","summary":"Plinsen. Ein Hefeteig-Rezept aus den 50ern, das bei uns an heißen Sommertagen Tradition ist — mit Butter, Zucker und Marmelade","content":"Es gibt diese heißen Tage im Sommer, an denen niemand mehr Lust auf den Backofen hat. Bei uns zu Hause ist das der Moment, an dem die Pfanne rauskommt. Nicht zum Grillen, nicht für Bratkartoffeln — sondern für Plinsen.\nDas Rezept ist keine Erfindung von mir. Meine Tante hat es Mitte der 50er Jahre aus einem Kochbuch abgeschrieben und in der Familie eingeführt. Seitdem gehört es zum Sommer wie die ersten warmen Abende. Mein Vater hat die Tradition weitergetragen, und irgendwann habe ich die Pfanne von ihm übernommen. „Tradition verpflichtet\u0026quot; steht über dem Rezept — und genau so fühlt sich das auch an.\nMoment mal — sind das nicht einfach Pfannkuchen? Nein. Und das ist mir wichtig, weil ich diese Diskussion am Esstisch schon oft geführt habe.\nDer Name kommt aus dem Slawischen und wurde in Ostdeutschland aus dem Sorbischen entlehnt: plinc oder dialektal blinc, ursprünglich ein dünner Buchweizenkuchen. Verwandt ist das Wort mit den russischen Bliny. Eine Plinse ist im Ostmitteldeutschen ein runder Eierkuchen in Pfannengröße oder kleiner — so weit klingt das tatsächlich nach Pfannkuchen.\nDer Unterschied steckt im Teig. Anders als beim klassischen Eierkuchen kommt bei der Plinse oft noch Hefe oder Natron dazu. Bei uns ist es Hefe. Das macht den Teig dicklicher, lockerer, ein bisschen aufgegangener — keine dünne, blasse Crêpe, sondern etwas mit Biss und Charakter. Wer in der Lausitz statt Vollmilch Buttermilch nimmt, bekommt die berühmten „Buttermilchplinsen\u0026quot;. Der Punkt ist: Plinse ist nicht gleich Pfannkuchen. Es ist eine eigene Sache, mit eigenem Namen und eigener Herkunft.\nDas Rezept Hier ist die Familienversion, so wie sie seit den 50ern weitergegeben wird.\nZutat Menge Milch 3/4 l Hefe 25 g Salz 2 Prisen Zucker 25 g Eier 2 bis 3 Mehl 375 g Speck zum Fetten des Tiegels 1 Stückchen So geht\u0026rsquo;s:\nIn der Milch die zerbröckelte Hefe verquirlen. Salz, Zucker und die Eier zufügen, dann löffelweise das möglichst gesiebte Mehl unterschlagen. Diesen Teig mindestens eine Stunde gehen lassen. Anschließend noch einmal gut durchrühren und wie Eierkuchen kleinweise auf beiden Seiten goldbraun backen. Beim Plinsenbacken erhitzt du nicht reichlich Fett im Tiegel. Es genügt, wenn du ein Stück Speck oder eine Speckschwarte an die Gabel spießt und damit die Pfanne fettest. (Ich nutze Rapsöl, mit dem ich ein Küchentuch tränke.) Nach alter Tradition kommt statt der Pfanne ein eigenes „Plinseneisen\u0026quot; zum Einsatz. Zwei Dinge, die den Unterschied machen: Die Milch sollte lauwarm sein, und nimm frische Hefe. Mit beidem geht der Teig zuverlässig auf. Danke des warmen Sommerwetters, geht der Teig in seiner 1stündigen Gehzeit richtig krass auf.\nWie wir sie essen Am liebsten ganz klassisch und süß. Zwei Varianten gibt es bei uns:\nButter und Zucker — die schnelle, die immer geht Butter und Erdbeermarmelade — die richtig sommerliche Beides braucht keine Erklärung. Eine warme Plinse, ein Stückchen Butter, das in den Hefeteig zieht, und obendrauf Zucker oder Marmelade. Und dann rollen. Mehr ist nicht nötig.\nWas mir bei dem Rezept gefällt: Es ist kein großes Kochen. Kein langer Einkaufszettel, keine Spezialzutaten. Hefe, Mehl, Milch, Eier — das hat man im Haus. Und trotzdem ist es jedes Mal ein kleines Ereignis, weil eben nicht jeder Tag ein Plinsen-Tag ist.\nVielleicht ist genau das der Trick mit Familientraditionen. Sie funktionieren nicht, weil das Rezept so kompliziert wäre, sondern weil jemand sich die Mühe macht, sie weiterzugeben. Meine Tante hat angefangen, mein Vater hat es übernommen, jetzt stehe ich an der Pfanne. Und an einem dieser heißen Sommertage werde ich das Plinseneisen an meine Töchter weiterreichen.\n","tags":["Rezept","Plinsen","Familientradition","Sommer","rezepte"],"section":"posts"},{"date":"1781568000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/weg-mit-der-hecke-2026/","title":"Weg mit der Hecke: Von 0 auf 1000 Insekten","summary":"Vor zwei Jahren stand hier eine Rhododendron-Hecke, heute kreucht und fleucht es","content":"Im Herbst 2024 ist sie rausgeflogen: eine riesige, alte Rhododendronhecke, quer über den ganzen Vorgarten. Zwei Wochen Blüte im Frühjahr, danach grüne Wand. Die ganze Geschichte steht in Weg mit der Hecke und im ersten Update von 2025.\nDer Plan war simpel: keine Monokultur mehr, sondern eine Fläche für heimische Insekten. Recherche über naturadb.de, heimische Stauden, Wildformen, Totholz. Und dann: machen lassen.\nNun wird es mal wieder Zeit, den Stand 2026 zu dokumentieren. Und ich kann dir sagen: da gibt´s einiges zu dokumentieren. Und zwar genau 1.142 Dinge. So viele Insekten leben an, auf, in den von uns, bzw. der Natur angesiedelten Pflanzen. Die Zahl liefert uns wie immer Naturadb.de\nVor zwei Jahren war diese Zahl, grob geschätzt, eine andere: ungefähr null.\nJuni 2026: Wo 2024 noch die Rhododendron-Hecke stand. Ohne einen Cent für Zierpflanzen Das ist für mich der eigentliche Knaller an der Sache. Wir haben nichts dazugekauft. Keine teuren Zierstauden aus dem Gartencenter, keine gefüllten Sorten, die für Insekten ohnehin wertlos sind.\nWas passiert ist: Die Fläche hat sich selbst eingerichtet. Heimische Pflanzen nehmen offenen Boden gern an, wenn man sie lässt. Klatschmohn, Wiesen-Flockenblume, Echtes Johanniskraut, Wilder Dost, Schafgarbe, Königskerze, you name it. Vieles kam von allein, manches haben wir mit ein paar Tütchen Saatgut angeschoben und von anderer Stelle aus dem Garten umgepflanzt.\nVon 0 auf 1.152. Und der größte Hebel war nicht das Budget, sondern die Entscheidung, eine Fläche einfach machen zu lassen.\nDie Zahlen 2026 Die Bilanz nach zwei Jahren, ausgelesen aus unserer NaturaDB-Liste. 54 verschiedene Pflanzen stehen inzwischen auf der Fläche, der Großteil heimisch, vier davon auf der Roten Liste gefährdeter Arten.\nVon den 1.152 profitierenden Arten sind 76 Vögel. Der ganze große Rest, über tausend, sind Insekten. Und die teilen sich so auf:\nInsektengruppe Arten davon spezialisiert Wildbienen 274 89 Schmetterlinge 627 – Raupen 517 142 Schwebfliegen 105 – Käfer 70 – „Spezialisiert\u0026quot; heißt: Diese Arten sind auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Fällt die Pflanze weg, fällt das Insekt weg. 89 spezialisierte Wildbienenarten auf einer Vorgartenfläche sind kein schlechter Wert für ein paar Quadratmeter vor dem Haus.\nfahrbahnseitiger Randstreifen vor der Eibenhecke Warum das so einfach ist Lass uns ehrlich sein: Die großen Zahlen zum Insektensterben kennt man, und sie sind unangenehm. Die Krefelder Studie hat 2017 gezeigt, dass die Biomasse der Fluginsekten in deutschen Schutzgebieten über knapp drei Jahrzehnte um mehr als 75 Prozent geschrumpft ist. Die Studie wurde viel diskutiert, der Trend ist seither aber mehrfach bestätigt worden. Bei den Wildbienen steht in Deutschland über die Hälfte der Arten auf der Roten Liste.\nDas klingt nach einem Problem, das man nur mit Naturschutzgebieten löst. Ist es aber nicht. Eine Rhododendronhecke ist für Insekten eine Wüste mit zwei Wochen Blüte. Eine heimische Wildstaudenfläche ist ein Supermarkt mit Ganztagsöffnung.\nDer Aufwand dafür ist überschaubar:\nHeimisch statt Zierde. Heimische Pflanzen und ihre Insekten haben sich über Jahrtausende aufeinander eingestellt. Eine importierte Zierstaude kennt hier kaum jemand. Boden freilassen. Offene Stellen sind keine Lücke, sondern eine Einladung. Vieles sät sich selbst aus. Totholz liegen lassen. Ein Haufen Äste kostet nichts und ist Lebensraum für Käfer und Wildbienen. Nicht zu aufgeräumt. Stehenlassen über den Winter, nicht alles abschneiden. Faulheit ist hier eine Tugend. Das Geld, das wir nicht in Zierstauden gesteckt haben, ist der beste Beleg: Biodivers wird ein Garten nicht durchs Kaufen, sondern durchs Lassen.\nMarienkäferlarven freuen sich über die Blattläuse Fazit Zwei Jahre, kaum Kosten, und eine Fläche, auf der heute über tausend Arten etwas zu suchen haben. Wenn du eine Hecke, einen Rasenstreifen oder ein langweiliges Beet vor dem Haus hast: Du brauchst keinen großen Plan und kein großes Budget. Du brauchst heimische Pflanzen und die Bereitschaft, mal nicht aufzuräumen.\nWir gucken weiter zu, was sich von allein einstellt. Welche Fläche bei dir könnte als Nächstes dran sein? Schreib mir.\n","tags":["Garten","Biodiversität","Wildbienen","Insektensterben","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1781308800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/obsidian-nextcloud-webdav/","title":"Obsidian + Nextcloud: Lokale Cloud und mein Wissen unter Kontrolle","summary":"Wie ich meinen Obsidian-Vault per WebDAV auf die eigene Nextcloud synchronisiere – und warum digitale Souveränität dieses Jahr konkret wird","content":"Obsidian + Nextcloud: Mein Wissen unter eigener Kontrolle TL;DR: Ich zeige dir hier, wie ich Obsidian in Verbindung mit Nextcloud ausgerollt habe und ich nun eine 1 TB Cloud in einem deutschen Rechenzentrum via Nextcloud verwalte und Obsidian die Daten überall lesen und schreiben kann.\nWie alles begann Vom 39. Chaos Communication Congress in Hamburg schwappte eine Idee heraus, die so simpel wie genial ist: der Digital Independence Day. An jedem ersten Sonntag im Monat ersetzt du einen Dienst eines nicht-europäischen Service. Sei es etwas Google, Microsoft, Meta, Apple u.s.w. durch eine unabhängige Alternative. Einen. Pro Monat. Mehr nicht.\nWarum? Wem gehören deine Daten? Wer liest mit? Wer monetarisiert seine Bewertung mit deinen Informationen? Der Blick in jüngste Vergangenheit zeigt: wir sind auch im digitalen Razm extrem abhängig von US-amerikanischen Unternehmen. Erst heute hat die US-Regierung die Nutzung von Anthropics Fable 5 für nicht-Amerikaner verboten.\nWas sich mit dem DiD einfach liest, ist in der Praxis schwer, wie ich nach ersten zaghaften Versuchen erkennen musste. Zu fest sitzen die Daten auf amerikanischen Servern. Die Idee, sich als Otto-Normal-Nutzer an einem Sonntag nach dem Frühstück von alten Diensten zu entledigen ist naiv. Es gibt einen weiteren massiven Kritikpunkt, den ich nicht oft genug unterstreichen kann:\nDie Usability und die technische Einstiegshöhe ist bei diesen \u0026ldquo;Unabhängigkeitslösungen\u0026rdquo; deutlich höher, als bei den BigTech-Companies. Von wegen: Username, Passwort \u0026amp; fertig. Nee, nee, nee, mein Freund. Setz dich ne Nacht hin und lerne mal was über WebDAV und dann such dir deine Serverdaten raus. Ich schreibe also diesen Artikel, damit du dir das sparen kannst das direkt hinbekommst.\nAuf der diesjährigen re:publica ging es ebenfalls massiv um Lösungen digitaler Autonomie. Schleswig-Holstein fährt eine Open-Source-Offensive. Auf dem deutsch-französischen Gipfel im November 2025 haben europäische Open-Source-Verbände eine Declaration of Digital Independence unterschrieben – die Kernaussage: Europa muss die Kontrolle über seine digitale Technik zurückgewinnen, vom Entwurf über den Betrieb bis zur Wartung. Parallel diskutierte die EU-Kommission Vorschläge, sensible Cloud-Aufträge der öffentlichen Hand für europäische Anbieter zu reservieren, und das EU-Parlament brachte einen „Open Source first\u0026quot;-Ansatz für die öffentliche Beschaffung ins Spiel.\nVon hinten herum vorne durch die Brust Auf der re:publica erzählte mir Jörg, wie er Obsidian einsetzt. Obsidian ist eine Notiz-App, die deine Notizen als ganz normale Markdown-Dateien in einem Ordner ablegt – dem „Vault\u0026quot;. Genau das macht sie so souveränitätstauglich: Es gibt kein proprietäres Format, keinen Zwang zur Hersteller-Cloud. Deine Notizen sind einfach Textdateien. Du musst sie nur noch zwischen deinen Geräten synchron halten.\nObsidian \u0026amp; nextcloud. Endlich. Da ich in den letzten Wochen gemerkt habe, dass ich mit meiner lokalen Dokumentation keine gute Lösung hatte, installierte ich Obsidian und probierte das aus. Es gefiel mir. So packte ich alle Infos, die ich zu unserer Wärmepumpe hatte, dort hinein. Alle Infos, Daten, Kennzeichen, Telefonnummern und Adressen an einer Stelle. Auf einmal hatte ich alles in einem Dokument, verschlagwortet, auffindbar und transparent für alle in der Familie.\nDas Setup: Nextcloud und Dein Obsidian-Vault Ich wollte Nextcloud nicht selbst auf einem Server administrieren – Updates, Backups, Security-Patches, nein danke. Deshalb läuft meine Instanz als Storage Share bei Hetzner, einem deutschen Anbieter. Das ist eine managed Nextcloud: Hetzner kümmert sich um Updates und Backups, ich um meine Daten. Der kleinste Tarif heißt Storage Share NX11 und bringt mit:\n💶 4,29 Euro im Monat 💾 1 TB Speicher 👥 mindestens 3 benannte Nutzer 🇩🇪 Rechenzentrum Falkenstein, verschlüsselter HTTPS-Zugang, automatische Backups, gemanagte Updates Für eine Textsammlung wie einen Obsidian-Vault ist 1 TB grotesk überdimensioniert. Aber die Nextcloud kann ja noch ein bisschen mehr als Notizen. Bei mir hat sie nebenbei gleich noch Dropbox und Google Drive komplett obsolet gemacht.\nBevor du startest, installierst du dir auf deinem Rechner und deinen mobilen Devices Obsidian. Auf meinem Rechner habe ich mir einen Vault angelegt, in dem ich arbeite. Mit der Installation von Nextcloud auf meinem Rechner, synchronisiert dieser Ordner automatisch in die Cloud. Das müsst du als Ausgangslage haben. Und dann geht es los:\nSchritt 1: Nextcloud bei Hetzner und das App-Passwort Zuerst brauchst du deine WebDAV-URL. Dazu loggst du dich bei deiner Nextcloud ein, klickst links oben auf den Datei-Tab. Links unten steht dann \u0026ldquo;Daetei-Einstellungen. Klicke drauf und es sollte sich dieses Fenster öffnen, in dem du unter WebDAV deine URL findest:\nWebDAV-URL in den Datei-Einstellungen der Nextcloud Dann brauchst du für die Obsidian WebDAV-Erweiterung noch ein Passwort.\nLogge dich wieder in deine Nextcloud ein. Hier könntest du jetzt einfach Benutzername und Passwort nehmen. Mach das nicht. Erzeug stattdessen ein App-Passwort: ein eigenes Passwort nur für diese eine App, das du jederzeit widerrufen kannst, ohne dein Hauptpasswort zu ändern.\nSo geht\u0026rsquo;s:\nOben rechts auf dein Profilbild → Einstellungen In der linken Leiste unter „Persönlich\u0026rdquo; (nicht „Verwaltung\u0026quot;!) auf Sicherheit Ganz unten bei „Geräte \u0026amp; Sitzungen\u0026quot; einen Namen vergeben, z. B. Obsidian iPhone Neues App-Passwort erstellen → den langen String kopieren Individuelles App-Passwort Mach das pro Gerät einzeln (iPhone, iPad, Mac). Dann kannst du später ein einzelnes Gerät sperren, ohne die anderen lahmzulegen. Stolperfalle am Rande: Lande hier nicht im Admin-Bereich unter „Sicherheit\u0026quot; mit OAuth 2.0 – das ist der falsche Ort. App-Passwörter wohnen ausschließlich in den persönlichen Einstellungen.\nSchritt 2: Obsidian und das WebDAV-Sync-Plugin Für die Synchronisation nutze ich das Community-Plugin WebDAV Sync. Es macht bidirektionalen Sync per WebDAV und funktioniert auf iPhone, iPad und Mac gleichermaßen.\nWebDAV-Erweiterung leicht eingestellt In den Plugin-Einstellungen trägst du diese vier Dinge ein:\nFeld Was rein muss WebDAV server URL https://deinserver.your-storageshare.de/remote.php/dav/files/DEIN-BENUTZERNAME/ Account dein Nextcloud-Benutzername (nicht die E-Mail!) Credential → ID ein frei wählbares Label, z. B. nextcloud – das ist nicht dein Login Credential → Geheimnis das App-Passwort aus Schritt 1 Remote directory der Ordner mit deinem Vault, z. B. /obsidian/thebrain Der gemeinste Stolperstein hier ist das Feld ID. Das ist nicht dein Benutzername, sondern nur ein Etikett für Obsidians internen Schlüsselbund – schreib da rein, was du willst, Hauptsache ohne Sonderzeichen wie Unterstrich. Das echte Passwort gehört ins Feld Geheimnis. Der Benutzername steht im Feld Account und muss exakt so auch im URL-Pfad hinter files/ stehen, Groß- und Kleinschreibung inklusive.\nWenn „Check connection\u0026quot; auf Grün springt: erster Meilenstein geschafft.\nSchritt 3: Der gefährliche erste Sync Jetzt der Teil, bei dem man Daten verlieren kann – und genau deshalb der wichtigste. Mein kompletter Vault lag schon auf der Nextcloud unter obsidian/thebrain. Auf dem iPhone legst du einen leeren lokalen Vault an, der beliebig heißen kann. Ein dummer bidirektionaler Sync könnte jetzt denken: „Lokal ist alles weg, also lösche ich das auch auf dem Server.\u0026quot; Das wäre das Gegenteil von dem, was ich wollte.\nDie gute Nachricht: WebDAV Sync macht einen 3-Wege-Vergleich – es schaut auf den lokalen Zustand, den Remote-Zustand und den gespeicherten letzten Sync-Zustand. Beim allerersten Lauf gibt es noch keinen gespeicherten Zustand, deshalb wertet das Plugin die Server-Dateien als „neu\u0026quot; und lädt sie herunter, statt sie zu löschen.\nTrotzdem habe ich vorher ein Backup gemacht. Und du machst das auch!\nBackup zuerst. Im Nextcloud-Browser den Vault-Ordner duplizieren oder als ZIP herunterladen. Dauert eine Minute, macht dich für den Rest entspannt. Lokalen Vault leer lassen. Dann zieht der erste Sync sauber alles herunter, ohne etwas zu überschreiben. Remote-Path exakt setzen. Auf den Ordner zeigen, in dem die .md-Dateien wirklich liegen. Den Sync löst du übrigens nicht über irgendein verstecktes Zahnrad aus, sondern auf dem iPhone schlicht über das Menü rechts unten (die drei Balken) → Start Sync, Sicherheitswarnung bestätigen, laufen lassen.\nFalls etwas hakt, sind es fast immer zwei Fehlercodes:\nCode Bedeutung Lösung 401 Zugangsdaten falsch App-Passwort prüfen, Benutzername im Account-Feld kontrollieren 404 Pfad/Ordner existiert nicht Remote directory korrigieren, Ordner ggf. im Browser anlegen Nach dem ersten erfolgreichen Lauf habe ich gegengeprüft: Tauchen die Notizen lokal auf? ✅ Ist der Vault auf dem Server noch vollständig? ✅ Erst dann das Backup gelöscht und auf iPad und Mac dasselbe gemacht – jeweils mit eigenem App-Passwort, identischem Remote-Path. Wer will, aktiviert in den Plugin-Einstellungen noch Auto-Sync, dann gleicht sich alles beim Öffnen von selbst ab.\nWas das mit Souveränität zu tun hat Funktional ist der Unterschied zum bezahlten Obsidian-Sync klein. Meine Notizen synchronisieren sich, fertig. Aber der Unterschied liegt woanders: Meine Gedanken liegen jetzt auf einem Server in Falkenstein, unter deutschem und europäischem Recht, in einem offenen Dateiformat, das ich morgen auf jede beliebige andere Plattform mitnehmen könnte. Kein US-Konzern hängt mehr dazwischen, kein Abo, das sich jederzeit verteuern oder einstellen lässt.\nDas ist die eigentliche Pointe des Digital Independence Day: Es geht nicht um den großen Bruch, sondern um den nächsten ersten Sonntag. Ein Dienst. Diesen Monat war es bei mir das Wichtigste überhaupt – der Ort, an dem ich denke. Nächsten Monat ist das nächste dran.\nWelcher Dienst wäre bei dir der erste, den du heimholst? Schreib mir.\n","tags":["Datenschutz","Nextcloud","Obsidian"],"section":"posts"},{"date":"1780876800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/corbijn-gilden-fotografiska-berlin/","title":"Corbijn \u0026 Gilden: Zwei Blicke auf ein Gesicht","summary":"Im Fotografiska Berlin hängen Anton Corbijn und Bruce Gilden Wand an Wand. Zwei Fotografen, zwei Signaturen, ein Thema: das menschliche Gesicht","content":"Es gibt diese Namen, die man jahrelang mit sich herumträgt, ohne sie wirklich zu kennen. Anton Corbijn war für mich lange so einer. Die körnigen Schwarzweiß-Cover von Depeche Mode, das vermummte Joy-Division-Video, das ich als Teenager rauf und runter geschaut habe — all das stammt von ihm. Nur wusste ich das damals nicht. Den Namen habe ich erst viel später gelernt. Und als ich hörte, dass das Fotografiska Berlin ihm eine große Retrospektive widmet, war für mich klar: Da fahre ich hin. Praktisch für mich: ich war wegen der re:publica eh in der Stadt. Das Fotografiska sitzt im alten Tacheles, dem legendären Haus an der Oranienburger Straße, das nach der Wende jahrelang Ruine, Künstlerkolonie und Sehnsuchtsort zugleich war und heute ein Fotomuseum beherbergt.\nKurz zur Person: Anton Corbijn ist Niederländer, Jahrgang 1955, aufgewachsen in einem kleinen Ort südlich von Rotterdam. 1979 zog er nach London — nicht wegen eines Jobs, sondern weil er als Fan unbedingt Joy Division näher sein wollte. Innerhalb von zwei Wochen hatte er ein Shooting mit der Band organisiert. Aus diesem schüchternen Typen mit der Kamera seines Vaters wurde über die Jahre der Mann, der das visuelle Erscheinungsbild von Depeche Mode und U2 über drei Jahrzehnte geprägt hat: Plattencover, Pressefotos, Bühnenbilder, Musikvideos. Wenn du ein Bild dieser Bands im Kopf hast, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es von ihm stammt.\nDie Schau heißt schlicht Corbijn, Anton und zieht sich durch fünf Jahrzehnte. Über dem Eingang hängt das Banner, das eigentlich schon alles erzählt: Einstürzende Neubauten, Berlin, 1983. Drei nackte Körper, ineinander verschränkt, grobkörnig, hart. So sieht ein Corbijn aus, noch bevor du den Bildtitel gelesen hast.\nPortrait Anton Corbijn Corbijns Signatur Was macht ein Bild zu einem Corbijn? Zuallererst das Korn — diese sichtbare Körnigkeit, die früher von hochempfindlichem Schwarzweiß-Film kam und die er bis heute kultiviert. Dazu ein harter Kontrast, der die Haut fast wegzuätzen scheint und trotzdem jede Falte stehen lässt. Vieles davon ist Absicht, manches kommt schlicht daher, dass Corbijn nie eine Fotoschule besucht hat. Er ist Autodidakt, und genau diese fehlende technische Glätte gibt seinen Bildern ihren rauen, dunklen Charakter. Eine seiner Lieblingsmethoden: lange Belichtungszeiten, bei denen sich die kleinen Bewegungen seiner Modelle ganz leicht in der Aufnahme niederschlagen. So entsteht diese eigentümliche Mischung aus Schärfe und Unruhe.\nBono, David Bowie, Clint Eastwood, Prince, Tom Waits — sie alle wurden tausendfach abgelichtet. Und trotzdem schaut dich hier jemand an, den du so noch nicht gesehen hast. Das ist Corbijns eigentliches Können: Nähe trotz Distanz. Die Ikone bleibt Ikone, aber für einen Moment kippt sie ins Verletzliche. Im Fotografiska hängen diese Porträts großformatig und mit viel Luft drumherum, sodass man ihnen tatsächlich begegnet, statt nur an ihnen vorbeizugehen.\nMaximaler Raum für Clint Eastwood, Martin Gore, Prince und Dave Gahan - seitlich gesäumt von den Rolling Stones Bono \u0026amp; Bowie Corbijn als Curt Corbain in seiner Selfie-Serie Die leise Seite: eine Hand, mehr braucht es nicht. Die Videos im Nebenraum Und dann kam der Moment, der mich daran erinnert hat, warum Corbijn überhaupt so prägend (für mich) ist. Er hat den Bands nicht nur Cover gemacht — er hat ihnen ihr bewegtes Bild gegeben. Seine Musikvideos sind im Grunde seine Fotos in Bewegung: dieselbe Körnigkeit, derselbe Kontrast, oft in Schwarzweiß, und Landschaften und Städte werden zu eigenständigen Figuren neben den Musikern. Im dunklen Nebenraum liefen die Clips in Dauerschleife, und ich bin einfach stehen geblieben.\nFalls du das zu Hause nachholen willst, hier meine Linkliste — alle Videos hat Corbijn selbst inszeniert:\nDepeche Mode – Enjoy the Silence (1990) — Dave Gahan als König, der mit einem Liegestuhl durch wechselnde Landschaften zieht und einen ruhigen Platz sucht. Für mich das schönste Musikvideo überhaupt. Depeche Mode – Personal Jesus (1989) — Spaghetti-Western-Stimmung im spanischen Almería, Lederkluft und Staub. Joy Division – Atmosphere (1988) — die vermummten Figuren, die das Bild von Joy Division bis heute prägen. Entstanden Jahre nach Ian Curtis\u0026rsquo; Tod als nachträgliche Hommage. U2 – One (Anton-Corbijn-Version, 1992) — gedreht in den Berliner Hansa Studios, mit Trabants. Eine von mehreren Versionen, die es zu diesem Song gibt. Nirvana – Heart-Shaped Box (1993) — Mohnfeld, Kreuzigung, knallige Farben. Eines von Kurt Cobains letzten großen Videos. Coldplay – Viva la Vida (Corbijn-Version, 2008) — eine späte, sichtbare Verbeugung vor „Enjoy the Silence\u0026quot;. Playlist: Music Videos Directed By Anton Corbijn (1983–1999) — zum Durchklicken, wenn du tiefer einsteigen willst. Bruce Gilden — der zweite Fotograf Auf der Etage darüber dann diese Glastür mit den ausgeschnittenen Lettern, dahinter ein Gesicht. Hier beginnt der zweite Teil der Ausstellung, und hier wurde es sehr kontrastvoll.\nBruce Gilden, geboren 1946 in Brooklyn, ist seit 1998 Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum und gilt als einer der bekanntesten — und umstrittensten — Streetfotografen der Welt. Sein Markenzeichen ist die radikale Nähe. Mit einer Leica in der einen und einem Blitz in der anderen Hand geht er auf der Straße auf Menschen zu, die er „Charaktere\u0026quot; nennt, beugt sich aus kürzester Distanz vor sie und löst aus. Oft sind es nur dreißig Zentimeter, der Blitz feuert mitten ins Gesicht, und gefragt wird vorher nicht. Daraus ist über die Jahre seine Serie Faces entstanden — extreme Nahporträts, und sie sind alles andere als bequem.\nDer Übergang ins Gilden-Kabinett — schon die Tür ist eine Ansage. Hier gibt es keine Ikonen. Hier gibt es Poren, geplatzte Äderchen, krude Tattoos, schiefe Zähne, ein Dollarzeichen mitten im Gesicht. Eine Frau, deren halbes Gesicht hinter wirrem Haar verschwindet, ein grünes Auge, das dich festnagelt. Gilden schönt nichts und weicht nicht aus — und genau das macht es so schwer, wegzusehen.\nGanz unwidersprochen ist diese Methode nicht, und das gehört zur Ausstellung dazu. Wer ungefragt so dicht an fremde Gesichter herangeht, bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen schonungslosem Realismus und Übergriff. Kritiker werfen Gilden vor, seine Bilder würden die Porträtierten eher bloßstellen als zeigen; seine Verteidiger sehen genau in dieser Kompromisslosigkeit die Ehrlichkeit. Beim Gang durch die Räume kann man beides nachvollziehen — und vielleicht ist gerade dieses Unbehagen der Punkt.\nGildens Faces Ich hatte kürzlich eine Doku über Gilden gesehen. Fand seine Arbeiten radikal, Menschen mitten auf der Straße den Blitz ins Gesicht zu halten und abzudrücken. Umso größer die Freude, den Gang mit den getönten Großformaten zu betreten. Da hängen eben jene Straßenszenen, Autos, Menschenmengen — und mittendrin immer wieder diese Gesichter. Der Raum ist in gedämpftem Grün gehalten, was die Bilder noch näher an einen heranrückt.\nGildens Straßenarbeit im grünen Gang. Zwei Signaturen, ein Thema Am Ende stand ich draußen, den Fernsehturm im Blick, und habe gemerkt: Ich bin wegen Corbijn gekommen, aber Gilden hat mich heftig bewegt. Das Schöne an dieser Doppelausstellung ist, dass beide im Grunde dasselbe fotografieren — das menschliche Gesicht — und dabei zu komplett gegensätzlichen Bildern kommen. Corbijn nimmt die Berühmten und macht sie für einen Moment greifbar; er arbeitet mit Distanz, Geduld und Korn. Gilden nimmt die Übersehenen und macht sie unausweichlich; er arbeitet mit Blitz, einem Schritt zu viel und ohne Sicherheitsabstand. Beide Wege führen zu Bildern, die man nicht so schnell wieder vergisst.\n","tags":["Fotografie","Berlin","Anton Corbijn","Bruce Gilden","Musik"],"section":"posts"},{"date":"1774396800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/waermepumpe-das-erste-jahr/","title":"Wärmepumpe statt Gas: Das erste Jahr mit der Wolf-Wärmepumpe","summary":"Am 28. März 2025 ging unsere Wärmepumpe in Betrieb. Ein Jahr später ziehen wir Bilanz. Das Ergebnis überrascht, besonders wenn man den härtesten Winter seit 2012 einrechnet.","content":"Am 28. März 2025 lief unsere neue Wärmepumpe zum ersten Mal. Kein großes Ereignis – ein Techniker drückte einen Knopf, der Kompressor startete, und damit war unsere Gasheizung Geschichte. Ein Jahr später haben wir alle Zahlen zusammen: die letzte Gasrechnung, die Daten aus der Wolf-App und ein paar DWD-Pressemitteilungen. Hier ist, was wirklich passiert ist.\nDisclaimer vorweg Uns ging es beim damaligen Austausch unserer Gasbrennwerttherme nie um Kosteneinsparung. Wir wollten weg vom Gas. Wir wollten die neue Technologie in unserem Haus haben.\nUnd dann die zweite Frage: Bei welcher Raumtemperatur arbeitet die Anlage eigentlich? Diese Fragen können meine ganzen Datenpunkte in Homeassistant gut beantworten: Du siehst hier den Temperaturverlauf unserer Wohnung. Wir heizen rein übers offene EG. Dort sind auch die Sensoren.\nVerlauf der Raumtemperatur Das Ausgangsszenario Unser Haus nördlich von Hamburg (Schleswig-Holstein) wurde bislang mit Erdgas beheizt. Es ist ein BJ 1976. WIr haben es seit 2018 umfangreich saniert. Wände raus, teilweise neu Fenster, neues Dach, Fassade mit Einblasdämmung isoliert (2-10 cm). Die Heizkörper sind nicht neu, das sind fast alles Baumarkt-Dinger (weiter unten bekommen die noch ein eigenen Absatz).\nUns interessiert natürlich brennend, wie sich die WP ggü. der Brennwert-Therme im Vergleichzeitraum geschlagen hat. Die Daten für die Wärmepumpe stammen aus der Wolf-App, die Stromverbrauch und erzeugte Wärmemenge getrennt ausweist.\nDie Tabelle auf die du gewartet hast ⛽ Gas (28.3.2024-27.3.2025) ⚡ WP-Jahr (28.3.2025-27.03.2026) Differenz Energiemenge (Wärme) ~12.380 kWh 11.419 kWh −961 kWh Eingesetzter Energieträger 1.118 m³ Gas 3.771 kWh Strom — Kosten pro kWh Wärme 11,7 ct 9,9 ct −1,8 ct Gesamtkosten 1.444 € 1.134 € −310 € (−21 %) CO₂-Emissionen (ca.) ~1.850 kg ~1.150 kg* ~−700 kg Jahresarbeitszahl (JAZ) - 3,03 „kostenlose\u0026quot; Umweltwärme - 7.648 kWh *Auf Basis dt. Strommix 2024 (401 g CO₂/kWh). Bei Ökostrom unter 100 kg.\n310 Euro weniger im ersten WP-Jahr – und das trotz eines der härtesten Winter in Schleswig-Holstein seit über einem Jahrzehnt.\nDie JAZ von 3,03 bedeutet: Für jeden eingesetzten Kilowatt Strom wurden mehr als drei Kilowattstunden Wärme erzeugt. Zwei von drei kWh kommen dabei kostenfrei aus der Außenluft.\nUnd was macht der Heizstab? Moderne Luft-Wärmepumpen verfügen über einen elektrischen Heizstab als Backup – ein direkter Widerstandserhitzer, der bei Extremkälte oder besonders hohem Warmwasserbedarf zuschaltet. Er arbeitet wie ein Wasserkocher: 1 kWh Strom ergibt genau 1 kWh Wärme, ohne den Multiplikator der Wärmepumpe.\nBei uns lief der Heizstab im gesamten Jahr exakt 5 Stunden:\n🛁 2× ausgiebiges Baden mit entsprechend hohem Warmwasserbedarf 🪟 1x ein Fenster, das bei −12 °C zu lange offen blieb Das war\u0026rsquo;s. Trotz wochenlanger Dauerfrostperioden und regionalen Extremwerten bis −18 °C hat die WP den Winter ohne nennenswerten Heizstab-Einsatz durchgehalten. Ein schönes Zeichen für eine gute Dimensionierung der Anlage.\nUnsere Heizungkörper Wir haben klassische Konvektoren, also keine FBH. Im EG heizen wir mit 3,5 Heizkörpern. Der 0,5 ist der Lütte vor dem Terrassenfenster. Ansonsten haben wir einen vom Typ 33 und zwei vom Typ 21. Die Heizkörper beheizen ca. 100 qm über 2 Geschosse. Im Dachboden steht noch ein massiver Typ 33. Der Dachboden wird aber deutlich kühler gehalten.\nVerlauf der Vorlauftemperatur Du kannst in dem Verlauf die Spitzen nach unten sehen: das sind die Momente, wo die Anlage Warmwasser oder Abtaubetreib hatte. Man kann auch sehen, wie der Vorlauf bei den eisigen Temperaturen angehoben wurde, um die Raumtemperatur zu halten.\nDas Wasser 85% der aufgwendeten Energie flossen in die Heizung, 15% wurden für die Erhitzung unseres Brauchwassers aufgewendet. Wir haben einen 200 Liter-Boiler. Wir halten den Boiler bei 50 Grad, der Heizprozess startet beim Erreichen von 43 Grad. Ich habe jetzt begonnen, wo es wieder länger sonnig ist, die Solltemperatur zu erhöhen, um die Energie von der PV-Anlage dafür zu nutzen.\nVerlauf der Boilertemperatur Der Wetterfaktor: Warum diese Zahl bemerkenswert ist Die JAZ von 3,03 klingt solide, aber der Kontext macht sie erst wirklich eindrucksvoll. Das WP-Jahr lässt sich wettertechnisch in zwei sehr unterschiedliche Hälften teilen: Frühling bis Frühwinter verliefen durchweg milder als das langjährige Mittel – der Sommer 2025 erreichte in SH ein Mittel von 17,3 °C (+1,5 K), der Dezember 2025 war mit +5,3 °C sogar das mildeste Bundesland Deutschlands. Das Jahresmittel des WP-Jahres lag bei rund 9,9 °C, gut 1,8 K über dem Klimanormal.\nDann, zum Jahreswechsel 2025/2026 schlug der Frost gnadenlos zu:\n🌡️ Absolutes Minimum: −18,6 °C am 11. Januar in Hattstedt (Nordfriesland) 🌡️ Bundesweites Februarminimum: −16,6 °C am 19. Februar in Dörnick (Kreis Plön) ❄️ Rund 30 Schneedeckentage im Flächenmittel – kältester Winter seit 2012 🌊 An der Ostsee kam es zu großflächiger Eisbildung Der meteorologische Winter (Dez–Feb) erreichte in Schleswig-Holstein ein Mittel von 1,9 °C – gegenüber dem Klimareferenzwert von 0,9 °C zwar noch etwas milder, aber geprägt von wochenlangen Dauerfrostperioden mit Extremwerten bis −18 °C.\nZum Vergleich: das Gas-Jahr 2024/25 Das Vorjahr (Gas-Jahr) verlief wettertechnisch deutlich günstiger: Der Winter 2024/25 war in Schleswig-Holstein mild und niederschlagsarm, das Frühjahr 2025 sogar das sonnigste seit Beginn der Messaufzeichnungen. Das Jahrestemperaturmittel 2025 in SH lag bei 10,1 °C – gut 1,8 K über dem langjährigen Mittel. Die Gasheizung hatte es also einfacher als die Wärmepumpe es ein Jahr später haben sollte.\nFazit zum Wetter: Die WP hat ihre 310 € Ersparnis unter widrigen Bedingungen eingefahren. In einem normalen Winter (ohne Wochen bei −12 °C und tiefer) wäre eine JAZ von 3,3–3,5 realistisch gewesen – und die Ersparnis entsprechend größer.\nEnergieverbrauch Wenn du dir den Energieverbrauch anschaust, siehst du, dass die Wärmepumpe trotz deutlich kälterem Winter und gleichbleibender Wohnraumtemperatur weniger Energie benötigte, als die Gastherme.\nWarum die Gastherme mehr „verbraucht\u0026quot; Abgasverluste: Ein Teil der Verbrennungswärme geht immer durch den Abgastrakt verloren – auch bei Brennwerttechnik nicht 100% vermeidbar. Taktbetrieb: Die Therme schaltet ständig ein und aus. Jedes Mal heizt sie zuerst den Wärmetauscher auf, bevor Wärme ins Haus fließt – diese Energie verpufft beim Abkühlen. Bereitschaftsverluste: Der heiße Kessel strahlt Wärme ab, auch wenn er gerade nicht heizt (oft in Keller oder Heizraum = nicht genutzt).\nHohe Vorlauftemperatur: Gastherme fährt oft 65–75°C → mehr Leitungsverluste. Bei der Wärmepumpe: Kein Abgas, kein Kamin, keine Verbrennungsverluste Läuft kontinuierlicher, weniger Taktverluste Niedrige Vorlauftemperatur (~35–45°C) → geringere Rohrverluste Die Gastherme musste mehr erzeugen, um diesen Bedarf trotz ihrer internen Verluste zu decken.\nEinordnung: Ist JAZ 3,03 gut? Referenzwert JAZ BAFA-Mindestanforderung für Förderung 2,5 Typischer Wert moderner Luft-WP (mildes Jahr) 3,0 – 3,5 Unsere WP, Winter 2025/26 (Kältejahr) 3,03 Erreichbar bei mildem Winter 3,5 – 4,0 Die JAZ von 3,03 liegt genau auf der Untergrenze dessen, was für Norddeutschland bei einem Luft-Wärmepumpen-Jahr mit Dauerfrost realistisch ist. Unter normalen Bedingungen sollte sie sich einpendeln.\nWas das bei anderem Strompreis bedeutet Der Hebel der Wärmepumpe ist der Strompreis (Katharina Reiche, I am looking at you!). Unsere 310 € Ersparnis basieren auf 30,09 ct/kWh reinem Netzbezug. Wir haben allerdings eine Photovoltaikanlage – und auch wenn wir nicht genau erfasst haben, wieviel WP-Strom direkt vom Dach kam, lässt sich mit einer konservativen Schätzung von 20 % PV-Eigenverbrauch bereits ein deutliches Bild zeichnen.\nSzenario: 20 % PV-Eigenverbrauch (konservativ) Stromquelle Menge Preis Kosten Netzstrom (80 %) 3.017 kWh 30,09 ct/kWh 907 € PV-Eigenverbrauch (20 %) 754 kWh ~5 ct/kWh* ~38 € Gesamt 3.771 kWh Ø ~25 ct/kWh ~945 € *Marginale Kosten des Eigenverbrauchs (Anlagenverschleiß/Kapitalkosten anteilig). Alternativ als Opportunitätskosten der vermiedenen Einspeisung bei ca. 8 ct/kWh.\nMit 20 % PV-Anteil: ~945 € Heizkosten → Ersparnis gegenüber Gas: ~499 €\nFazit ~700 kg weniger CO₂, eine JAZ von 3,03, ein Heizstab der 5 Stunden lief – und das in einem Winter, in dem es wochenlang unter −12 °C war und Teile der Ostsee zufroren. Wer auf Wärmepumpe umsteigen möchte und Angst vor dem „Was-wenn-es-richtig-kalt-wird\u0026quot;-Szenario hat: Das Worst-Case-Szenario haben wir gerade hinter uns, und unser Zuhause war konsequent warm um 21,5-22 Grad.\n","tags":["Wärmepumpe"],"section":"posts"},{"date":"1772928000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/warmwasser-wolf/","title":"Warmwasser bei der Wolf Wärmepumpe mit Home Assistant steuern","summary":"Die Funktion 1x Warmwasser bei WOLF-Wärmepumpen funktioniert nicht immer. Hier ist eine Lösung, wie es auf jeden Fall klappt.","content":"Wenn du deine Wolf-Wärmepumpe mit der ISM7MQTT in Home Assistant angebunden hast, kannst du die Warmwassererzeugung zeit- und eventbasiert steuern. Wenn du einen dynamischen Stromtarif nutzt, z. B. von Tibber oder Octopus Energy, oder eine PV-Anlage hast, möchtest du wahrscheinlich nicht, dass die Anlage im Sommer nachts (PV) oder in Hochpreisphasen heizt.\nIch selber habe \u0026ldquo;nur\u0026rdquo; das PV-Thema bei mir. Wer Tibber-optimieren möchte, liest sich diesen wunderbaren Beitag von Lukas von Techbox durch. Er war es auch, der mich drauf gebracht hat, meine Steuerung über die PV-Analge zu realisieren.\nBeim Nachbau der Lösung habe ich festgestellt, dass die Funktion \u0026ldquo;1x Warmwasser\u0026rdquo; bei mir nicht funktioniert. Auch im Forum von simon42 habe ich davon gelesen. Selbst über die WOLF-App konnte ich keine einmalige Boilerladung aktivieren. Nach einiger Recherche und Probieren habe ich die Lösung gefunden:\nDas Problem ist, dass der CHA-Regler den Einmalbefehl ignoriert, wenn die aktuelle Warmwassertemperatur bereits einen internen Schwellwert überschreitet, auch wenn sie noch nicht den Sollwert erreicht hat.\nHier ist die Lösung Stichwort Schwellenwert: Bei uns lag die Minimal-Temperatur bei 43,5 Grad. Wurde dieser Wert erreicht, wurde auf eine Warmwassersolltemperatur von 50 Grad aufgeheizt.\nIch habe nach der entsprechenden Entität gesucht und bin auf number.wolf_bm2_0x30_220028_warmwasserminimaltemperatur gestoßen.\nDas ist die Minimaltemperatur, d. h., die Pumpe heizt das Wasser auf mindestens diesen Wert auf. Das funktioniert gut als Trigger: Mittags hochsetzen, um eine Ladung zu erzwingen, danach wieder herunter.\nIch habe nun zwei Automationen, mit denen ich dafür sorgen kann, dass die Ladung mittags stattfindet. Zunächst hebe ich um 11:45 Uhr die Minimaltemperatur auf 50 °C an. Damit startet der Heizvorgang.\nalias: \u0026#34;WW Mittagsladung starten\u0026#34; trigger: - platform: time at: \u0026#34;11:45:00\u0026#34; action: - service: number.set_value target: entity_id: number.wolf_bm2_0x30_220028_warmwasserminimaltemperatur data: value: 50 Sobald die Minimaltemperatur erreicht ist, oder wenn es 13:30 Uhr ist, wird diese auf 43,5 Grad reduziert und die Anlage beendet das Heizen.\nalias: \u0026#34;WW Mittagsladung beenden\u0026#34; trigger: - platform: time at: \u0026#34;13:30:00\u0026#34; action: - service: number.set_value target: entity_id: number.wolf_bm2_0x30_220028_warmwasserminimaltemperatur data: value: 43.5 Diese Automatisierung kann natürlich noch intelligenter gemacht werden.\n","tags":["Home Assistant","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1772841600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/guenstigster-strompreis/","title":"Strompreise wirklich vergleichen – nicht in die Bonus-Falle tappen","summary":"Wechselbonus, Laufzeit, Grundpreis – wer rechnet das schon durch? Unser kostenloser Strompreis-Vergleichsrechner macht den echten ct/kWh-Preis auf einen Blick sichtbar.","content":" Wir wollen dich zurück Henning, wirklich! Sichere dir jetzt bis zu 355 Euro Bonus.\nDieser Satz in der Mail eines Stromanbieters, dem ich im letzten Jahr den Rücken gekehrt habe, ließ mich aufhorchen. Also machte ich mich ran:\nDer Bonus blendet – der echte Preis versteckt sich im Kleingedruckten Wer seinen Stromanbieter wechselt, wird meist mit einem großen Wechselbonus gelockt. 150 Euro hier, 200 Euro dort – klingt verlockend. Doch was auf den ersten Blick wie ein klarer Vorteil wirkt, macht den eigentlichen Preisvergleich unnötig kompliziert. Denn ob sich ein Tarif wirklich lohnt, hängt von mindestens vier Größen ab: dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde, dem monatlichen Grundpreis, der Laufzeit des Vertrags – und erst dann vom Bonus.\nGenau hier liegt die Tücke. Ein Anbieter mit 26,9 ct/kWh und 24 Monaten Laufzeit kann durch einen einmaligen Bonus von 200 Euro günstiger wirken als ein Anbieter mit 28,5 ct/kWh und nur 12 Monaten Laufzeit – oder auch teurer, je nach eigenem Jahresverbrauch. Wer das nicht durchrechnet, vergleicht Äpfel mit Birnen. Erschwerend kommt hinzu, dass Vergleichsportale oft nur den Arbeitspreis oder die Jahreskosten ohne Bonus-Amortisierung ausweisen – und der Grundpreis dabei gerne mal unter den Tisch fällt.\nKurz gesagt: Ohne einen gemeinsamen Nenner – den effektiven ct/kWh-Preis auf Basis deines persönlichen Verbrauchs und der konkreten Laufzeit – ist kein fairer Vergleich möglich.\nSo funktioniert der Rechner Jahresverbrauch und Anbieterdetails auf einen Blick erfassen Der Strompreis-Vergleichsrechner nimmt dir die Rechnerei ab. Du gibst zunächst deinen Jahresverbrauch in kWh ein – der Wert steht auf jeder Jahresabrechnung. Für eine schnelle Orientierung gibt es Schnellauswahl-Schaltflächen für typische Haushaltsgröße, von der Einzimmerwohnung bis zur Familie.\nAnschließend trägst du die Tarife ein, die du vergleichen möchtest. Je Anbieter erfasst du:\nArbeitspreis in ct/kWh Grundpreis in €/Monat Bonus oder Rabatt als einmaligen Gesamtbetrag in Euro Laufzeit – 12 oder 24 Monate per Umschalter wählbar Optional eine kurze Notiz, zum Beispiel zur Preisgarantie oder Kündigungsfrist Beliebig viele Anbieter lassen sich hinzufügen, einzeln ein- und ausklappen und jederzeit wieder entfernen. Alle Eingaben speichert der Rechner automatisch im Browser – beim nächsten Öffnen sind die Daten noch da.\nRangliste, effektiver kWh-Preis und Jahreskosten im direkten Vergleich Die Auswertung erscheint direkt darunter und aktualisiert sich mit jeder Eingabe in Echtzeit. Das Wichtigste zuerst: Ein Gewinner-Banner nennt den günstigsten Anbieter mit seinen ø Jahreskosten und dem effektiven ct/kWh-Preis – und zeigt, wie viel du gegenüber dem teuersten Anbieter im Jahr sparen kannst.\nDarunter folgt eine vollständige Rangliste aller eingetragenen Anbieter. Entscheidend ist dabei nicht der Arbeitspreis, sondern der effektive ct/kWh-Preis: Er ergibt sich aus den tatsächlichen Jahreskosten geteilt durch deinen Verbrauch – nach Grundpreis und nach Bonus-Amortisierung über die jeweilige Laufzeit. Wer 24 Monate lang zahlt und einmalig 200 Euro Bonus bekommt, bekommt davon rechnerisch 100 Euro pro Jahr gutgeschrieben – nicht mehr und nicht weniger. So werden alle Tarife, unabhängig von Laufzeit und Bonushöhe, auf eine einzige faire Zahl heruntergebrochen.\nEin Balkendiagramm visualisiert die Jahreskosten aller Anbieter auf einen Blick – ideal, wenn man beim Gespräch mit dem Anbieter oder beim zweiten Draufschauen schnell einschätzen will, wie groß der Unterschied wirklich ist.\nDen Rechner gibt es hier kostenlos und ohne Anmeldung: mitkaracho.de/stromvergleich/\n","tags":["Strom","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1772323200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/schule-digital-elterngespraeche-planen/","title":"Vom Zettelkasten zur smarten Planung – warum echter Datenschutz keine Kompromisse kennt","summary":"Ein Werkzeug für Lehrkräfte: Digitalisierung und Datenschutz. Papier und Software in der Planung von Elterngesprächen in der Schule.","content":"Jedes Halbjahr dasselbe Ritual: Ein Stapel handgeschriebener Zettel wandert durch die Klassenmappen, Eltern kreuzen Zeitfenster an, die Zettel wandern zurück, die Lehrkraft breitet alles auf dem Küchentisch aus und beginnt zu puzzeln. Wer kann wann? Wer hat nur einen Termin angekreuzt? Wo überlappen sich die Wünsche?\nEs ist das Jahr 2026 – und in sehr vielen Schulen läuft dieser Prozess noch genauso ab wie 1996. Aber hier sonnt sich gerade niemand in der Südsee.\nDas muss nicht sein. Das geht heute technologisch viel besser.\nPapier ist nicht das Problem Bevor man über Digitalisierung spricht, sollte man ehrlich sein: Das Papierformular hat echte Qualitäten. Es braucht keinen Account. Es funktioniert ohne Internet. Jede Familie kann es ausfüllen. Es hinterlässt keine digitale Spur. Und es ist für Lehrkräfte seit Jahrzehnten ein vertrautes, verlässliches Werkzeug.\nDas Problem liegt nicht im Papier selbst – das Problem liegt im danach. Im manuellen Auswerten. Im Übertragen. Im Hin- und Hertelefonieren, wenn ein Termin doppelt vergeben wurde. In den Stunden, die eine einzelne Lehrkraft damit verbringt, aus 20-30 Rückmeldungen einen konfliktfreien Plan zu basteln, der möglichst alle Wünsche berücksichtigt.\nDas ist verlorene Zeit. Zeit, die woanders dringend gebraucht wird. Stichwort Südsee.\nWas echte Digitalisierung leisten kann Der Terminplaner, den ich für die fiktive Klasse der \u0026ldquo;Rabauken\u0026rdquo; entwickelt habe, ist bewusst analog-digital angelegt. Er versucht nicht, das Rad neu zu erfinden oder einen komplexen Schulverwaltungsserver zu ersetzen. Er tut genau eine Sache – und die so einfach wie möglich:\nEltern melden zurück, welche Termine sie können. Per Papier.\nKein Konto anlegen. Kein App-Download. Kein Passwort vergessen. Die Lehrkraft gibt jedem Kind einen Zettel in die Postmappe auf dem seine Eltern die passenden Zeitfenster ankreuzen. Damit schaffen wir es, dass alle Eltern ohne technische Anforderung die Aufgabe erfüllen können.\nErfassen der Zettelwirtschaft Die Lehrkraft überträgt von den eingesammelten Zetteln alle Terminwünsche via Easy-Klick in den digitalen Terminplaner und dann kommt der große WOW-Moment: Mit Klick auf einen einzigen Button: „Plan optimieren\u0026quot; übernimmt der Algorithmus das Puzzeln – und berücksichtigt dabei automatisch, wer die wenigsten Ausweichmöglichkeiten hat. Wer nur einen Termin angegeben hat, wird zuerst eingeplant. Wer flexibel ist, bekommt einen der verbleibenden Slots. Konflikte werden sichtbar gemacht, nicht verschwiegen.\nFertig in Sekunden!\nÜbersicht der automatischen Terminvergabe Das eigentliche Thema: Datenschutz Jetzt kommt der Teil, an denen in den meisten EdTech-Diskussionen die Stimmung hochkocht.\nSchulen sind keine Start-ups. Sie verarbeiten Daten von Minderjährigen. Sie unterliegen der DSGVO. Und sie tragen gegenüber Eltern eine besondere Verantwortung – nicht nur rechtlich, sondern auch im Hinblick auf Vertrauen.\nViele digitale Lösungen haben ein fundamentales Problem: Die Daten der Familien landen auf fremden Servern. Irgendwo in einer Cloud, bei einem Anbieter, der seinen Sitz in den USA hat, der AGBs schreibt, die niemand liest, und der die Daten theoretisch für eigene Zwecke auswerten könnte.\nDer TerminPlaner geht einen anderen Weg – einen, der radikal einfach ist:\nEs gibt keinen Server. Es gibt keine Cloud. Es gibt keine externe Datenbank.\nAlle Daten – die Namen der Kinder, die Verfügbarkeiten der Eltern, der fertige Terminplan – werden ausschließlich im localStorage des Browsers gespeichert. Auf dem Gerät, auf dem die App geöffnet wird. Kein einziges Byte verlässt den Computer der Lehrkraft oder der Familie.\nDas ist technisch möglich, weil der Planungsalgorithmus vollständig im Browser läuft. Es braucht keine Serverabfrage. Es braucht keine API. Es braucht keine Authentifizierung gegen einen Fremdsystem. Die gesamte Intelligenz der App steckt in einer einzigen Datei, die man auf einen USB-Stick kopieren könnte.\nDas ist Datenschutz by Design – nicht als nachträgliches Compliance-Häkchen, sondern als architektonische Grundentscheidung.\nDie Synergie, die niemand erwartet Hier ist die eigentlich interessante Beobachtung: Der TerminPlaner ersetzt das Papier nicht vollständig. Er ergänzt es.\nDie Eltern kennen das Prinzip noch aus dem analogen Formular: Zeitfenster ankreuzen, zurückgeben. Das digitale Interface folgt exakt demselben mentalen Modell – nur ohne den physischen Zettel. Die kognitive Hürde ist minimal, weil das Konzept vertraut ist.\nAuf der anderen Seite – beim Auswerten und Planen – tritt die digitale Stärke voll in Kraft. Der Algorithmus kann in Millisekunden Kombinationen durchrechnen, für die ein Mensch eine Stunde braucht. Er macht keine Flüchtigkeitsfehler. Er vergisst keine Rückmeldung.\nDas ist die eigentliche Synergie: Das Analoge liefert das Vertrauen und die Vertrautheit. Das Digitale liefert die Effizienz. Keines der beiden Elemente versucht, das andere zu verdrängen. Sie spielen verschiedene Rollen im selben Prozess.\nWas das für die Digitalisierung von Schulen bedeuten könnte Die sinnvolle Frage lautet nicht „digital oder analog?\u0026quot;, sondern: Wo entsteht durch digitale Werkzeuge ein echter Gewinn, ohne neue Probleme zu schaffen?\nDie Antwort ist dort zu finden, wo:\nwiederkehrende, regelbasierte Aufgaben anfallen, die Zeit kosten aber keinen pädagogischen Wert haben, keine sensiblen Daten unnötig in fremde Systeme wandern müssen, das Interface so einfach ist, dass keine Schulung nötig ist, und die Kontrolle bei der Lehrkraft und der Schule bleibt – nicht bei einem externen Anbieter. Terminplanung ist nur ein Beispiel. Ähnliche Muster gibt es bei der Materialverwaltung, bei Krankmeldungen, bei der Vorbereitung von Elternabenden, bei der Notenerfassung. Überall dort, wo heute noch Zettel wandern oder Stunden mit manueller Übertragung vergehen.\nEin Prototyp ist kein Produkt – aber ein Anfang Der TerminPlaner in seiner aktuellen Form ist ein Prototyp. Er ist auf eine bestimmte Klasse, bestimmte Daten, bestimmte Zeitfenster zugeschnitten. Es fehlen noch Konfigurationsmöglichkeiten, eine saubere Exportfunktion, vielleicht eine Druckfunktion?\nAber er beweist das Prinzip. Er zeigt, dass es möglich ist, einen echten Alltagsprozess zu digitalisieren, ohne dabei die Datenhoheit abzugeben, ohne Serverinfrastruktur, ohne DSGVO-Grauzone – und ohne dass irgendjemand einen Kurs besuchen muss, um ihn zu bedienen.\nDas ist kein kleines Ergebnis.\nHier geht´s zum Prototypen\nWie findest du meinen Ansatz? Schreib mir bitte.\n","tags":["Digitalisierung","Schule","Datenschutz","EdTech"],"section":"posts"},{"date":"1771372800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/shepard-fairey-james-nachtwey-fotografiska-berlin/","title":"Ausstellung von Shepard Fairey und James Nachtwey in Berlin","summary":"Ich nehme dich mit nach Berlin in die Fotoausstellungen von Shepard Fairey und James Nachtwey.","content":"Mich hat´s heute bei einem Kurzbesuch in Berlin in das Contemporary Museum of Photography, Art and Culture \u0026ldquo;Fotografiska\u0026rdquo; verschlagen. Dort stellten fünf Künstler:innen aus und zwei der Ausstellungen gingen mir heftig unter die Haut. James Nachtweys \u0026ldquo;Memoria\u0026rdquo; und Shepard Faireys \u0026ldquo;Photo Synthesis\u0026rdquo; zeigen, wie Kunst und Fotografie nicht nur dokumentieren, sondern aufrütteln. Als Obey-Fan wusste ich natürlich, was mich bei Fairey erwartet, wegen ihm war ich auch extra in die Friedrichstraße ins Museum gekommen. Nachtwey kannte ich nicht, was sich prompt als schwerer Fehler herausstellen sollte.\n\u0026ldquo;Memoria\u0026rdquo; von James Nachtwey Das war anfangs schön still. Klar, ich bin einfach mal von der falschen Seite in die Ausstellung reingegangen. Dort lief diese Dokumentation von ihm, die u.a. auch seine Arbeiten in den Schwefelmienen von Kawah Ijen dokumentieren. Ich war vor 15 Jahren selber in dieser Miene und fühlte mich an mein Abenteuer erinnert. Im nächsten Raum erwischte mich dann aber scheinbar das, was Nachtwey international berühmt gemacht hat: der blanke Horror menschlicher Gewalt und Katastrophen. Leichen, Hunger, Not, Elend, Verzweiflung, Verletzung. Die Ästhetik der Fotos von durchweg furchtbaren Momenten, traf hart. So hart, dass einige Besucher weinend aus der Ausstellung gingen.\nJeder sollte diese Ausstellung besuchen, um ethisch und moralisch wieder genordet zu werden.\nÜber den Künstler: James Nachtwey James Nachtwey gilt als einer der bedeutendsten Kriegs- und Dokumentarfotografen unserer Zeit. Seit den 1980er-Jahren hält er mit seiner Kamera Kriege, Krisen und menschliches Leid fest – von den Schlachten im Irak über die Folgen des 11. September bis zu den Flüchtlingsdramen in Europa. Seine Bilder sind unbestechlich, emotional und oft schmerzhaft ehrlich.\nNachtwey arbeitet für TIME, National Geographic und andere renommierte Medien und wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem TED Prize und dem World Press Photo Award. Sein Ansatz ist geprägt von Empathie und Respekt für die Menschen vor der Linse. Er zeigt nicht nur die Grausamkeit der Welt, sondern auch die Widerstandsfähigkeit und Würde der Betroffenen. Seine Fotografie ist politisch relevant, weil sie Unsichtbares sichtbar macht – und zum Handeln auffordert.\n\u0026ldquo;Photo Synthesis\u0026rdquo; von Shepard Fairey War laut, farbig und voller politischer Energie – genau das, was ich an Shepard Fairey´s Arbeiten so liebe. Jedes Motiv ein optisches Highlight. Ich könnte mir die Wohnung damit tapezieren. Die Ausstellung dreht sich um Erinnerung, Manipulation und die Macht der Symbole. Seine Siebdrucke, Collagen und Wandbilder wirken wie eine Mischung aus Plakatkunst, Aktivismus und urbaner Rebellion. Besonders eindrucksvoll sind seine Arbeiten, die historische Ikonen mit heutigen Protestbewegungen verbinden. Am beeindruckendsten für mich: zum ersten Mal zu sehen, wie vielschichtig die Collagen sind. Die Untergründe, Scratches, Farben, Stencils, Wischtechniken \u0026hellip; die am Ende jene legendären Bilder ergeben, die um die Welt gingen. Audio-Guide der Ausstellung\nObama ins Auge geschaut Über den Künstler: Shepard Fairey Shepard Fairey, bekannt als Obey Giant und Schöpfer des ikonischen \u0026ldquo;Hope\u0026rdquo;-Posters für Barack Obamas Präsidentschaftskampagne 2008, ist einer der einflussreichsten Street-Art-Künstler der Gegenwart. Seine Werke verbinden Grafikdesign, Aktivismus und Popkultur zu einer kraftvollen visuellen Sprache. Faireys Stil ist geprägt von plakativen Farben, klaren Botschaften und politischer Schärfe – oft inspiriert von Punk, Skateboardkultur und sozialer Ungerechtigkeit.\nMit Projekten wie \u0026ldquo;We the People\u0026rdquo; oder seiner Kritik an Klimawandel, Rassismus und Krieg nutzt er Kunst als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel. Seine Stencil- und Plakatkunst ist weltweit auf Straßen, in Galerien und Museen präsent. Fairey zeigt, wie Street Art und politischer Aktivismus Hand in Hand gehen können – und bleibt dabei stets nah an der urbanen Jugendkultur.\nFotografiska Berlin Das ist das vierte Museum der Fotografiska-Gruppe und folgt den Standorten Stockholm, Tallinn und New York.\n","tags":["Fotografie","Berlin"],"section":"posts"},{"date":"1770422400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/gartenplanung-mit-ki/","title":"Gartenplanung mit ChatGPT und Gemini","summary":"Ich habe mir einen Vorgarten von einer KI gestalten lassen. Das Ergebnis schockiert!","content":"Im Gespräch mit einem Freund, der in Ermangelung von floralem Fachwissen einen Garten- und Landschaftsbauer hat antreten lassen, um seinen Garten zu planen und zu gestalten, wollte ich wissen, wie weit KI-Systeme heute sind und habe ein Experiment gestartet, dass ich dir hier in seiner Gänze zeige.\nWenn du mein Blog liest, mich kennst, weißt du, dass ich etwas Ahnung vom Thema Garten habe. In einer prähistorischen Zeit habe ich den Titel Dipl.-Ing. für Landespflege mit Schwerpunkt GALA-Bau und Umwelt erworben. Nicht zu vergessen, dass ich 10 Jahre Einkäufer für Pflanze in der OTTO Gruppe war. Etwas Vorkenntnis hab ich also. Aber du wirst staunen, wie total egal das ist!\nDie Ergebnisse, die ich dir hier vorstellen werde, sind innerhalb von 15 Minuten entstanden. Kein Witz!\nSo bin ich vorgegangen:\nich hab ein Foto von einem Bereich unseres Vorgartens (eine Nord-Ost-Lage) aufgenommen ich habe ChatGPT einen Prompt geschrieben ich habe GEMINI gebeten, die Pflanzenliste von ChatGPT zu prüfen. ich habe ChatGPT gebeten, mir die Planung noch für die Jahreszeiten zu visualisieren (am Ende des Beitrags ansehen!) Das Ursprungsfoto ChatGPT ist der perfekte Gartenplaner Mindblowing. So würde ich es formulieren. Während ChatGPT vor einem Jahr noch nicht einmal wusste, dass Sommerflieder ein invasiver Neophyt ist, erstellt das System heute eine nahezu perfekte Sortenliste und ist in der Lage, eine korrekte Stückliste, einen Pflanzplan und eine Kostenschätzung zu erstellen – und das alles ohne zusätzliches Eingreifen des Nutzers. Und das alles ohne zusätzliches Eingreifen des Nutzers. Es fehlt nur noch der letzte Schritt, dass ChatGPT die Produkte direkt bei der Baumschule und der Staudengärtnerei bestellt. Aber auch diese Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Dass Gemini in seiner Kontrollaufgabe als zweite KI zum Einsatz kommen kann, zeigt, wie stabil KI auch bei der Gartenplanung eingesetzt werden kann.\nAus eigener Erfahrung weiß ich, wie komplex der Prozess ist, Pflanzen zusammenzustellen, sie zu visualisieren und schließlich zu kaufen. Ich habe so etwas 10 Jahre lang in meiner Position als Einkäufer bei OTTO gemacht – das hat Wochen gedauert. Es brauchte Spezialisten, die solche Pflanzenpläne erstellten und visualisierten.\nBraucht es Fachwissen eigentlich noch? Nein, nicht wirklich, denn ChatGPT hätte im Interview mit mir alle Details herausgefunden, um seine Arbeit genauso professionell zu machen. Ganz im Gegenteil sogar: schau ich mir neu geplante Gärten unter Aspekt der Pflanzenauswahl an, dann zeigt ChatGPT hier in dem Experiemnt, dass es jeden GALA-Bauer outperformen kann und mehr für Biodiversität in den heimischen Gärten tuen kann. Man muss es dem Ding natürlich sagen.\nAber nun lass uns schauen, wovon ich so begeistert rede:\nDer Prompt für ChatGPT 5.2 Thinking lautete:\nAnbei ein Foto einer Ecke meines Garten. Agiere als Gartenarchitekt. Plane mir die Neuanpflanzung der Ecke. Es ist eine Nord-Ost-Lage. Verwende ausschließlich heimische Pflanzen. Keine neophyten, keine invasiven neophyten. Ich möchte dort wenn möglich ein paar Kräuter, Stauden, halbhohe blühgehölze. Keine Hecken im klassischen Sinn. Etwas totholz für Insekten. Schreibe mir nach deiner Visualisierung (Sommer-Optik) auch eine Liste der verwendeten Pflanzen.\nHier ist das Ergebnis: Das erstes Planungsergebnis ist die Sommeransicht Hier ist der komplette Output von ChatGPT: Super – hier ist die Sommer-Visualisierung deiner Nord-Ost-Ecke mit naturnaher, heimischer Bepflanzung, Kräutern, Stauden, halbhohen Blühgehölzen und Totholzstruktur für Insekten.\nWichtig vorweg: In der generierten Ansicht sind ein paar Arten optisch „in Richtung Gartenstil“ interpretiert. Unten bekommst du deshalb eine saubere, ausschließlich heimische Pflanzliste als umsetzbaren Realplan (ohne Neophyten).\nPflanzplan (heimisch, Nord-Ost-tauglich) 1) Halbhohe Blühgehölze (Struktur, 1,5–3 m) Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) – Blüte + Beeren, wertvoll für Insekten/Vögel Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) – robust, Blüten + Herbstfärbung Eberesche kleinbleibend erzogen (Sorbus aucuparia) – ökologisch sehr wertvoll Hundsrose (Rosa canina) – offen, nicht als Hecke, Hagebutten 2) Stauden (Blühaspekt von Frühjahr bis Spätsommer) Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) Margerite (Leucanthemum vulgare) Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) Natternkopf (Echium vulgare) – sonnigere Teilbereiche Gewöhnlicher Dost / Wilder Majoran (Origanum vulgare) Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) Wilde Karde (Dipsacus fullonum) als einzelner Akzent (2-jährig) 3) Heimische „Kräuter“-Zone (essbar/duftend, trockenere Vorderkante) Echter Thymian (Thymus pulegioides bzw. regional Thymus serpyllum) Wilder Majoran (Origanum vulgare) Schnittlauch (Allium schoenoprasum, heimisch in Teilen Mitteleuropas) Bärlauch (Allium ursinum) für halbschattigere, frischere Teilzone Pimpinelle (Sanguisorba minor) 4) Ökostruktur Totholzstamm/2–3 stärkere Äste (sonnig-halbschattig liegend, teilweise Bodenkontakt) Kleine Sandlinse/Kiesinsel (offene Bodenstelle für bodennistende Wildbienen) Laubmulch-Inseln unter Gehölzen (Überwinterungsquartier) Vorschlag für die Anordnung in deiner Fläche Hinten rechts (Wandnähe): 2–3 Blühgehölze (Schneeball, Hartriegel, Hundsrose), locker versetzt Mitte: höhere Staudeninseln (Schafgarbe, Flockenblume, Margerite, Karde als Solitär) Vorne am Weg: niedrige Kräuterbänder (Thymian, Dost, Pimpinelle, Schnittlauch) Rechts vorne: Totholzgruppe mit kleiner Sandfläche Um die Wärmepumpe herum: niedrige, luftige Stauden (mind. 60–80 cm Wartungsabstand) Kurz zur Pflege (damit es stabil schön bleibt) Im 1. Jahr: regelmäßig wässern (anwachsen lassen), danach deutlich weniger 1x/Jahr Rückschnitt erst spät im Winter (Stängel als Insektenquartier stehen lassen) Kein Rindenmulch auf Kräuter-/Wildstaudenflächen, besser mineralisch + punktuell Laubmulch Keine Volldüngung – eher mager halten, dann bleiben Wildstauden standfest und blühfreudig Für ca. 25 m² (5 × 5 m) bekommst du hier eine konkrete, heimische Einkaufsliste mit Mengen, sinnvollen Pflanzabständen und grober Budgetorientierung.\nEinkaufsliste (heimisch, Nord-Ost, 25 m²) A) Gehölze (Gerüst / halbhoch) Viburnum opulus (Gemeiner Schneeball) – 1 Stk, Qualität: C5–C7,5 (Container) Cornus sanguinea (Roter Hartriegel) – 1 Stk, Qualität: C5–C7,5 Rosa canina (Hundsrose) – 1 Stk, Qualität: C3–C5 Sorbus aucuparia (Eberesche) – 1 Stk, Qualität: Solitär 125–150 cm (oder Heister), optional kleinbleibend/locker erzogen Summe Gehölze: 4 Pflanzen B) Stauden (naturnahe Blühfläche) Ziel: Ø 7–8 Stauden/m² auf ca. 14 m² → rund 100–110 Stauden gesamt (der Rest der Fläche geht an Gehölzbereiche, Kräuterband, Totholz/Sandlinse, Wegekante)\nSalvia pratensis (Wiesen-Salbei) – 14 Stk Achillea millefolium (Schafgarbe) – 12 Stk Leucanthemum vulgare (Margerite) – 12 Stk Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume) – 12 Stk Origanum vulgare (Wilder Dost) – 14 Stk Scabiosa columbaria (Tauben-Skabiose) – 10 Stk Sanguisorba minor (Kleiner Wiesenknopf/Pimpinelle) – 8 Stk Echium vulgare (Natternkopf) – 8 Stk Dipsacus fullonum (Wilde Karde, 2-jährig) – 6 Stk Campanula rotundifolia (Rundblättrige Glockenblume) – 10 Stk Summe Stauden: 106 Stk C) Kräuterzone (vordere Kante, 4–5 m²) Thymus serpy- llum / T. pulegioides (heimischer Thymian) – 12 Stk Allium schoenoprasum (Schnittlauch) – 8 Stk Allium ursinum (Bärlauch, halbschattig-frischer Bereich) – 12 Zwiebeln/Pflanzen Summe Kräuter: 32 Einheiten D) Öko-Elemente \u0026amp; Material Totholz (Hartholzstamm + 2–3 dicke Äste, 80–150 cm) – 1 Set Sand für offene Sandlinse (0/2 ungewaschen) – ca. 0,25 m³ Mineralischer Splitt/Kies 2/5 (für magere Staudeninseln) – ca. 0,5 m³ Kompost (nur punktuell für Pflanzlöcher Gehölze) – ca. 200–300 L Mulch aus Laub/Häcksel (nur unter Gehölzen, nicht flächig über Wildstauden) – 5–8 Säcke Pflanzabstände (wichtig für ruhiges Bild) Gehölze: 1,5–2,5 m Abstand (zur Mauer mind. 80 cm, besser 1 m) Stauden hoch (z. B. Karde/Natternkopf): 45–60 cm Stauden mittel: 35–45 cm Niedrige Kräuter (Thymian): 25–30 cm Zur Wärmepumpe: mind. 80 cm frei lassen (Service + Luftzirkulation) Grober Kostenrahmen (realistisch, je nach Qualität/Baumschule) Gehölze: 220–450 € Stauden (106 Stk, Ø 3,5–5,5 €): 370–580 € Kräuter/Zwiebeln: 90–180 € Material (Sand/Splitt/Kompost/Mulch/Totholz): 150–350 € Gesamt: ca. 830–1.560 € Einkaufs-Checkliste kompakt (copy/paste) 1× Viburnum opulus 1× Cornus sanguinea 1× Rosa canina 1× Sorbus aucuparia 14× Salvia pratensis 12× Achillea millefolium 12× Leucanthemum vulgare 12× Centaurea jacea 14× Origanum vulgare 10× Scabiosa columbaria 8× Sanguisorba minor 8× Echium vulgare 6× Dipsacus fullonum 10× Campanula rotundifolia 12× Thymus serpyllum/pulegioides 8× Allium schoenoprasum 12× Allium ursinum Totholz-Set, 0,25 m³ Sand, 0,5 m³ Splitt, 200–300 L Kompost, 5–8 Säcke Laubmulch Danach gabs noch den Pflanzplan als PDF:\nDer Pflanzplan Ich möchte betonen, dass ich zu keiner Zeit irgendwelche individuelle Anforderungen oder Anpassungen gestellt habe. Auch eine inhaltlich Korrektur schien mir bis zu diesem Moment nicht notwendig. Dennoch wissen wir alle: KI kann Fehler machen. Also habe ich GEMINI, die KI von Google mit der Kontrolle mit diesem Prompt beauftragt:\nBitte prüfe, ob die folgenden pflanzen heimisch sind, keine neophyten und keine invasiven neophyten. prüfe ob diese einen nord-ost-standort vertragen: (hier kamen dann die Pflanzen als Copy\u0026amp;Paste)\nDas Ergebnis von GEMINI:\nDas ist ein hervorragend durchdachter Pflanzplan! Du hast eine Auswahl getroffen, die ökologisch extrem wertvoll ist. Hier ist der Check basierend auf deinen Kriterien (Heimisch, Kein (invasiver) Neophyt, Nord-Ost-Standort):\n1) Halbhohe Blühgehölze Diese Auswahl ist perfekt für einen Nord-Ost-Standort. Im Nord-Osten hast du meist Morgensonne und ab dem Mittag Schatten, zudem ist es oft etwas kühler und feuchter.\nGemeiner Schneeball \u0026amp; Roter Hartriegel: Beides absolute Treffer. Sie lieben die Frische und Halbschatten. Heimisch: Ja. Eberesche: Sehr robust. Auch im Halbschatten vital, trägt dort aber eventuell etwas weniger Früchte als in Vollsonne. Heimisch: Ja. Hundsrose: Sie kommt mit Halbschatten klar, braucht aber für eine reiche Blüte zumindest ein paar Stunden direktes Licht (Morgensonne reicht meist aus). Heimisch: Ja. 2) Stauden (Die Herausforderung im Nord-Osten) Hier müssen wir genauer hinschauen. Die meisten klassischen \u0026ldquo;Wiesenblumen\u0026rdquo; sind Sonnenanbeter.\nPflanze Status Nord-Ost Eignung Anmerkung Wiesen-Salbei Heimisch Bedingt Braucht eigentlich viel Sonne; im Schatten mickert er und blüht kaum. Schafgarbe Heimisch Gut Sehr anpassungsfähig, verträgt Halbschatten problemlos. Margerite Heimisch Gut Funktioniert wunderbar im Halbschatten. Wiesen-Flockenblume Heimisch Gut Kommt mit wechselnden Lichtverhältnissen gut klar. Natternkopf Heimisch Kritisch Er ist ein Sonnen- und Trockenheitsspezialist. Im Nord-Osten oft zu dunkel/feucht. Dost / Wilder Majoran Heimisch Gut Überraschend schattentolerant für ein Küchenkraut. Tauben-Skabiose Heimisch Bedingt Bevorzugt warme, sonnige Plätze. Wilde Karde Heimisch Gut Solange es nicht tiefschattig ist, wächst sie überall. 3) Kräuter-Zone \u0026amp; Essbares Bärlauch: Der Star für den Nord-Osten! Er liebt genau dieses kühle, halbschattige Klima unter Gehölzen. Heimisch: Ja. Schnittlauch \u0026amp; Pimpinelle: Funktionieren im Halbschatten sehr gut. Heimisch: Ja. Thymian: Hier ist Vorsicht geboten. Die heimischen Arten (Thymus pulegioides) brauchen viel Licht und einen sehr mageren, durchlässigen Boden. Platziere ihn an der hellsten, äußersten Kante. Zusammenfassung \u0026amp; Analyse Heimisch-Check: Alle von dir gelisteten Pflanzen sind in Mitteleuropa heimisch. Es sind keine invasiven Neophyten dabei. Standort-Check: Die Gehölze und die Kräuter (außer Thymian) passen hervorragend. Bei den Stauden solltest du den Natternkopf und den Wiesensalbei wirklich an die hellste Stelle setzen, die du finden kannst. Tipp für die Ökostruktur:\nDa ein Nord-Ost-Standort tendenziell feuchter ist, wird dein Totholz schneller bemoosen und zersetzt werden – das ist großartig für Käferlarven! Achte bei der Sandlinse darauf, dass sie an der hellsten Stelle liegt, da bodennistende Wildbienen Wärme brauchen, um aktiv zu werden.\nEin kleiner Optimierungsvorschlag:\nFalls es in einer Ecke des Nord-Ost-Beets besonders schattig ist, könntest du noch die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) ergänzen. Sie ist heimisch, wunderschön und ein echter Spezialist für halbschattige Säume.\nDie Planung in visueller Form nach Jahreszeiten Natürlich wollte ich auch wissen, wie sich das Beet im Verlauf eines Jahres verändert. Deshalb habe ich die Jahreszeiten simulieren lassen. Ich finde, der Garten kann sich sehen lassen.\nFrühjahr Herbst Winter Wie geht´s weiter? In dieser Woche hat Klarna bekanntgegeben, sich dem Standard von Google anzuschließen, damit KI-Agenten auch die Bezahlung von Onlineinkäufen strukturiert durchführen können. In spätestens einem Jahr wird hier unter diesem Beitrag die Ergänzung stehen, dass ChatGPT die Produkte in den jeweiligen Mengen direkt in der Shopping-Umgebung von OpenAI bestellt hat. Wir integrieren bereits heute die Produktfeeds unserer Kunden über die OpenAI-Shopping-Schnittstelle. In den USA wird ChatGPT-Shopping bereits getestet.\nBraucht´s jetzt nur noch jemand, der die Pflanzen einbuddelt.\n","tags":["Garten"],"section":"posts"},{"date":"1769904000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/wolf-waermepumpe-ism7mqtt/","title":"WOLF-Wärmepumpe auslesen mit Home Assistant: 170+ Datenpunkte live im Dashboard","summary":"So lese ich meine WOLF-Wärmepumpe über das ISM7-Modul mit ISM7MQTT in Home Assistant aus","content":"WOLF-Wärmepumpe auslesen mit Home Assistant: 170+ Datenpunkte live im Dashboard – dank ISM7 \u0026amp; ISM7MQTT Wer eine WOLF-Wärmepumpe betreibt, merkt irgendwann: Die Anlage weiß verdammt viel über sich selbst – man muss diese Informationen nur sauber abholen. Bei mir war der Gamechanger das (mitgelieferte) WOLF-ISM7-Schnittstellenmodul in Kombination mit Home Assistant und dieser Integration: https://github.com/b3nn0/hassio-addon-ism7mqtt\nSeitdem kann ich über 170 Entitäten in Home Assistant auslesen und als Kurven, Statusanzeigen und Historien darstellen. Und das fühlt sich nicht nach „noch ein Nerd-Projekt“ an, sondern nach einem echten Blick ins Maschinenhaus: Ich sehe, wann die Anlage was macht, wie sie reagiert – und vor allem: Ich muss nicht mehr raten.\nWichtig vorweg – und das ist mir wirklich wichtig: Du brauchst das alles nicht, um eine Wärmepumpe zu betreiben. Eine WOLF läuft auch ohne Dashboard. Für mich ist das hier eher die Kür. Wenn du Lust auf Transparenz hast und gern verstehst, was in deinem System passiert, dann ist das ein unfassbar befriedigender Weg.\nDas ISM7 als Schlüssel: lokal statt Cloud-Raten Das ISM7 ist im Kern das LAN/WLAN-Schnittstellenmodul, das deine WOLF überhaupt erst „ansprechbar“ macht. Es hängt im Netzwerk und bringt die Daten aus der Regelung nach draußen – genau die Werte, die man sonst nur im Display, in Service-Menüs oder über Fachhandwerker-Tools zu Gesicht bekommt. Und das Entscheidende für mich: Ich wollte die Daten lokal im Haus haben, nicht irgendwo in einer Cloud, nicht abhängig von Portal-Logins oder externen Diensten. Wenn das Netzwerk läuft, laufen die Daten. Punkt.\nWolflink im lokalen Netz Warum ISM7MQTT so gut funktioniert ISM7MQTT ist für mich der Sweet Spot zwischen „ich will das technisch sauber“ und „ich will mich nicht jedes Wochenende damit beschäftigen“. Die Idee ist simpel, aber genial: Das Add-on verbindet sich mit dem ISM7, liest die verfügbaren Parameter und Zustände aus und veröffentlicht sie über MQTT. Home Assistant ist bei MQTT dann wie ein guter Zuhörer: Sobald die Werte im Broker ankommen, tauchen sie als Entitäten im System auf – und zwar so, dass du sie sofort im Dashboard nutzen und historisieren kannst.\nHA ist nach der Installation voll mit Wolf Was daran so gut funktioniert, ist nicht nur die Menge an Daten (bei mir eben deutlich über 170 Entitäten), sondern die Qualität der Sicht auf die Anlage. Du bekommst nicht nur „an/aus“, sondern ein detailliertes Bild: Temperaturen, Betriebszustände, Regelungslogik, Signale, Grenzwerte, Statusbits. Und das Beste daran ist die „Übersetzung“: Home Assistant macht aus Rohdaten etwas, das man lesen kann. Eine Zahl wird zur Kurve, ein Zustand wird zum Indikator, ein Verlauf wird zur Erklärung. Man merkt plötzlich: Die Wärmepumpe ist kein schwarzer Kasten – sie spricht die ganze Zeit. ISM7MQTT sorgt nur dafür, dass du sie hörst.\nTechnisch steckt dahinter das Projekt ism7mqtt, das einmalig eine Parameterliste generieren kann und dann dauerhaft in einem festen Intervall Werte abholt und publiziert. Das Home-Assistant-Add-on von b3nn0 verpackt das Ganze so, dass es alltagstauglich ist – inklusive der Möglichkeit, sogar mehrere ISM7-Geräte sauber parallel zu betreiben. Der entscheidende Unterschied zum „Bastel-Skript“ ist für mich: Das läuft stabil, startet nach Reboots wieder sauber hoch und fühlt sich an wie ein normales Home-Assistant-Modul, nicht wie ein Fremdkörper.\nInstallation in der Praxis: so sah das bei mir wirklich aus Als Erstes habe ich geprüft, ob mein ISM7 im Netzwerk wirklich sauber erreichbar ist. Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem viele schon hängen bleiben: Das Modul braucht eine stabile IP (oder wenigstens einen verlässlichen Hostname), und du willst wissen, dass es nicht „manchmal da“ ist, sondern zuverlässig. Wenn das sitzt, kommt der MQTT-Teil. In Home Assistant nutze ich dafür einen MQTT-Broker (Mosquitto ist da der Klassiker). Ich habe mir dafür einmal saubere Zugangsdaten angelegt – nicht, weil man paranoid sein muss, sondern weil du später froh bist, wenn du weißt, welche Komponenten wo schreiben und lesen dürfen.\nDanach habe ich das ISM7MQTT-Add-on eingebunden. Das geht angenehm unspektakulär: Repository hinzufügen, Add-on installieren, Konfiguration öffnen. In diese Konfiguration kommen im Wesentlichen drei Dinge: die IP/der Host deines ISM7, das Passwort (bei mir stand das am Gerät bzw. in den Unterlagen) und das Intervall, in dem ausgelesen werden soll. Ich bin nicht mit „super schnell“ gestartet, sondern eher konservativ – lieber alle 60 Sekunden stabil Daten als alle 10 Sekunden und dann Rätselraten, warum die Integration irgendwann aussteigt.\nAls ich das Add-on dann gestartet habe, kam der Moment, der wirklich Spaß macht: Home Assistant hat die neuen MQTT-Entitäten praktisch von selbst entdeckt. Du siehst plötzlich ein neues Gerät, neue Sensoren, neue Schalter, neue Zustände. Und dann kommt der Teil, der das Projekt „persönlich“ macht: Du beginnst zu kuratieren. Ich habe mir nicht sofort 170 Entitäten auf ein Dashboard geknallt – ich habe erst mal beobachtet. Welche Temperaturen sind wirklich relevant? Welche Zustände erklären mir das Verhalten? Was möchte ich als Verlauf sehen? Und nach ein paar Tagen kristallisiert sich das automatisch heraus: Du baust dir ein Dashboard, das zu deinem Haus passt.\nProfi-Blick ohne Rätselraten – aber bitte mit Disziplin Was ich am stärksten finde: Du bekommst plötzlich Einblicke, die im Alltag sonst unsichtbar sind. Damit meine ich nicht „nice Charts“, sondern die Ebene, auf der man Regelung wirklich versteht. Das ist genau der Punkt, an dem das Zusammenspiel mit dem Heizungsinstallateur auf einmal anders wird. Statt „fühlt sich komisch an“ kannst du sagen: „Hier sieht man, dass ab Zeitpunkt X der Zustand kippt.“ Oder: „Hier startet die Sequenz, hier kommt das Plateau, hier passiert die Korrektur.“\nUnd ja, das führt fast automatisch zu der Frage: Kann man damit auch Dinge ändern? Meine Erfahrung: Beobachten ist easy, Visualisieren ist easy – aber sobald man über Anpassungen spricht, bin ich sehr bewusst vorsichtig. Nicht, weil es grundsätzlich unmöglich wäre, sondern weil „es gibt einen Wert“ nicht automatisch heißt, dass man ihn sinnvollerweise im Alltag anfassen sollte. Ich habe das für mich so gelöst: Erst messen und verstehen, dann mit dem Fachbetrieb besprechen, dann – wenn überhaupt – gezielt und nachvollziehbar verändern. Der größte Gewinn ist ohnehin schon vorher da: Du erkennst Muster und Zusammenhänge, ohne eine Sekunde Rätsel zu raten.\nWenn „zu viele Daten“ plötzlich zu viel sind: mein Stabilitäts-Learning Jetzt kommt der Teil, der bei mir nicht auf Anhieb romantisch war: Diese Schnittstelle liefert so viele Daten, dass sich das Ganze auch mal verschlucken kann. Ich hatte Phasen, in denen die Auslesung instabil wurde. Nicht dauernd, aber so, dass ich es ernst nehmen musste. Und ich glaube, das ist ein Punkt, der vielen passiert, die am Anfang alles aktiv lassen, was geht – einfach weil es faszinierend ist, wie viel da rausfällt.\nSo sieht es aus, wenn sich ISM7MQTT verschluckt Bei mir war die Lösung letztlich banal, aber effektiv: Ich habe radikal aufgeräumt. Entitäten deaktiviert, die ich nicht nutze. Das Intervall nicht unnötig aggressiv eingestellt. Und vor allem: Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, dass „mehr“ automatisch „besser“ ist. Besser ist: Eine handvoll Kerndaten, die du wirklich liest und verstehst – plus ein paar technische Werte, die dir helfen, wenn du mal tiefer rein musst.\nUnd das Beste: ISM7MQTT ist da erstaunlich ehrlich. Im Log taucht ein sehr eindeutiger Hinweis auf, wenn zu viel abgefragt wird. Bei mir war genau dieser Log-Moment der Wendepunkt: Nicht weiter versuchen, das mit Glück zu erschlagen, sondern die Datenmenge bewusst reduzieren. Ich habe Entitäten konsequent deaktiviert. ChatGPT hat mir dabei geholfen, statische Entitäten ausfindig zu machen, die ich in meinen Anwendungsszenarien gar nicht brauche. Und ich habe den Intervall auf 180 Sekunden angehoben. Seitdem läuft das System stabil.\nDashboards, die sich im Alltag bewähren Ich habe mir am Ende Dashboards gebaut, mit denen ich auf einen Blick sehe, was sich draußen vor der Tür und drinen in den Heizkreisen gerade so tut. Alles ist per Klick natürlich historisch nachvollzieh- und vergleichbar. Der Fantasie ist in Home Assistant natürlich keine Grenze gesetzt. So überlege ich, ob ich demnächst eine Automation baue, die der WP erst dann den Impuls zur Warmwasser-Aufbereitung gibt, wenn unsere PV Erzeugung verzeichnet.\nSo sieht derzeit man WP-Dashboard aus Fazit ISM7 + ISM7MQTT ist eine großartige Lösung, eine WOLF-Wärmepumpe in Home Assistant sichtbar zu machen – live, historisch, verständlich. Nicht, weil man das zum Heizen braucht. Sondern weil es unglaublich befriedigend ist, die Anlage wirklich zu sehen: wie sie arbeitet, wie sie reagiert, wie sie sich durch den Tag bewegt. Und wenn man es richtig angeht – kuratiert, nicht überfrachtet – dann ist das kein nerviges Bastelprojekt, sondern ein stabiler Blick ins System.\n","tags":["Home Assistant","Wärmepumpe"],"section":"posts"},{"date":"1768521600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/waermepumpe-im-winter/","title":"So arbeitete unsere Wärmepumpe bei minus 12 Grad","summary":"Ein detaillierter Einblick in die Leistung unserer Wolf-Wärmepumpe am kältesten Tag des Jahres.","content":"Das war sie also: die erste wirklich eiskalte Bewährungsprobe seit der Inbetriebnahme unserer Wärmepumpe.\nMit Tief \u0026ldquo;Elli\u0026rdquo; kam nicht nur ein Schneesturm, sondern auch Schulsausfall bei uns in S-H und Temperaturen bis minus 12 Grad. Und genau da fängt bei vielen das Kopfkino an: Reicht die Leistung wirklich? Bleibt das Haus warm? Läuft die Anlage dann einfach durch – und was macht das mit dem Stromverbrauch?\nFür uns war das perfektes Wetter, um nicht länger zu spekulieren, sondern es auch endlich selbst zu erleben. Kein Prospekt, keine \u0026ldquo;unter Idealbedingungen\u0026rdquo;-Kurve, kein Marketing-Blabla – sondern echter Alltag im echten Winter, mit Frost, Wind und allem, was dazugehört. In diesem Beitrag berichte ich dir aus erster Hand, wie sich unsere Wärmepumpe in dieser Extremlage geschlagen hat: Was sie getan hat (und was nicht), wie sich das Heizgefühl im Haus verändert hat, welche Eigenheiten in der Kälte plötzlich sichtbar wurden.\nWenn du gerade überlegst, ob eine Wärmepumpe bei dir sinnvoll ist – oder wenn dich genau dieser Punkt \u0026ldquo;funktioniert das auch bei richtigem Winter?\u0026rdquo; noch unsicher macht: Dann lies weiter. Genau dafür ist dieser Erfahrungsbericht, den ich unter den üblichen Fragen zu Wärmepumpen aufgehangen habe. Ich hangle mich in dem Beitrag an den Fragen entlang, die mir gestellt wurden bzw. denen ich bei Diskussionen im Netz immer wieder begegenet bin.\nAlle Daten im Blick Ich habe das Datenmodul unserer Wärmepumpe (Wolf liefert das Internet Service Modul im Standard mit und macht diese damit netzfähig) via ISM7MQTT direkt in mein Home Assistant gehängt. Seitdem liefert mir Heizung Live-Telemetrie. Alle relevanten Werte landen automatisch auf meinen Dashboards: Temperaturen, Leistungswerte, Betriebsarten, Taktung, Abtauphasen – der komplette Maschinenraum der Anlage, lesbar und dauerhaft nachvollziehbar. Du findest einige Graphen in diesem Beitrag.\nDas ist für mich der eigentliche Gamechanger: maximale Transparenz im Betrieb. Ich sehe nicht nur, dass es warm wird, sondern wie die Wärmepumpe dahin kommt – im 60-Sekunden-Takt. Jedes Grad Vorlauf/Rücklauf, jede kleine Regelbewegung, jeder Moduswechsel. Und damit auch ganz konkret: wie viel Energie gerade rein geht, was als Heizleistung rauskommt, und wie sich das Verhalten verändert, sobald draußen der Winter ernst macht. In Kombinarion mit meinen anderen Sensoren im Haus ergibt sich daraus ein Daten-Tableau, welches jedem Skeptiker die Luft aus den Segeln nehmen wird.\nHome, sweet Home Wir haben ein 1975er BJ, keine FBH, Fenster und Dach sind isoliert, die Außenwand wurde zwischen 2 und 10 cm ausgeblasen. Mehr Optionen der energetischen Sanierung geht nicht. Wir heizen quasi vom EG direkt das ganze Haus auf ca. 120 qm, da das EG komplett offen ist. Wir haben einen Vorlauf von 35 Grad (Sommer) und 42 Grad (Winter) eingestellt. Warmwasser liegt bei 50 Grad, unser Pufferspeicher liegt bei kleinen 200 Liter. Im Kern geben bei uns im EG vier Heizkörper die Wärme ab. Diese vergleichsweise geringe Oberfläche erklärt das geringe Delta aus Vorlauf und Rücklauf. Du findest diese Daten weiter unten.\nWie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Winter? Die kurze, saubere Antwort lautet: Es kommt auf die benötigte Wärmemenge an – und die hängt im Winter direkt an Außentemperatur, Wind, Gebäudedämmung, Heizflächen und deiner Vorlauftemperatur. Der Stromverbrauch ist dann im Kern:\nUnsere Werte aus dem echten Kältetag:\nKältester Tag (-12 °C): COP ≈ 2,0\nBedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 2 kWh Wärme. Tagesverbrauch Strom: 45 kWh Wärmebedarf Haus: ca. 90 kWh Wärme Das ist der Punkt, an dem viele skeptisch werden – weil 45 kWh erst mal nach viel klingt. Aber im Kontext ist es simpel: An so einem Tag braucht das Gebäude sehr viel Energie. Entscheidend ist, wie effizient die Wärmepumpe diese Energie bereitstellt.\nUnd was passiert, sobald der Winter nur ein kleines bisschen nachlässt:\nAls der Schnee wieder taute, sprang der COP direkt auf 3,1. Über den aktuellen Zeitraum gemittelt liegen wir bei rund 3,6.\nHeißt: Aus 1 kWh Strom macht die Anlage im Schnitt 3,6 kWh Wärme. Das ist der praktische Take-away:\nIm tiefen Frost steigt der Stromverbrauch – weil der Wärmebedarf steigt und der COP sinkt. Aber selbst dann arbeitest du nicht mit reiner Stromheizung, sondern immer noch mit einem klaren Effizienzvorteil. Und sobald die Bedingungen wieder weniger extrem sind, geht die Effizienz spürbar nach oben. Wenn man \u0026ldquo;funktioniert das auch im Winter?\u0026rdquo; ehrlich beantworten will, sind genau solche Tage der Realitätscheck: COP 2 bei -12 Grad ist nicht schön gerechnet, sondern messbar – und sobald es wieder milder wird, klettert die Effizienz direkt zurück Richtung 3 und darüber.\nTagesverbräuche in der kritischen Zeit Wie funktioniert die Wärmepumpe bei Minusgraden? Ich fand die Antwort auf diese Frage in dem Posting eines Nutzers:\nHier siehst du wie sie funktioniert. Das Außengerät saugt Außenluft an (-12,5 Grad), das Innengeräte komprimiert mittels eines Kompressors diese Luft und verbraucht dabei elektrische Energie (die 1 kwh) durch die Kompression wird die Luft warm (physikalisches Gesetz), diese Wärme wird benutzt um Wasser zu erwärmen, danach wird die Luft wieder entkomprimiert und sinkt auf -17 Grad, weil Wärme entzogen wurde. Und die Differenz von -12,5 zu -17 Grad entspricht genau die 2,5 kwh an Wärmeenergie.\nStatistik des kältesten Tags Kann man eine Wärmepumpe im Winter benutzen? Ja – und zwar ganz normal. Eine Wärmepumpe ist genau dafür gebaut, auch bei Frost zuverlässig zu heizen und Warmwasser zu liefern. Der entscheidende Punkt ist: Ist die Anlage korrekt ausgelegt und sauber eingestellt (Heizkurve, Volumenstrom, Hydraulik, Warmwasser-Setup) – dann arbeitet sie auch bei echten Minusgraden stabil.\nUnsere Werte aus dem echten Kältetag:\nAußentemperatur: bis -12 °C Heizen: 42 °C Vorlauf – und das fühlte sich im Haus warm an Warmwasser: 50 °C – Duschen und Baden ohne Einschränkungen. Und der Klassiker, über den viele diskutieren: der Heizstab.\nBei uns ist der genau ein einziges Mal angesprungen – für ein paar Minuten, und zwar nicht, weil die Wärmepumpe \u0026ldquo;im Winter nicht konnte\u0026rdquo;, sondern wegen eines ganz banalen Bedienfehlers: Ich hatte nach dem Lüften ein Fenster vergessen. Die Heizung, direkt unter dem Fenster, sorgte dafür, dass kurz zugeheizt werden musste. Das war´s dann auch. Das ist im Grunde das, was ein Heizstab sein soll: Backup für Ausnahmen, nicht Dauerlösung.\nUnterm Strich: Ja, du kannst eine Wärmepumpe im Winter benutzen – und sie kann dabei komfortabel liefern. Wenn du bei -12 °C 42 °C Vorlauf und 50 °C Warmwasser abrufen kannst und der Heizstab praktisch nicht relevant wird, dann ist das ein ziemlich klarer Realitätscheck gegen das typische \u0026ldquo;Wärmepumpen taugen nur bis +5 °C\u0026rdquo;-Gerücht.\nHier zeige ich dir mal unseren Verlauf der Raumtemperaturen. Ich habe in jedem Raum ein über Zigbee in Home Assistant eingebundenes Thermometer. Kannst du den kältesten Tag erkennen?\nAlle Temperatursensoren Wie oft schaltet sich eine Wärmepumpe im Winter ein? Das hängt stark davon ab, welche Art von Wärmepumpe du hast und wie sie geregelt ist. Bei modernen Anlagen mit Inverter (drehzahlgeregelt) läuft sie durch – und das ist in vielen Fällen sogar gewollt.\nBei uns ist es genau so:\nSobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, läuft die Anlage im Heizbetrieb praktisch permanent. Wichtig dabei: permanent heißt nicht Vollgas. Unsere Wärmepumpe kann ihre Verdichterdrehzahl anpassen. Sie fährt also nicht ständig an/aus, sondern moduliert:\nNormalbetrieb: meist 40–50 % Drehzahl, um die benötigte Heizleistung sauber nachzuführen. Kurzzeitige Peaks: Richtung 100 % geht es im Wesentlichen bei Abtauzyklen (und in seltenen Sondersituationen, wenn plötzlich sehr viel Leistung gebraucht wird). Warum ist das relevant? Weil häufiges Ein-/Ausschalten (Takten) bei vielen Heizsystemen der Effizienz- und Komfortkiller ist. Eine modulierende Wärmepumpe versucht genau das zu vermeiden: Sie hält die Temperatur stabil, arbeitet ruhiger, und sie muss nicht ständig jedes Mal neu hochziehen.\nKurz gesagt: Im Winter läuft sie oft durch – aber die meiste Zeit im Teillastbereich. Das ist kein Warnsignal, sondern bei einer drehzahlgeregelten Anlage eher ein Zeichen dafür, dass sie sauber arbeiten kann.\nDrehzahl im Winter: Always on Wie oft taut die Wärmepumpe im Winter ab? Hier siehst du mal ganz konkret, wie oft die Wärmepumpe bei diesen extremen Temperaturen in den Abtaubetrieb musste. Die grauen Balken markieren genau diese Phasen.\nTechnisch passiert dabei Folgendes: Bei Frost und hoher Luftfeuchte kann der Verdampfer außen vereisen. Die Anlage dreht dann für kurze Zeit den Prozess um, taut den Wärmetauscher ab und stellt danach wieder auf Heizbetrieb zurück. Abtauen kostet Energie und drückt in dieser Zeit die effektive Heizleistung, weil kurzfristig nicht fürs Haus, sondern für die Anlage gearbeitet wird.\nDamit das nicht nur Bauchgefühl bleibt, habe ich mir in Home Assistant einen Helfer gebaut, der den zukünftig Stromverbrauch genau während dieser Abtauphasen mitschreibt.\nVerlauf der Abtauzyklen Ich habe meine Erfahrungen vorab auf auf Threads und Mastodon geteilt. Da waren wirklich sehr schöne, positive und auch technisch versierte Kommentare dabei. Die Reichweite hatte es in sich.\n","tags":["Wärmepumpe"],"section":"posts"},{"date":"1767139200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2026/der-photovoltaische-jahresrueckblick-2025/","title":"Der photovoltaische Jahresrückblick 2025","summary":"Auswertung der Leistung unserer Photovoltaik-Anlage im Jahr 2025","content":"Das vierte Jahr mit eigener Photovoltaik-Anlage liegt hinter uns. Wieder werfe ich einen Blick zurück auf die hausgemachte Energiewende. Bei diesem Jahresrückblick zieht aber ein neuer Teilnehmer in unsere Betrachtung ein. Ende März 2025 ging die Wärmepumpe als neue Heizung an den Start und diese beeinflusst den Stromverbrauch ja nicht ganz unerheblich.\nDas Jahr 2025 aus meteorologischer Sicht Das Jahr 2025 bot aus Sicht der Photovoltaik überdurchschnittlich gute Bedingungen für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie in meiner Region. Mit rund 1.865 Sonnenstunden lag die Sonnenscheindauer etwa 25% über dem langjährigen Mittel, was sich direkt in höheren Solarerträgen niederschlug. Besonders das Frühjahr zeigte sich außergewöhnlich sonnig und trocken, wodurch PV-Anlagen bereits ab März hohe Erträge erzielen konnten – ein Vorteil insbesondere für unsere, nach Süden ausgerichtete Dachflächen.\nDie durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei 10,6°C, also ungewöhnlich warm.\nAuch die Niederschlagsmenge fiel mit ca. 650 l/m² deutlich unter den Durchschnitt. Weniger Regen bedeutet meist auch weniger Bewölkung – ein weiterer positiver Faktor für die direkte Einstrahlung. Kurze, wetteraktive Phasen mit stärkeren Regenereignissen – insbesondere im Sommer – unterbrachen das günstige Strahlungsklima kaum nachhaltig.\nUnterm Strich war 2025 eigentlich ein ertragreiches Jahr, mit einem frühen Saisonstart dank des sonnigen Frühjahrs. Der Juli und der Oktober haben uns hier oben im Norden in diesem Jahr sehr zu schaffen gemacht. Die Erzeugung war in diesen Monaten ungewöhnlich gering.\nWie ich bereits erwähnt habe, ist unser Neuzugang eine Wärmepumpe, deren Einfluss sich in den Verbrauchswerten deutlich erkennen lässt. Im Jahr 2025 hat sie 1.900 kWh Strom verbraucht und daraus 6.300 kWh Wärme „gemacht”. Die PV-Anlage hat den Energiebedarf für die Warmwassererzeugung rein rechnerisch gedeckt. Für die Stromproduktion in den heizintensiven Zeiten spielt die PV-Anlage jedoch keine Rolle.\nDetails unserer Photovoltaik-Anlage: 7,8 kwp Module 5 kWh Speicher von Senec 51° Süd-Ausrichtung Ausrichtung: süd Vergleich der Arbeitswerte 2022 2023 2024 2025 Erzeugung (MWh) 8,45 7,40 7,5 7,77 Einspeisung (MWh) 4,16 3,26 3,3 3,0 Netzbezug (MWh) 1,79 1,85 2,3 3,8 Verbrauch (MWh) 6,10 5,96 6,3 8,2 davon Beladung e-Auto (MWh) 1,94 2,14 2,3 2,6 davon Wärmepumpe (MWh) 1,9 Energiequellen Der Anteil meiner Energiequellen:\n2022 2023 2024 2025 PV-Direktbezug 75% 71,5% 69,3% 61,9% Speicher 8,7% 10,6% 10,4% 9,8% Netzbezug 16,3% 17,9% 20,3% 28,4% Wieder habe ich alle Werte in die Ertragsdatenbank eingetragen. In diesem Jahr scheint es beim Vergleich mit PLZ, Region und Bundesländern Probleme zu geben, so dass ich hier ienfach meine Entwicklung der letzten Jahre abbilde.\n","tags":["Photovoltaik","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1765238400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/n8n-news/","title":"Mit N8N automatisiert die zusammengefassten Branchen-News erhalten","summary":"So habe ich mit N8N einen automatisierten Trendmonitor für den E-Commerce entwickelt.","content":"Tägliche Branchen-News – automatisch zum Frühstück Ich habe mir einen eigenen Trendmonitor gebaut, der jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Nachrichten und Entwicklungen aus E-Commerce, Handel, Marketing und Technologie analysiert. Während ich meinen ersten Kaffee trinke (Shout-out an all die lieben Spender:innen, die mir hier schon einen Kaffee spendiert haben), liegt der gesamte Marktüberblick bereits sauber strukturiert vor mir – inklusive der wichtigsten Cluster, Handlungsempfehlungen und Quellen.\nDie gesamte Logik läuft in N8N: Datenerhebung, Filterung, KI-Analyse, HTML-Export und die direkte Benachrichtigung über einen Telegram-Bot.\nSo sieht der Workflow in n8n aus Wie mein Trendmonitor funktioniert 1. NewsAPI: Die Datenbasis Um 07:00 Uhr startet ein automatischer Trigger. Über die NewsAPI lade ich jeden Morgen aktuelle deutschsprachige Artikel zu:\n„E-Commerce“ „Onlinehandel“ „Online Retail“ Die API liefert strukturierte Rohdaten, die ich anschließend weiterverarbeite.\n2. Strukturierter Clean-Up Nur relevante und vertrauenswürdige Inhalte kommen durch meinen Filter:\nältere Artikel als 7 Tage fliegen raus bestimmte Domains (z. B. bild.de, welt.de) werden systematisch ignoriert nur die wichtigsten Felder bleiben: Titel, Text, Quelle, Datum Diese Bereinigung erledigt der Node Clean Articles.\n3. Themen-Cluster per ChatGPT Die bereinigten Artikel gebe ich als JSON an ein GPT-Modell weiter. Dort entsteht der eigentliche Mehrwert:\ndie KI ordnet alles in Themencluster bewertet Relevanz, Dringlichkeit und Impact erstellt prägnante Zusammenfassungen formuliert Empfehlungen für Unternehmen Ich erhalte ein konsistentes Informationspaket – in einem klar strukturierten JSON, bereit zur Darstellung.\n4. Automatische HTML-Erzeugung Ein weiterer Code-Node baut aus den Clustern eine vollständige, responsive HTML-Seite:\nKachel-Optik klare Themestruktur Quellenlinks mobile Optimierung Diese Datei landet über FTP automatisch auf meinem Server und ist damit lesebereit.\n5. Telegram-Push am Morgen Sobald der neue Report online ist, sendet mein Telegram-Bot eine Nachricht an alle Abonnenten:\n\u0026ldquo;Moin aus Hamburg! Hier ist Dein tägliches Kompakt-Update aus der Welt des Handels: {die URL}\u0026rdquo;\nSo können auch andere direkt zum Frühstück mit einem aktuellen Marktüberblick starten.\nDer Nutzen: Warum ich diesen Report gebaut habe Schneller Überblick statt Informationsüberflutung Ich muss mich nicht mehr durch zig Quellen arbeiten. Innerhalb von Sekunden habe ich die Trends des Tages im Blick.\nMehrwert durch Analyse statt nur Aggregation Statt Linksammlungen bekomme ich:\nstrukturierte Themenfelder echte Einordnung konkrete Empfehlungen Damit treffe ich Entscheidungen schneller und fundierter.\nAutomatisierung spart Zeit Der gesamte Prozess läuft ohne mein Zutun. Ich bekomme täglich die wichtigsten Entwicklungen serviert – ohne eine Minute Suchaufwand.\nFrühwarnsystem für Veränderungen Ob Gesetzesänderungen, Plattform-Updates, KI-Trends oder Konsumentensignale: Der Report zeigt, was gerade hochkocht und womit ich mich beschäftigen sollte.\nPerfekt für Team-Transparenz Alle, die den Bot abonniert haben, starten mit dem gleichen Wissensstand in den Tag.\nWofür ich den Trendmonitor nutze Priorisierung von Themen in Projekten Impulse für Strategie, Kommunikation und Performance-Marketing Beobachtung technologischer Entwicklungen interne Orientierung für mein Team Inspiration für Blogartikel und LinkedIn-Posts Fazit Der Trendmonitor ist für mich zu einem täglichen Begleiter geworden. Durch die Verbindung aus NewsAPI, N8N und KI entsteht ein hochaktueller, sauber analysierter Überblick über ein extrem dynamisches Marktumfeld – jeden Morgen um 07:00 Uhr, pünktlich zum Kaffee.\n","tags":["KI"],"section":"posts"},{"date":"1764115200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/verbrenner-vs-eauto/verbrenner-vs-eauto/","title":"E-Auto vs. Verbrenner - so viel Energie steckt wirklich im Antrieb!","summary":"Ein sachlicher Blick auf Energieflüsse, Verluste und graue Energie – und warum viele Autofahrer den wahren Energiebedarf ihres Antriebs massiv unterschätzen.","content":"Einleitung: Warum wir über Energie statt über PS sprechen sollten Wenn wir über Autos reden, dann oft über Leistung, Reichweite oder Verbrauch. Doch die eigentliche Frage lautet: Wie viel Energie braucht ein Auto wirklich, um 100 Kilometer zu fahren? Und: Was passiert mit dieser Energie?\nDie meisten Fahrer von Benzin- oder Dieselautos unterschätzen das erstaunlich deutlich – weil der Energiegehalt von flüssigen Kraftstoffen kaum jemandem bewusst ist.\nUm das greifbar zu machen, habe ich ein kleines Tool gebaut:\n👉 Hier kannst du selbst testen, wie viel Energie dein Auto verbraucht.\nDoch bevor wir Zahlen jonglieren, lohnt sich ein genauer Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Antriebe.\nDer versteckte Energieberg im Tank Ein Liter Kraftstoff wirkt harmlos – es ist eine Flüssigkeit, etwas, das man in wenigen Sekunden in den Tank schüttet. Was kaum jemand weiß:\nEin Liter Benzin enthält rund 8,9 kWh Energie,\nein Liter Diesel etwa 9,8 kWh.\nZur Einordnung:\nDas ist so viel Energie wie ein moderner Akku-Staubsauger in sechs Stunden verbrauchen würde. Oder wie ein typisches E-Auto auf 40–60 km kommen kann.\nEin Verbrenner verbraucht also nicht nur „6 Liter“, sondern eigentlich rund 55–60 kWh Energie pro 100 km.\nAllein diese Perspektive verschiebt die Wahrnehmung.\n👉 Gib deinen Verbrauch ein und sieh selbst, wie viel Energie das wirklich ist.\nWarum Verbrenner so viel Energie verschwenden: Die Sache mit der Abwärme Verbrennungsmotoren sind thermodynamisch limitiert. Egal wie viel Ingenieurskunst darin steckt – sie bleiben Maschinen, die von Natur aus einen Großteil der eingesetzten Energie als Abwärme verlieren.\nTypische Energieverteilung eines Verbrenners: 60–70 % Verlust als Wärme (Kühlung, Abgas, Reibung) 20–30 % landen überhaupt an den Rädern Der Rest verschwindet ebenfalls im System (Nebenaggregate, Pumpen usw.) Das bedeutet: Von 10 Litern Sprit, die man tankt, kommen 2 bis 3 Liter überhaupt als nutzbare Bewegungsenergie an. Der Rest heizt den Motorblock und die Umgebung.\nEin E-Auto arbeitet hier komplett anders.\nDie vergessene Energie: Graue Energie der Kraftstoffproduktion Was im Alltag fast nie bedacht wird:\nBevor Benzin oder Diesel überhaupt in Deutschland ankommt, steckt bereits eine enorme Menge grauer Energie darin.\nDazu gehören:\nEnergie für Förderung (Pumpen, Bohrtechnik) Transport über Pipelines, Tanker, Raffinerien Raffinieren (einer der energieintensivsten Industrieprozesse überhaupt) Weiterer Transport zu Tanklagern, Tankstellen Lager- und Pumptechnik an der Zapfsäule Schätzungen kommen darauf, dass zusätzlich 15–20 % Energieverbrauch entsteht, bevor der Kraftstoff überhaupt verbrannt wird. Diese Energie taucht in keinem Bordcomputer und in keiner Verbrauchsanzeige auf – trotzdem verbraucht sie echte Ressourcen.\n👉 Mein Tool rechnet das nicht ein – aber es zeigt dir die Dimensionen der reinen Antriebsenergie.\nWarum E-Autos so effizient sind – aber trotzdem nicht zaubern Ein E-Auto wandelt Energie deutlich effizienter um:\n70–85 % der eingesetzten Energie kommen tatsächlich am Rad an. Das ist ein fundamentaler Unterschied.\nSelbst wenn man Ladeverluste und Batteriechemie berücksichtigt, bleibt ein E-Auto im Alltag 2–4x effizienter als ein Verbrenner.\nTypischer Verbrauch:\nEffiziente E-Autos: 13–15 kWh / 100 km Großere Modelle / SUVs: 17–22 kWh / 100 km Setzt man das in „Liter Äquivalente“ um, landet man oft bei Zahlen wie 1,5–2,5 Liter – energetisch betrachtet.\n👉 Das kannst du hier ganz einfach selbst umrechnen.\nDer Einfluss der Witterung: E-Autos und ihre realen Verbrauchsschwankungen Oft wird behauptet: „Im Winter braucht ein E-Auto viel mehr Strom.“\nJa – aber der Grund ist banal: Ein Verbrenner erzeugt Abwärme, die man einfach nutzen kann. Ein E-Auto hingegen muss Wärme aktiv erzeugen.\nTypische Verbrauchseffekte: Sommer: 12–16 kWh/100 km Übergangszeit: 14–18 kWh/100 km Winter: 18–25 kWh/100 km (Kurzstrecken teils mehr) Dennoch bleibt der E-Antrieb effizient – denn selbst 20 kWh/100 km entsprechen energetisch gerade einmal 2 Litern Diesel.\nDas ist der größte Aha-Effekt, wenn man die Energie vergleichbar macht.\nWarum viele Verbrennerfahrer diese Dimensionen nicht kennen Wer sein Auto mit Litern betankt, sieht eine Einheit, die seit Generationen gewohnt ist.\nWas jedoch dahintersteckt, ist für die meisten unsichtbar:\nDer Heizwert des Kraftstoffs Die thermodynamische Ineffizienz Die graue Energie davor Die tatsächliche Energiemenge, die 100 km Bewegung erfordert Sobald man die Zahlen in kWh betrachtet, fällt auf, wie energieintensiv ein Verbrenner tatsächlich ist – und wie wenig dieser Energie am Rad ankommt.\n👉 Teste selbst: Wie viel Energie dein Auto wirklich „verheizt“.\nFazit: Energie verstehen heißt Mobilität verstehen Der Vergleich der Antriebe ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Physik.\nVerbrenner verbrauchen massiv Energie, von der ein Großteil ungenutzt bleibt. Die Produktion ihres Kraftstoffs ist zusätzlich energiehungrig. E-Autos nutzen Energie deutlich effizienter, bleiben aber abhängig von Außentemperatur und Fahrprofil. Erst wenn man die Einheiten vergleichbar macht, versteht man, warum E-Mobilität energetisch so stark dasteht. Das Ziel dieses Artikels ist nicht, irgendeine Antriebsart zu glorifizieren, sondern Energieflüsse transparent zu machen.\nUnd falls du selbst einmal testen möchtest, wie sich dein eigener Verbrauch im Vergleich verhält:\n👉 Hier geht’s zum interaktiven Energievergleichs-Tool.\nAlle Angaben ohne Gewähr. Werte sind typische Richtgrößen und können je nach Fahrprofil, Fahrzeugmodell und Bedingungen abweichen.\n","tags":["E-Auto"],"section":"posts"},{"date":"1761436800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/waermepumpen-gas-rechner/","title":"Gas vs. Wärmepumpe: Ein kleiner Rechner, große Erleichterung","summary":"Lohnt sich eine Wärmepumpe? Dieser einfache Rechner wird dir die Frage beantworten.","content":"Warum dieses Projekt? Ich habe mir vor einem halben Jahre eine Wärmepumpe hingestellt. Weil viele von euch mich gefragt haben: \u0026ldquo;Ich hab Gas, überlege WP – wie rechne ich das ohne Studium?\u0026rdquo;. Die meisten Tools verkomplizieren das oder verstecken Annahmen. Ich wollte etwas, das Laien in 2 Minuten verstehen: Verbrauch rein, Preise rein, JAZ einstellen – Ergebnis raus. Wenn du PV hast, kannst du den Eigenstromanteil direkt mitrechnen. Live-Feedback bei jeder Eingabe.\nZiel: kein Orakel, sondern ein ehrlicher Näherungswert für dein Bauchgefühl und deine Angebotsgespräche.\n👉 Hier geht es zum Rechner\nHaltung \u0026amp; Kontext Die letzten Jahre haben gezeigt: Fossilpreise sind politisch \u0026amp; geopolitisch wetterfühlig. Die CDU hat lange den Gas-Kamin romantisiert – die Quittung war eine Preisachterbahn, die niemand bestellt hatte. Parallel wird die Wärmepumpe erwachsen: bessere Geräte, bessere Handwerker, bessere Förderkulisse. Mein Take: Rechnen schlägt Bauch. Und wenn der Bauch danach immer noch \u0026ldquo;Gas\u0026rdquo; sagt – wenigstens mit offenen Augen.\nWas kann der Rechner? Vergleich Gas/Öl vs. Wärmepumpe bei deinen echten Tarifen Effektive Arbeitspreise inkl. Grundpreis, Boni \u0026amp; Laufzeit PV-Option: Wie viel Prozent WP-Strom deckt deine PV? (mit optionalem \u0026ldquo;Wert\u0026rdquo; pro kWh Eigenstrom) JAZ-Vorschläge nach Heizungssystem (FBH/Radiatoren, Luft/Sole) Break-even-JAZ: Ab welcher Effizienz gewinnt die WP gegen dein Gas Live-UI mit Balken \u0026amp; Ersparnis pro Jahr Optional: CO₂ grob (nur zur Einordnung) 👉 Hier geht es zum Rechner\nBedienung in 60 Sekunden: Bisherige Heizung: Jahresverbrauch, ct/kWh, Grundpreis/Monat, Boni/Laufzeit – fertig. Wärmepumpenstrom: Eintarif oder HT/NT, Grundpreis/Boni – fertig. PV vorhanden? Prozent angeben; optional Opportunitätswert (ct/kWh) für Eigenstrom. Gebäude/Technik: System (FBH/Radiatoren) + WP-Typ → JAZ-Vorschlag übernehmen oder anpassen. Ergebnis ansehen: Kosten, Ersparnis, Break-even-JAZ. Alles reagiert sofort. Unter der Haube (kurz \u0026amp; knapp) Effektiver Arbeitspreis = Tarif kWh-Preis + (Grundpreis/Jahr ÷ kWh) – (Boni/Jahr ÷ kWh) WP-Strombedarf = Wärmebedarf ÷ JAZ PV-Eigenstrom reduziert nur den Netzbezug (Grundpreise/Boni bleiben Vertragslogik) WP-Kosten = Netzbezug × Netz-ct/kWh + PV-kWh × PV-ct/kWh + Wartung Break-even-JAZ: JAZ, bei der WP-Kosten = Gas/Öl-Kosten Grenzen: Das ist keine Beratung. Hydraulik, Auslegung, Vorlauftemperaturen, Wärmeverluste – all das entscheidet in der Praxis mit. Der Rechner liefert Plausibilisierung, keine Absolution.\nFür wen ist das? Umsteiger:innen, die eine schnelle, ehrliche Zahl brauchen Neugierige, die PV und WP zusammendenken Nerd-Allergiker:innen, die keine Lust auf Tabellen haben Community \u0026amp; Dank Die ersten Rückmeldungen aus dem Netz waren top – danke fürs Testen, Meckern, Feilen. Verbesserungen/Korrekturen? Gern via Mastodon, Telegram, Signal, Threads\u0026hellip; Du findest mich! Macht Spaß mit euch.\nCall to Action! Teste den Rechner mit deinen Rechnungsdaten. Spiele Szenarien: anderer Tarif, andere JAZ, PV-Anteil hoch/runter. Wenn’s dir hilft: schick den Link an in deine WhatsApp-Gruppe mit \u0026ldquo;WP? Lohnt sich das?\u0026rdquo; – spart allen Zeit und gibt mir wertvolles Feedback.\n👉 Hier geht es zum Rechner\n","tags":["Wärmepumpe","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1759017600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/erdnuss-tofu-rezept/","title":"Tofu Total: das knusprige Erdnusshühnchen","summary":"Man muss Tiere essen, weil Pflanzen ja nicht gut schmecken? Leute! Es ist alles eine Frage der Zubereitung.","content":"Neulich traf ich mich mit einem Freund zum Mittagessen. Beim japanischen Restaurant meines Vertrauens. Ich aß Miso-Ramen mit Tofu, er Udon mit Hühnchen. Klar kamen wir auf das Thema vegan. Aber nur wegen dem Tofu. Er erzählte mir, dass er noch nie gutes Tofu gegessen habe. Die aus dem Supermarkt schmecken ja nicht und er möchte auch nicht extra in Spezial-Restaurants gehen, die guten Tofu zubereiten. Zudem kenne er die ja auch nicht. Und weil dieses Gespräch nicht das erste in dieser Art war, fange ich hiermit jetzt mal an, unsere Essen nicht nur für Instagram zu fotografieren, sondern auch mal ein paar Blicke in den Kochtopf zu geben.\nDas soll hier nicht als Tofu-Terror verstanden werden. Esst eure Tiere. Alles prima. Aber ich kann´s nicht mehr hören, wenn mir Menschen erzählen, sie müssen ja Rinder, Schweine, Hühnchen essen, weil Tofu und Linsen wie Altpapier mit Waschbärschweiß schmecken. Es ist wie bei allen Lebensmitteln eine Frage der Zubereitung. Also. Los geht´s.\nHeute backen wir knusprigen Tofu im Erdnussmantel für Dummies Du nimmst einen festen Naturtofu (ca. 400 g) und presst ihn aus. Knall ihn auf einen Teller, stell was Schweres drauf und warte ne Stunde. Kipp das Wasser weg und fertig. Tat noch nicht weh, oder?\nDann schnibbelst du den Tofu in stäbchengerechte Stücke. Ein Messer kannst du bedienen? Strike. Du schaffst das! Falls nicht, nimm die Finger. Die können das auch.\nNun kippst du Öl auf die Würfel und suhlst die in Maisstärke. Quasi so, wie du das bei deinen frittierten Chickenwings auch machst. Kennste? Gut! Mach in der Zwischenzeit mal deinen Backofen auf 180 Grad Umluft an.\nWenn du die paniert hast, wirf sie auf ein Backblech und versenke die Würfel solange im Ofen, bis die von außen leicht bräunlich werden. Aber nur leicht, nicht zu doll. Nimm also vorher die Sonnenbrille ab, sonst könnte das schief gehen.\nWährend dein Experiment im Ofen knusprig wird, rührst du die Marinade an. Nimm eine kleine Schale und da kommt rein:\n60g Erdnussmus 2 Knoblauchzehen (gepresst) 1 kleines Stück Ingwer (3-4cm, gerieben) (wie haben das vergessen, kannst du auch weglassen) 1 Limette (Saft einer Hälfte) 3 Esslöffel Sojasauce 3 Esslöffel Wasser 2 Esslöffel Ahornsirup 1 Esslöffel Tomatenmark 1 Esslöffel Sesamöl 1 Teelöffel getrockneter Koriander 1/2 Teelöffel Garam Masala 1/2 Teelöffel Salz 1/2 Teelöffel Chiliflocken (haben wir weggelassen und später drüber gestreut) Den Bums kippst du dann über den leicht gebräunten Tofu (nimmt den vorher aus dem Ofen). Am besten kippst du alles in eine Schüssel, damit du das gut durchrühren kannst. Wir haben´s auf einem Teller gemacht. Mussten danach den Fußboden wischen.\nUnd dann heißt es: ab in den Ofen mit dem marinierten Tofu und ihn bei 180 °C ca. 8 Minuten knusprig backen. Das war´s. Du hebst im besten Fall etwas von der Erdnuss-Sauce auf und tauchst dir die Happen beim Essen direkt nochmal rein. Dazu gibt´s Reis und was auch immer du dir dazu machen willst. Gemüse geht immer.\nUns hat das ziemlich gut geschmeckt und darum werfe ich dieses Rezept als erstes in den Ring. Nur für dich 👁️. Viel Spaß bem Nachmachen.\nBisschen was mit Zahlen Massentierhaltung ist nicht nur ein Tierwohl-Drama, sie pustet auch ordentlich Klimagase in die Luft. Rinder zum Beispiel sind echte Methan-Schleudern – ein Treibhausgas, das rund 25-mal klimaschädlicher als CO₂ ist. Wenn du den Anteil der gesamten Tierhaltung (nicht nur Methan, sondern alle Treibhausgase, inkl. CO₂ durch Abholzung, Düngung etc.) betrachtest, dann kommst du auf ca. 12 % bis 15 % des Gesamt-Treibhausgasausstoßes.\nNoch spannender wird’s beim Thema Soja: Ca. 80 % der weltweiten Sojaernte landet im Futtertrog von Schweinen, Rindern \u0026amp; Hühnern.\nFür die direkte Ernährung von uns Menschen bleiben gerade mal rund 7 % übrig. Mit anderen Worten: Wir roden Regenwälder, um Tiere zu mästen – und könnten mit derselben Fläche stattdessen unzählige Menschen satt machen.\n","tags":["Rezepte"],"section":"posts"},{"date":"1757980800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/ostjuetland/","title":"Ostjütland spät im Sommer: Juelsminde, Horsens \u0026 ein Aarhus-Abstecher","summary":"Der Sommer war schon auf dem Rückzug, als wir Deutschland hinter uns ließen. Die dänische Ostsee blieb freundlich: letzte Augustwoche, etwa 21 °C, milder Wind – perfektes Wetter für Hafenspaziergänge, Stadtbummel, Walderkundungen und mehr. Unser Basecamp: ein klitzekleines, freistehendes Haus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts am Skævlundvej bei Horsens – viel Ruhe, viel Grün, keine Menschen.\nZwischen Horsens- und Vejle-Fjord breitet sich die Juelsminde-Halbinsel aus: leicht hügelige Moränenlandschaft, Felder mit Raps und Getreide, kleine Dörfer, dazwischen Buchenwälder und Strandstücke – genau diese Mischung aus Landwirtschaft und Küste, die Dänemark so entspannt wirken lässt.","content":"Der Sommer war schon auf dem Rückzug, als wir Deutschland hinter uns ließen. Die dänische Ostsee blieb freundlich: letzte Augustwoche, etwa 21 °C, milder Wind – perfektes Wetter für Hafenspaziergänge, Stadtbummel, Walderkundungen und mehr. Unser Basecamp: ein klitzekleines, freistehendes Haus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts am Skævlundvej bei Horsens – viel Ruhe, viel Grün, keine Menschen.\nZwischen Horsens- und Vejle-Fjord breitet sich die Juelsminde-Halbinsel aus: leicht hügelige Moränenlandschaft, Felder mit Raps und Getreide, kleine Dörfer, dazwischen Buchenwälder und Strandstücke – genau diese Mischung aus Landwirtschaft und Küste, die Dänemark so entspannt wirken lässt. Ein gutes Gefühl für das Terrain bekommt man auf dem Küstenpfad Snaptun–Juelsminde: rund 22 km, vorbei an Gutshäusern, gelben Feldern und waldigen Anstiegen mit Meerblick. Nur kein Neid - diesen Pfad sind wir nicht gestampft.\nJuelsminde: heute hyggelig – morgen noch schöner Nur 15 Minuten mit dem Auto entfernt war Juelsminde mit seinem schnuckeligen Hafen. Nur ein paar Schritte weiter ist die Storstranden. Die breite Sandbucht trägt die Blaue Flagge (sauberes Wasser, Rettungsturm, gute Infrastruktur) und ist deshalb mit Kindern unkompliziert. Selbst an warmen Tagen bleibt die Stimmung angenehm unaufgeregt. Brot \u0026amp; Räucherfisch direkt am Hafen. Für die Frühstücksrunde: Seia Surdejsbageri (Sauerteig, süß \u0026amp; salzig). Wer’s herzhafter mag, geht nebenan zur Juelsminde.nu Fiskehandel mit eigenem Räucherofen – Fischfrikadellen, Räucherware, alles am Kai. Praktisch zum Mitnehmen für Strand oder Bank an der Mole.\nJuelsminde Havn in der Abendstimmung In den kommenden Jahren bekommt Juelsminde einen spürbaren Hafen- und Stadtumbau: ein neuer Hafenplatz (Havnetorv), eine Strandpark-Zone an der Storstranden und bessere Wege zwischen City, Camping und Havn. Ziel: mehr Leben am Wasser, ohne die maritime Leichtigkeit zu verlieren. Für Reisende heißt das: Es bleibt charmant – und wird zugleich noch fußläufiger.\nKeine 5 Minuten vom hafen entfernt, ist der Naturlegepark am Odelsbjerget. Besonders wenn ein Schauer durchgezogen ist, solltest du unbedingt dahin fahren, denn die heftige Hangrutsche ist dann sauschnell und nix für kleine Kinder. Ansonsten kannst du dich da stundenlang aufhalten: Tarzan-Parcours, Multicourt, Wald-Fitness und Bolzplatz, Halfpipes, Wippen, Rutschen und Eintritt frei.\nJuelsminde Naturlegepark – Hangrutsche \u0026amp; Parcours Und während man sich in Juelsminde die Zeit vertreibt, kannst du dein E-Auto am SuperBrugsen (Rousthøjs Allé 53) für knapp 30 Cent/kWh laden (bis 75 kW, 2× CCS). Apropos SuperBrugsen - da drin gibt es wohl das leckerste Eis Dänemarks, oder?\nLakritzeis Horsens: grüner Stadtkern \u0026amp; Lieblingscafé Von Juelsminde sind es nur wenige Fahrminuten nach Horsens. Die Fußgängerzone rund um Jessensgade/Søndergade/Torvet wurde in den letzten Jahren begrünt und neu möbliert – breite Wege, viele Bäume, gute Aufenthaltsorte. Ideal für einen Foto-Bummel (Architektur, Details, ohne Menschen).\nHorsens: Torvet – grün \u0026amp; entspannt Café-Tipp: Spisekammeret (Thonbogade 19) – kleine, ehrliche Karte von Salat bis Fischplatte, dazu ein Delikatessenregal. Hyggelig, kinderkompatibel, zentral.\nHorsens Innenstadt – Jessensgade Boller Slot: Schildkröten, alte Eiche \u0026amp; Waldwege Südöstlich der Stadt liegt Boller Slot mit Park und Themengärten. In der asiatisch inspirierten Gartenpartie schauen manchmal Schildkröten im Teich vorbei; drumherum blüht es – und über allem wacht die „Boller-Eiche“, ein Methusalem von ungefähr 1.000 Jahren. Das Schloss selbst ist nicht zugänglich, aber Park und Garten sind im Sommerhalbjahr offen – perfekt für Picknick, Ruhe und als Startpunkt für eine Rundtour durch den Buchenwald (Boller Nederskov) bis an den Fjord und zurück.\nBoller-Eiche – Methusalem der Region Wer etwas Strecke ergänzen möchte, hängt den Planetstien (Planet-Pfad) dran, der Boller und Horsens verbindet – ein schöner, kindertauglicher Lern- und Aussichtsbogen am Wasser. Folgt dafür einfach der gelben Wanderroute.\nBoller Nederskov – Buchenwald am Fjord Was wir (noch) nicht geschafft haben: das Ferguson-Museum Nur wenige Kilometer landeinwärts liegt eine Kuriosität für Groß \u0026amp; Klein: Danmarks Ferguson Museum – mit einer der größten Ferguson-Sammlungen weltweit. Über 250 Traktoren plus Geräte und andere Fahrzeuge füllen Hallen und Scheunen. Ein stimmungsvoller Stopp für Regentage oder für sonnige Land-Romantik – kommt auf die Liste fürs nächste Mal.\nAarhus (Tagesausflug): hoch hinaus \u0026amp; tropisch warm Salling ROOFTOP \u0026amp; Skywalk. Mitten in der City geht’s aufs Dach: begrünte Terrassen, Café – und der gläserne Skywalk 27 Meter über dem Strøget. Kurz kribbelt’s im Bauch, dann öffnet sich der Blick über die Dächer.\nAarhus: Salling ROOFTOP \u0026amp; Skywalk Botanisk Have \u0026amp; Gewächshäuser. Danach runter ins Grüne: Botanischer Garten mit den Gewächshäusern – mehrere Klimazonen, Eintritt frei, Café. Gut, wenn der Wind dreht oder man Wärme mag.\nAarhus: Botanisk Have – Tropenhäuser Praktisch (aus unserer Erfahrung) Wetter \u0026amp; Laune: Ende August ~ 21 °C, einmal kurzer Schauer – Plan B Naturlegepark hat super funktioniert. Kinder: Vorschulalter, lauffest (≈ 10.000 Schritte/Tag) – Distanzen sind gut machbar. Infrastruktur: WCs sauber; Parken kostenlos oder fair bepreist; selbst in der Hochsaison ruhig. Mobilität: Auto \u0026amp; zu Fuß reichen; OK-Lader machen E-Mobilität in Juelsminde unkompliziert. E-Auto laden am SuperBrugsen – kurzer Hafenbummel inklusive Fazit Diese Ecke Ostjütlands entschleunigt, ohne zu langweilen: Hafenleben in Juelsminde, grüne Stadtmomente in Horsens, Natur \u0026amp; Geschichte an Boller Slot – und mit Aarhus eine inspirierende Großstadt in Tagesdistanz. Die Landschaft bleibt das verbindende Motiv: sanfte Hügel, Felder, Waldkanten, Strände. Und während Juelsminde seinen Hafen in den nächsten Jahren weiterentwickelt, behält der Ort genau das, was viele hierherzieht: maritime Leichtigkeit – plus die Extra-Portion Platz zum Atmen.\n","tags":["Dänemark"],"section":"posts"},{"date":"1757894400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/erdmiete-selbermachen/","title":"Ab in die Miete – wie ich mein Gemüse unter die Erde brachte","summary":"Erdmiete anlegen leicht gemacht: So lagert Wurzelgemüse wie Karotten \u0026 Rote Bete im Boden monatelang frisch. Bauweise, Tipps \u0026 Vorteile – nachhaltig und stromfrei.","content":"Eine Erdmiete ist im Grunde nichts anderes als ein cleveres Kellerersatzsystem – nur eben direkt im Boden. Kaninchen machen es vor: in der Erde herrscht fast das ganze Jahr über eine konstante Temperatur, und die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass Wurzelgemüse nicht austrocknet. Genau deshalb eignet sich diese uralte Lagertechnik so gut, um Karotten, Rote Bete oder Pastinaken über Monate knackig zu halten, ohne Strom und ohne Hightech.\nFür meine eigene Miete habe ich es pragmatisch gelöst: Der Nachbar hatte seine Einfahrt erneuert und ein paar 50x50er Betonplatten übrig. Perfekt. Drei davon kamen als Boden rein, die Seiten habe ich ebenfalls mit Platten ausgekleidet. Macht in Summe einen Lagerraum von 150 x 50 x 50 cm. Damit sich der Sand nicht in jede Ritze mogelt, habe ich die Platten mit Silikon abgedichtet – ein bisschen Heimwerkerästhetik darf sein. Oben drauf kam ein Holzrahmen, abgedeckt und mit Stroh ausgefüllt. Fertig ist die Miete.\nDas Stroh spielt eine wichtige Rolle: Es isoliert, hält die Feuchtigkeit stabil und sorgt dafür, dass die eingelagerte Ernte weich gebettet liegt. Man könnte fast meinen, die Karotten bekommen ein Wellness-Arrangement, während draußen der Frost klirrt. Was ich jetzt schon eindrucksvoll fand: bereits Minuten nach dem Schließen des Deckels stieg die Luftfeuchtigkeit in der Miete auf 99% - so wie es überall beschrieben stand. In den nächsten Wochen muss ich den Deckel noch etwas optimieren, denn so richtig isoliert ist er noch nicht.\nNach ein paar Tagen der Fertigstellung hatte ich dann auch schon den ersten Gast: Eine Kröte, die sich sofort in der trockenen, geschützten Ecke unter der Plane gemütlich gemacht hat. Offenbar ist die Miete nicht nur fürs Gemüse, sondern auch für spontane Untermieter interessant.\nDie Bauweise ist denkbar einfach, aber sie hat große Wirkung: Statt das Gemüse im Hauskeller mühsam zu lagern oder Kühlschränke zu blockieren, liegt es hier draußen, geschützt und klimatisch optimal. Und wenn der Winter kommt, muss ich nur die Abdeckung lüften, etwas Stroh beiseite räumen – und kann wie im eigenen Supermarktregal zugreifen. Nur eben nachhaltiger und mit deutlich mehr Erdgeruch.\n","tags":["Garten"],"section":"posts"},{"date":"1757808000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/garten-im-spaetsommer/","title":"Der Garten im Spätsommer","summary":"Komm, ich nehme dich mit auf einen kleinen Rundgang durch unseren Garten im Spätsommer.","content":"Spätsommer in Norddeutschland – das bedeutet in diesem Jahr eine wilde Mischung aus Regenpausen, trockenen Tagen und plötzlich wieder feuchter Luft. Mal glüht die Sonne gnadenlos, mal meint man schon, der Herbst hätte sich eingeschlichen. Genau diese Launen des Wetters sieht man unserem Garten an.\nDie ersten Chilis leuchten knallrot zwischen den grünen Blättern hervor, als wollten sie beweisen, dass es auch ohne endlose Hitzewellen genug Schärfe gibt. Gleich daneben hängen noch die Freilandtomaten der Sorte \u0026ldquo;Philovita\u0026rdquo; – saftig, aromatisch und eigentlich ein Traum. Nur dass sie bei zwei Tagen Unachtsamkeit und praller Sonne plötzlich wie durchgefeierte Partygäste am Stock hingen: vertrocknet, aber immer noch mit Würde.\nDie Philovita halten dem Regen stand - der Trockenheit leider nicht Die dicken Fleischtomaten sind unsere Favoriten Überhaupt, dieser Sommer: zu nass, zu trocken, zu viel auf einmal. Am deutlichsten zeigt sich das bei den Zucchini. Sie hatten die Woche Urlaub von uns genutzt, um heimlich in die XXL-Liga aufzusteigen. Über fünf Kilo pro Exemplar – die Nachbarschaft winkt schon ab, weil keiner mehr weiß, wohin mit den grünen Keulen.\nZwischen all der Übertreibung gibt es aber auch einfach nur Schönheit. Die Hokkaido- und Butternusskürbisse reifen satt orange und beige heran, daneben leuchtet der Mangold so kräftig, dass man fast ein neues Farbmuster für Wohnzimmervorhänge daraus machen könnte. Viel später landete er aber ganz profan im Kochtopf – in unserem veganen Mango-Hack-Gericht, das den Spätsommer auf den Teller gezaubert hat.\nEin schönes Farbfeuer auch an grauen Tagen Etwas bedrohlich stehen dagegen die Kohlrabi im Beet. Kein Wunder, die Sorte trägt das Wort \u0026ldquo;Gigant\u0026rdquo; im Namen. Inzwischen sehen sie so aus, als könnten sie bald eigene Hausnummern beantragen.\nVersöhnlicher sind da die Feuerbohnen, die noch ein wenig reifen dürfen, bevor sie im Winter als deftige Eiweißquelle in die Küche wandern. Gleich daneben macht die Kapuzinerkresse schon jetzt den Salat bunter und würziger – ein kleiner Feuerwerkskörper für den Gaumen.\nUnd während das Gemüse wächst, blüht der Vorgarten wie von selbst. Unser Heckenprojekt hat sich zu einer Bühne für Wildblumen entwickelt: Jede Woche neue Farben, jede Tageszeit ein anderes Bild. Ein echtes Kaleidoskop, das mehr Dynamik zeigt, als man mit noch so viel Planung hinbekommen würde.\nunser biodiversestes Projekt 2025 eskaliert Auch die Obstbäume machen mit. Hochstamm, Halbstamm und Spalierapfel – alle drei haben in diesem Sommer fleißig getragen. Die Apfelernte ist so üppig, dass wir uns fast wie Veranstalter eines kleinen Familienfests im Obstkorb fühlen.\n15 kg von 2 1/2 Bäumen Und dann war da noch dieser kleine Überraschungsgast: ein Rotfußröhrling, der sich einfach so zwischen die frisch gesetzten Pflanzen im Vorgarten geschlichen hat. Keine Einladung, keine Ansage – aber offenbar gefällt es ihm hier so gut wie uns.\nDen lassen wir aber von den Insekten fressen So zeigt der Spätsommer seinen ganzen Charakter: üppig, widersprüchlich, ein bisschen chaotisch. Und genau das macht den Reiz aus. Manchmal muss man im Garten gar nicht viel tun – außer staunen, schmunzeln und ab und zu zur Gießkanne greifen.\n","tags":["Garten"],"section":"posts"},{"date":"1756512000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/hugo-post-editor-en/","title":"Hugo Post Editor: Faster, Cleaner, More Consistent Markdown — right in your Browser","summary":"A local, zero-server Hugo post editor with linting, i18n, and smart media shortcodes that keeps your Markdown consistent and your writing sharp.","content":"Hugo is fast. But writing consistent Markdown across many posts is… not always. Titles wander between Front Matter and # H1, shortcodes creep into code blocks, lines run 200+ characters, and someone always pastes a curly quote that breaks something downstream. I wanted a small, local, zero-setup editor that helps me (and guest authors) write better, shippable posts without touching a server.\nSo I built a Hugo Post Editor that runs entirely in your browser. It focuses on Markdown consistency, usability, and linting for quality—with a few smart features to smooth the rough edges of everyday blogging.\nCheck the Editor here\u0026hellip;\nThe core problem: Markdown consistency (solved) Hugo already pulls the title from Front Matter, so body-level # H1 is usually redundant. The editor surfaces that and other common gotchas:\nHeadings sanity: warns when you use multiple H1s or skip levels (e.g., H2 → H4). Readable lines: flags ultra-long lines so you can break for readability. Invisible traps: finds tabs, non-breaking spaces, trailing whitespace, curly quotes, and ellipses (→ suggests ...). Links \u0026amp; code fences: detects suspicious link syntax and unclosed ``` fences. Shortcodes where they belong: warns on raw shortcode patterns in prose and validates attributes for figure/video. Result: Posts export in a shape Hugo loves, and future-you won’t have to fix ghost bugs at 11 pm.\nUsability: calm UI, strong defaults Clean toolbar for the things you press daily: H1–H3, bold/italic, quotes, lists, links, rules, inline/code blocks, and one-tap figure/video. Sticky tools \u0026amp; keyboard shortcuts (e.g., ⌘/Ctrl + B, ⌘/Ctrl + K, ⌘/Ctrl + Alt + 1..3). Mobile-ready: on small screens, settings slide in as an off-canvas dialog. Draft \u0026amp; TOC toggles: quick Front Matter switches without hand-editing YAML. Categories \u0026amp; tags: presets with chip UI; add your own in a click. Autosave: state is kept in localStorage; close the tab and nothing is lost. Dark/Light mode: one tap; respects system preference. Everything is optimized for the “type → glance at hints → fix → export” loop.\nLinting that improves writing quality Beyond syntax, the linter nudges better content:\nFront Matter quality: checks title length, date presence/format, category/tags set, description length (≈ ≤ 160 recommended), slug validity, and cover alt text (for accessibility \u0026amp; SEO). Body clarity: pushes for consistent punctuation, quotes, and readable sections. Hugo conventions: reminds you that H1 belongs in Front Matter, not the body. You’ll see badges for Errors/Warnings/Infos and a live list of actionable hints with line numbers. Fix as you type.\nSmart media: write filenames, get shortcodes Drop your assets into the post bundle’s images/ folder and simply put a filename on its own line:\nmy-photo.webp\nclip.mp4\nOn export, the editor converts those lines into proper Hugo shortcodes:\nImages → \u0026lt; figure src=\u0026quot;images/my-photo.webp\u0026quot; alt=\u0026quot;\u0026quot; caption=\u0026quot;\u0026quot; \u0026gt; Videos → \u0026lt; video src=\u0026quot;images/clip\u0026quot; preload=\u0026quot;auto\u0026quot; \u0026gt; (the preload value is configurable) It also escapes shortcodes inside code so fenced blocks stay literal and never break rendering.\nFeatures at a glance Runs 100% locally in your browser — no server, no uploads. Internationalization (de/en) for UI and hints. One-click export to a production-ready index.md with Front Matter: title, date, slug, description categories, tags cover.image, cover.alt, cover.relative draft, ShowToc Live linting for both Front Matter and Markdown body. Keyboard-first workflow with thoughtful shortcuts. Shortcode validation (figure, video) and safe escaping in code. Autosave \u0026amp; restore via localStorage. Tech stack (intentionally simple) HTML + Vanilla JavaScript — no frameworks, minimal surface area. Tailwind CSS (CDN for prototyping; bundle Tailwind for production). LocalStorage for state, Blob downloads for index.md export. Lightweight i18n via a plain object (DE/EN strings + runtime swapping). Zero external services; everything happens in the page. This keeps it portable, easy to audit, and fast enough to feel instant.\nCheck the readme.html for technical documentation here\u0026hellip;\nWho it’s for Beginners get a forgiving editor that explains what’s wrong—and why—without ever touching a terminal. Power users get speed: shortcuts, linting, and export that match Hugo conventions and CI rules. Workflow Fill in meta (title, date, description, category, tags, cover). Write content, use the toolbar/shortcuts, and watch hints update live. Add media by typing filenames on their own lines. Toggle Draft/TOC, set video preload defaults if needed. Export → index.md and drop it into your post bundle. Done. Limitations \u0026amp; next ideas The editor can’t validate whether images/… actually exists (it can’t see your disk). The linter is opinionated (by design) about H1 and punctuation. Roadmap: custom lint rules, front-matter templates per section, and optional CI-style JSON export of issues. Conclusion If you want consistent Markdown, fewer release-time surprises, and a calmer writing flow for Hugo, this editor does the boring parts for you—locally, fast, and with helpful guardrails.