Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   2 comments

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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.
Steven Weinberg (*1933) US-amerikanischer Physiker jüdischer Herkunft, Nobelpreisträger, 1979, Rede auf der Konferenz „Cosmic Questions“.

 

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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. März 2013 von hubert von wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik

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Stimmen über Karlheinz Deschner´s “Kriminalgeschichte des Christentums”   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolodja – wolodja51.wordpress.com

Was unsern gelehrten Büchern versagt bleiben wird, Ihrem Werk dürfte es gelingen: die Masse der Gebildeten mit den Ergebnissen der modernen Forschung über das Christentum bekannt zu machen. Ich bin vom Erfolg Ihres Buches überzeugt.“ „(…) von der Fülle und Qualität des von Ihnen dargebotenen Materials um so mehr beeindruckt, als ein grosser Teil dieses Materials in den üblichen Kirchengeschichten nicht zu finden ist, insofern also letztere ergänzt.“ (Julius Gross, ev. Theologe in Göttingen)

„Im Ganzen gesehen entsteht so von der Kirche und ihrer langen geschichtlichen Entwicklung ein unerfreuliches Gesamtbild. Es ist aber historisch wahr.“ (Martin Werner in: „Schweizerische Theologische Umschau“, Juni 1963)

Deschner beschreibt, wie das Christentum zu jener Europa prägenden Machtinstanz werden konnte, die kaum eine der bisherigen Geschichtsschreibungen genügend kennt und die als Kriminalgeschichte erst diese Bücher Deschners so vor Augen stellen, wie es der Geschichte gemäß ist.“ (Jan Philipp Reemtsma in: „Rowohlt Revue“, Oktober–Dezember 1988)

Wie furchtbar der Glaubenseifer sein kann, ist in der ‚Kriminalgeschichte des Christentums’ nachzulesen. Nach der Lektüre wirken all die Päpste, Kardinäle, Bischöfe und Äbte, Theologen, Nuntien, Mönche und Priester von den ersten Anfängen der Kirche bis in die katholische Gegenwart wie eine Bande von Gangstern, deren verbrecherische Machenschaften sich hinter Weihrauchwolken verbergen.“ (Adolf Holl, Wie ich ein Priester wurde…, 1992)

Aufklärungsarbeit im besten klassischen Sinn dieses Wortes. Deschners Standardwerk einer alternativen Kirchengeschichte führt gerade mithilfe der Methoden, Einsichten, Erkenntnisse, der Forschungsergebnisse und Argumente der Theologen der Kirche dieselbe ad absurdum, widerlegt sie durch deren eigene Forscher und Forschungsresultate.“ (Hubertus Mynarek in „Aufklärung u. Kritik“ 9/2004)

Aus Texten von Karlheinz Deschner :

Wie ich mich aber selber befreien konnte vom (christlichen) Gotteswahn, und wie ich schon früher den Schlingen der Kirche entkam, so erging es auch ungezählten anderen Menschen. Tausende schrieben mir, meine Bücher haben sie freier gemacht, haben sie geistig leichter leben, ja, überhaupt erst leben lassen. Man hat zwar gemeint, nichts sei trauriger als der Tod einer Illusion. Für mich aber war der Tod eines Hasen, eines kleinen Vogels, war der Tod eines jeden Tieres, das ich sterben sah, unendlich trauriger als der Tod aller Illusionen, die ich hatte.“

Mich jedenfalls hat das ‚Problem’ [Gott] jahrzehntelang nicht mehr beschäftigt. Und hätte es mich beschäftigt, hätte es mich nicht im geringsten gequält. Im Gegenteil. Das Wenige, was ich dazu in meinem Leben an Entscheidendem begriff, hat mich außerordentlich beruhigt, hat mich befreit – soweit ich als Determinist mich frei fühlen kann; als jemand, der überzeugt ist davon, daß wir alle so frei sind wie der Schauspieler im Stück; daß in unserem Leben alles so freiwillig geschieht wie unsere Geburt; als ein Mann, für den sich das Problem der Willensfreiheit auf die Wahl reduziert, zu atmen oder zu ersticken.“

Nichts in meinem Leben fehlt mir weniger als Gott. Ich höre schon den Hohn: Vielleicht fehlt er Ihnen auf dem Sterbebett?! Und sollte man einst solche Gerüchte über mich verbreiten, möge man kein Wort davon glauben, weil sie erstunken und erlogen sind. Vieles, vieles mag mich bekümmern in meinen letzten Stunden, aber das nicht.“

Was offenbart er‚ Gott’? ’Außer mir ist kein Gott’, donnert der jüdische im Alten Testament. ‚Außer ihm ist kein Heilsgang sicher’, bekennt der Buddhist; dass Jesus Christus der Herr ist’, das Neue Testament; und der Koran erklärt, wer nicht seinem Retter folge, sei im Jenseits ‚verloren’. Da hören wir’s. Jedesmal spricht er, der Gott. Doch stets ist’s ein anderer Gott, der spricht. Und immer fährt man zuletzt in die Hölle, die tiefste, glaubt man nicht an den richtigen Herrn.“

