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„Nie wieder“ in Deutschland 2026 … 12. März, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Das wollten wir doch nie wieder zulassen, nicht wahr, dass Juden in Deutschland ausgegrenzt, beschimpft und bedroht werden, „Nie wieder“ sollten antisemitische Aktivisten hierzulande Oberwasser bekommen. „Nie wieder“ sollten jüdische Bürger Deutschlands auf ihre Zugehörigkeit zum Judentum reduziert werden.

„Nie wieder!“ sagen wir in schönen Reden an Gedenkorten – und lassen dennoch die Antisemiten durch Deutschlands Straßen marschieren – beinahe wie einst die braunen Horden. „Beinahe“ – denn der Unterschied liegt darin, dass die Antisemiten von heute nicht im Auftrag der Regierung oder der sie tragenden Parteien unterwegs sind, sondern ganz allein ihrem eigenen inneren Antrieb folgen.

Macht es das leichter, besser, weniger gefährlich für Juden in Deutschland?

Vermutlich nicht! Die Regierungen in den Ländern und die Regierung des Bundes lassen sie nämlich laufen, die Judenhasser von heute. Sie lassen sie im Internet gewähren mit ihrem furchtbaren Hass – häufig getarnt als „Israelkritik“ und die wird man doch noch anmelden dürfen, nicht wahr? Man lässt sie sogar in den öffentlich-rechtlichen Medien gewähren – als Nachrichtenleute, Moderatoren, in Talkshows und in so schönen Formaten wie beispielsweise „Lanz und Precht“.

Man beruft sich auf die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Kunst, die Freiheit der Rede und auf das Demonstrationsrecht.

Ja, es ist gut, dass wir in Deutschland diesen Rechtsrahmen haben. Das ist gar keine Frage.

Aber ist es nicht längst an der Zeit, diesen Rahmen vor Missbrauch zu schützen und damit vor allem die Menschen, die unter Ausnutzung der „Freiheiten“ beleidigt, ausgegrenzt, bedroht und mundtot gemacht werden?

Wenn Politiker mit anzüglichen Bemerkungen kritisiert werden, werden Anzeigen aufgegeben und wird die Staatsanwaltschaft in Bewegung gesetzt. (Ich muss hier vermutlich nicht Ross und Reiter nennen!)

Ja, es ist richtig, dass sich Personen des öffentlichen Lebens gegen unbotmäßige Kritik auch zur Wehr setzen können.

Was ist aber mit den vielen Leuten, die mutig für die Belange jüdischer Gemeinden und Gemeinschaften eintreten – wie sieht deren Schutzstatus aus?

Hier „nur“ zwei Beispiele von Menschen, die ich persönlich kenne:

Es beginnt im Kleinen. Harmlos. Meist mit dem Satzanfang: „Ich habe nichts gegen Juden…“, bei den ganz Schlauen ergänzt mit einem Komma und dann: „Meine besten Freunde sind Juden“, um schließlich zu dem eigentlichen Kernsatz zu kommen, der mit einem „aber“ beginnt: „Aber was die Juden/Israelis/Zionisten da machen…“ und dann geht es los. Der ganz normale Alltagsrassismus gegen Juden. Denn merke: Was Juden tun oder nicht tun, ist immer falsch, schlicht, weil es von Juden kommt.

Nehmen wir das Beispiel Malca Goldstein-Wolf. Manche bezeichnen sie halb anerkennend, halb verächtlich als „Aktivistin“. Sie erhebt ihre Stimme gegen offensichtliche Ungerechtigkeit und sammelt gelegentlich Spenden für Keren Hayesod. Sie hat Mut und tritt als Bürgerin mit offenem Visier auf – was erstaunlicherweise mittlerweile wirklich mutig ist und sie Anfeindungen aussetzt. Nun könnte sachliche Kritik ja darin bestehen, dass man sie – aus welchen Gründen auch immer – ihr Tun verurteilt oder für falsch hält. Oder sie schlicht nicht leiden kann, weil sie keinen Nasenring trägt oder weil sie intelligent und schlagfertig ist. Aber Nein: Die Kritik an ihr und ihrem Handeln dampft sich an einem Punkt zusammen: Sie ist Jüdin.

