Frühlingsgrüsse

 

 

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Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis‘ die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff

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Mailied

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Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

Und Freud‘ und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd‘, o Sonne!
O Glück, o Lust!

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O Lieb‘, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt…..

~ Johann Wolfgang von Goethe  (1749-1832) ~

Ostergedanken

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Erinnerungen

Zauber der Erinnerungen,
Heil’ger Wehmut süße Schauer
Haben innig uns durchklungen,
Kühlen unsre Glut.
Wunden gibt’s, die ewig schmerzen,
Eine göttlich tiefe Trauer
Wohnt in unser aller Herzen,
Löst uns auf in eine Flut.
Und in dieser Flut ergießen
Wir uns auf geheime Weise
In den Ozean des Lebens
Tief in Gott hinein;
Und aus seinem Herzen fließen
Wir zurück zu unserm Kreise,
Und der Geist des höchsten Strebens
Taucht in unsre Wirbel ein.

                           Novalis (1772 - 1801)

Oster-Feuer

 

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Das neue Jahr kann kommen ..

 

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Zum neuen Jahr

Zwischen dem Alten, Zwischen dem Neuen
Hier uns zu freuen, Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne, heißt mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen, schauen zurück.

Stunden der Plage, leider, sie scheiden
Treue von Leiden, Liebe von Lust;
Bessere Tage, sammeln uns wieder,
Heitere Lieder, stärken die Brust.

Leiden und Freuden, jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen fröhlich gedenk.
O des Geschickes seltsamer Windung!
Alte Verbindung, neues Geschenk!

Dankt es dem regen, wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke männiglich Gut;
Freut euch des Wechsels heiterer Triebe,
Offener Liebe, heimlicher Glut!

Andere schauen deckende Falten
Über dem Alten ,traurig und scheu:
Aber uns leuchtet freundliche Treue;
Sehet, das Neue findet uns neu.

So wie im Tanze bald sich verschwindet,
Wieder sich findet liebendes Paar:
So durch des Lebens wirrende Beugung
Führe die Neigung uns in das Jahr!

J.W.Goethe (1766-1832)

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allen ein erfolgreiches und gesundes
neues Jahr 2018 – Viel Glück

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