GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Hasenschachtel basteln: Kostenlose PDF-Vorlage für eine stilvolle Oster-Tischdeko

Spä­tes­tens seit die Saturn-Werbung „Geiz ist geil“ im Jahr 2002 über alle Ka­nä­le lief, war klar: Die Deut­schen lie­ben Schnäpp­chen. Doch nach Schul­den­kri­se, Flücht­lings­kri­se, Brexit, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und Woh­nungs­kri­se ist Eu­ro­pa längst kein Wohl­fühl­raum mehr für Pfen­nig­fuch­ser. In­zwi­schen hat sich her­um­ge­spro­chen, dass preis­wer­te All­tags­pro­duk­te fast nur noch aus Chi­na kom­men. Ent­spre­chend ex­plo­dier­ten Online-Marktplätze wie Shein und Temu in kür­zes­ter Zeit. Al­lein im Jahr 2024 im­por­tier­te die Bun­des­re­pu­blik chi­ne­si­sche Wa­ren im Wert von rund 96 Mil­li­ar­den¹ Euro – und selbst Sa­turn² ge­hört mitt­ler­wei­le zu ei­nem chi­ne­si­schen Kon­zern. Doch nicht nur Tex­ti­li­en und Un­ter­hal­tungs­elek­tro­nik stam­men aus dem Reich der Mit­te. Auch un­se­re Fei­er­ta­ge wie Weih­nach­ten und Os­tern wer­den zu­neh­mend von ost­asia­ti­scher Mas­sen­pro­duk­ti­on ge­prägt.

ℹ️ Fast Deko war lan­ge Zeit eine Do­mä­ne von 1-Euro-Shops. We­gen der ho­hen Mar­gen bei im­puls­ge­trie­be­nen Ac­ces­soires setzt heu­te na­he­zu der ge­sam­te Ein­zel­han­del auf bil­li­ge Zier­ar­ti­kel für jede Sai­son und je­den An­lass.

Wer ei­nen Blick in die Pro­spek­te³ gro­ßer Mö­bel­häu­ser wirft, stößt sei­ten­wei­se auf de­ko­ra­ti­ve Ac­ces­soires und Leuch­ten zu auf­fal­lend nied­ri­gen Prei­sen. Die­se Wa­ren­grup­pen wer­den meist di­rekt im Ein­gangs­be­reich plat­ziert – mit dem Ef­fekt, dass es beim Be­tre­ten vie­ler Märk­te nicht sel­ten nach Lö­sungs­mit­teln und Trans­port­ga­sen aus Über­see riecht.

Die abschließende Szene wirkt wie ein kleines, in sich geschlossenes Osteridyll. Drei Hasen sitzen nebeneinander auf zierlichen Holzbänken und blicken mit ihren feinen, gezeichneten Gesichtern ruhig nach vorne. Ihre Pastellfarben – ein sanftes Violett, ein frisches Türkis und ein warmes Gelb – harmonieren miteinander und verleihen dem Arrangement eine freundliche Leichtigkeit. Jeder Hase trägt eine kleine, orangefarbene Karotte vor sich, deren grüner Papierschopf einen lebendigen Kontrast zu den ruhigen Grundtönen bildet. Die Hasenschachteln selbst zeigen deutlich ihre boxförmige Konstruktion: leicht gerundete Seitenflächen, sauber gefalzte Kanten und die aufgerichteten Löffel, die dem Motiv Höhe und Charakter verleihen. Die dezent verzierte Nase mit Glitzer schimmert im Licht und setzt einen liebevollen Akzent im Gesicht. Die feinen Schnurrhaare, die ruhigen Augen und die schlichte Linienführung verleihen den Figuren eine fast nostalgische Anmutung. Hinter den Hasen öffnet sich eine zart kolorierte Frühlingskulisse. Der Hintergrund ist in sanften Blau- und Grüntönen gestaltet, die an einen wolkenlosen Himmel und frisches Gras erinnern. Am rechten Bildrand steht eine kleine Tafel mit der Aufschrift „Happy Easter“, die das Motiv thematisch abrundet. Filigrane Blumen mit gelben Blütenmitten und rosa Blättern setzen farbliche Akzente im Vordergrund. Über den Hasen schweben Schmetterlinge in warmen Pastelltönen, die dem Gesamtbild Bewegung verleihen und die Szene lebendig wirken lassen. Der Boden ist mit einer grünen Struktur gestaltet, die an eine Wiese erinnert. Kleine, sorgfältig platzierte Steine rahmen das Arrangement ein und geben der Szene optische Tiefe. Die gesamte Komposition ist harmonisch ausbalanciert: Die drei Hasen bilden das Zentrum, während Hintergrund, Dekorationselemente und Requisiten die Szene weich umspielen. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses komplette Motiv – vom gemalten Hintergrund über die gebastelten Hasenschachteln, die Miniaturbänke, die Blumen, die Schmetterlinge, die beschriftete Tafel bis hin zur fotografischen Inszenierung und Bildbearbeitung – vollständig von Veronika Helga Vetter entworfen und umgesetzt wurde. Auch die zugrunde liegende PDF-Schablone, mit deren Hilfe die Hasenschachteln entstehen, wurde von ihr gestaltet und steht kostenlos zum Download bereit. Dadurch lässt sich dieses liebevoll komponierte Ostermotiv Schritt für Schritt nacharbeiten und individuell variieren. Das Endbild vermittelt nicht nur handwerkliche Präzision, sondern auch gestalterische Konsequenz: Jedes Element greift die Farbwelt des Frühlings auf, jedes Detail ist aufeinander abgestimmt. Es entsteht eine Szene, die zugleich verspielt und klar strukturiert wirkt – eine selbst geschaffene Osterwelt, die Ruhe ausstrahlt und dennoch voller kleiner, durchdachter Akzente steckt. GWS2.de März 2026

Ob­wohl IKEA mit Preis­re­du­zie­run­gen auf die sin­ken­de Nach­fra­ge nach Mö­beln re­agier­te, ge­hen die Ver­kaufs­zah­len⁴ von Schrän­ken, Ti­schen und So­fas seit Jah­ren zu­rück. Auch beim schwe­di­schen Ein­rich­tungs­gi­gan­ten ist Fast Deko der­zeit eine der we­ni­gen Spar­ten mit spür­ba­ren Um­satz­zu­wäch­sen. Im­mer mehr Men­schen kämp­fen sich sams­tags nicht mehr we­gen des In­te­ri­eurs durch die Mö­bel­haus­park­ga­ra­gen, son­dern um sai­so­na­le De­ko­ra­ti­ons­ar­ti­kel zu kau­fen. Die­ses Kon­sum­ver­hal­ten hat meh­re­re Ur­sa­chen:

  • Jun­ge Leu­te fin­den im­mer schwie­ri­ger Ar­beits­stel­len⁵ und zie­hen sel­te­ner um. Ent­spre­chend sinkt der Be­darf an neu­en Mö­beln.

  • Gleich­zei­tig set­zen In­fla­ti­on, hor­ren­de En­er­gie­prei­se und hohe Le­bens­hal­tungs­kos­ten das Haus­halts­bud­get un­ter Druck. Selbst die Mit­tel­schicht in­ves­tiert zu­neh­mend in schnel­le, emo­tio­na­le Im­pul­se wie Deko oder Tex­ti­li­en, wäh­rend grö­ße­re, ra­tio­na­le An­schaf­fun­gen auf­ge­scho­ben wer­den.

So­zia­le Me­di­en spie­len eben­so eine zen­tra­le Rol­le. Platt­for­men wie Tik­Tok und In­sta­gram be­schleu­ni­gen Fast-Deko-Trends mas­siv. Vie­le Kon­su­men­ten kau­fen, um „up to date“ zu blei­ben, ohne sich lang­fris­tig auf teu­re, lang­le­bi­ge Ein­rich­tungs­stü­cke fest­zu­le­gen.

Die Szene entfaltet sich wie ein kleines Bühnenbild des Frühlings. Im Mittelpunkt steht eine zart rosafarbene Hasenschachtel, deren klare Linien durch liebevolle Details veredelt wurden. Besonders die aufgerichteten Ohren ziehen den Blick auf sich: Sie wurden mit einer Sizzix Big Shot Maschine geprägt und tragen ein filigranes, florales Muster, das sich sanft über die Oberfläche zieht. Diese Prägung verleiht dem Papier eine textile Tiefe, beinahe so, als sei es mit einem feinen Stoff überzogen. Die floralen Elemente wurden anschließend mit Acrylfarben akzentuiert, wodurch Blüten und Ornamente lebendig hervortreten. Die Kombination aus Struktur und Farbe lässt die Ohren wie kleine Frühlingsgärten wirken, die sich über dem schlichten Hasengesicht erheben. Das Gesicht selbst bleibt bewusst reduziert: feine Linien, eine zarte Nase, leicht geschwungene Schnurrhaare. Vor dem Hasen liegt eine kleine Papierkarotte, deren kräftiges Orange einen warmen Kontrast zur Pastellwelt bildet und die Symbolik von Wachstum und Ernte aufgreift. Links der Szene stehen zwei halbierte, wachsweich gekochte Eier, deren goldgelber Kern cremig hervortritt. Sie ruhen in kunstvoll gefertigten Eierbechern, die in englischer Quilling-Technik entstanden sind. Fein gerollte Papierstreifen formen stabile, farblich abgestimmte Sockel, die das Ei elegant tragen. Diese Detailarbeit unterstreicht das Thema Fruchtbarkeit und Neubeginn, das Ostern seit jeher begleitet. Der Hintergrund zeigt eine sanfte Wolkenfassade in zarten Blau- und Grüntönen. Davor schweben Schmetterlinge, deren Flügel teilweise ausgestanzt und von Hand geformt wurden. Jeder einzelne Falter ist selbst gebastelt und fügt sich harmonisch in die Szenerie ein. Ihre leuchtenden Farben symbolisieren Transformation und Leichtigkeit – klassische Motive des Frühlings. Auf dem Moosuntergrund wachsen Blumen aus Moosgummi, deren Blütenblätter in Rosa, Gelb und Violett gehalten sind. Auch hier wurde bewusst auf Farbklang und Komposition geachtet. Das satte Grün des Bodens bildet die natürliche Basis, während die Blüten das Bild mit Lebensfreude durchziehen. Die gesamte Szene strahlt Fruchtbarkeit, Neubeginn und österliche Wärme aus – ein bewusst inszeniertes Sinnbild für das Erwachen der Natur. Die Idee zu diesem Arrangement stammt erneut von Veronika Helga Vetter, einer renommierten Papierkünstlerin, die seit 2011 das Internet mit ihren detailreichen Arbeiten bereichert. Von der Gestaltung der Hasenschachtel über die florale Prägung, die Ausarbeitung der Schmetterlinge und Blumen bis hin zur fotografischen Inszenierung und Bildbearbeitung wurde jedes Element von ihr entworfen und umgesetzt. Auch die zugrunde liegende PDF-Schablone für die Hasenschachtel ist Teil dieses kreativen Gesamtkonzepts. Das Bild wirkt dadurch nicht wie eine einfache Bastelidee, sondern wie eine kleine, selbst erschaffene Frühlingswelt – liebevoll komponiert, handwerklich präzise und durchzogen von der Symbolik des Osterfestes. GWS2.de März 2026

Pas­send zum ab­ge­schlos­se­nen Früh­jah­res­putz stel­len Mö­bel­häu­ser und 1-Euro-Shops ihre Ver­kaufs­flä­chen auf Os­ter­de­ko­ra­ti­on um. Plüsch­kü­ken, Os­ter­gras, Plas­tikei­er, Moos fürs Körb­chen und na­tür­lich Ha­sen­fi­gu­ren ste­hen dann in Reih und Glied be­reit. Was kann schon falsch dar­an sein, die ei­ge­nen vier Wän­de sai­so­nal zu schmü­cken? Wer sich sol­che Ac­ces­soires nach Hau­se holt, be­kommt ne­ben der Früh­lings­stim­mung noch eine kos­ten­lo­se Chemie-Duftkerze mit dazu.

ℹ️ Für De­ko­ra­ti­ons­ar­ti­kel gibt es kei­ne pau­scha­le CE-Pflicht. Die tat­säch­li­che Kon­trol­le an EU-Grenzen und im Han­del bleibt lü­cken­haft. So ge­lan­gen im­mer wie­der Pro­duk­te in den Ver­kauf, die hohe Men­gen an Lö­sungs­mit­teln (VOC), Weich­ma­chern⁶ und Kon­ser­vie­rungs­stof­fen ent­hal­ten – mit mög­li­chen Fol­gen wie Schleim­haut­rei­zun­gen oder All­er­gien.

Ein noch grö­ße­res Pro­blem als der Ge­ruch ist je­doch der Müll­berg, der durch kurz­le­bi­ge Fast-Deko-Produkte je­des Jahr neu ent­steht.