Da schreibt ihr beispielsweise ein „Biber Basti“ auf Facebook unter seinem Klarnamen: „Und Ihr habt jetzt die Verantwortung für die Verbrechen von Epstein, die in Eurem Namen passiert sind. Daran werden wir Euch Juden messen.“ Wussten Sie das, liebe Leser? Dass Sie für die Verbrechen von Epstein verantwortlich sind? Weil Sie möglicherweise jüdischen Glaubens sind?

Klaus W. Ensinger, einst Geschäftsführer der Ensinger GmbH und im „Who is who“ als „bedeutende Führungspersönlichkeit im deutschen Familienunternehmensranking“ aufgeführt, klebt Frau Goldstein, ebenfalls mit Klarnamen und sympathischem Familienbild nebst lachender Ehefrau, ein „Wie wäre es, wenn alle Juden nach Israel gehen und die Welt in Ruhe lassen würden?“ unter ein Posting.

Ein anderes Mal zitiert Malca Goldstein den Gründer der Hilfsorganisation „Gain“, Klaus Dewald, der Hilfstransporte nach Gaza organisiert, wie die Hamas dort Waffen und Munition einschmuggelt. In den Kommentaren bemerkt dann ein gewisser Achim Lürken, ebenfalls völlig schamfrei und unter Klarnamen: „Ich glaube der Name Goldstein sagt schon alles oder?“ (Kommafehler aus dem Original übernommen). Nun ist Achim Lürken nicht irgendeine Internetwurst aus dem ganz linken oder ganz rechten Spektrum, sondern tatsächlich Stadtratskandidat der CDU in Würselen-Elchenrath. Ein Unionspolitiker. Oder wenigstens einer, der es werden will. Aber hoffentlich nicht wird (Anmerkung: Der „schon-alles-Sager“ hat sein Posting mittlerweile gelöscht. Ob aus Angst um seinen Listenplatz oder Reue, kann hier nicht festgestellt werden).

Malca Goldstein ist hier nur ein etwas prominenteres Beispiel für das, was spätestens seit dem 7. Oktober 2023 auf Juden überall in Deutschland niederprasselt. Der bisher vermeintliche oder nur ganz rechts verortete Antisemitismus bricht sich mittlerweile ungehemmt Bahn und bohrt sich wie Lochfraß tief in die Mitte der GesellschaftQuelle

Das zweite Beispiel macht auf ergreifende Weise deutlich, dass Antisemitismus eben nicht „nur“ prominente Erwachsene trifft, sondern auch Kinder und Jugendliche betroffen sind und so getroffen werden, dass sie bis ins Mark erschüttert sind, wie Rebecca Seidler berichtet. Sie ist die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und Mitglied in jüdischen Leitungsgremien deutschlandweit.

Sie schreibt:

Es ist Pause auf dem Schulhof. Vier Jungs stehen zusammen. Sie reden, kicken mit Kieselsteinen. Eine ganz normale Szene. Alltag.

Einer der vier ist jüdisch.

Plötzlich sagt einer zu ihm: „Wär der Stein aus Gold wie ein Stolperstein und würde R.I.P. 1945 draufstehen, würde er besser zu dir passen.“

Drei lachen.

Einer nicht.

Dann wirft einer der lachenden Jungen Münzen vor seine Füße. „Die musst du jetzt aufheben. Als Jude.“

Zwei lachen.

Einer sagt, jetzt übertreiben sie.

Einer lacht immer noch nicht.

Dieser eine kommt nach Hause. Er sagt nichts.

Er vergräbt sich einfach in meinen Armen.

Und mein Herz bricht leise.

Das ist kein „blöder Witz“.

Das ist kein „Kinderkram“.

Das ist Antisemitismus.

Er passiert auf unseren Schulhöfen. Zwischen Jugendlichen. Mitten in unserem Alltag.

Es muss endlich aufhören.

Es reicht!

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Quelle

Ja, es reicht! Es reicht schon lange!

Und wir alle, die nicht energisch widersprechen, wenn Vorurteile herrschen und unsachliche Kritik in der Berichterstattung über Israel geübt wird, wenn antisemitische Parolen in Deutschland auf den Straßen gebrüllt werden, wenn man sich über Nachrichten und Talkshows unterhält und der antijüdischen Stimmung Raum gibt, tragen dazu bei, dass Juden in Deutshcland wieder ausgegrenzt und bedroht werden.

