NACHBESSERN, GOTTESLÄSTERUNG und TYRANNEI

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Albert Memmi (1920-2020)

Manche Menschen sind der Überzeugung, dass „Gott“ die Welt und alles Leben auf der Erde erschaffen hat — obgleich es, soweit bekannt, keine Zeitzeugen gibt, die bei dem Schöpfungsprozess zugegen waren, dennoch Beschreibungen z.B. in der „Genesis“ der Bibel existieren, die diesen Welterschaffungsvorgang schildern.

In manchen Ländern und Kulturkreisen ist es gängige Praxis, die Penisvorhaut bereits im Säuglings- oder Kindesalter aus religiösen Gründen — also ohne medizinische Indikation — zu entfernen, so z.B. in den Philippinen (einem überwiegend katholischen Inselstaat in Südost-Asien), in den USA bei Christen, im Judentum und im Islam.

Unter der bei religiösen Menschen weitverbreiteten Prämisse, dass „Gott“ uns Menschen erschaffen hat, bedeutet die Knabenbeschneidung m.E., dass man „Gott“ damit unterstellt, die Sache nicht ganz perfekt hinbekommen zu haben und deshalb meint, ein wenig nachbessern zu müssen.

Manchmal wird ins Feld geführt, dass die Knabenbeschneidung aus hygienischen Gründen erfolgen würde — womit „Gott“ wiederum unterstellt wird, die Sache mit der Hygiene nicht gut genug hinbekommen zu haben.

Welche Gründe auch immer man für die Knabenbeschneidung anführt, bleibt aus Sicht religiöser Menschen die Absicht, bei Gottes Schöpfung nachbessern zu müssen.

Dieses Nachbessern halte ich für die schlimmste Form der Gotteslästerung, der Blasphemie.

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In seinem autobiographischen Buch „Die Salzsäule“ schreibt der tunesisch-jüdische Soziologe Albert Memmi (1920-2020) auf Seite 205 der Ausgabe aus dem Reclam-Verlag, Leipzig 1978 u.a.:

«Gewiß, in den sozialen Pflichten mußte auch Freiheit herrschen, sonst wären sie keine Pflichten mehr, sondern Tyrannei, und also ohne ethischen Wert; gewiß, die Tradition muß wieder überprüft, verworfen oder gebilligt werden; die Rückkehr zum Mystizismus ist ein Zeichen für den Bankrott der philosophischen Bemühungen und für eine kranke Gesellschaft.»

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Beitragsbild:
Albert Memmi
Foto: Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons – cc-by-sa-4.0, gemeinfrei

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KEINEN RESPEKT für DESPOTISMUS

Das Recht auf freie Meinungsäußerung
fügt niemandem einen Schaden zu.

Eine Karikatur zu zeichnen und zu veröffentlichen
fügt niemandem einen Schaden zu.
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Die o.a. Karikatur wurde anno 2006 von Cox&Forkum als Reaktion auf Proteste gegen die Veröffentlichung von zwölf Mohammed-Karikaturen im Jahr 2005 gezeichnet und veröffentlicht.

Die Verwendung dieser Karikatur ist lt. Aussage von Cox&Forkum gestattet.

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* Zum Verständnis:
Es gibt Karikaturen vieler bekannter Persönlichkeiten aus Politik und Kultur,
auch von Jesus gibt es Karikaturen, ja sogar von Gott.
Die Veröffentlichung einer Karikatur des Islam-Begründers / Islam-Erfinders darf daher kein Tabu sein.
Zu der o.a. Collage hat mich die Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty inspiriert.
Ich verwende die Collage seither auf einer Tragetasche.

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MAHOMET

«Dem Staate bringt die Furchtsamkeit Verderben»

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Ali bin Abu Taleb enthauptet Nasr bin al-Hareth auf Befehl und in Gegenwart von Mohammed und seinen Mitstreitern, weil Nasr den Islam-Begründer (Islam-Erfinder) öffentlich kritisiert (gedemütigt) hatte*.
Miniatur aus dem Epos Siyer-i Nebi, religiöse türkische Biographie des Mohammed (14. – 16. Jhdt.).

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«Was? ich? vor falschen Wundern niederknien?
Dem Gaukelspiele des Betrügers opfern?
»

«Qui ? Moi, baisser les yeux devant ses faux prodiges !
Moi, de ce fanatique encenser les prestiges !
»

Mit diesen programmatischen und charakterisierenden Worten beginnt Voltaires Le fanatisme ou Mahomet le Prophète (Mahomet der Prophet), mit denen er der Islam-Bewunderung und dem Personenkult begegnete.