Die Szene erinnert an einen liebevoll gedeckten Frühstückstisch am Ostersonntag – ruhig, harmonisch und doch voller durchdachter Details. Im Mittelpunkt stehen zwei Hasenschachteln in kräftigem Violett und warmem Apricot. Ihre klaren Linien und die sanft gerundete Boxform verleihen ihnen eine angenehme Präsenz, ohne dominant zu wirken. Die geprägten Oberflächen, entstanden mit einer Sizzix Big Shot Maschine, zeigen eine feine Struktur, die im Licht dezent schimmert und den Figuren eine textile Anmutung verleiht. Besonders die apricotfarbene Variante lässt das eingeprägte Muster deutlich erkennen, wodurch die Papierarbeit eine überraschende Tiefe erhält. Beide Hasen blicken mit ihren reduzierten, schwarz gezeichneten Gesichtern ruhig nach vorne. Die feinen Schnurrhaare und die kleinen Nasen wirken bewusst schlicht gehalten und unterstreichen den handgemachten Charakter. Die aufgerichteten Löffel bilden die höchste Stelle der Konstruktion und rahmen die Szene nach oben hin ein. Im Vordergrund liegt ein klassisches Osterfrühstück arrangiert: halbierte, weich gekochte Eier mit cremigem Dotter, frische Karottenstreifen, kleine Salzbrezeln und ein belegtes Brot mit Schinken, Gurke und Paprika. Die warmen Orangetöne der Karotten greifen die Farbwelt der Hasen auf und verbinden Dekoration und Speisen zu einer harmonischen Einheit. Das Holzbrett dient dabei als ruhige, natürliche Basis und verleiht der Komposition Bodenhaftung. Besonders ins Auge fällt im Hintergrund der filigrane Eierbecher. Er wurde eigens für diese Szenerie in englischer Quilling-Technik gefertigt. Die fein gerollten Papierstreifen bilden einen stabilen, farblich abgestimmten Sockel, der das weiße Ei elegant trägt. Die detailreiche Papierarbeit steht in spannendem Kontrast zur schlichten Geometrie der Hasenschachteln und zeigt eine zweite, ebenso anspruchsvolle Basteltechnik innerhalb derselben Osterwelt. Der sanft verlaufende Hintergrund in Blau- und Grüntönen erinnert an einen Frühlingsmorgen im Freien. Die leichte Unschärfe lenkt den Fokus bewusst auf die vorderen Elemente und verstärkt den Eindruck eines kleinen, sorgfältig inszenierten Stilllebens. Wie bereits beim vorherigen Motiv wurde auch diese Szene vollständig von Veronika Helga Vetter konzipiert und umgesetzt – von der Gestaltung der PDF-Schablone für die Hasenschachteln über das Prägen mit der Sizzix Big Shot, die Anfertigung des Quilling-Eierbechers bis hin zur fotografischen Inszenierung und anschließenden Bildbearbeitung. Jede Farbentscheidung, jede Platzierung und jede Struktur ist Teil einer durchdachten Gesamtkomposition, die ein klassisches Osterfrühstück in eine handwerklich gestaltete Miniaturwelt übersetzt. Das Bild vermittelt damit mehr als nur eine Bastelidee: Es zeigt, wie sich selbst gefertigte Dekoration harmonisch in eine Alltagssituation einfügt und dem Ostersonntag eine persönliche, kreative Note verleiht. Osterfrühstück gesponsert von Computerheld Linz - März 2026

Ei­gent­lich sind vie­le Kunst­stoff­pro­duk­te aus Chi­na auf jahr­zehn­te­lan­ge Halt­bar­keit aus­ge­legt. In der Pra­xis wer­den sie je­doch ein­mal um den hal­ben Glo­bus trans­por­tiert – nur um nach ei­ner ein­zi­gen Sai­son in der Müll­ver­bren­nung zu lan­den.

Wirk­lich bil­li­ge Deko kau­fe ich on­line auf Temu – muss ich ganz ehr­lich sa­gen. Die Qua­li­tät ist mir nicht so wich­tig. Dann habe ich sie viel­leicht eine Sai­son, und da­nach lan­det sie im Müll­ei­mer.

Düt­sch­ler, Chris­ti­an: Bil­li­ge Deko – ho­her Preis: Die wah­ren Kos­ten des Fast-Deko-Trends. Kas­sen­sturz | SRF (2025).

Ein Wahn­sinn, der sich mit selbst­ge­mach­ter Os­ter­de­ko­ra­ti­on oft schon mit mi­ni­ma­lem Auf­wand durch­bre­chen lie­ße.

ℹ️ Krea­ti­ve Os­ter­de­ko­ra­ti­on schont nicht nur die Um­welt. Selbst­ge­mach­te Stü­cke eig­nen sich au­ßer­dem per­fekt für Fo­tos in der Familien-WhatsApp-Gruppe oder zum An­ge­ben⁷ auf So­cial Me­dia.

Die Szene erinnert an einen kleinen, liebevoll inszenierten Frühlingsmarkt auf dem Land. Zwischen sattem Grün und pastellfarbenen Blüten stehen drei Hasenschachteln wie Marktbesucher nebeneinander und beobachten das bunte Treiben. Ihre klaren Gesichter wirken ruhig und freundlich, während die aufgerichteten Löffel dem Arrangement eine vertikale Leichtigkeit verleihen. Das sanfte Grün und das kräftige Violett der Hasen harmonieren mit der floralen Kulisse im Hintergrund, die aus ausgeschnittenen Papierblumen in Rosa- und Gelbtönen besteht. Im Vordergrund steht ein kleiner Holzkarren, beladen mit Papierkarotten, deren kräftiges Orange sofort ins Auge fällt. Daneben liegen zwei rustikale Holzkisten: In der einen stapeln sich weiße Blumenkohlköpfe, in der anderen runde Äpfel in warmem Gelbton. Diese Miniatur-Lebensmittel wurden sorgfältig aus Fimo-Modelliermasse gefertigt. Ihre leicht unregelmäßigen Formen und die matte Oberfläche verleihen ihnen eine erstaunlich realistische Anmutung. Auch die beiden Schafe, die das Marktbild beleben, sind aus Modelliermasse gearbeitet. Mit ihren fein ausgearbeiteten Körperformen und den zarten Gesichtszügen bringen sie eine zusätzliche, ländliche Komponente in die Szene. Alles übrige – die Hasenschachteln, die Blumen, die Schmetterlinge und die gesamte Hintergrundkulisse – besteht aus Papierkunst. Die Kombination aus Papier und Modelliermasse schafft einen spannenden Materialkontrast: Während die Hasen mit ihrer klaren Geometrie und sauberen Faltkanten strukturiert wirken, setzen die organischen Fimo-Elemente weiche, natürliche Akzente. Der Hintergrund zeigt eine sanft kolorierte Frühlingslandschaft mit angedeutetem Gras und hellem Himmel. Die Blumen wirken wie frisch erblüht und rahmen das Marktgeschehen ein. Ein ausgestanzter Schmetterling liegt im Vordergrund auf dem Boden und bringt Bewegung in die Komposition, als sei er gerade gelandet. Die gesamte Szene vermittelt das Gefühl von Neubeginn, Frische und ländlicher Lebensfreude. Sie verbindet das Motiv des Osterfestes mit der Symbolik von Ernte, Wachstum und Fruchtbarkeit. Wie bei den vorherigen Arrangements wurde auch dieses Motiv vollständig von Veronika Helga Vetter entworfen und umgesetzt. Von der Gestaltung der Hasenschablonen über die Ausarbeitung der Papierblumen und Schmetterlinge bis hin zur Modellierung der Fimo-Elemente und der fotografischen Inszenierung stammt jedes Detail aus ihrer Hand. Die zugrunde liegende PDF-Schablone ermöglicht es, zumindest den papierbasierten Teil dieser Szene nachzuarbeiten und individuell zu erweitern. Das Bild wirkt dadurch nicht wie eine einfache Bastelidee, sondern wie ein kleines, in sich stimmiges Bühnenbild – ein frühlingshafter Bauernmarkt im Miniaturformat, der Wärme, Handarbeit und österliche Stimmung miteinander verbindet. GWS2.de 03/2026

Os­ter­sonn­tag steht vor der Tür und die Schwie­ger­el­tern ha­ben sich an­ge­kün­digt? Höchs­te Zeit, den Früh­stücks­tisch mit selbst ge­bas­tel­ten Ha­sen­schach­teln in Sze­ne zu set­zen.

📦 Maße: Die box­för­mi­gen Häs­chen sind 6 × 6 cm breit. Mit ih­ren lan­gen Löf­feln er­rei­chen sie eine Höhe von rund 11 cm.

Tischhasen basteln

Die be­son­de­re Stär­ke die­ser Tischdeko-Idee liegt in ih­rem durch­gän­gi­gen De­sign: Je­der Hase ent­steht aus ei­nem ein­zi­gen Schnitt­mus­ter, das ge­fal­tet, ver­klebt und in­ein­an­der­ge­steckt wird. So wirkt die De­ko­ra­ti­on wie aus ei­nem Guss – ohne sicht­ba­re Brü­che oder Zu­satz­tei­le.

Bildbeschreibung: Tischhasen aus Tonpapier mit integrierter Schablone Auf dem Foto sind drei fertig gebastelte, boxförmige Osterhasen aus farbigem Tonpapier zu sehen. Die Hasen stehen auf einem orangefarbenen Blatt, das gleichzeitig als Schnittmuster dient. 🐰 Die fertigen Hasenschachteln Die Hasen bestehen jeweils aus einem einzigen Stück Papier, das gefaltet und verklebt wurde. Ihre Grundform ist würfelförmig – etwa 6 × 6 cm breit – mit zwei langen, aufrecht stehenden Ohren („Löffeln“), die direkt aus dem oberen Teil der Schablone herausgearbeitet sind. Zu sehen sind drei Farbvarianten: ein roter Hase ein gelber Hase ein violetter Hase Das Gesicht ist bereits aufgedruckt – mit Augen, Nase, Schnurrhaaren und Mund. Dadurch entfällt das Zeichnen komplett. Besonders für Bastler mit Kindern ist das ideal, weil kein freihändiges Gestalten nötig ist. Die Hasen wirken sauber und gleichmäßig, da alle Kanten exakt gefaltet sind. Die Vorderseite bildet automatisch das Gesicht, die Seitenteile formen die Box, und hinten wird die Konstruktion zusammengeklebt. 📐 Die Schablone im Hintergrund (entscheidend für die Einfachheit) Unter den fertigen Hasen liegt ein großes, orangefarbenes Blatt mit aufgedrucktem Schnittmuster. Die Schablone zeigt: Die vollständige Außenkontur des Hasen Die Ohren als integrierten oberen Teil Seitliche Laschen zum Verkleben Markierte Faltlinien Das vorgedruckte Hasengesicht Die Konstruktion ist durchdacht: Der Mittelteil bildet die Vorderseite mit Gesicht. Links und rechts schließen sich die Seitenteile an. Dahinter folgen Rückseite und Klebelasche. Die Ohren sind direkt mit dem oberen Rand verbunden – kein separates Ausschneiden oder Ankleben nötig. Das bedeutet: 👉 Einmal ausschneiden entlang der Außenlinie. 👉 Faltlinien nachziehen. 👉 Box zusammenkleben. 👉 Fertig. Kein Zusammensetzen mehrerer Einzelteile. Kein separates Aufkleben von Gesicht oder Ohren. Gerade das macht die Vorlage „idiotensicher“ – selbst Anfänger oder Kinder können mit wenig Aufwand ein sehr sauberes Ergebnis erzielen. 🧩 Warum die Schablone so praktisch ist Das Gesicht ist perfekt proportioniert und zentriert. Alle Seitenteile sind exakt berechnet. Die Ohren stehen stabil, weil sie Teil der Gesamtform sind. Durch die geschlossene Konstruktion entsteht eine kleine Schachtel – ideal für: Schokoeier kleine Süßigkeiten Geldgeschenke Tischkarten Die Hasen wirken dadurch nicht wie flache Papierfiguren, sondern wie kleine 3D-Objekte. 🎨 Optischer Eindruck Durch die unterschiedlichen Papierfarben entsteht sofort ein frühlingshafter Look. Die klaren Linien des Drucks sorgen für ein professionelles Erscheinungsbild – obwohl die Basteltechnik sehr einfach ist. Das orangefarbene Hintergrundblatt zeigt außerdem, dass die Vorlage mehrfach ausgedruckt oder kopiert werden kann – ideal für Serienproduktion vor Ostern.

✂️ Ma­te­ri­al­be­darf für eine Ha­sen­schach­tel:
Bun­tes Ton­pa­pier (130 g/m²), Sche­re, flüs­si­ger Kle­ber, Bas­tel­skal­pell, Glit­zer­pul­ver, flau­schi­ger Chen­il­le­draht, Acryl­mal­stif­te und mei­ne PDF-Scha­blo­ne.

Zu­sätz­lich habe ich ein­zel­ne Ele­men­te mit ei­ner Siz­zix Big Shot ge­prägt, um der Pa­pier­de­ko eine spür­ba­re Hap­tik und mehr Tie­fe zu ver­lei­hen.

