Das Schnürsenkel-Massaker

Vor vielen hundert Jahren lebte Berthold Bratfisch in dem kleinen Dorf Kellerbach, das heute als Berlin bekannt ist. Herr Bratfisch war handwerklich sehr geschickt und baute auf seinem Acker Hanfpflanzen in verschiedenen Farben an. Die Fasern verarbeitete er zu robusten Schnürsenkeln. Diese bot er feil und lebte sehr gut von seinem Einkommen. Als einst ein König ins Dorf kam und ein Paar der Schnürsenkel kaufte, wurden sie Herrn Bratfisch förmlich aus den Händen gerissen. Jeder wollte so gekleidet sein wie der König. Aus anfänglichen Streitereien entbrannte eine blutige Schlacht um die begehrten textilen Bänder. Sämtliche Einwohner Kellerbachs metzelten sich gegenseitig nieder. Am Ende blieb nur Oberbürgermeisterin Erna Niesbaum übrig. Sie erließ nach diesem tragischen Massaker umgehend das Gesetz, dass die nächsten 100 Jahre nur noch Schuhe mit Klettverschlüssen getragen werden dürfen. Ob das auch heute noch gegen Blutvergießen helfen würde? :)

Image

Die Bewohner Kellerbachs kämpfen um die Schnürsenkel von Herrn Bratfisch

©mauswohn

Bild: Stefan Lochner

Image

Mousepad für Gamer – hier erhältlich

Tempolimit – Ruth wills wissen

Irgendwo in den Bergen gibt es kleine beschauliche Dörfer. Natur, Tiere, Erholung. Doch die Idylle wird getrübt durch nimmermüde rasende Autofahrer, die mit 199 km/h über die Landstraßen brettern. Die Anwohner klagen über Lärmbelästigung und so manch totgefahrenes Haustier. Nun wurde seitens der Politik ein Tempolimit für die Straßen rund um die Dörfer festgelegt. 20 km/h sind nurmehr erlaubt. Doch Bewohnerin Ruth Rasserford ahnt, dass sich nicht alle Autofahrer an das Gesetz halten und weiterhin rasen werden. So will es die rüstige 79jährige wissen und stellt sich täglich mittig auf eine Landstraße, wo zahlreiche Unfälle zu verzeichnen waren. Halten sich alle an das Tempolimit, wird Ruth nichts geschehen, wenn die Autofahrer in Ruhe abbremsen, wenn sie der Rentnerin gewahr werden. Düst ein Rowdy mit erhöhter Geschwindigkeit um die Ecke, wird auch ein Tritt auf die Bremse nicht mehr ausreichen und Ruth landet im Jenseits. Die Vorstellung, dass der Temposünder anschließend vor Gericht landen wird, gefällt der guten Frau Rasserford. Dass sie hierbei das Zeitliche segnet, nimmt sie gerne in Kauf. Einen Tod muss man schließlich sterben. :)

Welches Opfer würden Sie für die Allgemeinheit bringen? :)

Image

Ruth wartet gespannt auf der Landstraße auf den ersten Raser, der sich nicht an das Tempolimit hält

©mauswohn

Bild: Ernst Fries

Image

Ostertasse im Strickmuster-Look hier erhältlich

Der ultimative Alleskönner

Bernhard Schussenried war ein gewiefter Händler. Er verstand es wie kein anderer, seinen Mitmenschen die unglaublichsten Utensilien zu verkaufen. So war er eines Tages wieder im Lande und führte dem König seinen „ultimativen Alleskönner“ vor. Ein Utensil, dass es in sich hatte. Es handelte sich um ein formschönes Schwert, das ebenso als Fliegenklatsche, Schminkspiegel und Bumerang diente. Jede dieser Funktionen führte Herr Schussenried dem ungläubigen König vor. Der staunte nicht schlecht und war drauf und dran, eine Wagenladung des Wundergadgets zu ordern. Doch als der Händler die Funktion der Fliegenklatsche vorführte, geschah das Missgeschick. Er fokussierte eine Stubenfliege am Hinterkopf des Müllers Reinhold Tunichtgut, welche er gekonnt ins Jenseits befördern wollte. Elegant holte Herr Schussenried mit seinem Alleskönner aus und ratsch … statt der Fliege hatte der werte Herr Tunichtgut das Zeitliche gesegnet. Der Händler schüttelte verärgert den Kopf. Doch der König nahm die Wunderwaffe trotzdem. Die Funktion des Schminkspiegels hatte ihn überzeugt. Herr Schussenried machte vorsichtshalber die Fliege. Hatte er doch mit einem zweischneidigen Schwert gehandelt :)

Würden Sie den Alleskönner kaufen? :)