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Stimmen über Karlheinz Deschner´s “Kriminalgeschichte des Christentums”

„Unglaublich fahrlässig“: Ronzheimer rechnet wegen Ukraine mit Ex-Regierung ab   Leave a comment

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Von web.de

Die Zustände in in der Ukraine sind verheerend. Da ist man sich bei „Markus Lanz“ einig. Kriegsreporter Paul Ronzheimer sieht die Schuld dafür auch bei der ehemaligen Bundesregierung – und berichtet, wie nahe ihm selbst das Geschehen vor Ort geht.

Die Situation in der Ukraine scheint immer prekärer zu sein. Bei “ Markus Lanz “ schilderte Kriegsreporter Paul Ronzheimer eindrücklich, wie er das Land über die vergangenen vier Jahre erlebt hat. Dabei äußerte er auch scharfe Kritik in Richtung der ehemaligen Bundesregierung und wird an einer Stelle sogar emotional.

Am 24. Februar 2022 begann der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Doch auch nach knapp vier Jahren ist kein Ende absehbar – trotz der Friedensverhandlungen mit Russland. Im Gegenteil: Die russischen Luftangriffe nehmen weiter zu.

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes benötigen in der Ukraine fast 13 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Der Grund? Durch die zerstörte Energieinfrastruktur soll es in vielen Wohnungen nur fünf bis sieben Grad warm sein. Markus Lanz nahm dies am Donnerstagabend zum Anlass, um über die prekäre Lage vor Ort zu debattieren und ein Stimmungsbild zu zeichnen.

Der Hintergrund

Seit fast vier Jahren herrscht in der Ukraine Krieg. Bei „Markus Lanz“ berichtete ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf von den verheerenden Zuständen vor Ort und sagte: „Die Ukraine ist gerade an einem absoluten Tiefpunkt angelangt.“

Besonders schlimm seien die eisigen Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. „Die Menschen haben gar keine Wärme“, verdeutlichte Eigendorf. „Ich habe die Ukraine in den vier Jahren des Krieges noch nie in einer so katastrophalen Situation wie jetzt erlebt.“

Hinzu komme eine „maximale Verunsicherung“ innerhalb der Bevölkerung, was die andauernden Friedensverhandlungen mit Russland angehe. Auch Kriegsreporter Paul Ronzheimer erklärte: „Ich höre, dass manche mittlerweile auch ein Szenario denken, dass Kiew komplett dunkel (…) – ohne Strom, ohne Wasser und ohne Heizung sein könnte, was dann natürlich eine Riesen-Fluchtwelle bedeuten würde.“

In dem Zusammenhang bestätigte Politologin Ulrike Franke, dass die russischen Angriffe eine neue Dimension erreicht hätten: „Die Intensität hat zugenommen.“

Mit Blick auf den Anfang des Krieges zeigte sich Markus Lanz überrascht, dass sowohl Europa als auch Wolodymyr Selenskyj lange nicht mit einem russischen Vormarsch gerechnet haben: „Wir haben offenkundig nicht realisiert, was die Situation ist, was die Gefahr ist.“

Der Schlagabtausch

Paul Ronzheimer äußerte dabei auch scharfe Kritik in Richtung der damaligen Bundesregierung. Laut Ronzheimer sei es „unglaublich fahrlässig“ gewesen, dass Panzerabwehrwaffen erst so spät geliefert wurden: „Das war etwas, was die Ukrainer wahnsinnig wütend gemacht hat, dass offenbar die deutsche Bundesregierung nicht an sie geglaubt hat.“

Ex-Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt gab daraufhin zu: „Aus der Rücksicht würde ich auch sofort sagen: Das war ein schwerer Fehler.“ Schmidt erklärte jedoch: „Das war ein Traditionsbestand der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik: keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete!“

Zudem habe man Putin auch „keinen Vorwand liefern“ wollen. Ulrike Franke konstatierte nüchtern: „Im Nachhinein ist man immer schlauer.“

Der besondere Moment

Als Lanz schließlich nach der aktuellen Verfassung der Ukrainer fragte, erläuterte Katrin Eigendorf, dass „die Entschlossenheit der Ukrainer (…) immer noch da“ sei. Ein Fakt, den Paul Ronzheimer mit dem Massaker von Butscha und Irpin begründete: „Das nationale Trauma ist riesig.“

Der Kriegsreporter berichtete von den unzumutbaren Zuständen vor Ort und offenbarte emotional, dass unzählige seiner Kollegen verstorben seien: „Das hat sich eingebrannt.“

Katrin Eigendorf stimmte zu und erzählte von Vergewaltigungen „als Methode“ und „Entführungen von Kindern“: „Mit einer solchen Verachtung sind die dort vorgegangen, dass das schon eigentlich schwer fassbar war.“