Auf mei­ner DIN-A4-Vorlage be­fin­den sich zwei Ha­sen­sil­hou­et­ten: eine Vor­der­sei­te mit vor­ge­druck­tem Ha­sen­ge­sicht und eine Rück­sei­te ohne Ge­sicht. Um spä­ter eine sta­bi­le Ha­sen­schach­tel zu er­hal­ten, druck­te ich die Sei­te zwei­mal auf far­bi­ges Ton­pa­pier aus. Nach dem Aus­schnei­den la­gen so­mit ins­ge­samt vier Ele­men­te vor mir: zwei Vor­der­sei­ten mit Ge­sicht und zwei schlich­te Rück­sei­ten.

Das Foto zeigt mehrfach ausgedruckte DIN-A4-Hasenvorlagen aus farbigem Tonpapier. Auf jeder Vorlage befinden sich zwei Silhouetten: eine Vorderseite mit vorgedrucktem Hasengesicht sowie eine schlichte Rückseite ohne Gesicht. Durch das zweimalige Ausdrucken entstehen insgesamt vier Elemente – zwei Vorder- und zwei Rückseiten –, die später jeweils passgenau aufeinandergeklebt werden, um eine stabile Konstruktion zu erhalten. Die identischen Konturen liegen deckungsgleich übereinander und verdeutlichen die spätere Verstärkung der Hasenschachtel. GWS2.de - März 2026

Nach dem Frei­stel­len kleb­te ich zu­nächst die bei­den Vor­der­sei­ten mit dem vor­ge­druck­ten Ha­sen­ge­sicht ex­akt über­ein­an­der. Das­sel­be tat ich mit den bei­den Rück­sei­ten. Auf die­se Wei­se ent­stan­den zwei sta­bi­le, ver­stärk­te Ele­men­te. Ge­prägt wur­den aus­schließ­lich die da­von ra­gen­den Flü­gel: Die­se führ­te ich durch mei­ne Siz­zix Big Shot, um den Ober­flä­chen eine fühl­ba­re Struk­tur zu ver­lei­hen. An­schlie­ßend ver­zier­te ich das ge­präg­te Mus­ter mit Acryl­far­ben und Stif­ten.

Die Collage zeigt die verstärkte Vorderseite mit vorgedrucktem Hasengesicht nach dem Prägen durch die Sizzix Big Shot. In das Tonpapier wurde ein Herzmuster eingeprägt, das anschließend mit Acrylfarben bemalt wurde. Auf der linken Bildhälfte ist zudem der freigestellte Verschlussbereich zu sehen, der mit einem Bastelskalpell entlang der vorgegebenen Linie eingeschnitten wurde. Die Rückseite blieb ungeprägt und dient später als stabile Gegenpart beim Zusammenbau der Schachtel. Idee, Gestaltung und Umsetzung: © Veronika Helga Vetter. GWS2.de - März 2026

Zu die­sem Zeit­punkt wirk­ten die vor­be­rei­te­ten, nun ver­stärk­ten Ele­men­te noch starr und er­in­ner­ten eher an eine Pa­pier­schne­cke mit Ha­sen­kopf. Um die Kon­struk­ti­on be­weg­lich zu ma­chen, falz­te ich zu­nächst alle ge­stri­chel­ten Li­ni­en sorg­fäl­tig vor. Da­nach knick­te ich die fle­xi­blen Ele­men­te be­hut­sam, da­mit sich die spä­te­re Box sau­ber for­men ließ.

Im nächs­ten Schritt schnitt ich mit ei­nem Bas­tel­skal­pell die durch­ge­zo­ge­ne Li­nie im Be­reich des Ha­sen­schwan­zes ein. An die­ser Stel­le ent­steht die Ver­schluss­öff­nung für die Schach­tel. Die spä­te­re Ver­rie­ge­lung be­steht aus zwei La­schen, die von links und rechts über die Oh­ren ge­legt wer­den und so für Sta­bi­li­tät und si­che­ren Halt sor­gen.

Das Foto zeigt einen entscheidenden Moment im Zusammenbau der Hasenschachtel. Auf der linken Bildhälfte ist die verstärkte Vorderseite mit dem Hasengesicht zu sehen. Die zuvor geprägte und bemalte Oberfläche wirkt nun lebendig und plastisch. Durch das sorgfältige Falzen der gestrichelten Linien hat sich in der Mitte der Form ein deutlich erkennbares Quadrat gebildet. Dieses Quadrat entsteht ganz automatisch durch das präzise Vorfalten und bildet später die Basis der Box. Auf der rechten Bildhälfte ist die ebenfalls verstärkte Rückseite zu sehen – ohne Gesichtsdruck. Auch hier ist das mittige Quadrat klar erkennbar. Die Seitenflächen und Laschen stehen leicht angewinkelt, sodass die räumliche Konstruktion bereits erahnt werden kann. Das Papier wirkt nun nicht mehr flach, sondern beginnt, sich dreidimensional zu formen. Die Aufnahme verdeutlicht, dass beide Elemente identisch aufgebaut sind: Je ein Hasenkopf oben, seitliche Verschlusslaschen links und rechts und das quadratische Mittelstück in der Mitte. Dieses Quadrat fungiert als verbindendes Element zwischen Vorder- und Rückseite. Es trennt später die beiden Hasenköpfe voneinander und sorgt dafür, dass sie sich exakt gegenüberliegen, ohne übereinanderzukleben. Die Komposition macht sichtbar, wie aus zwei flachen, verstärkten Papierformen durch das gezielte Aufeinanderkleben der Quadrate eine stabile Grundstruktur entsteht. Noch sind es zwei separate Elemente – doch im nächsten Schritt verschmelzen sie zu einer einzigen Konstruktion. GWS2.de - März 2026

Für das Zu­sam­men­fü­gen leg­te ich zu­nächst die be­druck­te Vor­der­sei­te mit dem Ha­sen­ge­sicht vor mich hin, wo­bei das Ge­sicht nach un­ten zeig­te. An­schlie­ßend po­si­tio­nier­te ich die un­be­druck­te Rück­sei­te dar­über.

  • Ent­schei­dend ist da­bei, dass nicht die Ha­sen­köp­fe auf­ein­an­der­ge­klebt wer­den, son­dern aus­schließ­lich die bei­den mit­ti­gen Qua­dra­te ex­akt de­ckungs­gleich über­ein­an­der­lie­gen.

Ich trug Kle­ber nur auf ei­nes der Qua­dra­te auf und setz­te das zwei­te pass­ge­nau dar­auf. Nach dem An­drü­cken ver­ban­den sich die bei­den Ele­men­te zu ei­ner sta­bi­len Ein­heit. Dreh­te ich die Kon­struk­ti­on an­schlie­ßend um, la­gen sich die bei­den Ha­sen­köp­fe sau­ber ge­gen­über, ge­trennt durch das mit­ti­ge Qua­drat. Auch die Ver­schluss­la­schen be­fan­den sich links und rechts au­ßen, wäh­rend das Qua­drat als ver­bin­den­de Flä­che da­zwi­schen lag.

Die Collage zeigt den Moment, in dem aus der flachen Papierkonstruktion endgültig ein dreidimensionaler Tischaufsteller entsteht. Auf beiden Bildhälften ist die Hasenschachtel bereits in ihre räumliche Form gebracht. Das Gesicht mit seinen feinen Linien liegt nun nicht mehr flach auf, sondern richtet sich sichtbar nach vorne auf. Der zuvor verstärkte Hinterkopf bildet das Gegenstück auf der Rückseite, sodass beide Silhouetten parallel zueinander stehen. In der Mitte verbindet das quadratische Basiselement beide Seiten stabil miteinander. Es wirkt wie ein unscheinbarer, aber tragender Kern, der die Konstruktion in Form hält. Die Seitenflächen wölben sich sanft nach außen und lassen die typische Boxform erkennen. Besonders gut erkennbar ist der charakteristische Verschlussmechanismus. Die beiden seitlichen Laschen – zuvor eingeschnitten und geprägt – werden nacheinander über die aufgerichteten Hasenohren gelegt. Dabei greifen sie von links und rechts über die „Löffel“ hinweg und überlappen sich leicht. Durch diese Überlappung entsteht ein sauberer, formschlüssiger Halt. Die Ohren fungieren dabei nicht nur als dekoratives Element, sondern zugleich als funktionale Führung für den Verschluss. Das Zusammenspiel aus Falzkanten, mittigem Quadrat und übergelegten Seitenlaschen sorgt dafür, dass sich die Schachtel stabil schließt, ohne zusätzlich fixiert werden zu müssen. Die Collage zeigt damit den letzten konstruktiven Schritt vor der endgültigen Fertigstellung – den Moment, in dem aus Papier eine kleine, standfeste Osterfigur geworden ist. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Veronika Helga Vetter 2026

Als Nächs­tes rich­te­te ich Vor­der­sei­te und Hin­ter­kopf nach oben auf. Bei­de Ele­men­te kleb­te ich an den Ha­sen­oh­ren zu­sam­men. Nach ei­ner kur­zen Trock­nungs­zeit von etwa fünf Mi­nu­ten war die Grund­form aus­rei­chend ge­fes­tigt.

An­schlie­ßend form­te ich die Sei­ten­flä­chen in ihre end­gül­ti­ge Run­dung.

  • Die zu­vor ge­präg­ten und ein­ge­schnit­te­nen Ver­schluss­la­schen leg­te ich nach­ein­an­der über die auf­ge­rich­te­ten Oh­ren.

Zu­nächst wur­de eine La­sche von links über die Löf­fel ge­führt, da­nach folg­te die ge­gen­über­lie­gen­de von rechts. Durch die­ses Über­stül­pen über­lapp­ten sich die La­schen leicht und fi­xier­ten die Kon­struk­ti­on form­schlüs­sig. Da­mit war die 3D-Hasenschachtel kon­struk­tiv fer­tig­ge­stellt und ein­satz­be­reit.

Osterdeko verzieren

Der Tisch­ha­se war be­reits voll­stän­dig kon­stru­iert und stand­fest, wirk­te je­doch noch be­wusst re­du­ziert. Um der Fi­gur mehr Aus­druck zu ver­lei­hen, er­gänz­te ich sie im letz­ten Schritt um aus­ge­wähl­te De­tails.

Die zweigeteilte Collage zeigt die abschließende Veredelung der Hasenschachtel und lenkt den Blick bewusst auf Vorder- und Rückseite des fertigen Tischaufstellers. Auf der linken Bildhälfte ist das Gesicht des Hasen in Nahaufnahme zu sehen. Die klaren Linien von Augen, Schnurrhaaren und Mund wirken ruhig und ausgewogen. Im Zentrum steht die Nase, die nun mit farblich abgestimmtem Glitter akzentuiert wurde. Der feine Glanz bricht das Licht und setzt einen dezenten, aber wirkungsvollen Schwerpunkt im Gesicht. Die dekorative Zurückhaltung lässt die Grundgestaltung weiterhin klar erkennbar, verleiht dem Motiv jedoch eine lebendige, fast verspielte Note. Die rechte Bildhälfte zeigt die Rückseite der Konstruktion. Hier wurde ein kleiner, eingedrehter Chenilledraht angebracht, der als flauschiges Stummelschwänzchen fungiert. Das Material hebt sich weich vom glatten Tonpapier ab und bringt eine zusätzliche haptische Komponente ins Spiel. Der dunklere Farbton des Drahtes bildet einen leichten Kontrast zur Pastellfläche und sorgt dafür, dass das Detail trotz seiner geringen Größe sofort ins Auge fällt. Die Gegenüberstellung beider Perspektiven verdeutlicht die Balance zwischen Vorder- und Rückseite. Während die Front mit einem glänzenden Akzent versehen wurde, ergänzt das weiche Schwänzchen auf der Rückseite die Figur um ein humorvolles, beinahe dreidimensional wirkendes Detail. Beide Elemente greifen die Formensprache des Hasen auf und runden die Gestaltung ab, ohne die klare Linienführung der Grundkonstruktion zu überladen. Zuerst veröffentlicht auf GWS2.de - März 2026

Ge­treu dem Prin­zip „We­ni­ger ist mehr“ setz­te ich zu­nächst ei­nen ge­ziel­ten Ak­zent im Ge­sicht und ver­zier­te die Schnuf­fel mit farb­lich pas­sen­dem Glit­ter. Der fei­ne Glanz hebt die Nase de­zent her­vor, ohne das kla­re Er­schei­nungs­bild zu über­la­den.

Für ei­nen zu­sätz­li­chen Nied­lich­keits­fak­tor be­fes­tig­te ich auf der Rück­sei­te ei­nen ein­ge­dreh­ten Chen­il­le­draht. Die­ser bil­det ein klei­nes, flau­schi­ges Stum­mel­schwänz­chen und er­gänzt die an­sons­ten glat­te Pa­pier­ober­flä­che um ein wei­ches, hap­ti­sches Ele­ment. Mit die­sen bei­den De­tails war die ös­ter­li­che Tisch­de­ko ge­stal­te­risch voll­endet.

