
Einsame Hütten im Wald sind gefährliche Orte. Es erwartet einen dort nichts Gutes, stattdessen nur der Unabomber, die Hexe von Blair oder ein Tonbandgerät, das alte Beschwörungsformeln abspielt und Dämonen erweckt.
So ist das jedenfalls in der populären Imagination: Die einsame Waldhütte ist fast ausschließlich negativ besetzt. Die einzige Geschichte mit einer einsamen Waldhütte und einem Happy End, die mir einfällt, ist die der Bremer Stadtmusikanten. Oder übersehe ich was? (Walden gilt nicht, das war Camping im Garten von Emerson.)
Um so erstaunlicher, dass die Waldhütte gerade ein Comeback als positiv konnotierter Ort feiert: Wer eine Hütte hat und genug Dosenravioli, kann dem Zusammenbruch der Zivilisation gelassen entgegensehen.
Und damit zu Forian Huber, den ich diese Woche an der Muthesius Kunsthochschule Kiel besuchte. Er ist ein Bildhauer, der stark konzeptionell arbeitet.