Image

Herr Schussenried will die Fliegenklatsche an Herrn Tunichtguts Hinterkopf testen

©mauswohn

Bild: Stefan Lochner

Image

The Paradin Case – offiziell lizenzierte Alfred Hitchcock Fanart – hier erhältlich

Mona Lisas Spiegel

Irmtraud Kellermann liebt Antiquitäten und außergewöhnliche Sammlerstücke. Die 55jährige Düsseldorferin nennt rare Schätze wie Napoleons Trittschemel, Shakespeares Lockenwickler und Lincolns Comicsammlung ihr eigen. Vergangenes Jahr hat sich die gut betuchte Dame einen Traum erfüllt und den Spiegel der Mona Lisa ersteigert. Angeblich soll Mona Lisa täglich 7 Stunden vor dem Spiegel gestanden und so ihr einzigartiges Lächeln erhalten haben. Dieses Lächeln wollte auch Irmtraud Kellermann auf ihrem Antlitz sehen. Wurde sie doch im Freundeskreis als „Irmtraud, die Griesgrämige“ verschrien, da ihr die Mundwinkel stets nach unten hingen. So saß die Gute täglich 7 Stunden vor dem Spiegel und wartete auf positive Regungen ihrer Gesichtszüge. Nichts tat sich. Nach 11 Monaten hatte Irmtraud Kellermann die Faxen dicke. Erbost wendete sie dem Spiegel den Rücken zu und schmollte. Seither wird sie ihrem Spitznamen wieder gerecht :)

Wo ziehen Sie die Mundwinkel nach oben oder unten? :)

Image

Irmtraud wendet Mona Lisas Spiegel enttäuscht den Rücken zu

©mauswohn

Bidl: Max Beckmann

Image

Johann Sebastian Bach Mousepad – hier erhältlich

Tierisches Powernapping – eine Kurzgeschichte

Powernapping – einen kurzen Mittagsschlaf halten, um die Leistungsfähigkeit wieder anzukurbeln, ist beliebt. Auch im Tierreich wurde neuerdings beobachtet, wie sich Vögel dieser Tätigkeit hingeben. Immer wieder sieht man die gefiederten Tiere scheinbar leblos am Boden liegen. Sie entspannen in lässiger Pose, mal auf dem Rücken, mal auf dem Seitenflügel liegend und strecken ihre Füße von sich. Nach 15 Minuten heben die Vögel erneut ab und genießen den Tag. Damit nicht genug. Auch Obst und Gemüse haben sich den Mittagsschlaf im Tierreich abgeschaut. Immer wieder entdecken Gärtner schnarchende Äpfel und Birnen an Bäumen, was zu reichlich Irritation führt. Selbst im Supermarkt sind bei genauem Hinhören die Schlafgeräusche zu vernehmen. Ob die Lebensmittel deshalb besser schmecken, kann noch nicht wissenschaftlich bestätigt werden. Möglicherweise grassiert ein Schlafvirus, das ansteckend ….. chrr chrrrr chhrr … :)

Und wer genießt bei Ihnen eine entspannte Mittagsruhe? :)

Image

Ein Rebhuhn genießt einen entspannten Mittagsschlaf gemeinsam mit einer Birne. Die Schnarchgeräusche sind kilometerweit zu hören.

©mauswohn

Bild: JEAN-BAPTISTE SIMÉON CHARDIN 

Image

Krimi-Tasse im Stricklook – hier erhältlich

Sternzeichen Möbel – eine Kurzgeschichte

Gernot Krabbenbaum hat vor wenigen Wochen seine geliebte Susanne geehelicht. Familie Krabbenbaum ist seit mehr als 700 Jahren im Möbelgeschäft tätig. Die Fabrikantendynastie besitzt hohes Ansehen auf der ganze Welt. In jedem zweiten Haushalt ist ein echtes Krabbenbaum-Möbelstück zu finden. Die meisten wissen es nicht einmal. Während die Damen des Hauses für den Vertrieb der Möbel verantwortlich sind, befassen sich die Herren mit Astrologie. So besitzt die Familie seit Jahrhunderten eigene Sternzeichen, die, wie kann es anders sein, eine perfektes Ergänzung ihrer Firma bilden. Gernot Krabbenbaum ist Sternzeichen Sessel mit Aszendent Schrank. Seine Susanne findet sich als Hocker mit Aszendent Garderobenhaken wieder. Die ungewöhnlichen Möbelkreiszeichen sind der ganze Stolz der Familie. Haben auch Sie ein ungewöhnliches Sternzeichen, von dem Sie bisher nichts wussten? :)