Das abschließende Motiv wirkt wie eine kleine, in sich geschlossene Frühlingslandschaft. Zwei Hasenschachteln sitzen entspannt auf zierlichen Holzbänken und bilden das Zentrum der Szene. Die eine in kräftigem Violett, die andere in warmem Pastellgelb – beide mit klar gezeichneten Gesichtern, sanft geschwungenen Schnurrhaaren und dezent akzentuierten Nasen. Ihre aufgerichteten Löffel verleihen ihnen Präsenz und Höhe, während die leicht gerundeten Seitenflächen ihre dreidimensionale Konstruktion erkennen lassen. Vor jedem Hasen liegt eine kleine Papierkarotte, deren leuchtendes Orange einen bewussten Kontrast zur sonst harmonischen Pastellwelt setzt. Die Karotten sind schlicht gestaltet, wirken aber durch ihre Positionierung wie kleine, liebevolle Requisiten – fast so, als hätten die Hasen gerade eine Pause auf ihren Bänken eingelegt. Der Untergrund ist als moosgrüne Wiese gestaltet, weich koloriert und mit kleinen, unregelmäßig angeordneten Steinen eingefasst. Diese Steinoptik rahmt das Arrangement wie eine natürliche Bühne ein und verleiht der Szene Tiefe. Im Hintergrund blühen Papierblumen in Rosa, Gelb und Violett. Ihre runden Blütenköpfe und klaren Konturen setzen frische Farbakzente und unterstreichen die Frühlingssymbolik. Rechts im Bild steht eine kleine Tafel auf einem Holzgestell. Mit Kreide sind Karotten skizziert, die wie ein augenzwinkernder Hinweis auf das österliche Lieblingsgemüse der Hasen wirken. Daneben ergänzt ein kleiner Holzzaun das ländliche Ambiente und verstärkt den Eindruck einer idyllischen Miniaturlandschaft. Ein filigraner Schmetterling schwebt leicht erhöht über der Szene. Seine ausgestanzten Flügel bringen Bewegung ins Bild und greifen die Farbwelt der Blumen auf. Alles wirkt sorgfältig ausbalanciert: Die beiden Hasen bilden das ruhende Zentrum, während Tafel, Blumen, Zaun und Schmetterling das Arrangement weich umspielen. Wie bei den vorherigen Motiven stammt auch diese Komposition vollständig aus der kreativen Feder von Veronika Helga Vetter. Von der Gestaltung der Hasenschachteln über die Entwicklung der PDF-Schablone bis hin zur Ausarbeitung der Papierblumen, der Miniaturmöbel, der Tafel und der gesamten fotografischen Inszenierung wurde jedes Detail von ihr konzipiert und umgesetzt. Selbst die Bildbearbeitung folgt einer klaren Farbdramaturgie, die die Szene in sanftem Frühlingslicht erscheinen lässt. Das Gesamtbild strahlt Ruhe, Handarbeit und liebevolle Detailtreue aus. Es verbindet die symbolische Welt des Osterfestes – Neubeginn, Fruchtbarkeit und Frühlingsfreude – mit einer klar strukturierten, modernen Papierästhetik. Eine kleine, selbst geschaffene Osterwelt, die sowohl dekorativ als auch erzählerisch überzeugt. Computerheld Linz / GWS2.de / Linz / 2026

Ver­wand­te The­men:

Schmet­ter­lin­ge mit Kin­dern bas­teln – ge­eig­net ab fünf Jah­ren
Os­ter­ei­er na­tür­lich fär­ben: Der gro­ße Test mit pflanz­li­chen Farb­stof­fen

¹eu­ro­stat: China-EU - in­ter­na­tio­nal trade in goods sta­tis­tics. ec.europa.eu (PDF) (03/2026).
²Ein­zel, Do­mi­nik: Chi­ne­si­scher Kon­zern darf Me­dia­Markt und Sa­turn über­neh­men. br.de (03/2026).
³XXXLutz: Jetzt für XXXL Schnell­ent­schlos­se­ne. xxxlutz.at (PDF) (03/2026).
⁴Kam­phuis, J. R.: In­ter IKE­AHol­ding B.V. An­nu­al Re­port FY24. ikea.com (PDF) (03/2026).
⁵Jen: Ge­ne­ra­ti­on ar­beits­los: Stu­diert, pro­mo­viert und doch kei­ne Chan­ce auf ei­nen Job? youtube.com (03/2026).
⁶Jost, Me­la­nie: Os­ter­de­ko - was ho­len wir uns ins Wohn­zim­mer? WimS | SR (2019).
⁷Hein­ze, Ju­dith: Os­ter­de­ko selbst bas­teln. MDR um 4 (2025).

Shut the Box statt Tablet: Warum Würfel im Klassenzimmer ein Comeback verdienen

Ende der 1990er-Jahre hiel­ten EDV-Räume Ein­zug in deut­sche Schu­len. Dort wur­de in zwei Wo­chen­stun­den un­ge­fähr das ver­mit­telt, was man heu­te un­ter ei­nem „Com­pu­ter­füh­rer­schein“ ver­bu­chen wür­de: Such­ma­schi­nen be­die­nen, Ord­ner an­le­gen so­wie Word und Ex­cel star­ten. Die am­bi­tio­nier­te­ren Da­ten­ver­ar­bei­tungs­leh­rer be­treu­ten ne­ben­bei – und selbst­ver­ständ­lich un­ent­gelt­lich – die noch über­schau­ba­re Netz­werk­in­fra­struk­tur. Par­al­lel dazu ent­deck­te die deut­sche In­dus­trie die „Di­gi­ta­li­sie­rung“ für sich und dia­gnos­ti­zier­te ei­nen all­ge­mei­nen IT-Fachkräftemangel. Be­nö­tigt wur­den al­ler­dings vor al­lem Pro­gram­mie­rer und Netz­werk­tech­ni­ker – ein Be­darf, der sich glück­li­cher­wei­se güns­tig und zu­ver­läs­sig in In­di­en de­cken ließ. Kanz­ler Schrö­der führ­te dar­auf­hin die Green Card ein, Po­li­tik und Wirt­schaft klopf­ten sich ge­gen­sei­tig für ge­leb­te Glo­ba­li­sie­rung auf die Schul­ter. Zwar sorg­te die Op­po­si­ti­on mit der Kam­pa­gne „Kin­der statt Inder“¹ kurz­zei­tig für ei­nen Sturm im Was­ser­glas, doch in den fol­gen­den zwan­zig Jah­ren konn­ten die Phi­lo­lo­gen wei­ter­hin un­be­hel­ligt Mo­dal­ver­ben am Over­head­pro­jek­tor un­ter­strei­chen, wie es schon ihre Vor­vä­ter ge­tan hat­ten.

Das Foto zeigt eine liebevoll arrangierte Spielszene auf einer hellbraunen Korkplatte, die als warmer, ruhiger Hintergrund dient. In der Mitte liegt eine ausgedruckte DIN-A4-Spielvorlage für Shut the Box, sauber ausgerichtet und vollständig sichtbar. Die Vorlage ist klar strukturiert: Im zentralen Bereich verlaufen für bis zu fünf Spielrunden jeweils Zahlenreihen von 1 bis 12, die während des Spiels durchgestrichen werden können. Das obere Drittel der Vorlage wird von einer kindlichen Piratenszenerie dominiert, die bereits vollständig ausgemalt ist. Sie erinnert an das Innere eines hölzernen Segelschiffs: Eine geöffnete Schatzkiste mit Goldmünzen, ein altes Steuerrad, eine Piratenflagge und eine Schatzkarte erzählen von Abenteuern auf hoher See. Durch ein rundes Bugloch blickt man hinaus auf das Meer, wo Wale mit ihren Schwanzflossen vorbeiziehen. Zwei Piratenkinder – ein Mädchen und ein Junge – sitzen jeweils an einer Schulbank, mit Piratentüchern auf dem Kopf, vertieft in ihr Spiel. Diese Szene ist bewusst als Ausmalfläche gestaltet und lädt Kinder nach dem Spielen dazu ein, selbst kreativ zu werden. Im unteren Bereich der Vorlage taucht das Bild förmlich unter die Wasseroberfläche. Meerespflanzen wiegen sich am Meeresboden, ein Hai zieht seine Bahn, begleitet von einem Seepferdchen. Zentral im unteren Teil befindet sich eine kleine Ergebnistabelle: In einer übersichtlichen Spalte sind die Runden eins bis fünf aufgeführt, daneben die Punktefelder, in die die verbleibenden Zahlen – also der jeweilige Restwert nach einer Runde – eingetragen werden. So lassen sich die Ergebnisse der Spielenden direkt vergleichen. Rund um die Vorlage sind dekorative Elemente platziert, die das Piratenthema fortführen. Rechts liegt ein kleines, aus Papier gefertigtes Holzschiff mit Mast und beigefarbenem Segel, auf dem ein schwarzer Totenkopf prangt. Daneben funkeln zwei handgeformte Goldmünzen aus Fimo. Auf der linken Seite ergänzt ein weiteres Fimo-Objekt die Szene: ein altes Steuerrad, in dessen Innerem ein kleiner Krake lebt. Dieses Objekt wurde mit Resin übergossen und erhält dadurch eine glänzende, fast museale Anmutung. Die gesamte Szenerie – von der Spielvorlage über die Deko-Elemente bis hin zur fotografischen Umsetzung – wurde von Veronika Helga Vetter konzipiert, gestaltet und umgesetzt. Konzept, Illustration, Bastelobjekte, Spielidee und Fotografie greifen hier bewusst ineinander und machen aus einer einfachen Spielvorlage ein stimmiges, kindgerechtes Gesamtbild. Erstveröffentlichung Januar 2026

Im Früh­jahr 2012 er­leb­te die bri­ti­sche TV-Serie Black Mir­ror ei­nen kur­zen Facebook-Hype, aus­ge­löst durch die Epi­so­de Fif­teen Mil­li­on Me­rits. Dar­in stram­pelt die Mit­tel­schicht ei­ner ein­tö­ni­gen Zu­kunfts­welt auf sta­tio­nä­ren Fahr­rä­dern, um Elek­tri­zi­tät zu er­zeu­gen. Als Be­loh­nung sam­meln die Rad­ler über ihre vir­tu­el­len Ava­tare so­ge­nann­te „Me­rits“, die sie ge­gen wohl­por­tio­nier­te Dopamin-Ausschüttungen ein­tau­schen kön­nen: Por­no­gra­fie, Junk-Food, be­lang­lo­se Mi­ni­spie­le.

  • „Eine gru­se­li­ge Zukunfts-Vorstellung“, dach­ten sich die meis­ten, wäh­rend sie ne­ben­bei idyl­li­sche Ur­laubs­fo­tos ih­rer Nich­ten lik­ten, die nach dem Ab­itur in Laos dar­über nach­dach­ten, was sie ei­gent­lich stu­die­ren soll­ten.

Der Be­ginn der Mi­gra­ti­ons­kri­se im Spät­som­mer 2015 ver­dräng­te das The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung voll­stän­dig aus Schu­len und Me­di­en. Die Do­ku­men­ta­ti­on Kohl­mei­sen im Win­ter des Baye­ri­schen Rund­funks aus dem Jahr 1983 wür­de ver­mut­lich heu­te noch auf VHS-Kassette im Un­ter­richt ge­zeigt, hät­te im Fe­bru­ar 2020 nicht in Ischgl ein Super-Spreader-Event statt­ge­fun­den. Kurz dar­auf folg­ten Lock­down, Schul­schlie­ßun­gen und di­gi­ta­ler Di­stanz­un­ter­richt, bes­ser be­kannt als „Ho­me­schoo­ling“.

Auf dem zweiten Foto ist die Shut-the-Box-Spielvorlage in einen selbst gebastelten Bilderrahmen eingespannt. Der Rahmen besteht aus einzelnen, an Eisstiele erinnernden Elementen mit abgerundeten Kanten, die in sanften Pastellfarben gehalten sind. Gelb, Hellblau, Blau, Lila, Magenta und Orange wechseln sich rhythmisch ab. Die einzelnen Rahmenteile sind bewusst nicht perfekt: Einige wirken leicht gebrochen oder angeschliffen, wodurch eine handwerkliche, fast schon skulpturale Anmutung entsteht. Der Gesamteindruck ist künstlerisch, verspielt und zugleich ruhig. Der Hintergrund des Fotos ist freigestellt und neutral grau gehalten. Dadurch treten sowohl der farbige Rahmen als auch die Spielvorlage klar in den Vordergrund, ohne visuelle Ablenkung. Die DIN-A4-Spielvorlage selbst zeigt diesmal einen spannenden Kontrast: Die Piratenszenerie im oberen Drittel – das Schiff, die Schatzmotive und die beiden Piratenkinder – sowie der Meeresboden im unteren Bereich sind vollständig in Schwarz-Weiß belassen, so wie sie beim Ausdrucken erscheinen würden. Dadurch bleibt der Charakter einer klassischen Ausmalvorlage erhalten. Im Gegensatz dazu sind die eigentlichen Spielfelder deutlich farbig gestaltet. Die Zahlenreihen von 1 bis 12, die sich über fünf Runden erstrecken, sind kräftig ausgemalt und greifen die Farbwelt des Rahmens auf – jedoch mit höherer Sättigung. Die Farbverläufe beginnen bei dunklem Blau, werden schrittweise heller, gehen über Grün und Gelb in Orange, Rot und schließlich in ein sattes Lila über. Dieses Farbspiel erzeugt eine klare visuelle Hierarchie: Der Blick des Betrachters wird unmittelbar auf die Spielfläche gelenkt, während die Piratenillustration bewusst im Hintergrund bleibt. Auf der Spielvorlage liegen zwei selbst gebastelte Papierwürfel. Sie dienen nicht nur als dekoratives Element, sondern machen unmittelbar sichtbar, dass es sich um ein Würfelspiel handelt. Die Würfel ergänzen die Szene funktional und ästhetisch zugleich und verbinden Spielidee und Gestaltung. Wie bereits beim ersten Motiv wurden Konzeption, Gestaltung, Bastelarbeiten, Spielidee und Fotografie vollständig von Veronika Helga Vetter umgesetzt. Das Zusammenspiel aus reduzierter Illustration, kräftigen Farbflächen und handgefertigtem Rahmen verleiht dem Motiv eine klare, moderne Bildsprache – irgendwo zwischen Lernmaterial und Kunstobjekt. Erstveröffentlichung Januar 2026

Doch Ent­war­nung: Das Ka­bi­nett Mer­kel IV hat­te den Di­gi­tal­Pakt Schu­le schließ­lich längst be­schlos­sen. Kurz­um: Der Bund stell­te Geld be­reit. Das Pro­blem lag im De­tail – jede ein­zel­ne Schu­le muss­te zu­nächst ein ei­ge­nes Kon­zept vor­le­gen, wo­für sie die För­der­mit­tel ver­wen­den woll­te.

