Aktuell schaffen wir es nicht eigene Beiträge zu schreiben.
Manchmal ändert sich so vieles, dass es nicht möglich ist, es in Worte zu fassen.
Dieser Blog ist uns aber noch immer wichtig. Daher freuen wir uns Videos zu teilen.
Der Inhalt ist gut und erinnert uns zum Teil an vergangene Zeiten und zum Teil an unseren noch immer täglichen Alltag.
Leider ist die KI Stimme für die deutsche Übersetzung schrecklich. Wir haben es nicht geschafft, auf den englische Originalton umzustellen.
Wir wünschen euch dennoch ein interessantes Erlebnis und bedauern diese unangenehme Stimme.
Danke an alle, die unserem Blog treu geblieben sind und willkommen an alle, die neu vorbei schauen. Alles Liebe.
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Für Vieles haben wir nach all den Jahren Therapie noch immer keine Worte. Vielleicht weil es keine außergewöhnlichen Erfahrungen waren, sondern unser „ganz normaler“ traumatisierender, weil liebloser und gehässiger, brutaler Alltag unserer Kindheit und Jugend. Es gibt kein einzelnes Ereignis zu berichten.
Wie heilt die Seele, wenn es keine Worte gibt, die den Schmerz ausdrücken könnten?
Wenn der Schmerz, die Wut genau aus diesem Grund abgespalten bleiben, unfühlbar und nur als Belastung und Überforderung den Alltag konstant dominieren. „Ohne Chance auf Heilung „, ist das Gefühl, das in uns steckt. Nach all den Jahren, liegt in genau dieser scheinbar unerreichbaren Situation eine Verzweiflung, die uns fremd ist. Es ist eine Verzweiflung, die aufgeben möchte, die nicht weiter will. Und doch gibt es Anteile, die suchen.
Sie sind u.a. auf nachfolgendes Video gestoßen, das für Leute mit ausreichend Traumawissen nicht die großen Neuigkeiten erzählt, aber doch gut zusammenfasst, was helfen kann. Es gibt Mut, weiter zu gehen:
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Passend zum Thema 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von 25.November bis 10. Dezember jeden Jahres, ein wichtiges Video zu einem leider aktuellen Fall in Österreich. ….. Es wäre dringend notwendig, wenn auch der Boulevard endlich Verantwortung übernimmt.
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In diesem Video bzw. diesen Erklärungen finden wir uns zu 100 % wieder und zwar mehrfach.
Das tut zwar enorm weh, hat aber auch etwas ganz tief Tröstliches.
Scham als verstecktes Gefühl hinter allem Schmerz und Leid. Scham als Grundlage auf einer Ebene tiefer, die so tief ist, dass sie sofort wieder überdeckt wird von Gefühlen, die sie maskieren.
Scham ein Gefühl, das so sehr mit dem eigenen Selbstwert und der eigenen Identität verschmolzen ist, dass ein Entlarven einem existentiellen Angriff gleich zu kommen scheint. Dabei bedeutet die Anerkennung und damit langsame und behutsame Trennung von Scham und Identität einen bedeutenden Schritt Richtung Heilung und Selbstliebe zu gehen.
Das haben wir beim ersten Hören mitgenommen.
Aber hört euch das Video selbst an (wir bedauern, dass das Video im Reader wohl nur als Link aufscheint, es wird aber korrekt zu YT weitergeleitet):
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Wir haben vor einigen Wochen kurz nach dem Aufwachen versucht uns an unsere Kindheit vor dem 10 Lebensjahr zu erinnern. Seither liegt der Entwurf abgespeichert. Heute veröffentlichten wir ihn, ohne weiter zu schreiben. Wir denken, er ist so aussagekräftig genug? Aber vielleicht geht’s Leuten ohne DIS auch so? Das würde uns wirklich interessieren. Vielleicht mag jemand etwas dazu schreiben?
Viele der alltäglichen „Erinnerungen“ an damals sind Erinnerungen an Fotos oder Filme von damals, die unser Vater aufgenommen hat. Es gibt aber auch Erinnerungen darüber hinaus, die Erinnerungen in uns sind.
Bei aller Bemühungen „mich“ als Hauptperson in diesem Leben zu erkennen, ist es mir unmöglich. Dieser junge Körper, der damals lebte hat emotional einfach nichts mit mir/uns heute zu tun. Wir können dieses Kind nicht fühlen, zumindest nicht mehr als Mitgefühl für eine uns fremde Person zu empfinden.
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Wir waren gestern in der Therapiestunde mit S., unserer Hündin. Es war eigentlich eine ungewollte Situation, denn die Therapie ist für uns und S. bündelt ganz viel Aufmerksamkeit, von uns und vielleicht auch von der Therapeutin. Vermutlich aber mehr von uns, denn es ging viel darum, wie wir neben ihr bei uns bleiben können.
Das führte zu der Aussage unserer Therapeutin, dass wir so starke Unterschiede im Empfinden haben, ob Lebewesen um uns sind, oder wir für uns alleine sind. Und tatsächlich ist das so, aber wir wussten nicht, dass das ungewöhnlich wäre.
Wir sind damit aufgewachsen, dass sich das Familienleben innerhalb der Wohnung und außerhalb der eigenen 4 Wände vollkommen unterschiedlich darstellte. Außen war immer alles Show, nie gab es etwas Echtes. Als Jugendliche haben wir bereits für uns über diese Situation zu Schein und Sein geschrieben. Es war uns bewusst und dennoch konnten wir nichts dagegen tun.