Und sage jetzt niemand – „aber Israel….“. Denn man sagt doch auch nicht „aber Nigeria“ oder „aber Islamisten“, „aber Hisbollah“. Da bleiben die Medien und ihre Konsumenten meistens seltsam stumm.

GOTT will es —- NICHT 10. März, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Zu den vermutlich am häufigsten zitierten Sätzen in Bezug auf die Kreuzzüge gehört zweifellos das Papst Urban zugeschriebene „GOTT WILL ES“ – und was Gott will, wusste der Papst sehr genau, er wollte im Namen Gottes die „Heilige Stadt Jerusalem“ von den muslimischen Eroberern befreien.

In diesen Tagen, in denen sich Israel mit einem Angriff auf die Terrorstrukturen des Iran gegen die von Iran angekündigte Vernichtung des israelischen Staates wehrt, gibt es wieder eine Institution, die genau weiß, was Gott will, bzw. in diesem Fall eben nicht will.

Es gebe keine göttliche Erlaubnis zum Töten, Zerstören, Vertreiben oder Besetzen.“ heißt es in einer Stellungnahme des Weltkirchenrates zum Verteidigungskrieg gegen den Iran. – Siehe den nachfolgenden Text:

Der Weltkirchenrat und andere ökumenische Bünde haben den Angriff der USA und Israels auf den Iran als Gefahr für den Frieden in der Region und der Welt verurteilt. Die brutale Logik des Krieges sei abzulehnen und das Geschenk des Friedens zu suchen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf veröffentlichte.

Die Erklärung betont, dass Christen keine göttliche Erlaubnis zum Töten, Zerstören, Vertreiben oder Besetzen anerkennen. Krieg sei „mit Gottes Wesen und seinem Willen für die Menschheit unvereinbar“.

Die Bünde kritisierten die Verletzungen des humanitären Völkerrechts in dem Konflikt. Die Kriegsparteien müssten aus moralischer und rechtlicher Verpflichtung heraus Zivilisten vor Schaden schützen.

Verantwortung für Kriegsfolgen

Die Erklärung weist darauf hin, dass der Konflikt Leben und Wohlergehen von Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaften in der gesamten Region schädige. Auch Kirchen und christliche Gemeinschaften seien mit Gefahren konfrontiert. Die gemeinsamen Angriffe Israels und der USA auf den Iran seien nach Völkerrecht eindeutig illegal.

Die Erklärung fordert, dass Israel und den USA nicht gestattet werden dürfe, Verwüstung anzurichten und dies als Frieden zu bezeichnen. „Sie müssen die Verantwortung für die Folgen ihres Handelns übernehmen, einschließlich der Folgen für die Zukunft des iranischen Volkes, dessen Freiheit sie angeblich fördern wollen“, heißt es in der Erklärung.

Neben dem ÖRK stehen die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, der Middle East Council of Churches, das Hilfsnetzwerk Act Alliance und andere Organisationen hinter dem Aufruf. Die USA und Israel hatten Ende Februar eine massive Militärkampagne gegen den Iran begonnen. Das iranische Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und zivile Objekte in mehreren Staaten der Region und Attacken auf Israel.

Ende und Quelle des hierher kopierten Textes.



Es gebe keine göttliche Erlaubnis zum Töten, Zerstören, Vertreiben oder Besetzen.

Wer, so möchte ich gerne wissen, hat in den letzten Jahren nach der göttlichen Erlaubnis geforscht, die doch wohl auch nötig war, wenn die Hisbollah aus dem Libanon die Städte, Dörfer und Gemeinden in Israel angriff?

Wer im Weltkirchenrat hat sich um die göttliche Erlaubnis gekümmert, die Juden ins Meer treiben zu dürfen, bzw. wer ist nach Iran gereist und hat den Mullahs die göttliche Erlaubnis zukommen lassen – oder, was ja vielleicht auch möglich gewesen wäre, ihnen zu sagen, dass es weder in der Bibel der Christen noch im Koran die ausdrückliche Erlaubnis zum Abschlachten von Juden gibt …. ah, halt! Da habe ich nicht sorgfältig genug differenziert.