  • Und was ma­chen Be­am­te, be­vor sie et­was be­ar­bei­ten? Rich­tig: Sie prü­fen erst ein­mal die Zu­stän­dig­keit.

Da IT an den meis­ten Schu­len je­doch jah­re­lang stief­müt­ter­lich be­han­delt wur­de, fühl­te sich nie­mand ver­ant­wort­lich. Das Er­geb­nis: Bis De­zem­ber 2021 war nicht ein­mal die Hälf­te der be­reit­ge­stell­ten Mit­tel ab­ge­ru­fen.

ℹ️ Die „Turnschuh-Administratoren“ aus den 1990er-Jahren wa­ren längst pen­sio­niert, die Schul-IT war aus­ge­la­gert. Zu­rück ge­blie­ben wa­ren Lehr­kräf­te ohne tech­ni­sche Inhouse-Expertise – mit der Auf­ga­be, zu ent­schei­den, wel­che di­gi­ta­le In­fra­struk­tur sie be­nö­ti­gen soll­ten.

Das Com­pu­ter­ma­ga­zin c’t sah sich so­gar ge­nö­tigt, Schul­lei­tun­gen kon­kre­te Vor­schlä­ge zu lie­fern, wie man die Gel­der über­haupt be­an­tra­gen kön­ne:

Als Schul­lei­tung kann man das The­ma zum Bei­spiel im Rah­men ei­ner Leh­rer­fort­bil­dung vor­stel­len und die Kol­le­gen dann bit­ten, in den nächs­ten Wo­chen an­hand der Lehr­plä­ne Bei­spie­le zur Nut­zung von neu­en Me­di­en für ihre Fä­cher und Klas­sen­stu­fen an ei­ner Pinn­wand zu sam­meln. Am Ende führt je­mand fünf bis zehn Bei­spie­le zu ei­ner Ta­bel­le zu­sam­men.

Mahn, Jan: Geld auf der Stra­ße. Wie Schu­len jetzt vom Di­gi­tal­pakt pro­fi­tie­ren – und wo es klemmt. In: c’t Nr. 22 (2021). S. 68.

Nach ei­ner ge­samt­ge­sell­schaft­li­chen Kraft­an­stren­gung wa­ren bis 2025 schließ­lich 97 Pro­zen­t² der be­reit­ge­stell­ten Mit­tel aus­ge­schüt­tet, und selbst die vier­ten Klas­sen deut­scher Grund­schu­len ver­fü­gen nun über schi­cke Tablet-PCs. Seit­dem häm­mern die ABC-Schützen mit ih­ren Zei­ge­fin­gern auf Touch­screens ein, um die po­pu­lä­re ANTON Lern-App zu be­die­nen.

ℹ️ In der ANTON Lern-App³ er­stel­len die Schü­ler ei­nen Ava­tar, der sie selbst im di­gi­ta­len Klas­sen­zim­mer wi­der­spie­gelt. Nach dem Ab­schluss je­der Auf­ga­be er­hal­ten die Kin­der ein Feed­back in Form von Ster­nen und Mün­zen. Die­se die­nen als Be­loh­nung und kön­nen wie­der­um für Mi­ni­spie­le ein­ge­setzt wer­den.

Mit Blick auf Black Mir­ror: when fic­tion be­co­mes rea­li­ty.

An­ton: Su­per gut fin­de ich, dass man Mün­zen kriegt und be­lohnt wird. Man kann dann sei­nen Ava­tar ge­stal­ten, aber auch Spie­le spie­len.

Ki­wit, Inka & Roz­hyar Zol­fag­ha­ri: Ler­n­Apps, Spie­le im Un­ter­richt und Kin­der­rech­te. KiKA | Team Tims­ter (2025).

Das dritte Foto kehrt zurück zur warmen, hellbraunen Korkplatte als Hintergrund. Die Shut-the-Box-Spielvorlage liegt schräg aus der Perspektive des Betrachters auf der Oberfläche und ist nur zu etwa sechzig Prozent sichtbar. Dieser bewusst gewählte Ausschnitt erzeugt Nähe und vermittelt den Eindruck, direkt am Spielgeschehen beteiligt zu sein. Im oberen, noch sichtbaren Bereich ist die Piratenszenerie erneut sorgfältig mit Buntstiften koloriert. Die Farben wirken lebendig, aber nicht grell, und verleihen dem Motiv eine handgemachte, kindgerechte Atmosphäre. Die Spielfelder darunter erzählen diesmal bereits eine Geschichte: In mehreren Rundenspalten sind einzelne Ziffern durchgestrichen. Dadurch wird unmittelbar deutlich, wie das Spiel funktioniert – als Momentaufnahme mitten in einer laufenden Partie. Links auf der Spielvorlage liegt eine kleine, selbst gebastelte Schultafel. Sie besitzt einen dunkelbraunen Holzrahmen und eine klassische, tiefgrüne Schreibfläche. An der Seite ist ein kleines Stück Kreide befestigt – eine bewusste Reminiszenz an traditionelle Unterrichtsmittel. Auf die grüne Fläche wurde nachträglich mit einer Kreideschriftart der Schriftzug „Shut the Box“ eingefügt, sodass das Täfelchen wie eine spontane Beschriftung aus dem Klassenzimmer wirkt. Rechts ergänzt ein maritimes Detail die Szene: ein beigefarbener, leicht ins Rötliche gehender Rettungsring aus Fimo-Modelliermasse. Er ist künstlich gealtert und von einem goldenen Seil umschlungen, das sich locker um den Ring windet. Dieses Objekt greift das Seefahrtsthema der Spielvorlage auf und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Alle dekorativen Elemente – von der Schultafel bis zum Rettungsring – sind handgefertigt. Konzeption, Gestaltung, Modellierarbeiten, Spielidee und Fotografie stammen vollständig von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin seit 2011. Ihre Arbeiten verbinden Illustration, Bastelkunst und Pädagogik. Die hier gezeigte Spielvorlage ist Teil eines offenen Ansatzes: Die Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt und sollen Lehrkräften, Eltern und Kindern einen unkomplizierten Zugang zu spielerischem Lernen ermöglichen. Erstveröffentlichung Januar 2026

Wä­ren die Deut­schen ehr­lich, wür­den sie das Schul­we­sen wohl kon­se­quent ab­schaf­fen. Be­reits ge­wöhn­li­ches Win­ter­wet­ter – wie im Ja­nu­ar 2026 – reich­te aus, um flä­chen­de­cken­de Schul­schlie­ßun­gen⁴ aus­zu­lö­sen. Und das, ob­wohl in man­chen Schu­len selbst un­ter op­ti­ma­len Be­din­gun­gen le­dig­lich eine Un­ter­richts­ver­sor­gung von ma­ge­ren 70 Pro­zen­t⁵ ge­währ­leis­tet ist – in ei­ner Zeit, in der Schü­ler ei­gent­lich jede ver­füg­ba­re Se­kun­de Wis­sens­trans­fer bräuch­ten.

  • Ein Schul­be­ginn um 8:30 oder gar 9:00 Uhr ist vom Kol­le­gi­um un­er­wünscht. Wer hät­te dann schließ­lich am Vor­mit­tag recht und am Nach­mit­tag frei?

Doch zum Glück gibt es den Di­stanz­un­ter­richt. Über die­sen sag­te die Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin der Bun­des­schü­ler­kon­fe­renz, Amy Kirch­hoff (Grü­ne), im Ja­nu­ar 2026:

Es bringt nichts, Lehr­kräf­te ein­fach vor ei­nen Lap­top zu set­zen. Es müs­sen Fort- und Wei­ter­bil­dungs­kur­se, bei­spiels­wei­se über den Di­gi­tal­Pakt 2.0, fi­nan­ziert wer­den, da­mit sie mehr ma­chen, als ei­nen Over­head­pro­jek­tor aus dem Kel­ler zu ho­len – son­dern auch wis­sen, wie man eine di­gi­ta­le Ta­fel be­nutzt. Wir brau­chen aus­ge­bil­de­te Lehr­kräf­te, die mit Di­stanz­un­ter­richt um­ge­hen kön­nen.

Kirch­hoff, Amy: Di­stanz­un­ter­richt: „Es fehlt vor­ne und hin­ten an Kom­pe­ten­zen.” ARD | phoe­nix der tag (01/2026).

Wie wür­de Ha­gen Rether mit sei­ner be­ru­hi­gen­den Stim­me sa­gen: „Las­sen Sie uns das al­les ver­ges­sen.“ Wir Deut­schen müs­sen uns ein­ge­ste­hen, dass wir zwei Din­ge ein­fach nicht kön­nen.

  • Das ers­te ist das Er­öff­nen ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs – ein Blick auf Ro­sins Re­stau­rants ge­nügt.
  • Das zwei­te ist Di­gi­ta­li­sie­rung. Da­für sind wir Welt­meis­ter im Frontal- und Prä­senz­un­ter­richt.

War­um kon­zen­trie­ren wir uns nicht ein­fach wie­der dar­auf? Hö­ren wir auf, un­se­re Kin­der von be­lang­lo­sen Handy-Games ab­hän­gig zu ma­chen, ver­schen­ken wir die Tablet-PCs nach Afri­ka – und las­sen statt­des­sen wie­der Klap­pen­spiel spie­len.

ℹ️ Be­reits im Jahr 2022 ga­ben die Deut­schen 3,43 Mil­li­ar­den⁶ Euro für In-App-Käufe und kos­ten­pflich­ti­ge Smartphone-Software-Downloads aus

Shut the Box

Klick-Pick – Bildbeschreibung: Das Klick-Pick ist eine schwarz-weiße Illustration im Format 250 × 200 Pixel, gezeichnet mit einem digitalen Zeichenpad. Die Darstellung ist bewusst reduziert gehalten und arbeitet mit feinen Schraffuren sowie abgestuften Grautönen. Im Zentrum steht ein Sockel, auf dessen Vorderseite das Wort „Klappenspiel“ zu lesen ist. Auf diesem Sockel ruhen zwei Spielwürfel, von denen einer leicht nach rechts gekippt ist – ein kleines Detail, das Bewegung und Spiel andeutet. Darüber spannt sich ein Bogen, in dem ein klassisches Shut-the-Box-Holzspiel dargestellt ist: Die Zahlenleisten sind sichtbar, ein Ausschnitt von 4 bis 9, wobei die 5, 7 und 8 noch aufgestellt sind, während andere Zahlen bereits nach unten geklappt wurden. Die Illustration fungiert nicht nur als dekoratives Element, sondern als funktionales Einstiegssymbol. Ein Klick auf das Bild öffnet in einem neuen Tab die vollständige Shut-the-Box-Spielvorlage im PDF-Format. Diese kann direkt im Browser ausgedruckt und sofort verwendet werden – kostenlos und ohne Einschränkungen. Die Illustration wurde von Veronika Helga Vetter digital entworfen und gezeichnet. Die Spielvorlage wird auf gws2.de veröffentlicht, die Urheberschaft ist in den PDF-Metadaten eindeutig hinterlegt. Das Klick-Pick verbindet damit klassisches Spielmaterial, zeitgemäße digitale Distribution und einen offenen Bildungsansatz. Finanziert von Computerheld Linz - PC-Vor-Ort-ServiceDas Klap­pen­spiel Shut the Box ist ein klas­si­scher Fünf-Minuten-Füller, den Bank­nach­barn ge­gen­ein­an­der spie­len kön­nen. Als Spiel­ma­te­ri­al die­nen pro Spiel­paar zwei Wür­fel – ein Hilfs­mit­tel, das heu­te lei­der nicht mehr selbst­ver­ständ­lich in ers­ten und zwei­ten Klas­sen zu fin­den ist. Zu mei­ner Grund­schul­zeit hat­ten man­che Lehr­kräf­te stets Spiel­wür­fel griff­be­reit, da sie das Zäh­len so­wie das Ver­glei­chen und Er­ken­nen von Zah­len­bil­dern för­dern. Zu­sätz­lich ist un­se­re Shut-the-Box-DIN-A4-Vorlage von­nö­ten, mit der sich bis zu fünf Run­den spie­len las­sen. Wie die rest­li­che Un­ter­richts­stun­de muss also auch ein sol­cher Lü­cken­fül­ler von der Lehr­kraft ge­plant wer­den.