Sie selbst sei trotz ihrer langjährigen Erfahrungen überrascht davon gewesen, „wie verroht diese Armee ist“. In Bezug auf den Einsatz russischer Drohnen ergänzte Ronzheimer ernst: „Es ist heute brutal viel gefährlicher.“

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„Unglaublich fahrlässig“: Ronzheimer rechnet wegen Ukraine mit Ex-Regierung ab

 

 

Antinatalismus   Leave a comment

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Biblischer Proto-Antinatalismus

Jeremias

Die vermutlich in den Jahrzehnten um 550. v. Chr. entstandenen Jeremiaden zeugen von einer hohen Kultur der Nativitätsverfluchung. Nachfolgende Zitate stammen aus dem 20. Buch des Jeremias:

„14 Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag müsse ungesegnet sein, darin mich meine Mutter geboren hat!“ „15 Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: »Du hast einen jungen Sohn«, dass er ihn fröhlich machen wollte!“

Handelt es sich bei obigen Nativitätsverfluchungen um toposhafte oder gnomische Standardversionen, so repräsentieren die beiden folgenden Niegeborenseinswünsche den seltenen Sonderfall eines präferierten Todes und Verbleibs in utero:

„17 Dass du mich doch nicht getötet hast im Mutterleibe, dass meine Mutter mein Grab gewesen und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!“ „18 Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorgekommen, dass ich solchen Jammer und Herzeleid sehen muss und meine Tage mit Schanden zubringen!“ (Luther-Bibel 1912, Der Prophet Jeremia, Jer 20, 14 ff.)

Um das Fortwirken Jeremiadischer Niegeborenseinswünsche bis in die Moderne zu belegen, genüge hier der Verweis auf den französischen Autor Léon Bloy (1846-1917), der in seiner „Exégèse des lieux communs“ notiert:

„Ich gestehe, dass allein schon der Gedanke an ein Kind, dass wünschte, geboren zu werden, etwas Beunruhigendes hat, und jetzt verstehe ich auch den Propheten Jeremias besser, der bedauerte, dass seine Mutter nicht ewig mit ihm schwanger ging, ohne ihn jemals gebären zu können.“

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Antinatalismus

Selbstmord als Motiv im Leben und Werk von Sergej Jessenin     1 comment

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„Meiner Seele ist Unglück zugestoßen.“ Der Selbstmord von Sergej Jessenin

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Kurzes biografisches Porträt

Am 21. September 1895 wurde Sergej Jessenin auf einem Bauernhof im Oblast Rjasan geboren. Die Großstadt Rjasan liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Beide Eltern waren Bauern und arm. Der kleine Sergej wuchs deshalb vom zweiten Lebensjahr an bei den Großeltern auf. Mit 18 Jahren zog es ihn in die Stadt und er lebte eine Zeitlang in Petersburg. Im Jahr 1914 erschien sein erster Gedichtband. Er hatte viele Kontakte zu anderen berühmten russischen Schriftstellern. Bald war er ein beliebter Dichter, dessen Gedichte beim Volk ebenso beliebt waren wie in den literarischen Salons. Bei der Zarin durfte er sogar seine Gedichte vorlesen.

Selbstmord als Motiv im Leben und Werk von Sergej Jessenin  

Der Suizid von Sergej Jessenin war für viele seiner Wegbegleiter keine Überraschung. Bereits im Jahr 1915 finden die Literaturwissenschaftler Spuren seiner Todessehnsucht und Suizidbereitschaft. Diese werden in seinen Briefen und Gedichten mehr als deutlich. In seinem Gedicht „In meiner Heimat leb ich nicht mehr gern“ aus dem Jahr 1915 sind Wehmut und Todesnähe spürbar. Nach dem Scheitern der Ehe mit Isadora Duncan und der für ihn frustrierenden Weltreise fühlte er sich zunehmend verzweifelt. Voller Abscheu und Verachtung schrieb er über Venedig und Amerika. In Venedig ärgerte er sich über die stinkenden Kanäle, in Amerika regte er sich über die ungebildeten und geldgierigen Menschen auf, die nur ihr Business im Kopf hätten. Er fragte bestürzt: „Soll man Amerikanern Gedichte vorlesen?“ und machte abfällige und rassistische Bemerkungen über „die Neger“. Er sehnte sich auf seiner Weltreise überwiegend nach Russland zurück und konnte fast nichts Schönes oder Positives in den bislang für ihn unbekannten Ländern entdecken. Doch auch die Rückkehr nach Russland besserte sein Befinden nicht. Er war ruhelos, unzufrieden und verzweifelt. Die Abwärtsspirale aus Alkoholsucht und Depressionen stürzte ihn immer tiefer in den Abgrund. Die letzte Ehe mit der Tolstoi-Enkelin blieb eine Farce. Sie lebten fast nicht miteinander. Getrieben wie ein verwundetes Tier flüchtete er unstet von Stadt zu Stadt. So waren auch seine letzten Tage. Bis zum 21. Dezember 1925 war er noch in einer Moskauer Klinik, dann reiste er allein nach Leningrad, mietete sich im Hotel Angleterre (später Astoria) ein und nahm sich dort wenige Tage später das Leben.

