Samstag, 21. Februar 2009

San Diego - angenehmes Stadtleben

Uns haben die drei Wochen in der Natur von Baja California sehr gefallen. In San Diego wieder etwas Stadtleben zu genissen war aber auch sehr schoen. Speziell weil San Diego eine aeusserst gepflegte und uebersichtliche Stadt ist.

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Direkt am Pazifik und im untersten Teil von Kalifornien liegend, profitiert San Diego von einem sehr angenehmen Klima und von einer guten Lage. Nach dem Bau des Panama-Kanals begann sich San Diego so richtig zu entwickeln. War es doch fuer Schiffe, die den Panama-Kanal passierten, die erste moegliche Anlaufstelle in den USA. Von der Insel Coronado hat man einen schoenen Blick auf die Skyline von San Diego.

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Das alte Hafenquartier heisst heute Gaslamp Quarter, weil die Strassenbeleuchtung auch heute noch mit Gas betrieben wird. Hier findet man zahlreiche Shops, Restaurants und Bars. Wer was erleben und sehr gut essen will, kommt am Abend hier her.

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Im Hafen von San Diego liegt die USS Midway, ein Flugzeugtraeger der US Army, der heute als Museum dient. Nach wie vor unterhaelt das Militaer rund um San Diego mehrere Stuetzpunkte. Kein Wunder wurde hier der Fliegerfilm "Top Gun" mit Tom Cruise gedreht.

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Die Promenade entlang des Seaport Village laed zum Flanieren ein. Zuerich hatte seine Baeren - und San Diego hat zur Zeit seine Erdkugeln. Verschiedene Kuenstler und Organisationen haben diese zu Themen unserer Zeit gestaltet und im Seaport Village ausgestellt. Vielleicht sind die Globuse ja eine Idee fuer die naechste Attraktion in Zuerich?

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Was waere eine Stadt in den USA ohne seinen Stadtpark? Und so hat auch San Diego einen, aber wie wir meinen einen ganz speziell schoenen und grossen. Der Bilboa Park ist mehr als 3x so gross wie der Central Park in New York und beherbergt diverse Museen, Ausstellungspavillions und Gaerten sowie den beruehmten San Diego Zoo.

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Old Town ist der Standort der eigentlichen alten Stadt von San Diego. Hier spielte sich das Stadtleben frueher ab bevor der Hafen und somit die neue Stadt ca. 4 Km weiter suedlich angelegt wurde. Noch heute sieht man hier alte Gebaeude und Laeden, sie sind mittlerweile zwar liebevoll restauriert worden haben jedoch ihren urspruenglichen Charakter beibehalten.

San Diego hat uns sehr gefallen, hier wuerden wir auch fuer laengere Zeit bleiben. Aber wir muessen weiter nach Mexiko City und sind sehr gespannt was uns dort erwartet!

Mexiko, Baja California - der Norden

Am 11. Februar haben wir vom suedlichen in den noerdlichen Teil von Baja California gewechselt (immerhin 1 Std. Zeitdifferenz!). Die Landschaft und die Erlebnisse blieben aber unveraendert traumhaft und aussergewoehnlich.

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Im Nationalpark Ojo de Liebre am Pazifik hatten wir ein weiteres Mal die Moeglichkeit Grauwale zu beobachten. Die Lagune ist sehr geschuetzt und das Wasser ist dadurch ruhig und warm. Ideale Voraussetzungen fuer die Walkuehe um ihr Jungen zur Welt zu bringen. Der Nationalpark zaehlte an diesem Tag rund 320 Muttertiere mit je einem neugeborenen Kalb. Das Verhalten der Tiere war natuerlich anders als bei unserem ersten Wahlewatching. Die Muetter waren vorsichtig und beschuetzten ihre Jungen. Wie im Bild zu sehen ist, beobachtet die Mutter mit Argusauge unser Boot, waehrend das Junge geschuetzt ganz nahe bei ihr schwimmt.

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Der Weg in die Sierra San Borja ist beschwerlich, aber die groessten Carton-Kakteen der Insel wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Die holprige Staubpiste fuehrte vorbei an der Missionskirche San Borja direkt hinein in eine fantastische Kakteenlandschaft.

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Bei einem riesigen Carton schlugen wir unser Lager auf. Einmal mehr Bushcamp und Fruehstueck in freier Natur unter stahlblauem Himmel. Waehrend dem Einschlafen hoerten wir seltsame Geraeusche um unser Zelt herum. Am naechsten Morgen stellte sich heraus, dass ein Kojote unser Lager heimgesucht hatte. Sebastian, der auch in dieser Nacht im Freien schlief, konnte den Schnueffler beobachten.

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Waehrend einer Tageswanderung erkundeten wir dieses Tal und spazierten (ganz vorsichtig) durch den stachligen Kakteenwald. Ein Carton in dieser Groesse, wie auf dem Bild, ist mehrere hundert Jahre alt. Diese Riesen versetzten uns wirklich ins Staunen! Nebst den Carton-Kakteen sahen wir auch viele andere Kakteen-Arten in allen Groessen und Farben.

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Nach einigen Tagen im Busch erreichten wir an der Kueste das Staedtchen Bahia de los Angeles, wo uns ein angenehmer Campingplatz mit einer heissen Dusche erwartete. Welch Wohltat! In der Bahia de los Angeles, im Golf von Kalifornien, liegen viele kleinere und groessere Inseln. Diese Inseln bieten verschiedenen Vogelkolonien ein zu Hause. Waehrend unserer Bootstour begleiteten uns im Wasser Seeloewen und in der Luft Geier, Fischadler, Kormorane, Pelikane und Toelpel aller Art.