ℹ️ Aus die­sem müh­se­li­gen Grund spra­chen Päd­ago­gen be­reits in den frü­hen 1960er-Jahren⁷ von ei­ner „Spiel­feind­lich­keit in Schu­len“. Frü­her hieß es „Buch auf, Klap­pe zu“, heu­te lau­tet die Auf­for­de­rung: „Spielt ein we­nig mit der ANTON-App.“

Wo­bei Letz­te­res nur ein­ge­schränkt zu­trifft, da die Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin der Bun­des­schü­ler­kon­fe­renz ja at­tes­tiert, dass der Lehr­kör­per im Gro­ßen und Gan­zen lie­ber ko­pier­te Ar­beits­blät­ter aus­teilt, als Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en zu di­gi­ta­li­sie­ren.

Das nächste Foto zeigt ausschließlich den unteren Teil der Shut-the-Box-Spielvorlage. Etwa fünfzig Prozent des DIN-A4-Bogens sind sichtbar, der übrige Hintergrund ist freigestellt und in einem neutralen Grau gehalten. Dadurch rückt der Blick unmittelbar auf den Spielbereich und die Dekoration. Am unteren Rand der Vorlage ist die Unterwasserszenerie vollständig koloriert: Meerespflanzen, kleine Details des Meeresbodens und maritime Motive verleihen dem Bild Tiefe und Lebendigkeit. Der darüberliegende Bereich – insbesondere die Spielfläche mit den Rundenspalten und Ziffern – bleibt hingegen bewusst im ursprünglichen Schwarz-Weiß-Zustand, so wie die Vorlage beim Ausdrucken erscheinen würde. Dieser Kontrast verstärkt die Wirkung der Dekoration, die nahezu den gesamten Spielbereich überlagert. Zentrales Element der Szene ist ein aufwendig gefertigter Säbel aus Fimo-Modelliermasse. Es handelt sich um einen typischen Sarazenensäbel mit einer nach vorne breiter werdenden, silbern schimmernden Klinge. Der Griff ist goldfarben ausgearbeitet und mit feinen, eingearbeiteten Arabesken verziert, die noch vor dem Backen in das Material modelliert wurden. Ein kräftig rotes Wollband ist im Bereich des Griffs eingeflochten und bildet einen markanten Farbakzent. Die Kombination aus Silber, Gold und Rot verleiht dem Objekt eine hochwertige, beinahe museale Anmutung. Auf dem Säbel liegen mehrere flache Spielfiguren, ebenfalls aus Fimo-Modelliermasse gefertigt. Ihre Form erinnert an kleine Zungen: länglich, unten kantig, nach oben hin weich abgerundet. Diese Figuren stellen Piratenseeleute dar. Sie tragen rote Kopftücher, schwarze Augenklappen und besitzen schlicht gezeichnete Gesichter in Hauttönen, mit reduzierten Mund- und Augenlinien. Die Körper sind in hellem Blau gehalten. Die Besonderheit dieser Figuren liegt in einem Detail auf der Brust: Jede Figur trägt ein aufgemaltes Kästchen mit einer Zahl – 1, 2 oder 3. Damit nehmen sie bewusst Bezug auf das klassische Holz-Klappenspiel, bei dem nummerierte Plättchen hoch- und heruntergeklappt werden. Die Figuren wirken, als könnten sie selbst Teil eines solchen Spiels sein – aufgestellt, umgeklappt oder aus dem Spiel genommen. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die Kombination aus Fimo-Modelliermasse und kleinen Holzstäbchen, die in die Gestaltung integriert wurden. Diese Form der Dekoration ist besonders aufwendig und funktional zugleich: Sie ist nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern eine visuelle Übersetzung der Spielmechanik in eine dreidimensionale, erzählerische Form. Konzeption, Modellierarbeiten, Inszenierung und Fotografie stammen vollständig von Veronika Helga Vetter, die großen Wert darauf legt, ihre Lern- und Spielmaterialien nicht nur bereitzustellen, sondern bewusst in Szene zu setzen. Erstveröffentlichung Januar 2026 - GWS2.de - Lehrer lieben es

Die ein­zi­ge Bar­rie­re ist da­mit we­ni­ger die Lern­ziel­fra­ge – über die­se kann sich seit den 1970er-Jahren nie­mand mehr ernst­haft her­aus­re­den –, son­dern die Ei­gen­mo­ti­va­ti­on. Be­reits da­mals war die päd­ago­gi­sche Wir­kung ein­deu­tig be­legt:

Spie­len in der Schu­le för­dert so­zia­le Zie­le wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft.

Re­ge­lein, Sil­via: Lern­spie­le für die Grund­schu­le. Ans­bach: Mi­cha­el Prö­gel Ver­lag 1979.

Ins­be­son­de­re Wür­fel­spie­le eig­nen sich für Kin­der­grup­pen, da der Sie­ger durch Zu­fall be­stimmt wird und so­mit kein di­rek­ter Kon­kur­renz­druck ent­steht.

Die Spielregeln

🎲 Grund­re­geln – Shut the Box
Bei­de Wür­fel wer­den im­mer gleich­zei­tig ge­wor­fen. Pro Wurf dür­fen ma­xi­mal zwei Fel­der durch­ge­stri­chen wer­den. Die ge­wähl­ten Fel­der müs­sen in ih­rer Sum­me ex­akt der Au­gen­zahl bei­der Wür­fel ent­spre­chen.

Wür­felt ein Spie­ler bei­spiels­wei­se eine 4, darf er ent­we­der die Zif­fer 4 di­rekt oder die Kom­bi­na­ti­on 3 + 1 durch­strei­chen.

  • Kann ein Spie­ler nach ei­nem Wurf kei­ne Zif­fern mehr durch­strei­chen, weil sich die Au­gen­zahl nicht mehr sinn­voll zer­le­gen lässt, en­det sei­ne Run­de. Die ver­blei­ben­den Zif­fern wer­den an­schlie­ßend zu­sam­men­ge­zählt und un­ten auf der Spiel­vor­la­ge no­tiert.

Ge­won­nen hat die Run­de schließ­lich der Spie­ler, der am Ende die nied­ri­ge­re Ge­samt­zahl auf sei­nem Spiel­bo­gen ste­hen hat.

Das letzte Foto der Serie zeigt die unteren rund vierzig Prozent der Shut-the-Box-Spielvorlage im DIN-A4-Format. Der Bogen liegt erneut auf einer hellbraunen Korkplatte, die als warmer, natürlicher Hintergrund dient und dem Motiv eine ruhige Basis verleiht. Im Fokus steht diesmal die Punktetabelle, die den Spielverlauf nachvollziehbar macht. Die Tabelle ist vollständig ausgefüllt: Die Runden eins bis fünf sind jeweils mit konkreten Restpunkten versehen, darunter folgt eine zusätzliche Zeile mit der Gesamtwertung. Diese Darstellung verdeutlicht auf einen Blick das Spielprinzip und zeigt, wie aus einzelnen Runden ein Gesamtergebnis entsteht. Sie fungiert damit als visuelle Erklärung der Spielregeln an genau jener Stelle, an der der begleitende Text diese erneut zusammenfasst. Auch die Spielfläche darüber trägt zur Verständlichkeit bei. In mehreren Zahlenreihen sind einzelne Ziffern durchgestrichen, sodass erkennbar wird, welche Zahlen im Verlauf der Partie „geklappt“ wurden. Der Spielbogen wirkt dadurch benutzt und lebendig – nicht wie eine leere Vorlage, sondern wie ein reales Beispiel aus dem Unterricht oder dem Spielalltag. Der untere Teil der Vorlage ist erneut farbig gestaltet: Die Unterwasserszenerie mit Meeresboden und Pflanzen wurde mit Buntstiften koloriert und bildet einen ruhigen, erzählerischen Abschluss des Motivs. Die Farben sind weich und handgemacht, ohne den funktionalen Charakter der Punktetabelle zu überlagern. Als dekorativer Akzent liegt in Nahaufnahme das Steuerrad eines Piratenschiffs auf der Vorlage. Das Objekt ist aus brauner Fimo-Modelliermasse gefertigt und zeigt in seiner Mitte einen orangefarbenen Kraken. Das gesamte Element wurde mit Resin übergossen, wodurch eine glänzende Oberfläche entsteht, die Licht reflektiert und dem Motiv Tiefe verleiht. Das Steuerrad fungiert hier als symbolischer Schlusspunkt: Es verbindet das Piratenthema mit der Idee von Orientierung, Steuerung und Überblick – passend zur abschließenden Auswertung des Spiels. Wie alle gezeigten Motive wurde auch diese Inszenierung vollständig von Veronika Helga Vetter konzipiert, gestaltet und fotografisch umgesetzt. Das Bild schließt die Serie bewusst ab, indem es Spielmechanik, Auswertung und Gestaltung in einem ruhigen, erklärenden Detailmotiv zusammenführt. GWS2.de (01/2026)

Ver­wand­te The­men:

Tic-Tac-Toe statt Leer­lauf - schnel­le Spiel­vor­la­ge für Un­ter­richts­aus­fall
Uhr le­sen ler­nen – ana­log, mit Sche­re und Dino - kos­ten­lo­se Scha­blo­ne

¹Lasch, Bar­ba­ra: „Kin­der statt In­der”: Rütt­gers ver­tei­digt ver­ba­len Aus­rut­scher. spiegel.de (02/2026).
²Schmitz, An­dre­as: Di­gi­tal­Pakt Schu­le. kmk.org (02/2026).
³An­dre­as: Was ist die An­ton App? Kurz er­klärt ! youtube.com (02/2026).
⁴Dörr, Flo­ri­an: Winter-Chaos: Zahl­rei­che Schu­len in Hes­sen fal­len aus – Mi­nis­te­ri­um äu­ßert sich. fr.de (02/2026).
⁵Hö­nes, Lisa: Di­gi­ta­ler Un­ter­richt soll Sel­ber­ler­nen mög­lich ma­chen. MDR (06/2025).
⁶Wie­gand, Do­ro­thee: Mo­bi­le Apps: Zah­len, Da­ten, Fak­ten. In: c’t Nr. 7 (2023). S. 126.
⁷Bur­kart, Ger­hard: Ers­te Schrit­te im Un­ter­richts­spiel. Prak­ti­sche Bei­spie­le und me­tho­di­sche An­lei­tun­gen für den Schul­all­tag. Mün­chen: Eh­ren­wirth Ver­lag 1961.
⁸Wie­mann Lehr­mit­tel GmbH: Spiel „Shut the Box“ – Spie­lend rech­nen ler­nen. youtube.com (02/2026).

„Du bist cool“ – kostenlose Ausmalvorlage als Freundschaftsgeschenk für Kinder

Ein­sam­keit. Ei­nes je­ner The­men, das Leit­me­di­en und Social-Media-Algorithmen in der zwei­ten Hälf­te der 2020er-Jahre zu­ver­läs­sig nach oben spü­len. Als Be­grün­dung dient häu­fig eine Zahl: 46 Pro­zen­t¹ der 16- bis 30-Jährigen in Deutsch­land füh­len sich ein­sam. Gleich­zei­tig ge­ben die Bun­des­bür­ger an, im Durch­schnitt 3,7 enge und 11 er­wei­ter­te Freund­schaf­ten² zu pfle­gen. Wie passt das zu­sam­men? Fragt man Grund­schul­kin­der, was Freund­schaft für sie aus­macht, nen­nen sie im­mer die­sel­ben Din­ge: Ge­mein­sa­me In­ter­es­sen, ge­gen­sei­ti­ges Ver­trau­en, Ehr­lich­kei­t³ und Ver­füg­bar­keit. Ohne es zu wis­sen, be­schrei­ben die ABC-Schützen da­mit ge­nau jene voll­kom­me­ne Freund­schaft, die be­reits Aris­to­te­les als tu­gend­haft de­fi­nier­te.

ℹ️ Nach Aris­to­te­les ist tu­gend­haf­te Freund­schaf­t⁴ die höchs­te Form der Freund­schaft: Sie ent­steht zwi­schen Men­schen, die ein­an­der um ih­rer selbst wil­len schät­zen und ge­mein­sam mo­ra­lisch wach­sen. Sie ist dau­er­haft, ge­gen­sei­tig und nicht auf Nut­zen oder Ver­gnü­gen re­du­ziert.

Wer sich ein­sam fühlt und den Mut hat, sei­ne so­zia­len Be­zie­hun­gen ehr­lich zu prü­fen, stellt fest, dass von vie­len Kon­tak­ten meist nur null bis zwei ech­te Freund­schaf­ten üb­rig blei­ben.