Sein letztes Gedicht schrieb er mit seinem eigenen Blut

Sergej Jessenin hatte schon immer eine starke Tendenz zur Selbstinszenierung. Sein Suizid war ebenfalls dadurch geprägt. Er schnitt sich die Pulsadern auf und schrieb mit seinem eigenen Blut sein Abschiedsgedicht. Paul Celan hat es aus dem Russischen ins Deutsche übersetzt. Dies lautet wie folgt:

Freund, leb wohl. Mein Freund, auf Wiedersehen.

Unverlorner, ich vergesse nichts.

Vorbestimmt, so wars, du weißt, dies Gehen.

Da’s so war: ein Wiedersehn versprichts.

Hand und Wort? Nein, laß – wozu noch reden?

Gräm dich nicht und werd mir nicht so fahl.

Sterben –, nun, ich weiß, das hat es schon gegeben;

doch: auch Leben gabs ja schon einmal.

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In der dritten Zeile betont Jessenin, dass „dieses Gehen vorbestimmt war“, dass er also auf diesen Suizid schon lange hingelebt hat. Dies entspricht der Auffassung des Schriftstellers Jean Amery, der sich ebenfalls umgebracht hat und meinte: „Selbstmörder ist man lange, bevor man sich umbringt.“

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Selbstmord als Motiv im Leben und Werk von Sergej Jessenin

 

 

 

Tiertötungen für Forschungsexpeditionen und Naturkundemuseen   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug.

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Im September 2025 berichtete die Weltpresse, dass drei neue Arten von Tiefseefischen entdeckt wurden, darunter der Buckelige Scheibenbauch (Careproctus colliculi). Eine tolle Nachricht für alle Naturfreund:innen – doch was dann folgte, ist leider oft noch Standard in der Naturforschung: Die Tiere wurden aus ihrem Zuhause in Tiefen von mehreren Tausend Metern gerissen, in ein Labor gebracht und morphologisch und genetisch untersucht, unter anderem wurden CT-Scans an einem weiblichen Tier durchgeführt. Eine Überlebenschance hatten die seltenen Tiere nicht, vermutlich wurden sie kurz nach dem Fang getötet und konserviert.

Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe, warum Tiere zu „Forschungszwecken“ und für die Zurschaustellung in Naturkundemuseen getötet werden.

Expeditionen zur Erforschung von Tieren bedeuten oft den Tod der Tiere

Leider sind die Tötung und Aufbewahrung noch der übliche Standard bei Forschungsexpeditionen. Oft werden sogar mehrere Individuen einer neu entdeckten Spezies getötet, um beispielsweise Alt- und Jungtiere und männliche und weibliche Exemplare zu Vergleichszwecken „vorrätig“ zu haben. Dass neu entdeckte Tierarten ohnehin extrem selten sind und teils nur auf einem kleinen Areal existieren, hält die Akteur:innen nicht ab. Zu verlockend ist es, eine neue Tierart zu entdecken und sich somit in der Welt der Wissenschaft mit dem eigenen Namen zu verewigen, Fachartikel zu schreiben und Gelder für neue Expeditionen einzuwerben.

Millionen Tiere aus Forschungsexpeditionen werden in Naturkundemuseen gesammelt

Viele tote Tiere werden in Naturkundemuseen als eine Art „Tierkörper-Datenbank“ gesammelt und ausgestellt. Allein in Deutschland lagern Millionen toter Tiere in Schubladen, Regalen und Schränken und werden teils noch als Vergleichsobjekte oder für andere von Studien herangezogen.

Tiere im Naturkundemuseum – Ort des Schreckens für Tiere oder Bildungsstätte?

Die 189 naturkundlichen Museen in Deutschland (Stand 2022) verzeichnen zusammen rund 7.300.000 Besuchende. Dort lagern jedoch auch unzählige Tiere – von denen ein großer Teil aus länger zurückliegenden Expeditionen mit dem Fokus auf dem Finden und Anhäufen von besonders „exotischen“ oder seltenen Arten stammt.

Sammlungserweiterungen, die Wirbeltiere betreffen, werden nach Darstellung der Museen heutzutage meistens durch Sammlungszusammenlegungen oder Totfunde oder aus Zoos realisiert. Dennoch kommt es auch noch heute vor, dass Wirbeltiere für Sammlungserweiterungen bzw. im Rahmen von Forschungsexpeditionen getötet werden.