\nHappy writing ✍️\n","tags":["Hugo","Papermod"],"section":"posts"},{"date":"1755302400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/zucchini-eskalation/","title":"Zucchini überall! Das ultimative Posting für alle, die im Sommer zu viel ernten","summary":"Wenn der Garten mehr Zucchini produziert, als Nachbarn und Kühlschrank vertragen – das ultimative Posting.","content":"Es gibt in Gartenforen diesen alten Witz, der ungefähr so geht:\n„Im Juli schließt man sein Auto nicht wegen Diebe ab – sondern, damit einem niemand heimlich Zucchini auf den Rücksitz legt.“\nUnd auch wenn der Spruch vermutlich irgendwo zwischen Bauernregel und Nachbarschaftshumor erfunden wurde: Er trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Denn wer einmal eine Zucchini-Pflanze im Beet hatte, weiß: Es reicht. Eine. Pflanze. Und trotzdem pflanzen wir jedes Jahr drei, sicherheitshalber, nachdem uns Schnecken mal unsere einzige Pflanze geklitt haben. Ergebnis: Ertrag wie aus einer Gemüsefabrik.\nUnd dann geht’s los: Erst isst man Zucchini mit Begeisterung. Dann gibt’s Zucchini gegrillt, gebraten, gebacken. Dann Zucchini im Kuchen (ja, geht wirklich). Und irgendwann ertappt man sich dabei, wie man sich nachts anschleicht, um den überdimensionierten „Knüppel“ heimlich in die Biotonne zu stopfen – in der Hoffnung, niemand merkt’s (Nope, Lebensmittel werden nie verschwendet!).\nDie Nachbarn? Anfangs noch höflich: „Oh, wie nett, danke für die Zucchini!“\nIm August dann mit glasigem Blick: „Nein, wirklich, wir haben selber genug.“\nUnd spätestens wenn das dritte Mal eine Plastiktüte voll Gemüse unbeachtet vor der Haustür steht, weiß man: Zucchini sind das Währungssystem der Hobbygärtner – und keiner will sie mehr.\nBaseballschläger oder gesundes Gemüse? Ein bisschen Pflanzenkunde Bevor ich hier voll ins Rezeptfeuerwerk gehe, ein kurzer Hintergrund für alle, die nur essen, aber nie selbst geackert haben: Die Zucchini ist botanisch eine Kürbisart (Cucurbita pepo) und stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Über Italien kam sie nach Europa, wo ihr Name sich vom italienischen zucca („Kürbis“) ableitet. „Zucchina“ heißt eigentlich „kleiner Kürbis“ – und trotzdem entwickeln die Pflanzen gerne Früchte, die so groß sind wie ein Baseballschläger, wenn man nur einen Tag zu spät erntet.\nHistorisch gesehen war die Zucchini also nie als Dauerbeschäftigung für den Kühlschrank gedacht. Sie war ein pfiffiges Gemüse für schnelle, kleine Mahlzeiten. Dass wir heute ganze Dörfer damit versorgen könnten, liegt an der botanischen Superkraft dieser Pflanze: Sie produziert schneller, als wir grillen können.\nDer ganz normale Zucchini-Wahnsinn im Beet Dieses Jahr ist es mir wieder passiert. Ich dachte: „Ach, so viele werden’s schon nicht.“ Zack – binnen drei Wochen stapeln sich grüne Stangen in der Küche wie Brennholz für den Winter. Doch jetzt wird der Spiß umgedreht: wir eskalieren unsere Küchenskills und haben angefangen, kreativ zu werden.\nZucchini-Pfannkuchen? Läuft. Zucchini-Salat: Yummy. Zucchini eingekocht? Geht los. Meine Nachbarn sind irritiert, haben sie bemerkt, dass ich nun verdächtig selten mit einer Tüte über den Zaun winke.\nDas Zucchini-Rezeptfeuerwerk Und jetzt kommen wir zu dem, weswegen du eigentlich hier bist: Rezepte. Denn wenn wir Gärtner:innen eins können, dann ist es Improvisation. Aus einem einzigen Gemüse plötzlich zehn verschiedene Gerichte basteln – das ist unser Überlebensmodus im Juli und August.\n👉 Hier folgen Schritt für Schritt die Rezepte, die wir nachgekocht haben.\nZucchini-Salat Mit einem Sparschäler dünne Streifen runterhobeln. Ölivenöl, Weißweinessig dazu. Feta, Sesam und Chili drüber. Frischer geht´s nicht. Fertig.\nroher Zucchini-Salat Zucchini-Bandnudeln Einfacher geht´s nicht: Zucchini mit dem Spar-Schäler in dünne Streifen hobeln, in Öl \u0026amp; Knoblauch etwas anbraten. Gekochte Bandnudeln dazu in die Pfanne. Alles mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken - fertig. 15 Minuten Arbeit.\nZucchini-Bandnudeln Zucchini eingekocht Natürlich. Sow wie saure Gurken - nur saure Zucchini. Solide eingekocht und damit für den Winter haltbar gemacht.\nEinwecken\u0026hellip; Muffins Gekocht, aber das Bild vergessen: Zucchin-Flatbread. Das machen wir aber nochmal und dann zeige ich dir, wie das aussieht.\nIn diesem Herbst werden auch extra lange gereifte Zucchini bei uns in den neuen Erdkeller in die Einlagerung kommen. Also wie Kürbisse. Wir wollen mal sehen, ob wir die Saison strecken können.\nZucchini-Weisheiten unserer Gartenfreunde Weil ich nicht allein bin in diesem Kampf gegen das grüne Überangebot, habe ich andere Gartenmenschen gefragt: „Was macht ihr mit all dem Gemüse?“ Herausgekommen ist ein wunderbares Sammelsurium, das so bunt ist wie unsere Beete.\n👉 Mein Zucchini-Thread auf Threads\nFazit: Ein Posting, das nie endet Vielleicht ist das hier wirklich das ultimative Zucchini-Posting – nicht, weil ich alle Rezepte der Welt habe (noch nicht), sondern weil wir es jedes Jahr erweitern. So wie die Pflanzen selbst immer weiter wuchern, wächst auch dieser Beitrag. Ein bisschen wie ein digitales Beet, das niemals stillsteht.\nAlso: Lasst uns gemeinsam lachen, kochen und Zucchini verarbeiten. Und wenn ihr nächstes Jahr im Juli plötzlich einen vollen Kofferraum habt – keine Sorge. Ihr seid nicht allein.\n","tags":["Garten"],"section":"posts"},{"date":"1755216000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/aarhus-hafenbad/","title":"Aarhus Hafenbad: Was Dänemark richtig macht – und Hamburg vergessen hat","summary":"Ein Besuch am Hafen von Aarhus zeigt, wie menschenzentrierte Stadtplanung funktioniert – und warum Hamburgs Elbufer das Gegenteil ist.","content":"Es gibt Momente auf Reisen, da schaut man nicht nur, sondern vergleicht. Und manchmal tut dieser Vergleich weh. Aarhus, zweitgrößte Stadt Dänemarks, hat mir so einen Moment beschert – direkt am Hafen, zwischen salziger Brise, Holzdecks und Menschen, die den öffentlichen Raum sichtbar leben.\nDas Hafenbad – Architektur, Technik und Lebensqualität Ein paar Schritte vom Zentrum entfernt öffnet sich am Wasser das Havnebadet Aarhus. Entworfen vom renommierten Architekturbüro Bjarke Ingels Group (BIG) und 2018 eröffnet, ist es mehr als ein Schwimmbad. Es ist ein Versprechen, dass öffentlicher Raum nicht nur funktional, sondern auch schön und zugänglich sein darf.\nDie Anlage schwimmt – wortwörtlich. Unter dem weitläufigen Holzdeck liegt ein technisch ausgeklügeltes System zur Wasseraufbereitung. Ein 2000 m² großer Bio-Filter reinigt das Hafenwasser mithilfe von Mikroorganismen, gesteuerten Zu- und Abläufen sowie Phosphorabscheidung. Das Ergebnis: Badewasserqualität ohne chemische Zusätze.\nDas Angebot:\n50-Meter-Becken für sportliches Schwimmen Tauchbecken für den schnellen Frischekick Kinderbecken mit seichtem Wasser Zwei öffentliche Saunen für den Winterbetrieb Umkleiden, Duschen, Trinkwasserstationen – alles barrierefrei Strandbad am Hafen von Aarhus – schwimmend, offen, einladend Urbaner Strand und Wassersportzone Ein paar Meter weiter liegt ein künstlich angelegter Sandstrand. Kinder buddeln, Erwachsene sitzen mit Kaffee in der Hand auf den hölzernen Stufen zum Wasser. Keine Zäune, keine Eintrittsschleusen – einfach hingehen, einfach sein.\nDaneben die Wassersportzone: SUPs, Kajaks, kleine Segelboote. Alles eingerahmt von kleinen Cafés, Streetfood-Ständen und lokalen Shops. Hier ist nichts hochglanzpoliert im Sinne eines Investoren-Renderings. Es wirkt wie gewachsen – und genau das macht es so angenehm.\nKünstlicher Sandstrand mit Blick auf die Hafenkante Menschenzentrierte Planung in Reinform Aarhus zeigt hier, wie User Centricity im städtischen Raum aussehen kann. Es ist nicht nur ein „Ort“, es ist ein System von Orten: Freizeit, Sport, Gastronomie, Begegnung – alles nahtlos verbunden. Man kann von der Sauna direkt zum Espresso, vom SUP ins Meer und anschließend barfuß durch den Sand zurück in die Stadt.\nTechnik, Design und Aufenthaltsqualität greifen ineinander. Die Stadtplanung orientiert sich am Menschen, nicht am maximalen Quadratmeterpreis.\nBlick auf den Hafen – Freizeit und Wohnen in direkter Nachbarschaft Hamburg um die Jahrtausendwende – und heute Als Hamburger erinnere ich mich gut an die späten 1990er und frühen 2000er. Die Elbe war damals gesäumt von Beach-Clubs, die das Wasser für viele erst erlebbar machten:\nHamburger City Beach Club am Fischmarkt Hamburg del Mar an den Landungsbrücken StrandPauli (als einer der wenigen heute noch existent) Bali Beach Club und kleinere temporäre Locations zwischen Övelgönne und Altona Pop-up-Strände mit Sand, Liegestühlen und freiem Blick auf Schiffe Es waren Orte, an denen man nach Feierabend den Sand unter den Füßen spüren konnte, ohne Urlaub zu nehmen. Heute? Die meisten sind verschwunden. Ersetzt durch Betonpaläste, Bürokomplexe und zugepflasterte Promenaden. Das Elbufer ist investorenfreundlich – aber nicht unbedingt bürgerfreundlich.\nWohnbebauung am Hafen von Aarhus – mit öffentlichen Freiräumen davor Der bittere Unterschied In Aarhus ist die Wasserkante öffentlich, erlebbar und kostenfrei. In Hamburg dagegen hat man oft das Gefühl, Gast auf einer Hochglanzmesse zu sein, für die man kein Ticket hat. Der Zugang zum Wasser ist formal möglich, aber emotional versperrt. Es fehlen Orte, an denen man einfach bleiben kann.\nDas Paradoxe: Hamburg rühmt sich, „Tor zur Welt“ zu sein – aber im Alltag wirkt die Stadt eher wie ein umzäunter Vorhafen für Investoreninteressen. Dänemark hingegen baut Zugbrücken zu seinen Bürger:innen.\nWas Hamburg von Aarhus hätte lernen können Freiräume nicht als Restflächen behandeln\nIn Aarhus sind Freiräume zentraler Bestandteil der Planung, nicht das Abfallprodukt nach der Investorenkalkulation.\nTechnik im Dienst der Öffentlichkeit\nDas Hafenbad ist High-Tech – aber nicht als Prestigeobjekt, sondern als funktionierende, niedrigschwellige Infrastruktur.\nErreichbarkeit und Einfachheit\nKein Eintritt, keine Sperrzäune, keine Hürde außer „Komm vorbei“.\nNutzungsmischung\nWohnen, Sport, Gastronomie und Kultur in fußläufiger Nachbarschaft. Keine sterile Mononutzung.\nFazit Aarhus hat mir gezeigt, wie eine Stadt am Wasser aussehen kann, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht. Es ist ein Modell, das technisch anspruchsvoll, architektonisch hochwertig und gleichzeitig alltagsnah ist. Hamburg könnte es sich leisten – finanziell und planerisch. Es müsste nur wollen.\nVielleicht wird es Zeit, dass wir uns als Hafenstadt wieder am Wasser orientieren – nicht am Investorenprospekt.\n","tags":["Dänemark","Aarhus","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1754784000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/hugo-post-editor/","title":"Auf Hugo bloggen ohne Syntax-Stress – ich habe mir einen Hugo-Post-Editor gebaut","summary":"Hugo ist schnell, schlank und frei von CMS-Ballast – aber genau das bringt auch Herausforderungen mit sich.","content":"Es gibt viele Gründe, warum ich Hugo liebe: keine Datenbank, keine Sicherheitslücken, keine aufgeblähte Admin-Oberfläche. Stattdessen habe ich pfeilschnelle Ladezeiten, volle Kontrolle über mein Layout und Markdown-Dateien, die ich im Editor meiner Wahl schreibe.\nAber – und das weiß jede:r, der schon länger mit Hugo arbeitet – der Verzicht auf ein CMS bedeutet auch: Du bist selbst für Konsistenz zuständig. Kategorien, Tags, Front Matter, Shortcodes … all das will sauber gepflegt werden. Und wer schon einmal im Nachhinein Dutzende Beiträge harmonisieren musste, weiß: Das ist kein Spaß.\nMein Problem mit der Syntax-Disziplin In WordPress klickst du dich einfach durch die Maske, wählst Kategorien aus, setzt ein paar Schlagwörter und speicherst. In Hugo gibt es kein „Pflichtfeld“ – wenn du categories mal als Liste schreibst, mal als Inline-Array, merkt es niemand.\nDas Ergebnis: ein bunter Zoo aus Schreibweisen, uneinheitlichen Tags und mal funktionierenden, mal fehlerhaften Shortcodes.\nDie Lösung Ich habe mir mit ChatGPT5 einen Mini-Editor als Ein-Datei-App gebaut: Doppelklick, läuft lokal im Browser. Schreiben wie in WordPress, veröffentlichen wie in Hugo.\nMein Editor in 60 Sekunden Single-File-App: reines HTML + Vanilla JS + TailwindCDN. Keine Installation, kein Build, keine Abhängigkeiten. Toolbar \u0026amp; Shortcuts: Bold, Italic, Headings, Listen, Zitat, Code, Link, HR – plus Figure- und Video-Shortcode auf Knopfdruck. Kategorien \u0026amp; Tags als Chips: Auswahl aus Presets, Duplikate werden vermieden. Inline-Dateinamen → Shortcodes: Eine Zeile nur mit foto.webp oder clip.mp4? Wird beim Export automatisch ins figure-Markdown erweitert. Magic! Front-Matter-Generator: Titel, Datum, Slug, Description, Cover – alles sauber formatiert. Export: Ein Klick → index.md wird lokal gespeichert Nichts verlässt den Rechner: Auto-Save in localStorage, sonst offline So sieht der Post-Editor aus: One Pahge - One Love WYSIWYG-Feeling ohne Ballast Oben sitzt eine kompakte Toolbar (mit zugänglichen Tooltips/ARIA), darunter ein großer Textbereich.\nDie Buttons machen genau das, was man erwartet – Undo-freundlich und positionsgenau:\nÜberschriften (H1–H3): setzt oder ersetzt führende # am aktuellen Zeilenanfang Fett/Kursiv: markierte Auswahl wird mit **…** bzw. _…_ eingerahmt Zitat \u0026amp; Trennlinie: \u0026gt; als Zeilenpräfix bzw. --- einfügen Listen: ungeordnet (- ) und nummeriert (1. 2. 3.), vorhandene Nummern werden sauber neu berechnet Links: kommen direkt aus der Toolbar Code: inline … oder als Block (drei Backticks) Medien-Shortcodes: kommen direkt aus der Toolbar Keyboard-Shortcuts: Von Strg/⌘+B (Fett) bis Alt+Umschalt+V (Video) ist alles drin – auch Headings mit Strg/⌘+Alt+1/2/3 Weil ich ein kleiner Nerd bin, was doppelte Leerzeichen und Leerzeichen an Satzenden angeht, habe ich einen Live-Checker eingebunden, der mich darauf hinweis, an welchen Stellen sich Leerzeichen oder zu viele Zeichen reingeschumelt haben. Der Warnsystem im Editor prüft: Fehlt cover.image? Fehlen Alt-Texte? Ist description länger als 160 Zeichen? Der Markdown-Lintingzeigt doppelte Leerzeilen, falsche Überschriftenhierarchien und zu lange Zeilen an.\nDem entgeht nichts Unter der Haube sorgt die Editor-Logik mit setRangeText() (Fallback auf execCommand) für sauberes Einfügen und korrektes Auswählen – sprich: Undo/Redo bleibt nativ und stabil.\nKategorien \u0026amp; Tags: konsistent by design Oben wählst du eine Kategorie (mit „Neue“ erweiterbar), unten baust du Tags als Chips.\nKein Duplikat, kein Trim-Chaos. Beim Export werden beide Taxonomien als Inline-Arrays geschrieben – z.B.:\ncategories: [\u0026quot;Technik\u0026quot;] tags: [\u0026quot;Hugo\u0026quot;, \u0026quot;Markdown\u0026quot;, \u0026quot;Produktivität\u0026quot;] Shortcode-Magie aus dem Fließtext Mein Lieblingsfeature: Inline-Dateinamen im Text werden automatisch erkannt und beim Export in Shortcodes verwandelt:\nHeißt: Du legst Medien in images/ und notierst beim Schreiben nur meinbild.webp.\nDer Konverter erledigt den Rest (convertInlineMedia() prüft Endungen, extrahiert Basenames und setzt das global eingestellte preload).\nFront Matter: einmal klicken, alles sitzt Der Export-Button baut dir ein perfektes Front Matter zusammen:\ntitle, date (ISO, via Datepicker/„Heute“), slug (automatisch aus Titel oder manuell), description categories + tags als Inline-Arrays cover.image mit images/\u0026lt;datei\u0026gt;, cover.alt, cover.relative: true Flags wie draft: true und ShowToc: true Sonderfälle fängt der Generator ab:\nYAML-Escape von Anführungszeichen und Backslashes (yamlEscape()) Sauberer Slug via toSlug() (Diakritika entfernt, nur [a-z0-9-], Trim von Bindestrichen) Qualität, die man spürt: Auto-Save \u0026amp; Restore Nichts ist schlimmer als verlorener Text. Der Editor speichert alles automatisch (inkl. Dark-Mode-Wahl) in localStorage unter mk_hugo_editor_state_v1 und stellt beim Öffnen den gesamten Zustand wieder her – Undo-freundlich und ohne dich zu nerven.\nTechnik für Neugierige 🛠️ Stack: Tailwind via CDN, Dark-Mode per class + prefers-color-scheme, State im localStorage Dark-Toggle: speichert mk_theme und respektiert das OS-Theme Toolbar-Engine: wrapSelection(prefix, suffix) für Inline-Formatierungen toggleLinePrefix(prefix) für Zitate/UL makeOrderedList() nummeriert neu und entfernt alte Präfixe applyHeading(level) setzt Hashes zeilensicher insertLink() positioniert Cursor direkt in die URL Medien-Konverter: convertInlineMedia(text, videoPreload) arbeitet zeilenbasiert mit Regex-Filtern, akzeptiert auch ./images/… oder images/… Export: per Blob + URL.createObjectURL → index.md Barrierefreiheit: Fokus-Styles (:focus-visible), klare Button-Kontraste, Toolbar mit role=\u0026quot;toolbar\u0026quot; und Gruppierungen Roadmap (Ideen, Feedback welcome) 🧭 Live-Preview mit Sanitizing Konfigurierbare Shortcode-Maps (eigene Shortcodes) Optional: Zielordner-Auswahl content/post/YYYY/slug/ beim Export Dein Turn 🔧 Et voila: hier findest du meinen Hugo Post-Editor. Lass mich bitte wissen, wie du ihn findest, was dir fehlt, ob ich etwas optimieren soll. Sharing is Caring! \u0026lt;3\n","tags":["hugo","papermod"],"section":"posts"},{"date":"1751846400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/kritzeleien-animieren/","title":"Schweinevogel oder Vogelschwein? KI macht Kritzeleien zu Fotos","summary":"Igel? Elefant? Ameisenbär? Fuchs? Die KI hat meine Kritzeleien zum Leben erweckt.","content":"„Malst du mir etwas?” Zack, hat er Zettel und zwei Stifte in der Hand. Und zwei große Kinderaugen, die mich ansehen. Eltern wissen, wovon ich rede. Und so habe ich heute wieder einmal meine künstlerische Seite ausgepackt und etwas gekritzelt. Weil uns Ralf neulich in der „Sendung mit der Maus” das Thema „KI – Künstliche Intelligenz” vorstellte, kam mir die Idee, die KI mal zu bitten, aus meiner Kritzelei etwas Realistisches zu erzeugen. Und so blickten plötzlich vier große Augen auf den Bildschirm und hatten angesichts der Ergebnisse eine gute Zeit. Abends habe ich aus dem Bild noch eine Animation gemacht.\nWas fehlt? Ein 3D-Rendering mit Übergabe an einen 3D-Drucker oder eine Kuscheltierfabrik. Ich finde, die beiden Skizzen haben Verkaufspotenzial, oder?\n1 Minute: 2 Tiere ChatGPT angeworfen und dem Ding einfach mal Tür und Tor geöffnet: Ich habe dir eine einfache Handskizze von einem Fabeltier hochgeladen. Bitte erstelle darauf ein realistisches Foto.\nMit Runway habe ich dem Tierchen dan noch etwas Leben eingehaucht und ein Video generieren lassen. Und falls du jetzt sagst \u0026ldquo;Der schwebt ja!\u0026rdquo;. Ja, tut er. Mein Ameisenbärigel kann das nämlich. 😆\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Und wenn es um Prompt-Qualität geht, dann kann ich sehr minimalistisch unterwegs sein. Und hier noch eins. Das Ergebnis: Schweinevogel oder Vogelschwein?\nFazit Wer selbst Kinder hat, weiß: Die schönsten Erinnerungen entstehen oft aus spontanen, gemeinsamen Ideen. Genau das kann man wunderbar mit Künstlicher Intelligenz verbinden – und das geht viel einfacher, als viele denken. Hier ein paar Inspirationen, wie Eltern mit ihren Kindern KI entdecken und dabei jede Menge Spaß haben können:\nGemeinsam Skizzieren \u0026amp; Staunen: Lasst eure Kinder wilde Fantasietiere oder eigene Comics zeichnen und gebt die Skizzen gemeinsam in eine KI-Bildgenerator-App ein. Das Staunen über die KI-Ergebnisse ist garantiert! Eigene Geschichten illustrieren: Denkt euch zusammen eine kleine Geschichte aus und lasst passende Bilder von der KI malen – so wird aus der Gute-Nacht-Geschichte ein kleines, digitales Bilderbuch. Sprach-KI als kreativer Sparringspartner: Einfach mal einen Text, ein Gedicht oder eine verrückte Frage an ChatGPT stellen – und gemeinsam über die überraschenden Antworten lachen oder nachdenken. Erinnerungen als Kunstwerke festhalten: Lieblingsbilder der Kinder können per KI in verschiedene Stile verwandelt werden – als Comic, als Gemälde oder im 3D-Look. Perfekt, um daraus kleine Geschenke, Aufkleber oder sogar ein Stofftier zu machen! Alte Zeichnungen „aufleben lassen“: Holt vergessene Kinderzeichnungen aus der Schublade und lasst sie von der KI neu interpretieren. Das ist nicht nur lustig, sondern bringt auch längst vergessene Erinnerungen zurück ins Jetzt. Am Ende zählt, dass Eltern und Kinder zusammen Neues entdecken, gemeinsam lachen, staunen und kleine digitale Kunstwerke schaffen – Erinnerungen, die bleiben.\n","tags":["KI"],"section":"posts"},{"date":"1751673600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/altonale-2025/","title":"Auf der altonale 2025","summary":"Das Hamburger Kammerballett auf dem Altonaer Balkon\nIm Rahmen der tanz altonale wurde der Altonaer Balkon zur Bühne: Das Hamburger Kammerballett präsentierte einen atmosphärisch dichten Querschnitt seiner bisherigen Arbeiten – eine fein abgestimmte Mischung aus klassischem und zeitgenössischem Tanz. Gegründet als künstlerische Antwort auf den Krieg in der Ukraine, vereint das Ensemble ausdrucksstarke Tänzer:innen unterschiedlichster Herkunft und beweist, wie bewegend und gesellschaftlich relevant Tanz sein kann.\nTanzperformance auf dem Altonaer Balkon ","content":"Das Hamburger Kammerballett auf dem Altonaer Balkon\nIm Rahmen der tanz altonale wurde der Altonaer Balkon zur Bühne: Das Hamburger Kammerballett präsentierte einen atmosphärisch dichten Querschnitt seiner bisherigen Arbeiten – eine fein abgestimmte Mischung aus klassischem und zeitgenössischem Tanz. Gegründet als künstlerische Antwort auf den Krieg in der Ukraine, vereint das Ensemble ausdrucksstarke Tänzer:innen unterschiedlichster Herkunft und beweist, wie bewegend und gesellschaftlich relevant Tanz sein kann.\nTanzperformance auf dem Altonaer Balkon ","tags":["Hamburg","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1751068800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/taubenschwaenzchen/","title":"Kolibri im Garten? Besuch vom faszinierenden Taubenschwänzchen","summary":"Ein Taubenschwänzchen schwirrt wie ein Mini-Kolibri elegant durch unseren Garten – ein seltener Gast mit besonderem Charme.","content":"Gestern bekamen wir Besuch von einem beeindruckenden Flieger, der unseren Garten kurzerhand in eine exotische Kulisse verwandelte: das Taubenschwänzchen.\nManchmal staunt man nicht schlecht, wer sich plötzlich in unserem Garten blicken lässt. Gestern hatten wir das Vergnügen, ein Taubenschwänzchen beobachten zu können. Auf den ersten Blick wirkt dieses faszinierende Wesen wie ein Kolibri: blitzschnell, mit rasant schwirrenden Flügeln und einem Saugrüssel, der geschickt von Blüte zu Blüte wandert. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nicht um einen Vogel, sondern um einen Schmetterling!\nDas Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) gehört zur Familie der Schwärmer und ist besonders wegen seiner beeindruckenden Flugkünste bekannt. Mit etwa 70 bis 90 Flügelschlägen pro Sekunde kann es in der Luft auf der Stelle stehen und sogar rückwärts fliegen – ein echtes Kunststück in der Insektenwelt. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, werden diese Schmetterlinge auch in unseren Breiten immer häufiger gesehen, vermutlich ein Zeichen des Klimawandels.\nBeeindruckend ist auch das Zugverhalten des Taubenschwänzchens: Jedes Jahr legen diese kleinen Tiere erstaunliche Strecken zurück, teilweise 3000 Kilometer oder mehr, um in wärmere Gefilde zu ziehen und im Frühjahr wieder zurückzukehren.\nIch konnte das seltene Schauspiel glücklicherweise auf Video festhalten – hier kannst du dich selbst überzeugen, wie atemberaubend das kleine Flugwunder in Aktion aussieht:\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Besonders faszinierend finde ich, dass das Taubenschwänzchen dank seines extrem langen Saugrüssels Blüten erreichen kann, die anderen Insekten verschlossen bleiben. Diese Besonderheit ermöglicht es dem Tier, Nischen zu erschließen und zugleich spezielle Pflanzenarten effektiv zu bestäuben. Dabei bevorzugen Taubenschwänzchen besonders natürliche, heimische Pflanzen wie Echtes Geißblatt (Lonicera periclymenum), Wiesensalbei (Salvia pratensis), Wilder Dost (Origanum vulgare) oder Rotklee (Trifolium pratense), deren nektarreiche, röhrenförmige Blüten ideal für ihren langen Saugrüssel sind.\nSolltest du also ein Taubenschwänzchen in deinem Garten entdecken, dann hast du in Sachen Pflanzenwahl bestimmt etwas richtig gemacht und kann den Moment genießen! Es ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein wertvoller Helfer in Sachen Bestäubung und Artenvielfalt.\n","tags":["Garten","Insekten"],"section":"posts"},{"date":"1749945600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/neuanstrich-gartenlaube/","title":"Aus alt mach neu: Unsere Gartenlaube im frischen Schweden-Look","summary":"Renovierung einer alten Gartenlaube: Tipps zum Entfernen hartnäckiger Altfarbe, Reinigung mit Leinölseife und frischer Anstrich mit Schwedenfarbe. So gelingt der skandinavische Look auch bei schwierigen Holzoberflächen!","content":"Unsere alte Gartenlaube hat schon viele Jahre auf dem Buckel – und das sieht man ihr auch an. Die damaligen Erbauer haben es mit dem Anstrich offenbar etwas zu gut gemeint: Die Farbschicht war dick aufgetragen, hat aber erstaunlich lange gehalten. An den besonders wettergeplagten Stellen, vor allem dort, wo viel Feuchtigkeit ankommt, platzte sie jetzt jedoch großflächig ab.\nGartenhaus im alten Schwedenrot – vor dem Neuanstrich. Das große Problem: Die alte Farbe ließ sich kaum entfernen. Weder Beize noch Heißluftpistole brachten auch nur annähernd das gewünschte Ergebnis. Letztlich half nur der Winkelschleifer mit Schleifaufsatz, um die lose Farbe abzutragen – eine echte Knochenarbeit, vor allem bei den gewölbten Latten, an denen man nicht einfach flächig schleifen kann.\nUnser Vorgehen Schritt für Schritt Lose Farbe entfernen:\nMit dem Winkelschleifer und viel Geduld alles abtragen, was nicht mehr hält.\nGründlich reinigen:\nDie gesamte Hütte mit Leinölseife kräftig abgewaschen, damit Schmutz, Staub und alte Farbreste verschwinden.\nTrocknen lassen:\nVor dem Neuanstrich das Holz gut austrocknen lassen.\nNeuer Anstrich:\nWir haben uns für die hoch pigmentierte Moose Färg Schwedenfarbe entschieden. Zwei Anstriche, und die Laube sieht aus wie frisch gebaut!\nDetails nicht vergessen:\nDas Fenster bekam einen skandinavischen Rahmen, wie es typisch im Norden ist, und die handgeschmiedeten Türscharniere wurden liebevoll restauriert.\nDas Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen – unsere Laube strahlt jetzt im neuen Schweden-Look und ist bestens für die nächsten Jahre gerüstet.\nTipp:\nBeim Entfernen alter, dicker Farbschichten an Holz unbedingt Geduld mitbringen – maschinelle Hilfe spart viel Zeit, aber auch hier ist Handarbeit gefragt, besonders an runden oder schwer zugänglichen Stellen. Die Investition in hochwertige Farbe lohnt sich – so bleibt der Anstrich auch langfristig schön.\nDetailaufnahme vom neuen Anstrich des Gartenhauses. Gartenhaus mit neuem Anstrich – Gesamtansicht. ","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1749945600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/erdbeerernte-2025/","title":"Erdbeerzeit: Selbstpflücken, Marmeladentricks und ein grünes Extra","summary":"Erdbeerzeit: Wir berichten vom Selbstpflücken der Sorte Romba, geben Tipps zum Marmeladekochen mit Zitronensaft und verraten, wie Sternmoos als heimische Wildpflanze überraschend ins Beet kam.","content":"Alle Jahre wieder zieht es uns pünktlich zur Erdbeersaison aufs Selbstpflückfeld in der Region. Die Sorte „Romba“ war dieses Jahr Anfang Juni reif – und wie immer ist das frische Ernteerlebnis ein Highlight für die ganze Familie.\nPreis-Check: Das Kilo selbstgepflückter Erdbeeren lag in diesem Jahr bei 6,50 Euro. Zum Vergleich: In den letzten Jahren lag der Preis im Durchschnitt laut Statistischem Bundesamt eher bei 5,50 bis 6,00 Euro pro Kilo. Die Preiserhöhung ist also deutlich spürbar, aber frischer und aromatischer als direkt vom Feld geht es einfach nicht.\nErdbeerernte direkt auf dem Selbstpflückfeld. Unsere Erdbeer-Ausbeute: Beim ersten Besuch kamen direkt 8 Kilo in den Korb, beim zweiten Mal noch mal 4 Kilo. Was daraus wurde? Frische Erdbeertorte, Erdbeeren pur und – wie jedes Jahr – ein großer Vorrat an Erdbeermarmelade. Aus insgesamt 6 Kilo haben wir Marmelade eingekocht. Unser Rezept: 2:1 Gelierzucker und exakt 8 Minuten Kochzeit, damit die Gelierprobe auch wirklich klappt.\nTipp:\nJe weniger Fruchtsäure die Erdbeeren haben, desto schwerer geliert die Marmelade. Wir geben deshalb auf 2 Kilo Erdbeeren immer den Saft einer Bio-Zitrone dazu – das sorgt für ein besseres Ergebnis und eine angenehme Frische.\nHausgemachte Erdbeertorte – frisch belegt und sommerlich. Neues ausprobiert: Dieses Jahr haben wir einen kleinen Geschmackstest gewagt: Frische Rosmarinzweige beim Einkochen mit ins Glas. Das Ergebnis? Interessant! Für alle, die gerne experimentieren, vielleicht mal einen Versuch wert.\nDer Fund des Tages: Neben den Erdbeeren fiel uns auf dem Feld ein „grünes Extra“ auf: Sternmoos, das sich dort weit ausgebreitet hatte. Genau diese heimische Wildpflanze hatten wir eigentlich für die Neugestaltung unseres Vorgartens im Gartencenter kaufen wollen – und dann wächst sie hier gratis auf dem Erdbeerfeld! Beim zweiten Erntebesuch haben wir 20 Pflanzen ausgegraben und mitgenommen. Ein echter Vorteil, wenn man auf regionale, heimische Pflanzen bei der Gartengestaltung setzt – manchmal findet man sie sogar als „Beifang“ bei der Erdbeerernte.\nSternmoos – polsterbildende Pflanze mit zarten Blüten, ideal für naturnahe Gärten. ","tags":["Garten","Erdbeeren"],"section":"posts"},{"date":"1749686400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/wiedehopf-im-garten/","title":"Überraschung im Garten: Ein Wiedehopf-Pärchen bei meinen Eltern","summary":"Wiedehopf im Garten entdeckt! Wie wir den seltenen Vogel mit der Merlin-App erkannten – probiere Vogelstimmen-Erkennung einfach selbst aus.","content":"Nach der re:publica ging’s direkt ins Ländliche, zu meinen Eltern. Bei bestem Frühsommerwetter saßen wir auf der Terrasse, genossen die Ruhe – und überblickten den Garten und die Nachbarschaft, die ich von Kindheit an wie meine Westentasche kenne. Bei der Vogelwelt glaube ich, jede Art zuordnen zu können. Doch diesmal war ich kurz irritiert: Zwei vermeintliche „Eichelhäher“ huschten durch den Garten. Das Federkleid? Irgendwie zu gleichmäßig, fast schon zebra-gestreift. Da war doch was anders!\nMeine Frau hatte nachts die Merlin Bird ID App auf dem Handy laufen und das Telefon einfach ans geöffnete Fenster gelegt. Am nächsten Morgen war die Begeisterung groß: Die App hatte eine ganze Klanglandschaft aufgenommen – vom Uhu bis zum Zaunkönig, aber mittendrin auch den markanten Ruf eines Wiedehopfs.\nDein Browser unterstützt das Audio-Element nicht. Ruf des Wiedehopfs Ein kurzer Blick in die Bestimmung und ein wenig Recherche später war klar: Der Wiedehopf (Upupa epops) ist tatsächlich etwas Besonderes. In Deutschland gilt er als selten, steht auf der Roten Liste und brütet bevorzugt in warmen, halboffenen Landschaften – aber offenbar auch im Elterngarten! Nachmittags setzte sich einer der „komisch gezeichneten Eichelhäher“ direkt vor uns in einen Strauch. Ein klarer Fall: Wiedehopf! Und plötzlich sahen wir beide – ein Pärchen flog mehrfach zwischen Garten, Nachbarschaft und vermutlich dem alten, ausgehöhlten Kirschbaum. Vielleicht ist dort ja eine Bruthöhle?\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Ein bisschen Hintergrund: Der Wiedehopf in Deutschland Bestandszahl: Laut NABU brüten in Deutschland nur etwa 800–950 Wiedehopf-Paare. Lebensraum: Wiedehopfe lieben strukturreiche Gärten, Streuobstwiesen und alte Bäume mit Höhlen. Erkennungsmerkmal: Das auffällige Federkleid mit schwarz-weißen Flügeln und der auffächerbaren „Krone“ macht ihn unverwechselbar. Sein Ruf klingt wie ein dumpfes „up-up-up“, das leicht zu erkennen ist. Schutzstatus: Der Wiedehopf ist streng geschützt. Intensive Landwirtschaft und fehlende alte Bäume machen ihm das Leben schwer. Die Merlin App – Vogelstimmen erkennen mit dem Smartphone Was uns an dem Tag begeistert hat: Wie einfach es heute ist, Vogelgesang zu bestimmen. Die Merlin-App, entwickelt von der Cornell University, macht es kinderleicht. Einfach das Smartphone ans offene Fenster legen oder draußen auf Aufnahme drücken – Merlin erkennt in Echtzeit die Rufe und zeigt die Arten samt Bildern und Infos an. Für Kinder (und Erwachsene) ein echtes Naturerlebnis!\nIch kann nur jedem empfehlen, die App auszuprobieren. Es macht Spaß, das Gezwitscher im eigenen Garten zu „entschlüsseln“ – und vielleicht entdeckt ihr ja selbst kleine Sensationen vor der Haustür.\n","tags":["Natur","Garten"],"section":"posts"},{"date":"1749600000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/abtauwarnung-gefrierschrank-home-assistant/","title":"So verhinderst du, dass dein Gefrierfach versehentlich abtaut","summary":"Nach meinem letzten Missgeschick habe ich meinen Gefrierschrank kurzerhand smart gemacht – damit das nächste Mal garantiert kein Mälzer\u0026Foo im Schrank schmilzt.","content":"\u0026ldquo;Diesmal bist du dran!\u0026rdquo; So lautete die innerfamiliäre Ansage, nachdem mir auffiel, dass ich vor zwei Tagen etwas aus dem Gefrierschrank geholt, aber die Tür nicht richtig verschlossen hatte. Die Folge – das kennst du sicher auch – war ein komplett vereister Gefrierschrank. Also hieß es für mich: alles ausräumen, Aufgetautes entsorgen und das Gerät abtauen. Ein Spaß, auf den man wirklich verzichten kann.\nAber als Technikfan sieht man darin wenigstens die Chance, wieder ein Haushaltsgerät ein Stück smarter zu machen. Noch am gleichen Abend bekam der Gefrierschrank allerdings keinen Türsensor – wie man vielleicht erwarten würde – sondern wurde „von hinten durch die Brust ins Auge“ überwacht: Ich messe den Stromverbrauch und leite daraus ab, ob die Tür zu lange geöffnet ist.\nUnd so habe ich das umgesetzt:\nShelly Mini Gen 4 vorschalten Ich hatte keine große Lust, die Wand aufzubohren, um einen Shelly in meine viel zu flachen Unterputzdosen zu fummeln. Also habe ich kurzerhand eine intelligente Verlängerungsschnur mit dem Shelly Mini Gen 4 gebaut. Der VDE würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – aber für meinen Anwendungsfall funktioniert’s.\nShelly vor der Installation Elektrischer Anschluss eines Shelly, Verdrahtung In Home Assistant Automatisierung erstellen Zuerst habe ich das Gerät einen Tag lang laufen lassen und anschließend die Leistungsaufnahme analysiert. Spannend zu beobachten, wie das Kühlaggregat arbeitet! Im Diagramm sieht man deutlich: Bei geschlossener Tür läuft die Leistungsaufnahme-Phase etwa 6 Minuten über 50 Watt. Dauert die Kühlphase allerdings länger als 10 Minuten, könnte das ein Hinweis sein, dass die Tür offen steht oder nicht richtig schließt.\nLeistungsaufnahme in der Zeitachse. Auf Basis dieser Erkenntnisse habe ich folgende Automatisierung gebaut:\nWenn die Leistungsaufnahme länger als 15 Minuten über 40 Watt bleibt, schickt mir Home Assistant eine Nachricht auf mein Telefon.\nalias: Gefrieschrank verbraucht zu lange Strom description: \u0026#34;\u0026#34; triggers: - type: power device_id: ef312411af24090ec943ebafb540fe6a entity_id: de9827d4f539cd9aa65d022458005798 domain: sensor trigger: device above: 40 for: hours: 0 minutes: 15 seconds: 0 conditions: [] actions: - action: notify.mobile_app_iphone_henning metadata: {} data: message: ❄️ Gefrierschrank ist zu lange geöffnet! 🍦 mode: single fertig! Und so sieht es aus, wenn der Ernstfall eintritt und ich direkt per Push-Nachricht gewarnt werde:\nHier kannst du die die Abweichung des Energieverbrauchs sehen, den der Shelly aufzeichnet. Auf dieses ungewöhnlich lange Verbrauchsplateau reagiert oben beschriebener Trigger und löste auch wirklich aus. Der Grund: ein Stück eines Stoffbeutels hat sich beim Schließen in der Tür eingeklemmt.\nTipp für alle, die selbst ein Gefriergerät smart absichern wollen:\nDiese Lösung lässt sich übrigens auf jeden Kühlschrank oder Gefrierschrank übertragen – auch ohne Türsensor. Die Investition in einen Energiemesser wie den Shelly Mini Gen 4 lohnt sich nicht nur fürs Smart Home, sondern rettet im Zweifel auch mal das Eis. 😉\n","tags":["Shelly","Home Assistant","Smart Home"],"section":"posts"},{"date":"1749254400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/u-bahn-fahren-in-berlin/","title":"U-Bahn in Berlin","summary":"Ich war in Berlin und hatte das Bedürfnis, U-Bahn-Haltestellen zu fotografieren. Als wen´s in Hamburg keine gäbe. Und Kaffee, ey.","content":"„U-Bahn fahren, U-Bahn fahren…“ – sagen Axel Bosse \u0026amp; Oliver Koletzki schon vor Jahren. Wer denkt, er kennt das U-Bahn-System aus Hamburg, wird in Berlin eines Besseren belehrt: Hier ist es lauter, bunter und einfach ein bisschen verrückter.\nWusstest du, dass das Berliner U-Bahn-Netz mehr als 170 Stationen und fast 150 Kilometer Strecke umfasst? Einige Bahnhöfe sind kleine Kunstwerke, andere echte Zeitreisen. Siff, Schweiß, Dunst, Dämse. Aber auch echt freundliche Menschen, die sofort aufgersprungen sind, um meinen Kids in brechend vollen Bahnen ihren Platz anzubieten.\nZwischen schnellen Umstiegen, Berliner Dialekt und überraschenden Durchsagen merkt man schnell: Jede Station hat ihren eigenen Charme und eine Geschichte. Und so hab ich einfach angefangen zu fotografieren.\nS-Bahnhof Gleisdreieck in Berlin.\nU-Bahn, Außenansicht eines Berliner U-Bahnzugs.\nU-Bahnhof Hallesches Tor, Berlin.\nU-Bahnhof Mehringdamm, Berlin.\nU-Bahnhof Warschauer Straße, Blick von innen, Berlin.\nU-Bahnhof Yorckstraße, Berlin.\nTypischer Berliner Rippenheizkörper (Altbau).\nStreet-Art-Wandbild in Berlin.\nCafé Five Elephant, bekannt für Spezialitätenkaffee in Berlin.\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1749254400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/weg-mit-der-hecke-2025/","title":"Weg mit der Hecke - das Update","summary":"Vor einem Jahr haben wir unsere bunt-blühende Rhododendron-Hecke entfernt, um der Natur zu helfen. Wie sieht es jetzt aus?","content":"Im letzten Jahr habe ich hier geschrieben, dass wir es satt hatten, unsere riesige, alles andere als Biodiversität fördernde Rhododendronhecke in unserem Vorgarten stehen zu lassen. Wir haben sie entfernt und den Vorgarten seit Herbst umgestaltet. Alles wächst und hier gibt es einen ersten Zwischenstand. Und ich glaube, der kann sich sehen lassen, wenn wir die Biodiversität aus der Perspektive der neu geschaffenen Wirtspflanzen für Insekten betrachten.\nWert für Insekten und Vögel Wir haben unsere Pflanzenliste erneut bei naturadb.de erfasst und erhalten eine entsprechende Auswertung, die zeigt, wie viele Insekten wir mit unseren Pflanzen auf einmal versorgen. Natürlich ist uns bewusst, dass diese Zahl theoretischer Natur ist, denn nur weil die Pflanze nun bei uns steht, bedeutet das nicht, dass auf einmal alle Insekten auf ihr landen. Bedenkt man jedoch, dass der Rhododendron als Neophyt ursprünglich nur Hummeln und Bienen für zwei Wochen Futter bot, ist diese Veränderung schon beeindruckend.\nDetailaufnahme in der Morgensonne\nDie neuen Pflanzen Hier eine unvollständige Übersicht dessen, was nun bei uns an der Stelle der alten Monokultur stand und durch die Gartenumgestaltung dazugekommen ist:\nDeutscher Name Botanischer Name Blütenfarbe Blütezeit Waldgeißbart Aruncus dioicus weiß Juni–Juli Preiselbeere Vaccinium vitis-idaea rosa/weiß Mai–Juni Sand-Thymian Thymus serpyllum rosa Juni–September Oregano Origanum vulgare rosa/lila Juli–September Acker-Senf Sinapis arvensis gelb Mai–Oktober Kugelköpfiger Lauch Allium sphaerocephalon purpur Juni–Juli Strahlen-Breitsame Orlaya grandiflora weiß Mai–Juli Kornelkirsche Cornus mas gelb März–April Rainfarn Tanacetum vulgare gelb Juli–September Rotbuchenhecke Fagus sylvatica unscheinbar April–Mai Gelber Hornklee Lotus corniculatus gelb Mai–September Wiesenflockenblume Centaurea jacea lila Juni–September Knoblauchsrauke Alliaria petiolata weiß April–Juli Gundermann Glechoma hederacea blauviolett März–Mai Sternmoos Sagina subulata weiß Mai–August Vogelmiere Stellaria media weiß ganzjährig Rote Taubnessel Lamium purpureum rotviolett März–Oktober Löwenzahn Taraxacum officinale gelb März–Mai Ferkelblume Hypochaeris radicata gelb Juni–Oktober Fingerhut Digitalis purpurea purpur/weiß Juni–August Klatschmohn Papaver rhoeas rot Mai–Juli Wir haben uns erst vor Kurzem richtig gefreut, als diese Pflanze bei uns auftauchte.\nStrahlen-Breitsame, eine seltene oder besondere Pflanze im Garten.\nSo sah das Rhodo-Trauerspiel bis zum letzten Jahr noch aus\n","tags":["Garten","Natur","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1748822400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/der-geldzaehler-steuerbetrug/","title":"Anne Brorhilker - Betrug als Business: Wie uns Finanzkriminelle überlisten","summary":"Dem deutschen Staat entgehen jährlich 100 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung. CumEx, CumCum \u0026 Co. Ich habe einen Counter gebaut, der dir anzeigt, wie viel Geld im laufenden Jahr bereits hinterzogen wurde.","content":"Noch bevor die Zusammenfassung der diesjährigen re:publica veröffentlicht wurde, habe ich eine Webseite zu einem Vortrag erstellt. So eindrucksvoll war das Gehörte für mich. Nicht neu, aber immer wieder eindrucksvoll. Anne Brorhilker erzählte auf Stage 1 von „Betrug als Business: Wie Finanzkriminelle uns überlisten” (YouTube-Link).\nSeit Jahren dominiert ein Thema die Schlagzeilen hierzulande: der Geldmangel. Wenn man aber Anne Brorhilker zuhört, kratzt man sich am Kopf und fragt sich: „Was?”\nDie Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Köln erlangte durch ihre Ermittlungen zum Cum-Ex-Steuerbetrug internationale Bekanntheit. Im April 2024 beantragte sie aufgrund ihrer Zweifel am politischen Willen zur Aufklärung des Steuerskandals die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Seither ist sie Co-Geschäftsführerin der Bürgerbewegung Finanzwende.\nIch habe für dich aus den im Vortrag genannten Daten einen Counter gebaut, der anzeigt, wie viele Steuern dem deutschen Staat laut Brorhilker entgehen.\nhttps://mitkaracho.de/geldzaehler.html ","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1748822400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/rp25-generation-xyz/","title":"re:publica 2025 - Generation XYZ","summary":"In diesem Jahr war ich mit meiner Generation Alpha zum ersten Mal bei der größten Digital-Gesellschafts-Konferenz in Berlin. Da ich kaum Sessions besuchen konnte, gibt es halt Fotos.","content":" Fragt nicht, was die digitale Gesellschaft für euch tun kann, sondern was ihr für sie tun könnt: Die re:publica war auch in diesem Jahr ein Hoffnungsort für tausende Menschen. Ein Ort, um in so herausfordernden Zeiten wie diesen, die Batterien aufzuladen, sich auszutauschen, inspirieren zu lassen und die digitale Welt mitzugestalten.\nAndreas Gebhard, re:publica 25\nBesser kann ich das Gefühl, mit dem mich die re:publica in Berlin nach drei Tagen wieder in die Welt entlassen hat, tatsächlich nicht zusammenfassen.\nIn diesem Jahr hangle ich mich einmal nur anhand von Fotos durch meine drei Tage, bei denen mich überwiegend meine beiden „Alpha“-Mädchen begleiteten. Der Fokus lag daher eher auf Schauen, Entdecken und Pausemachen. Dank YouTube kann ich einige der Sessions nachschauen und verlinke sie hier – ebenso wie die, bei denen ich persönlich zugegen war.\nBevor wir einsteigen: Zahlen.\n30.000 Teilnehmende 663 Sessions 144 Programmpunkte an Ständen 1216 Sprecherinnen Boomer: 3% X: 26% Y: 60% Z: 11% Außenansicht der Station Berlin Innenansicht der Station Berlin. Video\nRicarda Lang auf der Bühne Video\nMONITOR-Forum: Podiumsdiskussion mit Georg Restle, Nadia Zaboura, Constanze Kurz und Annika Brockschmidt. Video\nPhilipp Ruch (Zentrum für Politische Schönheit) \u0026lsquo;Notes of Berlin\u0026rsquo;: Kunst- oder Community-Projekt zu Berliner Zettelwirtschaft. Video\nMaurice Höfgen (Ökonom, Buchautor) Eine Bühne für Lightning Talks Video\nHeidi Reichinneck Dr. Pop in der Halle. Dr. Pop (Musik-Comedian und Wissenschaftler, bekannt von Bühne \u0026amp; TV). Besucherstatistik der Veranstaltung. Zwei der Punkte bei Generation Alpha wohnen bei mir. Der \u0026rsquo;eine\u0026rsquo; Punkt bei Twitch ist Gerhard ;-) Awareness - darum bin ich gerne dort Marc-Uwe Kling (Autor der Känguru-Chroniken, Bestseller-Autor und Bühnenkünstler). weitere Empfehlungen t.b.c Schau dir auch unbedingt den Vortrag von Anne Brorhilker \u0026ldquo;Betrug als Business: Wie uns Finanzkriminelle überlisten\u0026rdquo; an, den ich dir schon hier samt Software verlinkt habe.\nLeonhard Dobusch - Von \u0026ldquo;Presseähnlichkeit\u0026rdquo; zu öffentlich-rechtlicher Innovation\nbye, bye Berlin. See you in 2026 Hier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 ","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1747526400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/fc-st-pauli-erste-frauen/","title":"Saisonabschluß bei den 1. Frauen vom FC  St. Pauli","summary":"Ein schöner Fußballnachmittag auf St. Pauli","content":"Am letzten Wochenende hat es uns nach Hamburg gezogen. Genauer gesagt in die FeldArena vor dem Millerntor-Stadion. Wir wollten den 1. Frauen des FC St. Pauli mal wieder beim Spielen zuschauen. Das Tolle an den FeldArenen ist, dass man direkt am Spielfeldrand sitzt und die Augen offen halten muss, um im besten Fall den anfliegenden Ball abwehren zu können. Die Frauen haben gegen Werder Bremen II mit 2:0 gewonnen. Wir haben es geschafft, fünf Minuten vor dem 2:0-Siegtor die Arena zu verlassen. Nicht wegen des Spiels, sondern wegen unserer Tagesplanung. Tja.\nWehende Fahnen Start Spielerinnen hinter dem Ball Torschuß vor dem Bunker Das heilige Grün Ich wurde nach dem Spiel gefragt, ob ich denn Fußballfan sein.\nIch meinte \u0026ldquo;Nein, aber ich bin ein Fan vom FC St. Pauli\u0026rdquo;\n","tags":["Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1747440000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/shelly-gen4/","title":"Shelly 1PM Gen4: Matter, Zigbee und mehr – die erste Installation","summary":"Die neue Generation Shelly 1PM Gen4 bringt erstmals Unterstützung für Matter und Zigbee. Ich vergleiche sie mit dem Vorgänger Gen3 und zeige, welche Vorteile sich daraus für dein Smart Home ergeben.","content":"Einleitung Ich nutze seit Jahren verschiedene Shelly-Geräte, um mein Zuhause smarter zu machen. Besonders der Shelly 1PM war für mich unverzichtbar, wenn es um Strommessung und Schaltfunktionen ging. Mit der neuen Generation 4 bringt Shelly nun ein technisches Upgrade – mehr Präzision, schnellere Reaktionen, neue Chips und bessere Integration.\nDoch das eigentliche Highlight: Der Shelly 1PM Gen4 unterstützt Matter und Zigbee. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten in Sachen Kompatibilität. Egal ob Apple HomeKit, Google Home, Alexa, Home Assistant oder Zigbee-Gateways – der neue 1PM lässt sich systemübergreifend nutzen. Damit wird er zur perfekten Wahl für alle, die auf Interoperabilität und Zukunftssicherheit setzen. Doch lohnt sich das Upgrade auch für bestehende Nutzer?\nNeue Möglichkeiten dank Matter \u0026amp; Zigbee Mit der Einführung von Matter und Zigbee öffnet sich der Shelly 1PM Gen4 für eine Vielzahl an neuen Smart-Home-Ökosystemen. Endlich lässt sich der beliebte Strommesser auch ohne Shelly Cloud oder MQTT in andere Systeme einbinden – von Apple HomeKit über Google Home bis hin zu Zigbee-basierten Lösungen wie deCONZ, Homey oder Philips Hue (je nach Kompatibilität).\nWichtig: Sobald du den Zigbee- oder Matter-Modus aktivierst, ist eine parallele Nutzung der Shelly-App nicht mehr möglich, da sich das Gerät vollständig dem neuen Protokoll unterordnet.\nZigbee-Variante: kommuniziert über ein Zigbee-Mesh, WLAN wird deaktiviert Matter-Variante: nutzt weiterhin WLAN (Matter-over-WiFi), aber ohne Shelly-App Vergleichstabelle: Shelly 1PM Gen3 vs. Gen4 Merkmal Shelly 1PM Gen3 Shelly 1PM Gen4 Prozessor ESP8266 ESP32 Dual-Core Messgenauigkeit ±2 % ±1 % Strommessung Echtzeit Echtzeit, höhere Präzision Max. Schaltleistung 16 A 16 A Schutzfunktionen Überhitzungsschutz Überhitzungsschutz + Überstromschutz Reaktionszeit Gut Deutlich schneller (neue Hardware) Bluetooth Nein Ja, BLE für Setup \u0026amp; Integration NFC Nein Ja, für einfache Konfiguration via App Zigbee Nein Ja (separate Zigbee-Variante verfügbar) Matter Nein Ja (separate Matter-Variante verfügbar) Cloud-Anbindung Shelly Cloud, MQTT Shelly Cloud, MQTT, lokale API Home Assistant Support Ja (MQTT/Shelly Add-on) Ja, einfacher \u0026amp; schneller über ESP32 Firmware-Updates OTA via Cloud oder lokal OTA via Cloud, lokal \u0026amp; App Zigbee beim Shelly 1PM Gen4 aktivieren – so geht’s Wenn du dich für die Zigbee-Variante des Shelly 1PM Gen4 entschieden hast, ist die Einrichtung eigentlich unkompliziert. Ich musste etwas tüfteln:\nGerät anschließen: Wie gewohnt mit Strom versorgen Matter muss deaktiviert werden: Drücke dazu 5x die Reset-Taste am Shelly. Zigbee-Gateway bereitstellen: Ob Zigbee2MQTT, Home Assistant, deCONZ oder Homey – starte den Pairing-Modus deines Gateways. Gerät koppeln: Drücke am Shelly die Reset-Taste 2x kurz - das Pairing startet Shelly-App nicht mehr nutzbar: Sobald Zigbee aktiviert ist, kannst du das Gerät nicht mehr über die Shelly-App steuern oder konfigurieren. WLAN deaktiviert: Die Zigbee-Version nutzt kein WLAN, sondern kommuniziert ausschließlich über das Zigbee-Mesh. Tipp: Wenn du viele Zigbee-Geräte im Einsatz hast, kann der neue Shelly 1PM Gen4 helfen, das Mesh zu stabilisieren – er fungiert nämlich als Repeater.\nIch habe den Shelly übrigens zuerst ganz normal via WLAN in meine Shelly-App eingebunden. Dann direkt über die IP des Shelly Matter dektiviert und dann das Pairing gestartet. Ich habe mir einen Repeater zuvor direkt neben den Shelly gesteckt. Auch wenn er nachher sehr signal-stark im Netz hing - beim Pairing hat mein Mesh nicht ausgereicht.\nSo sieht es im Home Assistant danach aus: der Shelly ist im Netzwerk\nMatter: Zukunftssicher mit Einschränkungen Die Matter-Variante ist besonders spannend für Nutzer, die auf zukunftssichere und systemübergreifende Kommunikation setzen. Sie erlaubt dir die Einbindung in Apple Home, Google Home, Alexa oder SmartThings – ohne Cloud und mit lokaler Steuerung.\nAber auch hier gilt:\nShelly-App wird nach Aktivierung nicht mehr unterstützt WLAN bleibt aktiv, da Matter over WiFi funktioniert Die Konfiguration erfolgt über deine Matter-fähige App (z.B. Apple Home oder Google Home) Fazit zur Gen4 Die vierte Generation des Shelly 1PM ist mehr als nur ein Hardware-Update. Mit dem Wechsel auf den leistungsstarken ESP32-Chip, präziserer Strommessung, integrierter Bluetooth- und NFC-Unterstützung sowie den neuen Varianten mit Zigbee und Matter ist der Shelly 1PM Gen4 ein echtes Multitalent.\nWer bereits im Shelly-Ökosystem unterwegs ist und vor allem auf WLAN und MQTT setzt, wird den Gen3 vielleicht nicht sofort austauschen müssen – doch wer neu einsteigt oder systemübergreifend denkt, für den ist die Gen4-Version ein echter Gewinn. Besonders die Unterstützung für Matter und Zigbee macht den Shelly 1PM zukunftssicher und flexibel in nahezu jedem Smart-Home-Setup.\nMein Fazit:\nEin konsequenter Entwicklungsschritt mit klarer technischer Aufwertung. Wer heute investiert, ist für die kommenden Jahre bestens aufgestellt – ganz gleich, ob mit Home Assistant, Google Home oder Apple Home unterwegs.\n","tags":["Shelly","Home Assistant","Smart Home"],"section":"posts"},{"date":"1747094400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/loewenzahn-insekten/","title":"Löwenzahn – Goldgelbe Tankstelle für unsere heimischen Insekten","summary":"Pusteblume bei uns im Beet","content":"Spätestens seit diesem Jahr reißen wir keine Kuhstauden, wie Löwenzahn bei uns umgangsprachlich ganz charmant genannt wird, raus. Neulich browsten wir nämlich mal wieder auf naturadb.de durch die Datenbank, um zu schauen, welche Werte die ganzen sprießenden Pflanzen in unserem garten fpr die heimischen Insektenwelt haben.\nNa? Was denkst du, wie sich Löwenzahn da schlägt? 233 Insekten ernähren sich vom Löwenzahn!!!\nspezialisierte Wildbienen: 16 Wildbienen insgesamt: 112 Schmetterlinge: 1 Raupen spezialisiert: 1 Raupenarten: 63 Schwebfliegenarten: 40 Und bei diesem Wert für die Insekten, die wir mit unseren Kuhstauden anlocken, hat sich die Pflanze bei uns in diesem Jahr zu einer festen Größe in den Staudenbeeten etabliert.\n233, ich fass´ es nicht!\n","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1746144000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/waschmaschine-trockner-intelligent-machen/","title":"Smarte Wäschepflege: Wie ich mit Shelly und Home Assistent den Überblick behalte","summary":"Die weiße Ware redet jetzt mit mir","content":"Hast Du auch genug davon, ständig zur Waschmaschine oder zum Trockner zu laufen, nur um zu checken, ob der Durchgang schon fertig ist? Mit zwei neuen Shelly 1PM der vierten Generation habe ich genau dieses Problem gelöst. Mit nur drei kleinen Konfigurationen kannst Du jetzt ganz bequem sehen, wann Deine Wäsche fertig ist. In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie einfach das geht – und wie Du Deine Hausarbeit ein Stück smarter machen kannst.\nSo sieht das Endergebnis aus: eine Benachrichtigung aufs Smartphone und eine Ansage auf meinem Sonos:\nZuerst brauchst du einen Helfer. Typ: Schalter Name: Waschmaschine ist gestartet Entität: input_boolean.waschmaschine_ist_gestartet Wir geben dem Helfer später die Werte \u0026ldquo;EIN\u0026rdquo; oder \u0026ldquo;AUS\u0026rdquo; mit, damit wir wissen, ob die Waschmaschine läuft.\nDann kommen 2 Automatisierungen Zuerst legen wir die Automatisierung an, die überwacht, ob der Waschvorgang startet. In meinem Fall überwachen wir die Leistungsabgabe des sensor.shelly_waschmaschine_switch_0_power. Sobald dieser Über 50 Watt springt (das macht er nur, wenn die Waschmaschine den Waschvorgang startet), dann gibt sie dem Helfer input_boolean.waschmaschine_ist_gestartet ein \u0026ldquo;EIN\u0026rdquo;. Damit weiß Home Assistant, dass die Waschmaschine läuft, auch wenn die Lesitung z.B. wegen einer Spühlpause auch mal auf 0 sinkt.\nalias: Waschmaschine läuft triggers: - entity_id: - sensor.shelly_waschmaschine_switch_0_power above: 50 for: hours: 0 minutes: 0 seconds: 0 trigger: numeric_state actions: - action: input_boolean.turn_on data: {} target: entity_id: input_boolean.waschmaschine_ist_gestartet Die zweite Automatisierung überwacht, ob der Waschvorgang abgeschlossen ist. Dazu schaut die Automatisierung, ob die Leistung über einen definierten Zeitraum hinweg einen Schwellenwert unterschritten hat UND ob der Waschvorgang vorher überhaupt gestartet wurde (hier kommt somit der Helfer von oben ins Spiel). In meinem Fall schaut die Automatisierung, ob die Leistungsaufnahme über 2 Minuten hinweg unter 10 Watt war und ob der Helfer \u0026ldquo;ON\u0026rdquo; ist. Erst dann erhalte ich eine SMS auf mein Telefon, dass die Waschmaschine fertig ist und der Helfer wird auf \u0026ldquo;OFF\u0026rdquo; geschaltet.\nalias: Waschmaschine ist fertig triggers: - entity_id: - sensor.shelly_waschmaschine_switch_0_power below: 10 for: hours: 0 minutes: 2 seconds: 0 milliseconds: 0 trigger: numeric_state conditions: - condition: state entity_id: input_boolean.waschmaschine_ist_gestartet state: \u0026#34;on\u0026#34; actions: - action: notify.mobile_app_iphone_henning data: message: Die Waschmaschine ist fertig - action: input_boolean.turn_off data: {} target: entity_id: input_boolean.waschmaschine_ist_gestartet Mit diesen 3 Elementen, einem Helfer und 2 Automatisierungen, kannst du dir eine SMS und/oder eine Sprachausgabe erzeugen. Ob das für dich nun relevant ist, musst du entscheiden. Ich fand die Möglichkeit, das abzufragen spannend. Wie sehr wir das in der Praxis nutzen, werden wir erst noch sehen. Und für deinen Trockner machst du das genauso.\nKnitterschutz is coming Du wirst bei deiner Waschmaschine und deinem Trockner die Grenzwerte anpassen müssen. Ich habe oben below: 10 for: minutes: 2 angegeben. Unsere Waschmaschine macht aller 2:30 Minuten den Knitterschutz und dreht für ein paar Sekunden auf 50 Watt hoch. Schau dir bei den ersten Waschvorgängen am besten im Graphen an, wie deine Maschinen am Strom ziehen, um den optimalen Zeitpunkt für das Schluß-Signal festzustellen. Folgende Abbildung zeigt den Abschluß einer normalen Wäsche bei uns. Die kannst schön den Knitterschutz erkennen, wenn die Trommel eine Umdrehung läuft, damit die Wäsche in Bewegung bleibt. Diese Peaks musst du analysieren und darauf die Werte anpassen.\nNebeneffekt: Transparenz der Stromverbraucher Durch den einsatz eines messfähigen Shellys habe ich Trockner und Waschmaschine als zusätzliche, individuelle Verbraucher im Energie-Dashboard angegeben. Jetzt habe ich eine deutlich detailliertere Statistik, wer welchen Anteil am Gesamtverbrauch des Hauses im gewählten Zeitraum hat. Allein dafür hat sich der Einsatz schon gelohnt.\n","tags":["Shelly","Home Assistant","Smart Home"],"section":"posts"},{"date":"1745971200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/dub-techno-tidal/","title":"300 Stunden Dub Techno auf Tidal","summary":"Hier findest du meine Dub Techno-Playlist auf Tidal","content":"Dub Techno entstand Anfang der 1990er Jahre als eigenständiger Stil innerhalb der elektronischen Musik. Charakteristisch ist die Minimal-Techno-Ästhetik, kombiniert mit den Echo- und Reverb-Techniken des jamaikanischen Dub, wodurch weite, atmosphärische Klanglandschaften entstehen. Den experimentellen Ursprung markiert vor allem die Berliner Szene um das Duo Basic Channel, das 1993 mit verschlüsselten 12″-Singles erste Impulse setzte und das Genre nachhaltig prägte. Ich kann mich noch erinnern, wie ich zuerst die CD, dann die Platten vom Album in der Hand und dann im Ohr hatte.\nSeitdem fülle ich unregelmäßig meinen digitalen Plattenschrank - Zeit, ihn hier mit dir zu teilen.\nIch habe mir mal noch ein paar Highlights zusammenstellen lassen, die mich auf meinem dubbigen Weg begleitet und geprägt haben. Natürlich: das sind Banger, die jeder kennt.\nProtagonisten\nBasic Channel (Moritz von Oswald \u0026amp; Mark Ernestus): Ihr reduzierter, räumlicher Sound legte den Grundstein für Dub Techno. Unter den Pseudonymen Maurizio und Rhythm \u0026amp; Sound erweiterten sie das Spektrum um ästhetisch dichtes Dub-Material Deepchord (Rod Modell): Der US-Produzent brachte mit seinem Detroit-geprägten Zugang warme, weitläuﬁge Texturen in die Szene und etablierte über das Projekt Echospacedas Album The Coldest Season (2007) als modernen Klassiker Monolake (Robert Henke): Aus Berlin kommend, verband Henke ab Mitte der 1990er minimalistische Strukturen mit dunkleren, präzise ausgearbeiteten Klangflächen und veröffentlichte u. a. die EP Hongkong (1997) und das Album Silence (2009) Herausragende Alben und Stücke\nBasic Channel – “Phylyps Trak” (1993): Einer der ersten 12″-Cuts, der den charakteristischen Dub-Delay \u0026amp; Reverb-Einsatz veranschaulicht Basic Channel – BCD (1995): Die Zusammenstellung ihrer frühen Singles gilt als Gründungsdokument des Dub Techno Maurizio – M-Series (1997): Unter diesem Alias veröffentlichte Moritz von Oswald eine Reihe minimalistischer Dub-Techno-Miniaturen, u. a. “Domina” und “M-6” Porter Ricks – “Redundance 1” (Mitte der 1990er): Ein prägnantes Beispiel für die melodisch-mechanische Variante des Stils Deepchord Presents Echospace – The Coldest Season (2007): Eine Referenz im zeitgenössischen Dub Techno, aufgenommen mit analogem Equipment und gefeiert für seine dichte, modulare Atmosphäre. ","tags":["Musik"],"section":"posts"},{"date":"1745452800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/das-gartenjahr-2025/","title":"Das Gartenjahr 2025","summary":"Unser Journal für das Jahr 2025 im Garten mit Impressionen, Inspirationen und Emotionen.","content":"Jedes Jahr dokumentiere ich an dieser Stelle die Entwicklungen und Veränderungen in unserem Garten. Wie Du vielleicht weißt, haben wir begonnen, den Garten als biodiversen Zier- und Nutzgarten zu gestalten und dabei konsequent die Artenvielfalt der heimischen Insektenwelt zu fördern. Wir wollen (vor allem uns selbst) zeigen, dass es kein Widerspruch ist, einen schönen Garten zu haben, der gleichzeitig ein Biotop für die heimische Artenvielfalt ist. Über einen ersten Meilenstein, unsere Vorgartenumgestaltung, schrieb ich hier\u0026hellip;\nIch aktualisiere diesen Beitrag fortlaufend bis das Jahr vorbei ist. D.h. die NEUEN Dinge stehen oben, die alten unten\u0026hellip;\nDie Zucchini-Ernte Haben uns im letzten jahr die SAchnecken ausnahmlos alle Zucchini-Pflanzen aufgefuttert, so ist in diesem Jahr die Eskalation angesagt. Die Pflanzen produzieren Früchte, dass ich dazu sogar einen eigenen Beitrag geschrieben habe, den du hier findest\u0026hellip;\nDie Tomatenernte Wir fiebern immer auf Ende August, wenn sich die Tomate beginnen, zu verfärben. In diesem jahr sind und auch die Freilandtomaten wieder gut gelungen. Die Philovitas hatten im lettzen jahr ordentlich Schnecken abbekommen. In diesem Jahr tragen sie satt. Aber auch unter unserem Dach wachsen die Sorten. A propos Sorten: was man im Frühjahr säht, weiß man im August manchmal nicht mehr. Und so bleibe ich euch 2 Sortennamen noch schuldig.\nBeefsteak Die Sorte finden wir auch wieder raus\u0026hellip; Die Sorte finden wir auch wieder raus\u0026hellip; Blick zum Spielvergnügen Versprechen mächtig zu werden: unsere Kürbisse Frisch gepflückt: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und die ersten Blaubeeren Erste Ernte Als Salat-Fans wächst bei uns, was es an Salat nur geben kann. Daraus entsteht dann quasi die erste Ernte: ein leckerer Salat mit Eisbergsalat, Ruccola, Estragon, Koreander, Bortschtsch, Fenchel, Zitronenmelisse, Radieschenblättern, Löwenzahn, Palmkohl, Wasabikraut\nFrischer Gartensalat, direkt geerntet. Und weil es ja nich nur uns schmecken soll, lassen wir für die Insekten auch etwas stehen. Wir haben einige Zwiebeln und Möhren im letzten Jahr nicht geerntet (so wie du es vom Kohl, weiter unten, schon kennst) und so\nBlühende Zwiebelpflanzen mit einer Hummel, Insektenfreundlich im Garten. Blühende Möhrenpflanzen, selten zu sehen im Garten. Natternkopf, eine attraktive Wildblume für Insekten. Der Winter Der Winter 2024/2025 war bei uns im Norden eigentlich keiner. Wir hatten 2 Tage Schnee, ein paar Tage leichten Frost und ansonsten immer schön um die Null Grad mit vertikalem Sprühregen. Nordisch by Nature halt. Entsprechend früh trieben die Knospen und Triebe aus - um dann im März von einer krassen Trockenheit gestoppt zu werden. Für die Gemüsekulturen war es ein sehr guter Anbaufrühling und ich bin mir sicher, dass auch die Schnecken den Winter gut überstanden haben.\nDer Kompost Eine der ersten großen Herausforderungen in diesem Jahr war die Beschaffung von frischem Kompost. Wir sind hier ja sehr verwöhnt, denn im Nachbarort gibt es eine große Kompostieranlage des regionalen Entsorgers. Aber in diesem Jahr wird dort gebaut und der Eröffnungstermin immer wieder verschoben. So sehr, dass wir eigentlich keine Chance mehr hatten, den Kompost zwischen die bereits keimenden Gemüsepflanzen zu bringen. In letzter Sekunde bekam ich einen Tipp, der sich als Glücksfall herausstellte. Denn eine andere Entsorgungsfirma führt neben Kies und Sand auch Pflanzerde, die sich bei einer Besichtigung als einwandfreier Kompost herausstellte. So landeten insgesamt 1,5 Tonnen dampfender Kompost auf unseren Hochbeeten. Nach der \u0026ldquo;No Digg\u0026rdquo;-Methode decken wir die Hochbeete zu Beginn der neuen Pflanzsaison einfach mit einer ca. 10 cm dicken Kompostschicht ab. Dadurch erübrigt sich das Jäten, da die Unkräuter nicht mehr durchkommen.\nAbholung des Kompost: Gewicht = Pi mal Auge Der Spinat im neu gedeckten Beet Wir lassen Kohl immer im Frühjahr blühen Der Ginster startet Zuckerschoten - everybodys Darling Der Gundermann hat unser Staudenbeet übernommen Die Heidelbeerernte kündigt sich an ","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1745107200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/merlin-app-vogelbestimmung/","title":"Merlin-App - damit du weißt, welcher Vogel zwitschert","summary":"Die App bestimmt 6000 Vögel am Gesang - in Echtzeit","content":"Das sind mir die besten Party-Gespräche, wenn man seine Lieblings-Apps austauscht. Dass ich ein Fan von NaturaDB bin, weißt du spätestens seit diesem Beitrag. Jetzt gesellt sich aufgrund eines Party-Smalltalk-Tippss die Merlin Bird ID App dazu.\nDie App nimmt in deine Umgebungsgeräusche auf und liefert dir in Echtzeit, welcher Vogel da gerade zwitschert. 🦆 Wie großartig ist das denn!!!\nIch hab die App kostenfrei installiert, konnte direkt auf \u0026ldquo;Zuhören\u0026rdquo; klicken und dann auf dem Display zuschauen, wie die singenden Vögel dort aufgelistet wurden. Natürlich liefert die App auch allerlei Wissenswertes zu den Vögeln. Dazu gehört, dass du in einer Datenbank nach Vögeln suchen und dir ihre Rufe anhören kannst.\nEbenso kannst du auch ein aufgenommenes Foto hochladen und dir bestimmen lassen, welcher Vogel das ist. Klappt auch zuverlässig, selbst bei Maximalzoom-Aufnahmen vom iPhone. Für dich getestet.\nDie Merlin Bird ID App wurde vom Cornell Lab of Ornithology entwickelt, einem renommierten Forschungsinstitut der Cornell University in den USA. Die Entwicklung begann 2009 mit dem Ziel, ein interaktives Werkzeug zur Vogelbestimmung zu schaffen. Die erste Version der App wurde 2014 veröffentlicht.\nDie wissenschaftliche Grundlage der App basiert auf mehreren Komponenten:\neBird: Eine globale Citizen-Science-Plattform, auf der Vogelbeobachtungen gesammelt werden. Diese Datenbank enthält über 750 Millionen Beobachtungen und bildet die Basis für die Vorschläge der App. Macaulay Library: Ein umfangreiches Archiv für Vogelstimmen und -bilder, das zur Schulung der KI-Modelle der App genutzt wird. Visipedia-Projekt: Eine Zusammenarbeit mit dem California Institute of Technology (Caltech) und Cornell Tech, die fortschrittliche Computer-Vision-Algorithmen für die Fotoerkennung entwickelt haben. Die App bietet dir verschiedene Funktionen zur Vogelbestimmung:\nFotoerkennung: Durch KI-gestützte Bildanalyse können Vogelarten anhand von Fotos identifiziert werden. Sound ID: Diese Funktion analysiert Vogelgesänge in Echtzeit und identifiziert die entsprechenden Arten. Die Technologie wurde 2021 eingeführt und nutzt visuelle Darstellungen von Tonaufnahmen (Spektrogramme) zur Analyse. Schritt-für-Schritt-Identifikation: Durch Beantwortung einfacher Fragen zu Größe, Farbe und Verhalten des Vogels gibt die App eine Liste möglicher Arten aus. Die App ist kostenlos verfügbar und wird durch Fördermittel, Spenden und die Unterstützung von Freiwilligen ermöglicht.\nSie ist für iOS und Android erhältlich und bietet Inhalte für über 6.000 Vogelarten weltweit.\nLade dir die Merlin Bird ID App für Android und iOS herunter und du wirst garantiert so viel Spaß damit haben, wie ich.\n","tags":["Natur","Garten"],"section":"posts"},{"date":"1745020800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/naturadb-die-app-die-dein-leben-rettet/","title":"naturaDB: die App, die dein Leben retten kann 🌿","summary":"Die App hilft dir, deinen Garten zum pflegeleichten Inseketen-Paradies umzugestalten.","content":"naturaDB hat es auf die Startseite meines Smartphones geschafft. Sie ist zu einer festen Instanz geworden, mein Wegweiser zum insektenfreundlichen Garten. Die in Dessau entwickelte Datenbank, die es auch als App für iOS und Android gibt, hat mir mehr über Pflanzen beigebracht als mein ganzes Studium 🫣 Stell dir vor, in deinem Garten summt und brummt es - und zwar nicht nur für dich, sondern auch für Bienen, Schmetterlinge und Co. Nein, ich spreche nicht von einem \u0026ldquo;Ökogarten\u0026rdquo; oder einer \u0026ldquo;Wiesenlandschaft\u0026rdquo;. Ich spreche von einem ganz normalen Garten, so wie du ihn dir vielleicht vorstellst.\nDie App naturaDB zeigt dir nämlich, wie du mit der richtigen Pflanzenauswahl ein wahres Paradies für Insekten und dich schaffen kannst. Anders ausgedrückt: Die App zeigt dir, welchen Müll Garten- und landschaftsbauunternehmen und Gartencenter dir andrehen und damit der Natur schaden - ohne dass du es merkst.\nWarum das wichtig ist 🐝 In den letzten Jahrzehnten ist die Biomasse fliegender Insekten in Deutschland dramatisch zurückgegangen – um bis zu 76 Prozent seit 1989. Hauptursachen sind intensive Landwirtschaft, Pestizide und der Verlust naturnaher Lebensräume. Aber auch unsere Gärten spielen eine Rolle: Sie können entweder Oasen oder Wüsten für Insekten sein. Mit über 17 Millionen Gärten in Deutschland haben wir gemeinsam ein enormes Potenzial, die Artenvielfalt zu fördern - oder weiter zu dezimieren.\nDas Problem mit exotischen Pflanzen 🌱 und fehlendem Wissen 🧠 Viele Gartencenter und Influencer empfehlen Pflanzen, die zwar hübsch aussehen, aber ökologisch wertlos oder sogar schädlich sind. Leider fehlt es oft an Wissen – sowohl bei Anbietern als auch bei Hobbygärtnern. Ich war und bin heute noch einer von ihnen. Ich fand Schmetterlingsflieder mal super - heute verachte ich ihn von ganzen Herzen. Dafür liebe ich Holunder.\nnaturaDB: Die Lösung in deiner Hand 📲 Hier kommt naturaDB ins Spiel. Die App hilft dir, heimische, pflegeleichte und insektenfreundliche Pflanzen für deinen Garten zu finden. Mit wenigen Klicks erhältst du Informationen über Pflanzen, ihre ökologischen Vorteile und Pflegetipps. So kannst du bewusst entscheiden und deinen Garten in eine blühende Oase verwandeln – ganz ohne grünen Daumen.\nDu kannst in naturaDB nach allen Pflanzen suchen und dir ihren Wert für die heimische Insektenwelt anzeigen lassen. Natürlich auch nach Verbreitung, Standort, Größe, Blütezeit - eine leistungsfähige Suche liefert dir die passenden Ergebnisse.\nDu kannst eigene Listen anlegen und so den Überblick über deine Lieblingspflanzen behalten. In jeder Liste siehst du auch, wie viele Arten sich von den ausgewählten Pflanzen ernähren können. Wir haben unseren Garten in Zonen eingeteilt. Als wir naturaDB das erste Mal entdeckt haben, haben wir unseren Garten analysiert und dann eine zweite Liste angelegt, in der wir unseren zukünftigen naturnahen Garten dokumentieren. Ich liebe Statistiken. Der eine oder andere weiß das, wenn er mit mir spricht.\nIn unserem Garten brummt es nach 2 Jahren Umgestaltung\nlege dir deine eigenen Listen an\nDer größte Erkenntnisgewinn für mich war, dass naturaDB mir nicht nur den Wert der Pflanzen liefert, sondern bei problematischen Arten auch gleich Vorschläge macht, welche Pflanzen ich stattdessen verwenden sollte. Dazu gibt es auch gleich Online-Shops, die diese Pflanzen verkaufen.\nbessere Alternativen auf einen Blick\n☠️ Beispiele für Pflanzen, die ökologischer Sondermüll sind: Schmetterlingsflieder (Buddleja): Wird oft als besonders schmetterlingsfreundlich beworben, bietet jedoch nur kurzfristig Nahrung für wenige Arten, während er für Raupen und Larven keine Lebensgrundlage darstellt. Kirschlorbeer: Kaum Nutzen für heimische Insekten, verdrängt heimische Pflanzen, häufig verkauft in Gartencentern. Forsythie: Optisch schön, bietet jedoch keinerlei Nektar oder Pollen und ist für Insekten nutzlos. Thuja (Lebensbaum): Beliebt als Heckenpflanze, liefert aber weder Nahrung noch Lebensraum für heimische Insekten und Vögel. Rhododendron: Trotz hübscher Blüten für heimische Wildbienen und Schmetterlinge kaum nutzbar. Bambus: Stark im Trend, ökologisch jedoch völlig uninteressant für heimische Tierarten und verdrängt wertvolle heimische Flora. 🌼 Beispiele für insektenfreundliche Pflanzen Wiesensalbei: Bietet reichlich Nektar und ist pflegeleicht. Blutweiderich: Ein Magnet für Schmetterlinge. Wilde Malve: Schöne Blüten und beliebt bei Bienen. Kornelkirsche: Frühblüher, der Insekten im zeitigen Frühjahr Nahrung bietet. Lade dir die naturaDB-App herunter und du wirst garantiert so viel Spaß damit haben, wie ich.\nQuellenangaben: Alle im Beitrag genannten Fakten wurden mithilfe der folgenden Quellen verifiziert:\nRückgang der Insektenpopulation NABU: Zwischen 1989 und 2013 wurde ein Rückgang der Biomasse von Fluginsekten um 80% festgestellt\nSüddeutsche Zeitung: Langjährige Untersuchungen zeigen einen Rückgang der Insektenmasse um etwa 76% seit 1989\nInvasive Pflanzen und ihre Auswirkungen NDR: Invasive Arten wie Mahonie und Essigbaum verdrängen heimische Pflanzen und sollten im Garten vermieden werden\nARD alpha: [Neophyten wie das Indische Springkraut bedrohen die heimische Flora und Fauna. https://www.ardalpha.de/wissen/natur/neophyten-pflanzen-eingewandert-exoten-invasive-arten-102.html\nPflegeleichte, heimische und insektenfreundliche Pflanzen NABU: Empfehlungen für insektenfreundliche Pflanzen wie Wiesensalbei und Wilde Malve.\nDeutsche Wildtier Stiftung: Informationen zu bienenfreundlichen Pflanzen wie Kornelkirsche und Frühlingskrokus\nKritik an gängigen Gartenpraktiken Deutschlandfunk: Diskussion über die Problematik invasiver Arten in Vorgärten und deren Auswirkungen ","tags":["Garten","Natur"],"section":"posts"},{"date":"1744761600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/tresor-berlin-20-jahre-leipziger-strasse/","title":"Tresor Berlin - 20 Jahre Leipziger Straße","summary":"Der Tresor Berlin in der Leipziger Straße war mein musikalisches Zuhause. 20 Jahre nach dessen Schließung schreibe ich meine Kurzgeschichte dazu. ","content":"Gerade höre ich mir die erste Ausgabe von \u0026ldquo;Club Room Backstage\u0026rdquo; von Anja Schneider an und als Gast erzählt Dimitri Hegemann über den Tresor. Ich als altes Techno-Urgestein höre ich da ja eigentlich nichts Neues. Aber ich habe gemerkt, dass ich einen Termin verpasst habe: die letzte Party im alten Tresor fand am 16. April 2005 statt. Also vor 20 Jahren.\nIch habe immer nach einem passenden Anlass gesucht, um eine meiner kleinen Tresorgeschichten in diesem Blog zu veröffentlichen. Bevor ich zur eigentlichen Geschichte komme, hier im Kurzabriss mein Leben im Tresor: 1993 sagt Torsten, ich müsse da hin. Er beschreibt mir den Weg. Damals musste man sich ja noch mit dem Stadtplan orientieren. Ich bin nachts allein mit dem Auto hingefahren. Es soll irgendwo auf der rechten Seite der Straße sein, mit großen Buchstaben – komisch, bei mir ist das links (haha). Ich bin reingegangen. Mein Dresscode (Blaumann und Stahlkappenarbeitsschuhe) war denen völlig egal. Treppen runter. Keller. Druck. Schall atmen. Bass. Paradies. Wie auf einem anderen Planeten. Rein in den Nebel. Tanzen. Tanzen. Tanzen. Keine Ahnung, wie spät es ist. Irgendwann raus. Es ist hell draußen. Ins Auto. Kaiserdamm hoch. Kein Verkehr. Auf die A100. Avus raus. Summen im Ohr. Zurück in die andere Welt. Und so ging es seit 1994 bei mir bis 2005. Rückblickend leider viel zu selten. Aber jeder Besuch eine Offenbarung der Musik.\nNun zu meiner kleinen Episode: Volker, befreundeter Fotograf, gab mir im Rahmen des 14tägigen Abschlußmarathons 2005 seine Sony Cyber-shot DSC‑F717 mit 5 Megapixel und legendärer Hologram AF‑Assist‑Funktion. Mit dem Gerät in der Tasche fuhr ich in den letzten 14 Tagen mehrere Mal von Hamburg nach Berlin, um für mich Erinnerungen festzuhalten. Und so kam ich mit fett Bild- und Video-Material nach Hause. Damals war ich gerade im Cutting-Fieber und so schnitt ich ein Video, welches ich zu Youtube hochlud. Die Qualität hatte ich damals wohl nicht so im Griff und so reden wir hier über 8bit-Style. Aber schau selber:\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Sorry not sorry Irgendwann habe ich jedoch alle Daten der Abende im Tresor von meiner Festplatte gelöscht, ohne es zu bemerken. Erst Monate später fiel mir auf, dass sie gar nicht mehr da waren. Und ich weiß, dass es hunderte Fotos von jeder Ecke sowie Videoschnipsel von draußen und drinnen waren. Ich habe alles gefilmt, was nicht bei drei in der Dunkelheit verschwand. Und so bleiben mir tatsächlich nur ein Video, viele Erinnerungen und das Fazit: \u0026ldquo;Kein Backup, kein Mitleid.\u0026rdquo;\n2007 fuhr ich mit Anett in den neuen Tresor ins Heizkraftwerk. Das war dann mein letzter Aufschlag.\nDie Set-Recordings der Abschlußwoche auf Youtube\n","tags":["Techno","Berlin"],"section":"posts"},{"date":"1744761600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/homeassistant-auf-intel-nuc/","title":"Wie ich Home Assistant auf einem Raspberry zum Laufen bekam und direkt auf einen Intel NUC wechselte","summary":"Vom Raspberry 3 zum Intel NUC","content":"Im Zuge der Vorbereitung des Heizungstausches habe ich mich intensiver mit der Möglichkeit beschäftigt, die von der WOLF-Schnittstelle gelieferten Daten auszulesen und auszuwerten. Von unserer PV-Anlage kenne und liebe ich es - in Echtzeit einen Überblick über Daten wie Erzeugung, Eigenverbrauch, Einspeisung, Batterieladung und -entladung zu erhalten. Und dann auch noch die entsprechenden Statistiken pro freier Zeiteinheit.\nDie WOLF-Schnittstelle stellt zwar Daten zur Verfügung. Aber Statistiken mit Grafiken etc. fehlen. Im Gespräch mit unserem Heizungsinstallateur zeigte mir dieser die Möglichkeiten der WOLF-Integration in Home Assistant auf. Für mich führte kein Weg daran vorbei: Mit der Wärmepumpe muss Home Assistant bei mir einziehen.\nRaspberry 3 flashen In einer Kiste mit Technikkram lag noch ein Raspberry 3/b, den ich in unerwartet kurzer Zeit mit Home Assistant zum Laufen brachte:\nAnleitung Etcher installiert Software runtergeladen und auf die SD geflasht Wolf SmartSet Service installiert Und so war ich keine zwei Stunden später da und hatte, wovon mein Datenherz träumte.\nDaten von der PV-Anlage, der Wärmepumpe und Summenhelfer - alles an einer Stelle\nMehr Power: Intel NUC In den folgenden Wochen beschäftigte ich mich immer mehr mit den Möglichkeiten von Home Assistant und es kam, wie es kommen musste, der Raspberry 3, der von Home Assistant als absolute Minimalausstattung definiert wurde, kam an seine Grenzen. Ich hatte nämlich die geniale Idee, mir bei IKEA intelligente Steckdosen und den Wasserlecksensor Badring zu kaufen. Mir hat es nämlich den HWR etwas überflutet. Dazu musste ich mir einen Zigbee-Adapter besorgen und einen MQTT-Broker einrichten. Diese beiden Maßnahmen haben den Raspberry praktisch getötet. Das System war kaum noch zu gebrauchen. Das Ende der Fahnenstange war erreicht - wie mir auch in einem HA-Forum deutlich gemacht wurde.\nEin Freund warf mir einen Link zu einem Intel NUC Mini PC | Intel Core i5-5300U | 128GB SSD 8GB RAM zu, der generalüberholt nur 84 Euro kostete. Knaller! 🧨 Heute war dann der Moment gekommen, die HA-Version vom Rasperry auf den NUC zu übertragen. Das hat mich am Anfang ein paar Nerven gekostet, aber am Ende war es ein Kinderspiel.\nSteuer dein Leben hat den Ablauf hier auf Youtube genau so dargestellt, wie es bei mir in der Anlage funktioniert hat.\n💿 USB-Stick mit FAT32 formatieren ⬇️ Balena Etcher herunterladen 🌄 Ubuntu-Image auf dem Stick erstellen lassen 🚀 NUC starten und vom USB-Drive bootfähig machen 🏠 Home Assistanz-Software herunterladen ⚡️ die Software mit Disk-Programm auf die SSD flashen Der gesamte Ablauf ist hier auf der offiziellen Home Assistant Seite für die Installation auf x86-64 Systemen detailliert beschrieben. Methode 1 hat funktioniert. Ich habe zuerst Methode 2 ausprobiert. Das hat aber nicht funktioniert.\nFazit Wenn du Home Assistant benutzen willst, ein paar Sensoren, ein paar Shellys, vielleicht Lampen von IKEA, eine Steckdose oder einen Wasserleck-Sensor einbauen willst - fang nicht mit Raspberry an. Nimm einen NUC. Wir reden hier von einer Geschwindigkeit, die einfach enorm ist. Du tauscht Stress gegen Spaß.\n","tags":["Home Assistant","Smart Home"],"section":"posts"},{"date":"1743984000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/die-neue-waermepumpe/","title":"Tschüß Gasheizung - hallo Wärmepumpe","summary":"Wir haben unsere Gasbrennwert-Therme gegen eine WOLF-Wärmepumpe in unserem Altbau getauscht","content":"Robert H. hat uns Ende März eigenhändig unsere erst sechs Jahre alte Gastherme aus dem Keller gerissen. Danach saßen wir gemeinsam am Küchentisch und tranken ein kühles Flens. Nein. Spaß: natürlich war das nicht Robert H., sondern drei gestandene Handwerker der Heizungsfirma meines Vertrauens und Bier gab’s auch nicht, sondern Tee mit Zucker.\nWas stimmt: die Gastherme hatte erst sechs Jahre auf dem Brenner.\nIch berichte über unsere kurze Reise von der Therme bis zur Wolf-Wärmepumpe, teile hier die ersten Ergebnisse und werde, wie du es von mir kennst, auch in den nächsten Monaten Zwischen-Ergebnisse berichten.\nDass wir uns eines Tages von fossilen Energieträgern verabschieden werden, war uns schon länger klar. Das ist am Ende so schnell ging, überraschte selbst uns. Zugegeben, die FDP hat mit ihren Faxen den Prozess beschleunigt, denn im Zuge der anstehenden Neuwahlen war uns binnen kurzer Zeit klar: die Förderung nehmen wir noch mit, bevor Friedrich M. die kassiert. Am Ende sollte es politisch anders kommen. Aber so what?\nIm Altbau geht keine Wäremepumpe Unser Haus, Baujahr 1975, hatten wir in den letzten sechs Jahren energetisch optimiert. Dach neu, Fenster neu, Fassade ausgeblasen. Der letzte Baustein war, die 2018 vom Vorbesitzer in letzter Sekunde vor dem Verkauf eingebaute Gastherme, zusammen mit unserem Heizungsinstallateur so zu konfigurieren, dass sie mit der geringsten Vorlauftemperatur arbeitete, wie es für eine Gastherme überhaupt möglich ist. Zwei Winter überstanden wir so und konnten uns damit sicher sein, dass wir auch mit Wärempumpe und ohne weitere Energiezufuhr die norddeutschen Winter überstehen würden.\nWelche Anlage? Die Ausschreibung: In unserer Gemeinde gibt es genug neue Wärmepumpen. Und so fragte ich mich: Wer kann mir einen Installateur empfehlen. Neben der Heizungsfirma meines Vertrauens habe ich 2 weitere regionale Firmen angeschrieben, 3 überregionale Firmen (via Instagram) kontaktiert und das bestehende Angebot einer weiteren Familie erhalten. Alle Firmen haben im Großen und Ganzen einen guten Job gemacht, jeder hatte seine Stärken und Schwächen und die Preise waren alle ungefähr gleich.\nEin sehr empfehlenswertes Tool, mit dem ich im Vorfeld und mit den Angeboten gerechnet habe, ist der JAZ-Rechner vom Bundesverband für Wärmepumpen. Damit konnte ich im Vorfeld die Anlagen in meinem Haushalt vergleichen. Ergebnis: Alle haben sich nicht viel genommen.\nUnd so bin ich bei der Firma geblieben, die ich seit Jahren kenne und deren Geschäftsführer mir direkt mit seinem Tablet, Zugriff auf seine WP und die anderer Kunden, die Arbeitsleistungen des Tages, des Monats und des Jahres präsentieren konnte. Seine Kreativität, die Anlage in unser kellerloses Haus zu integrieren, bereitete mir zwar Kopfzerbrechen. Aber letztendlich sollte er mit seiner Vision recht behalten. Die Heizlastberechnung bestätigte, dass der Wolf CHC-Monoblock 07/300-50S inkl. CHA07/400V bei uns einziehen würde.\nDie Maschine kommt \u0026ldquo;Montag kommen wir, Donnerstag sind wir fertig\u0026rdquo;. Ein Zeitplan, der aufgegangen ist. Die arg schwere Außeneinheit wuchteten wir zu viert auf ein WOLF-Fertigfundament.\nDie Außeneinheit kam mit elektrischer Transportraupe Das WOLF-Fertigfundament Shelly 3 Pro EM: Echtzeit-Verbrauch Die WOLF-App ist in Ordnung, aber eines kann sie leider nicht: den aktuellen Verbrauch der WP anzeigen. Warum ist das wichtig? Wenn man wie wir eine PV-Anlage hat, ist es - das merken wir nach den ersten Wochen - hilfreich, einen Überblick über den Verbrauch im Haus zu haben. Das kann man jetzt nerdig nennen, aber ich habe mir im Home Assistant ein kleines Board gebastelt, wo ich die Anlagenstatistik aus der WOLF-App und der Shelly auf einen Blick zusammengefasst sehe.\nApropos Home Assistant: In der WOLF-App findet man keine zeitlichen Statistiken. Wann ist die Anlage gestartet? Wie hat sich der Vor-/Rücklauf im Laufe des Tages verändert etc. Diese Fülle an Daten liefert der Home Assistant mit der WOLF-Integration.\nDer Shelly überwacht den Stromverbrauch in Echtzeit Start der Anlage und die ersten Tage Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme hatten wir nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt und tagsüber ab 10 Grad aufwärts. Unsere Anlage wurde vom Installateur mit der Konfiguration unserer alten Gasheizung eingelesen und angepasst. Alle Zeitprogramme waren vorhanden, die Heizkurve an die deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen angepasst. Bereits in der ersten Nacht stieg die Temperatur im Haus auf \u0026gt;22 Grad, so dass die Kurve in den nächsten Tagen schrittweise angepasst wurde. Der Kessel schafft es, ohne Einsatz des internen Heizstabes ständig auf 50 Grad gehalten zu werden. Weitere Statistiken werde ich nachreichen, wenn wir mehr Daten und Erfahrungen haben.\nDas Energy-Dashboard in Home Assistant So sieht das Endergebnis aus: Auch wenn WOLF keinen Design-Preis für seinen Anlagen bekommt - wer kommt auf die Idee, den Pufferspeicher nicht richtig einzukleiden - der Monk in mir hat mich angetrieben, das Gerät bestmöglich in unseren knappen Platz des HWRs einzubauen. Dank der wirklich guten Arbeit der Handwerker, nutz die Anlage den Platz optimal aus.\nEnde gut – alles bestens ","tags":["Wärmepumpe","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1741392000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/intelligenter-briefkasten/","title":"Briefkasten intelligent machen mit Shelly, IKEA und Home Assistant","summary":"Ich habe meinen Briefkasten intelligent gemacht.","content":"\u0026ldquo;Da ist die Büchse der Pandorra geöffnet\u0026rdquo; - so sagten es die Frau eines Freundes, als klar wurde, dass ihr Mann mich mit dem Home Assistant-Fieber angesteckt hatte. Und ja, heute, als ich der Familie mein neues Projekt vorstellte, kam dieses Zitat wieder auf den Tisch.\nIch habe nämlich unseren Briefkasten intelligent gemacht. Nein, er erkennt nicht automatisch die Post und führt Überweisungen oder Antwortschreiben automatisch aus. Ich lasse mir in Home Assistant anzeigen, ob ich Post habe. Ich kann mir also den Gang zum leeren Briefkasten sparen. Fancy, oder?\nHome Assistant ist eine Open-Source-Plattform zur Heimautomatisierung, die es ermöglicht, verschiedene Smart-Home-Geräte zentral zu integrieren, zu steuern und zu automatisieren.\nSo sieht das Endergebnis aus:\nBei Erkennung, dass etwas durch den Briefschlitz geschoben wird, meldet ein Motion-Sensor eine Bewegung. Diese Meldung bleibt solange aktiv, bis der Door/Window-Sensor meldet, dass ich die Tür von Briefkasten aufgeschlossen habe:\nSo zeigt Home Assistant bei mir, wenn Post eingeworfen wurde\nHardware Diese beiden Hardware-Komponentennutze ich für die Umsetzung:\nUpdate\nIn der eigentlichen Planung habe ich diese beiden Shelly-Komponenten vorgesehen.\nShelly BLU Motion für die Bewegungserkennung, wenn ein Brief durch den Schlitz geworfen wird. Shelly BLU Door/Window für die Erkennung, wenn ich die Tür öffne und die Popst entnehme. Mein Briefkasten empfängt aber ein so instabiles WiFi-Signal, dass ich die Hardware gewechselt habe. Nun kommen IKEA-Komponenten zum Einsatz, die mit Zigbee funken. Das Ergebnis: Ein gnadenlos starkes Signal garantiert optimale Funktion.\nIKEA Funk-Bewegungsmelder Vallhorn für die Bewegungserkennung, wenn ein Brief durch den Schlitz geworfen wird. IKEA Tür/Fenstersensor Parasoll für die Erkennung, wenn ich die Tür öffne und die Popst entnehme. Home Assistant Konfiguration Die grundlegende Logik ist simpel:\n✅ Brief wird eingeworfen → Bewegung wird erkannt → „Post ist da!“ wird aktiviert\n✅ Briefkastentür wird geöffnet → Türöffnung wird erkannt → „Keine Post da“ wird aktiviert\nHelfer werden benötigt Du brauchst einen Helfer (input_boolean.motion_aktiv), um die Bewegungserkennung an- und auszuschalten. Wir müssen HA die Info geben, ob Post eingeworfen wurde und ob die Tür vom Briefkasten geöffnet wurde, um in dem Moment die Bewegungserkennung zu deaktivieren. Dazu bauen wir uns zwei Helfer (Einstellungen \u0026gt; Geräte/Dienste \u0026gt; Tab \u0026ldquo;Helfer\u0026rdquo;)\nBriefkasten geöffnet? → Bewegungserkennung deaktivieren (Motion-Sensor ignorieren) Briefkasten geschlossen? → Bewegungserkennung wieder aktivieren Helfer 1: input_boolean.motion_aktiv Typ: Schalter Name: Motion-Erkennung aktiv Entität: input_boolean.motion_erkennung_aktiv Startwert: an (damit Bewegung standardmäßig erkannt wird) Helfer 2: input_boolean.post_ist_da Typ: Schalter Name: Post ist da Entität: input_boolean.post_ist_da Automationen Automation 1: Briefkasten geschlossen → Bewegung aktiviert Sobald der Briefkasten geschlossen wird, ist der Bewegungssensor aktiviert.\nalias: Briefkasten geschlossen → Bewegung aktivieren triggers: - entity_id: - binary_sensor.tursensor_briefkasten_contact to: \u0026#34;off\u0026#34; trigger: state actions: - target: entity_id: input_boolean.motion_erkennung_aktiv action: input_boolean.turn_on data: {} Automation 2: Briefkasten geöffnet → Bewegung deaktivieren Sobald der Briefkasten geöffnet wird, wird die Bewegungserkennung deaktiviert.\nalias: Briefkasten geöffnet → Bewegung deaktivieren triggers: - entity_id: - binary_sensor.tursensor_briefkasten_contact to: \u0026#34;on\u0026#34; trigger: state actions: - target: entity_id: input_boolean.motion_erkennung_aktiv action: input_boolean.turn_off data: {} Automation 3: Bewegung erkannt (nur wenn erlaubt) Nur wenn motion_aktiv = on, wird „Post ist da“ gesetzt.\nalias: \u0026#34;Briefkasten: Bewegung erkannt (wenn aktiv)\u0026#34; triggers: - entity_id: - binary_sensor.bewegungsmelder_briefkasten_occupancy to: \u0026#34;on\u0026#34; trigger: state conditions: - condition: state state: \u0026#34;on\u0026#34; entity_id: input_boolean.motion_erkennung_aktiv actions: - target: entity_id: input_boolean.post_ist_da action: input_boolean.turn_on data: {} Automation 4: Briefkasten geöffnet → Setze Status zurück Wenn der Briefkasten geöffnet wird, wird „Post ist da“ zurückgesetzt.\nalias: \u0026#34;Briefkasten: Post entnommen (Zurücksetzen)\u0026#34; trigger: - platform: state entity_id: binary_sensor.shelly_blu_door_window to: \u0026#34;on\u0026#34; action: - service: input_boolean.turn_off target: entity_id: input_boolean.post_ist_da Die Mushroom-Karte: das Frontend Finally: Du siehst hier, wie die Info im Dashboard ausgegeben wird. Ich nutze die Mushroom-Cards:\ntype: custom:mushroom-template-card primary: Post icon: |- {% if is_state(\u0026#39;input_boolean.post_ist_da\u0026#39;, \u0026#39;on\u0026#39;) %} mdi:email {% else %} mdi:mailbox-outline {% endif %} icon_color: |- {% if is_state(\u0026#39;input_boolean.post_ist_da\u0026#39;, \u0026#39;on\u0026#39;) %} red {% else %} grey {% endif %} tap_action: action: more-info grid_options: columns: 4 rows: 1 entity: input_boolean.post_ist_da visibility: - condition: state entity: input_boolean.post_ist_da state: \u0026#34;on\u0026#34; secondary: ist da! ","tags":["Shelly","Home Assistant","Smart Home"],"section":"posts"},{"date":"1740787200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/6000-km-enyaq/","title":"Der Enyaq 85: die ersten 7.000 km bis nach Dänemark","summary":"Der Enyaq 85 im Härtetest: Minus 8 Grad im Dänischen Winter. Mein erstes Fazit und Erlebnisse aus dem Paradies der Elektromobilität.","content":"Kinners, wie die Zeit vergeht. 7.000 km sind in 4 Monaten in den Asphalt geschlitzt worden. Gibt´s Dinge, die mir aufgefallen sind?\nKillerfeature: manuelles Vorheizen der Batterie\nMeet me at the Ladestation Škoda hat mit der Möglichkeit der manuellen Ladeoptimierung eines der besten Features realisiert: Es ist nun möglich, die Batterie während der Fahrt auf den optimalen Ladezustand vorzuheizen. Ich nutze diese Funktion immer und erreiche damit Ladegeschwindigkeiten, die mit dem Vorgänger, dem iV80, nicht möglich waren. Die 7.000 km habe ich mit dem Enyaq im Winter zurückgelegt, teilweise bei Temperaturen bis minus 5 Grad. Meistens fuhr ich zwischen 3 und 7 Grad. Durch das Vorheizen konnte ich auch bei vergleichsweise hoher SoC Ladegeschwindigkeiten von \u0026gt;130kWh erreichen. Wenn der SoC optimal bei 10-15 % lag, stand ein Wert um 160 kwh im Ladedisplay - der Maximalwert. Mit dem iV80 hatte ich diese Werte nur im Sommer bei ca. 25 Grad.\nLadepark von Norlys in der Nähe von Odense\nMeet the future in Denmark Zum ersten Mal haben wir mit unseren Elektrofahrzeugen den Sprung über die Grenze gewagt. Auf nach Dänemark. Dass es bei unseren Nachbarn um die E-Mobilität deutlich besser bestellt ist, sieht man hierzulande nicht nur an den Nummernschildern all der Elektrofahrzeuge auf den Straßen. Um es gleich vorweg zu sagen: Ja, Dänemark ist eine ganz andere Welt, was die Ladeinfrastruktur und die Preise angeht. Wir haben mit Kreditkarte für 26 Cent/kwh geladen. Wir haben überdacht in riesigen Ladeparks gestanden. Wir kamen mit 2% SoC und 15 km Restreichweite an Ladeparks und hatten 3 verschiedene Anbieter mit bis zu 50 Ladeplätzen. In Deutschland bin ich einmal mit 7% SoC angekommen und hatte schon Schweißperlen auf der Stirn. Wir standen in Parkhäusern, deren Oberdeck komplett mit Ladeplätzen ausgestattet war. So oft wie ich in einer Woche Dk einem Enyaq begegnet bin, ist mir das in 4 Jahren in D zusammen nicht passiert.\nÜbrigens, und das ist nichts Neues: Auch die hygienischen Zustände auf den Toiletten der Raststätten sind einwandfrei. Deutschland, was für Edelstahl-Shitholes!\nSelbst WCs sind auf einem anderen Level\nnoch ein Ladepark (frag mich nicht, wo das war!)\nHead-up-Display und Augmented Reality: Wie geht´s? Das Head-Up Display ist praktisch das einzige Display geworden, das ich während der Fahrt benutze. Ich wüsste gar nicht, wie es ohne gehen sollte. Das Augmented Reality Feature hingegen scheitert einfach daran, dass Škoda meiner Meinung nach immer noch eine grauenhafte Navigationssoftware hat. Ich benutze das Ding einfach nicht. Im Kurztest wollte mich das Navi im Vergleich zu Google Maps irgendwo ins Nirwana schicken. Einmal landete ich mitten in verschachtelten Wohngebiets-Spielstraßen, obwohl ich nur eine Autobahn erreichen wollte - und zu guter Letzt schickte es mich zu Ionity zum Laden, obwohl ich diesen Service explizit deaktiviert hatte. Gut: ABRP unterstützt das Display - aber ich hänge einfach zu sehr an Google Maps, was Augmented nicht unterstützt.\nVerbrauch Ich bin noch unsicher, was den Verbrauch betrifft. Ich habe einen relativ hohen Verbrauch von derzeit 23 kwh/100 km. Das kann an den kalten Temperaturen und dem relativ hohen Autobahnanteil (ca. 50%) liegen. Ich werde das im Auge behalten. Ich muss aber auch zugeben, dass die fast 300 PS extrem dazu verleiten, das Fahrzeug an Stellen zu beschleunigen, an denen man vorher eher defensiv gefahren wäre.\nZwischenfazit Škoda hat mit dem 85er sehr viel richtig gemacht. Ein gelungenes Update. Mal schauen, ob sich die kleinen Schwächen demnächst in Luft auflösen.\n","tags":["emobility"],"section":"posts"},{"date":"1737763200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/discogs-collection-vinyl-cover/","title":"Discogs-Collection visualized","summary":"Tool-Tipp: so erzeugst du ein Foto mit all den Plattencovern aus deiner Discogs-Collection","content":"Heute bin ich auf Reddit im Subreddit r/vinyl über einen absolut genialen Service für Vinyl-Sammler im Allgemeinen und Discogs-Nutzer im Speziellen gestolpert. Wenn du deine Discogs-Plattensammlung auf \u0026ldquo;public\u0026rdquo; gestellt hast, kannst du dir daraus ein beeindruckendes Cover generieren lassen. Der Clou dabei: Alle hinterlegten Plattencover aus deiner Sammlung werden automatisch abgerufen und zu einer großformatigen Collage zusammengesetzt, die sich perfekt als Poster, Bildschirmhintergrund oder einfach als Deko für deinen Musikraum eignet.\nDas Beste daran? Du bekommst einen visuellen Überblick über deine Sammlung, der nicht nur praktisch, sondern auch wahnsinnig ästhetisch ist. Besonders für Nerds wie mich, die manchmal eine Stunde damit verbringen, einfach nur auf Plattencover zu starren, ist das ein echtes Highlight.\nWenn die Platten gegrabbt sind, kannst du die Ansicht auch noch individuell nach verschiedenen Kriterien filtern. Ein großer Spaß!\nHier ist der Service\u0026hellip;\nBei meiner Sammlung, die leider nicht bis ins letzte Detail gepflegt ist, aber dennoch knapp 500 Platten umfasst, sieht das am Ende so aus: Ein wilder, bunter Mix aus Lieblingsalben, vergessenen Perlen und Klassikern, die man längst mal wieder auflegen sollte. Ein tolles Tool, das nicht nur die eigene Liebe zu Vinyl feiert, sondern die Sammlung in ein kleines Kunstwerk verwandelt!\n","tags":["Vinyl","Musik"],"section":"posts"},{"date":"1735689600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/12-von-12/","title":"12 von 12 - Edition 2024","summary":"12 Fotos, die ich im Jahr 2024 aufgenommen habe","content":"Ich startete meine Camera-Roll und wühlte in den drölfzigtausend Fotos, die ich darauf hatte. Mein Ziel: 12 davon auszuwählen, die für mich im Jahr 2024 eine tiefere Bedeutung haben. Nun ist die Sache für mich ziemlich schwierig, weil ich hauptsächlich Fotos mache, bei denen Familienmitglieder im Mittelpunkt stehen. Diese finden nicht den Weg ins Netz und so bleiben tatsächlich eher kleine Schnappschüsse übrig.\nIch bin mal morgens Brötchen holen gefahren und die Natur hat noch tief und fest geschlafen. War schon ein mystisches Bild vor der Frontscheibe. Don´t tell the Cops!\nHier oben in Norddeutschland ist es landschaftlich zwar tendenziell weitläufig, aber dafür ist das mit Sonnenauf- und Untergängen so eine Sache, denn \u0026ldquo;der Tag am See endet mit Donner und Blitz\u0026rdquo; rappen ja schon die Beginner. Wenn es dann morgens mal so richtig am Himmel scheppert, muss ich das halt auch mal fotografisch festhalten.\nWenn du auf St. Pauli ein Eis essen willst, solltest du deine Streitaxt und dein Schießeisen zuhause lassen. Ich habe das Foto gemacht, weil mich ein Freund mal entgeistert angeschrieben hat. Er kannte solche Schilder aus seinem Heimatort nicht und war dementsprechend aufgeregt. Das indische Restaurant im Bild ist übrigens schärfer als jedes Messer.\nSt. Pauli, der Kiez, der Bunker, der Dom - man ist immer herzlich willkommen und fühlt sich auch so.\n2024 konnte man nicht genug Regenbogenfahnen schwenken und ich fürchte, das wird auch 2025 nicht anders werden.\nRay schleppte mich in Berlin in das Iro Izakaya Vegan, ein japanisches Restaurant ohne Tierleich und ich habe dort 2024 das beste Essen (in einem Restaurant) gegessen. Kulinarischer und menschlicher Spitzenmoment.\nAuf der re:publica saß ich in der ersten Reihe, als Annalena Baerbock und Johnny Haeusler auf die Bühne kamen. Fanboy kann ich!\nMit Marco war ich einen Trinken. Nach 7 Jahren Abstinenz war ich endlich mal wieder in der Charles Bar. Und gerade weil ich keinen Alkohol mehr trinke, war es umso schöner, dass der vielfach ausgezeichnete Barkeeper Martin Kramer, auch im nicht-alkoholischen Bereich grandios abliefert.\nSinnbildlich war 2024 der Ritt auf einem Tyrannosarus. Ich bin mir noch unsicher, ob ich mit dem Jahreswechsel noch oben auf sitze. Das Foto ist auf der Nordart entstanden. Den Tipp für das Event bekamen wir von Anett. Mille grazie!\nKein Sommer ohne Softeis im \u0026ldquo;Osten\u0026rdquo;. Vergesst das dänische!\nIch habe im neuen Japanischen Restaurant bei uns im Office-District mal den Spiegel fotografiert.\nDas Jahr endete schemenhaft. Klar, mit Schnee wäre es besser gewesen, aber so eine dicke Suppe hat ja den Vorteil, dass so manch Unerwartetes auftaucht.\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1735603200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2025/der-photovoltaische-jahresrueckblick-2024/","title":"Der photovoltaische Jahresrückblick 2024","summary":"Auswertung der Leistung unserer Photovoltaik-Anlage im Jahr 2024","content":"Das dritte Jahr mit eigener Photovoltaik-Anlage liegt hinter uns. Wieder werfe ich einen Blick zurück auf die hausgemachte Energiewende.\nDas Jahr 2024 aus meteorologischer Sicht Im Jahr 2024 verzeichneten wir in unserer Region eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von etwa 1.700 Stunden, was dem bundesweiten Durchschnitt entsprach. Besonders im Juli wurden mit 240 Sonnenstunden die höchsten Werte registriert, was die solare Energieerzeugung begünstigte.\nGleichzeitig war 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Messungen, mit einer Durchschnittstemperatur, die das Vorjahr um 0,3 Grad übertraf. Diese erhöhten Temperaturen können die Effizienz von Photovoltaikanlagen beeinflussen, da extreme Hitze die Leistung der Module mindern kann.\nZudem war 2024 in Hamburg und Umgebung ein besonders niederschlagsreiches Jahr. Im Juli wurde mit 102 Litern Regen pro Quadratmeter ein bundesweiter Rekord aufgestellt, deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 77 Litern. Solche hohen Niederschlagsmengen können die solare Einstrahlung reduzieren und somit die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen beeinträchtigen.\nZusammenfassend war 2024 durch eine durchschnittliche Sonnenscheindauer, erhöhte Temperaturen und überdurchschnittliche Niederschlagsmengen gekennzeichnet. Diese Faktoren beeinflussten die photovoltaische Energieerzeugung sowohl positiv durch ausreichende Sonnenstunden als auch negativ durch hohe Temperaturen und vermehrte Bewölkung infolge von Niederschlägen.\nDetails unserer Photovoltaik-Anlage: 7,8 kwp Module 5 kWh Speicher von Senec 51° Süd-Ausrichtung Ausrichtung: süd Vergleich der Arbeitswerte 2022 2023 2024 Erzeugung (MWh) 8,45 7,40 7,5 Einspeisung (MWh) 4,16 3,26 3,3 Netzbezug (MWh) 1,79 1,85 2,3 Verbrauch (MWh) 6,10 5,96 6,3 davon Beladung e-Auto (MWh) 1,94 2,14 2,3 Energiequellen Der Anteil meiner Energiequellen:\n2022 2023 2024 PV-Direktbezug 75% 71,5% 69,3% Speicher 8,7% 10,6% 10,4% Netzbezug 16,3% 17,9% 20,3% Wieder habe ich alle Werte in die Ertragsdatenbank eingetragen. Der Vergleich mit PLZ, Region und Bundeswerten zeigt, wie die Anlage im Vergleich arbeitet und dass wir regional eben keinen wirklich guten Sommer hatten. So sieht das bei uns für 2024 aus:\nDie Ertragsdatenbank hilft, die eigene Anlage mit regionalen und überregionalen Anlagen gleichen Typs zu vergleichen\n","tags":["Photovoltaik","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1731024000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/enyaq-85/","title":"Vom Enyaq iV80 zum Enyaq 85: Ein neuer Wegbegleiter für die kommenden vier Jahre","summary":"Die nächsten 4 Jahre E-Mobility stehen an. Der Škoda Enyaq 85 ist Teil davon.","content":"Nach drei Jahren mit meinem Škoda Enyaq iV80 hieß es Abschied nehmen – ein Fahrzeug, das mich zuverlässig durch den Alltag begleitet hat und dabei bewiesen hat, dass Elektroautos nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart gestalten können. Doch die Entwicklung in der Elektromobilität steht nicht still, und so freue ich mich darauf, nun mit dem neuen Enyaq 85 die nächsten vier Jahre zu erleben.\netwas zu viel Gepose für mich: der Grill in Glasoptik\nMehr Power, mehr Reichweite: Der neue Antrieb Der größte Unterschied zu meinem bisherigen Modell ist wohl der leistungsstärkere Motor. Der Enyaq 85 bietet nicht nur spürbar mehr Power, sondern auch eine gesteigerte Reichweite. Diese Zusatzkilometer bieten mir die Freiheit, längere Strecken mit noch weniger Ladepausen zu meistern – jedem mit \u0026ldquo;German Reichweitenangst\u0026rdquo; wird das gefallen. Eine weitere Überraschung: Der Lenkeinschlag ist wirklich beeindruckend. Ja, das ist wirklich ein Killer-Feature. Beim Wenden merkt man, dass sich das Lenkrad nach kurzem Widerstand noch weiter einschlagen lässt. Damit habe ich es tatsächlich geschafft, mit 2 Zügen zu wenden, wo ich mit dem iV80 3 Züge brauchte.\nHead-up-Display und Augmented Reality: Die Zukunft direkt vor meinen Augen Schon im Enyaq iV80 gab es ein ordentliches Infotainmentsystem, doch der Enyaq 85 setzt nochmal einen drauf. Das neue Head-up-Display projiziert nicht nur die wichtigsten Informationen direkt in mein Sichtfeld, sondern kombiniert dies mit Augmented Reality. Navigationsanweisungen werden präzise auf die Fahrbahn gelegt – so wird jeder Spurwechsel und jede Abzweigung klar visualisiert, was das Fahren noch intuitiver macht. Ein klarer Pluspunkt für die Sicherheit und das Fahrerlebnis. Ich war sketpisch, ob ich damit klarkomme, direkt auf der Frontscheibe plötzlich Linien und Zahlen zu sehen. Naja, was soll ich dir sagen: es hat etwa 500 Meter Eingewöhnung gebraucht. Nie mehr ohne!!!\nNeue Software und Bedienkomfort Auch in Sachen Software hat Škoda ordentlich nachgelegt. Das System läuft flüssiger, die Bedienoberfläche wirkt intuitiver, und die Sprachsteuerung versteht mich besser. Es ist deutlich zu spüren, dass Škoda das Feedback von Fahrern aufgenommen und in die neue Version eingebracht hat. So lassen sich Funktionen, wie zum Beispiel das Batterie-Management, jetzt noch individueller einstellen.\nEin Quantensprung für Škoda-Verhältnisse: die neue Software.\nEndlich kann man die Wärmepumpe steuern.\nNavigation unbrauchbar Du weißt, dass ich ein großer Fan von Apple Carplay bin und ausschließlich mit Google Map navigiere. Entsprechend skeptisch stehe ich den Systemen der Hersteller gegenüber. Škoda hat in der neuen Version schon einiges besser gemacht - aber den Use Case eines Otto-Normal-Anwenders scheint man immer noch zu übersehen. Hier sieht man die Anzeige bei der Navigation aus Hamburg. Du kennst das: Fokus!!! Da werden mir Verkehrsschilder auf der südlichen Elbseite angezeigt - die ich auf dem Landweg nicht unter 2 Stunden erreichen würde. Überhaupt sehe ich immer ein buntes und für mein Vorankommen irrelevantes Potpuri von gesperrten Straßen, Zoohandlungen, Fitnessclubs und Friedhöfen. Natürlich passt sich die Zoomstufe an (nein, das kann ich nicht beeinflussen), aber die Ablenkung auf der Karte ist dann im nheren Umfeld nicht minder störend. Hier sollte dringend eine Optimierung in einem der nächsten OTA-Updates kommen.\nDie intelligente Zielführung beim Laden ist deutlich besser geworden: ich kann endlich Ionity ausschließen (warum nur die?), ich kann SoC bei Ankunft an der Ladesäule und am Ziel angeben, ich kann einschränken, ob ich AC oder DC laden möchte. Hier werde ich in den nächsten Wochen testen, wie intelligent Škoda die Ladeplanung programmiert hat.\nNoch immer ablenkend: die Navigation.\nVier Jahre, viele Erfahrungen Für die nächsten vier Jahre freue ich mich darauf, euch weiterhin mit Erfahrungsberichten rund um den Enyaq 85 zu versorgen. Ob im Alltag, auf langen Fahrten oder bei technischen Updates – der Enyaq wird mir sicherlich viele neue Geschichten liefern. Bleibt dran und seid gespannt auf die kommenden Kapitel in meiner Enyaq-Reise!\nDamit man nicht aus Versehen in einen Tesla einsteigt 😆\n","tags":["emobility"],"section":"posts"},{"date":"1730678400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/plattenregal-diy/","title":"Vinyl trifft DIY! Dachboden-Plattenregal aus JYSK-Regalen selbst gebaut ✂️","summary":"Zwei Skyum Regale von JYSK werden zum Einbauregal für meine Plattensammlung","content":"Einbau-Plattenregal im Dachboden: DIY für echte Vinyl-Fans Ein Regal maßgeschneidert für Vinyl\nWer kennt es nicht: Im Dachboden könnte man so viel Platz schaffen, aber die Schrägen und offenen Sparren lassen wenig Spielraum. So ging es mir auch – eine fertige Lösung gab es einfach nicht. Statt Kompromisse einzugehen, entschied ich mich, wieder selbst aktiv zu werden. Zwei schöne Voll-Eiche-Regale von JYSK fügten sich optisch in den Raum ein und boten die Grundlage für ein maßgeschneidertes Plattenregal. Für nur 150 Euro aus Kleinanzeigen ergattert, waren diese Regale der ideale Startpunkt. Das Eichenholz passte nicht nur hervorragend zum bestehenden Eichenboden, sondern brachte auch eine schlichte Eleganz in den Raum, die meine bunte Vinylsammlung stilvoll umrahmt. Hier bewährt sich die Devise: DIY schafft Möglichkeiten, die kein Kaufprodukt je bieten könnte.\nDas Herzstück der Werkzeuge: Präzision für das perfekte Finish\nEin Projekt dieser Art erfordert Präzisionsarbeit – und die richtigen Werkzeuge. Mit einer Tauchsäge und Führungsschiene begann das Zersägen der beiden Eichenregale, was bei so hochwertigem Holz natürlich Überwindung kostet. Der Schnitt musste genau sein, um später exakt in die Raumstruktur zu passen. Um die Aussparungen für die Dachbalken perfekt anzupassen, griff ich zur Japansäge und zur elektrischen Bandfeile, zwei unverzichtbare Helfer. Dank meiner Erfahrung im Sägen solcher Aussparungen war dieser Teil weniger herausfordernd, als ich anfangs dachte. Der Zimmermannswinkel und ein spitzer Bleistift waren dabei meine ständigen Begleiter, um jede Markierung und jeden Winkel auf den Millimeter genau zu setzen – ein DIY-Tipp, den ich jedem ans Herz legen kann.\nAnzeichnen des notwendigen Schnitts: aus 1 Regal mach 2\nsauber mit der Tauchsäge trennen und fein Korrigieren\nStellprobe nach dem ersten Aussägen der Sparrenaussparung\nVerbinden der beiden Regale\nDas LED-Geheimnis hinter den Regalen\nEin echtes Highlight ist die LED-Beleuchtung, die meine Schallplatten optisch hervorhebt und den ganzen Raum in ein angenehmes Licht taucht. Die Installation war einfach: Mit Klebeband befestigte ich den LED-Strip an der Rückseite des Regals. Eine kleine Falle, in die ich tappte – das Anbringen nach dem Einräumen der Platten war ein echter Balanceakt. Mein Tipp für alle, die das nachmachen möchten: Zuerst die LED-Streifen anbringen und erst dann das Regal bestücken! Die Beleuchtung gibt dem Raum eine besondere Atmosphäre und setzt die Platten richtig in Szene, ohne zu aufdringlich zu wirken – das ideale Finish für mein Dachbodenprojekt.\nLate Night\nKompaktes Vinyl-Wunder mit smarter Technik\nDas Regal bietet nicht nur Platz für Schallplatten, sondern beherbergt auch eine dezente Techniklösung im Hintergrund. Vorne ergänzte ich ein kürzeres Regalstück, das Kabel und den kompakten Streaming-Verstärker geschickt verbirgt. Eine Durchlassbohrung im oberen Teil ermöglicht die unauffällige Kabelzuführung, während die Technik im hinteren Regalfach verschwindet. Alle Steckdosen sind über Shelly individuell schaltbar, sodass ich die Geräte kabellos steuern kann – ein weiterer Clou, der den minimalistischen Look unterstreicht. Die Technik wird nicht zur Schau gestellt, sondern fügt sich dezent in das Design ein, und die Schallplattensammlung bleibt der klare Star des Regals.\nVinyl-Schätze mit Geschichte\nVon 1990 bis 1998 habe ich meine Sammlung Stück für Stück aufgebaut, jede Platte ein Zeugnis meiner Jugend und vieler unvergesslicher Momente. Früher war ich als DJ mit zwei Technics 1210 MK2 unterwegs und legte stundenlang auf, heute steht nur noch ein Plattenspieler im Regal. Die Erinnerungen an die alten DJ-Zeiten bleiben jedoch lebendig, und jede Platte erzählt ihre eigene Geschichte. Dieses DIY-Regal ist für mich mehr als nur ein Möbelstück – es ist eine Art persönliches Denkmal für meine Sammlung und die Geschichten, die sich darin verbergen. Ein Ort, der nicht nur praktischen Stauraum bietet, sondern auch emotionalen Wert hat.\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1730592000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/inselbiotop_eigener-garten/","title":"Wildbienen, Schwebfliegen \u0026 Co.: Ein Gartenparadies für echte Umwelthelden schaffen","summary":"So einfach ist es, seinen Garten zu einem Paradies für Insekten zu machen","content":"In einer Zeit, in der sterile Rasenflächen, Schottergärten und exotische Zierpflanzen unsere Gärten dominieren, geht oft vergessen, welche Rolle heimische Pflanzen für unser Ökosystem spielen. Ein Beispiel aus meinem eigenen Garten zeigt jedoch, wie einfach es sein kann, bedrohten Insekten ein Zuhause zu bieten.\nPapa, da ist ein bunter Wurm in der Pflanze!!!\nMeine Tochter entdeckt eine Raupe\nIn diesem Jahr haben wir beschlossen, bestimmte Gartenbereiche sich selbst zu überlassen. Dazu gört auch der Nutzgarten. Schon im lettzen Jahr ließen wir Kohl \u0026amp; Co bis weit in die Blüte hinein stehen. In diesem Jahr spielte der Dill eine entscheidende Rolle. Anstatt ihn wie üblich früh zu ernten, ließen wir ihn wachsen und blühen, was sich als Glücksgriff herausstellte. Denn plötzlich entdeckten wir an den Dolden des Dills die Raupen des Schwalbenschwanzes, eines imposanten Schmetterlings, den wir in den 5 Jahren, die wir hier leben, zuvor noch nie in unserem Garten oder irgendwo anders in Norddeutschland gesehen haben. Insgesamt fünf Raupen fanden an diesem Standort ihr Zuhause und begannen, sich zu verpuppen.\nEin weiteres Highlight bescherten uns die Rasenflächen, die wir aufgehört haben, zu mähen. Das sind 3 Flächen, die ungefährt 5x3 Meter groß sind. Ich bin geschwungen mit dem Rasenmäher drumrum und habe unseren Spielrasen damit etwas unterbrochen. Blutweiderich, Labkraut, Weidenröschen, Rotklee, Hornklee \u0026amp; Co schossen hervor und die Rasenfläche verwandelte sich ohne unser Zutun zu einer bunten Blumenwiese, die von Schmetterlingen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen eingenommen wurde. Und Raupen. Denn doch etwas schockstarr ob der Optik begegnete uns die Raupe des Mittleren Weinschwärmers. Guck dir mal hier diesen wunderschönen Falter an\u0026hellip;\nRaupe des Mittleren Weidenschwärmers\nDie Raupe marschierte straight in so einen Wiesenstreifen. Schaust du dir mal den Link an, den ich oben gepostet habe und guckst du, welche Pflanzen die Raupe als Futterpflanze benötigt - du wirst dich nicht wundern, dass genau diese Pflanzen Teil unserer ungemähten Abschnitte wurden. Im Garten haben wir zudem noch Waldmeister als Futterpflanze.\nRasen, der 2 Monate nicht gemäht wurde\nUnsere Erlebnise zeigen, wie einfach es ist, durch das Anpflanzen oder nicht-mähen heimischer Pflanzen und das Schaffen kleiner, wilder Oasen bedrohten Insekten einen Lebensraum zu bieten. Inselbiotope wie diese sind ein wertvoller Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Sie schaffen Nischen für spezialisierte Tiere, die in konventionellen Gärten keinen Platz finden. Die Pflanzenauswahl ist dabei entscheidend: Heimische Gewächse wie Dill oder Möhren bieten Nahrung und Lebensraum für Raupen, Schmetterlinge und viele andere Insektenarten. Gleichzeitig verzichten wir auf chemische Pestizide, um die natürliche Balance im Garten zu erhalten.\nDieser Ansatz erfordert wenig Aufwand, kann aber eine große Wirkung haben. Er zeigt, dass jeder Gartenbesitzer mit einfachen Mitteln zum Erhalt der Biodiversität beitragen kann. Wenn wir unseren Gärten erlauben, ein bisschen wilder und naturnaher zu sein, können wir nicht nur die Schönheit der Natur genießen, indem wir einigen Pflanzen erlauben, auf natürliche Weise zu wachsen, schaffen wir Lebensräume für spezialisierte Arten, die andernfalls keinen Platz finden würden. Dieser einfache Schritt kann eine große Wirkung haben und zeigt, dass jeder von uns einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten kann. Lass uns unsere Gärten ein wenig wilder gestalten – für uns und für die Schmetterlinge!\n","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1729987200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/weg-mit-der-hecke/","title":"Weg mit der Hecke","summary":"Wir haben unsere bunt-blühende Rhododendron-Hecke entfernt, um der Natur zu helfen","content":"Vor unserem Haus steht eine tolle Rhododendronhecke, die im Frühling ein richtiger Blickfang ist. Die Hecke ist insgesamt zehn Meter lang, gut vier Meter breit und besteht aus verschiedenen Sorten. Insgesamt haben unsere Vorbesitzer zwölf Rhododendron angepflanzt. Aber außer einer bunten Pracht findet da nicht viel Leben statt. Während der zweiwöchigen Blütezeit summt es zwar, aber danach ist im Gebüsch eher grünes Schweigen, denn nach der Blütezeit bieten sie kaum Nahrung oder Lebensraum für Vögel und Insekten (Quelle). Die Blätter und Zweige sind für unsere heimische Tierwelt quasi wertlos. In den 40 Quadratmetern, die bis zu einer Höhe von drei Metern zugewachsen waren, haben wir nicht mal Asseln gefunden, geschweige denn ein Vogelnest.\nDas hat uns zum Nachdenken gebracht: Wie viel trägt die Hecke wirklich zur heimischen Artenvielfalt bei? Leider gar nichts, denn es handelt sich um einen Neophyt. Wir haben uns überlegt, wie wir das Problem lösen können und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir der Rhododendronhecke zu Leibe rücken müssen. Also haben wir sie komplett entfernt.\nAber die sind doch sooo schön bunt. Und die Bienen!1!!11!!!\nJeder, dem wir von unserem Vorhaben erzählten. JEDER!\nViele unserer Bekannten sind überrascht, wenn wir ihnen erzählen, dass Rhododendren zwar im Frühjahr von Hummeln umschwärmt werden, aber kaum einen ähnlichen Beitrag zur heimischen Artenvielfalt leisten wie ein Plastikbaum. Und Plastik hat in unserem Gartenkonzept nichts mehr zu suchen.\nWir haben uns für eine Eibenhecke (Taxus baccata) (Wert: 24 fressende Vogelarten, Vogelschutzgehölz \u0026amp; Vogelnährgehölz, wird als Nistplatz verwendet, als Landeplatz angeflogen, 8 fressende Säugetierarten, Quelle) entschieden, die nicht nur elegant aussieht, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellt. Auch klimatisch kann die Eibe einiges aushalten. Sie gilt nämlich als ausgesprochen dürreresistent (hello Klimawandel my new friend!!!).\nAm Tag vor Weihnachten haben wir dann noch 25 Rotbuchen (Fagus sylvatica) (Wert: 2 Wildbienen, 16 spezialisierte Raupen, 77 Raupenarten, 11 Schwebfliegenarten, 17 Käfer, gute Verwendung als Nistplatz, und wird als Landeplatz angeflogen, Quelle) als Hecken zum Nachbar gestellt.\nAllein die Entfernung des Rhodos und das Pflanzen von insgesamt 15 Meter Eiben- und Rotbuchenhecke hat den ökologischen Wert des Vorgartens krass erhöht.\nAber wir haben noch mehr vor: Unser Vorgarten wird, wie unser gesamter Garten, noch weiter zu einem Ort für heimische Insekten werden. Wir werden Pflanzen setzen, die möglichst eine hohe Anzahl an Wildbienen, Schmetterlingen und andere Insekten anlocken und eine wichtige Rolle als Raupenfutter und grundsätzlichem Lebensraum spielen.\nWir haben schon mal den ersten Schritt gemacht und im eigenen Garten die folgenden Pflanzen vorgezogen bzw teilingsfägig:\nFingerhut (Digitalis purpurea) (Wert: 8 Wildbienen, 1 spezialisierte Raupenart, 5 Raupenarten, Quelle) Gundermann (Glechoma hederacea) (Wert: 40 Wildbienen, 3 Schmetterlinge, 1 Raupenart, 3 Schwebfliegenart, 2 Käfer, Quelle) Waldgeißbart (Arunculus diocus) (Wert: 37 Wildbienen, 2 Raupenarten, 1 Schwebfliegenart, 1 Käfer, Quelle) Salweide (Salix caprea) (Wert: 10 spezialisierte Wildbienen, 41 Wildbienen, 30 Schmetterlinge, 49 spezialisierte Raupenarten, 198 Raupenarten, 20 Schwebfliegenarten, 34 Käfer, Quelle), die letztes Jahr noch einen 30 cm großen Trieb hatte, ist inzwischen auf 2,5 Meter gewachsen. Diese Pflanzen bieten auf einem Bruchteil der Fläche, die unsere Rhododendronhecke verschwendet hat, einen erheblichen Mehrwert für die heimische Fauna. Und das ist erst der Anfang, denn die Fläche ist noch lange nicht ausgeschöpft.\nUnser Ziel ist es, unseren Garten mit solchen einheimischen Pflanzen in ein Paradies für die heimische Tierwelt zu verwandeln. Dabei möchten wir auch anderen Gartenbesitzern zeigen, wie einfach es sein kann, ohne Mehraufwand einen positiven Beitrag zu leisten.\nDie neu gepflanzte Eibenhecke\n","tags":["Garten","Natur","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1726012800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/wiim-amp-argon-audio/","title":"How to screw up a great product","summary":"Wie Argon Audio ein audiophiles Masterpiece digital gegen die Wand fährt","content":"So Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik, das wird jetzt hier ein Rant. Grab some popcorn.\nWorum geht es: Ich suche für meine beiden passiven Lautsprecher von bowers \u0026amp; wilkins einen Streaming-Amp, also eine kompakte Kiste, die Spotify, Tidal, AirPlay empfängt und meine Lautsprecher zum Beben bringt. Als Sahnehäubchen muss mein Technics 1210 noch über Phono laufen.\nWie die Geschichte Fahrt aufnahm: Anfang des Jahres bin ich auf WIIM Amp aufmerksam geworden. Genau das, was ich suche. Leider ohne Phone-Eingang. Dafür mit toller Software, App und Integration aller digitalen Dienste. Der Sound, so hatte ich das Gefühl, war nicht ganz so druckvoll, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber ich hatte das Teil zu Hause, testete es und hätte es wohl auch behalten, wenn WIIM nicht für September den Ultra als Nachfolger angekündigt hätte - mit Phono-Eingang und 3,5\u0026quot; Display. Dank der kulanten Rücknahmebedingungen des Händlers (#hüstelhüstel) verbrachte ich den Sommer ohne Verstärker.\nDer WIIM Ultra, so musste ich bei seiner Ankunft schmerzlich erfahren, ist gar kein Verstärker und damit für mich unbrauchbar. Schade, Marmelade.\nAuftritt Fachhandel: Voller Kauflust marschierte ich in den HiFi-Fachhandel und ließ mich beraten. In Hamburg bei HifiKlubben hatte ich einen wirklich tollen Audio-Nerd, der mir einen Traum in Weiß in die Hand drückte: den Argon SA2 der dänischen Firma Argon Audio A/S. Ich war schockverliebt. Tolle Verarbeitung, alles aus Metall, Haptik und Reaktion der mechanischen Baugruppen top.\nZur Einordnung: Der WIIM Amp liegt bei 369 €, der Argon SA2 bei 449 €.\nDas Drama nimmt seinen Lauf: Du kennst das: neues Gerät, mehr Vorfreude geht nicht.\nErster Eindruck zu Hause: Nach dem Anschließen des Plattenspielers: Der Sound knackig, präzise, edel. Wow. 💥\nAlso rein ins Netzwerk mit dem Gerät: Eine verdammte Stunde!!! hat es gedauert, das Gerät ans Netz zu bekommen. Obwohl der Amp auf meinem iPhone als Speaker im WLAN gefunden wurde, brach die Einbindung immer wieder ohne Fehlermeldung ab. Erst das Umbenennen des Speakers brachte den Erfolg. Seltsamerweise wurde der neue Name aber nicht übernommen. Der Argon wird ohne eigene App ausgeliefert. Man kann aber eine App verwenden, mit der der Argon irgendwie funktioniert. Aber die App kann eigentlich gar nichts.\nUnd dann: Tidal Connect hat es nicht, dafür aber AirPlay2 und Spotify Connect. Ergebnis: Keine flüssige Wiedergabe, obwohl das Ding im vollen WLAN-Feld steht, die Übertragung stockt für Millisekunden. Nach 5 Minuten Spielpause geht es in den Ruhezustand, aus dem es sich auch mit Spotify oder Airplay nicht mehr herausholen lässt. Das Ding ist aus dem Netz. Also manuellen Wake up via Fernbedienung machen. Spotify findet ihn noch, AirPlay schaut ins Leere. Also: Neustart. Dauert ungefähr 1 Minute irgendwas.\nZiemlich genervt suchte ich im Netz und fand tatsächlich ein neues Update, in dem Argon als einzigen Fix das Abschalten des Standby-Modus optimiert. Neue Logik: ON oder OFF. Super. Also an die Maschine und Update. Nicht vergessen: wir reden von einem Verstärker, einem Kästchen, das in deinem Schrank oder irgendwo versteckt herumstehen könnte.\nHier ist die Anleitung von Argon, wie du die Kiste updatest:\nTrennen Sie den Verstärker von der Stromversorgung. Schließen Sie den Verstärker über ein USB-A-auf-USB-A-Kabel an einen Computer an. Alternativ können Sie auch ein USB-A-auf-USB-C-Kabel verwenden, wenn Ihr Computer über einen USB-C-Anschluss verfügt. Halten Sie den Lautstärkeregler an der Vorderseite des Verstärkers gedrückt, während der Verstärker vom Stromnetz getrennt ist. Während Sie den Lautstärkeregler gedrückt halten, schließen Sie das Netzkabel wieder an den Verstärker an. Der Verstärker sollte auf Ihrem Computer als „normales“ USB-Laufwerk mit dem Namen „CRP DISABLD“ erscheinen. Öffnen Sie das Laufwerk und löschen Sie die Datei „firmware.bin“. Kopieren Sie nach dem Löschen die neue Firmware auf das Laufwerk. Sobald die Firmware kopiert ist, ziehen Sie das Netz- und das USB-Kabel ab, warten Sie 30 Sekunden und schließen Sie den Verstärker wieder an die Stromversorgung an. Schalten Sie den Verstärker ein und vergewissern Sie sich, dass er auf den Bluetooth-/Streaming-Eingang geschaltet ist (die orangefarbene LED befindet sich ganz links). Halten Sie den Lautstärkeregler 10 Sekunden lang gedrückt, um den Verstärker zurückzusetzen. Dieser Vorgang wird einige Minuten dauern. Sobald er abgeschlossen ist, kann der Verstärker wie neu eingerichtet werden. Du liest richtig: Du musst das Ding mit einem USB-A-Kabel an deinen Rechner ketten und löscht manuell die Firmware da runter und kopierst ne neue drauf. Alles wohlgemerkt mit Morsecode aus Strom aus, Knopf drücken, Strom an, Nochmal was drücken, Strom aus. 🤯\nIch habe dann das einzig Richtige getan: Das Gerät abgeklemmt, sorgfältig eingepackt und zum Händler zurückgebracht. Und mir dann den WIIM Amp neu gekauft. Der war nach 1 Minute im Netzwerk, die App hat mir gesagt, dass ein Update bereit ist, das war 2 Minuten später auf dem Gerät und in der Roadmap habe ich seit Anfang des Jahres ca. 15 Releases gesehen.\nDer WIIM geht, wie von mir per App ausgesucht, nach ein paar Minuten (ich habe 3 Optionen) in den Standby, wird von allen Geräten aufgeweckt.\nEinbindung des WIIM Amp ins Netzwerk via App: nach 1 Minute war er im gesamten Heimnetz\nFazit: Argon Audio liefert mit dem Argon SA2 ein extrem geiles Audiogerät ab und versagt im Bereich Software grandios. Ich kaufe mir kein Gerät, das mir nicht die Sicherheit gibt, digital am Puls der Zeit zu bleiben. Argon hat auf meine Mails mit Fragen und Anregungen nie reagiert - bei WIIM hatte ich nach 12 Stunden direkten Kontakt zu einem Supportmitarbeiter.\nFür Hardware-Unternehmen ist digitale Expertise heute ein Muss, um in einem zunehmend vernetzten Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Digitale Komponenten wie Software, Benutzeroberflächen und Konnektivität sind total wichtig für die Funktionalität und das Benutzererlebnis moderner Produkte. Ohne diese Expertise laufen Unternehmen Gefahr, innovative Technologien und die Bedürfnisse der Kunden zu verpassen. Das schwächt ihre Marktposition. Außerdem können sie sich mit digitaler Kompetenz schnell an neue Trends anpassen und Kundenfeedback in die Produktentwicklung einbeziehen. Unternehmen ohne digitale Stärke bleiben hinter der Konkurrenz zurück und gefährden langfristig ihre Existenz.\nUnd warum ist das so bitter für mich, warum schreibe ich das? Weil ich eigentlich das Argon hier bei mir haben möchte und eine dänische Firma unterstützt hätte. 😢\n","tags":["Technologie"],"section":"posts"},{"date":"1720915200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/nordart-2024/","title":"Auf der NordArt 2024 in Büdelsdorf","summary":"Ich habe mir Kunst angesehen","content":"Moin liebe Kunstfreund_Innen,\nich lebe jetzt hier seit fast 25 Jahren in Hamburg und habe noch nie etwas von der NordArt gehört. Da muss erst eine Freundin sechs Stunden mit dem Auto angefahren kommen, um sich in Büdelsdorf (what??) Kunst anzuschauen. Well. Sie schien begeistert zu sein, als sie bei uns zur Übernachtung einzog. Und so verfrachteten wir uns eine Woche später ebenfalls in den Vorort von Rendsburg, um mal zu schauen, was diese NordArt ist.