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Geld und Geschenke


Über das Ergreifen von Gelegenheiten und das Annehmen von Geschenken:

das der Mensch das Gute das ihm wiederfährt, wie einen glücklichen Raub dahinnehmen und sich weder um Rechts noch Lincks (…) bekümmern soll.

G. über die Finanzierung seiner Italienischen Reise.

 

Um so dankbarer mußte er die Großzügigkeit seines Herzogs empfinden, als dieser ihm nicht nur einen unbefristeten Urlaub gewährte – was zunächst die Fortzahlung des Gehalts bedeutete – , sondern auch einen Reisezuschuß aus der herzoglichen Kammer bewilligte, der sich auf insgesamt fast 1700 Taler belief. … Da er die Reisekosten insgesamt sorgfältig notierte, wissen wir, daß er neben seinem Gehalt und dem Kammerzuschuß noch annähernd 3000 Taler verbrauchte, … , so daß die Reise insgesamt etwas über 7000 Taler gekostet hat.

Goethe hat das Glückhafte seiner ersten Italienreise tief empfunden und erkannt, daß alleine beherztes Ergreifen einem so fürstlichen Geschenk angemessen war.

Hartmut Schmidt, Die Kunst des Reisens, in: Goethe in Italien, Katalog zu einer Ausstellung des Goethe-Museums Düsseldorf.

 

Der Mann wusste zu Reisen – und darüber hinaus konnte er organisieren und finanzieren.
7000 Taler für knapp zwei Jahre Italien: eine üppige Summe nicht nur für die damalige Zeit.