Insbesondere wildgefangene Insekten werden auch heute noch in großem Stil getötet, um sie auszustellen. So fügten im Jahr 2025 mehrere Museen in Deutschland ihrer Sammlung bis zu einer Million neue „Sammlungsobjekte“ hinzu – die meisten davon in freier Wildbahn gefangene Insekten. Gerechtfertigt wird dies mit der Artbestimmung, die bei den meisten Insekten nur über Genitalbestimmung am toten Tier möglich sei. Erschwerend kommt hinzu, dass fast jedes Museum einen eigenen großen Bestand an Insekten „archivieren“ und wohl auch fortlaufend aktualisieren will.

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Tiertötungen für Forschungsexpeditionen und Naturkundemuseen

Gibt es einen Unterschied zwischen „Haustieren“ und „Nutztieren“?   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug.

Das Tierschutzgesetz unterscheidet zwischen sogenannten Nutztieren, Heimtieren und Wildtieren – je nachdem, welchen Nutzen sich der Mensch von den jeweiligen Tierarten erhofft. Für die Haltung und den Umgang gibt es jeweils unterschiedliche gesetzliche Vorgaben.

Schweine, Rinder, Hühner und andere „Nutztiere“ leiden Tag für Tag in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Sie werden teils legal, teils illegal gequält und skrupellos ausgebeutet. Viele von ihnen überleben nicht einmal die Zucht oder Mast. Andere werden noch im Kindesalter getötet, zu Fleisch verarbeitet und an Supermärkte und Metzgereien verkauft. Obwohl das Leid dieser Tiere in der Ernährungsindustrie weitgehend bekannt ist, konsumieren viele Menschen weiterhin tierische Produkte.

Vermutlich würden die wenigsten Menschen Fleisch kaufen, wenn sie wüssten, dass es von einem getöteten Hund aus „guter Haltung“ stammt. Die meisten Menschen machen also auch unabhängig von Gesetzen einen Unterschied zwischen sogenannten Haus- und Nutztieren, obwohl Letztere per Definition zu den „Haustieren“ gehören.

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Was versteht man unter einem „Nutztier“?

Zu den sogenannten Nutztieren gehören Tierarten, die domestiziert und züchterisch so verändert wurden, dass sie dem Menschen einen von ihm erhofften Nutzen bieten. „Nutztiere“ sind domestiziert und zählen damit zu den „Haustierarten“. Als „Nutztiere“ werden alle Tiere bezeichnet, die der Mensch zu Ernährungs- und Bekleidungszwecken sowie für körperliche Arbeitsleistung in Form von Lasten- und Zugarbeiten ausbeutet. Die Definition ist relativ schwammig: Meist sind mit der Bezeichnung Tiere gemeint, die landwirtschaftlich gehalten werden, teilweise werden auch Tiere in der Pelzindustrie als „Nutztiere“ bezeichnet.

Die Nutzung eines Tieres zielt dabei auf größtmöglichen Profit für den Menschen ab, während das Wohl der Tiere immer in den Hintergrund gerückt wird.

Welche Tiere sind „Haustiere“?

Alle Tiere, die mit Menschen leben, sind „Haustiere“ – egal, ob in der Wohnung, im Garten oder im Stall. Somit gehören zu den sogenannten Haustieren alle Tierarten, die domestiziert wurden – auch die sogenannten Nutztiere.

Meist sind mit dem Begriff jedoch Tiere gemeint, die als tierische Mitbewohner im eigenen Zuhause gehalten und – hoffentlich – liebevoll umsorgt und ihren Ansprüchen entsprechend artgerecht gehalten werden. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Denn anders als Hunde, Katzen, Kaninchen und ähnliche Tierarten werden in etlichen Haushalten auch Exoten wie Reptilien, Raubkatzen oder Affen gehalten, obwohl sie in Privathand niemals artgerecht leben können.

Was ist der Unterschied zwischen einem „Haustier“ und einem „Nutztier“?

Der einzige Unterschied zwischen sogenannten Nutz- und Haustieren ist ihre Bezeichnung nach dem Nutzen, den ihnen der Mensch zugeschrieben hat.

Die Unterscheidung in „Haustiere“ und „Nutztiere“ ist vollkommen willkürlich: Denn genau wie Menschen empfinden auch andere Tiere Angst und Schmerz – egal, ob Hund, Katze, Kuh, Schwein, Schaf oder Huhn.

Wir Menschen stellen uns oftmals über andere fühlende Lebewesen und kategorisieren sie nach ihrem vermeintlichen Nutzen für uns. Indem wir eine bestimmte Tierart als „Nutztier“ bezeichnen, beruhigen wir lediglich unser Gewissen als Konsument:innen und versuchen zu rechtfertigen, dass wir anderen Lebewesen ein leidvolles Leben und einen viel zu frühen und qualvollen Tod zumuten.
Auch Politik und Agrarlobby machen diese Unterschiede und halten sie aufrecht – denn damit wird legalisiert, dass sogenannte Nutztiere unter artwidrigen Bedingungen gehalten und qualvoll getötet werden dürfen.