\nIch sag mal so: alter Verwalter!\nLehn dich zurück, hol dir einen Kaffee und lass uns in die Welt der NordArt eintauchen, damit du nicht so lange warten musst, bis du da mal vorbeifährst.\nWas ist die NordArt? Die NordArt ist eine der größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Seit 1999 findet sie jährlich in den eindrucksvollen Hallen der Carlshütte in Büdelsdorf bei Rendsburg statt. Die historische Eisenhütte und der weitläufige Skulpturenpark bieten eine einzigartige Kulisse für Kunstwerke aus aller Welt.\nEin Treffpunkt der internationalen Kunstszene Mit über 200 Künstlern aus mehr als 50 Ländern ist die NordArt ein Schmelztiegel der Kreativität. Hier trifft man auf eine unglaubliche Vielfalt an Stilen, Medien und Ausdrucksformen. Von Malerei über Fotografie bis hin zu Skulpturen und Installationen – die NordArt zeigt die ganze Bandbreite zeitgenössischer Kunst. Besonders spannend finde ich, dass die Werke in einem internationalen Kontext stehen und man so einen wunderbaren Einblick in globale Kunstströmungen bekommt.\nEine Geschichte voller Leidenschaft Die NordArt wurde von der Kunststiftung „Kunstwerk Carlshütte“ ins Leben gerufen. Diese Stiftung setzt sich leidenschaftlich dafür ein, die historische Carlshütte als kulturellen Ort zu erhalten und gleichzeitig zeitgenössische Kunst zu fördern. Jedes Jahr gibt es ein spezielles Länderthema, das einem bestimmten Land eine besondere Plattform bietet. So konnte man in den letzten Jahren unter anderem Kunst aus China, Skandinavien oder Mexiko hautnah erleben.\nEin Erlebnis für alle Sinne Was die NordArt so besonders macht, ist nicht nur die hohe Qualität der ausgestellten Werke, sondern auch die Atmosphäre. Die Kombination aus den industriellen Hallen der Carlshütte und den modernen Kunstwerken schafft eine einzigartige Spannung. Der weitläufige Skulpturenpark lädt dazu ein, Kunst unter freiem Himmel zu genießen und dabei die Ruhe und Schönheit der Natur zu erleben.\nJubiläumsausgabe: NordArt 2024 Dieses Jahr feiert die NordArt ihr 25-jähriges Jubiläum, und das wird mit einem besonderen Programm zelebriert. Vom 1. Juni bis zum 6. Oktober 2024 können Besucher auf dem Gelände der historischen Carlshütte in Büdelsdorf wieder in die faszinierende Welt der zeitgenössischen Kunst eintauchen. Die Jubiläumsausgabe wird einige spezielle Projekte und Highlights bieten, darunter eine besondere Würdigung der bisherigen Preisträger des NordArt-Preises. Diese Feier der Kunst wird durch eine Vielzahl neuer und aufregender Werke ergänzt, die von Künstlern aus aller Welt präsentiert werden.\nIn der diesjährigen Ausstellung werden Werke von bekannten Künstlern wie Xiang Jing, Wolfgang Stiller, und ZHANG Dali zu sehen sein. Auch ein besonderes Projekt aus der Mongolei, kuratiert von OYUNTUYA Oyunjargal, wird präsentiert, das die einzigartige Kunstszene dieses Landes hervorhebt. Insgesamt werden über 200 Künstler aus verschiedenen Ländern ihre Arbeiten ausstellen\nJetzt aber genug der Worte – lasst uns zu den Bildern kommen. Viel Spaß beim Anschauen meiner Fotos und ab nach Büdelsdorf.\nDisclaimer: Ich hatte nicht die Zeit, mir den/die Künstler_In samt Namen des Kunstwerks zu notieren. Das war fahrlässig. Wer mir helfen kann, schreibe mir bitte!\nKomm näher\u0026hellip; ⬇️\nnoch näher\u0026hellip; ⬇️\nganz nah\u0026hellip; ⬇️\nLiu Ruowang\nAyla Turan \u0026ldquo;Let´s fly/rainbow\u0026rdquo;\nAES+F \u0026ldquo;First rider\u0026rdquo;\nPaul Critchley\nDavid Černý \u0026ldquo;Origins of the World\u0026rdquo;, 2020, Origins of the World series\n","tags":["Kunst"],"section":"posts"},{"date":"1719446400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/softtofu-lunch/","title":"Rezept: kalter Soft-Tofu in Soja-Sauce mit Gyoza","summary":"Wir haben wieder was zu Mittag gegessen","content":"Wir haben mal wieder gekocht.\nHeraus kam: kalter Soft-Tofu in Soja-Sauce mit Gyoza\nSoft-Tofu gibt´s bei uns in Hamburg im legendaären Asia-Supermarkt \u0026ldquo;Yuan Ye\u0026rdquo; (auf Google Maps). Praktisch: Der Tofu ist schon rund gepresst, was ihn besonders leicht handhabbar macht. Schneide ihn in gleichmäßige Scheiben und lege sie auf einen Teller. Gib großzügig Sojasauce, Sesamöl, geröstete Sesamsamen und frisch gehackten Lauch darüber. Lass das Ganze im Kühlschrank durchziehen, damit die Aromen gut einziehen können und der Tofu schön gekühlt bleibt.\nTeigtaschen, auch bekannt als Dumplings, stammen aus der vielfältigen chinesischen Küche. In Japan werden sie Gyōza genannt und in Korea sind sie als Mandu bekannt. Diese köstlichen Teigtaschen gibt es mittlerweile auch bei uns als Tiefkühlware, was die Zubereitung denkbar einfach macht. Einfach in einer heißen Pfanne mit etwas Öl anbraten, bis sie goldbraun und knusprig sind.\nFür die perfekte Beilage sorgt frisch gekochter Reis. Am besten gelingt dieser im Reiskocher, der ihn auf den Punkt genau zubereitet.\nNicht auf dem Foto, aber ein Highlight unseres Menüs: Unser selbstgemachtes Kimchi, das wir saisonal aus knackigem Kohlrabi herstellen. Dieses fermentierte Gemüse sorgt für einen zusätzlichen Geschmacks- und Vitamin-Kick.\nSo zaubert man im Handumdrehen ein perfektes, leichtes und erfrischendes Essen, das nicht nur an heißen Tagen überzeugt. Ideal für ein schnelles Mittag- oder Abendessen, das gesund und unglaublich lecker ist.\n","tags":["Essen"],"section":"posts"},{"date":"1717804800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/gingerbeer-selberbrauen/","title":"Selbstgebrautes Ginger Beer","summary":"Wir brauen uns jetzt Gingerbeer selber. Du glaubst nicht, wie einfach das ist.","content":"Ginger Beer, ein spritziges und würziges Getränk, hat seine Wurzeln im 18. Jahrhundert in England. Ursprünglich als alkoholisches Getränk gebraut, erfreut sich das nicht-alkoholische Ginger Beer heute großer Beliebtheit. Auf unserer Asienreise, besonders in Sri Lanka, haben wir Ginger Beer als erfrischende Sommergetränk entdeckt und lieben gelernt. Dort wurde es oft eiskalt serviert und bot eine willkommene Abkühlung in der tropischen Hitze. Diese Erfahrung hat uns inspiriert, Ginger Beer selbst zu brauen und nun möchten wir diese Freude mit dir teilen.\nDisclaimer: hier geht´s um Lebensmittel. Wir experimentieren mit frei verfügbaren Anleitungen. Wenn´s schief geht, geht´s uns auf den Magen. Daher: wenn du dich an´s Nachmachen machst: wir übernhmen weder Gelinggarantier noch Haftung.\nDaraus wird Ginger Beer gebraut 🍺 Die Hauptzutaten für Ginger Beer sind einfach und leicht zu beschaffen. Du benötigst:\nfrischen Ingwer Zucker Wasser Zitronensaft Diese Zutaten sind nicht nur natürlich, sondern bieten auch gesundheitliche Vorteile. Ingwer ist bekannt für seine verdauungsfördernden Eigenschaften und seinen scharfen, erfrischenden Geschmack.\nSo braust du dir dein Bier Der Prozess des Ginger Beer Brauens beginnt mit der Herstellung eines Ginger Bugs, einer natürlichen Hefekultur, die für die Fermentation notwendig ist. Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie du dir deinen Bug züchtest:\nGinger Bug ansetzen:\ndu mischt 2 Tassen Wasser, 2 Esslöffel fein geschnittenen frischen Ingwer und 2 Esslöffel Zucker in einem Glasgefäß. du schließt das Gefäß mit einem Tuch ab und sichern Sie es mit einem Gummiband. du lässt den Ginger Bug 3-5 Tage bei Raumtemperatur stehen und rührst Sie ihn täglich um. du fügst täglich einen Esslöffel geriebenen Ingwer und einen Esslöffel Zucker hinzu, bis der Bug anfängt zu schäumen und leicht zu fermentieren\nSchau auch gerne hier oder hier\u0026hellip; Ginger Beer ansetzen:\ndu kochst ein paar Flaschen steril (nimm welche mit Bügelverschluß, damit du die besser öffnen - und schließen kannst) du kochst 1,9 Liter Wasser + 270 Gramm Zucker + 60 Gramm Ingwer (nimm mehr, wenn du´s schärfer magst) lass die die Mischung nach dem Aufkochen noch 8 Minuten sieden dann lass sie auf Raumtemperatur abkühlen füge 110 Gramm vom Bug und den Saft von 3 Zitronen hinzu ab mit der Mischung in die Flaschen nun verschließt du die Flaschen und lässt sie 3-6 Tage bei Raumtemperatur stehen. Wichtig: die Dinger bekommen Druck! Du musst die Flaschen täglich überprüfen und Druck ablassen, indem du die Flaschen vorsichtig öffnest (dies verhindert ein Platzen der Flaschen). Wir lagern die Flaschen während der Fermentation in einem Eimer. Falls mal eine hoch geht, bleibt die Sauerei halt im Eimer. Reifung und Prost!\nNach 3-6 Tagen stellst du die Flaschen in den Kühlschrank, um die Fermentation zu stoppen und das Ginger Beer zu kühlen. Tipp:\nBeim Ansetzen kannst du Obst und Gewürze in die Flasche stecken und so das Aroma des Biers beeinflussen. Wir haben Rhabarber, Erdbeere-Rosmarin 🍓 und Erdbeer-Basilikum getestet: ich sag´s mal so: es fällt dir schwer, die Flasche nicht zu exen 😋\nUnd der Bug? Der bleibt dein treues Haustier, denn den fütterst du einfach weiter und wird für die nächsten Flaschen verwendet werden. Du musst ihn halt immer etwas auffüllen, damit er was zu futtern hat.\n","tags":["Gingerbeer"],"section":"posts"},{"date":"1717718400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/erdbeerernte-2024/","title":"Unsere Erdbeererte 2024","summary":"Wir sind wieder auf´s Feld zum Erdbeerpflücken gefahren und haben uns satt gefuttert.","content":"Jedes Jahr im Juni freuen wir uns auf eine besondere Familienaktivität: Erdbeeren pflücken. Wir haben hier einen Erdbeerhof in der Nähe, der einige Felder in der Umgebung zum Selbstpflücken geöffnet hat: Anfang Juni ist die beste Zeit, weil dann die besonders leckere Sorte “Honeoye” reif ist. Es war wieder ein schöner Nachmittag voller Spaß, Sonne und vor allem süßen, reifen Erdbeeren. Zusammen mit meiner Familie machten wir uns auf den Weg zu einem Erdbeerfeld. Obwohl das Wetter an diesem Tag etwas durchwachsen war, hielten uns die Wolken nicht davon ab, nach draußen zu gehen und Erdbeeren zu pflücken. Tatsächlich waren wegen des Wetters nur wenige Leute auf dem Feld, was für uns bedeutete, dass die Sträucher voller reifer und saftiger Erdbeeren waren.\nDie Sorte “Honeoye” Die Erdbeeren der Sorte “Honeoye”, die wir pflückten, waren außergewöhnlich reif und süß. Diese Sorte ist bekannt für ihre intensive Farbe und ihren aromatischen Geschmack. Die Erdbeeren sind mittelgroß bis groß und haben eine feste Konsistenz, was sie ideal für Marmeladen und Desserts macht.\nUnsere Ernte Am Ende des Tages hatten wir stolze 6 Kilogramm Erdbeeren gesammelt. Die üppige Ernte war ein Anblick für die Götter, und wir freuten uns schon darauf, die Erdbeeren in köstliche Leckereien zu verwandeln.\nVom Feld in die Küche: Der Weg zur Marmelade Zurück zu Hause machten wir uns sofort an die Arbeit, um aus den frischen Erdbeeren Marmelade zu kochen. Hier ist eine Anleitung wie wir´s machen (nothing special):\nZutaten:\n• 4 kg Erdbeeren\n• 4 Packungen Gelfix 2:1\n• eine Zitrone\nSo gelingt es:\nErdbeeren vorbereiten:\nZuerst haben wir die Erdbeeren von den grünen Blättern befreit. Dann haben wir die Erdbeeren in kleine Stücke geschnitten und etwas zerdrückt. Wir mögen es, wenn die Marmelade stückiger ist. Wenn es homogener werden soll, wirf den Pürierstab an! Marmelade kochen:\nDie Erdbeeren kamen in einen großen Kochtopf. Unter ständigem Rühren brachten wir die Mischung zum Kochen. Sobald die Mischung sprudelnd kochte, hießt es: Gelierprobe machen. Wir ließen die Mischung erneut aufkochen und kochten sie mindestens 3 Minuten sprudelnd unter ständigem Rühren weiter. Pro-Tipp: Nimm nen großen Kochtopf mit ausreichend Puffer. Abfüllen:\nDie heiße Marmelade füllten wir sofort in sterilisierte Gläser. Diese verschlossen wir fest (und stellten die Schraubgläser für etwa 5 Minuten auf den Kopf, um ein Vakuum zu erzeugen. Danach drehten wir die Gläser wieder um und ließen sie vollständig abkühlen.). Die Weck-Gläser haben wir nur verschlossen. Tipp:\nUm sicherzustellen, dass die Marmelade die richtige Konsistenz hat, machen wir Gelierproben. Dazu geben wir einen Löffel Marmelade auf einen kalten Teller und schauten, ob sie fest wird.\nVor dem Genuß die Arbeit: Erdbeeren putzen\nKeimtötung im Topf: alles wird abgekocht\nZitrone als Geschmacksbooster und Konsistenzgeber\nKochen\nDer süße Lohn der Arbeit\nErdbeertorte: Ein Genuss für die ganze Familie Neben der Marmelade entschieden wir uns, eine köstliche Erdbeertorte zu backen. Mit einem einfachen Biskuitboden, einer Schicht Pudding und frischen Erdbeeren, war die Torte ein Highlight unseres Tages. Die fruchtigen, süßen Erdbeeren harmonierten perfekt mit dem Pudding und dem fluffigen Teig. Die Torte ist Anfang Juni für uns ein kleines Highlight, erinnert sie uns an ein privates Ereignis, auf das wir sehr gerne zurückblicken. Damals spielte eine solche Torte auch eine Schlüsselrolle.\nFazit Der Nachmittag auf dem Erdbeerfeld und die anschließende Verarbeitung der Ernte war wieder ein wunderbares Erlebnis für die ganze Familie. Die menge, Reife und Qualität der Erdbeeren haben uns in diesem Jahr begeistert, und die selbstgemachte Marmelade sowie die Torte waren der krönende Abschluss. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und die nächste Erdbeerernte!\n","tags":["Garten","Erdbeeren"],"section":"posts"},{"date":"1716940800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/republica-2024/","title":"re:publica 2024: Who cares?","summary":"Die re:publica 2024 versammtelte unter dem Thema 'Who cares' mehr als 30.000 Besucher*innen und Speaker*innen in der Station Berlin. Herausgekommen ist wieder ein fantastisches, gesellschafts-motivierendes Festival. Ich versuche Worte zu finden, was eigentlich nicht geht.","content":" Nach 4 Jahren glänzender Abwesenheit habe ich 2024 endlich wieder eine Woche Berlin-Urlaub gemacht und dank der fantastischen Organisatorinnen, BesucherInnen und SpeakerInnen der re:publica mein Gehirn mit Berliner Luft durchgeblasen bekommen. In der STATION am Gleisdreieck lief ich als einer von 30.000 Menschen 3 Tage umher und fand manigfaltige Antworten auf die Frage \u0026ldquo;Who cares?\u0026rdquo;. Wer kümmert sich? Und wenn ja: Worum? Gesundheitswesen, Kindererziehung, Abwenden der Klimakatastrophe, Flüchtlingsbetreuung, digitale Rechte\u0026hellip; you name it.\nSven Dietrich schrieb in seinem Fazit: „Was ich persönlich an der re:publica besonders mag, ist die Fallhöhe zurück in den Alltag.“ Ja. Das ist wirklich so. So wie ich es nicht hinbekomme, mir direkt nach dem Ende das Wristband durchzuschneiden, so hängt mein Hirn noch in der Station, auch wenn ich schon wieder im ländlichen Edge stecke.\nIn der Zeit schrieben sie, dass die re:publica Nicht mehr für jeden, sondern für alle da ist. Würde ich sofort unterschreiben. Und das hat der Konferenz einen schönen Drive gegeben. Ich fühlte mich sauwohl.\nDie meisten Sessions, die ich mir live angesehen habe, waren von eindrucksvoller Intensität. Sowohl inhaltlich, als auch in der Art und Weise, wie Menschen miteinander Streiten, Diskutieren und Konsens finden können.\nAnnalena Baerbock, Robert Habeck, Joachim Gauck, Maja Göpel, Harald Lesch, Eckhard von Hirschhausen, Carolin Emcke, Claudia Kemfert, Nico \u0026amp; Arne Semsrott - und das sind nur jene, die ich hautnah erlebt habe.\nIch versuche für michalles, was ich besucht habe, kurz zu notieren und mit dem Link zur Aufzeichnung zu versehen. Viel Spaß beim Ansehen der insgesamt über 400 Videos, die du auf Youtube findest.\nSessions Maja Göpel: Lost in Ego-Fixation Anschauen\u0026hellip;\nBarbara Blaha \u0026ldquo;Alles muss man selber machen\u0026rdquo; Hier habe ich es nicht mal geschafft, ein Foto zu machen. So oft musste ich klatschen. Am Ende standen wir alle. Wie lange dauern Veränderungen? Rückblickend sehen Veränderungsprozesse immer einfacher aus. Es gibt ein Enddatum und das war´s dann. Am Beispiel der Abschaffung der Sklaverei benennt sie eine Zeitachse von knapp 150 Jahren. Eine gute Einordnung von Erwartungshaltung und Motivation.\n🚀 Ansehen\u0026hellip;\nTerra X Lesch: Claudia Kemfert, Dr. Harald Lesch und Luisa Neubauer reden über \u0026ldquo;Besser mobil – aber wie?!\u0026rdquo; Interessant fand ich die Antwort von Lesch, der sagt: \u0026ldquo;Jeder kann doch langsamer fahren. Dazu braucht es kein Gesetz.\u0026rdquo;\nLeider hat LN das etwas entkräftet, als sie meinte, man fühlt sich dann so bedrängt.\nIch fahre elektrisch und habe 120 km/h als Max-Geschwindigkeit eingestellt. Es geht.\n„Physik gilt auch dann, wenn Du es in der Oberstufe abgewählt hast.“\n(Harald Lesch)\nAnsehen\u0026hellip;\nBundesaußenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Johnny Haeusler Anschauen\u0026hellip;\nHabeck über demokratiefördernde Wirtschaftspolitik „Die Obsession über Gendern und Fleischkonsum zu reden, liegt doch vor allem bei Markus Söder und nicht bei uns“\nRobert Habeck\nDas Video wird, weil ÖRR, sicher 2025 nicht mehr sichtbar sein, weil Depublizierungspflicht.\nAnschauen\u0026hellip;\nWas wahr ist - Ein Gespräch zwischen Carolin Emcke und Claudia Kemfert Konferenzhighlight für mich. Diese messerscharfe Artikulation Emckes haut mich jedes mal um.\nAnschauen\u0026hellip;\nTatort Naturkrise - das Netzwerk des Lebens Ambivalente Session. Ich war wegen Benecke da. Ich mag ihn und er hat mir schon mal in den Hintern getreten. Danach hab ich mit meiner Frau unseren halben Garten umgegraben. Und auch hier feuerte er deutliche Worte. “Verlasst den Saal und verzichtet auf tierische Produkte”. Mit deutlichen Worten wendet er sich gegen Medien und Populisten\u0026hellip;und uns: “oder ihr wollt ihr es einfach nicht hören? Es gibt unzählige wissenschaftliche Belege dafür, dass ihr damit sofort 25 Prozent der Missstände reduziert.\u0026quot;\nMir kam in dem Gespräch der Gedanke, dass das Framing dessen, was wir klimatisch erleben, falsch ist:\nKrise: Finanzkrise, Immobilienkrise, Flüchtlingskrise. Alle Krisen haben einen kurzen Anlauf, einen kurzen lauten Knall und dann ist es wieder vorbei.\nBeim Ozonloch haben wir auch inhaltlich eine andere Qualität erlebt, so dass das Loch inzwischen wieder geschlossen ist. Was war anders? Das Wording. Loch = kaputt. Ball mit Loch = in den Müll.\nEs braucht also ein radikaleres Wording? Carolin Emcke verwendet die Formulierung “Klimakatastrophe”.\nAnschauen\u0026hellip;\nNico und Arne Semsrott: Die Hoffnung stirb zuletzt (aber sie stirbt?) Video coming soon\u0026hellip;\nGesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde \u0026ldquo;Ehrenamtlich die Welt zu retten, ist schwer, wenn sie hauptamtlich zerstört wird.\u0026rdquo;\nEckhard von Hirschhausen\nAnschauen\u0026hellip;\nJoachim Gauck über den Umgang mit Extremist:innen Das Video wird, weil ÖRR, sicher 2025 nicht mehr sichtbar sein, weil Depublizierungspflicht.\nAnschauen\u0026hellip;\nQuick Shots Min Kai Phan Thi\nBernd das Brot war auch da\nInnenhof der STATION\nWho cares? I care!\nNach 12.000 Schritten am Tag wird der Ruf nach Hängematten lauter\nEnde Gelände. Wir haben wieder gesungen, Konfetti abbekommen und sind mit der Träne im Knopfloch gegangen.\nWater is a human right Noch nie habe ich auf einer Veranstaltung einen so ausgeglichenen Wasserhaushalt gehabt. Was geht? Die Berliner Wasserbetriebe haben ein Wassermobil hingestellt. Kostenlos Zapfen in die eigene Mehrwegflasche.\nDas Wassermobil\nÜberhaupt Berlin. Essen und Trinken drumrum. Im Bergmannkiez hatte ich mich einquartiert. Das neue Straßenkonzept: einfach nur derbe gut. Der Kaffee - Stefan meint, ich solle die Füße in die Hand nehmen und mir was richtiges suchen - für mein Laufpensum (10km zu Fuß/Tag) ok. Beim Essen hat mich Ray bis zur Warschauer gelotst. Hat sich gelohnt. Geh mal ins IRO Izakaya Vegan.\nBookmarks CO2online stellt ein Portal vor, bei dem man seine eigenen Nutzungsverhältnisse in den Bereichen Strom- und Energieverbrauch in einer Datenbank vergleichen kann.\nhttps://www.wohngebaeude.info/\n","tags":["Veranstaltungen","re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1715126400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/rick-rubin-omr/","title":"Rick Rubin auf der OMR 2024","summary":"Ich war heute dank Einladung auf der OMR in Hamburg. Neben seinem Business-Aspekt, interessierte mich vor Allem der Auftritt von Rick Rubin.\nWer ist Rick Rubin? Rick Rubin, einer der einflussreichsten Musikproduzenten unserer Zeit, ist bekannt für seine genreübergreifende Arbeit und seine Fähigkeit, das Beste aus Künstlern herauszuholen. Rubin gründete das berühmte Plattenlabel Def Jam Recordings und half dabei, die Karrieren von Beastie Boys, LL Cool J und Public Enemy zu starten.","content":"Ich war heute dank Einladung auf der OMR in Hamburg. Neben seinem Business-Aspekt, interessierte mich vor Allem der Auftritt von Rick Rubin.\nWer ist Rick Rubin? Rick Rubin, einer der einflussreichsten Musikproduzenten unserer Zeit, ist bekannt für seine genreübergreifende Arbeit und seine Fähigkeit, das Beste aus Künstlern herauszuholen. Rubin gründete das berühmte Plattenlabel Def Jam Recordings und half dabei, die Karrieren von Beastie Boys, LL Cool J und Public Enemy zu starten. Sein minimalistischer Ansatz in der Produktion, oft charakterisiert durch einen \u0026ldquo;weniger ist mehr\u0026rdquo;-Stil, hat dazu beigetragen, einige der bedeutendsten Alben in der Musikgeschichte zu formen.\nEinige von Rubins Meisterwerken umfassen das Album „Blood Sugar Sex Magik“ der Red Hot Chili Peppers, das den Sound der Band prägte und sie zu Superstars machte. Auch Johnny Cashs Spätwerk, insbesondere die „American Recordings“-Serie, ist ein Testament für Rubins Fähigkeit, Künstlern zu ermöglichen, tiefgreifende, persönliche Werke zu schaffen. Diese Alben, die in einer sehr rohen, intimen Form aufgenommen wurden, zeigten Cash von einer verletzlichen und ehrlichen Seite.\nWeiterhin spielte Rubin eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Metallicas „Death Magnetic“, das als Rückkehr zu ihrem klassischen Sound gilt. Auch bei Alben von Künstlern wie Adele und Kanye West hat Rubin seine Finger im Spiel gehabt, wobei er oft dazu neigt, die Produktion zu entkleiden und auf den Kern der Musik und die Emotionen der Künstler zu fokussieren.\nSein kreativer Ansatz Rubins Ansatz ist oft geprägt von seiner Philosophie, dass der Künstler im Zentrum des Schaffensprozesses stehen sollte. Er ist bekannt dafür, dass er die Künstler dazu bringt, sich selbst zu hinterfragen und sich auf ihre musikalischen Instinkte zu verlassen, was oft zu unerwarteten und bahnbrechenden Ergebnissen führt. Seine Arbeit hinter den Kulissen hat ihm den Ruf eines \u0026ldquo;Musikflüsterers\u0026rdquo; eingebracht, jemand, der das Potential eines Künstlers sehen und es in einer Weise zum Vorschein bringen kann, die sowohl kritisch als auch kommerziell resoniert.\nRick Rubin bleibt eine zentrale Figur in der Musikindustrie, nicht nur wegen seiner beeindruckenden Diskografie, sondern auch wegen seiner tiefgreifenden Einflüsse auf die Musikproduktion und Kreativität im Allgemeinen. Seine Projekte sind ein Beleg dafür, dass echte kreative Durchbrüche oft durch Rückbesinnung auf das Wesentliche erreicht werden können.\nIm Fireside-Chat mit Aria Nejati, Head of Hip-Hop being Apple, gewährte Rubin grundlegende Einblicke in seine Philosophie der Produktion und den kreativen Schaffungsprozess.\n„Never describe an idea - always show it“ Rick Rubins Regel, Ideen nie zu beschreiben, sondern stets zu zeigen, ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Produktionsphilosophie. Diese Herangehensweise spiegelt seine Überzeugung wider, dass Musik ein unmittelbar erfahrbares Medium ist und dass wahre kreative Ausdruckskraft durch direktes Handeln und Experimentieren am besten zu Tage tritt.\nRubin motiviert Künstler dazu, ihre musikalischen Ideen durch Spielen, Experimentieren und Aufnehmen zu explorieren, statt nur darüber zu reden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, den kreativen Prozess so organisch und authentisch wie möglich zu gestalten. Indem er die Künstler anregt, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, hilft Rubin ihnen, ihre musikalischen Visionen klarer zu verstehen und zu realisieren.\nDieser Ansatz ist besonders effektiv, weil er verhindert, dass Künstler sich in ihren eigenen Erklärungen und Konzepten verlieren. Statt sich auf abstrakte Beschreibungen zu stützen, die oft zu Missverständnissen führen können, fördert Rubin eine Umgebung, in der direktes Ausprobieren und Hören im Vordergrund stehen. Dadurch können Künstler oft zu tieferen und intuitiveren Einsichten gelangen, was letztlich zu authentischerer und kraftvollerer Musik führt.\nDiese Regel ist ein Schlüsselaspekt von Rubins allgemeiner Philosophie, dass der Produktionsprozess eine Entdeckungsreise sein sollte, auf der der Künstler seine Grenzen auslotet und über sich selbst hinauswächst.\n„Physical movement“ Rick Rubin empfiehlt oft, sich physischen Aktivitäten zuzuwenden, wenn man im kreativen Prozess feststeckt. Diese Methode basiert auf der Überzeugung, dass der Körper und der Geist eng miteinander verbunden sind und dass körperliche Bewegung helfen kann, geistige Blockaden zu lösen und die Kreativität zu steigern.\nRubin selbst ist bekannt dafür, dass er Meditation und Yoga praktiziert und diese Praktiken auch den Künstlern nahelegt, mit denen er arbeitet. Er glaubt, dass solche Aktivitäten helfen können, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und einen klareren, fokussierteren mentalen Zustand zu erreichen, der förderlich für kreatives Denken ist.\nDarüber hinaus schlägt Rubin vor, dass sogar einfache Spaziergänge oder leichte Übungen helfen können, den Kopf freizumachen und neue Perspektiven zu eröffnen. Die Idee dahinter ist, dass durch die Umstellung der Umgebung und die körperliche Betätigung Endorphine freigesetzt werden, die das Wohlbefinden steigern und somit die Kreativität anregen können.\nDiese Herangehensweise ist Teil von Rubins ganzheitlichem Ansatz zur Musikproduktion, der nicht nur die technischen Aspekte der Schaffung von Musik berücksichtigt, sondern auch das Wohlbefinden und die psychologische Verfassung der Künstler. Durch die Integration von physischen Aktivitäten in den kreativen Prozess bietet Rubin eine Methode, die Künstlern helfen kann, ihre innere Blockade zu überwinden und ihre kreative Vision effektiver zu realisieren.\n„No rules in the House“ Rick Rubins Regel „No Rules in the House“ spiegelt seine grundlegende Philosophie wider, dass im kreativen Prozess alle herkömmlichen Regeln und Einschränkungen aufgehoben werden sollten. Diese Einstellung zielt darauf ab, Künstlern einen freien und ungebundenen Raum zu bieten, in dem sie ohne Angst vor Fehlern oder Kritik experimentieren und ihre Ideen vollständig entfalten können.\nDurch das Beseitigen der üblichen Rahmenbedingungen oder vorgefassten Meinungen über das, was Musik sein sollte oder wie sie zu klingen hat, fördert Rubin eine Umgebung der kreativen Freiheit. Dies ermöglicht es den Künstlern, über ihre bisherigen Grenzen hinaus zu denken und neue, oft unkonventionelle musikalische Wege zu beschreiten. Ein solcher Ansatz kann zu originellen und bahnbrechenden musikalischen Werken führen, die möglicherweise in einem restriktiveren Umfeld nie entstanden wären.\n„No Rules in the House“ betont auch die Wichtigkeit des intuitiven Prozesses in der Kunstschaffung. Rubin ermutigt Künstler, auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen und ihre innere Stimme über technische Perfektion oder kommerzielle Erwägungen zu stellen. Dieser Ansatz schafft eine tiefe Vertrauensbasis zwischen ihm und den Künstlern, was oft dazu führt, dass diese sich sicher fühlen, Risiken einzugehen und tief in ihre eigenen kreativen Reservoirs zu tauchen.\nKurz gesagt, Rubins „No Rules in the House“-Philosophie ist ein zentraler Bestandteil seiner Fähigkeit, transformative und genredefinierende Musik zu produzieren, indem er eine Atmosphäre schafft, die echte kreative Freiheit fördert.\n","tags":["Veranstaltung"],"section":"posts"},{"date":"1709164800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/allee/","title":"Alleebäume im Frühnebel","summary":"Auf dem Weg zum Bäcker.","content":"Auf dem Weg zum Bäcker.\n","tags":["Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1705276800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/das-gartenjahr-2024/","title":"Das Gartenjahr 2024","summary":"Unser Journal für das Jahr 2024 im Garten mit Impressionen, Inspirationen und Emotionen.","content":"Wie im letzten Jahr schreibe ich an dieser Stelle über alles, was im Gartenjahr 2024 erwähnenswert ist. Vor allem versuche ich, Dir ein paar Eindrücke und damit vielleicht auch Denkanstöße zu geben, was Du mit Deinem grünen Daumen Tolles machen kannst.\nIn diesem Jahr werden wir, wie schon im letzten Jahr angekündigt, versuchen, unseren Garten insekten- und wildbienenfreundlicher zu gestalten. Schon im Januar überlegen wir, welche invasiven Pflanzen demnächst entfernt und durch welche ersetzt werden.\nIm März haben wir den Garten gründlich mit der Axt bearbeitet. Forsythie, alle für teuer Geld gekauften Schmetterlingsflieder, diverse invasive Stauden und Pampasgras wurden aus dem Garten entfernt. Alles, was invasiv oder mindestens ein Neophyt ist, wurde entfernt, mit Ausnahme von Obstgehölzen.\nIn diesem Jahr haben wir dem Totholz einen neuen Zweck gegeben, indem wir eine Benjeshecke gebaut haben. Wir haben hier nicht unendlich viel Holz zur Verfügung, um es zu verarbeiten. Das Ergebnis sieht jedoch gut aus. Bereits nach ein paar Tagen saß die Katze des Nachbarn regungslos da und starrte zwischen den Zweigen hindurch. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass sich dort etwas Fressbares wie ein Vogel oder eine Maus befindet, auf das der Kater jedoch nicht zugreifen kann. Gegen den Kater kann ich nichts unternehmen, aber den Vögeln kann ich helfen.\nEin Paradies für Vögel: die Benjeshecke\nAnfang April haben wir dann die Großbestellung heimischer Pflanzen aufgegeben. Vorangegangen waren wochenlange Recherchen auf naturadb.de und auf dem Youtube-Channel von RenatureGarden. Motiviert, endlich Taten sprechen zu lassen, waren auch die massenhaft aufkeimenden Reels von GärterInnen, die zeigen, wie man Hortensien und Schmetterlingsflieder am besten schneidet - Zeug, was wie ein Plastikbaum für die Insektenwelt im Garten rumsteht.\nHier unsere Einkaufsliste:\nDeutscher Name Botanischer Name Zwergmandel Prunus tenella Schweizer Kätzchenweide Salix helvetica Schlehe / Schwarzdorn Prunus spinosa Schwarzer Holunder \u0026lsquo;Black Beauty\u0026rsquo; Sambucus nigra \u0026lsquo;Black Beauty\u0026rsquo; Flügel-Ginster Genista sagittalis Absinth / Echter Wermut Artemisia absinthium Gemeiner Schneeball Viburnum opulus Kornelkirsche Cornus mas Hohe Schlüsselblume Primula elatior subsp. elatior Jelängerjelieber / Echtes Geißblatt Lonicera caprifolium Oregano / Echter Dost Origanum vulgare Rundblättrige Glockenblume Campanula rotundifolia Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea Gewöhnlicher Rainfarn Tanacetum vulgare Salweide / Palmweide Salix caprea Auf Naturadb.de (bzw in deren App) haben wir mal alle Gartenpflanzen erfasst, um die Veränderungen mit den Neuzugängen zu sehen. Das Ergebnis ist schon irgendwie wahnsinnig eindrucksvoll und lässt uns in große Vorfreude auf den Sommer 2024 verfallen.\nStatistik der Werte unserer Gartenpflanzen für Insekten\nVertical Gardening Weil uns der horizontale Platz nicht ausreichte, haben wir in diesem Jahr zwei neue vertikale Flächen geschaffen. Ein Tippi aus Haselnussruten und ein Pavillon schaffen nicht nur Platz für unsere so geliebten Bohnen, sondern entwickelten sich im Laufe des Sommers zu neuen Lieblingsplätzen.\nvorher\u0026hellip;.nachher\nvorher\u0026hellip;.nachher\nLet it grow Und hier findest du noch ein paar Impressionen, wie sich unser Garten in diesem jahr auch durch die neuen Wildpflanzen entwickelt hat:\nExkurs Neuanlage von Schottergärten Kein Thema im eigenen Garten: Bei uns gibt es ein Neubaugebiet. Dort sind gerade die ersten Gärten mit Hecken eingefriedet worden. Da gehe ich gerne hin. Da lernt man viel über den Hausbau, beim Garten ist es mir unheimlich. Klar, es ist mitten im Winter und das ist nicht die Zeit, um sich mit Gartenarchitektur zu beschäftigen. Aber was ich sehe, was da an Hecken gepflanzt wird, das lässt mich erschaudern: Scheinzypresse (Neophyt), Kirschlorbeer (invasiver Neophyt \u0026ldquo;Kirschlorbeer \u0026lsquo;Rotundifolia\u0026rsquo; ist eine invasive Art und schädigt die Natur, indem sie die Artenvielfalt bedroht.\u0026rdquo;), Portugiesischer Lorbeer (Neophyt) sind an der Tagesordnung. Hier und da habe ich eine Hecke aus Hainbuchen oder Rotbuchen und sogar Eiben entdeckt. Ich weiß nicht, was die zuständige Untere Naturschutzbehörde übersehen hat: BauherrInnen müssen mindestens ein Pflanzverbot für invasive Neophyten erhalten.\nUpdate Schweiz Die Schweiz verbietet Kirschlorbeer und andere invasive Pflanzen ab September 2024. Neben Kirschlorbeer ist auch der Schmetterlingsflieder vom Verbot betroffen. Die Abgabe (Verkauf, Verschenken, Import) von definierten invasiven, d.h. gebietsfremden Pflanzen ist verboten.\nExkurs Honigbienen Spielst du mit dem Gedanken, Imker zu werden und dir ein paar Bienenvölker zuzulegen? Dann schau dir dieses Video von RenatureGarden an und lass es bleiben. Is besser so. Auch Jan Bömermann hat in seinem ZDF Magazin Royal über den Irrglauben berichtet, dass Honigbienen die Menschheit retten.\nLassen wir uns überraschen, was das Gartenjahr 2024 bringt.\n","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1704067200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/techno-dokumentationen/","title":"Techno-Dokumentationen","summary":"Ich sammle hier Online verfügbare Dokus rund um Elektronische Musik aka Techno. Falls du Links hast, schicke sie mir.","content":"Die Playlist auf Youtube\u0026hellip;\nParty! Party! Party! – Der lange Tanz des Techno 1996\nBar 25\nBerlin at Night - Die Berliner Clubszene - Dokumentation 2010\nTresor History Short Documentary\nBerliner Clubs mit eigenen Labels: von Watergate bis Berghain\nTekknozid Fernsehbericht 1991\nWatergate X - The Movie\n","tags":["Techno"],"section":"posts"},{"date":"1703980800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2024/der-photovoltaische-jahresrueckblick-2023/","title":"Der photovoltaische Jahresrückblick 2023","summary":"Auswertung der Leistung unserer Photovoltaik-Anlage im Jahr 2023","content":"Das dritte Jahr mit eigener Photovoltaik-Anlage liegt hinter uns. Wieder werfe ich einen Blick zurück auf die hausgemachte Energiewende.\nDas Jahr 2023 aus meteorologischer Sicht Das Jahr 2023 war in Deutschland ein Jahr mit durchschnittlich 1.620 Sonnenstunden. Das ist etwas mehr als das langjährige Mittel von 1.580 Sonnenstunden. In Norddeutschland waren es sogar 1.660 Sonnenstunden, also etwas mehr als in Süddeutschland. Für Photovoltaikanlagen in Norddeutschland bedeutet dies ein gutes Jahr. Der Jahresverlauf der Sonnenscheindauer in Deutschland war 2023 relativ gleichmäßig. Im Frühjahr und Sommer gab es etwas mehr Sonnenstunden als im Herbst und Winter. In Norddeutschland gab es im Frühjahr und Sommer etwas mehr Sonnenschein als in Süddeutschland. Im Herbst und Winter dagegen gab es in Norddeutschland etwas weniger Sonnenstunden als im Süden.\nDetails unserer Photovoltaik-Anlage: 7,8 kwp Module 5 kWh Speicher von Senec 51° Süd-Ausrichtung Ausrichtung: süd Vergleich der Arbeitswerte 2022 2023 Erzeugung (MWh) 8,45 7,40 Einspeisung (MWh) 4,16 3,26 Netzbezug (MWh) 1,79 1,85 Verbrauch (MWh) 6,10 5,96 davon Beladung e-Auto (MWh) 1,94 2,14 Energiequellen Der Anteil meiner Energiequellen:\n2022 2023 PV-Direktbezug 75% 71,5% Speicher 8,7% 10,6% Netzbezug 16,3% 17,9% Wir haben nördlich von Hamburg also 7,4 MWh erzeugt und 5,96 MWh verbraucht. Der Wechselrichter, dessen Verbrauch nicht direkt erfasst werden kann, liegt um und bei 1 MWh. Wenn ich mir nun die meteorologischen Aufzeichnungen anschaue, dann komme ich ins Grübeln - deutlich bessere Werte was Sonnenscheindauer und -intensität angeht und unsere Anlage liegt ziemlich genau 1 MWh hinter Vorjahr? Tatsächlich ist uns das in dem laufenden Jahr schon aufgefallen. Unsere Wetterapp hat uns sehr oft dünne Wolkenbänder genau über unserer unmittelbaren Region gezeigt. Sehr oft konnten wir am Horizont den blauen Himmel sehen, während wir unter dem Wolkenband fluchten. Dieses Bild bestätigt auch der Blick in die Etragsdatenbank. Wieder habe ich alle Werte in die Ertragsdatenbank eingetragen. Der Vergleich mit PLZ, Region und Bundeswerten zeigt, wie die Anlage im Vergleich arbeitet und dass wir regional eben keinen wirklich guten Sommer hatten. So sieht das bei uns für 2023 aus:\nDie Ertragsdatenbank hilft, die eigene Anlage mit regionalen und überregionalen Anlagen gleichen Typs zu vergleichen\nLokal nutze ich das Dashboard von Solectrus. Das läuft lokal auf meiner NAS, die ich Nachts aber abschalte. Daher sind die Erzeugungswerte korrekt, die Verbrauchswerte haben eine leichte Differenz.\nInternet of Things: SENEC-Speicher \u0026amp; seine Fernabschaltungen Auch 2023 waren SENEC-Speicher von einer Fernabschaltung betroffen. Irgendwo ist laut Medienberichten ein Speicher (nicht SENEC) durch eine Verpuffung außer Betrieb gegangen. Irgendwo hat es gebrannt. Diese Meldungen liefern immer wieder guten Diskussionsstoff in diversen Onlineforen.Senec hat wie im Jahr 2022 schnell reagiert und die Speicher ferngesteuert abgeschaltet. Auch wir waren 2022 von einer Fernabschaltung und -wartung betroffen, die uns von SENEC fürstlich vergütet wurde. Auch in diesem Jahr optimierte das Unternehmen Systemkonfigurationen und kündigte in Absprache mit Fachfirmen einen Hardwareaustausch an.\nAls Besitzer eines Speichers, der 24/7 online ist, hat man im besten Fall die erste Heimkomponente des IoT (Internet of Things) im Haus. Der Hersteller kann von außen auf das System zugreifen und es im Notfall auch abschalten. Im besten Fall wird das System kontinuierlich überwacht und optimiert. Anders als beim E-Auto werden Software-Updates ohne Zustimmung aufgespielt. Das ist für manche Besitzer eine echte Herausforderung.\n","tags":["Photovoltaik","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1697068800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/holzbalken-schleifen/","title":"Wie schleife ich alte Holzbalken ab?","summary":"Ich habe unsere alten, teilweise mit Öl bemalten Dachsparren aufgearbeitet. Ich sage dir hier Schritt für Schritt, wie du Holzbalken schleifen kannst.","content":"Die Ausgangslage Unsere alten Holzbalken, auch Dachsparren genannt, waren teilweise mit Ölfarbe gestrichen und teilweise rau wie sonstwas. Im Zuge der Renovierung des Dachbodens und als Vorbereitung für einen neuen Anstrich musste ich die Holzbalken komplett abschleifen. Da gibt es nur eine Möglichkeit: mit Werkzeugen. Aber welches ist das Beste? Ich habe viel ausprobiert und stelle dir meine Lösung vor, mit der du jedes Holz im Handumdrehen in Topform bringst.\nSo sah es vorher aus\u0026hellip; \u0026hellip;raue Sparren, mit Ölfarbe bekleistert – Uglyness since 1975 Die Lösung: Winkelschleifer mit Tellerklettschleifer und Klett-Schleifpapier Für das Schleifen von Holzbalken habe ich den Winkelschleifer mit (mit Klettschleifteller) und Klettschleifpapier als beste Lösung gefunden. Das hat folgende Vorteile:\nDer Winkelschleifer ist sehr leistungsstark und effizient. 10.000 Umdrehungen pro Minute und liegt gut in der Hand. Warum ich von Bosch zu Makita gewechselt habe, erfährst du am Ende des Artikels. Der Klettschleifer ist mit verschiedenen Körnungen erhältlich, so dass die Oberfläche in mehreren Schritten geschliffen werden kann. Das Klettschleifpapier ist leicht zu wechseln und zu entfernen. Und es ist billig. 100 Stück kosten etwa 15 Euro. So sieht es hinterher aus: schön sauber geschliffen und für die Weiterbearbeitung sehr gut vorbereitete Balken Arbeitssicherheit Beim Schleifen von Holzbalken ist auf die Arbeitssicherheit zu achten. Ich schreibe das nicht einfach so. Die Arbeit ist gefährlich, weil du den Schutz am Winkelschleifer abmontieren musst. Deswegen:\nGehörschutz tragen. Ich nutze den 3M Peltor schnittfeste Handschuhe, denn es fehlt der Schutz am Winkelschleifer. Ich nutze solche dornenfesten Vollschutzvisier. Ich als Brillenträger habe das von Oregon. Bei dem Staubaufkommen lohnt ein trockenes Tuch, mit dem du das visier in kurzen Abständen immer staubfrei wischst. Atemschutzmaske mit Partikelfilter. Ich habe die 4251+ von 3M, die auch organische Dämpfe filtert. Der Vorteil dabei: ich habe die ganze Zeit keinen Geruch von alten Holzbalken in der Nase gehabt. Wenn ich sie dann mal abgesetzt habe, dann roch der Staub schon nach 40 Jahren 🤧. Nach dem Schleifen ist die Maske dann aber auch reif für die Entsorgung. Für sehr gute Belüftung der Umgebung sorgen, am besten mit Abluft. Ich habe mir eine Abluftanlage mit einer Windmaschine gebaut. Im Video siehst du, wohin der Staub geht. So hatte ich immer einen notwendigen, starken Luftaustausch. Die Sache ist extrem staubig, weil der Abrieb sehr fein und hoch ist. Wie habe ich mir eine solche Anlage gebaut? Einfach in ein Fenster einen Rahmen gespannt, diesen mit Folie bezogen und ein Loch in die Mitte geschnitten. Da rein habe ich die Windmaschine gestellt. Am anderen Ende des Dachbodens habe ich ein zweites Fenster. Das geöffnet und die Windmaschine angeschaltet - und schon hatte ich einen starken Sog und immer frische Luft. Anleitung: so habe ich die Balken abgeschliffen Schleifpapier mit der gewünschten Körnung auf der Tellerschleifmaschine befestigen. Beginne mit dem Grobschliff. Benutze eine Körnung von 40 oder 60. Arbeite mit gleichmäßigen, nicht zu starken Bewegungen. Der Winkelschleifer dreht sich mit 10.000 Umdrehungen pro Minute. Er fräst das Holz wie nichts Gutes. Da wir die Balken später mit Farbe behandeln wollten und der Hersteller als Untergrund eine 80er Körnung empfohlen hat, bin ich anschließend noch mit einem Exzenterschleifer und 80er Körnung über die Balken gegangen. Damit kann man die Kanten noch etwas feiner ausarbeiten und die Balken so \u0026ldquo;weicher\u0026rdquo; machen. Du kannst auch mit einem 120er oder 180er den Feinschliff machen.\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Fazit: der Winkelschleifer ist das Beste zum Abschleifen von altem Holz Mit dem Winkelschleifer mit Kletthaftteller und Klettschleifpapier lassen sich Holzbalken schnell und effizient schleifen. Wenn du in Zukunft irgendein Stück Holz grundlegend bearbeiten willst, empfehle ich dir diese Art. Ich habe schon alte, verdreckte Holzbohlen in wenigen Minuten so geschliffen, dass das Holz glänzte und direkt geölt werden konnte. Früher habe ich mit meinem Exzenterschleifer Stunden gebraucht, um ein so gutes Ergebnis zu erzielen.\nTipps: bevor du Fehler machst Zuerst nimmst du ein schmutziges altes Stück Holz und machst dich damit vertraut. Wie schon geschrieben: Ein falscher Handgriff und du hast eine dicke Kerbe im Holz. Achte darauf, dass der Winkelschleifer nicht zu heiß wird. Mein alter Bosch-Winkelschleifer hat nach 2 Balken den Geist aufgegeben. Mein neuer Makita 9558NBRZ hat durchgehalten.\n","tags":["Heimwerken","Haus","Dachboden"],"section":"posts"},{"date":"1692489600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/punk-is-not-dead/","title":"Punk is not dead","summary":"Jump! They said!","content":"Ein Tagesausflug an die Ostsee nach Schönberg. Die ersten deutschen Meisterschaften im WingFoiling angeschaut. Und dann nach Ewigkeiten auf das Schulterblatt nach St. Pauli.\n","tags":["Ostsee","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1691452800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/das-insektensterben/","title":"Das Insektensterben an der Windschutzscheibe","summary":"Mir ist aufgefallen, dass ich mit meinem Auto keine Insekten mehr töte. Vielleicht liegt es daran, dass keine mehr da sind. 🥺","content":"Neulich in den Sommerferien bin ich mit dem Auto von Hamburg nach Rügen und zurück gefahren. Rund 800 Kilometer. In den letzten 23 Jahren bin ich ca. 200.000 km zwischen Hamburg und meiner Heimat gependelt. Als ich in Erinnerungen an meine Jugend schwelgte, fiel mir ein, dass ich immer so einen Schaum im Auto hatte, den ich nach meinen Fahrten auf Windschutzscheibe, Scheinwerfer und Nummernschild sprühte, einwirken ließ und dann die ganzen toten Insekten abwischte. Nagel mich nicht fest, aber seit 10 Jahren habe ich diesen Schaum nicht mehr und brauche manchmal auf 400 km langen Fahrten nicht einmal die Scheibe abzuwischen, um wieder freie Sicht zu haben. Ein Blick auf das Nummernschild meines Autos nach dem Urlaub zeigt, was ich meine: da klebt nichts Totes ☠️ mehr dran. Ich habe bewusst das Nummernschild genommen, denn das war und ist einfach aerodynamisch die Schrankwand am Auto. Stets ganz vorne, stets gebaut wie eine Wall of Death.\nIch erinnerte mich auch an den Kriminal-Biologen Dr. Mark Benecke, der am 8.5.2023 den Vortrag \u0026ldquo;Hitze-, Umwelt- und Klima-Update Mai 2023\u0026rdquo; im Rathaus der Stadt St. Augustin mit der Hochschule Rhein-Sieg hielt. Darin ging es um das wissenschaftlich festgestellte Insektensterben. Hier kannst du ihn dir ansehen. Ganz toll ist auch die Stelle im Video, wo er einen Wissenschaftsleugner faltet. Das musst du gesehen haben! Mit wissenschaftlichen Arbeiten belegt Benecke die Situation:\nin den letzten Jahren ist es zu einem deutlichen Rückgang der Insektenpopulationen gekommen der Rückgang ist weltweit zu beobachten und betrifft alle Arten von Insekten, von Schmetterlingen über Bienen bis hin zu Fliegen. Was sagt das Netz mit seinen Quellen dazu?\nDas Insektensterben ist eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt auf unserem Planeten. Es gibt mehr als eine Million verschiedene Insektenarten und sie spielen eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Insekten sind Bestäuber, Nahrung für andere Tiere und helfen, die Umwelt sauber zu halten. Eine Studie der Vereinten Nationen (UN) aus dem Jahr 2019 zeigt, dass die Insektenpopulation in den letzten 40 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen ist. Dieser Rückgang ist alarmierend, denn er hat weitreichende Folgen für unsere Umwelt. Die Ursachen sind vielfältig: Intensivierung der Landwirtschaft, Verstädterung und Klimawandel.\nEine der sichtbarsten Folgen des Insektensterbens ist der Rückgang der Zahl der Insekten an Windschutzscheiben. In den 1950er Jahren konnten Autofahrer auf einer Autofahrt von 100 Kilometern noch bis zu 100 Insekten an ihrem Auto zählen. Heute sind es nur noch wenige Dutzend oder sogar nur noch wenige Insekten.\nDer Rückgang der Insekten ist ein Alarmsignal für die biologische Vielfalt. Insekten sind Bestäuber, Nahrungsgrundlage für andere Tiere und helfen bei der Verrottung von organischem Material. Ohne Insekten würde unser Ökosystem zusammenbrechen.\nEs gibt eine Reihe von Maßnahmen, die wir ergreifen können, um das Insektensterben zu stoppen. Dazu gehören:\n☠️ Reduktion des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft 🌻 Förderung von blütenreichen Lebensräumen in Städten und Gemeinden 🌲 Schutz von Wäldern und anderen natürlichen Lebensräumen 🪫 Reduzierung des Energieverbrauchs 🌾 Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung Hier sind einige weitere Beispiele für den Insektenschwund:\n🇸🇪 In Schweden sind die Insektenpopulationen in den letzten 20 Jahren um 70 % zurückgegangen. 🇳🇱 In den Niederlanden sind die Insektenpopulationen in den letzten 30 Jahren um 50 % zurückgegangen. 🇺🇸 In den Vereinigten Staaten sind die Insektenpopulationen in den letzten 40 Jahren um 40 % zurückgegangen. Hier sind einige wissenschaftliche Studien, die den Rückgang der Insektenpopulation belegen:\n\u0026ldquo;Worldwide decline of flying insects: a review of recent studies and their implications\u0026rdquo; (2019) von Sánchez-Bayo, J. und Wyckhuys, K. A. \u0026ldquo;Die globale Insektenpopulation schrumpft\u0026rdquo; (2019) von der Deutschen Welle \u0026ldquo;Das Insektensterben\u0026rdquo; (2019) von der Zeit \u0026ldquo;Insektensterben: Warum Insekten verschwinden\u0026rdquo; (2019) von Spiegel Online \u0026ldquo;Insektensterben: Was tun?\u0026rdquo; (2019) von der Deutschen Welle J. Settele et al. (2017): More than 40% of insect species are threatened with extinction. Biological Conservation 212, S. 201–214. C. Kremen (2005): Economic valuation of pollination services. Annual Review of Entomology 50, S. 643–667. ","tags":["Garten","Insekten"],"section":"posts"},{"date":"1691193600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/der-koloss-von-prora/","title":"Urlaub im Koloss von Prora","summary":"Wir haben uns das ehemalige KdF-Seebad Prora bei Binz für eine Woche gegeben und ich komme nur schwer darauf klar, wie NSDAP-Bauten zu Top-Investitionsanlagen wurden.","content":"Unser diesjähriger Urlaub führte uns nach Rügen in die Ferienanlage Prora. Der Name Prora war uns natürlich ein Begriff. Bereits 2015 waren wir in Binz und besuchten das bedrückende Bauwerk, das sich \u0026ldquo;ganz hinten am Strand\u0026rdquo; im Wald versteckt.\nDer Koloss von Prora wurde von den Nationalsozialisten in den Jahren 1936 bis 1939 als KdF-Seebad erbaut. Die Anlage sollte als Propagandainstrument dienen und die Stärke des NS-Regimes demonstrieren. Sie besteht aus acht identischen, 1,5 Kilometer langen und 45 Meter hohen Baukörpern, die sich in einer Reihe entlang der Küste erstrecken. Jedes Gebäude hat 20 Stockwerke und bietet Platz für bis zu 20.000 Besucher. Die Gesamtfläche der Anlage beträgt etwa 400.000 Quadratmeter. Die Anlage sollte der Arbeiterschaft des Deutschen Reiches als Urlaubsdomizil dienen. Mit dem Bau wurde 1936 begonnen, die Fertigstellung war für 1940 geplant. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch unterbrochen. Die ursprünglich veranschlagten Baukosten in Höhe von 200 Millionen Reichsmark konnten aufgrund des Kriegsausbruchs nicht vollständig aufgebracht werden. Nach dem Krieg wurde die Anlage von der Sowjetunion und der DDR militärisch genutzt. In den 1990er Jahren wurde das Gelände privatisiert.\nHeute wird der Koloss von Prora vielfältig genutzt. Ein Teil der Anlage wird als Jugendherberge genutzt, andere Teile werden für Kongresse, Tagungen und Konzerte vermietet. Außerdem gibt es ein Museum, das sich mit der Geschichte des Ortes beschäftigt. Vor allem aber ist Prora eine riesige Ferienanlage.\nDer Koloss von Prora ist ein einzigartiges Bauwerk, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Ein Mahnmal gegen Diktatur und Gewalt, sagen die einen, ein Symbol für Hoffnung und Zukunft die anderen. Nun ja. Die Geschwindigkeit, mit der der Leerstand zum Investitionsobjekt wurde, ist atemberaubend. Wie ein guter Fisch wurde das Objekt damals filetiert:\nGut 4.000 Euro pro Quadratmeter kosten die Wohnungen im Schnitt, Meerblick inklusive. Und das Geschäft läuft gut: 80 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft. Bedenken wegen der historischen Bedeutung des Gebäudes hört Verkaufsleiter Rico Gierke von der Berliner Immobilienfirma Myhome Irisgerd von Kunden nie, erzählt er.\n(Quelle: NDR)\nIn dem vorigen Zitat sieht man, wie geschichtsbewusst die Investoren an das Objekt herangehen. Und genau das hat mich wirklich gestört: Da steht ein strahlend weißes, auf Hochglanz poliertes Gebäude hinter der Düne. Boulevard, Parkplätze, kleine Läden und das Interieur in unserer Wohnung stark von Joop \u0026amp; Konsorten beeinflusst. Die Geschichte ist in meinen Augen völlig ausgelöscht. Die Fragmente, die noch herumstehen, und das Museum schaffen es in meiner ohnehin sensiblen Gefühlslage nicht, das zu erfassen, was es einmal war und sein sollte. Ob es das muss, kann ich nicht entscheiden. Ich finde, manches sollte erhalten bleiben. Diese Abwägung machte es mir schwer, meine Zeit dort als glücklicher Tourist zu verbringen.\nAlt und neu in einer weiten Perspektive Alt und neu in direktem Kontakt Der Boulevard lädt zum \u0026hellip;. ein Schien zu NS-Zeiten auch in Urlaubsanlagen wichtig gewesen zu sein: das Gefängnis Hier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 ","tags":["Rügen","2023"],"section":"posts"},{"date":"1689120000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/invasive-neophyten-kennen-keine-grenzen/","title":"Invasive Neophyten kennen keine Grenzen","summary":"Wir haben uns mit heimischen Pflanzen beschäftigt und bauen jetzt unseren Garten um, den wir gerade erst angelegt haben","content":"So lustig 😁, mich dem Deichkind-Text für diesen Beitrag bedient zu haben, ist dieser Beitrag gar nicht 🥺. Wenn du mich fragst, was wir im Sommer 2023 im Garten gemacht haben, dann lautet die Antwort: fassungslos mit Google Lens Pflanzen bestimmt und rausgerissen zu haben.\nWorum geht es? Kurz gesagt: um Insekten, die nix mehr zu futtern haben 🐝.\nLänger gesagt: Wir Hobbygärtner pflanzen gerne Pflanzen in unseren Garten, die wir abfeiern, für Insekten aber sowas wie \u0026ldquo;Plastikblumen\u0026rdquo; sind und die unsere Gärten, auch wenn sie optisch hübsch anzusehen sind, für Insekten wertlos machen.\nDer Trigger: Dr. Mark Benecke Aufmerksam wurde ich auf den Vortrag durch Social-Media-Reels, in dem Kriminal-Biologe Dr. Mark Benecke einen Wissenschaftsleugner im Vortrag am 8.5.2023 ordentlich Zunder gab. Im Vortrag \u0026ldquo;Hitze-, Umwelt- und Klima-Update Mai 2023\u0026rdquo; im Rathaus der Stadt St. Augustin mit der Hochschule Rhein-Sieg, ging es um das wissenschaftlich festgestellte Insektensterben. Hier kannst du ihn dir ansehen. Benecke rief zu einem Umdenken auf. Er forderte, dass wir mehr für den Schutz von Insekten tun müssen. Wir sollten Lebensräume für Insekten schaffen, den Einsatz von Pestiziden reduzieren und Lichtverschmutzung vermeiden. Pflanzt Blumen und andere Pflanzen, die Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. sagte er.\nLaut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind seit 1970 etwa 40 % der Insektenarten ausgestorben oder vom Aussterben bedroht.\nUnd wir so: geil, wir haben Garten. #aufdieschulterklopfen #läuftbeiuns. Fehlanzeige! Dazu weiter unten mehr.\nUnd dann schlug der Algorithmus zu Wie es so ist, wenn sich mit einem Thema beschäftigt: Facebook und Instagram springen an und spühlen dir Zeugs in die Timeline. Manches Zeug war wirklich Gold. Ich empfehle dir robinga_schnoegelroegel mit \u0026gt;100.000 Followern auf Instagram. Er hat mich mit seiner Serie \u0026ldquo;Pflanzen die ich liebe\u0026rdquo; bzw. \u0026ldquo;Pflanzen, die ich hasse\u0026rdquo; gekriegt. Da bekommst du kurz und in your face gesagt, welche Pflanzen du direkt aus dem Garten rausreißen und welche du noch heute pflanzen solltest. Und ganz schnell hörst du was von invasiven Neophyten. Inva What\u0026hellip;?\nExkurs: Das sind Invasive Neophyten Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die sich in einem neuen Lebensraum stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen. Sie können negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt, die Ökosysteme und die menschliche Gesundheit haben.\nInvasive Neophyten können heimische Arten verdrängen, indem sie ihnen Licht, Wasser oder Nährstoffe wegnehmen. Sie können auch Krankheiten und Schädlinge übertragen. In einigen Fällen können invasive Neophyten sogar giftig für Menschen und Tiere sein.\nUm invasive Neophyten zu bekämpfen, ist es wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Es gibt verschiedene Methoden, um invasive Neophyten zu bekämpfen, wie das Abschneiden, das Mähen oder das Ausgraben. In einigen Fällen ist es auch möglich, invasive Neophyten mit biologischen Methoden zu bekämpfen, indem man natürliche Feinde aus ihrem Herkunftsland einführt.\nHier sind einige Beispiele für invasive Neophyten:\nSommerflieder (Buddleja) Lebensbaum (Thuja occidentalis) Scheinzypresse (Chaemazyparis) Efeu (Hedera helix) Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) Robinie (Robinia pseudoacacia) Traubenkirsche (Prunus padus) Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus) Roter Hartriegel (Cornus sericea) Falls du einen Garten hast: ich wette, du hast mindestens eine dieser Dinger da drin zu stehen. Wir übrigens auch 🫣\nUnd wir so: rausreißen! Alles. Wie einfach das ist, haben wir gleich selbst ausprobiert: Als erstes haben wir aufgehört, den Rasen zu mähen. Bei uns und bei meinen Eltern. Das Ergebnis war wow: Nach 4 Wochen kamen Hornklee, Braunelle und Wiesenflockenblumen zum Vorschein - alles sehr wertvolle Pflanzen für Wildbienen, Schmetterlinge und Raupen. Und das Beste: Wir mussten sie nicht säen. Sie waren einfach da. Bei meinen Eltern schlängelte sich die Raupe des Schwarzen Bären durch die Büsche und Schachbrettfalter tummelten sich zu Dutzenden auf den Blüten - beide Raupen/Schmetterlinge sind nachgewiesene Besucher dieser äußerst wertvollen Futterpflanzen. Es war wirklich unglaublich: Wir lagen auf der Wiese, die einmal ein gemähter Rasen war, und zählten die verschiedenen Wildbienen, die sich plötzlich in den Gärten tummelten. Plötzlich flatterten Schmetterlinge umher, die wir vorher an keiner Blüte gesehen hatten.\nSchachbrettfalter auf einer Wiesenflockenblume\nNun muss man auch wissen, dass Insekten solche \u0026ldquo;Inseln\u0026rdquo; brauchen. Bei uns in der Vorstadt sehen viele Gärten so aus: Haus, gepflasterte Einfahrt, englischer Rasen, Lorbeerhecke - das Tal des Todes für Insekten. Und wenn mal etwas blüht, dann meist Sommerflieder \u0026amp; Rhododendron - für Insekten weitgehend uninteressant. Ja, der doch so umschwärmte Sommerflieder hat so geringe Nektarmengen, dass die Insekten ewig daran nuckeln müssen, um einen Minitropfen zu ergattern. Und wir so: awwww #cute. Und die Gärtner so: yeah!!! Und wir so: rausreißen: Nächstes Jahr werden wir unseren Sommerflieder komplett entfernen und durch wertvolle Pflanzen ersetzen.\nSein letztes Stündlein hat geschlagen: Sommerfliederverbot in unserem Garten\nSchon in diesem Jahr pflanzten wir Thymian an, der im Laufe des Sommers Blütenteppiche bildete und einst heiße Cobblestones mit einem feinen Mikroklima ausstattete. Plötzlich tumelten sich diverse Wildbienen und Schlupfwespen bei uns auf der Terrasse.\nPflicht-Bookmark: naturadb.de Eine absolute Empfehlung, wenn es um einen lebenswerten Garten geht naturadb.de - eine Website, auf der man den ökologischen Wert von Pflanzen erkennen kann. Bei der Bestimmung hilft Google Lens sehr gut: Einfach Foto machen, mit Lens bestimmen lassen, in naturadb.de eingeben und staunen. Die Ergebnisse sind wirklich beeindruckend und haben unseren Blick für den Wert der Pflanzen für die Tierwelt geschärft.\nUm dir mal ein paar Beispiele zu geben:\nDas Gewöhnliche Ferkelkraut blüht bei uns, sobald man 2 Wochen nicht mäht. spezialisierte Wildbienen: 16 / Wildbienen insgesamt: 83 wir haben Breitblättrigen Thymian gepflanzt: Wildbienen gesamt: 37 / Schmetterlinge: 31 der erwähnte Hornklee war nach 4 Wochen Mähverbot einfach da: spezialisierte Wildbienen: 21 / Wildbienen gesamt: 74 / Schmetterlinge: 23 Gewöhnlicher Wasserdost war in einer Staudenmischung: spezialisierte Wildbienen: 11 / Wildbienen gesamt: 72 / Schmetterlinge: 32 / Raupenarten: 18 Wasserdost\nUm hier nicht zu hart in die Botanik abzudriften: Himbeere, Pflaume, Aprikose sind auch super Insektenpflanzen. Unser Favourit ist die Sal-Weide, die ich in befreundeten Baumschulen gar nicht kaufen konnte (\u0026ldquo;Die Nachfrage danach ist echt gering\u0026rdquo;). Wie kann denn das sein, wenn man sich diese Eckwerte anschaut: Wildbienen ingesamt: 40 / Schmetterlinge: 30 / Raupen spezialisiert: 35 / Raupenarten: 198. Holy Mother of Himbeergrütze!!!\nNoch sehenswert: der Kanal von ReNature. Dort findest du auch sehr gute Empfehlungen, wie sich Gartenabschnitte so gestalten lassen, dass sie für dich als Betrachter genauso wertvoll sind, wie für die Insektenlandschaft. Sobald du dich anfängst, mit diesem Thema zu beschäftigen, finden sich ganz informative Formate und Quellen. Was ich am Überraschendsen fand: es kostet dich weniger Aufwand, einen insektengerechten Garten anzulegen, als einen halbwegs begrünten, der aus \u0026ldquo;Plastikpflanzen\u0026rdquo; besteht.\nWir haben in diesem Sommer gelernt, dass eine Gartenplanung sich heute sehr stark am Wert für Insekten orientieren muss. Mit dem Effekt, den wir mit unseren ersten Maßnahmen erzielt haben, haben wir nicht gerechnet. Das zeigt, dass es einfacher ist als gedacht, eine Wohlfühloase für bedrohte Insekten zu schaffen.\nSieht schon noch gut aus, aber landet kontinuierlich alles auf dem Prüfstand. Ich werde hier berichten.\n","tags":["Garten","Insekten"],"section":"posts"},{"date":"1687219200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/ollas/","title":"Pflanzenbewässerung im Sommer mit Ollas: unsere kostengünstige und effektive Entdeckung","summary":"Ollas: Die traditionelle Bewässerungsmethode für deinen Garten. Erfahre, wie wir mit Ollas Wasser und Kosten sparen konnten. Bauanleitung und faszinierende Historie inklusive!","content":"Der Sommer ist eine wunderbare Zeit für den Garten, aber die Bewässerung kann zu einer echten Herausforderung werden. Herkömmliche Methoden wie die Flächenbewässerung sind oft verschwenderisch, während Tropfbewässerungssysteme technisch aufwendig und teuer sind. Doch es gibt eine Lösung, die diese Probleme elegant umgeht: Ollas! Gesprochen \u0026ldquo;Oya\u0026rdquo;. In diesem Blogbeitrag erkläre ich die Vorteile von Ollas, zeige, wie wir sie gebaut haben und werfe einen Blick auf die faszinierende Geschichte dieser Bewässerungsmethode.\nProblem: Kosten der Bewässerung im Sommer:.\nBewässerung im Sommer kann teuer werden. Die Wasserrechnungen steigen, wenn große Flächen mit konventionellen Methoden bewässert werden. Außerdem erfordern Tropfbewässerungssysteme eine komplexe Installation und können hohe Anschaffungskosten verursachen.Wir haben ein paar abgelegene Ecken, wo es sehr mühsam ist, ausreichend Wasser mit dem Gartenschlauch heranzuschaffen.\nRückblick auf Ollas:\nDie gute Nachricht ist, dass es eine bewährte Lösung gibt: Ollas. Ollas sind klassische Tongefäße, die in den Boden eingegraben werden und eine effiziente Bewässerung ermöglichen. Die Verwendung von Ollas hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit der antiken Zivilisationen zurückreicht. Bereits vor Jahrhunderten benutzten Menschen in verschiedenen Teilen der Welt, darunter im alten China und im Römischen Reich, ähnliche Töpfe zur Bewässerung ihrer Pflanzen.\nGeschichte der Ollas:.\nDie Verwendung von Ollas zur Bewässerung ist eng mit der Entwicklung der Töpferei und Keramik verbunden. Die ersten Ollas wurden von Hand aus Ton oder Tonmischungen hergestellt und besaßen die bemerkenswerte Fähigkeit, Wasser zu speichern und langsam an die Wurzeln abzugeben. Dieses Prinzip der kapillaren Bewässerung wurde von Generation zu Generation weitergegeben und ist auch heute noch eine effiziente Methode der Pflanzenbewässerung.\nBauanleitung für Ollas:.\nDer Bau von Ollas ist einfach und kostengünstig. Hier ist eine kurze Anleitung, wie du deine eigenen Ollas bauen kannst:\nSchritt 1: Besorge unglasierte Tongefäße in verschiedenen Größen. Wir haben 3-Liter-Gefäße für 2 Euro das Stück bei einem lokalen \u0026ldquo;Billiganbieter für Allesmögliche\u0026rdquo; bekommen. Schritt 2: Versiegele das Loch am Boden jedes Gefäßes. Wir haben eine Tonscherbe genommen und sie mit Silikon wasserdicht eingeklebt. Es darf nichts nach unten durchsickern. Schritt 3: Klebe 2 Tongefäße oben zusammen. Dazu ziehst du mit Silikon einen dicken, geschlossenen Strich, stellst die Gefäße aufeinander und streichst mit dem Finger (bitte vorher in warmes Spülwasser tauchen!) das herausquellende Silikon glatt, so dass die Fuge glatt und geschlossen ist. Schritt 4: Grabe ein Loch in der Nähe deiner Pflanzen und stelle die Olla so hinein, dass der Rand des Gefäßes über der Erdoberfläche bleibt. Schritt 5: Fülle die Olla mit Wasser und beobachte, wie das Wasser langsam von den Pflanzenwurzeln aufgenommen wird. Schritt 6: Decke das Loch oben ab, damit keine Erde oder Tiere hineinfallen können. Fazit:.\nOllas sind eine kostengünstige und effektive Bewässerungsmethode für den Garten im Sommer. Im Vergleich zu herkömmlichen Bewässerungsmethoden ist die Olla-Bewässerung kostengünstig, einfach herzustellen und bietet optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Die Geschichte der Ollas reicht bis in die antiken Kulturen zurück und basiert auf dem Prinzip der Kapillarbewässerung. Durch die langsame Abgabe des Wassers an die Wurzeln fördern Ollas eine effiziente Wassernutzung und reduzieren den Wasserverbrauch. Mit unserer Bauanleitung kannst du ganz einfach deine eigenen Ollas herstellen und den Sommer im Garten ohne Bewässerungssorgen genießen. Probiere es aus und erlebe, wie diese traditionelle Methode deinen Garten zum Blühen bringt!\nOlla in ein tiefes Loch stellen\ndie Öffnung schaut etwas über dem Boden heraus\nFertig. Nur noch mit Wasser befüllen und das Loch abdecken.\n","tags":["Garten","Bewässerung"],"section":"posts"},{"date":"1684368000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/das-gartenjahr-2023/","title":"Das Gartenjahr 2023","summary":"Unser Journal für das Jahr im Garten mit Impressionen, Inspirationen und Emotionen.","content":"Anstatt über jede neu entdeckte Primel einen eigenen Beitrag zu schreiben, werde ich hier einen sich ständig erweiternden Beitrag über unser Gartenjahr ins Netz stellen. Dabei geht es mir vor allem um den Charakter eines kleinen Tagebuchs, das mehr auf Impressionen als auf Anleitungen basieren soll. Wie man Dinge macht, wissen andere oft besser, ich verlinke hier entsprechend.\nDezember-Update Finale! Endlich Schnee.\nDas war\u0026rsquo;s. Nach einem langen Sommer kam plötzlich der Herbst und beendete den Aufenthalt im Freien. Bis in die ersten Novembertage wollten die Blätter nicht gelb werden und vom Baum fallen. Eine so lange Vegetationsperiode hatten wir noch nie. Dementsprechend haben die Hochbeete noch einmal einen guten Ertrag gebracht.\nDie Aussaat vom Sommer ist aufgegangen und hat uns so manches leckere Gemüse beschert. Der Daikon-Rettich, der uns im Frühjahr leider über den Jordan gegangen ist, hat es geschafft und uns selbstgemachtes Kimchi beschert. Die bunten Beete waren dick und saftig und der Mangold kaum zu ertragen.\nDie Schnecken schienen keine Lust auf unsere zarten Fenchelpflänzchen zu haben und so bot sich vor allem in den Morgenstunden immer ein schöner Anblick, wenn sich der Tau auf den Blättern niederschlug. Ich hätte nie gedacht, wie einfach es ist, so viel Fenchel anzubauen.\nDie Beete stehen in vollem Saft\nMangold und Daikon-Rettich\nDer Fenchel sieht im Morgentau wirklich toll aus\nSo machen wir den Garten winterfest\nNatürlich stellt sich für den Gartenfreund immer die Frage, wie er seinen Garten nach der Saison winterfest machen kann. Auf Youtube gibt es tolle Videos mit Checkliste und vielen Möglichkeiten, auch im Herbst noch Stimmung im garten zu verbreiten. Bei uns geht das ganz grob nach dieser Checkliste:\nWir haben den Rasen ein letztes Mal gemäht wir haben die Rasenkanten noch einmal sauber gezogen wir haben einen Tee gekocht und uns einen High5 für das Jahr 2013 gegeben Das war\u0026rsquo;s. Der Garten bleibt den Winter über so, wie ihn die Natur im Sommer vorbereitet hat. Wir haben ja den Vorteil, dass wir wenig Laub haben und das Wenige wird bei den starken Herbststürmen hier im Norden sowieso weggeblasen.\nSeptember-Update Der August war kühl und nass und hat vor allem den Tomaten und Gurken stark zugesetzt. Quasi über Nacht wurden die Pflanzen flächendeckend von Mehltau befallen, was zu einem Kahlschlag führte. Die Kürbisse, Gurken und Tomaten sehen schlimm aus. Vereinzelt hängen Gurken herum - schön sind sie nicht mehr. Aber sie schmecken. Letztes Jahr haben wir von der Nachbarin ein paar Chilischoten bekommen, die in Töpfen auf der Terrasse den Sommer verbracht haben. Zack, über Nacht wurden sie rot und heißen uns jetzt zum Essen willkommen. Jetzt hat auch die Mangold-Saison begonnen. Sehr lecker: Mangold-Curry mit roten Linsen und Tomaten. Apropos Tomaten: Die holen wir uns massenweise aus dem Garten. Jeden Tag gibt es verschiedene Variationen. Pur, als Soße, im Curry, auf Mozzarella usw.\ndie Chilis auf der Terrasse haben fertig\nLast one hanging\nMangold\nDie Bohnen sind abgehangen\n\u0026gt;850 Gramm bringt die Beefsteak-Tomate auf die Waage.\nAugust-Update Das Jahr schreitet voran. Ein sehr heißer Juni, ein sehr durchwachsener und nasser Juli haben Flora und Fauna etwas verrückt spielen lassen. Unser Chinakohl wurde von Assel \u0026amp; Co. dankbar als Mahlzeit angenommen und uns wurde nur der Rest einer Pflanze zur eigenen Verwendung überlassen. Die Gurken haben spät angefangen, aber jetzt geht es endlich los. Mit Zucchini können wir wieder jeden Gast überhäufen. Die Kürbisse haben ihre Erwartungen erfüllt und wuchern wieder durch den Garten. Den Vorgarten haben sie komplett unter sich begraben. Die Zuckererbsen waren wie immer ein Genuss für Groß und Klein. Zeitversetzt gesät, hat uns ein ganzes Beet 2 Monate lang täglich Knabberspaß beschert.\nWas wirklich toll ist: Die Freilandtomaten gehen richtig gut. Die Dinger hängen über und über voll, ohne einen Hauch von Mehltau. Aber auch unsere überdachten Sorten tragen in Hülle und Fülle.\ndie Freilandtomaten waren nicht zu bändigen\nunser Tomatenhaus hängt voll\nFeuerbohnen\nUnsere Gurken waren Spätstarter\nMangol, Gurken, Topinambur, Beten - der Platz in den Hochbeeten ist begehrt\nMai-Update Zwei Monate sind seit der letzten Lagebesprechung vergangen. Der lange kalte Frühling hat auch die Vegetation kalt erwischt. Viel zu früh haben wir mit der Anzucht auf der Fensterbank begonnen. Wir haben die Pflänzchen einfach nicht ins Freiland bekommen. Aber jetzt hat es endlich geklappt und seit Anfang Mai spielt das Wetter uns Hobbygärtnern in die Hände. Ein Gutes hatte der verspätete Saisonstart: Wir haben Zeit gewonnen, um noch einmal 700 kg Kompost aus der Kompostieranlage zu holen und 2 weitere Hochbeete zu bauen. Jetzt haben wir auch für unsere Bohnen einen angemessenen Platz und die Kinder freuen sich über ihr erstes eigenes Beet, das sie mitbewirtschaften dürfen.\nGrünkohl-Blick\nWir haben unseren Grünkohl nicht ganz abgeerntet und er dankt es uns jetzt mit einer fantastischen Blüte. Während der Rest der Beete eher mit zartem Grün gesprenkelt ist, liefert der Grünkohl ein Sonnenfeuer. Übrigens: Wir essen den Grünkohl nicht klassisch. Wir zupfen ein paar Blätter ab, legen sie auf ein Blech, beträufeln sie mit Olivenöl und Salz und backen daraus im Ofen Grünkohlchips. Unsere Kinder und wir lieben das. Übrigens kann man unsere neuste Konstruktion sehen: eine Rankhilfe für unsere Gurken. Einfach Profilholz aus dem Baumarkt, 16 mm Löcher in 15 cm Abständen gebohrt und Haselnusszweige durchgesteckt.\nFreilandtomaten\nUnser Experiment mit der Freilandtomate Philovita F1 nimmt Gestalt an. Während die klassischen Tomaten (Beefsteak, Mexikanische Honigtomate, Zebra Tomate, Blondköpchen, Gold Nugget) im Tomatenhaus regengeschützt und wurzelbewässert stehen, haben wir für 4 der Freilandtomaten einen eigenen Platz im Freien geschaffen. Mal sehen, was der Sommer mit ihnen macht.\nZuckerschoten\nDie Zuckererbsen sind immer ein Highlight. Die Kinder (und wir) lieben es, die frischen Schoten zu ernten und direkt im Garten zu essen. Nur eine Schnecke hat sich verirrt und einen Teil der Pflanze abgeknabbert.\nInventur\nAktuell starten wir ins Gartenjahr mit 11 Hochbeeten und einer aufgeschütteten Kompostfläche. Darauf wachsen:\nButternuss-Kürbis Chinakohl Daikon-Rettich Dill Feuerbohnen Gelbe Beete Grünkohl Gurken Hokkaido-Kürbis Knoblauch Lauch Pak Choi Petersilie, glatt Radieschen Rote Beete Ruccola Salat Schnittlauch Spinat Tomaten (Beefsteak, Mexikanische Honigtomate, Philovita F1, Zebra Tomate, Blondköpchen, Gold Nugget) Topinambur Zuckerschoten Zucchini\nund als Dauerkultur wachsen bei uns sowieso immer Estragon, Oregano, Rhabarber, Salbei, Zitronenmelisse, Rosmarin. Update: 16. März Auch der Winter 2022/2023 hat es mit Frost und Schnee hier bei uns im Norden nicht so richtig hinbekommen. Und da war es wirklich knapp, überhaupt ein Gartenfoto im Schnee hinzubekommen. Eigentlich hatten wir nur im Februar und März jeweils einen halben Tag richtig Schnee. Dauerhafte Minusgrade haben uns auch gefehlt. Es bleibt also spannend, wie die Schädlingspopulation den Winter überstanden hat.\nDer eigentliche Startschuss beginnt bei uns immer damit, die Beete mit neuem Kompost zu versorgen. Wir haben das Glück, gleich um die Ecke eine Kompostieranlage zu haben, wo die halbe Tonne 10 Euro kostet. Dieses Jahr habe ich fast eine Tonne für alle Beete und das Tomatenhaus geholt. Das Schöne an unserem Hochbeetkonzept ist, dass wir kein Unkraut jäten müssen. Alles, was noch drin war (Grünkohl, Rote Bete, Porree) wird abgeschnitten und dann kommt das dampfende Gold drauf. Ich bin jedes Mal überrascht, wie schnell so eine Tonne Material im Garten verschwindet. Und wenn ich bedenke, dass wir die Hochbeete im letzten Jahr bis zum Rand gefüllt haben, ist es schon beeindruckend, was Regenwurm \u0026amp; Co. an Volumen verarbeitet haben.\nIn den letzten Jahren haben sich bei uns einige Lieblingstomaten entwickelt, von denen wir einige Samen gewonnen und überwintert haben. Neu wird 2023 der Anbau einer Freilandtomate sein. Wir sind gespannt, ob der Tipp in unserem feucht-kühlen Klima wirklich so erfolgreich ist wie versprochen. Die Samen keimen auf der Fensterbank im Dachgeschoss. Im März wurde zum ersten Mal umgetopft und ausgedünnt.\n","tags":["Garten","Biodiversität"],"section":"posts"},{"date":"1684022400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/omr2023/","title":"OMR2023 - Bigger better bolder","summary":"Zusammenfassung meines Besuchs bei den Online Marketing Rockstars","content":"Bei den Recap-Berichten über die OMR2023 fühlt man sich genötigt, wenigstens einmal kurz dokumentarisch die Hand zu heben, um zu sagen \u0026ldquo;hey, ich war auch dabei\u0026rdquo;. Na, da will ich doch nicht zurückstehen: \u0026ldquo;hey, ich war auch dabei\u0026rdquo;. Das erste Mal. Der Auslöser, mir ein paar Tage vor dem Mega-Event für sündhaft teures Geld ein Ticket zu kaufen, war die Anwesenheit eines sehr guten Geschäftspartners, den ich dank konsequenter Remote-Philosophie nie wirklich persönlich getroffen habe - aber fast täglich sehe und höre. Was längst überfällig war, fand zwischen 70.000 anderen Besuchern in Hamburg statt.\nUm es gleich vorweg zu nehmen: Niemand wird wirklich einen Bericht über die OMR schreiben können, der an das heranreicht, was dort passiert ist. Ich meine, bei über 1200 Speakern, zahlreichen Masterclasses, Ausstellern en masse und - wie gesagt - 70.000 Besuchern ist jeder Bericht nur ein Wimpernschlag im Festivalkontext.\nAm ersten Tag, ich hatte mich nicht darauf vorbereitet, überrollte mich die Veranstaltung. Ich habe mich kaum zurechtgefunden und bin in die Expo geflüchtet. Die hat mir Halt gegeben. Ich hab geschaut, wer alles mindestens das Wort \u0026ldquo;KI/AI\u0026rdquo; in seinen Subclaims hat und hab ein paar bekannte Infrastrukturanbieter gefunden, mit denen wir zusammenarbeiten und vielleicht 1-2 interessante Neuheiten.\nAm zweiten Tag habe ich es dann so gemacht, wie ich es meistens bei größeren Veranstaltungen mache: Ich setze mich vor eine Bühne und bleibe dort sitzen. Zumindest den halben Tag. Und so bot mir die Conference Stage ein sehr spannendes Zuhause: SAP, BOSS, Shepard Fairey aka OBEY, Luisa Neubauer und Benjamin von Stuckrad Barre haben geliefert. Abends gab es dann noch eine MasterClass von Bike24.\nZwei krasse Tage, 21.000 Schritte, nette Wiedersehen (Tim, Tobi, Eric), leckeres Essen (Ramen yummy).\nUnd da wir hier in einer Performacer-Society leben: Was hat es gebracht?\nEin alter Weggefährte hat mir einmal einen Rat gegeben:\nHenning, wenn du zu einer Konferenz gehst, nimm eine einzige Sache mit, dann hat sich die Veranstaltung für dich gelohnt.\nIch nehme mindestens 3 Dinge mit (die aber in den Bereich NDA und Interna fallen) und damit haben sich die 400 Euro gelohnt.\nUpdate:\nIch habe meine anfängliche Einschätzung der OMR noch etwas erweitert, denn in den Tagen nach meiner Veröffentlichung sind mir auf LinkedIn Recaps von Besuchern ins Auge gesprungen, die mich etwas stutzig gemacht haben: Die OMR spielt das Konzept \u0026ldquo;Marketing und Vermarktung\u0026rdquo; ziemlich hart und die Marketingprofis eskalieren.\nKritikpunkte die ich las und die bei mir Fragen aufwarfen:\n🤯 \u0026ldquo;So voll, dass man die ganze Zeit anstehen musste\u0026rdquo;: Jeder wusste, dass es nicht weniger als 70.000 Menschen werden würden. Wenn dir also 70.000 Leute zu viel sind, dann gehst du nicht hin. Jeder weiß ungefähr, was 70.000 Menschen auf einer Konferenz bedeuten. Wenn Herbert Grönemeyer in der Veltinsarena singt, weiß ich auch, dass es voll und laut wird:\n📣 \u0026ldquo;Sehr laut, man konnte sich kaum unterhalten\u0026rdquo;: Ja, so ist das im Marketing, so funktioniert das. Stichwort Aufmerksamkeitsökonomie: Wenn es voll ist, muss man sich was einfallen lassen, um aufzufallen. Marketing eben: laut und bunt.\n🤘🏼 \u0026ldquo;Diese Rockstar-Attitüde strengt an\u0026rdquo;: OMR hat sich schon immer als Rockstar positioniert und spielt dieses Image konsequent. Googel mal den Archetyp \u0026ldquo;Rebel\u0026rdquo; oder frage deine Lieblings-KI danach. Und wer auf Rock geht, muss Alice Cooper (Robert Geiss) genauso ertragen wie Metallica (Shepard Fairey). Um fair zu sein: Niemand von uns wurde an den Sitz gefesselt und musste Boris Becker unter Zwang anschauen.\n💰\u0026quot;Viel zu teuer, ein Burger für 17 Euro, die langen voll\u0026quot;: Vielleicht irre ich mich, aber der eine oder andere \u0026ldquo;Rockstar\u0026rdquo; ist sicher nicht mit karitativen Absichten nach HH gereist. Klar, ein Burger für 17 Euro ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber habt ihr schon mal eine Flasche Wasser im Duty Free gekauft? Und da saß einem auch keine Serena Williams gegenüber. Ein Kollege von mir kam mit 18 Euro für 2 Tage aus. Und es ging ihm sichtlich gut.\n🪣 \u0026ldquo;Was machen Leute ohne Inhalt auf der Bühne? Einige Besucher fanden MontanaBlack oder Jeremy Fragrance irgendwie fehl am Platz. Gleichzeitig habe ich aber auch Leute gesehen, die vor den Hallen Schlange standen, in denen diese Leute auftraten. Und mal ehrlich: Was erwartet man bei 7.000 Besuchern von einer MontanaBlack? Show. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Du brauchst doch nicht das Erweckungserlebnis einer OMR, um zu verstehen, wer dieser oder jener \u0026ldquo;Star\u0026rdquo; ist. Und aufstehen und gehen konnte man auch jederzeit. Aber ich erinnere mich auch an Tag 2, Mittagspause auf der Konferenz-Bühne. 2 Frauen kommen auf die Bühne und machen so etwas wie \u0026ldquo;Musik\u0026rdquo;. Und hunderte von Leuten stürmten vor die Bühne. Für jeden war etwas dabei.\n💵 \u0026ldquo;Der Chef hat bezahlt: Guter Chef. Natürlich ist es legitim, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dorthin zu schicken und die Party zu bezahlen. Das gehört heute auch zur Wertschätzung der Mitarbeiter. Wer will, soll fahren. Die Obst(körbe) kann sich jeder selbst bei Aldi oder REWE kaufen. Wer keinen Bock hat, soll zu Hause bleiben.\nLegitime Kritikpunkte:\n👋🏽 Network-Area fehlte definitiv\n🪑 Irgendwas, wo man sich mal hinsetzen und kurz abschalten 👩🏼‍💻 kann.\n🪫 Und für mich noch als absoluter Mangel: Steckdosen !!!\nOatly hat jetzt eine Fertigklösung für die Softeisherstellung - ein Brett von lecker\nObey über Kunst und KI\nBenjamin von Stuckrad Barre las sein neues Buch \u0026ldquo;Noch wach\u0026rdquo;\n","tags":["Marketing","Hamburg","Veranstaltungen"],"section":"posts"},{"date":"1680393600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/endlich-spitze-winkel-saegen/","title":"Endlich spitze Winkel sägen","summary":"Ich habe eine Führung für meine Tauchsäge gebaut, mit der ich sehr spitze Winkel sägen kann.","content":"Du kennst das vielleicht: Du willst mit deiner Tauchsäge eine schöne Spitzkehle aus dem Holz sägen - z.B. um ein Spitzdach für ein Vogelhäuschen zu bauen. Oder wie in meinem Fall: die Schräge im Dachgeschoss soll sich natürlich an die Dachschalung anpassen, die eine Neigung von 51° hat. Mit den üblichen 45°, die meine Makita SP6000J Tauchsäge in einer Führungsschiene sägt, komm ich da nicht hin. Ich habe mir wochenlang den Kopf zerbrochen, um eine Lösung zu finden.\nSchließlich hat mir Jonas Winkler die Lösung für meine Herausforderung präsentiert. Nach dem Anschauen des Youtube-Videos habe ich die Vorrichtung selbst gebaut.\nDas Ergebnis kann sich sehen lassen. Ganz ohne professionelles Setup, draußen auf meinem abgeschabten OSB-Arbeitstisch, habe ich mit 45,1° ein Ergebnis erzielt, mit dem ich sehr zufrieden sein kann.\nDas habe ich benötigt:\nMDF-Platte in 16 mm Holzschrauben Führungsschine für die Tauchsäge Die MDF-Platten habe ich in 20 cm und 25 cm Breite und jeweils 140 cm Länge gesägt. Die schmale ist die Schräge und die breite ist die Auflage. Aus den Resten habe ich 4 Keilhölzer gesägt. Den genauen Ablauf des Baus findest du im Verlinkten Video bei Jonas Winkler viel besser dargestellt, als ich das hier könnte.\nUnd so sieht das Ergebnis bei mir aus:\nFührungsschine Führungsschine Wenn du wissen möchtest, wo dieses Werkzeug seinen Einsatz hatte, dann lies gerne hier weiter\u0026hellip;\n","tags":["Haus","Dachboden","2023","Heimwerken"],"section":"posts"},{"date":"1678924800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/solectrus-mit-senec/","title":"Solectrus mit Senec-Wechselrichter betreiben","summary":"Wir haben einen SENEC-Speicher in der Garage, dessen integrierter Wechselrichter den Strom im Haus managt. Das Management seitens Senec wird in einer App visualisiert, die aber nur einen 5-Minuten-Querschnitt darstellt. Für ein wirklich effizientes Energiemanagement und Live-Monitoring ist das nutzlos. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, die mir zeigt, wie die Energiebilanz in unserem Haus gerade aussieht - ohne ständig auf mein iPhone oder iPad zu schauen.\nMit SOLECTRUS des Entwicklers Georg Ledermann (https://ledermann.","content":"Wir haben einen SENEC-Speicher in der Garage, dessen integrierter Wechselrichter den Strom im Haus managt. Das Management seitens Senec wird in einer App visualisiert, die aber nur einen 5-Minuten-Querschnitt darstellt. Für ein wirklich effizientes Energiemanagement und Live-Monitoring ist das nutzlos. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, die mir zeigt, wie die Energiebilanz in unserem Haus gerade aussieht - ohne ständig auf mein iPhone oder iPad zu schauen.\nMit SOLECTRUS des Entwicklers Georg Ledermann (https://ledermann.dev/) hat meine Suche ein fantastisches Ende gefunden.\nSOLECTRUS (https://solectrus.de/) basiert auf Ruby on Rails und InfluxDB. Der Quellcode aller Komponenten ist auf GitHub (https://github.com/solectrus) verfügbar.\nBevor ich in die Konfiguration bzw. das Update einsteige, eine kurze Beschreibung, wie ich SOLECTRUS bei mir zu Hause integriert habe: Ein Freund hat mir den Tipp gegeben, mich für mein Projekt von der Apple-Welt zu verabschieden und mir ein Amazon FireHD Tablet zuzulegen. Darauf installierte ich den Kiosk Browser (kostet 6,99 Euro) (https://www.fully-kiosk.com/de/). Den Browser habe ich so konfiguriert, dass er permanent gesperrt ist und nur bei Bewegung das Display einschaltet. Das FireHD steht bei uns in der Wohnküche, so dass wir es im normalen Familienalltag eigentlich immer sehen können.\nDas Dashboard hilft mir bei der Entscheidung, ob ich das Auto auflade, den Herd mit voller Wucht hochheize (1000 Watt Differenz, die bei der Trägheit des Speichers für einen Netzbezug sorgen könnten) oder lieber den Speicher mit der Restsonne für die Nacht fülle. In der Tagesübersicht ist noch ein Forcastmodell implementiert, das aus den Wetterdaten die prognostizierte Erzeugung anzeigt. So kann ich entscheiden, ob ich mit dem Laden oder Wäschewaschen noch einen Tag warten muss.\nFazit: Eine tolle Anwendung, die eigentlich JEDER SENEC-Nutzer zu Hause haben sollte.\nUnd nun zu meiner Installationserinnerung/Updateanleitung Die Installation (https://github.com/solectrus/hosting \u0026amp; https://github.com/solectrus/hosting/tree/main/guide/synology) läuft über die Konsole und ist eigentlich kinderleicht, wenn man ganz grob weiß, wie das geht. Nein, war nur Spaß, das ist echt anstrengend, wenn man zum ersten Mal ein Docker-Image auf seiner NAS erstellen lassen will. Ich hab´s nur mit der freundlichen Unterstützung eines Entwicklers geschafft.\nUnd weil´s bei mir irgendwie anders war, ich das ber auch nicht mehr zusammenbekomme, habe ich hier den Update-Prozess für mich einmal dokumentiert:\nIch logge mich auf meiner Diskstation ein: ssh meinadminname@192.168.178.50 -p 22 ich wechsel ins root: sudo -i ich gehe in das Verzeichnis /solectrus und das mache ich so:\n\u0026ndash; root@DiskStationNK:~#\n\u0026ndash; root@DiskStationNK:~# cd ..\n\u0026ndash; root@DiskStationNK:/# cd volume1\n\u0026ndash; root@DiskStationNK:/volume1# cd docker\n\u0026ndash; root@DiskStationNK:/volume1/docker# cd solectrus Ich checke die Pakete im Docker mit docker images und erhalte eine Liste die irgendwie so aussieht:\nUnd hier passiert die Magie: Ich update nun mit einer Zeile: root@DiskStationNK:/volume1/docker/solectrus# docker-compose pull \u0026amp;\u0026amp; docker-compose up -d\nUnd wenn das Ergebnis irgendwie so aussieht, dann ist das Upate erfolgreich durch.\nPulling influxdb ... done\nPulling db ... done\nPulling redis ... done\nPulling app ... done\nPulling senec-collector ... done\nPulling forecast-collector ... done\nsolectrus_db_1 is up-to-date\nsolectrus_redis_1 is up-to-date\nsolectrus_influxdb_1 is up-to-date\nsolectrus_forecast-collector_1 is up-to-date\nsolectrus_senec-collector_1 is up-to-date\nRecreating solectrus_app_1 ... done\nAls ich mal Probleme mit dem Update hatte, entstand hier auf Github ein Issue-Thread, der zur Lösung führte: https://github.com/solectrus/hosting/issues/18\nAutomatische Updates könnte ich hiermit machen: https://github.com/containrrr/watchtower\n","tags":["Photovoltaik","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1676332800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/dachbodensanierung/","title":"Sanierung des Dachbodens zum Wohnraum","summary":"Wir haben unseren Dachboden zu einem vollwertigen Wohnraum ausgebaut - mit überraschenden Funden","content":"tl;dr Wir haben in den letzten 2 Jahren den Dachboden unseres Hauses komplett umgebaut. Eine Kernsanierung von 0 auf 100. Ini dem Beitrag schreibe ich dir auf, was wir gemacht haben und welche materialien wir wie eingesetzt haben. Hier ist ein 1:30er Video, falls du erstmal sehen willst, ob es sich lohnt, weiterzulesen.\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Die Ausgangslage Beim Einzug in das Haus war der 1976 hergestellte Spitzbodenausbau nicht mehr \u0026ldquo;ganz in Form\u0026rdquo;: Zwischensparrendämmung die mit Holzlamellen gegen den Innenbereich verkleidet war. Jede fallende Stecknadel hörte man bis ins Erdgeschosse, Elektrik aus der Hölle, lose rieselnder Putz am Schornstein, ein Eldorado für Spinnen, Wanzen und Marienkäfer.\nSo sah es vorher aus\u0026hellip; \u0026hellip; \u0026hellip;und so während des Totalabrisses \u0026hellip;und so am Ende Im Zuge der Dachsanierung entschieden wir uns zu einer Aufsparrendämmung, um dem Dachboden maximale Raummaße zu gönnen. Auf die 16 cm Sparren kamen Schalbretter und Aufkeilrahmen mit großen Dachflächenfenstern. Nun galt es, die Perle endlich zu polieren.\nTabularasa Wie sagte der Zimmermann so schön: \u0026ldquo;Henning, reiß erstmal alles raus und dann gucken wir uns an, womit wir es zu tun haben.\u0026rdquo;\nUnd so riss alles raus. Bis runter auf die Obergeschossdecke. Und ich sag dir, wir hatten Spaß: eine laienhaft hingerotzte Erneuerung des Fußbodens aufgrund eines alten Wasserschadens, Schnappsflaschen (leer!), dutzende Kronkorken von Bieren, angesägte Zangen (die dicken Balken, die den Dachboden tragen) und ein schlimmes Niveau im waagerechten Sinn.\nFundstück: eine leere Flasche Schnaps – und so sah auch das Niveau aus: bis zu 8 cm Differenz auf der Fläche, die ausgeglichen werden mussten. Das Ergebnis sieht so aus: gefegte Decke, alles was nichts drin zu suchen hatte, flog raus, Elektrik überprüft, Heizung überprüft. Baufreiheit für die Zimmermänner, die ich für die Herstellung des Bodens beauftragt habe.\nDachbodenausbau: alles rausgerissen Der neue Bodenaufbau Da die Nutzung später als Büro und Feelgood-Area 😆 vorgesehen ist, wollten wir das Thema Schallschutz so gut wie möglich umsetzen. Es war gar nicht so einfach, einen geeigneten Aufbau des Untergrundes zu erabreiten. Im Altbau verlässliche Infos zu Trittschallentkopplung zu finden, gestaltete sich schwierig. Auch der Zimmermann hielt sich verständlicher Weise eher wage. Letztendlich bin ich in einem Forum fündig geworden, welches gute Endergebnisse vorweisen konnte.\nUnser Aufbau (von unten nach oben):\nBestand: Fermacellplatte (Decke des 1. OG) 180 mm Steico-Flex Holzfaserdaemmung (bei 200 mm Zangenstärke) Daemwool DFS Trittschall-Dämmfilz in Streifen (Stärke 5 mm) 25 mm OSB verschraubt 30 mm Trockenestrich später folge dann noch Echtholzparkett 15mm, geklebt Auf dem Foto sieht vom (v.v.n.h.): Niveauausgleich, Dämmstreifen auf Zangen, OSB-Platte, Holzfaserdämmung Auf der OSB wurde abschließend schwimmend Trockenestrich verlegt Giebel, Giebel voller Sand Die beiden Giebel und den mies verputzen Schornstein habe ich mit Rigips-Platten verkleidet: Bei den Giebeln habe ich das mit Hilfe von Perlfix im Klebeverfahren gemacht. Im Gegensatz zum Befestigen mit einer Trockenbaukonstruktion geht das vergleichsweise einfach und schnell. Ich hab mich an 2 Stellen aber etwas mit dem Andrücken vertan. Viel hilft nicht immer viel. Beim Spachteln hatte ich entsprechend mehr zu tun.\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Verleidung ohne Unterkonstruktion, sondern mit Perflix\nHier würdest du ein Video sehen, wenn du nicht so einen kaputten Browser nutzen würdest, my friend 😜 Spachteln bis Q3.\nAbseits! Die Abseiten Kopfzerbrechen haben mir die Drempel bereitet. Da ich die Sparrenzwischenräume offen habe, kann ich nicht wie bei einer Zwischensparrendämmung mit Gipskarton arbeiten. Schließlich haben wir uns entschieden, die Abseiten aus Sperrholz herzustellen. Im Holzfachhandel gibt es die Platte 2500 x 1250 mm x 12 mm aus Kiefersperrholz. Hier kam auch mein Jig zum Einsatz, den ich zum Sägen von Winkeln \u0026gt;45° gebaut habe. Hier liest du mehr dazu. Da mein Dach eine Neigung von 51° hat, musste ich das Holz spitz zuschneiden. Mit der Tauchsäge und den Führungsschienen geht das ganz einfach.\n2500x1250mm Kiefer-Sperrholz In die so vorbereiteten Platten habe ich dann die Sparren-Ausschnitte gesägt und mit einer Elektrobandfeile ebenfalls auf Schräge geschliffen. Da es uns wichtig war, den Sparren und Schalbrettern nicht die Show zu stehlen, wurden die Bretter grundiert, gespachtelt und gestrichen. Für Grundierung und Spachtelung wurden mir von Marco die Jaeger-Produkte Holz-Isolier- und Deckenfarbe und den genialen Acryl-Feinspachtel empfohlen. Ich sage dir, das war einer der besten Tipps ever. Das Ergebnis sind Oberflächen, die durch den Lack von Anna von Mangold perfekt glatt wurden. Neben den Abseiten haben wir auch die gesamte Fensterleibung damit aufbereitet.\ndas Feinspachtel-Setup Die fertigen Abseiten Color me Das mit großem Abstand heftigste Kopfzerbrechen bescherte uns die Entscheidungsfindung über, die Produktauswahl der und die Materialvorbereitung für die Farbgebung. Doch zuerst musste ich alle Sparren glatt schleifen. In welch teuflischem Akt ich das getan habe: dazu gibt es hier einen eigenen Artikel\u0026hellip;\nDie Schalung musste mit 80er Papier angeschliffen werden, alle Löcher vorher verschließen, Fugen spachteln, Blendleisten vorbereiten und einkleben. Da willst du dich in deiner Entscheidung der Farbgebung auch wirklich nicht vertun. Wie schlimm es aussehen kann, zeigen die \u0026ldquo;vorher\u0026rdquo;-Bilder ja eindrucksvoll. Also standen Farbtests, Anstrichversuche und Arbeitsproben auf dem Programm. Und dann, nachdem wir uns endlich sicher waren (quatsch, waren wir nicht.), hat meine Frau die ganze Schose 3x gestrichen. Das Ergebis: whooop!!!!\nWir haben uns für Dimma white wash der Firma Moose Färg entschieden.\nÜberall da, wo wir Malervlies (Giebel, Schornsteinverkleidung) haben, setzten wir Anna von Mangold Glambecksee 563 ein. Gerade im Zusammenspiel mit der indirekten Beleuchtung sieht die Farbe ziemlich gut aus.\nShelly-getriebene LED-Beleuchtung AC/DC Bei der Kernsanierung des Hauses vor einigen Jahren ließ ich mir vom Elektriker bereits eine separat gesicherte Leitung ins Dachgeschoss legen, so dass ich mit der Raumverteilung dort rangehen konnte. An sich habe ich hier nichts Erwähnenswertes gemacht, außer, dass ich jeden Schalter und fast jede Dose mit einem Shelly versehen habe. D.h. ich kann die Lampen sowohl manuell via Taster bedienen, als auch via App. Alexa steht inzwischen auch hier und steuert somit alles, was ich steuern möchte. Bei der Verdrahtung der Schalter mit den Shellys entstand dieser Beitrag\u0026hellip;\nÜber die ebenerdig eingebaute und sich halbautomatisch öffnende Dachbodenluke als Zugang habe ich hier geschrieben, wie ich´s gemacht habe.\nWenn du Fragen hast, schreibe mir gerne. Ich freue mich über Feedback und teile meine gemachten Erfahrungen gerne.\n","tags":["Haus","Dachboden","Heimwerken"],"section":"posts"},{"date":"1674518400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/begehbare-dachbodenluke-mit-gasdruckfeder/","title":"Begehbare Dachbodenluke mit Gasdruckfeder","summary":"Erfahre, wie wir unseren Dachboden mit einer modernen und ansprechenden Dachbodenluke in Infinity-Optik aufgewertet haben.","content":"Beim Ausbau unseres Dachgeschosses stellte sich die Frage, wie wir den Zugang möglichst platzoptimiert gestalten können. Wenn man oben schon wenig Platz hat, will man ihn natürlich nicht noch durch Türen oder Geländer einschränken. Wenn man aber ein Loch im Boden hat, muss man auch an die Sicherheit denken. Ein weiterer Aspekt, der mich lange beschäftigt hat, war der Schließmechanismus. Da ich für die handwerkliche Umsetzung des Koffers mit Klappe einen Schreiner ins Haus geholt hatte, musste ich herausfinden, wie das funktionieren sollte.\nDie Luke in geschlossenem Zustand Google ist dein Freund und so fand ich die Seite Gasfedershop.de, die mit einem wirklich tollen Tool die Berechnung der späteren Gasfedern ermöglicht. Die Schreiner, die den Koffer bauten, lieferten mir eine 2 cm dicke Multiplexplatte mit einem Gesamtgewicht von 30 kg. Diese erfüllte die Eigenschaft der Begehbarkeit. Ich gab die Maße in das Tool ein und erhielt meinen Bestellvorschlag. Nach der Montageanleitung eingebaut, war ich doch etwas überrascht über die Kraft, denn die Platte öffnete sich mit nur einem kleinen Schubs von selbst. Der Support des Onlineshops fand schnell heraus, dass ich mich um 1,5 kg vermessen hatte.\nGlück im Unglück: Auch wenn man Druck auf eine so massive Holzplatte ausübt, beginnt sie sich zu biegen. Also musste ich noch einen senkrechten Rahmen von unten gegen die Platte kleben \u0026amp; schrauben, um die nötige Steifigkeit zu bekommen. Diese 5 kg Zusatzgewicht haben meine Rechnung schließlich aufgehen lassen: 3 kg Druck zum Öffnen und 8 kg Zug zum Schließen.\nDer Stabilisierungsrahmen Das Sicherheitssystem löse ich über einen Kofferraumschalter, der in den Auflagerahmen der Platte eingelassen ist und über einen Trafo eine 12V-LED ansteuert, die rechts und links neben der Auflagefläche in Aluminiumprofile mit Milchglasabdeckung eingelassen sind. Beim Öffnen der Klappe leuchtet die rote Warnleuchte auf.\nDas habe ich benötigt:\nMultiplexplatte Unterkonstruktion aus Multiplex zur Versteifung 2 Gasdruckfedern mit 450 Newton) 1 LED-Schlauch rot LED-Kanäle Truhenschalter Netzteil ","tags":["Haus","Dachboden","Heimwerken"],"section":"posts"},{"date":"1674259200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/heimautomatisierung-mit-shelly-und-alexa/","title":"Heimautomatisierung mit Shelly und Alexa","summary":"Als ich mich 2017 zum ersten Mal mit dem Thema Hausautomation beschäftigte, hatte ich nur eine Mietwohnung, die aber eine so vorsintflutliche Elektrik bot, dass für mich nur eine Umsetzung mit Steckdosenadaptern oder smarten Glühbirnen in Frage kam. Mit einem Raspberry Pi, Phoscon und NodeRed baute ich mir ein System auf, mit dem ich meine Wohnung sowohl lokal als auch über Alexa von unterwegs irgendwie \u0026ldquo;intelligent\u0026rdquo; steuern konnte. Schon damals schoss mir der Begriff Shelly durch den Kopf - ich schreckte aber vor dem doch deutlich tieferen Eingriff in die Elektroinstallation zurück.","content":"Als ich mich 2017 zum ersten Mal mit dem Thema Hausautomation beschäftigte, hatte ich nur eine Mietwohnung, die aber eine so vorsintflutliche Elektrik bot, dass für mich nur eine Umsetzung mit Steckdosenadaptern oder smarten Glühbirnen in Frage kam. Mit einem Raspberry Pi, Phoscon und NodeRed baute ich mir ein System auf, mit dem ich meine Wohnung sowohl lokal als auch über Alexa von unterwegs irgendwie \u0026ldquo;intelligent\u0026rdquo; steuern konnte. Schon damals schoss mir der Begriff Shelly durch den Kopf - ich schreckte aber vor dem doch deutlich tieferen Eingriff in die Elektroinstallation zurück.\nDann kam das Kapitel Haus. Ich habe dem Elektriker gesagt, dass ich überall Steckdosen haben möchte und dass er mir nicht gleich Shelly einbauen soll - beide Wünsche hat er mit großen Augen, Achselzucken und fehlender Umsetzung quittiert. Ich bin eben kein Elektriker und gesunder Respekt ist manchmal nicht verkehrt.\nAber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, vieles von meinem 2017er Setup in Frage zu stellen und über den Haufen zu werfen.\nEiner der ausschlaggebenden Punkte war, dass das Setup mit dem Raspberry Pi so komplex ist, dass nur ich es bedienen kann. Nun lebe ich nicht alleine im Haus und irgendwann kommen vielleicht meine Frau oder meine Kinder in die Situation, das Ding bedienen zu müssen. Da scheidet die Lösung von 2017 sofort aus. Ein weiterer Aspekt: Ich weiß jetzt, was ich in meinem täglichen Nutzungsverhalten an Automatisierung wirklich brauche. Natürlich ist es toll, wenn das Haus merkt, dass ich mit meinem iPhone in der Nähe bin und beim Öffnen der Tür \u0026ldquo;Sweet Home Alabama\u0026rdquo; abspielt. Aber mal ehrlich: Wer braucht das wirklich?\nAlexa hat bei uns einen festen Platz und auch die App ist mittlerweile so intuitiv und mit Funktionen ausgestattet, dass ich dieses Gateway nutzen kann, weil es eine sehr niedrige Einstiegsschwelle hat.\nGleichzeitig ist der gesamte Produkt- und Infrastrukturkosmos von Shelly so umfassend, dass sich die Dinge auch über eine Shelly-App inklusive Cloud gut steuern lassen.\nSo baue ich die Shellys in die Elektrik ein:\nWie man eine oder mehrere Steckdosen mit einem Shelly intelligent macht, zeigt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=_abVk-tk_SE Wie man einen Schalter sowohl manuell, als auch digital schaltbar macht, zeigt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=fiMJ0YXmkIA Und überhaupt kann ich den Youtube-Kanal von ElektroM (https://www.youtube.com/@ElektroM) jeden empfehlen, der sich mit dem Thema Elektrik beschäftigt. Ich habe mir dort mein gesamtes KnowHow abgeschaut, ohne aber die Grenze der Leichtsinnigkeit zu übertreten.\nEin paar Beispiele, was ich automatisiere\nbei Abenddämmerung schaltet sich dezente Flurbeleuchtung an, die sich entweder durch und und bei Abwesenheit zeitgesteuert wieder abschalten bei Sonnenaufgang schaltet sich ebenso dezente Beleuchtung ein, die sich nach Sonnenaufgang wieder abschaltet Die Dachbodenbeleuchtung kann sowohl manuell geschaltet werden, aber auch auf Sprachbefehl - falls ich mal im Call bin und mehr/weniger Atmosphäre brauche Die Kaffeemaschine schaltet sich zeitgesteuert (auch gerne von unterwegs aus) ein. ich nutze Shelly Dimmer 2, um die Esstischbeleuchtung manuell und auf Zuruf steuern zu können Ein Wunsch: Wenn unsere PV-Anlage einen Überschuss ins Netz einspeist, werden automatisch Shellys eingeschaltet, die Elektroheizungen aktivieren. Das ist an sich kein Hexenwerk, nur es brauch eine Steuerung aus dem Sicherungskasten und da geh ich nicht ran. Schaltungen von Shelly-Modellen Ich habe mich hingesetzt und die Schaltungen aufgezeichnet. Ich bin kein Elektriker und warne ausdrücklich davor, das 1:1 nachzumachen und sich dann zu wundern, wenn es blitzt. Bei Elektroarbeiten immer auf Spannungsfreiheit achten. Ich habe mir angewöhnt, Schaltungen vorher immer “trocken” aufzubauen. Das heißt, ich baue sie vorher immer am Esstisch auf und kann dann in Ruhe alles überprüfen. Prüfen. überhaupt - ein Spannungsprüfer hat sich für mich als wertvolle Investition erwiesen.\nShelly schaltet eine Dose in einer Reihe.\nShelly-Dimmer\n","tags":["Home Assistant"],"section":"posts"},{"date":"1674259200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/how-to-hugo/","title":"How to Hugo","summary":"Das ist mein Lesezeichen für den Fall, dass ich vergesse, was und vor allem wo ich in den wenigen Stunden gelesen habe. Alles in allem habe ich keine 6 Stunden gebraucht, um Hugo auf meinen Rechner zu werfen und meine Blogs zu exportieren. Die meiste Zeit hat mich der Umgang mit den alten WordPress-Blogs gekostet. Die Arbeit mit dem Markup oder den Befehlen im Terminal ging vergleichsweise schnell und hat viel mehr Spaß gemacht.","content":"Das ist mein Lesezeichen für den Fall, dass ich vergesse, was und vor allem wo ich in den wenigen Stunden gelesen habe. Alles in allem habe ich keine 6 Stunden gebraucht, um Hugo auf meinen Rechner zu werfen und meine Blogs zu exportieren. Die meiste Zeit hat mich der Umgang mit den alten WordPress-Blogs gekostet. Die Arbeit mit dem Markup oder den Befehlen im Terminal ging vergleichsweise schnell und hat viel mehr Spaß gemacht.\nDieser Bookmark-Beitrag versteht sich als work in progress und wird sicherlich noch erweitert.\nSo starte ich Hugo lokal:\nIch öffne das Terminal cd quickstart hugo server -D oder hugo server --buildDrafts startet den Server lokal hugo kompiliert alles als statische Seiten in den Ordner /public den werfe ich via Transit (FTP-Programm) auf meinen Server Automatisierte Aktualisierung der statischen Inhalte auf dem Server\nIch lasse die statischen Dateien, die Hugo lokal erzeugt, mittels Dropsync (https://t.co/M1moD31hyi) direkt per SSH auf den Server übertragen. Das Programm läuft im Hintergrund, man braucht nur seine SSH-Zugänge. Dropsync funktionierte bei mir nur mit der Shell \u0026ldquo;bash\u0026rdquo;. \u0026ldquo;zsh\u0026rdquo; verweigerte sich. Man kann DropSync so konfigurieren, dass es nur lokal auf den Server verschiebt/synchronisiert und immer auf Änderungen im lokalen Quellordner hört.\nMarkdown-Guide\nHugo nutzt Goldmark. Der Markdown-Guide ist hier: https://www.markdownguide.org/tools/hugo/. Wenn ich am Standard eine Anpassung möchte, ergänze/ändere ich das hier (https://gohugo.io/getting-started/configuration-markup/#goldmark) sehr detailliert beschriebene Markup in der config.toml (https://www.markdownguide.org/tools/hugo/)\nHier findest du die Markdown-Syntax\nhttps://raw.githubusercontent.com/adityatelange/hugo-PaperMod/exampleSite/content/posts/markdown-syntax.md\nhttps://livebook.manning.com/book/hugo-in-action/chapter-3/43\nDie Anpassung bzw Implementierung der Suche habe ich mit Hilfe dieses Workaround realisiert: https://weitblick.org/post/simple-static-site-search-hugo-jamstack/\nDas Logo vor dem Namen hat mir https://github.com/adityatelange/hugo-PaperMod/discussions/621 beigebracht. Jedoch ist die Anleitung nicht ganz korrekt. Richtig geht´s bei mir wie folgt: In der config.toml erweitert man den [params]-Bereich:\n[params] label.icon = \u0026#34;logo.png\u0026#34; WordPress-Export-to-Markdown\nDieses Tool hat mir sehr geholfen, meine über 500 Blogbeiträge aus den verschiedenen Blogs zu extrahieren und lokal abzulegen. Das Ergebnis des Tools ist pro Blogbeitrag ein Verzeichnis mit dem Blogtext als index.md und, falls im Originalbeitrag enthalten, ein Unterverzeichnis /images mit den Bildern des Beitrags. In der md-Datei sind die Links zu den Bildern bereits korrekt gesetzt.\nSie müssen nur noch die Verzeichnisse der Beiträge, die Sie übernehmen möchten, in den Ordner content/post kopieren\u0026hellip; fertig.\nhttps://github.com/lonekorean/wordpress-export-to-markdown\nTerminal auf und das eingeben:\ncd desktop npx wordpress-export-to-markdown Andere Ressourcen:\nTheme-Seite für PaperMod: https://adityatelange.github.io/hugo-PaperMod/ Hugo Homepage: https://gohugo.io/ WordPress-to-Hugo-Exporter\nDer hat bei mir nicht funktioniert, da ich auf meinem Server keine Timeouts einstellen konnte und das Script nach 5 Minuten abgebrochen wurde.\nhttps://github.com/SchumacherFM/wordpress-to-hugo-exporter\nEine sehr schöne Seite, die auch auf PaperMod basiert ist: https://roneo.org/en/hugo-create-a-shortcode-for-local-videos/\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1673888600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/das-erste-jahr-photovoltaik-die-zusammenfassung/","title":"Das erste Jahr Photovoltaik - die Zusammenfassung","summary":"Leistung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einer Photovoltaik-Anlage","content":"Das erste volle Jahr mit eigener Photovoltaik-Anlage liegt hinter uns. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich unabhängiger vom Strommarkt zu machen, gibt es hier die Zusammenfassung mit Zahlen.\nAnlagendetails:\n7,8 kwp Module 51° Süd-Ausrichtung 5 kWh Speicher Die rohen Daten:\nErzeugung: 8,45 MWh Verbrauch: 6,1 MWh ins Netz eingespeist: 4,16 MWh aus dem Netz bezogen: 1,79 MWh Beladung e-Auto: 1,94 MWh Wir haben also hier nördlich von Hamburg 8,54 MWh erzeugt. Davon sind 51% Eigenverbrauch und 49% Netzeinspeisung. Unser Gesamtverbrauch lag bei 6.100 KWh, wovon 1,94 MWh auf das Laden des Elektroautos und ca. 1 MWh auf den Verbrauch des Wechselrichters entfallen. Wir liegen mit ca. 3.100 KWh etwas über unserem bisherigen Verbrauch (2.500 KWh). Woran liegt das? Wir haben uns eine einfache Elektroheizung angeschafft, die wir manuell steuern, um die Einspeisung zu minimieren.\nVon März bis Mai war unser Speicher ausgeschaltet. Es gab Verpuffungen in 3 Speichern unserer Baugruppe und der Hersteller hat alle Speicher per Fernzugriff abgeschaltet und in der Stillstandszeit umfangreiche Softwareupdates aufgespielt. Für diese Ausfallzeit gab es finanzielle Entschädigungen, die sich hier natürlich nicht in den reinen Energiewerten widerspiegeln. Wirtschaftlich war das Jahr dadurch aber etwas besser.\nDas Projekt Ertragsdatenbank sei an dieser Stelle erwähnt und sehr empfohlen. Dort kann jeder PV-Besitzer kostenfrei seine PV-Erträge hinterlegen und mit den Leisutngen von Anlagen der PLZ-Bereiche und des Bundesdurchschnitts vergleichen. So sieht das bei uns für 2022 aus:\nEin bunter Blick in die Anwendungsbildschirme der SENEC-App sieht dann so aus:\n","tags":["Photovoltaik","Energie"],"section":"posts"},{"date":"1673654400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2023/aus-wordpress-wird-hugo/","title":"Aus Wordpress wird Hugo","summary":"Nach 15+ Jahren des Internetbeschreibens kehre ich privat WordPress den Rücken","content":"Mitte der Nullerjahre begann ich, inspiriert von einigen Wortführern der digitalen Bohème, im Internet zu schreiben. Ich war fasziniert von der Reaktion anderer, zunächst unbekannter Menschen auf meine Texte. Zwei, drei Mal schaffte es mein Blog in auflagenstarke Publikationen. Was habe ich mich damals gefreut. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Bloggens war für mich immer, die Technik zu verstehen und die Fähigkeiten zu entwickeln, das Aussehen und die Funktionalität meines Blogs anzupassen. Dieses Wissen erleichtert mir heute meine tägliche Arbeit.\nTechnologisch habe ich mich, wie eigentlich jeder, komplett auf WordPress verlassen: WordPress ist eines der beliebtesten Content Management Systeme für Blogs und Webseiten. Es bietet eine große Auswahl an Themes und Plugins, mit denen man seine Website individuell gestalten und erweitern kann.\nIm Laufe der Jahre sind immer mehr Blogs hinzugekommen: einer für Reisen, einer für Fotos und Quatsch, einer für die Firma, einer fürs Paddeln. Und je mehr Blogs es wurden, desto weniger Zeit hatte ich, mich aufs Schreiben zu konzentrieren. Mehr Administration, mehr Plugins, neue Tools, Techniken, rechtliche Anforderungen. Und das Leben bringt auch neue Abenteuer mit sich.\nUnd so hatte ich hier irgendwann Blogs, die veraltete Plugins hatten, Sicherheitslücken, liefen auf alten php-Versionen und irgendwann kam der Punkt, an dem ich sagte: \u0026hellip;. Schluss. Dieses Schluß-Sagen habe ich auf Mastodon gemacht, indem ich fragte, ob es nicht eine einfachere, auf das Schreiben fokussierte Lösung gäbe, da ich immer noch Teile meiner Gedanken in einer selbstverwalteten Umgebung (Blog) teilen möchte. Die Antwort kam innerhalb weniger Minuten. Hugo ausprobieren. Und das tat ich.\nDas sagt ChatGPT über Hugo Hugo ist ein schneller und flexibler statischer Website-Generator, mit dem Du schnell und einfach Websites erstellen kannst. Im Gegensatz zu WordPress, das eine Datenbank verwendet, generiert Hugo die Inhalte Deiner Website statisch und speichert sie als HTML-Dateien. Einer der größten Vorteile von Hugo ist seine Geschwindigkeit. Da die Inhalte statisch generiert werden, kann Deine Website schneller geladen werden. Das ist besonders wichtig, wenn Du viele Besucher hast oder in einen Markt eintreten willst, in dem die Ladezeit eine wichtige Rolle spielt. Ein weiterer Vorteil von Hugo ist seine Flexibilität. Mit Hugo kannst Du Deine Website vollständig anpassen, indem Du Deinen eigenen HTML- und CSS-Code hinzufügst. Es gibt auch viele verschiedene Themes und Templates. Ein weiterer Vorteil von Hugo ist die Sicherheit. Da die Website statisch generiert wird, gibt es keine Datenbank, die gehackt werden könnte. Auch gibt es keine Plugins, die Sicherheitslücken aufweisen könnten. Insgesamt bietet Hugo viele Vorteile gegenüber WordPress, vor allem in Bezug auf Geschwindigkeit, Flexibilität und Sicherheit. Es ist eine großartige Wahl für Blogger und Website-Entwickler, die eine schnelle und sichere Website erstellen möchten.\nNun, wie nicht anders zu erwarten, hat die AI in allen Punkten völlig Recht. Das Schreiben findet lokal auf dem Rechner in einem beliebigen \u0026ldquo;Nur-Text\u0026rdquo;-Editor statt (ich benutze Sublime) und man kann die lokale Version des Blogs bereits automatisch aktualisiert sehen, sobald man die Änderungen speichert. Und das innerhalb von Millisekunden. Möchte man die Inhalte ins Netz stellen, tippt man einfach den Befehl ```hugo`` im Terminal ein und in Millisekunden steht die Seite zum Upload (via SFTP o.ä.) auf dem Server bereit. Mit etwas Einarbeitungszeit lässt sich das auch automatisieren.\nWas mich persönlich neben der Einfachheit begeistert, sind die reinen Performance-Werte. So sieht der Pagespeed auf einer Seite von Hugo aus. Und das ohne auch nur eine Sekunde zu optimieren. Die Technologie der statischen HTML-Dateien macht es möglich. Ein solches Ergebnis mit einem CMS zu erzielen, ist nahezu unmöglich.\nIch habe nun jedenfalls meine Blogs exportiert, lokal gespeichert und im Netz gelöscht. Das fühlt sich sehr gut an. Alles, was ich rund um meine Hugo-Technik wissen musste, schreibe ich mir als öffentliches Lesezeichen auf und du kannst mitlesen: (https://mitkaracho.de/posts/2023/how-to-hugo/)\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1672531200","url":"https://mitkaracho.de/posts/inhaltsverzeichnis/inhaltsverzeichnis/","title":"Table of Content mit Karacho","summary":"Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über alles, was sich hier in meinem Blog verbirgt. Hinter den Themen findest du alle Beiträge in chronologischer Reihenfolge.\n\u0026ldquo;Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf\u0026rdquo;\n\u0026ldquo;Ja, war geil\u0026rdquo;\n2010 packten meine Frau und ich unsere Rücksäcke und flogen nach Asien.\nWar wirklich geil. Mit Dalai Lama, auf dem Motorrad, mit Haien und Schlangen. All das findet sich in unserem Reisetagebuch unter REISEN\nENERGIE: Noch vor dem Überfall Putins auf die Ukraine haben wir uns eine PV-Anlage auf´s Haus gelegt und ein E-Auto geleast.","content":"Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über alles, was sich hier in meinem Blog verbirgt. Hinter den Themen findest du alle Beiträge in chronologischer Reihenfolge.\n\u0026ldquo;Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf\u0026rdquo;\n\u0026ldquo;Ja, war geil\u0026rdquo;\n2010 packten meine Frau und ich unsere Rücksäcke und flogen nach Asien.\nWar wirklich geil. Mit Dalai Lama, auf dem Motorrad, mit Haien und Schlangen. All das findet sich in unserem Reisetagebuch unter REISEN\nENERGIE: Noch vor dem Überfall Putins auf die Ukraine haben wir uns eine PV-Anlage auf´s Haus gelegt und ein E-Auto geleast. Du findest Zeugs rund um regenerative Energieerfahrungsberichte. GARTEN: Einblicke in unseren Garten HAUSBAU: Wie wir mal ein Haus kernsanierten. In 2 Monaten von Schlüsselübergabe bis zur Zerstörung und - POPKULTUR: alles rund um Musik und Video, meist mit einer starken Lastigkeit auf elektronische Musik FOTOGRAFIE: Wenn ich mal mehr als ein Foto aufnehme.\ndem Neuaufbau. Das ist ein Tagebuch der Erlebnisse. VERANSTALTUNGEN: Wenn ich mal wo rumgetrieben habe, schrieb ich manchmal dazu was auf. Das sind mehr so Erinnerungen für mich. DIY: wenn ich was selber gemacht habe (Themen sind schon im Draft) ","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1668963800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2022/langzeit-fahrberichte-mit-dem-skoda-enyaq-iv80/","title":"Langzeit-Fahrberichte mit dem Škoda Enyaq iV80","summary":"Seit 2021 fahren wir vollelektrisch. Ich schreibe hier fortlaufend meine Erfahrungen mit dem Škoda Enyak iV80 auf.","content":"Update bei 47.499 km \u0026amp; Ende des Leasings Schluss mit Verbrenner - Mein Fazit nach drei Jahren E-Auto Moin Leute,\nnach drei Jahren und 47.499 km mit meinem ersten BEV (Battery Electric Vehicle) ist es Zeit für ein Fazit. Keine Sorge, ich bin kein professioneller Autotester, nur ein Typ, der seine Erfahrungen teilt.\nVerbrauch und Alltag Der Verbrauch hat sich bei rund 19 kWh/100 km eingependelt. Zwar wurde das Langzeit-Ergebnis mal bei einem Update gelöscht, aber die Zahl passt. Wir waren meist mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unterwegs, oft mit Dachbox und Anhänger. Hauptsächlich Autobahn, selten Stadtverkehr. Von den 47.000 km waren etwa 12.000 km Langstrecke. Geladen habe ich zuhause via AC, meistens mit selbst erzeugtem PV-Strom oder Ökostrom für rund 30 Cent/kWh. Unterwegs gab\u0026rsquo;s DC-Ladung bei Allego, Aral Pulse und Shell. Mit meiner ADAC \u0026amp; EnBW Kooperationskarte war das für 49 Cent/kWh ein Kinderspiel.\nFazit: Nie wieder Verbrenner Würde ich zurück zum Verbrenner gehen? Keine Chance! Kein Motorgeräusch, brachiale Beschleunigung trotz über 2 Tonnen Gewicht – egal ob Anhänger dran oder Steigung. Das Fahrgefühl will ich nicht mehr missen.\nKritik: Die Software Natürlich gibt’s auch was zu meckern: die Software. Die originale Software für Audio und Navigation hab ich nie genutzt, immer CarPlay. Die Bord-Navi vom Enyaq? Erinnert an Windows 95, unterwegs unbrauchbar. ABRP fand ich auch nicht überzeugend. Am Ende habe ich meine Ladestops mit der emobility+ App geplant. Mein Wunsch: Eine moderne Software, die mich automatisch zu den richtigen Ladestationen führt und mir coole Statistiken liefert. Mittlerweile nutze ich Tronity, um meine rLadevorgänge und die Statistiken im Blick zu behalten.\nZusammengefasst Mein einziges Manko ist die Software. Ansonsten ist der Enyaq eine echte Familienkutsche, mit der Fahren – egal wie weit – einfach entspannt möglich ist. Gerade als Dad of 2 nicht unwichtig.\nUnd jetzt? Ende November kam der Nachfolger. Was ist es geworden? Das liest du hier\u0026hellip;\nBleibt dran!\nHier habe ich auf Threads einen AMA-Post gestartet in dem ich einige Frage direkt beantwortet habe.\nMein erstes vs. mein aktuelles Auto\nUpdate bei 25.000 km In diesem Sommer haben wir wieder einige Langstreckenfahrten unternommen. Das Navigationssystem im Škoda überzeugt mich immer noch nicht. Aber da ich immer die gleiche Strecke fahre und die mobility+ App von EnBW benutze, weiß ich, welche Ladestationen ich anfahren kann. Bei Außentemperaturen um die 30 Grad hat sich die Reichweite auf unseren stark autobahngeprägten Touren auf über 350 km erhöht - und das, obwohl wir sogar mit Dachbox unterwegs sind. Dadurch, und weil der Ausbau der Ladestationen entlang unserer Route voranschreitet, konnte ich immer öfter bei einem Ladestand von \u0026lt;20% anhalten. In Kombination mit den Aral Pulse Stationen habe ich es endlich geschafft, die Spitzenleistung beim Laden abzurufen. Die 180 kW sorgten dafür, dass wir nur noch Ladestops von ca. 5 Minuten brauchten. Da ich aber gerade mit den Kindern einen kleinen Restpuffer für Unvorhergesehenes haben möchte, hänge ich noch 50 km Ladezeit drang.\nDas Ergebnis: Ich habe die Strecke, die ich seit über 20 Jahren pendle, zum ersten Mal mit dem Elektroauto in der gleichen Zeit zurückgelegt wie zuletzt mit meinem 150 PS TSI Touran. Die Kids müssen sich die Pinkelpause schon fast verdrücken. 😉 Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 120-130 km/h und der Verbrauch pendelt sich bei diesen Touren bei 19 kWh/100 km ein.\nKilometerstand 17.500 Wow, was ist denn passiert: seit über 10.000 km kein Fahrbericht mehr? Nun, ich hatte mir am Anfang etwas anderes vorgestellt, was ich schreiben könnte. Aber ganz ehrlich: Es ist ein ganz normales Auto. Und das ist vielleicht schon das Fazit bis heute: In unserer Fahrkonstellation ist das Auto ein No-Brainer. Der Enyaq verbraucht ca. 22 kwh/100 km. Wir fahren oft Autobahn, lange Strecken eigentlich immer mit Dachbox (so wird das Auto zur fahrenden Schrankwand) und die Verbrauchswerte gehen durch die Decke.\nNeulich waren wir im Harz. Das war wirklich unsere erste komplette Strecke ohne konkrete Ortskenntnis. Mit ABRP (A better Routplanner) habe ich mir die Ladestopps für die 400 km planen lassen - genau einen mit 7 Minuten Aufenthalt. Dank der Anbindung von ABRP über die Tronity-App (die auf die Live-Daten des Škodas zugreift) war das kein Problem. Unser Ferienhaus haben wir gezielt nach der Verfügbarkeit einer Wallbox ausgesucht. So hatten wir auch nicht das Problem, uns durch die sehr schlechte Ladestruktur im Ostharz quälen zu müssen.\nPremiere für uns: Wir waren zum ersten Mal in Bergen elektrisch unterwegs. Heilige Mutter Gottes, steile Anstiege - man spürt nur die Schräglage im Auto. Die Maschine zieht wie von selbst. Dank der Rekuperation kann man auch bergab den Fuß von der Bremse nehmen. Im Automatikmodus steuert sich das Auto selbstständig über Berg und Tal und hält die Geschwindigkeit konstant. Und das bei einem Gewicht von über 2 Tonnen.\nAber da gibt es doch noch was\nJedenfalls bekomme ich als Feedback, wenn ich über E-Mobilität spreche, vor allem den Punkt, dass die Reichweiten zu gering sind. Das kann ich nicht mehr hören. Dazu gibt es genügend Studien, die das Reichweitenverhalten ausgewertet haben. Und ja, nicht jeder muss ad hoc ein Elektroauto fahren. Es gibt Leute, die fahren mit klassischen Ölmaschinen immer noch besser.\nWas nervt, ist die Software. Ich benutze normalerweise Google Maps über CarPlay für die Routenplanung. Dort habe ich aber keine Reichweiten-/Ladepunktverwaltung. Das mache ich mit der App von ABRP. Die wiederum kopple ich mit der Tronity-App, weil die via API den Enyaq ausliest und mir Echtzeitwerte ins Cockpit und in die Routenplanungs-App liefert. Eigentlich will ich mich nur ins Auto setzen, mein Ziel eingeben und dann soll mir das Ding von alleine sagen, wann ich wo und wie lange zum Pinkeln, sprich Laden, fahren muss. Hier sehe ich ein enormes Verbesserungspotential im Handling der Ladezyklen. Die Routenplanungssoftware von Škoda erwähne ich nicht, so schlecht ist sie.\nNoch ein Gedanke zur Zukunft, der sich aus meinem eigenen Verhalten ergibt: Laden und Energiemanagement werden dezentralisiert. Wir sollten uns vom klassischen Tankstellenkonzept im privaten Bereich verabschieden. Ich habe mir bei meinen Eltern für rund 1.500 Euro eine Wallbox installieren lassen, so dass ich bei jedem Besuch zu Hause sofort den dortigen Ökostrom laden kann. Und da ich die Ladeleistung wegen unserer Photovoltaikanlage meist auf 5 kWh reduziere, saugt der Enyaq bequem auf 80 Prozent, während ich schlafe. Unser Stromnetz verkraftet es auch, wenn mittags alle den Herd anschalten.\nKilometerstand 4.500 Nachdem der erste Bericht bei 2.000 km ein reiner Sommerbericht war, zeigen sich die 4.500 km deutlich kältebeeinflusster. Eine Langstrecke bei bis zu Minus 10 Grad und Temperaturen im unteren einstelligen Bereich haben den Durchschnittsverbrauch auf 21.2 kWh/100 km hochgezogen. Kurz vor Erreichen der Kilometermarke zog der Enyaq zudem 800 kg Zusatzgewicht im Anhänger durch die landschaft. Während der gesamten Zeit wurde der Enyaq nur 2 Mal an Ladesäulen aufgeladen. Ansonsten fand die Ladung stets an der heimischen Wallbox statt. Wenn ich das mal in Zeit umrechne, dann haben wir mit unserem Fahrverhalten in etwa den gleichen Zeitaufwand für´s \u0026ldquo;Tanken\u0026rdquo; benötigt, wie für unseren ehemaligen Benziner. Bei uns kommt aktuell noch nicht die landläufig etablierte Fiorderung auf, Elektrofahrzeuge müssen drölfhunderte Kilometer packen, damit man \u0026ldquo;in den Urlaub ohne Pause durchbrettern kann\u0026rdquo;.\nWas kostet der Spaß denn nun?\nIch wiederhole: Ein Liter Benzin hat 8 kWh. Mit dem Touran verbrannten wir 8 l/100 km. Nehme ich mal 1,70 Euro/l als Mittel der Zeit an, dann hätten wir 360 Liter getankt, was 612 Euro entspräche.\nDie 950 kwh, die wir elektrisch verbraucht haben, pendeln sich beim kWh-Preis (PV-Eigenerzeugung im Sommer, 6 Cent, Netzbezug Ökostrom 33 Cent, Ladung am Charger 52 Cent) irgendwo bei 20 Cent ein, denke ich. Dann sind wir bei 190 Euro Stromkosten.\nWas die Augenbrauen zucken lässt, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit. Das ist schon fast Lastenrad-Niveau ;-). Wir wohnen irgendwo im Speckgürteln, der bei der Planung des ÖPNVs zu spät \u0026ldquo;hier\u0026rdquo; gerufen hat. Entspechend sind die Wege zum Einkaufen rein elektrisch vierrädrig. Wenn es ganz hart kommt, muss das Auto auch mal die 500 Meter in die Kita fahren. Die ca. 1.500 km Autobahn-Strecke wurde sehr defensiv mit max. 130 km/h gefahren.\nSoftware\u0026hellip;. können andere besser\nLeider nach wie vor zu oft sind die Connect-Server nicht erreichbar, so dass das Auto nicht via App vorgewärmt (im Winder sehr suboptimal) oder die Ladung gestoppt/gestartet werden kann (im Winter auch nicht perfekt). Dafür hat Skoda der App kürzlich ein neues modernes Interface spendiert. Die Fehlermeldungen sehen nun schöner aus. Chappeau.\nFazit nach 4.500 km\nEs ist nach wie vor fantastisch, elektrisch zu fahren. Das Auto hat Schwächen, die aber allesamt nichts mit dem \u0026ldquo;E\u0026rdquo;-Teil zu tun haben und daher hier auch gar nicht behandelt werden sollen. Ich bin ja kein Autotester.\n","tags":["emobility"],"section":"posts"},{"date":"1564963200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2019/tag-5-electric-funeral/","title":"Tag 5. Electric funeral","summary":"Der fünfte Tag nach der Übernahme war wohl einer der ersten Schlüsseltage. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie man ein Haus an einem Tag so auseinander nehmen kann, wie wir es an diesem Tag gemacht haben.\nDer Elektriker zog die moderne Digitalisierung in Form von LAN-Kabeln durch die alten Mauern. Von unten nach oben erreichte das orangefarbene Kabel jede Etage und sollte von dort aus in Zukunft noch weiter verteilt werden.","content":"Der fünfte Tag nach der Übernahme war wohl einer der ersten Schlüsseltage. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie man ein Haus an einem Tag so auseinander nehmen kann, wie wir es an diesem Tag gemacht haben.\nDer Elektriker zog die moderne Digitalisierung in Form von LAN-Kabeln durch die alten Mauern. Von unten nach oben erreichte das orangefarbene Kabel jede Etage und sollte von dort aus in Zukunft noch weiter verteilt werden. Das Obergeschoss hatte ich weitgehend frei von Fremdleistung gehalten, zu groß sollte das Rambazamba im Erdgeschoss werden.\nDer Maurer schlug die ersten Löcher in die Außenhaut, um aus dem Fenster eine Terrassentür zu machen und um aus einer kleinen Schießscharte im HWR ein solides richtiges Fenster zu machen, denn den HWR sollte es bald nicht mehr geben. Mit ihm hatten wir Größeres vor.\nIm Erdgeschoss wurden alle Stahlrahmen entfernt. Ich habe das nicht ganz verstanden, weil ich wusste, was noch kommen würde. Aber \u0026ldquo;das muss so sein\u0026rdquo; wurde mir von den Handwerkern bestätigt.\nWährend im Erdgeschoss die Handwerker tobten, habe ich mich im Obergeschoss weiter an der Tapete zu schaffen gemacht.\nNachdem am Nachmittag die Baukolonnen ihre Arbeit beendet hatten und mich allein ließen, wagte ich mich wieder ins Erdgeschoss und machte mich daran, den losen Putz abzuschlagen. Zum Hintergrund: Als das Haus 1975 mit YTong-Steinen gebaut wurde, war dieser Baustoff relativ neu. Eine Eigenschaft von Ytong ist, dass er Feuchtigkeit extrem schnell bindet. Wenn man also verputzt, muss der Ytong vorher gut durchfeuchtet werden, sonst entzieht er dem Putz zu schnell das Wasser, was zu einer schlechten Verbindung von Putz und Wand führt. Und genau das ist bei uns passiert. Ein beherzter Stoß mit dem Zollstock in den Putz genügte und zack, Loch. Also hieß es für uns: Der Putz muss runter. Und neuer drauf. Mehrkosten zack 2.000 Euro und jede Menge Stress.\nUnd wenn ich schon den Meißel in der Hand habe, dann fliegen auch gleich die Riemchen von der Wand, die neben der Ästhetik auch die Putzer beim Putzen stören würden.\n","tags":["Haus","Kernsanierung","Hauskauf"],"section":"posts"},{"date":"1564617600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2019/tag-1-make-some-noise/","title":"Tag 1. Make some noise","summary":"1.8.2019\nIn aller Herrgottsfrühe aufgestanden, gefrühstückt und ab ins vollgepackte Auto Richtung Norden. Gegen den Stau auf der Autobahn. Um acht Uhr ist die Übergabe. Das Protokoll in der Tasche, unsicher, was mich erwartet. Ich habe viel über Übergaben gehört, aber noch nie eine gemacht.\nUm 8:00 Uhr klingelt es an der Tür:\n\u0026ldquo;Moin, wir sollen hier was abreißen.\u0026rdquo;\nEigentlich war der offizielle Einzug der Gewerke erst für den nächsten Tag geplant, aber ich habe unserem Baukoordinator die Deadline gesetzt, innerhalb von 4 Wochen alle Umbauarbeiten abgeschlossen zu haben.","content":"1.8.2019\nIn aller Herrgottsfrühe aufgestanden, gefrühstückt und ab ins vollgepackte Auto Richtung Norden. Gegen den Stau auf der Autobahn. Um acht Uhr ist die Übergabe. Das Protokoll in der Tasche, unsicher, was mich erwartet. Ich habe viel über Übergaben gehört, aber noch nie eine gemacht.