Image

Gernot und Susanne heiraten vor ihrem Möbelhaus in Kalkutta

©mauswohn

Bild: gemeinfreie Abbildung

Image

Kissen in Strickmuster-Optik – hier erhältlich

Betty und der glitzernde Wal – eine fast wahre Geschichte

Betty ist 11 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in einer großen Stadt. Jedes Wochenende besuchen sie ihre Großmutter auf dem Land. Betty liebt das ruhige Leben und genießt eine unbeschwerte Kindheit. An einem schönen Sonntag spielte sie im Garten und sah, wie eine silberne Brosche in Form eines Wals an Omas Bluse im Sonnenlicht glitzerte. Betty war Feuer und Flamme. Die Brosche musste sie haben. Versonnen stand sie im Garten und träumte, wie wundervoll dieses Schmuckstück an ihrem Kleidchen aussehen würde. Das Mädchen konnte ja nicht ahnen, dass sich ihr Traum wenig später zu einem wahren Alptraum entpuppte. Ihre Oma stolperte über einen ihrer Rollschuhe und landete ungeschickt auf dem Boden, wo sich die Nadel der Wal-Brosche in ihre Brust bohrte. Die Oma war sofort tot. Der Arzt war Kleptomane und ließ die teure Brosche in seiner Tasche verschwinden. So waren Oma und Wal an dem schönen Wochenende für immer verschwunden. Seither ist Betty nie wieder Rollschuh gefahren und entwickelte sich zu einer berüchtigten Schmuckdiebin, die nie gefasst wurde. Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert? :)

Image

Betty ist sprachlos beim Anblick der herrlichen Walbrosche ihrer Oma

©mauswohn

Bild: Public domain

Image

Tasse in Strickmusteroptik – hier erhältlich

Der Straßenverkäufer – eine Kurzgeschichte

Konstantin Krause wuchs als Sohn eine Parkhausbesitzers auf. Der Vater verstieß den Jungen im Alter von vier Jahren, der fortan auf der Straße leben musste. Er schlug sich als Straßenverkäufer durch, indem er selbstgeschnitzte Vogeltränken und Handyhüllen feil bot. Die Jahre waren hart und Konstantin wurde mit zunehmendem Alter immer verbitterter. Als er 23 Jahre alt war, hatte er einen bitterbösen Hass auf das Straßenleben. Der Geruch von Teer und der graue Stein lösten Argwohn in ihm aus und er beschloss, Rache zu nehmen. Konstantin absolvierte in einem vierstündigen YouTube-Kurs das Abend-Abitur und legte am kommenden Tag die Diplomprüfung als Manager ab. Mit allen Raffinessen geschult, begann er nun, seiner Wut freien Lauf zu lassen. Des nachts schlich er auf die Straße und unterteilte sie mit Kreidestrichen in unterschiedlich große Stücke. Tags darauf verkaufte er die Straßenabschnitte an Passanten, Schulkinder und anlagefreudige Großaktionäre. Rasch kamen die Menschen auf den Geschmack. Jeder wollte ein Stück Straße sein eignen nennen und Konstantin wurde innerhalb einer Woche Multimilliardär. Seither boomt das Geschäft als Straßenverkäufer, das Herr Krause mittlerweile entspannt online betreibt. So wurde aus dem einstigen Straßenjungen ein geschäftstüchtiger Straßenverkäufer, der seinen Weg mit Straßen gemacht hat. Welchen Straßenabschnitt würden Sie ihm gerne abkaufen? :) 

Image

Konstantin Krause verscherbelt die Straßen quer durch Deutschland

©mauswohn

coffee mug in a trendy knitting pattern style. available at mausowhn.redbubble.com

Kaffeetasse in Strickoptik hier erhältlich

Fütterungszeit – ein wahres Märchen

In England sorgen Tauben momentan für Schlagzeilen. Häufig fallen die Vögel negativ auf, wenn sie Denkmäler beschmutzen und zu einer richtigen Plage avancieren. Doch nun wendet sich das Blatt. Vor einigen Tagen wurde beobachtet, wie Tauben dicke Brotstücke oder gar vollständig belegte Brote in den Park tragen und dort kleine Kinder füttern. Diese bleiben geduldig stehen und genießen die kulinarischen Gaben, die ihnen ordentlich mit Serviette dargebracht werden. Vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien finden hier ein wunderbares Angebot. Die ein oder andere Taube übt sich bereits im apportieren von Getränken, Pommes und Fish and Chips. Kinderfütterung ist der neue Trend und Tauben werden zu gern gesehenen Gästen. Ob dies Modell auch bei uns Schule machen wird? Was würden Sie sich servieren lassen? :)

Image

Kinder werden am Trafalgar Square von emsigen Tauben gefüttert

©mauswohn

Bild: Marion Queenie Kirker

Image

Italien Mousepad – hier erhältlich