Denn Allah, der „Gott“ des Koran, gibt diese Erlaubnis, er fordert laut den Hadithen die „besten Menschen“ sogar dazu auf. (siehe dazu auch die Charta der Hamas)

Jetzt wird es ein bisschen kompliziert: Viele christliche Theologen halten Allah lediglich für das muslimische Pendant zu dem uns bekannten Gott, also zu dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, wie er uns in der Schrift vorgestellt wird und – in Ergänzung der christlichen Überzeugung – auch zu Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus.

Von welchem Gott redet der Weltkirchenrat also, wenn er davon spricht, dass die göttliche Erlaubnis zum Angriff auf den Iran nicht eingeholt worden sei?

Welcher Gott gab sein göttliches Einverständnis zum Massaker an jüdischen Mädchen, Frauen, Kindern, Alten, Männern am 7. Oktober 2023?

Welcher Gott gibt Terroristen die Erlaubnis dazu, Juden zu ermorden?

Welche göttliche Erlaubnis steht hinter den Plänen des Iran, hinter dem Wüten der Hisbollah, dem Gemetzel der HAMAS?

Und wo blieb in den letzten Jahren das Stoppschild des Weltkirchenrates, das sie dem Terror vorgehalten hätten?

(Gerade erst – 17.02h – gelesen und noch kurz hinzugefügt: Was sagt denn der ORK zu diesen Waffen, gibt es da auch eine „göttliche Einschränkung“ oder gilt die nur für Israelis und ihre Verteidigung?)

Es reicht dem Weltkirchenrat offenbar nicht mehr, sich allein auf das „Völkerrecht“ zu berufen (siehe Text), jetzt muss also Gott herhalten, um Israels wehrhaften Kampf zu delegitimieren und die kaum verhohlene Antipathie des ORK für den jüdischen Staat und seine Belange fromm zu begründen.

Ich habe es schon mehrfach gesagt, ich kenne mich weder im Völkerrecht, noch in der Militärführung aus und bin auch keine studierte Theologin, aber ich lese ziemlich oft in der Bibel und begegne dort tatsächlich einem Gott der Liebe und des Friedens – aber auch den biblischen Aussagen über die „letzten Dinge“, über die Aussagen über Jerusalem in den Propheten, über die Hinwendung Gottes zu seinem Volk Israel.

Ich maße mir nicht an, genau zu wissen, was Gott will oder Jesus tun würde, aber ich weiß ziemlich genau, was ich nicht tun will, nämlich Gott zum Befürworter eines erbärmlichen und schrecklich fehlgeleiteten verbalen Anschlags gegen Israel zu machen und ihn als Mitläufer für den weltweit grassierenden Antijudaismus, der als Antisemitismus gegen Juden wieder alltagstauglich wird und als Antizionismus zum scharfen Schwert gegen den jüdischen Staat Israel eingesetzt wird zu instrumentalisieren.

AM ISRAEL CHAI 

FRIEDEN  

FREIHEIT von Terror und islamischer Gewalt  für IRAN und die Menschen des Nahen Osten

Durch die Blume n …. 9. März, 2026

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Die gärtnerische Zunft wirbt gerne mit dem Satz: „Lasst Blumen sprechen!“

Nun denn, dann mache ich das einfach mal:

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Zur Ermutigung:

AM ISRAEL CHAI 

Das ZDF – mal wieder … 9. März, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Das ZDF – mal wieder, wie wir es kennen und ich es nicht liebe.

Wobei, ich muss hier, einem Vorwort nicht unähnlich, ein klitzekleines Geständnis machen, ich „liebe“ Teilbereiche des ZDF, zum Beispiel „Barnaby“, „Death in Paradise“, „Die Rosenheim-Cops“ und auch „Soko Wismar“ und samt und sonders sämtliche Wiederholungen aller alten Krimis und tränen triefender Romanzen, also die ollen Kamellen, die noch vor der neuen deutschen Zeit der Gender- und Klimabegeisterung gedreht wurden. Ich mag es nämlich gar nicht, wenn allzu offensichtlich oder auch nur in dezenter Andeutung der pädagogische Zeigefinger selbst in noch so einfallslosen und nichtssagenden Filmchen sichtbar wird – (wobei ich oftmals denke, dass diese Filme nur zum Zwecke der Propaganda für politische Ziele …. ach, lass es doch!)

