Kieseltage
im Graswinkel
am Ufer,
wellengetaktete Zeit.
Kieseltage
im Graswinkel
am Ufer,
wellengetaktete Zeit.
Augen tasten den zärtlichen
Abdruck von Sichtbarem ab,
lautlose Sohlenspur
eines Augenblicks,
öffnende Baumkronen
unter fensterblauem Himmel,
Augenzwinkern
zuvorkommender Wässer.
Versternte Augenblicke
erzählen von einem Tag
wie von etwas lange Verlorenem,
beiläufig angrenzend
an eine halbvergessene Uferlinie.
Tastende Wellen
legen mit findigen Fingerspitzen
etwas auf den Sand,
der es bewahrt
wie ein tragendes Wort.
Vergleichslos bricht ein Morgen an,
hält eine Atempause,
und seit mir so der Tag begann,
ist er mir mein Zuhause.
Beiläufig geht ein Weg hinaus
wie auf die andre Seite,
und leise wird der Tag zum Haus
mit Fenstern voller Weite.
Allmählich wird ein Warten mir
zur wortelosen Schwelle,
der Abend mir zur letzten Tür
zur ersten Sternenhelle.
Und Sterne wie ein Ruhewort
von einem stillen Rufer,
und Sterne sind an ihrem Ort
und lauschend wir am Ufer.
Euch allen ein erfülltes, dankbares, glückliches neues Jahr!
Bette Dich in ein Bilderbuch,
das Dein Herz unter Dir aufschlägt
wie es geduldig die Seiten umblättert,
Deine in seine Hände einfaltet,
ein Erinnerungsblatt in der Mitte des Buches.
Seeoffenes Inneres
öffnet einen Augenblick,
Gespräche von Schweigen
zu Schweigen,
in, vor mir einvernehmliches Blau,
dies- und jenseits
einer lauschenden Brandung.
Erzählerisches Fallen der Blätter,
von Hand zu Hand gereicht,
uferwärts aufgenommen
von erinnernden Wässern.
Ein Loslassen fällt
blätterreich ins Land
unter einem Himmel
mit offenen Händen,
unlesbarem Blick
und fernenahem Blau.
Müheloses Loslassen
eines Augenblicks,
innerlich getaktete Zeit,
entwachsene Schritte,
in ihrer Mitte Geduld
eines wegvertrauten Zieles,
ein Überleben unser Weitergehen
im lauschenden Fallen der Blätter.