Weil diese Kategorisierung von Tieren menschengemacht ist, können wir sie auch wieder aufheben und Tieren die Rechte zuzusprechen, die ihnen zustehen.

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Gibt es einen Unterschied zwischen „Haustieren“ und „Nutztieren“?

Briefe An Die Toten (Auszug)   Leave a comment

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Ich weiß, es ist zu schwarz, aber einige Gedanken gefielen mir.

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Er hat ja immer mit seinem Leben gespielt
Nie hat er mit mir, immer nur mit seinem Leben gespielt
Er hat ja immer mit seinem Leben gespielt

Und darum schrieb ich meine Briefe
Eines lebendigen Toten, meiner Hölle Vorboten…
DENKEN VERBOTEN!

Kein Lächeln erlaubt Dir Dein Gesicht
Du betrachtest Dein Leben und wertschätzt es nun mal nicht
Lass doch die Menschen reden
Dich wieder missverstehen, Deine Mimik übersehen
Und ein paar Wortfetzen, die geheuchelt nur zum Schutz
entstehen

Schenkt mir ein wenig Kerker
Gönnt mir ein wenig Ruhe
Denn niemand ist bei mir, hier bei mir = NIEMAND!
Wir werden immer mehr, wie kann es sein
Dass sich alles isoliert?
Nicht nur mich, man muss uns alle therapieren
In kleine Zellen sperren
Und die Schlüssel zu eben jenen Zellen
Gehören hinabgeworfen
Hinab zu mir ins NIEMANDSLAND

Der Krieg ist sicher bald vorbei! Ein mahnender Blick zurück in
sein Auge:

Ich schuf nächtelang Szenarien. Um mich herum schrieb ich auch
ein Drehbuch
Kreuzte Rollen und Gesichter, denen ich Gedanken in ihr Hirn
log
Ich werde meine Traumwelt niemals gestalten
In meinem Kopf wohnen böse Gestalten
Die ihre Meinung nicht vorenthalten
Was ihr sagt, ist sicher wichtig
so richtig wichtig, für mein Leben entscheidend
Entscheiden wir doch uns fernzubleiben
Diesen Pakt müssen wir beide unterschreiben
Wie viel Blut tunkt das Papyrus, wie viel Ritual verträgt mein
Kummer
Heute Nacht kette ich mich auf die Gleise
Bis dann die Züge auf den Gleisen durch meinen Körper reisen

Ach, Dunkelheit…
Ach, könntest du mich am Tage doch auch tarnen
Deine Kälte setzt mein Herz in Flammen wenn ich wieder mal
nicht schlafen kann
Ach, Dunkelheit…
Schönheit wird so gerne übersehen
Gleich meinen Briefen an die Toten und was sie zwischen den
Zeilen erzählen

Zwischen all dem Haß
Mit dem wir leben, mit dem wir sterben können

Wir kollabieren…
Unsere wohlgeformte Existenz hängt an verflucht dünnen Fäden
Wir restaurieren…
Unsere Prachtbauten, unsere Häuserburgen, an die Urnen, auf,
Ihr Arbeiter!

Ich wünsche Euch, vor allem mir unseren Seelenfrieden
Egal wie viele Briefe ungeschrieben auch noch vor mir liegen
Die Zeit schreibt Geschichte, nur der Autor seiner selbst
Sucht Beweise für sein Denken, damit ihn dann sein Wissen quält

Feuerwerksverbot als Chance: Warum Unternehmen umdenken   Leave a comment

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Von Peta.de

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Wenn weltweit viele Menschen mit großen und lauten Feuerwerken ins neue Jahr starten, leiden Millionen Tiere unter dem Lärm, den grellen Blitzen und den beißenden Gerüchen der explodierenden Feuerwerkskörper. Feuerwerke versetzen Tiere in Panik und Todesangst – immer wieder sind sie auch Auslöser tödlicher Zwischenfälle.

Wir von PETA Deutschland fordern seit Jahren ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerken in Deutschland. Immer mehr Einzelhändler erkennen das Gefahrenpotenzial von Feuerwerkskörpern für Tiere, Menschen und Umwelt und entscheiden sich, keine Feuerwerkskörper mehr zum Verkauf anzubieten.

Silvester: Panik, Unfälle und entlaufene Tiere

Jedes Jahr leiden die Tiere an Silvester unter dem Krach, den grellen Blitzen und den unbekannten Gerüchen. Für sie ist der Jahreswechsel oft eine traumatische Erfahrung, die zu Angstzuständen führen kann. Jedes Jahr entlaufen hunderte Hunde und Katzen aus Angst.

Wildtiere oder auch heimatlose Katzen, die kein schützendes Zuhause haben, flüchten panisch vor dem Lärm, was lebensbedrohliche Folgen für sie haben kann – beispielsweise durch Autounfälle, wenn Tiere durch den Lärm aus dem Winterschlaf gerissen werden oder Vögel mit Feuerwerkskörpern kollidieren.