\nUm 8:00 Uhr klingelt es an der Tür:\n\u0026ldquo;Moin, wir sollen hier was abreißen.\u0026rdquo;\nEigentlich war der offizielle Einzug der Gewerke erst für den nächsten Tag geplant, aber ich habe unserem Baukoordinator die Deadline gesetzt, innerhalb von 4 Wochen alle Umbauarbeiten abgeschlossen zu haben. Er hat die Herausforderung angenommen. Und so standen ein paar Jungs mit schwerem Gerät vor der Tür, fest entschlossen, den alten Fliesen- und Laminatboden auf seine letzte Reise Richtung Recyclinghof zu schicken.\nDoch dem Abbruchunternehmen stand noch ein unvollständig geräumtes Haus im Weg. Aquarium, Kartons und allerlei Krimskrams belegten die Flächen, die verschwinden sollten. Also packte ich mit an und wir verfrachteten kurzerhand alles in den einzigen Raum, der verschont bleiben sollte. Die Jungs von der Abbruchfirma fuhren ihr schweres Gerät auf und tauchten das Haus für die nächsten Stunden in Lärm und Staub.\n14 Uhr: Baubesprechung \u0026amp; Küchenabbau Kurz nach Mittag füllte sich das Haus mit unserem Koordinator und seiner Entourage in Gestalt der Vertreter der wichtigsten Gewerke: Heizung, Elektro, Maurer. Zeitgleich zur letzten Besprechung der anstehenden Arbeiten trafen auch die Käufer unserer neuen, alten Einbauküche ein, die wir über eBay Kleinanzeigen angeboten hatten. Jeder hatte Fragen und so kam ich ganz schön ins Rotieren. Zum Glück kam meine Frau kurz vorher und konnte mich entsprechend unterstützen.\nDa wir die gesamte Innenplanung nur anhand eines alten Grundrisses und mit Photoshop gemacht haben, mussten wir bei der Baubesprechung darauf vertrauen, dass jedes Gewerk versteht, was wir meinen. Klingt nach Freestyle. War es auch. Am Ende gab es, um es vorweg zu nehmen, nur ein paar kleine, unbedeutende Abweichungen.\nAm Ende des Tages stand ich allein in einem leeren Haus, ohne Fußboden, mit den Resten einer Küche und dem Gedanken: Das kann was werden. Wurde es auch. Aber so was von.\n","tags":["Haus","Kernsanierung","Heimwerken"],"section":"posts"},{"date":"1564531200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2019/tag-0-wie-wir-mal-ein-haus-kernsanierten/","title":"Tag 0: Wie wir mal ein Haus kernsanierten","summary":"Unser großes Projekt, ein Haus komplett zu entkernen und von Damals ins Heute zu holen","content":"Irgendwann war die Entscheidung gefallen. Das Kind war gezeugt, der Baum gepflanzt. Es fehlte nur noch das Haus. Bauen wollten wir irgendwie nicht. Zu groß, zu abstrakt. Also machten wir uns auf die Suche nach einer Bestandsimmobilie, die unser neues Zuhause werden sollte. Bei eBay-Kleinanzeigen tauchte plötzlich ein Haus mit Garten auf. Zwei Besichtigungen des Siedlungshauses von 1976 und der Zuschlag des Verkäufers. Zack: Hausbesitzer.\nWer jetzt denkt: Einziehen und wohlfühlen, hat die Rechnung ohne den Ist-Zustand des Hauses und unsere Vorstellungen gemacht. Mit Hilfe eines alten Grundrisses, eines Gewerkekoordinators und eines Statikers haben wir das Haus innerhalb von 2 Monaten komplett kernsaniert. Alles raus: Fußböden, Heizkörper, Wände. Tapeten runter, Elektrik neu, Wasser neu, Fenster neu. Nur das Dach\u0026hellip; kam erst 2 Jahre später dran. Und nach dem Rausreißen haben wir in der Zeit alles wieder reingemacht, so dass wir auf den Tag genau 2 Monate nach Schlüsselübergabe in ein Haus eingezogen sind, das mit dem, was uns verkauft wurde, eigentlich nichts mehr zu tun hatte.\nIn den ersten Wochen der Bauphase habe ich viel fotografiert und Tagebuch geführt. Mit der Zeit wurde es immer weniger. Aber für uns sind die Seiten ein schönes Tagebuch dessen, was mit guten Handwerkern, Ideen und Koordination möglich ist. Ach: und einer guten Bank, die das Ganze auch finanziell möglich macht.\n","tags":["Haus","Kernsanierung","Heimwerken"],"section":"posts"},{"date":"1563494400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2019/veryfruehphotowalk-16/","title":"Veryfruehphotowalk #16","summary":"\u0026ldquo;Wer sich morgens schon ein wenig bewegen möchte um die 10.000 Schritte am Tag zu erreichen, darf sich unserer Fotogruppe anschließen.\u0026rdquo; So liest sich das, wenn @renehamburg einmal zu seinem berühmt-legendären veryfruephotowalk aufruft. Vor dem Arbeitsalltag geht man mit seiner Kamera zusammen mit andren Fotogerätbedienern eine vorher geplante Strecke, plaudert, fotografiert und tut gleichzeitig auch noch was für seine Bewegung. Hamburg bot uns nach einer sommerlichen Durststrecke einen warmen, sonnigen Sommermorgen.","content":"\u0026ldquo;Wer sich morgens schon ein wenig bewegen möchte um die 10.000 Schritte am Tag zu erreichen, darf sich unserer Fotogruppe anschließen.\u0026rdquo; So liest sich das, wenn @renehamburg einmal zu seinem berühmt-legendären veryfruephotowalk aufruft. Vor dem Arbeitsalltag geht man mit seiner Kamera zusammen mit andren Fotogerätbedienern eine vorher geplante Strecke, plaudert, fotografiert und tut gleichzeitig auch noch was für seine Bewegung. Hamburg bot uns nach einer sommerlichen Durststrecke einen warmen, sonnigen Sommermorgen. 6:30 Uhr morgens trafen sich @renehamburg, @zimtsternin und ich am Hardrock Café an den Landungsbrücken.\nUnsere Tour führte und durch den frisch sanierten alten Elbtunnel auf die südliche Elbseite, direkt wieder zurück und dann Richtung Reeperbahn zum Heiligengeistfeld, wo endlich wieder der DOM aufgebaut wird. ;-) Ich war lange nicht mit meiner Kamera unterwegs und hab so endlich mal wieder etwas Feldübung betreiben dürfen - drum sind auch viele Fotos direkt wieder im digitalen Papierkorb gelandet.\nÜbrigens: ich hab an dem Tag 10.900 Schritte auf der Uhr gehabt.\n","tags":["Hamburg","veryfruehphotowalk","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1531267200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2018/millerntor-gallery-8-kunst-im-fussballstadion/","title":"Millerntor Gallery #8: Kunst im Fußballstadion","summary":"Am Wochenende fand wieder die wunderbare Millerntor Gallery statt. Kunst, Kreativität, Ethik, Engagement, Musik, Gute Laune an einem Ort so komprimiert, so geballt. So faszinierend.\nA little big planet of peace in this disturbing time of selfishness.\nVier Tage volles Programm, welches mir in diesem Jahr nicht zu überblicken gelang. Dennoch war ich bei meinen beiden Besuchen am Samstag Abend und am Sonntag Nachmittag wieder sehr beeindruckt, wie Menschen mit Werkzeugen und Farben in der Lage sind, ihren kreativen Gedanken Ausdruck zu verleihen.","content":"Am Wochenende fand wieder die wunderbare Millerntor Gallery statt. Kunst, Kreativität, Ethik, Engagement, Musik, Gute Laune an einem Ort so komprimiert, so geballt. So faszinierend.\nA little big planet of peace in this disturbing time of selfishness.\nVier Tage volles Programm, welches mir in diesem Jahr nicht zu überblicken gelang. Dennoch war ich bei meinen beiden Besuchen am Samstag Abend und am Sonntag Nachmittag wieder sehr beeindruckt, wie Menschen mit Werkzeugen und Farben in der Lage sind, ihren kreativen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Und was das für Gedanken sind. Eine Auswahl von Arbeiten, die mich faszinierten, findest du hier. Mehr Informationen zur Millerntor Gallery gibt´s dort\u0026hellip;\nArtist: Jana und JS Artists: Pencake \u0026amp; Zrog Artist: Dave \u0026amp; Xuli Artist: Hatimax Sebintu Artist: Konstanze Habermann Artist: Daniel Lisson Artist: Artist: Jan Koke Artist: Jan Koke Artist: ? Artist: ? Viel Rauch um ganz viel mehr Die Crowd beim Live-Konzert Kunst auch am Grill: Mac ´n Cheese-Sandwich ","tags":["Fotografie","Millerntor"],"section":"posts"},{"date":"1528761600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2018/republica-2018-die-digitalkonferenz/","title":"re:publica 2018. Die Digitalkonferenz.","summary":"Anfang Mai ging es wieder nach Berlin. Die zwölfte Ausgabe der re:publica lud unter dem Motto „Pop“ ein, sich drei Tage lang zu digital-gesellschaftlich-politischen Themen auszutauschen, zu informieren und sich in einem umfangreichen Programm treiben zu lassen.\nMit meinem bereits siebten Besuch auf dieser Digitalkonferenz wusste ich, was mich erwartet. Drei Tage der Weite Blick über den Tellerrand und viele neue Inspirationen.\nIch habe knapp einen Monat gebraucht, um diese Zusammenfassung zu schreiben, was schon ein gutes Indiz dafür ist, was in diesem Jahr in Berlin passiert ist.","content":"Anfang Mai ging es wieder nach Berlin. Die zwölfte Ausgabe der re:publica lud unter dem Motto „Pop“ ein, sich drei Tage lang zu digital-gesellschaftlich-politischen Themen auszutauschen, zu informieren und sich in einem umfangreichen Programm treiben zu lassen.\nMit meinem bereits siebten Besuch auf dieser Digitalkonferenz wusste ich, was mich erwartet. Drei Tage der Weite Blick über den Tellerrand und viele neue Inspirationen.\nIch habe knapp einen Monat gebraucht, um diese Zusammenfassung zu schreiben, was schon ein gutes Indiz dafür ist, was in diesem Jahr in Berlin passiert ist. Die re:publica hat eine Dimension erreicht, die mich in diesem Jahr glatt „gefressen“ hat. Du kennst das bestimmt, wenn du in einem Restaurant sitzt und auf der Speisekarte 1.000 Gerichte draufstehen, von dem eins leckerer als das andere klingt. So ging’s mir. Alles klang spannend. Die Themenauswahl war so breit, die Speaker so spannend. Ich fand keinen roten Faden, an dem ich mich festhalten konnte. Manchmal brauche ich aber so einen Faden.\nAlso stürzte ich mich in den Tumult der Sessions. Aber frag mich jetzt bitte nicht, was hängen geblieben ist. OK, ich kann nun Kunststoff-Folien aus Speisestärke machen und habe meine Schufa-Auskunft dem Projekt Open-Schufa zum Reverse-Engineering des Algorithmus des Schufa-Scorings bereitgestellt. Ich weiß nun, wie sich Harald Lesch in seiner neuen Rolle als YouTube-Star fühlt und erlebte, wie Sascha Lobo langsam den Spaß an der Bequemlichkeit von uns \u0026ldquo;digitalen Influencer\u0026rdquo; verliert.\nDie re:publica ist im 12. Jahr dort angekommen, wo wir es uns vor einigen Jahren gewünscht haben: als ernsthafte Konferenzen für digitale Herausforderungen im Zentrum des gesellschaftspolitischen Diskurses. Mit all seinen „Nebenwirkungen“. Nichts ist mehr mit Klassentreffen. Und das ist auch gut so. Die Besucher sind älter geworden, diverser, kommen aus sehr unterschiedlichen Wirkungsfeldern. Mich hat es evtl. etwas unvorbereitet getroffen. Und das war dann wohl auch das wichtige Learning für 2019: Digitalisierung ist harte Arbeit.\nIch empfehle einen Blick in den Youtube-Channel der re:publica, denn wie es sich gehört, sind viele der Sessions aufgezeichnet und können dort nachgeschaut werden. Es lohnt sich!\nKultur Mediaconvention POP Richard David Precht Station ZDF ","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1528156800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2018/das-agenturcamp-in-hamburg-das-barcamp-fuer-die-kreativbranche/","title":"Das Agenturcamp in Hamburg: das Barcamp für die Kreativbranche","summary":"Es ist nun schon wieder ein paar Wochen her, dass das Agenturcamp bereits zum zweiten Mal in Hamburg gastierte und sich mir die Gelegenheit bot, die beiden Tage dort zu verbringen. Im Spätherbst 2016 war ich bereits zum ersten Mal bei dieser, dem Barcamp-Gedanken folgenden Veranstaltung, die Agenturvertretern einen großen Wirkungs- und Entfaltungsraum bietet.\nDas Motto \u0026ldquo;Agenturen im Aufbruch\u0026rdquo; löst Fragen aus: Wohin geht die Reise? Welchen Herausforderungen stehen Agenturen gegenüber?","content":"Es ist nun schon wieder ein paar Wochen her, dass das Agenturcamp bereits zum zweiten Mal in Hamburg gastierte und sich mir die Gelegenheit bot, die beiden Tage dort zu verbringen. Im Spätherbst 2016 war ich bereits zum ersten Mal bei dieser, dem Barcamp-Gedanken folgenden Veranstaltung, die Agenturvertretern einen großen Wirkungs- und Entfaltungsraum bietet.\nDas Motto \u0026ldquo;Agenturen im Aufbruch\u0026rdquo; löst Fragen aus: Wohin geht die Reise? Welchen Herausforderungen stehen Agenturen gegenüber? Was wünschen sich Kunden von Partnern? etc. pp.\nAnders als bei klassische durchorganisierten Konferenzen, gibt es bei einem Barcamp kein vorher festgelegtes Themen- und Speakerprogramm. Lediglich ein Rahmen aus räumlicher und zeitlicher Struktur und Versorgung wird geschaffen und dann gilt es für die Besucher, ihre Themen auf´s Tablett zu legen. Das Tablett nennt sich Sessionplanung, bei der jeder seine Themen vorstellen kann die ihn bewegen. Jeder bekommt seinen Raum und seinen Slot zugewiesen und dann geht´s los: Vortrag, Austausch, Diskussion oder Fragerunde, jedes Format geht. Wem´s nicht gefällt, der geht. In die nächste Session. Sich Einbringen ist das Motto, teilnehmen und teilhaben.\nAuch 2018 zeichneten sich die beiden Tage vor allem durch Offenheit und große Kommunikationsfreude aus. Was in Sessions angerissen wurde, fand in Pausendiskussionen seine Fortsetzung. Wie auch schon 2016 merkte man schnell: jede Agentur - ob groß, ob klein, ob Netzwerk, ob inhabergeführt, ob kreativ oder DSGVO-geplagt (sind wir das nicht alle?) - hat mit den gleichen oder sehr ähnlichen Probleme im Geschäft zu kämpfen. Und so ähnlich die Herausforderungen, so unterschiedlich die Herangehensweisen, mit ihnen umzugehen oder ihrer Herr zu werden.\nDie beiden Tage hatten für mich wieder einen sehr langen Nachhall. Einerseits galt es, den entstandenen Motivationsdruck in sinnvolle Strukturen zu bringen - ich kann meine Agentur ja nicht von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Andererseits musste ich reflektieren, welche Aspekte bei uns im Tagesgeschäft einfließen können und wie man sie agenturweit \u0026ldquo;ausrollen\u0026rdquo; kann.\nEin ganz konkretes Ergebnis des Agenturcamps, welches seinen Ursprung in einer Session hatte, ist der Agenturstammtisch in Hamburg, bei dem wir uns als Agenturinhaber in Zukunft regelmäßig treffen und weiter austauschen möchten. Das erste Meetup gab´s schon und eine Facebook-Gruppe wartet auf weitere Neugierige und Austauschinteressierte hier\u0026hellip;\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8360\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1500\u0026rdquo;] Sessionplanung: wir sind das Camp[/caption]\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8359\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1500\u0026rdquo;] Sessionplanung: jeder ist Programmgestalter[/caption]\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8362\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1500\u0026rdquo;] Zusammenfassung der Session von Graphictelling[/caption]\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8361\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1500\u0026rdquo;] Denksport braucht Kalorien[/caption]\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8358\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1500\u0026rdquo;] Designoffices in Hamburg[/caption]\n","tags":["agentur","barcamp","camp","hamburg","konferzenz"],"section":"posts"},{"date":"1514764800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2018/vor-dem-knall-fotowalk-am-silvesterabend-durch-hamburg/","title":"vor dem Knall: Fotowalk am Silvesterabend durch Hamburg","summary":"Während sich andere schon langsam die Lampen anschalteten, zog ich den Friesennerz und Gummistiefel an und führ zum Millerntor. Von dort drehte ich eine kleine Runde über die U-Bahn St.Pauli, die Reeperbahn hinunter und dann zurück auf der Simon-von-Utrecht-Straße. Das fantastische Wetter (1 Grad, Regen) ließ mir dann aber irgendwann doch die Lust vergehen, meine Finger weiter an der Kamera zu halten. Trotzdem entstanden ein paar Fotos, die diesen Abend - der für mich persönlich sehr besonders war - in Erinnerung bleiben lassen.","content":"Während sich andere schon langsam die Lampen anschalteten, zog ich den Friesennerz und Gummistiefel an und führ zum Millerntor. Von dort drehte ich eine kleine Runde über die U-Bahn St.Pauli, die Reeperbahn hinunter und dann zurück auf der Simon-von-Utrecht-Straße. Das fantastische Wetter (1 Grad, Regen) ließ mir dann aber irgendwann doch die Lust vergehen, meine Finger weiter an der Kamera zu halten. Trotzdem entstanden ein paar Fotos, die diesen Abend - der für mich persönlich sehr besonders war - in Erinnerung bleiben lassen.\n","tags":["Hamburg","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1510272000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/dokumentation-25-jahre-bonzai-records/","title":"Dokumentation 25 Jahre Bonzai Records","summary":"https://www.youtube.com/watch?v=T5UdzpDGTMk\nIn diesem Jahr jährt sich zum 25. Mal die Geburt eines der berühmtesten belgischen Techno-Labels: Bonzai. Eigentlich niemand kam damals an diesem Label mit seinen Künstlern wie Yves Deruyter, Cherrymoon Trax, Jones and Stephenson oder Push vorbei. Epochale und unvergessliche Tracks sind entstanden und man konnte es kaum erwarten, den Plattenladen nach neuen Releases zu durchwühlen. Obwohl die Tracks eigentlich so gar nicht undergroundig sind, war Bonsai eigentlich immer der gemeinsame Nenner, wenn es um treibenden Sound und ging.","content":"https://www.youtube.com/watch?v=T5UdzpDGTMk\nIn diesem Jahr jährt sich zum 25. Mal die Geburt eines der berühmtesten belgischen Techno-Labels: Bonzai. Eigentlich niemand kam damals an diesem Label mit seinen Künstlern wie Yves Deruyter, Cherrymoon Trax, Jones and Stephenson oder Push vorbei. Epochale und unvergessliche Tracks sind entstanden und man konnte es kaum erwarten, den Plattenladen nach neuen Releases zu durchwühlen. Obwohl die Tracks eigentlich so gar nicht undergroundig sind, war Bonsai eigentlich immer der gemeinsame Nenner, wenn es um treibenden Sound und ging.\nDie RedBull Elektropedia-Dokumentation zeigt alles: vom unglaublichen Start, dem Entstehen von Raveklassikern über den Niedergang bis hin zum Wiederauferstehen. Von der ersten Platte bis hin zu einer Weltmacht mit rund einem Dutzend Sub-Labels und hunderten von Veröffentlichungen bis heute haben sich Bonzai in die endgültige Geschichte der Tanzmusik eingraviert.\nHier noch ein paar der Klassiker, bei deren erstem Signal jeder Raver Gänsehaut bekommt:\nhttps://www.youtube.com/watch?v=PspZrgNLg14\nhttps://www.youtube.com/watch?v=Hx0S4mlqCPs\nhttps://www.youtube.com/watch?v=gIdYoHb6qTY\nhttps://www.youtube.com/watch?v=ZnBeTPpr98g\n","tags":["Techno","Dokumentation"],"section":"posts"},{"date":"1509235200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/das-ecommerce-camp-hamburg/","title":"Das eCommerce-Camp Hamburg","summary":"In den letzten beiden Tagen, vom 26. bis 28. Oktober 2017, fand zum ersten Mal ein eCommerce-Camp in Hamburg statt. Organisiert von Portaltech Reply, TRITUM GmbH und marmalde GmbH kam das in Jena bereits etablierte Camp nun in die Hansestadt.\nDas Camp fand im Stil der Barcamps im 6. und 7. Stock der Designoffices statt. Über den Dächern von Hamburg schaffte die Location ein angenehmes Umfeld für einen regen Austausch von Shopbetreibern, Entwicklern und Agenturen.","content":"In den letzten beiden Tagen, vom 26. bis 28. Oktober 2017, fand zum ersten Mal ein eCommerce-Camp in Hamburg statt. Organisiert von Portaltech Reply, TRITUM GmbH und marmalde GmbH kam das in Jena bereits etablierte Camp nun in die Hansestadt.\nDas Camp fand im Stil der Barcamps im 6. und 7. Stock der Designoffices statt. Über den Dächern von Hamburg schaffte die Location ein angenehmes Umfeld für einen regen Austausch von Shopbetreibern, Entwicklern und Agenturen. Es wurde sich intensiv mit Shopsysteme wie z.B. Shopware, Magento, OXID, Aimeos und Hybris auseinandergesetzt, über Erfahrungen, Herausforderungen und skurrile Erlebnisse gesprochen.\nDie Sessions, ausschließlich von den Teilnehmer eingebracht, waren inhaltlich so breit aufgestellt, wie es das Themenfeld des Onlinehandels auch ist. Von rechtlichen Aspekten der Datenschutzgrundverordnung, über den Einsatz von Chatbots und neuen Service-Angeboten für Shopbetreiber bis hin zu Einblicken ins Projektmanagement tauschten sich die Teilnehmer aus. Sehr spannendes Highlight war sicher am ersten Tag die Elefantenrunde der Shopsysteme. Ausgehend von einem konkreten Kunden-Case wurde in großer Runde über die Stärken und Schwächen der Shopsysteme Shopware, Magento, OXID, Aimeos und Hybris gesprochen.\nDie kulinarische Versorgung war erstklassig und der freitägliche Tagesausklang in der Good Old Days Bar, deren Souterrain Dank eines hervorragenden Barkeepers legendär ist, setzte dem leiblichen Wohl einen Doppel-i-Punkt auf.\nEinen Wermutstropfen gibt es dann aber doch zu vermelden: die Teilnehmerzahl. Hamburg, ey! E-Commerce-Hauptstadt? 2 Etagen unter dem Veranstaltungsort haben AboutYou und Collins ihr Wirkungsfeld. Und auch sonst hat Hamburg ja eigentlich den Ruf, Hochburg des digitalen Handels zu sein. Diesem Ruf sind leider viel zu wenig Leute gefolgt. Rekordverdächtig: die No-Show-Rate. Das hat das erste eCommerce-Camp zwar klein und fein gemacht, aber das Potential nach oben ist noch ordentlich. 2018 liegt die Latte hoch.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_8318\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Sessionplanung: Auftakt eines Barcamps.[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8319\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] ganz und gar keine Märchenstunde: Session mit sitegeist[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8317\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] weit über den Tellerrand geschaut, der weite Blick über Hamburg[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8323\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Couchsession: Raum, sich in kleiner Runde auszutauschen[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8316\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Tagesabschluß im Good Old Days[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8315\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] durchweg gelungene Maßnahmen gegen hungrige Mägen[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8314\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Die Sponsoren[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8313\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Der Veranstaltungsort, die Design Offices, mit kreativen Impulsen[/caption] [caption id=\u0026ldquo;attachment_8312\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1440\u0026rdquo;] Ein häufig angesprochenes Thema: Remote Work[/caption]\n","tags":["barcamp","ecommerce","hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1509235200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/hamburg-deine-sturmfluten/","title":"Hamburg deine Sturmfluten","summary":"\u0026ldquo;Da ist ja ordentlich was los bei euch\u0026rdquo; sagt die Erzeugerfraktion am Telefon. \u0026ldquo;Bei euch alles ok?\u0026rdquo; fragen Freunde aus anderen Teilen der Republik. Echt? Ja! lauten seit fast 2 Dekaden die ich in Hamburg lebe meine Antworten. Auch wenn ich keine zwei Kilometer vom Hafen entfernt wohne, ich habe noch nie die Komponente Flut einer Sturmflut erlebt. Hat mich nicht interessiert, habe ich teilweise noch nicht mal mitbekommen. Ich kann es nicht genau sagen.","content":"\u0026ldquo;Da ist ja ordentlich was los bei euch\u0026rdquo; sagt die Erzeugerfraktion am Telefon. \u0026ldquo;Bei euch alles ok?\u0026rdquo; fragen Freunde aus anderen Teilen der Republik. Echt? Ja! lauten seit fast 2 Dekaden die ich in Hamburg lebe meine Antworten. Auch wenn ich keine zwei Kilometer vom Hafen entfernt wohne, ich habe noch nie die Komponente Flut einer Sturmflut erlebt. Hat mich nicht interessiert, habe ich teilweise noch nicht mal mitbekommen. Ich kann es nicht genau sagen.\nAber ich fand, wäre an der Zeit, ich muß mir das mal ansehen. Das ist wohl so, wie ein Gang über den Dom. Braucht man nicht, gehört aber vielleicht dazu. Als nun die Flut am Wochenende kam und das Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel sowieso zum Rausgehen einlud, schien mir der rechte Zeitpunkt gekommen, mir Wasser anzusehen, dass da ist, wo eigentlich kein Wasser sein sollte.\nMit meiner Kamera ging ich vom Elbstrand bis zur Fischauktionshalle.\n","tags":["Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1499472000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/meine-bilder-vom-morgen-nach-dieschanzebrennt/","title":"Meine Bilder vom Morgen nach #dieschanzebrennt","summary":"Heute Morgen um 6:30 Uhr habe ich mich auf´s Rad gesetzt und bin in die Schanze gefahren. Mir fehlen die Worte, das Gesehene zu beschreiben. Darum: nur Fotos","content":"Heute Morgen um 6:30 Uhr habe ich mich auf´s Rad gesetzt und bin in die Schanze gefahren. Mir fehlen die Worte, das Gesehene zu beschreiben. Darum: nur Fotos\n","tags":["Hamburg","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1499385600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/veryfruehphotowalk-11-welcometohell-edition/","title":"Veryfruehphotowalk #11: #Welcometohell-Edition","summary":"Freitagmorgen 7 Uhr. Treffpunkt U-Bahnhof Feldstraße. Eine Runde mit 4x Fuji-Kameras durch die Schanze bis zu den Messehallen. Freundliche Gespräche mit Mitarbeitern der Stadtreinigung und der Polizei entlang der Messehalle. Die Lage war entspannt, ruhig und friedlich. Zumindest bei uns.\nAltglas Wirklich Glücklich? Protest welcome Gretchens Villa Security Botschaft Sporteinheit Easy Peasy Diamonds on the street Altmetall Eingeknickt Unter Druck Not welcome Prost! ","content":"Freitagmorgen 7 Uhr. Treffpunkt U-Bahnhof Feldstraße. Eine Runde mit 4x Fuji-Kameras durch die Schanze bis zu den Messehallen. Freundliche Gespräche mit Mitarbeitern der Stadtreinigung und der Polizei entlang der Messehalle. Die Lage war entspannt, ruhig und friedlich. Zumindest bei uns.\nAltglas Wirklich Glücklich? Protest welcome Gretchens Villa Security Botschaft Sporteinheit Easy Peasy Diamonds on the street Altmetall Eingeknickt Unter Druck Not welcome Prost! ","tags":["Hamburg","veryfruehphotowalk","Fotografie"],"section":"posts"},{"date":"1499040000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/millerntor-gallery-7/","title":"Millerntor Gallery #7","summary":"Zum siebten Mal fand das internationale Kunst-, Musik- und Kulturfestival, ins Leben gerufen von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. und dem FC Sankt Pauli statt. Alljährlich verwandeln Künstler das Millerntor-Stadion zu einer offenen Plattform für Dialog und Austausch, auf lokaler, internationaler und interkultureller Ebene. Kunstwerke sämtlicher Genres sowie ein vielfältiges Musik-, Kultur- und Bildungsprogramm runden das 4tägige Happening in Hamburg ab.","content":"Zum siebten Mal fand das internationale Kunst-, Musik- und Kulturfestival, ins Leben gerufen von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. und dem FC Sankt Pauli statt. Alljährlich verwandeln Künstler das Millerntor-Stadion zu einer offenen Plattform für Dialog und Austausch, auf lokaler, internationaler und interkultureller Ebene. Kunstwerke sämtlicher Genres sowie ein vielfältiges Musik-, Kultur- und Bildungsprogramm runden das 4tägige Happening in Hamburg ab.\n","tags":["Millerntor","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1498262400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/reichenberger-strasse-berlin/","title":"Reichenberger Straße, Berlin","summary":"Gestern durch Berlin gelaufen und auf dem Weg zum Five Elephant Coffee diese interessante Interpretation entdeckt. Von Barbara Naidoo :-) CC BY-SA 3.0","content":" Gestern durch Berlin gelaufen und auf dem Weg zum Five Elephant Coffee diese interessante Interpretation entdeckt. Von Barbara Naidoo :-) CC BY-SA 3.0\n","tags":["berlin","streetart"],"section":"posts"},{"date":"1495929600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2017/republica-17-drei-tage-fake-hate/","title":"re:publica 17: drei Tage Fake \u0026 Hate","summary":"Ganze 2 Wochen hat es gedauert, bis ich mein inzwischen schon traditionelles re:sumee der diesjährigen re:publica hier veröffentliche. Der Abstand zwischen Veranstaltung und Nachbetrachtung zeigt, dass in diesem Jahr in Berlin etwas anders war, als in den 5 Jahren meiner Besuche zuvor.\nHabe ich in den Jahren zuvor meine Zusammenfassung stets direkt am Tag nach der re:publica verfasst, schien es mir in diesem Jahr notwendig, Abstand zu gewinnen, um zu reflektieren, was von der Konferenz \u0026ldquo;hängen\u0026rdquo; geblieben ist.","content":"Ganze 2 Wochen hat es gedauert, bis ich mein inzwischen schon traditionelles re:sumee der diesjährigen re:publica hier veröffentliche. Der Abstand zwischen Veranstaltung und Nachbetrachtung zeigt, dass in diesem Jahr in Berlin etwas anders war, als in den 5 Jahren meiner Besuche zuvor.\nHabe ich in den Jahren zuvor meine Zusammenfassung stets direkt am Tag nach der re:publica verfasst, schien es mir in diesem Jahr notwendig, Abstand zu gewinnen, um zu reflektieren, was von der Konferenz \u0026ldquo;hängen\u0026rdquo; geblieben ist. Die große Herausforderung im Jahr 2017 bestand darin, dass es mit mehr als 1.000 Vorträgen, Workshops und Meetups schlicht nicht möglich war, sich vor Ort ein umfassendes Bild zu machen. Selbst im Nachgang der Konferenz reicht die Zeit nicht aus, sich durch die aktuell 249 aufgezeichneten Sessions auf dem Youtube-Kanal der re:publica durchzuschauen. Hell yeah! Schade!\nMeine persönlichen Leuchtpunkte der Konferenz, die in diesem Jahr unter dem Motto \u0026ldquo;LOVE OUT LOUD\u0026rdquo; für mehr ausgesprochene Liebe antrat, waren:\nCarolin Emcke: Reflexion: Love out Loud Die Friedensbuchpreisträgerin Carolin Emcke eröffnete die re:publica 2017 mit einer Reflexion über Liebe und Empathie, on-und offline. Es war nicht ganz leicht, in den Vortrag reinzufinden, aber es lohnte ungemein. Den Vortrag inhaltlich zu umschreiben, fällt mir schwer, denn geblieben ist wohl eher als ein Gefühl, eine Haltung und die Bestätigung, dass man sich selber zuerst einmal mit sich selber beschäftigen sollte, bevor man bei anderen anfängt. Hängengeblieben ist bei mir vor allem ihre Aussage: \u0026ldquo;Wir brauchen keine Liebe, wir brauchen Respekt und wenn Sie mich fragen, höfliche Gleichgültigkeit würde es auch tun.\u0026rdquo; (Minute: 26:00).\nSascha Lobo: Vom Reden im Netz. Sascha Lobo berichtet in seiner inzwischen zum festen Inventar der re:publica gehörenden Rede von seinen Recherchen zur Diskussionskultur im Netz und die gemachten Erfahrungen im Dialog mit Menschen, die anderer Meinung sind, ihre Meinung als unumstößliche Gesamtwahrheit betrachten. Als Learning bleibt, den Dialog zu suchen, mit Menschen zu reden. Sich ihre Position genauso offen anzuhören, wie man es selber vom Gegenüber erwarten möchte. Ein Plädoyer für mehr miteinander reden.\nElisabeth Wehling: Die Macht der Sprachbilder – Politisches Framing Die Neuroforscherin und Linguistin leitet am International Computer Science Institute in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung mit Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der kognitionslinguistischen Diskursanalyse. In ihrem Vortrag demonstriert sie, warum politische Entscheidungen nicht auf Fakten, sondern auf Frames beruhen. Frames, das sind Deutungsrahmen im Gehirn, die über Sprache aufgerufen und zugleich gefestigt werden, und zwar ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen. So greift Sprache in unser politisches Gehirn ein und formt es. Dieser Vortrag zeigt Wege auf für einen bewussteren Umgang mit der politischen Sprache und dem eigenen Denken und offenbart: Wer Wahlen gewinnen, neutral berichterstatten oder als mündiger Bürger frei entscheiden will, der muss sein politisches Gehirn und die Mechanismen neurokognitiver Kommunikation und Kampagnenführung kennen.\nGunter Dueck: Flachsinn – über gute und schlechte Aufmerksamkeit Lautes Trommeln schlägt Kompetenz. So etwa könnte man den Vortrag vom Ex-IBM Mastermind Gunter Dueck betiteln. Schaute man früher auf die stillen Denker und folgte ihren Empfehlungen, gilt heute: je lauter, desto richtiger. Wer auf sich aufmerksam machen kann - womit, ist fast egal - kann gleich Werbefläche im Internet um sich scharen und ans Geldverdienen gehen. Aufmerksamkeit muss also um jeden Preis her, am einfachsten, indem man nur noch mit Schrillem und Buntem winkt und am besten gleichzeitig Tabus verletzt. Der Flachsinnpegel steigt natürlich ständig an. Das Wichtige und Ernsthafte kommt immer weniger dagegen an. Kann noch intensiv diskutiert werden? Wer oder was gewinnt also in der Aufmerksamkeitsökonomie? Und wie lange hält gewonnene Aufmerksamkeit vor? Wie verwertet man sie?\n»Wir hab’n Polizei!« - Chancen \u0026amp; Herausforderungen beim Einsatz sozialer Medien Aufgezeigt wurde, wie ein ganzer Berufsstand durch seine Kommunikation in den sozialen Medien eine Art Imageaufschwung von »dislikable« zu »loveable« erfahren hat, welche positiven Signale dies für unsere Gesellschaft, den Rechtsstaat und die Zukunft der digitalen Präsenz der Polizei haben kann, vor welche Herausforderungen der offene Dialog die Beamten aber auch stellt (Stichworte: Falschmeldungen, Hatespeech, Whistleblowing, Terrorwarnungen …) und wie diese Weise der \u0026ldquo;neuen Kommunikation\u0026rdquo; anderen Berufsgruppen zum Vorbild gereichen kann.\nWas am Ende übrig bleibt: Digitale Kommunikation ist in der breiten Bevölkerung angekommen und anders als in klassischer, medialer Berichterstattung kann jeder zum Sender werden, jeder sich sein eigenes Nachrichten- und Meinungsmenü zusammenstellen. Die vermeintliche Gatekeeper-Funktion von Verlagshäusern und Fernsehanstalten löst sich auf. Die Herausforderung die sich stellt: wie erreichen validierte Informationen eine breite Masse? Wie verhindert man gezielte, manipulative Falschmeldungen? Wieso verlieren Menschen im Netz jedwede Hemmung im Umgang mit Menschen, die anderer Meinung sind. Warum ist für viele Menschen die eigene Meinung die einzig gültige und vor allem die Richtige?\nIch spanne den Bogen aus diesem Aspekt für mich auch hinüber bis zu Unternehmen, denn diese stecken mit ihrer Markenkommunikation ja eben in dem gleichen Wollknäuel. Die Herausforderung für alle Akteure besteht also darin, sich einzuordnen, neu zu ordnen aber sich nicht unterzuordnen und auf das Kommunikationsverhalten im digitalen Umfeld angepasst zu reagieren. Die Herausforderung im Umgang mit Hate-Speech, Fake-News, Cyber-Mobbing, Wahrheitsabsolutismus etc. trifft also nicht nur Nachrichten-Magazine, sondern eben auch klassisch kommunizierende Unternehmen.\nAber es bleibt auch ein Stück Ratlosigkeit. Der rasante Wandel der Kommunikation \u0026ldquo;hängt\u0026rdquo; scheinbar die breite Masse der Bevölkerung ab. Digitale Kompetenz ist das Stichwort. Wer vermittelt der jungen Generation zu unterscheiden, was Wahrheit und Lüge ist? Sind es die Medien? Sind es amerikanische Plattformen? Sind es die Eltern oder fällt den Bildungseinrichtungen diese Aufgabe zu? Unsere Gesellschaft steckt in einem Spannungsfeld: die Technologien ermöglichen es inzwischen Einzelpersonen mit ihren \u0026ldquo;Meinungen\u0026rdquo; mediale Reichweiten zu erzielen, von den Medienhäuser nicht zu träumen wagten und heute Alb träumen. Was fehlt ist die Kompetenz, Fakten von Gefühlen zu unterscheiden. Der Ausspruch \u0026ldquo;Steht doch bei Facebook\u0026rdquo; ist inzwischen laut Studien bei Teenagern die Definition von Medienkompetenz.\nDie re:publica hat für mein Gefühl in diesem Jahr einen weiteren, großen Schritt in Richtung Mainstream gemacht. Mainstream nicht im negativen Sinn, sondern im Sinn der Wahrnehmung als wichtige, weil kritische und konstruktive Konferenz für vielfältige Aspekte des digitalen Kulturwandels unserer Gesellschaft. Das Aufgebot an involvierten Medien (rbb, WDR, ZDF), die Politikerdichte (Andrea Nahles, Thomas de Maizière) und die Berichterstattung (inzwischen ist keine Rede mehr von Hacker- oder Nerd-Konferenz) unterstreichen neben dem thematischen Wechsel von Social Media/Blogs/Nerdkram hin zu gesellschaftspolitischen Diskursen den Reifeprozess der Konferenz. Und die der Teilnehmer.\nMoritz Neumeier (2.v.r.) im rbb-Talk über das Format \u0026ldquo;funk\u0026rdquo;: auch junge Menschen wollen Nachrichten, sie möchten sie nur anders verpackt haben.\nSascha Lobo im Interview über sein Social-Factual-Format \u0026ldquo;Manipuliert\u0026rdquo;\nWDR-Intendant Tom Burow\n#Hugsnothate, eine Kampagne gegen Hass.\nAustausch: wie können Kinder schon im Grundschulalter für die aktive Mitgestaltung der digitalen Welt motiviert werden: Leiterplatten selber Programmieren für Kinder ab 8.\nDie Station am Gleisdreieck: das schönste Zuhause für 3 Tage in Berlin\n","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1483142400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/33c3-der-ganz-und-gar-nicht-chaotische-jahreskongress/","title":"33c3: Der ganz und gar nicht chaotische Jahreskongress","summary":"Alle Jahre wieder lädt der Chaos Computer Club (CCC) zwischen Weihnachten und Neujahr zum Chaos Communication Congress. Dieses Jahr fand das Treffen von 12.000 Hackern, Technikbegeisterten, Wissenschaftlern und Interessierten aller Couleur zum vorerst letzten Mal im Hamburger CCH statt, da dieses in den kommenden Jahren saniert wird.\nDer Kongress ist in meinen Augen trotz seines anarchischen klingenden Namens ein wichtiger Teil des gesellschafts-politischen und technischen Diskurses geworden. Im letzten Jahr schrieb ich schon, dass Hacker (ich mag den Begriff nicht) mehr denn je zu wichtigen Figuren im Mittelpunkt der Gesellschaft werden, um das teils wilde und blinde Treiben von Politik und Unternehmen mit Verbraucherrechten aufzuzeigen.","content":"Alle Jahre wieder lädt der Chaos Computer Club (CCC) zwischen Weihnachten und Neujahr zum Chaos Communication Congress. Dieses Jahr fand das Treffen von 12.000 Hackern, Technikbegeisterten, Wissenschaftlern und Interessierten aller Couleur zum vorerst letzten Mal im Hamburger CCH statt, da dieses in den kommenden Jahren saniert wird.\nDer Kongress ist in meinen Augen trotz seines anarchischen klingenden Namens ein wichtiger Teil des gesellschafts-politischen und technischen Diskurses geworden. Im letzten Jahr schrieb ich schon, dass Hacker (ich mag den Begriff nicht) mehr denn je zu wichtigen Figuren im Mittelpunkt der Gesellschaft werden, um das teils wilde und blinde Treiben von Politik und Unternehmen mit Verbraucherrechten aufzuzeigen. In knapp 150 Talks setzten sich Redner und Teilnehmer mit einem breiten Themenspektrum rund um den digitalen Fortschritt samt Risiken und Nebenwirkungen auseinander.\nIm Folgenden habe ich die Sessions aufgeführt, welche mich besonders begeistert haben. Vorwiegend geht es darin um Datenschutz, Analytik und Politik. Wer Spaß an extremen Technikgeklöppel hat, der findet am Ende des Beitrags einen Link zum gesamten Filmarchiv vom 33c3.\nSpiegelMining – Reverse Engineering von Spiegel-Online: gehörte für mich zu einem der besten Vorträge ever, sowohl inhaltlich unglaublich spannend, technisch einfach aber verständlich und sprachliche genial. David Kriesel erfasst automatisiert alle Artikel, die auf der Plattform Spiegel Online veröffentlicht werden und analysiert diese. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie man mit intelligenter Datenanalyse ungeahnte Informationen über interne Unternehmensstrukturen, Nutzer und politische Ausrichtung herausarbeiten kann.\nBuild your own NSA: der Data Scientist und Programmierer Andreas Dewes und die Journalistin Svea Eckert lieferten Gänsehautfeeling pur. Im Rahmen der NDR-Recherche zu \u0026ldquo;Nackt im Netz\u0026rdquo; wurden u.a. Browser-Verläufe von Datenhändler erworben und ausgewertet. Auf den ersten Blick zwar anonym aber mit haarsträubend detailliertem Informationsgehalt, können diese mit öffentlich zugänglichen Daten aus sozialen Netzwerken (z.B. Twitter, Youtube-API) deanonymisiert und so konkreten Personen zugeordnet werden. Der Vortrag zeigt den Weg von den vermeintlich anonymen Rohdaten zu konkreten Personenprofilen.\nSecurity Nightmares: Was hat sich im letzten Jahr im Bereich IT-Sicherheit getan? Welche neuen Entwicklungen haben sich ergeben? Welche neuen Buzzwords und Trends waren zu sehen? Der Vortrag zeigt unterhaltsam, warum es immer bedeutender wird, Unternehmen auf die Finger zu schauen und warum Open Source auch im kommerziellen Bereich für den Verbraucherschutz eine wichtige Option sein kann.\n3 Years After Snowden: Is Germany fighting State Surveillance? Der Vortrag befasst sich in weiten Teilen mit dem Status Quo der parlamentarischen, journalistischen und öffentlichen Initiativen im Jahr 3 nach den Snowden-Enthüllungen. Neben den Berichten aus dem NSA-Untersuchungsausschuß sorgte vor allem die Live-Schalte zu Edward Snowden für Standing Ovations.\nWhere in the World Is Carmen Sandiego?: Reisebuchungssysteme gehören zu den ältesten globalen IT-Infrastrukturen und haben sich seit den 80er Jahren erstaunlich wenig verändert. Die in diesen Systemen enthaltenen personenbezogenen Daten sind daher nach heutigem Stand nicht gut gesichert. In der Session wurde mit einfachsten und für halbwegs technisch versierte Personen gezeigt, wie Flüge oder Bonusmeilen gestohlen werden können - ausgehen von einem Instagram-Foto.\nWarum in die Ferne schweifen, wenn das Ausland liegt so nah?: Der Vortrag stellt die in Deutschland zulässigen Überwachungsmaßnahmen des Internetverkehrs aus rechtlicher und operativer Sicht dar und versucht, die sich aus den Erkenntnissen des NSA-Untersuchungsausschusses ergebenden Fragen auf die gelebte Praxis anzuwenden.\nAlle Session-Mitschnitte vom 33c3 finden sich auch hier: https://media.ccc.de/b/congress/2016\n","tags":["CCC","Datenschutz","Kongress","Netzpolitik","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1478995200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/das-war-das-barcamp-hamburg-x-2016/","title":"Das war das Barcamp Hamburg X 2016","summary":"Zum 10. Mal fand das Barcamp in Hamburg, in den Räumen der OTTO Group statt. Am Freitag \u0026amp; Samstag trafen sich ca. 800 Teilnehmer aus ganz Deutschland zum offenen Erfahrungsaustausch, zu Diskussionen und Vorträgen rund um den digital/analog/gesellschaftspolitischen Alltags.\nIch war nach mehrjähriger Pause wieder an beiden Tagen mit von der Partie, um erfreut festzustellen, dass sich der inhaltliche Charakter des Camps - zumindest meinem Gefühl nach - deutlich professionalisiert hat.","content":"Zum 10. Mal fand das Barcamp in Hamburg, in den Räumen der OTTO Group statt. Am Freitag \u0026amp; Samstag trafen sich ca. 800 Teilnehmer aus ganz Deutschland zum offenen Erfahrungsaustausch, zu Diskussionen und Vorträgen rund um den digital/analog/gesellschaftspolitischen Alltags.\nIch war nach mehrjähriger Pause wieder an beiden Tagen mit von der Partie, um erfreut festzustellen, dass sich der inhaltliche Charakter des Camps - zumindest meinem Gefühl nach - deutlich professionalisiert hat. Während der Freitag standesgemäß der Tag mit den Business-orientierten Themen war, fühlte sich der Samstag sehr nach einem sehr großen und Familientreffen an. Was aber keineswegs als Kritik verstanden werden soll.\nKnapp 100 Sessions, allesamt aus dem Kreis der Teilnehmer gehalten, machen es einem als Besucher sehr schwer, die richtige Auswahl zu treffen. Allein damit kann man auf dem Camp seine Fertigkeiten für die tägliche Arbeitswelt verbessern - sich bewusst für Themen zu entscheiden. Ob die Wortwahl \u0026ldquo;zum Glück\u0026rdquo; an dieser Stelle richtig ist, weiß ich nicht, aber zum Glück schwebte die US-Präsidentschaftswahl wie ein Damoklesschwert über den beiden Tagen, so dass die Themen Filterbubble, Medienkritik und Manipulation thematisiert werden konnten. Sehr spannend, wie ich fand. Positiv überrascht war ich von der Leidenschaft der Besucher, sich so intensiv mit gesellschafts-politischen Veränderungen auseinander zu setzen. Gleich mehrere Session an beiden Tagen befassten sich mit dem Thema Trump und der bevorstehenden Bundestagswahl hierzulande.\nAbseits der Politik drehten sich die Sessions um konkrete Probleme und Learnings aus dem Arbeitsalltag, die Vorstellung von Projekten an denen gearbeitet wird, sowie Freizeit \u0026amp; Entertainment. Über all den Sessions stand wie bei jedem Camp aber Miteinander ins Gespräch zu kommen. Der wie immer gelungene Catering-Service der hauseigenen Küche sorgte dafür, dass das kulinarische Umfeld passte, miteinander ins Gespräch zu kommen.\nVom Barcamp harte Fakten oder konkrete Handlungsempfehlungen für den Arbeitsalltag mitzunehmen ist möglich, aber keine Pflicht. Es gelingt wunderbar, sich an den beiden Tagen aus dem Tagesgeschäft auszuklinken und sich neuen Denkanstößen auszusetzen. Wie sich diese Anstöße in der Zeit nach dem Camp auf den (Arbeits)alltag auswirken, muß jeder für sich selber entscheiden. Zweifelsfrei gibt es keinen Ort an dem man in so kurzer Zeit so viele unterschiedliche Möglichkeiten erhält, einen Perspektivwechsel zu vollziehen.\nFür mich hat sich der Besuch des Barcamp Hamburg X bei meinem ehemaligen Arbeitgeber gelohnt und es ist mir gelungen konkrete Learnings aus den Sessions mitzunehmen. Wie sich diese in der Praxis bewehren wird sich in den kommenden Monat bis zum Barcamp Hamburg XI zeigen.\n","tags":["Barcamp","Hamburg","Konferenz"],"section":"posts"},{"date":"1478390400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/recap-vom-agenturcamp-in-hamburg/","title":"Recap vom Agenturcamp in Hamburg","summary":"Unter dem Motto \u0026ldquo;Agenturen im Aufbruch - nur wohin\u0026rdquo; war ich Anfang November Gast beim \u0026ldquo;Das Agenturcamp\u0026rdquo; in Hamburg. Diese neue Veranstaltungsreihe bringt Entscheider und Führungskräfte aus Agenturen unterschiedlichster Konstellation zu einem intensiven Austausch im Rahmen eines Barcamps zusammen. Der Barcamp-Stil bedeutet, dass die Organisation lediglich einen räumlichen und zeitlichen Rahmen festlegt - alle Themen entstehen direkt aus dem Teilnehmerkreis - und werden dort auch diskutiert und analysiert.\nDas Themenspektrum in Hamburg war breit gefächert.","content":"Unter dem Motto \u0026ldquo;Agenturen im Aufbruch - nur wohin\u0026rdquo; war ich Anfang November Gast beim \u0026ldquo;Das Agenturcamp\u0026rdquo; in Hamburg. Diese neue Veranstaltungsreihe bringt Entscheider und Führungskräfte aus Agenturen unterschiedlichster Konstellation zu einem intensiven Austausch im Rahmen eines Barcamps zusammen. Der Barcamp-Stil bedeutet, dass die Organisation lediglich einen räumlichen und zeitlichen Rahmen festlegt - alle Themen entstehen direkt aus dem Teilnehmerkreis - und werden dort auch diskutiert und analysiert.\nDas Themenspektrum in Hamburg war breit gefächert. Von Unternehmenskultur, Kommunikation, Kundenbeziehungen, Pricing bis hin zur Frage, warum man eigentlich erst ein Agenturcamp braucht, um sich als Agentur miteinander zu vernetzen. Die beiden Tage waren von der für dieses Veranstaltungsformat so wichtige Rahmenbedingungen wie Offenheit und Austausch geprägt. Es machte keinen Unterschied, ob Newcomer oder Branchenurgestein - jede Unternehmensgröße scheint ähnlichen Problemen und Herausforderungen gegenüber zu stehen. Auffallend dabei: diese Herausforderungen liegen jenseits des kreativen Unternehmenskerns. Kalkulation, Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen auf Augenhöhe und interne Prozessorganisation stellen die Herausforderungen im Agenturalltag dar.\nDer Offenheit bedingt, entstand in den Sessions und in den Pausen ein reger Austausch, der den Teilnehmern unterschiedliche Impulse zu den Themen geben konnte. Zusätzlich knüpften sich Kontakte, die weit über die Grenzen Hamburgs hinaus gehen. Einerseits nehme ich, wie sicher auch die anderen Teilnehmer, wertvolle Impulse mit ins den Agenturalltag, andererseits bleibt es spannend, die Nachwirkung des Camps im Austausch mit anderen Agenturen jenseits dieser Veranstaltung zu beobachten.\n","tags":["agenturcamp","barcamp"],"section":"posts"},{"date":"1465430400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/solopreneur-day-2016-in-berlin-netzkombyse-und-hasenfarm-on-stage/","title":"Solopreneur Day 2016 in Berlin: NetzKombyse und HASENFARM on stage","summary":"Digitale Nomanden und Solopreneure treffen sich am 9. September in Berlin beim Solopreneur Day 2016. Auf dem Event geht es um Ideen und Möglichkeiten, smart und solo Geschäftsmodelle und Unternehmen aufzubauen, Unternehmungen zu erschaffen, die sich von der klassisch gelernten Form unterscheiden und sich modernen Formen und Tools der Arbeitswelt bedienen.\nIch werde in diesem Jahr auch wieder auf der Bühne stehen und mit den angehenden Unternehmern meine Erfahrungen als Solopreneur und Unternehmer teilen und mich austauschen.","content":"Digitale Nomanden und Solopreneure treffen sich am 9. September in Berlin beim Solopreneur Day 2016. Auf dem Event geht es um Ideen und Möglichkeiten, smart und solo Geschäftsmodelle und Unternehmen aufzubauen, Unternehmungen zu erschaffen, die sich von der klassisch gelernten Form unterscheiden und sich modernen Formen und Tools der Arbeitswelt bedienen.\nIch werde in diesem Jahr auch wieder auf der Bühne stehen und mit den angehenden Unternehmern meine Erfahrungen als Solopreneur und Unternehmer teilen und mich austauschen.\nUnter dem lockeren Titel „Komponenten für Karnickel“ spreche ich über das Plattform-Konzept Spreadshirt (Kann man mit Hasen-T-Shirts wirklich Geld verdienen? Case HASENFARM.com) und warum es für uns so wichtig war, die Komponente mit der weiteren, Shopware, zu verbinden (Case Shopware-Plugin). Im Fokus meiner Keynote werde ich das Mind-Setting für Komponenten-Arbeit stellen und die Frage aufwerfen, warum „Think big“ heute für Solo-Unternehmer in eine Sackgasse führen kann.\nWer Lust hat, in Berliner Atmosphäre einen Tag zu verbringen, um sich mit neuen Formen der Unternehmensgründung zu beschäftigen, der kann noch bis zum 30.6. zum Frühbucherpreis hier seinen Platz sichern: http://solopreneurday.de/anmeldung/\nOder GRATIS: Die Veranstalter haben mir zwei Freitickets überlassen, die ich hier gerne an den Mann oder die Frau bringe. Alles was Sie dafür machen sollten: mir hier oder in den sozialen Netzwerken mitteilen, dass Sie gerne mit dabei sein möchten. Die Karten verlose ich am 20.6. 20 Uhr.\nDa kickste, wa?\n","tags":["konferenz","shopware","solopreneur","solopreneurday","spreadshirt"],"section":"posts"},{"date":"1464480000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/holunderbluetensirup/","title":"Holunderblütensirup","summary":"Sieht im ersten Moment wie Sangria oder so aus, ist aber arbeitsplatz- und Kindergeeignet. Nach alter Tradition (= Internet) aus den ersten Holunderblüten des Jahres hergestellt. Das Learning beim Ernten der Blüten: Holundersträucher scheinen sich mit Brennnesseln ihre natürlichen (und unnatürlichen Feine) vom Leib zu halten. Verdammt juckt das! ","content":"Sieht im ersten Moment wie Sangria oder so aus, ist aber arbeitsplatz- und Kindergeeignet. Nach alter Tradition (= Internet) aus den ersten Holunderblüten des Jahres hergestellt. Das Learning beim Ernten der Blüten: Holundersträucher scheinen sich mit Brennnesseln ihre natürlichen (und unnatürlichen Feine) vom Leib zu halten. Verdammt juckt das! ","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1458950400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/david-bowie-is-ausstellung-in-groningen/","title":"David Bowie is.... Ausstellung in Groningen","summary":"Zwei Monate nach dem Tod von David Bowie besuchte ich die Ausstellung \u0026ldquo;David Bowie is\u0026rdquo; im Museum von Groningen. Bin ich musikalisch eher durch den elektronischen Untergrund Detroits geprägt, berührten mich von Bowie offenbar nur seine großen Hits. Doch im Rahmen der globalen Betroffenheit über sein Ableben, beschäftigte ich mich mit dem Sein und Schaffen Bowies näher. Nicht das mir dadurch die Musik dadurch besser gefällt, die Einblicke in seine Ansichten und Wirkungen sind das Faszinierende.","content":"Zwei Monate nach dem Tod von David Bowie besuchte ich die Ausstellung \u0026ldquo;David Bowie is\u0026rdquo; im Museum von Groningen. Bin ich musikalisch eher durch den elektronischen Untergrund Detroits geprägt, berührten mich von Bowie offenbar nur seine großen Hits. Doch im Rahmen der globalen Betroffenheit über sein Ableben, beschäftigte ich mich mit dem Sein und Schaffen Bowies näher. Nicht das mir dadurch die Musik dadurch besser gefällt, die Einblicke in seine Ansichten und Wirkungen sind das Faszinierende.\nDavid Bowie is forever now\nDie Ausstellung, die bereits zu Lebzeiten Bowies aufgebaut wurde und in Toronto, Sao Paulo, Chicago und Paris zu sehen war, ist dank technologischer Unterstützung von Sennheiser eine audio-visuelle Zeitreise durch Bowies Lebenswerk.\nDie Ausstellung ist die erste internationale Schau über die außergewöhnliche Karriere von David Bowie, einer der progressivsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Mehr als 300 Objekte aus dem David Bowie Archiv, darunter handgeschriebene Songtexte, Kostüme, Fotos, Entwürfe von Alben und andere seltene Memorabilia der vergangenen 50 Jahre werden hier erstmals zusammengestellt. Die Ausstellung zeigt die Einflüsse von Kunst, Design, Theater und zeitgenössischer Kultur auf Bowies Stil. Der Fokus liegt dabei auf der Vielseitigkeit und Originalität des Musikers und auf seiner Zusammenarbeit mit bedeutenden Gestaltern auf dem Gebiet von Klang, Mode, Design, Theater und Film.\nIm Netz gab es ein sehr gutes Video über die Ausstellung. Aber das ist mittlerweile leider wiedergelöscht. Wer sich die Sammlung noch ansehen möchte, kann dies bis zum 10.4.2016 in Groningen tun - oder er reist 2017 nach Japan. Mehr Infos hier\u0026hellip;\n","tags":["Ausstellung","Musik"],"section":"posts"},{"date":"1458864000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2016/north-coast-coffee-roastery/","title":"North Coast Coffee Roastery","summary":"Wir waren zu Gast bei den Weltmeistern in der Kaffeezubereitung mit der Karlsbader Kanne: North Coast Coffee Roastery ","content":"Wir waren zu Gast bei den Weltmeistern in der Kaffeezubereitung mit der Karlsbader Kanne: North Coast Coffee Roastery ","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1451520000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/der-32c3-in-hamburg/","title":"Der 32C3 in Hamburg","summary":"In besinnlicher Nachweihnachtsstimmung fand vom 27.12. - 30.12. das jährliche Treffen der Hacker-Community im CCH statt. Für mich war es der erste Besuch beim Choas Computer Congress, dem 32C3. Der CCC \u0026ldquo;ist ein deutscher Verein, in dem sich Hacker zusammengeschlossen haben\u0026rdquo;.\nHacker? Sind das nicht dieser Mate-trinkenden Nerds, die sich in krimineller Absicht in Computersysteme reinhacken, um Geld und Daten zu stehlen, die Viren programmieren und Autos fernsteuern? Nein, es sind vielleicht die neuen Hüter der Demokratie.","content":"In besinnlicher Nachweihnachtsstimmung fand vom 27.12. - 30.12. das jährliche Treffen der Hacker-Community im CCH statt. Für mich war es der erste Besuch beim Choas Computer Congress, dem 32C3. Der CCC \u0026ldquo;ist ein deutscher Verein, in dem sich Hacker zusammengeschlossen haben\u0026rdquo;.\nHacker? Sind das nicht dieser Mate-trinkenden Nerds, die sich in krimineller Absicht in Computersysteme reinhacken, um Geld und Daten zu stehlen, die Viren programmieren und Autos fernsteuern? Nein, es sind vielleicht die neuen Hüter der Demokratie.\n80% - so die Quote der von mir besuchten Vorträge, bei denen ich fassungslos über das Gehörte war. Geschichten wie aus einem Science Fiction-Roman - nur eben Wirklichkeit 2015. Das alles auf extrem hohem Niveau: Fachbegriffe der Informatik, mathematische Formeln und Gleichungen zur Berechnung von kryptographischen Verfahren und komplexe Meta-Betrachtungen als Grundlage der Herleitung und Beweisführung.\n12.000 Hacker und Interessierte berichteten und informierten sich über aktuelle Themen des digitalen Zeitgeschehens aus technischem und gesellschaftspolitischem Blickwinkel. Auch wenn das Kernthema technischer Natur war, wurde es bei allen Vorträgen mit der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung verbunden.\nÜberhaupt staunte ich nicht schlecht mit welche Ruhe und Konzentration die Themen besprochen wurden, mit welchem Einfallsreichtum Lücken und Brücken gesucht (und verdammt! gefunden werden). Zwar ist mir das Thema Hacker \u0026amp; Hackerethik nicht fremd, aber noch nie war ich so involviert und konnte den konkreten Nutzen von Hackern so deutlich erkennen.\nWir leben in einer Zeit eines Umbruchs der Gesellschaft und einer damit einhergehenden Verschiebung von Machtverhältnissen. Die digitalen Claims werden wie damals in der Goldgräberzeit verteilt. Während des Kongresses wurde mir klar, dass nicht nur in dieser Zeit Hackern die Rolle von Beratern und Fachexperten zuteil wird. Allein die in den vier Tagen aufgezeigten Sicherheitsdefizite in Systemen mit großer gesellschaftlichen Bedeutung, zeigt diese Notwendigkeit. Noch deutlich sichtbarer wird dies bei den Bestrebungen von Regierungsseite im Bereich der Überwachung.\nBereits heute klassifizieren Computersysteme Regionen in nordamerikanischen Großstädten und geben Vorhersagen über mögliche Gewalttaten. Die Polizei wird zum Ausführungsgehilfen für Computersysteme. Das Verhalten der Menschen wird von außen manipuliert.\nHier eine kleine Auswahl von Sessions, die mich persönlich beeindruckt haben:\nSo werden handelsübliche EC-Bezahl-Terminals gehackt und Geld umgeleitet\nMit analytischer Leichtigkeit weist Vincent Haupert (Student der Informatik) auf die Manipulationsmöglichekiten der TAN-App der Sparkasse hin (und schafft es damit bis in die heute-Nachrichten vom ZDF) Mit großer Begeisterung nahm ein Hacker seinen eigenen VW unter die Lupe, um den Nebel im Diesel-Gate-Skandal zu lüften. Warum eine Fehlertolleranz von polizei- und erkennungsdienstlichen Algorythmus-Tools nicht lustig ist, erklärt Whitney Merril in ihrem Vortrag \u0026ldquo;Predicting Crime in a Big Data World\u0026rdquo; Es klingt wie Science Fiction, ist aber 2015 Realität gewesen - die Zusammenfassung von Sicherheits-Albträumen mit einer kleinen Prise Galgenhumor Max Schrems hat sich in 2015 mit Facebook angelegt und vor Gericht das Safe Harbor-Abkommen zu Fall gebracht. Sein gleichnamiger Vortrag ist nicht nur inhaltlich extrem sehenswert. Alle Sessions können hier angesehen werden\u0026hellip;\nFazit: Unsere Gesellschaft braucht mehr Hacker. Sie gehören, vom medial verursachten Rand, in die Mitte der Gesellschaft. Die Datensammelleidenschaft von Unternehmen und das Eindringen von Regierungen in die Privatsphäre von Bürgern können von uns Otto-Normal-Nutzern nicht verhindert werden. Im angespannten Interessenkonflikt von Gesellschaft vs. Politik \u0026amp; Wirtschaft gehören Hacker auf \u0026ldquo;unsere\u0026rdquo; Seite.\n","tags":["CCC","Hacker","Konferenz","Netzpolitik"],"section":"posts"},{"date":"1450915200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/hafen-hamburg/","title":"Hafen Hamburg","summary":"Am Tag vor Weihnachten mal wieder am Hafen gewesen. Zum 2. Mal in diesem Jahr. Overdose quasi. Bei Sonne-Sturm-Regen-Wetter. Das Einzige was wirklich weiß war: die Wolken nach dem VSCO-Filter. ","content":"Am Tag vor Weihnachten mal wieder am Hafen gewesen. Zum 2. Mal in diesem Jahr. Overdose quasi. Bei Sonne-Sturm-Regen-Wetter. Das Einzige was wirklich weiß war: die Wolken nach dem VSCO-Filter. ","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1450915200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/techno-doku-berlin-90-der-sound-der-wende/","title":"Techno-Doku: Berlin ´90 - Der Sound der Wende","summary":"Das ZDF hat eine 45minütige Doku über Berlin, die Wendezeit und Techno produziert. Es geht um Aufbruch, Umbruch, und Machen - halt das, was schon in allen anderen Dokus aus dieser Zeit besprochen wurde. Zu Wort kommen u.a. Dr. Motte, Wolle XDP und andere Szene-Beteiligte aus der damaligen Zeit.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=dLLlhWp1xwk\n(via Tanith)","content":"Das ZDF hat eine 45minütige Doku über Berlin, die Wendezeit und Techno produziert. Es geht um Aufbruch, Umbruch, und Machen - halt das, was schon in allen anderen Dokus aus dieser Zeit besprochen wurde. Zu Wort kommen u.a. Dr. Motte, Wolle XDP und andere Szene-Beteiligte aus der damaligen Zeit.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=dLLlhWp1xwk\n(via Tanith)\n","tags":["Berlin","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1445904000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/dokumentation-ueber-das-musikfestival-%D1%84%D1%83%D0%B7%D0%B8%D0%BE%D0%BD/","title":"Dokumentation über das Musikfestival ФУЗИОН","summary":"Musik-Festivals gibt es am Sand und Meer. Aber mitten in der Pampa Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt sich mit der ФУЗИОН (kyrillische Schreibweise für \u0026ldquo;Fusion\u0026rdquo;) seit 1997 ein ganz besonderer Platz für Musik und Kultur.\nDer Kulturkosmos Müritz e.V., der das historisch belastete Gelände entdeckt, entwickelt und schließlich auch gekauft hat, stellt in einer 5teiligen, sehr gelungenen Dokumentation die Entwicklung vom brachliegenden Flugplatz zu Deutschlands begehrtestem Festivalgelände vor.\nUnsere Filmreihe handelt von aktiven Menschen, von Selbstbestimmung und Selbermachen.","content":"Musik-Festivals gibt es am Sand und Meer. Aber mitten in der Pampa Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt sich mit der ФУЗИОН (kyrillische Schreibweise für \u0026ldquo;Fusion\u0026rdquo;) seit 1997 ein ganz besonderer Platz für Musik und Kultur.\nDer Kulturkosmos Müritz e.V., der das historisch belastete Gelände entdeckt, entwickelt und schließlich auch gekauft hat, stellt in einer 5teiligen, sehr gelungenen Dokumentation die Entwicklung vom brachliegenden Flugplatz zu Deutschlands begehrtestem Festivalgelände vor.\nUnsere Filmreihe handelt von aktiven Menschen, von Selbstbestimmung und Selbermachen. Wie wollen wir leben? Was ist wirklich wichtig? Was auf den ersten Blick als Festival erscheint, entwickelt sich vielleicht in seiner Tiefe zu einem Modellversuch einer gesellschaftlichen Utopie.\nKann (und sollte) man sich hier ansehen: http://www.kulturkosmos.de/\n","tags":["Festival","Techno","фузион"],"section":"posts"},{"date":"1444780800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/westbam-und-die-macht-der-nacht/","title":"Westbam und die Macht der Nacht","summary":"Auf ARTE (und Youtube) läuft derzeit die Doku \u0026ldquo;Bäm Bäm Westbam\u0026rdquo;\nWestbam alias Maximilian Lenz ist der einflussreichste DJ Deutschlands und eine lebende Techno-Legende. Er ist Vorreiter, Querdenker, Musikliebhaber, Party-Macher und König der Turntables. Im März 2015 feierte der Mitinitiator der Loveparade seinen 50. Geburtstag. In einer sehr persönlichen Dokumentation schaut Westbam zurück auf seine 30-jährige Karriere.\nIch habe Westbam nie live erlebt (oder kann mich zumindest nicht mehr daran erinnern) und auch medial habe ich ihn nie wirklich verfolgt.","content":"Auf ARTE (und Youtube) läuft derzeit die Doku \u0026ldquo;Bäm Bäm Westbam\u0026rdquo;\nWestbam alias Maximilian Lenz ist der einflussreichste DJ Deutschlands und eine lebende Techno-Legende. Er ist Vorreiter, Querdenker, Musikliebhaber, Party-Macher und König der Turntables. Im März 2015 feierte der Mitinitiator der Loveparade seinen 50. Geburtstag. In einer sehr persönlichen Dokumentation schaut Westbam zurück auf seine 30-jährige Karriere.\nIch habe Westbam nie live erlebt (oder kann mich zumindest nicht mehr daran erinnern) und auch medial habe ich ihn nie wirklich verfolgt. Aber beim Ansehen der Dokumentation wurde für mich spürbar, welch erheblichen Beitrag zu meiner musikalischen Früherziehung beigetragen hat und wie er mich über die Jahre \u0026ldquo;begleitet\u0026rdquo; hat. Sein 1991 erschienenes Album \u0026ldquo;A practising maniac at work\u0026rdquo; ist für mich rückwärtig betrachtet wohl der Schlüssel zur Tür gewesen, vor der ich ab 89/90 etwas fragend stand. Mit \u0026ldquo;I can´t stop\u0026rdquo; löste er damals das finale Rave-Signal aus und schickte mich auf den Weg der elektronischen Musik. Obwohl ich mich viel lieber in E-Werk und Tresor feierte, stand ich einige Jahre später auf der Loveparade und erlebte, wie es sich anfühlt, mit mehr als einer Millionen Menschen gleichzeitig zu feiern. Musikalisch hatte das alles nur noch recht wenig mit dem zu tun, was ich mochte und auch Westbams sozio-kulturelle Phantasiererei interessierten mich nicht mehr, sein Buch \u0026ldquo;Mix, Cuts \u0026amp; Scratches\u0026rdquo; gab mir nichts und seine Members of Maydays lieferten fast nur Unhörbares ab. Dennoch scheint Maximilian Lenz für die musikalische Entwicklung und der internationalen Reputation der Deutschen Jugend einen nicht zu verachtenden Beitrag geleistet zu haben.\nFun-Fact: Irgendwann Mitte der 90er schickte ich ein DJ-Mixtape von mir an Marusha, die solch Stuff in ihrer Sendung \u0026ldquo;Rave Satellite\u0026rdquo; auf Radio Fritz spielte. Und während mein Mix in der 2. Stunde lief, absolvierte Westbam´s Mix die erste Stunde.\nVöllig vom Schirm verschwunden, tauchte Westbam für mich im Rahmen der Titelmusik zum großartigen \u0026ldquo;B-Movie - Lust \u0026amp; Sound in Berlin\u0026rdquo; auf (Westbam feat. Richard Butler - You Need The Drugs). Wenn man ich mir die musikalische Reise des Westfalen Bambata von 1991 bis 2015 anschaue, ziehe ich mal das Basecap. Die Welt braucht mehr solcher Tüpen!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=eSJgf3_3T74\n","tags":["musik","techno","westbam"],"section":"posts"},{"date":"1444435200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/beim-fuji-friday-hamburg-photowalk/","title":"Beim Fuji Friday Hamburg Photowalk","summary":"Fotowalk durch Hamburg mit Fuji im Gepäck","content":"Ich war heute beim 1. weshootfuji) Photowalk in Hamburg. Für mich war es zugleich auch der erste Spaziergang dieser populären Art. Als ich vor zwei Wochen satte 2 Stunden im Stau auf derA1 festsaß, machte mich @rim_light auf diese Veranstaltung aufmerksam. Heute morgen 11 Uhr war es soweit: Treffpunkt an der Alster - einem Ort, den ich schon Ewigkeiten nicht mehr besucht habe. Ich traf auf eine sehr entspannte Runde Fotobegeisterter - vom Hobby bis zum Profi - bunt gemischt. Alle mit sehr angenehm dezentem Understatement.\nThema des Walks: Anhand von ca. 5 Fotos einem Kurz-Besucher Hamburgs die Stadt näher zu bringen.\nDie Tour führte uns vom Jungernstieg zur Hafencity - definitiv keine Orte, auf die ich Besucher loslassen würde. Aber noch nie bin ich so bewusst und mit geöffneten Augen durch die Stadt gegangen. Den Fokus nicht auf Geschäfte, sondern auf Formen, Farben, Texturen und Kleinigkeiten gerichtet. Wie gesagt, es war mein erster Walk und Streetfotografie kenne ich nur von Instagram. Entsprechend wenig sinnvolle Fotos fielen am Ende das Tages aus der Speicherkarte - aber ein paar für mich wichtige Fotos sind übrig geblieben. Und die Erkenntnis, dass dies nicht mein letzter Fotostreifzug durch die Stadt war.\n","tags":["Fotografie","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1444089600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/boilerroom-session-im-watergate/","title":"Boilerroom Session im Watergate","summary":"Letzte Woche wurde ich von Ray Kajioka zur Boilerroom-Session ins Berliner Watergate eingeladen. Die Boilerroom-Session, bei denen DJs und Live-Acts mit dem Rücken zum Publikum stehen und dabei gefilmt werden, scheinen sich vor allem bei extrovertierten Menschen großer Beliebtheit zu erfreuen. Selbstdarstellung hinterm Superstar. Entsprechend froh war ich in der Woche nach der Session, dass mich die Kameras nur so eingefangen haben, dass nur ich mich erkenne. Drei Uhr Nachmittags in das Watergate zu gehen und 21 Uhr durchgefeiert wieder rauszukommen ist ein Konzept, welches meinem Tag/Nachtrhyrhmus doch sehr entgegen kam.","content":"Letzte Woche wurde ich von Ray Kajioka zur Boilerroom-Session ins Berliner Watergate eingeladen. Die Boilerroom-Session, bei denen DJs und Live-Acts mit dem Rücken zum Publikum stehen und dabei gefilmt werden, scheinen sich vor allem bei extrovertierten Menschen großer Beliebtheit zu erfreuen. Selbstdarstellung hinterm Superstar. Entsprechend froh war ich in der Woche nach der Session, dass mich die Kameras nur so eingefangen haben, dass nur ich mich erkenne. Drei Uhr Nachmittags in das Watergate zu gehen und 21 Uhr durchgefeiert wieder rauszukommen ist ein Konzept, welches meinem Tag/Nachtrhyrhmus doch sehr entgegen kam. Man wird eben nicht jünger.\nHier dann noch das Video von Pan-Pot. https://www.youtube.com/watch?v=hPG6K1IO4M\n","tags":["berlin","boilerroom","techno","watergate"],"section":"posts"},{"date":"1442102400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/steinpilz-im-wald/","title":"Steinpilz im Wald","summary":"Raus aus der Stadt, rein in die Natur. Sieht irgendwie viel schöner aus, riecht besser und die Erfolgserlebnisse lassen auch nicht lange auf sich warten.\nNadelwaldplantage ","content":"Raus aus der Stadt, rein in die Natur. Sieht irgendwie viel schöner aus, riecht besser und die Erfolgserlebnisse lassen auch nicht lange auf sich warten.\nNadelwaldplantage ","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1441497600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/barcelona/","title":"Barcelona","summary":"Essen \u0026amp; Trinken \u0026amp; mehr in Barca ","content":"Essen \u0026amp; Trinken \u0026amp; mehr in Barca ","tags":["Barcelona","Spanien"],"section":"posts"},{"date":"1440201600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/mural-in-wittenberg/","title":"Mural in Wittenberg","summary":"Aus Anlass des urbanen Kunstfestivals in Lutherstadt Wittenberg.","content":"Aus Anlass des urbanen Kunstfestivals in Lutherstadt Wittenberg.\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1440115200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/stoffregen/","title":"Stoffregen","summary":"Bestes Softeis, was man sich so vorstellen kann. ","content":"Bestes Softeis, was man sich so vorstellen kann. ","tags":["Eis"],"section":"posts"},{"date":"1431561600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/resumee-der-republica-2015-alles-bleibt-anders/","title":"re:sümee der re:publica 2015: alles bleibt anders","summary":"In der letzten Woche fand die re:publica in Berlin statt. Was einst als kleines Treffen einiger Hundert Blogger begann, ist im 9. Jahr zu einem Konferenz-Festival mit 7.000 Teilnehmern und internationalem Medienecho geworden. Ich war nun schon zum 4. Mal mit dabei, als sich in der Station Berlin am Gleisdreieck in 450 Vorträgen, Workshops und Panel-Diskussionen auf die Suche nach Europa gemacht wurde. Das diesjährige Thema lautete: \u0026ldquo;Finding Europe\u0026rdquo;.\nDer Fokus Europa, kaum ein Begriff ist derzeit politisch und gesellschaftlich so aufgeladen, zeigt wie weit sich die einstige Nerd-Konferenz, die medial und politisch belächelt wurde, gewandelt hat.","content":"In der letzten Woche fand die re:publica in Berlin statt. Was einst als kleines Treffen einiger Hundert Blogger begann, ist im 9. Jahr zu einem Konferenz-Festival mit 7.000 Teilnehmern und internationalem Medienecho geworden. Ich war nun schon zum 4. Mal mit dabei, als sich in der Station Berlin am Gleisdreieck in 450 Vorträgen, Workshops und Panel-Diskussionen auf die Suche nach Europa gemacht wurde. Das diesjährige Thema lautete: \u0026ldquo;Finding Europe\u0026rdquo;.\nDer Fokus Europa, kaum ein Begriff ist derzeit politisch und gesellschaftlich so aufgeladen, zeigt wie weit sich die einstige Nerd-Konferenz, die medial und politisch belächelt wurde, gewandelt hat. Unverständlich, wenn auch heute noch im Rahmen der Berichterstattung von einem Treffen von Geeks, Nerds und Hackern gesprochen wird. Im Laufe der 4 Jahre habe ich die persönliche und berufliche Entwicklung von Teilnehmern mitbekommen. Aus einstigen Twitter-Nerds sind verantwortliche Strategen in Agenturen und Wirtschaftsunternehmen geworden. Entwickler kreieren digitale Produkte, die die Echtwelt verändern. Berater lehren den verantwortungsvollen Umgang mit dem Digitalen. Sie alle prägen den digitalen Wandel, treiben den Fortschritt und sind ein realer Teil der Produktivitätsgesellschaft. Und keine Freaks am Rande der Gesellschaft.\nAnders als in den Vorjahren werde ich im Folgenden einige der von mir besuchten Vorträge vorstellen und den Inhalt kurz anreißen. Sie schicke ich dann auf die verfügbaren Video-Mitschnitte. In Zeiten von Apple TV, Amazon FireHD und Smart-TVs sind diese Sessions nicht nur informativer als das übliche Fernsehprogramm - sie sind auch abrufbar, wenn Sie es möchten.\nHe was send to out of space: ISS-Astronaut Alexander Gerst \u0026ldquo;Blue Dot Mission - Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS\u0026rdquo;\nESA-Astronaut Alexander Gerst lebte und arbeitete von Mai bis November 2014 im Rahmen seiner \u0026ldquo;Blue Dot\u0026rdquo;-Mission auf der Internationalen Raumstation ISS. Als @astro_alex begeisterte er viele Menschen mit faszinierenden Fotos und Videos der Erde.\nAuf seiner Blue Dot-Mission hat @astro_alex, wie Alexander Gerst auf Twitter heißt, die zurückgelassenen Erdlinge mit beeindruckenden Weltraumaufnahmen begeistert. Auf der großen Hauptbühne gelang ihm das erneut. Weniger digital, dafür umso emotionaler nahm er das Publikum mit auf seine Reise und verdeutlichte, welch fragiles Gebilde uns beherbergt. Für alle Technikbegeisterte skizzierte Gerst, wie der Prozess zum Astronaut-Werden vor sich geht. Das Learning: \u0026ldquo;Gibt jedem Traum im Leben eine Chance\u0026rdquo;. Er wurde von 10.000 Bewerbern ausgewählt, mit 300 Tonnen Treibstoff ins All geschossen zu werden.\nHier ist der sehr unterhaltsame Vortrag von Alexander Gerst\u0026hellip;\nGemeinsam sind wir dumm: Gunter Dueck \u0026ldquo;Schwarmdummheit\u0026rdquo;\nUnternehmen, Teams oder Parteifraktionen sind ein großes System von Menschen, die man ja bei der Einstellung oder Wahl für richtig gut hielt. Wie kommt es dann, dass sich diese vielen intelligenten Menschen aus rasendem Alltagsstress heraus in Meetings begeben und dort ineffektiv tonnenvoll Zeit verschwenden, sodass viele Menschen alles rund um Zusammenarbeit, Abstimmungen und Teamarbeit als ausgesprochen quälend erfahren?\nWir alle kennen die Schwarmintelligenz. Aber so wie es neben singulärer Intelligenz auch die Dummheit gibt, so tritt diese Form auch in Schwärmen auf. Jeder von uns hat dies schon erlebt: vermeintlich intelligente Menschen treffen sich in Meetings und nach einigen Stunden verlassen alle mit einer schlechten Kompromisslösung den Raum. Dueck, Ex-CTO von IBM, rechnet nicht nur vor, sondern auch ab. Und zwar mit BWLern. Ein Plädoyer für weniger Auslastung im beruflichen Alltag, für höhere Produktivität.\nHier geht es zum BLW Grundkurs nach Dueck\u0026hellip;\nEin Blick durch die Kundenbrille: re:health: Die Logik von Google und der Anspruch an gute Gesundheitsinformationen\nDies war die Veranstaltung, bei der ich mich innerlich am meisten aufgeregt habe. Und bei der ich häufig mit dem Kopf genickt habe. Letzteres tat ich, wenn Jens Redmer, Leiter Google New Products, über das Produkt Knowledge Graph und die konsequente Ausrichtung auf den Nutzer sprach. Nervös wurde ich hingegen, wenn Klaus Koch vom GKV-finanzierten IQWiG den Fokus weg vom Anwender hin auf die perfekte Gesundheitsinformation im Netz legte. Deutlicher konnte nicht werden, warum Google heute mit \u0026gt;95% Marktanteil alle Konkurrenten vom Platz gefegt hat - und offensichtlicher konnte das Deutsche(?) Problem nicht dargestellt werden: Während Google konsequent seine Nutzer im Fokus hat und seine Produkte auf die Bedürfnisse maßschneidert, werden in halbstaatlichen Organisationen wertvolle Gelder verbraucht, um zwar die perfekte Datenbank zu erschaffen - die am Ende aber am Bedarf des potentiellen Konsumenten vorbei gehen.\nLeider gibt es kein Video zum Schlagabtausch - dafür aber einen Audio-Mitschnitt\u0026hellip;\nWas deutsche Behörden von England lernen können? Sign Up for Hartz-4\nKommunikation zwischen staatlichen oder kommunalen Einrichtungen und Bürgern gestaltet sich in vielen Fällen schwierig – oft liegt dies an schlecht gestalteten Kommunikationsprozessen. Wie würden Kommunikationsprozesse aussehen, die vom Nutzer, also dem Antragsteller gedacht würden? Ein Vortrag über User Experience, Social Design und Human Centered Design.\nThomas Weyres von der Zentralen Intelligenz Agentur beschäftigte sich in seinem Vortrag über die Kommunikation zwischen staatlichen/kommunalen Einrichtungen und Bürgern. Am Beispiel eines Hartz-4-Antrags verdeutlichte er, welch Abgründe sich aus sich von User Experience auftun und skizzierte im Anschluß, wie z.B. in England der Dialog Staat-Bürger funktioniert. Wer hätte es gedacht: auch in England ist man uns einen Schritt voraus. Sein Vortrag war aber letztendlich die Frage auf, ob es nicht von staatlicher Seite gezielt gewünscht ist, sich den Bürger vom Leibe zu halten.\nDen Hartz-4-Vortrag gibt´s nur auf die Ohren. Als Audio-Mitschnitt\u0026hellip;\nSingle Opt-Out: Nudge! Nudge! – Was Design von Verhaltenspsychologie lernen kann\n\u0026ldquo;Nudging\u0026rdquo; und das dahinter liegende Konzept des \u0026ldquo;liberalen Paternalismus\u0026rdquo; treffen nicht nur in der notorisch kritischen Netz-Community auf die erwartbaren Anti-Reflexe. Dabei könnte es – richtig verstanden und benutzt – ein sehr nützliches und brauchbares Paradigma für das Design sozialer Systeme abgeben.\nDas Thema, welches Holm Friebe von der Zentralen Intelligenz Agentur, vorstellte, ist eigentlich banal. Doch er hätte es nicht ins Programm geschafft, wäre dies jedem Designer und Kommunikations\u0026quot;experten\u0026quot; allgegenwärtig. \u0026ldquo;Ein Nudge (engl. für Stups oder Schubs) ist für die Erfinder des Begriffs Richard Thaler und Cass Sunstein eine Methode, um ohne Verbote oder Befehle das Verhalten von Menschen zu beeinflussen.\u0026rdquo; (Quelle: Wikipedia).\nAls Beispiel auf oben gezeigtem Foto sieht man den Vergleich zwischen der Organspendebereitschaft der Bürger diverser Länder. Auffällig ist der enorme \u0026ldquo;Bruch\u0026rdquo; z.B. zwischen Deutschland und Österreich. Der Hintergrund ist simpel: während man sich in Deutschland aktiv FÜR Organspende entscheiden muss, bedarf es in Österreich eine Aktion, um NICHT spenden zu wollen. Die Default-Einstellung in Österreich ist also \u0026ldquo;Spenden\u0026rdquo;. Es lässt sich erahnen, welche Möglichkeiten die Auseinandersetzung mit dem Nudging bieten.\nHier ist das Video mit Holm Friebe\u0026hellip;\nInternet kills the Tagesschau: Reed Hastings, Co-Founder und CEO von Netflix\nAt his first public appearance in Germany since the September 2014 start of the German Netflix, Hastings will speak at MEDIA CONVENTION/re:publica on the future of digital entertainment and Netflix’s plans in Germany, Europe, and the world.\nDer größte Saal, voll besetzt: Die Zukunft des Fernsehens scheint nicht nur Medienmacher zu interessieren. Mitgründer und CEO von Netflix, Reed Hastings, zog seine Show ab und betonte, dass sich in seinem Leben nichts koordiniert nach (Business?)plan verlaufen ist. Viele Zufälle und Begegnungen führten dazu, dass er heute als einer der Macher der TV-Revolution auf der Bühne stehen kann. Ebenfalls denkwürdig: Hastings hat kein eigenes Büro. Er arbeitet dort, wo er gebraucht wird - oder wo gerade der richtige Ort ist. Der leistungsorientierten Firmenkultur bin ich auf der re:publica an einigen Stellen begegnet. Deutsche Unternehmen werden sich in den kommenden Jahren wandeln müssen, um für den kreativen Nachwuchs attraktiv bleiben (werden) zu wollen.\nHier ist das Video des Auftritts von Reed Hastings\u0026hellip;\nMusik, Visionen und Politik\nMit Dieter Gorny, der neue \u0026ldquo;Beauftragte für kreative und digitale Ökonomie\u0026rdquo; des Bundeswirtschaftsministeriums und Tim Renner, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin sind seit kurzer Zeit zwei Urgesteine der deutschen Musikwirtschaft an wichtige Stellen der digitalen Gesellschaft gerückt. Was sie dort bewegen wollen, ob es ihnen mit ihren Zielen gelingt ihrer politischen Funktion und allen Anspruchsgruppen, nicht nur den \u0026ldquo;großen Playern\u0026rdquo;, gerecht zu werden und wie sie den einseitigen Blick durch den Notenschlüssel des Musikbusiness vermeiden wollen, möchte re:publica Geschäftsführer Andreas Gebhard in einem Gespräch ermitteln.\nIch muss gestehen, dass ich nur wegen Tim Renner, Berlins neuem Kulturstaatssekretär, in die Veranstaltung gegangen bin. Seine Art und Weise mit der er derzeit in Berlin die Kulturpolitik entstaubt, ist von außen (Hamburg) betrachtet sehr erfrischend und sorgt für offensichtliches Unbehagen bei den Alteingesessenen der Szene. Anderen staatlichen, halbstaatlichen (und privatwirtschaftlichen) Institutionen würde diese Art auch gut tun.\nZum Video\u0026hellip;\nUnd der Himmel ist weiß: Felix Schwenzel \u0026ldquo;Kognitive Dissonanz\u0026rdquo;\nWarum es hilfreich sein könnte, Widersprüche auszuhalten, statt sie aufzulösen.\nWelche Farbe hat der Himmel? Weiß! Zumindest glaubte das ein Kind, dessen Vater ihm nie gesagt hat, wie die Farbe da oben wirklich heißt. Felix Schwenzel regt in seinem Vortrag zum Nachdenken und Hinterfragen von typischem Verhalten an. Anhand einer Reihe von Beispielen wird deutlich, wie sehr uns unser Gehirn abschottet. Und diese Abschottung aufzubrechen ist notwendig, um Neues zu entdecken, zu entwickeln und zu erleben.\nHier ist das Video wahrnehmbar\u0026hellip;\nFast alle Vorträge sind auf Youtube nachzusehen/hören. Hier ist die Playlist mit großartigen weiteren Sessions\u0026hellip;\nImpressionen:\nUnd doch: Hacker waren auch auf der re:publica unterwegs. Mit ausgefeilten Hacks:\nvolles Haus: Die Stages waren stets (bzw. überall, wo ich war) maximal gut besucht\nDie Station am Gleisdreieck: Party und Netzwerken am Abend: Gleichwertig zu dem vollen Konferenzprogramm ist das Netzwerken auf dem Hof der Station. Bis spät in die Nacht bietet die Location Raum und Stimmung, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Privates und Wirtschaftliches zu besprechen.\nUnd zum Abschluss ein \u0026ldquo;Insider\u0026rdquo;, der diese Konferenz zu dem macht, was sie ist: ein offener Austausch über persönliche Befindlichkeiten hinweg. Denn beim Karaoke singen wir alle gleich schief. What happened in Berlin stays in Berlin\nAm 2.5.2016 findet die 10. re:publica statt.\n","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1427587200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2015/doku-ueber-den-tod-des-internet-aktivisten-aaron-swartz/","title":"Doku über den Tod des Internet-Aktivisten Aaron Swartz","summary":"Aaron Swarzt war ein Internet-Aktivist und maßgeblich an der Entstehung von RSS, Reddit und der Creative Commons-Lizenzmodelle beteiligt. Die sehr ausführliche Dokumentation zeichnet seine besonderen Fähigkeiten, seine Motivation und die politischen Umstände nach. Insbesondere der politische Aspekt, der mutmaßlich zum Selbstmord des 27jährigen führte, zeigt eindrucksvoll, wie sich das Rechtssystem (nicht nur) in der US-amerikanischen Demokratie begreift.\nBesonders beeindruckend sind die letzten Minuten der Doku, die die Bedeutung von Transparenz und offener Internetkultur für die gesamte Gesellschaft aufzeigt.","content":"Aaron Swarzt war ein Internet-Aktivist und maßgeblich an der Entstehung von RSS, Reddit und der Creative Commons-Lizenzmodelle beteiligt. Die sehr ausführliche Dokumentation zeichnet seine besonderen Fähigkeiten, seine Motivation und die politischen Umstände nach. Insbesondere der politische Aspekt, der mutmaßlich zum Selbstmord des 27jährigen führte, zeigt eindrucksvoll, wie sich das Rechtssystem (nicht nur) in der US-amerikanischen Demokratie begreift.\nBesonders beeindruckend sind die letzten Minuten der Doku, die die Bedeutung von Transparenz und offener Internetkultur für die gesamte Gesellschaft aufzeigt.\nAuf Youtube ansehen\nIn der ZDFMediathek: (\u0026ldquo;Dank\u0026rdquo; Deplublikation nicht mehr verfügbar)\n","tags":["Hacker","Internet","Netzpolitik","Dokumentation"],"section":"posts"},{"date":"1419897600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/stop-motion-timelapse-of-coswig/","title":"Stop-Motion-Timelapse of Coswig","summary":"New York, Shanghai, Sydney und nun auch Coswig. Ein starkes Stop-Motion-Timelapse-Video zeigt die Kleinstadt an der Elbe in Sachsen/Anhalt und ihre Umgebung von seiner schönsten Seite. Entstanden ist der Film aus 4.500 Einzelbildern. Und dazu Disco. Großes Kino!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=G0D6wmNmNMQ","content":"New York, Shanghai, Sydney und nun auch Coswig. Ein starkes Stop-Motion-Timelapse-Video zeigt die Kleinstadt an der Elbe in Sachsen/Anhalt und ihre Umgebung von seiner schönsten Seite. Entstanden ist der Film aus 4.500 Einzelbildern. Und dazu Disco. Großes Kino!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=G0D6wmNmNMQ\n","tags":["stopmotion","timelapse"],"section":"posts"},{"date":"1418256000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/dokumentation-des-atonal-festivals-2014-im-kraftwerk-berlin/","title":"Dokumentation des Atonal-Festivals 2014 im Kraftwerk Berlin","summary":"Seit 1982 findet in Berlin das Atonal Festival statt. Organisiert von Dimitri Hegemann (Gründer Tresor Club), stehen audio-visuelle Performances im Zentrum. In diesem Jahr fand das Festival im Kraftwerk Berlin statt, in dem sich auch der neue Tresor befindet. Die Dokumentation hält neben den künstlerischen Arbeiten auch die Besonderheit dieser beeindruckenden industriell-futuristischen Location fest.\nhttp://vimeo.com/113277959 Direktlink\nDocumentation: Theresa Baumgartner + Zoya Bassi + Marcel Weber Video Edit: Marcel Weber (MFO) Music: excerpts from the live sets of Ensemble Modern + Synergy Vocals play Steve Reich, Imaginary Softwoods, Headless Horseman, Abdulla Rashim, UF (Kerridge + Oake) (in order of appearance)","content":"Seit 1982 findet in Berlin das Atonal Festival statt. Organisiert von Dimitri Hegemann (Gründer Tresor Club), stehen audio-visuelle Performances im Zentrum. In diesem Jahr fand das Festival im Kraftwerk Berlin statt, in dem sich auch der neue Tresor befindet. Die Dokumentation hält neben den künstlerischen Arbeiten auch die Besonderheit dieser beeindruckenden industriell-futuristischen Location fest.\nhttp://vimeo.com/113277959 Direktlink\nDocumentation: Theresa Baumgartner + Zoya Bassi + Marcel Weber Video Edit: Marcel Weber (MFO) Music: excerpts from the live sets of Ensemble Modern + Synergy Vocals play Steve Reich, Imaginary Softwoods, Headless Horseman, Abdulla Rashim, UF (Kerridge + Oake) (in order of appearance)\n(via Dimitri Hegemann)\n","tags":["atonal","berlin","festival","tresor"],"section":"posts"},{"date":"1417305600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/dokumentation-the-sound-of-belgium/","title":"Dokumentation: The Sound of Belgium","summary":"Belgien ist bekannt für outstanding Schokolade und seine legendären Fritten. Aber es gab auch mal eine Zeit, da war Belgien für andere Dinge berühmt: seinen Sound, der um die Welt ging. Yves De Ruyter, 2 Unlimited, T99 - ihre Tracks waren wegweisen für New Beat und Techno. Kompromisslos, treibend, prägend. Künstler wie Joey Beltram wurden von dem Sound aus Belgien beeinflusst. Mit \u0026ldquo;TSOB - The sound of Belgium\u0026rdquo; ist nun ein Film draußen, der die historische Entwicklung dokumentiert:","content":"Belgien ist bekannt für outstanding Schokolade und seine legendären Fritten. Aber es gab auch mal eine Zeit, da war Belgien für andere Dinge berühmt: seinen Sound, der um die Welt ging. Yves De Ruyter, 2 Unlimited, T99 - ihre Tracks waren wegweisen für New Beat und Techno. Kompromisslos, treibend, prägend. Künstler wie Joey Beltram wurden von dem Sound aus Belgien beeinflusst. Mit \u0026ldquo;TSOB - The sound of Belgium\u0026rdquo; ist nun ein Film draußen, der die historische Entwicklung dokumentiert:\nIn den späten 80er und den beginnenden 90er Jahren entwickelte die brodelnde Underground-Szene in Belgien einen ganz speziellen Sound: Der New Beat, eine Mischung aus Oldschool-EBM und Acid House, eroberte in kurzer Zeit die Clubs auf der ganzen Welt und machte Belgien zum Trendsetter der elektronischen Musik. Der kompromisslose Sound ist der belgische Beitrag zur turbulenten Geschichte der Clubszene und damit auch zur europäischen Pop-Kultur. Die Dokumentation folgt der Geschichte des New Beat ab ihrem Ursprung, dem belgischen State of Mind der späten 80er.\nAuf Youtube ansehen\nAktuell gibt´s den Film in der arte-Mediathek (wo er aber bald verschwunden sein wird).\nAuf Spotify gibt es hier den Soundtrack zum Film.\n","tags":["Belgien","Dokumentation","techno"],"section":"posts"},{"date":"1414886400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/solopreneurday-2014-in-hannover-8-regeln-fuer-smarte-gruender/","title":"Solopreneurday 2014 in Hannover: 8 Regeln für smarte Gründer","summary":"In der vergangenen Woche fand zum ersten Mal ein Solopreneurday in Hannover statt. Diese Veranstaltungsreihe war bisher in Hamburg beheimatet und zieht nun aufgrund des Thema größere Kreise. Ich wurde von den Veranstaltern wieder eingeladen, die Abschluss-Keynote zu halten. Es ist für mich jedes Mal eine große Freude, mit meinen Erfahrungen als ehemaliger Angestellter, klassischer Unternehmer und Solopreneur den Teilnehmer ein Eindruck über die Möglichkeiten von smarten Geschäftskonzepten live-haftig zu veranschaulichen.","content":"In der vergangenen Woche fand zum ersten Mal ein Solopreneurday in Hannover statt. Diese Veranstaltungsreihe war bisher in Hamburg beheimatet und zieht nun aufgrund des Thema größere Kreise. Ich wurde von den Veranstaltern wieder eingeladen, die Abschluss-Keynote zu halten. Es ist für mich jedes Mal eine große Freude, mit meinen Erfahrungen als ehemaliger Angestellter, klassischer Unternehmer und Solopreneur den Teilnehmer ein Eindruck über die Möglichkeiten von smarten Geschäftskonzepten live-haftig zu veranschaulichen. Am Tag vor Halloween entschied ich mich, mit einem blutrünstigen Einstieg (siehe Titelbild) den knapp 80 Teilnehmern meine selbsterfahrenen \u0026ldquo;8 rules of being smart\u0026rdquo; vorzustellen.\nZum Nachlesen für die Anwesenden und für alle, die diesen Termin haben verstreichen ließen, hier die Zusammenstellung. Allen Anwesenden danke ich für das Kennenlernen und die neugierigen Gespräche.\nWer sich intensiver für das Thema Solopreneur und Smart Business Concepts interessiert, der findet neben meinem Angebot mit Smart Business Concepts - Finden Sie die Geschäftsidee, die Ihr Leben verändert und Solopreneur: Alleine schneller am Ziel zwei empfehlenswerte Bücher* für den Einstieg.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_7096\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;1200\u0026rdquo;] Die 8 Regeln smarter Unternehmer[/caption]\n8 rules of being smart von Henning Groß ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.\nWeitere Berichte über den Solopreneurday:\nHannover Zeitung *) Amazon Affiliate-Links\n","tags":["keynote","smart-business-concepts","solopreneur","solopreneurday"],"section":"posts"},{"date":"1414540800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/dub-techno-auf-spotify/","title":"Dub-Techno auf Spotify","summary":"Mehr als 180 Tracks und regelmäßige Aktualisierung mit feinsten, trippig-basswabernden Grooves: aktuelles Lieblingsfundstück auf Spotify ist die Dub-Techno-Playliste von Jimmy Ghaderi Wer bei Namen wie Maurizio und Basic Channel Gänsehaut bekommt, sollte sich bitte mal durch diese Liste hören.\nDirektlink","content":"Mehr als 180 Tracks und regelmäßige Aktualisierung mit feinsten, trippig-basswabernden Grooves: aktuelles Lieblingsfundstück auf Spotify ist die Dub-Techno-Playliste von Jimmy Ghaderi Wer bei Namen wie Maurizio und Basic Channel Gänsehaut bekommt, sollte sich bitte mal durch diese Liste hören.\nDirektlink\n","tags":["Dub","Dubtechno","Musik","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1414281600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/sven-vaeth-ein-halbes-jahrhundert-hinter-den-plattentellern/","title":"Sven Väth: ein halbes Jahrhundert hinter den Plattentellern","summary":"Dieses Wochenende des 25./26. Oktober 2014 ist musikalisch besonders. Nicht nur, weil die Schlagersängerin Nicole (\u0026ldquo;Ein bißchen Frieden\u0026rdquo;) gestern 50 Jahre alt geworden ist. Heute hat Sven \u0026ldquo;Gude Laune\u0026rdquo; Väth hat das halbe Jahrhundert voll macht. Herzlichen Glückwunsch! Beide Künstler haben für verschiedene Generationen musikalisch teils epochale Bedeutung. Ich gehöre zu der, die von Sven Väth geprägt wurde. Auch wenn ich mit ihm heute nicht mehr allzu viel anfangen kann, erinnere ich mich noch gut daran was bei uns Anfang/Mitte der Neunziger los war, wenn sich \u0026ldquo;der Sven\u0026rdquo; im Tresor ankündigte, seine \u0026ldquo;Six in the Mix\u0026rdquo;-Serie veröffentlichte oder er bei der hr3-Clubnight zu Gast war.","content":"Dieses Wochenende des 25./26. Oktober 2014 ist musikalisch besonders. Nicht nur, weil die Schlagersängerin Nicole (\u0026ldquo;Ein bißchen Frieden\u0026rdquo;) gestern 50 Jahre alt geworden ist. Heute hat Sven \u0026ldquo;Gude Laune\u0026rdquo; Väth hat das halbe Jahrhundert voll macht. Herzlichen Glückwunsch! Beide Künstler haben für verschiedene Generationen musikalisch teils epochale Bedeutung. Ich gehöre zu der, die von Sven Väth geprägt wurde. Auch wenn ich mit ihm heute nicht mehr allzu viel anfangen kann, erinnere ich mich noch gut daran was bei uns Anfang/Mitte der Neunziger los war, wenn sich \u0026ldquo;der Sven\u0026rdquo; im Tresor ankündigte, seine \u0026ldquo;Six in the Mix\u0026rdquo;-Serie veröffentlichte oder er bei der hr3-Clubnight zu Gast war.\nEines seiner prägendsten Sets ist für viele Anhänger wohl das Closing-Set im Omen aus dem Jahr 1998. httpv://www.youtube.com/watch?v=FWsQeBtjqbU\nDas Video von Nicole kannst du dir selber suchen. Wir sind hier ja nicht auf dem Volksmusik-Kanal.\n","tags":["Omen","Sven Väth","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1413849600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/808-eine-dokumentation-ueber-den-drumcomputer/","title":"808 - eine Dokumentation über den Drumcomputer","summary":"Da haben sich ein paar Leute gedacht, sie drehen mal eine Dokumentation über die \u0026ldquo;808\u0026rdquo;, offiziell die Roland TR-808 Rhythm Composer, eine analoge Drum-Machine, die die elektronische Musik stilistisch geprägt hat, wie die \u0026ldquo;303\u0026rdquo; und die \u0026ldquo;909\u0026rdquo;.\n\u0026ldquo;808\u0026rdquo; features appearances and commentary from: Arthur Baker, Pharrell, David Guetta, Phil Collins, Lil Jon, Afrika Bambaataa, Norman Cook (Fatboy Slim), Rick Rubin, Diplo, Goldie and more.\nWenn man sich aber mal genau überlegt, wer hier die musikalische Entwicklung von Generationen geprägt hat, dann sind das sicher nicht nur und ausschließlich die schillernden DJs und Producer.","content":"Da haben sich ein paar Leute gedacht, sie drehen mal eine Dokumentation über die \u0026ldquo;808\u0026rdquo;, offiziell die Roland TR-808 Rhythm Composer, eine analoge Drum-Machine, die die elektronische Musik stilistisch geprägt hat, wie die \u0026ldquo;303\u0026rdquo; und die \u0026ldquo;909\u0026rdquo;.\n\u0026ldquo;808\u0026rdquo; features appearances and commentary from: Arthur Baker, Pharrell, David Guetta, Phil Collins, Lil Jon, Afrika Bambaataa, Norman Cook (Fatboy Slim), Rick Rubin, Diplo, Goldie and more.\nWenn man sich aber mal genau überlegt, wer hier die musikalische Entwicklung von Generationen geprägt hat, dann sind das sicher nicht nur und ausschließlich die schillernden DJs und Producer. Es sind vielmehr die im Ingenieure von Roland, die vor 1981 an dieser Kiste geschraubt haben, bis am Ende etwas Brauchbares herauskam. Und so bleibt zu hoffen, dass eben jene Personen auch zu Wort kommen, die und mit ihrem technischen Sachverstand Kisten zusammenschraubten, die heute noch für ekstatisches Zucken auf dem Dancefloor sorgen.\nAuf Youtube ansehen\n","tags":["808","drumcomputer","techno"],"section":"posts"},{"date":"1413590400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/kurt-kroemer-nackt/","title":"Kurt Krömer nackt","summary":"Jetzt mal im Ernst? Was machst Du denn hier? Du bist doch nicht wirklich auf der Suche nach Nacktbildern von Kurt Krömer? Hättest du mal zur \u0026ldquo;Abschied!\u0026quot;-Tour 2014 gehen sollen. Da hättest du in der Laiszhalle Hamburg deinen Spaß gehabt.","content":"Jetzt mal im Ernst? Was machst Du denn hier? Du bist doch nicht wirklich auf der Suche nach Nacktbildern von Kurt Krömer? Hättest du mal zur \u0026ldquo;Abschied!\u0026quot;-Tour 2014 gehen sollen. Da hättest du in der Laiszhalle Hamburg deinen Spaß gehabt.\n","tags":["Comedy","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1412899200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/dokumentation-techno-auf-dem-todesstreifen/","title":"Dokumentation: Techno auf dem Todesstreifen","summary":"arte hat vor einigen Wochen eine Dokumentation über die Entwicklung von elektronischer Tanzmusik im Zusammenhang mit dem Mauerfall 1989/1990 ausgestrahlt. Nun ist ja offizielles 25jähriges Jubiläum der Montagsdemos in Leipzig - also dem Kick-Off der friedlichen Revolution. Neben der Freiheit für die Menschen schaffte der Mauerfall den Raum für die Entwicklung einer Kultur, die eine Vereinigung von Ost und West schaffte, lange bevor das politisch besiegelt wurde.\nTechno verstärkt das Freiheitsgefühl der Wendezeit und nirgends verdichtet sich das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten stärker als in Berlin.","content":"arte hat vor einigen Wochen eine Dokumentation über die Entwicklung von elektronischer Tanzmusik im Zusammenhang mit dem Mauerfall 1989/1990 ausgestrahlt. Nun ist ja offizielles 25jähriges Jubiläum der Montagsdemos in Leipzig - also dem Kick-Off der friedlichen Revolution. Neben der Freiheit für die Menschen schaffte der Mauerfall den Raum für die Entwicklung einer Kultur, die eine Vereinigung von Ost und West schaffte, lange bevor das politisch besiegelt wurde.\nTechno verstärkt das Freiheitsgefühl der Wendezeit und nirgends verdichtet sich das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten stärker als in Berlin. Im schnellen Rhythmus des Techno verbindet der Film historisches Bildmaterial von Partys und Clubs mit den Erinnerungen von DJs wie Laurent Garnier, Tanith und Marc Redder, Clubbetreibern wie Dimitri Hegemann und Johnnie Stieler, Partygängern und Künstlern. Sie erzählen von der anarchischen Frühphase der Berliner Technoszene und vom Zusammenwachsen Ost-West. Techno ist nicht nur der Soundtrack der Wende, er ist auch der Antrieb für die erste gesamtdeutsche Jugendbewegung.\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=THqgh1eppmk\n","tags":["Berlin","Dokumentation","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1409097600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/solopreneur-neue-gruender-typen/","title":"Solopreneur: neue Gründer-Typen","summary":"Keine 12 Monate ist es her, als Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg mit ihrem Buch \u0026ldquo;Smart Business Concepts - Finden Sie die Geschäftsidee, die Ihr Leben verändert \u0026rdquo; (Amazon Affiliate) die deutsche Gründerlandschaft bereicherten, die Amazon Verkaufscharts anführten und eine Menge potentieller Gründern mit Hoffnung versorgten. Ich war dabei, als sie in Hamburg die Solopreneur-Tage ins Leben riefen und erlebte die Euphorie, die in einer Generation von Gründern steckt, die nichts mit klassischer Unternehmensentwicklung am Hut haben.","content":"Keine 12 Monate ist es her, als Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg mit ihrem Buch \u0026ldquo;Smart Business Concepts - Finden Sie die Geschäftsidee, die Ihr Leben verändert \u0026rdquo; (Amazon Affiliate) die deutsche Gründerlandschaft bereicherten, die Amazon Verkaufscharts anführten und eine Menge potentieller Gründern mit Hoffnung versorgten. Ich war dabei, als sie in Hamburg die Solopreneur-Tage ins Leben riefen und erlebte die Euphorie, die in einer Generation von Gründern steckt, die nichts mit klassischer Unternehmensentwicklung am Hut haben.\nJetzt veröffentlichen die Autoren, die aus dem Home-Office heraus zusammen 4 GmbHs gegründet haben, Start-up Erfahrung besitzen und als Business Angel tätig sind, ihr neues Buch, ein Standardwerk der Gründerkultur, mit dem Titel \u0026ldquo;Solopreneur: Alleine schneller am Ziel \u0026rdquo; (Amazon-Affiliat).\nNeben einen Plädoyer für eine leichte Unternehmensform, nämlich die des Smart Business Concepts, klärt das Buch endlich die Begrifflichkeit. Zu oft wird Smart Business mit Small Business verwechselt und der Solopreneur landet im Schubfach der \u0026ldquo;Ich AG\u0026quot;s und Hobbyunternehmer. Smart Business hat nichts mit der Größe, sondern mit der Art und Weise der Unternehmensführung zu tun.\nWer mit dem Gedanken spielt, sich unabhängig zu machen - und dass heißt auch von Banken und Kunden - der blickt am besten auf sich selber: Maker, Trader, Expert, Server oder Creator? Die Conta Grombergs haben 5 Solopreneurtypen herausgearbeitet und beschreiben diese so bildlich, dass jeder Leser recht eindeutig eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe fühlt. Das ist dann die Grundlage des Business Modellings.\nDetailliert zeigt das Buch Wege auf, die ein Solopreneur beschreiten kann, weist aber auch Grenzen auf. Besonders dann, wenn es um das Wachstum des Geschäftsmodells geht, drohen viele Smarte Businesses nicht zu skalieren, sondern zu eskalieren. Hier zeigt das Buch, welche Stellschrauben dem Gründer zur Verfügung stehen, um nicht in die üblichen Abhängigkeiten zu verfallen.\nDas Buch eignet sich hervorragend als Handbuch für eine neue Generation von Gründertypen. Noch immer erlebe ich, dass in zu komplexen Mustern gedacht wird. Das Einfache, das Clevere findet in unserer Geschäftswelt kaum Anklang. Businessplan, Zielgruppenanalyse, Büro, Infrastruktur, Personalmanagement - all diese Faktoren verhindern unter Umständen Innovation und halten Ideen im Verborgenen. Solopreneuere kämpfen einsam, aber mit Köpfchen für ihre Geschäftsmodelle und ihre Leidenschaft. Ich weiß das, denn ich habe mit der HASENFARM ein Smart Business Concept gegründet.\nDas Buch \u0026ldquo;Solopreneur: Alleine schneller am Ziel \u0026rdquo; (Amazon-Affiliat) kostet in der Kindle-Version derzeit (und nur für kurze Zeit) nur 3,99 Euro, später 9,99 Euro.\nWerbung in eigener Sache: Ich biete interessierten Solopreneuren – und solchen die es werden möchten – einen individuellen Service an: “Beratung • Feedback • Storyfinding für Solopreneure”. Hier gibt es mehr Informationen dazu…\n","tags":["business-plan","existenzgruendung","selbststaendig","small-business-concept","solopreneur"],"section":"posts"},{"date":"1408579200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/vorstellung-unseres-smart-business-concepts-in-der-aktuellen-t3n/","title":"Vorstellung unseres Smart Business Concepts in der aktuellen t3n","summary":"In der aktuellen Ausgabe der t3n (Ausgabe 37 - Glück beginnt am Arbeitsplatz: von Lovebrand und Karriereleitern) befasst sich ein Artikel unter anderem mit der von mir gegründeten HASENFARM. \u0026ldquo;Was Solopreneure antreibt und wie sie Erfolg haben\u0026rdquo; wird der Artikel \u0026ldquo;Das nächste kleine Ding\u0026rdquo; übertitelt. In Zeiten bei denen man auf \u0026ldquo;the next big thing\u0026rdquo; wartet und gehalten ist \u0026ldquo;big zu thinken\u0026rdquo; wirkt diese Überschrift fast überblätterungswürdig.\nDoch der Artikel hat es in sich.","content":"In der aktuellen Ausgabe der t3n (Ausgabe 37 - Glück beginnt am Arbeitsplatz: von Lovebrand und Karriereleitern) befasst sich ein Artikel unter anderem mit der von mir gegründeten HASENFARM. \u0026ldquo;Was Solopreneure antreibt und wie sie Erfolg haben\u0026rdquo; wird der Artikel \u0026ldquo;Das nächste kleine Ding\u0026rdquo; übertitelt. In Zeiten bei denen man auf \u0026ldquo;the next big thing\u0026rdquo; wartet und gehalten ist \u0026ldquo;big zu thinken\u0026rdquo; wirkt diese Überschrift fast überblätterungswürdig.\nDoch der Artikel hat es in sich. Nicht erst seit Günter Faltin mit seiner Teekampagne zum Großmogul des Teehandels aufgestiegen ist, wissen wir, dass die Herausforderung in der Unternehmensformung nicht im Anhäufen von Verantwortung und Personal liegt, sondern in der geschickten Nutzung von Komponenten. Solopreneure unterscheiden sich mit ihren Smart Business Concepts von klassischen Start-Ups bereits in der Formulierung ihrer Ziele: Freiheit und Unabhängigkeit - von Mitarbeitern und Geldgebern.\nDer Artikel in der t3n ist für all ehe besonders empfehlenswert, die sich Gedanken über alternative Formen der Unternehmensgründung machen, die sich ausprobieren möchten und das Risiko minimieren wollen. Aber auch Freelancer sind gut beraten, nicht über den Artikel hinweg zu blättern, ermöglichen es smarte Geschäftsmodelle doch, ein Freelancer-Leben ohne die fortwährende Akquise zu realisieren. Neben der HASENFARM werden weitere Beispiele vorgestellt, die verdeutlichen wie vielfältig der persönliche Hintergrund der Gründer ist und wie vielfältig die Möglichkeiten für Solopreneure sind.\nInzwischen kann ich aufgrund meiner Tätigkeiten als Angestellter, Unternehmer und Solopreneur die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Geschäftsformen erkennen und weiß um die Gefahren, sich in der klassischen Unternehmerdenke zu verlieren. Vor Allem habe ich die angenehmen Aspekte eines Smart Business Conecepts am eigenen Leib erfahren.\nWerbung in eigener Sache: Ich biete interessierten Solopreneuren - und solchen die es werden möchten - einen individuellen Service an: \u0026ldquo;Beratung • Feedback • Storyfinding für Solopreneure\u0026rdquo;. Hier gibt es mehr Informationen dazu\u0026hellip;\n","tags":["geschaftsmodell","print","smart-business-concepts","solopreneur","start-up","t3n","vorstellung","zeitung"],"section":"posts"},{"date":"1399680000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/resumee-der-republica-2014-das-internet-ist-kein-ponyhof/","title":"re:sumee der re:publica 2014: Das Internet ist kein Ponyhof","summary":"Mit ihrer 8. Auflage hat die re:publica endgültig ihre Vergangenheit als Bloggerkonferenz, Internetfestival und Klassentreffen abgeschüttelt. Mehr als 6.000 Teilnehmer verfolgten Talks, Workshops, Impulsvorträge in 350 Sessions auf 18 Bühnen. Thematisch bewegte sich das Programm von Netzpolitik, Innovationen, Bildung bis hin zu Gesundheit, Medien und Wirtschaft. Die re:publica ist eine Konferenz, die sich zur Pflichtveranstaltung für jeden entwickelt, der den Entwicklungsprozess des Digitalen mitgestalten möchte.\nSchluß mit lustig! Die Totalüberwachung hinterlässt Spuren.","content":"Mit ihrer 8. Auflage hat die re:publica endgültig ihre Vergangenheit als Bloggerkonferenz, Internetfestival und Klassentreffen abgeschüttelt. Mehr als 6.000 Teilnehmer verfolgten Talks, Workshops, Impulsvorträge in 350 Sessions auf 18 Bühnen. Thematisch bewegte sich das Programm von Netzpolitik, Innovationen, Bildung bis hin zu Gesundheit, Medien und Wirtschaft. Die re:publica ist eine Konferenz, die sich zur Pflichtveranstaltung für jeden entwickelt, der den Entwicklungsprozess des Digitalen mitgestalten möchte.\nSchluß mit lustig! Die Totalüberwachung hinterlässt Spuren. Die re:publica hat ihre Leichtigkeit verloren und ist ernst, sehr ernst geworden. Bereits bei der Eröffnung wurde klar, dass das Netz kein Ponyhof ist, als auf der riesigen Leinwand in der STATION Berlin Fotos von politisch inhaftierten und teils verschollenen Menschen erschienen, die das Netz für demokratische Oppositionsarbeit nutzten. Die Enthüllungen von Edward Snowden schwangen in vielen Sessions und Talk auf der Konferenz mit. Vielmehr aber noch wurde das demokratiefeindliche Verhalten der Bundesregierung mit Besorgnis betrachtet.\nHallo! Ach Du bist das?! Etwas das ich auf anderen Konferenzen nie erlebe, ist der Teil der re:publica, bei dem man sein virtuelles Netzwerk persönlich trifft und mit dem man auf dem Hof der STATION Berlin bei Grillwaren und Erfrischungsgetränken angeregt diskutieren kann. Die Sessions werden von den Bühnen in den Hof getragen und dort katalysiert, Meinungen getauscht und verteidigt. Das ist die re:publica: niemand geht mit seinen Gedanken alleine nach Hause.\nDigitale Dokumentation der Konferenz Die Organisatoren der re:publica legen die Latte für andere Konferenzveranstalter verdammt hoch. Nicht das die Sessions in den Räumen der STATION bleiben, so wurden in diesem Jahr alle Vorträge per Audio aufgezeichnet und ein sehr großer Teil per Videostream ins Netz transportiert. So finden sich auf dem re:publica-Kanal (https://www.youtube.com/playlist?list=PLAR_6-tD7IZV\u0026ndash;8ydJQRCZNEWOp9vf6PY) auf Youtube die Vorträge der Mainstages. Auszugsweise fasse ich hier die Vorträge zusammen, die mich persönlich berührt haben und mit denen ich mich inhaltlich stark auseinandersetze:\nWie die Technik von heute die Arbeit von Morgen verändert! Das ausgerechnet Microsoft und McKinsey eine Alianz bilden, um sich mit der Veränderung der Arbeitsformen zu beschäftigen, lässt erkennen, wie tiefgreifend der Veränderungsprozess in der Arbeitswelt sein wird. Zudem hat Microsoft erkannt, dass eine erfolgreiche Vermarktung der eigenen Produkte die angepassten Nutzungsform einhergeht. Vernetztes, orts- und zeitunabhängiges Teamwork in der Cloud erlaubt es, klassische Arbeitsstrukturen aufzugeben. Möchte man seine Produkte verkaufen, müssen die Anwender in die Lage versetzt werden, diese auch zu benutzen. Gab es früher dicke Handbücher, um das zu erreichen, gilt es heute Strukturen aufzubrechen. Eine digitale Aktenablage kommt ohne Aktenschrank aus. Team-Meetings brauchen keinen Besprechungsraum. Das muß in den Unternehmen ankommen. In Form von 33 Thesen wurde ein Manifest aufgestellt, wie sich Microsoft die Zukunft der Arbeit vorstellt.\nWas mir persönlich in dieser Diskussion zu kurz kam, ist der Umgang mit externen Unternehmen, die sich bisher noch nicht mit dem digital ausgelösten Transformationsprozess beschäftigen. Wie gelingt es, klassischen Unternehmen die Vorteile der eigenen, neuen Form der Arbeit zu überzeugen und Vertrauen dafür aufzubauen?\nDavid Hasselhoff was looking for freedom Mit Abstand den besten Marketing-Gag zog Mikko Hypponen von der finnischen Firma F-Secure aus dem Hut, der mit David Hasselhoff auf die Bühne kam, um für seinen Sicherheits-Service „Freedome“ zu werben. Auch wenn der einstudierte Dialog etwas hölzern wirkte, so aufmerksamkeitsstark war er. Die Idee hinter einem VPN-Service: Verschleierug der eigenen Identität und Verhinderung einer Rückverfolgung.\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=EMIsuZsfEVg Video: https://www.youtube.com/watch?v=EMIsuZsfEVg\nFelix Schwenzel liebt die Überwachung. Oder doch nicht? „Vor Snowden war Sascha Lobo lustiger. Und ich auch.“ brachte es auf den Punkt. Auch Felix Schwenzel thematisierte die Entwicklungen der Totalüberwachungen. Während Sascha Lobo das Thema finanzielle Unterstützung als Lösungsansatz lieferte, beschäftigte sich Schwenzel mit der Visualisierung der Spähattacken der Geheimdienste. Solange es keine sichtbaren Opfer der staatlichen Angriffe gibt, solange wird das Thema kein Mainstream.\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=J-tgi5WV7LE Video: https://www.youtube.com/watch?v=J-tgi5WV7LE\nWo das Internet lebt. Was ist eigentlich dieses Internet und vor allem: wo ist es? Diese Fragen hat Moritz Metz sehr pragmatisch versucht zu beantworten. In Form einer Fotoreise verfolgte er die Glasfasterkabel von seiner heimischen Wohnung über Verteilerkästen in der Straße und zum zentralen Knoten nach Frankfurt/Main. Flog bis in die USA zu den Rechenzentren und besuchte Google und Facebook. Eine Reise mit viel ungeklärten Fragen, Geheimnissen und einem so liebevollen Fazit: „Ihr seid das Internet. Passt darauf auf.“\nDie Stein-Strategie: Von der Kunst nicht zu Handeln. Nichtstun will gelernt sein. Gerade in Zeiten, wo ein Hype den nächsten jagt, sieht sich jeder genötigt, am Ball zu bleiben und den neusten Trends zu folgen. Nicht immer ist diese Strategie die optimale, wie Holm Friebe bei der Vorstellung seines Buchs „Die Stein-Strategie: Von der Kunst, nicht zu handeln “ feststellte. Statistisch gesehen haben Torhüter bei 11-Meter-Schüssen die größte Chance, ihren Kasten sauber zu halten, wenn sie sich nicht bewegen. Wird vom Unternehmen Dynamik und Bewegung von den Mitarbeitern gefordert, klingt es ungewöhnlich, eine Strategie des Abwartens zu verfolgen. „Mach´ es nicht mit, nur weil es „in“ ist. Verpasse es nicht, nur weil es „out“ ist.Steve Jobs antworte einmal nach der Vorstellung des iMacs auf die Frage nach der weiteren Unternehmensstrategie: „I´m going to wait for the next big thing.“ Was daraus wurde, wissen wir alle: iPod, iPhone, iPad, MacBook etc.\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=_tzjou5KGVo Video: https://www.youtube.com/watch?v=_tzjou5KGVo\nUnd am Ende sagt dieses Foto, wo wir uns alle in der Woche ab dem 4. Mai 2015 wiedersehen: ","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1396569600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/betahaus-2-0-eine-neue-chance-fuer-den-modernen-wirtschaftsstandort-hamburg/","title":"betahaus 2.0 - eine neue Chance für den modernen Wirtschaftsstandort Hamburg","summary":"Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb ich, das betahaus Hamburg ist in finanzielle Schräglage geraten. Eine Medienstadt wie Hamburg und der Coworking-Space verschwindet? Das konnte sich niemand vorstellen. Das wollte sich niemand vorstellen. Insbesondere darum nicht, weil gerade Deutschlands Vorzeige-Startup „Protonet“ seine ersten Schritte in diesem Arbeitsraum der Gegenwart und Zukunft gemacht hat.\nEinige Monate nach dem Insolvenzantrag und Gesprächen mit der Community und potentiellen Nutzern ist es den Machern gelungen, eine neue Finanzierung inkl.","content":"Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb ich, das betahaus Hamburg ist in finanzielle Schräglage geraten. Eine Medienstadt wie Hamburg und der Coworking-Space verschwindet? Das konnte sich niemand vorstellen. Das wollte sich niemand vorstellen. Insbesondere darum nicht, weil gerade Deutschlands Vorzeige-Startup „Protonet“ seine ersten Schritte in diesem Arbeitsraum der Gegenwart und Zukunft gemacht hat.\nEinige Monate nach dem Insolvenzantrag und Gesprächen mit der Community und potentiellen Nutzern ist es den Machern gelungen, eine neue Finanzierung inkl. neuer Lokalität auf die Beine zustellen und so mit den gemachten Lernkurven ein neues Kapitel Coworking in Hamburg aufzuschlagen. Das betahaus 2.0 startet am 1.6. in den Eifflerwerken.\nIch selber nutze das betahaus überwiegend in Form der Konferenzraumbuchung und dem Netzwerken auf Abendveranstaltungen. Jedes mal wenn ich mich mit einem Dienstleister oder Geschäftspartner im betahaus verabrede kommt die Frage, was das denn für ein Ort sei.\nUnd so bin ich froh, dass u.a. der Geschäftsführer mit einem Video veranschaulicht, was das für ein Kristallisationspunkt von Kreativ- und Digitalwirtschaft ist und warum er auch gerade in einer Wirtschaftsmetropole wie Hamburg so unschätzbares Potential hat (bzw. eigentlich haben sollte).\nhttp://vimeo.com/betahaushh/2\nIm Moment läuft auf der Crowdfundingplattform Nordstarter eine Finanzierungsrunde zur konkreten Einrichtung des neuen Objekts. Beteiligen kann man sich hier: betahaus 2.0 bei nordstarter.org\n","tags":["betahaus","coworking"],"section":"posts"},{"date":"1393891200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/solopreneur-vs-unternehmer-zusammenfassung-der-keynote-vom-2-solopreneurday-in-hamburg/","title":"Solopreneur vs. Unternehmer: Zusammenfassung der Keynote vom 2. Solopreneurday in Hamburg","summary":"Bereits zum zweiten Mal trafen sich im MakerHub Hamburg ca. 50 Unternehmer und solche, die es in näherer Zukunft werden wollen, um sich mit dem Businessmodell des Solopreneurs vertraut zu machen. Einen Tag lang zeigten Ehrenfried Conta Gromberg, Autor des Buchs \u0026ldquo;Smart Business Concepts\u0026rdquo; und Thorsten Kucklick, Betreiber des Blogs Digitalbetrieb, in Theorie und Praxis was die Besonderheiten dieser Art von Geschäftsmodell ist. Hendric Rüsch von der Firma Jimdo demonstrierte, wie mit dem hauseigenen Homepagebaukasten eine Webseite erstellt werden kann.","content":"Bereits zum zweiten Mal trafen sich im MakerHub Hamburg ca. 50 Unternehmer und solche, die es in näherer Zukunft werden wollen, um sich mit dem Businessmodell des Solopreneurs vertraut zu machen. Einen Tag lang zeigten Ehrenfried Conta Gromberg, Autor des Buchs \u0026ldquo;Smart Business Concepts\u0026rdquo; und Thorsten Kucklick, Betreiber des Blogs Digitalbetrieb, in Theorie und Praxis was die Besonderheiten dieser Art von Geschäftsmodell ist. Hendric Rüsch von der Firma Jimdo demonstrierte, wie mit dem hauseigenen Homepagebaukasten eine Webseite erstellt werden kann. Ich persönlich habe mich sehr über die Einladung gefreut, bei der Abschluss-Keynote meine Erfahrungen als Angestellter, Unternehmer und Solopreneur zu vergleichen und Risiken und Chancen aufzuzeigen.\nFür alle Anwesenden und jene, die nicht vor Ort sein konnten, möchte ich hier meine Erfahrungen und Ausführungen aus 5 Jahren Solopreneur-Dasein kompakt zusammenfassen.\nSolopreneure sind keine Freelancer und Unternehmer.\nAuch beim 2. Solopreneurday hörte ich vereinzelt den Irrtum, dass Freelancer Solopreneure sind. Dem ist aber nicht so. Bei dieser Art von Geschäftsmodell geht es deutlich nicht darum, lediglich die eigene Leistung neu zu benennen. Es geht darum, mit der eigenen Kompetenz und z.B. unter Zuhilfenahme technischer Plattformen ein skalierbares Geschäftsmodell aufzubauen, welches mit dem klassischen Freelancer-Job nichts mehr zu tun hat. Es geht darum, selber zum Unternehmen zu werden.\nNo fame for Solos\nDas ist die wohl unangenehmste Botschaft. Meinem Eindruck nach ernten Solopreneure für ihre Arbeit kaum öffentliche Anerkennung. Ein Designer der seine Arbeit auf 99designs erfolgreich vermarktet, erzeugt eine deutlich unauffälligere Außenwirkung, als ein Kollege der für namhafte Unternehmen arbeitet. Ein Solopreneur wird beim Smalltalk selten die Beachtung auf sich ziehen, wie es einem Unternehmer mit freien Mitarbeitern gelingt. Wer also Motivation von außen benötigt (oder haben möchte), der sollte genau prüfen, ob diese Art von Geschäftsmodell für ihn geeignet ist.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_6374\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;502\u0026rdquo;] via http://hollywoodsigngenerator.com[/caption]\nDie Idee kommt aus einem selber\nWie nähern sich Unternehmen in Gründung dem Markt? Sie analysieren den Markt, vergleichen Angebot und Nachfrage, nehmen die Zielgruppe in den Fokus, setzen sich mit dem Wettbewerb auseinander, ermitteln Ertragschancen. Am Ende wird ein Unternehmen mit einem vom Markt abgeleiteten Unternehmensziel gegründet, welches ein Team an Mitarbeitern aufbaut, die (im Idealfall) die definierten Ziele erreicht. Beim Solopreneur sieht die Sache meiner Erfahrung nach anders aus. Die erste Frage, die man sich als Solo stellen sollte lautet: \u0026ldquo;Was will ich?\u0026rdquo; und danach direkt \u0026ldquo;Was kann ich?\u0026rdquo;. Man stellt sich als Solopreneur kein Team zusammen und baut komplette Infrastrukturen für seine Zielgruppe auf. Als Solopreneur fängt man bei seinen eigenen Kompetenzen an und prüft erst dann, ob diese am Markt gefragt sind. Sich diesen Unterschied vor Augen zu führen ist aus mehreren Gründen wichtig: Zum einen treibt einen Solopreneur die intrinsische Motivation an, zum anderen muss man sich zu 100% mit der Art und Weise der Leistung identifizieren.\nAugen auf bei der Partnerwahl\nUnten abgebildete Darstellung zeigt die Abhängigkeit des Unternehmenserfolg von der Leistungsfähigkeit der einzelnen \u0026ldquo;Unternehmenskomponenten\u0026rdquo;. Grob veranschaulicht: das Unternehmen kann nur so erfolgreich sein, wie sein schwächstes Mitglied. Im Gegensatz zu typischen Unternehmen sind Solopreneure im laufenden Geschäftsbetrieb idealerweise Universalisten, d.h. sie selber vereinigen in sich starkes und weniger starkes Fachwissen in den Teildisziplinen. Ein Austausch einer schwächeren Komponente ist also nicht wirklich möglich. Worauf aber unbedingt Acht gegeben werden muss: wird ein externer Partner für die Abwicklung genutzt (z.B. AirBnB, Spreadshirt, 99designs, Jimdo etc.), muss dessen Zuverlässigkeit gewährleistet sein, da man auf diese Komponente in den seltensten Fällen direkten Einfluss hat.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_6377\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;aligncenter\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;720\u0026rdquo;] Eimermodell: die Gesamtheit ist nur so gut, wie das schwächste Mietglied[/caption]\nIch habe im Folgenden ein paar einfache Beispiele skizziert, wie eine Solopreurship aussehen kann:\nDesigner bietet Logos auf Plattformen zum Verkauf an (99designs, fotolia, istock etc.) Hauseigentümer vermietet eine Einliegerwohnung/Zimmer über Portale (Airbnb, Ferienhaus.de etc.) (Vorsicht: Rechtsprechung in Deutschland beachten!) Werbetexter/Autor schreibt ein Buch über SEO und Content-Marketing (Vorsicht: Verlagsbranche!) Illustratoren bieten über Webseite individuelle Zeichnungen anhand von Vorlagen an Weitere Informationen zum Thema:\n\u0026ldquo;Smart Business Concepts - Finden Sie die Geschäftsidee, die Ihr Leben verändert \u0026rdquo; auf Amazon (Partnerlink) Solopreneur-Gruppe auf XING ","tags":["existenzgruender","selbststaendig","solopreneur","solopreneurday","unternehmer"],"section":"posts"},{"date":"1392595200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/blogger-menschen-von-einem-anderen-stern/","title":"Blogger. Menschen von einem anderen Stern?","summary":"Den ersten Tag der diesjährigen Social Media Week habe ich für mich in das Zeichen \u0026ldquo;Professionalisierung von Blogger- Relations\u0026rdquo; gestellt. Zwei Veranstaltungen besuchte ich, um unser Bild von der Zusammenarbeit und dem Selbstverständnis auf den Prüfstand zu stellen. Während der beiden Stunden konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren: What the fuck?\nDie Digitalagentur Achtung hat einen Blogger-Kodex entwickelt, um für sich intern aber auch als externes Signal den Umgang mit Bloggern zu verankern.","content":"Den ersten Tag der diesjährigen Social Media Week habe ich für mich in das Zeichen \u0026ldquo;Professionalisierung von Blogger- Relations\u0026rdquo; gestellt. Zwei Veranstaltungen besuchte ich, um unser Bild von der Zusammenarbeit und dem Selbstverständnis auf den Prüfstand zu stellen. Während der beiden Stunden konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren: What the fuck?\nDie Digitalagentur Achtung hat einen Blogger-Kodex entwickelt, um für sich intern aber auch als externes Signal den Umgang mit Bloggern zu verankern. Darin steht z.B., dass Agentur/Unternehmen den Bloggern auf Augenhöhe begegnen sollen, dass Blogger für ihre Leistungen angemessen entlohnt werden sollten, dass persönlicher Kontakt höchste Priorität hat. In den Veranstaltungen diskutierten Blogger über ihre Erwartungen und Erfahrungen an und mit Agenturen/Unternehmen, berichteten über unseriöse, gegen geltendes Recht verstoßende Anfragen und einem Umgang, der nichts mit geschäftlicher Professionalität zu tun hat.\nIch konnte mich nicht erwehren, mich zu fragen, was in der Werbebranche und auf Seite der Auftraggeber wohl kaputt ist, dass das Thema Blogger-Relations überhaupt so stark thematisiert werden muss. Kommt den Verantwortlichen das Gefühl für menschlichen Umgang abhanden? Braucht es schriftliche Formulierungen, um Leistung mit Gegenleistung zu vergüten? Muss man einen Kodex entwickeln, um Geschäftspartnern (=Blogger) auf Augenhöhe zu begegnen und anderen zu zeigen, dass man Menschen wie Menschen behandelt?\nIch habe gehofft auf den Veranstaltungen Erfahrungsberichte von Agenturen und Bloggern zu hören, die ich mit unseren Erfahrungen auf diesem Gebiet kombinieren kann. Diese Hoffnung wurde nicht erfüllt. Und dennoch waren die beiden Veranstaltungen in sofern sehr erfolgreich, als das ich darin bestätigt bin, mit unserer Partner-Strategie auf dem richtigen, menschlich fairen Weg zu sein.\nSessions:\nBlogger-Netzwerke und Kodex – Zusammenspiel Firmen, Agenturen und Influenzer How to Buy a Blogger (Link zur Aufzeichnung der Veranstaltung…) ","tags":["SMWHH","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1392336000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/solopreneur-day-hamburg-der-fachtag-fuer-solopreneure/","title":"Solopreneur Day Hamburg – der Fachtag für Solopreneure","summary":"Am 1. März findet zum zweiten Mal der Solopreneur Day in Hamburg statt. Wo andere Unternehmer viel Geld brauchen und große Maschinen in Gang setzen, verfolgen Solopreneure einen anderen unternehmerischen Ansatz. Als Einzelkämpfer nutzen sie angebotene technische Infrastruktur von Unternehmen und verwirklichen mit minimalem finanziellen Aufwand und ihrer eigenen, smarten Geschäftsidee den Traum vom ersten Standbein in der Selbstständigkeit. Der Gedanke des Solopreneurships eignet sich insbesondere für all jene ausgezeichnet, die einen schrittweisen Wechsel vom Angestellten zum Unternehmer planen, den Sprung ins kalte Wasser aber noch (aus nachvollziehbaren Gründen) scheuen.","content":"Am 1. März findet zum zweiten Mal der Solopreneur Day in Hamburg statt. Wo andere Unternehmer viel Geld brauchen und große Maschinen in Gang setzen, verfolgen Solopreneure einen anderen unternehmerischen Ansatz. Als Einzelkämpfer nutzen sie angebotene technische Infrastruktur von Unternehmen und verwirklichen mit minimalem finanziellen Aufwand und ihrer eigenen, smarten Geschäftsidee den Traum vom ersten Standbein in der Selbstständigkeit. Der Gedanke des Solopreneurships eignet sich insbesondere für all jene ausgezeichnet, die einen schrittweisen Wechsel vom Angestellten zum Unternehmer planen, den Sprung ins kalte Wasser aber noch (aus nachvollziehbaren Gründen) scheuen.\nDer Solopreneur Day sammelt diejenigen, die den Mut haben, sich alleine auf diesen Weg zu begeben. Für „Single-Handed-Business-Model-Entrepreneure“ gab es in Deutschland bisher keinen eigenen Event, während die Team-Kultur an vielen Stellen gefeiert wird. Am 1. März bietet diese Veranstaltung nicht nur Input, sondern vernetzt auch jene Unternehmer. Denn wirklich alleine ist man ja nicht.