Jetzt aber hat sich das ZDF mal wieder selbst übertroffen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Beitrag nicht im Original mitbekommen habe, da ich, wie schon oft geschrieben, Nachrichtensendungen dieses Instituts weitgehend meide und dem Fernsehgerät weiträumig aus dem Weg gehe.

Ich kann also nur angeben, bzw. weiterleiten, was ich durch den Beitrag Stefan Franks gelesen habe, er hat ihn trefflich formuliert:

Ein einfühlsamer Nachruf auf Ayatollah Khamenei im ZDF

Aber Ehre wem Ehre gebührt, Stefan Frank beschäftigt sich zunächst mit den „wirklich wichtigen“ Medien unserer Zeit, man möge es selber nachlesen, bevor er sich dem ZDF mit folgenden Sätzen zuwendet:

Während manche deutschen Journalisten in Israel eine „rechtsextreme“, wenn nicht gar „ultrarechte“ Regierung am Werk sehen, war Ayatollah Khamenei kein solcher.  Niemals werden irgendwelche Diktatoren in der islamischen Welt als „rechts“, „rechtsradikal“ oder auch nur als „extremistisch“ bezeichnet. Sie sind entweder „Revolutionsführer“ oder „konservativ“, wenn nicht sogar beides zugleich.

Einfühlsamer Nachruf

Sehr einfühlsam ist das Porträt, das ZDFheute von Khamenei zeichnet. „Knapp 37 Jahre lang“ habe dieser „an der Spitze Irans“ gestanden. Schon das ein Euphemismus. Es klingt wie der Bericht einer Lokalzeitung, wenn der Chef eines mittelständischen Unternehmens in den Ruhestand geht.

Es wird noch schlimmer: „Als geistliches Oberhaupt des Iran lenkte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Islamischen Republik.“ Man hat ihn sich als einen umsichtigen Staatsmann vorzustellen – und als unermüdlichen Arbeiter. Den „Posten“ (!) habe er von dem „Republikgründer“ (!) Ayatollah Ruhollah Khomeini „übernommen“. Das Merkmal einer Republik ist, dass die Staatsgewalt vom Volk ausgeht, was aus Sicht des ZDF offenbar durch Khomeini nicht nur gewährleistet war – nein, er hat die Republik sogar gegründet, ähnlich wie George Washington. Doch in Khameneis Leben war nicht alles eitel Sonnenschein; er musste auch mehrere Krisen überstehen.

Eine Krise ist eine Situation, in der plötzlich Gefahren, Unsicherheit oder große Probleme auftreten, die schnelles Handeln erfordern. Aus Sicht des ZDF war das stets dann der Fall, wenn das Volk im Iran auf die Straße ging. „Seither überstand er mehrere Krisen wie einen Studentenaufstand 1999, Massenproteste wegen einer umstrittenen Präsidentenwahl 2009, niedergeschlagene Demonstrationen 2019 und die landesweiten Proteste nach dem Tod der Kurdin Mahsa Amini 2022. Zuletzt hatte die iranische Führung im Januar erneut Proteste niedergeschlagen. Ausgelöst worden waren sie durch die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes.“

Khamenei verstand wohl etwas davon, wie man Krisen löst. Es folgt eine Biografie, die Einblicke gibt, wie der Mann, der zehntausende Menschen ermorden ließ, so als Mensch war. Geboren als „Sohn eines Geistlichen“ sei Khamenei „schon früh“ „als geschliffener Redner“ aufgefallen. Und er war auch ein Freiheitskämpfer. „Wegen seiner Aktivitäten in der Opposition gegen die Herrschaft des Schahs wurde er wiederholt inhaftiert.“

Nach dem „Sieg der Islamischen Revolution 1979“ – die man sich wohl wie einen Sieg bei einem Sportwettbewerb vorzustellen hat – „stieg er dann rasch in die Staatsführung auf“. Khamenei lobte damals öffentlich die Geiselnahme in der Teheraner US-Botschaft, ein Aspekt, der in dem ZDF-Porträt fehlt. Danach ging es aufwärts für Khamenei: Er wurde „überraschend“ „gewählter“ „Nachfolger [von Khomeini] als ‚Revolutionsführer‘“. Den „religiösen Ehrentitel eines Ajatollahs“ habe er damals „nur unter Murren der schiitischen Geistlichkeit“ erhalten, erfahren wir. Als wäre Khamenei durch Nonkonformismus angeeckt.