Bildbeschreibung – Produktfoto „Freundschafts-Labyrinth“ (gws2.de) Auf dem Foto ist eine fertig ausgemalte DIN-A4-Vorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule (5–9 Jahre) zu sehen, liebevoll präsentiert in einem handgefertigten Bilderrahmen. Die zentrale Ausmalvorlage zeigt ein Labyrinth, das zu einem großen, graffitiartigen Schriftzug führt: „Du bist cool!“ Der Schriftzug ist in einem hellen Blau ausgemalt und bildet den emotionalen Mittelpunkt der Seite. Rund um das Labyrinth befinden sich zahlreiche Freundschafts-Symbole zum Ausmalen, darunter: zwei Autos, die sich vorne sanft berühren zwei Briefe mit Weltraummotiven (Brieffreundschaft) zwei „Brofist“-Hände zwei perfekt ineinander passende Puzzleteile gemeinsame Aktivitäten wie Bowling (zwei Kegel mit Kugel) ein Gamecontroller als Symbol für gemeinsames Spielen Alle Motive sind bewusst schwarz-weiß gestaltet, sodass die Vorlage ausgedruckt und individuell ausgemalt werden kann. Oben auf der Seite befindet sich eine Wolke mit der Aufschrift „FÜR“, in die der Name des Freundes oder der Freundin eingetragen werden kann. So entsteht ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk – ideal für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage. Bilderrahmen & Farbkonzept Die ausgemalte DIN-A4-Seite steckt in einem handgefertigten Bilderrahmen, der aus bemalten Holz-Eisstielen besteht. Die Farben des Rahmens sind regenbogenartig, aber bewusst pastellig gehalten, darunter: Gelb Hellblau Lila Magenta ein sehr sanftes Orange Die Farben erinnern an Eisstiele im Sommer und sind so abgestimmt, dass sie das Bild unterstützen, ohne es zu dominieren. Die Ausmalvorlage greift diese Farbwelt auf: Gelb- und Lilatöne, Hellblau für den Schriftzug sowie bewusst gesetzte weiße Flächen, die dem Bild Luft und Ruhe geben. Zusätzliches Element Als dekorativer Bonus ist neben dem Bilderrahmen ein kleines grünes Schild zu sehen. Darauf sind drei Grundschulkinder abgebildet – zwei Mädchen und ein Junge in der Mitte. Die Überschrift lautet „Freundschaft“. Auch dieses Element ist handgezeichnet und farblich passend in Lila, Hellblau und Gelb gehalten. Entstehung & Urheberschaft Das gesamte Motiv – Ausmalvorlage, Illustrationen, Bilderrahmen, Zusatzschild sowie die Fotografie – wurde im Januar 2026 exklusiv für gws2.de erstellt. Alle auf dem Foto sichtbaren Elemente wurden von Veronika Helga Vetter: entworfen gezeichnet illustriert gebastelt farblich abgestimmt und fotografiert Creator-Credentials Veronika Helga Vetter Web- und Kreativkünstlerin seit 2011, spezialisiert auf: kindgerechte Illustrationen kreative Lern- und Spielmaterialien Print- & Downloadprodukte (PDF/DIN-A4) pädagogisch sinnvolle DIY-Inhalte für Vor- und Grundschule Alle Inhalte entstehen in Eigenarbeit – von der ersten Skizze bis zum fertigen Produktfoto. Januar 2026

Ge­nau die­se we­ni­gen, en­gen Bin­dun­gen sind es je­doch, die nach­weis­lich ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den ha­ben – jene Freund­schaf­ten also, die Aris­to­te­les als tu­gend­haft be­zeich­net hät­te. Ar­beits­kol­le­gen, Sauf­kum­pa­nen, Mann­schafts­ka­me­ra­den oder Kom­mi­li­to­nen mö­gen so­zia­le Nähe si­mu­lie­ren, lin­dern Ein­sam­keit je­doch eben­so we­nig wie sie mess­ba­re Ef­fek­te auf das Herz-Kreislauf-System ha­ben.

Bea­te Dit­zen: Bei ho­her so­zia­ler Un­ter­stüt­zung ha­ben Men­schen we­ni­ger Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter im Blut.

Neu­de­cker, Jas­mi­na: Die­se Freund­schaf­ten hal­ten dich ge­sund. Ter­raX­plo­re | ZDF (2024).

Der Weg aus der Ein­sam­keit führt folg­lich über enge Freund­schaf­ten. Ge­ra­de jun­ge Er­wach­se­ne tun sich je­doch schwer, sol­che Be­zie­hun­gen auf­zu­bau­en, weil pla­to­ni­sche Nähe zu Be­ginn In­ves­ti­tio­nen ver­langt – emo­tio­nal, zeit­lich und nicht sel­ten auch ma­te­ri­ell.

  • Ver­tre­ter der Ge­ne­ra­ti­on Z ver­wei­sen da­bei ger­ne auf eine dau­er­haft lee­re „so­zia­le Batterie“⁵, ver­ur­sacht durch ver­dich­te­te Arbeits- und Le­bens­pro­zes­se.
  • Tat­säch­lich ist es je­doch oft be­que­mer, abends ei­nem Twitch-Streamer zu­zu­se­hen, als sich im Win­ter mit ei­nem po­ten­zi­el­len Freund zu tref­fen.

Kin­der ha­ben es leich­ter. Be­reits ab dem zwei­ten Le­bens­jahr ge­hen sie si­tua­ti­ve Spiel­be­zie­hun­gen mit Gleich­alt­ri­gen ein. Die­se kur­zen, ge­gen­warts­be­zo­ge­nen Freund­schaf­ten fol­gen ei­nem ein­fa­chen Prin­zip der Ge­gen­sei­tig­keit: Du spielst mit mir – ich spie­le mit dir.

Das zweite Foto zeigt dasselbe Freundschafts-Malspiel wie im ersten Bild, jedoch in einer bewusst ruhigeren, erdigen Inszenierung. Die DIN-A4-Ausmalvorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren ist erneut vollständig ausgemalt zu sehen, diesmal jedoch in warmen Gelb-, Hellbraun-, Orange- und leicht rötlichen Tönen, wobei ein sanftes, dominierendes Gelb die Farbwirkung bestimmt. Diese Farbwahl ist gezielt auf die Umgebung abgestimmt und erzeugt eine natürliche, warme Gesamtstimmung. Die Ausmal-Seite befindet sich in einem schlichten, dunkleren braunen Bilderrahmen, der auf einer hellbraunen Korkplatte liegt. Die Korkoberfläche bildet den Hintergrund des gesamten Arrangements und verstärkt den handgemachten, bodenständigen Charakter des Motivs. Der Bilderrahmen setzt einen klaren Kontrast zur helleren Ausmalfläche und lässt die zentralen Elemente des Malspiels gut zur Geltung kommen. Wie beim ersten Foto ist auch hier das Freundschafts-Labyrinth mit dem Ziel „Du bist cool!“ zu erkennen, ergänzt durch die bekannten Symbole rund um Freundschaft, Zusammenhalt und gemeinsames Erleben. Die Gestaltung bleibt identisch zum Produktmotiv des ersten Bildes, wird jedoch durch die erdige Farbpalette neu interpretiert und emotional anders aufgeladen. Im oberen Bereich der Ausmal-Seite liegt teilweise der Arm einer weiblichen Schaufensterpuppe auf, der bewusst einen kleinen Teil des Blattes verdeckt. An der Hand ist ein handgefertigtes Freundschaftsarmband aus Fimo-Modelliermasse zu sehen, das aus ineinandergreifenden Puzzleteilen besteht. Die Farben Gold und Rot greifen das Farbkonzept des Bildes auf und stehen symbolisch für Zusammenhalt und Freundschaft. Am Ringfinger trägt die Hand zusätzlich einen ebenfalls aus Fimo gefertigten Ring. Anstelle eines klassischen Schmucksteins ist dort ein rotes Puzzleteil eingesetzt, eingefasst in einen goldfarbenen Ringkörper, wodurch das Freundschaftsthema auch in diesem Detail konsequent fortgeführt wird. Das gesamte Arrangement wirkt ruhig, warm und handwerklich und richtet sich bewusst an Kinder sowie an Erwachsene, die ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk gestalten möchten. Die gezeigte Ausmal-Seite ist Teil eines kostenlosen Produkts und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie eignet sich als kleines Geschenk für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage und lädt dazu ein, die Seite auszumalen, das Labyrinth zu lösen und sie anschließend einem Freund oder einer Freundin zu schenken. Wie bereits beim ersten Bild wurde auch dieses Motiv im Januar 2026 für gws2.de erstellt. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Ausmalvorlage über die Farbgestaltung bis hin zu den Fimo-Accessoires und der Fotografie – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Veronika Helga Vetter ist Web- und Kreativkünstlerin und arbeitet seit 2011 an eigenen Illustrationen, Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Präsentiert von Computerheld Linz

In den ers­ten bei­den Jah­ren der Grund­schu­le be­gin­nen Kin­der na­he­zu au­to­ma­tisch, sta­bi­le Ko­ope­ra­tio­nen⁶ zu bil­den. In­ner­halb die­ser Spiel­al­li­an­zen ent­ste­hen häu­fig asym­me­tri­sche Freund­schafts­struk­tu­ren mit kla­ren Rol­len: An­füh­rer, Mit­läu­fer, Ver­tei­di­ger und Op­fer. Die­sel­ben Kin­der tei­len wie­der­holt Er­fah­run­gen, ent­wi­ckeln ge­mein­sa­me Re­fe­ren­zen und eine ei­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne – ge­nau hier wird der Grund­stein für enge Freund­schaf­ten ge­legt.

  • Tref­fen zwei In­di­vi­du­en auf be­son­de­re Sym­pa­thie, ent­steht dar­aus eine Loyalitäts- und Fair­ness­bin­dung: Ich ma­che jetzt X mit dir – in der Er­war­tung, dass du spä­ter Y mit mir machst.

Erst die­ser im­pli­zi­te Aus­tausch un­ter­schei­det flüch­ti­ge Klein­kind­be­geg­nun­gen von ech­ten Schul­freund­schaf­ten.

Das dritte Foto zeigt einen detailreichen Ausschnitt des Freundschafts-Malspiels und konzentriert sich bewusst auf die unteren etwa sechzig Prozent der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist erneut im bereits bekannten, handgefertigten Regenbogenbilderrahmen präsentiert, dessen pastellige Farbtöne dem Motiv Leichtigkeit und Wärme verleihen. Der Hintergrund des Fotos ist neutral grau freigestellt, wodurch alle Elemente klar hervortreten und harmonisch miteinander wirken. Im Zentrum der Ausmalvorlage ist der untere Bereich des Labyrinths mit dem Schriftzug „Du bist cool!“ zu sehen. Direkt darüber, auf der linken Seite aus Sicht des Betrachters, sind die Figuren Tom und Jerry ausgemalt dargestellt. Die Katze ist klassisch grau gehalten, die Maus warm braun. Beide Figuren blicken sich an, lächeln einander an und wirken vertraut und verbunden, fast so, als wären sie beste Freunde. Diese Darstellung fügt sich spielerisch und selbstverständlich in das Thema Freundschaft ein und spricht Kinder unmittelbar emotional an. Links unterhalb von Tom und Jerry liegt auf dem Bilderrahmen ein aufwendig gestalteter Pokal aus Fimo-Modelliermasse. Der Pokal ist kelchförmig gearbeitet und in Gold gehalten, wodurch er sofort ins Auge fällt. Er steht auf einem magentafarbenen Sockel, der dem Objekt Stabilität und gleichzeitig eine starke farbliche Basis verleiht. Auf dem Sockel befindet sich ein rosafarbenes Schild mit drei kleinen goldenen Knöpfen, die rein dekorativen Charakter haben und dem Pokal zusätzliche Tiefe und Verspieltheit geben. Das eigentliche Herzstück dieses Fimo-Pokals befindet sich auf der Vorderseite des Kelchs: ein rosafarbenes Herz, ebenfalls aus Modelliermasse gefertigt. Auf diesem Herz sind zwei kleine Figuren zu sehen, die sich die Hand reichen. Dieser Handschlag steht sinnbildlich für Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt und greift das Thema des Malspiels auf besonders klare und greifbare Weise auf. Der Pokal wirkt nicht wie ein beiläufiges Dekoelement, sondern wie ein eigenständiges kleines Kunstwerk. Die sorgfältige Modellierung, die saubere Farbwahl und die vielen Details machen deutlich, wie viel Zeit, handwerkliches Können und künstlerisches Gespür in dieses Objekt geflossen sind. Er dient nicht nur der Inszenierung der Ausmalvorlage, sondern unterstreicht deren Wert und die Idee, Freundschaft sichtbar zu würdigen und zu feiern. Auch dieses Foto ist Teil der Produktserie rund um das Freundschafts-Malspiel für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die Ausmalvorlage selbst ist kostenlos erhältlich und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Illustration über den Bilderrahmen bis hin zum aufwendigen Fimo-Pokal – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Als Web- und Kreativkünstlerin arbeitet sie seit 2011 an eigenen Illustrationen und kreativen Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Finanziert von Computerheld Linz (Oberösterreich)