\nIm Makerhub Hamburg finden die folgenden Workshops statt:\n1.000 Möglichkeiten – Solopreneur-Konzepte (Ehrenfried Conta Gromberg) Vom Selbstständigen zum Solopreneur – Projekt goes Produkt (Ehrenfried Conta Gromberg) Bootstrapping 1 – Selbstversuch mit einem 1.000 € Start-up (Thorsten Kucklick von Digitalbetrieb) Bootstrapping 2 – Wie stelle ich einen guten Action Plan auf? (Thorsten Kucklick von Digitalbetrieb) Jimdo Insights – Websites schnell und einfach bauen (Hendric Rüsch von Jimdo) Die Schluß-Keynote werde ich halten. Mit der HASENFARM betreibe ich seit 2009 ein smartes Business-Modell und kenne die Chancen und Risiken, die ein solches Geschäftsmodel bereit hält. Meine persönlichen Erfahrungen als ehemaliger Angestellter, jetzt Unternehmer und Solopreneur werde ich an diesem Tag in die Präsentation einfließen lassen. Bereits beim 1. Solopreneurday hat mich die Begeisterung der Teilnehmer und der spürbare Unternehmergeist so beeindruckt, dass ich den 1. März kaum erwarten kann.\nMehr Infos finden sich unter: www.solopreneurday.de\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1389830400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2014/social-media-week-2014-das-programm-steht/","title":"Social Media Week 2014 - Das Programm steht","summary":"Inzwischen gehört die Social Media Week fest in das Jahresprogramm. Und auch in diesem Jahr finden in der Woche vom 17. - 21. Februar in 8 Metropolen weltweit diese Veranstaltungsreihe statt. Rund um das Thema Interaktion im und ausserhalb des Netzes, Beziehungen zwischen Unternehmen und Nutzern, Möglichkeiten der digitalen Revolution - die Bühnen sind prall gefüllt und die Programmzusammenstellung hält für jeden der im Netz aktiv ist etwas bereit.\nErstmals ist es mir gelungen, mich für alle im Vorfeld selektierten Veranstaltungen anzumelden.","content":"Inzwischen gehört die Social Media Week fest in das Jahresprogramm. Und auch in diesem Jahr finden in der Woche vom 17. - 21. Februar in 8 Metropolen weltweit diese Veranstaltungsreihe statt. Rund um das Thema Interaktion im und ausserhalb des Netzes, Beziehungen zwischen Unternehmen und Nutzern, Möglichkeiten der digitalen Revolution - die Bühnen sind prall gefüllt und die Programmzusammenstellung hält für jeden der im Netz aktiv ist etwas bereit.\nErstmals ist es mir gelungen, mich für alle im Vorfeld selektierten Veranstaltungen anzumelden. Die diesjährige #smwhh stelle ich für mich in den Fokus der Möglichkeiten und Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden. Man trifft mich hier:\nBlogger-Netzwerke und Kodex - Zusammenspiel Firmen, Agenturen und Influencer How to Buy a Blogger Achtung, Kunde! Herausforderung Social Media Customer Care Dem Markt voraus: Wettbewerbsbeobachtung mittels Social Media Monitoring Vorbei der Hype – willkommen Realität: Interne und externe Online-Kommunikation als Teil der Unternehmensstrategie Nicht in diesem Ton! Richtige Umgangsformen von Marken im Social Web Big Data – Was ist verboten, was ist erlaubt. Social Media- und Online-Marketing im Spannungsverhältnis zwischen\u0026hellip; Rechtliche Fallstricke beim Social Media Marketing Hallo, hier bin ich! Mit Social Media Monitoring Communities auf- und ausbauen Social Media Analytics - gut und günstig messen (Post)Digitales Morgen Cupcakes \u0026amp; Cappuccino - Genuss im Netz: Jetzt schmecken auch die Bilder Innovation Medialab Showcase (VOCER Innovation Day) Ungebremst durch die Waschanlage? – 10 Tipps für gutes Storytelling Alle Veranstaltungen finden sich auf der Webseite der Social Media Week: http://socialmediaweek.org/\n","tags":["Social Media","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1388448000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/watergate-the-movie/","title":"WATERGATE - the movie","summary":"Fragt man einen feiernden Anhänger der elektronischen Tanzmusik nach bekannten Clubs in Berlin, dürfte das WATERGATE wohl als einer der ersten Orte fallen. An der Oberbaumbrücke, mit Blick auf die Spree bildet der Club seit 10 Jahren eines der Epizentren für Clubkultur in Berlin und Deutschland. Jetzt gibt´s den Film zum Club.\nDer Watergate X Film, 2012 auf der \u0026ldquo;10 Jahre Watergate\u0026rdquo; DVD erschienen, zeigt, was wir lieben, und was wir tun, weil wir es lieben.","content":"Fragt man einen feiernden Anhänger der elektronischen Tanzmusik nach bekannten Clubs in Berlin, dürfte das WATERGATE wohl als einer der ersten Orte fallen. An der Oberbaumbrücke, mit Blick auf die Spree bildet der Club seit 10 Jahren eines der Epizentren für Clubkultur in Berlin und Deutschland. Jetzt gibt´s den Film zum Club.\nDer Watergate X Film, 2012 auf der \u0026ldquo;10 Jahre Watergate\u0026rdquo; DVD erschienen, zeigt, was wir lieben, und was wir tun, weil wir es lieben. Einige unserer langjährigen Freunde kommen darin zu Wort \u0026ndash; jetzt könnt ihr ihn euch online gratis ansehen. Cheers, und auf die nächsten 10 Jahre!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=_0e5yXywPiU\n","tags":["berlin","club","techno","watergate"],"section":"posts"},{"date":"1383436800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/der-heimtier-kongress-2013-zusammengefasst/","title":"Der Heimtier-Kongress 2013 zusammengefasst","summary":"\u0026ldquo;Raus aus der Schockstarre - Zukunftschancen für die Heimtierbranche\u0026rdquo; - so der martialische Titel, der sicher nicht übertrieben die derzeitige Situation in der doch konservativen Zoofach-Branche beschreibt. Entsprechend gespannt machte ich mich als geladener Referent auf nach Fulda. Gelingt es, in zwei Tagen Entscheider zu einem Umdenken zu bewegen, ihnen Chancen aufzuzeigen, sie auf eine veränderte Handelslandschaft einzustimmen und vor neuen Risiken zu warnen?\nDie Teilnehmerliste des diesjährigen Heimtier-Kongresses erweckt für mich jedoch mehr den Eindruck, als sei dies ein Branchentreffen der Lenker und Steuere.","content":"\u0026ldquo;Raus aus der Schockstarre - Zukunftschancen für die Heimtierbranche\u0026rdquo; - so der martialische Titel, der sicher nicht übertrieben die derzeitige Situation in der doch konservativen Zoofach-Branche beschreibt. Entsprechend gespannt machte ich mich als geladener Referent auf nach Fulda. Gelingt es, in zwei Tagen Entscheider zu einem Umdenken zu bewegen, ihnen Chancen aufzuzeigen, sie auf eine veränderte Handelslandschaft einzustimmen und vor neuen Risiken zu warnen?\nDie Teilnehmerliste des diesjährigen Heimtier-Kongresses erweckt für mich jedoch mehr den Eindruck, als sei dies ein Branchentreffen der Lenker und Steuere. Industrie und Konzerne gaben sich ein Stelldichein und nutzten die Plattform zum Erfahrungsaustausch. Diejenigen die durch den strukturellen Wandel am meisten betroffen sind, die kleinen Fachhändler, vermisste man. Jenseits der Teilnehmer boten die Referenten spannende Einblicke in ihre Arbeit und den daraus abgeleiteten Erkenntnissen.\nHier im Kurzdurchlauf die spannendsten Vorträge:\nProf. Dr. Hendrik Schröder vom Lehrstuhl für Marketing und Handel an der Universität Duisburg-Essen eröffnete den Kongress mit einer Abhandlung über die Veränderung der Handelslandschaft online wie offline.\nSteve Sagrodnik, Marketingleiter von Royal Canin, präsentierte ein Kundenkommunikations-System, welches den Kunden vor Ort im Fachmarkt leitet und auf die kompetente Präsentation abzielt. Auf Basis der beeindruckenden Zahl, dass ein Kunde ca. 80% der Zeit im Markt mit Suchen verbringt, ist zu erkennen, welch ungenutztes Potential Märkte durch mangelnde Kundenführung verschenken. Kritisch angesprochen wurde im Zusammenhang der Fachkompetenz im Markt die Gehalts-Situation. Kann man von Mitarbeitern Premium-Kompetenz erwarten, wenn man sie auf Discount-Niveau bezahlt? Diese Frage muss sich jeder Geschäftsführer und personalverantwortliche selber stellen.\nKai Österreicher, Geschäftsführer von Wunschfutter, stellte den Konfiguration für individuelle mischbares Hundefutter vor. Mass-Customization ist unstrittiger Trend und bietet dem Handel deutlich höhere Gewinnmargen. Wunschfutter bietet gezielt stationären Fachmärkten individuelle Lösungen im Bereich Branding an, damit diese ihren Kunden den Service anbieten können.\nRomald Heuvelmans, Customer Logistics Director bei Mars Petcare, sprach über Logistik als Herausforderung im Handel. Wie werden zukünftige Warenströme logischer koordiniert? Welche Anforderungen sind technisch notwendig und muss es wirklich sein, dass auf deutschen Straßen leere LKWs unterwegs sind?\nIch habe über die Chancen des Zoofachhandels bei der Nutzung des Internets referiert. Meine Charts gibt es hier\u0026hellip;\nDas hat mich überrascht: Während sich alle einig sind, dass der Handel von der digitalen Entwicklung hart getroffen wurde und dringend nach neuen Wegen suchen muss, um sich gegenüber dem Wettbewerb im Internet behaupten zu können, sehen sich Produzenten und Zwischenhändler nur selten in der Verantwortung, Teil des Umgestaltungsprozesses zu sein. Stichwort: Drop-Shipping - für Hersteller noch immer eine der unliebsamsten Formen des Warenversandes. Während z.B. Amazon sein Geschäft auf diese Logistikform fußt, verweigern noch immer unzählige Hersteller ihren Fachhandelskunden diesen Art der Belieferung. Mit dieser Einstellung lässt der Hersteller den Händler mit sich und dem Wettbewerb alleine. Dass diese Art der \u0026ldquo;Zusammenarbeit\u0026rdquo; in Zukunft nicht mehr funktioniert, beweisen Hersteller, die schon heute ihren Kunden maßgeschneiderte Logistik-Konzepte bieten und ihren Partnern damit unschlagbare Vorteile im Wettbewerb bieten. Händler sollten sich daher dringend nach alternativen Herstellern umsehen, die ihre Anforderungen an zeitgemäße Logistik erfüllen.\nDarum: Es darf nicht heißen \u0026ldquo;Der Handel muss sich verändern\u0026rdquo; - sondern: \u0026ldquo;Die Branche muss sich verändern\u0026rdquo;.\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1378598400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/1-deutscher-solopreneurday-2013-ich-bin-solo-gruender/","title":"1. Deutscher Solopreneurday 2013: Ich bin Solo-Gründer","summary":"Gründen ist out - zu diesem Schluss könnte man kommen, schaut man in Berichte und Statistiken. Die Zahl der Neugründungen sank rapide, die vergebenen Existenzgründungszuschüsse rangieren auf historischen Tiefstand und obwohl sich die Rahmenbedingungen verschlechtert haben, reizt das Thema Gründung viele Menschen. Einen unfreiwilligen Anteil daran haben jene Unternehmen, die es als immer unbedeutender erachten, ihre Angestellten langfristig für sich zu begeistern. Der Angestellte als Personalnummer - für viele Mitarbeiter ist das keine Option mehr.","content":"Gründen ist out - zu diesem Schluss könnte man kommen, schaut man in Berichte und Statistiken. Die Zahl der Neugründungen sank rapide, die vergebenen Existenzgründungszuschüsse rangieren auf historischen Tiefstand und obwohl sich die Rahmenbedingungen verschlechtert haben, reizt das Thema Gründung viele Menschen. Einen unfreiwilligen Anteil daran haben jene Unternehmen, die es als immer unbedeutender erachten, ihre Angestellten langfristig für sich zu begeistern. Der Angestellte als Personalnummer - für viele Mitarbeiter ist das keine Option mehr.\nSo hat es nicht überrascht am Samstag bei Deutschlands erstem Solopreneurday auf Menschen zu treffen, deren Unternehmergeist sich regt und die das Thema Gründung aktiv angehen und durchspielen möchten. Im Makerhub Hamburg fand in kreativer Umgebung das erste Get-Together dieser Art statt. Den Rahmen bildete das von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg entwickelte Smart Business Concept, ein Konzept für eine besondere Form der Unternehmensgründung. Getreu dem Motto \u0026ldquo;Ich bin Solo\u0026rdquo; geht es in dem Buch und ging es an dem Tag darum, sich mit seiner Geschäftsidee auseinanderzusetzen und zu prüfen, ob diese als Solopreneur realisierbar ist. Anders als klassische \u0026ldquo;Start-Ups\u0026rdquo; heben Soloentrepreneure ihr Geschäft ohne fremde finanzielle Unterstützung.\nDrei Workshops boten die Möglichkeit, sich inhaltlich und theoretisch mit seiner Idee auseinander zu setzen oder auf Ideensuche zu gehen. Neben der Vorstellung, wie ein smartes Geschäftsmodell aussieht, welche Rahmenbedingungen und welche Do´s and Don´t bedacht werden müssen, stellte Thorsten Kucklick mit den Workshopteilnehmern nach, wie ein Geschäft per Bootstrapping mit lediglich 1000 € aus dem Boden gestampft werden kann. Jan Kristoph Arndt von trendinnovation löste in seinem Workshop verknotete Gehirne und ließ die Teilnehmer mit dem Kreativkonzept \u0026ldquo;Breaking Rules\u0026rdquo; nicht nur Autos der Zukunft entwickeln, sondern bewies in seinem Vortrag, wie wichtig es ist, Innovation als kontinuierlichen Prozess der Unternehmensentwicklung zu begreifen und fest in den Geschäftsbetrieb zu implementieren. Die Teilnehmer des Workshops wissen jetzt, warum sich Fluggesellschaften strategisch jetzt auch mit Google+, Skype und Apple Facetime beschäftigen sollten.\nIch folgte sehr gerne der Einladung von Ehrenfried Conta Gromberg, den Teilnehmern mein Smart Business Concept \u0026ldquo;HASENFARM\u0026rdquo; vorzustellen. Dass dieses Geschäftsmodell so ganz anders als herkömmliche Business-Modelle ist, zeigte sich schnell im Gespräch mit den Teilnehmern. Warum kann man Google Adwords u.U. nicht als Marketingkanal nutzen? Weshalb muss man als Solopreneur einen Großteil der Arbeit nicht nur selber machen, sondern diese auch fachlich beherrschen? Warum ist Outsourcing keine echte Option? Warum ist der Solopreneur als Person hinter dem Projekt wichtiger als bei \u0026ldquo;klassischen\u0026rdquo; Start-Ups? Warum ist eine exakte Zielgruppendefinition für ein Solo-Business so entscheidend?\nFür mich, der eher unbewusst zum Solopreneur wurde, war der Besuch des Solopreneurdays sehr aufschlussreich. Neben den Gesprächen mit interessierten Gründern wurde mir bewusst, wie verkopft und medial beeinflusst hierzulande an Gründungen herangegangen wird. Es ist das Bild von Mega-Start-Ups, die Finanzspritzen in Millionenhöhe von Schauspielern und anderen Businessangeln bekommen, dass in unseren Köpfen vorherrscht, wenn wir an Gründen denken. Es sind die Mitarbeiter, die eingestellt werden und mit denen als Team an Projekten gearbeitet wird. Es sind Leistungen, die extern zugekauft werden. Der Unternehmer ist der Ideengeber, der Lenker, der Koordinator. Bei Geschäftsmodellen im Stil von Smart Business Concepts gilt es diese Bilder im Kopf aufzubrechen und sich selber als einzigen Angestellten zu begreifen. Der erste Solopreneurday hat in meinen Augen sehr gut dazu beigetragen einen Prozess des Umdenkens in Gang zu setzen.\n","tags":["existenzgruendung","gruendung","small-business-concept","start-up","workshop"],"section":"posts"},{"date":"1376006400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/2-pubcrawl-social-heroes/","title":"2. Pubcrawl \"Social Heroes\"","summary":"Gestern Abend fand zum zweiten Mal in Hamburg der Pubcrawl statt. Unter dem Motto \u0026ldquo;Social Heroes\u0026rdquo; wurde sich konstruktiv und polarisierend mit dem Thema Social Media, Journalismus und Online-Reputation auseinandergesetzt.\nWas ist ein Pubcrawl? Wörtlich übersetzt heißt Pubcrawl \u0026ldquo;Kneipentour\u0026rdquo;. Im Hamburger Modell heißt das: zwei Gruppen besuchen abwechselnd zwei fußläufig entfernte Kneipen und werden dort von Pubcrawl-Speakern erwartet. Bei Bier, Wein und Wasser bezieht der jeweilige Speaker zu einem Thema Position und gibt Freiräume, um mit der Gruppe in Diskussion zu treten.","content":"Gestern Abend fand zum zweiten Mal in Hamburg der Pubcrawl statt. Unter dem Motto \u0026ldquo;Social Heroes\u0026rdquo; wurde sich konstruktiv und polarisierend mit dem Thema Social Media, Journalismus und Online-Reputation auseinandergesetzt.\nWas ist ein Pubcrawl? Wörtlich übersetzt heißt Pubcrawl \u0026ldquo;Kneipentour\u0026rdquo;. Im Hamburger Modell heißt das: zwei Gruppen besuchen abwechselnd zwei fußläufig entfernte Kneipen und werden dort von Pubcrawl-Speakern erwartet. Bei Bier, Wein und Wasser bezieht der jeweilige Speaker zu einem Thema Position und gibt Freiräume, um mit der Gruppe in Diskussion zu treten. Den Abschluß des Pubcrawls bildet ein Panel sowie eine gemeinsame Diskussion mit den Speakern.\nDas durch Hamburg@Work initiierte Event konnte auch in seiner zweiten Ausgabe mit hochkarätigen Speakern und Social-Media-Insidern aufwarten. Wem beim Wort Social Media die Jalousien fallen, der sollte abwarten. Die Panel-Diskussion hielt so manche Überraschung bereit. Aber auch die Vertreter aus Journalismus brachten ordentlich Zündstoff für eine Diskussion mit. Speaker des Abends waren:\nChristoph Krachten (Geschäftsführung von mediakraft) Harald Ehren (Chefredaktion fischerAppelt) Steffen Böttcher (http://www.stilpirat.de) RA Nina Diercks (socialmediarecht.wordpress.com) Jan C. Rode (www.der-medienlotse.de) In der MXB-Bar erwartete uns Harald Ehren. Der Journalismus ist in Gefahr - so das Eingangsstatement von Harald Ehren - in Anbetracht der derzeitigen Wirtschaftssituation der Branche keine Überraschung. Ehren appellierte, den Journalisten als Garant für Kontrolle der Politik und echte Recherche anzuerkennen. Die derzeitige Entwicklung, dass journalistische Inhalte per Facebook-Like als relevant oder nichtig eingestuft werden kritisierte er ähnlich scharf wie die Entwicklung, dass Blogger sich zu Pseudo-Journalisten entwickeln, lediglich oberflächlich so wirken, aber dennoch kaum Recherchesicherheit garantieren können. In der Diskussion zeigte sich unter den Teilnehmer jedoch Kritik an seinen Thesen: Verliert der Journalismus durch fehlende Zielgruppenansprache an Bedeutung? Lassen sich Journalisten nicht ähnlich kaufen wie es Blogger tun?\nIn der Bar Sünde erwartete uns Christoph Krachten. Krachten formulierte starke Thesen, die ein recht eindeutiges Bild vom Wandel der Medienlandschaft und den damit verbundenen Herausforderungen verdeutlichen: \u0026ldquo;Es gibt kein Social Media - es gibt nur neue Medien, die andere verdrängen\u0026rdquo;. \u0026ldquo;Meine Tochter sagt immer: Fernsehen ist wie Youtube - nur kaputt.\u0026rdquo; \u0026ldquo;Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute.\u0026rdquo;. Auf Youtube, dem Videoportal aus dem Hause Google, entwickeln sich neue Heroes, die auf innovative Art zeigen, wie heute Content an eine Zielgruppe ausgeliefert wird, die nichts mehr mit klassischem Medienkonsum zu tun hat. 14jährige Kids erreichen mit ihren Youtube-Kanälen mehr Menschen als es erfolgreiche Formate im klassischen TV schaffen. Und dennoch scheinen diese Entwicklungen von der \u0026ldquo;alten\u0026rdquo; Medienbranche geflissentlich übersehen zu werden. \u0026ldquo;Wie wird TV in 20 Jahren aussehen?\u0026rdquo;. Krachten´s Einschätzung: \u0026ldquo;Das wird es nicht mehr geben.\u0026rdquo;\nPanel \u0026amp; Diskussion in der kopiba In der dritten Bar fand ein Panel mit Schwerpunkt Social-Media-Reputation statt. Welche Chancen bietet die Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken Unternehmern? Um die Bedeutung von Social Media zum Einen als auch die Nutzung zum Anderen zu verdeutlichen, führe ich hier exemplarisch das Beispiel der Hamburger Rechtsanwältin Nina Dierks. Als Angehörige eines recht \u0026ldquo;konservativen\u0026rdquo; Berufszweiges, präsentiert sie sich und ihr Fachwissen in ihrem Social Media Recht Blog. Von Kollegen belächelt und teilweise angegriffen, gelang es ihr als regionale Anwältin die Aufmerksam von DAX30-Unternehmen auf sich zu ziehen, die trotz eines festen Anwaltsteams um Unterstützung in Diercks Fachbereich anfragten. Auch Jan C. Rode und Steffen Böttcher profitieren ebenfalls von ihrer publizistischen Arbeit im Netz und haben über die Jahre hinweg ihre Geschäftsmodelle dadurch angepasst und verändert.\nAls heißen Abschluß des Abends betraten Harald Ehren und Christoph Krachten gemeinsam die Bühne. Obwohl beide Journalisten sind, hätte das Gap in der Sicht auf die zukünftige Veränderung der Branche kaum größer sein können. Es scheint mir, als versuche der klassische Journalismus krampfhaft an seinem historischen Vetriebsmodell festzuhalten. Die heranwachsende Generation neuer und innovativer Medien-Präsenter (Youtube-Stars), die sich an eine von den klassischen Medien weitgehend ausgegrenzte Zielgruppe wenden und diese für News begeistern, wird noch immer nicht ernst genommen. Pochte Ehren auf Journalismus als \u0026ldquo;Gatekeeper\u0026rdquo; muß die Frage gestellt werden, wie eine Story in Zukunft an die Zielgruppe transportiert wird. Hier liegt meiner Meinung nach das Grundproblem der Branche.\nZusammengefasst boten die polarisierenden Speaker sowie die Best-Practice-Beispiele einen guten Querschnitt über Chancen und Probleme von Social Media als Vertriebs- und Marketinginstrument. Der gestrige Pubcrawl bot einmal mehr die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre mit neuen Themen, spannenden Einblicken und kritischen Thesen auseinander zu setzen. Die in den Kneipen und auf den Wegen dazwischen entstandenen Bekanntschaften und geführten Gespräche rundeten die Veranstaltung als kreativen Abend ab.\n","tags":["medien","pubcrawl","recht","social-media"],"section":"posts"},{"date":"1373846400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/betahaus-2-0-do-it-again/","title":"betahaus 2.0 - do it again!","summary":"Das digitale Universum Hamburgs ist wohlmöglich bald um einen Fixstern ärmer. Das betahaus Hamburg hat kurz vor seinem dritten Jahrestag Insolvenz angemeldet.\nWas ist das betahaus? Dank moderner Technologien und Unternehmensentwürfen ist es heute für Unternehmen und Unternehmer möglich, dezentral und vernetzt zu arbeiten. Von unterwegs, von Zuhause oder in sog. Coworking-Spaces. Das sind Orte, an denen digitale Nomanden, Netzwerker und kleine Unternehmen ihr Büro und Zugriff auf ein Kompetenznetzwerk haben.","content":"Das digitale Universum Hamburgs ist wohlmöglich bald um einen Fixstern ärmer. Das betahaus Hamburg hat kurz vor seinem dritten Jahrestag Insolvenz angemeldet.\nWas ist das betahaus? Dank moderner Technologien und Unternehmensentwürfen ist es heute für Unternehmen und Unternehmer möglich, dezentral und vernetzt zu arbeiten. Von unterwegs, von Zuhause oder in sog. Coworking-Spaces. Das sind Orte, an denen digitale Nomanden, Netzwerker und kleine Unternehmen ihr Büro und Zugriff auf ein Kompetenznetzwerk haben. Abendveranstaltungen und ein Café runden meist das Angebot ab.\nCoworking-Spaces sind Ausdruck eines funktionierenden, innovativen Netzwerkes. Bedeutet das drohende Aus für das betahaus, dass es in Hamburg kein solches Netzwerk gibt? Mitnichten. Jedoch steckt die digitale Arbeitswelt gerade erst in ihren Kinderschuhen. Und wie das bei neuen Schuhen und wachsenden Füßen der Fall ist: es drückt und schrubbelt. Manchmal gibt´s Blasen, die weh tuen. Also braucht es neue Schuhe.\nMeine Kunden und ich haben dem betahaus viel zu verdanken. Als NetzKombyse trägt mein Unternehmen das „Netz“ aus Netzwerken und Internet(z) im Namen. Eine klare Botschaft zur Art, wie das Unternehmen funktioniert. Erst mit der Kompetenz meines Netzwerkes entfaltet die NetzKombyse den Wettbewerbsvorsprung, der uns ausmacht. Als ich das Unternehmen gründete, hieß es für mich, Kontakte zu knüpfen und Entwicklungen in der Hansestadt deutlicher zu beobachten. Im betahaus fand ich genau das Umfeld, welches mein Unternehmen auf dem Weg brachte. Zwar habe ich in den zurück liegenden Jahren lediglich zwei Tage echtes Coworking betrieben, aber bei Abendveranstaltungen lernte ich wertvolle Geschäftspartner kennen und erhielt kreative Gedankenanstöße. Wer nicht täglich von seinen Kollegen umgeben ist, braucht Gelegenheiten. Das betahaus bietet diese.\n(Warum) braucht Hamburg das betahaus? Ob Hamburg das betahaus braucht, kann ich nicht sagen. Dazu müsste der Senat befragt werden. Hamburg schmückt sich derzeit aber eher mit Hafengeburtstag, DOM und Elphilarmonie. Als Medienstadt hat Hamburg schon vor Jahren den Anschluß verpasst, als Digitalzentrum ist spätestens mit Absage der Internetinsel klar, wo die Prioritäten nicht liegen. Olaf Scholz bat im Rahmen der Social Media Week Hamburg die kreative Szene, sich am Stadtrand anzusiedeln. Schließlich stehe man dort nicht den Mietpreismaklern im Weg (hat er so nicht gesagt - die Zeilenzwischenräume waren aber gut lesbar).\nDennoch gibt es derzeit große Anstrengungen, ein neues Konzept für das betahaus 2.0 zu erarbeiten - im Miteinander der Kreativen. Wie sich das für einen Coworking Space gehört. Ausschlag zu diesem Artikel hat der Medienlotse gegeben.\nbetahaus 2.0 Das Konzept betahaus als Raum und Anlaufstelle für die neue Working-Class ist so notwendig, wie nie zuvor. Aus der finanziellen Entwicklung der vergangenen drei Jahre und meiner eignen Nutzungsanalyse ergeben sich für mich 6 Anforderungen, die im Rahmen eines möglichen Versionsupdates berücksichtig werden sollten:\nZielgruppenspezifische Office-Module Ist das bunte Miteinander auf der einen Seite ein Vorteil, wird es spätestens dann zum Problem, wenn man per Telefon Gespräche über vertrauliche Informationen mit Kunden und Geschäftspartner führt. Neben Lösungen für Gruppen sollte das betahaus 2.0 auch die Anforderungen von Einzelpersonen berücksichtigen, die ungestört und ungehört an ihrem Desk schalten und walten wollen. Stärkerer Netzwerk-Gedanke Suche ich heute nach einem Partner für die Entwicklung von Projekten mit Drupal, werfe ich Twitter oder XING an. Ebenso gut könnte ich mich auf der Webseite des betahaus 2.0 oder am Pinboard vor Ort über anwesende Personen und deren Fach-Schwerpunkte informieren und persönlich Kontakt knüpfen. Sucht jemand einen E-Commerce-Konzepter, wird er mich finden, wenn ich täglich in meinem betaspace arbeite. Nicht jeder geht in einem Raum voller Leute auf Erkundungstour. Hier sollte das betahaus 2.0 eine Lösung zur einfacheren Vernetzung und Repräsentation schaffen. Integration in die restliche Gesellschaft Beim Projekt „Internetinsel Hamburg“ fand ich schon den Wortbestandteil „insel“ nicht so treffend. Man verbindet das mit Robinson Crusoe und Freitag. Das jetzige betahaus liegt recht versteckt in der Schanze. Man muß es schon kennen, um zu wissen, was es ist. Der Word-of-Mouth-Effekt kommt so nur mäßig zur Geltung. Werfe ich einen Blick nach Berlin, stieß ich dort beim Café-Besuch auf das Angebot, in den Stockwerken über der Kuchenschmiede Office-Plätze mieten zu können. Ein zentraler Standort, der Laufkundschaft in das Haus bringt, sorgt für soziale Reichweite, Verbreitung und Integration der neuen Office-Idee. Zudem kann sich ein zentraler Standort querfinanzierend auswirken (vgl. Punkt \u0026ldquo;Corporate Identity\u0026rdquo;). Qualitätskontrolle Für mich waren die Abendveranstaltungen im betahaus stets eine willkommene Abwechslung. Raus aus meinem Office, unter die Leute, Neues hören. Und das für Umsonst. Leider - und das geht mir bei vielen Abendveranstaltungen in Hamburg so - oft mit geringem Informationsgehalt. Wenn ich an „meinen“ Konferenzen im E-Commerce teilnehme, erwartete mich bei soliden Eintrittsgeldern auch solide Angebote. Echter Mehrwert, lohnende Autoren und eine klare Zielgruppendefinition könnten das betahaus 2.0 zu einem Kompetenzcenter entwickeln. Durch die Monetarisierung schließt sich der Kreis aus Preis \u0026amp; Leistung. Corporate Identity Jedes dauerhaft im betahaus 2.0 ansässige Unternehmen und jeder Unternehmer sollte prominent und repräsentativ von außen erkennbar sein. Die eigene Unternehmensidentität darf nicht auf der Visitenkarte enden. Nicht nur für Kunden ist ein Schild wichtig, auch auf die in Punkt \u0026ldquo;Integration\u0026rdquo; erwähnte Laufkundschaft wirkt die Werbung. 24/7 No further comment. Und zu guter Letzt gibt es für den Standort in Hamburg ein fast unlösbares Problem: das Angebot in einem preislichen Rahmen zu halten, der Jungunternehmern die finanziellen Freiheiten lässt, die durch fehlende Unterstützung seitens Banken und Existenzgründungzuschüssen geraubt wurden. Hinterher weiß man immer alles besser - diesen Spruch werden nicht wenige Kritiker des betahauses sagen. Die Herausforderungen eines Unternehmens in einem neuen, dynamischen und ständigen Einflüssen unterworfenem Unternehmenskonstrukt sind selbst für Insider und Beteiligt nicht immer leicht vorhersehbar. Mit dem betahaus 2.0 hat Hamburg mit seinen kreativen Unternehmern die Möglichkeit, aus den gemachten, wertvollen Erfahrungen zu lernen und ein Konstrukt zu erschaffen, welches Zielgruppe, Anforderungen und Zukunft verbindet und damit über die Stadtgrenzen hinweg als Vorbild dient.\nWeitere lesenswerte Meinungen zum betahaus und dessen Zukunft finden sich bei den #DMWHH und Carolin Neumann.\n","tags":["betahaus","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1369008000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/alle-videos-der-republica-2013/","title":"alle Videos der re:publica 2013","summary":"Michael Keil hat ein wirklich gutes und Maßstäbe setzendes Videoarchiv für die re:publica 2013 erschaffen. Der übersichtliche Sessionplan verlinkt direkt alle Session-Video auf Youtube.\nSo hat jeder, der nicht in Berlin war, eine Session verpasst hat oder sie sich noch einmal ansehen möchte, direkten Zugriff auf das Videoarchiv. Bei dieser Umsetzung wird deutlich, wie wichtig es für Veranstalter von Konferenzen und Branchentreffs in Zukunft sein wird, mit den digitalen Möglichkeiten Wissen zu konservieren und zu verbreiten.","content":"Michael Keil hat ein wirklich gutes und Maßstäbe setzendes Videoarchiv für die re:publica 2013 erschaffen. Der übersichtliche Sessionplan verlinkt direkt alle Session-Video auf Youtube.\nSo hat jeder, der nicht in Berlin war, eine Session verpasst hat oder sie sich noch einmal ansehen möchte, direkten Zugriff auf das Videoarchiv. Bei dieser Umsetzung wird deutlich, wie wichtig es für Veranstalter von Konferenzen und Branchentreffs in Zukunft sein wird, mit den digitalen Möglichkeiten Wissen zu konservieren und zu verbreiten. Zwar ist der technische und logistische Aufwand nicht zu unterschätzen, aber da das Netz nichts vergisst, ist es ratsam, sich diesem Gedächtnis zu bedienen.\nHier geht es zu der Sessionübersicht\u0026hellip;\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1368144000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/republica-2013-mein-resume/","title":"re:publica 2013. Mein re:sümee","summary":"64.000 Tweets 1,7 Terrabyte übertragene Daten \u0026amp; 13.000 Flaschen Bier \u0026amp; 5.500 Flachen Mate - große Zahlen, die doch nichts sagen, über \u0026ldquo;das Ereignis\u0026rdquo;, die #rp13.\nDie re:publica hat in ihrem 7. Jahr für mich einen deutlich spürbaren Quantensprung vollzogen. Bereits bei der Vorbereitung, vernahm ich eine deutliche Internationalisierung und globalere Ausrichtung der Themen. Wie mir Andreas Gebhard, Geschäftsführer der re:publica, im Gespräch bestätigte war es das Ansinnen der Organisation, sich über die Grenzen der Republik hin zu öffnen und das Globale des Netzes auch bei der Konferenz abzubilden.","content":"64.000 Tweets 1,7 Terrabyte übertragene Daten \u0026amp; 13.000 Flaschen Bier \u0026amp; 5.500 Flachen Mate - große Zahlen, die doch nichts sagen, über \u0026ldquo;das Ereignis\u0026rdquo;, die #rp13.\nDie re:publica hat in ihrem 7. Jahr für mich einen deutlich spürbaren Quantensprung vollzogen. Bereits bei der Vorbereitung, vernahm ich eine deutliche Internationalisierung und globalere Ausrichtung der Themen. Wie mir Andreas Gebhard, Geschäftsführer der re:publica, im Gespräch bestätigte war es das Ansinnen der Organisation, sich über die Grenzen der Republik hin zu öffnen und das Globale des Netzes auch bei der Konferenz abzubilden. In Sessions erhielt ich Einblicke in die Netzwelt Afrikas, Indiens, Chinas und dem restlichen asiatischen Raum. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir hierzulande von einer Netzgemeinschaft reden, die teilweise in einer Parallelwelt zum Rest der Gesellschaft lebt, half dieses Konzept, sich der eigenen Verantwortung bewusst zu werden und sein zukünftiges Handeln zu überdenken.\nNur wenig echte Einsteiger-Sessions, die sich mit Grundlegendem der Netzwelt beschäftigten, standen auf dem Programm. Ob es nur mir und meinem Gesprächspartnern so ging kann ich nicht sagen, aber durch die inhaltliche Öffnung gelang es, besser zu begreifen, dass außerhalb der digitalen Blase noch eine andere Welt existiert, die nicht so selbstverständlich die digitalen Möglichkeiten nutzt oder gar erkennt. Es liegt an uns, unser Wissen und unser digitales Engagement nach draußen zu tragen. Nur so kann es der Netzgemeinschaft gelingen, breitere Akzeptanz in Politik und Wirtschaft zu erhalten und die Gesellschaft nachhaltig zu prägen.\n„MACHEN!“ war daher einer der zentralen Aufrufe des diesjährigen „Klassentreffens“. Was so einfach klingt, scheint in Zeiten von Like-Buttons, Informationsoverload und medialer Behandlung von \u0026ldquo;Shitstorm\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Digitale Demenz\u0026rdquo; schwer zu sein. Sind wir in Deutschland Profis im Diskutieren, ziehen andere Länder an uns vorbei. „Done is better than perfect“ lautet das Unternehmensmotto von Facebook - schaut man sich an, wo Facebook heute steht, wird es mehr als Zeit, sich selber auch einen Slogan zu verpassen und danach zu handeln.\nAuch technisch setzte die diesjährige re:publica neue Maßstäbe. Nicht nur, dass alle Vorträge in einem \u0026ldquo;Echtzeitbuch\u0026rdquo; für die Nachwelt erhalten wurden, kann man sich bequem vom heimischen Internetempfänger alle Sessions noch einmal ansehen. Auf sechs Bühnen wurden zeitgleich alle Sessions aufgezeichnet und hier auf dem YOUTUBE-Kanal der re:publica veröffentlicht\u0026hellip;\nDas frühsommerliche Wetter Berlins trug entscheidend dazu bei, dass sich zwischen den Sessions und am Abend genug Gelegenheiten ergaben, Online-Bekannte im echten leben zu treffen, Geschäftsbeziehungen anzukurbeln, über Netzpolitik zu diskutieren und sich über mögliche Kooperationen auszutauschen. Bereits damit leistet die re:publica einen wesentlichen Teil zur nachhaltigen Vernetzung der Netzaktiven.\nDie Wahl der STATION Berlin als Veranstaltungsort, die Abläufe, die digitale und analoge Unterstützung beim Session-Management und das Herzblut, das durchgängig spürbar war, macht diese Konferenz zu einem wertvollen und nachhaltigen Event - nicht nur für die Internetbediener. Lediglich beim Catering gibt es ernsthaften Verbesserungsbedarf.\nWir sehen uns vom 5.- 9. Mai 2014 zur #rp14!\n","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1368057600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/republica-2013-dritter-tag/","title":"re:publica 2013. Dritter Tag","summary":"Wie in jedem Jahr, so steckte am dritten Tag wohl jedem Besucher die Müdigkeit in den Knochen. Das so Programm der Vortage forderte von Gehirn, Moleskin und Turnschuhen Höchstleistung ab. Auch am letzten Konferenztag gab es sehr hochkarätige und zukunftsweisende Sessions.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1768\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] Dr. Peter Troxler[/caption]\nDr. Peter Troxler führte unter dem Titel \u0026ldquo;3D Printing: (How) can we make a third industrial revolution\u0026rdquo; eine Session, die sich mit den Zeichen einer neuen Wende in unserem bekannten Gefüge aus Produzent - Handel - Konsument beschäftigt.","content":"Wie in jedem Jahr, so steckte am dritten Tag wohl jedem Besucher die Müdigkeit in den Knochen. Das so Programm der Vortage forderte von Gehirn, Moleskin und Turnschuhen Höchstleistung ab. Auch am letzten Konferenztag gab es sehr hochkarätige und zukunftsweisende Sessions.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1768\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] Dr. Peter Troxler[/caption]\nDr. Peter Troxler führte unter dem Titel \u0026ldquo;3D Printing: (How) can we make a third industrial revolution\u0026rdquo; eine Session, die sich mit den Zeichen einer neuen Wende in unserem bekannten Gefüge aus Produzent - Handel - Konsument beschäftigt. Seinen Fokus legte er nicht so sehr in die technischen Raffinessen, mit denen die erste Generation von 3D Druckern aufwartet. Vielmehr geht es darum, zu erkennen, welche Veränderung sich nicht nur im direkten Umfeld des vorgenannten Beziehungsverhältnisses ergeben. Bereits die erste und zweite industrielle Revolution haben gezeigt, das sich die Veränderungen auf nahezu alle Gesellschaftsbereiche ausgewirkt hat. Das Umdenken, zukünftig keine Kaffeemaschine, sondern das Design einer Kaffeemaschine zu erwerben, wird vollkommen neue Fragen und Herangehensweisen an Traditionen und Gesetze verlangen.\nFelix Schwenzel versuchte mit seinen Beitrag \u0026ldquo;10 Vorschläge die Welt zu verbessern\u0026rdquo; nicht nur gute Laune und Witze zu verbreiten. In das Zentrum seines humoristisch dargebotenen Auftritts stellte er \u0026ldquo;Angst\u0026rdquo;. Angst, die seitens der Regierung und anderen Organisationen aus Machtgründen unter den Menschen geschürt wird. Klingt ein wenig nach Verschwörung, das darf man aber auch erwarten, bei jemandem, dessen Blog wirres.net heißt. Wer verstehen will, was Schwenzel ausmacht und wer wissen möchte, ob er sich auf ihn einlassen kann, sollte das ausprobieren, und sich den Vortrag ansehen. Und den gibt´s hier\u0026hellip;\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1767\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] Jan-Uwe Fitz[/caption]\nMit der Frage, wie das Internet die Literatur und das Geschriebene verändert, beschäftigten sich Frederic Valin und Jan-Uwe Fitz. Hätte es Karl May mit seinen Landschaftsbeschreibungen zu literarischem Ruhm geschafft, wenn er per Instagram ein Foto auf die Buchseite geklebt hätte? Sicher nicht, so Valid. Das Digitale verlangt nach Kürze. Eben aus jenem Grund konnte überhaupt erst Jan-Uwe Fitz auf der Bühne stehen. Mit seinem Twitter-Account @vergreamer als Taubenvergreamer Fritz erlangte er literarische Aufmerksamkeit und veröffentlichte Bücher wie \u0026ldquo;Entschuldigen Sie meine Störung: Ein Wahnsinnsroman\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Wenn ich was kann, dann nichts dafür\u0026rdquo;. Beides Werke, die so gar nicht in das übliche Roman-Bild passen und doch zeigen, dass in der digitalen Literatur andere Regeln gelten, als im klassischen Buchdruck.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1766\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] Ai Weiwei[/caption]\nHighlight des Tages war sicher der Auftritt von Ai Weiwei, dem chinesischen Künstler, der wegen seiner regierungskritischen Äußerungen in China festgehalten wird. Das Netz kümmert das nicht und so war Ai Weiwei in Berlin - in Form eines Videointerviews, welches für die re:publica geführt wurde. Es ging primär darum, welche Rolle das Netz für ihn und seine Meinungsverbreitung spielt und welche Auswirkungen die chinesische Netzpolitik darauf hat. Es wurde deutlich, dass ein staatlich kontrolliertes und reglementiertes Netz selbst die Macht eines international bekannten Künstlers und Meinungsmachers fast vollständig verstümmelt. Vor diesem Hintergrund darf die Frage gestellt werden, wie die jüngsten Pläne der Telekom zu werten sind.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1367971200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/republica-2013-zweiter-tag/","title":"re:publica 2013. Zweiter Tag","summary":"Auch am zweiten Tag lieferte die re:publica Highlights, die weit außerhalb der digitalen Gesellschaft erhört werden sollten.\nCathrine Barba zeigte während ihrer Session „10 tips to grow your positive entrepreneurial energy“ worauf es ankommt, beim Unternehmensaufbau. Für mich bezogen sich ihre Punkte ausdrücklich nicht nur auf Entrepreneure sondern auch auf konventionelle Unternehmen und Unternehmensgründungen, die sich strukturell ebenfalls der aktuellen Zeit anpassen müssen und die in der neuen Arbeits- und Wirtschaftswelt integriert sind.","content":"Auch am zweiten Tag lieferte die re:publica Highlights, die weit außerhalb der digitalen Gesellschaft erhört werden sollten.\nCathrine Barba zeigte während ihrer Session „10 tips to grow your positive entrepreneurial energy“ worauf es ankommt, beim Unternehmensaufbau. Für mich bezogen sich ihre Punkte ausdrücklich nicht nur auf Entrepreneure sondern auch auf konventionelle Unternehmen und Unternehmensgründungen, die sich strukturell ebenfalls der aktuellen Zeit anpassen müssen und die in der neuen Arbeits- und Wirtschaftswelt integriert sind.\nIhre Tipps sind:\nLife is short. Eat cookies. Have positive people. Build your trust. Encourage Feed-Back. run, love, drink, laugh Love your customers! Keep it in proportion. Dream big. Always be there for others. Den Punkt mit Swedish Bitter als täglichen Energiespender stelle ich mal mit einem Fragezeichen hinten an.\nInsbesondere der Punkt „Love your customers“ ist ein Aspekt, der bei vielen Unternehmen im Tagesgeschäft zu oft unberücksichtigt bleibt. Da gibt es die Geschichte von einem Unternehmen, bei dem 10 Menschen in einem kleinen Besprechungsraum zusammensaßen. Um etwas mehr Platz zu haben, wollte einer der Männer den letzten leeren Stuhl vor die Konferenztür stellen. Er wurde zurückgepfiffen. Man sagte ihm, dass dieser Stuhl für die Kunden des Unternehmens reserviert sei.\nStanding ovations gab es für Tanja und Johnnny Haeusler für ihren Netzgemüse-Rant (=Brandrede), den es hier als Video und dort als Text-Version gibt. Ich spare mir dir Worte, da sie sowieso nicht ansatzweise das beschreiben könnten, wie die beiden Autoren in den 13 Minuten politische und gesellschaftliche Kritik in das Publikum schickten.\nDie Rede zeigt, welchem Dilemma unsere Jugend ausgesetzt ist - und was wir als Generation mit den Kindern alles machen lassen.\nTeil das Video, teilt die Rede. Erzählt anderen davon.\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=PDYEl62g1b8\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1753\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] \u0026ldquo;\u0026hellip;and the rest will follow\u0026rdquo; - Diskussion zur Musikwirtschaft[/caption]\nDas Social Media \u0026amp; Filesharing doch nicht den Untergang der Musikkultur bedeutet, darauf konnten sich im Rahmen der Session „…and the rest will follow“ junge Labelbetreiber, Veranstalter und erfahrene Musikwirtschaftler einigen. Kostenlose Downloads von Songs taten dem kommerziellen Erfolg von deutschlands Hip-Hop-Künstler Cro keinen Abbruch, berichtete Chimperator-Chef Sebastian Andrej Schweitzer. Wie die größte Festival-Facebook-Communityin erster Linie als kostenextensives Marketing-Instrument funktioniert, darüber berichtete Tim Otto von Cosmopop, die mit dem Timewarp und Love Family Park die größten Festival-Brands in Deutschland managen. Prof. Hubert Wandja von der einzigen staatlich anerkannten Popakademie brachte die angerissene Diskussion um Filesharing auf den Punkt: „Man kann selbst mit einer stringenten Rechtsverfolgung nicht verhindern. Man muß damit leben.“\nAndere Branchen, die einer ähnlichen Entwicklung wie die Musikbranche ins Auge blicken sollten begreifen, dass es nur durch Drittanbieter möglich sein wird, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die der gesamten Branche Aufwind geben. Aufgrund des vorherrschenden Wettbewerbs ist eine Entwicklung aus sich selber heraus nicht möglich.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1367884800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/republica-2013-erster-tag/","title":"re:publica 2013. Erster Tag","summary":"Mit Volldampf startete die re:publica in diesem Jahr. Bereits die Eröffnung nutzte Markus Beckedahl, Initiator und Betreiber von Netzpolitik.org, um auf das Thema der Netzneutralität vs. privatwirtschaftlicher Interessen aufmerksam zu machen. Die Netzgemeinde hat noch keine meinungsbildende Mehr in Deutschland und ist dadurch dem politischen und lobbyistischen Spielchen fast schutzlos ausgeliefert - mit dramatischen Folgen für den Standort Deutschland.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1744\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignnone\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;700\u0026rdquo;] Betsy Hoover spricht über die digitale Kampagne zur US-Präsidentschaftswahl[/caption]","content":"Mit Volldampf startete die re:publica in diesem Jahr. Bereits die Eröffnung nutzte Markus Beckedahl, Initiator und Betreiber von Netzpolitik.org, um auf das Thema der Netzneutralität vs. privatwirtschaftlicher Interessen aufmerksam zu machen. Die Netzgemeinde hat noch keine meinungsbildende Mehr in Deutschland und ist dadurch dem politischen und lobbyistischen Spielchen fast schutzlos ausgeliefert - mit dramatischen Folgen für den Standort Deutschland.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1744\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignnone\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;700\u0026rdquo;] Betsy Hoover spricht über die digitale Kampagne zur US-Präsidentschaftswahl[/caption]\nBetsy Hoover, die den digitalen Wahlkampf von Barack Obama leitete, überraschte mit Informationen, bei denen sich so mach deutscher Politiker die Augen reiben würde. Nicht nur, dass Wahlkampfhelfer jeden persönlich anrufen, der sich online für die Wahl registriert hat, auch die Reichweite der Kampagnen in sozialen Netzwerken ist unvergleichlich. Barack Obama ist auf Facebook mit Personen befreundet, die mit 98% der amerikanischen Wahlberechtigten befreundet sind. Durch einen strategischen Kampagnenaufbau gelang es, Wähler zu aktivieren, über zwei Millionen freiwillige Helfer zu motivieren und am Ende die Wahl zu gewinnen. Ob ein solches Szenario auch für Deutschland vorstellbar ist? Eine Kampagne passt sich immer der Person an, um die es geht, so die politisch korrekte Antwort von Betsy Hoover auf die Anspielung, ob auch Kanzlerin Merkel einen Onlinewahlkampf mit diesem Erfolg führen könnte.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1743\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignnone\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;700\u0026rdquo;] Günter Dueck fordert ein Umdenken unserer Gesellschaft[/caption]\nGünter Dueck rief zum metakulturellen Diskurs auf. Alleine dem Mann bei seiner Präsentation zuzuhören ist ein Fest, ist man gezwungen sich in seine Gedankenwelt hineinzuerahnen. Anders fällt es schwer, den Ansatz seines Aufrufs zu verstehen. Nach 60 Minuten war seine Botschaft ausformuliert: während wir uns in unserer heutigen Gesellschaft in einem Wettkampf um Leistung befinden, von der Schule bis zum Job unsere Festplatten mit Wissen füllen, bleibt die Menschenbildung auf der Strecke. Der Fokus der Gesellschaft im 21. Jhd. liegt auf Dingen, nicht auf Menschen. Schaut man sich das politische Parkett an, geht es im täglichen Politikzirkus gegen Sachen, nie aber direkt für Menschen.\nKathrin Passig gewährte Einblicke hinter die Kulissen ihres Projekts zufallsshirt.de und schlug einen Bogen über die aktuellen Entwicklungen im Bereich des Mass Customisation. Überraschend war dabei ihre Erkenntnis, dass es Konsumenten schwer fällt zu erkennen, was gefällt. Insbesondere wenn man die Möglichkeit hat, selber zu entscheiden, wie Shirt, Schuh oder Jacke aussehen soll, sind Konsumenten überfordert und brechen den Kaufprozess ab. Setzt man ihnen aber fertige Produkte vor die Nase, kaufen sie. Vor diesem Hintergrund kam mir das Thema des „Curated Shoppings“ wieder in den Sinn - Kunden möchten zwar individuelle Lösungen haben, sind überfordert bei der Auswahl, erhalten jedoch durch Beratung einen Guide an die Hand, der den Kauf begleitet.\nSascha Funk, der aus Bangkok anreiste, berichtete über das Verhalten von Asiaten in sozialen Netzwerken. Vergleicht man die reinen Nutzerzahlen zwischen Asien und Deutschland, wird schnell klar, das wir eben nicht der Nabel der digitalen Welt sind und mit Gesetzen nahezu alles in diesem Bereich in Grund und Boden reguliert wurde. Ob das langfristig von Vor- oder Nachteil sein wird, kann jeder für sich selbst beantworten. Zusammengefasst kann man sagen: Asien ist permanent online und mobil. Das Motto lautet „As long as it works I don´t care how it looks“. Schaut man sich die meistbesuchten Webseiten im asiatischen Raum an, fühlt man sich in die Designsteinzeit zurückversetzt. Ein völlig differentes Nutzerverhalten als in unseren Breitengraden ist erkennbar. Für den E-Commerce-Sektor spannend: Onlineshopping findet dort u.a. sehr stark auch auf Facebook statt: ein Unternehmen postet ein Foto von einem Produkt. Kunden kommentieren das Foto mit ihrer Kaufabsicht und schon beginnen Unternehmen und Kunde den Kauf per Kommentarfunktion abzuwickeln. In Deutschland nicht vorstellbar das.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1742\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignleft\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;400\u0026rdquo;] Sascha Lobo: Hunde, Katzen \u0026amp; Frau Merkel[/caption]\nSascha Lobo überraschte nicht wirklich mit seinem „Überraschungsvortrag II“. Dennoch markierte er zweifelsohne den Höhepunkt des ersten Tages. Mit handverlesenen Hunde-, Katzen- und Merkelbildern führte er die Zuhörer auf seine zwei Thesen, die der netzPOLITIK in Deutschland zu der Beachtung verhelfen, die sie benötigt:\nWas würde Merkel überzeugen?\nMACHEN!\nAls erste Premiere stellte er an diesem Abend das von ihm für das „Internet“ entworfene Logo vor. Das Logo kann unter internet-logo.org angesehen und zur Nutzung übernommen werden. Braucht man ja manchmal. Und da wir Menschen Bilder mögen, ist das sicher eine tolle Idee.\nAls zweite Premiere rief er mit dem von ihm konzipierten Plugin reclaim.fm dazu auf, sich die Inhalte des Netzes zurück zu erobern und seine eigenen digitalen Spuren zu sammeln und auf Ewig zu speichern - als Konterposition zu den Contentsammlern Facebook, Google+ \u0026amp; Co. Schon besser, diese Idee.\nZusammenfassend hat Lobo das gehalten, wofür er steht: er hält den Zuhörern einen in Flausch verpackten Spiegel vor - damit diese vor Schock nicht zu Salzsäulen erstarren. Um es mit einem deutschen Dichter zu sagen: \u0026ldquo;Denk´ ich an Deutschlands Internet, bin ich um den Schlaf gebracht.\u0026rdquo;\nIm Rahmen der re:publica wird es eine weitere Weltpremiere geben: alle Vorträge des ersten Tages wurden quasi in Echtzeit von einem Redaktionsteam erfasst und werden in Form eines eBooks im Laufe des 2. Tages veröffentlicht. Der Link folgt an dieser Stelle, wenn es soweit ist.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1367539200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/meine-republica-sessions-2013/","title":"Meine re:publica Sessions 2013","summary":"Was einst unter dem Motto \u0026ldquo;Klassentreffen\u0026rdquo; als Meetup von Bloggern, Twitterern und sonstigen digitalen Early-Adoptern begann, hat sich im 7. Jahr zu einer offensichtlich handfesten, strategischen und zukunftsorientierten Veranstaltung entwickelt. Bereits bei der Vorbereitung zur diesjährigen re:publica wird deutlich, dass sich die Konferenz internationaler aufstellt. Nicht nur Speaker aus dem Ausland, auch internationale Themen rücken stärker in den Vordergrund. So geht es also nicht mehr nur darum, wie man seinen eigenen Netzkosmos zelebriert, sondern es geht um den Blick über den Tellerrand.","content":"Was einst unter dem Motto \u0026ldquo;Klassentreffen\u0026rdquo; als Meetup von Bloggern, Twitterern und sonstigen digitalen Early-Adoptern begann, hat sich im 7. Jahr zu einer offensichtlich handfesten, strategischen und zukunftsorientierten Veranstaltung entwickelt. Bereits bei der Vorbereitung zur diesjährigen re:publica wird deutlich, dass sich die Konferenz internationaler aufstellt. Nicht nur Speaker aus dem Ausland, auch internationale Themen rücken stärker in den Vordergrund. So geht es also nicht mehr nur darum, wie man seinen eigenen Netzkosmos zelebriert, sondern es geht um den Blick über den Tellerrand. Selten ist es mir so leicht und doch gleichzeitig so schwer gefallen, mir einen groben Themenplan für die drei Tage in Berlin zusammenzustellen. Hier auszugsweise, und ohne Gewähr, meine Schwerpunkte:\nCommunity Organizing - lessons from Obama for America 2012 Betsy Hoover verantwortete Barack Obamas digitale Kampagnen. Kaum jemand erreichte und beeinflusste mehr Menschen und Medien. Mich interessiert die strategische Herangehensweise bei der Vermittlung einer Botschaft mit Hilfe der verfügbaren Ressourcen und Tools. Man kommt sicher nicht alle Tage in Kontakt mit derart einflussreichen Personen, deren Mission am Ende von Erfolg gekrönt war. Auch wenn zu erwarten ist, dass sie in ihrem kurzen Vortrag nur an der Oberfläche kratzt, so erwarte ich einen Funken von dem zu sehen, was in Amerika zur politischen Wende geführt hat.\nMass Customization: Da geht noch mehr Pflichtveranstaltung für mich. Kathrin Passig, Autorin und \u0026ldquo;Erfinderin\u0026rdquo; von www.zufallsshirt.de (auf Grundlage von Spreadshirt) beleuchtet die aktuelle Entwicklung im Bereich individueller Massenanfertigung. Da ich mit meinem Projekt HASENFARM.com, ebenfalls über Spreadshirt abgewickelt, eigene Erfahrungen gemacht habe und Potentiale sehe, interessiert mich das Thema umso mehr. Zudem wird das Thema \u0026ldquo;Mass Customization\u0026rdquo; die klassischen industriellen Prozesse zukünftig noch stärker beeinflussen.\nSilicon Paddy - The South East Asian Tech Startup Scene (Jay Fajardo) Boom vs. Culture Clash | Understanding online in South East Asia (Sascha Funk) re:publica goes East. Schon auf meinen vielen Reisen durch Asien bin ich mit der vollkommen unterschiedlichen Digital- und Netzkultur in Berührung gekommen. Mit den beiden Vorträgen beschäftigt sich die Konferenz mit dem technischen und kulturellen Unterschieden. Insbesondere vor dem Hintergrund der derzeit geführten \u0026ldquo;Drossel\u0026rdquo;-Diskussion ist ein Blick nach Asien dringend notwendig. Derzeit klemmt Deutschland im digitalen Bereich zwischen Amerika und Asien fest und es wird höchste Zeit, sich aus dieser Starre zu lösen.\nÜberraschungsvortrag II Sascha Lobo \u0026amp; sein Überraschungsvortrag. Inzwischen eine zur Institution gewordene Veranstaltung, die die Anwesenden gleichermaßen vereint und spaltet. Nicht für alle verständlich und doch mit viel Vision, so nimmt sich Sascha Lobo in jedem Jahr netzrelevante Themen vor. Wird sich das Enfant terrible der Netzwelt in diesem Jahr die Telekom vornehmen? Eins ist sicher: wir bekommen wieder unseren Spaß aber auch unser Fett weg. Popcorn für alle!\nUnser Blog soll schöner werden Markus Beckedahl begann aus Spaß an der Freude mit dem Bloggen über Politik und die digitale Gesellschaft. Inzwischen erreicht sein Blog netzpolitik.org nicht nur 30.000 Leserinnen und Leser täglich - es ist auch zu dem wichtigsten Medium zur Einflussnahme auf Politik, Medien und Gesellschaft geworden. Längst nicht mehr als Hobby zu stämmen, in seiner gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr wegzudenken und aufgrund der Zukunftsperspektiven noch weiter wachsend, denkt Beckedahl über Möglichkeiten der Refinanzierung von Onlinejournalismus nach. Und sieht sich Herausforderungen gegenüberstehen, die es zu bewältigen gilt.\nYou Can Turn Off the Public Internet But You Can\u0026rsquo;t Turn Off the Internet Public Mit der Entwicklung des Smartphone als verhältnismäßig kostengünstigen und leicht handhabbarem Access-Point in das Internet, werden innerhalb der kommenden 10 Jahr bis zu 90% der Weltbevölkerung online sein. Das freut den Nutzer und die digitale Industrie - es verängstigt die Politik. \u0026ldquo;Power to the people\u0026rdquo; ist ein in Revolutionszeiten oft benutzter Ausruf. Aber können wir überhaupt mit dem uns gegebenen Potential umgehen und es sinnvoll nutzen? Andrew Rasiej stellt diese und andere Fragen. Ins besondere vor dem Hintergrund, dass gerade wir in Deutschland trotz 52 Mio. aktiver Internetnutzer nicht in der Lage sind, uns wirksam gegen die politische und lobbyistische Einflussnahme zur Wehr zu setzen, macht das Thema besonders spannend.\nOhne Jauch geht’s auch. Thema: Von Human Resources zu Human Relations - wie sieht die Arbeit der Zukunft aus? \u0026ldquo;Und wo haben Sie Ihr Büro?\u0026rdquo; - diese Frage höre ich oft, wenn mein gegenüber auf meiner Visitenkarte keine Postanschrift findet. \u0026ldquo;Immer da , wo mein Laptop gerade ist\u0026rdquo; lautet meine treffende Antwort. Sue Reindke und Anna-Mareike Krause veranstalten zu diesem Thema eine Talkshow der besonderen Art. Es geht nicht um Frontalbeschallung sondern um Interaktion. Das dürfte spannend werden.\n3D Printing: (How) can we make it a third industrial revolution? Pflicht. gerade wegen meinem Artikel darüber, dass 3D-Drucker den Beginn der nächsten industriellen Revolution darstellen. Ich interessiere mich, wie Peter Troxler, Philip Steffan und Marlene Vogel das Thema sehen und welche neuen Erkenntnisse es in diesem Bereich gibt.\nNetzkultur vs Urheberrecht Die im Netz stattfindende kulturelle Revolution und Entwicklung passt nicht immer (meistens) nicht zu den ganz weltlichen Vorstellungen. Schon gar nicht passt sie zu den weltlichen Gesetzen. Das Thema Urheberrecht beschäftigt jeden, der im Netz publiziert oder Netzinhalte konsumiert automatisch - und tut es das nicht, droht ihm weltliche Haue in Form von Abmahnungen. René Walter, Ronny Kraak und Valie Djordjevic (erstere meines Wissens von Abmahnungen betroffen) tauschen sich mit uns dazu aus.\nIhr wollt also wissen, was #aufschrei gebracht hat? Es begann mit einem Tweet über Alltagssexismus und wurde zu einem digitalen Tsunami, der selbst klassische Medien erreiche und aufschreckt. Die Wellen haben sich gelegt, das Leben läuft wieder in seinen geordneten Bahnen. Alles vergessen\u0026hellip;? Alles? Anne Wizorek hat den Stein ins Rollen gebracht und schildert aus ihrer Sicht, ob die Debatte wirklich schon vorbei ist. Der Vortrag passt zum Thema \u0026ldquo;You Can Turn Off the Public Internet But You Can\u0026rsquo;t Turn Off the Internet Public\u0026rdquo;.\nBlogs und Bier? Das lob’ ich mir! #ironblogger Da sind wir also, die #Ironblogger. Ein Projekt, dass in Berlin entstand und nach Hamburg auch andere Regionen in Deutschland erreicht hat. Worum geht´s? Man verpflichtet sich, mindestens einen Blogbeitrag pro Woche zu verfassen. Schafft man das nicht, zahlt man einen vorher festgelegten Strafzoll in die Kasse. Ist diese voll genug, werden 50% davon an einen lokalen Verein gespendet, der Rest wird in Bier investiert. Ich bin vom ersten tag an Mitglied der #IronBloggerHH und habe die Webseite http://ironbloggerhamburg.de mit aus der Taufe gehoben.\nSoweit meine derzeitigen Haupt-Sessions. Ich bin mir jedoch schon jetzt sicher, dass diese Liste bröckeln und sich neu formieren wird. Lässt es die zeit zu, gibt es wie schon im letzten Jahr meine Tages-Updates.\nWir sehen uns in Berlin!\nUnd sonst noch? Ebenfalls einen ausführlichen Plan hat sich Dr. Jan C. Rode (Der Medienlotse) gemacht.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1366761600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/4-hitmeister-e-commerce-day/","title":"4. HITMEISTER E-Commerce-Day","summary":"Am vergangenen Wochenende lud Deutschlands drittgrößter Online-Marktplatz, HITMEISTER, Shopbetreiber, E-Commerce-Worker und Infrastrukturbereitsteller nach Köln in das RheinEnergie-Stadion ein, um einen Tag lang den 4. HITMEISTER E-Commerce-Day zu begehen.\nSportstadion meets E-Commerce: inzwischen hat der Onlinehandel leistungssportartige Züge angenommen. Daher passte es sehr gut, sich im Kölner Liga-Stadion mit Ausstellern und bei Fachvorträgen intensiv mit dem Wandel, den Herausforderungen und Best-Practice-Lösungen zu beschäftigen.\nNeben vielen persönlichen Kontakten zu Anbietern von Payment, Warenwirtschaft und Rechtsabsicherung, zeigten einige Vorträge, welches die Herausforderungen des Online-Handels in den Jahren 2013+ sein werden.","content":"Am vergangenen Wochenende lud Deutschlands drittgrößter Online-Marktplatz, HITMEISTER, Shopbetreiber, E-Commerce-Worker und Infrastrukturbereitsteller nach Köln in das RheinEnergie-Stadion ein, um einen Tag lang den 4. HITMEISTER E-Commerce-Day zu begehen.\nSportstadion meets E-Commerce: inzwischen hat der Onlinehandel leistungssportartige Züge angenommen. Daher passte es sehr gut, sich im Kölner Liga-Stadion mit Ausstellern und bei Fachvorträgen intensiv mit dem Wandel, den Herausforderungen und Best-Practice-Lösungen zu beschäftigen.\nNeben vielen persönlichen Kontakten zu Anbietern von Payment, Warenwirtschaft und Rechtsabsicherung, zeigten einige Vorträge, welches die Herausforderungen des Online-Handels in den Jahren 2013+ sein werden.\nVorweg ein paar Zahlen:\n77% der Altersgruppe 50-59 ist regelmäßig online - 98% der Altersgruppe 30-39 55% aller Internetnutzer haben 2012 online eingekauft bis 2017 ist mit einem E-Commerce-Wachstum von 62% zu rechnen 65% aller Suchanfragen finden auf mobilen Endgeräten statt 33% aller Männer würden lieber eine Woche ohne ihre Lebenspartnerin als ohne ihr Smartphone verbringen. Diese Zahlen lassen erahnen, welchen Herausforderungen sich Online- und Stationärhandel in den kommenden Jahren stellen werden.\nVon USP und Unique Experience: Jenseits der Zahlenspiele leiden viele Bereiche der Online-Branche jedoch unter Kundenentfremdung, wie wir von der NetzKombyse häufig bei unseren Projekten feststellen. Unseren Eindruck bestätigte Martin Gross-Albenhausen, Referent beim bvh, der anhand eines handelsüblichen Bleistiftes verdeutlichte, welche Chancen sich Onlinehändler durch suboptimales Produktmarketing entgehen lassen. Insbesondere durch die Platzierung auf Marktplätzen tendieren Anbieter dazu, ihre Produktdaten in technische Einheitlichkeit zu pressen. Nützlicher Nebeneffekt, sich mehr mit den Unique Selling Propositions zu beschäftigen, ist die Möglichkeit die Warenroherträge zu steigern und sich dem Preiskampf zu entziehen.\nMarketing-Strategien für Multiscreen-Konsumenten: Ein weiteres Highlight des Tages in Köln stellte der Vortrag von Katrin Werres und Stefanie Schieber dar, die eigens aus dem Google Headquater in Dublin angereist waren. Ohne in eine Zahlenschlacht zu verfallen: das Netz und der E-Commerce ist mobil. Es gilt, jetzt die Themen mobile Optimierung, Cross-Channel und Multi-Channel-Tracking für den eigenen Shop zu planen und umzusetzen.\nE-Mail ist tot - es lebe die E-Mail: In Zeiten von Facebook, Google+ und Twitter verlieren manche Unternehmen ihren Fokus bei der Kundenansprache und vergessen, dass die gute alte E-Mail noch immer das Instrument ist, Kunden direkt anzusprechen. Allein es benötigt eine ausgefeilte Strategie, wertvolle und ertragreiche Adressen zu akquirieren. Frank Strzyzewski, Geschäftsführer der XQueue GmbH, zeigte in kurzer Zeit extrem kreative Best-Practice-Beispiele, wie E-Mail-Marketing funktionieren kann.\nFazit: Der 4. HITMEISTER E-Commerce-Day hat meine Erwartungen übererfüllt. Die produktiven Gespräche mit Anbietern der Infrastruktur, die teils sehr visionären Vorträge und das Gespräch mit anderen Dienstleistern und Shopbetreibern ließ den Tag im Flug vergehen. Die Location hat sicher ihren Teil dazu beigetragen, das E-Commerce-Geschäft wieder einmal als Teamwork zu begreifen.\nweitere Berichte im Netz:\n4. Hitmeister e-Commerce Day in Köln: Netzwerken im Fußballstadion Recap: 4. Hitmeister e-Commerce Day mit über 900 Teilnehmern in Köln Hitmeister e-Commerce Day 2013 – Rückblick im HITMEISTER-Blog Hitmeister eCommerce Day 2013 Recap: SEO ist angekommen ","tags":["e-commerce","e-mail-marketing","google","hitmeister","konferenz"],"section":"posts"},{"date":"1364601600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/auf-der-suche-nach-koboldmakis/","title":"Auf der Suche nach Koboldmakis","summary":"Ein Hauptgrund, warum es auf unserer Reise nach Borneo verschlagen hat, sind die winzig kleinen Koboldmakis. Um es vorweg zu schicken: trotz intensiver Suche ist es weder uns noch unseren Guides gelungen, die 9-16 cm kleinen Tierchen zu entdecken. Aber auch ohne das persönliche Kennenlernen zaubern uns diese Geschöpfe mit ihren monströsen Augen immer ein Lächeln ins Gesicht.\nUnd wenn Du richtig laut lachen möchtest, dann schau Dir dieses Video an.","content":"Ein Hauptgrund, warum es auf unserer Reise nach Borneo verschlagen hat, sind die winzig kleinen Koboldmakis. Um es vorweg zu schicken: trotz intensiver Suche ist es weder uns noch unseren Guides gelungen, die 9-16 cm kleinen Tierchen zu entdecken. Aber auch ohne das persönliche Kennenlernen zaubern uns diese Geschöpfe mit ihren monströsen Augen immer ein Lächeln ins Gesicht.\nUnd wenn Du richtig laut lachen möchtest, dann schau Dir dieses Video an. Auf sehr besondere Art erzählt Dir \u0026ldquo;Ze Frank\u0026rdquo; wahre Fakten über den Tarsier.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=6Jz0JcQYtqo\nvia Eyesaiditbefore\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1362182400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/das-fbcamp-2013/","title":"Das fbcamp 2013","summary":"Das #fbcamp ist ein Barcamp mit thematischem Schwerpunkt auf Facebook. Bereits zum zweiten Mal fand diese Art der „Unkonferenz“ in Hamburg statt. An zwei Tagen treffen sich Macher und Interessierte zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und Netzwerken. Als Veranstaltungsort bot der Attraktor, der Maker-Space in der Hamburger City-Nord, einen krassen optischen Gegensatz: analoges Gelöt trifft auf digitale Kommunikation.\nTerminbedingt war es mir nur möglich am ersten Tag ausgewählte Sessions persönlich zu verfolgen:","content":"Das #fbcamp ist ein Barcamp mit thematischem Schwerpunkt auf Facebook. Bereits zum zweiten Mal fand diese Art der „Unkonferenz“ in Hamburg statt. An zwei Tagen treffen sich Macher und Interessierte zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und Netzwerken. Als Veranstaltungsort bot der Attraktor, der Maker-Space in der Hamburger City-Nord, einen krassen optischen Gegensatz: analoges Gelöt trifft auf digitale Kommunikation.\nTerminbedingt war es mir nur möglich am ersten Tag ausgewählte Sessions persönlich zu verfolgen:\n100.000% Wachstum auf Facebook: Torten dekorieren (Sven Wiesner / SocialBench) Was als beeindruckendes Best-Practice-Beispiel für die organische Fangewinnung und hohes Engagement angepriesen wurde, endete in einer Verkaufspräsentation für ein Social-Benchmarking-Tool. Mit vielen Zahlen und bunten Charts.\nDennoch kann man am Interesse im Vorfeld dieser Präsentation erkennen was die Facebook-Welt bewegt: Massen bewegen \u0026amp; Reaktionen messen. Bei keinem anderen Marketinginstrument wie Facebook herrscht soviel Unsicherheit im alltäglichen und strategischen Umgang.\nFacebook KPIs: Kennzahlen messen \u0026amp; vergleichen\u0026hellip;Diskussion: Was ist sinnvoll (fanpagekarma) Ein weiterer Anbieter von Benchmarking-Software erlaubte den Blick hinter die Kulissen und lieferte eine Reihe interessanter Statistiken über diverse Kennwerte mit deren Hilfe man die Marketingaktivitäten auf Facebook bewerten kann.\nIn der Essenz der Stunde kann man erkennen, dass sich jede Zahl in verschiedene Richtungen interpretieren lässt und dass offensichtlicher Unsinn wirklich Unsinn ist.\nInteraktion auf FB Like it, comment it, share it - welche Interaktion sorgt auf Facebook für eine gesunde Reichweitensteigerung und repräsentiert die Marke? Diese und andere Fragen wurden lebhaft diskutiert und lieferten das bereits von den vorherigen Sessions bekannte Ergebnis: es kommt auf Zielgruppe, Marke, Strategie und Unternehmen an.\nMehr aus FB Insights und FB Data Nutzung Wer sich keine Analytics-Lösung von Drittanbietern zulegen möchte, der kann mit den Bordmitteln Facebooks schon einige wichtige Kennziffern aufbereiten, vergleichen und mit etwas Excel-Tapeten-Geklöppel aussagekräftige Dokumente erschaffen, die ihm einen Anhaltspunkt geben, wie seine Fans ticken und mit welchen Postings man den unternehmerischen Zielen näher kommt.\nInsbesondere der sinnvolle Einsatz von URL-Parametern beim plattformübergreifenden Benutzer-Tracking war eine wertvolle Information, die ab sofort Anwendung finden wird.\nFazit: Facebook ist ein mächtiges Tool, was mit sehr vielen Chancen aber auch Risiken behaftet ist. Die direkte Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten birgt ordentlich Sprengstoff. Sprengstoff, der das Unternehmen on top of the competitors katapultieren oder in Schutt und Asche legen kann. Das fbcamp zeigte, dass die Branche der Community-Manager, Strategen und Analysten im Moment versucht, Erkenntnisse zu gewinnen, zu bewerten, zu vergleichen und Ableitungen zu treffen. Besonders erschwerend hierbei ist, dass dieser eine Marketingkanal komplett durch ein amerikanisches Unternehmen verkörpert wird, welches die Branche in den meisten Fällen überwiegen sich selber und dem Try-and-Error-Prinzip überlässt.\n","tags":["Facebook","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1361577600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/flucht-aus-tibet/","title":"Flucht aus Tibet","summary":"Als wir 2010, kurz nach der verheerenden Schlammflut in den nordindischen Himalaja, nach Ladakh reisten, drehte zeitgleich zu unserem Aufenthalt der schweizer Tibet-Kenner und Dalai Lama-Vertrauter Manuel Bauer seine faszinierende und fesselnde Reportage \u0026ldquo;Himalaya - Im Reich des Windpferds\u0026rdquo; die wir nur jedem ans Herz legen können, der entweder schon mal diese Region bereist hat oder einmal dort hin möchte. Mit starken Bildern, großen Emotionen und Gefühl für Kultur und Menschen lässt Bauer den Zuschauer mit seinem sympathischen Akzent in diese Region eintauchen.","content":"Als wir 2010, kurz nach der verheerenden Schlammflut in den nordindischen Himalaja, nach Ladakh reisten, drehte zeitgleich zu unserem Aufenthalt der schweizer Tibet-Kenner und Dalai Lama-Vertrauter Manuel Bauer seine faszinierende und fesselnde Reportage \u0026ldquo;Himalaya - Im Reich des Windpferds\u0026rdquo; die wir nur jedem ans Herz legen können, der entweder schon mal diese Region bereist hat oder einmal dort hin möchte. Mit starken Bildern, großen Emotionen und Gefühl für Kultur und Menschen lässt Bauer den Zuschauer mit seinem sympathischen Akzent in diese Region eintauchen.\nNicht minder beeindruckend erzählt Bauer Flucht eines 6jährigen Mädchens aus Tibet und verdeutlicht damit auf dramatische Weise, wie die chinesische Regierung den tibetanischen Buddhismus auszulöschen versucht und dabei vor niemandem Halt macht.\nYangdol ist sechs Jahre alt. An der Hand ihres Vaters verlässt sie ihre Heimat, um Tibeterin zu bleiben. Wie bereits tausende Kinder vor ihr flüchtet sie über den 5716 Meter hohen Nangpa-Pass nach Nepal und von dort nach Indien, wo der Dalai Lama im Exil lebt.\nhttpvh://vimeo.com/50488689\nDer Bildband in der gebundenen Ausgabe: Flucht aus Tibet (Amazon-Link) Webseite: Manuel Bauer\n","tags":["Himalaya","Indien","Tibet","2010"],"section":"posts"},{"date":"1361404800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/smwhh-tag-3-mundpropaganda-offline-schalke-04/","title":"#smwhh Tag 3: Mundpropaganda, Offline \u0026 Schalke 04","summary":"Word-of-Mouth Marketing\nKeine Teildisziplin des Marketings hat eine so starke Wirkung auf Kaufentscheidungen wie das Empfehlungsmarketing. Menschen vertrauen Freunden und Bekannten mehr als Anzeigen oder TV-Spots - das ist empirisch bewiesen. Unternehmen, die dieses Potential erkennen, haben die Chance sich von ihren Wettbewerbern deutlich zu distanzieren. Jedoch stellt das Empfehlungsmarketing sehr sensible Anforderungen an Marketeers und Unternehmen. Nicola Stockmann von wearewire skizzierte am Beispiel von lecker.com, welche Do´s und Dont´s zu beachten sind und welche Erfolge sich für Unternehmen einstellten.","content":" Word-of-Mouth Marketing\nKeine Teildisziplin des Marketings hat eine so starke Wirkung auf Kaufentscheidungen wie das Empfehlungsmarketing. Menschen vertrauen Freunden und Bekannten mehr als Anzeigen oder TV-Spots - das ist empirisch bewiesen. Unternehmen, die dieses Potential erkennen, haben die Chance sich von ihren Wettbewerbern deutlich zu distanzieren. Jedoch stellt das Empfehlungsmarketing sehr sensible Anforderungen an Marketeers und Unternehmen. Nicola Stockmann von wearewire skizzierte am Beispiel von lecker.com, welche Do´s und Dont´s zu beachten sind und welche Erfolge sich für Unternehmen einstellten.\nOffline! Social Media hat mit Internet erstmal gar nichts zu tun\nHell Yeah! Das konnte ich bei diesem Vortrag von Karsten Wunsthoff (HellYeah-Marketing) rufen. Der Kerl bestätigt, was ich immer rede. Fangt offline an! Auch wenn wir heute in einer noch so digital getrieben Gesellschaft leben und arbeiten, die Grundlagen der menschlichen Interaktion und Kommunikation sind offline-basierend. Facebook, Smartphone oder TV-Werbung sind alles nur technische Hilfsmittel für den Transport von Informationen zum Konsumenten.\nDer Vortrag war insbesondere für all jene interessant, die die technischen Hilfsmittel um deren selbst Willen einsetzen wollen.\nDer Spruch des Vortrags \u0026ldquo;Ist Dein Produkt scheiße, macht Social Media es nur noch beschissener\u0026rdquo; zeigt, wo erfolgreiche Vermarktung beginnt. Ob am Ende eine Zeitungsanzeige, ein Facebook-Auftritt oder ein TV-Spot mit der Zielgruppe in Kontakt tritt, ist primär eine Entscheidung aus dem Offline, die dort sehr gut durchdacht und geplant sein muß.\n[caption id=\u0026ldquo;attachment_1577\u0026rdquo; align=\u0026ldquo;alignnone\u0026rdquo; width=\u0026ldquo;700\u0026rdquo;] Björn Endter, Leiter Markenführung FC Schalke 04 (ganz rechts im Bild)[/caption]\nSocial Media - Wir leben es\nIm Werkheim fand meine Social Media Week 2013 einen krönenden Abschluss, als Björn Endter, Leiter Markenführung FC Schalke 04 hochgradig spannende Einblicke in das Marken-Building des Fußballvereins präsentierte. Insbesondere beeindruckte der Spagat, den Vereine heute im Spannungsbogen zwischen Sport, Fans und Unternehmen hinlegen müssen. Mit strategischem Feingefühl muß agiert werden, damit das Runde ins Eckige passt und alle Beteiligten bestmöglich angesprochen werden und sich mit der Marke identifizieren können.\nAnhand des Best-Practice-Beispiel der \u0026ldquo;Glückauf-Wand\u0026rdquo; wurde die Auseinandersetzung und Integration von Twitter in die Kabine geschildert.\nEinen melancholischen Abschluss bescherte uns der Hamburger Unternehmer Cem Basman mit seiner ganz persönlichen Zeitreise durch die Social Media-Szene Hamburgs aus seiner Sicht.\n","tags":["Social Media","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1361318400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/smwhh-tag-2-responsive-webdesign-olaf-scholz-auf-dem-digitalen-holzweg-eine-journalistische-weltreise/","title":"#smwhh Tag 2: Responsive Webdesign, Olaf Scholz auf dem digitalen Holzweg \u0026 eine journalistische Weltreise","summary":"Der zweite Tag der Social Media Week stand bei mir im Zeichen der Zukunft. Der Zukunft von Apps \u0026amp; Online-Kommunikation sowie der Zukunft von Journalismus \u0026amp; Kreativbranche.\nResponsive Web Design - Fakten, Praxis und Beispiele\nMeine erste Session war ein spannender Ausflug in die Welt der geräteunabhängigen Webtechnologie. Inhaltlich versprach ich mir bei der Auswahl einen Einblick in innovative Möglichkeiten der Kundenbindung und der Kommunikation der Zukunft.\nUnternehmen, die professionell online mit ihren Kunden kommunizieren möchten, stehen vor der Herausforderung, dass sie nicht mehr vorgeben können, wie und wo der Kunde die Informationen erhält und konsumiert.","content":"Der zweite Tag der Social Media Week stand bei mir im Zeichen der Zukunft. Der Zukunft von Apps \u0026amp; Online-Kommunikation sowie der Zukunft von Journalismus \u0026amp; Kreativbranche.\nResponsive Web Design - Fakten, Praxis und Beispiele\nMeine erste Session war ein spannender Ausflug in die Welt der geräteunabhängigen Webtechnologie. Inhaltlich versprach ich mir bei der Auswahl einen Einblick in innovative Möglichkeiten der Kundenbindung und der Kommunikation der Zukunft.\nUnternehmen, die professionell online mit ihren Kunden kommunizieren möchten, stehen vor der Herausforderung, dass sie nicht mehr vorgeben können, wie und wo der Kunde die Informationen erhält und konsumiert. iPhone, iPad, Laptop, Desktop-PC oder TV-Gerät – die Ausgabeformate sind so vielfältig wie die Endgeräte.\nUm sicherstellen zu können, dass die Informationen leicht erfassbar sind, ist Responsive Webdesign eine Technologie, die es ermöglicht, Inhalte dynamisch an das jeweilige Ausgabeformat anzupassen.\nEine Kurzeinführung mit Demobeispiel veranschaulichte sehr schön die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen, denen sich Konzepter, Programmierer und vor allem Kunden stellen müssen. Insbesondere der Wegfall eines einheitlichen Prototypen und eines starren Layouts macht vor allem klassischen Print-Designern schwer zu schaffen. Die Weiterentwicklung dieser Technologie in den kommenden Jahren wird wohl dafür sorgen, dass sich Unternehmen die Frage stellen müssen, wie sinnvoll Investitionen in native Apps sind und ob nicht eher ein durchdachtes Webdesign den Kundennutzen deutlich erhöht.\nMehr Informationen zu der Session sind im Blog von Marc Tönsing nachlesbar.\nSocial Media \u0026amp; die Transformation der Medien: Google+ Hangout mit dem 1. Bürgermeister, Olaf Scholz\nMein #smwhh-Nachmittag stand im Zeichen des Wandels der Medien. Neben dem Handel ist nun auch die klassische Presse in einen radikalen Umwälzungsprozess gerissen worden. Zeitungssterben, LSR und Blogkultur sind nur drei Stichworte, die in diesem Zusammenhang gern, häufig und manchmal sinnentleert fallen.\nAmrai Coen (Journalistin), Meinolf Ellers (Geschäftsführer dpa-infocom GmbH), Hamburgs erster OB Olaf Scholz und Sven Wiesner (beesocial GmbH) diskutierten über Veränderungen der Medienlandschaft, dem Wettbewerb von Berlin und Hamburg und der Einmischung von Politik in Wirtschaft. Per Google+ Hangout aus San Francisco zugeschaltet war Sören Stamer (CEO \u0026amp; Co-Founder Yokudo, Inc.). Thema 1: „Informationsüberfluß unterwirft die Medienbranche den Marktregularien“ Die einfache Nutzung von digitalen Möglichkeiten, selber zu publizieren, sorgt für ein weiter zunehmendes Informationsüberangebot. Der Content und die Reichweite entscheidet heute mehr darüber, ob der Konsum des geschriebenen Wortes zu- oder abnimmt. Wie im Handel begünstigt dieser Informationsüberfluss einen Preisverfall. Medienunternehmen sollen nicht nach der Politik rufen, sondern innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Sie sind Teil der Marktwirtschaft und müssen aus eigener Kraft auf Marktveränderungen reagieren. Hamburgs OB, Olaf Scholz, ist mit der getroffenen politischen Entscheidung in Berlin, wie mit dem Leistungsschutzrecht umgegangen wird, sehr unzufrieden.\nThema 2: Hamburg als Medienhauptstadt „Hamburg wird nicht wahrgenommen. Berlin hingegen schon.“ – mit diesem Live-Kommentar direkt aus dem Silicon Valley verpasste Sören Stamer der Runde eine heftige Seitenwelle. Berliner Start-Ups erhalten erstmals Venture Capital aus dem Silicon Valley. In diesem Zusammenhang führte die Diskussion auf die mangelnde Hamburger Infrastruktur für Gründer \u0026amp; Start-Ups. Olaf Scholz appellierte, sich auch Stadtteilen zu öffnen, die jenseits des Kreativzentrum Schanze/Altona/Pauli liegen. Was würde wohl die Berliner Szene dazu sagen, wenn Herr Wowereit den Berliner Digital-Unternehmen aus dem Bezirken Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln die Abwanderung nach Pankow, Wannsee oder Zehlendorf nahelegt? Dazu kann ich nur sagen:\nKreativwirtschaft gehört nicht ins Industriegebiet oder an den Stadtrand!\nAnders als in einem 3-Schicht-Stahlwalzwerk oder einem Nine-to-Five-Bürokomplex benötigt die Kreativbranche eine vollständige andere Infrastruktur, die nur sekundär durch Medienpolitik beeinflusst ist. Ich vergleiche Online/Kreativ-Start-Ups gerne mit einem Saatkorn. Das Wasser zum Gießen ist Medienpolitik. Aber was nützt das Wasser, wenn das Saatkorn auf einem Boden aus Asphalt liegt (= Immobilienwirtschaft)? Die Immobilienbranche pflastert nicht nur bezahlbares Wohneigentum zu, es verhindert auch die Entfaltung von Kreativität im urbanen Kontext. Hamburg hat in den letzten Jahren durch eine rigide Immobilienplage seine Freiräume weitgehend verspielt. Für Olaf Scholz wird es ein Mamutprojekt sein, auf dem Amerikanischen Venture-Capital-Radar aufzutauchen.\nNextMedia: Weltreise in die Zukunft der Medien\nAbgerundet wurde der Journalistische Nachmittag von Amrai Coen und Caterina Lobenstein, die einen Monat lang auf Weltreise gingen, um “einen Geist einzufangen und der trüben Stimmung in Deutschland etwas entgegen zu setzen” Die beiden Journalistinnen Amrai Coen und Caterina Lobenstein, trafen sich in Hamburg, São Paulo, New York, Tokio, Mumbai, Kairo, und London mit anderen Journalisten und befragten diese zu Gegenwart und Zukunft ihrer Branche. Herausgekommen ist eine sehr sehens- und lesenswerte Bestandsaufnahme des Umbruchs mit spannenden Ideen und neuen Denkanstößen – auch für andere Branchen.\n[Das Projekt ist im Blog von Nextmedia sehr gut in Wort und Video dokumentiert.](Webseite: http://nextmediablog.de/next-media-report/abschluss/die-zukunft-des-journalismus)\nDer Tag fand seinen Abschluß beim Netzwerktreffen \u0026ldquo;Work hard, play harder - Socializing im SMW Anleger\u0026rdquo;.\n","tags":["Social Media","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1361232000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/smwhh-tag-1-netzgemuse-speedspiration/","title":"#smwhh Tag 1: Netzgemüse \u0026 SpeedSpiration","summary":"v.l.n.r. Johnny Haeusler, Tanja Haeusler, Sanja Stankovic, Ingo Kriebisch, Sarah Pust\nAm gestrigen Montag startete die weltgrößte, weil weltumspannenden Social Media Week in die zweite Runde. Über 160 verschiedene Veranstaltung alleine in Hamburg bieten Unternehmern und Privatpersonen kostenlos die Möglichkeit, sich zu informieren, zu netzwerken und Best-Practice-Studien direkt in Unternehmen kennen zu lernen. Bei einer derart umfangreichen Angebotspalette ist es nicht leicht, sich für die richtigen Themen anzumelden. Ich hatte am ersten Tag das große Glück, zwei sehr spannende und inspirierende Veranstaltungen auf meinem Terminplan zu besuchen.","content":" v.l.n.r. Johnny Haeusler, Tanja Haeusler, Sanja Stankovic, Ingo Kriebisch, Sarah Pust\nAm gestrigen Montag startete die weltgrößte, weil weltumspannenden Social Media Week in die zweite Runde. Über 160 verschiedene Veranstaltung alleine in Hamburg bieten Unternehmern und Privatpersonen kostenlos die Möglichkeit, sich zu informieren, zu netzwerken und Best-Practice-Studien direkt in Unternehmen kennen zu lernen. Bei einer derart umfangreichen Angebotspalette ist es nicht leicht, sich für die richtigen Themen anzumelden. Ich hatte am ersten Tag das große Glück, zwei sehr spannende und inspirierende Veranstaltungen auf meinem Terminplan zu besuchen.\nNetzgemüse – So wird das Internet zur Familiensache\nIn der Universität Hamburg sprachen die Buchautoren Tanja und Johnny Haeusler mit Ingo Kriebisch (Leiter des Referats Medienpädagogik am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung) und Sarah Pust über erlebte Probleme und erprobte Lösungen in der Aufzucht und Pflege von jungem Netzgemüse = Kinder.\nDie digitale Entwicklung stellt nicht nur die Handelslandschaft auf den Kopf, auch Eltern und Lehrer stehen vor neuen Herausforderungen im Umgang mit Facebook, Youtube \u0026amp; Co.. Medienkompetenz als Stichwort wird derzeit in sehr unterschiedliche Weise interpretiert. Die beiden Autoren schilderten ihre Erfahrung, wie der Computer und das Internet erfolg- und lehrreich in den Lebensraum Familie integriert werden kann und wie auch Eltern von ihren Kindern lernen können. Der angerissene Aspekt Schule blieb m.E. und glücklicherweise nur angerissen. Dort wird Medienkompetenz primär öffentlichkeitswirksam in Form von digitalen Whiteboards und der Anschaffung von iPads für einzelne Klassenstufen definiert. Die Fokussierung auf die technischen Hilfsmittel stellt für die Autoren den unglücklicheren Weg dar, Kompetenz in der Schule zu vermitteln.\nDie beiden Autoren sind selber Eltern und blicken auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Internet zurück. Sie haben die deutsche Netzkultur mit der Gründung der re:publica und dem Blog spreeblick.de nachhaltig geprägt. Daher war dieses Panel auch für digitale Natives die selbst noch keine Eltern sind sehr informativ und denkanstoßend.\nWebseite zum Buch: Netzgemüse\nSpeedSpiration im betahaus | Hamburg\nEine Netzwerkveranstaltung der besonderen Art fand im Coworking-Space Hamburgs, dem betahaus statt. Anders als bei den dutzend anderen wöchentlich stattfindenenden Netzwerktreffen, galt es mit dem System SpeedSpiration (übersetzt Schnelle Inspiration) ungeahnte Antworten auf Fragen zu bekommen.\nWie funktioniert „SpeedSpiration“? An einer langen Tafel sind da, wo man normalerweise sitzt, abwechselnd Karten mit Frage- und Ausrufezeichen aufgeklebt. Einem Fragezeichen steht auf der anderen Tischseite ein Ausrufezeichen gegenüber. Die Person, die auf der Seite des Fragezeichens steht, stellt eine Frage. Die gegenüberstehende Person hat 2 Minuten Zeit, auf die Frage zu antworten.\nIn zwei Runden, die gefühlt wie 10 Minuten vergingen, aber 40 Minuten dauerten, antwortet ich auf Fragen, wie:\nIch habe eine Fanpage auf Facebook. Wie bekomme ich neue Fans? Wie äußert sich eine Unternehmenskultur? Welche journalistischen Medien machen ihren Job gut? Wie kann man die Klimaveränderung in einer App darstellen? Wie kann man 200 Menschen an einem Tag dazu motivieren, sich gesellschaftlich zu engagieren? Welche Faktoren müssten verändert werden, damit Hamburg eine lebenswertere Stadt wird? Wie kann man Kunden den Wert seiner Leistungen begreifbar machen? Ich gründe ein innovatives Projekt und suche einen Nickname. Da ich mich in der NetzKombyse regelmäßig mit kreativen Strategie- und Unternehmensfragen auseinandersetzen darf, finde ich dieses System des professionalisierten Frage/Antwortspiels unheimlich erfrischend, kreativ und inspirierend.\nFazit: Jeden Unternehmer brennen Fragen unter den Nägeln, die er nur schwer bis gar nicht beantwortet bekommt, wenn er diese nicht laut und unternehmensextern stellt. Durch das Aufeinandertreffen sehr verschiedener und einander meist unbekannter Personen erhält der Fragende immer unerwartete Antworten, die seine Überlegungen in eine neue Richtung stoßen. Ebenso kann man sich als Antwortgeber kreativ und ohne Schranken beim Brainstorming austoben. Diese Art des Brainstormings hat mir sehr gefallen, nicht zuletzt, weil ich Antworten auf Fragen fand, die mich schon lange unbefriedigt grübeln ließ.\nAnders als mir bekannte Netzwerkt-Systeme, stellten sich mir beim SpeedSpiration nicht die Nackenhaare auf. Die beiden sympathischen „Erfinderinnen“ bieten ihre Idee kostenfrei und auch online „durchspielbar“ an.\nWebseite: speedspiration.com\n","tags":["Social Media","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1361232000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wie-ich-den-dalai-lama-traf/","title":"Wie ich den Dalai Lama traf","summary":"Ein ganz besonderer Augenblick für mich.","content":"Es war im Jahr 2010, als es uns im Rahmen unserer einjährigen Asienreise in den nordindischen Himalaya im Dreiländereck Pakistan, China und Indien verschlug. Wir quälten uns 48 Stunden in einem Kleinbus über Pässe und durch Täler und kamen mit Nackenschmerzen und einem Quasi-Schleudertrauma in Leh auf 3.500 Metern Höhe an. Ein paar Tage später - die Schmerzen waren verschwunden - erschien der Dalai Lama in der Stadt. Unverhofft, unerwartet. Umgeben von knapp 28.000 Gläubigen blickten wir dem coolsten Checker einer Religion in die Augen. Er lächelte uns an und wir schmelzen noch heute dahin, wenn wir daran denken \u0026amp; die Fotos sehen.\nBewegte Momente: ","tags":["Dalai Lama","Indien"],"section":"posts"},{"date":"1360540800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/a-day-in-india/","title":"A Day in India","summary":"Es ist eine große Kunst, ein ganzes Land mit seiner Kultur in wenigen Minuten so zusammenzufassen, dass man am liebsten gleich seine Koffer packen und dort hin reisen möchte. Noch schwerer wird die Aufgabe, wenn es sich um ein so gigantisches Land wie Indien handelt. Das Video \u0026ldquo;Ein Tag in Indien\u0026rdquo; vermag dieses alles zu leisten. Und wie! Der Kurzfilm fasst eine 3wöchige Reise durch Indien mit all seinen kulinarischen und kulturellen Highlights in Form eines Tages zusammen.","content":"Es ist eine große Kunst, ein ganzes Land mit seiner Kultur in wenigen Minuten so zusammenzufassen, dass man am liebsten gleich seine Koffer packen und dort hin reisen möchte. Noch schwerer wird die Aufgabe, wenn es sich um ein so gigantisches Land wie Indien handelt. Das Video \u0026ldquo;Ein Tag in Indien\u0026rdquo; vermag dieses alles zu leisten. Und wie! Der Kurzfilm fasst eine 3wöchige Reise durch Indien mit all seinen kulinarischen und kulturellen Highlights in Form eines Tages zusammen.\nDa wir nun auch ein paar Monate in Indien verbracht haben, fühlen wir uns mit diesem Video wie im Kurzurlaub. So sieht´s da aus. Vielleicht nicht immer so bunt und sauber. Aber auf jeden Fall genauso lecker. Könnt Ihr die Gewürze riechen? Wir ja.\nhttps://vimeo.com/58313264\nGefunden auf: Das Kraftfuttermischwerk\nQuelle: The Perennial Plate auf Vimeo\n","tags":["Indien"],"section":"posts"},{"date":"1358380800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/social-media-week-hamburg-2013/","title":"Social Media Week Hamburg 2013","summary":"Vom 18. bis 22. Februar findet in Hamburg die weltweit größte, öffentliche Konferenz zum Trend-Thema Social Media statt. Während der Social Media Week finden Workshops, Panel-Event und Netzwerkveranstaltungen statt, die sich sowohl online als auch live in Hamburg mit den Chancen und Herausforderungen von ‚Offenheit und Verbundenheit’ durch soziale Netzwerke und Onlinemedien beschäftigen. Doch nicht nur in Hamburg wird zeitgleich über neue Trends und Tendenzen diskutiert und philosophiert. Die Social Media Week ist, wie Social Media auch, weltumspannend.","content":"Vom 18. bis 22. Februar findet in Hamburg die weltweit größte, öffentliche Konferenz zum Trend-Thema Social Media statt. Während der Social Media Week finden Workshops, Panel-Event und Netzwerkveranstaltungen statt, die sich sowohl online als auch live in Hamburg mit den Chancen und Herausforderungen von ‚Offenheit und Verbundenheit’ durch soziale Netzwerke und Onlinemedien beschäftigen. Doch nicht nur in Hamburg wird zeitgleich über neue Trends und Tendenzen diskutiert und philosophiert. Die Social Media Week ist, wie Social Media auch, weltumspannend. In Copenhagen, Lagos, Miami, Milan, New York, Paris, Singapore, Tokyo und Washington DC finden zeitgleich Veranstaltungen statt.\nHier die aktuell gehaltene Übersicht jener Veranstaltungen, die ich besuchen werde:\nNetzgemüse – So wird das Internet zur Familiensache Aufbau einer effektiven Social Media Monitoring Strategie SpeedSpiration Networking-Abend Quo vadis, Kundenservice? Social Media für KMU / Gründer Build – Measure – Learn: Wie ein Social-Media-Anbieter Social Media macht (XING) Word of Mouth marketing Offline! Social Media hat mit Internet erstmal gar nichts zu tun Social Media - Wir leben es Aufgrund der großen Nachfrage waren leider schon alle Plätze in diesem Veranstaltung ausgebucht, die mich zusätzlich interessieren:\nMarketing 2.0 - Social Media ist tot Content ist King. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Social Media und Markenkommunikation – das Ende des Hypes oder der Anfang der Normalität? „Hol die Katze aus dem Sack“ – Content produzieren und Konversation gewinnen Drama, Baby! Storytelling \u0026amp; Content-Development jenseits der iPad-Verlosung. Likes, Buzz und ROI - Erfolgsmessung in Social Media Welche Infos stecken in Facebook, Twitter \u0026amp; Co.? Soziale Netzwerke verstehen und visualisieren Von Social Media zum Social Business - Wie man Web 2.0 im Unternehmen verankert Aufbau einer effektiven Social Media Monitoring Strategie Wer noch Interesse hat, an Veranstaltungen teilzunehmen, der klicke sich hier durch das vollständige Programm der #smwhh\n","tags":["Social Media","Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1356998400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2013/dokumentation-bar-25-tage-ausserhalb-der-zeit/","title":"Dokumentation: Bar 25 - Tage ausserhalb der Zeit","summary":"Nachdem am 16. November bereits die DVD mit der Dokumentation über Berlins außergewöhnlichstes Kulturprojekt veröffentlicht wurde, hat das ZDF die Doku vor ein paar Tagen ausgestrahlt. Zeitgemäß ist diese jetzt auch auf Youtube in voller Länge und minderer Qualität zu sehen. Bar 25 - Tage ausserhalb der Zeit ist ein Crowdfunding-finanziertes Filmprojekt, dass das Leben im und mit dem Club dokumentiert.\nEin großer Holzzaun verläuft um den legendären Club Bar25 in Berlin.","content":"Nachdem am 16. November bereits die DVD mit der Dokumentation über Berlins außergewöhnlichstes Kulturprojekt veröffentlicht wurde, hat das ZDF die Doku vor ein paar Tagen ausgestrahlt. Zeitgemäß ist diese jetzt auch auf Youtube in voller Länge und minderer Qualität zu sehen. Bar 25 - Tage ausserhalb der Zeit ist ein Crowdfunding-finanziertes Filmprojekt, dass das Leben im und mit dem Club dokumentiert.\nEin großer Holzzaun verläuft um den legendären Club Bar25 in Berlin. Über die Grenzen der Stadt hinaus ranken sich die Mythen um das Wunderland für Erwachsene, um endlose Partys, Unmögliches und Verbotenes. Wer es einmal geschafft hat reinzukommen, der kommt so schnell nicht mehr raus. Stunden werden hier zu Tagen, Augenblicke zur Unendlichkeit. Denn hinter dem Bretterzaun erstrecken sich Club, Restaurant, Bar, Hostel und Zirkus - eine pulsierende Welt, in der Zeit keine Rolle spielt. Christoph, Steffi Lotta, Danny und Juval sind die Macher der Bar25 und leben jenseits von festgefahrenen Ideologien und Normen. Sie erschaffen aus einer Brache an der Spree einen Jahrmarkt für Erwachsene. Musik, Ekstase und Kunst sind ihre Formen des Protests für ein selbstbestimmtes Leben. Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.\nSeit einigen Wochen ist nun bekannt, dass die Macher der \u0026ldquo;Bar 25\u0026rdquo; und dem Nachfolgeclub \u0026ldquo;Kater Holzig\u0026rdquo; mit dem Projekt \u0026ldquo;Holzmarkt\u0026rdquo; auf die ehemaligen Flächen der \u0026ldquo;Bar 25\u0026rdquo; zurückziehen werden. Mit neuen Konzept und einem 99jährigen Pachtvertrag. Die Dokumentation verdeutlicht eindrucksvoll, wie wichtig es ist, öffentlichen Raum für neue Konzepte freizuhalten und nicht an Immobilienspekulanten zu verschachern. Denn spätestens wenn die letzte Freifläche mit einem Bürogebäude zugepflastert ist, werden wir merken, dass man im Büro nicht Tanzen kann.\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=35lkQAdvf_4\n","tags":["Bar 25","Berlin","Club","Techno","Dokumentation"],"section":"posts"},{"date":"1356048000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/herr-sorge-und-seine-frohliche-weltuntergangsgala-im-thalia-theater-hamburg/","title":"Herr Sorge und seine fröhliche Weltuntergangsgala im Thalia Theater Hamburg","summary":"Pünktlich am Vorabend des mayaistisch prophezeiten Weltuntergang, präsentiert Samy Deluxe das Album seines neuen Alter Egos und Projektes \u0026ldquo;Herr Sorge und die Sorgenkinder\u0026rdquo; im Thalia Theater Hamburg: Verschwörungstheorien mit Schönen Melodien Begleitet von Plattenspieler, Schlagzeug, Geige, Gitarre und Cassandra Steen versorgte Herr Sorge die Besucher des ausgebuchten Hauses mit nachdenklichen, zynischen, gesellschaftskritischen und provokativen Texten über Korruption, Geldgier, Weltherrschaft, Umweltzerstörung, Armut, Unterdrückung u.v.m. Tatsächlich sind die Texte sehr anspruchsvoll und an sich keine leichte Kost.","content":" Pünktlich am Vorabend des mayaistisch prophezeiten Weltuntergang, präsentiert Samy Deluxe das Album seines neuen Alter Egos und Projektes \u0026ldquo;Herr Sorge und die Sorgenkinder\u0026rdquo; im Thalia Theater Hamburg: Verschwörungstheorien mit Schönen Melodien Begleitet von Plattenspieler, Schlagzeug, Geige, Gitarre und Cassandra Steen versorgte Herr Sorge die Besucher des ausgebuchten Hauses mit nachdenklichen, zynischen, gesellschaftskritischen und provokativen Texten über Korruption, Geldgier, Weltherrschaft, Umweltzerstörung, Armut, Unterdrückung u.v.m. Tatsächlich sind die Texte sehr anspruchsvoll und an sich keine leichte Kost. Jedoch sorgten Wortwitz, das phantasievolle Bühnenbild und die kuriosen Youtube-Einspieler für ein derbes Maß Humor.\nIn der Pause hörte ich einen Mittzwanziger in Baggy-Pants und Basecap sagen, er habe am Anfang der Show geweint. Und das nehme ich ihm ab. Spätestens wenn man die Musik ausblendet und sich die Texte anhört, wird einem schon anders in der Magengegend. Musikalisch ging mir der Auto-Tune irgendwann auf den Geist, aber als Gesamtkunstwerk war´s eine großartige Live-Show \u0026amp; gelungene Neuerfindung des Samuel Sorge.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=LQzj4nhcf4o\nAch übrigens: die Welt ging trotz der großartigen Gala nicht unter. Oder etwa wegen?\n","tags":["Hamburg","Hip Hop","Samy Deluxe"],"section":"posts"},{"date":"1355702400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/techno-dokumentation-stammheim-zeitgeist/","title":"Techno-Dokumentation: Stammheim Zeitgeist","summary":"Es gab in Deutschland nicht wirklich viele Clubs, die in der Hochphase der elektronischen Tanzmusik zugweise die Fans anzogen. Einer dieser Clubs, mitten in der scheinbaren Provinz ist das \u0026ldquo;Stammheim\u0026rdquo; in Kassel gewesen. Zuerst \u0026ldquo;Aufschwung Ost\u0026rdquo; genannt, sorgte die Familie um den Club für ein Epizentrum in der Mitte Deutschlands. Auch wenn ich leider nie da gewesen bin, prägten mich der Club und Macher musikalisch und kreativ nnachhaltig. Leider bin ich auf die Doku erst jetzt gestoßen - im Zusammenhang mit dem plötzlichen Tod von DJ Pierre, einer der Wegbereiter und Protagonisten des Clubs.","content":"Es gab in Deutschland nicht wirklich viele Clubs, die in der Hochphase der elektronischen Tanzmusik zugweise die Fans anzogen. Einer dieser Clubs, mitten in der scheinbaren Provinz ist das \u0026ldquo;Stammheim\u0026rdquo; in Kassel gewesen. Zuerst \u0026ldquo;Aufschwung Ost\u0026rdquo; genannt, sorgte die Familie um den Club für ein Epizentrum in der Mitte Deutschlands. Auch wenn ich leider nie da gewesen bin, prägten mich der Club und Macher musikalisch und kreativ nnachhaltig. Leider bin ich auf die Doku erst jetzt gestoßen - im Zusammenhang mit dem plötzlichen Tod von DJ Pierre, einer der Wegbereiter und Protagonisten des Clubs.\nDer Techno-Club „Auschwung Ost\u0026quot;, später „Stammheim\u0026quot;, eröffnete 1994 in Kassel. Schon in den ersten zwei Jahren nach der Eröffnung ist er zweimal zum besten Techno-Club Deutschlands gewählt worden, und plötzlich war Kassel Magnet für hunderte Techno-Fans aus ganz Deutschland. Wie kam es zum großen Erfolg und warum musste das Stammheim 2002 schließen? Wir lassen die Zeitzeugen berichten, wie eine spontane Party zum „größten selbst organisierten Jugendzentrum\u0026quot; wurde und bald Musikgeschichte schrieb, wie sie tanzten bis zur körperlichen Erschöpfung und wie Musik ihr Leben veränderte. Auf unserer Forschungsreise nach dem außergewöhnlichen Gemeinschafts- und Glücksgefühl, durften wir einige, ganz besondere Charaktere kennen lernen, darunter Bringmann und Kopetzki, Chris Liebing, Dj Rush, DJ Pierre, Chi, DJ Fish, Henner Stang und viele mehr\u0026hellip;\nhttps://www.youtube.com/watch?v=D8JxGUR5iqk\n","tags":["Aufschwung Ost","Club","Kassel","Stammheim","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1352073600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/doku-minimal-china-techno-im-reich-der-mitte/","title":"Doku: Minimal China - Techno im Reich der Mitte","summary":"Dokumentation der sich langsam entwickelnden Techno-Bewegung in China. Wer mitbekommen hat, wie sich die Musik mit dem Fall der Mauer in Deutschland entwickelt hat, kann Parallelen erkennen. Zwar waren die sozialen, kulturellen und politischen Unterschiede gänzlich andere. Jedoch verbindet die oft als gefühllos verschrieene Musik Menschen und schafft es, dass wieder eine Gemeinschaft entsteht, die in den chinesischen Megacitys wohl verschwunden zu sein scheint.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=Xx1kPes0O84","content":"Dokumentation der sich langsam entwickelnden Techno-Bewegung in China. Wer mitbekommen hat, wie sich die Musik mit dem Fall der Mauer in Deutschland entwickelt hat, kann Parallelen erkennen. Zwar waren die sozialen, kulturellen und politischen Unterschiede gänzlich andere. Jedoch verbindet die oft als gefühllos verschrieene Musik Menschen und schafft es, dass wieder eine Gemeinschaft entsteht, die in den chinesischen Megacitys wohl verschwunden zu sein scheint.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=Xx1kPes0O84\n","tags":["China","Dokumentation","Techno"],"section":"posts"},{"date":"1347494400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/jan-delay-disko-no-1-secret-dance-bei-mercedes-hamburg/","title":"Jan Delay \u0026 Disko No. 1 'Secret Dance' bei Mercedes Hamburg","summary":"Heute Abend fand in der Mercedes-Niederlassung Hamburg am Friedrich-Ebert-Damm ein denkwürdiges Konzert statt: 6 Jahre nachdem Jan Delay mit seine Band Disko No. 1 das Album \u0026ldquo;Mercedes Dance\u0026rdquo; veröffentlicht und damit ein Hitalbum abgeliefert hat, lud nun auch der Namenspatron Hamburg´s Chef-Hip-Hopper und einige hundert exklusive Gäste in seine heiligen Hallen ein. Die aus den 30er Jahren stammende Werk-Halle am Friedrich-Ebert-Damm im Wandsbek war Austragungsort des Werbeversuchs von Mercedes, seine neue A-Klasse an geladene Gäste mit Hilfedes Chef-Stylers zu verticken.","content":"Heute Abend fand in der Mercedes-Niederlassung Hamburg am Friedrich-Ebert-Damm ein denkwürdiges Konzert statt: 6 Jahre nachdem Jan Delay mit seine Band Disko No. 1 das Album \u0026ldquo;Mercedes Dance\u0026rdquo; veröffentlicht und damit ein Hitalbum abgeliefert hat, lud nun auch der Namenspatron Hamburg´s Chef-Hip-Hopper und einige hundert exklusive Gäste in seine heiligen Hallen ein. Die aus den 30er Jahren stammende Werk-Halle am Friedrich-Ebert-Damm im Wandsbek war Austragungsort des Werbeversuchs von Mercedes, seine neue A-Klasse an geladene Gäste mit Hilfedes Chef-Stylers zu verticken. Getarnt unter dem Slogan \u0026lsquo;Secret Dance\u0026rsquo;.\nWas DJ Mad in knapp 2 Stunden Vorprogramm mühsam aber skillfull erspielt hat, zerpolterte ein Mercedes-Mitarbeiter bei dem Versuch einer Überleitung zu Jan Delay´s Auftritt: \u0026ldquo;Es tut mir leid, da müsst ihr jetzt durch\u0026rdquo; lauteten die einleitenden wie abschreckenden Worte als er uns Gästen dringend empfahl, die neue A-Klasse Probezufahren und anschließend zu kaufen. Robert, bitte übernehmen Sie! Ob´s an diesem \u0026ldquo;werb\u0026quot;alen Limbo lag oder an hip-hop-mäßiger Vertragsverhandlungen im Vorfeld: Jan Delay sprach in den kommenden 1,5 Stunden nicht von \u0026lsquo;Mercedes Dance\u0026rsquo; sondern von \u0026lsquo;Opel Dance\u0026rsquo;. Und auch sonst zog er die Pseudo-Verkaufsveranstaltungsparty ordentlich durch den Kakao.\nUnd wer jetzt denkt, ein dröges Publikum wippte während des Konzerts lässig mit dem Fuß, der liegt sowas von daneben. Die Crowd ging ab. Und zwar rekordverdächtig. Ein paar Emotionen gibt´s auf den folgenden Fotos und der Abgehfaktor kann auf dem Video nachgewiesen werden.\nSo flach ein Mercedes auf der Straße liegen mag, so flach die Marketingbotschaft des Abends war - so rund liefen die Platten von DJ Mad \u0026amp; so steil gingen Jan Delay \u0026amp; seine Disko No. 1. WORD!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=5MUDGAPD4mc\nFetter Sound, oder? Das kommt davon, wenn man in der ersten Reihe neben dem Monitor steht. Aber wer sich die Musik in gut anhören möchte, kann sich ja das Album kaufen.\n","tags":["Beginner","Hamburg","Hip Hop","Jan Delay"],"section":"posts"},{"date":"1339027200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/plan-b-im-molotow-hamburg/","title":"Plan B im Molotow Hamburg","summary":"Gestern Abend spielte die in den Achtzigern und Neunzigern erfolgreiche Punk-Rock-Pop-Formation Plan B im Hamburger Kellerklub Molotow. An sich nicht´s Besonderes. Schon gar nicht, wenn man diese Musik nicht gerade in seiner Plattensammlung wieder findet, so wie es bei mir der Fall ist. Aber auf sonderbare Weise reflektiert die Band - und insbesondere der Frontmann Johnny Haeusler- ein \u0026ldquo;Berufsbild\u0026rdquo;, welches mich fasziniert.\nAnfang der Neuziger hörte ich erstmals von Plan B.","content":"Gestern Abend spielte die in den Achtzigern und Neunzigern erfolgreiche Punk-Rock-Pop-Formation Plan B im Hamburger Kellerklub Molotow. An sich nicht´s Besonderes. Schon gar nicht, wenn man diese Musik nicht gerade in seiner Plattensammlung wieder findet, so wie es bei mir der Fall ist. Aber auf sonderbare Weise reflektiert die Band - und insbesondere der Frontmann Johnny Haeusler- ein \u0026ldquo;Berufsbild\u0026rdquo;, welches mich fasziniert.\nAnfang der Neuziger hörte ich erstmals von Plan B. Es wird der in den USA so erfolgreiche Song \u0026ldquo;Life´s a beat\u0026rdquo; gewesen sein, der mich auf die Band und deren Musik aufmerksam werden ließ. Ich startete ich meine erste Webseite und nannte sie \u0026ldquo;Life´s a beat\u0026rdquo;, es ging um Musik und ich lernte HTML. Zeitgleich stand der Frontmann beim Berliner Jugendradio Radio 4U hinter dem Mikrofon, er begleitete mich durch´s Abitur. Aus Radio 4U wird Radio Fritz und Johnny Haeusler gründete die defcom GmbH - eine Werbeagentur, die u.a. MTV´s legendäre Nanopops entwickelten. Ich studiere, arbeite und beginne mich mit Grafikdesign und Verkaufsstrategien zu beschäftigen. 2004 stolperte ich über Spreeblick, dem Blog von Johnny Haeusler und seiner Frau. Ich beginne zu bloggen. 2006 nahm sich Spreeblick dem Podcasting an und ich verfolgte diese Entwicklung, Sendung für Sendung (Sänger \u0026amp; Radio-Menschen haben halt gute Stimmen). 2006 schaffte es der Podcast als verändertes Format in Form von \u0026ldquo;Trackback\u0026rdquo; zu Radio Fritz ins Samstag-Vorabendprogramm. Ich beginne mein Wissen an Unternehmen weiter zu geben und mache mich teilselbstständig. Spreeblick verkauft seine eigenen T-Shirts im Blog. Meine Freundin will sowas auch. Wir gründen die HASENFARM. In den folgenden Jahren entwickelte Haeusler und sein Team die Idee für eine Bloggerkonferenz. Heute zählt die daraus hervorgegangene re:publica zu den einflussreichsten Treffen der \u0026ldquo;digital people\u0026rdquo;. Spreeblick ist mittlerweile ein Verlag und 2011 veröffentlichte dieser das von Haeusler geschriebene e-Book \u0026ldquo;I live by the river\u0026rdquo;. Ich machte 2010 eine Weltreise und schrieb kurze Geschichten. Aber ich veröffentliche sie nicht (noch nicht). Und 2012 findet sich Plan B wieder zusammen und gehen auf Tour. Ich besuche die re:publica zum ersten Mal und höre mir erstmal mehr als 3 Songs von Plan B live im Molotow an. Worum es mir beim Schreiben der Zeilen geht? Begreifen, wie´s im Leben gehen kann.\nMan muß zwar nicht gleich die Karriere-Leiter Punkrocker - Radio-Moderator - Agenturchef - Blogger - Podcaster - Konferenzer - Literat - Punkrocker besteigen. Aber das Beispiel zeigt, welche Potentiale auf uns warten. Und wenn ein Projekt seinen Zenith überschritten hat oder nicht so recht aus dem Quark kommen will, dann ist es hilfreich, Augen und Ohren offen zu halten, um neue Wege zu entdecken, Chancen zu sehen und Gelegenheiten zu ergreifen. Dass das funktionieren kann, habe ich gestern Abend gesehen, als eine Band vor mir stand, die trotz (oder gerade wegen) ihrer Geschichte so rockten, als wäre es 1990 oder so.\n","tags":["Berlin","Hamburg","Musik","Plan B"],"section":"posts"},{"date":"1338422400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/lunchbeat-hamburg-lunchen-tanzen/","title":"Lunchbeat Hamburg - Lunchen \u0026 Tanzen","summary":"Wer seinen Kollegen oder seinem Chef sagt, er verbringe die Mittagspause im angesagten Nachtclub der Stadt, der wird schief angeschaut. Heute ernteten nicht Wenige diese schiefen Seitenblicke. Denn es war Lunchbeat.\nLunchbeat ist ein in Schweden erfundenes Konzept, die Mittagspause anders zu verbringen - und zwar beim Tanzen. Neben essen und trinken kann innerhalb der einen Stunde \u0026ldquo;Lunchbeat\u0026rdquo; ausgelassen zu Clubmusik abgetanzt werden. Nach dieser einen Stunde geht das Kehrlicht an und die Musik ist aus.","content":"Wer seinen Kollegen oder seinem Chef sagt, er verbringe die Mittagspause im angesagten Nachtclub der Stadt, der wird schief angeschaut. Heute ernteten nicht Wenige diese schiefen Seitenblicke. Denn es war Lunchbeat.\nLunchbeat ist ein in Schweden erfundenes Konzept, die Mittagspause anders zu verbringen - und zwar beim Tanzen. Neben essen und trinken kann innerhalb der einen Stunde \u0026ldquo;Lunchbeat\u0026rdquo; ausgelassen zu Clubmusik abgetanzt werden. Nach dieser einen Stunde geht das Kehrlicht an und die Musik ist aus.\nSo sonderbar die Idee für manche klingen mag, so wirksam ist dieses Konzept: jeder kennt das Gefühl, nach dem Mittags-Döner zurück am Arbeitsplatz gegen die schweren Augenlieder kämpfen zu müssen. In Asien legen die Angestellten rituell ihren Kopf auf den Schreibtisch und machen ihr Mittagsschläfchen. Da sich wohl kein Nordeuropäer im Büro die Blöße geben würde, einzuschlafen, ist der \u0026ldquo;Lunchbeat\u0026rdquo; ein gelungenes Mittel gegen die Mittagsmüdigkeit.\nHeute fand im Fundbuero der zweite Hamburger Lunchbeat statt. Unter dem Motto \u0026ldquo;The tribe becomes one\u0026rdquo; feierte man gemeinsam mit Gleichgesinnten in 17 Städten. Weltweit wohlgemerkt! Via Livestream und Videowand konnten wir sehen, wie u.a. in den Städten Stockholm, Gothenburg, Norrköping, Helsinki, Berlin, Paris, Porto, Humble, Manchester, Kopenhagen und Oslo andere Besucher im schwach ausgeleuchteten Dunkeln ihre Akkus wieder aufluden.\nUNd das sah so aus: https://www.youtube.com/watch?v=7S92SYINpy8\n","tags":["Hamburg"],"section":"posts"},{"date":"1337817600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/ray-cokes-guesthouse-in-der-fabrik-hamburg-altona/","title":"Ray Cokes Guesthouse in der Fabrik Hamburg-Altona","summary":"Und plötzlich stehe ich auf der Bühne.\nNeben\nRay\nCokes.\nRay Cokes hat Mitte der neunziger Jahre einer ganzen Generation gezeigt, wie Fernsehen funktioniert. Bis zu 60 Millionen Zuschauer versammelten sich vor den damals noch analogen Fernsehempfängern, um seine allabendliche Live-Talk-Show \u0026ldquo;MTV Most wanted\u0026rdquo; zu sehen. Manche lernten durch ihn in dieser Show sogar die englische Sprache. Cokes formte das Fernsehen und war Vorreiter für Shows und Moderatoren, die sein Konzept wenig später mehr schlecht als recht kopieren sollten.","content":"Und plötzlich stehe ich auf der Bühne.\nNeben\nRay\nCokes.\nRay Cokes hat Mitte der neunziger Jahre einer ganzen Generation gezeigt, wie Fernsehen funktioniert. Bis zu 60 Millionen Zuschauer versammelten sich vor den damals noch analogen Fernsehempfängern, um seine allabendliche Live-Talk-Show \u0026ldquo;MTV Most wanted\u0026rdquo; zu sehen. Manche lernten durch ihn in dieser Show sogar die englische Sprache. Cokes formte das Fernsehen und war Vorreiter für Shows und Moderatoren, die sein Konzept wenig später mehr schlecht als recht kopieren sollten.\nAls er vor ein paar Wochen bei Harald Schmidt auftauchte und von seinem neuen Tour-Konzept \u0026ldquo;Ray´s Guesthouse - die Rock´n Talk-Show\u0026rdquo; sprach, da landeten umgehend zwei Karten für die Fabrik Altona in unserem Haushalt. Lockerer Talk und Live-Bands, alles improvisiert, so versprach er es. Er hat sich dran gehalten. Und wie.\nGestern Abend in der Fabrik Altona, kurz nach 20 Uhr war das Haus ausverkauft, Gäste mussten teilweise sogar stehen. Cäthe, Pohlmann, Ein Astronaut ziehen jüngeres Publikum, Triggerfinger \u0026amp; Ray Cokes älteres Publikum an. Ein Trailer aus der \u0026ldquo;guten alten MTV-Zeit\u0026rdquo; eröffnet den Abend, wenig später springt ein junger (54 Jahre!), dynamischer und quirliger Ray Cokes über die Bühne. So als wäre zwischen 1996, dem Ende von \u0026ldquo;Most Wanted\u0026rdquo;, und heute keine Zeit vergangen. Das uns an diesem Abend ein besonderes Format geboten wird, ist schnell klar. Gäste werden ausgesucht, um den im Publikumsraum sitzenden Musikern den ganzen Abend über Getränke auszuschenken, ein Pärchen darf es sich in einer Lümmelecke bei Prosecco gemütlich machen und bei The Astronaut versagt die Technik. Improvisation \u0026amp; Interaktion - wir haben das Gefühl, mitten drin zu sein.\nDieses Gefühl wird dann irgendwann im Laufe des Abends zur real-existierenden Gewissheit, als ich mich plötzlich neben Ray Cokes auf der Bühne wiederfinde und mit ihm das berüchtigte \u0026ldquo;Glücksrad des Todes\u0026rdquo; spielen darf, die Weiterentwicklung der legendären „Bingo Wall of Death“ aus MTV-Zeiten. (Grüße an Thomas Knüwer) Ähnlich irritiert wie Ray Cokes war auch ich, als mich ein Los ein zweites Mal auf die Bühne zerrte. Hätte mich Robbie Williams gehört, wie ich sein \u0026ldquo;Angel\u0026rdquo; beim \u0026ldquo;Kash Karaoke\u0026rdquo; in Grund und Boden sag, er wäre taub geworden.\nAber es gab an diesem Abend auch sehr positive musikalische Überraschungen (für mich). Die belgische Band \u0026ldquo;Triggerfinger\u0026rdquo; sorgte mit einem fulminanten Auftritt für einen \u0026ldquo;Wow-Effekt\u0026rdquo;. Hier eine Kostprobe ihrer Interpretation von Lykke Li´s I follow rivers.\nNie was von denen gehört, gleich in ihr Herzblut verliebt und am Ende der Veranstaltung das aktuelle Album (blaues Vinyl + CD + Poster + Autogramm) gekauft. Und das, obwohl ich keinen Rock höre.\nWarum aber schreibe ich hier in diesem Blog eigentlich darüber? Weil man an diesem Abend und mit diesem Konzept eine der wichtigsten Grundsteine für Erfolg sehen kann: \u0026ldquo;Leidenschaft\u0026rdquo;. Das komplette Konzept \u0026ldquo;Ray´s Guesthouse\u0026rdquo; ist scheinbar darauf aufgebaut. Das organisierte Chaos, kein scripted reality-Kram, jede Menge Herzblut sorgen für Authentizität, lassen den Konsumenten Teil werden. Engagement nennt man das Neudeutsch. Und auch wenn Ray Cokes seinen Stil in einer Zeit vor dem Internet entwickelt hat, so funktioniert er noch heute genauso wie früher. Es kommt also weniger auf´s Marketing als auf die Business-Basics drauf an.\nAber: Ist die deutsche Fernsehlandschaft wieder reif für \u0026ldquo;Ray´s Guesthouse\u0026rdquo;? Ich wünsche es ihr (mir) so sehr!\nHier die offiziellen Highlights des gestrigen Abends.\n","tags":["MTV","Ray Cokes","Musik"],"section":"posts"},{"date":"1336348800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/republica-2012-mein-resume/","title":"re:publica 2012. Mein re:sümee","summary":"Ich habe mir ein paar Tage Zeit gelassen, um mein persönliches Fazit aus der re:publica 2012 zu ziehen. Ich habe darauf verzichtet, die Meinungen anderer im Internet zu lesen. Dafür hat Berlin am Wochenende einfach zu viel Spannendes zu bieten.\nDie Location: Nachdem die Konferenz im letzten Jahr an die Grenze der räumlichen Kapazitäten stieß, warteten die Organisatoren in diesem Jahr mit der STATION als Veranstaltungsort auf. Eine exzellente Wahl, die die Konferenz, mit ihrem Netzwerk-Gedanken optimal unterstützte.","content":"Ich habe mir ein paar Tage Zeit gelassen, um mein persönliches Fazit aus der re:publica 2012 zu ziehen. Ich habe darauf verzichtet, die Meinungen anderer im Internet zu lesen. Dafür hat Berlin am Wochenende einfach zu viel Spannendes zu bieten.\nDie Location: Nachdem die Konferenz im letzten Jahr an die Grenze der räumlichen Kapazitäten stieß, warteten die Organisatoren in diesem Jahr mit der STATION als Veranstaltungsort auf. Eine exzellente Wahl, die die Konferenz, mit ihrem Netzwerk-Gedanken optimal unterstützte. Die kreisförmige Anordnung der Stages um den großen, hellen Lichthof brachte die Besucher unaufdringlich zusammen. Sobald eine Session beendet war, strömten die Besucher quasi in das Zentrum der Location. Man verabredete sich, traf sich spontan oder holte tief Luft. Der große, und dank dem Berliner Wetter, meistens sonnengeflutete Innenhof mit dem Catering sorgte für zusätzlichen Freiraum.\nDie Besucher: Die Veranstalter nannten knapp 4.000 Besucher. Und es war ein großer bunter Haufen. Die digitale Kultur ist also auch in der realen Welt so bunt, wie im Netz selber. Ob roter Irokese, grüne Matte, Anzug, Flip-Flops, Shirt oder Hoodie - es war ein Treffen von individuellen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereich und mit unterschiedlichen Erwartungen.\nDie Sessions: Schon die Planung der drei Tage stellte mich vor ernsthafte Probleme, wusste ich doch nicht, wie ich mich zerteilen kann, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Gerne wäre ich in zwei Sessions gleichzeitig gewesen. Aber auch anhand derer, die ich besuchte ließ sich erkennen, dass für jeden etwas dabei war. Sessions mit Grundlagenvermittlung, Panels für Fortgeschrittene und Metadiskussionen für Insider - ich fand mich in unterschiedlich interessanten Runden wieder. Wenn 4.000 Personen auf einer Konferenz aufeinander treffen und gemeinsam Sessions besuchen, dann ist es nahezu ausgeschlossen, eine fachlich vertiefte Diskussion zu führen. Zu heterogen die Masse. Meinen Wunsch, Denkanstöße zu erhalten und meinen Blickwinkel neu einzustellen, wurde mit dem Konzept und den Sessions erfüllt.\nAusgemachte Schwerpunkte: Zusammengefasst sind mir 3 thematische Schwerpunkte bzw. Herausforderungen aufgefallen, mit denen die Gesellschaft (und insbesondere die Netzgemeinde) konfrontiert ist: \u0026ldquo;Skalierung auf die Gesamtheit\u0026rdquo;, \u0026ldquo;Do-it-yourself\u0026rdquo; und \u0026ldquo;wirtschaftspolitische Revolution\u0026rdquo;.\nSkalierung auf die Gesamtheit: Während die Netzgemeinde sehr engagiert und angestrengt über netzpolitische und netzrelevante Themen diskutiert, philosophiert und manchmal lamentiert, findet für einige Zehnmillionen Bürger das Netz immer noch nur im Abrufen von e-Mails statt. Diese unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten gilt es bei dem Diskurs über die Zukunft des Digitalen mehr zu berücksichtigen. Auch wenn die \u0026ldquo;Piraten\u0026rdquo; im Moment politisch mit Rückenwind durch die politischen Gewässer Deutschlands segeln, so heißt das nicht, dass die Mehrheit der Wähler zu Netzthemen ebenso angeregt diskutieren kann, wie über die \u0026ldquo;Herdprämie\u0026rdquo;. Die Aufgabe wird sein, netzbezogene Themen so aufzubereiten, dass sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich werden. Nerd-Sprache ist out!\nDo-it-yourself: Facebook, Twitter, Instagram \u0026amp; Co. verkünden gigantische Zuwachsraten in Nutzern und Geldmitteln. Nutzer scheinen wie blind den Diensten verfallen zu sein und posten, sharen, liken als gäbe es kein Morgen mehr. Dabei wird gerne vergessen, dass die Unternehmen von den Nutzern nur zwei Dinge wollen: ihre Daten und Inhalte. Denn diese beiden Dinge bringen Investoren in Verzückung und öffnen Brieftaschen. Galt das Netz lange als Möglichkeit, sich selber zu verwirklichen, Meinungen zu äußern und Inhalte zu erschaffen, gibt sich der durchschnittliche Nutzer heute meist nur noch mit der Wiedergabe bereits vorhandener Inhalten zufrieden. Es gilt in der Zukunft wieder die Gehirnzellen zusammen zu reißen und eigene Ideen einzubringen - und das auf selbstkontrollierten Plattformen.\nwirtschaftspolitische Revolution: Inzwischen hat auch die Musikindustrie langsam mitbekommen, dass dieses Internet das Kauf- und Konsumverhalten nachhaltig verändert hat. Und es ist auch bekannt geworden, dass man sich etwas einfallen lassen muß, um den Kunden bei der Stange zu halten. In der Unterhaltungsindustrie verdienen Unternehmen Geld wie Heu - nur sind es derzeit meist die Betreiber illegaler Download-Plattformen. Anstatt den Musikbegeisterten zu kriminalisieren, gilt es Lösungen zu finden, die Geldströme wieder in die richtigen Kanäle zu leiten - hin zu den Künstlern. Der Hilferuf der Wirtschaft nach politisch initiierten Regularien scheint ein einfaches Mittel zu sein, das Ziel zu erreichen. Doch soll und darf sich die Politik so stark in wirtschaftliche Fehlentwicklung einmischen und den Lebensraum von so vielen reglementieren? Viel ist im Auf- und Umbruch - Vieles getrieben von angstbeflügeltem Aktionismus und Lobbyismus. Die Aufgabe wird sein, die Entscheidungen zu beeinflussen, um den Charakter des Netzes als Raum der freien Kommunikation und Wirtschaftsstandort aufrecht zu erhalten.\nHat sich´s gelohnt: Ich habe einen Leitsatz: \u0026ldquo;Wenn ich auch nur eine Idee von einem Event mit mir nach Hause nehme, hat sich der Besuch gelohnt.\u0026rdquo; Und ich habe eine Menge Ideen mitgenommen.\nIn diesem Sinne, wir sehen uns auf der re:publica 2013\n","tags":["re:publica"],"section":"posts"},{"date":"1336089600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/republica-2012-dritter-tag-zusammengefasst/","title":"re:publica 2012. dritter Tag. zusammengefasst","summary":"Alle guten Dinge sind drei. Und so ist der dritte Tag auch der letzte der diesjährigen re:publica. Wenn man sich einige Sessions anschaut, so könnte man meinen, die Veranstalter und Beteiligten wollten an diesem Tag noch einmal zeigen, wo die Latte hängt.\nBlogvermarktung Während in den USA Blogs finanziell unglaublich gepusht werden, dümpelt die deutschsprachige Blogosphäre mit Monatseinnahmen im Bierflaschenniveau vor sich hin. Anhand von erfolgreichen Bloggern und Vermarktern wurde der Versuch unternommen, Wege aus dem Dilemma abzuleiten und aufzuzeigen, wie mit Werbung umgangen werden sollte.","content":" Alle guten Dinge sind drei. Und so ist der dritte Tag auch der letzte der diesjährigen re:publica. Wenn man sich einige Sessions anschaut, so könnte man meinen, die Veranstalter und Beteiligten wollten an diesem Tag noch einmal zeigen, wo die Latte hängt.\nBlogvermarktung Während in den USA Blogs finanziell unglaublich gepusht werden, dümpelt die deutschsprachige Blogosphäre mit Monatseinnahmen im Bierflaschenniveau vor sich hin. Anhand von erfolgreichen Bloggern und Vermarktern wurde der Versuch unternommen, Wege aus dem Dilemma abzuleiten und aufzuzeigen, wie mit Werbung umgangen werden sollte. Ob die Session Früchte trägt, wird sich auf der re:publica 2013 zeigen.\nCopyriot: der Kampf der Kulturen Das Urheberrecht interessiert deine Mutter nicht - der provokante Ausspruch von Sascha Lobo am Montag wurde in dieser Session nicht minder deutlich abgewandelt: Das Urheberrecht interessiert unsere Kinder nicht, aber Musik schon. Wie können Musiker wieder Geld verdienen - so die einfache Frage, auf die derzeit wohl niemand eine Antwort weiß. Die Diskussion mit Künstlern, Labelinhaber und TapeTV-Gründer lieferte keine Antworten, dafür nur eine Erkenntnis, die eigentlich schon jeder haben müsste: die Entkriminalisierung des Nutzers durch konsequente Orientierung an den Forderungen selbiger kann zu weiterhin steigenden Umsätzen der Musikindustrie führen.\nSocial Media-Nutzung in der Bundesregierung Das zweite Highlight meiner re:publica. Steffen Seibert, seines Zeichens Regierungssprecher der aktuellen Bundesregierung erbrachte den Beweis, dass er ein absoluter Kommunikationsprofi ist und/oder versteht, welche Chancen sich aus dem digitalen Bürgerkontakt ergeben. Recht offen schilderte er den Weg, wie er zum Twitter-Account @regsprecher kam, welche Strategie (nämlich keine) sich dahinter verbirgt und welche Erkenntnisse er durch dieses Kommunikationsinstrument gewonnen hat und ob und wie sich diese auf das politische Handeln der Bundesregierungs auswirken.\nStandardsituationen der Technologiebegeisterungen \u0026ldquo;There is no reason for any individual to have a computer in his home.\u0026rdquo; Mit dieser kapitalen Fehleinschätzung reihte sich Ken Olson, Boss und Gründer von Digital Equipment Corporation (DEC) 1977, in eine lange Schlange von Personen ein, die das Potential neuer Technologien nur unzureichend erkannten und entsprechend unternehmerisch falsche Richtungen einschlugen. Die Session zeigte neben historisch bewiesenen Fehleinschätzungen die Gründe, wie es dazu kommen kann. Und bereits das Wissen um diese Gründe ist ein Teil des Lösungsansatzes, nicht selber folgenschwere Fehleinschätzungen zu treffen.\n","tags":["Konferenz","re-publica","Berlin"],"section":"posts"},{"date":"1336089600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/republica-2012-zweiter-tag-zusammengefasst/","title":"re:publica 2012. zweiter Tag. zusammengefasst","summary":"Volles Programm gab´s auch am zweiten Tag der re:publica. Es folgt meine Zusammenfassung, die ich punktuell in den kommenden Tagen vertiefen werde.\nDer digitale Dorfplatz: privat oder öffentlich Was ist öffentlich und was ist Öffentlichkeit? Kann das Internet überhaupt mit einem Marktplatz und seinen sozio-kulturellen Strukturen und Regeln verglichen werden? Es wurde keine abschließende Antwort auf diese Fragen gefunden. Doch bei allen Möglichkeiten des Zusammentreffens und der Diskussion auf Plattformen darf nicht vergessen werden, dass kommerziell agierende Unternehmen den digitalen \u0026ldquo;Marktplatz\u0026rdquo; bereitstellen.","content":" Volles Programm gab´s auch am zweiten Tag der re:publica. Es folgt meine Zusammenfassung, die ich punktuell in den kommenden Tagen vertiefen werde.\nDer digitale Dorfplatz: privat oder öffentlich Was ist öffentlich und was ist Öffentlichkeit? Kann das Internet überhaupt mit einem Marktplatz und seinen sozio-kulturellen Strukturen und Regeln verglichen werden? Es wurde keine abschließende Antwort auf diese Fragen gefunden. Doch bei allen Möglichkeiten des Zusammentreffens und der Diskussion auf Plattformen darf nicht vergessen werden, dass kommerziell agierende Unternehmen den digitalen \u0026ldquo;Marktplatz\u0026rdquo; bereitstellen. Die AGBs regeln, was gesagt werden kann, und was nicht. Sascha Lobo zeichnete ein treffendes Bild von der \u0026ldquo;Meinungsfreiheit\u0026rdquo;, die uns das Internet gibt: Stell´ dir vor du gehst in ein Café und der Besitzer sagt dir, welche Worte du nicht sagen darfst und welche Bücher nicht mit in das Café genommen werden dürfen.\nWas hab´ ich? Der Gründer und Betreiber der Plattform www.washabich.de stellt sein Projekt vor, in dem Medizinstudenten von Patienten eingereichte Befunde in verständliches Patientendeutsch übersetzen. Der Blick hinter die Kulissen dieses Services, der vor Nachfrage aus allen Nähten platzt, brachte Erkenntnisse über das veränderte Verständnis des Verhältnisses Arzt - Patient.\nWas machen Kliniken in Social Media? Ein Statusbericht über die Aktivitäten deutscher Kliniken im Social Web. best - and Worst-Beispiele von Facebook-Seiten und Twitter-Accounts.\nHealth 2.0 in Deutschland - Lichtjahre hinter dem Rest der Welt?! Während in den USA der digitale Fortschritt längst auch das Gesundheitswesen erfasst hat, tut sich Deutschland noch immer schwer, vorhandenen Strukturen aufzubrechen, neue Services einzuführen und die neuen Möglichkeiten nutzbringend anzuwenden. Datenschutz \u0026amp; Mündigkeit waren zwei Buzzwords, die veranschaulichten, warum wir in Deutschland erst fragen, was nicht geht. Bevor wir uns überlegen, was geht.