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Sonntag, 15. Februar 2009, 06.10 Uhr (ja wir sind so frueh aufgestanden!), Sonnenaufgang in der Bahia de los Angeles.

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Der letzte Nationalpark den wir durchquerten war der Parque National de Desierto Central. Die sogenannten Boulder Fields erstrecken sich nur ueber einige Kilometer und niemand weiss so genau, wie die Felsbrocken eigentlich hier her gekommen sind. Denn rund um die Boulder Fields herum hat es nur sehr karge Wuestenlandschaft. Wir spazierten durch diesen besonderen Garten und genossen die immer wieder wechselnden Formen der Steinformationen.

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Zum Schluss unserer Baja-Tour ueberquerten wir die Grenze in Tijuana und reisten wieder in die USA ein. Ein buntes Treiben erwartete uns beim Grenzuebergang. Viele Haendler bieten den wartenden Autos ihre mehr oder weniger nuetzlichen Waren feil. Ein wildes Durcheinander und gute Unterhaltung waehrend der langen Wartezeit!

In San Diego verabschiedeten wir uns am 20. Februar von unseren Reise-Gschpaendli. Wir haben viel gemeinsam erlebt und eine tolle Zeit zusammen verbracht. Baja ist definitiv eine Reise wert!

Mexiko, Baja California - der Sueden

Wuesten, Gebirge und Straende - von San Jose del Cabo bis nach Tijuana. Das 1'300 Km lange Baja California ist fuer viele die schoenste Halbinsel Nordamerikas. Die durchgehende Teerstrasse "Carretera Transpeninsular" oder kurz die MEX 1 erstreckt sich vom Norden bis zur Suedspitze und verlaeuft sowohl an der Ost- als auch an der Westseite der Halbinsel. Die eigentlichen Highlights befinden sich jedoch abseits der MEX 1.

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In Baja California haben wir uns in San Jose del Cabo einer Gruppe angeschlossen. Acht abenteuerlustige Personen und eine Leiterin machten sich am 31.1.09 auf in Richtung Norden. Wir hatten alles mit dabei - Fahrzeug, Anhaenger, komplette Kueche und Zelte. Das ermoeglichte uns, auch abseits der MEX 1 und der Doerfer unsere Nachtlager aufzuschlagen. Es war vielleicht schon manchmal etwas unbequem waehrend so langer Zeit im Zelt zu schlafen, aber die Aussicht und die schoene Umgebung beim Aufstehen entschaedigte fuer vieles. Oben seht ihr das traumhafte Küstencamp in der Region von La Paz.

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In der Bahia (Bucht) La Paz liegen verschiedene interessante Inseln. Eine davon, die Isla Espiritu Santo, wird von verspielten Seeloewen bewohnt. Es war ein riesen Spass, mit diesen flinken, neugierigen Tieren im Meer zu schwimmen und ein wenig zu spielen.

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Nahe dem Staedtchen Loreto ging es das erste Mal in die Berge. In der Sierra de los Gigantes erkundeten wir bei einer Tageswanderung die interessante Landschaft mit Schluchten, roten Felsen und gruenen Kakteen. Die Giganten (Berge) sind zwar nicht ganz so hoch wie in der Schweiz, aber mit fast 2'000 Metern schon ganz beachtlich.

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In dieser Hoehe koennen die Naechte auch hier ziemlich frisch werden. Wir waermten uns am Morgen mit einem heissen Kaffee auf und schauten den Geiern zu, die sich in den ersten Sonnenstrahlen sonnten und ebenfalls aufwaermten.

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Von San Ignacio ist es nicht weit bis zur Bahia de Ballenas. Dort geniessen von Dezember bis Maerz hunderte Grauwale die warmen Gewaesser. Mit kleinen Booten (nur 5 Personen) fuhren wir hinaus und liessen uns zwischen den Walen treiben. Da unser Boot (ca. 6 Meter) kleiner war als die Wale (ca. 14 Meter) waren wir fuer sie keine Gefahr. Manch einer wollte es ganz genau wissen und naeherte sich dem Boot bis auf ein paar Meter an. Auge in Auge mit den Giganten der Meere - fuer uns immer wieder ein ganz spezielles Erlebnis!

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Zur Tour gehoerte auch ein 3-taegiges Trekking in die Sierra San Franzisco. In dieser abgeschiedenen Gegend befinden sich praehistorische, geschuetzte Felszeichnungen. Mit Mulis wurden unser Gepaeck und unsere Zelte den steilen, schmalen Pfad hinab in den Canyon transportiert. Nach einem 3-stuendigen Marsch erreichten auch wir (nach den Mulis) die Ranch, wo wir fuer 2 Naechte unsere Zelte aufgeschlagen haben.

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Am zweiten Tag erkundeten wir zu Fuss die Felsmalereien, die sich in verschiedenen Hoehlen befinden. Unsere Wanderung fuehrte vorbei an tiefen Schluchten, Palmenoasen und durch steinige Flussbette.

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Die erlebnisreichen Tage liessen wir am Lagerfeuer mit einem kraeftigen Schluck Tequila ausklingen. Begleitet durch die spannenden (und vielleicht nicht immer ganz wahren) Geschichten unserer zwei mexikanischen Guides Ramon und Victor.