● ♦ ●

„Mahomet“ von Voltaire beschreibt eine fiktive Episode aus dem Leben des gleichnamigen Propheten: Die Geschichte der unglücklichen Sklavin Palmire, die sich lieber selbst tötet als im Harem des lüsternen und grausamen Tyrannen zu enden, nachdem dieser die Menschen umgebracht hat, die ihr am nächsten standen.
Die Tragödie beruht auf einem wahren Kern. So rekrutierte der bewaffnete Prophet, der sich sogar in seinem Werk damit brüstet, unbewaffnete Karawanen zu überfallen (Koran, Sure 8, Al-Anfal / Die Beute), einen Großteil seines Harems aus Beutezügen. Z.B. nach dem Massaker an über 800 männlichen Juden in Medina, das er selbst angeordnet und das in seiner Gegenwart verübt wurde, verteilte er die weibliche Beute großzügig an seine Krieger. Er selbst hielt sich an der Frau des Stammesfürsten schadlos (Ibn Ishaq – Das Leben des Propheten). Palmire steht damit stellvertretend für unzählige Frauen, die noch zu Lebzeiten des Propheten Sklavinnen der Muslime wurden.
Dass Voltaire über den historischen Mohammed recht gut informiert war, zeigt folgender Brief an Friedrich den Großen:

Ich gebe zu, dass wir ihn hoch achten müssten, wenn er Gesetze des Friedens hinterlassen hätte. Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seinen Mitbürgern Glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht erstickt.

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Der Erzengel Gabriel spricht zu Mohammed, überbringt ihm Offenbarungen.
Jami al-Tawarikh, Persien, ca. 1307

Auch Mahomets Worte gegen Ende des fünften Aufzugs verdeutlichen dies: „Den Lohn des Aufruhrs gegen Gottgesandte, Die Rache kennen, …“ stimmt recht genau mit der Forderung aus der chronologisch letzten Sure 5, Vers 33 des Korans überein, wo es heißt:

Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden …

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Im Jahre 1741 wurde Mahomet in Lille aufgeführt, danach verboten, weil auch Kirche und König sich im Tyrannen und seiner doppelten Moral wiedererkannten. Zehn Jahre später wurde das Verbot wieder aufgehoben.
1802 übersetzte Goethe die Tragödie ins Deutsche und fand für die Gefahr, die vom Islam ausgeht, deutliche Worte:
„Dem Staate bringt die Furchtsamkeit Verderben“ lässt Goethe den weisen Sopir sagen, jenen Mann, der die einst freie Handelsstadt Mekka vor dem Usurpator schützen wollte und der, wie viele Gegner des Islams nach ihm, diesen Einsatz mit dem Leben bezahlte.

PDF (84 Seiten im Format 11,5 x 17,5 cm) zum Download

Den vollständigen Text finden Sie auch auf der Website
MAHOMET — von Voltaire / Goethe

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* „[…] Er (Al-Nadr ibn al-Harith / Nasr bin al-Hareth, ein Intellektueller zur Zeit des Propheten) stellte Mohammed vor den versammelten Mekkanern drei Fragen:
● Wer sind die Schläfer von Ephesus?
● Wer ist der Mann mit den zwei Hörnern?
● Und was ist die Seele?
Mohammed wusste es nicht (Anmerkung E.K.: und der laut Koran allwissende und allmächtige Allah vermochte es nicht, ihm beizuspringen), erst Wochen später kam er mit diffusen Koranversen, die etwa besagten: «Die Seele entsteht auf den Befehl meines Herrn; euch ist vom Wissen nur wenig gegeben.» Ibn al-Harith lachte und nannte den Koran einen «Abklatsch alter Mythen.» Das sollte sich rächen: Als Mohammed Feldherr in Medina war, fielen ihm 70 Kriegsgefangene aus Mekka in die Hände, darunter Ibn al-Harith. Alle kamen gegen Lösegeld frei, nur Ibn al-Harith und ein Freund wurden auf Mohammeds Befehl enthauptet. […]“

Aus „Mohammed ließ die Lästerer töten“ von Hamed Abdel-Samad, DIE ZEIT Nr. 3/2015, Seite 54

Beitragsbilder: Wikipedia.org (gemeinfrei)

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Ursache und Wirkung

Gastbeitrag von Eva Maria Abendrot

„Denk ich an Deutschland in der Nacht“ und am Tag….