Nein, Khamenei habe „ein streng konservatives Weltbild“ vertreten, „das er mit aller Härte durchsetzte“. Wie ein Schulleiter alter Prägung. Kein Wort von Folter, Mord, Masseninhaftierungen und Vergewaltigungen. Es heißt lediglich: „Die Öffnung des politischen Systems lehnte er ebenso ab wie jede Lockerung der strengen Kleiderregeln oder der scharfen Zensurmaßnahmen.“ Das könnten Kritiker auch über den Vatikan behaupten. Nicht schön, aber „Andere Länder, andere Sitten“, nicht wahr? Den USA habe Khamenei „misstraut“. Dabei sei er etwas nachtragend gewesen, aber aus Gründen, die das ZDF nachvollziehen kann: „Khamenei war nicht bereit, ihre Unterstützung für das autoritäre Schah-Regime zu vergessen, ebenso wie die US-Schützenhilfe für den irakischen Machthaber Saddam Hussein im Iran-Irak-Krieg zwischen 1980 und 1988.“

Die „feindselige Politik mehrerer US-Präsidenten bis hin zu Donald Trump“ habe „sein Misstrauen gegenüber dem ‚Großen Satan‘“ nur bestätigt. Er hatte offenbar die richtigen Einschätzungen und wollte sich nicht aufs Kreuz legen lassen von Leuten, die sein Vertrauen nicht verdienen. Eigentlich war er immer ein Opfer, beinahe. Die „brutal niedergeschlagenen“ Proteste erwähnt das ZDF – und nennt sie die „größten Herausforderungen seiner Macht“. Herausforderungen, die er meisterte. „Mit seinem konfrontativen Kurs gegenüber den USA und Israel“ habe Khamenei „Stärke demonstriert, während er gleichzeitig einem direkten Konflikt auswich“. Fast ein Pazifist.

Erst als Israel ihn angegriffen habe, habe „diese Strategie“ im vergangenen Jahr „ein abruptes Ende“ gefunden. Mitten im Frieden überfiel ihn der Feind. Die Massaker, Raketenangriffe und Entführungen der Hamas, die er über Jahre ermöglicht hat, kehrt das ZDF unter den Teppich. Es war vielmehr Khamenei, der bedroht war: „Bedroht war aber auch das physische Überleben Khameneis, denn Israel tötete damals reihenweise hochrangige Militärchefs und Atomwissenschaftler des Iran mit gezielten Angriffen.“ Und einem solchen Angriff erlag nun auch der geschliffene Redner mit dem konservativen Weltbild.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei MENA-Watch.

Stefan Frank Stefan Frank, geboren 1976, ist unabhängiger Publizist und schreibt u.a. für Audiatur online, die Jüdische Rundschau und MENA Watch. Buchveröffentlichungen: Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (2009); Kreditinferno. Ewige Schuldenkrise und monetäres Chaos (2012). Mehr

Hier ausdrücklich der Hinweis auf den im Text eingefügten Link zum Nachruf im ZDF!


Wundert sich angesichts dieser aufgezeigten Lobhudelei des ZDF noch irgendein Mensch über die Moderation von Sievers, Hayali oder über die diversen „Formate“, die zu aktuellem Zeitgeschehen Stellung nehmen und den Zuschauern versichern – „mit dem Zweiten sieht man besser“?

Und wie werden wir uns dann einen Nachruf vorstellen müssen, der beispielsweise Benjamin Netanyahu oder Donald Trump gelten sollte?

Wer seine Scheuklappen derartig eng stellt, dass sie jede Sicht auf die Wirklichkeit vermeiden und damit eher einem Sack gleichkommen, den man über den Kopf des Betrachters stülpt, hat jeglichen Anspruch auf das Vertrauen in eine an Fakten orientierte Berichterstattung verloren – und das gilt nicht nur für die Sendungen über den „Nahost-Konflikt“ mit ihren unglaublichen Fehlleistungen und Fakenews über Israel und Israelis, das ist insbesondere sicher auch für Berichte über das Geschehen in Deutschland, ob auf politischer, kultureller oder sogar sportlicher Ebene der Berichterstattung anzunehmen!