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Nachdem unser letzter Beitrag manche Frage aufgeworfen hat und weil wir dieses Video wirklich für gut und hilfreich halten:
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Oder: Wenn der Drang „normal“ zu werden Lebendigkeit verhindert.
Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir intensiv daran „normal“ zu werden. Das ist nicht das offizielle Therapie Ziel mit unserer Therapeutin und dennoch scheint es unser Therapie Ziel ebenso zu sein, wie das Therapie-Ziel der gesetzlichen „Gesundheitskasse“. Wir bearbeiten Traumata, eines nach dem anderen, integrieren sie zum Teil oder auch ganz, aber dennoch …..
Es ist ein Leben in der Lüge.
Was ist das Ziel all dessen? Nicht auffallen, jedoch ohne zu sehr darunter zu leiden.
Damit verfolgen wir genau den Auftrag, den die Täter uns gegeben haben. „Wir haben das Recht dich zu quälen und du musst damit fertig werden, ohne andere damit zu belasten.“
Nun gut, wir haben im Laufe unserer Therapie unsere Therapeutin(nen) sicher auch belastet, uns aber dennoch bemüht den Weg der Heilung zu gehen, welchen wir wohl ganz falsch definiert haben.
Was bedeutet Heilung bei komplexem Trauma? Die Traumata so integrieren, dass sie ncht mehr auffallen und damit die Ignoranz der Gesellschaft gegenüber massiven psychischen Folgen von Gewalt nicht zu stören?
Das ist die Intention der Täter, denn dann können die schrecklichen Auswirkungen von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt und Vernachlässigung in früher Kindheit verleugnet werden. Es ist dann nur eine Frage des Willens der Opfer, eine Frage der je eigenen Resillienz mit der erlittenen Gewalt zurecht zu kommen. Eventuell wäre es noch die Frage der geeigneten Therapie, aber es geht in diesem Gedankengut nicht darum endlich effektiv gegen Gewalt in dieser Gesellschaft vorzugehen.
Wir waren gestern mit Leuten, die in Wien an einer Konferenz zu psychiatrischer Pflege und Arbeit teilnehmen. Dort waren einige Peers, die aus eigener Betroffenheit auf Psychiatrien (auch als Übersetzer:innen zwischen Patient:innen und medizinischem Personal) arbeiten.
Diese Begegnung hat uns vor Augen geführt, wie sehr wir versuchen gesellschaftskonform zu leben, ohne dass es uns gelingt und damit uns selbst belügen und zugleich an uns verzweifeln.
Wir haben schreckliche Stunden hinter uns, dies wahrzunehmen, was wir nicht wahrnehmen wollten. Hoffentlich gelingt es uns an dieser Erkenntnis festzuhalten und in diese Richtung weiter zu gehen. ….. Das bedeutet das Unterste nach oben zu kehren und uns selbst an erste Stelle zu stellen und nicht unsere Unsichtbarkeit, wie wir es seit unserer Geburt gelernt haben.
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Ist es wünschenswert ein Abbild seiner selbst im eigenen Leben zu haben und weshalb sollte es gut sein?
Wir denken, dass wir diesen Wunsch in uns tragen. Vielleicht ist es ein Wunsch eines Kleinkindes, einem Elternteil nacheifern zu können, statt bereits im Babyalter zu erkennen, dass ich mich emotional von den Eltern trennen muss, um zu überleben.
Ist es der unerfüllte Kinderwunsch der jungen Frau? Ein Wunsch der glücklicherweise unerfüllt blieb, sodass wir unsere Traumata nicht weitergeben konnten.
Oder ist es der Wunsch, dass uns jemand vorlebt, wie wir unseren Lebensweg gehen sollen, der sich so von einer „Normbiographie“ unterscheidet, weil wir müde sind unseren Weg zu suchen, der sich gefühlt so stark unterscheidet, von dem der meisten Menschen.
Aber vielleicht ist es auch bloß eine Illusion, dass andere Menschen nicht eine ähnlichen Suche nach ihrem Weg führen? Vermutlich gibt es viele, die sich immer wieder hinterfragen, ob sie tatsächlich dort sind, wo sie sein mögen, oder einfach aufgeben danach zu fragen und sich treiben lassen?
Vielleicht wäre es erschreckend, wenn jemand mit unserer Biographie einen ganz anderen Weg einschlagen würde, den wir nicht akzeptieren könnten?
Da sind wir wieder bei einer Variante unseres Buches, nämlich unsere Biographie mit unterschiedlichen Lebenswegen zu zeichnen. Es gilt zu schreiben, ohne uns ablenken zu lassen.
Dies ist eines unserer ganz großen Lebensziele. Möge es uns gelingen.
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Kriegsenkel leiden oft unter seelischen Lasten, die sie nie selbst erlebt haben. Wie Traumata vererbt werden – und warum Albträume, Ängste und innere Leere oft ihren Ursprung in der Vergangenheit der Familie haben. Ein persönlicher Essay mit wissenschaftlichem Fundament.
Es gab schon lange keine Zeilen von uns. Zu viele Eindrücke und zu wenig Zeit machten eine Einordnung um sie niederzuschreiben bisher unmöglich. Aber es geht uns wirklich gut.
Bis zu einem nächsten selbst geschriebenen Beitrag hier ein Fundstück eines Blogger-Kollegen zum wichtigen Thema transgenerationale Traumata.
Herzliche Grüße an alle, die hier weithin lesen, obwohl es so lange still war und an alle die zufällig hier neu vorbei gekommen sind. Habt alle einen schönen Sommer.
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