Hat man in den letzten Jahren das Ausland beobachtet, so kann man vielfach Mitleid,
Fassungslosigkeit, Respektlosigkeit, Schadenfreude und Bedauern ausmachen zu
dem Thema, wie Deutschland sich selbst erledigt.
Ein aufgrund eines Mordes (aus welchen Motiven auch immer) sehr belasteter
Mensch wird niemals gesunden können, wenn er tagtäglich mit seiner Tat
schonungslos in der Öffentlichkeit konfrontiert wird, auch noch Jahrzehnte nach
seinem Verbrechen – im Gegenteil.
Ein sinnvoller psychotherapeutischer Ansatz würde durch diese Maßnahmen völlig
konterkariert; am Ende stünde ein gebrochener, lebensuntüchtiger und
möglicherweise suizidgefährdeter Mensch.
Wenn wir nicht endlich beginnen, uns von unserer Geschichte zu emanzipieren, was
bedeutet, im vollen Bewusstsein um die Geschehnisse, selbstbewusst damit
umzugehen, werden wir, das deutsche Volk, den Vorhaltungen unserer
Vergangenheit erliegen: Kein Tag, an dem wir nicht an unsere Schuld erinnert
werden, sei es im Rundfunk, TV, in den Printmedien.
Ebenso werden Äußerungen als rechtsradikal gebrandmarkt, die der verordneten
political correctness widersprechen.

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Der Placebo-Effekt der Islamkritik in der WELT

Burkhard Willimsky Mai 2015

Im Gegensatz zu den meisten einflussreichen Printmedien in Deutschland berichtet DIE WELT immer wieder über die Gefahren in unserer Gesellschaft, die aus einer zunehmenden Islamisierung in Deutschland entstehen. So berichtete die WELT vom 12. August 2014 unter der Überschrift: „Verfolgte finden auch in Deutschland keine Ruhe – Asylsuchende Christen sind selbst hierzulande Bedrohungen von Extremisten ausgesetzt“, eindrucksvoll, wie geflüchtete Christen selbst in unseren Flüchtlingsheimen durch muslimische Flüchtlinge ausgegrenzt und durch tätliche Angriffe bedroht werden.

Die Leiterin des WELT-Forums Andrea Seibel kommentierte das aktuelle Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsberichts vom 27. Januar 2015:
“Trotz aller Integrationsbemühungen und -erfolge ist es gerade die Schule, in der Konflikte aufbrechen mit einer Religion, die sich weltweit auch als politische Ideologie offenbart, die vormoderne und gewalttätige Züge trägt und unsere Werte ablehnt….Das Kopftuch ist und bleibt ein Symbol der Unfreiheit. Dies ist einer Gesellschaft, die doch so stolz auf ihr Grundgesetz ist, das die Gleichheit und freie Meinung der Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt, nicht würdig.“
(„Das Kreuz mit dem Kopftuch“ in WELT vom 23. März 2015)

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Täuschung und Verrat – Teil 2 –

Burkhard Willimsky April 2015

Dieser 2.Teil ergänzt und verdeutlicht das Thema „Täuschung und Verrat“.

Fazit der im Teil 1 gemachten Aussagen:

* Die verantwortlichen Meinungs- und Entscheidungsträger in Deutschland haben
bisher jede sachliche Information bzw. jede ernsthafte öffentliche Diskussion über die
für korangläubige Muslime unveränderlichen und damit ewig geltenden Aussagen im Koran verhindert. Diese direkten göttlichen Aussagen von Allah haben für gläubige Muslime letztlich absoluten Vorrang vor den von Menschen gemachten parlamentarischen Mehrheitsentscheidungen, sofern sie im Widerspruch zu den kultischen Pflichten des Glaubensbekenntnisses sowie den ethischen Normen und Grundsätzen des Rechtssystems der Scharia stehen.
Besonders für gläubige Sunniten sind außerdem die Aussagen und Handlungen (Sunna)
des als unfehlbar geltenden Propheten Mohammed vorbildlich.
* Hätte die notwendige Information und Diskussion in Deutschland sowie in der EU über die verfassungs- und integrationsfeindlichen Regelungen der Scharia stattgefunden, wäre deutlich geworden, dass besonders die Offenbarungen, die Mohammed in Medina in seinen letzten 10 Lebensjahren empfangen hat sowie seine Aussagen und Handlungen nicht nur als Prophet, sondern auch als unumschränkter politischer und militärischer Führer sowie Gesetzgeber und oberster Richter in dieser Zeit, eine Steilvorlage für den heutigen Islamischen Staat sind.
* Durch die drei Aussagen