Leute, wehrt Euch —- NICHT ! 7. März, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Leute, wehrt Euch —– NICHT !

Was, um alles in der Welt, ist los mit diesem Land?

Die Diskussion um das Völkerrecht und die Rechtmäßigkeit des Krieges gegen Iran wird an so vielen Stellen geführt, ich muss hier nicht auch noch in epischer Breite darlegen, warum ich es richtig finde, dass der Staat Israel im Einvernehmen und mit militärischer Unterstützung der USA die Terrorstrukturen des Iran zerschlägt, mit denen das Mullah-Regime nicht nur Israels Vernichtung androht, sondern durch seine Stellvertreter (HAMAS, PLO, HISBOLLAH, HOUTI, islamischer Staat) schon seit Jahren an der Umsetzung der Ziele arbeitet, nämlich Israel von der Landkarte zu tilgen, aus dem Buch der Geschichte zu radieren, die Juden ins Meer zu befördern. Es ist Iran bis heute nicht gelungen, dank der unglaublichen Wehrhaftigkeit und Resilienz der Israelis (auch wenn der Terror bisher viele Opfer gefordert hat, man denke nur an den 7. Oktober 2023!) und eben nicht der unendlichen Verhandlungsrunden wegen, mit denen der Westen gedachte die „Lage zu befrieden“, wie es unlängst Herr Klingbeil wieder als Alternative ins Gespräch bringen wollte, worum sich Frau Baerbock vergeblich trotz feministischem Beistand bemühte und an dem alle deutschen und europäischen Regierungen der letzten Jahre scheiterten. Selbst der Friedensnobelpreisträger Obama musste einsehen, dass seine Kairoer Rede nicht den erhofften Erfolg zeitigte, nichtsdestotrotz hielt er aber an der untauglichen Strategie des verbalen Friedensschaffens fest, wie auch sein Nachfolger Joe Biden.

Dass dank dieser friedensfördernden Maßnahmen die Verelendung der persischen Bevölkerung – insbesondere des weiblichen Teils – immer weiterging und erst vor wenigen Wochen einen furchtbaren Höhepunkt erreichte, wird, anders kann ich es mir nicht vorstellen, an all denjenigen vorbeigegangen sein, die immer noch davon reden, mit Gesprächen und Angeboten die Führer des islamistischen Terror-Regimes in Iran zu Friedensengeln transformieren zu können.

Was mich aber heute zu diesem Text verleitet, sind die Demonstrationen der Schüler gegen die „sogenannte“ Wehrpflicht, sogenannt, weil auch schon vor 60 Jahren junge Männer Einspruch erheben konnten, die „Pflicht“ war niemals absolut, sie bot Alternativen.

Zu Tausenden gingen in diesen Tagen Schülerinnen und Schüler in Deutschland auf die Straßen und wurden sogar von Mamas und Papas, Omas und Opas unterstützt.

Ich frage mich, was in unserer Gesellschaft in den letzten 20 Jahren so unglaublich schiefgelaufen ist, dass es überhaupt zu diesen Demonstrationen kommen konnte und der Zuspruch im medialen Echo noch dazu so groß ist.

Zur Erklärung meiner Frage:

Wir, der Liebste und ich sind Eltern von vier (inzwischen erwachsenen) Kindern.

Der älteste Sohn entschied sich, Zivildienst zu leisten – ein Jahr lang beim Deutschen Roten Kreuz im Sanitätsdienst (verbunden mit einer entsprechenden Ausbildung). Im Anschluss daran arbeitete er als Volontär zunächst drei Monate im Kibbuz Mefalsim (direkt am Gazastreifen gelegen), reiste danach einen Monat lang kreuz und quer durch Israel und arbeitete dann weitere 9 Monate in einer Altenpflegeeinrichtung in Kfar Saba.

Der zweitälteste Sohn entschied sich, den Wehrdienst bei der Marine abzuleisten – und wir waren stolz darauf, dass er bei dem öffentlichen Gelöbnis für seine Waffengattung den Eid leistete.

Unsere Tochter – die Dritte im Bunde – machte nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr (ein Jahr für Gott) in einer christlichen Alteneinrichtung, wir haben sie darin sehr unterstützt.