\nWie überlebt mein Unternehmen die Disruption unseres Geschäftsmodells? Die kontinuierliche und rasante Entwicklung im technischen Bereich stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. In der jüngsten Vergangenheit gab es Beispiele, dass einst erfolgreich geführte Konzerne mit langer Tradition plötzlich vom Markt verschwinden, weil es ihnen nicht gelingt, mit der Revolution Schritt zu halten. Kleine, flexible Unternehmen, die mit innovativen Produkten in den Markt eintreten und sich \u0026ldquo;von unten\u0026rdquo; und mit anfangs geringen Overheadkosten am Markt etablieren und sukzessive die Qualität der Produkte steigern, können großen, schwerfälligen Unternehmen gefährlich werden.\nDas Internet ist nicht mein Feind? Kaum zu glauben, aber in dieser Gesprächsrunde mit DJs und Produzenten hörte ich kaum Klagen und Jammern. Ganz im Gegenteil: Das Internet sei das beste, was hätte passieren können. Mehr Auswahl, mehr Möglichkeiten, mehr Individualität. Zitat der Runde: Der Downloader ist genau so schädlich wie der Mayor, der dem Künstler kaum was vom Gewinn abgibt.\nWebvideopreis FAIL-Awards Der \u0026ldquo;silberne Sellerie\u0026rdquo; für das schlimmste Webvideo wurde in einer kurzen und schmerzhaften Session gekürt. Ich sage, das war Körperverletzung!\nRoyal Revue III Nilzenburger und Herm präsentierten mit \u0026ldquo;Facepunch\u0026rdquo; ein Businesskonzept der innovativen Art. Integriertes Qualitätsmanagement, klare Monetarisierungsstrategien und interessante Fakten über die Zielgruppen bereiteten die Grundlage für eine abschließende Runde BINGO. Spaß muß sein.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1336003200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/republica-erster-tag-zusammengefasst/","title":"re:publica 2012. erster Tag. zusammengefasst","summary":"Die 6. re:publica empfing ca. 4.000 Netzinteressierte in der STATION-Berlin. Von 10:00 - 20:00 Uhr hatte man die Qual der Wahl sich aus den teils 6 parallel stattfindenden Sessions, Panel-Diskussionen und Vorträgen die passende auszusuchen. Meine Zusammenfassung gibt einen ersten Überblick der Sessions, die ich mir angesehen habe.\nCreative Internet Business: Made in Germany? Warum schaut man immer zuerst nach Amerika, wenn es um die Start-Up-Szene geht? Warum sind Rahmenbedingungen über dem großen Teich so viel besser als in Deutschland?","content":" Die 6. re:publica empfing ca. 4.000 Netzinteressierte in der STATION-Berlin. Von 10:00 - 20:00 Uhr hatte man die Qual der Wahl sich aus den teils 6 parallel stattfindenden Sessions, Panel-Diskussionen und Vorträgen die passende auszusuchen. Meine Zusammenfassung gibt einen ersten Überblick der Sessions, die ich mir angesehen habe.\nCreative Internet Business: Made in Germany? Warum schaut man immer zuerst nach Amerika, wenn es um die Start-Up-Szene geht? Warum sind Rahmenbedingungen über dem großen Teich so viel besser als in Deutschland? Oder ist das überhaupt so? Die Diskussionsrunde mit Politiker, erfolgreichem Start-Up und Inkubator lieferte u.a. die Erkenntnis, dass z.B. Berlin gegenüber dem Silicon Valley den großen Vorteil hat, dass es Fachkräfte aus aller Herren Länder anzieht und Unternehmen somit über einen interkulturellen Personal-Mix verfügen, der sich bei der Expansion ins Ausland als sehr wertvoll zeigt. Aktuelle Erfolgsmodelle wir die 6Wunderkinder oder Soundcloud beweisen, dass es auch in Deutschland möglich ist, innovative Unternehmen zu gründen. Berlin mit seiner derzeit noch preisgünstigen Infrastruktur macht es Unternehmen mit dünner Finanzdecke leichter, durch die schwierigen Zeiten der Gründung zu kommen.\nUdo Vetter: Spielregeln für das Publizieren im Netz Es war zu erwarten das es voll wird - aber so voll?! Dennoch ist es ein sehr gutes Zeichen, wenn der bloggende Rechtsanwalt Udo Vetter, der als Experte für Internetrecht gilt, so viel Interesse weckt. In der Session wurden so grundlegende Themen wie Urheberrecht, Impressumspflicht und Lizenzrechte anhand von amüsanten - aber leider echten - Fallbeispielen besprochen. Insbesondere für Einsteiger in das digitale Publizieren war dieser Vortrag sehr nutzbringend.\nDer wandelnde Computernutzer Wie wurde von dem Tippfräulein und dem Sitzriesen der heutige mobile Internetnutzer. Eine kleine Zeitreise anhand von Zeitzeugen in gedruckter und videografischer Form, die uns zeigt, in welch kurzer Zeit sich das Medium Computer - später Internet - in unser Leben integriert hat.\nSelfpublishing - am Beispiel von Autoren Für mich eine der interessantesten Gesprächsrunden des Tages. Was kann die Selbstvermarktung von Büchern (Print \u0026amp; e-Book) leisten und was kann sie nicht. Zwei Best-Practice-Beispiele schilderten aus ihrer eigenen Erfahrung den steinigen Weg, die Probleme und die erstaunlichen Ergebnisse der Eigenvermarktung ihrer literarischen Werke.\nCindy Gallop - Make love not Porn Geht es um die digitale Gesellschaft, geht es auch im dieses Thema. Ein Viertel des Daten\u0026quot;verkehrs\u0026quot; geht auf das Konto von pornografischen Inhalten. Die Pornoindustrie hat es als erste Industrie geschafft, die Technologie des Internets für sich gewinnbringend zu nutzen. Während die Musikindustrie auch fast 20 Jahre nach dem Start des Netzes verzweifelt nach Monetarisierungsmöglichkeiten sucht, wächst der Pornoindustrie das Geld quasi aus den Taschen. Die Amerikanerin Ciny Gallop geht mit ihrem Projekt makelovenotporn.com gegen die negativen Einflüsse auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein uns skizzierte die Hintergründe für ihr anstehendes Projekt, bei dem sie die Pornoindustrie revolutionieren möchte.\nSascha Lobo Stage 1 brach aus allen Nähten als Deutschlands bekanntester Berater für digitale Aspekte die Bühne betrat. Mit dem Titel \u0026ldquo;Status des Internets 2012\u0026rdquo; beschimpfte, beleidigte und kokettierte er wieder quer durch den Saal und die Republik. Polemisch, pragmatisch, parodistisch beleuchtete er alles von Facebook bis Pinterest, von Netzpolitik bis Katzen-Content. Und doch, wenn man genau hinhörte, enthielt sein Vortrag soviel wahre Aspekte, dass mir das Lachen verging.\nVisuelles Highlight im großen und weitläufigen Netzworking-Space war die riesige Twitterwall der etwas anderen Art. Was es sonst nur als digitale Beamerprojektion gibt, verwandelten die Veranstalter der re:publica in kohlenstoffliche Form: auf Papier ausgedruckte Tweets mit den Hashtags #rp12 oder #action. Die Transformation von Online-Daten zu Offline-Kunst sieht dann etwa so aus:\nEinige der Sessions werde ich in den folgenden Tage hier detaillierter aus der Sicht von Unternehmen beleuchten. Doch jetzt heißt es Tasche packen und auf zum 2. Tag einer großartigen re:publica.\n","tags":["Berlin","re-publica"],"section":"posts"},{"date":"1335398400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/republica-2012-meet-me-in-acton-rp12/","title":"re:publica 2012 - meet me in ACT!ON @ #rp12","summary":"Zweitausendsieben trafen sich Blogger und Netzaktive in Berlin, um sich auszutauschen, über die Zukunft nachzudenken, aktuelle Themen zu diskutieren. \u0026ldquo;Leben im Netz\u0026rdquo; war das Motto der ersten re:publica, die damals schon 700 Besucher anzog. Zweitausendzwölf hat sich die Veranstaltung in der Version Sechs zur größten Konferenz für Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft entwickelt. 270 Redner aus über 30 Ländern treffen auf ca. 3.000 Gäste. Die re:publica bietet den Rednern eine Plattform, mit anderen in Kontakt zu treten, Themen zu reflektieren und Gedanken weiter zu spinnen.","content":"Zweitausendsieben trafen sich Blogger und Netzaktive in Berlin, um sich auszutauschen, über die Zukunft nachzudenken, aktuelle Themen zu diskutieren. \u0026ldquo;Leben im Netz\u0026rdquo; war das Motto der ersten re:publica, die damals schon 700 Besucher anzog. Zweitausendzwölf hat sich die Veranstaltung in der Version Sechs zur größten Konferenz für Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft entwickelt. 270 Redner aus über 30 Ländern treffen auf ca. 3.000 Gäste. Die re:publica bietet den Rednern eine Plattform, mit anderen in Kontakt zu treten, Themen zu reflektieren und Gedanken weiter zu spinnen.\nDas Thema 2012 ist \u0026ldquo;ACT!ON\u0026rdquo;:\nACT!ON symbolisiert die Schubkraft sozialer Medien für politische Bewegungen. Es zeigt auch, dass sich die Bedeutung der Digitalisierung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen manifestiert hat. Auf der sechsten re:publica geht es darum, die technischen Erneuerungen voranzutreiben, Themen wie Mobilität, Ressourcenverteilung oder Finanzen zu überdenken, interaktive Designs und Spiele zu entwickeln, gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen und im Zuge der DIY-Bewegung Produktion und Konsum neu zu definieren.\nEs ist keine leichte Aufgabe, sich aus dem umfangreichen Rahmenprogramm mit unterschiedlichsten Richtungen und Themenbereichen seinen eigenen Fahrplan zusammmenzustellen. Für all jene, die sich auch in der STATION-Berlin aufhalten oder sich dafür interessieren, was hier später als Berichterstattung nachzulesen sein wird, veröffentliche ich hier meinen Session-Plan, den ich - auch als Übersicht für mich - unregelmäßig aktualisieren werde.\nAlso, meet me in ACT!ON und zwar hier:\nMittwoch, 2. Mai 10:00 – 11:00 // Eröffnung // Markus Beckedahl 11:00 – 12:00 // Creative Internet Business made in Germany // Thomas Knüwer freier Slot freier Slot freier Slot 18:45 – 19:15 // Rockstars und Mimosen – Wie die deutsche Blogosphäre veramerikanisiert wird // Sascha Pallenberg\nDonnerstag, 3. Mai 10:00 – 11:00 // Der digitale Dorfplatz: Privat oder Öffentlich? // Sascha Lobo 12:30 – 13:00 // Was machen Kliniken in Social Media? Facebook, was sonst?! // Martin Schleicher 13:45: - 14:45 // Uebermorgen TV // Mario Sixtus freier Slot 16:15 – 17:15 // Wie überlebt mein Unternehmen die Disruption unseres Geschäftsmodells // Leander Wattig 19:00 – 20:00 // Die Twittershow // Martina Pickhardt 20:00 – 21:00 // Poetry Spam // Sue Reindke\nFreitag, 4. Mai 10:00 – 11:00 // Blogvermarktung // Jörg Blumtritt 12:30 – 13:30 // Online-Kampagnen für NGOs – eine Fehlersuche // Judith Orland 14:30 – 15:30 // Social Media Nutzung in der Bundesregierung – Ein Interview mit @RegSprecher // Steffen Seibert freier Slot 17:45 - 18:45 // Verabschiedung // Markus Beckedahl\nStand: 26.4. // 14:00\nWenn es die Zeit und die Spannung der Vorträge zulässt, gibt´s Gedanken, Meinungen und Reaktionen auf @netzkombyse oder via Instagram.\n","tags":["Berlin","re:publica","2012"],"section":"posts"},{"date":"1335225600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2012/next-berlin-2012-die-digitale-revolution-ist-vorbei/","title":"NEXT Berlin 2012 - die digitale Revolution ist vorbei","summary":"Am 8. und 9. Mai 2012 findet die NEXT Berlin 2012 statt.\nAls die führende europäische Konferenz der digitalen Industrie ist sie Treffpunkt und Plattform für Unternehmer, Kreative und Investoren. Das Programm verspricht interessante Einblicke in spannende Geschäftsmodelle, Technologien und Visionen.\nBegeistert bin ich schon heute von der Aussage der Veranstalter, die sich im Leitfaden für die Speaker der Veranstaltung wiederfindet:\nThis yearʼs conference is dedicated to the post-digital era.","content":" Am 8. und 9. Mai 2012 findet die NEXT Berlin 2012 statt.\nAls die führende europäische Konferenz der digitalen Industrie ist sie Treffpunkt und Plattform für Unternehmer, Kreative und Investoren. Das Programm verspricht interessante Einblicke in spannende Geschäftsmodelle, Technologien und Visionen.\nBegeistert bin ich schon heute von der Aussage der Veranstalter, die sich im Leitfaden für die Speaker der Veranstaltung wiederfindet:\nThis yearʼs conference is dedicated to the post-digital era. Why? Because the digital revolution is over, digital has won. It is no longer new and innovative, as today we take its use for granted.\nIm Klartext: Die digitale Revolution ist vorbei - das Digitale hat gewonnen. Jetzt geht es darum, was wir aus und mit den neu gewonnen Möglichkeiten machen.\nAuch wenn es für viele noch schwer ist, die Möglichkeiten der digitalen Veränderung zu begreifen, Risiken zu bewerten und Chancen zu erkennen, so wird deutlich, wie wichtig die objektive Auseinandersetzung mit dem ´Internet´ ist.\nUnd die NetzKombyse? Für mich wird die Konferenz nicht nur in Hinblick auf das Treffen von Persönlichkeiten der digitalen Wirtschaft spannend sein. Am 9.5. bestreite ich gemeinsam mit Spreadshirt´s CEO Philip Rooke das Event: Provide them with the tools, and let them do the work: Next trends in prosumer commerce at Spreadshirt im Rahmen des Fashion-Tracks. Was wir zu berichten haben, wird nach der Konferenz hier zu lesen sein. Soviel sei verraten: es geht um T-Shirts \u0026amp; Hasen.\n","tags":["digital","handel","next","nextconference","spreadshirt","strategie","wirtschaft"],"section":"posts"},{"date":"1323734400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2011/brasilien-2011/","title":"Brasilien 2011","summary":"Zugegeben, unsere Brasilienreise war für uns eine sehr, sehr spezielle Erfahrung. Nicht aus Gründen, die uns in Brasilien widerfuhren. Abseits davon begegnete uns Brasilien so:\nGegensätzlich: Körperkult an der Copacabana\nEntspannend: Sonnenuntergang in Santo André\nTierisch: Bo und Hund in Santo André\nNostalgisch: VW Käfer in Ouro Preto\nmerkwürdig: Favela in Rio de Janeiro in der Abenddämmerung\ntypisch: der Blick auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro\nillusionsraubend: die Copacabana in Rio de Janeiro","content":" Zugegeben, unsere Brasilienreise war für uns eine sehr, sehr spezielle Erfahrung. Nicht aus Gründen, die uns in Brasilien widerfuhren. Abseits davon begegnete uns Brasilien so:\nGegensätzlich: Körperkult an der Copacabana\nEntspannend: Sonnenuntergang in Santo André\nTierisch: Bo und Hund in Santo André\nNostalgisch: VW Käfer in Ouro Preto\nmerkwürdig: Favela in Rio de Janeiro in der Abenddämmerung\ntypisch: der Blick auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro\nillusionsraubend: die Copacabana in Rio de Janeiro\n","tags":["Brasilien","2011"],"section":"posts"},{"date":"1308787200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/space-invader-in-paris/","title":"Space Invader in Paris","summary":"In Paris quillt Kunst und Kultur ja quasi aus jeder Ritze der Stadt. Unter anderen haben Chopard, Eiffel, Chabrol, Truffaut, Polanski, Monet, Napoleon und Space Invader der Stadt eine Seele geschenkt, die sie einzigartig macht.\nMoment! Space Invader? In der Tat traf es mich wie ein High Five der Mona Lisa, als ich an einer Hauswand das für den Straßenkünstler typische Mosaic eines seiner Space Invader entdeckte. Ohne danach zu suchen, begegneten mir noch ein paar andere seiner Arbeiten.","content":"In Paris quillt Kunst und Kultur ja quasi aus jeder Ritze der Stadt. Unter anderen haben Chopard, Eiffel, Chabrol, Truffaut, Polanski, Monet, Napoleon und Space Invader der Stadt eine Seele geschenkt, die sie einzigartig macht.\nMoment! Space Invader? In der Tat traf es mich wie ein High Five der Mona Lisa, als ich an einer Hauswand das für den Straßenkünstler typische Mosaic eines seiner Space Invader entdeckte. Ohne danach zu suchen, begegneten mir noch ein paar andere seiner Arbeiten. Ich hab mich wie ein Pilz gefreut, seine von mir so geschätzten Arbeiten in Echt und Draußen sehen zu können. Damit hat Mr. Space Invader meinen kulturellen Parisbesuch nice abgerundet. Merci!\n","tags":["Frankreich","2011","Streetart"],"section":"posts"},{"date":"1306281600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/the-beat-of-shibuya-tokiojapan/","title":"The beat of Shibuya (Tokio/Japan)","summary":"Bei Martin habe ich dieses großartige Zeitraffer-Video von Shibuya, Tokios pulsierendem Stadtteil gefunden. Was das so besonders macht? Ich war da. Und ja, das ist auch in echt so derb wie im Video. Auch wenn mir die Musik nicht so zusagt, trifft sie den Titel des Videos doch auf den Punkt \u0026ldquo;The Beat of Shibuya\u0026rdquo;. Have fun!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=ivdome0S3Bs","content":"Bei Martin habe ich dieses großartige Zeitraffer-Video von Shibuya, Tokios pulsierendem Stadtteil gefunden. Was das so besonders macht? Ich war da. Und ja, das ist auch in echt so derb wie im Video. Auch wenn mir die Musik nicht so zusagt, trifft sie den Titel des Videos doch auf den Punkt \u0026ldquo;The Beat of Shibuya\u0026rdquo;. Have fun!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=ivdome0S3Bs\n","tags":["Japan"],"section":"posts"},{"date":"1294617600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-fotos-des-jahres-2010/","title":"Die Fotos des Jahres 2010","summary":"Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um uns durch die Bildermassen unserer Reise zu kämpfen. Auch wenn von den knapp 18.000 Aufnahmen letztendlich nur ca. 10.000 auf DVD zu bannen wert waren, ist die Reduktion auf´s Wesentliche keine leichte Arbeit. Dennoch wollen wir aber den Versuch wagen, Euch unsere, die aus unserer Sicht, 40 stärksten Fotos zu präsentieren. Dabei haben wir mal unsere Emotionen und Erlebnisse zum jeweiligen Bild beiseite geschoben und uns auf die Aussagestärke konzentriert.","content":"Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um uns durch die Bildermassen unserer Reise zu kämpfen. Auch wenn von den knapp 18.000 Aufnahmen letztendlich nur ca. 10.000 auf DVD zu bannen wert waren, ist die Reduktion auf´s Wesentliche keine leichte Arbeit. Dennoch wollen wir aber den Versuch wagen, Euch unsere, die aus unserer Sicht, 40 stärksten Fotos zu präsentieren. Dabei haben wir mal unsere Emotionen und Erlebnisse zum jeweiligen Bild beiseite geschoben und uns auf die Aussagestärke konzentriert.\nWas meint ihr, ist uns die Auswahl gelungen?\n","tags":["2010"],"section":"posts"},{"date":"1293753600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/unsere-asien-reise-auf-google/","title":"unsere Asien-Reise auf Google","summary":"Die moderne Informationstechnologie macht es möglich, unsere Fußspuren nun auch auf Google´s Maps zu hinterlassen. Und so sieht unsere Wanderung durch Asien aus der Satelliten-Spionage-Perspektive aus.\nAsien-Reise 2010 auf einer größeren Karte anzeigen\nDu kannst in der Karte herum\u0026quot;fahren\u0026quot;, scrollen und die kleinen Flaggen anklicken, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt.","content":"Die moderne Informationstechnologie macht es möglich, unsere Fußspuren nun auch auf Google´s Maps zu hinterlassen. Und so sieht unsere Wanderung durch Asien aus der Satelliten-Spionage-Perspektive aus.\nAsien-Reise 2010 auf einer größeren Karte anzeigen\nDu kannst in der Karte herum\u0026quot;fahren\u0026quot;, scrollen und die kleinen Flaggen anklicken, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt.\n","tags":["Google","2010"],"section":"posts"},{"date":"1291075200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-fiesesten-kackhauser-asiens/","title":"die fiesesten Kackhäuser Asiens","summary":"Fragt man Leute, was sie beim Reisen am meisten beeindruckt, dann hört man von Kultur, Menschen, Natur, Essen, Wetter.\nUns beeindruckt auf unseren Reisen aber noch etwas ganz anderes. Toiletten. Ja, genau! Die stillen Örtchen dieser Welt.\nAndere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für Notdurftverichtungsorte. Insbesondere in Asien. Wir erlebten so manch überwältigenden Augenblick beim Aufstoßen der Tür zum stillen Örtchen. An diese emotionalen Momenten wollten wir auch Dich teilhaben lassen.","content":"Fragt man Leute, was sie beim Reisen am meisten beeindruckt, dann hört man von Kultur, Menschen, Natur, Essen, Wetter.\nUns beeindruckt auf unseren Reisen aber noch etwas ganz anderes. Toiletten. Ja, genau! Die stillen Örtchen dieser Welt.\nAndere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für Notdurftverichtungsorte. Insbesondere in Asien. Wir erlebten so manch überwältigenden Augenblick beim Aufstoßen der Tür zum stillen Örtchen. An diese emotionalen Momenten wollten wir auch Dich teilhaben lassen. Und so begannen wir die Klos zu fotografieren. Manche Hightec, bei manchen hatten wir schon beim Anblick Angst, augenblicklich an Cholera zu erkranken.\nHerausgekommen ist diese liebevoll, handverlesene Sammlung bewegender Toilettenkultur in 86 Fotos:\nWC-Wisdom in Reinform. Pausenraum mit Prestige. Sprintziel: Keramik. Königssitz des Alltags. Meetingraum für Bauchentscheidungen. Flow-Zone deluxe. Erleichterung auf höchstem Niveau. Minimal Space, Max Relief. Respekt vor der Schüssel. Ab hier wird’s locker. Plätschern statt Plaudern. Ein Ort mit Tiefgang. Call accepted. Strategie auf Sitzhöhe. Mentaler Reset inklusive. Diplomatie in der Kabine. Der wahre MVP im Bad. Problem gelöst, Stimmung gut. Design trifft Erleichterung. Mini-Auszeit mit Wirkung. Privatsphäre-Level: Masterclass. Business Class fürs Bedürfnis. Heldentat im Stillen. Vorhang auf fürs Plätschern. Zen und der stille Ort. Kreativzone mit Ablauf. Service mit Entlastungsgarantie. Masken runter, Deckel runter. Die Spülung gibt den Takt. Mission: erledigt. Demokratie auf der Schüssel. Chief Relief Officer am Werk. Und manchmal laut beim Spülen. Selfcare im Sitzen. Vorher-nachher in Minuten. Loslassen deluxe. Tank leer, Akku voll. Produktivität beginnt im Bad. Entspannung mit Spül-Option. Nur echt mit Papierrolle. Rohr frei, Kopf frei. Happy End in der Kabine. Der unsung hero des Hauses. Die goldene WC-Formel. VIP-Lounge der Verdauung. Erleichterung ist planbar. Friedensvertrag mit dem Bauch. Sitzung eröffnet. Kein Filter, nur Fakten. Abflug Richtung Leichtigkeit. Klein, fein, befreiend. Express-Service mit Spülung. Antwort: genau hier. Brainstorming im Sitzen. Kurzes Meeting mit dir selbst. Die Wahrheit liegt im Abfluss. Galerie der Erleichterung. Anweisung: sofort setzen. Diskret, direkt, dankbar. Sitzung mit Happy Flush. Ein Klassiker des Tages. Bitte mit Nachdruck. Ploppkultur vom Feinsten. Therapie auf Keramik. Offizieller Entlastungsbereich. Kopf frei, Bauch frei. Naturgesetze in Aktion. Design fürs Bedürfnis. Leichter leben in Minuten. Applaus per Spülung. Von schwer zu easy. Königliches Sitzen erlaubt. Außer vielleicht ein Magazin. Privacy seit Jahrhunderten. 100% human approved. Soundtrack des Alltags. Ein Flush macht\u0026rsquo;s möglich. Nur ein Punkt: Erleichterung. Eintritt nur mit Bedarf. Timing ist alles. Entspannt rein, leichter raus. Der Weg zur inneren Balance. WC: unterschätzt und unersetzlich. Problem rein, Erleichterung raus. Management by Nature. Kurz halten, groß aufatmen. ","tags":["Toiletten","2010"],"section":"posts"},{"date":"1289865600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/3-2-1-ende/","title":"3, 2, 1 – Ende","summary":"Das hier wird mit Abstand der unangenehmste Beitrag unserer Reiseberichterstattung. Aber irgendwann musste es ja kommen, das dicke Ende. „3, 2, 1“ ist kein Countdown: genau 321 Tage sind wir unterwegs gewesen, haben 9 Länder bereist, knapp 18.000 Fotos geschossen, haben durchschnittlich aller drei Tage unsere Rucksäcke gepackt und sind weiter gezogen, unsere Gehirne mit Eindrücken, Erfahrungen und Erkenntnissen geflutet, unsere Bankkonten gequält, unzählige Menschen getroffen, sonderbares Essen gegessen und leckere Getränke geschlürft, uns an unbeschreiblicher Natur erfreut und waren über unfassbare Zerstörungswut der Menschen erschüttert.","content":"Das hier wird mit Abstand der unangenehmste Beitrag unserer Reiseberichterstattung. Aber irgendwann musste es ja kommen, das dicke Ende. „3, 2, 1“ ist kein Countdown: genau 321 Tage sind wir unterwegs gewesen, haben 9 Länder bereist, knapp 18.000 Fotos geschossen, haben durchschnittlich aller drei Tage unsere Rucksäcke gepackt und sind weiter gezogen, unsere Gehirne mit Eindrücken, Erfahrungen und Erkenntnissen geflutet, unsere Bankkonten gequält, unzählige Menschen getroffen, sonderbares Essen gegessen und leckere Getränke geschlürft, uns an unbeschreiblicher Natur erfreut und waren über unfassbare Zerstörungswut der Menschen erschüttert. Wir sind fünf Meter unter den Meeresspiegel getaucht und auf über fünfeinhalbtausend Meter geklettert. In der Wüste bei 45°C waren wir dem Schmelzpunkt nahe, im Himalaja schmolz der Schnee in unseren Händen. Hunderte Moskitos labten sich an unserem Blut. Wir durchreisten Buddhismus, Hinduismus, Islam und Shinto und vergaßen Datum und Wochentage.\nWir haben gelernt, dass die Welt viel zu groß ist und elf Monate viel zu kurz sind.\nWie geht´s weiter? Am 17.11.2010 um 6:05 Uhr spuckt uns Qatar Flug QR673 in Berlin/Tegel in den deutschen Herbst und überlässt uns dem Leben danach. Wie dieses aussehen wird, wird sich zeigen. Aber nicht hier im Blog. Dafür werden wir in der Nachbearbeitungen das eine oder andere Foto und sehenswerte Video hier veröffentlichen.\nUnd Ihr? Wir freuen uns auf Euch, freuen uns, unsere Erlebnisse mit Euch zu teilen, Tipps und Wissenswertes weiterzugeben und Fotos zu zeigen. Das Ganze kostenlos, in Bunt und mit unserem Charme. Und wer in seinem Heimatverein, im örtlichen Kulturhaus oder sonst wo einen Diavortrag ausrichten möchte, kann das gerne machen. Wie schon geschrieben – unsere Konten wurden stark strapaziert.\nVielen Dank Euch allen für´s Unterstützen, Mitlesen, Daumendrücken, Kommentieren, Einladen, Besuchen und Dabeisein!\nDas also war´s nun.\nSchluss, Aus, Ende!\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1289606400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/fast-alles-luge/","title":"(fast) alles Lüge","summary":"Hallo liebe Leser, ich darf mich an dieser Stelle kurz vorstellen: H.P. ist mein Name. In Deutsch klingt das etwas dämlich („Ha Pe“ - so wie der Kerkeling) und im Englischen erinnert diese Abkürzung wohl eher an den Frontmann von Scooter („Äitsch Pi“). Ich hingegen besitze eine deutlich attraktivere und wohl klingendere Langform meines Namens: Gestatten, Herr Panther. Nun haben Euch die beiden Reisefuzzies hier in den letzten Monaten mit ihren Geschichtchen so einiges aufgetischt, was aus meiner Sicht nicht ganz der Vollständigkeit entspricht.","content":"Hallo liebe Leser, ich darf mich an dieser Stelle kurz vorstellen: H.P. ist mein Name. In Deutsch klingt das etwas dämlich („Ha Pe“ - so wie der Kerkeling) und im Englischen erinnert diese Abkürzung wohl eher an den Frontmann von Scooter („Äitsch Pi“). Ich hingegen besitze eine deutlich attraktivere und wohl klingendere Langform meines Namens: Gestatten, Herr Panther. Nun haben Euch die beiden Reisefuzzies hier in den letzten Monaten mit ihren Geschichtchen so einiges aufgetischt, was aus meiner Sicht nicht ganz der Vollständigkeit entspricht. Leider hab ich es nie geschafft, das Laptop an mich zu reißen, um die Beiträge passend zu ergänzen. Aber jetzt, in einem Moment der Unachtsamkeit ist es mir gelungen, die Kontrolle über das Blog zu gewinnen und reinen Tisch zu machen.\nAngefangen hat alles, als ich mich in einem kleinen Supermarkt mitten in Kuala Lumpur auf die Lauer gelegt habe. Ich hatte keinen Bock mehr auf das staubige Afrika, die verdörrten Pflanzen, die Wüsten und die ganze Trockenheit. Also hab ich mich mit ´nem Schiff nach Malaysia übersetzen lassen und bin durch etwas widrige Umstände in eben jenem Supermarkt gelandet, wo die beiden irgendwelchen kosmetischen Kram kaufen wollten. Ich, clever wie Panther, hab´ sofort geschaltete, dass das meine große Chance ist, aus dem Puff rauszukommen. Also hab ich große Augen gemacht, mit meinem Schwanz gewedelt (Hey du Ferkel! Ich meine den an meinem Hintern. Perversling!) und die Sache war geritzt. So unwiderstehlich nahmen mich die beiden mit. Ab diesem Moment hab ich die Reise geregelt.\nZugegeben, ich hab mich etwas verkalkuliert in der Art der Fortbewegung. Irgendwie steckten die mich immer in den Rucksack und ich kann Euch sagen, da darf man nicht klaustrophobisch veranlagt sein. Dafür hatte ich die geilsten Ausblicke – direkt aus dem Flugzeugunterboden aus 10.000 Metern Höhe auf die Erde. Überhaupt bin ich der, der die abgefahrenen Orte ausfindig machte und die Lage checkte. Checker halt! Zitterten die beiden vor Angst, hab ich mich todesmutig in Pose gebracht, um an den verschärftesten Spots in Asien meine Pfoten in den Sand zu setzen. Oder habt ihr etwa schon Fotos der beiden an diesen Plätzen gesehen? Hä? Na also!\nhier bin ich am Giftgas-fauchenden Vulkankrater:\nI´m on top auf der Welt (naja, fast):\nals Navigtor auf´m Motorrad – ohne mich, würden die beiden jetzt noch durch den Himalaya irren:\nDa war ich einen Moment unachtsam und schon saß ich wieder in der Wüste. Verdammtes Pack:\nIch beim alltäglichen organisieren von Mittagessen (von wegen „Auf Einladung von“):\nHier haben mich die Spalter bei einer schnellen Nummer mit einem himalayanischen Schneehasen erwischt:\nIn einem japanischen Onsen kam ich nicht ins Schwitzen. Wegen der Coolness - ihr versteht?\nKlar, ich als Chef hatte stets meine eigene Hängematte:\nAuf dem Umeda-Skybuilding in Osaka hab ICH jedenfalls keine Show abgezogen, von wegen Höhenangst. Da haben sich andere Teile der Reisegruppe deutlich zimperlicher angestellt:\nSo und nun behaupte noch einer, ich hätte die Rasselbande nicht unter Kontrolle gehabt.\nUnd wenn einer von Euch Scherzkeksen auf die Idee kommt, „Plüschtier“ in die Kommentare zu schreiben, den besuche ich persönlich und werde ihm mal was flüstern. Haben wir uns verstanden?\nEuer H.P.\n","tags":["2010"],"section":"posts"},{"date":"1288828800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/urlaub-vom-reisen/","title":"Urlaub vom Reisen","summary":"Nach elf Monaten Reisen ist jetzt, kurz vor der Heimkehr, Zeit für Urlaub. Dazu haben wir uns einen ruhigen Strandstreifen weit entfernt von jeglicher massentouristischen Belagerung an der Ostküste Balis ausgesucht. Bei derzeit 36°C Luft- und knapp 30°C Wassertemperatur machen wir – entgegen der letzten 11 Monate – nichts.","content":"Nach elf Monaten Reisen ist jetzt, kurz vor der Heimkehr, Zeit für Urlaub. Dazu haben wir uns einen ruhigen Strandstreifen weit entfernt von jeglicher massentouristischen Belagerung an der Ostküste Balis ausgesucht. Bei derzeit 36°C Luft- und knapp 30°C Wassertemperatur machen wir – entgegen der letzten 11 Monate – nichts.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1288224000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-japan/","title":"Bye, bye Japan","summary":"Wow! Das war jetzt unser knapper Monat Japan und wir sind urlaubsreif. Es kam uns vor, als habe uns jemand bei der Einreise eine Pille mit einem Extacy-LSD-Cocktail direkt in die Blutbahn gepflanzt. Die 4 Wochen fühlen sich wie eine Woche an, die Zeit ist an uns vorbeigerast, wie in keinem anderen Land unserer Reise. Haben wir uns ständig darüber gewundert, warum die Japaner in der U-Bahn beim Spielen mit ihren Handys einnicken, haben wir die Folgen der „Droge Japan“ schnell zu spüren bekommen: permanente Reizüberflutung und Dauer-Müdigkeit.","content":" Wow! Das war jetzt unser knapper Monat Japan und wir sind urlaubsreif. Es kam uns vor, als habe uns jemand bei der Einreise eine Pille mit einem Extacy-LSD-Cocktail direkt in die Blutbahn gepflanzt. Die 4 Wochen fühlen sich wie eine Woche an, die Zeit ist an uns vorbeigerast, wie in keinem anderen Land unserer Reise. Haben wir uns ständig darüber gewundert, warum die Japaner in der U-Bahn beim Spielen mit ihren Handys einnicken, haben wir die Folgen der „Droge Japan“ schnell zu spüren bekommen: permanente Reizüberflutung und Dauer-Müdigkeit. Unser Gehirn blubberte stets am Ende eines jeden Tages. Japan ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und die Japaner sind es erst recht. Uns fiel sooft die Kinnlade herunter, dass uns der Kiefer schmerzt.\nDas haben wir gelernt:\nJapan ist ein super-extrem sauberes Land. Japan ist eine echt „Servicegesellschaft“. Japaner sind höflich, zuvorkommend und werfen sich für andere hinter den Zug – unter Umständen auch davor. Japaner sagen so gut wie nie „Nein“. Es gibt Mini-Miniröcke. Alle Toiletten sind nicht nur sauber, sondern hygienisch rein. Beheizte Toilettensitze müssen in Deutschland per sofort eingeführt werden. Aus Feuerwehrautos, die im Einsatz sind, schaut ein Feuerwehrmann und bedankt sich bei den anhaltenden Autos und ausweichenden Fußgängern. Wir könnten diese Liste seitenweise fortsetzen, aber es fällt uns momentan schwer, die Eindrücke in Worte zu fassen, darum sagen wir „arigato gonsaimas, Japan“. Es war alles so unglaublich und wir werden eines Tages, wenn die Kirschen blühen und unser Bankkonto wieder gefüllt ist, wiederkehren.\nWie geht es weiter? Langsam und unaufhaltsam rückt das Ende unserer Reise näher. Nach Japan machen wir uns auf, mit einem Abstecher über unser 2. Zuhause - Kuala Lumpur - auf Bali unsere letzten Wochen zu verbringen. Wir geben damit Bali nach unseren ersten Erfahrungen noch eine zweite Chance und hoffen, dort einen schönen Ausklang der aufregenden 11 Monate verleben zu können.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1288224000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/mount-fuji/","title":"Mount Fuji","summary":"Zu einer Japanreise gehört sicher auch ein Abstecher zum Nationalvulkan, dem Mt. Fuji. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht mindesten ein Dutzend Illustrationen und Fotos vom Berg sieht. Also machten wir uns auf, dem im Vorherbst recht scheuen Kollegen einen Besuch abzustatten.\nDas Ergebnis unseres Besuchs lässt sich anhand von 2 Fotos eindrucksvoll darstellen: Der Berg zum Zeitpunkt unserer Ankunft:\nDer Berg nach 5 Minuten und bis zu unserer Abfahrt: ","content":"Zu einer Japanreise gehört sicher auch ein Abstecher zum Nationalvulkan, dem Mt. Fuji. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht mindesten ein Dutzend Illustrationen und Fotos vom Berg sieht. Also machten wir uns auf, dem im Vorherbst recht scheuen Kollegen einen Besuch abzustatten.\nDas Ergebnis unseres Besuchs lässt sich anhand von 2 Fotos eindrucksvoll darstellen: Der Berg zum Zeitpunkt unserer Ankunft:\nDer Berg nach 5 Minuten und bis zu unserer Abfahrt: ","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1288224000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/tokio-fast-rewind/","title":"Tokio fast-rewind","summary":"Eine Woche Tokio liegen hinter uns und wir fühlen uns, wie durch einen Fleischwolf gedreht. Das Hirn brummt ob der unglaublichen Eindrücke, die Augen brennen wegen akutem Schlafmangel und unser Geldbeutel\u0026hellip;ist leer. Hier gibt es im Schnelldurchlauf unsere Woche mit vielen Bildern und einem Video! Morgens zum Fischmarkt, Leichen über Leichen, Gemätzel, Tod und Leid.\nIn Roppongi den Tokio-Tower bezwungen, im Glasfahrstuhl die Akrophoben unter uns gequält, die Aussicht genossen:","content":"Eine Woche Tokio liegen hinter uns und wir fühlen uns, wie durch einen Fleischwolf gedreht. Das Hirn brummt ob der unglaublichen Eindrücke, die Augen brennen wegen akutem Schlafmangel und unser Geldbeutel\u0026hellip;ist leer. Hier gibt es im Schnelldurchlauf unsere Woche mit vielen Bildern und einem Video! Morgens zum Fischmarkt, Leichen über Leichen, Gemätzel, Tod und Leid.\nIn Roppongi den Tokio-Tower bezwungen, im Glasfahrstuhl die Akrophoben unter uns gequält, die Aussicht genossen:\nAnschließend zum Stylecheck nach Harajuku. Fazit: für Deutschland ungeeignet.\nNaja, Ausnahmen gibt es auch hier: Weiter nach Shinjuku, durch die größte Bahnstation der Welt gewuselt, Hochhaus an Hochhaus, Shop an Shop, Menschen über Menschen, die Nacht zum Tag gemacht, festgestellt, dass man trotz 1.000 Kameras doch nur eine kaufen kann - wenn man wollte:\nWeiter nach Ginza, angeblich die 5th Avenue von Tokio, langweilig. Ausser im Apple Flagshipstore: dort zufällig in die Live-Performance gesehen. So macht man heute Musik: mit Mac, iPad, und iPhone\nhttpv://www.youtube.com/watch?v=nruCDEb7jCA\nZurück nach Roppongi, wegen dem Ausblick, diesmal im geschlossenen Fahrstuhl. Im Mori Art Museum abgezockt worden und Entscheidung getroffen, dass wir für Kunst kein Geld mehr ausgeben werden, Ausblick auf Tokio bei Nacht war \u0026ldquo;wow\u0026rdquo;.\nKurzer Blick in die \u0026ldquo;Electronic Town\u0026rdquo; Akihabara. Tausende Laptops, Millionen Mäuse, Tonnen von Speicherkarten, Spielhöllen, Billionen Handys. Braucht niemand!\nAuf dem Weg nach Hause, direkt um die Ecke unseres Hostels, gemerkt, dass sich da ein Tempel versteckt hat. Angeschaut:\nNach Hause, tot ins Bett gefallen und sich gefragt, wo die letzten Tage hin sind. In Tokio scheinen die Uhren schneller zu gehen.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1287619200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wilde-luder-bei-heisen-spielen-im-wasser/","title":"Wilde Luder bei heißen Spielen im Wasser","summary":"Japan hat sich seinen Platz geschickter Weise direkt auf dem Druckventil des Dampfkessels Erde ausgesucht. Auf der geologischen Bruchzone von nordamerikanischer, eurasischer, philippinischer und pazifischer Platte geht es unter und auf dem Land heiß her. Es wackelt, explodiert und blubbert des Öfteren auf der viertgrößten Insel der Welt. Mensch und Tier – beide nicht dumm, haben vor einigen tausend Jahren mitbekommen, dass so eine, heißes Wasser, sprudelnde Quelle durchaus zum Aufpolieren des eigenen Wohlbefindens genutzt werden kann.","content":"Japan hat sich seinen Platz geschickter Weise direkt auf dem Druckventil des Dampfkessels Erde ausgesucht. Auf der geologischen Bruchzone von nordamerikanischer, eurasischer, philippinischer und pazifischer Platte geht es unter und auf dem Land heiß her. Es wackelt, explodiert und blubbert des Öfteren auf der viertgrößten Insel der Welt. Mensch und Tier – beide nicht dumm, haben vor einigen tausend Jahren mitbekommen, dass so eine, heißes Wasser, sprudelnde Quelle durchaus zum Aufpolieren des eigenen Wohlbefindens genutzt werden kann. Entsprechend verteilen sich heute landesweit öffentliche und private Badeanstalten, die Onsen.\nViele Onsen sind nichts weiter als eine große Badewanne, in die ständig heißes Quellwasser fließt. Beeindruckender wird es, wenn die Wanne und die Umgebung etwas aufgehübscht wurden. In Yudanaka gibt es den Tohmi-no-Yu, den \u0026ldquo;Hot Spring with a far away view\u0026rdquo;, ein Onsen bei dem man während des Badens seine Weitsichtigkeit testen kann. Knapp 30 Kilometer weit reicht der Blick an klaren Tagen. Wir wollten am Tage aber nicht baden, darum haben wir´s Nachts gemacht und bei über 40°C Wassertemperatur und 10°C Außentemperatur den Blick auf das funkelnde Lichtermeer der Stadt Nakano genossen.\nÜbrigens gilt in japanischen Onsen fast ausschließlich Geschlechtertrennung und Textilverbot. Lassen sich Mann und Frau in Ermangelung geeigneten Platzes nicht trennen, gibt es einen Zeitplan für Männlein und Weiblein. Die Nutzung der Bandeanstalten unterscheidet sich von den Spa-Regeln Deutschlands durch ihre Einfachheit: Man geht in einen Umkleideraum, den man nackt und ohne irgendwelche Hilfsmittel Richtung Gemeinschaftsbad verlässt. Im Bad stehen kleine Holzschemel, Waschmittel, Handbrause und Spiegeln an der Wand bereit, um sich vor dem Gang ins heiße Bad ordentlich abzuwaschen.\nNicht wenige Menschen nutzen die Onsen, um ihrer täglichen Körperhygiene nachzugehen. Das eigene Bad existiert nicht oder bleibt somit ungenutzt. Dabei tragen sie bei dem Gang ins Onsen traditionell nichts weiter als ihre Holz-Flip-Flops und den Yukata, eine Art Bademantel. Nicht selten sah ich, wie Männer sich im vom heißen Wasserdampf beschlagenen Spiegel rasierten, um wenig später auf ihren Holzpuschen durchs Dorf zurück nach Hause zu klackern.\nAber auch einige Tiere haben die Annehmlichkeiten der heißen Quellen für sich entdeckt. Im JIGOKUDANI-YAENKOEN Snow-Monkey-Park, in der Nähe von Nagano, hat sich eine knapp 200-Mann starke Makaken-Horde an der dortigen Quelle niedergelassen. Im heißen Wasser überstehen sie angenehm den kalten japanischen Winter und auch im Sommer scheuen sie nicht vor dem nassen Heiß.\nWer sich direkt vor Ort ein Bild von den wilden Ludern bei ihren Spielen im heißen Wasser machen möchte, kann dies via Livecam machen: hier klicken\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1287360000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/osaka-sightseeing/","title":"Osaka Sightseeing","summary":"Osaka hat eine Menge zu bieten: moderne Architektur, alte Tempel, Kiez, Shopping-Malls und Hafen. Um einen Eindruck der Stadt zu vermitteln, hier die für uns schönsten und imposantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Wer seine Höhenangst überwinden möchte, der sollte zum Umeda Skybuilding gehen und mit dem Glasfahrstuhl auf die 150 Meter höher gelegene Rolltreppen fahren, um im Glastunnel in den 173 Meter hoch gelegenen Floating Garden zu gelangen. Belohnt wird man mit einem spektakulären Ausblick über Osaka.","content":"Osaka hat eine Menge zu bieten: moderne Architektur, alte Tempel, Kiez, Shopping-Malls und Hafen. Um einen Eindruck der Stadt zu vermitteln, hier die für uns schönsten und imposantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Wer seine Höhenangst überwinden möchte, der sollte zum Umeda Skybuilding gehen und mit dem Glasfahrstuhl auf die 150 Meter höher gelegene Rolltreppen fahren, um im Glastunnel in den 173 Meter hoch gelegenen Floating Garden zu gelangen. Belohnt wird man mit einem spektakulären Ausblick über Osaka.\nDas Schloß von Osaka in Mitten eines Parks gelegen und umgeben von massiven Steinmauern und einem Wassergraben funkelt im Sonnenuntergang dank seiner Goldverzierungen.\nWenn es Nacht ist in Osaka machen die gigantischen Video-Screens von Dotombori die Nacht zum Tag. Shopping bis die Kreditkarte schmilzt oder sein letztes Geld in SEGA-Spielhöllen, riesigen Manga-Stores oder in den unzähligen Bars und Restaurants ausgeben.\nUnd mittendrin ein Autohaus.\nHat man die Glitzer-Shopping-Welt hinter sich gelassen und sich in südlicher Richtung bewegt, steht man plötzlich in Mitten des Kiezes. Anders als auf Hamburg´s Reeperbahn sieht die Gegend aber noch recht gepflegt aus. Wer jetzt hofft, schwere Bildchen von leichten Mädchen geboten zu bekommen, der wird enttäuscht. Die offene Prostitution versteckt sich selbst im Kiez noch an weit abgelegenen Ecken, die wir nicht aufgesucht haben. Warum auch? Hab wir in Hamburg ja direkt vor der Tür! Ein Wahrzeichen von Shin-Sekai, dem Kiez von Osaka, ist der 103 Meter hohe Tsuten-Kaku.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1287360000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/tagebuchkritzelei-auf-japanisch/","title":"Tagebuchkritzelei auf japanisch","summary":"Man nehme ein Café in Osaka, zwei Chai-Latte, Tagebuch, Stift und die Inspiration, die uns hier förmlich erschlägt. Heraus kommt dann etwas japanisches. Ein Manga:","content":"Man nehme ein Café in Osaka, zwei Chai-Latte, Tagebuch, Stift und die Inspiration, die uns hier förmlich erschlägt. Heraus kommt dann etwas japanisches. Ein Manga:\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1287187200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/kyoto-sightseeing/","title":"Kyoto Sightseeing","summary":"Kyoto war uns bis jetzt eigentlich nur als Tagungsort des im Dezember 1997 beschlossenen Zusatzprotokolls zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes bekannt. Euch doch auch, oder?\nDieses politisch manifestierte Bild der Stadt hat sich jetzt gründlich verändert. Kyoto gilt als das traditionelle Zentrum der japanischen Kultur. Knapp 1.600 Tempel, Schreine und sonstige religiöse Bauwerke gibt es hier zu bewandern. Nicht zu sprechen von den fantastischen Zen-Gärten, den liebevoll gepflegten Vorgärten und den hypermodernen Bauwerken, Shoppingmalls, Vergnügungs- und Shoppingviertel.","content":"Kyoto war uns bis jetzt eigentlich nur als Tagungsort des im Dezember 1997 beschlossenen Zusatzprotokolls zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes bekannt. Euch doch auch, oder?\nDieses politisch manifestierte Bild der Stadt hat sich jetzt gründlich verändert. Kyoto gilt als das traditionelle Zentrum der japanischen Kultur. Knapp 1.600 Tempel, Schreine und sonstige religiöse Bauwerke gibt es hier zu bewandern. Nicht zu sprechen von den fantastischen Zen-Gärten, den liebevoll gepflegten Vorgärten und den hypermodernen Bauwerken, Shoppingmalls, Vergnügungs- und Shoppingviertel. Kyoto ist Adrenalin für alle Sinne.\nEntsprechend haben wir unseren Aufenthalt auf beachtliche 6 Tage ausgeweitet, um wenigstens einen Bruchteil der Stadt kennen zu lernen. Komm mit auf eine kleine Tour durch die – unserer Meinung nach – schönsten Plätze der Stadt:\nFangen wir als erstes Mal direkt da an, wo man die Stadt meistens betritt: am Bahnhof. Kyoto hat sich ein Mega-Bauwerk gegönnt. Wir schätzen mal, dass der Berliner Ostbahnhof irgendwo in der hintersten Ecke versteckt werden könnte.\nJetzt wird es historisch: der Fushimi-Inari-Schrein mit seinen mehreren Hundert Toren, die sich wie ein Tunnel durch einen Wald ziehen.\nWeiter geht´s zu ein paar der schönsten Tempelanlagen, die sich über die ganze Stadt hinweg verteilen.\nWir beenden den Rundgang beim höchsten Tempel Japans, dem Toji ji.\nZum Abschluß der historischen Stadtwanderung noch ein attraktiver Schrein.\nNach soviel Kultur muss man sich erstmal ausruhen. Dafür bietet sich der Kamo Gawo an. An seinem glasklaren Wasser treffen sich junge Verliebte, alte Ausdauersportler und erschöpfte Touristen.\nDie Tour beenden wir mit einem Gang über den Nishiki-Markt, wo man seinen Akku wieder füllen und seinen Geldbeutel leeren kann.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1287014400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/reisen-verandert-doch/","title":"Reisen verändert doch","summary":" ","content":" ","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286928000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-japanische-teezeremonie/","title":"die japanische Teezeremonie","summary":"Wie schon beschrieben, kann man sich in Japan dem Tee nicht entziehen. Selbst ungesüßt in Tetra-Packs verpackt, verdrängt er die sonst inflationär vorkommende amerikanische Koffeinbrause aus dem Kühlschrank. Doch die Bedeutung von Tee für die japanische Kultur ist jedoch weit umfangreicher als der kapitalistische Verdrängungswettbewerb.\nIn Kyoto verliefen wir uns in ein kleines Haus in einer noch kleineren Seitenstraße und wohnten einer Teezeremonie bei. Der Zufall meinte es gut mit uns, denn wir waren mit der Gastgeberin alleine.","content":"Wie schon beschrieben, kann man sich in Japan dem Tee nicht entziehen. Selbst ungesüßt in Tetra-Packs verpackt, verdrängt er die sonst inflationär vorkommende amerikanische Koffeinbrause aus dem Kühlschrank. Doch die Bedeutung von Tee für die japanische Kultur ist jedoch weit umfangreicher als der kapitalistische Verdrängungswettbewerb.\nIn Kyoto verliefen wir uns in ein kleines Haus in einer noch kleineren Seitenstraße und wohnten einer Teezeremonie bei. Der Zufall meinte es gut mit uns, denn wir waren mit der Gastgeberin alleine. In sehr minimaler Umgebung eröffneten uns die 45 Minuten einen völlig neuen Blick auf die Bedeutung der grünen Pflanze.\nWer nun denkt, eine Teezeremonie ist das gemütliche Zubereiten und Trinken von Tee und einem Plausch unter Freunden, der irrt. Man nennt die Zeremonie auch Teeritual, was den strengen Ablauf vielleicht etwas mehr verdeutlicht.\nNicht schlecht haben wir gestaunt, als uns unsere Gastgeberin mit akkuraten und zeitlich präzise eingeübten Handgriffen und Bewegungsabläufen je zwei Schluck Tee \u0026ldquo;zubereitete\u0026rdquo;. Nix mit \u0026ldquo;heißes Wasser auf Teebeutel kippen\u0026rdquo;! Die Zeremonie steht dem Zen nahe und ist daher ein religiöser Brauch. Die einzelnen Handgriffe hier zu beschreiben würde der Einnahme von Valium gleichen. Wer sich dafür interessiert, findet im Netz sehr spannende Dokumentationen.\nIn vergangenen Zeiten trafen sich besonders Samurais, die sich in ihrem oft sehr kurzen Leben, häufig und oft mit anderen Menschen trafen - bevor sie wenig später im Kampf fielen. Die Gastgeber der Teezeremonie müssen neben dem strengen Ablauf der Teezubereitung auch Fertigkeiten und Kenntnisse u.a. in Kaligraphie und Architektur vorweisen. Selbst erfahrene Zeremonienmeister lernen bis ins hohe Alter noch von ihren Lehrern.\nWir genossen die Ruhe der Zubereitung und die Einnahme der zwei Schlucke Tee. Anschließend durften wir uns selber Tee schaumig schlagen (!) und ein Gespräch mit der Gastgeberin über die Bedeutung einzelner Handgriffe und Gestiken führen (auf diese hier näher einzugehen würde den Rahmen sprengen).\nAm Ende verließen wir das kleine Teehaus mit der Erkenntnis, dass auch die Zubereitung von Tee eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf uns haben kann, wenn wir den Teebeutel im Schrank lassen.\nBewaffnet mit den richtigen Utensilien werden wir uns dieses Erlebnis in Deutschland noch oft in Erinnerung rufen.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286841600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/von-geishas-kimonos-hochzeiten/","title":"Von Geishas, Kimonos \u0026 Hochzeiten","summary":"Es waren nur ein oder zwei Augenblicke, dann war sie so schnell wieder verschwunden, wie sie vor uns erschien – die Geisha im Stadtteil Gion, Kyoto´s legendärem „Geisha“-Bezirk.\nGehört die Geisha, die Frau der Künste, heute zur aussterbenden Kultur, konzentriert sich deren Erscheinen besonders in Kyoto. In den gehobenen und sehr gehobenen Restaurants der Gegend verkehren allabendlich die auffällig gekleideten und schlohweiß geschminkten Frauen. Einen Blick auf sie zu erhaschen war aber dennoch nicht leicht, nutzten sie die engen und verwinkelten Gassen, um schnell und weitgehend ungesehen zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen.","content":"Es waren nur ein oder zwei Augenblicke, dann war sie so schnell wieder verschwunden, wie sie vor uns erschien – die Geisha im Stadtteil Gion, Kyoto´s legendärem „Geisha“-Bezirk.\nGehört die Geisha, die Frau der Künste, heute zur aussterbenden Kultur, konzentriert sich deren Erscheinen besonders in Kyoto. In den gehobenen und sehr gehobenen Restaurants der Gegend verkehren allabendlich die auffällig gekleideten und schlohweiß geschminkten Frauen. Einen Blick auf sie zu erhaschen war aber dennoch nicht leicht, nutzten sie die engen und verwinkelten Gassen, um schnell und weitgehend ungesehen zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen.\nWeitaus mehr Glück hatten wir am Nationalfeiertag, dem Tag der Gesundheit \u0026amp; des Sports, als uns vier Maikos (Geishas in der Ausbildung) bei ihrem Gang zum Gebet am Yasaka-Tempel begegneten. Sind wir in Japan bisher wirklich vielen krassen, verrückten, auffälligen, individuellen, geschmackvollen und attraktiven Frauen begegnet, umgibt die Geishas mit ihrem Aussehen und Auftreten eine ganz besondere Aura, die sowohl Einheimische und Touristen gleichermaßen fasziniert.\nHingegen fanden wir den traditionellen Kimono überraschend häufig im Straßenbild Tokios und Kyotos wieder. Neben Damen älteren Jahrgangs wird das traditionelle japanische Kleidungsstück auffällig oft von jungen Frauen getragen. Zumeist in kleinen Gruppen unterwegs, bereitete es ihnen sichtlich Spaß mit ihrem Outfit im touristischen Mittelpunkt zu stehen.\nUnd falls von Euch noch jemand nach einer alternativen und attraktiven Garderobe für seine Hochzeit sucht, dem sei dieses Outfit empfohlen:\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286582400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/video/","title":"Video","summary":"Aufgrund der in Japan vorherrschenden extrem schnellen Anbindung an das WeltWeiteWeb, haben wir ein paar Videos der letzten Zeit online gestellt. Neben einer ausführlichen Dokumentation unseres Treffens auf den Dalai Lama findet ihr einen Mitschnitt unseres Besuchs bei den Mönchen im Thiksey-Kloster und einer ganz normalen Fahrt mit einer Fahrrad-Rickscha durch Varanasi.\nViel Spaß.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=nsk3GcneRY\nhttps://www.youtube.com/watch?v=rG1dW6dNfcA\nhttps://www.youtube.com/watch?v=EhV24w5WQd8\nhttps://www.youtube.com/watch?v=yC2cX0vM2w\nhttps://www.youtube.com/watch?v=KGDninc1jzE","content":"Aufgrund der in Japan vorherrschenden extrem schnellen Anbindung an das WeltWeiteWeb, haben wir ein paar Videos der letzten Zeit online gestellt. Neben einer ausführlichen Dokumentation unseres Treffens auf den Dalai Lama findet ihr einen Mitschnitt unseres Besuchs bei den Mönchen im Thiksey-Kloster und einer ganz normalen Fahrt mit einer Fahrrad-Rickscha durch Varanasi.\nViel Spaß.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=nsk3GcneRY\nhttps://www.youtube.com/watch?v=rG1dW6dNfcA\nhttps://www.youtube.com/watch?v=EhV24w5WQd8\nhttps://www.youtube.com/watch?v=yC2cX0vM2w\nhttps://www.youtube.com/watch?v=KGDninc1jzE\n","tags":["Himalaya","2010","Video"],"section":"posts"},{"date":"1286236800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bahnfahren-in-japan/","title":"Bahnfahren in Japan","summary":"Eigentlich fahren wir ja gerne Bahn. In Deutschland und auf unseren Reisen. Man sieht was von der Landschaft, trifft Leute und erlebt Abenteuer.\nIn Japan ist Bahnfahren ein außerordentlich langweiliger Prozess, wie wir heute erfahren mussten. Mit dem Shikansen „NOSOMI“ Superexpress-Zug, einem so genannten „Bullet Train“, ging die Fahrt von Tokio nach Kyoto. Satte 110 Euro hat uns das Ticket für die Fahrt gekostet und was wurde uns dafür geboten? Ok, der Zug war pünktlich.","content":"Eigentlich fahren wir ja gerne Bahn. In Deutschland und auf unseren Reisen. Man sieht was von der Landschaft, trifft Leute und erlebt Abenteuer.\nIn Japan ist Bahnfahren ein außerordentlich langweiliger Prozess, wie wir heute erfahren mussten. Mit dem Shikansen „NOSOMI“ Superexpress-Zug, einem so genannten „Bullet Train“, ging die Fahrt von Tokio nach Kyoto. Satte 110 Euro hat uns das Ticket für die Fahrt gekostet und was wurde uns dafür geboten? Ok, der Zug war pünktlich. Auf die Minute. Wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, wenn er ein, zwei Minuten zu spät gekommen wäre, denn die Super-Schnellzüge verkehren auf der Strecke aller paar Minuten. Wir hätten also den nächsten genommen und die Verspätung nicht mal gemerkt.\nAuf der Fahrt konnten wir den Blick aus dem Fenster glatt vergessen. So schnell wie das Teil durch die Walachei raste (Spitzengeschwindigkeit: 300 km/h), flog die Landschaft unscharf am Fenster vorbei. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 206 km/h legten wir die fast 500 km in 2:30 Stunden zurück.\nEin fürchterlich netter Schaffner, der sich beim Betreten des Wagons vor uns allen Verbeugte, vermittelte Service am Kunden. Die äußerst freundliche Bordcrew, die Getränke und Essen verkaufte, machte das „iie“-Sagen (Nein-Sagen) eher schwer.\nDas Ruckeln und Wackeln des Zugs erinnerte uns eher an einen sanften Flug mit einer 777 als an eine Eisenbahnfahrt – ausgenommen die unverschämte Beinfreiheit. Es hätte nur noch gefehlt, dass der Zug seine Fahrtrichtung wechselt. Dann hätten wir unsere Sitze nämlich um 360 Grad drehen gekonnt, um nicht rückwärts fahren zu müssen.\nAlso Bahnfahren in Japan kickt ja so was von null.\n","tags":["Japan","Shinkansen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286236800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/von-genf-nach-kyoto/","title":"von Genf nach Kyoto","summary":"\u0026ldquo;Beweg´ deinen Popo im Rhythmus des Strobos von Genf nach Kyoto\u0026hellip;.\u0026rdquo;\nhttps://www.youtube.com/watch?v=PforEpqFNVE\nOK Michi, wird gemacht!\nUpdate: Natürlich gibt´s das Video nicht mehr im Netz. Man könnte ja auf den Geschmack kommen, und diesen Klassiker deutscher Hip-Hop-Kultur für sich entdecken und käuflich erwerben. Somit erschließt sich dieses Posting wohl nur jenen Insidern, die den Text des Songs kennen.","content":"\u0026ldquo;Beweg´ deinen Popo im Rhythmus des Strobos von Genf nach Kyoto\u0026hellip;.\u0026rdquo;\nhttps://www.youtube.com/watch?v=PforEpqFNVE\nOK Michi, wird gemacht!\nUpdate: Natürlich gibt´s das Video nicht mehr im Netz. Man könnte ja auf den Geschmack kommen, und diesen Klassiker deutscher Hip-Hop-Kultur für sich entdecken und käuflich erwerben. Somit erschließt sich dieses Posting wohl nur jenen Insidern, die den Text des Songs kennen.\n","tags":["Japan","Musik","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286236800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wer-will-uns-vergiften/","title":"Wer will uns vergiften?","summary":"Achtung: schwarzer Humor!!!\nDas ist deine einmale Gelegenheit, straffrei und ohne juristische Nebenwirkungen russisch Roulette mit uns zu spielen. Mit etwas Glück siehst du uns nie wieder – mit etwas Pech schreiben wir einen weiteren Bericht „Auf Einladung von: …“. In Japan gibt es eine Delikatesse, die bei falscher Zubereitung den Konsumenten umbringt. Erwischt der Koch beim Ausnehmen des Kugelfischs zufällig dessen Galle, kann die giftige Flüssigkeit das Fleisch vergiften. Merkt´s niemand, stirbt der Gast.","content":"Achtung: schwarzer Humor!!!\nDas ist deine einmale Gelegenheit, straffrei und ohne juristische Nebenwirkungen russisch Roulette mit uns zu spielen. Mit etwas Glück siehst du uns nie wieder – mit etwas Pech schreiben wir einen weiteren Bericht „Auf Einladung von: …“. In Japan gibt es eine Delikatesse, die bei falscher Zubereitung den Konsumenten umbringt. Erwischt der Koch beim Ausnehmen des Kugelfischs zufällig dessen Galle, kann die giftige Flüssigkeit das Fleisch vergiften. Merkt´s niemand, stirbt der Gast. 1997 gab es 44 Vergiftungen infolge unsachgemäßer Gallenbehandlung, 3 davon mit Todesfolge.\n1997 ist lange her. Und uns interessiert, wie dieses Tierchen schmeckt. Also wollen wir uns an diese japanische Delikatesse heran wagen. Wie es sich nun aber mit Delikatessen verhält, sind diese nicht immer für den Preis einer Packung Fischstäbchen zu erhalten. Stolze 100 Euro kostet das Vergnügen pro Person, also müssen wir den Klingelbeutel herumreichen.\nWer sich von einer Einladung zum Essen bisher zurückgehalten hat, oder das Angebot zu verlockend findet, darf uns unter dem Kennwort „FUGO“ gerne via Paypal (rechts oben im Blog) seine Euronen schicken. Wer sich mit Paypal nicht auskennt, kann auch gerne eine gewöhnliche Überweisung tätigen ;-)\nFür die Täter, die anonym bleiben wollen empfiehlt sich die Abwicklung der Essenseinladung über Mittelsmänner. Wenn ihr das mögliche Ableben nur einem von uns ganz besonders wünscht, schreibt einfach eine kleine Widmung mit in die Überweisung.\nBekommen wir genug Geld bis zum 24.10.2010 zusammen, suchen wir uns in Tokio einen Koch, der sein Handwerk versteht, den Fugo zerlegt und hoffentlich unsere Existenz erhält. Das Event wird dann in Bild und Ton festgehalten.\nWir sind gespannt, ob uns dieses Wagnis gelingt.\n","tags":["Japan","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1286150400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/konichi-wa-japan/","title":"Konichi wa Japan!","summary":"Es hat sich inzwischen dank unseres kleinen Rätsels bereits herumgesprochen, dass unser letztes großes, neues Reiseziel das Land der aufgehenden Sonne ist. Japan hat uns für knapp 4 Wochen zu Gast.\nNoch keine drei Tage sind wir in Tokio und schon jetzt stellt diese Stadt mit ihren Menschen alles in den Schatten, was uns bisher an Bildern über hier und aus der Gegend im Gehirn vorschwebte.\nEs fällt uns schwer, die Eindrücke wiederzugeben, fühlt es sich gerade so an, als habe jemand einen Mega-Überraschngsböller in unseren Kopf gesteckt und gezündet.","content":"Es hat sich inzwischen dank unseres kleinen Rätsels bereits herumgesprochen, dass unser letztes großes, neues Reiseziel das Land der aufgehenden Sonne ist. Japan hat uns für knapp 4 Wochen zu Gast.\nNoch keine drei Tage sind wir in Tokio und schon jetzt stellt diese Stadt mit ihren Menschen alles in den Schatten, was uns bisher an Bildern über hier und aus der Gegend im Gehirn vorschwebte.\nEs fällt uns schwer, die Eindrücke wiederzugeben, fühlt es sich gerade so an, als habe jemand einen Mega-Überraschngsböller in unseren Kopf gesteckt und gezündet. Überall blinkt, funkelt, blitzt, riecht und schmeckt es neu, fremd und aufregend. Unseren Fotoapparat setzen wir nur sehr selten ein, können wir die Eindrücke doch nur schwer fotografisch festhalten.\nNoch nie haben wir eine so hohe Dichte der knappsten Miniröcke und Hotpants an jungen Mädchen gesehen, noch nie sind uns so viele Frisuren vor die Augen gekommen, die mit Flaschen von Haarspray gehalten werden (bei Mann \u0026amp; Frau), traditionelle Geishas teilen sich die Straßen mit verrückt gestylten Gothic-Girls, es scheint, als bekommt jeder Japaner bei der Geburt sein eigenes Handy als Lebenserhaltungsgerät an und in die Hand.\nSind wir aus Deutschland Ordnung und Sauberkeit gewöhnt, haben die Japaner den Superlativ von Hygiene erschaffen – Toiletten mit elektronischer Bedien-Einheit, automatischer Po-Parfümierung beim Hinsetzen, elektronische Spülung, Desinfektionsmittel, Turbo-Handtrockner.\nAuf den Straßen scheint die gesamte Flotte von Oberklassemodellen süddeutscher Automobilhersteller unterwegs zu sein. In den Wagen der U-Bahn kann man vom Boden essen und die gepolsterten Sitze sind bequemer und besser in Schuß, als bei Hempel´s Sofa.\nAll das hat aber seinen Preis: in den ersten drei Tagen haben wir für Unterkunft, Essen und eine gebuchte Bahnreise bereits das Budget verbraucht, mit dem wir 4 Wochen durch Sri Lanka gereist sind. Es gibt quasi nichts zu kaufen, dass nicht mindestens 90 Cent kostet – und eben jene 90-Cent-Produkte (ca. 100 Yen) werden vom Rest der Warenwelt gut abgeschirmt nur in so genannten 100-Yen-Shops verkauft. Ohne diese „Eine Mark-Läden“ wäre man in Tokio als Budget-Reisender verloren.\nHaltet Euch fest, es wir viel passieren!\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285977600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/kleines-ratespiel-wo-sind-wir/","title":"Kleines Ratespiel: Wo sind wir?","summary":"Es war von uns ja bereits angekündigt, dass wir unser letztes \u0026ldquo;echtes\u0026rdquo; Reiseland nicht vor unserer Ankunft bekanntgeben. Nachdem wir die letzte Nacht quasi durchgemacht haben, sind wir heute Nachmittag am Ziel angekommen und haben sogleich einen nicht repräsentativen Stadtbummel unternommen, um Euch eine kleine Hilfestellung beim Erraten unseres Aufenthaltsortes zu geben.\nAlso, schreibt in die Kommentare, wo ihr uns vermutet. Euer Mut soll auch belohnt werden. Unter allen, die in den Kommentaren ihren Verdacht äußern, verlosen wir eine Tüte Reis irgendetwas.","content":"Es war von uns ja bereits angekündigt, dass wir unser letztes \u0026ldquo;echtes\u0026rdquo; Reiseland nicht vor unserer Ankunft bekanntgeben. Nachdem wir die letzte Nacht quasi durchgemacht haben, sind wir heute Nachmittag am Ziel angekommen und haben sogleich einen nicht repräsentativen Stadtbummel unternommen, um Euch eine kleine Hilfestellung beim Erraten unseres Aufenthaltsortes zu geben.\nAlso, schreibt in die Kommentare, wo ihr uns vermutet. Euer Mut soll auch belohnt werden. Unter allen, die in den Kommentaren ihren Verdacht äußern, verlosen wir eine Tüte Reis irgendetwas.\nWir freuen uns auf Eure Kommentare.\n","tags":["Japan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285804800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-indien/","title":"Bye, bye Indien","summary":"Unser zweiter Besuch in Indien ist vorüber.\nWie schon beim letzten Mal hat uns das Land auch jetzt wieder mächtig zugesetzt. Auf der einen Seite mit unglaublich beeindruckenden Landschaften, abgefahrener Kultur und leckerstem Essen. Auf der anderen Seite mit unglaublich schlechter Hygiene, beängstigenden Menschenmassen und ohrenbetäubendem Lärm. Als Europäer im Allgemeinen und als Deutsche im Speziellen mussten wir unser Verhalten in mancherlei Hinsicht umstellen. In Indien gewinnt der, der am dreistesten ist.","content":" Unser zweiter Besuch in Indien ist vorüber.\nWie schon beim letzten Mal hat uns das Land auch jetzt wieder mächtig zugesetzt. Auf der einen Seite mit unglaublich beeindruckenden Landschaften, abgefahrener Kultur und leckerstem Essen. Auf der anderen Seite mit unglaublich schlechter Hygiene, beängstigenden Menschenmassen und ohrenbetäubendem Lärm. Als Europäer im Allgemeinen und als Deutsche im Speziellen mussten wir unser Verhalten in mancherlei Hinsicht umstellen. In Indien gewinnt der, der am dreistesten ist. Egal ob beim Einkaufen an der Kasse, beim Einsteigen in die Bahn, am Fahrkartenschalter – die Bezeichnung „in einer Reihe anstellen“ kennt der Inder nicht und drängelt sich stets und mit unglaublicher Zielstrebigkeit vor. Dabei meint er das aber nicht etwa böse – wer unter Milliarden Menschen weiterkommen will, der muss harte Bandagen anlegen.\nIndien hat mit Abstand die leckerste Küche der Länder, die wir bereist haben. Aber man weiß nie, ob man mit seinem Essen gleichzeitig nicht doch eine Armada Bakterien zu sich nimmt, die einen am nächsten Tag am Badporzellan fest ketten.\nIndien ist ein Land, in dem man vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert jeden Entwicklungsstand findet. Die Schere zwischen bitterer Armut und extremen Reichtum war in keinem anderen bereisten Land so drastisch (für uns zu sehen). Hier schlafen Menschen fast nackt auf dem blanken Asphalt, 6jährige Kinder arbeiten in Restaurants, Männer sitzen mit einem kleinen Hammer vor einem Felsen und zerklopfen ihn zu Schotter und Bettler hielten uns in ihrer Überlebensnot fest (etwas, dass nur hier geschah). Auf der anderen Seite überrollen Handy und TV die Middle- und Upper-Class, fahren dicke Luxusschlitten aus Deutschlands Süden, schlürft man italienischen Latte in stylischen Coffe-Shops und überholt Bollywood Hollywood.\nDas haben wir gelernt:\nKühe, Pferde, Esel und Hunde sind auch Verkehrsteilnehmer In Neu Delhi gibt es KEIN Auto ohne Lack- und Blechschaden Kohle-Tabletten sind ein unverzichtbares Nahrungsergänzungsmittel Hände vor, während und nach dem Essen zu desinfizieren hilft nicht Don´t spit here! Don´t piss here! Don´t shit here! Wie geht es weiter:\nVon Kalkutta fliegen wir zurück in unsere „Heimat“ nach Kuala Lumpur, um von dort für knapp vier Wochen in ein Land aufzubrechen, von dem wir glauben, dass es noch mal ein ganz besonderes Highlight für uns werden wird. Aber verraten wird hier und jetzt noch nichts. Seid gespannt auf unseren ersten Beitrag aus „lahlahlah“.\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285718400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-brennenden-ghats-von-varanasi/","title":"Die brennenden Ghats von Varanasi","summary":"Zugegeben, es war wieder ein Kulturschock, den wir uns da angetan haben. Morgens in der kristallklaren Luft von Leh in den Flieger steigen und Mittag in der stinkenden Hitze Varanasi´s ankommen.\nVaranasi ist das Zentrum des hinduistischen Glaubens und angeblich die älteste Stadt der Welt. An den Ghats des Ganges versammeln sich täglich bis zu 60.000 Gläubige, um sich zu waschen, sehen sie das septische (hochinfektiöse) Wasser des Ganges als Erlösung und Hoffnung für ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie Heilung an.","content":"Zugegeben, es war wieder ein Kulturschock, den wir uns da angetan haben. Morgens in der kristallklaren Luft von Leh in den Flieger steigen und Mittag in der stinkenden Hitze Varanasi´s ankommen.\nVaranasi ist das Zentrum des hinduistischen Glaubens und angeblich die älteste Stadt der Welt. An den Ghats des Ganges versammeln sich täglich bis zu 60.000 Gläubige, um sich zu waschen, sehen sie das septische (hochinfektiöse) Wasser des Ganges als Erlösung und Hoffnung für ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie Heilung an. Gangeswasser ist für sie Medizin. Insbesondere am frühen Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, sind die Stufen der Ghats bereits übervölkert mit Gläubigen, und erlauben einen spannenden Blick auf die Ausübung ihrer Religion.\nGebet Ghat Ghat Eigentliche Besonderheit in Varanasi und Magnet für viele Reisende ist jedoch die öffentliche Verbrennung von Toten. Im brennenden Ghat „Manikarnika“ werden rund um die Uhr Verstorbene zuerst im Wasser des Flusses gewaschen und anschließend auf Scheiterhaufen von ihren Angehörigen verbrannt.\nAuch wenn die Verstorbenen stets in ein orange-goldenes Tuch gewickelt sind, so ist es für uns Europäer mit dem eher „versteckten“ Umgang mit dem Tod eine Gewöhnung, zu sehen, wie die Angehörigen die Toten quer durch die Stadt zum Ghat tragen und dort den Flammen übergeben.\ndie lodernden Flammen des brennenden Ghats Wir haben uns nach Einbruch der Dunkelheit aufgemacht, uns durch die winzigen Gassen der Altstadt Varanasi´s zum brennenden Ghat durchzuschlängeln. Vorbei an uralten Gemäuern, dutzenden herumliegenden Rindern, Ziegen und Hunden, brodelnden \u0026amp; brutzelnden Pfannen, Müllbergen, Exkrementen und Souvenirläden standen wir plötzlich zwischen gigantischen Bergen von Holzscheiten – wir hatten unser Ziel erreicht. Als einzige Ausländer richteten sich die Blicke der Angehörigen, Schaulustigen und Betrüger auf uns. So dauerte es keine 10 Sekunden, bis man sich hilfsbereit bemühte, uns einen guten Blick auf die Szenerie zu verschaffen - natürlich nicht ohne finanziellen Hintergedanken.\nLießen uns die Gauner recht kalt, sorgte das, was sich knapp 10 Meter vor unseren Augen abspielte sicher nicht zur Erfrischung: ein alter Mann, der jüngst verstorben war, wurde von Familienmitgliedern aus seinem Leichentuch ausgewickelt, auf einen vorbereiteten Holzhaufen gelegt, mit einigen Holzscheiten bedeckt und mit Hilfe des „ewigen Feuers“ entzündete.\n24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr brennen im Ghat die Scheiterhaufen und übergeben die Asche der verstorbenen Hindus dem heiligen Ganges. Als wir am Abend mit dem Nachtzug nach Kalkutta aufbrachen und den Ganges überquerten sahen wir in weiter Ferne am Ufer das Feuer lodern.\nUnd am Ende ist alles nur Asche. ","tags":["Indien","Ganges","Varanasi","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285718400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/kalkutta-liegt-am-ganges/","title":"Kalkutta liegt am Ganges…","summary":"…Paris liegt an der Seine. Aber da waren wir ja nicht.\nIn Indien kann man schnell 18 Stunden im Zug zubringen, wenn man 760 Kilometer zurücklegen möchte. Aber das macht nichts, da die indische Bahn den Luxus bietet, dabei ein, zwei oder drei Nickerchen machen zu können. Der „Punjab Mail“ brachte uns von Varanasi nach Kalkutta. Über Nacht und im Schlaf. Dank extrem komfortabler Klappbetten im 4er-Abteil und leckerem indischen Essen unterwegs, verflog die Zeit wie im Schlaf und am Ende wurden wir vom Bahnhof Kalkuttas begrüßt.","content":"…Paris liegt an der Seine. Aber da waren wir ja nicht.\nIn Indien kann man schnell 18 Stunden im Zug zubringen, wenn man 760 Kilometer zurücklegen möchte. Aber das macht nichts, da die indische Bahn den Luxus bietet, dabei ein, zwei oder drei Nickerchen machen zu können. Der „Punjab Mail“ brachte uns von Varanasi nach Kalkutta. Über Nacht und im Schlaf. Dank extrem komfortabler Klappbetten im 4er-Abteil und leckerem indischen Essen unterwegs, verflog die Zeit wie im Schlaf und am Ende wurden wir vom Bahnhof Kalkuttas begrüßt. Wie die Ameisen strömten die Reisenden aus allen Öffnungen des kolonialen Gebäudes. Draußen ging es nicht weniger turbulent zu. Warum? Kalkutta ist die Stadt mit der höchsten Einwohnerdichte Indiens. Verteilen sich Delhis 12.8 Millionen Einwohner auf opulente 1.483 km², drängeln sich Mumbai´s 16,4 Millionen Einwohner auf bereits nur noch 440 km², stehen den 14,7 Mio. Kalkuttanern noch klägliche 185 km² zu Verfügung.\nDennoch unterscheidet sich die Stand auf angenehme Art von anderen Megastädten Indiens. Zum einen fehlen die sonst in Indien inflationär vorkommenden Auto-Rickshaws fast völlig. Dafür fahren überall coole, gelbe Cabs umher, die dem Stadtbild einen zusätzlichen Retro-Touch geben. Zum anderen gibt es in Kalkutta einen riesigen Park, „The Maidan“ – etwas, dass man sonst vergeblich in indischen Großstädten sucht. Dieser Park hat für Kalkutta und seine Menschen die gleiche Bedeutung wie der Central Park in New York. Und in der Tat empfanden wir die Stadt beim Durchwandern der grünen Wiesen und dem Riechen der frischen Luft als sehr angenehm. Inmitten des Parks steht das in Marmor erbaute Victoria Memorial – eine Mischung aus Washingtoner Capitol und Agra´s Taj Mahal, dass zu Ehren von Queen Victoria errichtet wurde (Foto oben).\nZudem gönnt sich die dichtbevölkerte Stadt den Luxus, einen alten Friedhof zu erhalten, der uns ein wenig an Ankor Wat in Kambodscha erinnerte. Die Gräber der britischen Einwohner Kalkuttas im 17. und 18. Jahrhundert werden sich Stück für Stück von der Natur zurückgeholt. In Mitten der lärmenden Stadt wirkt dieser einst in abgeschiedenem Marschland errichtete Ort der Ruhe sonderbar fremd aber erholsam.\nEine weitere Besonderheit Kalkuttas ist ein sehr spezielles Fortbewegungsmittel – die Tana-Rickshaw. Finden wir die Nutzung von Eseln und Pferden als Zugtiere in Städten schon fragwürdig, haben wir nicht schlecht geschaut, als sich plötzlich Menschen selber vor einen Karren spannten und durch die Straßen liefen. In Zeiten des Monsuns und den massiv überfluteten Straßen Kalkuttas stellt diese Form der Fortbewegung jedoch die einzige Art dar, um in einigen Straßen der Stadt voranzukommen.\nAuch wenn wir von Kalkutta nur einen kleinen Teil erwandern konnten, empfanden wir die Stadt als vergleichsweise angenehmen Abschluss unseres diesjährigen Indienaufenthaltes.\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285459200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/das-versagen-der-medien-hier-und-anderswo/","title":"Das Versagen der Medien - hier und anderswo","summary":"Sitze in einer Bushaltestelle\nJeder hat es in der Presse gehört, gelesen und gesehen – die heftigsten Regenfälle in Indien und Pakistan seit 10 Jahren haben Anfang August Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ausgelöst, ganze Regionen von der Außenwelt abgeschnitten, Menschen getötet und Existenzen zerstört. Touristen wurden aus Urlaubsregionen ausgeflogen. Die Geschehnisse sind erschütternd und dramatisch, daran gibt es nichts zu rütteln.\nAuch wir waren von den Vorkommnissen in Nordindien betroffen, planten wir doch wenige Tage nach der Katastrophe die Reise in das Gebiet.","content":" Sitze in einer Bushaltestelle\nJeder hat es in der Presse gehört, gelesen und gesehen – die heftigsten Regenfälle in Indien und Pakistan seit 10 Jahren haben Anfang August Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ausgelöst, ganze Regionen von der Außenwelt abgeschnitten, Menschen getötet und Existenzen zerstört. Touristen wurden aus Urlaubsregionen ausgeflogen. Die Geschehnisse sind erschütternd und dramatisch, daran gibt es nichts zu rütteln.\nAuch wir waren von den Vorkommnissen in Nordindien betroffen, planten wir doch wenige Tage nach der Katastrophe die Reise in das Gebiet. Aufgrund der Pressemeldungen in indischen Tageszeitungen und den internationalen Nachrichten, die wir via Google-News empfingen, entschieden wir uns, das Gebiet zu meiden (wir berichteten darüber).\nDa es uns aber nicht in den Kopf wollte, dass die Region komplett zerstört ist, machten wir uns knapp vier Wochen nach dem Super-Gau gegen alle Ratschläge (indische Tourismusmusbehörde in Neu Delhi: „Wenn Sie mit dem Anblick umgehen können…“, Tour-Veranstalter: „Da gibt es nichts zu sehen“) auf nach Leh, die in einer der am härtesten getroffenen Regionen liegt. Aus medialer Sicht standen uns keine Infos über die „Bereisbarkeit“ zur Verfügung. Vielmehr erhielten wir nach wie vor Infos über Tote, Obdachlose und Spendenaktionen. Einzig Beiträge von Travellern in Reiseforen beurteilten die Situation objektiv.\nFassungslos standen wir vor dem, was uns vor Ort erwartete. Und waren geschockt. In zweierlei Hinsicht.\nZum einen:\nsind Leh und die Orte in der von uns bereisten Umgebung des Indus in dramatischem Umfang von den Erdrutschen zerstört. Verschwundene Häuser, weggerissene Mauern, zugeschwemmte Wege, gigantische Sandhaufen zeugen von einer nicht vorstellbaren Gewalt der Erdrutsche. In sofern haben die Medien korrekt berichtet.\nZum anderen:\nDer touristische Stadtkern Lehs ist vollständig unberührt. Keine Spuren von Erdrutschen, keine Zerstörung, nichts. Alle Gästehäuser erwarten Gäste, Tour-Anbieter und Shops warten auf Kunden. In sofern haben die Medien in ihrer Berichterstattung über die Lage der Region glatt versagt.\nDumm nur, dass kaum noch Gäste und zahlende Kunden da sind. Die Flieger von und nach Neu Delhi sind nur noch zu 20% ausgelastet, Gästewohnungen stehen leer, Tuch- und Souvenir-Shops berichten über totalen Umsatzausfall. Eine Vielzahl an Geschäften hat bereits die Saison beendet und die Rollläden geschlossen.\nSprachen wir mit Touristen, die den Weg nach Leh doch gefunden haben, hörten wir stets das Gleiche: auf gut Glück sei man her gekommen, zuverlässige Infos über die aktuelle Situation konnte man nirgends finden.\nZuerst haben die Erdrutsche Leh überschwemmt, dann hat die mangelhafte Information der Medien die ausgetrocknet, die vom Flutdesaster nicht betroffen waren.\nWären wir nicht nach Leh gefahren, hätten wir uns eines der (wenn nicht sogar dem) Reise-Highlights der letzten 9 Monate beraubt und die Menschen hier in ihrer Not alleine gelassen. Wie großartig die Menschen und die Region um Leh ist, konntet ihr in unseren Berichten der letzten zweieinhalb Wochen selber herausfinden.\nDiese Erlebnisse haben uns gezeigt, dass Medien undifferenziert über diese Katastrophe berichten. Sicher, sie haben zu Spenden und Unterstützung angeregt, andererseits haben sie durch die einseitige Berichterstattung leider zusätzlichen Schaden bei Menschen der Region angerichtet.\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285286400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/mittag-mit-monchen/","title":"Mittag mit Mönchen","summary":"Wir waren zur falschen Zeit am richtigen Ort und wurden mit einer ganz besonderen Einladung belohnt.\nIm Rahmen einer Motorradtour wollten wir die Klöster am Indus-Tal besuchen und das Thiksey-Kloster von Innen kennen lernen. „Pünktlich“ fünf Minuten vor der Mittagspause erschienen wir im Kloster. Also hieß es 30 Minuten ausharren, bis wir unsere Besichtigung starten konnten. Ein sonniges Plätzchen direkt vor der Kloster-Kantine schien der geeignete Ort zu sein, um einen ersten Blick auf die Mönche zu werfen und den Ausblick ins Tal zu genießen.","content":"Wir waren zur falschen Zeit am richtigen Ort und wurden mit einer ganz besonderen Einladung belohnt.\nIm Rahmen einer Motorradtour wollten wir die Klöster am Indus-Tal besuchen und das Thiksey-Kloster von Innen kennen lernen. „Pünktlich“ fünf Minuten vor der Mittagspause erschienen wir im Kloster. Also hieß es 30 Minuten ausharren, bis wir unsere Besichtigung starten konnten. Ein sonniges Plätzchen direkt vor der Kloster-Kantine schien der geeignete Ort zu sein, um einen ersten Blick auf die Mönche zu werfen und den Ausblick ins Tal zu genießen.\nIrritiert waren wir, als ein uralter, zahnloser Mönch mit Krücke in der einen und Essen in der anderen Hand an uns vorbeihumpelte und plötzlich begann, energisch in unsere Richtung zu gestikulieren. Wollte er, dass wir das Kloster um die Mittagszeit verließen? Zu unserer Überraschung kam wenig später ein weiterer Mönch auf uns zu uns bot uns das an, was der alte Mönch auch wollte: mit ihnen in der Kantine zu Mittag zu essen.\nZögerlich betraten wir den Saal. Wir wurden angelächelt und mit dezentem Kopfnicken begrüßt. In der Küche selber drückte uns der Koch freudig zwei Teller in die Hand und wir durften uns aus den großen Bottichen selbst bedienen: Reis, Dal, Hefeklöße, Blumenkohl, Kartoffel-Gemüse, Joghurt und Nachtisch – so die üppige Auswahl.\nAls wir auf den Plastik-Gartenstühlen im Saal Platz nahmen, lehrte sich dieser langsam. Die Mittagspause der Mönche neigte sich dem Ende. Nur einige Ältere blieben sitzen und blickten tief in Gedanken versunken aus dem Fenster in die Ferne.\nNachdem wir das sehr leckere Essen restlos verputzten hatten, kam der Koch zu uns und wir plauderten über das Kloster, die aktuellen Ereignisse und das Essen. Als „Absacker“ bot er uns Butter-Tee an. Neugierig nahmen wir das Angebot an.\nButter-Tee besteht aus Tee und Yak-Butter. Obwohl er wie Café Latte aussieht, schmeckt er wie Darmspühlung. Beherzt schütteten wir den Trunk in uns hinein. Überhaupt trinken alle Mönche morgens 6 Uhr eine Tasse Butter-Tee – so schlimm er auch schmecken mag, so gesund muss er dann wohl auch sein.\nAbschließend lud uns der Koch ein, doch noch einmal zum Mittag vorbei zu kommen.\nHeute waren wir erneut im Kloster, um unserer Verabredung zu folgen. Vor dem Mittag wohnten wir im Haupttempel einer Gebetsrunde bei, nach dessen Abschluß der Tempel-Wächter mit uns ins Gespräch kam. Er führte uns durch den Hintereingang in die Essensausgabe in der uns der Koch strahlend empfing. Wir reihten uns in die bordeaux-farbene Reihe der Mönche ein und holten unsere Portionen Reis, Bohnen, Paprikagemüse, Kartoffel-Spinat-Curry, Joghurt und Nachtisch ab.\nTempel und Mönche sind uns nach 9 Monaten im asiatischen Raum nicht fremd. Jedoch waren wir von der Offenheit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Mönche im Thiksey-Kloster so angetan, dass dieser Besuch und der Koch unvergessen bleiben.\n","tags":["Indien","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285200000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/murmeltier/","title":"Murmeltier-Alarm","summary":" ","content":" ","tags":["Himalaya","Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285200000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/pangong-tso/","title":"Pangong Tso","summary":"Bergseen sind generell etwas Besonderes, verfügen sie nicht über die sonst übliche Vegetation und Tierwelt. Als spannend kann man Bergseen bezeichnen, die auf 4.200 Metern Höhe, hinter dem dritthöchsten Pass (Chang La) der Welt verborgen sind und mit beeindruckenden 180 Kilometern Länge von Indien bis tief nach Tibet in China hineinreichen. Willkommen am Pangong-See.\nDas kristallklare Salzwasser im indischen Teil des Sees (ca. 60 Kilometer Länge) trifft im chinesischen Teil auf Süßwasser.","content":"Bergseen sind generell etwas Besonderes, verfügen sie nicht über die sonst übliche Vegetation und Tierwelt. Als spannend kann man Bergseen bezeichnen, die auf 4.200 Metern Höhe, hinter dem dritthöchsten Pass (Chang La) der Welt verborgen sind und mit beeindruckenden 180 Kilometern Länge von Indien bis tief nach Tibet in China hineinreichen. Willkommen am Pangong-See.\nDas kristallklare Salzwasser im indischen Teil des Sees (ca. 60 Kilometer Länge) trifft im chinesischen Teil auf Süßwasser. Aufgrund der strategischen Bedeutung als Grenzsee zwischen Tibet in China und der wichtigsten Region für Tibet-Flüchtlinge in Indien, war uns nur der Besuch der ersten Kilometer des Sees vorbehalten. Diese Einschränkung nahmen wir dank der einmaligen Eindrücke in Kauf.\nEin Militär-Angehöriger springt in das knapp 10 Grad \u0026lsquo;warme\u0026rsquo; Wasser. Als wir uns im Sonnenschein auf den knapp 140 Kilometer langen Rückweg machten, ahnten wir nicht, dass sich uns schon wenige Kilometer später die Gelegenheit bot, mal wieder eine Schneeballschlacht zu machen. Aufgrund eines spontanen Wetterwechsels begrüßte uns auf 5.320 Metern Höhe, auf dem Chang-La-Pass, heftiges Schneetreiben.\nPass-Markierung Interessante Toilette ","tags":["Indien","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1285027200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/das-plumpsklo-mit-dem-besten-ausblick-der-welt/","title":"Das Plumpsklo mit dem besten Ausblick der Welt","summary":"Über die Löcher im Boden, die sich Toiletten nennen, werden wir an anderer Stelle noch mal ausführlicher berichten. Eine Notdurftverrichtungsanstalt hat es aber schon jetzt geschafft, sich einen eigenen Reisebeitrag zu erarbeiten.\nJedoch schafft es das WC an der Shanti Stupa in Leh nicht wegen seines besonderen Hygienestandard hier her, sondern wegen des unglaublichen Ausblickes, den man beim Hocken über dem Loch im Boden hat:\nIn Hockhöhe installiert, eröffnet das Fenster (ohne Glas oder Laden) einen direkten Blick auf die schneebedeckten Kuppen des Stok Kargil-Massivs mit dem über 6.","content":"Über die Löcher im Boden, die sich Toiletten nennen, werden wir an anderer Stelle noch mal ausführlicher berichten. Eine Notdurftverrichtungsanstalt hat es aber schon jetzt geschafft, sich einen eigenen Reisebeitrag zu erarbeiten.\nJedoch schafft es das WC an der Shanti Stupa in Leh nicht wegen seines besonderen Hygienestandard hier her, sondern wegen des unglaublichen Ausblickes, den man beim Hocken über dem Loch im Boden hat:\nIn Hockhöhe installiert, eröffnet das Fenster (ohne Glas oder Laden) einen direkten Blick auf die schneebedeckten Kuppen des Stok Kargil-Massivs mit dem über 6.000 Meter hohen Stok Kargil. Bei dem Anblick vergisst man schnell, was sich um einen herum so abspielt. Und besser is das!\nÜbrigens, die Toilette ist für die Besucher der Shati Stupa in Leh.\n","tags":["Himalaya","Indien","Toilette","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284854400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wir-wieder-im-radio/","title":"Wir wieder im Radio","summary":"Wer mal wieder die Stimme des männlichen Bestandteils unseres Reiseduos hören möchte, der bekommt jetzt die Gelegenheit dazu. Wie schon im März, werden wir am Dienstag, den 21. September ab 22 Uhr im Radio zu hören sein. In der Sendung „Blue Moon“ plaudern wir mit Hendrik Schröder über das Reisen und die weite Welt.\nWer nicht im UKW-Bereich von Radio Fritz (Berlin/Brandenburg) wohnt, der kann die Sendung aber auch als Live-Stream unter http://www.","content":"Wer mal wieder die Stimme des männlichen Bestandteils unseres Reiseduos hören möchte, der bekommt jetzt die Gelegenheit dazu. Wie schon im März, werden wir am Dienstag, den 21. September ab 22 Uhr im Radio zu hören sein. In der Sendung „Blue Moon“ plaudern wir mit Hendrik Schröder über das Reisen und die weite Welt.\nWer nicht im UKW-Bereich von Radio Fritz (Berlin/Brandenburg) wohnt, der kann die Sendung aber auch als Live-Stream unter http://www.fritz.de verfolgen.\nDa wir hier im Himalaja nur über eine sehr eingeschränkte und instabile Telekommunikations-Infrastruktur verfügen, kann es aber auch sein, dass unser Interview kurzfristig wegen Nichterreichbarkeit ausfällt.\nAlso, einschalten und weitersagen!!!\n","tags":["Radio","Interview"],"section":"posts"},{"date":"1284768000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/mit-dem-motorrad-ins-nubra-valley/","title":"Mit dem Motorrad ins Nubra Valley","summary":"Wenn man sich im Hochgebirge alleine und ohne Guide in die Wildnis wagt, widerfahren einem Dinge, die man aus dem ach so sicheren Alltag daheim nicht mehr kennt.\nDas Nubra-Valley, eingeklemmt zwischen Pakistan und China, ist im Norden Ladakhs eine auf ca. 3.000 Meter gelegene Ebene. Knapp 130 km von Leh entfernt, wagten wir uns, wieder mit unserer 350ccm-starken Royal Enfield „Bullit“, dort hin.\nDen ersten Teil der Reise kannten wir, ging es erneut über den höchsten Pass der Welt.","content":"Wenn man sich im Hochgebirge alleine und ohne Guide in die Wildnis wagt, widerfahren einem Dinge, die man aus dem ach so sicheren Alltag daheim nicht mehr kennt.\nDas Nubra-Valley, eingeklemmt zwischen Pakistan und China, ist im Norden Ladakhs eine auf ca. 3.000 Meter gelegene Ebene. Knapp 130 km von Leh entfernt, wagten wir uns, wieder mit unserer 350ccm-starken Royal Enfield „Bullit“, dort hin.\nDen ersten Teil der Reise kannten wir, ging es erneut über den höchsten Pass der Welt. Diesmal starteten wir unsere Tour jedoch kurz nach Sonnenaufgang. Bereits beim Start, im 3.600 Meter hoch gelegenen Leh zog uns die Kälte gnadenlos durch unsere 6lagige Bekleidung. Entsprechend klamm erreichten wir die Pass-Spitze. Die zwei heißen Tees vermochten es jedoch nicht, unsere Kerntemperaturen dort hin zu hieven, wo sie sich sonst befinden.\nTodesverachtend stürzten wir uns hinab ins Tal, in der Hoffnung, die Sonne taue uns dort unten irgendwann wieder auf. Ein Trugschluss, wie sich später zeigen sollte.\nAuf den 90 Kilometer hinab ins Tal, juckelten wir vorbei an Jak-Herden, quiekenden Murmeltier-Kolonien, gigantischen, ausgewaschenen Berghängen und scheinbar bodenlosen Schluchten. Am Ende unserer knapp 4stündigen Talfahrt standen wir auf 3.000 Metern Höhe, umgeben von schneebedeckten 5- und 6-Tausendern und beobachteten, wie Kamele in Sanddünen umherliefen. Wir wähnten uns, wie in einem verrückten Film von Tim Burton. Es fehlte nur das Riesenkaninchen.\nAuf unserer gesamten Fahrt hielt es die Sonne nicht für notwendig, sich hinter den grauen Wolken zu zeigen und uns aufzutauen. Entsprechend gefrostet suchten wir uns ein Gästehaus in Hunder, in dem wir gegen 8 Uhr Abends in unsere Schlafsäcke kletterten und bis zum nächsten Morgen blieben.\nKurz nach Sonnenaufgang schwante uns beim Blick aus unseren Schlafsäcken nichts Gutes. Hielten sich die Wolken am Vortag in sicherer Distanz, über den hohen Berggipfeln auf, zogen sie jetzt als trübe Regenwolken knapp über unseren Köpfen durchs Tal. Über Nacht war die Schneefallgrenze deutlich gesunken.\nDa wir unsere Rückreise an die Öffnungszeiten der örtlichen Tankstelle auf um 10 Uhr geplant hatten, gaben wir den Wolken noch ein paar Stunden Zeit, sich zu verziehen. Und siehe da, kurz vor dem Aufbrechen zurück nach Leh blitze der erste blaue Himmel auf und wenig später strahlte uns die Sonne an. Einer angenehmen Rückreise schien nichts mehr im Weg zu stehen.\nEin Irrglaube, wie sich in dem Moment zeigte, als wir an der Tankstelle in Diskit standen. Ein ebenfalls auf Benzin Wartender berichtete in gebrochenem Englisch „Benzin alle“. Unsere Frage auf Nachschub beantwortete er mit „vielleicht Übermorgen“. Mit unserem einen Liter Restvolumen im Tank kämen wir gerade mal zu unserem Gästehaus zurück, geschweige denn in die Nähe der nächsten Tankstelle – angeblich im 130 Kilometer entfernten Endziel Leh gelegen. Die Panik hüpfte uns ins Gesicht. Wir schilderten unsere ausweglose Situation, nicht in dieser Einöde für zwei Tage gefangen sein zu wollen, erfanden, dass wir das Motorrad abgeben müssen und das der Weltfrieden ohne uns in Gefahr sei. Darauf hin marschierte er zum Tankstellenwächter, der sich langsam und ohne uns Beachtung zu schenken zur Zapfsäule aufmachte. „Öffne Tank“ befahl der Wartende und der Tankwart begann, an seinem Zapfgerät herumzukurbeln. Es gluckerte, gluckste und zischte bis plötzlich aus den Unweiten des ausgetrockneten Rüssels Benzin in unseren Tank sprudelte. Sagenhafte 5 Liter kurbelte der Wart aus seinem Tank in unseren – genug für uns, nach Hause zu kommen.\nDie folgenden 130 Kilometer vergingen dank perfekten Bilderbuchwetters wie im Flug. Reichlich erschöpft und wirbelsäulengeschändet kamen wir in Leh an. Unsere Maschine hat die Rückfahrt nicht ganz so überstanden: Plattfuß, verschlissene Hinterradbremse, kaputte Hupe – so die Bilanz des Tages.\n","tags":["Himalaya","Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284768000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/tiere-essen/","title":"Tiere essen","summary":"Reisen verändert. Auch uns. Ob wir´s wollen oder nicht. Manche Veränderungen überraschen uns.\nEs dürfte jetzt ca. zweieinhalb Monate her sein, dass wir das letzte Stückchen Fleisch zu uns genommen haben. In Deutschland wäre dies eine unvorstellbar lange Zeit. Und ein Ding der Unmöglichkeit. In Indonesien, Sri Lanka und Indien ist das aber einfach so passiert. Ohne Absicht. Wir haben es nicht mal gemerkt.\nImmer wieder treffen wir Menschen, die auf ihren Reisen durch Asien plötzlich ihre Fleischleidenschaft hinter sich lassen und zum Pflanzen- und Fischesser werden.","content":"Reisen verändert. Auch uns. Ob wir´s wollen oder nicht. Manche Veränderungen überraschen uns.\nEs dürfte jetzt ca. zweieinhalb Monate her sein, dass wir das letzte Stückchen Fleisch zu uns genommen haben. In Deutschland wäre dies eine unvorstellbar lange Zeit. Und ein Ding der Unmöglichkeit. In Indonesien, Sri Lanka und Indien ist das aber einfach so passiert. Ohne Absicht. Wir haben es nicht mal gemerkt.\nImmer wieder treffen wir Menschen, die auf ihren Reisen durch Asien plötzlich ihre Fleischleidenschaft hinter sich lassen und zum Pflanzen- und Fischesser werden. Bei uns wie auch ihnen leitet sich die Verweigerung zum einen aus der unglaublichen Variationsvielfalt von Gemüse und Gewürzen ab, zum anderen aus Ekel. Ekel, das zu essen, was in der Sonne, von Fliegen umschwärmt vor sich hin gammelt. Ekel, das zu essen, was in Minibuchten oder festgekettet am Straßenrand vor sich hinvegetiert, um dann als „frisches Hühnchen“ die letzte Ruhe zu finden.\nGut, dass es in Deutschland anders ist. Die Lebensmittelkontrolle schreibt strenge Richtlinien für Verarbeitung, Transport und Verkauf von Frisch- und Konservenfleisch vor und die Tiere leben ein glückliches, artgerechtes Leben, bis sie sich aufopferungsvoll von alleine ins Messer stürzen.\nOder sind die hygienisch sauberen Verpackungen ein Weichzeichner, der das Bild der Massentierhaltung verwischt? Wir haben in Deutschland noch nie gesehen, wie ein Hühnchen lebt, dass wir essen. In Asien schon. Und das hat uns gequält.\nWer sich den Spiegel Ausgabe 32, Seite 94 („Das Gute essen“) vornimmt, findet den Artikel, der uns über unser eigenes Handeln stutzig werden ließ. Warum ändern wir unsere Gewohnheit erst, wenn wir die gequälten Tiere und das miefende Fleisch sehen? Gammelfleischskandal, Tierquälerei in der Massentierhaltung und mit Wasser aufgespritzte Steaks – das alles kennen wir aus Deutschland vom Hörensagen und doch interessiert es uns kaum die Bohne. Was wir nicht sehen, ist nicht. Verrücktes Gehirn!\nWie leicht es fällt, sich ökologisch rücksichtvoll und nicht wenig erstklassig zu ernähren, erleben wir täglich und sind stets auf´s Neue begeistert, was man aus einer Kartoffel so zaubern kann. Zum Vegetarier wollen wir aber trotzdem nicht werden. Hat sich unser Bewusstsein in Asien dafür entschieden, sollten wir uns nach unserer Rückkehr bewusst machen, was wir an Fleisch zu uns nehmen. Die Bedeutung kann, wie Studien zeigen, von nationaler und internationaler Bedeutung sein: „Massentierhaltung produziert zwischen 18 und 51% der vom Menschen verursachten Treibhausemissionen. Größter Klimasünder ist das Rind.“ (Quelle: Spiegel, siehe oben)\nÜbrigens: Falls du Lust hast, dich mit dem Thema „Tiere essen“ zu beschäftigen, klingt das gleichnamige Buch von Jonathan Safran Foer ziemlich spannend.\n","tags":["Indien","Himalaya","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284681600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/auf-dem-hochsten-pass-der-welt/","title":"Auf dem höchsten Pass der Welt","summary":"Nördlich von Leh schlängelt sich eine ganz besondere Straße durch die Berge (die dünne fast waagerechte Linie dort oben im Foto ist der Pass). Auf der Spitze des Khardung La-Passes standen wir am höchsten Punkt der Welt, den wir mit einem motorisierten Gefährt überhaupt erreichen können: auf 5.606 Meter.\nMit einem geliehenen Motorrad, einer Royal Enfield „Bullet“, haben wir uns auf den Weg gemacht. Bevor es aber losging, benötigten wir die offizielle Genehmigung für unser Abenteuer, da der Pass in das nordindische Grenzgebiet nach China und Pakistan führt.","content":"Nördlich von Leh schlängelt sich eine ganz besondere Straße durch die Berge (die dünne fast waagerechte Linie dort oben im Foto ist der Pass). Auf der Spitze des Khardung La-Passes standen wir am höchsten Punkt der Welt, den wir mit einem motorisierten Gefährt überhaupt erreichen können: auf 5.606 Meter.\nMit einem geliehenen Motorrad, einer Royal Enfield „Bullet“, haben wir uns auf den Weg gemacht. Bevor es aber losging, benötigten wir die offizielle Genehmigung für unser Abenteuer, da der Pass in das nordindische Grenzgebiet nach China und Pakistan führt. Nachdem auch die Behörden grünes Licht für unseren Ausflug gaben, starteten wir am späten Vormittag, als die Sonne bereits die Felshänge angenehm erwärmte, den ca. 40 Kilometer langen Aufstieg. Mit jedem Meter, den wir an Höhe gewannen, tauchen immer neue, schneebedeckte Berggipfel am Horizont auf, die Luft wurde frischer (oder sollte man besser sagen „frostiger“) und der Weg schlechter. Verdiente die Asphaltstraße anfangs noch die Bezeichnung „Straße“, änderte sich mit zunehmender Höhe jedoch. Loch an Loch sowie Geröllhaufen an Schuttabbruch forderte von uns und der Maschine alles, was es gab.\nNach drei Stunden holperten und polterten wir mit an der Pass-Spitze ein, empfangen von tausende Gebetsfahnen, unglaublichen Ausblicken, eisigem Wind und verdammt dünner Luft.\nDank des einsetzenden Kopfschmerzes mussten wir den Rückweg – wie von offizieller Seite empfohlen – bereits nach 30 Minuten wieder antreten. Etwa 2,5 Stunden und einige beinahe-HWS-Frakturen später, erreichten wir das warme, sauerstoffgesättigte Leh. Mensch und Maschine haben diesen welthöchsten Ausflug gut überstanden.\n","tags":["Himalaya","Motorrad","Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284595200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/his-holyness-the-dalai-lama/","title":"His Holyness the Dalai Lama","summary":"Ohne viele Worte, aber mit ganz viel toll:\nBewegte Momente:\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=EhV24w5WQd8\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=yC2cX0_vM2w\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=KGDninc1jzE","content":"Ohne viele Worte, aber mit ganz viel toll:\nBewegte Momente:\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=EhV24w5WQd8\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=yC2cX0_vM2w\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=KGDninc1jzE\n","tags":["Indien","Dalai Lama","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284595200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/von-angesicht-zu-angesicht/","title":"Von Angesicht zu Angesicht","summary":"Aufgrund vermehrter Nachfrage, wie wir denn nun nach 8 Monaten Lotterleben aussehen, ob die Rasta-Zöpfe sprießen, sich irgendwelche Piercings oder Tattoos eingefunden haben oder der Drei- einem Dreißig-Tagebart gewichen ist, haben wir uns entschieden, nun doch ein tagesaktuelles Foto von uns hier zu veröffentlichen.\nWir hoffen, all Eure Fragen damit zu beantworten:","content":"Aufgrund vermehrter Nachfrage, wie wir denn nun nach 8 Monaten Lotterleben aussehen, ob die Rasta-Zöpfe sprießen, sich irgendwelche Piercings oder Tattoos eingefunden haben oder der Drei- einem Dreißig-Tagebart gewichen ist, haben wir uns entschieden, nun doch ein tagesaktuelles Foto von uns hier zu veröffentlichen.\nWir hoffen, all Eure Fragen damit zu beantworten:\n","tags":["Indien","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1284422400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-reimemonster-des-himalajanischen-strasenbauamtes/","title":"Die Reimemonster des himalajanischen Straßenbauamtes","summary":"Fahrer eines Versorgungs-LKWs im Himalaja zu sein, ist kein Leichtes. Hunderte Kilometer Serpentinen, miserable Pass-Straßen, mal Regen, mal Schnee, mal Hitze, oft dünne Luft, kein Radioempfang. Kein Wunder, dass die Fernfahrer auf diesen einsamen Strecken gerne mal zur Alkoholaufmunterung greifen. Die Folgen konnten wir sehen: verrostete LKW-Skelette, hunderte Meter in Schluchten gefallen.\nDas Straßenbauamt „Himank“ hat aus Gründen der Aufmunterung, moderner Verkehrserziehung oder kreativen Überschuss ganz besondere Motivations- und Ermahnungsschilder erschaffen.","content":"Fahrer eines Versorgungs-LKWs im Himalaja zu sein, ist kein Leichtes. Hunderte Kilometer Serpentinen, miserable Pass-Straßen, mal Regen, mal Schnee, mal Hitze, oft dünne Luft, kein Radioempfang. Kein Wunder, dass die Fernfahrer auf diesen einsamen Strecken gerne mal zur Alkoholaufmunterung greifen. Die Folgen konnten wir sehen: verrostete LKW-Skelette, hunderte Meter in Schluchten gefallen.\nDas Straßenbauamt „Himank“ hat aus Gründen der Aufmunterung, moderner Verkehrserziehung oder kreativen Überschuss ganz besondere Motivations- und Ermahnungsschilder erschaffen.\nAller paar Kilometer findet sich ein massiver handbemalter Stein oder ein Schild mit Weisheiten und Ermahnungen zum Verhalten im Straßenverkehr. Bemerkenswert: auf den bisher knapp 700 Kilometern gefahrener Strecke fanden wir ein und denselben Spruch nie mehr als zweimal.\nHier eine Sammlung unserer Lieblingsreime:\nNicht fotografisch dokumentiert, aber dennoch eine Erwähnung wert: „Be gentle on curves“ „Know Aids – no Aids“\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1283990400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/in-den-himalaja/","title":"In den Himalaja","summary":"Knapp einen Monat nach den verheerenden Erdrutschen in Ladakh, einem Gebiet in Nordindien und unserer Entscheidung, nicht in die Region zu reisen, haben wir uns aufgrund des unbändigen Verlangens doch entschieden, uns auf nach Leh in den Himalaja zu machen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich zeigte.\nDer Weg in das 3.600 Meter hoch gelegene Leh forderte von uns und den Maschinen einiges.\nVon Neu Delhi fuhren wir mit dem komfortablen Nachtbus in 15 Stunden ins knapp 2.","content":"Knapp einen Monat nach den verheerenden Erdrutschen in Ladakh, einem Gebiet in Nordindien und unserer Entscheidung, nicht in die Region zu reisen, haben wir uns aufgrund des unbändigen Verlangens doch entschieden, uns auf nach Leh in den Himalaja zu machen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich zeigte.\nDer Weg in das 3.600 Meter hoch gelegene Leh forderte von uns und den Maschinen einiges.\nVon Neu Delhi fuhren wir mit dem komfortablen Nachtbus in 15 Stunden ins knapp 2.000 Meter hoch gelegene Manali. Von dort ging es in 21 Stunden (aufgeteilt in 2 Tage) in das Hochgebirge. Aufgrund der Regenfälle war einer der sonst befahrenen Hochpässe auf 20 km weggerutscht und unbefahrbar. Dies kostete uns 160 km und knapp 5 Stunden Umweg.\nBereits nach zwei Stunden Fahrt fanden wir uns auf 4.200 Meter auf dem Rohtang-Pass wieder. Erstmals leuchteten die schneebedeckten Kuppen der zum Himalaja gehörenden Bergen in der Ferne. Es sollte der erste Vorgeschmack auf mehr sein. Viel mehr.\nDie kommenden Stunden verbrachten wir damit, unsere Halswirbelsäule vor allzu großen Schäden zu bewahren. Auf zum Teil losen Schotterwegen hechelte der Minibus mit uns und 7 Indern die Berge hoch und runter.\nKurz vor Erreichen des Tagesziels führte uns der Barlacha La-Pass auf 5.000 Meter. Erstmals in unserem Leben standen wir bei einer derartigen Höhe noch mit beiden Füßen auf dem Erdboden. Eiskalt pfiff uns der Wind und die Höhenkrankheit um die Ohren als wir bereits nach 5 Metern GEHENS völlig außer Puste waren und uns schwindelig war.\nKurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir den Ort Pang, wo wir schlafen sollten. Auf 4.600 Meter gelegen, bestand Pang aus ein paar Zelten, in denen geschlafen und gekocht wurde Die Dusche war ein Bottich mit Gebirgswasser (gefühlte 3 Grad warm) und eine Toilette… gab´s nicht.\nIn unserem Zwei-Mann-Zelt herrschten beängstigende 10°C, die selbst unser Schlafsack nicht von uns fernhalten konnte. Entsprechend frostig und schlaffrei war die Nacht. Als gegen 2 Uhr auch noch Regen auf unser eh schon winddurchlässiges Zelt zu prasseln begann, war schluß mit lustig.\nAm kommenden Morgen, 6 Uhr, hieß es Platz nehmen um die letzte Etappe nach Leh zurück zu legen. Der Regen der vergangenen Nacht hatte seine Spuren hinterlassen. Auf dem Hochplateau hinter Pang empfing uns – erstmals in diesem Jahr – eine Schneedecke – kilometerweit.\nEinige Stunden, hunderte Serpentinen und tausende Schlaglöcher später fuhren wir Leh ein – bei Sonnenschein und 30°C.\n","tags":["Indien","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1282953600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/kleine-liebesbekundung/","title":"Kleine Liebesbekundung","summary":"Als Mumtaz Mahal 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes starb, traf dies ihren Mann, Shah Jahan, so schwer, dass sich seine Haare über Nacht grau färbten. Als Zeichen seiner Liebe zu ihr, ließ er in den darauf folgenden 30 Jahren mit der Hilfe von bis zu 20.000 Menschen ein einmaliges Bekenntnis der Liebe errichten: das Taj Mahal.\nFür uns zählt diese außergewöhnliche Begräbnisstätte seit unserem ersten Besuch 2006 zu dem schönsten Bauwerk der Welt.","content":"Als Mumtaz Mahal 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes starb, traf dies ihren Mann, Shah Jahan, so schwer, dass sich seine Haare über Nacht grau färbten. Als Zeichen seiner Liebe zu ihr, ließ er in den darauf folgenden 30 Jahren mit der Hilfe von bis zu 20.000 Menschen ein einmaliges Bekenntnis der Liebe errichten: das Taj Mahal.\nFür uns zählt diese außergewöhnliche Begräbnisstätte seit unserem ersten Besuch 2006 zu dem schönsten Bauwerk der Welt. Da verstand es sich als Pflicht, mit unserem Besuch aus Hamburg, noch einmal an diesen einmaligen Ort zurück zu kehren.\nIm krassen Gegensatz zum Straßenbild vor dem Taj, wo Bullen durch die mit Rinderkot überzogenen Straßen getrieben werden, wo dutzende Fliegen um das Essen auf dem Teller buhlen, wo „Guides“ versuchen, Touristen zum falschen Ticketschalter zu locken, findet man auf dem Gelände des Taj Erholung und Entspannung. Grüner Rasen, frische Luft, warmer Marmor, Ruhe und Gelassenheit. Vielleicht ist es auch genau das, was das Taj so besonders macht: es strahlt Ruhe im umgebenen Chaos aus.\nStraßenbild vor dem Taj\nschlafender Chipmunk im Park des Taj´\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1282608000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/furs-protokoll/","title":"Für´s Protokoll","summary":"Es erreichen uns inzwischen neugierige Anfragen, ab wann wir wieder Deutschland unsicher machen werden. Die einstige 8-Monats-Angabe auf unserer Webseite wurde mittlerweile ganz unauffällig in 11 Monate umgewandelt.\nAus Gründen der Reiselust haben wir uns entschieden, erst Ende November Heim zu kehren. Wir sind uns des Risikos bewusst, uns den lebensfeindlichen klimatischen Bedingungen im Deutschen November (Angabe ohne Gewähr) auszusetzen, sind uns aber sicher, dass dies die beste Zeit ist, um gemeinsam bei einer heißen Tasse Tee, Glühwein oder Kakao unsere Erlebisse mit Euch in gut beheizten Räumen (mind 28°C) zu teilen.","content":"Es erreichen uns inzwischen neugierige Anfragen, ab wann wir wieder Deutschland unsicher machen werden. Die einstige 8-Monats-Angabe auf unserer Webseite wurde mittlerweile ganz unauffällig in 11 Monate umgewandelt.\nAus Gründen der Reiselust haben wir uns entschieden, erst Ende November Heim zu kehren. Wir sind uns des Risikos bewusst, uns den lebensfeindlichen klimatischen Bedingungen im Deutschen November (Angabe ohne Gewähr) auszusetzen, sind uns aber sicher, dass dies die beste Zeit ist, um gemeinsam bei einer heißen Tasse Tee, Glühwein oder Kakao unsere Erlebisse mit Euch in gut beheizten Räumen (mind 28°C) zu teilen.\n","tags":["2010"],"section":"posts"},{"date":"1282348800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/naturgewalt/","title":"Naturgewalt","summary":"Vor 3 Monate entschieden wir uns, nach Indien zurückzukehren und dort nach Ladakh zu reisen. In Nordindien wollten wir mit dem Jeep von Manali nach Leh fahren und anschließend auf über 5.000 Meter trekken gehen um die unglaublich schöne Bergwelt, die wir bisher nur von Bildern kennen mit eigenen Augen zu sehen.\nJetzt wurde eines unserer persönlichen Highlights der Reise leider weggespült. Das Gebiet um Ladakh wurde vor kurzem durch den heftigsten Monsun seit 10 Jahren getroffen.","content":"Vor 3 Monate entschieden wir uns, nach Indien zurückzukehren und dort nach Ladakh zu reisen. In Nordindien wollten wir mit dem Jeep von Manali nach Leh fahren und anschließend auf über 5.000 Meter trekken gehen um die unglaublich schöne Bergwelt, die wir bisher nur von Bildern kennen mit eigenen Augen zu sehen.\nJetzt wurde eines unserer persönlichen Highlights der Reise leider weggespült. Das Gebiet um Ladakh wurde vor kurzem durch den heftigsten Monsun seit 10 Jahren getroffen. Mehr als 100 Menschen sind durch Schlammlavinen und Überflutung verstorben, 5 Touristen wurden vermisst, das Gebiet ist von der Außenwelt abgeschnitten, die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen und Nachtfröste bedrohen die Obdachlosen 10.000 Menschen. Das Gebiet ist bis auf weiteres gesperrt. Ab September sind zudem die Passstraßen wegen dem einsetzenden Schneefall gesperrt.\nEins zeigt uns dieses nicht stattgefundene Abenteuer: seit 8 Monaten machen wir täglich das, worauf wir Lust haben, fliegen hin, wo wir wollen – wir leben frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und gehen stets der Nase nach. Und jetzt kommt die Natur und zeigt uns, wer das Sagen hat.\n","tags":["Indien","Himalaya","2010"],"section":"posts"},{"date":"1281830400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/neu-delhi-koma-fur-die-sinne/","title":"Neu Delhi: Koma für die Sinne","summary":"Als wir 2006 Delhi verließen, hofften wir insgeheim, dass dies der letzte Aufenthalt in der indischen Hauptstadt war. Unser Wunsch wurde nicht erhört. Aufgrund der verkehrstechnisch hervorragenden Anbindung an die umliegende Welt, begann unsere diesjähriger Indien-Aufenthalt wieder unter den knapp 14 Millionen Menschen. Wie schon beim letzten Besuch testete Delhi auch diesmal unsere Belastbarkeit. Bei Tageshöchsttemperaturen von 40°C liefen wir, von Heimatbesuch begleitet, durch die Straßen des Mollochs in einer Wolke aus dickem Staub und Gerüchen von faulendem Obst, modernden Abfällen, sich zersetzender Rinder- und Menschenkacke, verdunstender Pisse und gärendem Fleisch.","content":"Als wir 2006 Delhi verließen, hofften wir insgeheim, dass dies der letzte Aufenthalt in der indischen Hauptstadt war. Unser Wunsch wurde nicht erhört. Aufgrund der verkehrstechnisch hervorragenden Anbindung an die umliegende Welt, begann unsere diesjähriger Indien-Aufenthalt wieder unter den knapp 14 Millionen Menschen. Wie schon beim letzten Besuch testete Delhi auch diesmal unsere Belastbarkeit. Bei Tageshöchsttemperaturen von 40°C liefen wir, von Heimatbesuch begleitet, durch die Straßen des Mollochs in einer Wolke aus dickem Staub und Gerüchen von faulendem Obst, modernden Abfällen, sich zersetzender Rinder- und Menschenkacke, verdunstender Pisse und gärendem Fleisch. Die Luft war von den Ausdünstungen der uralten Busse, der unendlich vielen Auto-Rickschaws und der Qualmwolken der Essenstände schwer getrübt. Bereits nach wenigen Metern begannen wir, schwerer zu atmen.\nAuf Schritt und Tritt bettelten Menschen und kämpften zwischen den Menschenmassen ums Überleben. Die Luft schrillte von dem permanenten Hupkonzert der Autos, LKWs, Motorräder, Auto-Rickschaws sowie den Rufen der Tuck-Tuck-Fahrer und Händler.\nAbends, als die Märkte schlossen und die geschäftigen Menschen nach Hause gingen, blieben auf den Straßen nur noch die übrig, die dort leben. Obwohl wir unser 4-Sterne-Hotel im „besseren“ Viertel Karol Bagh ausgesucht hatten, waren die Straßen auch dort beängstigend gut gefüllt. Überall lagen Menschen herum und schliefen oder köchelten am Straßenrand ihr dürftiges Essen.\nNeu Delhi richtet ab dem 4. Oktober die Commenwealth Games aus – quasi die Olympischen Spiele der ehem. britischen Kolonien. Entsprechend poliert sich die Stadt gerade optisch auf Hochglanz. Wie dies vor sich geht, entspricht jedoch überhaupt nicht der deutschen Vorstellung. Der Connaught Place, ein riesiger Kreisverkehr (3 Kreise, deren Umgebung wie Tortenstückchen zerteilt mit Buchstaben durchnummeriert ist, damit man sich nicht verläuft) wurde kurzerhand komplett aufgerissen. Die angrenzenden Häuser wurden ihrer Außenfassade entledigt. 50 Tage vor den Spielen standen wir auf einer Baustelle, die die ehem. Baustelle „Potsdamer Platz/Berlin“ wie einen kleinen Sandkasten erscheinen lässt. Arbeitssicherheit ist dabei ein Fremdwort. So hingen Stromkabel wild über den Gehwegen und die Fußgänger bahnten sich ihre Wege quer über die aufgerissenen Straßen und Wege. Ein Blick zu wenig und man stürzt in ein gebuddeltes Loch oder vom unfertigen Gehweg ins Straßenbett.\nAm Main Bazar in Old Delhi, einer alten Gasse mit unzähligen, kleinen Geschäften, suchten wir die Straße unter unseren Füßen gänzlich vergebens. Um attraktiver zu wirken, wurde der Straßenraum kurzerhand verbreitert – indem man von jedem Haus links und rechts der Straße einfach die Front inkl. einiger Meter Wohnung weggerissen hat – per Dekret der Regierung. Der Bauschutt liegt inmitten der Straße und jeder bastelt sich nun eine neue Fassade zu seinem statisch instabilen Haus. Entschädigung oder sonstige finanzielle Unterstützung gab es seitens der Regierung nicht, so sagten uns die hochgradig verärgerten Anwohner.\nHier ein kleiner Rundgang durch Delhi.\nMain Bazar kein ungewöhnliches Transportmittel: Pritschenwagen \u0026amp; Kuh Bauarbeiten am Main Bazar Kabelverlegung Pause\u0026hellip; der Bazar in Old Delhi ob diese Stromleitungen unter Saft standen, testeten wir lieber nicht Freitagsgebet auf offener, zeitweilig gesperrter Straße Moschee Delhi soll grüner werden. Viel Glück! Auch wenn die Schilderungen über Neu Delhi nichts von den sonstigen Sommersonnestrandundmeer-Berichten unserer Reise haben, sei ausdrücklich betont, dass es sich unbedingt lohnt, einen Stopp in Delhi einzulegen. Eine derartige Reizüberflutung findet man sicher nur an sehr wenigen Orten der Welt. Gerade für uns Europäer, die wir an Ordnung und Sauberkeit gewöhnt sind, bei denen Obdachlose gerne mal ins Stadtrandgebiet verlagert werden, wo Kinderarbeit nur ein Wort im Duden ist, wo sich jeder ordentlich in eine Schlage am Fahrkartenschalter einreiht ist Indiens Hauptstadt das Gegenbeispiel zu unserem Weltbild. In dieser Stadt ist alles anders. Ganz anders.\nNeu Delhi ist Koma für die Sinne!\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1281657600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/jubilaum/","title":"Jubiläum","summary":"Da ist es! Das 10.000. Foto unserer Reise, aufgenommen von unserer SONY Cybershot HX-1. Es zeigt den Fahrplan an der Bahnstation „New Delhi“. Aber keine Angst, von den ausgelösten Fotos ist nur ein hart selektierter Teil übrig geblieben. Wir wollen ja unsere Freunde und Familien nach unserer Reise nicht mit gähnend-langweiligen Diaschauen zu Tode quälen.","content":"Da ist es! Das 10.000. Foto unserer Reise, aufgenommen von unserer SONY Cybershot HX-1. Es zeigt den Fahrplan an der Bahnstation „New Delhi“. Aber keine Angst, von den ausgelösten Fotos ist nur ein hart selektierter Teil übrig geblieben. Wir wollen ja unsere Freunde und Familien nach unserer Reise nicht mit gähnend-langweiligen Diaschauen zu Tode quälen.\n","tags":["Indien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1281484800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-sri-lanka/","title":"Bye, bye Sri Lanka","summary":"Vier Wochen, die wie im Flug vergangen sind, liegen hinter uns. So spontan das Land auf unserer Reiseroute auftauchte, so plötzlich müssen wir schon wieder bye, bye sagen. Zugegeben, unsere Erwartungen an Land, Leute und Kultur waren sehr gering, hielten wir doch erst am Vorabend der Ankunft den Reiseführer in den Händen. Unsere Spontaneität wurde belohnt. Wir wurden empfangen von interessierten und offenherzigen Menschen, leckerem Essen und abwechslungsreichen Landschaften und.","content":" Vier Wochen, die wie im Flug vergangen sind, liegen hinter uns. So spontan das Land auf unserer Reiseroute auftauchte, so plötzlich müssen wir schon wieder bye, bye sagen. Zugegeben, unsere Erwartungen an Land, Leute und Kultur waren sehr gering, hielten wir doch erst am Vorabend der Ankunft den Reiseführer in den Händen. Unsere Spontaneität wurde belohnt. Wir wurden empfangen von interessierten und offenherzigen Menschen, leckerem Essen und abwechslungsreichen Landschaften und. Gespräche mit den Einheimischen verliefen stets im gleichen Schema: Wo kommen wir her, Sind wir das erste Mal in Sri Lanka, wie finden wir das Land, wie finden wir die Menschen. Am Ende des Frage-Antwort-Spiels blickten wir stets in glückliche Gesichter. Wir merkten schnell, dass die Folgen des Kriegs tief sitzen und wir Touristen eine willkommene Wirtschaftsquelle sind. Dennoch hatten wir nie den Eindruck wie Weihnachtsgänse ausgenommen zu werden.\nSri Lanka war bisher mit Abstand das günstigste Land, in dem wir uns auf unserer Reise aufgehalten haben. Mit dem Bus quer durch´s Land kostet hier pro Person keine 3 Euro. Wenn wir für eine Mahlzeit mehr als 3 Euro ausgegeben haben, sind wir fast geplatzt.\nWas haben wir gelernt: • man kann einen Elefanten übersehen, wenn er zwei Meter neben der Straße steht, • ein Tsunami macht Investoren nicht klüger, • ausnahmslos alle Busfahrer scheinen eine Karriere als Rennfahrer hinter sich zu haben, • wartende Passagiere an Haltestellen sind für Busfahrer kein Grund anzuhalten • bei Gegenverkehr, in Kurven oder vor Bergkuppen ist Überholen möglich, • Hupen ersetzt das Bremsen, • ein Bus kann von 60 km/h auf 10 km/h in 1 Sekunde abbremsen\nWie geht´s weiter? Mit knapp sieben Wochen Verspätung steht nun Indien auf dem Programm. Von Colombo fliegen wir über Chennai nach Delhi. Wie lange wir in Indien bleiben, ist unklar. Ebenso die Reiseroute. Aber: es wird anders!\n","tags":["Sri Lanka","2010"],"section":"posts"},{"date":"1281312000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/neue-lieblingsgetranke/","title":"Neue Lieblingsgetränke","summary":"Neben den knapp 150 Liter Wasser, die wir während unserer Reise durch Sri Lanka zu uns genommen haben, begegneten wir überraschend leckeren Getränken.\nZum einen überraschte uns der Geschmack der Königs-Kokosnuss, da wir bisher am Verzehr von den üblichen Kokosnüssen keinen Gefallen finden konnten. Die orangefarbene Kokosnuss hingegen hat uns mit ihrem erfrischenden süßen Geschmack so überzeugt, dass wir fast täglich in der Nachmittagshitze danach lechzten und uns als leckeren Nachtrisch das leicht löffelbare Fleisch schmecken ließen.","content":"Neben den knapp 150 Liter Wasser, die wir während unserer Reise durch Sri Lanka zu uns genommen haben, begegneten wir überraschend leckeren Getränken.\nZum einen überraschte uns der Geschmack der Königs-Kokosnuss, da wir bisher am Verzehr von den üblichen Kokosnüssen keinen Gefallen finden konnten. Die orangefarbene Kokosnuss hingegen hat uns mit ihrem erfrischenden süßen Geschmack so überzeugt, dass wir fast täglich in der Nachmittagshitze danach lechzten und uns als leckeren Nachtrisch das leicht löffelbare Fleisch schmecken ließen.\ngingerbeer Als uns beim ersten Mittagessen in Colombo ein Ingwer-Bier angeboten wurde lehnten wir noch dankend ab in der Befürchtung bei 33 Grad unter Alkoholgenuss sofort betrunken einzuschlafen. Nachdem wir es dann aus Neugier das erste Mal probierten waren wir von dem angenehmen scharfen und erfrischenden Geschmack der Ingwer-BRAUSE sofort überzeugt. Auch dieses Getränk rettete uns während der letzten 4 Wochen regelmäßig nach anstrengenden Wanderungen oder Fahrten vorm Verdursten.\n","tags":["Sri Lanka","2010"],"section":"posts"},{"date":"1280793600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/safari-im-yala-nationalpark/","title":"Safari im Yala Nationalpark","summary":"Im Süden Sri Lankas, eingeklemmt zwischen Küste und Hochland, befindet sich eine Tiefebene, die aufgrund des vorherrschenden Klimas in starkem Kontrast zu den übrigen Landschaften Sri Lankas steht. Bei über 40°C Tageshöchsttemperaturen findet man savannenähnliche Vegetation wieder: Dornenbüsche, Tümpel und staubige Wege. Diese unwirklich anmutende und nicht in das Bild Südost-Asiens passende Region beherbergt jedoch eine beeindruckende Tierwelt, die zur Ernennung des Yala-Nationalparks führte. Der 127.000 Hektar große Park beheimatet Elefanten und mit 35 Exemplaren eine der weltweit höchsten Dichte an Leoparden.","content":"Im Süden Sri Lankas, eingeklemmt zwischen Küste und Hochland, befindet sich eine Tiefebene, die aufgrund des vorherrschenden Klimas in starkem Kontrast zu den übrigen Landschaften Sri Lankas steht. Bei über 40°C Tageshöchsttemperaturen findet man savannenähnliche Vegetation wieder: Dornenbüsche, Tümpel und staubige Wege. Diese unwirklich anmutende und nicht in das Bild Südost-Asiens passende Region beherbergt jedoch eine beeindruckende Tierwelt, die zur Ernennung des Yala-Nationalparks führte. Der 127.000 Hektar große Park beheimatet Elefanten und mit 35 Exemplaren eine der weltweit höchsten Dichte an Leoparden. Da wir Afrika nicht auf unserer Reiseroute haben, machten wir hier einen Abstecher in die Welt der Dickhäuter und Raubkatzen. Aufgrund der vorherrschenden Trockenzeit standen die Chancen nicht schlecht, einen Blick auf die grauen Riesen zu erhaschen. Ob wir jedoch einen der 35 Leoparden zu Gesicht bekommen würden, war mehr als fraglich.\nNachdem wir uns am Vorabend in einer längeren Verhandlung mit dem Safari-Anbieter auf einen annehmbaren Preis geeinigt hatten und unserer Geldbörse damit schlimmere Qualen ersparten, starteten wir 5:30 Uhr, um einen ganzen Tag im Schutzgebiet zu verbringen. Per Land-Rover (mit Nissan-Motor!) ging es ab zum Staub-Fressen.\nWas wir während der folgenden 10 Stunden alles erlebten, lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Darum gibt´s hier die Bilder zur Safari:\n","tags":["Sri Lanka","2010"],"section":"posts"},{"date":"1280707200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/mit-dem-zug-durch-das-hochland/","title":"Mit dem Zug durch das Hochland","summary":"Ist der Bus eines der beliebtesten, weil inflationär vorkommendes, Transportmittel in Asien, bietet Sri Lanka seinen Besuchern Fortbewegung der Extraklasse. Wenn auch nicht flächendeckend, ist das Schienennetz eine willkommene und spannende Abwechslung zum Serpentinen-Todeskampf im Bus. Wir haben die Chance ergriffen, uns mit dem Zug von Kandy über Nuwara Elija nach Ella fahren lassen. Eine ganz besondere Fahrt. Bereits am Bahnhof von Kandy empfing uns die Modernität der hiesigen Bahn. Aus Holz gefertigt, zeigte eine alte Tafel die Zugverbindungen des Tages an.","content":"Ist der Bus eines der beliebtesten, weil inflationär vorkommendes, Transportmittel in Asien, bietet Sri Lanka seinen Besuchern Fortbewegung der Extraklasse. Wenn auch nicht flächendeckend, ist das Schienennetz eine willkommene und spannende Abwechslung zum Serpentinen-Todeskampf im Bus. Wir haben die Chance ergriffen, uns mit dem Zug von Kandy über Nuwara Elija nach Ella fahren lassen. Eine ganz besondere Fahrt. Bereits am Bahnhof von Kandy empfing uns die Modernität der hiesigen Bahn. Aus Holz gefertigt, zeigte eine alte Tafel die Zugverbindungen des Tages an. Mit einigen Minuten Verspätung fuhr unser Zug ein –also kein Unterschied zur Deutschen Bahn.\nHingegen bietet die Bahn hier einigen Fahrgästen ganz besonderen Service. In einem so genannten „Observation Wagon“, einem Wagon am Ende des Zuges, dessen hinterste Wand durch Doppelfenster ausgetauscht wurde, überblicken die in den letzten Reihen sitzenden Passagieren ein außergewöhnlicher Ausblick auf die Landschaft und das Treiben um den Zug. Und was da so für ein Treiben stattfindet!\nIn Ermangelung von befestigten Wegen nutzen die Anwohner der Bergregion das Schienennetz als Straßenersatz. Kaum am Bahnhof ausgestiegen, marschieren die Leute hinter den Zug auf die Schienen, um nach Hause zu laufen. Lebensgefahr durch folgende Züge besteht nicht, kündigen sich die Diesel-Loks schon aus Kilometern mit ihrem dumpfen Brummen an – um dann mit 30 km/h Höchstgeschwindigkeit vorbeizuziehen.\nBauarbeiter hängten sich mit einem dicken Seil, technisch raffiniert befestigt, an den Zug und ließen sich bis zu ihrem nächsten Einsatzort mitziehen. Dort angekommen, löste ein Besatzungsmitglied des Arbeitswagens die Schlaufenverbindung – durch Anheben seines Fußes, er stand die ganze Zeit auf dem Seil.\nSehr extravagante Entsorgungsmethoden für ausgemusterte Transportmittel boten sich uns.\nAber auch landschaftlich bot sich ordentlich Weitblick. Da die Schienen direkt durch die Teeplantagen gelegt wurden, oder die Teeplantagen um die Schienen herum angelegt wurden, so genau konnten wir das nicht nachprüfen, zogen Teepflückerinnen bei der Arbeit an uns vorbei. Desweiteren verschwanden wir in tropfenden Tunneln und blickten kilometerweit in grüne Täler.\nNachdem wir drei Stunden auf das knapp 2000 Meter hoch gelegene Nuwara Elija gezogen wurden, erwartete uns bei 19 Grad Celcius und Regen schon wieder der Kältetod. Dank unserer polarfähigen Schlafsäcke, die seit Monaten im untersten Rucksackfach vor sich hin dösten, überlebten wir auch dieses wagemutige Tagesziel. Am nächsten Morgen ging es wieder hinab in das 1.000 Meter tiefer gelegene Ella.\nDiesmal kostete uns die Fahr, die ebenfalls knapp drei Stunden dauerte, nur 1,50 Euro für beide zusammen. Dank notorischer Überfüllung dienten unsere Rucksäcke als Sitzgelegenheiten im „Speisewagen“ des Zuges – auf dem Fußboden.\nUnsere Endstation Ella empfing uns mit überlebenstauglichen Temperaturen um die 32 Grad und einer beeindruckenden Umgebung. Teeplantagen erstrecken sich über die Berghänge, Wege schlängeln sich durch die Wälder, Eukalyptusbäume verströmen angenehme Düfte.\nZum Glück bemerkten wir auf unserer Wanderung zum Ella Rock erst, in welchem Zustand sich das Schienennetz befand. Da wir die Schienen, so wie die Einheimischen, auch ein paar Kilometer als unseren Wanderweg nutzen mussten, konnten wir die wackelig befestigten, abgeschliffenen, lückenhaften und verbogenen Schienen aus allernächster Nähe prüfen. Man braucht Vertrauen in Asien.\nLittle Adams Peak \u0026amp; im Hintergrund Ella Rock\n","tags":["Sri Lanka","2010"],"section":"posts"},{"date":"1279756800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/sri-lanka-chili-stupas-soldaten/","title":"Sri Lanka: Chili, Stupas \u0026 Soldaten","summary":"2004 versank die Ostküste Sri Lankas unter den Fluten des Tsunamis. 2009 endete nach 26 Jahren der Bürgerkrieg, der 70.000 Menschen das Leben kostete. 2010 klopfen wir an der Tür des Landes – der Schrecken nimmt kein Ende.\nSpaß beiseite: bereits nach einer Woche können wir resümieren, dass es sich Sri Lanka (den Tee-Liebhabern als Ceylon bekannt) verdient hat, als beliebtes Reiseland wahrgenommen zu werden. Zwar sieht man noch überall ein recht hohes Militäraufkommen und unzählige Checkpoints, aber spätestens wenn uns die bewaffneten Soldaten anlachen, ist jede Bedrohung verschwunden.","content":"2004 versank die Ostküste Sri Lankas unter den Fluten des Tsunamis. 2009 endete nach 26 Jahren der Bürgerkrieg, der 70.000 Menschen das Leben kostete. 2010 klopfen wir an der Tür des Landes – der Schrecken nimmt kein Ende.