Archiv der Kategorie: Internet

Iphigenie auf Tauris mit Playmobil in 9,5 Minuten


So geht’s auch: Die Iphigenie dargestellt mit Playmo-Figuren, geschult an Harald Schmidt und seiner legendäre Late night Show.
Nur neuneinhalb Minuten und alles drin. Auf youtube.
Und man kapiert auch gleich, worum es eigentlich geht. Bzw. worin die Nicht-Handlung besteht.
Zumindest: Lustig. Und das ist das Original ja nun mal nicht unbedingt.

Klick here: https://www.youtube.com/watch?v=Mp3xwBFLPTg

Goethe im Netz


Wer hin und wieder über ein Thema liest und schreibt und dazu im Netz unterwegs ist, wird natürlich fündig. Viel Erwartbares, viel Überflüssiges, einiges an Müll und zwischendrin ein paar Perlen. Zum Stichwort „Goethe“ hält sich der Müll bisher in Grenzen, der Mann ist einfach nicht populär genug, dass sich Trolle und Idioten auf ihn stürzen.

Zwei Entdeckungen: Goethe Etc. (schöner Name übrigens), der Blog einer Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin aus New York, die sich goethe-girl nennt, und beeindruckend kenntnisreich und schön illustriert über G. schreibt. Ich bin ganz hin und weg. Ihr letzter Beitrag beschäftigt sich mit Goethe und der optischen Revolution in Deutschland. Es geht um den Aufstieg von Carl Zeiss Jena. Entscheidende Frage: If Goethe had not been so passionate about optics, would Carl Zeiss have become one of the best German scientific instrument makers?

Dann was richtig Gelehrtes: Das Goethezeitportal, eine website des gleichnamigen Münchner Vereins (mit dem schönen Untertitel Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung und kulturellen Vermittlung von Literatur, Kunst und Kultur auf medialer Basis). Nun gut.
Das Ganze ist 2002 am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München entstanden und hat den schlichten Anspruch, das gesamte Wissen über Goethe und seine Zeit, seine Wegbereiter, Wegbegleiter und Widerstreiter an einem zentral zugänglichen Ort zu sammeln. Das ist mal ein Ausrufezeichen. Und ein Versprechen. Auf jeden Fall bietet das Portal eine mehr als üppige Materialfülle. Ich habe mich bisher nur ein wenig umgesehen und bin schwer beeindruckt.

Allein der „Schnellkurs Goethe“ (von Dieter Borchmeyer, DuMont) als Unterpunkt in der Abteilung „Leben und Werk“ bietet reichlich Lesestoff, Illustration, Unterhaltsames, Lehrreiches. Alles andere als „schnell“. Ich werde mich da weiter umsehen – und berichten.