Geschenk für Schulfreund

Die Ausmalvorlage ist als schwarz-weiße DIN-A4-Illustration gestaltet und richtet sich gezielt an Vorschul- und Grundschulkinder im Alter von etwa fünf bis acht Jahren. Sie verbindet spielerisches Rätseln mit einer klaren sozialen Botschaft: Freundschaft zeigen – ohne etwas kaufen zu müssen. Gedacht ist die Vorlage als kleines, persönliches Geschenk für einen Schulfreund oder eine Schulfreundin, etwa zum Valentinstag, Namenstag oder ganz bewusst ohne besonderen Anlass. Durch das Ausmalen, Nachfahren und Verschenken entsteht eine Aufmerksamkeit, die Zeit, Mühe und Wertschätzung ausdrückt – nicht Konsum. Im Zentrum der Illustration steht ein weitläufiges Labyrinth, das rund siebzig Prozent der Seite einnimmt. Es beginnt am oberen Rand der Seite bei einer freundlich gezeichneten Wolke mit der Aufschrift „Für …“. Daneben befindet sich eine Linie, auf der der Name des beschenkten Kindes handschriftlich eingetragen wird. Ein Pfeil markiert den Einstieg in das Labyrinth und lädt dazu ein, den Weg entweder mit Bleistift nachzufahren oder die einzelnen Gänge farbig auszumalen. Das Labyrinth führt über verschlungene, aber gut lesbare Wege nach unten, wo es schließlich in einer großflächigen Graffiti-Schrift endet. Dort steht – klar, selbstbewusst und unmissverständlich – „DU BIST COOL!“ mit Ausrufezeichen. Diese Botschaft bildet das Ziel des Irrgartens und zugleich den emotionalen Kern der Vorlage: eine positive, platonische Wertschätzung, die ohne romantische Konnotation auskommt und sich gleichermaßen für gleich- wie gemischtgeschlechtliche Freundschaften eignet. Entlang der Labyrinthwege sind zahlreiche Symbole verteilt, die Freundschaft, Gemeinsamkeit und geteilte Aktivitäten visualisieren. Dazu gehören zwei Fäuste, die sich zu einer klassischen Bro-Fist berühren – eine davon mit Armband, die andere ohne, als dezenter Hinweis auf unterschiedliche Persönlichkeiten oder Geschlechter. Zwei Briefkuverts mit Weltraum-Motiven wie Rakete und Saturn greifen das bei Kindern beliebte Thema Raumfahrt auf und stehen sinnbildlich für Kontakt, Austausch und Verbundenheit, etwa im Sinne einer Brieffreundschaft. Auf der linken Seite der Vorlage sind zudem zwei bekannte Figuren – Tom und Jerry – in einer eigens neu gezeichneten, freundlichen Interpretation zu sehen, die sich gegenseitig anstrahlen. Ergänzt wird das Bild durch weitere Freundschafts- und Aktivitätssymbole: zwei ineinandergreifende Puzzleteile, zwei Spielzeugautos, die sich an den Stoßstangen berühren, ein Bowling-Motiv mit zwei Kegeln und Kugel sowie ein Game-Controller als modernes Spielsymbol. Kleine Sterne mit Gesichtern, Smileys und weitere verspielte Elemente lockern das Gesamtbild auf und laden zum Ausmalen ein. Die freien Flächen innerhalb des Labyrinths und in den Randbereichen sind bewusst mit einzelnen Buchstaben zum Ausmalen gefüllt. Dadurch wird visuell klar, dass sich die Vorlage an Grundschulkinder richtet, die sich bereits mit Buchstaben und Schrift auseinandersetzen – nicht an Kleinkinder. Die gesamte Gestaltung ist kontrastreich, freundlich und klar strukturiert, sodass sie sowohl zum konzentrierten Rätseln als auch zum kreativen Ausmalen einlädt. Die Illustration wurde zu hundert Prozent von Veronika Helga Vetter entworfen und gezeichnet. Als erfahrene Photoshop- und Web-Künstlerin arbeitet sie seit 2011 im digitalen Illustrationsbereich und verbindet technische Präzision mit einem ausgeprägten Gespür für kindgerechte Bildsprache. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch klare Linien, funktionale Gestaltung und eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche aus – immer mit dem Ziel, Inhalte verständlich, zugänglich und emotional wirksam zu transportieren. Insgesamt entsteht so eine positive, wertschätzende Ausmal- und Rätselvorlage, die Kinder motiviert, einen Weg zu gehen, Zeit zu investieren und am Ende eine einfache, aber starke Botschaft zu verschenken: Du bist mir wichtig. Du bist cool. GWS2.de - Januar 2026Ob­wohl Klas­sen­zim­mer grund­sätz­lich idea­le Be­din­gun­gen bie­ten und Kin­der zu­min­dest auf den ers­ten Blick über viel ge­mein­sa­me Zei­t⁷ ver­fü­gen, ge­lingt die Bil­dung en­ger Freund­schaf­ten nicht im­mer so­fort. Häu­fig sind es äu­ße­re Um­stän­de, die ver­hin­dern, dass zwei Schü­ler die tu­gend­haf­te Stu­fe der Freund­schaft er­rei­chen. So ver­bringt das eine Kind sei­ne Nach­mit­ta­ge im Hort, wäh­rend das an­de­re nach den Haus­auf­ga­ben von ei­nem Ver­ein zum nächs­ten wech­selt. Manch­mal woh­nen po­ten­zi­el­le Freun­de auch räum­lich zu weit aus­ein­an­der und den El­tern feh­len Res­sour­cen, re­gel­mä­ßi­ge Tref­fen zu er­mög­li­chen. Ge­ra­de in ur­ba­nen Räu­men spie­len el­ter­li­che Rah­men­be­din­gun­gen eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Freund­schafts­bil­dung. Oft ist die Über­ra­schung groß, wenn die acht­jäh­ri­ge Toch­ter kei­ne enge Freun­din hat, ob­wohl sie als be­liebt gilt oder so­gar Klas­sen­spre­che­rin ist.

ℹ️ So­zia­le Be­liebt­heit und Freund­schaft wer­den häu­fig gleich­ge­setzt, sind je­doch nich­t⁸ iden­tisch. Ein Kind kann von vie­len Gleich­alt­ri­gen ge­mocht wer­den und den­noch kei­ne – oder nur qua­li­ta­tiv schwa­che – Freund­schaf­ten ha­ben.

War­um also nicht ein we­nig nach­hel­fen? Mit un­se­rem Ausmal-Labyrinth kön­nen Grund­schü­ler ih­rem Sitz­nach­barn oder Pau­sen­freund auf spie­le­ri­sche Wei­se eine klei­ne Freu­de ma­chen.

  • „Schat­zi, du er­zählst doch im­mer von Mat­thi­as aus dei­ner Klas­se“, fragt die Mut­ter ih­ren ABC-Schützen.
  • „Ja, der ist cool“, ant­wor­tet der sie­ben­jäh­ri­ge Leon.

Höchs­te Zeit, ihm das auch zu sa­gen. Doch zu­erst führt der Weg durch ei­nen Irr­gar­ten, an des­sen Aus­gang in fet­tem Graf­fi­ti steht: „DU BIST COOL!“ Da­nach wird noch ein we­nig ko­lo­riert – und fer­tig ist ein klei­nes, per­sön­li­ches Ge­schenk für Namens-, Freundes- oder Va­len­tins­tag.

Das vierte Foto zeigt die oberen rund sechzig Prozent des Freundschafts-Malspiels und lenkt den Blick gezielt auf die einleitenden Elemente der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist diesmal sehr nah aufgenommen, wodurch Details der Gestaltung besonders gut erkennbar werden. Die Farbgebung ist deutlich lila-lastig und bewegt sich vor allem in warmen Gelb-, Lila- und dunkleren Blautönen. Dadurch richtet sich diese Inszenierung sichtbar eher an Mädchen im Alter von etwa fünf bis sieben Jahren, ohne dabei verspielt oder überladen zu wirken. Auch die bekannten Figuren Tom und Jerry sind in dieser Variante neu interpretiert. Die Katze ist hier nicht klassisch grau, sondern in Lila ausgemalt, was sich harmonisch in das Farbkonzept einfügt und dem Motiv eine weiche, freundliche Ausstrahlung verleiht. Die Figuren bleiben klar erkennbar, wirken jedoch durch die Farbwahl besonders sanft und kindgerecht. Im oberen Bereich der Ausmalvorlage ist gut sichtbar die Wolke mit der Aufschrift „FÜR“. Diese Wolke ist bewusst als freier Bereich gestaltet, in den der Name des Kindes oder der Freundin eingetragen werden kann, für die das Bild gedacht ist. Dadurch wird sofort verständlich, dass es sich bei dem Malspiel um ein persönliches Geschenk handelt, das individuell gestaltet und weitergegeben werden soll. Ebenfalls deutlich erkennbar ist der Startpunkt des Labyrinths. Ein Pfeil zeigt an, wo mit dem Nachzeichnen und Ausmalen der Linien begonnen wird. Diese klare visuelle Führung erleichtert Kindern den Einstieg und macht das Labyrinth sofort spielerisch zugänglich. Durch die Nähe der Aufnahme wird außerdem sichtbar, dass die Ränder des gesamten Malspiels aus Wolken bestehen. In diese Wolken sind einzelne Buchstaben integriert, die ebenfalls ausgemalt werden können. Dieses Detail zeigt auf den ersten Blick, dass sich die Vorlage an Schulkinder richtet und nicht an Kinder im Kindergartenalter, da Buchstabenkenntnisse vorausgesetzt und spielerisch eingebunden werden. Als dekorativer Abschluss sind drei Buntstifte in den Farben Orange, Gelb und Blau locker auf dem Malspiel arrangiert. Sie liegen scheinbar zufällig auf der Seite und erzeugen den Eindruck, als wäre das Bild gerade eben noch ausgemalt worden. Diese kleine Inszenierung verleiht dem Foto Lebendigkeit und unterstreicht den kreativen, offenen Charakter der Vorlage. Auch dieses Foto gehört zur gleichen Freundschafts-Ausmalvorlage, die kostenlos auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei zum Ausdrucken zur Verfügung steht. Die gesamte Gestaltung, Illustration, Farbinterpretation und Fotografie stammen von Veronika Helga Vetter, die seit 2011 als Web- und Kreativkünstlerin tätig ist und sich auf kindgerechte Illustrationen sowie kreative Lern- und Spielmaterialien spezialisiert hat. Grundschullehrerinnen lieben diesen Trick

Es gilt längst als gut be­legt: Kin­der mit we­ni­gen oder qua­li­ta­tiv schwa­chen Freund­schaf­ten tra­gen ein er­höh­tes Ri­si­ko⁹ für spä­te­re Pro­ble­me im Be­zug auf so­zia­le Po­si­ti­on, Selbst­wahr­neh­mung oder psy­chi­sche Ge­sund­heit.

  • Die stark po­la­ri­sier­te Ge­ne­ra­ti­on Z fühlt sich über­durch­schnitt­lich ein­sam, gilt als we­nig re­si­li­ent und kämpft häu­fig mit Schul­den.

Die Ur­sa­chen da­für lie­gen auch in der Art der Freund­schafts­bil­dung: Ei­ner­seits wur­de sie durch die COVID-19-Pandemie mas­siv ge­stört, an­de­rer­seits in vie­len Fäl­len von den El­tern kaum ak­tiv ge­för­dert.

Wie­der­ho­len wir also nicht die Feh­ler der Latchkey-Generation. Hel­fen wir un­se­ren Kin­dern, trag­fä­hi­ge so­zia­le Bin­dun­gen auf­zu­bau­en. Ein klei­nes Ge­schenk für ei­nen Schul­freund mag ba­nal wir­ken – ist aber oft der ers­te Schritt.

Ver­wand­te The­men:

Fa­schings­rät­sel zum Aus­ma­len – spie­le­ri­sche Auf­ga­ben für die Schu­le
Not­fall­plan für Ba­by­sit­ter und Gäs­te – über­sicht­lich, sty­lisch, druck­be­reit

¹Lush­t­a­ku, Au­ro­ra: Kann Gen Z kei­ne Freund­schaf­ten füh­ren? BRUST RAUS | ARD (2025).
²Parei­gis, Jana: Freund­schafts­pa­ra­dox: Je­der hat mehr Freun­de als du! Zwei­fels­frei | ZDF (2022).
³Knö­chel, Con­stan­ze: Freund­schaft ist wich­tig und so­gar ge­sund. logo! | ZDF (2025).
⁴Besl, Le­on­hard: Über die Freund­schaft. An­nä­he­run­gen an ei­nen so­zia­len Grund­be­griff. Ham­burg: Ver­lag Dr. Ko­vač 2016.
⁵1LIVE: Wir müs­sen über Ein­sam­keit re­den. youtube.com (01/2026).
⁶Uh­len­dorff, Ha­rald & Lo­thar Krapp­mann: Kin­der­freund­schaf­ten & Freund­schafts­kon­zep­te. researchgate.net (01/2026).
⁷Rön­ne, Ron­ja von: Vom Glück der gu­ten Freund­schaft. Un­hap­py | ARTE (2023).
⁸Mon­ks, Clai­re P. & Ka­tie Rix: Fri­end­ships among young child­ren: links with so­cial be­ha­viour. open.ac.uk (01/2026).
⁹Hol­der, Mark D. & Ben Co­le­man: Children’s Fri­end­ships and Po­si­ti­ve Well-Being. researchgate.net (01/2026).