\nSpaß beiseite: bereits nach einer Woche können wir resümieren, dass es sich Sri Lanka (den Tee-Liebhabern als Ceylon bekannt) verdient hat, als beliebtes Reiseland wahrgenommen zu werden. Zwar sieht man noch überall ein recht hohes Militäraufkommen und unzählige Checkpoints, aber spätestens wenn uns die bewaffneten Soldaten anlachen, ist jede Bedrohung verschwunden. Die Menschen begrüßen uns ebenfalls mit einem breiten Lächeln und dem für Indien typischen Kopfschütteln – was übersetzt ein herzliches Nicken bedeutet.\nTöpfer, der seine Töpfe \u0026amp; Krüge am Wegesrand verkauft Man ist auch hier an uns interessiert: Wo kommen wir her, wie lange sind wir in Sri Lanka unterwegs, wo waren wir schon, wo wollen wir hin, wie finden wir Sri Lanka. Wir werden angehalten und befragt. Nicht aufdringlich sondern zurückhaltend und höflich. Keine Tuk-Tuk-Fahrer, die ein „Nein“ als Aufforderung zu noch heftigerem Unter-Druck-Setzen interpretieren.\nCheckpoints gehören fest zum Standbild Die touristische Infrastruktur Sri Lankas beginnt gerade, sich wieder zu entwickeln. War sie seit der Verschärfung des Bürgerkriegs ab 2005 fast komplett zusammengebrochen, werden die Gästehäuser langsam wieder renoviert, kleine Restaurants (hier „Hotel“ genannt) eröffnen und der Strom an Touristen nimmt zu.\nNach dem obligatorischen Start in Sri Lankas Hauptstadt Colombo hat es uns per Zug nach Norden in die einstige Hauptstadt Anuradhapura verschlagen. Vor 2000 Jahren war dort das politische und religiöse Zentrum. Heute sieht man neben einigen Stupas, Steinansammlungen und Buddha-Statuen, die an die Hochkultur erinnern.\neine von tausend Stupas Im Nord-Osten, unweit der ehemaligen Grenzlinie der verfeindeten Gruppen und im Tsunami-Gebiet, in Uppaveli, geben wir uns nach dem Kultur-Ausflug und dem Anreisestress die nötige Beach-Erholung. Sri Lankas Busfahrer sind für ihren harten Fahrstil bekannt. Und so entpuppte sich unsere knapp 4stündige Anreise auch als Intensivtraining für unsere Adrenalin-Produktion. Die Straßen sind so breit, dass max. ein Bus drauf passt – und dann geht es mit Vollgas auf den entgegenkommenden LKW zu – wir hatten in der ersten Reihe den besten Platz, um als Erste an die Himmelspforte zu klopfen. Mussten wir aber nicht. Wir haben´s ohne Blessuren überstanden.\nVolkssport Cricket ","tags":["Sri Lanka","2010"],"section":"posts"},{"date":"1278979200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/leben-in-kuala-lumpur/","title":"Leben in Kuala Lumpur","summary":"Wer unsere Reiseberichte verfolgt, der müsste sich schon wundern, warum wir nichts aus Indien schreiben und stetig über unsere Public-Viewing-Erlebnisse aus Kuala Lumpur berichten.\nIn der Tat haben wir uns entschlossen, drei Wochen im kulturellen Melting-Pot Kuala Lumpur zu bleiben. Aufgrund einer unerwarteten „beamtesken“ Bearbeitungsdauer unseres Visum für Indien waren wir gezwungen, unseren bereits gebuchten Flug zu stornieren. Da wir aber nun schon mal hier in KL sind, dachten wir, bleiben wir doch einfach und schauen mal, was Stadt und Leute uns zu bieten haben, wenn wir länger bleiben.","content":"Wer unsere Reiseberichte verfolgt, der müsste sich schon wundern, warum wir nichts aus Indien schreiben und stetig über unsere Public-Viewing-Erlebnisse aus Kuala Lumpur berichten.\nIn der Tat haben wir uns entschlossen, drei Wochen im kulturellen Melting-Pot Kuala Lumpur zu bleiben. Aufgrund einer unerwarteten „beamtesken“ Bearbeitungsdauer unseres Visum für Indien waren wir gezwungen, unseren bereits gebuchten Flug zu stornieren. Da wir aber nun schon mal hier in KL sind, dachten wir, bleiben wir doch einfach und schauen mal, was Stadt und Leute uns zu bieten haben, wenn wir länger bleiben. Gesagt getan: Preis für´s Hotelzimmer runtergehandelt, Online-Verbindung aktiviert und 3 Wochen so leben, wie wir es in Hamburg machen würden – Entertainment, Shopping und Sport.\nIn da Hood: Inzwischen kennt man uns in der \u0026ldquo;Hood\u0026rdquo; Brickfields. Die Brüder Ragu und Raja schneiden mir nicht nur die Haare, sondern rufen auch in Tamil formulierte Begrüßungsphrasen quer über die Straße, wenn sie uns sehen und philosophieren mit mir über deutschen Fußball, Hinduismus und indische Paläste. Yoga, der Besitzer unseres Stamm-Inders, schaut mit uns Fußball und die beiden Inder, die den 24-Stunden-Supermarkt betreiben, haben auch schon gelernt, dass wir keine Italiener, sondern Deutsche sind und keine €-Geldmünzen zum Tauschen dabei haben. Selbst Bollywood-Stars statteten uns einen Besuch ab. So drehte im Old Town Coffee, gleich neben unserem Hotel, einer der großen Action-Helden der indischen Filmwerkstatt für einen neuen Film. Ganz Brickflied versammelte sich, um einen Blick auf Arjun Rampal zu erhaschen. So did we:\nBollywood-Ikone Arjun Rampal\nEntertainment: Da das sich das angebotene Fernsehprogramm ausschließlich auf einen englischsprachigen Sender bezieht, der seine aktuellen drei Filme auf heavy-Rotation laufen lässt, trieb es uns vermehrt ins Kino: um es vorweg zu schicken: im letzten Jahr in Deutschland waren wir grob geschätzte drei Mal im Kino. Erinnern wir uns richtig, kostete uns das ca. 50 €. Entsprechend kann man und nicht als typische Cineasten bezeichnen.\nGolden Screen Cinema im Pavilion\nAnders in Kuala Lumpur. Angelockt von der super-duper-mega-Shopping Mall \u0026ldquo;Pavilion\u0026rdquo; an der Jalan Bukit Bintag, statteten wir den Golden Screen Cinemas – ausgestattet mit Wollsocken und Fleece-Jacken – einige Besuche mehr ab, als wir dies geplant hatten. Sieben Filme in drei Wochen ist eine unübliche Quote. Den Filmemachern wird es freuen, haben wir doch die Besucherzahlen signifikant beeinflusst. Hingegen haben sich die Besuche im modernen 13-Saal-Kinokomplex in unserem Reisebudget kaum bemerkbar gemacht. Etwa 140 Ringgit (umgerechnet 35 €) haben die Besuche gekostet - für 2 Personen wohlgemerkt. Obwohl der \u0026ldquo;Pavilion\u0026rdquo; eine Shopping-Mall mit durchweg europäischer Preisgestaltung ist, liegen die Preise für den Kinobesuch extrem unter deutschen Verhältnissen, bei gleicher bzw. besserer Saal-Ausstattung.\nHier die gesehenen Filme in Beliebtheitsreihenfolge: 1.) Sex and the City II 2.) Despicable me 3.) Eclipse - The Twilight-Saga 4.) Karate Kid mit Jaden Smith und Jackie Chan 5.) Killers mit Ashton Kutcher 6.) The Back-Up-Plan mit Jennifer Lopez. 7.) She´s out of my league\nShopping: Die Malaysier sind wahre Meister in der Errichtung spektakulärer Shopping-Malls. Dabei übertreffen sie uns Europäer nicht nur in Größe der Gebäude und Anzahl der Geschäfte, sondern auch in punkto Verrücktheit: Dachten wir, eine Achterbahn in der 10stöckigen Times-Square-Mall wäre schon abgefahren, fanden wir in der Sunway-Pyramide eine Eislaufbahn in der Mall integriert.\nEislaufbahn in mitten der Shopping-Mall \u0026ldquo;Sunway Pyramid\u0026rdquo;\nWer denkt, dass diese gigantischen Einkaufszentren mit ihren kilometerlangen Gängen und tausenden Shops brach liegen, der irrt. Wer klaustrophobische Veranlagungen hat, sollte besonders an Wochenenden einen großen Bogen um die Konsumtempel machen, da in den Öffnungszeiten zwischen 10 Uhr und 22 Uhr scheinbar alle Einwohner der Stadt in den Häusern unterwegs sind. Malayen, so sagte uns Yoga, seinen wahre Konsumenten. Kaufen als Hobby Nummer 1.\nRoller-Coaster im Einkaufszentrum \u0026ldquo;Times Square\u0026rdquo;\nSport: Wie schon beim letzten Deutschlandspiel haben wir uns zum KulView, dem Public Viewing, begeben. Diesmal hatten 59.997 andere Fußballfans die gleiche Idee. Entsprechend fanden wir uns erst auf einer zugeparkten Straße wieder, dann auf einem völlig überfüllten Sportplatz. Geparkt wird, in Ermangelung von ausreichendem Platz, u.a. sechsspurig auf einer 4spurigen Straße. Eine notdürftig freigehaltene Fahrspur scheint zu reichen. Geduldig wartet man nach dem Spiel in seinem völlig zugeparkten Auto, dass sich seine Nachbarn einfinden, um den Weg frei zu räumen. Auch beim Endspiel waren wir fasziniert, mit welcher Begeisterung die Einwohner KLs für Holland oder Spanien bangten, hofften und jubelten. Die 60.000 Fans bescherten uns einen ganz besonderen Abschluß unserer WM in Asien.\nEndspiel der WM 2010: 60.000 Menschen in KL\nMelting-Pot: Spricht man von Multikulti liegt Kuala Lumpur ganz weit vorne. Hier trafen wir Menschen aus Malaysia, Indien, Bangladesh, China, Japan, Europa \u0026amp; Amerika auf engstem Raum. Hier kleiden sich Frauen im Stil eines Magazins namens „Bitch“ und stolpern ihn ihren High-Heels direkt neben vollständig in schwarzes Tuch gehüllten Muslimen. Hier trifft der in Armani-Gehüllte mit seinem iPhone und Macbook auf Männer in weißen Kleidern gehüllt. Kuala Lumpur ist fleischgewordener Gegensatz und ein aufregendes Pflaster.\nWie geht´s weiter? Mittlerweile haben wir auch unsere Weiterreise umgeplant, so dass wir Indien etwas aufschieben und uns zunächst in ein Land begeben, welches wir vor der Reise nicht auf dem Zettel hatten. Verraten wird´s später. Eins jedoch steht heute bereits fest: wir kommen nicht zum ursprünglich geplanten Termin, Ende August wieder. Wir werden Deutschland vielleicht erst wieder in der frostigen Jahreszeit betreten. Vielleicht.\n","tags":["Malaysia","Kuala Lumpur","2010"],"section":"posts"},{"date":"1278806400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-vii-deutschland-vs-uruguay/","title":"Public Viewing VII: Deutschland vs. Uruguay","summary":"Wir haben gehofft, die deutsche Nationalmannschaft sieben Mal spielen sehen zu können und dass Deutschland letztmalig am Sonntag spielt. Teil eins wurde erfüllt.\nUnser siebentes Public Viewing war jedoch ein Private Viewing, denn - oh Wunder - eben jenes Nachtspiel, dass 2:30 Uhr Morgens angepfiffen wurde, übertrug malaysias Staatsfernsehen TV1, welches unser Hotelfernseher empfangen konnte. Entspannt konnten wir in aller Ruhe, mit hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk und Erdnüssen ausgerüstet, die 90minütige Unterhaltungsshow der Mannschaft genießen.","content":"Wir haben gehofft, die deutsche Nationalmannschaft sieben Mal spielen sehen zu können und dass Deutschland letztmalig am Sonntag spielt. Teil eins wurde erfüllt.\nUnser siebentes Public Viewing war jedoch ein Private Viewing, denn - oh Wunder - eben jenes Nachtspiel, dass 2:30 Uhr Morgens angepfiffen wurde, übertrug malaysias Staatsfernsehen TV1, welches unser Hotelfernseher empfangen konnte. Entspannt konnten wir in aller Ruhe, mit hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk und Erdnüssen ausgerüstet, die 90minütige Unterhaltungsshow der Mannschaft genießen. Was für ein Fest! Kurz vor Sonnenaufgang, als der Mullah zu rufen begann, applaudierten wir den Jungs bei der Übergabe der Bronzemedaille. Wir waren stolz und unsere Zimmernachbarn genervt. Das also war unsere Fußball-WM 2010 im Ausland. Spricht die deutsche Presse davon, dass die junge Mannschaft deutschen Fußball attraktiver gemacht und Deutschland hervorragen vertreten hat, dann können wir dies nur bestätigen. Der an sich schon gute Ruf der Mannschaft wurde im Laufe der WM auf Hochglanz poliert. Sobald wir uns in Indonesien und Malaysia als Deutsche outeten, gingen die Daumen unserer Gegenüber nach oben. Natürlich fielen Worte wie Klinsmann, Matthäus und Beckenbauer zuerst, doch im Laufe des Turnieres kamen \u0026ldquo;Mjuler\u0026rdquo;, \u0026ldquo;Zweinzteiger\u0026rdquo;, \u0026ldquo;Close\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Osil\u0026rdquo; hinzu. Zu erleben, welche Wirkung die Spiele der deutschen Elf hier haben, hat uns beeindruckt und stolz gemacht. Danke Jungs!!! Zudem erlebten wir, wie es ist, wenn man Presse verfolgt und mit Menschen redet, denen der Patriotismus zu Deutschland fehlt. Es fühlte sich beeindruckend gut an, wenn wir merkten, dass die Sympathie zum deutschen Team, ausschließlich aufgrund rein spielerischer Leistungen entstand.\nAls Deutscher im Ausland die WM zu verfolgen hat aber auch seine Probleme. Werden die Spiele hier in Landessprache kurz anmoderiert, erfuhren wir nur die Infos, die der englische Kommentator während der 90 Minuten verteilt. Zwar fanden wir die meisten Infos in den Online-Angeboten der Presse, überkam uns jedoch manchmal das Verlangen nach bewegten Bilder. Das Zurückgreifen auf auf das Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender scheitert in diesem Fall aufgrund fehlender Rechte kläglich. Was hätten wir gegeben, Dellings und Netzers Einschätzung zu hören? Der Gesetzgeber unterbindet aber die Ausstrahlung in Ländern außerhalb Deutschlands. Kastendenken 2.0! So aber möchten wir uns an dieser Stelle bei einem nicht namentlich zu nennenden Youtube-Nutzer bedanken, der verlässlich und rechtlich unzulässig jede DFB- und FIFA-Pressekonferenz online stellte und uns so jeweils 40 Minuten geballte Informationen aus erster Hand bescherte. Es lebe die Illegalität!\nFazit: Die WM hat unsere Reise um ein einmaliges Abenteuer reicher gemacht. Der Sport hat uns mit Einheimischen und anderen Touristen schneller verbunden, als es sonst üblich ist. Die Begeisterung der Menschen am Ende dieser Welt ist ebenso euphorisch wie bei uns in Deutschland.\n","tags":["Malaysia","WM","2010"],"section":"posts"},{"date":"1278460800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-vi-deutschland-vs-spanien/","title":"Public Viewing VI: Deutschland vs. Spanien","summary":"Dreck!","content":"Dreck!\n","tags":["WM","2010"],"section":"posts"},{"date":"1278115200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-iv-argentinien-vs-deutschland/","title":"Public Viewing IV: Argentinien vs. Deutschland","summary":"Noch keine Stunde ist es her. Die Stimme röchelt noch immer. Der Schweiß klebt das Deuschlandshirt am Körper fest. Noch können wir es nicht fassen. Deutschland besiegt den als Titelaspiranten gehandelten Favoriten Argentinien mit einer unglaublichen Teamleistung 4:0.\nZur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ist nicht nur auf dem Rasen von großer Bedeutung. Auch unsere Wahl der Public Viewing-Location scheint eine taktische Glanzleistung gewesen zu sein. Durch den Tipp des Restaurantbesitzers unseres Lieblingsinders fanden wir uns bei der \u0026ldquo;KUL View\u0026rdquo;, Kuala Lumpur´s Public Viewing-Arena, auf dem Dataran Merdeka ein.","content":"Noch keine Stunde ist es her. Die Stimme röchelt noch immer. Der Schweiß klebt das Deuschlandshirt am Körper fest. Noch können wir es nicht fassen. Deutschland besiegt den als Titelaspiranten gehandelten Favoriten Argentinien mit einer unglaublichen Teamleistung 4:0.\nZur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ist nicht nur auf dem Rasen von großer Bedeutung. Auch unsere Wahl der Public Viewing-Location scheint eine taktische Glanzleistung gewesen zu sein. Durch den Tipp des Restaurantbesitzers unseres Lieblingsinders fanden wir uns bei der \u0026ldquo;KUL View\u0026rdquo;, Kuala Lumpur´s Public Viewing-Arena, auf dem Dataran Merdeka ein. Ein paar Tausend fußballbegeisterte Malaysier (und Touristen) saßen auf dem Rasen und schauten das Spiel auf einer gigantischen Videowand, die angeblich in HD ausstrahlte. Bereits nach 3 Minuten lagen uns plötzlich, in Deutschlandtrikos gekleidete, Menschen in den Armen. High-Fives wurden verteilt, es wurde gelacht und gejubelt. Die argentinischen Fans haben ab Minute drei ihre Feierlichkeiten offiziell eingestellt und fieberten, so wie wir, auf ein Tor. Unser Daumendrücken wurde belohnt. Und sowas von.\nFassungslos und stolz standen wir am Ende unter all den Fremden und hatten doch den Eindruck, nicht fremd zu sein. Schließlich gab es mit den Meisten eine Verbindung: der Stolz auf die deutsche Nationalmannschaft. Warum die Meisten? Kurz vor Spielende verließe die Mehrheit der argentinischen Fans den Platz.\nRandnotiz zum Areal des Public Viewings: Die gigantische Rasenfläche in Mitten Kuala Lumpur´s befindet sich ebenerdig zur Umgebung. Eigentlich ist sie aber das Dach eines Einkaufszentrums und Parkhauses, die sich unter der Rasenfläche in die Tiefe erstrecken.\nWundervoll: ARG: 0 / GER: 4 Public Viewing auf dem KL View Die Stimmung kochte in Kuala Lumpur beim 4:0: https://www.youtube.com/watch?v=W4KfdSmW39U\n","tags":["Malaysia","WM","2010"],"section":"posts"},{"date":"1277596800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-iv-deutschland-vs-england/","title":"Public Viewing IV: Deutschland vs. England","summary":"Mit Hochspannung erwarteten wir das hochkarätige Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England.\nEigentlich sollten wir jetzt schon in Kalkutta leben aber dank der äußerst unbefriedigenden Bearbeitungsgeschwindigkeit unserer Visas, hat uns die indische Botschaft in Kuala Lumpur festgesetzt. Nun gibt es wahrlich Schlimmeres, als in vertrauter und gemochter Umgebung auf die Weiterreise zu warten und das denkwürdige Spiel bei seinem Lieblingsinder zu verbringen. Somit fanden wir uns 21:30 Uhr Ortszeit auf Masalla-Dosa und Ice Lemon im Restaurant \u0026ldquo;Kaveri\u0026rdquo; ein, wo wir - wieder einmal - die Einzigen Ausländer waren.","content":"Mit Hochspannung erwarteten wir das hochkarätige Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England.\nEigentlich sollten wir jetzt schon in Kalkutta leben aber dank der äußerst unbefriedigenden Bearbeitungsgeschwindigkeit unserer Visas, hat uns die indische Botschaft in Kuala Lumpur festgesetzt. Nun gibt es wahrlich Schlimmeres, als in vertrauter und gemochter Umgebung auf die Weiterreise zu warten und das denkwürdige Spiel bei seinem Lieblingsinder zu verbringen. Somit fanden wir uns 21:30 Uhr Ortszeit auf Masalla-Dosa und Ice Lemon im Restaurant \u0026ldquo;Kaveri\u0026rdquo; ein, wo wir - wieder einmal - die Einzigen Ausländer waren. Das atemberaubende Spiel erlebten wir umgeben von Indern, die teils auf Deutschland, teils auf England hielten. Erneut gaben uns Jogi´s Jungs die Gelegenheit, uns die Seele aus dem Leib zu brüllen. Es fühlte sich gut an, fernab von Deutschland, seine eigene Mannschaft so exzellenten Fußball spielen zu sehen. Unsere und die Lobpreisungen der Inder geben wir hiermit nach Südafrika weiter.\nVon Wembley haben wir schon viel gehört, aber dass es eine Neuauflage geben könnte, daran haben wir nicht gelaubt. Der Linienrichter wird unruhige Zeiten erleben!\n","tags":["Malaysia","WM","2010"],"section":"posts"},{"date":"1277337600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-iii-deutschland-vs-ghana/","title":"Public Viewing III: Deutschland vs. Ghana","summary":"Eigentlich war geplant, das Spiel zu später Stunde (halb drei Uhr nachts) gepflegt im Hotelzimmer bei einer Dose Cola anzuschauen. Leider meinte es die Hotelleitung mit ihrer Werbeaussage, alle Spiele zu zeigen, nicht so genau. Als wir genau 2:25 Uhr raus bekamen, dass das Deutschlandspiel nicht gezeigt wird, gab es nicht viel Zeit, zu überlegen: raus vor die Tür. Mitten in Kuala Lumpur´s Stadtteil Brickfields, einer Mischung aus Little India und Chinatown, fanden wir eine nicht zu verachtende Public-Viewing-Location: jemand beamte das Spiel direkt an eine Hauswand.","content":"Eigentlich war geplant, das Spiel zu später Stunde (halb drei Uhr nachts) gepflegt im Hotelzimmer bei einer Dose Cola anzuschauen. Leider meinte es die Hotelleitung mit ihrer Werbeaussage, alle Spiele zu zeigen, nicht so genau. Als wir genau 2:25 Uhr raus bekamen, dass das Deutschlandspiel nicht gezeigt wird, gab es nicht viel Zeit, zu überlegen: raus vor die Tür. Mitten in Kuala Lumpur´s Stadtteil Brickfields, einer Mischung aus Little India und Chinatown, fanden wir eine nicht zu verachtende Public-Viewing-Location: jemand beamte das Spiel direkt an eine Hauswand. Wer jetzt aber eine propotional entsprechende Zuschauermenge erwartet, der irrt. Eigentlich starrten nur wir und zwei, drei Inder auf diese Wand. Eine Gruppe Männer versammelten sich vor einem Fernseher - unter der Beamerpräsentation. Das eigentliche Highlight des Public Viewings war aber die genaue Location. Befanden sich unsere Kunststoffstühle doch genau auf einem Straßenstrich, wanderten während des Spiels vor uns Nutten, Zuhälter und andere nachtaktive Gestalten umher. Wir waren weit und breit die einzigen Ausländer.\nAuch wusste manch Zuschauer ob seines Alkoholpegels auch nicht, ob er da nun Fußball oder Skispringen sieht. Eins hatten aber alle gemeinsam: als wir in der 60. Minuten wie vom Teufel besessen losbrüllten, merkten sie, aus welchem Land wir, im Deutschland-Trikot gekleidet, kommen.\nDank der Flasche Tiger-Bier kamen wir bei der 90minütigen Ausscheidung im Mannschafts-Sprinten nicht ins Schwitzen. Nur die Anspannung vor und nach dem Tor und das zu Bett gehen gegen 5 Uhr hat Muskelkater hinterlassen.\nWir freuen uns auf England! Und du?\n","tags":["malaysia","WM","2010"],"section":"posts"},{"date":"1277078400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-indonesien/","title":"Bye, bye Indonesien","summary":"Unsere 60tägige Aufenthaltserlaubnis ist erloschen und wir müssen das Land verlassen. Noch nie hatten wir den Eindruck, so wenig von einem Reiseziel gesehen zu haben, so riesig ist Indonesien – von den Abmessungen und der Anzahl an Highlights. Von Anfang an war klar, dass wir ganz gezielt zu einigen auserwählten Orten fahren/fliegen, um nicht im Transportchaos des Landes wertvolle Zeit zu verlieren. Tatsächlich ist der Transport einer der Highlights des Landes, denn noch nie haben wir soviel Inlandsflüge gehabt, wie hier.","content":"Unsere 60tägige Aufenthaltserlaubnis ist erloschen und wir müssen das Land verlassen. Noch nie hatten wir den Eindruck, so wenig von einem Reiseziel gesehen zu haben, so riesig ist Indonesien – von den Abmessungen und der Anzahl an Highlights. Von Anfang an war klar, dass wir ganz gezielt zu einigen auserwählten Orten fahren/fliegen, um nicht im Transportchaos des Landes wertvolle Zeit zu verlieren. Tatsächlich ist der Transport einer der Highlights des Landes, denn noch nie haben wir soviel Inlandsflüge gehabt, wie hier.\nHatten wir das medial gezeichnete Bild von Terroranschlägen auf Bali und contra-westlichen Moslems vor Augen, haben uns die Indonesier mit ihrer offenen, freundlichen und interessierten Art völlig überrascht. Ungefähr 276.323 Mal wurden wir mit „Hello Mister“ begrüßt. In keinem anderen Land haben die Menschen so offen versucht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Kein Wunder also, dass wir versuchten, uns ein wenig „Bahasa Indonesia“ (Indonesisch) beizubringen, um die Standardfragen in Landessprache beantworten zu können.\nDas haben wir gelernt:\nUm von A nach B zu kommen, sollte man C, D, E und F als Zwischenstop einplanen. Es gibt neben Waschen, Duschen und Baden auch Schöpfen als Form der Körperpflege Preise sind sehr flexibel - manchmal sollten wir für Dinge zahlen, die es nicht gab Wie geht´s weiter?\nHektisch, laut, staubig, bunt, lecker, verrückt und männerlastig. Wir kehren nach 4jähriger Abstinenz nach Indien zurück. Wir fliegen nach Kalkutta von wo wir uns in unser nächstes Abenteuer stürzen. Schon jetzt wissen wir, dass es ein ganz besonderer Aufenthalt wird, wir landen nämlich in der Hauptregenzeit.\nEs wird hektisch!\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1277078400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-ii-deutschland-vs-serbien-auf-gili-meno/","title":"Public Viewing II: Deutschland vs Serbien auf Gili Meno","summary":"Schon kurz nach unserer Ankunft auf Gili Meno, der kleinen Schwester-Insel von Gili Air, wusste jeder Einheimische, für welches Land unser Herz schlägt. Was so ein Insellauf im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft ausmacht! Entsprechend waren die Augen der Indonesier auf uns und Jogi´s Mannschaft gerichtet.\nDas Public Viewing konzentriert sich auf Meno auf einen großen, westlich ausgerichteten Bar-Shop-Tauschschulenkomplex, wo sich die Touristen versammelten. Grund genug für uns, das Spiel dort nicht so sehen.","content":"Schon kurz nach unserer Ankunft auf Gili Meno, der kleinen Schwester-Insel von Gili Air, wusste jeder Einheimische, für welches Land unser Herz schlägt. Was so ein Insellauf im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft ausmacht! Entsprechend waren die Augen der Indonesier auf uns und Jogi´s Mannschaft gerichtet.\nDas Public Viewing konzentriert sich auf Meno auf einen großen, westlich ausgerichteten Bar-Shop-Tauschschulenkomplex, wo sich die Touristen versammelten. Grund genug für uns, das Spiel dort nicht so sehen. Wir fanden uns vor einem kleinen Röhrenfernseher mit kriseligem Bild vor der Wohnung eines Einheimischen, abseits des Massenpublikums, ein, wo wir in Gesellschaft der Inselbewohner den Maurern und Steinmetzen in Afrika bei ihrer Tätigkeit zusahen. Bereits an den Abenden zuvor trafen wir vor der Flimmerkiste eine Gruppe Finnen und sahen gemeinsam u.a. den Untergang Spaniens. Pünktlich, als M. Klose beurlaubt wurde, gesellte sich auch die Finnen wieder zu uns und verfolgten gespannt, wie wir uns in Euphorie, Anspannung und tiefem Entsetzen wunden.\nAuch wenn wir am Ende wussten, wo das Auto des Schiris stand, es nütze nichts, denn zu später Stunde fuhr kein Boot mehr nach Afrika.\n","tags":["Indonesien","Fußballt","2010"],"section":"posts"},{"date":"1276473600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/public-viewing-i-deutschland-vs-australien-auf-gili-air/","title":"Public Viewing I: Deutschland vs. Australien auf Gili Air","summary":"Anlässlich des ersten Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft starten wir hiermit unsere hoffentlich 7teilige Serie „Public Viewing“. Wo haben wir die Daumen gedrückt, uns die Haare gerauft, gejubelt, geschimpft und alles besser gewusst?\n2:00 Uhr nachts klingelte der Wecker und riss uns aus dem Tiefschlaf. Noch bis kurz vor zwölf haben wir Ghana die Daumen gedrückt, uns dann aber eine Runde auf´s Ohr gehauen, um mitten in der Nacht unseren Jungs beizustehen.","content":"Anlässlich des ersten Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft starten wir hiermit unsere hoffentlich 7teilige Serie „Public Viewing“. Wo haben wir die Daumen gedrückt, uns die Haare gerauft, gejubelt, geschimpft und alles besser gewusst?\n2:00 Uhr nachts klingelte der Wecker und riss uns aus dem Tiefschlaf. Noch bis kurz vor zwölf haben wir Ghana die Daumen gedrückt, uns dann aber eine Runde auf´s Ohr gehauen, um mitten in der Nacht unseren Jungs beizustehen. Schlaftrunken taumelten wir einsam über Gili Air, der zu Lombok gehörenden Insel, zur Strandbar in der man uns vorher versicherte, bis spät in die Nacht durchzuhalten. Andere Bars hatten schon den Betrieb eingestellt und den Schlaf aufgenommen. Kurz nach zwei fanden wir uns in Gesellschaft von einem weiteren deutschen Pärchen (er - wie ich - ebenfalls im Nationaltriko) und fünf Einheimischen beim Public Viewing ein. Auf dem Tresen stand der Flachbildschirm, von rechts rauschte das Meer, eine Briese wehte knapp 28 Grad warme Luft um unsere Nasen, ein kühles Bintang-Bier wartete darauf, geleert zu werden. Wären wir auf die Idee gekommen, bei jedem Tor eine 700ml-Flasche zu leeren, wir wären – wie jeder weiß - betrunken vom Stuhl gefallen. Anders als in Deutschland bekommen wir nichts von den Vorberichten mit. Zum einen schiebt das indonesische Fernsehen gigantische Werbeblöcke ein und reduziert eine „Delling-Netzer“-sche Gesprächsrunde auf max. zwei Minuten, zum anderen verstehen wir eh kein Indonesisch. Das Spiel selber inkl. des Kommentars wird zum Glück von einem englischen Sender übernommen. In den folgenden 90 Minuten rissen vier laute Jubelattacken die in den umliegenden Bambushütten schlafenden Touristen aus ihren Träumen. Gegen halb fünf, 4 Tore später, um ein Sieg reicher und mit Bintang gefüllt, begaben wir uns in unseren Bungalow zurück, und fielen freudetrunken auf unsere Matratze – pünktlich in dem Moment, als der örtliche Muhedzin auf sein Minarett kletterte und zu singen anfing.\nWie war´s bei Dir? Wo hast du gejubelt?\n","tags":["Indonesien","Fußball","2010"],"section":"posts"},{"date":"1275955200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/urlaub-kokosnusse-und-lombok/","title":"Urlaub, Kokosnüsse und Lombok","summary":"Fünf Monate der Reise durch Asien liegen hinter uns und so langsam hat sich aus dem Hinterhalt das Gefühl angeschlichen, auch mal Urlaub zu machen. Während sonst der innere Unruhequell in uns brodelte und uns zu immer neuen Zielen trieb, hat uns jetzt die Faulheit gepackt und wir sind auf Urlaub.\nAls adäquates Urlaubsziel haben wir die Gili-Inseln im Norden Lomboks, der Nachbarinsel von Bali, auserkoren. Jedoch sitzen wir jetzt schon knapp eine Woche in Mataram, der Hauptstadt Lombok fest.","content":"Fünf Monate der Reise durch Asien liegen hinter uns und so langsam hat sich aus dem Hinterhalt das Gefühl angeschlichen, auch mal Urlaub zu machen. Während sonst der innere Unruhequell in uns brodelte und uns zu immer neuen Zielen trieb, hat uns jetzt die Faulheit gepackt und wir sind auf Urlaub.\nAls adäquates Urlaubsziel haben wir die Gili-Inseln im Norden Lomboks, der Nachbarinsel von Bali, auserkoren. Jedoch sitzen wir jetzt schon knapp eine Woche in Mataram, der Hauptstadt Lombok fest. Nicht, dass es hier irgendetwas Spannendes zu erleben gäbe, wir haben gerade nur einfach keine Lust, die Rucksäcke aufzuschnallen. Dass so eine Ruhepause neben der körperlichen Entspannung auch noch andere Auswirkungen hat, zeigt das Foto von der kleinen Kokosnuss-Schnitzerei. Keine Angst, wir probieren uns nicht in unserem zukünftigen Geschäftsfeld. Wir haben ein Pärchen getroffen, das im Umgang mit Schweizer Taschenmesser und Kokos so geübt ist, dass sie uns kurzerhand unser HASENFARM-Logo geschnitzt haben.\nWährend der Entstehung des Kunstwerkes schwangen wir uns auf ein Moped und begaben uns ´gen Süden der Insel. Legendär für seine Surf-Breaks, genossen wir neben dem türkisen Wasser und dem knallweißen Sand auch die Herscharen an Sarong- und T-Shirt-Verkäufer, die den Besuch zu einer sportlichen Veranstaltung werden ließen: dem 1.000-Meter-Hinderniss-Baden.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1275177600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/nicht-bali/","title":"Nicht Bali","summary":"In den letzten Wochen, als wir uns abseits des Touristenstroms in Indonesien aufhielten, kamen wir mit vielen Reisenden ins Gespräch, die lange unterwegs sind und viele Länder erlebt haben. Wir waren überrascht über die Vielfältigkeit ihrer Reisrouten und die Einheitlichkeit in ihrer Aussage, bloß nicht nach Bali zu fahren. Alle verließen die Insel deutlich schneller, als sie ursprünglich geplant hatten. Nicht dass wir vor hatten, länger zu bleiben, aber ein paar Tage Bali wollten wir auf der Reise von Osten nach Westen doch einlegen.","content":"In den letzten Wochen, als wir uns abseits des Touristenstroms in Indonesien aufhielten, kamen wir mit vielen Reisenden ins Gespräch, die lange unterwegs sind und viele Länder erlebt haben. Wir waren überrascht über die Vielfältigkeit ihrer Reisrouten und die Einheitlichkeit in ihrer Aussage, bloß nicht nach Bali zu fahren. Alle verließen die Insel deutlich schneller, als sie ursprünglich geplant hatten. Nicht dass wir vor hatten, länger zu bleiben, aber ein paar Tage Bali wollten wir auf der Reise von Osten nach Westen doch einlegen. Wir waren jetzt genau 24 Stunden auf Bali, sind im Westen mit der Fähre angekommen, haben in Denpasar übernachtet und sind an die Ostkünste gefahren.\nAuf keiner anderen Insel in Indonesien:\nmussten wir bisher Bemofahrer auf offener Straße anbrüllen, sie sollen uns nicht verarschen (20.000 Rp für 1,5 km - Normalpreis: 2000 Rp), wollte man uns in einem Hotel ein Dreckloch für horrendes Geld unterjubeln (350.000 Rp für ein schimmeliges Dings), wurden wir ausgelacht, wenn wir uns über den horrenden Preis für eine Internetverbindung geschockt zeigten (10x so hoch wie z.B. im benachbarten Java) Bali ist landschaftlich sehr schön. Reisterrassen, Berge, Serpentinen, religiöse Bauten – aber beim Reisen spielt der Faktor Mensch eine große Rolle. Die Balinesen, die wir in 24 Stunden getroffen haben, die uns abzocken wollten wie in keiner anderen Insel, lassen uns schnell weiterreisen. Schade Bali.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1275004800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-kraftpakete-vom-kawa-ijen/","title":"Die Kraftpakete vom Kawa Ijen","summary":"Als uns gegen 3:30 Uhr der Wecker aus dem Schlaf riss, war wenige Kilometer von uns entfernt, bereits eine Gruppe Männer dabei, den 2148 Meter hohen Ijen zu besteigen. Zwischen 2 und 4 Uhr machen sich die Schwefelarbeiter auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Gegen 6:30 Uhr kamen auch wir, in Schweiß gebadet und mit schmerzenden Oberschenkeln, am Kratersee des Ijen an. Dort treten neben einem türkisem See Schwefelgase aus, die durch Rohre geleitet und abgekühlt, in Form von purem Schwefel abgebaut werden.","content":"Als uns gegen 3:30 Uhr der Wecker aus dem Schlaf riss, war wenige Kilometer von uns entfernt, bereits eine Gruppe Männer dabei, den 2148 Meter hohen Ijen zu besteigen. Zwischen 2 und 4 Uhr machen sich die Schwefelarbeiter auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Gegen 6:30 Uhr kamen auch wir, in Schweiß gebadet und mit schmerzenden Oberschenkeln, am Kratersee des Ijen an. Dort treten neben einem türkisem See Schwefelgase aus, die durch Rohre geleitet und abgekühlt, in Form von purem Schwefel abgebaut werden. Von Hand schlagen die Männer den Schwefel – ohne Atemschutz – und verladen ihn in Tragekörbe aus Bambus.\nAnschließend werden die Körbe ins Tal getragen. In Flip-Flops navigieren sie ihre ca. 80 kg schwere Last auf den Schultern bergab. Für diesen Knochenjob erhalten sie ca. 4,50 EUR pro Tag. Angeblich macht diese Arbeit so fit, dass selbst ein 72jähriger noch den Ijen besteigt. Als wir in der in Augen und Lungen stechenden „Luft“ standen, hatten wir jedoch nicht den Eindruck, hier besonders alt zu werden.\nWer glaubt, die Männer kotzen ob ihren lebensbedrohlichen Arbeitsumgebung, der irrt. Neben ihrer körperlichen Stärke haben uns die Männer mit ihrer offenen, positiven Art beeindruckt. Freundlich gegrüßt, kam man schnell in eine Kurzkonversation, die Herkunft und Befindlichkeit abklärte. Die Männer ließen sich bereitwillig fotografieren und nutzten diese Stopps, um neue Kraft zu sammeln.\n[ Wir haben uns später, ohne 80kg auf den Schultern zu tragen, bergab begeben und bei der Ankunft im Tal, als uns die Knie schmerzten und die Wirbelsäule knisterte, voller Respekt für die Männer den Hut gezogen.\n","tags":["Indonesien","Vulkan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1274918400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/dem-kaltetod-entronnen/","title":"Dem Kältetod entronnen","summary":"Oft haben wir in den letzten Monaten Einheimische getroffen, die über die Witterungsverhältnisse in Deutschland bestens bescheid wussten. Beim Thema Kälte hat der äuqatoriale Asiate nicht viel mitzureden – dachten wir. Oft belächelten wir die Bekenntnisse, dass man die Regenzeit als „kalte“ Jahreszeit bezeichnet und bei Regen anfängt, zu frieren. Schwer vorzustellen, zeigte unser Reisthermometer in den vergangenen Monaten meist 30°C an – Tag und Nacht – und auch bei Regen!","content":"Oft haben wir in den letzten Monaten Einheimische getroffen, die über die Witterungsverhältnisse in Deutschland bestens bescheid wussten. Beim Thema Kälte hat der äuqatoriale Asiate nicht viel mitzureden – dachten wir. Oft belächelten wir die Bekenntnisse, dass man die Regenzeit als „kalte“ Jahreszeit bezeichnet und bei Regen anfängt, zu frieren. Schwer vorzustellen, zeigte unser Reisthermometer in den vergangenen Monaten meist 30°C an – Tag und Nacht – und auch bei Regen! Entsprechend geschockt waren wir, als wir nun im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark dem nahenden Kältetod ins Auge schauten. Auf 2300 m.ü.NN saßen wir abends in unserem Zimmer und frohren was das Zeug hält. Schnell kramten wir die langen Unterhosen hervor und wickelten uns in unsere Schlafsäcke, die bis -20°C Überleben garantieren. Unser Reisethermometer bescherte uns Gewissheit über die aussichtlose Lage: 20°C Schon bei Temperaturabsenkungen um 3-5 Grad bekommen wir im Moment das Zittern und packen bei 25°C unsere Fleecejacken aus. Nie hätten wir geglaubt, dass wir einmal die Aussagen der Asiaten nachvollziehen und nachfühlen können. Bereits jetzt haben wir Angst vor dem Wiedereintritt in die norddeutsche Permafrostzone.\n","tags":["Indonesien","Vulkan","2010"],"section":"posts"},{"date":"1274832000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/sehr-fruh-sport-am-bromo/","title":"Sehr-Früh-Sport am Bromo","summary":"Was tut man nicht alles, um tolle Fotos für Euch zu bekommen. Morgens um 3 Uhr klingelte unser Wecker und riss uns aus dem Schlaf. Nun sei gesagt, dass wir es gewohnt sind, normalerweise knapp 6 Stunden später aufzustehen. Aber wir hatten Besonderes vor. In den Bergen des Bromo-Tengger-Semeru-Nationalsparks in Ost-Java steht man so zeitig auf, um sich noch vor Sonnenaufgang in perfekte Aussichtsposition auf das Vulkantrio zu bringen und noch vor den aufziehenden Wolken freie Sicht zu genießen.","content":"Was tut man nicht alles, um tolle Fotos für Euch zu bekommen. Morgens um 3 Uhr klingelte unser Wecker und riss uns aus dem Schlaf. Nun sei gesagt, dass wir es gewohnt sind, normalerweise knapp 6 Stunden später aufzustehen. Aber wir hatten Besonderes vor. In den Bergen des Bromo-Tengger-Semeru-Nationalsparks in Ost-Java steht man so zeitig auf, um sich noch vor Sonnenaufgang in perfekte Aussichtsposition auf das Vulkantrio zu bringen und noch vor den aufziehenden Wolken freie Sicht zu genießen. Der Vorsprung vor der Sonne, die gegen 5 Uhr erscheint, ist dringend notwendig, da der Aufstieg auf die Aussichtspunkte, einige hundert Meter über Bett-Niveau, seine Zeit braucht.\nKurz vor halb vier stürmten auch wir mit Taschelampen und reichlich Wasser bewaffnet in die Dunkelheit. Wir sollten „einfach der Straße folgen“, um am untouristischen Aussichtspunkt zu landen. So folgten wir im Dorf der asphaltierten Straße, die später zum Schotterweg wurde. Irgendwann verschwand der Schotterweg und mündete in einem Trampelpfad, der irgendwann von dichtem Gebüsch überhangen wurde. So kämpften wir uns – immer noch in der Dunkelheit – irgendwo in Java einen Berg hinauf, von dem wir nur das Stück kannten, dass unsere Taschenlampen gerade beleuchteten. Kurz vor 5 Uhr, wir konnten es kaum glauben, standen wir plötzlich auf einer Lichtung mit zwei Unterständen. Wir waren angekommen. Was sich ab kurz nach 5 vor unseren Augen abspielte, ist schwer zu beschreiben. Als sich plötzlich die Sonne hinter dem Horizont ankündigte, erste Konturen der Berge und die Wolkendecken in den Tälern auftauchten, bekamen auch die drei Vulkane erste Konturen. Staunend beobachteten wir, wie sich das Farbspiel der Vulkane in den kommenden Stunden minütlich veränderte.\nBereits am Vortag hatten wir uns auf unsere körperliche Herausforderung vorbereitet und den weggesprengten Vulkankrater des Bromo bestiegen.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1274572800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/reisebekanntschaften-3/","title":"Reisebekanntschaften","summary":"Zeitgleich mit dem Abschluß unserer Erkundungstouren in Tana Toraja trafen wir mit einem deutschen Pärchen zusammen, die, gerade angekommen, eine geeignete Wanderkarte der Region suchten. Prompt wechselte unsere Karte den Besitzer und wir kamen ins Gespräch. Bei diesem einen Gespräch blieb es nicht. Vielmehr verbrachten wir fast die ganzen verbleibenden vier Tage mit spannendem Schnack. Mehr als 10.000 km von Hamburg entfernt, stellten wir fest, dass wir einst nur wenige 100 Meter von einander entfernt lebten und Hasen die gleichen Namen geben.","content":"Zeitgleich mit dem Abschluß unserer Erkundungstouren in Tana Toraja trafen wir mit einem deutschen Pärchen zusammen, die, gerade angekommen, eine geeignete Wanderkarte der Region suchten. Prompt wechselte unsere Karte den Besitzer und wir kamen ins Gespräch. Bei diesem einen Gespräch blieb es nicht. Vielmehr verbrachten wir fast die ganzen verbleibenden vier Tage mit spannendem Schnack. Mehr als 10.000 km von Hamburg entfernt, stellten wir fest, dass wir einst nur wenige 100 Meter von einander entfernt lebten und Hasen die gleichen Namen geben.\nLeseratten mit einem Faible für asiatisch beeinflusste Literatur werden die Namen Stefanie Burow und Jan Winter sicher etwas sagen. „Das Jadepferd “ und „Erzähl mir von den weißen Blüten “ sind ihre derzeit im Buchhandel erhältlichen Werke und bald bringen beide ihre zweiten Bücher auf den Markt.\nWir tauschten uns stundenlang über unsere Reiseerfahrungen aus, die wir in den zurückliegenden Jahren gesammelt haben, teilten Episoden, Kurioses und Sonderbares. Da die beiden schon viele und lange Reisen durch den asiatischen Raum hinter sich und sogar schon hier gelebt haben, banden sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse in die Romane ein. Von den angenehmen Gesprächen und den Entstehungsgeschichten der Bücher her zu urteilen, empfehlen wir den Gang in den Buchladen. Wir wissen natürlich schon worum es in den Werken geht, aber das verraten wir an dieser Stelle nicht. Nur soviel sei gesagt: Wir werden sie uns nach der Reise kaufen.\nUnser nächstes Treffen ist beschlossene Sache. Irgendwann heizen wir in Hamburg gemeinsam den Wok und begeben uns auf eine imaginäre Reise zurück nach Asien.\nDie offiziellen Webseiten der Autoren auf denen es auch gute Leseproben gibt: Steffanie Bülow Jan Winter\nPS: Ab 10. September gibt es das neue Buch von Steffanie zu kaufen: Im Tal des Schneeleoparden: Roman ","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1274400000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/tana-toraja-von-reisterrassen-tod-und-tradition/","title":"Tana Toraja: von Reisterrassen, Tod und Tradition","summary":"Wer die Region Tana Toraja, auf Sulawesi, besucht, den erwarten außergewöhnliche Architektur, traditionelle Rituale, sonderbare Grabstätten und satt-grüne Reisfelder. Der kulturelle Ausflug in die Region war eher so eine fixe Idee, die quasi am Vorabend der dortigen Ankunft geschmiedet wurde. Spontaneität wird gerne belohnt. In einer 9stündigen Busfahrt haben wir uns von Makassar in das Zentrum Torajas, nach Rantepao, fahren lassen. Dank Liegesitzen und humaner Klimaanlage verging die Fahr quasi wie im Flug.","content":"Wer die Region Tana Toraja, auf Sulawesi, besucht, den erwarten außergewöhnliche Architektur, traditionelle Rituale, sonderbare Grabstätten und satt-grüne Reisfelder. Der kulturelle Ausflug in die Region war eher so eine fixe Idee, die quasi am Vorabend der dortigen Ankunft geschmiedet wurde. Spontaneität wird gerne belohnt. In einer 9stündigen Busfahrt haben wir uns von Makassar in das Zentrum Torajas, nach Rantepao, fahren lassen. Dank Liegesitzen und humaner Klimaanlage verging die Fahr quasi wie im Flug. Einzig die dauerkotzende Passagieren vor uns hat uns einiges an Selbstbeherrschung abverlangt. Nachdem auch der Würgereiz abgeklungen war fanden wir uns in einer mythischen Welt wieder.\nIn Rantepao mussten wir uns an die, für uns mittlerweile ungewohnt hohe Touristendichte gewöhnen. Plötzlich waren wir nicht mehr die einzigen Ausländer, die durch den Ort liefen. Entsprechend verhaltener waren die „Hello Mister“-Rufe auf den Straßen.\nBereits nach einigen fußläufigen und motorisierten Ausflügen haben wir gesehen, was Toraja zu bieten hat.\nGrabstätte \u0026ldquo;Ke´te Kesu\u0026rdquo;\nBüffel-Opferung im Rahmen einer Begräbnis-Zeremonie\nHäuser, die in einzigartiger Architektur, mit aufwändigen Schnitzarbeiten und Büffelschädeln \u0026amp; Hörnern verziert\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1273968000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-energiesparlampe/","title":"Die Energiesparlampe","summary":"Während sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung im vergangenen Jahr aus Angst vor politisch angeordnetem Energiesparlampenzwang mit herkömmlichen 100-Watt-Glühbirnen eingedeckt hat, als wären es überlebensnotwendige Nahrungsmittel, haben die Menschen hier in Asiens Ortschaften (fast) nur eine Art von Leuchtmittel: Energiesparlampen\nDas hat unserer Meinung nach drei Gründe:\nDer Asiate hat einen bestimmten Anspruch an die Aufgabe einer Lampe: hell machen Dem Asiaten ist es schnuppe, welche emotionale Wärme ein Leuchtmittel verbreitet.","content":"Während sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung im vergangenen Jahr aus Angst vor politisch angeordnetem Energiesparlampenzwang mit herkömmlichen 100-Watt-Glühbirnen eingedeckt hat, als wären es überlebensnotwendige Nahrungsmittel, haben die Menschen hier in Asiens Ortschaften (fast) nur eine Art von Leuchtmittel: Energiesparlampen\nDas hat unserer Meinung nach drei Gründe:\nDer Asiate hat einen bestimmten Anspruch an die Aufgabe einer Lampe: hell machen Dem Asiaten ist es schnuppe, welche emotionale Wärme ein Leuchtmittel verbreitet. Siehe dazu auch Grund 1 Der Asiate kann es sich nicht erlauben, sinnlos Energie zu verplempern, wie wir deutschen Wohlstandskinder das tun. Oft steht nur ein alter Schiffsdiesel am Dorfesrand, der mageren Strom in die Drähte presst. Da kann es sich niemand leisten, mit einer 100-Watt-Lampe die Luft heizen. ","tags":["Indonesien"],"section":"posts"},{"date":"1273708800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/gefangen-im-paradies/","title":"Gefangen im Paradies","summary":"Da saßen wir nun, gefangen auf einer kleinen Insel. Eigentlich hatten wir andere Pläne, davon hielten die indonesischen Transportunternehmen jedoch nicht viel.\nDoch erst einmal von vorne: Wir wollten zwei Wochen auf den Banda-Inseln bleiben. Da dort jedoch auf mysteriöse Weise Regenzeit herrschte, galt es den Aufenthalt entsprechend zu verkürzen und die Zeit in regenärmeren Regionen zu verbringen. Dazu mussten wir von Bandaneira nach Ambon kommen. Zur Auswahl stand ein Flug mit Merpati Airlines bzw.","content":"Da saßen wir nun, gefangen auf einer kleinen Insel. Eigentlich hatten wir andere Pläne, davon hielten die indonesischen Transportunternehmen jedoch nicht viel.\nDoch erst einmal von vorne: Wir wollten zwei Wochen auf den Banda-Inseln bleiben. Da dort jedoch auf mysteriöse Weise Regenzeit herrschte, galt es den Aufenthalt entsprechend zu verkürzen und die Zeit in regenärmeren Regionen zu verbringen. Dazu mussten wir von Bandaneira nach Ambon kommen. Zur Auswahl stand ein Flug mit Merpati Airlines bzw. eine 15stündige Bootsfahrt mit der kleinen Fähre „Garvida II“. Da wir schon beim Anblick der Fähre grün geworden sind, kam diese Möglichkeit nicht für uns in Frage. Also gaben wir uns dem Abenteuer Luftfahrt hin. Das örtliche Merpati-Office war nicht ausgeschildert. Wir sollten an der Tür des Hauses klopfen, in dessen Vorgarten eine Satelliten-Schüssel steht. Also klopften wir und standen auf einmal im Wohnzimmer des Hauses – dem Merpati-Office. Dort trugen wir unsere Namen auf ein weißes Blatt in ein Schulheft ein. Gezahlt werden sollte am Vortag des Abflugs. Am Vortag des Abflugs wurde der Flug abgesagt.\nDer nächste Flug wurde für den übernächsten Tag avisiert. Ein Umtragen im Schulheft war nicht von Nöten. Am kommenden Tag wurde der Flug erneut abgesagt.\nDas Happy End zeigen diese Bilder:\n] Über den Wolken\u0026hellip; muß die Angst wohl am größten sein\nMerpati-Flieger - Sicherheitrisiko mit 2 Propellern\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272931200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/la-esperanza/","title":"La Esperanza","summary":"Aus Verantwortung zur Natur erwähnen wir in diesem Beitrag nicht, wo genau sich unser Erlebnis zugetragen hat. Aus Erfahrungen wissen wir, wie ein Korallenriff aussieht, wenn es von zu vielen Touristen und geldfixierten Geschäftsmenschen heimgesucht wurde und wir wollen nicht schuld sein, wenn diesem zu 100% intaktem Korallenriff selbiges widerfährt.\nDer Weg zur unbewohnten Insel führte uns ein paar Stunden über das offene Meer. Auf dem Dach des Holzkahns liegend, zogen wir vorbei an palmenbewachsenen Inseln, in türkisem Wasser glitzerten die Sonnenstrahlen, schneeweiße Wolken spiegelten sich wenig später im Azur und irgendwann schillerte es unter uns in Millionen Blautönen.","content":"Aus Verantwortung zur Natur erwähnen wir in diesem Beitrag nicht, wo genau sich unser Erlebnis zugetragen hat. Aus Erfahrungen wissen wir, wie ein Korallenriff aussieht, wenn es von zu vielen Touristen und geldfixierten Geschäftsmenschen heimgesucht wurde und wir wollen nicht schuld sein, wenn diesem zu 100% intaktem Korallenriff selbiges widerfährt.\nDer Weg zur unbewohnten Insel führte uns ein paar Stunden über das offene Meer. Auf dem Dach des Holzkahns liegend, zogen wir vorbei an palmenbewachsenen Inseln, in türkisem Wasser glitzerten die Sonnenstrahlen, schneeweiße Wolken spiegelten sich wenig später im Azur und irgendwann schillerte es unter uns in Millionen Blautönen. Wir waren angekommen.\nDank der vulkanischen Entstehungsgeschichte steigt die Insel quasi senkrecht vom Meeresgrund auf. Entsprechend haben sich die Korallen sowohl an der senkrechten Wand, als auch waagerecht zum Ufer entwickelt. Ein Fest für Taucher, die die Wand herabtauchen und eine Freude für Schnorchler, die auf das wenige Meter tief liegende Farbenmeer schauen dürfen.\nHier zu beschreiben, was wir gesehen haben, ist unmöglich und da es noch immer an einer geeigneten Unterwasser-Foto-Ausrüstung mangelt, lässt sich das auch nicht belegen. Soviel sei gesagt: bunt, bunt, bunt, bunt.\nGipfel des Trips war sicher der Moment, als ein Schwarm mit ca. 50 Delfinen langsam an uns vorbeizog, um wenig später umzukehren und erneut an uns vorbei zu schwimmen.\nAuf der Rückfahrt, als wir erschöpft und glücklich auf dem Dach liegend von der Sonne getrocknet wurden, dachte ich nur noch: „La Esperanza“.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=JPvMmX7B8WY\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272844800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/brotaufstrich-aus-gold/","title":"Brotaufstrich aus Gold","summary":"Auf Pulau Neira bekamen wir zum Frühstück einen Brotaufstrich aus Muskat. Damit verwandelte sich unser Brötchen nicht nur in ein kulinarisches Highlight, sondern auch in ein Investment, denn das malukkische Muskat ist wertvoller als pures Gold. Diese Aussage stimmt, würden wir uns noch im 16. Jahrhundert befinden, denn zu dieser Zeit boomte der Gewürzhandel zwischen den Molukken („Gewürz-Inseln“) und Europa. Die Jagd nach den edlen und unerschwinglich teuren Gewürzen, die nur hier wuchsen, war der Startschuß für die Kolonialisierung Südost-Asiens durch die europäischen Seemächte.","content":"Auf Pulau Neira bekamen wir zum Frühstück einen Brotaufstrich aus Muskat. Damit verwandelte sich unser Brötchen nicht nur in ein kulinarisches Highlight, sondern auch in ein Investment, denn das malukkische Muskat ist wertvoller als pures Gold. Diese Aussage stimmt, würden wir uns noch im 16. Jahrhundert befinden, denn zu dieser Zeit boomte der Gewürzhandel zwischen den Molukken („Gewürz-Inseln“) und Europa. Die Jagd nach den edlen und unerschwinglich teuren Gewürzen, die nur hier wuchsen, war der Startschuß für die Kolonialisierung Südost-Asiens durch die europäischen Seemächte.\nMuskatnüsse waren damals tatsächlich mehr Wert als Gold. Heute schmeckt der Aufstrich nur noch verdammt lecker, hat für die Molukken jedoch keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.\nAnhand der Gewürz-Geschichte der Molukken werden wir manchmal ganz blaß vor Scham über die Gebaren unserer Vorfahren. Allerorts werden wir aufgrund europäisch Festungsreste an die Zeit der Kolonialisierung erinnert. Die Geschichtskapitel der Reiseliteratur umreißen das Vorgehen der Holländer und Engländer folgendermaßen grob: Entdeckungs-Schiff kommt, Crew wird freundlich empfangen, Handel wird besprochen, christliche Religion wird aufgezwungen, Widerstände blutig niedergeschlagen, Regierung übernommen, Sultan getötet, Gewürz-Samen entwendet, eigene Plantagen näher an Europa angelegt, Molukken bedeutungslos zurückgelassen.\nDa sind wir sehr froh, dass sich derartige oder ähnliche Gebaren in der heutigen Zeit nicht andernorts wiederholen. (#ironie)\n","tags":["Indonesien","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272672000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/mit-der-titanic-auf-die-banda-inseln/","title":"Mit der Titanic auf die Banda-Inseln","summary":"Nein, Leonardo und Kate waren nicht wirklich mit der von der Partie und auch Eisberge gab es dank tropischer Temperaturen rund um die Molukken nicht. Auch hieß unser Kreuzer „Ciremai“.\nDie Fähre sollte uns von Kota Ambon auf die weiter südlich gelegen Banda-Inseln bringen. Mit uns schienen gefühlte 40.000 weitere Menschen die gleiche Idee gehabt zu haben und so ließ sich beim Besteigen der Nachtfähre ein titaneskes Gefühl nicht vermeiden.","content":"Nein, Leonardo und Kate waren nicht wirklich mit der von der Partie und auch Eisberge gab es dank tropischer Temperaturen rund um die Molukken nicht. Auch hieß unser Kreuzer „Ciremai“.\nDie Fähre sollte uns von Kota Ambon auf die weiter südlich gelegen Banda-Inseln bringen. Mit uns schienen gefühlte 40.000 weitere Menschen die gleiche Idee gehabt zu haben und so ließ sich beim Besteigen der Nachtfähre ein titaneskes Gefühl nicht vermeiden.\nAls wir uns abends um Acht, drei Stunden vor Abfahrt, am Terminal einfanden, standen wir plötzlich in mitten einer riesigen, undurchdringbar scheinenden Menschenmenge. Überall wurde gerufen, gewunken, geschoben, gedrängt und geschubst. Schwere Kisten, Reissäcke, Kartons und andere Gepäckstücke wurden auf Schultern zu den Eingängen getragen. Als wir dachten, beklemmender kann es nicht mehr werden, betraten wir das Schiff.\nhektischer Trubel am Anleger\nPlatzangst garantiert\nda passen noch ein paar Kartons hin\nDer Fußboden des ersten Decks war komplett mit Menschen gefüllt, die ihre Reiseutensilien neben sich gestapelt hatten und auf einer Pappe oder Decke sitzend die Fahrt antraten. Die Gänge waren mit Kartons zugestellt. Der Sauerstoffgehalt der Luft lag unter den Mindestanforderungen für gesundes Atmen und die Temperatur von 40 Grad mit ihrem 100%igen Feuchtegehalt erinnerte auch eher an eine finnische Dampfsauna. Aber nicht nur die Economy-Decks im Schiff hätten jedem Klaustrophobiker in Schockstarre versetzt, auch die Aussenbereiche waren komplett mit Passagieren und deren Gütern zugestellt. Gedanken über eine mögliche Überbuchung der Fähre haben wir bewusst verdrängt.\nAus fehlendem Masochismus heraus, hatten wir vorab eine nicht unerhebliche Extrasumme ausgegeben, um in der ersten Klasse eine Doppelkabine bewohnen zu können. So standen wir wenig später in unserem Zimmer: zwei Betten, Dusche mit Heißwasser, Satelliten-TV und Klimaanlage. So komfortabel gebettet erreichten wir am nächsten Morgen, gegen 7 Uhr Bandaneira auf den Banda-Inseln. Ohne Eisberg, Leo und Kate.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272585600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-molukken-gibt-es-wirklich/","title":"Die Molukken gibt es wirklich","summary":"Zugegeben, wir waren in den letzten Wochen ein wenig neidisch auf die „Vulkan“-Mania, die dank des Kumpels in Island in Europa ausbrach. Da Indonesien in Vulkanangelegenheiten auch ganz weite vorne mitspielt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns auch zu den Vulkanen aufzumachen und sind auf die Molukken geflogen.\nMit Sriwijaya Air ging es von Jakarta nach Kota Ternate. Vor dem Abflug waren wir überrascht, wie indonesische Sicherheitskontrollen funktionieren. So fanden wir uns mit reichlich Trinkwasser und anderen Flüssigkeiten außerhalb der 100ml-Menge an Bord wieder.","content":"Zugegeben, wir waren in den letzten Wochen ein wenig neidisch auf die „Vulkan“-Mania, die dank des Kumpels in Island in Europa ausbrach. Da Indonesien in Vulkanangelegenheiten auch ganz weite vorne mitspielt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns auch zu den Vulkanen aufzumachen und sind auf die Molukken geflogen.\nMit Sriwijaya Air ging es von Jakarta nach Kota Ternate. Vor dem Abflug waren wir überrascht, wie indonesische Sicherheitskontrollen funktionieren. So fanden wir uns mit reichlich Trinkwasser und anderen Flüssigkeiten außerhalb der 100ml-Menge an Bord wieder. Selbst die Metalldetektoren haben trotz Kleingeld, Gürtelschnalle und Uhr nicht angeschlagen. Europäische Sicherheitsbeamte hätten Pickel bekommen. Wir hingegen hatten einen angenehmen Flug, konnten unseren Flüssigkeitshaushalt im Flieger auffüllen und weggebombt wurden wir auch nicht.\nNach einem dreitägigem Aufenthalt auf der Vulkaninsel Ternate flogen wir weiter nach Kota Ambon auf der Insel Ambon. Andere Fluggesellschaft, gleicher Sicherheitsstandard. Als Bordmahlzeit gab´s Doughnuts.\nIn den Tagen, die wir in Ternate und Ambon verbrachten, waren wir offenbar die einzigen westlichen Touristen – zwei „bunte“ Hunde quasi. Entsprechend große Aufmerksamkeit zogen wir auf uns, wenn wir durch die Straßen liefen. Überall zeigten die Menschen mit Fingern auf uns, drehten sich um und hielten mit ihrem Moped an. Eines haben sie aber alle gemeinsam: sie lächelten und riefen uns „Hello Mister“ zu. Einige verwickelten uns auf der Straße spontan in Gespräche, um ihre englischen Sprachkenntnisse zu polieren.\nörtliches Fußballstadion in Ternate\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272326400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/unerwarteter-damenbesuch/","title":"Unerwarteter Damenbesuch","summary":"Gegen 22 Uhr versuchte plötzlich jemand unsere Zimmertür zu öffnen. Nicht etwa durch Anklopfen wurde versucht, unsere Aufmerksamkeit zu wecken, es wurde direkt die Klinke betätigt. Mehrfach. Draußen hörten wir Frauenstimmen. Als wir vorsichtig die Tür öffneten, erkannten wir die Frauen als Mitarbeiterinnen des örtlichen Reisebüros, bei denen wir für anderthalb Millionen Rupien einen Flug auf die südlichen Molukken gebucht hatten. Der Flug sollte am kommenden Morgen 10 Uhr starten, Check-In war für 8 Uhr geplant.","content":"Gegen 22 Uhr versuchte plötzlich jemand unsere Zimmertür zu öffnen. Nicht etwa durch Anklopfen wurde versucht, unsere Aufmerksamkeit zu wecken, es wurde direkt die Klinke betätigt. Mehrfach. Draußen hörten wir Frauenstimmen. Als wir vorsichtig die Tür öffneten, erkannten wir die Frauen als Mitarbeiterinnen des örtlichen Reisebüros, bei denen wir für anderthalb Millionen Rupien einen Flug auf die südlichen Molukken gebucht hatten. Der Flug sollte am kommenden Morgen 10 Uhr starten, Check-In war für 8 Uhr geplant.\nDie beiden Damen kamen, um uns über eine kurzfristige Flugplanänderung zu informieren. Take-Off war nun für 8 Uhr angesetzt und Check-In würde 6 Uhr stattfinden.\nDamit verkürzte sich unsere Nacht spontan und die Damen ließen uns überrascht und über derartigen Service am Kunden zurück. Ab jetzt haben wir eine indonesische Mobilfunknummer, die uns vor nächtlichen Treffen schützen soll.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1272153600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/hallo-jakarta/","title":"Hallo Jakarta","summary":"Die 9-Millionen-Metropole Jakarta hat uns empfangen und die ersten Eindrücke sind gemacht.\nAmüsiert waren wir über die Tatsache, dass sich Jakarta die US-Amerikanischen Botschaftsmitarbeiter auf die selbe Art und Weise vom Leibe hält, wie es die Behören in Hamburg und Berlin tun: mit Stacheldraht, Straßenbarrikaden und bewaffnetem Sicherheitspersonal. Einziger Unterschied: man hat vor uns salutiert, als wir mit unseren Rucksäcken vorbeiliefen.\nInsgesamt sind die Einwohner Jakartas sehr hilfsbereit, auch wenn sie manchmal nicht begreifen, was wir von ihnen wollen.","content":"Die 9-Millionen-Metropole Jakarta hat uns empfangen und die ersten Eindrücke sind gemacht.\nAmüsiert waren wir über die Tatsache, dass sich Jakarta die US-Amerikanischen Botschaftsmitarbeiter auf die selbe Art und Weise vom Leibe hält, wie es die Behören in Hamburg und Berlin tun: mit Stacheldraht, Straßenbarrikaden und bewaffnetem Sicherheitspersonal. Einziger Unterschied: man hat vor uns salutiert, als wir mit unseren Rucksäcken vorbeiliefen.\nInsgesamt sind die Einwohner Jakartas sehr hilfsbereit, auch wenn sie manchmal nicht begreifen, was wir von ihnen wollen. So endete unser Ausflug in den Norden Jakartas damit, dass wir irgendwo im Süden aus dem Bus sprangen und uns auf eigene Faust zurück nach Hause durchkämpfen mussten. Unser Ziel haben wir nicht erreicht.\nDie örtliche S-Bahn. Leicht überfüllt\nGroße Unterschiede gibt es in der Reiseplanung. Waren wir es bisher gewöhnt, unsere Flugbuchung online selber abzuwickeln, verweigerten bisher alle Webseiten indonesischer Fluggesellschaften die Zusammenarbeit mit uns. Damit führte uns der Weg direkt ins erste Reisebüro unseres Abenteuers. Als probates Transportmittel, um auf die Banda-Inseln zu gelangen, schlug uns die Reiseverkehrsfachfrau(?) direkt den Bus vor. Einige Anfälle später hielten wir dann doch noch ein Ticket für einen Flug in unsere Händen – zwar nicht auf die Banda-Inseln, aber das ist hier halt so! Dass die gewählte Fluggesellschaft auf der „Schwarzen Liste“ der europäischen Luftfahrtbehörde steht, sei hier nicht erwähnt, da das für fast alle indonesischen Airlines gilt.\nSoweit die ersten 48 Stunden Indonesien. Mal sehen, was in den verbleibenden 1392 noch alles passiert.\n","tags":["Indonesien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1271721600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-borneo/","title":"Bye, bye Borneo","summary":"Als wir im Verlauf der Reiseplanung auf Borneo als Ziel festlegten, hatten wir schnell ein Bild vor Augen wie es hier so aussieht: dichter Dschungel und wilde Tiere die uns bedrohen. Wir dachten, die Luft ist allerorts feuchtigkeitsgeschwägert und wir schwitzen von Morgens bis Abends. Wir sahen uns tagein tagaus mit dem Boot durch die Gegend fahren. Die Zivilisation wollten wir hinter uns lassen und vom Internet nichts wissen.\nWas ist nach fünf Wochen Borneo von unseren Vorstellungen geblieben, was haben wir gelernt?","content":"Als wir im Verlauf der Reiseplanung auf Borneo als Ziel festlegten, hatten wir schnell ein Bild vor Augen wie es hier so aussieht: dichter Dschungel und wilde Tiere die uns bedrohen. Wir dachten, die Luft ist allerorts feuchtigkeitsgeschwägert und wir schwitzen von Morgens bis Abends. Wir sahen uns tagein tagaus mit dem Boot durch die Gegend fahren. Die Zivilisation wollten wir hinter uns lassen und vom Internet nichts wissen.\nWas ist nach fünf Wochen Borneo von unseren Vorstellungen geblieben, was haben wir gelernt? Der von uns bereiste Teil Borneos entspricht, um gleich die Luft raus zu lassen, kaum einem Punkt unserer Vorstellung. Der malaysische Teil der Insel ähnelt in weiten Teilen der Halbinsel. Jedes unserer Gästehäuser war mit WLAN ausgestattet und an jeder Ecke gibt es eine Filiale eines amerikanischen Hähnchenfrittierers und meistens sieht man Katzen, denen man den Schwanz abgeschnitten hat. Nur geschwitzt haben wir hier wie die Bergarbeiter, das können wir Euch sagen!\nFür uns war die Reise durch den Norden Borneos eine erkenntnisreiche Angelegenheit.\nWir wissen jetzt:\nAuch mit braunem Wasser kann man sich waschen. Frage nie einen Taxifahrer, ob es weit bis zum Gästehaus ist. Es gibt eine Steigerung von Schwitzen. Wenn es im Regenwald regnet, dann kurz aber heftig. Geräte zur Fotodokumentation sollten stets in Dry-Bags aufbewahrt werden. Eine Trockenlegung von Fotoapparaten kostet 50 Ringit. Borneo lässt uns nachdenklich weiter ziehen.\nIm Dschungel durften wir lernen, dass manch westlicher Hemisphärenbewohner völlig das Gefühl verloren hat, wie er sich wilden Tieren gegenüber verhält. Wir hatten des Öfteren den Verdacht, der eine oder andere wähnt sich im örtlichen Zoo, wo er sich durch eine Glasscheibe geschützt, einer Giftschlange auf wenige Zentimeter nähern kann. Das „Oh“, „Ah“ und „Guck mal da!“ vom Guide mühevoll entdeckte Tiere in die Flucht schlägt, scheint auch nicht jedem Touri bewusst zu sein. Erschreckt hat uns ein junger Mann, der es viel besser fand, die vom Aussterben bedrohten Orang Utans bei der Fütterung im Rehabilitations-Zentrum zu sehen als den Affen in freier Wildbahn hoch oben in den Bäumen zu beobachten.\nFür uns hingegen waren die Begegnungen mit Orang Utan, Nasenaffen und Palm-Öl-Plantagen die mit Abstand einschneidendsten Erlebisse. In etwa so einschneidend, wie die gigantischen Plantagen in den Regenwald. Jedes Mal wenn wir aus dem Regenwald zurück in die Zivilisation kamen – und der Weg führte uns IMMER vorbei an Palm-Öl-Plantagen – wurde uns das Ausmaß der Bedrohung durch diese Industrie vor Augen geführt. Neben dem Verschwinden des Regenwalds ist uns vor Allem bewusst geworden, dass wir im fernen Europa so gut wie keine Ahnung davon haben, wie es aussieht, wenn Regenwald mit seiner Artenvielfalt verschwindet. Zwar wissen wir alle, wie wichtig er für den globalen Klimazustand ist, wie ein Orang Utan aussieht oder wie grün so ein Regenwald ist – aber beim Einkaufen achtet wohl kaum einer auf eine palmölfreie Zutatenliste, um das Verschwinden aufzuhalten. Seit wir hier sind, versuchen wir palmölfreie Lebensmittel und Pflegeprodukte im Supermarkt zu kaufen. Das gestaltet sich jedoch äußerst schwierig, ist aber möglich. Es gibt einen passenden Spruch, der das Dilemma verdeutlicht: „Der Mensch denkt mit dem was er weiß“. Wir wissen nun. Werden wir anders denken?\nWir haben auf Borneo wunderschöne, beeindruckende Wildnis erlebt, haben freundliche und interessierte Menschen getroffen und uns sehr gerne hier aufgehalten. Borneo hat uns auch wach gemacht.\nWie geht´s weiter?\nDank der indonesischen Botschaft in Kuala Lumpur sind wir mit dem Maximum, einem 60-Tage-Visum ausgestattet. Die ca. 17.000 Inseln werden wir in dieser Zeit sicher nicht alle bereisen können, aber für ein paar Highlights dürfte die Zeit reichen. Wir haben heute noch keine genaue Vorstellung, wo es uns hin verschlagen wird. Eins steht jedoch fest, Jakarta wird der Boden sein, auf dem wir Indonesien zuerst betreten.\nEs bleibt spannend!\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1271548800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/hardcore-trekking-im-bako-nationalpark/","title":"Hardcore-Trekking im Bako Nationalpark","summary":"Der Bako Nationalpark, knapp 25 Kilometer nördlich von Kuching, ist einer der ältesten Nationalparke Malaysias. Auf einer Halbinsel gelegen ist er zudem bekannt dafür, einer der wenigen Orte zu sein, wo man sich als Besucher ohne Guide auf den Weg in und durch den Regenwald machen kann. Zudem locken einsame Strände zum Entspannen.\nDa wir vom Regenwald und wilden Tieren nicht genug bekommen können und gerne mal in unserer eigenen Wandergeschwindigkeit durch den Wald laufen, erkoren wir Bako als unser letztes Ziel auf Borneo.","content":"Der Bako Nationalpark, knapp 25 Kilometer nördlich von Kuching, ist einer der ältesten Nationalparke Malaysias. Auf einer Halbinsel gelegen ist er zudem bekannt dafür, einer der wenigen Orte zu sein, wo man sich als Besucher ohne Guide auf den Weg in und durch den Regenwald machen kann. Zudem locken einsame Strände zum Entspannen.\nDa wir vom Regenwald und wilden Tieren nicht genug bekommen können und gerne mal in unserer eigenen Wandergeschwindigkeit durch den Wald laufen, erkoren wir Bako als unser letztes Ziel auf Borneo. Und bei Strand-Optionen sagen wir auch nicht nein.\nMit dem Bus verließen wir die Stadt, um an der Küste in ein kleines Boot zu steigen. Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, bei Ebbe am Nationalpark anzukommen. In Ermangelung von Wasser setzte der Bootsmann den Kahn kurzerhand im knietiefen Wasser auf Grund und schickte uns von Bord. Die knapp 200 Meter zum Strand liefen wir durch´s Flachwasser.\nDirekt im Park angekommen umzingelten einige Parkbesucher einen Baum, der am Wegesrand stand. Auf ihm tarnte sich eine grüne Baumviper. Ein Guide warnte allzu Mutige, Abstand zu halten: „Sie bringt dich nicht um, aber du wirst ein paar Wochen im Krankenhaus verbringen.“ Welcome to the Jungle!\nEmerald Green Viper\nDen Park selber durchwanderten wir in den kommenden 4 Tagen kreuz und quer, wobei wir uns überwiegend mit Kurzstrecken zufrieden gaben. Dank steiler Felsformationen, morastig-stolpergefährlichem Untergrund und schwül-heißer Luft steht hier nicht das Kilometer-Reißen sondern der zeitnahe Flüssigkeitsausgleich im Vordergrund. Schon nach wenigen Metern läuft der Schweiß in Strömen. Kein Wundern, dass es das die Faustregel gibt, dass ein gelaufener Kilometer im Regenwald ca. zwei Kilometern in gemäßigtem Klima entspricht.\nTrotz beschlagener Brille und tropfender Stirn sahen wir uns dennoch einfallsreicher Flora und Fauna gegenüber. Mehr Bilder finden sich wie immer in unserer Flickr-Gallerie.\nPitcher Plant\nNeben allerlei giftigen und weniger giftigen Getier haben wir uns besonders über die täglichen Begegnungen (2-3 Mal) mit wild lebenden Nasenaffen gefreut. Hier sind wir ihnen in ihrer natürlichen Umgebung, den Mangroven, so nahe gekommen, wie wir es nie zu hoffen gewagt hätten: Die rotbraunen Affen, die es nur auf Borneo gibt, beim Fressen in intakten Mangroven zu beobachten war das Highlight des Ausflugs.\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1270771200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/eiscreme-zum-trinken/","title":"Eiscreme zum Trinken","summary":"Bei schwül-heißen Temperaturen vergeht uns manchmal der Appetit nach dem ewigen Standardgetränk. Die einzige Abwechslung beim Wasser ist die Temperatur oder der Chlorgehalt. Also greifen wir hin und wieder in die Kühlschränke und holen geschmackliche Besonderheiten heraus. Weit verbreitet in Malaysia ist der isotonische Durstlöscher 100Plus sowie „Fanta“-Imitate, die aus purem Zucker zu bestehen scheinen. Kürzlich begegneten wir diesem Highlight moderner Aromasynthese:\nWir haben es kaum glauben können, aber das Getränk schmeckt tatsächlich nach Vanille-Eiscreme.","content":"Bei schwül-heißen Temperaturen vergeht uns manchmal der Appetit nach dem ewigen Standardgetränk. Die einzige Abwechslung beim Wasser ist die Temperatur oder der Chlorgehalt. Also greifen wir hin und wieder in die Kühlschränke und holen geschmackliche Besonderheiten heraus. Weit verbreitet in Malaysia ist der isotonische Durstlöscher 100Plus sowie „Fanta“-Imitate, die aus purem Zucker zu bestehen scheinen. Kürzlich begegneten wir diesem Highlight moderner Aromasynthese:\nWir haben es kaum glauben können, aber das Getränk schmeckt tatsächlich nach Vanille-Eiscreme. Und ja, man kann tatsächlich eine Dose trinken, bevor einem davon schlecht wird.\nZurück zum Wasser!\n","tags":["Borneo","Malaysia","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1270684800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-hohlen-im-mulu-nationalpark/","title":"Die Höhlen im Mulu Nationalpark","summary":"Nachdem wir drei Monate pausenlosem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25°C ausgesetzt waren, stand nun ein etwas schattigerer Ausflug an.\nIm malaysischen Bundesstaat Sarawak befinden sich umgeben von Regenwald beeindruckende Höhlen. Die Reise zu den Höhlen im Mulu Nationalpark beginnt dabei in Miri, einer kleinen Stadt an der Küste, die den notwendigen Flughafen aufweisen kann, denn ohne Flieger keine Höhlen! Die einzige Alternative zum Flugzeug stellt die atemberaubend teuere Anreise mit dem Boot dar.","content":"Nachdem wir drei Monate pausenlosem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25°C ausgesetzt waren, stand nun ein etwas schattigerer Ausflug an.\nIm malaysischen Bundesstaat Sarawak befinden sich umgeben von Regenwald beeindruckende Höhlen. Die Reise zu den Höhlen im Mulu Nationalpark beginnt dabei in Miri, einer kleinen Stadt an der Küste, die den notwendigen Flughafen aufweisen kann, denn ohne Flieger keine Höhlen! Die einzige Alternative zum Flugzeug stellt die atemberaubend teuere Anreise mit dem Boot dar. Dieser finanziellen Herausforderung haben wir uns nicht stellen wollen. Die kleine Turbo-Prop-Maschine von MASwings überraschte uns mit unerwartetem Komfort (Mini-Monitore, kostenloses Getränk im Tetra-Pak) sowie freundlichem Service – beides Leistungen, die wir bei anderen, international tätigen Gesellschaften zum Teil vermisst haben.\nIn der Luft konnten wir erneut bestaunen, welche Auswüchse die Rodungswut des Menschen treibt. Erst kurz vor der Landung wichen die am Reisbrett entworfenen Palm-Öl-Plantagen den dichten Baumkronen des Primär- und Sekundärwaldes.\nPalm-Öl-Plantagen\nhalbwegs intakter Regenwald\nIm Nationalpark selbst dreht sich alles um die dunklen Löcher im Kalkstein. In mehrtätigen Ausflügen können Hartgesottene nicht nur Halbmarathondistanzen im Regenwald und den Höhlen zurücklegen, sondern auch durch die Grotten waten/schwimmen. Für weniger masochistisch Veranlagte, wie uns, gibt es die mit Holzpfaden erschlossene Deer-, Wind-, Clearwater- und Lang´s-Cave.\nDeer Cave\nHighlight ist die weltgrößte Hauptkammer der Deer-Cave, in der der Petersdom platz finden würde. Nicht nur die gigantische Größe der Höhle beeindruckt, sondern auch die Bewohner. Allabendlich schwärmen die bis zu 3 Millionen (!) Fledermäuse aus der Höhle, um sich im Schutz der Nacht die Mägen voll zu schlagen. Dabei verzehren sie ca. 15 Tonnen Insekten. Ein faszinierendes Schauspiel, welches sich in der Dämmerung abspielt.\nDeer Cave: allabendlich verlassen knapp 3 Millionen Fledermäuse die Höhle\nEinen weiteren Gigantismus hält die Clearwater-Höhle bereit, denn sie beherbergt das längste unterirdische Flußsystem. Egal in welcher Höhle wir auch unsere Kopflampen anschalteten, die teils gigantischen Stalagmiten und Stalagtiden führten uns unsere entwicklungsgeschichtliche Bedeutungslosigkeit vor Augen. Um 1-2 cm zu wachsen, benötigen die Gesteinsformationen ca. 1.000 Jahre.\nNachdem wir die schattige Pflicht vor Ort absolviert haben, lockte es uns jedoch bald an die Sonne und die frische Luft zurück. Gerade in einer Höhle die von 3 Mio. Fledermäusen bewohnt ist, ist´s mit der Hygiene so eine Sache.\nDie verbliebene Zeit bis zu unserem Rückflug verbrachten wir mit Bewandern des Regenwaldes und Bestaunen absurd aussehender Geschöpfe – die man wieder in unserer Flickr-Gallerie bewundern kann.\nWebseite des Mulu-Nationalparks: http://www.mulupark.com/\n","tags":["borneo","malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1270684800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/larmende-uhren-zikaden/","title":"Lärmende Uhren: Zikaden","summary":"Da sind wir raus aus der Großstadt: keine Flugzeuge, kein Autolärm, keine Handies – und dann lärmen hier in der Natur permanent Zikaden rum. Würde man nicht an Romantik glauben, man würde durchdrehen. Bei unseren Ausflügen in die Regenwälder Borneo´s haben wir jedoch gelernt, dass diese kleinen Schreihälse ganz faszinierend sind. Zum einen war uns die Art und Weise, wie sie den Lärm fabrizieren unbekannt – sie schlagen mit zwei eigens dafür vorgesehenen Stummelflügeln – quasi „Drumsticks“ - gegen ihren hohlen Hinterleib, zum anderen wussten wir nicht, dass sie die Zeitansage des Urwalds sind.","content":"Da sind wir raus aus der Großstadt: keine Flugzeuge, kein Autolärm, keine Handies – und dann lärmen hier in der Natur permanent Zikaden rum. Würde man nicht an Romantik glauben, man würde durchdrehen. Bei unseren Ausflügen in die Regenwälder Borneo´s haben wir jedoch gelernt, dass diese kleinen Schreihälse ganz faszinierend sind. Zum einen war uns die Art und Weise, wie sie den Lärm fabrizieren unbekannt – sie schlagen mit zwei eigens dafür vorgesehenen Stummelflügeln – quasi „Drumsticks“ - gegen ihren hohlen Hinterleib, zum anderen wussten wir nicht, dass sie die Zeitansage des Urwalds sind. Zu jeder Stunde lärmen andere Zikaden mit ihren eigenen „Melodien“. So wussten unsere Guides immer, wie spät es war – auch ohne eigene Uhr. Unsere Kontrollen haben ergeben, dass die Zikaden auf 10 Minuten verlässlich waren.\nSo hässlich diese kleinen Krachmacher auch sein mögen, so faszinierend und hilfreich sind sie.\nHier gibt es ein kurzes Tondokument. Es ist gerade kurz vor 18 Uhr gewesen:\nhttps://www.youtube.com/watch?v=uRT7GTW1Oak\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1270252800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/uberraschungsbesuch-in-brunei-darussalam/","title":"Überraschungsbesuch in Brunei Darussalam","summary":"Eines der kleinsten aber reichsten Länder der Welt war für 5 Tage unser nächstes Reiseziel. Riesige Paläste, marmorverzierte Gehwege, Luxukarossen auf den Straßen, Scheichs in ihren schlohweißen Kleidern, Hummer und Kaviar als Standardgericht in den Restaurants und Benzin zum Spottpreis. DENKSTE!\nBis auf den letzten Fakt, Benzin kostet hier wirklich nur 25 Euro-Cent/Liter, entspricht Brunei überhaupt nicht dem Bild eines reichen Sultanats.\nBrunei ist anders. Anders als Malaysia, anders als Dubai, anders als wir es uns vorgestellt hätten.","content":"Eines der kleinsten aber reichsten Länder der Welt war für 5 Tage unser nächstes Reiseziel. Riesige Paläste, marmorverzierte Gehwege, Luxukarossen auf den Straßen, Scheichs in ihren schlohweißen Kleidern, Hummer und Kaviar als Standardgericht in den Restaurants und Benzin zum Spottpreis. DENKSTE!\nBis auf den letzten Fakt, Benzin kostet hier wirklich nur 25 Euro-Cent/Liter, entspricht Brunei überhaupt nicht dem Bild eines reichen Sultanats.\nBrunei ist anders. Anders als Malaysia, anders als Dubai, anders als wir es uns vorgestellt hätten.\nDie Hauptstadt Bandar Seri Begawan (BSB) konkurriert mit dem Flair einer in den 70er Jahren in der DDR erbauten Stadt: Fliesen-Charme und riesige Plätze für Menschenaufläufe prägen das Stadtbild. Einzig der Königspalast und die Moscheen heben sich mit ihrer zeitlosen Architektur und den hochglanzpolierten Kuppeln vom bröckelnden Stadtbild ab. Wasserseitig vorgelagert bieten die Wasserdörfer BSB´s einen bemerkenswerten Kontrast. Auf Pfosten stehen mehr oder weniger baufällige Häuser die insgesamt knapp 32.000 Menschen Lebensraum bieten. Direkt hinter den Dörfern erhebt sich der gigantische Palast des Sultans (laut unserem Reiseführer der größte Palast der Welt). Arm und Reich – Auge in Auge.\nWährend in den Wasser-Dörfern Haus an Haus steht, kann man meistens mit geschlossenen Augen die Straßen des Landes überqueren. Der geringen Autodichte sei dank, wagten wir uns erstmals mit einem Leihwagen in den Linksverkehr. Ausserhalb der Hauptstadt, die von Größe und Einwohnerzahl in Deutschland als Kleinstadt bezeichnet werden würde, fanden wir uns recht schnell im Grünen wieder. Anders als Malaysia liegt der Wirtschaftsmotor von Brunei in Form von öliger Flüssigkeit unter der Erde. Ein Loch in der Erde zerstört deutlich weniger Natur, als eine Palmölplantage. So bietet Brunei einen bemerkenswert dichten Naturbewuchs.\nTatsächlich zeigt sich der enorme Wohlstand des Landes an anderen Orten.\nEinige Kilometer nördlich der Hauptstadt befinden sich das Empire Hotel \u0026amp; Country Club. Wir fühlten uns reichlich deplatziert, als wir mit unserem „stylischen“ Leih-Toyota, Bj 1999, das gigantische Eingangstor des Parks passierten. 1,1 Milliarden US$ hat Prinz Jefri ausgegeben, um einen gigantischen Hotel-Casino-Kino-Club zu errichten. Unserem Budget entsprechend leisteten wir uns nur eine Vorstellung von „Alice im Wunderland“ – in phatten Leder-VIP-Sesseln.\nin Marmor gehaltene 4-stöckige Lobby des Hotels\nEin weiteres Zeichen für den Reichtum Bruneis ist der Jerudong Park Playground – ein gigantischer Freizeit- und Vergnügungspark, in dem sicher auch Dinos ihren Spaß gehabt hätten. Die Betonung liegt auf „hätten“, denn nicht nur die Dickhäuter haben ihre besten Zeiten hinter sich. Als Geschenk(!) des Sultans an sein Volk verfällt der Park zusehends.\nAls wir am frühen Abend für durch den Park liefen, begegneten wir nicht nur extrem wenig Besuchern, sondern auch zerfallenen Karussellen, zugewachsenen Geisterbahnen und demontierten Was-auch-Immer-Attraktionen. Vereinzelt begann sich ein Karussell für uns zu drehen oder schaltete ein wartender Wächter den Autoscooter für uns beide an. Dennoch hat uns das Umherstreifen durch den Park ziemlich viel Spaß bereitet, denn wo sonst hat man einen gigantischen Freizeitpark fast für sich alleine!\nWagt man sich als Tourist noch weiter ins Landesinnere - entweder mit einem Leihwagen über Land oder mit dem Speedboot von BSB Richtung Bangar - offenbart sich der tatsächliche Unterschied zu anderen asiatischen Ländern. Die Häuser sind riesig! Teilweise gleichen sie kleinen Schlössern mit extrem gepflegten Gärten.\nZudem schafft es Brunei, dem landläufigem Bild von Erdölförderung nicht zu entsprechen: In der Gegend um Seria befindet sich der Schwerpunkt der Erdölindustrie. Als wir auf dem Weg Richtung Grenze die Ölfelder passierten, fühlten wir uns wie in einem Landschaftspark. Neben erstklassigen Straßen erstrecken sich ausgedehnte Grünflächen auf denen vereinzelt die Ölpumpen unermüdlich das schwarze Gold zu Tage fördern.\nFünf Tage hatte uns Brunei als Gäste – für uns 5 bemerkenswerte Tage. Auch wenn Brunei nicht daher kommt, wie ein Land aus 1000 und einer Nacht, die Brunei-$ nicht auf der Straße umherflattern und uns kein einziger Ölscheich über den Weg lief, so hat uns Brunei mit seiner relaxten, heimeligen und sehr eigenen Art überrascht. Touristen, die Brunei für einen Tagesausflug einplanen wird sich der Reichtum des Landes nicht offenbaren, sie werden enttäuscht weiterreisen. Diejenigen, die sich tiefer in das Land vorwagen, zeigt Brunei seinen besonderen, einzigartigen Charakter.\n","tags":["Borneo","Brunei","2010"],"section":"posts"},{"date":"1269993600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/reisebekanntschaften-2/","title":"Reisebekanntschaften","summary":"Gemeinsam mit John*, einem 58jähriger Engländer, fuhren wir in den Regenwald und schnell stellten wir fest, eine bemerkenswerte Bekanntschaft gemacht zu haben.\nJohn reist als Alleinstehender 5 Monate im Jahr durch die Welt: Antarktis, Burma, Himalaja stehen in diesem Jahr auf seiner Liste. Als ehemaliger Inhaber seiner eigenen 50-Mann-großen Firma konnte er nach eigenen Aussagen immer nur Eins: Arbeiten. Sein Lebensziel, mit 45 Jahren in „Rente“ zu gehen, hat er knapp verfehlt.","content":"Gemeinsam mit John*, einem 58jähriger Engländer, fuhren wir in den Regenwald und schnell stellten wir fest, eine bemerkenswerte Bekanntschaft gemacht zu haben.\nJohn reist als Alleinstehender 5 Monate im Jahr durch die Welt: Antarktis, Burma, Himalaja stehen in diesem Jahr auf seiner Liste. Als ehemaliger Inhaber seiner eigenen 50-Mann-großen Firma konnte er nach eigenen Aussagen immer nur Eins: Arbeiten. Sein Lebensziel, mit 45 Jahren in „Rente“ zu gehen, hat er knapp verfehlt. Mit 48 Jahren hat er seine Firma geschlossen und lebt seither vom erwirtschafteten Vermögen. Mit dem Reisen holt er jetzt, im fortgeschrittenen Alter nach, was er in den jungen Jahren verpasst hat. Auch seine vor einem Jahr ausgetauschten Knie halten ihn nicht davon ab. Abends an der Bar, beim Leeren einiger Gläsern Gin-Tonic (John brachte dem malaysischen Barkeeper erstmal bei, wie der Cocktail überhaupt richtig zu mixen sei) philosophierten wir gemeinsam über Politik, Öko-Tourismus und den Sinn des Lebens und kamen zu dem Schluß, dass im Leben nur eins zählt: Glücklichsein\nSeine lustig-intelligente Art mit dem trockenen britischen Humor war das Sahnehäubchen unserer Expedition in den bornesischen Regenwald.\nFür John von uns: Farin Urlaub „Glücklich“\nhttps://www.youtube.com/watch?v=JBDTnRT_LzA\n*) Name von uns geändert\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1269820800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bis-aufs-blut-der-tiger-leech/","title":"Bis auf´s Blut – der Tiger-Leech","summary":"Wir waren gewarnt: Wie ein Teppich bedecken die Tiger-Leeches (= Blutegel) den Boden des Regenwaldes im Danum Valley. Weiß man, dass die Blutsauger vor Wandersocken nicht Halt machen und sich durch selbige hindurcharbeiten, um den Lebenssaft abzusaugen, will man Spezialausrüstung vom Allerfeinsten! Um am Ende des Treks nicht blutarm dazustehen, hieß es also, sich mit Errungenschaften moderner Textilwirtschaft einzukleiden. Leech-Socks ist das Schlüsselwort.\nLeech-Socken in Anwendung\nUns Mitteleuropäern war dieses Kleidungsstück vor Borneo gänzlich unbekannt: ein einfacher, form-un-schöner Riesensocken – vergleichbar mit Socken in die der Weihnachtsmann mancherorts seine Geschenke einwirft.","content":"Wir waren gewarnt: Wie ein Teppich bedecken die Tiger-Leeches (= Blutegel) den Boden des Regenwaldes im Danum Valley. Weiß man, dass die Blutsauger vor Wandersocken nicht Halt machen und sich durch selbige hindurcharbeiten, um den Lebenssaft abzusaugen, will man Spezialausrüstung vom Allerfeinsten! Um am Ende des Treks nicht blutarm dazustehen, hieß es also, sich mit Errungenschaften moderner Textilwirtschaft einzukleiden. Leech-Socks ist das Schlüsselwort.\nLeech-Socken in Anwendung\nUns Mitteleuropäern war dieses Kleidungsstück vor Borneo gänzlich unbekannt: ein einfacher, form-un-schöner Riesensocken – vergleichbar mit Socken in die der Weihnachtsmann mancherorts seine Geschenke einwirft. Dieser wird über den herkömmlichen Socken und die Hose gezogen. Am oberen Ende zugebunden, verhindert er, dass die kleinen Muskelpakete unter die Kleidung kommen und Unheil anrichten.\nTiger-Leech\nIn unserem Fall haben die Socken ihren Dienst geleistet, auch wenn dank Regenmangel die erwarteten Heerscharen der Blutsauger (leider) ausblieben.\nHier noch eine kleine Studie über die witzig aussehende Fortbewegung der Leeches.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=GIhfX0vp-h4\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1269820800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/borneo-rainforest-lodge-im-danum-valley/","title":"Borneo Rainforest Lodge im Danum Valley","summary":"Primärwald ist ein von menschlicher Einflussname unberührter „Urwald“. Genau in einen solchen Urwald sollte uns unser nächster Ausflug gehen. Im Süd-Osten Sabahs (Bundesland Malaysias) breitet sich Richtung Westen ein (noch) riesiger Urwald aus. Teilweise zwar bereits der Ausbeutung unterlegen, befindet sich im sog. Danum Valley ein Schutzgebiet, welches eines der bedeutendsten Primärwaldregionen Borneos ist. Am Rande der harten Schutzzone wurde die Borneo Rainforest Lodge errichtet. Ein Zentrum für Naturbegeisterte mit der Extraportion Kleingeld und Spaß an Masochismus.","content":"Primärwald ist ein von menschlicher Einflussname unberührter „Urwald“. Genau in einen solchen Urwald sollte uns unser nächster Ausflug gehen. Im Süd-Osten Sabahs (Bundesland Malaysias) breitet sich Richtung Westen ein (noch) riesiger Urwald aus. Teilweise zwar bereits der Ausbeutung unterlegen, befindet sich im sog. Danum Valley ein Schutzgebiet, welches eines der bedeutendsten Primärwaldregionen Borneos ist. Am Rande der harten Schutzzone wurde die Borneo Rainforest Lodge errichtet. Ein Zentrum für Naturbegeisterte mit der Extraportion Kleingeld und Spaß an Masochismus. 77 Kilometer Schotterpiste müssen in einem Allrad-Jeep überwunden werden, um wenig später schweißdurchnässt und von Blutegeln besaugt den Regenwald zu bewandern. Kleinstgruppen (wir waren zu dritt) steht ganztägig ein eigener Guide zur Seite, mit dem man zu allen Tages- und Nachtzeiten durch und über (Canopy-Walk) den angrenzenden Wald streift – stets auf der Suche nach Tieren und Pflanzen. In den zwei Tagen Aufenthalt scheuchte uns der Guide sagenhafte 14 Stunden durch die grüne Sauna. Dafür wissen wir jetzt: welche Beeren wir im Notfall essen können, welches Holz auch bei Regen mit einem Streichholz in Brand gesetzt werden kann, wie Zikaden ihren „Gesang“ produzieren, wie winzige Frösche ohrenbetäubendes Gequake hinbekommen, wie man das Alter von Urwaldbäumen bestimmt und dass manche Pflanzen- und Tierarten schon einem Dinosaurier begegnet sind. Aber auch die Angehörigen der örtlichen Fauna ließen sich nicht lumpen und so standen wir beachtlich vielen bemerkenswerten Exemplaren gegenüber.\nWir begegneten Tieren, die sich für Vögel halten aber keine sind: der fliegende Lemur und die fliegende Eidechse:\nFlying Lemur\nFlying Lizard\nTiere, die den Modetrend verpasst haben: Stabinsekten\nStick Insect\nTiere die Probleme mit dem Zählen haben: Hundertfüßler\nLong Legged Centipede\nUnd solche, denen die Auswirkungen ihres Gifts gegenüber Menschen schnuppe sind: Viper (ein gebissener Mensch stirb nach zwei Stunden)\nBornean Leaf-nosed Pitviper\nFür Höhenängstliche ungeeignet:\nCanopy-Walk: auf dem Dach des Regenwalds\nAbgerundet wird das einzigartige Naturerlebnis durch eine unerhört dekadente Unterkunft. Aus unserem knapp 60 m² großem Haus mit Terrasse und Aussenjacuzzi konnten wir direkt in den Regenwald schauen und waren umgeben von einer beeindruckenden Klangkulisse. Die Verpflegung und der Service entsprechen deutschen Ritz-Carlton-Maßstäben. Aus Neidgründen gehen wir darauf nicht näher ein.\nAuf dem Weg zur Lodge begegneten wir Transportern, die gerodete Bäume aus dem (hoffentlich) zulässigen Bewirtschaftungsgebiet abtransportierten. Der schale Geschmack dieses Anblicks verstärkt sich, wenn man wenig später diesen Bäumen leibhaftig gegenübersteht: 500 Jahre Lebensdauer, vom Menschen an einem Tag beendet. Die BRL im Danum Valley ist ein besonderer Ort, um den Konflikt aus Wirtschaft und Artenschutz deutlich zu machen. Nach wenigen Minuten im Dschungel kommt man sich als Mensch klein und der Natur unterlegen vor. Der Schweiß läuft in Strömen, die Bäume sind riesig und uralt und man hat den Eindruck, von 1.000 Augenpaaren beobachtet zu werden, ohne selber nur ein einziges sehen zu können.\nWebseite der Lodge: www.borneonaturetours.com\ndie Borneo Rainforest Lodge\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1269302400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wir-im-interview-auf-radio-fritz/","title":"wir im Interview auf Radio Fritz","summary":"Heute Abend, am 23.03.2010, kannst du mich, Henning, auf Radio Fritz hören. Gegen 22:30 Uhr werde ich mich in der Sendung \u0026ldquo;Blue Moon\u0026rdquo; mit dem Moderator Hendrik Schröder über unserer Reise unterhalten.\nWer unseren Blog verfolgt und mal hören möchte, wie ich so klinge und was ich zu sagen habe, dem sei dringend empfohlen, den Weltempfänger rauszukramen. Radio Fritz ist das Jugendradio vom rbb. Wer nicht in Berlin \u0026amp; Brandenburg wohnt, dem steht der Online-Live-Stream zur Verfügung.","content":"Heute Abend, am 23.03.2010, kannst du mich, Henning, auf Radio Fritz hören. Gegen 22:30 Uhr werde ich mich in der Sendung \u0026ldquo;Blue Moon\u0026rdquo; mit dem Moderator Hendrik Schröder über unserer Reise unterhalten.\nWer unseren Blog verfolgt und mal hören möchte, wie ich so klinge und was ich zu sagen habe, dem sei dringend empfohlen, den Weltempfänger rauszukramen. Radio Fritz ist das Jugendradio vom rbb. Wer nicht in Berlin \u0026amp; Brandenburg wohnt, dem steht der Online-Live-Stream zur Verfügung.\nBei uns wird es übrigens bereits 5:30 Morgens sein. Hoffentlich gelingt es mir, mich zu so ungnädiger Zeit aus dem Laken zu schälen. Aber die Aussicht, Euch da draußen zu unterhalten, wird mich sicher vor dem Wecker wach sein lassen.\nUpdate: Dank Google-Maps kannst du sehen, wo wir gerade sind: hier klicken\nWenn jemand von Euch die Möglichkeit hat, das Interview digital aufzuzeichnen, der tue dies bitte und lasse mir bitte eine Kopie zukommen.\n","tags":["Radio","Interview","2010"],"section":"posts"},{"date":"1269043200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/greenpeace-nestle-und-das-palmol/","title":"Greenpeace, Nestlé und das Palmöl","summary":"In der letzten Woche sind wir auf Borneo zwei vom Aussterben bedrohten Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum begegnet. Auf dem Weg in den Lebensraum von Orang-Utan und Nasenaffe fuhren wir an endlosen Palmölplantagen vorbei.\nDas Foto oben zeigt, wie Borneo seine Besucher begrüßt: abgerodeter Regenwald, endlos weiter Palmöl-Plantagen für die heimische Fritteuse. Das folgende Foto zeigt, wie´s eigentlich aussieht, wenn man sich über Regenwald befindet.\nhalbwegs intakter Regenwald auf Borneo","content":"In der letzten Woche sind wir auf Borneo zwei vom Aussterben bedrohten Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum begegnet. Auf dem Weg in den Lebensraum von Orang-Utan und Nasenaffe fuhren wir an endlosen Palmölplantagen vorbei.\nDas Foto oben zeigt, wie Borneo seine Besucher begrüßt: abgerodeter Regenwald, endlos weiter Palmöl-Plantagen für die heimische Fritteuse. Das folgende Foto zeigt, wie´s eigentlich aussieht, wenn man sich über Regenwald befindet.\nhalbwegs intakter Regenwald auf Borneo\nZeitgleich zu unseren Vor-Ort-Erlebnissen zerrt Greenpeace den Lebensmittelkonzern Nestlé mit dieser viralen Kampagne über unverantwortliche Palmölbeschaffung in die Öffentlichkeit:\nhttps://www.youtube.com/watch?v=IzF3UGOlVDc\nHintergrund: Nestlé bezieht für die Produktion einer Vielzahl von Artikeln Palmöl aus Indonesien - dem natürlichen Lebensraum der Orang-Utans. Durch die stetig steigende Nachfrage nach dem Rohstoff, werden mehr und mehr Waldflächen in \u0026ldquo;tote\u0026rdquo; Plantagen umgewandelt.\nMehr spannende (und erschütternde) Fakten gibt es bei Greenpeace\nBereits 2008 war die Firma Unilever mit der Marke \u0026ldquo;Dove\u0026rdquo; in den Fokus von Greenpeace gelangt, denn ein Bestandteil von Dove ist eben jenes Palmöl.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=odI7pQFyjso\nGerade wenn man wie wir direkt mit den Auswirkung der Palmölproduktion konfrontiert wird, verdeutlicht sich, wie wichtig es ist, durch verantwortungsvollen Konsum, den Unternehmen die Regeln für nachhaltiges Wirtschaften aufzuzeigen.\nWir sprechen nicht vom Verzicht von Süßigkeiten oder Körperpflege!\nVielmehr sollten wir, die Konsumenten, (und die Politiker) ihre Macht ausspielen, um Unternehmen ein für allemal die Regeln für verantwortungsvollen Umgang mit unserem Ökosystem einhämmern.\nWie heißt es so schön: es gibt Dinge, die kann man mit Geld nicht kaufen! Dazu gehören auf jeden Fall Orang-Utan und Nasenaffen.\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268956800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-nasenaffen-von-labuk-bay/","title":"Die Nasenaffen von Labuk Bay","summary":"Nasenaffen (Nasalis larvatus), hier auch Proboscis genannt, leben ausschließlich auf Borneo. Grund genug, ihnen einen Besuch abzustatten. Wir haben die Affen schon in der freien Wildbahn gesehen – dreißig Meter entfernt, hoch oben in Bäumen – aber unserem Teleobjektiv gelang kaum ein scharfes Bild vom als „stark gefährdet“ eingestuften (lt. IUCN) Primaten.\nNasenaffe\nDie Geschichte des Labuk Bay Sanctuary begann 1996, als ein Plantagenbesitzer zuhause plötzlich Besuch von einer Gruppe Nasenaffen bekam.","content":"Nasenaffen (Nasalis larvatus), hier auch Proboscis genannt, leben ausschließlich auf Borneo. Grund genug, ihnen einen Besuch abzustatten. Wir haben die Affen schon in der freien Wildbahn gesehen – dreißig Meter entfernt, hoch oben in Bäumen – aber unserem Teleobjektiv gelang kaum ein scharfes Bild vom als „stark gefährdet“ eingestuften (lt. IUCN) Primaten.\nNasenaffe\nDie Geschichte des Labuk Bay Sanctuary begann 1996, als ein Plantagenbesitzer zuhause plötzlich Besuch von einer Gruppe Nasenaffen bekam. Durch die Abholzung der Mangroven hatte er ihnen ein Großteil des notwendigen Lebensraums entzogen und in der Trockenzeit wurde den Tieren das Futter knapp. Die sonst extrem menschenscheuen Affen holten sich daher ihr Futter aus seiner Hütte. Der Plantagenbesitzer begann die Affen zu füttern und über die Jahre entwickelte er eine Faszination für die mit auffälligen Riechkolben ausgestatteten Tiere. Sein Hobby, die Fütterung der Primaten, verbreitet sich unter Freunden, Bekannten und Naturbegeisterten. Im Jahr 2001 wurde das Schutzgebiet offiziell eröffnet. Inzwischen weichen auf seinem Grund und Boden wieder Plantagenflächen neuen Mangrovenwäldern.\nDie Affen ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Jungtrieben der Mangroven, was ihren extrem eingeschränkten Verbreitungsraum entlang der Küste und tiefer gelegenen Flussgebieten erklärt. Dabei kauen sie die giftstoffhaltigen Blätter wie eine Kuh mehrfach durch und entziehen ihnen neben Nährstoffen auch einen Großteil der Tagesration Wasser.\nNasenaffen\nUns standen heute bei drei Fütterungen über 100 Tiere gegenüber. Ein Männchen, als Stammesführer, herrscht über bis zu 40 Weibchen. Traumzustände für so manchen Mann. Um seinen Aufgaben als Stammhalter gerecht zu werden, ist er dabei von der Natur optimal ausgestattet worden (siehe Foto). Um schon von Weitem seine Qualität als Liebhaber erkennen zu können, gilt bei den Nasenaffen der Spruch „An der Nase des Mannes erkennt man die Größe seines Johannes“. Wobei mit „Größe“ eher die Qualität als Alpha-Männchen gemeint ist.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=iDNZlKBtYC4\nNeben den Nasenaffen tummelten sich noch einige weniger scheue Silvered Leaf Monkeys sowie die allerorten zu sehenden Makaken.\nSilvered Leaf Monkey\nMakake\nMöchten wir ein Fazit des Tages ziehen, würden wir sagen, dass wir glücklich sind, diesen einzigartigen Tieren so nahe gekommen zu sein, ohne dass sie in einem Zoo o.Ä. eingesperrt sind. Nahe ging uns aber auch die Vorstellung, dass dieses Erlebnis einmal mehr nur möglich war, weil der Mensch die natürlichen Lebensbedingungen der Affen soweit beseitigt hat, dass diese ohne seine Hilfe kaum überleben können.\nWebseite des Labuk Bay Sanctuarys\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268870400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bei-uncle-tan-im-wildlife-camp/","title":"Bei Uncle Tan im Wildlife-Camp","summary":"Uncle Tan ist eine Institution am Kinabatangan-Fluß. Seit über 10 Jahren wird den Naturliebhabern und Dschungel-Freunden in Mitten des Sekundär-Walds entlang des Flusses ein unvergesslicher Aufenthalt geboten. Von Reisebekanntschaften hörten wir sogar in Laos, dass man die Besucher des Wildlife-Camps an ihren Schwärmereien über Flora und Fauna erkennen kann. Da gab es für uns kein Halten mehr: auf zum Onkel. Eins vorab, den 3-Tage/2-Nächte-Trip haben wir bereits wenige Stunden nach der Ankunft um eine Nacht verlängert.","content":"Uncle Tan ist eine Institution am Kinabatangan-Fluß. Seit über 10 Jahren wird den Naturliebhabern und Dschungel-Freunden in Mitten des Sekundär-Walds entlang des Flusses ein unvergesslicher Aufenthalt geboten. Von Reisebekanntschaften hörten wir sogar in Laos, dass man die Besucher des Wildlife-Camps an ihren Schwärmereien über Flora und Fauna erkennen kann. Da gab es für uns kein Halten mehr: auf zum Onkel. Eins vorab, den 3-Tage/2-Nächte-Trip haben wir bereits wenige Stunden nach der Ankunft um eine Nacht verlängert. Bis unter die Zähne mit überlebensnotwenigem Dschungel-Equipment ausgerüstet, wurden wir im klimatisierten Mini-Van in zwei Stunden vom Base-Camp in Sepilok vorbei an gigantischen Palmölplantagen zum Bootsanleger gefahren. Von dort ging es zum Camp, wo uns schon die gesamte Crew erwartete. Wir wurden begrüßt, als wären wir langjährige Freunde, die mal wieder auf Heimatbesuch sind. Das Camp, mitten im Sekundär-Wald errichtet, besteht aus einzelnen Hütten und zwei großen, offenen Gemeinschaftsterrassen, wo man sich trifft, isst und seine Erlebnisse austauscht. Die auf Stelzen stehenden Gebäude sind mit Stegen untereinander verbunden. Unsere Hütte der Marke „Very Basic“ bestand aus drei Holzwänden, einem Blechdach, drei gut „eingelegen“ Doppelmatratzen und Mosquitonetze. Keine Tür, kein Schrank, kein Bett – aber dafür mitten in der wilden Natur!\nNach kurzer Eingewöhnung ging es direkt zum „Briefing“. Detailliert wurde uns von einem Guide das straffe Programm für die kommenden Tage aufgezeichnet. 21:00 Uhr Nacht-Safari im Boot (1 Stunde), 6:30 Uhr Morgen-Safari im Boot (2 Stunden), 10:30 Uhr Dschungel-Trek (1 Stunde), 16:00 Uhr Proboscis-Trek (4 Stunden), 21:00 Uhr Nacht-Dschungel-Trek (1 Stunde), 6:30 Uhr Morgen-Safari im Boot (2 Stunden). Zwischendurch stand entsprechend nur noch Luftholen, Essen und Schlafen auf dem Programm. Die Körperpflege wurde durch Springen in den Fluß erledigt. Dass wir am ersten Abend gleich in die rot-funkelnden Augen der örtlichen Krokodile blicken durften, gab dem Badespaß einen zusätzlichen Kick.\nHornbill\nStell dir vor, du bist im Regenwald und es regnet nicht. Nachdem knapp zwei Monate vor unserer Ankunft das Camp meterhoch in den Fluten versank und anschließend der Regen aussetzte, machte der Fluss seinem Namen keine Ehre. Wir nannten ihn Rinnsal. Die extreme Trockenheit im Dschungel stellt nicht nur Pflanzen und Tiere vor große Herausforderungen, auch die Guides im Camp hatten redlich Mühe, die hochgesteckten Erwartungen der Besucher zu erfüllen. Andererseits hat Trockenheit auch seine guten Seiten: kein Waten im Morast, keine Mosquito-Plagen und keine Blutegelangriffe.\nCaterpillar\nMit vereinten Kräften, bzw. mehreren Augenpaaren gelang es der Crew, auf den Treks und Safaris eine beeindruckende Artenvielfalt zu finden. Die durchweg sehr jungen Guides (niemand im Camp war älter als 27 Jahre) drehten Wurzeln um, schauten unter Blätter, kannten Schlafplätze von allerlei Getier. Nur die Suche nach den frei lebenden Orang-Utans und Nasenaffen gestaltete sich sehr zeitaufwändig und schweißintensiv. Doch das Geschick und Glück war mit uns und so fanden wir auch diese Artgenossen hoch oben in den Bäumen und tief im Wald.\nKingfisher (der Kopf ist beim Schlafen unter den Flügel geklemmt)\nAußergewöhnlich und für uns bisher einmalig war das Abschlußtreffen bei dem wir gemeinsam mit einem Guide alle gesichteten Tiere auflisteten. Knapp 60 bestimmbare Insekten, Reptilien und Primaten liefen uns in den Tagen und Nächten vor die Augen. Eine kleine Auswahl an Fotos hält unser Flickr-Album für dich bereit.\nBaumwollkäfer\nWolfsspinne\nGänsehautpotential hatte das Abschiedsritual. Wollten wir aus dieser entspannten Atmosphäre überhaupt nicht mehr weg, sorgten die Guides dafür, dass wir auf jeden Fall wiederkommen. Wir wurden von jedem persönlich verabschiedet und die Crew sang uns gitarrenbegleitet, als wir mit unserer, nicht zum Einsatz gekommenen Spezialausrüstung wieder ins Boot kletterten, gemeinsam „Goodbye my fried, goodbye my lover“.\nhttpvh://www.youtube.com/watch?v=PC4SZdJhQJo\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268524800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/besuch-bei-den-letzten-orang-utans/","title":"Besuch bei den letzten Orang-Utans","summary":"Sie gelten als unsere evolutionsgeschichtlichen Vorfahren, die Orang Utans, bei denen wir heute im Sepilok Orang-Utan Rehabilitations-Zentrum zu Besuch waren.\nEs ist schwer zu beschreiben, was wir dort erlebten. Die Besucher des Zentrum bekommen bei zwei Fütterungen täglich die rothaarigen Affen zu Gesicht. Sonst im Dschungel verborgen, wagten sich je nach Laune einige der gemächlichen Primaten auf die von Regenwald umgebene Fütterungsplattform, die vorher von einigen Dutzend hungrigen Makaken belagert wurde, die den Orang-Utans zu gerne das Essen stibitzen.","content":"Sie gelten als unsere evolutionsgeschichtlichen Vorfahren, die Orang Utans, bei denen wir heute im Sepilok Orang-Utan Rehabilitations-Zentrum zu Besuch waren.\nEs ist schwer zu beschreiben, was wir dort erlebten. Die Besucher des Zentrum bekommen bei zwei Fütterungen täglich die rothaarigen Affen zu Gesicht. Sonst im Dschungel verborgen, wagten sich je nach Laune einige der gemächlichen Primaten auf die von Regenwald umgebene Fütterungsplattform, die vorher von einigen Dutzend hungrigen Makaken belagert wurde, die den Orang-Utans zu gerne das Essen stibitzen. Im Gegensatz zu den ständig umherhüpfenden und -kletternden Makaken erschienen die imposant großen Orangs bedächtig. Die Makaken, sonst ziemlich dreist, hielten sich plötzlich auf Abstand. Die menschengroßen Affen schwangen sich in aller Ruhe auf die Plattform, um dort bedächtig ihre Bananen zu essen und Milch zu trinken, um im Anschluß wieder ebenso gemächlich in den Urwald zurück zu schwingen. Wir hatten das besondere Glück, eine Mutter mit ihrem 14-Tage alten Neugeborenen beobachten zu können. Damit zählten wir zu den Ersten, denen das Weibchen ihren Nachwuchs präsentierte.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=K8ndwAZMKz0\nAber vielleicht war es auch unsere letztmalige Begegnung, denn:\nInnerhalb von 100 Jahren haben wir Menschen, die einst ca. 250.000 Orang-Utans auf die übersichtliche Zahl von 15.000 reduziert. Lebten die rothaarigen Affen einst in ganz Südost-Asien, sind sie heute nur noch auf Sumatra (Indonesien) und in Teilen Borneos zu finden. Bei den Fahrten durch Malaysia sieht an kaum noch Regenwald sondern hauptsächlich riesige Palmenwälder bzw. -plantagen, die zur Ölproduktion \u0026ldquo;angelegt\u0026rdquo; wurden. So wurde im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich der Lebensraum der Großaffen und die Großaffen selber zugunsten der Palmölwirtschaft beseitigt.\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268179200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/from-paris-with-love/","title":"From Paris with Love","summary":"Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C - bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben.","content":" Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C - bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben. Gestern retteten sie uns vor dem sicheren Kältetod. Bei unserer Fußbekleidung waren wir etwas zu leichtsinnig. Dachten wir noch, dass unsere Füße in den Flip-Flops die Temperaturschwankung schon ertragen würden, sprachen die Eisklumpen nach der Vorstellung eine ganz andere Sprache. Wir liefen im Anschluß, gegen 23 Uhr, den Weg zum Hotel barfuß, um die Füße durch die heißen Betonplatten wieder aufzutauen. Soviel zum kulturellen Teil. Kommen wir zum Film: \u0026ldquo;From Paris with Love\u0026rdquo; ist der neue Film mit John Travolta und Jonathan Rhys Meyers. Eigentlich haben wir uns für den Film nur entschieden, weil einem Reiseteilnehmer die Frisur von Herrn Travolta so unheimlich gut gefiel. Nachdem Travolta in seinen Filmen mit Schmalztolle (Grease) und speckigem Langhaar (Pulp Fiction) zusehen war, ist jetzt die Glatze dran. Die Handlung steht bei diesem Film ist eigentlich nicht das Highlight. Vielmehr überrascht die besondere Rolle, die Travolta als großkotziger und draufgängerischer Agent mit \u0026ldquo;Matrix\u0026rdquo;-artigem Körpereinsatz sowie pupstrockenem Humor abliefert. Der englische O-Ton tat sein Übriges, um uns das ein oder andere Mal laut loslachen zu lassen.\nBesondere Freude hatten wir bei rasanten Schußwechseln an der Liebe zur Lautstärke des Tonmanns im Kino. So flogen uns nicht nur die Kugeln um die Ohren, sondern auch die Trommelfelle aus ihren Halterungen.\nAls Fazit halten wir fest, dass es eigentlich keinen allzu großen Unterschied zwischen deutschen und malayischen Lichtspielhäusern gibt. Abgesehen von der unmenschlichen Raumtemperatur und dem viel zu süßen Karamel-Popcorn machen die knapp 1,70 EUR Eintritt, der englische O-Ton und die kräftige Soundanlage einen Kinogang zu einer spannenden Abwechslung zum Backpackeralltag.\n","tags":["Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268092800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/ein-spaziergang-uber-den-nachtmarkt-von-kota-kinabalu/","title":"Ein Spaziergang über den Nachtmarkt von Kota Kinabalu","summary":"KK, so die übliche Bezeichnung für Kota Kinabalu, der Hauptstadt Sabahs, ist unsere erste Station auf der Reise durch Borneo. Ein Highlight der Stadt ist zweifelsohne der Nachtmarkt entlang der Hafenmauern. Fast jedes asiatische Dorf hat seinen eigenen Nachtmarkt und wir können die Zahl der besuchten nicht zuverlässig ermitteln. Was wir aber hier erlebt haben, stellt das zuvor Gesehene in den Schatten. Noch nie sind wir über einen derart riesigen Markt geschlendert.","content":"KK, so die übliche Bezeichnung für Kota Kinabalu, der Hauptstadt Sabahs, ist unsere erste Station auf der Reise durch Borneo. Ein Highlight der Stadt ist zweifelsohne der Nachtmarkt entlang der Hafenmauern. Fast jedes asiatische Dorf hat seinen eigenen Nachtmarkt und wir können die Zahl der besuchten nicht zuverlässig ermitteln. Was wir aber hier erlebt haben, stellt das zuvor Gesehene in den Schatten. Noch nie sind wir über einen derart riesigen Markt geschlendert. Grund genug, diese Erfahrung mit Euch zu teilen. Die folgenden Bilder zeigen einen bunten Querschnitt über das Angebot und Treiben auf einem der wichtigsten Handelsplätze Asiens. An der Kopfseite langer Tischreihen liegen gegrillter Fisch, Schrimps, Garnellen und weiteres Meergetier. Man wir von den durchweg weiblichen Betreibern unzählige Mal angesprochen, doch diesen oder jenen Fisch zu probieren. Hier herrscht härtester Wettbewerb. Hat man sich für sein persönliches Fisch-Exemplar entschieden und den Preis verhandelt, landet dieser auf dem rückseitig gelegenen Grill zum Nachbräunen und man selber mit einer Portion Reis am Tisch. Für Leute, die sich nicht dem Essen aus dem Wasser hingezogen fühlen, stehen Grill-Hähnchen sowie Nudel-und Reisvariationen bereit.\nWenige Meter weiter findet man sich in der Vorstufe des leckeren Abendessens wieder. Tisch an Tisch werden alle Sorten fangfrischer Fisch und Seafood, attraktiv drapiert, dargeboten. Die Händler überschlagen sich mit ihren „Lockrufen“ beim Buhlen um Kunden förmlich. Wer sich durch diese Gasse wagt, sollte keine Angst vor totem Tier und am besten schon vorher gegessen haben.\nZu gutem Essen gehört frisches Gemüse. Direkt hinter dem „Highway of Death“ (siehe Frischfisch-Händler) reihen sich die Gemüsehändler weitaus ruhiger aber nicht weniger künstlerisch präsentierend aneinander. Zitronengras findet sich dort gebunden wieder und die bunten Chilischoten tupfen neben frisch-grünen Kräutern und Limetten die Stände.\nHat man sich durch die Bestandteile seine Hauptspeise gearbeitet, kommt bestimmt der kleine Appetit auf einen leckeren Nachtisch. Je nach Geschmack und Gesinnung stehen Obst oder Süßigkeiten zur Auswahl. Dass eine Obsttheke hier etwas anders als beim Discounter in Deutschland aussieht, versteht sich von selbst.\nAber auch die süßen Desserts haben es hier in sich. In Ermangelung geeigneter Sprachkenntnisse bleiben wir die genauen Bezeichnungen schuldig, können aber soviel sagen: Das Zeug schmeckt verdammt lecker auch wenn es punktuell erschreckend aussieht!\nGanz Eilige oder solche mit spätem Appetit können auf praktische Mahlzeiten-to-go zurückgreifen.\nEin besonderes Highlight an derartigen Märkten ist die beeindruckende Geräuschkulisse, die sich aus Händlergeschrei, Geschirrgeklapper und Unterhaltungen ergibt. Das Video zeigt, wie sich ein Nachtmarkt anhört:\nhttps://www.youtube.com/watch?v=4Kf4b2iZPEY\n","tags":["Essen","Borneo","Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1268006400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/das-lasst-uns-kalt/","title":"das lässt uns kalt","summary":"Unsere beiden Mädels, die uns dreieinhalb Wochen durch die Hitze begleitet haben, sind im unterkühlten Hamburg angekommen. Vor dem Abflug haben wir noch gewitzelt, ob sich der Winter in Deutschland jetzt mal so langsam verzieht und dem Frühling Platz macht. Wir haben gemutmaßt, dass Neuschnee fallen wird, wenn die Maschine aus Singapur in Hamburg/Fuhlsbüttel aufschlägt. Nun ratet, was passiert ist?\nEs erreichten uns zwei hübsche Fotos, die unsere Vorahnung bestätigen. Auch wenn die Schneedecke noch so weiß strahlen mag, uns lässt das Wetter hier drüben kalt.","content":"Unsere beiden Mädels, die uns dreieinhalb Wochen durch die Hitze begleitet haben, sind im unterkühlten Hamburg angekommen. Vor dem Abflug haben wir noch gewitzelt, ob sich der Winter in Deutschland jetzt mal so langsam verzieht und dem Frühling Platz macht. Wir haben gemutmaßt, dass Neuschnee fallen wird, wenn die Maschine aus Singapur in Hamburg/Fuhlsbüttel aufschlägt. Nun ratet, was passiert ist?\nEs erreichten uns zwei hübsche Fotos, die unsere Vorahnung bestätigen. Auch wenn die Schneedecke noch so weiß strahlen mag, uns lässt das Wetter hier drüben kalt. Nur das ASTRA wünschen wir uns hier an den heißen Abenden in unsere Kehlen.\n","tags":["Winter"],"section":"posts"},{"date":"1267920000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-malaysia/","title":"Bye bye Malaysia","summary":"Eigentlich stimmt die Aussage so nicht, denn wir verlassen nur den Teil Malaysias, der auf der Halbinsel liegt. Die zurückliegenden Wochen fühlten sich für uns wie ein Urlaub vom Urlaub an. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir entspannt am Strand, hatten Zeit unsere dicken Wälzer Populärliteratur durchzulesen und uns um nichts kümmern zu müssen. Reisen in Malaysia ist dank des hervorragenden Straßennetzes und der luxuriösen Busse ein Leichtes und der bunte Bevölkerungsmix aus Malayen, Chinesen und Indern sorgt für eine unheimlich große Bandbreite an leckerem Essen.","content":" Eigentlich stimmt die Aussage so nicht, denn wir verlassen nur den Teil Malaysias, der auf der Halbinsel liegt. Die zurückliegenden Wochen fühlten sich für uns wie ein Urlaub vom Urlaub an. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir entspannt am Strand, hatten Zeit unsere dicken Wälzer Populärliteratur durchzulesen und uns um nichts kümmern zu müssen. Reisen in Malaysia ist dank des hervorragenden Straßennetzes und der luxuriösen Busse ein Leichtes und der bunte Bevölkerungsmix aus Malayen, Chinesen und Indern sorgt für eine unheimlich große Bandbreite an leckerem Essen. Wie geht´s weiter? Mit AirAsia fliegen wir von Kuala Lumpur nach Kota Kinabalu, auf die zweitgrößte Insel der Welt. Borneo wird für die kommenden Wochen unser neuer Aufenthaltsort. Anfangs planen wir, noch in dem malayischen Teil, den Bundesstaaten Sabah und Sarawak zu bleiben, um dann einen Abstecher nach Brunei zu machen und letztendlich irgendwann auf den größten Inselteil, nach Kalimantan, Indonesien, zu wechseln. Soweit die Theorie. Die Insel verspricht beeindruckende Natur und extreme klimatische Herausforderungen in Form von primärem Regenwald und Blutegelinvasion. Man darf gespannt sein.\n","tags":["Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1267920000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/erste-opfer-der-reise/","title":"Erste Opfer der Reise","summary":"Zwei Monate nach dem Start unserer Tour durch Asien gibt es die ersten Opfer zu beklagen. Über die zu heiß gewaschenen Synthetik-Klamotten und die löchrigen Hemden lohnt es sich nicht, ein Wort zu verlieren, wenn man sich aber von jahrelangen Wegbegleitern trennen muss, dann ist das einen Assbach Uralt Beitrag wert. Gelang es meinem Tatonka-Rucksack noch, die auf anderen Reisen üblichen 15 kg einigermaßen sicher auf meinen Hüften auszubalancieren, verließ ihn bei den knapp 20 kg auf diesem Trip die Stabilität.","content":"Zwei Monate nach dem Start unserer Tour durch Asien gibt es die ersten Opfer zu beklagen. Über die zu heiß gewaschenen Synthetik-Klamotten und die löchrigen Hemden lohnt es sich nicht, ein Wort zu verlieren, wenn man sich aber von jahrelangen Wegbegleitern trennen muss, dann ist das einen Assbach Uralt Beitrag wert. Gelang es meinem Tatonka-Rucksack noch, die auf anderen Reisen üblichen 15 kg einigermaßen sicher auf meinen Hüften auszubalancieren, verließ ihn bei den knapp 20 kg auf diesem Trip die Stabilität. Gerissene Nähte und spontaner Lochfraß im Boden ließen das Nötige unumgänglich machen: ein neuer muss her. Auch das Handgepäck wurde durch das permanente Ein-, Aus-, Umpacken, Werfen, Abstellen, und Anheben so strapaziert, dass die Gurte kapitulierten. Dank unzähliger Mega-Malls in Kuala Lumpur und dem guten alten Internet fanden wir einige Outdoor-Ausrüster bei denen wir uns sicher sein konnten, keine billigen China-Fälschungen, sondern die Originalware zu erwerben. Die Markenvielfalt lässt im Land der Produktkopien zwar zu wünschen übrig, aber wer braucht schon Vielfalt, wenn er auf DEUTER trifft. Die Beratungsleistung des sehr freundlichen und hilfsbereiten Verkäufers eines der wenigen echten Outdoor-Ausrüster beschränkte sich zwar nur auf das Hervorholen des aktuellen DEUTER-Katalogs und dem Hinweis, ob es sich um Vorjahresmodell oder neue Kollektion handelt. Als einigermaßen erfahrene Backpacker fiel es uns jedoch nicht sonderlich schwer, geeignete Nachfolger für unsere mobilen Wohnungen zu finden. Ein DEUTER Aircontact 75+10 und der Wanderrucksack „Gogo“ begleiten uns ab jetzt. Viele schöne Erinnerungen bleiben mit unseren beiden TATONKA-Backpacks in Kuala Lumpur zurück und ebenso viele neue Abenteuer warten auf unsere neuen Begleiter.\n","tags":["2010"],"section":"posts"},{"date":"1267747200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/von-hier-an-sind-wir-wieder-zwei/","title":"Von hier an sind wir wieder zwei","summary":"Die vergangenen dreieinhalb Wochen, die wir als Quattro verbracht haben, sind wie im Flug vergangen. Für unsere zwei beste Freundinnen heisst es Abschied nehmen und uns im Sommer zurückzulassen, um ins tauende Deutschland zurück zu kehren. Wir hatten gemeinsam eine tolle Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen am Ende unseres Abenteuers.","content":"Die vergangenen dreieinhalb Wochen, die wir als Quattro verbracht haben, sind wie im Flug vergangen. Für unsere zwei beste Freundinnen heisst es Abschied nehmen und uns im Sommer zurückzulassen, um ins tauende Deutschland zurück zu kehren. Wir hatten gemeinsam eine tolle Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen am Ende unseres Abenteuers.\n","tags":["Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1267315200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/allein-unter-haien/","title":"Allein unter Haien","summary":"Nein, wir waren nicht zu Besuch beim Treffen internationaler Hedge-Fond-Manager in Malaysia, sondern haben nach einigen Tagen der Bewegungsstarre am Strand von Perhentian unserem Tatendrang nachgegeben. Klimabedingt entschieden wir uns für die wassergekühlte Form der inseltypischen Aktivität und fuhren Schnorcheln. Mit viel versprechenden Spots wie „Shark-Bay“, „Turtle-Beach“ oder „Romantic Beach“ werden hier Tagesausflüge für den Schleuderpreis von 40 Ringit (ca. 8 EUR) angepriesen. Mangels geeigneter technischer Ausrüstung zur Fotodokumentation des Gesehenen, können wir nur verbal beschreiben wir so alles (Identifizierbares) vor unserer Taucherbrille umher schwamm.","content":"Nein, wir waren nicht zu Besuch beim Treffen internationaler Hedge-Fond-Manager in Malaysia, sondern haben nach einigen Tagen der Bewegungsstarre am Strand von Perhentian unserem Tatendrang nachgegeben. Klimabedingt entschieden wir uns für die wassergekühlte Form der inseltypischen Aktivität und fuhren Schnorcheln. Mit viel versprechenden Spots wie „Shark-Bay“, „Turtle-Beach“ oder „Romantic Beach“ werden hier Tagesausflüge für den Schleuderpreis von 40 Ringit (ca. 8 EUR) angepriesen. Mangels geeigneter technischer Ausrüstung zur Fotodokumentation des Gesehenen, können wir nur verbal beschreiben wir so alles (Identifizierbares) vor unserer Taucherbrille umher schwamm. Seemannsgarn ausgeschlossen!\nAls wir uns am „Shark-Bay“ plötzlich einigen stattlichen Haien gegenüber sahen, war unsere Überraschung groß, hätten wir doch nie damit gerechnet, dass sich die Namensgebung des Spots auf das tatsächliche Vorkommen der Tiere bezieht. Anders als in Horrorfilmen dargestellt, interessierten sich die Tiere aber überhaupt nicht für uns, so dass wir noch alle Körperteile in funktionsfähigem Zustand besitzen und in aller Ruhe die imposanten Räuber beobachten konnten. Als uns der Bootsfahrer am „Turtle-Beach“ aufforderte, uns bereit zu machen und auf sein Zeichen zum Ausstieg zu warten, waren wir noch skeptisch. Wie will er denn im tiefen Wasser etwas erkennen? Dann kam das Zeichen, alle fielen von Bord und wir sahen wenige Meter unter uns eine mind. 1 Meter große Meeresschildkröte durch den Ozean ziehen. Wenig später kam eine zweite hinzu und uns stand, trotz Schnorchel, der Mund offen.\nDer „Romantic Beach“ trägt seinen Namen wohl wegen der riesigen Artenvielfalt und besonderer Neugier der Fische. So landeten wir schon beim Sprung ins Wasser inmitten einem Schwarm unzählige Fischarten – einer bunter als der andere.\nRomantic Beach auf Pulau Perhentian Als alles andere als romantisch kann man wohl den allgemeinen Zustand der Korallen bezeichnen, denn was uns neben der beeindruckenden Artenvielfalt der Fische auffiel, ist die ebenso beeindruckende Blödheit mancher Touristen sowie das fehlende Verantwortungsbewusstsein der Tour-Operator. Hält man die Boote dank Markierungen ausserhalb des Korallenbereichs, hüpften die zumeist malayischen, mit Rettungsweste bekleideten Touris fleißig auf den korallenbewachsenen Felsen herum. Ein entsprechend zertrümmertes Bild bot sich unter Wasser. Es ist schlimm zu sehen, wie achtlos mit der sensiblen Unterwasserwelt umgegangen wird. Besonders absurd ist, dass sich die Tour-Operator durch mangelnde Achtsamkeit – und ggf. Zurechtweisung von Korallenschändern – langfristig ihr Geschäft zerstören.\nTrotz – oder gerade wegen des trüben Nebengeschmacks hat der Ausflug die Tür in eine faszinierende und sensible Parallelwelt eröffnet, die es kennen zu lernen und zu schützen gilt.\n","tags":["Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1267228800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/perhentian-island/","title":"Perhentian Island","summary":"Man kennt diese Bilder zumeist aus Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter, die ihren potentiellen Kunden das Paradies auf Erden verkaufen wollen. Oft glaubt man sich einer guten Fotoretusche gegenüber, wenn sich das Meer in Türkis-Schattierungen vom weißen Sandstrand ergießt und sich die Palmen in sattem Grün im Wind zu wiegen scheinen. Als wir nach Perhentian Island kamen, erwarteten wir zwar einen Strand der Oberliga, fanden uns aber an einem Plätzchen wieder, welches uns auch nach 7 Tagen noch den Kopf schütteln ließ: das Wasser schillert in allen erdenklichen Türkis-Blautönen und hat seine erfrischende Wirkung längst verloren, der Wind bläst die 35°C warme Luft vorbei an Palmenhainen.","content":"Man kennt diese Bilder zumeist aus Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter, die ihren potentiellen Kunden das Paradies auf Erden verkaufen wollen. Oft glaubt man sich einer guten Fotoretusche gegenüber, wenn sich das Meer in Türkis-Schattierungen vom weißen Sandstrand ergießt und sich die Palmen in sattem Grün im Wind zu wiegen scheinen. Als wir nach Perhentian Island kamen, erwarteten wir zwar einen Strand der Oberliga, fanden uns aber an einem Plätzchen wieder, welches uns auch nach 7 Tagen noch den Kopf schütteln ließ: das Wasser schillert in allen erdenklichen Türkis-Blautönen und hat seine erfrischende Wirkung längst verloren, der Wind bläst die 35°C warme Luft vorbei an Palmenhainen. Die Inselgruppe befindet sich zwar fest in der Hand der malaysischen Tourismuswirtschaft, bietet aber dank steiler Berghänge und dichtem Dschungel Raum für ungestörte Flora und Fauna. Hin und wieder kommt es daher vor, dass sich der sonnenverbrannte Tourist einem ursprünglichen Inselbewohner gegenüber sieht.\nDas hier ist übrigens der Blick von unserem Balkon:\nAngst vor Tierchen braucht man nicht zu haben, denn selbst die hier vorkommenden Exemplare sind so schön, wie der Rest der Insel.\n","tags":["Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1266624000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wind-of-change/","title":"Wind of Change","summary":"Es ist stets beklemmend, erst nach Einbruch der Dunkelheit am Bestimmungsort des Tages anzukommen, dort Orientierung zu erlangen, Unterkunft und Essensmöglichkeit zu suchen sowie die Weiterfahrt zu organisieren. Nun war es einer morgentlichen Müdigkeit geschuldet, dass wir in der Abenddämmerung noch immer auf der letzten Reihe eines lokalen Busses von Kuala Terengganu nach Kuala Besut herumschaukelten. Um das Unbehangen noch zusätzlich zu steigern, saß neben uns nur noch der Busfahrer an Bord.","content":"Es ist stets beklemmend, erst nach Einbruch der Dunkelheit am Bestimmungsort des Tages anzukommen, dort Orientierung zu erlangen, Unterkunft und Essensmöglichkeit zu suchen sowie die Weiterfahrt zu organisieren. Nun war es einer morgentlichen Müdigkeit geschuldet, dass wir in der Abenddämmerung noch immer auf der letzten Reihe eines lokalen Busses von Kuala Terengganu nach Kuala Besut herumschaukelten. Um das Unbehangen noch zusätzlich zu steigern, saß neben uns nur noch der Busfahrer an Bord. Bereits vor einigen Kilometern war der letzte einheimische Fahrgast ausgestiegen. Seiner Neugierde und Langeweile sei dank, rief uns der Busfahrer rasch zu sich nach vorn, um sich mit uns bei offener Tür und auf Volllast röhrendem Motor zu unterhalten. Schnell waren Alter und Herkunft abgefragt, Sprachkenntnisse geprüft und unser Reiseverlauf wohlwollend befürwortet. Völlig verblüffte uns der 27jährige mit seinen Geschichtskenntnissen über die Teilung Deutschlands. Uns oblag die frohe Botschaft zu überbringen, dass die Grenze jedoch schon seit ein paar Jahren nicht mehr besteht. Beim Thema Berliner Mauer kam er uns plötzlich mit „Wind of Change“ von den Skorpions und so saßen wir in der Dunkelheit in einem Bus dessen Busfahrer begeistert vor sich langhin pfiff. Etwa 30 Minuten später stoppte der Bus genau vor unserem Guesthouse und wurden in stockfinstere Nacht entlassen. Gerade war die Stromversorgung in der Stadt völlig zusammengebrochen.\nhttps://www.youtube.com/watch?v=n4RjJKxsamQ\n","tags":["Musik","2010"],"section":"posts"},{"date":"1266451200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/tioman-island/","title":"Tioman Island","summary":"Die Ursache für die vergangene Blog-Inaktivität lag neben fehlendem Internetanschluss auch an der arbeitsunwürdigen Lage unseres Reiseziels. Tioman Island, 50 km vom Festland in der südchinesischen See gelegen, hielt uns mit seinem Traumstand von allem fern, was nicht mit Erholung zu tun hat. Oben gezeigtes Bild verheimlicht den fantastischen Ausblick auf bis zum Horizont reichendes Meer.\nUnd dieses Foto zeigt, wie \u0026lsquo;meine\u0026rsquo; drei Mädels und ich den Tag verbringen:","content":"Die Ursache für die vergangene Blog-Inaktivität lag neben fehlendem Internetanschluss auch an der arbeitsunwürdigen Lage unseres Reiseziels. Tioman Island, 50 km vom Festland in der südchinesischen See gelegen, hielt uns mit seinem Traumstand von allem fern, was nicht mit Erholung zu tun hat. Oben gezeigtes Bild verheimlicht den fantastischen Ausblick auf bis zum Horizont reichendes Meer.\nUnd dieses Foto zeigt, wie \u0026lsquo;meine\u0026rsquo; drei Mädels und ich den Tag verbringen:\n","tags":["Malaysia","2010"],"section":"posts"},{"date":"1266019200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/unbekannte-gastfreundschaft/","title":"Unbekannte Gastfreundschaft","summary":"Einen Tag vor Chinese New Year mit dem Bus von Singapur nach Malaysia zu reisen, grenzt an Leichtsinn, tun dies doch alle in Singapur arbeitenden Malayen mit chinesischen Wurzeln. Sie reisen nach Hause zu ihren Familien. Ebenso leichtsinnig ist es, zu glauben, man kenne alle Besonderheiten asiatischer Transportmittel.