Der Jüngste und „dritte Sohn“ schließlich, musste der gesetzlichen Regelung entsprechend weder zum Bund, noch Zivildienst leisten. Vielleicht haben ihn seine Brüder im Nachhinein beneidet, aber es war kein Thema in der Familie.

Mein Mann war damals auch „beim Bund“, nach reiflichem Abwägen nämlich hinsichtlich der Frage, was er tun würde, wenn er angegriffen würde. Könnte er bis zum Äußersten dabei gehen, d.h. einen anderen Menschen in Notwehr töten?

Das ist eine unbequeme Frage, aber es ist exakt die Frage, die man sich immer wieder stellen muss, bevor man sich über die Wehrpflicht oder über die Bundeswehr oder über Soldaten oder über die Verteidigungsstrategie Israels ereifert.

Im Extremfall führt es zu der Frage:

Würde ich mich ohne Gegenwehr totschlagen lassen?

Und im größeren Rahmen: Würde ich im Falle eines Krieges, der an mein Land herangetragen wird, dafür plädieren, auf jegliche Gegenwehr zu verzichten und den Verlust von Leben, Freiheit, Besitz, Heimat billigend in Kauf nehmen? (Siehe Ukraine!)

Und weiter: Würde ich, wenn eine ernste Bedrohungslage für mein Leben und / oder das Fortbestehen meines Landes entsteht, darauf verzichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um einem möglichen Angriff zuvorzukommen?

Ich kann natürlich das Völkerrecht studieren und eine akademische Diskussion darüber beginnen, solange ich noch in meinem friedlichen Dorf und im Schutz meines Hauses sicher lebe. Was aber, wenn die Realität über mich hereinbricht und das Völkerrecht nicht einmal dazu taugt, mein persönliches Leben zu sichern?

Das ist doch auch die Realität der Menschen in Iran. Da ist kein Anwalt, der mit dem Völkerrecht wedelt und den Mullahs das schmutzige Handwerk untersagt. Da ist NICHTS und NIEMAND.

ISRAEL und die ISRAELIS haben die Frage ein für allemal beantwortet: NIE WIEDER! Nie wieder werden sich Juden ohne Gegenwehr zu leisten, abschlachten lassen.

Es ist nicht nur ihr gutes Recht, es ist ihre Pflicht, das Leben zu schützen!

Der hohe Wert des Schutzes des Lebens zeigt sich sogar in ihrem Umgang mit den Feinden. Keine andere Armee der Welt warnt die gegnerische Zivilbevölkerung vor einem bevorstehenden Angriff und gibt ihr Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Das hat man bei den Kämpfen in Gaza gesehen, das ist aktuell so bei den Angriffen auf die Hisbollah im Libanon. Das wird sogar über die Bombenangriffe berichtet, die in Iran auf die Einrichtungen der Mullahs stattfanden – Menschen standen dort auf den Dächern in Teheran, beobachteten und bejubelten den Angriff auf das verhasste Regime – und kamen dabei nicht zu Schaden.

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Noch ein kurzer Gedanke zu dieser Meldung:

Drei Flugzeuge der Luftwaffe haben Grundschüler in einem Ort in Schwaben derart in Aufregung versetzt, dass ihre Eltern sie früher vom Unterricht abholen durften. Lehrkräfte hätten die verunsicherten Kinder an der Schule in Wemding (Landkreis Donau-Ries) nach dem Vorfall am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr betreut, sagte eine Polizeisprecherin.

Dass Flugzeuge manchmal ganz schön laut über Ortschaften donnern, gehört nun mal zum Trainingsprogramm der Piloten. Wenn aber eine Lehrkraft nicht in der Lage ist, Kinder nach dem ersten Schreck in Ruhe zu erklären, was es mit dem Getöse auf sich hat und keinerlei Gefahr zu befürchten ist, lässt das nicht nur Rückschlüsse auf die häusliche Situation der Kinder zu, es darf auch bezweifelt werden, ob die Lehrerin, der Lehrer die richtige Berufswahl getroffen hat….

Ich freue mich immer, wenn ich die Marineflieger aus Nordholz bei ihren Trainingsflügen auch von „der Wiese“ aus beobachten kann …. Danke Bundeswehr, Ihr sorgt auch für meine Sicherheit.

Bleiben wir besonnen UND wehrhaft!

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