„Der Islam hat nichts mit dem (terroristischen) Islamismus zu tun“
„Der Islam ist eine friedliche Religion“
„Der Islam gehört zu Deutschland“,

die heute maßgeblich die politischen Entscheidungen in Deutschland und der EU bestimmen, wird unsere Bevölkerung getäuscht und die über Jahrhunderte mühsam errungenen verfassungsrechtlich verankerten Grundrechte unseres pluralistisch organisierten demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaates werden verraten.
Aussagen Allahs im Koran, die oft in Befehlsform gegeben wurden und sich direkt
gegen die allgemeine Menschenrechte bzw. Grundrechte unserer Verfassung richten
(Beispiele)
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Der Kulturtransfer vom griechischen Altertum über Spanien ins europäische Mittelalter, am Beispiel von Ibn Sina (Avicenna)

von Norbert Lachner März 2015

 

1. Die denkerische Blütezeit in der Frühepoche des Islams (etwa 750‑1050), besonders in Persien

Abu Ali al-Husein Ibn Sina (Avicenna, 980‑1037)

Historischer Hintergrund:
Schiitische Buwayhiden aus dem kaspischen Hochland herrschten etwa 945‑1050 als Emire über Isfahan, Schiraz und Bagdad (Persien). In Chorasan (Persien), Buchara und Samarkand (Transoxanien), wo ebenfalls persisch gesprochen wurde, herrschte 874‑999 die zarathustrische Samanidendynastie.
Türken vom Gebiet des Baikalsees im Nordosten eroberten 990 Buchara. Der Türke Mahmud herrschte 998‑1030 in Ghazni (südlich von Kabul) über Persien bis nach Indien. Er baute eine prächtige Moschee und eine Hochschule, versammelte Wissenschaftler (z.B. Muhammad ibn Ahmad al-Biruni, 973‑1048) und Dichter (z.B. Abu’l-Qasim Mansur Firdausi, 934‑1020) um sich.
Als Rivalen Mahmuds waren um 1000 Scheldschuken (Türken) die Herren in Transoxanien und Turkestan.

Leben:
Ibn Sina wurde als Sohn eines Geldwechslers, der der ismaelitischen (schiitischen) Glaubensrichtung anhing, in Buchara geboren und von sufischen Privatlehrern unterrichtet. Er war mit 17 Jahren als Autodidakt Arzt bei dem Samaniden Nuh ibn Mansur in Buchara, später bei al-Mamun in Chorazan (weiter westlich, in Persien). Der mächtige und schreckliche Mahmud von Ghazni berief ihn an seinen Hof, er aber flüchtete nach Gorgan nahe dem Kaspischen Meer. Mahmud verbreitete einen Steckbrief und setzte einen Preis auf seine Gefangennahme. Doch er wurde beschützt von seinem Herren Quabus. Nach dessen Tod war er beim Emir von Hamadan. In einem Versteck, später im Gefängnis schrieb er Bücher. Er konnte fliehen und gelangte an den Hof des Buwayhiden-Emirs Ala ad-Dawna in Isfahan, wo er unermüdlich mit Studien, Unterricht und Regierungsangelegenheiten beschäftigt war. Er starb mit 57 Jahren auf einer Reise nach Hamadan.

Philosophie:
Der Philosoph Abu Yaqub Ibn Ishaq al-Kindi (800‑873) wirkte in Chorazan und Bagdad, er studierte die griechischen Philosophen und eignete sich einen Neoplatonismus an: Er unterschied den aktiven Verstand (Gott) vom passiven Verstand (Mensch). Er stand auf der Seite der Mutaziliten, bis ihre rationalistische Theologie 850 vom Kalifen al-Mutawakkil in Bagdad verboten wurde.

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Giordano-Bruno-Stiftung im Abseits

Im Jahre 2004 gründete der Unternehmer Herbert Steffen die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), die fortan hierzulande als nahezu einzige bedeutende säkulare Organisation galt, die keine Hemmungen hatte, sich auch zu den Themen Islam und Islamisierung (im Gegensatz zu z.B. IBKA und HVD) zu positionieren und im Sinne der universellen Menschenrechte sich auch dezidiert islamkritisch äußerte. Die „1.Kritische Islamkonferenz“ im Juni 2008 in Köln kam auf Initiative des Hintergrund-Verlags sowie durch das Engagement der GBS zustande. Die dort verabschiedete Abschlusserklärung ist heute aktueller denn je. Maßgebliche Akteure der Konferenz waren neben dem unlängst verstorbenen, hochgeschätzten Ralph Giordano u.a. Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime) und Hartmut Krauss (Hintergrund-Verlag).