Darum ist es speziesistisch, an Silvester Feuerwerk abzuschießen

Den eigenen Spaßfaktor über das Wohlergehen anderer Lebewesen zu stellen, ist nicht nur egoistisch, sondern Teil eines speziesistischen Denkmusters. Speziesismus bedeutet, menschliche Interessen höher einzuordnen als die Interessen anderer Tierarten. Dabei werden andere Tiere entsprechend herabgestuft und für den Nutzen des Menschen ausgebeutet. Speziesismus an Silvester zeigt sich auf verschiedene Weisen:

  • Durch den Konsum tierischer Produkte, z. B. beim Raclette, denn für Fleisch, Käse und Eier werden immer Tiere ausgebeutet und ihrer Freiheit beraubt.

  • Selbstverständlich ist es wichtig, tierische Mitbewohner wie Hund und Katze vor der Silvesterböllerei zu schützen. Was Tierfreund:innen nicht vergessen sollten: Auch Wildtiere sind dem Chaos rund um die Feiertage schutzlos ausgeliefert und auf sich selbst gestellt. Ihr Leid zu ignorieren oder als weniger wichtig zu betrachten, wäre ebenfalls speziesistisch.

Positive Beispiele für privates Feuerwerksverbot: Die Niederlande als Pionier

Die Niederlande haben als eines der ersten Länder in Europa ein komplettes Böllerverbot für Privatpersonen eingeführt.

Die Vorteile werden sein:

  • Deutlich sinkende Unfallzahlen

  • Reduzierte Stressbelastung für Wild- und „Haustiere“

  • Bessere Luftqualität zum Jahreswechsel

  • Mehr öffentliche Akzeptanz für nachhaltige, sichere Alternativen

Die niederländische Bevölkerung feiert laut Umfragen entspannter, sicherer und gemeinschaftlicher. In einer aktuellen YouGov-Umfrage gaben auch in Deutschland 63 Prozent der Befragten an, an Silvester gar kein Feuerwerk zu zünden.

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Feuerwerksverbot als Chance: Warum Unternehmen umdenken

Tierquälerei in Dressurstall: Rollkur und Gewalt gegen Pferde   Leave a comment

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Von Peta.de

In einem renommierten „Dressurausbildungsstall“ in Vechta (Niedersachsen) wurden Pferde über Jahre hinweg systematisch misshandelt. Zeug:innen berichten von blutigen Sporenlöchern, offenen Mundwinkeln durch zu scharfe Gebisse und täglichem schmerzhaftem Zwangstraining. Mehrere Videoaufnahmen zeigen die verbotene Trainingsmethode Rollkur, bei der die Pferde in eine extrem schmerzhafte Kopf-Hals-Haltung gezwungen werden.

Wir von PETA Deutschland werden Strafanzeige erstatten und fordern vom zuständigen Veterinäramt ein Tierhalteverbot für die Verantwortlichen. Zudem haben wir auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kontaktiert, die wohl auch schon seit längerem über die Missstände dort Bescheid weiß. Der Fall zeigt deutlich, wie dringend strengere Kontrollen im sogenannten Pferdesport und ein härteres Durchgreifen bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz notwendig sind.

Misshandlungen in bekanntem Dressurstall: Pferde mit Plattschaufel geschlagen?

Whistleblower:innen berichten von massiver Tierquälerei in dem renommierten „Dressurausbildungsstall“ im niedersächsischen Vechta: Laut Zeug:innen sollen die dort lebenden Pferde regelmäßig ausgepeitscht und mit Gerten geschlagen werden. Eine Stute wurde laut dem Bericht im Februar 2025 über zwei Stunden eng „ausgebunden“ und mehrfach mit Peitsche und Gerte geschlagen.

Weitere Tiere erlitten offenbar Verletzungen durch Sporen, blutige Gebisswunden und Schläge mit einer Plattschaufel. Insgesamt sollen laut Zeug:innen rund 20 Pferde täglich körperlichen Qualen ausgesetzt gewesen sein.

Rollkur: Schmerzhaftes Zwangstraining in der Dressur

Mehrere Videoaufnahmen belegen zudem, wie Pferde in dem „Dressurausbildungsstall“ immer wieder in Rollkur geritten werden. Dabei wird der Kopf stark hinter die Senkrechte gezogen, was Atembeschwerden, Schmerzen und eingeschränkte Sicht verursacht. Diese „Trainingsmethode“ ist sowohl im Profi- als auch im Amateursport verboten.

In dem Dressurstall soll die Rollkur regelmäßig angewendet werden, um die Pferde in eine unnatürliche Haltung zu zwingen. Die schmerzhafte Methode verursacht langfristige Schäden an Muskeln, Gelenken und Sehnen und ist ein klarer Fall von Tierquälerei.