\nSo warf ich einen 10 RM-Schein in den dafür vorgesehenen Schlitzkasten beim Fahrer, um die 5,40 RM Beförderungsentgeld zu entrichten. Der Fahrer antwortet kurz: „No change.","content":"Einen Tag vor Chinese New Year mit dem Bus von Singapur nach Malaysia zu reisen, grenzt an Leichtsinn, tun dies doch alle in Singapur arbeitenden Malayen mit chinesischen Wurzeln. Sie reisen nach Hause zu ihren Familien. Ebenso leichtsinnig ist es, zu glauben, man kenne alle Besonderheiten asiatischer Transportmittel.\nSo warf ich einen 10 RM-Schein in den dafür vorgesehenen Schlitzkasten beim Fahrer, um die 5,40 RM Beförderungsentgeld zu entrichten. Der Fahrer antwortet kurz: „No change. OK? – Kein Wechselgeld! In Ordung?“. Nach kurzer Diskussion dämmerte mir, dass ich in einem Bus stand, den man nur passend bezahlen kann. Also überließ ich dem Fahrer frustriert das Wechselgeld und taumelte mit meinem Rucksack in Richtung eines 4er-Platzes, der bereits von einem Malayen besetzt war. Dank der Gravitation meiner 20 Kilo Rückengepäck und dem eingeschränkten Bewegungsfreiraum, fiel ich beim Absetzen des Rucksacks samt selbigen fast auf dem zierlichen Jungen. Wer hätte gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers sein würde. Während der knapp 30minütigen Fahrt zum Busbahnhof nach Johor Bahru redet ich mit Ronald, so der Name des Mannes, über unsere Herkunft, unseren Job (meinen Ex-Job), das Leben in Singapur und Chinese New Year. Am Busbahnhof angekommen versuchte er alles, uns Vier ein Weiterreise-Ticket an die Ostküste nach Mersing zu organisieren. Wir hatten die Rechnung jedoch ohne Chinese New Year gemacht und so ging der nächste Bus zur Ostküste erst am Abend des Folgetags. Auch wenn man viel Zeit zum Reisen hat, möchte man sich nur ungern aufgrund einer verzögerten Weiterfahrt in der Nähe eines Busterminals im Nirgendwo aufhalten.\nRonald hingegen hatte den Masterplan zur Hand. Keine Stunde nach unserer Begegnung, lud er uns ein, bei ihm zu Hause zu übernachten – der Zustimmung seiner Mutter vorausgesetzt. Diese erteilte telefonisch ihr OK und so saßen wir ein paar Minuten später in einem Bus an die Ostküste, nach Pontian. Auf dem Weg nach Hause zu Ronald. Am Vorabend des Chinese New Year.\nWir wurden bei unserer Ankunft bereits von Ronalds Mutter, seinem Neffen sowie seinen beiden Schwestern erwartet. Neben Erfrischungsgetränken wurde uns umgehend der Süßigkeitenvorrat für das bevorstehende Fest angeboten. Nach einer erfrischenden Dusche fuhr uns Ronald in das Stadtzentrum. Dort waren wir die Attraktion, sieht man vier Weißhäutige sich wohl nicht allzu oft hierher verirren. In der Tat spielt Pontian keine touristische Rolle und so war uns allerorten ein erhöhtes Aufmerksamkeitspotential sicher. Auf dem lokalen Nachtmarkt und beim anschließenden Essen auf dem Food-Court bescherte uns Ronald eine super-leckere Reise durch die lokale Küche. Nach dem üppigen Essen ging es wieder nach Hause, wo wir gemeinsam am großen runden, für Chinesen typischen, Tisch im Speisezimmer über allerlei bunte Themen redeten. Wie es der Zufall wollte, halfen wir Ronald und einer Freundin in internationaler Verständigung, indem wir eine in Deutsch verfasste SMS übersetzten. Kleine Ursache, große Wirkung, denn am nächsten Morgen empfing und neben Ronald auch noch die Freundin, um sich für die Übersetzungsarbeit zu bedanken. Gemeinsam machten wir sechs uns auf, dieses außergewöhnlich herzliche Zusammentreffen mit einem typisch chinesischen Frühstück abzuschließen. Bei verschiedenen Nudelgerichten und Gespräche über typisch deutsche Essgewohnheiten, überbrückten wir die Zeit bis zur Abfahrt unseres Busses.\n","tags":["Malaysia","Singapur","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265846400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wie-wir-den-zoll-uberlisten-wollten/","title":"Wie wir den Zoll überlisten wollten","summary":"Um aus dem Stadtstaat Singapur nach Malaysia zu gelangen, bietet sich der Landweg via Bustransfer an. Theoretisch geht es mit dem Bus ab Singapur Queen Street zum Ausreise-Terminal Woodlands, dort steigt man aus, geht zu Fuß durch die Passkontrolle und holt sich seinen Ausreisestempel ab. Dann besteigt man den Bus und fährt weiter über eine ca. 2 km lange Brücke zum Einreise-Terminal auf malaysischer Seite, wo man wieder zu Fuß durch die Einreise marschiert und sich sein malayisches Visum abholt.","content":"Um aus dem Stadtstaat Singapur nach Malaysia zu gelangen, bietet sich der Landweg via Bustransfer an. Theoretisch geht es mit dem Bus ab Singapur Queen Street zum Ausreise-Terminal Woodlands, dort steigt man aus, geht zu Fuß durch die Passkontrolle und holt sich seinen Ausreisestempel ab. Dann besteigt man den Bus und fährt weiter über eine ca. 2 km lange Brücke zum Einreise-Terminal auf malaysischer Seite, wo man wieder zu Fuß durch die Einreise marschiert und sich sein malayisches Visum abholt. Anschließend besteigt man wieder den Bus und fährt weiter nach Johor Bahur zum Larkin Busbahnhof, um von dort in alle Richtungen Malaysias aufzubrechen. Soweit die Theorie. Offenbar haben die Asiaten einen anderen Orientierungssinn und so schickte man durch das gezielte(?) Falschanbringen von Richtungspfeilen vier Europäer auf einen abenteuerlichen Trip ins Grenzgebiet zwischen Singapur und Malaysia. Und das ging so:\nNach erfolgreicher Ausreise aus Singapur folgten wir bei der Suche nach dem wartenden Bus den zahlreich angebrachten Richtungspfeilen. Diese zeigten uni sono geradewegs aus dem Terminal, durch ein Drehkreuz, dass wir nur in eine Richtung durchlaufen konnten. Besonders in Gebäuden der Grenzsicherung folgen wir den offiziellen Vorgaben und Ansagen des Personals penibel. Also passierten wir das Drehkreuz, von zwei Grenzpolizisten beobachtet. Wenig später fanden wir uns, immer noch von Richtungspfeilen geführt, auf der Brücke im Niemandsland zwischen Singapur und Malaysia wieder. Mitten auf der Brücke, in glühendheißer Mittagssonne, wechselte die Beschriftung plötzlich in „Fußgänger verboten“. So standen wir mit Ausreisestempel Singapurs und ohne Einreisestempel Malaysias im Niemandsland wieder.\nDa uns der Weg zurück zum Ausreiseterminal dank des Drehkreuzes verwehrt blieb, hatten wir keine andere Wahl, als erneut in Singapur einzureisen.\nDie Beamtin am Einreiseschalter konnte sich vor Lachen kaum halten, als wir ihr bei unserem erneuten Einreiseversuch erklärten, wo wir herkommen. Nachdem alle Kolleginnen und Kollegen lautstark über unseren Irrlauf in Kenntnis gesetzt und unsere Pässe eingesammelt wurden, geleitete uns eine Beamtin in einen Raum, der als Schleuse fungierte. Dort wurden wir von einem ernst dreinblickenden Beamten deutlich aufgefordert, nicht noch einmal zu versuchen, nach Malaysia zu laufen! Anschließend händigte er unsere Pässe aus und wir durften – ohne erneute Ein- und Ausreise – zum Bus laufen. Dieser wartete in exakt entgegen gesetzter Richtung der angebrachten Richtungspfeilen.\n","tags":["malaysia","singapur","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265760000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/ab-hier-sind-wir-vier/","title":"Ab hier sind wir Vier","summary":"In den kommenden 3einhalb Wochen machen wir Singapur und Malaysia als Quattro unsicher. Gemeinsam mit zwei besten Freundinnen aus Hamburg geht es nicht nur die Ostküste steil hinauf.","content":"In den kommenden 3einhalb Wochen machen wir Singapur und Malaysia als Quattro unsicher. Gemeinsam mit zwei besten Freundinnen aus Hamburg geht es nicht nur die Ostküste steil hinauf.\n","tags":["Malaysia","Singapur","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265673600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/3-tage-3-hauptstadte/","title":"3 Tage – 3 Hauptstädte","summary":"Unsere Reise führte uns binnen 72 Stunden in drei asiatische Hauptstädte. Unsere Frisuren sitzen noch immer perfekt. Ausgangspunkt war das vergleichsweise verschlafene Vientiane. Fast wie in einer Kleinstadt fühlte es sich an, als mir morgens mit dem Tuck-Tuck durch die knapp 260.000 Einwohner beherbergende Hauptstadt von Laos zum geradezu übersichtlichen Wattay International Airport fuhren. Zweieinhalb Stunden später landeten wir südlich in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Weitaus westlicher fühlt es sich an, wenn man vom übergroßen Flughafen mit perfekt organisierter Bus- und Bahnanbindung ins Zentrum der Millionenmetropole gefahren wird.","content":"Unsere Reise führte uns binnen 72 Stunden in drei asiatische Hauptstädte. Unsere Frisuren sitzen noch immer perfekt. Ausgangspunkt war das vergleichsweise verschlafene Vientiane. Fast wie in einer Kleinstadt fühlte es sich an, als mir morgens mit dem Tuck-Tuck durch die knapp 260.000 Einwohner beherbergende Hauptstadt von Laos zum geradezu übersichtlichen Wattay International Airport fuhren. Zweieinhalb Stunden später landeten wir südlich in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Weitaus westlicher fühlt es sich an, wenn man vom übergroßen Flughafen mit perfekt organisierter Bus- und Bahnanbindung ins Zentrum der Millionenmetropole gefahren wird. Um dem fernöstlichen Lebensstil gerecht zu bleiben, haben wir uns fußläufig in Brickflields zwischen KL Sentral und der Monorail in Little India eine Unterkunft gesucht. Von weitem blickt man auf das Zentrum um die Twin-Towers und die angrenzenden Hochhäuser. KL bietet zwei Gesichter: ursprüngliche asiatische Lebensart und westliche Infrastruktur.\nAm nächsten Morgen ging es zurück zum KL Flughafen, um nur 50 Minuten später in Singapur mit seinen 5 Millionen Einwohnern einen Besuch abzustatten. Wirkt KL bereits europäisch, ist Singapure europäischer als Europa. Hier erinnern gerade noch die chinesischen Schriftzeichen daran, dass wir uns im asiatischen Raum befinden. Hochglanzfassaden, hypermoderne Wohnblocks, gigantische Shoppingmalls und Entertainment bis zum Abwinken lassen Singapure wie eine Retorte nach europäisch/amerikanischem Vorbild erscheinen. Auch beim Blick auf die Speisekarten der Gastronomie fühlt man sich wie in Eppendorf oder der Upper East Side.\nDrei Tage, drei Städte, drei völlig verschiedene Welten – und alle nur max. drei Flugstunden voneinander entfernt. Asien hat verdammt viele Gesichter.\n","tags":["Laos","Malaysia","Singapur","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265673600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/bye-bye-laos/","title":"Bye Bye Laos","summary":"Das war sie nun, die erste Etappe unserer Reise durch Südost-Asien. Fünf Wochen sind wir vom südlichsten Punkt bis zu den nördlichen Regionen in Laos gefahren, haben Land und Leute erlebt, sind unterschiedlichsten Kulturen begegnet und haben spannendes Essen gekostet. Die Laoten haben uns stets freundlich und hilfsbereit empfangen.\nDie nur 5,6 Millionen Einwohner sorgen für eine, für Asien eher untypische, entspannte Stimmung. Kaum hektische Menschenansammlungen, kein Verkehrschaos – ok, z.","content":"Das war sie nun, die erste Etappe unserer Reise durch Südost-Asien. Fünf Wochen sind wir vom südlichsten Punkt bis zu den nördlichen Regionen in Laos gefahren, haben Land und Leute erlebt, sind unterschiedlichsten Kulturen begegnet und haben spannendes Essen gekostet. Die Laoten haben uns stets freundlich und hilfsbereit empfangen.\nDie nur 5,6 Millionen Einwohner sorgen für eine, für Asien eher untypische, entspannte Stimmung. Kaum hektische Menschenansammlungen, kein Verkehrschaos – ok, z.T. auch noch nicht mal richtige Straßen. Zudem sorgen die zahlenmäßig überlegenen Populationen frei umherlaufender Hühner und Wasserbüffel für tierisches Treiben auf den Straßen. Laos hat sich, nehmen wir unseren „Lonely Planet“ -Reiseführer als Maßstab, in den letzten 3 Jahren massiv verändert. Wer das ursprüngliche Laos entdecken will, dem bleibt nicht viel Zeit und er sollte seine Urlaubstage nicht unbedingt in Viang Veng, Vientane und Luang Prabang verbringen, sondern das Laos abseits der ausgetretenen Touristenpfade bereisen.\nWir haben wie immer auf unseren Reisen das Gefühl, nur einen kleinen Teil des Landes gesehen zu haben, doch damit lässt es sich leichter „bye, bye“ sagen, da so die Chance auf eine mögliche Rückkehr gewahrt bleibt.\nAusblick auf die nächsten Wochen: Unseren nächsten Reiseabschnitt werden wir in doppelter Besetzung absolvieren, denn wir bekommen Besuch aus Deutschland. Zwei unserer besten Freundinnen haben sich in den Flieger gesetzt, um mit uns gemeinsam Malaysia unsicher zu machen. Wir fliegen von Vientiane aus Laos über Kuala Lumpur nach Singapur, um die beiden in Empfang zu nehmen. Mit Bus oder Bahn geht es dann wieder zurück nach Malaysia. Wir sind gespannt, was uns erwartet.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265500800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/eine-bootsfahrt-die-ist-lustig/","title":"Eine Bootsfahrt die ist lustig…","summary":"…eine Bootsfahrt die ist fein.\nNachdem wir unsere psychische und physische Eignung gegenüber jeglichen Transportmitteln in Laos unter Beweis gestellt haben, galt es zu guter Letzt das noch fehlende Vehikel für eine längere Reise auszuwählen. Da wir uns den quälend langen, heissen und holprigen Weg von Muang Ngoi Neua zurück nach Luang Prabang nicht noch einmal in einem Mini-Van antun wollten und zudem einen Tipp bekamen, dass die atemberaubend schöne Strecke auch von einem Boot befahren wird, fiel die Wahl für die Rückreise auf eben jenes Transportmittel.","content":"…eine Bootsfahrt die ist fein.\nNachdem wir unsere psychische und physische Eignung gegenüber jeglichen Transportmitteln in Laos unter Beweis gestellt haben, galt es zu guter Letzt das noch fehlende Vehikel für eine längere Reise auszuwählen. Da wir uns den quälend langen, heissen und holprigen Weg von Muang Ngoi Neua zurück nach Luang Prabang nicht noch einmal in einem Mini-Van antun wollten und zudem einen Tipp bekamen, dass die atemberaubend schöne Strecke auch von einem Boot befahren wird, fiel die Wahl für die Rückreise auf eben jenes Transportmittel.\nEs sollte ein Kahn mit Stühlen sein, der in knapp 6 Stunden zuerst auf dem Nam Ou, später auf dem Mekong schippert. Zu dumm, dass mehrere Touristen die gleiche Idee hatten, wie wir. So stand sich die Besatzung des Boots plötzlich mit dem Problem konfrontiert, mehr Passagiere als Stühle an Bord zu haben. Aber wir wären ja nicht in Asien, gäbe es dafür nicht eine einfache Lösung: alle Stühle raus und die Ausländer quer zu Fahrtrichtung einferchen. Gesagt getan und so fanden wir uns auf einem an die Aussenplanken genageltem Brett hockend wieder. Die Belastungsprobe für Bänder, Sehnen und Muskeln begann. Eigentlich haben wir mit unserem Schicksal schon einen auf per-Du gemacht, 6 Stunden in der Hocke stromabwärts gekarrt zu werden, wäre da nicht noch das physikalische Gesetz, dass ein Boot nur auf dem Wasser schwimmend, vorankommt.\nNach etwa 3 Stunden legten wir mitten im Nirgendwo am Ufer an und wurden vom loatisch sprechenden Kapitän wild fuchtelnd in ein angrenzendes Dorf gescheucht. Dort wartete, wie sich herausstellte, ein Songtaew auf uns, dass uns stromabwärts fahren sollte. Hintergrund: Der Wasserspiegel war zu niedrig, um das mit uns besetzte Boots unbeschadet ans Ziel zu bringen. So fanden wir uns unverhofft auf der Straße wieder. Wenig später saßen wir wieder eingefercht beisammen und schaukelten weiter gen Tagesziel. So richtig überrascht waren wir nicht, als eine Stunde später erneut angehalten wurde. Diesmal jedoch auf einer Insel, mitten im Nam Ou. „Same, same but different\u0026quot;. Wieder alle raus, wieder zu flaches Wasser, wieder laufen. Zu dumm, dass tiefes Wasser die Insel umgab. So stand ein Haufen weißhäutiger Touristen auf einer Insel, ohne die Chance mit trockenen Klamotten ans wenige Meter entfernte Ufer zu gelangen. Unser Kapitän verhandelte schnell mit den mittlerweile sehr amüsierten Einheimischen, uns einen alten halbvoll gelaufenen Holzkahn rüberzuschieben, mit dem wir in kleinen Grüppchen ans Ufer gebracht wurden. Von dort machten wir uns auf den Weg, 500 Meter flussabwärts zu dem mitten im Wasser auf uns wartenden Boot zu laufen/klettern/waten.\nAm Ende des Tages, tatsächlich 6 Stunden nach ablegen, liefen wir auf dem Mekong in Luang Prabang ein, konnten uns nicht über mangelnden Auslauf und Abenteuer beklagen.\n","tags":["Laos","20120"],"section":"posts"},{"date":"1265500800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/man-isst-hier-nicht-allein/","title":"Man isst hier nicht allein","summary":"Egal ob Bordsteinkante, wackeliger Hocker auf dem Gehweg, lose Tisch- und Stuhlgruppierung in einer Garage oder die Terrasse des Gästehauses – wir essen an den unterschiedlichsten Orten. Da Laos reich an Fauna ist, dauert es meist auch nicht lange, bis wir „Tischgesellschaft“ bekommen. So haben wir selten das Gefühl in trauter Zweisamkeit zu speisen. Meistens zahlt sich das Warten für die Zaungäste aus.","content":"Egal ob Bordsteinkante, wackeliger Hocker auf dem Gehweg, lose Tisch- und Stuhlgruppierung in einer Garage oder die Terrasse des Gästehauses – wir essen an den unterschiedlichsten Orten. Da Laos reich an Fauna ist, dauert es meist auch nicht lange, bis wir „Tischgesellschaft“ bekommen. So haben wir selten das Gefühl in trauter Zweisamkeit zu speisen. Meistens zahlt sich das Warten für die Zaungäste aus.\n","tags":["Essen","Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265414400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/muang-ngoi-neua-appartement-mit-weitblick/","title":"Muang Ngoi Neua: Appartement mit Weitblick","summary":"Appartement mit zauberhaftem Ausblick wartet auf neue Mieter. 1 Zimmer, Terrasse mit Westausrichtung, klimatisiert (offene Lattenkonstruktion), minimalistisches Bad (Sitz-WC, Wassereimer, Spiegel), fließend Kaltwasser, individuelle Energieversorgung (Dieselgenerator hinterm Haus, Strom von 18-22 Uhr ), integriertes Insekten-Management (Mosquitonetz), gute Verkehrsanbindung (Bootssteg nur 3 Gehminuten entfernt).\nDeutschen Immobilienhaien/maklern würde das Herz aufgehen und die Dollarzeichen in den Augen klimpern, könnten sie ein solches Mietobjekt in zentraler Lage einer deutschen Großstadt anpreisen. Können sie aber nicht, denn diese Hütte war in Muang Ngoi Neua unser Domizil.","content":"Appartement mit zauberhaftem Ausblick wartet auf neue Mieter. 1 Zimmer, Terrasse mit Westausrichtung, klimatisiert (offene Lattenkonstruktion), minimalistisches Bad (Sitz-WC, Wassereimer, Spiegel), fließend Kaltwasser, individuelle Energieversorgung (Dieselgenerator hinterm Haus, Strom von 18-22 Uhr ), integriertes Insekten-Management (Mosquitonetz), gute Verkehrsanbindung (Bootssteg nur 3 Gehminuten entfernt).\nDeutschen Immobilienhaien/maklern würde das Herz aufgehen und die Dollarzeichen in den Augen klimpern, könnten sie ein solches Mietobjekt in zentraler Lage einer deutschen Großstadt anpreisen. Können sie aber nicht, denn diese Hütte war in Muang Ngoi Neua unser Domizil. Abgeschieden und nur über den Wasserweg in einstündiger Fahrt erreichbar, lebten wir ohne TV, Internet und Co. für nur 4,16 EUR/Nacht im DZ.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1265414400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/muang-ngoi-neua-keine-haie-grosse-fische/","title":"Muang Ngoi Neua: Keine Haie, grosse Fische","summary":"Es geschah bei einer kurzen Bootsfahrt zurück von den 4.000 Inseln. Eine deutsche Backpackerin gab uns den Tipp, ab Nong Kiew mit einer einstündigen Bootsfahrt weiter nördlich nach Muang Ngoi Neua zu reisen, um in einer beeindruckenden Bergwelt die Abgeschiedenheit zu genießen. Abgeschiedenheit hört sich nach den strapaziösen Reisetagen über die holperigen straßenähnlichen Pisten durch das nördliche Laos sehr gut an.\nSo landeten wir in Muang Ngoi Neua und bezogen unser „River View Guesthouse“.","content":"Es geschah bei einer kurzen Bootsfahrt zurück von den 4.000 Inseln. Eine deutsche Backpackerin gab uns den Tipp, ab Nong Kiew mit einer einstündigen Bootsfahrt weiter nördlich nach Muang Ngoi Neua zu reisen, um in einer beeindruckenden Bergwelt die Abgeschiedenheit zu genießen. Abgeschiedenheit hört sich nach den strapaziösen Reisetagen über die holperigen straßenähnlichen Pisten durch das nördliche Laos sehr gut an.\nSo landeten wir in Muang Ngoi Neua und bezogen unser „River View Guesthouse“. Aber wer hält es schon aus, den ganzen Tag faul in der Hängematte auf seiner Terrasse zu schaukeln? Aufgrund im Weg stehender Bergmassive und dichter Wälder fiel die sportliche Betätigung des Laufens aus. Radfahren war ebenso unmöglich. Also gingen wir fischen. Besser gesagt, wir gingen, Fische fangen lassen. Auf laotisch. Mit großem Engagement verfolgten wir, wie ein Fischer die verschiedenen Fangmethoden mit dem Netz vorführte und fette Beute machte. Uns wurde schon beim Zusehen ganz schwindelig und hätten uns beim Versuch, das Netz selber auszubringen, sicher selber gefangen. So aber konnten wir den Fang in praller Mittagssonne, am Lagerfeuer mit Gemüse, Suppe und Klebreis genießen. Nach anstrengender Fischfangbeobachtung trieben wir abschließend den Nam Ou hinab – in Autoreifen liegend.\ngroße Landschaften\nBekommen Albino-Büffel eigentlich Sonnenbrand?\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1264896000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/reisebekanntschaften/","title":"Reisebekanntschaften","summary":"Es sind nicht nur die kulturellen Sehenswuerdigkeiten, die Landschaft oder das Essen, die das Reisen aufregend machen. Es sind auch die Begegnungen mit anderen Reisenden. Manchmal kreuzen sich die Wege einmal, manchmal trifft man sich Wochen spaeter am anderen Ende des Landes wieder.\nNach der Rueckkehr von unserem 2-Tages-Trek in Vieng Phukha sassen wir mit unseren Trek-Begleitern in der Loggia unseres Guesthouses, als sich ein weiteres Paerchen zu uns gesellte. So trafen sich in der laotischen Abgelegenheit, knapp 80 km vor der chinesischen Grenze wir zwei Deutschen, Vannara und Hervé aus dem franzoesischsprachigen Teil sowie Mireille und Roger aus dem deutschsprachigen Teil der Schweiz zusammen.","content":"Es sind nicht nur die kulturellen Sehenswuerdigkeiten, die Landschaft oder das Essen, die das Reisen aufregend machen. Es sind auch die Begegnungen mit anderen Reisenden. Manchmal kreuzen sich die Wege einmal, manchmal trifft man sich Wochen spaeter am anderen Ende des Landes wieder.\nNach der Rueckkehr von unserem 2-Tages-Trek in Vieng Phukha sassen wir mit unseren Trek-Begleitern in der Loggia unseres Guesthouses, als sich ein weiteres Paerchen zu uns gesellte. So trafen sich in der laotischen Abgelegenheit, knapp 80 km vor der chinesischen Grenze wir zwei Deutschen, Vannara und Hervé aus dem franzoesischsprachigen Teil sowie Mireille und Roger aus dem deutschsprachigen Teil der Schweiz zusammen. Jedes Paerchen mit seinen eigenen Reiseplaenen. Eine Portugiesin, der Namen wir leider vergessen haben, die ohne Zeitlimit mit dem Rad unterwegs ist, vervollstaendigte diese Langzeitreisegruppe.\nVannara und Hervé sind seit Oktober 2009 und wie wir mit dem oeffentlichen Personennahverkehr unterwegs und haben noch 1 Jahr oder wie lange ihr Budget auch reichen mag Zeit zum Reisen. Mireille und Roger hingegen, radeln bereits seit September 2008 von der Schweiz aus über den Mittleren Osten bis nach Asien. Ach, und das ist ihre 2. Weltreise. Genug Stoff, um sich noch bis lange nach Abschaltung des Stroms im Dorf ueber Motivation, Erlebnisse und Tipps auszutauschen.\nZeitgemaess betreiben beide Paerchen Blogs. Vannara und Hervé lassen sich auf emmenemoiauboutdelaterre.over-blog.com ueber die Schulter schauen und die beiden Fahrradfahrer Mireille und Roger teilen ihre Erlebnisse unter mireiroger.wordpress.com.\nWaehrend wir uns langsam oestlich, Richtung Nong Kiew bewegen, sind Vannara und Hervé nach Thailand aufgebrochen und Mirja und Roger radeln nach China.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1264723200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/alles-eine-frage-der-zeit/","title":"Alles eine Frage der Zeit","summary":"12:00 Uhr faehrt der Bus von Luang Namtha nach Vieng Phoukha. So steht es am Ticketschalter der Busstation in Luang Namtha geschrieben. Morgens nach dem Fruehstueck haben wir unsere Befoerderungsberechtigung erworben und uns – die deutsche Puenktlichkeit noch nicht gaenzlich abgelegt - fuenf vor Zwoelf am Ort der Abfahrt eingefunden. Der Bus entpuppte sich als ein Mini-Van, offiziell mit 13 Sitzplaetzen ausgestattet. Dumm nur, dass schon wir beide Platzansprueche im Gegenwert von 4 Asiaten erheben.","content":"12:00 Uhr faehrt der Bus von Luang Namtha nach Vieng Phoukha. So steht es am Ticketschalter der Busstation in Luang Namtha geschrieben. Morgens nach dem Fruehstueck haben wir unsere Befoerderungsberechtigung erworben und uns – die deutsche Puenktlichkeit noch nicht gaenzlich abgelegt - fuenf vor Zwoelf am Ort der Abfahrt eingefunden. Der Bus entpuppte sich als ein Mini-Van, offiziell mit 13 Sitzplaetzen ausgestattet. Dumm nur, dass schon wir beide Platzansprueche im Gegenwert von 4 Asiaten erheben. Gegen 12:30 Uhr sassen bereits 15 Personen im Minibus und der Andrang weiterer williger Mitreisender riss nicht ab. Gegen 13:00 Uhr, als der Busfahrer seine Mittagspause beendet hatte, merkte er, dass der Anzahl wartender Fahrgaeste zu wenig verfuegbare Plaetze in seinem Vehikel gegenueber stand. Langsam machte er sich daran, das Problem zu loesen: er zaehlte mehrfach durch, aber es wurden nicht weniger Passagiere. Gegen 13:30 Uhr begann man, ein Songtaew, ein in Asien haeufig anzutreffendes Transportmittel, mit Wartenden zu beladen. 14:00 Uhr, sassen wir mit 8 weiteren Passagieren und einem Schwein auf der Ladeflaeche und machten uns zeitgleich mit dem Mini-Van mit seinen 16 Fahrgaesten auf den Weg in das knapp 60 Kilometer entfernte Viang Phukha. Gegen 16 Uhr erreichten wir unser Tagesziel. That is Lao-Style!\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1264723200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/homestay-irgendwo-im-dschungel/","title":"Homestay irgendwo im Dschungel","summary":"Wir mussten lange fahren, um der touristischen Hauptschlagader zu entkommen. Bis kurz vor die chinesische Grenze, in das Dreilaendereck von Laos, Thailand und China sind wir vorgedrungen, um im noerdlichsten Nationalpark einen Dschungel-Trek inkl. Homestay zu machen. Homestay bedeutet, als Gast bei einer laotischen Familie aufgenommen zu werden, mit ihnen zu essen und bei ihnen zu schlafen.\nIn der Umgebung von Viang Phukha leben verstreut und von der Zivilisation recht abgeschieden Volksstaemme von Lao Huay, Khamu und Hmong.","content":"Wir mussten lange fahren, um der touristischen Hauptschlagader zu entkommen. Bis kurz vor die chinesische Grenze, in das Dreilaendereck von Laos, Thailand und China sind wir vorgedrungen, um im noerdlichsten Nationalpark einen Dschungel-Trek inkl. Homestay zu machen. Homestay bedeutet, als Gast bei einer laotischen Familie aufgenommen zu werden, mit ihnen zu essen und bei ihnen zu schlafen.\nIn der Umgebung von Viang Phukha leben verstreut und von der Zivilisation recht abgeschieden Volksstaemme von Lao Huay, Khamu und Hmong. So hiess es Wanderrucksack packen, Schnuerschuhe anziehen und ab in den Wald. Eben jener ist nicht sonderlich aufregend, sehen sich Bambus, Banane und Liane doch ueberall auf der Welt recht aehnlich. Spannend wurde es jedoch, als wir im Dorf Ban NamVang eintrafen. Nachmittags um 3 Uhr sassen die Maenner gemuetlich zusammen, assen und tranken, bzw. waren betrunken. Fuer die unzaehligen Kinder waren wir die Attraktion des Tages.\nEs muss gesagt sein, dass die Bezeichnung Dorf nicht mit der uns Europaeern gelaeufigen Vorstellung zu verwechseln ist. Vielmehr handelte es sich um eine Ansammlung von Huetten auf einer Bergkuppe. Es gibt keine Infrastruktur. Kein Licht, keine Wege, keine Toiletten. Geschaefte werden im angrenzenden Niedergebuesch verrichtet. Fuer die ordnungsgemaesse Beseitigung menschlicher Hinterlassenschaften, sorgen dutzende frei umherlaufende Schweine und Huehner. Die wiederum zusammen mit den Hunden und Kuehen ihre Geschaefte willkuerlich im Dorf verteilen.\nFuer uns stand die Huette des Dorf-Chiefs als Unterkunft bereit. Ein lueckenhafter Bambusverschlag mit bambusgedecktem Dach. Im Inneren neben einer Liegeflaeche – aus Bambus. Ebenfalls im selben Raum war auch die Kueche: eine Holzfeuer mitten im Raum. Nein, es gibt keinen Schornstein! Dank der luftigen Bauweise zieht der Rauch irgendwann mal von alleine ab.\nGemeinsam mit den herzlichen Kindern spielten wir bis zum Einbrechen der Nacht Fussball. Die Herren waren zu betrunken, um sich mit uns zu beschaeftigen.\nNach dem Abendessen, welches wir in unserer Huette einnahmen, ging es gegen 8 Uhr in die Schlafsaecke. In einer Geraeuschkulisse aus grunzenden Schweinen, bellenden Hunden, besoffenen Maennern und singenden Frauen vielen wir in mehr oder weniger tiefen Schlaf, um gegen 5:30 Uhr durch die beginnenden Fruehstuecksvorbereitungen geweckt zu werden.\nEs war ein sehr besonderes Erlebnis, in eine Dorfgemeinschaft blicken zu duerfen, die in allen Belangen so fern von der uns bekannten Art und Weise lebt und die in den kommenden Jahren starke soziale Veraenderungen erleben wird.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1264118400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/homo-sapiens-touristii/","title":"Homo sapiens touristii","summary":"Wenn man sich als Reisebegeisterter in ferne, fremde Länder begibt, prallen zwei Kulturkreise aufeinander. Obwohl heute niemand mehr reist, ohne vorher zu wissen, was ihn erwartet, haben wir beim Beobachten anderer Touristen manchmal den Eindruck, sie glauben sich noch in ihrer Heimat aufzuhalten. Gerade hier in Asien, wo fernöstlicher Glauben und westliche Offenheit einander kaum gegensätzlicher sein können, mutet das Auftreten der Gäste mitunter arrogant an.\nOhne Frage, es ist schwer, seine Gewohnheiten und Verhaltenformen an der Landesgrenze abzulegen, dennoch gehört auch die Veränderung des Auftretens zu einer Reise.","content":"Wenn man sich als Reisebegeisterter in ferne, fremde Länder begibt, prallen zwei Kulturkreise aufeinander. Obwohl heute niemand mehr reist, ohne vorher zu wissen, was ihn erwartet, haben wir beim Beobachten anderer Touristen manchmal den Eindruck, sie glauben sich noch in ihrer Heimat aufzuhalten. Gerade hier in Asien, wo fernöstlicher Glauben und westliche Offenheit einander kaum gegensätzlicher sein können, mutet das Auftreten der Gäste mitunter arrogant an.\nOhne Frage, es ist schwer, seine Gewohnheiten und Verhaltenformen an der Landesgrenze abzulegen, dennoch gehört auch die Veränderung des Auftretens zu einer Reise. Auch wir treten sicher in das eine oder andere Fettnäpfchen des fernöstlichen Kodex, versuchen aber Fehltritte, wie diese zu vermeiden:\nSo manche Touristin hüpfte im knappen Badehöschen durch Vang Vieng - kein unattraktiver Anblick für den westlichen Reiseteilnehmer - für die Einheimischen jedoch ein sichtbar unangenehmer Affrond gegen ihr Verständnis von Körperkultur. Die einheimischen Frauen waschen sich in ihren Sarons - also von Kopf bis Fuß bedeckt - im Fluß. Selbst die im Ort angebrachten Hinweise auf korrekten Dresscode werden ignoriert und so findet man direkt vor diesen Tafeln: keinen Respekt und nackte Tatsachen.\nManch Tourist findet es für sein Fotoalbum attraktiv ein Close-Up von einer badenden Frau zu erhaschen und bemerkt ihre Scheu nicht, wenn er wenige Meter neben ihr am Fluß minutenlang sein Objektiv auf sie richtet.\nBeim Betreten von Wats ist auf Bedecktheit von Knien und Schultern zu achten. Kein Hinderungsgrund für Touristen, in Shorts und Spaghetti-Tops einzutreten.\nIn Luang Prabang gilt das allmorgentliche Almosensammeln der Mönche als Ritual - sowohl für Mönche als auch für Touristen. In vielen Wats stehen Hinweistafeln, wie man sich als Aussenstehender verhalten soll: 1.) den Mönchen nicht zu nahe kommen\n2.) beim Fotografieren nicht den Bltz benutzen. Ich folgte hingegen einfach dem Blitzlichtgewitter, um mir morgentlich ein eigenes Bild von dieser schweigsamen Glaubenszeremonie zu machen.\nIst es nicht jene Anpassung an unsere eigenen kulturellen Werte, die wir auch von Besuchern in unserem Land erwarten? Warum verhalten wir uns dann nicht als Gäste so, wie wir es umgekehrt erwarten?\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263945600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/auf-der-route-13-von-vientiane-nach-luang-prabang/","title":"Auf der Route 13: Von Vientiane nach Luang Prabang","summary":"Haben wir vor einigen Tagen unsere Reiseabschnitte angekündigt, sind wir jetzt an unserer nördlichen Reisegabelung, in Luang Prabang, angekommen. Knapp 13 Stunden Busfahren auf der Nord-Süd-Achse, der Route 13 liegen hinter uns, aufgeteilt in zwei Etappen.\nVon Vientiane ging es auf der noch eher flachen Etappe knapp 3,5 Stunden nach Vang Vieng und von dort in einem 8stündigen Gewaltmarsch nach Luang Prabang. Wir wurden gewarnt, uns gegen die Reisekrankenheit auszurüsten, da es in den Serpentinen in Richtung Norden kurvig hergeht.","content":"Haben wir vor einigen Tagen unsere Reiseabschnitte angekündigt, sind wir jetzt an unserer nördlichen Reisegabelung, in Luang Prabang, angekommen. Knapp 13 Stunden Busfahren auf der Nord-Süd-Achse, der Route 13 liegen hinter uns, aufgeteilt in zwei Etappen.\nVon Vientiane ging es auf der noch eher flachen Etappe knapp 3,5 Stunden nach Vang Vieng und von dort in einem 8stündigen Gewaltmarsch nach Luang Prabang. Wir wurden gewarnt, uns gegen die Reisekrankenheit auszurüsten, da es in den Serpentinen in Richtung Norden kurvig hergeht. Wer aber einmal wie wir in Indien´s Bergen Bus gefahren ist, der hat seine Nahtoderfahrungen hinter sich und so bestiegen wir lebensmutig den Bus, um wenig später die typische laotische Gelassenheit zu spüren zu bekommen:\nRegel #1: ein Bus ist voll, wenn er voll ist: Als kleine Plastikhocker durchgereicht wurden, um einigen Reisenden wenigstens eine notdürftige Sitzgelegenheit im Gang zwischen den voll besetzten Reihen anzubieten, schwollen bei den Betroffenen die Arterien. Half aber nix. Da mussten sie zum vollen Fahrpreis (8 EUR) durch.\nRegel #2: Langsam kommt man auch zum Ziel: Geschwindigkeit ist keine Hexerei dachten wir, als der Bus mit sagenhaften 20 km/h den Berg erklomm, um ihn mit waghalsigen 30 km/h wieder hinunter zu schleichen. Für diese mechanischen Höchstleistung musste der Motor bei den Stops auch mit dem Wasserschlauch notgekühlt werden.\nAls Belohnung für die \u0026ldquo;kickende\u0026rdquo; Fahrt, bekamen wir dafür viel von der Landschaft und dem Leben und Arbeiten ausserhalb der Ballungszentren zu sehen. Wer hätte gedacht, dass die Besenproduktion des Landes AUF der Route 13 stattfindet. Kilometerlang liegen dort die Halme von einem schilfähnlichem Gras, werden getrocknet und vor Ort - auf der Hauptstraße - ausgeschlagen, um dann in gebundener Form als Besen zu enden.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263945600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/vang-vieng-oder-ballermann-6/","title":"Vang Vieng oder Ballermann 6","summary":"Unvoreingenommen haben wir uns in das laotische Touristen-Mekka, nach Vang Vieng, begeben. Beeindruckende Karstformationen, romantisch durchschlängelt vom Nam Sok - so die Beschreibung der natürlichen Umgebung.\nWas uns dort jedoch erwartete steht nicht im Geringsten dem Style des Ballermann 6 auf Mallorca nach. Mitten in wunderschöner Natur treffen sich Feier-Touristen aus aller Welt, um sich mit reichlich Beerlao und Drogen auszuklinken. Letargisch liegen die Partypeople tagsüber in den Kneipen vor dem Fernseher und schauen sich \u0026ldquo;Friends\u0026rdquo; in der Dauerwiederholung an (unser 3 Jahre alter Reiseführer schrieb das auch schon - aber wir konnten´s nicht glauben, bis wir´s selber sahen) oder sie lassen sich in aufgeblasenen Autoreifen den Nam Sok hinuntertreiben.","content":"Unvoreingenommen haben wir uns in das laotische Touristen-Mekka, nach Vang Vieng, begeben. Beeindruckende Karstformationen, romantisch durchschlängelt vom Nam Sok - so die Beschreibung der natürlichen Umgebung.\nWas uns dort jedoch erwartete steht nicht im Geringsten dem Style des Ballermann 6 auf Mallorca nach. Mitten in wunderschöner Natur treffen sich Feier-Touristen aus aller Welt, um sich mit reichlich Beerlao und Drogen auszuklinken. Letargisch liegen die Partypeople tagsüber in den Kneipen vor dem Fernseher und schauen sich \u0026ldquo;Friends\u0026rdquo; in der Dauerwiederholung an (unser 3 Jahre alter Reiseführer schrieb das auch schon - aber wir konnten´s nicht glauben, bis wir´s selber sahen) oder sie lassen sich in aufgeblasenen Autoreifen den Nam Sok hinuntertreiben. Dabei bietet Vang Vieng abseits der Party-Hölle eine beeindruckende Landschaft sowie freundliche Laoten, die auch andere leckere Speisen neben Pizza und Kebap (Standardgericht auf den Speisekarten in Vang Vieng) zaubern können. Zwei Nächte haben wir am Rande von Vang Vieng gewohnt und versucht, das verbliebene laotische Flair zu finden und zu genießen, um dann den 8-Stunden-Gewaltmarsch nach Luang Prabang anzutreten.\nTouristen hängen in Cafés und schauen sich \u0026ldquo;Friends\u0026rdquo; an\nMan kann einem Land wie Laos und schon garnicht den Laoten selbst einen Vorwurf machen, dass sie es zulassen, Orte wie Vang Vieng entstehen zu lassen, bringen die Touristen und Drogenkonsumenten doch dringend benötigte Devisen ins Land und verhelfen der Region zu wirtschaftlicher Stabilität - soweit man das über ein von China, Thailand und Vientnam \u0026ldquo;regiertes\u0026rdquo; Land überhaupt behaupten kann.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263686400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/was-auf-den-tisch-kommt-wird-gegessen/","title":"Was auf den Tisch kommt wird gegessen","summary":"Die Laoten sind echte BBQ-Freaks. Wer bisher dachte, die Amerikaner seien Fleisch- und Grillverliebte, der wird hier eines Besseren belehrt. Ueberall stehen gluehende Holzkohlepoette und schon Morgens ziehen Grillduefte durch die Luft. Egal ob Fisch, Schwein, Huehnchen oder Frosch - hier kommt alles auf den Grill, was nicht bei drei auf den Baeumen ist. Bei unseren Streifzuegen durch die Gassen Vientianes fiel unser Blick auf folgende, kuriose \u0026ldquo;Serviervorschlaege\u0026rdquo;:\nvollständige Verwertung von Hühnchen","content":"Die Laoten sind echte BBQ-Freaks. Wer bisher dachte, die Amerikaner seien Fleisch- und Grillverliebte, der wird hier eines Besseren belehrt. Ueberall stehen gluehende Holzkohlepoette und schon Morgens ziehen Grillduefte durch die Luft. Egal ob Fisch, Schwein, Huehnchen oder Frosch - hier kommt alles auf den Grill, was nicht bei drei auf den Baeumen ist. Bei unseren Streifzuegen durch die Gassen Vientianes fiel unser Blick auf folgende, kuriose \u0026ldquo;Serviervorschlaege\u0026rdquo;:\nvollständige Verwertung von Hühnchen\n\u0026ldquo;Klappfisch\u0026rdquo;\nangerichtetes Essen auf dem Dschungel-Boden\nMit Schaudern dachten wir an Mutterns meistgehassten Spruch: \u0026ldquo;Was auf den Tisch kommt wird gegessen\u0026rdquo;. Mahlzeit.\n","tags":["Laos","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263513600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/hit-the-road/","title":"Hit the road","summary":"Eine Besonderheit am Reisen ist, die Zeit zu vergessen. Nachdem wir sieben Tage in den \u0026ldquo;4.000 Inseln\u0026rdquo; verbrachten, galt es, sich langsam gen Norden vorzuarbeiten. Vientiane, die Hauptstadt von Laos musste als erster Zwischenstopp fungieren, da wir unsere Visas verlaengern muessen. Als Tourist wird man bei der Einreise pauschal 30 Tagen geduldet, unser Anschlussflug nach Kuala Lumpur geht aber nach 36 Tagen. Nun liegt Vientiane ca. 670 km noerdlich von Pakse, dem Ausgangsort unserer Abreise.","content":"Eine Besonderheit am Reisen ist, die Zeit zu vergessen. Nachdem wir sieben Tage in den \u0026ldquo;4.000 Inseln\u0026rdquo; verbrachten, galt es, sich langsam gen Norden vorzuarbeiten. Vientiane, die Hauptstadt von Laos musste als erster Zwischenstopp fungieren, da wir unsere Visas verlaengern muessen. Als Tourist wird man bei der Einreise pauschal 30 Tagen geduldet, unser Anschlussflug nach Kuala Lumpur geht aber nach 36 Tagen. Nun liegt Vientiane ca. 670 km noerdlich von Pakse, dem Ausgangsort unserer Abreise. Wer nun nach deutschen Massstaeben die Fahrzeit berechnet, der verzweifelt. 6-7 Stunden dauert das Zuruecklegen einer vergleichbaren Strecke mit dem Auto in Deutschland. Selbst die Deutsche Bahn schafft das an guten Tagen in unter 5 Stunden. Hier, wo die Uhren anders ticken, brachte uns ein Nachtbus in schnellen 10 Stunden zum Ziel. Unerwartet komfortabel mit Schlafkabinen (fuer Asiaten bemessen!) ausgestattet, schaukelte uns der \u0026ldquo;King of Road\u0026rdquo; erst in den Schlaf und dann in die Hauptstadt. Nennt man unsere deutschen Rettungswagen gerne mal \u0026ldquo;Diskobusse\u0026rdquo;, dann verdienen sich die Strassenkreuzer hier drueben diese Bezeichnung aber allemal. Fluoreszierende Unterbodenbeleuchtung, grelle Neonroehren im Maschinenraum und auch sonst blinkt und glitzert es an den Geschossen. Das Visum ist zwischenzeitlich und mit der beeindruckenden Bearbeitungszeit von 24 Stunden reibungslos verlaengert und der Bewegungsdrang setzt wieder ein. Das naechste Ziel ist in 380 km Entfernung vergleichsweise nah gelegen. Um jedoch nach Luang Prabang als Absprung in die Abgelegenheit zu gelangen, braucht ein Bus sagenhaft 11 Stunden. Da wir jedoch wenig masochistisch veranlagt sind, entschieden wir uns, in Vang Vieng einen Zwischenstop einzulegen, um den Mamuttrip zu splitten. Von dort sind es dann aber immernoch 8 Stunden Fahrzeit. Zusammenfassend kann mal also sagen, dass wir im Moment mehr Asphalt schrubben, als unseren Pelz in die Sonne zu strecken. Dennoch ist es immer wieder ein Erlebnis, seine Tage und Naechte anders als sonst ueblich zu verbringen. Wer sich Abends in einen Bus legt und am anderen Ende des Landes wieder aufwacht, der hat eine ganze Menge erlebt, im Schlaf.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263513600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/in-einen-abendlichen-kaufrausch-verfallen/","title":"In einen abendlichen Kaufrausch verfallen","summary":"Heute Abend fuehrten uns die Insidertipps unseres Reisefuehrers zum \u0026ldquo;Ban Anou Nachtmarkt\u0026rdquo; in Vientane, der vorwiegend von Einheimischen besucht wird. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit - dreiviertel Sechs - trafen wir am Ort des Geschehens ein. In eine kleinen Seitengasse reihten sich die Staende mit ihren duftenden, rauchenden, garenden, blubbernden, heissen und kalten Verlockungen.\nDen eigentlichen Kaufrausch bekamen wir jedoch beim Anblick der unzaehligen Speisen. Ein dutzend Koechinen boten unterschiedlichste Varianten an.","content":"Heute Abend fuehrten uns die Insidertipps unseres Reisefuehrers zum \u0026ldquo;Ban Anou Nachtmarkt\u0026rdquo; in Vientane, der vorwiegend von Einheimischen besucht wird. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit - dreiviertel Sechs - trafen wir am Ort des Geschehens ein. In eine kleinen Seitengasse reihten sich die Staende mit ihren duftenden, rauchenden, garenden, blubbernden, heissen und kalten Verlockungen.\nDen eigentlichen Kaufrausch bekamen wir jedoch beim Anblick der unzaehligen Speisen. Ein dutzend Koechinen boten unterschiedlichste Varianten an. Egal ob mit Fleisch, Fisch, Meeresfruechten, vegatarisch, scharf, mild, suesslich, bunt gemischt oder einfarbig dunkel - wir wussten nicht, wie wir uns entscheiden sollten. Also steckten wir unsere Nasen in allerlei Toepfe und entschieden ratend. Als Beilage gab es Klebreis und gekochten Reis.\nHändlerin\nAlle Gerichte wurden in kleine Plastiktuetchen verpackt, die letzendlich auf unserem Tisch - der Klimaanlage mit Badetuch - landeten.\nTake-Away auf laotisch\nZum Nachtisch gab es nach Erdnuessen schmeckenden, schwarzen Klebreis mit Kokos. Mit dem gebratenen Reis-Stick, der nach Fisch schmeckte, konnten wir uns nicht anfreunden. Alles in allem haben wir sage und schreibe 23.000 KIP fuer diesen Streifzug ausgegeben, was umgerechnet ca. 1,90 EUR sind und liegen beide pappsatt auf dem Bett!\n","tags":["Essen","Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1263081600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wie-sieht-ein-asiatisches-fruehstueck-aus/","title":"Wie sieht ein asiatisches Fruehstueck aus?","summary":"So! Morgens um 6 Uhr, kurz nach dem das Dunkel der Nacht dem Morgengrauen gewichen ist und das Thermometer noch frische 25 Grad anzeigt, laufen die Vorbereitungen in den Kuechen auf Hochtouren. Ein typisches Fruehstueck, wie wir es im laotischen Pakse gegessen haben, besteht aus einer Nudelsuppe mit Gemuese, dass man sich selber je nach Belieben in die Suppe werfen kann. Dazu gibt es dann noch schwarzen Tee. Der schwarze Kaffee mit suesser Kondensmilch ist das bisschen Heimatgefuehl, dass wir unserem Magen noch goennen wollen.","content":"So! Morgens um 6 Uhr, kurz nach dem das Dunkel der Nacht dem Morgengrauen gewichen ist und das Thermometer noch frische 25 Grad anzeigt, laufen die Vorbereitungen in den Kuechen auf Hochtouren. Ein typisches Fruehstueck, wie wir es im laotischen Pakse gegessen haben, besteht aus einer Nudelsuppe mit Gemuese, dass man sich selber je nach Belieben in die Suppe werfen kann. Dazu gibt es dann noch schwarzen Tee. Der schwarze Kaffee mit suesser Kondensmilch ist das bisschen Heimatgefuehl, dass wir unserem Magen noch goennen wollen. Das Weissbrot im Bild ist Wegzehrung.\n","tags":["Laos","Essen","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262995200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/warum-hier-manchmal-nichts-neues-drinsteht/","title":"Warum hier manchmal nichts Neues drinsteht?","summary":"Weil wir es den wilden Tieren gleichtun:","content":"Weil wir es den wilden Tieren gleichtun:\n","tags":["Laos"],"section":"posts"},{"date":"1262908800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/dem-unbekannten-thai-gewidmet/","title":"dem unbekannten Thai gewidmet","summary":"Schuehtern schaute er mich in der Metro Bangkoks an. Ein leichtes Laecheln zuckte ueber sein Gesicht. Beim Aussteigen nahm er allen Mut zusammen und sprach mich an: \u0026ldquo;You are from Germany?\u0026rdquo;. Mein \u0026ldquo;Yes\u0026rdquo; liess ihn erstrahlen. \u0026ldquo;Oh I love Germany. I love RAMMSTEIN. Do you know them?\u0026rdquo;. \u0026ldquo;Yes, cool\u0026rdquo; antwortete ich und unsere Wege trennten sich so schnell wie sie sich begegneten. Auch wenn er mein Blog nie lesen wird, so widme ich dem thailaendnischen Rammstein-Fan:","content":"Schuehtern schaute er mich in der Metro Bangkoks an. Ein leichtes Laecheln zuckte ueber sein Gesicht. Beim Aussteigen nahm er allen Mut zusammen und sprach mich an: \u0026ldquo;You are from Germany?\u0026rdquo;. Mein \u0026ldquo;Yes\u0026rdquo; liess ihn erstrahlen. \u0026ldquo;Oh I love Germany. I love RAMMSTEIN. Do you know them?\u0026rdquo;. \u0026ldquo;Yes, cool\u0026rdquo; antwortete ich und unsere Wege trennten sich so schnell wie sie sich begegneten. Auch wenn er mein Blog nie lesen wird, so widme ich dem thailaendnischen Rammstein-Fan:\nhttps://youtu.be/ElwZ2rRKjWk\n","tags":["Thailand","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262908800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wir-sind-in-laos/","title":"Wir sind in Laos","summary":"Die Ereignisse der letzten Tage in Fast Forward: 12 Stunden mit dem Nachtzug von Bangkok nach Ubon Ratchathani. Von dort mit zwei Paerchen aus Landshut und Wien auf der Ladeflaeche eines Pick-Ups mit 100 km/h zur Grenze nach Chong Mek, fuer 30USD Visum gekauft, Grenzuebertritt, mit dem Minivan weiter nach Pakse. Dann sind wir von Pakse nach Sueden zu den 4.000 Inseln gefahren. Mit dem Boot ging es auf dem Mekong flussabwaerts, vorbei an badenden Wasserbueffeln, auf dei Insel Don Khon.","content":"Die Ereignisse der letzten Tage in Fast Forward: 12 Stunden mit dem Nachtzug von Bangkok nach Ubon Ratchathani. Von dort mit zwei Paerchen aus Landshut und Wien auf der Ladeflaeche eines Pick-Ups mit 100 km/h zur Grenze nach Chong Mek, fuer 30USD Visum gekauft, Grenzuebertritt, mit dem Minivan weiter nach Pakse. Dann sind wir von Pakse nach Sueden zu den 4.000 Inseln gefahren. Mit dem Boot ging es auf dem Mekong flussabwaerts, vorbei an badenden Wasserbueffeln, auf dei Insel Don Khon. Dort sitzen wir jetzt auf der Terrasse unserer Huette und blicken auf ein Stueck Mekong. Vom Ufer gegenueber klingt laotische Musik zu uns herueber, Voegel zwitschern, ab und zu faehrt ein Longtail-Boot an uns vorbei. Huehner laufen ueberall frei herum, die Bewohner gruessen uns freundlich und ein leichter Wind macht die 33ｰC so angenehm, wie es nur moeglich ist. Laos zeigt sich von seiner schoenen Seite.\n","tags":["Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262476800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wir-haben-50c-temperaturunterschied/","title":"Wir haben 50°C Temperaturunterschied","summary":"14 Uhr Ortszeit, fast 40°C im Schatten auf der Dachterrasse am Pool. Heute Morgen kam eine Mail aus Gera, die die dortigen Temperaturen auf -10°C bezifferte. Damit wohnen unsere Langohren sagenhafte 50°C kälter als wir. Bei derartigen Temperaturen haben wir uns nach einstündigem Aufenthalt am Pool wieder in unser klimatisiertes Zimmer zurückgezogen. Es ist nämlich der letzte Tag in der 5-Sterne-Suite.\nHeute Morgen haben wir das Zugticket für unsere Weiterreise nach Laos gebucht.","content":"14 Uhr Ortszeit, fast 40°C im Schatten auf der Dachterrasse am Pool. Heute Morgen kam eine Mail aus Gera, die die dortigen Temperaturen auf -10°C bezifferte. Damit wohnen unsere Langohren sagenhafte 50°C kälter als wir. Bei derartigen Temperaturen haben wir uns nach einstündigem Aufenthalt am Pool wieder in unser klimatisiertes Zimmer zurückgezogen. Es ist nämlich der letzte Tag in der 5-Sterne-Suite.\nHeute Morgen haben wir das Zugticket für unsere Weiterreise nach Laos gebucht. Morgen Abend, 18:55 setzen wir uns in den Expresszug, der uns in knapp 12 Stunden an die laotische Grenze bringen soll. Wir haben uns für einen 1st-Class-Sleeper entschieden, d.h. wir haben ein 2er-Abteil mit Betten und eigener Waschmöglichkeit. Dekadenz für knapp 25 EUR/Person. Mit der Abreise aus Bangkok wird sich die Frequenz und der Umfang neuer Beiträge im Blog drastisch verringern, da Laos in Bezug auf Internet extrem dünn ausgestattet ist. Und das ist auch gut so! Wir freuen uns auf die Zeit, abseits der Zivilisation. Und gerade jetzt, kurz nach Weihnachten, wisst ihr ja, dass Vorfreude die schönste Freunde ist.\n","tags":["Thailand","Laos","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262390400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/adrenalin-in-bangkok/","title":"Adrenalin in Bangkok","summary":"Der erste nicht-im-Halbschlaf-erlebte Tag in Bangkok war geprägt durch Ausschlafen bis kurz vor Ende der Frühstückszeit (12 Uhr). Demnach gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Denkt man, wenn man sich in einer deutschen Stadt aufmacht, 7 km durch die Stadt zu laufen. Macht man das in asiatischen Großstädten, wird das schnell zur Belastungsprobe für Psyche und Physis. Gegen 14 Uhr und 35°C Aussentemperatur machten wir uns auf, für Katrin (die mit dem Schampus) ein Stück Seife in der Khao San Road zu kaufen.","content":"Der erste nicht-im-Halbschlaf-erlebte Tag in Bangkok war geprägt durch Ausschlafen bis kurz vor Ende der Frühstückszeit (12 Uhr). Demnach gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Denkt man, wenn man sich in einer deutschen Stadt aufmacht, 7 km durch die Stadt zu laufen. Macht man das in asiatischen Großstädten, wird das schnell zur Belastungsprobe für Psyche und Physis. Gegen 14 Uhr und 35°C Aussentemperatur machten wir uns auf, für Katrin (die mit dem Schampus) ein Stück Seife in der Khao San Road zu kaufen. Die Khao San Road ist DIE Backpacker-Gegend in der Leonardo di Caprio im Film \u0026ldquo;The Beach\u0026rdquo; übernachtete. Also quasi eine Aneinanderreihung von einfachsten Hostels, bewohnt von Aussteigern und Freaks. Nach dem Film und unserem ersten Besuch hat sich die Gegend zum reinen Kommerz- und Tourismuszentrum für junge Reisende entwickelt. Dennoch war heute der Weg zu Fuß und mit dem Skytrain wieder ein Abenteuer mit Happy End. Die Seife befindet sich in unserem Besitz! Um einen Eindruck von der Khao San Road und der Anstrengung eines Spaziergangs zu bekommen, habe ich zwei Videos eingebunden. Wir haben uns den Luxus gegönnt, mit einem TukTuk zurück zu fahren. Auch wenn man nicht selber läuft, ist so eine asiatische Stadt voll Adrenalin.\nHinweis: Ich habe einen automatischen Bildstabilisator in meiner Kamera. Das Schaukeln wird bereits minimiert!!!\nRückfahrt mit einem TukTuk https://www.youtube.com/watch?v=ndFv3puhxWI\nDie Khao San Road https://www.youtube.com/watch?v=3SGN84TWi1U\n","tags":["Thailand","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262390400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/so-leben-backpacker-heute/","title":"so leben Backpacker heute","summary":"Das da oben ist unser Hotel. Also zumindest die Terrasse vom Dream Hotel Bangkok in dem wir momentan wohnen. Weil wir Euch mal etwas neidisch machen wollten, zeigen wir Euch mit dem Bild den Ort, an dem wir unsere Urlaubstage im Moment ausklingen lassen.\nAber keine Angst, es kommen auch noch andere Zeiten (und Butzen)\u0026hellip;","content":"Das da oben ist unser Hotel. Also zumindest die Terrasse vom Dream Hotel Bangkok in dem wir momentan wohnen. Weil wir Euch mal etwas neidisch machen wollten, zeigen wir Euch mit dem Bild den Ort, an dem wir unsere Urlaubstage im Moment ausklingen lassen.\nAber keine Angst, es kommen auch noch andere Zeiten (und Butzen)\u0026hellip;\n","tags":["Thailand","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262390400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/was-haben-wir-fur-tolle-freunde/","title":"Was haben wir für tolle Freunde","summary":"Abschiedmails, Umarmungen, Grüße, Wünsche und Gebete haben wir in den letzten Wochen von Freunden und Bekannten erhalten. Von vielen haben wir das erwartet oder erhofft, andere überraschten uns mit Gesten, die uns mit tollen Einfällen. Hier sind einige davon:\nDie Dani, die Annika \u0026amp; der Thomas: Die drei Hamburger haben sich bei Schneestrum, Blitzeis und Staugefahr aufgemacht, uns in Berlin Tegel persönlich in den Flieger zu schubsen. Oder wollten Sie nur sichergehen, dass wir wirklich aus Deutschland verschwinden?","content":"Abschiedmails, Umarmungen, Grüße, Wünsche und Gebete haben wir in den letzten Wochen von Freunden und Bekannten erhalten. Von vielen haben wir das erwartet oder erhofft, andere überraschten uns mit Gesten, die uns mit tollen Einfällen. Hier sind einige davon:\nDie Dani, die Annika \u0026amp; der Thomas: Die drei Hamburger haben sich bei Schneestrum, Blitzeis und Staugefahr aufgemacht, uns in Berlin Tegel persönlich in den Flieger zu schubsen. Oder wollten Sie nur sichergehen, dass wir wirklich aus Deutschland verschwinden? Mit eine Flasche Champagner und echten Glaskelchen sorgten sie für dekadentes Flair in der Abflughalle. Und um unser und ihr Glück im neuen Jahr so richtig in Schwung zu bringen, sorgte der T. für einen gelungenen Scherbenhaufen. So wurden die letzten Minuten auf deutschem Boden feucht-fröhlich und wir stiegen mit einem Hauch von Heimweh ins Flugzeug.\nDie Dani, die Annika, die Sabine \u0026amp; die Imke Wer verreist, lässt vieles hinter sich. Damit die asiatische Flut von Eindrücken nicht unseren Namenspeicher im Gehirn vollständig überschreibt, schenkten uns die Vier \u0026ldquo;Ein Büchlein Heimat\u0026rdquo;. Ein Jahr Erinnerungen, gefüllt mit lustig-frivolen Fotos und frechen Sprüchen werden uns bestimmt oft an Sie denken und auf ein Wiedersehen freuen lassen. Die Katrin: Plötzlich klopft es an unserer Zimmertür des Hotels in dem wir eingecheckt haben. Der Zimmerservice steht mit einem Alueimer vor mir. Der Inhalt des Eimers: eine Flasche Champagner in Eis eingebettet. Vorsichtig drapiert der Angestellte das wertvolle Arrangement im Zimmer und schleicht sich, um uns verwirrt zurückzulassen. Irritiert rufe ich die Rezeption an, ob das alles so sein muss. \u0026ldquo;Do you know a Cathryn?\u0026rdquo; antwortet sie. \u0026ldquo;You should have an envelope\u0026rdquo;. Ha, den kleinen Umschlag, den Katrin uns vor der Abreise zusteckte, haben wir fast vergessen. Sie sagte, wir würden Sie Neujahr auf jeden Fall anrufen. Jetzt wissen wir warum. Danke Katrin! Der Markus: Es gibt Freunde, die man Ewigkeiten nicht sieht, mit denen man nicht redet, von denen man eigentlich nicht mehr viel weiß. Man hatte eine schöne gemeinsame Zeit, die aber schon lange vorüber ist. Marcus z.B. ist so ein Kandidat. Terminlich nie getroffen, online nicht ganz so affin und immer mächtig busy. Heftig überrascht war ich, als er plötzlich am Tag der Abreise am Bahnhof steht, um mir auf Wiedersehen zu sagen. Durch meine Abschieds-Rund-Mail aufgeschreckt, hat er dieses Blog gelesen und erfahren, was wir vorhaben. Und so nehme ich das schöne Gefühl mit auf Reisen, ihn unverhofft nochmal getroffen zu haben. Cool!\nDer Till \u0026amp; der Holger: Richtig überrascht sind wir, das unsere Rubrik \u0026ldquo;Lass uns nicht verhungern\u0026rdquo; (rechte Seite im Blog) so gut ankommt. Hat sich T.v.K für den direkten Weg entschieden und uns das Essensgeld schon vorab in Bar gegeben, fand sich heute ein Wochenbudget bei PayPal ein. Da müssen wir uns für Holger richtig ins Zeug legen, denn wir haben versprochen, jedem Spender einen Beitrag zu widmen, in dem wir zeigen \u0026amp; schreiben, an welcher Garküche das Geld reinvestiert wurde. Arbeit kommt auf uns zu, Arbeit die wir gerne machen.\n","tags":["Thailand","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262304000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/katastrophaler-fehlstart-aber-nur-fast/","title":"katastrophaler Fehlstart - aber nur fast","summary":"\u0026ldquo;Es tut mir leid, aber wir können Sie nicht mitfliegen lassen\u0026rdquo;\nsagte die Air Berlin-Mitarbeiterin beim Check-In.\nSynchron klappten unsere Kinnladen auf den Tresen, der Puls begann zu rasen und über den Adrenalinspiegel brauche ich wohl nichts mehr zu sagen.\nSo begann unser Abenteuer schon mit einer echten Katastrophe. Wir haben schlichtweg übersehen, dass man unsere Reiseaktivitäten auch als illegale Einwanderung missverstehen könnte. Thailand benötigt für die Einreise entweder ein Visum oder den Nachweis, dass man spätestens 30 Tage nach Einreise auch wieder aus dem Land verschwindet.","content":" \u0026ldquo;Es tut mir leid, aber wir können Sie nicht mitfliegen lassen\u0026rdquo;\nsagte die Air Berlin-Mitarbeiterin beim Check-In.\nSynchron klappten unsere Kinnladen auf den Tresen, der Puls begann zu rasen und über den Adrenalinspiegel brauche ich wohl nichts mehr zu sagen.\nSo begann unser Abenteuer schon mit einer echten Katastrophe. Wir haben schlichtweg übersehen, dass man unsere Reiseaktivitäten auch als illegale Einwanderung missverstehen könnte. Thailand benötigt für die Einreise entweder ein Visum oder den Nachweis, dass man spätestens 30 Tage nach Einreise auch wieder aus dem Land verschwindet. Und eben jene Konstellation konnten wir nicht vorweisen. Zwei Stunden blieben uns Zeit, den Supergau - das Verschieben der Reise - zu verhindern.\nWieder einmal rettete uns ein Anruf bei unserem Reiseausstatter, dem Reisecenter-Paul. Trotz Feiertag buchte uns die Cheffin einen Billigflug per Internet und mailte die Bestätigung an Air Berlin. Nach einer Stunde Hochspannung hielt ich die Bescheinigung in Händen, am 12.01.2010 von Bangkok nach Saigon zu fliegen. Zwar lassen wir den Flug verfallen, aber zur Einreiseerlaubnis reichte es. Zwar lässt sich dieser schwere Nierenhaken so leicht nicht mehr toppen, aber noch stehen wir erst am Anfang der Reise.\nSchneebedingt gingen wir nach Enteisung der Maschine mit knapp 1 Stunde Verspätung in die Luft, blieben dort fast 10 Stunden und landeten am Morgen des 01.01.2010 bei 29°C in Bangkok. Nach mehr als 24 Stunden Wachsein (dazu später mehr) ging es mit dem Airport Express Bus AE3 zum reservierten Dream Hotel Bangkok, in dem wir es uns jetzt erstmal für ein paar Tage aklimatisieren.\n","tags":["Berlin","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262304000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/wir-feiern-silvester-in-afghanistan/","title":"Wir feiern Silvester in Afghanistan","summary":"Silvester 2009/2010 ist vorbei. Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs ein gesundes \u0026amp; erfolgreiches neues Jahrzehnt(!) mit allerlei aufregenden Ereignissen.\nUnsere Plastikbechern knallten 230 km südlich von Kabul, 10.000 Meter über Afghanistan aneinander. Mit Abstand das merkwürdigste Silvester, dass wir bis heute erlebt haben. Der Airbus 330 war zwar voll besetzt, aber die gute Stimmung schienen die Reisenden versehentlich mit auf´s Gepäckband gelegt zu haben. Keine Luftschlangen, kein Gejole, kein Garnichts.","content":"Silvester 2009/2010 ist vorbei. Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs ein gesundes \u0026amp; erfolgreiches neues Jahrzehnt(!) mit allerlei aufregenden Ereignissen.\nUnsere Plastikbechern knallten 230 km südlich von Kabul, 10.000 Meter über Afghanistan aneinander. Mit Abstand das merkwürdigste Silvester, dass wir bis heute erlebt haben. Der Airbus 330 war zwar voll besetzt, aber die gute Stimmung schienen die Reisenden versehentlich mit auf´s Gepäckband gelegt zu haben. Keine Luftschlangen, kein Gejole, kein Garnichts. Hätten die Stewardessen keinen Sekt verteilt, niemand hätte den Jahreswechsel mitbekommen.\nIch muss aber zugeben, dass es ein seltsames Gefühl ist, zu wissen, welch brisante Situation 10 Kilometer unter einem herrscht und oben die Sau raus zu lassen. Vielleicht war´s auch richtig so.\n","tags":["2010"],"section":"posts"},{"date":"1262217600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-abflug/","title":"Countdown: Abflug","summary":"Es ist der 31.12.2009, 17:15 Uhr. Dieses Posting erscheint genau in dem Moment, als unser Flieger die Startbahn in Berlin Tegel verlässt (bzw. dies planmäßig vorgesehen ist) und uns für geplante 8 Monate in eine andere Galaxis katapultiert. Der Soundtrack zum Verschwinden - und das steht schon seit Monaten fest - kann kein anderer sein, als der hier:\nÜbrigens, für alle die sich stets gefragt haben, was ich da für ´nen komischen Klingelton hab´, ist dieser Song die Antwort!","content":"Es ist der 31.12.2009, 17:15 Uhr. Dieses Posting erscheint genau in dem Moment, als unser Flieger die Startbahn in Berlin Tegel verlässt (bzw. dies planmäßig vorgesehen ist) und uns für geplante 8 Monate in eine andere Galaxis katapultiert. Der Soundtrack zum Verschwinden - und das steht schon seit Monaten fest - kann kein anderer sein, als der hier:\nÜbrigens, für alle die sich stets gefragt haben, was ich da für ´nen komischen Klingelton hab´, ist dieser Song die Antwort!\nhttps://www.youtube.com/watch?v=oUZDO4ORuWs NOSLIW - Ticket zu ´ner andren Welt\nDie Koffer stehen gepackt bereit ich hab Telefon, Gas und Strom, alles abbestellt meinen Ausweis hab ich nicht dabei weil ich verlass die Erde, weil sie mir schon lang\u0026rsquo; nicht mehr gefällt in dem System, zu dem ich navigier\u0026rsquo; wartet das Paradies auf mich, wo\u0026rsquo;s allerhand zu gucken gibt ich lass die dicken Jacken hier ich nehm\u0026rsquo; höchsten für den Flug was heiße Mucke mit\nIch hab \u0026rsquo;n Ticket zu \u0026rsquo;ner ander\u0026rsquo;n Welt meine Sachen für den Trip sind gut verstaut und ich freu mich drauf, weil mich hier nichts mehr hält also düs\u0026rsquo; ich los und sag euch leise ciao\n(Auszug, gekürzt)\nIn diesem Sinne sagen wir Euch auf Wiedersehen, gehabt Euch wohl, lebt Eure Träume, bleibt gesund und im August treffen wir uns wieder. Bis daher wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen dieses Blogs, beim Schreiben toller Mails an uns und dem Folgen auf Twitter. Wir sind zwar weit weg, aber doch nur einen Klick entfernt.\nBye, bye!\n","tags":["Musik","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262131200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-1-tag/","title":"Countdown: noch 1 Tag","summary":"Jetzt ist es vorbei! Es gibt kein Zurück mehr. Alles muß passen. Nichts darf dazwischen kommen. Oder doch? Vielleicht ist es die erste Erkenntnis der Reise, dass es unmöglich ist, 8 Monate im Voraus zu planen. Die Rucksäcke stehen gepackt bereit, die Heimatbasis wurde bestmöglich eingewiesen und doch können wir uns nicht vom Gefühl befreien, nicht an alles gedacht zu haben. Ein Gefühl, dass uns so noch nicht untergekommen ist. Stets wussten wir, was uns auf unseren Touren abverlangt wird.","content":"Jetzt ist es vorbei! Es gibt kein Zurück mehr. Alles muß passen. Nichts darf dazwischen kommen. Oder doch? Vielleicht ist es die erste Erkenntnis der Reise, dass es unmöglich ist, 8 Monate im Voraus zu planen. Die Rucksäcke stehen gepackt bereit, die Heimatbasis wurde bestmöglich eingewiesen und doch können wir uns nicht vom Gefühl befreien, nicht an alles gedacht zu haben. Ein Gefühl, dass uns so noch nicht untergekommen ist. Stets wussten wir, was uns auf unseren Touren abverlangt wird. Doch die Checkliste, um für alle Eventualitäten ausgestattet zu sein, wäre zu lang und der Rucksack zu schwer. Sich mit dem Gefühl anzufreunden, ins Ungewisse zu starten, lässt langsam den Bauch kribbeln und die Vorfreude steigen. Die letzte Nacht bricht an. Das letzte Mal in bekannter Umgebung einschlafen.\nHeute haben wir bei unserem Globetrotter des Vertrauens, dem Reisecenter Paul in Wittenberg, neben unserer letzten Ausstattung auch gleich noch einige praktische Touren für Bangkok erworben. Unser Auto steht nun ohne Nummernschilder abgemeldet in der Gegend rum. Unsere Bankkonten wurden um das notwendige Bargeld erleichtert.\nMorgen früh, am 31.12. um 10:30 fährt die Bahn in Richtung Berlin ab. Um 17:15 Uhr startet der Flieger. Alles was danach kommt, ist unbekannt. Online wie offline.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262131200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-2-tage/","title":"Countdown: noch 2 Tage","summary":"Im Moment geht es holterdiepolter, was die Frequenz des Countdowns angeht aber das Bloggen ist momentan eher Priorität P. Es ist im Moment kurz vor zwei Uhr Nachts, knapp 48 Stunden vor Landung in Bangkok und wir sind gerade aus dem verschneiten Gera Heim gekommen.\nDen schwersten Abschied zu begehen galt es, als wir gerade unsere beiden Fellträger in ihrem Winter-, Frühjahrs- und Sommerquartier abgegeben haben. Dank toller Unterstützung durch den Materiallieferanten und unserer Freundin Sandra, haben die beiden Schlappohren nun für einen adäquaten Ersatz für unsere HASENFARM.","content":" Im Moment geht es holterdiepolter, was die Frequenz des Countdowns angeht aber das Bloggen ist momentan eher Priorität P. Es ist im Moment kurz vor zwei Uhr Nachts, knapp 48 Stunden vor Landung in Bangkok und wir sind gerade aus dem verschneiten Gera Heim gekommen.\nDen schwersten Abschied zu begehen galt es, als wir gerade unsere beiden Fellträger in ihrem Winter-, Frühjahrs- und Sommerquartier abgegeben haben. Dank toller Unterstützung durch den Materiallieferanten und unserer Freundin Sandra, haben die beiden Schlappohren nun für einen adäquaten Ersatz für unsere HASENFARM. Als die Tür hinter uns ins Schloß fiel stellten wir fest, dass sich 8 Monate doch ganz schön lange anfühlen können. Aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass es die beiden sehr gut haben werden. Da lässt es sich mit gutem Gewissen reisen und eine Erfahrung für die neue Hasenbesitzerin wird es zudem auch noch. Großen Dank an dieser Stelle!\nDas morgige Finale in Deutschland wird sicher mächtig turbulent, gilt es noch einmal den Rucksack zu packen, die Familie in die Abläufe einzuweihen und krampfhaft das Gehirn nach Lücken in der Planung zu durchwühlen\u0026hellip;\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1262044800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-3-tage/","title":"Countdown: noch 3 Tage","summary":"Der erste große Abschied ist vollzogen. Wir haben der schönsten Stadt Deutschlands den Rücken bzw. das Heck gekehrt und als wollte es uns Hamburg besonders schwer machen, legte sie schönstes Sonnenwetter mit strahlend blauem Himmel auf. Aber es nützt nix, Hamburg, bei dem was wir vorhaben, hältst du uns mit deiner malerischen Skyline nicht zurück. Auf Wiedersehen im September 2010! Wir sind mal gespannt, was sich bis dahin verändert haben wird.","content":" Der erste große Abschied ist vollzogen. Wir haben der schönsten Stadt Deutschlands den Rücken bzw. das Heck gekehrt und als wollte es uns Hamburg besonders schwer machen, legte sie schönstes Sonnenwetter mit strahlend blauem Himmel auf. Aber es nützt nix, Hamburg, bei dem was wir vorhaben, hältst du uns mit deiner malerischen Skyline nicht zurück. Auf Wiedersehen im September 2010! Wir sind mal gespannt, was sich bis dahin verändert haben wird.\nIn der zweiten Heimat angekommen, galt es die neue Luxusherberge für die Namenspatronen dieses Blogs aufzuhübschen. Zwar hält die Industrie eine reichhaltige Auswahl an Hasenställen bereit, was dem passionierten Hasenfreund und Pseudoheimwerker aber überhaupt nicht genügen kann. Und so wurde bis spät in den Abend geschraubt, gesägt, geklebt und geflucht.\nBTW, trotz intensivem Aussortieren unseres Gepäcks, ist die Anzeige auf der Waage noch immer in schwindelerregenden Höhen. Jetzt können eigentlich nur noch die Schuhe zu hause bleiben - oder der Rücken muss da jetzt durch. Wir werden sehen, wie wir uns entscheiden.\nMittlerweile hat auch der letzte Freund/Bekannte/Feind mitbekommen, dass wir \u0026ldquo;wech machen\u0026rdquo; und so stapeln sich die Abschiedmails in unserem GMail-Account. Es wird schön sein, diese hin und wieder rauszukramen und sich an den Wünschen zu erfreuen. Weiter so! Wir lieben Mails!\nEine ganz besondere Überraschung schickte uns A. aus H. an der S. Sie hat eines unserer Shirts von der \u0026ldquo;HASENFARM\u0026rdquo; erworben - und wir haben´s nicht mal gemerkt. Auch diesem Vorbild dürfen gerne mehr von Euch folgen. Dann ist die Welt nicht nur reicher an schön angezogenen Menschen, sondern wir können die erworbene Provision in leckeres Essen an kleinen Garküchen reinvestieren.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261872000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-4-tage/","title":"Countdown: noch 4 Tage","summary":"Unser letzter Tag. In Hamburg. Von standesgemäßem Abschiednehmen keine Spur. Der Tag war geprägt von renitentem Rumgewusel, Weggeräume, Gesuche und Finden. Mein letztes ausgelagertes Einrichtungsmöbel, mein geliebter Kicker, wurde vom Kai geholt und bei uns verstaut.\nIch würde Stein auf Bein behaupten, an alles gedacht zu haben, erwarte aber schon den Moment, wenn ich mir morgen, in Richtung zweiter Heimat fahrend, mit der flachen Hand gegen den Kopf schlage.\nAm Spannendesten war mit Sicherheit unser heutiges Abendessen.","content":"Unser letzter Tag. In Hamburg. Von standesgemäßem Abschiednehmen keine Spur. Der Tag war geprägt von renitentem Rumgewusel, Weggeräume, Gesuche und Finden. Mein letztes ausgelagertes Einrichtungsmöbel, mein geliebter Kicker, wurde vom Kai geholt und bei uns verstaut.\nIch würde Stein auf Bein behaupten, an alles gedacht zu haben, erwarte aber schon den Moment, wenn ich mir morgen, in Richtung zweiter Heimat fahrend, mit der flachen Hand gegen den Kopf schlage.\nAm Spannendesten war mit Sicherheit unser heutiges Abendessen. Konsequente Resteverwertung aller im Haushalt verbliebenen Genußmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mindestens 1 Jahr nach unserer Rückkehr liegt, bescherte uns dank meisterlicher Komposition der Chefköchin eine leckere wenn auch ungewöhnliche \u0026ldquo;Henkersmahlzeit\u0026rdquo;. Morgen früh räumen wir dann das Feld und finden uns bei Berlin wieder ein, die letzten Vorbereitungen zu treffen.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261785600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-5-tage/","title":"Countdown: noch 5 Tage","summary":"Jetzt reicht eine Hand, um die Zeit runter zu zählen. Waren es vor Kurzem nicht noch zwei Monate? Habe ich nicht gestern erst gekündigt? War es nicht erst Vorgestern, als ich zeitgleich mit meiner Freundin das Wort \u0026ldquo;Weltreise\u0026rdquo; in den Mund nahm? Heute liegt mein zukünftiges Zuhause ausgebreitet vor mir im Wohnzimmer und ich frage mich, wie das für 8 Monate reichen kann. Gleichzeitig überlege ich jedoch angespannt, welches Gepäckstück ich noch zu hause lassen kann, damit mein Rücken so wenig wie möglich zu tragen hat.","content":"Jetzt reicht eine Hand, um die Zeit runter zu zählen. Waren es vor Kurzem nicht noch zwei Monate? Habe ich nicht gestern erst gekündigt? War es nicht erst Vorgestern, als ich zeitgleich mit meiner Freundin das Wort \u0026ldquo;Weltreise\u0026rdquo; in den Mund nahm? Heute liegt mein zukünftiges Zuhause ausgebreitet vor mir im Wohnzimmer und ich frage mich, wie das für 8 Monate reichen kann. Gleichzeitig überlege ich jedoch angespannt, welches Gepäckstück ich noch zu hause lassen kann, damit mein Rücken so wenig wie möglich zu tragen hat. Nicht nur für Euch Leser, sondern auch aus versicherungstechnischer Nachweispflicht habe ich mein gesamtes Reisegepäck abgelichtet.\nZwar zeigt die Waage angenehme 15 kg an, beim Blick auf die Gewichtsverteilung, fällt mir unangenehm auf, dass ich Kleidung zu Lasten von elektronischen Zubehör einsparen muss. Erstmals wird mir bewusst, wieviele Netzteile und Ladegeräte man zum Existieren braucht. Selbst meine beiden Sony-Cybershot-Kameras verlangen nach zwei unterschiedlichen Ladesystemen. Da half nur der Griff zu Seitenschneider und Lötkolben und schon konnte ich 200 g Gewicht in Form von abgetrennten Kabeln einsparen. Dennoch muss ich nun Ladekabel für Kamera, Handy und Laptop durch Asien tragen. Ich bin gespannt, welche der o.g. Reiseausstattung ich in 8 Monaten wieder in Deutschland einführen darf.\nDen Nachmittag des 2. Advent nutze ich - wie man das halt so macht am heiligen Fest - mit dem Putzen unseres Zweirad-Fuhrparks. Irritiert war ich über die Männer, die auf dem halben CleanCar-Areal ihre Statussymbole (hey, die Autos!) polierten und besaugten. Was zum Henker machen die am 2. Advent dort? Flucht vor der Familie? Oder verreisen die auch alle und konservieren ihre Fahrzeuge für die nächsten Monate? Sei´s drum. Ich für meinen Teil habe die Bikes dank Hochdruckwaschung und W40-Besprühung rostunempfindlich eingemottet.\nHeute Abend überraschten uns noch zwei gute Freunde mit einer Flasche Wein. Im völligen Wohnungschaos leerten wir den Glaskörper und verabschiedeten uns mit vielen Vorsätzen für das Wiedersehen Ende 2010. Man wird sehen, gell U.?!\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261699200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-6-tage/","title":"Countdown: noch 6 Tage","summary":"So, jetzt kann ich sagen, in einer Woche bin ich in Asien. Mein Puls beschleunigt sich dabei merklich. Der heutige 1. Weihnachtsfeiertag hatte mit Weihnachten soviel zu tun, wie Irak mit Frieden. Ich habe den Tag weitestgehend vor den Rechnern verbracht, um Musik zu kopieren, meine Webprojekte reisefertig zu übertragen, Accounts zu vereinfachen, das Geldbeschaffungssystem weiter auszuklügeln, Passwörter zu verschlüsseln und die letzten Beschwerdebriefe aus Deutschland vorzubereiten. Chef-Kommentatorin Bella brachte mich gestern, beim Weihnachtsmahl auf die Idee, mein SKYPE-Konto (biberbeat) aufzuladen, um für 2 cent/Minute ins deutsche Festnetz zu telefonieren.","content":"So, jetzt kann ich sagen, in einer Woche bin ich in Asien. Mein Puls beschleunigt sich dabei merklich. Der heutige 1. Weihnachtsfeiertag hatte mit Weihnachten soviel zu tun, wie Irak mit Frieden. Ich habe den Tag weitestgehend vor den Rechnern verbracht, um Musik zu kopieren, meine Webprojekte reisefertig zu übertragen, Accounts zu vereinfachen, das Geldbeschaffungssystem weiter auszuklügeln, Passwörter zu verschlüsseln und die letzten Beschwerdebriefe aus Deutschland vorzubereiten. Chef-Kommentatorin Bella brachte mich gestern, beim Weihnachtsmahl auf die Idee, mein SKYPE-Konto (biberbeat) aufzuladen, um für 2 cent/Minute ins deutsche Festnetz zu telefonieren. Hab ich noch nie gemacht, klingt jedoch sehr spannend. Demnach bin ich auch, wenn online, über meinen Skype-Account erreichbar. Ebenso hab ich an dem Blog einige kleine Änderungen vorgenommen. Der Spendenaufruf rechts oben ist jetzt etwas plakativer formuliert. Damit dürfte jetzt jeder erkennen, was ich damit zu bezwecken versuche.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261612800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-7-tage/","title":"Countdown: noch 7 Tage","summary":"Heute Morgen überbrachte uns nicht der Weihnachtsmann die große Überraschung, sondern der Postbote. Überhaupt habe ich gerade den Eindruck, so eine Reise lässt sich nur mit guter postalischer Koordination vorbereiten. Richtig aufgeatmet habe ich, als mir ein Stapel Briefe aus dem Briefkasten entgegen fiel. Der Inhalt fühlte sich nicht nur nach Plastikgeld an. Am letzten postalisch erreichbarem Tag landeten die letzten beiden Kreditkarten in meinem Besitz. Jetzt bin ich dank Traveller-Schecks, Bargeld, echten und gefakten EC-und Kreditkarten mit reichlich finanziellem Background ausgestattet.","content":"Heute Morgen überbrachte uns nicht der Weihnachtsmann die große Überraschung, sondern der Postbote. Überhaupt habe ich gerade den Eindruck, so eine Reise lässt sich nur mit guter postalischer Koordination vorbereiten. Richtig aufgeatmet habe ich, als mir ein Stapel Briefe aus dem Briefkasten entgegen fiel. Der Inhalt fühlte sich nicht nur nach Plastikgeld an. Am letzten postalisch erreichbarem Tag landeten die letzten beiden Kreditkarten in meinem Besitz. Jetzt bin ich dank Traveller-Schecks, Bargeld, echten und gefakten EC-und Kreditkarten mit reichlich finanziellem Background ausgestattet. Inzwischen ist meine Wohnung auch wieder ienigermaßen repräsentabel. Die meisten Kisten liegen nebst Inhalt in der Wertstofftonne, Wollmäuse wurden weggesaugt und der Rucksack sieht schon fast abreisefertig aus.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261612800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-8-tage/","title":"Countdown: noch 8 Tage","summary":"Heute endete für mich die Zeit bei meinem langjährigen Arbeitgeber. Abschiede, manche für immer, manche nur zeitlich begrenzt, bestimmten den Tag. Jetzt ist die Zeit angebrochen in der sich mein unmittelbar verfügbarer Freundes-\u0026amp; Bekanntenkreis schlagartig reduziert: eine neue Erfahrung, die sich trotz der bevorstehenden Zeit, nicht gut anfühlt. Inzwischen sind auch alle Dokumente, Sperrlisten und sonstigen finanzbezogenen Informationen kopiert und gesichert. Ausserdem hat die komplette Reisebekleidung ihren letzten heimischen Waschgang hinter sich.","content":" Heute endete für mich die Zeit bei meinem langjährigen Arbeitgeber. Abschiede, manche für immer, manche nur zeitlich begrenzt, bestimmten den Tag. Jetzt ist die Zeit angebrochen in der sich mein unmittelbar verfügbarer Freundes-\u0026amp; Bekanntenkreis schlagartig reduziert: eine neue Erfahrung, die sich trotz der bevorstehenden Zeit, nicht gut anfühlt. Inzwischen sind auch alle Dokumente, Sperrlisten und sonstigen finanzbezogenen Informationen kopiert und gesichert. Ausserdem hat die komplette Reisebekleidung ihren letzten heimischen Waschgang hinter sich. Damit ist der letzte Schritt getan, um die Rucksäcke final zu packen.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261440000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-9-tage/","title":"Countdown: noch 9 Tage","summary":"So langsam wird´s ernst. Nicht nur der vorletzte Arbeitstag, zwei Tage vor Weihnachten und 2 Hände vor \u0026ldquo;Lift-Off\u0026rdquo; zerrüttet sich der gewohnte Alltagsablauf. Besonders schmerzhaft sind derzeit die Abschiede von guten Freunden. Heute gab´s mit zwei der ganz besonderen Sorte das \u0026ldquo;letzte Mittagsmahl\u0026rdquo; im Mangia e Bevi. Auch wenn ich weiß, dass ich ja irgendwann wiederkomme, ist das Pausieren zwischenmenschlicher Beziehungen kein Leichtes. Inzwischen ist auch das OK für die Aufnahme einer Verkehrrechtschutzversicherung eingetroffen, was mir meine gelegentlichen motorisierten Ausflüge im chaotischen Linksverkehr in manchem Land absichern wird.","content":"So langsam wird´s ernst. Nicht nur der vorletzte Arbeitstag, zwei Tage vor Weihnachten und 2 Hände vor \u0026ldquo;Lift-Off\u0026rdquo; zerrüttet sich der gewohnte Alltagsablauf. Besonders schmerzhaft sind derzeit die Abschiede von guten Freunden. Heute gab´s mit zwei der ganz besonderen Sorte das \u0026ldquo;letzte Mittagsmahl\u0026rdquo; im Mangia e Bevi. Auch wenn ich weiß, dass ich ja irgendwann wiederkomme, ist das Pausieren zwischenmenschlicher Beziehungen kein Leichtes. Inzwischen ist auch das OK für die Aufnahme einer Verkehrrechtschutzversicherung eingetroffen, was mir meine gelegentlichen motorisierten Ausflüge im chaotischen Linksverkehr in manchem Land absichern wird. Aktuell schreibe ich für die fleißigen Verwalter meiner Wohnung und der Post entsprechende Dokumentationen, damit im Notfall zu wissen ist, wer zu informieren ist. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Übermorgen ist Weihnachten. Auf dem Gefühl bin ich momentan aber taub.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261353600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-10-tage/","title":"Countdown: noch 10 Tage","summary":"Die letzten persönlich zu informierenden Geschäftspartner sind nun auch eingeweiht. Die letzte Routine in Hamburg wurden heute beendet. Die Post hat sich ohne viel Aufsehen dazu bereit erklärt, das merkwürdige Schreiben von Vorgestern verschwinden und meinen Nachsendeantrag aktivieren zu lassen. Die Pflanzen meiner Wohnung haben im kuscheligen Süden ein neues Heim gefunden.\nHat zwar nichts mit meiner Reise zu tun, aber dem Hamburger Straßenräumdienst erteile ich eine 6-, da keiner meiner Radwege geräumt war.","content":"Die letzten persönlich zu informierenden Geschäftspartner sind nun auch eingeweiht. Die letzte Routine in Hamburg wurden heute beendet. Die Post hat sich ohne viel Aufsehen dazu bereit erklärt, das merkwürdige Schreiben von Vorgestern verschwinden und meinen Nachsendeantrag aktivieren zu lassen. Die Pflanzen meiner Wohnung haben im kuscheligen Süden ein neues Heim gefunden.\nHat zwar nichts mit meiner Reise zu tun, aber dem Hamburger Straßenräumdienst erteile ich eine 6-, da keiner meiner Radwege geräumt war. Dafür bekommen alle Autofahrer heute eine 1+, da sie nicht gehupt haben, als ich anstatt dessen ihre Fahrbahn als Radweg missbrauchte.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261267200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-11-tage/","title":"Countdown: noch 11 Tage","summary":"Bei frostigen Temperaturen und elterlichem Besuch beschränkte sich meine heutige Vorbereitung auf das Verteilen von gescannten Pässen, Führerscheinen, geheimen Dokumenten und Belanglosigkeiten auf diversen digitalen Speichermedien. Das Auslaufen der letzten Finanzbeschaffungsmaßnahmen (ebay) erhöhte mein Budget unmerklich.","content":"Bei frostigen Temperaturen und elterlichem Besuch beschränkte sich meine heutige Vorbereitung auf das Verteilen von gescannten Pässen, Führerscheinen, geheimen Dokumenten und Belanglosigkeiten auf diversen digitalen Speichermedien. Das Auslaufen der letzten Finanzbeschaffungsmaßnahmen (ebay) erhöhte mein Budget unmerklich.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261180800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-12-tage/","title":"Countdown: noch 12 Tage","summary":"Während Hamburg einschneit, trudeln die letzten Kontounterlagen für mein Zweitkonto ein. Für Erheiterung sorgte heute mein spezieller Freund, die Deutsche Post AG. Mein Nachsendeantrag wurde Anfang der Woche von mir, old-schoolig analog, eingereicht. Heute vermelden die Postzusteller in einem Antwortschreiben \u0026ldquo;E I L T - Bitte unterschreiben und zurücksenden.\u0026rdquo; Angeblich habe ich den Atrag nicht unterzeichnet. Lustig, denn auf dem Durchdruck pragt in dickem Strich meine Unterschrift. Also freue ich mich, am Montag in der Postfiliale stehen und einer Erklärung lauschen zu dürfen.","content":"Während Hamburg einschneit, trudeln die letzten Kontounterlagen für mein Zweitkonto ein. Für Erheiterung sorgte heute mein spezieller Freund, die Deutsche Post AG. Mein Nachsendeantrag wurde Anfang der Woche von mir, old-schoolig analog, eingereicht. Heute vermelden die Postzusteller in einem Antwortschreiben \u0026ldquo;E I L T - Bitte unterschreiben und zurücksenden.\u0026rdquo; Angeblich habe ich den Atrag nicht unterzeichnet. Lustig, denn auf dem Durchdruck pragt in dickem Strich meine Unterschrift. Also freue ich mich, am Montag in der Postfiliale stehen und einer Erklärung lauschen zu dürfen.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261094400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-13-tage/","title":"Countdown: noch 13 Tage","summary":"Heute habe ich mich dann endlich dazu entschieden, mein literarisches Unterhaltungsprogramm zusammenzustellen. Während ich in heimischen Gefilden eher sachorientierte Dokumentationen lese, galt es für die bevorstehende Reise etwas anspruchsvollere Kost auszuwählen. Aldous Huxley´s \u0026ldquo;Schöne neue Welt\u0026rdquo; stand von Anfang an auf meiner Wunschliste. Aber mit diesem schmalen Schmöker komme ich, so meine Befürchtung, gerade mal über die ersten paar Wochen. Also befragte ich ein literarisches Duett und bat im existenzielle Literatur, die nicht nur Zeit totschlägt sondern auch Gehirnzellen anregt.","content":"Heute habe ich mich dann endlich dazu entschieden, mein literarisches Unterhaltungsprogramm zusammenzustellen. Während ich in heimischen Gefilden eher sachorientierte Dokumentationen lese, galt es für die bevorstehende Reise etwas anspruchsvollere Kost auszuwählen. Aldous Huxley´s \u0026ldquo;Schöne neue Welt\u0026rdquo; stand von Anfang an auf meiner Wunschliste. Aber mit diesem schmalen Schmöker komme ich, so meine Befürchtung, gerade mal über die ersten paar Wochen. Also befragte ich ein literarisches Duett und bat im existenzielle Literatur, die nicht nur Zeit totschlägt sondern auch Gehirnzellen anregt. Herausgekommen sind die Buchempfehlungen HENRY MILLERs \u0026ldquo;WENDEKREIS DES KREBSES\u0026rdquo; sowie GEORG BÜCHNERs \u0026ldquo;LENZ\u0026rdquo;.\nZwei Blindkäufe auf Empfehlung bester Freunde. Was kann man da eigentlich falsch machen, ausser sie nicht zu lesen?\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1261008000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-14-tage/","title":"Countdown: noch 14 Tage","summary":"Inzwischen ist es wieder möglich, die Holzplatte des Schreibtischs zu erkennen. Die Aktenordner hingegen quellen aus, da so ziemlich jeglicher Papierkram jetzt so abgelegt ist, dass ich ihn in 1 Jahr wiederfinde. Die Kombination aus Vorweihnachtszeit und Reisevorbereitung ist, rückblickend betrachtet, ein sehr opferfordernder Zeitpunkt. Neben der sonst üblichen Weihnachtshektik mit Geschenkejagd, Glühweinbesäufnissen und Weihnachtsfeiern zwängt sich jetzt auch noch die Notwendigkeit, seine Zelte abzubrechen. Beim nächsten Mal mach ich das wohl eher in den zwei toten Monaten Januar und Februar.","content":"Inzwischen ist es wieder möglich, die Holzplatte des Schreibtischs zu erkennen. Die Aktenordner hingegen quellen aus, da so ziemlich jeglicher Papierkram jetzt so abgelegt ist, dass ich ihn in 1 Jahr wiederfinde. Die Kombination aus Vorweihnachtszeit und Reisevorbereitung ist, rückblickend betrachtet, ein sehr opferfordernder Zeitpunkt. Neben der sonst üblichen Weihnachtshektik mit Geschenkejagd, Glühweinbesäufnissen und Weihnachtsfeiern zwängt sich jetzt auch noch die Notwendigkeit, seine Zelte abzubrechen. Beim nächsten Mal mach ich das wohl eher in den zwei toten Monaten Januar und Februar.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1260921600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-15-tage/","title":"Countdown: noch 15 Tage","summary":"Die Zahl des Tages lautet 35. Soviel Grad Celsius sagt der Wetterbericht für Bangkok am Tag unserer Ankunft voraus.\nDa ließ sich der heutige Ganztagsfrost recht gut ertragen. Anstrengend hingegen ist das nach wie vorherrschende Chaos in den eigenen 4 Wänden. So langsam ist aber auch die letzte Wäsche getrocknet und kann final in den Nylon-Wandschrank (=Rucksack) einsortiert werden.","content":"Die Zahl des Tages lautet 35. Soviel Grad Celsius sagt der Wetterbericht für Bangkok am Tag unserer Ankunft voraus.\nDa ließ sich der heutige Ganztagsfrost recht gut ertragen. Anstrengend hingegen ist das nach wie vorherrschende Chaos in den eigenen 4 Wänden. So langsam ist aber auch die letzte Wäsche getrocknet und kann final in den Nylon-Wandschrank (=Rucksack) einsortiert werden.\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1260835200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/countdown-noch-16-tage/","title":"Countdown: noch 16 Tage","summary":"Täglich werde ich von Freunden befragt, wie der Stand meiner Reisevorbereitung ist. Zu lesen gab es in den letzten Tagen nicht sehr viel, was eindeutiges Resultat der \u0026ldquo;Neuigkeiten\u0026rdquo; ist: Streß. Naja, eigentlich ist es kein Streß, es ist eher aufgeregtes, hektisches, Zusammensammeln von Dutzenden Informationen, Unterlagen und Vervollständigen des Gepäcks.\nEigentlich haben wir alle notwendigen Angelegenheiten abgeschlossen, jetzt muss nur noch das Chaos in der Wohnung beseitigt werden. Neben Nachsendeantrag ist die Abmeldung beim Arbeitsamt erledigt.","content":"Täglich werde ich von Freunden befragt, wie der Stand meiner Reisevorbereitung ist. Zu lesen gab es in den letzten Tagen nicht sehr viel, was eindeutiges Resultat der \u0026ldquo;Neuigkeiten\u0026rdquo; ist: Streß. Naja, eigentlich ist es kein Streß, es ist eher aufgeregtes, hektisches, Zusammensammeln von Dutzenden Informationen, Unterlagen und Vervollständigen des Gepäcks.\nEigentlich haben wir alle notwendigen Angelegenheiten abgeschlossen, jetzt muss nur noch das Chaos in der Wohnung beseitigt werden. Neben Nachsendeantrag ist die Abmeldung beim Arbeitsamt erledigt. Die Karten für unser neues Konto kommen, das wissen wir heute schon, zu spät und stehen uns erst ab Februar zur Verfügung. Die technischen Komponenten sind final zusammengetragen und auch die Bekleidung hat ihren letzten Waschgang in einer deutschen Miele hinter sich gebracht.\nHeute habe ich alle existenziellen Dokumente kopiert und gescannt - egal was passiert, wir können und den Botschaften gegenüber ausweisen und die Beschaffung der verlorenen Dokumente beschleunigen - aber das soll bitte nur Theorie bleiben. Danke!\nAb heute versuche ich, täglich einen kurzen Abriss der letzten, heißen Phase zu liefern, auch wenn ich mir unsicher bin, ob es die Weihnachts- und Abschlußfeiern und die zu erledigenden Aufgaben überhaupt erlauben.\nPS: Ich habe für alle Besucher ab sofort eine kleine Bedienungsanleitung zusammengetragen, die sich oben auf dieser Seite befindet und kurz erklärt, was sich hier wo befindet und wozu das alles da ist. \u0026ldquo;Bloglesen leicht gemacht.\u0026rdquo;\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1258761600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/noch-6-wochen/","title":"noch 6 Wochen","summary":"Jetzt kann ich die mir verbleibende Zeit in Deutschland schon fast an einer Hand abzählen. Dieser Umstand versetzt mich zeitweise in ein Gefühl zwischen Panik und Freude. Freunde, es wird ernst. Zum Glück habe ich gerade Urlaub und kann mich in aller Ruhe mit unaufschiebbaren Themen beschäftigen.\nEs gilt ein weiteres Bankkonto zu eröffnen, bei dem ich und meine Reisebegleitung verfügungsberechtigt sind. Entsprechend telefonierte ich gestern alle namhaften Großbanken Deutschlands ab und erlebte höchst unterschiedliche Beratungsleistungen.","content":"Jetzt kann ich die mir verbleibende Zeit in Deutschland schon fast an einer Hand abzählen. Dieser Umstand versetzt mich zeitweise in ein Gefühl zwischen Panik und Freude. Freunde, es wird ernst. Zum Glück habe ich gerade Urlaub und kann mich in aller Ruhe mit unaufschiebbaren Themen beschäftigen.\nEs gilt ein weiteres Bankkonto zu eröffnen, bei dem ich und meine Reisebegleitung verfügungsberechtigt sind. Entsprechend telefonierte ich gestern alle namhaften Großbanken Deutschlands ab und erlebte höchst unterschiedliche Beratungsleistungen. Kleine Episode am Rande: gefragt nach den Bedingungen bei Diebstahl der Karten verwies mich die Kundenberaterin an ein PDF-Dokument auf der Bank-Seite. Ich solle mir das einfach durchlesen. Diese Bank ist jedenfalls aus dem Rennen. Ich werde wohl ein Cash-Konto bei der 1822direkt eröffnen, da ich von meinem dortigen Tagesgeldkonto schnell Zugriff auf monetären Nachschub habe.\nÄußerst positiv verlief ein Gespräch mit der Kundenberaterin des ADAC. Als Basismitglied mit Rechtschutz stehen mir bei einer Reise in den Geltungsbereich \u0026ldquo;Welt\u0026rdquo; nur stark eingeschränkte Serviceleistzungen zur Verfügung. Gerade mal 3 Monate greift der Verkehrs-Rechtschutz und stellt die Fortführung der Mitgliedschaft in Frage. Ohne darauf angesprochen zu werden, empfahl mit Frau ADAC, meine Mitgliedschaft für den Zeitraum meiner Abwesenheit auszusetzen. Fein, fein. So I did. Zudem geht´s am Montag in die örtliche Zulassungsbehörde, um mir den internationalen Führerschein zu beschaffen\nVon der Impf-Front gibt´s nicht´s neues, da eine eingefangene Erkältung den letzten Zyklus nicht zulässt.\nAn diesem Wochenende findet das große Testpacken statt. Nachdem ich in der letzen Woche bei meinem Reiseausstatter des Vertrauens war und umfangreich mit Funktionshemden und -jacken, Messer, Kocher, Hose ausgestattet wurde, gilt es jetzt den geplanten Krempel in die 60 Liter des Rucksacks zu verteilen. Man wird sehen\u0026hellip;\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1239840000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/lissabon-an-einem-tag/","title":"Lissabon an einem Tag","summary":"Eigentlich ist völlig abwegig zu glauben, eine Stadt wie Lissabon an nur einem Tag zu bereisen und ihre Seele aufzusaugen zu können. Dennoch soll es Zeitgenossen geben, die Zeitmangel gebucht haben. Auf der anderen Seite kann man unserer Erfahrung nach viel angenehmer auf Spuren anderer Reisender wandeln, während einen der Standardreiseführer immer in den Massentourismus schickt.\nWir nutzten Lissabon als Sprungbrett zur Algarve und hatten in der Tat nur einen Tag Zeit, das Flair der Stadt zu erleben.","content":"Eigentlich ist völlig abwegig zu glauben, eine Stadt wie Lissabon an nur einem Tag zu bereisen und ihre Seele aufzusaugen zu können. Dennoch soll es Zeitgenossen geben, die Zeitmangel gebucht haben. Auf der anderen Seite kann man unserer Erfahrung nach viel angenehmer auf Spuren anderer Reisender wandeln, während einen der Standardreiseführer immer in den Massentourismus schickt.\nWir nutzten Lissabon als Sprungbrett zur Algarve und hatten in der Tat nur einen Tag Zeit, das Flair der Stadt zu erleben. Wer sich an den folgenden Stationen orientiert, dem sei versichert, er wird einen wunderschönen Tag in dieser phantastischen Stadt verleben.\nWie man sich bettet, so schläft man und wer nicht viel Zeit hat, sollte zentral zwischen den Plätzen \u0026ldquo;Praca da Figueira\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Praca Pedro IV\u0026rdquo; inmitten der Altstadt Baixia im Design-Hotel \u0026ldquo;Internacional\u0026rdquo; einchecken. Die Zimmer sind angenehm groß und das Ambiente ist durchdacht. Auf die Buchung eines Frühstücks kann man getrost verzichten, da sich direkt gegenüber die älteste Cafeteria Lissabons \u0026ldquo;Cafeitaria International\u0026rdquo; befindet, in der man allerlei leckere Versuchungen angeboten bekommt. So lässt sich der Tag bei einem Galao mit Natas beginnen.\nDesign-Hotel Internacional\nPortugals Nationalspeise: Natas\nDirekt um die Ecke, entlang der Rua de Augusta gelangt man zu dem von Eiffel´s Lehrling erbauten Fahrstuhl \u0026ldquo;Elevador de Santa Justa\u0026rdquo;. Dieser Fahrstuhl verbindet die Unter- mit der Oberstadt. Von der Aussichtsplattform des Fahrstuhls bekommt man einen sehr guten Überblick über die Stadtteile Lissabons´ Zentrum.\nElevador de Santa Justa\nVom Aussichtspunkt durchläuft man die Oberstadt mit ihren schmalen Gassen in Richtung Rua San Pedro Alcantara. Dort trifft man auf die Bergstraßenbahn \u0026ldquo;Elevador da Gloria\u0026rdquo;. Dieser \u0026ldquo;Fahrstuhl\u0026rdquo; sind eigentlich zwei Straßenbahnwagons, die in entgegengesetzter Richtung und durch das das jeweilige Gegengewicht den Berg erklimmen. Man kann aber auch bequem ohne Straßenbahn hinunter in die Unterstadt laufen.\nDie Bergstraßenbahn\nDie Rua do Ouro führt uns vorbei am Hauptbahnhof Rossio in Richtung unseres Ausgangspunktes. Zum Verschnaufen, sollte man sich die Zeit nehmen, sich in einem der Café entlang des Praca Pedro IV auszuruhen und dem bunten Treiben auf dem Platz zu zusehen.\nGestärkt geht es weiter zum Praca Figuera an dessen Süd-Ost-Ende wir die Straßenbahn der Linie 12 besteigen und uns so ganz entspannt durch die engen, zugeparkten Gassen des Mouraria-Viertels, der östlichen Altstadt, bis hinauf zur Burg fahren lassen. Einen Ganztagsfahrschein kauft man sich am besten für 4 EUR direkt am Bahnhof Rossio.\nStadtrundfahrt in der alten Straßenbahn-Linie 12\nWieder am Ausgangspunkt der Rundfahrt angekommen, kann man am frühen Abend durch Triumphbogen \u0026ldquo;Arco da Rua Augusta\u0026rdquo; zum Fähranleger gehen, wo sich bei Flut zigtausend Fische treffen und man einen wunderbaren Blick über den Rio Tejo mit seinen zwei Brücken und der über der Stadt stehenden Jesus-Statue hat.\nArco da Rua Augusta\nUm letztmalig in den Genuss typisch portugiesischem Essens zu kommen, gehe man in das alte Casino \u0026ldquo;Casa do Alentejo\u0026rdquo; in der Rua das Portas de San Antonio. Von Aussen erkennt man nicht, dass sich hinter der Fassade ein monumentales Restaurant verbirgt, welchen zwar durch Großkantinencharakter, aber auch durch Gigantismus beeindruckt. Ein Besuch auf der Toilette sei dringendst empfohlen. Man sagt der Bedienung eine gewisse Unfreundlichkeit nach, was wir jedoch nicht bestätigen können.\nversteckte Perle: das Restaurant im alten Casino Casa do Alentejo\nAuf dem Heimweg ins Hotel sollte man einen letzten Stop in der \u0026ldquo;Ginjinha sem Rival\u0026rdquo; in der Rua das Portas de San Antonio Nummer 7 machen. Ein kleiner Kiosk, der Portwein und Liköre in Mini-Bechern verkauft, die noch vor Ort auf der Straße getrunken werden.\nSchnapsladen \u0026ldquo;Ginjinha sem Rival\u0026rdquo;\nNun ist der Tag um. Was folgt, bleibt jedem selbst überlassen, aber um diese Stadt mit all ihren verborgenen Schätzen kennen zu lernen, bedarf es mehr als nur diesen einen Tag.\n","tags":["Spanien","Lissabon","2009"],"section":"posts"},{"date":"1227312000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/malaysia-here-we-come/","title":"Malaysia - here we come","summary":"Das hier ist für mich sicherlich der schönste Artikel des Jahres, den ich verfassen darf. Besonders, weil ich just in diesem Moment, 14:45 Uhr den Emirates-Fliege in Richtung Dubai besteige. Wenn der Lonely Planet zum täglichen Standardwerk wird, der Rucksack aufgeschultert ist und wir uns gegen Horden von Taxifahrern im fernen Osten erwehen müssen, heisst es Abschied nehmen vom geregelten Tagesablauf. Wir lassen den winterlichen Herbst hinter uns, kehren euch den Rücken, um Eindrücke und Erlebnisse jenseits der digitalen Welt zu sammeln.","content":" Das hier ist für mich sicherlich der schönste Artikel des Jahres, den ich verfassen darf. Besonders, weil ich just in diesem Moment, 14:45 Uhr den Emirates-Fliege in Richtung Dubai besteige. Wenn der Lonely Planet zum täglichen Standardwerk wird, der Rucksack aufgeschultert ist und wir uns gegen Horden von Taxifahrern im fernen Osten erwehen müssen, heisst es Abschied nehmen vom geregelten Tagesablauf. Wir lassen den winterlichen Herbst hinter uns, kehren euch den Rücken, um Eindrücke und Erlebnisse jenseits der digitalen Welt zu sammeln. Aber keine Sorge, dank der wunderbaren Zeitstempelfunktion passiert auf diesem Blog in den kommenden Wochen etwas mehr, als dass nur trockene Zweige durch das Layout geweht werden.\nHaltet die Ohren steif und uns die Treue!\nHeute ist nicht aller Tage, wir komm´ wieder, keine Frage!\n","tags":["Malaysia","2008"],"section":"posts"},{"date":"1219363200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/das-kleine-ich-und-die-grose-welt/","title":"das kleine Ich und die große Welt","summary":"Sagenhafte 17 Länder und somit 7% der Welt habe ich bis heute bereist. Will ich die 100% bis zu meinem Lebensende schaffen, muss ich mich ordentlich sputen.\nErstelle deine eigene \u0026ldquo;Visited Country Map\u0026rdquo;\n(gefunden bei Der ganze normale Wahnsinn)","content":" Sagenhafte 17 Länder und somit 7% der Welt habe ich bis heute bereist. Will ich die 100% bis zu meinem Lebensende schaffen, muss ich mich ordentlich sputen.\nErstelle deine eigene \u0026ldquo;Visited Country Map\u0026rdquo;\n(gefunden bei Der ganze normale Wahnsinn)\n","tags":[],"section":"posts"},{"date":"1197331200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/woran-erkennst-du-dass-du-2/","title":"Woran erkennst du, dass du....","summary":"\u0026hellip;zu lange in Venezuela warst?\na) Du sitzt auf der Toilette und möchtest das Papier in den nicht-vorhandenen Papierkorb werfen. b) Wenn du aus dem Haus gehst, fragst du dich, ob Gott den Lautstärkeregler auf \u0026ldquo;aus\u0026rdquo; gestellt hat. c) Nach dem Essen merkst du dir die Uhrzeit und wartest besorgt die nächsten 6-8 Stunden, um zu sehen, was passiert. d) Du schläfst noch immer mit Geldbeutel und Reisepass am Körper. e) Du antwortest brav mit \u0026ldquo;Si\u0026rdquo;, wenn der Nikolaus vor deiner Tür steht und dir Fragen stellt.","content":"\u0026hellip;zu lange in Venezuela warst?\na) Du sitzt auf der Toilette und möchtest das Papier in den nicht-vorhandenen Papierkorb werfen. b) Wenn du aus dem Haus gehst, fragst du dich, ob Gott den Lautstärkeregler auf \u0026ldquo;aus\u0026rdquo; gestellt hat. c) Nach dem Essen merkst du dir die Uhrzeit und wartest besorgt die nächsten 6-8 Stunden, um zu sehen, was passiert. d) Du schläfst noch immer mit Geldbeutel und Reisepass am Körper. e) Du antwortest brav mit \u0026ldquo;Si\u0026rdquo;, wenn der Nikolaus vor deiner Tür steht und dir Fragen stellt. f) Du läufst die Straße entlang, um von den Abgasen high zu werden (sogar Diesel Parfüm bekommt eine gänzlich neue Bedeutung!) g) Du fährst mit 99 Cent in der Tasche an die Tankstelle, um deinen leeren Tank zu füllen. h) Du gehst an die nächste Straßenecke und fragst jemanden, ob er dir 5500 Dollar für 1 Euro gibt (vielleicht passiert das ja irgendwann). i) Vor deiner nächsten Autobahnfahrt fährst du zuerst zur nächsten Polizeistation, um deine Taschen kontrollieren zu lassen. j) Du gehst zum Kühlschrank, nur um enttäuscht festzustellen, dass es kein \u0026ldquo;Regional light\u0026rdquo;-Eis-Bier gibt. k) Brot schmeckt merkwürdig ohne Zucker. l) Du hast bei allen Punkten zustimmend genickt!\nDas Original stammt von unserem Teilzeitreisebegleiter. Zu finden hier.\n","tags":["Venezuela","2010"],"section":"posts"},{"date":"1196467200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2007/venezuela-in-bunt-2/","title":"Venezuela in bunt","summary":"Lange habt ihr drauf warten müssen, aber nun ist es endlich soweit. Für alle die sich in den letzten Wochen durch die monochromen Texte unserer Reiseberichte gequält haben, gibt es jetzt die bunte Belohnung. Aber Vorsicht! Bringt alle Minderjährigen ausser Sichtweite, denn es gibt Bilder, die nichts für schwache Nerven sind!\nhttps://www.flickr.com/photos/hasenfarm/sets/72157603345602951/show/\nWir freuen uns wie immer über Eure Kommentare!","content":"Lange habt ihr drauf warten müssen, aber nun ist es endlich soweit. Für alle die sich in den letzten Wochen durch die monochromen Texte unserer Reiseberichte gequält haben, gibt es jetzt die bunte Belohnung. Aber Vorsicht! Bringt alle Minderjährigen ausser Sichtweite, denn es gibt Bilder, die nichts für schwache Nerven sind!\nhttps://www.flickr.com/photos/hasenfarm/sets/72157603345602951/show/\nWir freuen uns wie immer über Eure Kommentare!\n","tags":["2007","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1195689600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/der-wind-war-es-2/","title":"Der Wind war es","summary":"Zu dieser Erkenntnis bin ich dann zum Glueck heute doch noch gelangt, die mein eher maessiges Abschneiden gestern beim Kiten erklaert. Heute hingegen hatten wir perfekte Bedingungen, die ein Kontrollieren des Kites und Umherziehen im Wasser ermoeglichten. Wir haben entsprechend Sonne getankt und freuen uns auf Morgen, wo es endlich auf das Brett gehen soll.","content":"Zu dieser Erkenntnis bin ich dann zum Glueck heute doch noch gelangt, die mein eher maessiges Abschneiden gestern beim Kiten erklaert. Heute hingegen hatten wir perfekte Bedingungen, die ein Kontrollieren des Kites und Umherziehen im Wasser ermoeglichten. Wir haben entsprechend Sonne getankt und freuen uns auf Morgen, wo es endlich auf das Brett gehen soll.\n","tags":["Venezuela","2007"],"section":"posts"},{"date":"1195689600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/zweimal-werden-wir-noch-wach-2/","title":"Zweimal werden wir noch wach...","summary":"El Yaque, 6:30pm \u0026hellip;heissa, dann ist Abreisetag. Ja, wir koennen es auch kaum glauben, aber die 4 Wochen sind vorueber. Viele Eindruecke hat uns Venezuela geschenkt, viel Stress haben wir gehabt, viele Entscheidungen galt es zu treffen, nette Leute haben wir getroffen. Es war kein einfacher Urlaub, es war ein Abenteuer. Abenteuer haben gute und weniger gute Seiten. Die Guten ueberwiegen.\nWir danken allen, die in den letzten 4 Wochen an dieser Stelle ein Teil unserer Reise geworden sind und wuerden uns freuen, wenn ihr den Kommentaren noch euren Senf abgebt.","content":"El Yaque, 6:30pm \u0026hellip;heissa, dann ist Abreisetag. Ja, wir koennen es auch kaum glauben, aber die 4 Wochen sind vorueber. Viele Eindruecke hat uns Venezuela geschenkt, viel Stress haben wir gehabt, viele Entscheidungen galt es zu treffen, nette Leute haben wir getroffen. Es war kein einfacher Urlaub, es war ein Abenteuer. Abenteuer haben gute und weniger gute Seiten. Die Guten ueberwiegen.\nWir danken allen, die in den letzten 4 Wochen an dieser Stelle ein Teil unserer Reise geworden sind und wuerden uns freuen, wenn ihr den Kommentaren noch euren Senf abgebt. Zum Dank verschicken wir in der kommenden Woche einen Link mit den besten Bildern dieser Reise.\nDas wars. Letzter Beitrag aus Venezuela!\nAdios amigos y amigas.\n","tags":["2010","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1195603200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/have-an-eye-on-the-kite-2/","title":"Have an eye on the kite","summary":"El Yaque, 5:30pm Es gibt Menschen, die koennen es und es gibt mich. Mag an den horizontalen Luftwirbeln gelegen haben oder an meiner mangelnden Faehigkeit, mehr als zwei Dinge gleichzeitig zu verarbeiten. Jedenfalls fand es mein Drachen viel lustiger, staendig auf das Wasser zu prallen und die Sicherheitsventile zu oeffnen. Hat uns allen aber viel Spass bereitet. Morgen soll es dann mit einhaendiger Steuerung weitergehen - als ob mir das irgendwie hilft.","content":"El Yaque, 5:30pm Es gibt Menschen, die koennen es und es gibt mich. Mag an den horizontalen Luftwirbeln gelegen haben oder an meiner mangelnden Faehigkeit, mehr als zwei Dinge gleichzeitig zu verarbeiten. Jedenfalls fand es mein Drachen viel lustiger, staendig auf das Wasser zu prallen und die Sicherheitsventile zu oeffnen. Hat uns allen aber viel Spass bereitet. Morgen soll es dann mit einhaendiger Steuerung weitergehen - als ob mir das irgendwie hilft. Vielleicht faellt der Drachen ja noch schneller zum Wasser zurueck. Sonnenbrand ist dank umfangreichen Verhuellungsmassnahmen ausgeblieben und die Kassen der hamburger Dermatologen bleiben vorerst leer. Meine Idee, mich mit Haartoupet und Sonnencreme als Kiter zu tarnen, ist uebrigens fehlgeschlagen. Ich haette meinen Fokus auf Shorts mit Blumen- oder Herzmotiv sowie einem Koerperanzug mit Sixpackapplikation und Oberarmauspolsterung legen muessen. Einzig mit der Braunfaerbung der Haut konnte ich punkten. Unseren Damen hingegen, haetten wir gestern Abend noch schnell Silikon in explorierte Koerperregionen einbauen sowie - hier passt es - die Haare blondieren muessen. Mehr von unserem Kreuzug gegen den Wind an dieser Stelle morgen.\n","tags":["2007","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1195516800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/explosion-people-2/","title":"Explosion People","summary":"El Yaque, 9:31pm So, da sind wir wieder aufgetaucht. Unser letzter Aufenthaltsort, Playa Colorada, besass neben vorgelagerten Korallenriffen in tuerkisem, ein paar Palmen und netten Posadas keine Onlineverbindung. Und wir haben es trotzdem geschafft, die Zeit hinter uns zu lassen. Neben Rumgeschnorchel galt dem Sonnenbraeunen und in-Haengematten-rumschaukeln die Hauptaufmerksamkeit. Ebenso hatten wir das durchaus zweifelhafte Vergnuegen, Bekanntschaft mit einem Mitglied der MafiaSchattenwirtschaft zu machen. Nachdem er uns das ganze Wochenende mit haarstraeubenden Geschichten und lautstarken Streits mit seiner Frau unterhielt, hat er heute die Posada-Betreiberin um das Geld geprellt und ist in seinem super-dicken-Poser-Jeep abgehauen.","content":"El Yaque, 9:31pm So, da sind wir wieder aufgetaucht. Unser letzter Aufenthaltsort, Playa Colorada, besass neben vorgelagerten Korallenriffen in tuerkisem, ein paar Palmen und netten Posadas keine Onlineverbindung. Und wir haben es trotzdem geschafft, die Zeit hinter uns zu lassen. Neben Rumgeschnorchel galt dem Sonnenbraeunen und in-Haengematten-rumschaukeln die Hauptaufmerksamkeit. Ebenso hatten wir das durchaus zweifelhafte Vergnuegen, Bekanntschaft mit einem Mitglied der MafiaSchattenwirtschaft zu machen. Nachdem er uns das ganze Wochenende mit haarstraeubenden Geschichten und lautstarken Streits mit seiner Frau unterhielt, hat er heute die Posada-Betreiberin um das Geld geprellt und ist in seinem super-dicken-Poser-Jeep abgehauen. Inzwischen haben wir das Festland Venezuelas mit Hilfe der Faehre hinter uns gelassen und sind im Surferparadies auf Isla Magarita angekommen. Meine erste laut geausserte Einschaetzung: \u0026ldquo;Sieht aus wie auf Malle\u0026rdquo;. Ob ich mit dieser groben Beleidigung richtig liege, oder die Insel doch mehr zu bieten hat, werden wir in den letzten 4 Tagen unserer Reise erfahren.\n","tags":["2007","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1195516800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/kill-bill-2/","title":"Kill Bill","summary":"El Yaque, 7:00pm Das schöne am Reisen ist, wir wissen nicht, was passiert. So hat sich unser Reiseverlauf heute um 180 Grad gedreht. Unsere beiden Freunde aus Hamburg haben wir dann ohne nährer Abstimmung in der selben Posada getroffen und spontan den Plan für die letzte Woche geandert. Heute haben wir bekannte amerikanische Kinofilme nachgespielt und sind mit einem geliehenen 70er Chrysler \u0026ldquo;New Yorker\u0026rdquo; über die Strassen der Insel gewippt. Die gefühlten 10 Meter Autolänge einzuparken wäre sicher eine Riesenfreude für jeden.","content":"El Yaque, 7:00pm Das schöne am Reisen ist, wir wissen nicht, was passiert. So hat sich unser Reiseverlauf heute um 180 Grad gedreht. Unsere beiden Freunde aus Hamburg haben wir dann ohne nährer Abstimmung in der selben Posada getroffen und spontan den Plan für die letzte Woche geandert. Heute haben wir bekannte amerikanische Kinofilme nachgespielt und sind mit einem geliehenen 70er Chrysler \u0026ldquo;New Yorker\u0026rdquo; über die Strassen der Insel gewippt. Die gefühlten 10 Meter Autolänge einzuparken wäre sicher eine Riesenfreude für jeden. Mit dem Vehilkel haben wir es auf jeden Fall geschafft, den ersten Sonnenuntergang über dem Meer zu erleben. Venezuela ist was die Himmelsrichtungen angeht nicht so optimal aufgestellt.\nMorgen heisst es dann für uns, die blonden Langhaarperücken aufzusetzen und dick 50er Sunblocker auf dem Körper zu verschmieren. Wir wollen ja auf keinen Fall beim Kite-Surf-Kurs für Dummies neben den ganzen Szene-Cracks auffallen. Der Ort hier zählt zu einem der Top-Spots (so nennt man das, wenn viele Leute aus aller Welt genau deswegen hier herkommen) der Surf-Szene.\n","tags":["Venezuela","2007"],"section":"posts"},{"date":"1194998400","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/die-aus-dem-dschungel-kamen-2/","title":"die aus dem Dschungel kamen","summary":"Ciudad Bolivar, 9:21pm Da sind wir wieder zurueck vom Rio Caura. Nach 5 Tagen unter freiem Himmel, Schlafen in Haengematten und umgeben von toedlichen Lebewesen. Nennen wir an dieser Stelle nur mal den Skorpion, der durch unsere Freiluftkueche lief, die 2 Meter lange Schlange, die auf dem Baum sass sowie die bis handgrossen Vogelspinnen, die unsere Trekkingpfade kreuzten. Piranhas haben wir auch ohne Einsatz von Blut geangelt. Aber es gab auch wesentlich ungefaehrlichere, dafuer umso schoenere Tiere zu sehen: Papageien in allen Farben und Formen, Schildkroeten, Affen und Schmetterlinge in Massen - und siehe Foto oben: Christina, das Riesenmeerschweinchen (Capibara).","content":"Ciudad Bolivar, 9:21pm Da sind wir wieder zurueck vom Rio Caura. Nach 5 Tagen unter freiem Himmel, Schlafen in Haengematten und umgeben von toedlichen Lebewesen. Nennen wir an dieser Stelle nur mal den Skorpion, der durch unsere Freiluftkueche lief, die 2 Meter lange Schlange, die auf dem Baum sass sowie die bis handgrossen Vogelspinnen, die unsere Trekkingpfade kreuzten. Piranhas haben wir auch ohne Einsatz von Blut geangelt. Aber es gab auch wesentlich ungefaehrlichere, dafuer umso schoenere Tiere zu sehen: Papageien in allen Farben und Formen, Schildkroeten, Affen und Schmetterlinge in Massen - und siehe Foto oben: Christina, das Riesenmeerschweinchen (Capibara). Entlang der ca. 70 km langen Flussfahrt in die Abgeschiedenheit des Regenwaldes eroeffneten sich uns Einblicke in das Leben der Ureinwohner. Man stelle sich Indianer vor, die ihr Dorf noch nie verlassen haben, dafuer aber innerhalb von 4 Tagen mit einem Buschmesser, einer Axt und Feuer aus einem Eukalyptusbaum ein Boot bauen koennen. Auf einem ca. 20 km langen Marsch quer durch dichten Dschungel, haben wir uns zu einem maechtigen Wasserfall durchgekaempft. Bei 32 Grad Celsius und 100% Luftfeuchtigkeit haben wir diese Uebung natuerlich mit Links gemeistert. Auch die 300 Meter Hoehendifferenz auf unbefestigten Pfaden waren kein Problem. Zu dumm nur, dass wir zur Halbzeit Haluzinationen von Klimaanlagen, Masseusen und Softeisautomaten hatten. Die harte Wirklichkeit bedeutete: 3 Liter aufgewaermtes Wasser im Rucksack. Nach rund 3 Stunden Wiederbelebung, machten wir uns auf den Rueckweg. Und weils so schoen war und wir uns fit wie Turnschuh fuehlten, machten wir uns in der Dunkelheit gleich nochmal los, um den Dschungel bei Nacht zu erkunden. Die Erkenntnis aus dieser Wanderung: dort ist es Nachts saudunkel und lebensbedrohlich (siehe oben). Besonders hervorheben moechten wir an dieser Stelle die hervorragende Umsorgung durch unsere Gefaehrten aus Muenchen und Karlsruhe. Wir sind gespannt, wo wir uns wiedersehen.\nHier ein paar visuelle Eindrücke aus dem Dschungel:\nmind your step\nDorfschule mitten im Dschungel\nbunte Vögel gibt´s auch hier\nstylischer Käfer\nWasserfälle am Oberlauf des Rio Caura\nRegen über dem Regenwald\nperfekter Landeplatz\nNun geht es weiter auf unserer Reise. Nur wissen wir noch nicht wohin. Also, lasst Euch ueberraschen.\n","tags":["Venezuela","2007"],"section":"posts"},{"date":"1194480000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/doch-nicht-aus-der-welt-2/","title":"doch nicht aus der Welt","summary":"Ciudad Bolivar 10:15 am Wer nach unserer gestrigen Ankuendigung dachte, er haette Ruhe vor uns, der hat sich taeuschen lassen. Das Einzige, was wir immer wissen: wir wissen nicht, was morgen sein wird. Und so sind wir noch einen Tag haegen geblieben, bevor wir uns fuer 5 Tage und 4 Naechte in die Wildniss des Rio Caura verabschieden. Angeblich sollen wir sogar Piranas fangen. Hab mir vorsichtshalber meine Rasierklingen eingepackt - soll ja mit Blut im Wasser besser funktionieren.","content":"Ciudad Bolivar 10:15 am Wer nach unserer gestrigen Ankuendigung dachte, er haette Ruhe vor uns, der hat sich taeuschen lassen. Das Einzige, was wir immer wissen: wir wissen nicht, was morgen sein wird. Und so sind wir noch einen Tag haegen geblieben, bevor wir uns fuer 5 Tage und 4 Naechte in die Wildniss des Rio Caura verabschieden. Angeblich sollen wir sogar Piranas fangen. Hab mir vorsichtshalber meine Rasierklingen eingepackt - soll ja mit Blut im Wasser besser funktionieren. Gestern Abend waren wir standesgemaess essen: beim Tuerken um die Ecke. Falaffel und grosser gemischter Teller mit scharf. Ein kulinarischer Kulturschock. Spanisch sprechende Tuerken, die aus Deutschland bekanntes Essen servieren. Das Einzige, was wirklich anders war: ihre Freundlichkeit. Nicht dass uns bekannte Doenerbudenbetreiber unfreundlich sind, aber die Betreiberin hat uns direkt die Klimaanlage von \u0026ldquo;Schockfrosten\u0026rdquo; auf \u0026ldquo;Polarfruehling\u0026rdquo; gestellt, uns die Speisenkarte in eine uns verstandliche Form uebersetzt und und Minzbonbons geschenkt. Wir haben ihr auf Deutsch gedroht, heute Abend wieder dort aufzuschlagen.\nSo, gut fuer heute. Bis bald!\n","tags":["2007","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1194393600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2007/ciudad-bolivar-und-vieles-davor-2/","title":"Ciudad Bolivar und vieles davor","summary":"Ciudad Bolivar, 11:55am\nWeg sind wir. Weg von der Kueste, mittem im Land. Wir haben es nicht mehr ausgehalten an karibischen Straenden und tuerkisem Meer. Die Suche nach den Flamingos haben wir ausfallen lassen und haben uns mit den Exemplaren begnuegt, die wir vom Bus aus gesehen haben. Das mit dem Schnorcheln und Sonnenbaden auf kleinen karibischen Inseln vor der Kueste Chichiriviches haben wir genossen. Gestern als wir vor der Abfahrt des Nachtbusses quer durch das Land unsere geleerten Geldbeutel auffuellen wollten, mussten wir feststellen, dass ein gefuelles Girokonto, Kreditlimit auf der MasterCard und einer Hand voll Traveller Checkques keine Garantie fuer Bargeld sind.","content":"Ciudad Bolivar, 11:55am\nWeg sind wir. Weg von der Kueste, mittem im Land. Wir haben es nicht mehr ausgehalten an karibischen Straenden und tuerkisem Meer. Die Suche nach den Flamingos haben wir ausfallen lassen und haben uns mit den Exemplaren begnuegt, die wir vom Bus aus gesehen haben. Das mit dem Schnorcheln und Sonnenbaden auf kleinen karibischen Inseln vor der Kueste Chichiriviches haben wir genossen. Gestern als wir vor der Abfahrt des Nachtbusses quer durch das Land unsere geleerten Geldbeutel auffuellen wollten, mussten wir feststellen, dass ein gefuelles Girokonto, Kreditlimit auf der MasterCard und einer Hand voll Traveller Checkques keine Garantie fuer Bargeld sind. Kurz vor dem finanziellen Niedergang waehrend und der Allerwerteste bereits auf Grundeis lief, ist es uns dann in letzter Sekunde gelungen, eine Bank zu finden, die was mit TCs anfangen konnte. Der Wechselkurs war ein Trauerspiel. Die Fahrt im 5-Sterne-Deluxe-Nightliner hat uns dank Schockfrostung gut konserviert. Mels Nase fands nicht so gut und will gerade weglaufen - und das bei 34 Grad und Sonnenschein. Heute Morgen gegen 6 Uhr sind wir in Ciudad Bolivar angekommen und haben eine fantastische Unterkunft gefunden. Eine Posada im Colonialstil. Eine gut versteckte Perle. Das mit dem Geldwechseln wird hier im Ort offenbar anders geloest. Bereits nach wenigen Metern hatten wir vom Schwarzmarkt Angebote zum Wechseln von TC und MasterCard. Die Kurse sind nahezu brilliant. Jetzt planen wir unseren grossen Ausflug ueber mehrere Tage. Wohin es gehen wird, entscheiden wir gleich. Zur Auswahl stehen: Orinoco-Delta (3 Tage), Angel Falls (3 Tage) oder Rio Caura (5 Tage). Egal wie wir uns entscheiden, Ihr werdet einige Tage nichts von uns hoeren. Auf ins Abenteuer!\n","tags":["2010","Venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1193875200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2007/chichiriviche-2/","title":"Chichiriviche","summary":"Chichiriviche, 06:53pm\nNachdem wir uns in den vergangenen Tagen der Sonne hingegeben haben, hat uns heute wieder das Reisefieber gepackt. Die grosse Suche nach den tausend Flamingos hat begonnen. Die einheimischen Buslinien haben uns unter zum Teil magenhaarstraeubenden Fahruebungen schliesslich ans Ziel gebracht. In den kommenden Tagen werden wir die Voegel und Fische der Umgebung mit uns bekannt machen. Direkt nach unserer Ankunft im Hotel badete sich ein Kolibri auf den Tautropfen einer Bananenpflanze.","content":"Chichiriviche, 06:53pm\nNachdem wir uns in den vergangenen Tagen der Sonne hingegeben haben, hat uns heute wieder das Reisefieber gepackt. Die grosse Suche nach den tausend Flamingos hat begonnen. Die einheimischen Buslinien haben uns unter zum Teil magenhaarstraeubenden Fahruebungen schliesslich ans Ziel gebracht. In den kommenden Tagen werden wir die Voegel und Fische der Umgebung mit uns bekannt machen. Direkt nach unserer Ankunft im Hotel badete sich ein Kolibri auf den Tautropfen einer Bananenpflanze. Das Leben spielt sich hier wortwoertlich auf der Strasse ab. So stand z.B. heute der ganze Bus (ausser uns) Kopf, da es zu einem Streit zwischen Frau und Mann kam. Natuerlich hatte jeder Fahrgast etwas dazu beizusteuern. Bei einem Unfall ist der Verkehr lahmgelegt worden, da sich eine fuer uns riesige Menschentraube um das Opfer versammelt. Gott sei Dank haben wir unseren Spanisch-Sprachfuehrer dabei, da hier so gut wie niemand auch nur ein Wort Englisch spricht. An das Essen gewoehnen wir uns gerade noch - Reis, Bohnen, Kaese, Rindfleisch, Maisfladen - so kann ein Fruehstueck aussehen. Lecker sind auch die Empanadas und die frisch gepressten Saefte.\n","tags":["Venezuela","2007"],"section":"posts"},{"date":"1193616000","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/erstes-lebenszeichen-2/","title":"erstes Lebenszeichen","summary":"Ihr werdet es kaum glauben, aber wir sind tatsaechlich am anderen Ende der Welt angekommen. Aufgrund des Streiks des Air France-Personals wurde uns der Flug von Paris nach Caracas gestrichen. Ausgewichen \u0026ldquo;wurden\u0026rdquo; wir mit KLM ueber Amsterdam nach Lima (Peru) und dann nach Caracas. Das ist als fliege man von Hamburg nach Kiel ueber Muenchen. Aus den ca. 12 Stunden Flug wurden so geschlagene 30 Stunden. Die erste Nacht haben wir kostensparend auf den Plastikstuehlen des \u0026ldquo;Subway\u0026rdquo; auf dem Flughafen Caracas verbracht.","content":"Ihr werdet es kaum glauben, aber wir sind tatsaechlich am anderen Ende der Welt angekommen. Aufgrund des Streiks des Air France-Personals wurde uns der Flug von Paris nach Caracas gestrichen. Ausgewichen \u0026ldquo;wurden\u0026rdquo; wir mit KLM ueber Amsterdam nach Lima (Peru) und dann nach Caracas. Das ist als fliege man von Hamburg nach Kiel ueber Muenchen. Aus den ca. 12 Stunden Flug wurden so geschlagene 30 Stunden. Die erste Nacht haben wir kostensparend auf den Plastikstuehlen des \u0026ldquo;Subway\u0026rdquo; auf dem Flughafen Caracas verbracht. Das erste Bett gab es dann in Macuto, einem Ort, deren genaue Beschreibung es nicht bedarf. Jetzt haben wir an der Karibikkuetse in Puerto Colombia unser erstes wirklich erholsames und entspannendes zuhause gefunden. Palmen am weissen Strand, tuerkises Meer, Hitze. Die Reise hierher fuehrte uns ueber das wolkenverhangene Bergmassiv des Nationalparks Henry Pittier. Die Fahrt wurde zwei mal unterbrochen: 1. durch einen Unfall (kein Wunder bei kamikaze-aehnlicher Fahrweise) und 2. durch einen tonnenschweren Felsbrocken der kurz vor uns auf die Strasse fiel Uns gehts aber sonst blendend ;-)\nMal sehen, wann wir wieder eine Tastatur in die Finger bekommen. Das ist hier definitiv nich so leicht, wie wir dachten.\n","tags":["2007","venezuela"],"section":"posts"},{"date":"1193097600","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/raumwunder-2/","title":"Raumwunder","summary":"vorher/nachher","content":"vorher/nachher\n","tags":["Asien","2010"],"section":"posts"},{"date":"1192924800","url":"https://mitkaracho.de/posts/2010/dicke-asche-2/","title":"Dicke Asche","summary":"Die wichtigeste Aufgabe der Urlaubsvorbereitung ist abgeschlossen. Um uns nicht direkt am Flughafen mit der heiklen Suche nach einem vertrauenswürdigen Geldwechsler aufhalten zu müssen, haben wir schon jetzt etwas Kleingeld getauscht. Man mag von Amerika halten, was man will, aber so ein Bündel \u0026ldquo;Bucks\u0026rdquo; fühlt sich schon ganz nett an. ","content":"Die wichtigeste Aufgabe der Urlaubsvorbereitung ist abgeschlossen. Um uns nicht direkt am Flughafen mit der heiklen Suche nach einem vertrauenswürdigen Geldwechsler aufhalten zu müssen, haben wir schon jetzt etwas Kleingeld getauscht. Man mag von Amerika halten, was man will, aber so ein Bündel \u0026ldquo;Bucks\u0026rdquo; fühlt sich schon ganz nett an. ","tags":["Venezuela","2007"],"section":"posts"},{"date":"1182211200","url":"https://mitkaracho.de/posts/2007/reiseplanung-teil-1-2/","title":"Reiseplanung Teil 1","summary":"Man sollte sich vor Buchung einer Reise in ein fremdes Land unbedingt die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes durchlesen. Wir haben das diesmal anders herum gemacht. Auch schön, wenn das Blut langsam wieder in den Kopf strömt. Es wird spannend. Stichworte: deutliche Gefährdung, hohe Kriminalitätsrate, Straßenkriminalität ist unvermindert hoch, auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen, die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle","content":"Man sollte sich vor Buchung einer Reise in ein fremdes Land unbedingt die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes durchlesen. Wir haben das diesmal anders herum gemacht. Auch schön, wenn das Blut langsam wieder in den Kopf strömt. Es wird spannend. Stichworte: deutliche Gefährdung, hohe Kriminalitätsrate, Straßenkriminalität ist unvermindert hoch, auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen, die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle\n","tags":["2007","Venezuela"],"section":"posts"}]