
…aber die Veranstaltung war leider von allerlei Unbill überschattet. Neunzehn Kulturmenschen hatten sich für den zweiten Tag angekündigt, gekommen sind davon lediglich acht. Infolge mehrerer akuter Erkrankungen, Autopannen, anderer Verpflichtungen und noch ungeklärter Umstände blieben viele der erwarteten Gäste bzw. Teilnehmenden aus. Da es schon im Vorfeld zahlreiche Absagen gab, knabberten wir schon ein wenig daran, dass eine Entschuldigungsbotschaft nach der anderen eintrudelte. Aber es ist, wie es ist, und es wurde ja doch ein schöner Kulturnachmittag.
Das Wetter stellte uns mächtig auf die Probe. Das unstabile Wetter zwang uns, im windgeschützten Hof zu verweilen. Die Sonne stach, der Wind rüttelte, schließlich trübte es sich ein, und der Himmel über uns entlud sich schließlich mit einen handfesten Gewitter. So sehr hatten wir uns auf Inszenierungen am Teich bzw. auf der „Teichbühne“ gefreut…




Es wurde in der Tat ein gemischtes Programm. Gina (Regina Berghofer-Diomis) war erneut erschienen, diesmal mit Tochter Conny, die die Atmosphäre zum Zeichnen nutzte.

Älteste und sehr interessierte Teilnehmerin war die Mutter von Emmerich Csanits, die vor kurzem ihren 90. Geburtstag feierte.

Die Autorin Gerta Fahrngruber, Mitglied des Literaturvereins „Die Trommel“, las aus eigenen Werken vor.



Gemeinsam sangen wir einige vertraute Volkslieder und Kinderlieder und unterhielten uns darüber, wie nett es eigentlich ist, sponten miteinander zu musizieren.

Die Köstlichkeiten von Elke und Mäggi mundeten wieder allen… Zu schade, dass Elke am zweiten Tag aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei war!

Hier einige Knabbereien in Gefäßen, die von József Papp hergestellt wurden. Jóska Papp und Gabi wurden durch eine Auto-Havarie am Erscheinen gehindert. Es ist unglaublich, wie alles zusammenkommt.

Die Oberösterreicherin Barbara wurde von Emmerich Csanits vor kurzem zum Gesang motiviert 🙂

Johanna vermittelte uns Einblicke in die Landwirtschaft.

Niemand hatte wirklich Lust auf Trampolinspringen oder sonstige aktobatische Einlagen… Stattdessen eher Besinnliches: Der Dodekaeder im Wohnzimmer wurde besucht und von einigen Gästen getestet.

Mhhhh, der flaumige Schoko-Nuss-Kuchen!

Es gab auch reichlich Diskussionen über „Gott und die Welt“- das ergab sich irgendwie.Ob die Spannung, die sich im Gespräch aufbaute, zum Gewitter beitrug, das uns überraschte?


Gegen acht Uhr abends gingen die He[ART]land-Kulturtage zu Ende. Ich freue mich sehr über die Gegeneinladung seitens der Rechnitzer Familie Csanits.
Karin Bindu, die „Rhythmuse“, war unter den Absagen… Doch sie hat sich für den 25. Juni angekündigt. Da wird’s noch einmal Kulturbegegnungen im He[ART]land in kleinem Kreis geben.
Abgesehen von dieser kleinen Ausnahme, die noch bevorsteht, glaube ich aber meine Schuldigkeit getan zu haben. Seit 2001 habe ich rege mit vielen Ausstellungen, Teilnahme an Symposien, Organisieren von Kulturveranstaltungen aller Art und Tage der offenen Tür bei mir (in manchen Jahren sogar zweimal) im Kulturleben mitgemischt.
Ich habe festgestellt, dass es für mich an der Zeit ist mich zurückzuziehen. Wir befinden uns in einer Zeit der raschen Veränderungen und des Umbruchs. Ich möchte meine Kräfte daher wieder auf mein eigenes Schaffen konzentrieren, wieder kreativ tätig sein und für mein Wohlbefinden sorgen. Sowohl das Ausleben der eigene Potenziale als auch die Erholung kamen in letzter Zeit eindeutig zu kurz.
So betachtet, waren die Kulturtage mein Abgesang bzw. die Schlussveranstaltung meiner Tage der offenen Tür. Ich danke allen, die mitgemacht haben. Es war trotz aller Hindernisse und Enttäuschungen ein schönes Fest.
Man soll natürlich niemals „NIE“ sagen. In diesem Sinne sei betont: Irgendwie wird es weitergehen, und es wird auch wieder künstlerisch gearbeitet und miteinander gefeiert werden. Lassen wir es einmal auf uns zukommen!
Nochmals ein herzliches DANKE allen!
Gia alias Lygia
