Vor vielen hundert Jahren lebte Berthold Bratfisch in dem kleinen Dorf Kellerbach, das heute als Berlin bekannt ist. Herr Bratfisch war handwerklich sehr geschickt und baute auf seinem Acker Hanfpflanzen in verschiedenen Farben an. Die Fasern verarbeitete er zu robusten Schnürsenkeln. Diese bot er feil und lebte sehr gut von seinem Einkommen. Als einst ein König ins Dorf kam und ein Paar der Schnürsenkel kaufte, wurden sie Herrn Bratfisch förmlich aus den Händen gerissen. Jeder wollte so gekleidet sein wie der König. Aus anfänglichen Streitereien entbrannte eine blutige Schlacht um die begehrten textilen Bänder. Sämtliche Einwohner Kellerbachs metzelten sich gegenseitig nieder. Am Ende blieb nur Oberbürgermeisterin Erna Niesbaum übrig. Sie erließ nach diesem tragischen Massaker umgehend das Gesetz, dass die nächsten 100 Jahre nur noch Schuhe mit Klettverschlüssen getragen werden dürfen. Ob das auch heute noch gegen Blutvergießen helfen würde? :)

Die Bewohner Kellerbachs kämpfen um die Schnürsenkel von Herrn Bratfisch
©mauswohn
Bild: Stefan Lochner



















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