Von Daniel Jens

Letzterer wurde vor allem durch seine Bücher „Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung“, „Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft“ und den Sammelband „Feindbild Islamkritik“ einem interessierten Leserkreis bekannt: Diese sind Meilensteine der wissenschaftlichen Islamkritik im deutschsprachigen Raum geworden.

Seitdem ging es mit der GBS rapide bergab. Der Versuch, die „Kritische Islamkonferenz“ im Jahr 2013 wiederzubeleben, ging gründlich schief. Der Ansatz, sogenannte „Liberale Muslime“ als Gegenpol zu den staatlich alimentierten Islamverbänden aufzuwerten, widerspricht der allgemeinen religionskritischen Position der GBS. Niemand wäre bei der GBS darauf gekommen, Kritik am Christentum mithilfe von säkularen Christen zu befördern.

Stattdessen beschäftigte sich die GBS fortan mit allerlei sonderbaren Themen, wie z.B. der Aufhebung des Tanzverbotes an Karfreitag und der Forderung nach „Menschenrechten für Menschenaffen“.

Prekär ist jedoch die jetzige Abkehr von bisheriger noch rudimentär vorhandener Kritik an menschenrechtswidrigen Praktiken im Islam. So lädt die GBS Rhein-Neckar zu einer Veranstaltung zum 20. Februar 2015in den Saalbau Bornheim in Frankfurt ein zum Thema: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“. Referenten zum Thema sind ausgerechnet Mina Ahadi und Hartmut Krauss. In der Ankündigung steht:

Wer sich in das Thema “Islamkritik” einmischt, gerät schnell in eine komplizierte Debatte mit verschiedensten Akteuren. Die Argumente der Anhänger/innen rechter Gruppierungen wie “Politically Incorrect”, “Pax Europa” und “Pegida” und andere “Abendlandschützer/innen” sind zum Teil nicht auf den ersten Blick als rechtslastig auszumachen. Auf der anderen Seite wird häufig jede Kritik am Islam, selbst von muslimischer Seite, per se als “rassistisch” diffamiert. Sich in diesem Spannungsfeld mit einem aufgeklärten, rationalen Standpunkt Gehör zu verschaffen, sich weder von den einen, noch von den anderen vereinnahmen zu lassen und gleichzeitig gegen beide Gruppen abzugrenzen ist schwierig, aber notwendig.

Fassen wir also zusammen: Das binnenpluralistische Internetportal pi-news.net, die weltanschaulich plural/neutrale Bürgerbewegung PAX EUROPA (BPE) und das noch uneinheitliche Spektrum der neuentstandenen Pegida-Bewegung werden von der GBS allesamt als „rechtslastig“ und sich als „Abendlandschützer“ auf einer Ebene bewegend wie die „muslimische Seite“ gewichtet. Das ist erstaunlich, waren doch Hartmut Krauss und Mina Ahadi gerne gesehene Referenten bei der BPE. Auch wurde Mina Ahadi früher durch die BPE finanziell unterstützt. Jetzt tritt sie einerseits für eine „Dritte Kraft“ ein, lässt sich andererseits aber vom Kölner Stadtanzeiger auf der Seite gewaltbereiter islamapologetischer Antipegida-Demonstranten ablichten. Für die Veröffentlichung im Sammelband „Feindbild Islamkritik“ von Hartmut Krauss wurden die kostenlosen Beiträge einiger BPE-Mitglieder sehr geschätzt.