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PETA fordert Tierhalteverbot und harte Bestrafung

Trotz wiederholter Kontrollen durch das Veterinäramt wurden die Missstände scheinbar nicht erkannt. Videoaufnahmen dokumentieren eindeutig die Anwendung der verbotenen Rollkur sowie immer wieder das zu enge „Ausbinden“ mit Schlaufzügeln – sogenannten Hilfszügeln, um die Kopf- und Halshaltung des Pferdes zu beeinflussen.

Wir fordern harte Strafen und ein sofortiges Tierhalteverbot für die Stallbetreibenden. Zudem haben wir die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit den Missständen konfrontiert.

Kein Einzelfall, sondern systematische Gewalt im „Pferdesport“

Misshandlungen wie in diesem Fall sind im sogenannten Pferdesport weit verbreitet. Pferde werden als „Sportgeräte“ genutzt und täglich körperlich und psychisch belastet. Scharfe Gebisse, Sporen, Gerten und Ausbinder zwingen Tiere zu Bewegungen, die ihren natürlichen Bedürfnissen widersprechen. Dabei handelt es sich um tierschutzwidrige Hilfsmittel, die starke Schmerzen und Verletzungen bei den Pferden verursachen können. Durch den dadurch ausgelösten Stress können die Tiere erkranken, unter anderem häufig an Magengeschwüren.

Pferde benötigen ausreichend Auslauf, artgerechte Haltung, Nahrung und medizinische Versorgung, um gesund zu bleiben. Werden diese Grundbedürfnisse ignoriert, tragen sie langfristige Schäden davon und leiden unter Schmerzen, Stress und Angst.

Gegen Pferdesport bei Olympia unterschreiben

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Tierquälerei in Dressurstall: Rollkur und Gewalt gegen Pferde

Ohne Tierversuche: EPA und PETA modernisieren Chemietests   Leave a comment

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Von Peta.de

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Harte Arbeit und gute Wissenschaft retten Tiere: Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat beschlossen, keine tödlichen Experimente an 1.600 Mäusen und Ratten vorzunehmen. Möglich wurde das durch einen wissenschaftlichen Ansatz, den die EPA gemeinsam mit PETA-Wissenschaftler:innen und weiteren Expert:innen entwickelt und erfolgreich umgesetzt hat.

Das ist erst der Anfang: Die EPA und andere Behörden können diesen und ähnliche Ansätze nutzen, um in Zukunft noch viel mehr Tieren grausame Tierversuche zu ersparen.

Tausende Tiere bleiben dank Zusammenarbeit mit PETA-Wissenschaftlern von Chemietests verschont

Um zu prüfen, ob eine Chemikalie Krebs auslösen kann, werden in Tierversuchen Hunderte Tiere gezwungen, bis zu zwei Jahre lang täglich Chemikalien zu schlucken oder einzuatmen. Anschließend werden sie getötet und untersucht. Über 50 Jahre wissenschaftlicher Forschung zeigen jedoch, dass die Ergebnisse dieser Krebsversuche an Ratten und Mäusen für den Menschen kaum aussagekräftig sind. Zudem dauern diese Tierversuche sehr lange. Dadurch verzögert sich, dass wir schneller mehr über mögliche Schadwirkungen von Chemikalien in unserer Umwelt erfahren.

Der von PETA-Wissenschaftler:innen mitentwickelte Ansatz zeigt dagegen, wie bereits vorhandene Daten zur Giftigkeit genutzt werden können, um das Krebsrisiko vorherzusagen – ganz ohne Tierversuche. Die EPA setzte diesen Ansatz ein, um zwei Chemikalien auf ihr krebserregendes Potenzial zu prüfen. Wären dafür Tierversuche durchgeführt worden, wären etwa 1.600 Ratten und Mäuse getötet worden.

Zusammenarbeit mit der EPA zur Beendigung von Krebstests an Tieren

Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit der EPA, von PETA-Wissenschaftler:innen und anderen Kooperationspartner:innen. Gemeinsam verfassten sie zwei wissenschaftliche Artikel und veröffentlichten Beispiele, die zeigen, wie der neue Ansatz durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), eine internationale Organisation, die Richtlinien für die Prüfung von Chemikalien festlegt, angewendet werden kann.

Da die EPA und andere Aufsichtsbehörden nun beginnen, diesen Ansatz zu verwenden, werden unzählige weitere Tiere vor solchen Experimenten bewahrt.

Die Erforschung von Krebs erfordert wissenschaftliche Methoden, die auch auf den Menschen übertragbar sind

Milliarden von Dollar wurden für erfolglose Tierversuche in der Krebsforschung bereits ausgegeben. Dennoch ist diese Erkrankung nach wie vor die zweithäufigste Todesursache weltweit. Durch die Modernisierung der internationalen Regulierungsrichtlinien für Krebsversuche könnten wir das Leben von Menschen und Tieren retten.

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Ohne Tierversuche: EPA und PETA modernisieren Chemietests