Apropos „Abendlandschützer/innen“: Die Kritik an Menschenrechtsverletzungen, wie Massaker durch Boko Haram in Afrika, Auspeitschung des Bloggers Raif Badawi in Saudi-Arabien, Steinigung von Ehebrecherinnen im Iran, Kopfabhacken durch europäische Auswanderer (de Maiziere: „Unsere Söhne und Töchter“) im Irak und in Syrien, die Massaker von Paris, London, Madrid, Djerba, Bali, Mumbai, Fort Hood usw., „Ehrenmorde“, systematische Frauenunterdrückung, die Vielzahl sog. „Einzelfälle“, Rekrutierung von Terroristen in hiesigen Moscheen, salafistische selbsternannte „Polizisten“, Scharia-Gerichte, Moslem-Bonus bei deutschen Gerichten und die ausufernden Forderungskataloge selbsternannter Islamverbände haben wenig bis gar nichts mit „Abendlandschutz“ zu tun. Die Menschenrechte, wie sie die UN in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ 1948 definiert hat, gelten universell. Dass die GBS davon abrückt und für sie anscheinend universelle Menschenrechte nur für Menschenaffen, aber nicht für Menschen gelten sollen, ist unverständlich. Noch unverständlicher ist, dass Hartmut Krauss und Mina Ahadi nunmehr, ob wissentlich oder unwissentlich ist nicht bekannt, sich in den Dienst dieser abgedrifteten Organisation stellen lassen. Es wäre beiden geladenen Referenten angeraten, sich genau zu überlegen, ob sie eine derartige Veranstaltung durch ihre Teilnahme „bereichern“ wollen bzw. ob nicht ggf. ihre eigene Reputation darunter leiden könnte.

Nachtrag: Hartmut Krauss erklärt gegenüber dem Verfasser, dass er entgegen der Ankündigung der GBS nicht als Referent für die GBS-Rhein-Neckar-Veranstaltung am 20. Februar zur Verfügung steht.

Quelle: journalistenwatch

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Täuschung und Verrat

Burkhard Willimsky

Februar 2015

„Der Islam hat nichts mit dem Islamismus zu tun“
„Der Islam ist eine friedliche Religion“
„Der Islam gehört zu Deutschland“

Die o.g. Aussagen bestimmen heute maßgeblich die politischen Entscheidungen in Deutschland (und in der EU). Sowohl alle im Bundestag vertretenden Parteien als auch fast
alle einflussreichen Medien und gesellschaftlichen Organisationen wie Gewerkschaften oder Wirtschaftsverbände sowie die beiden großen christlichen Glaubensgemeinschaften achten streng darauf, dass diese Aussagen nicht infrage gestellt werden.
Damit wird nicht nur die einheimische Bevölkerung getäuscht, sondern es werden auch besonders die Millionen integrierten Menschen, die vor allem aus religiös-politischen oft lebensbedrohenden Gründen nach Deutschland flüchteten, um hier eine neue Existenz in freier und auch religiöser Selbstbestimmung nach den Prinzipien unseres Grundgesetzes
aufzubauen, verraten.

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Die Zukunft Europas

von Helmut Zott

28.12.2014
Meine Auffassung, die ich wiederholt und an verschieden Stellen vertreten und wiedergegeben habe, dass nämlich das heutige Europa in absehbarer Zeit islamisch wird, und es nur eine Frage der Zeit ist, wann dieser laufende Prozess der Islamisierung zum sichtbaren Abschluss kommen wird, stößt weitgehend auf Ablehnung und wird als Schwarzmalerei abgetan. Es ist aber nicht Pessimismus, der mich veranlasst hat, die Dinge so zu sehen, sondern eine, wie ich meine, realistische Einschätzung der Lage, die von seriöser Seite gestützt wird.
Der Islam hat in den zurückliegenden Jahrhunderten wiederholt versucht, Europa zu erobern. Mit der Überquerung der Meerenge von Gibraltar im Jahre 711 n. Chr. erfolgte der erste islamische Angriff auf Europa, verbunden mit der nachfolgenden Eroberung Spaniens und Teilen von Südfrankreich, aber auch der Niederlage 732 bei Tours und Poitiers durch Karl Martell. Im Jahre 1354 n. Chr. erfolgte dann der zweite Anlauf mit der Überschreitung der Dardanellen durch die Osmanen, und der nachfolgenden Niederlage 1683 bei der zweiten Belagerung Wiens. Heute wohnen wir dem historischen Geschehen der dritten aggressiven Expansionswelle des Islams bei, die eine andere Form der Kriegführung und Auseinandersetzung hat.

Sie setzt diesmal auf Einwanderung, Vermehrung und Terror.
Die heutige Islamisierung erfolgt von innen heraus, unter Verwendung der Kampfmittel und Möglichkeiten, welche die Demokratie und das Rechtssystem des Westens selbst, in Verbindung mit einer bürgerlichen Mehrheit, zulassen und bieten.
Die Scharia kann auf ganz legalem Wege mit Hilfe der Demokratie selbst eingeführt werden, da diese implizit die Gesetzlichkeit enthält, nach der man sie, unter Ausnutzung der Rechtslage und der demographischen Verhältnisse, abschaffen kann.

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