Jetzt läuft mein Instituionen-blog schon über drei Monate, aber die Resonanz ist eher mager. Muß man da einfach Geduld haben? Wie kann man Lehrer und Schüler für die Nutzung der neuen Möglichkeiten begeistern? Einzig und allein die DVD-Liste findet gelegentlich Zuspruch. Im Moment muss ich mich sehr motivieren, unverdrossen weiter zu schreiben. Von einigen Lehrern habe ich schon gehört, dass es einfach zu viele Infos und Nachrichten insgesamt an Schulen gibt. Schon möglich – aber ich hatte trotzdem gehofft, mit meinem Blog „nützlich“ zu sein. Denn auf der anderen Seite höre ich oft, dass die (Lehrer)-Kollegen gar nicht wissen, welche Materialien es in der Mediothek so gibt.

Der Web2.009 Kurs war wirklich enorm wichtig für mich – noch einmal einen großen Dank an unsere Betreuer.

Mit den Erfahrungen dort habe ich mich getraut, einen Blog für meine Schulbibliothek einzurichten. Natürlich gibt es noch viel zu verbessern, aber der Anfang ist gemacht. Wer Lust hat, kann mal hier schauen. Anregungen und Verbesserungs-Vorschläge willkomen!

Eine Facharbeit zu erstellen, die entsprechende Literaturrecherche zu leisten und dann den Text zu schreiben, möglichst mit korrekten Zitaten und Quellenangaben, ist für die meisten Schüler eine echte Herausforderung. Eine Anleitung für Studierende der Universität Augburg, die durch Videos aufgelockert ist, könnte auch für Schüler hilfreich sein. Die Online-Lernumgebung mit dem i-literacy möchte folgendes erreichen:

Das Projekt i-literacy unterstützt Studierende während ihres Studiums dabei, umfassende Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten zu entwickeln. Dazu gehören Fähigkeiten wie die effektive und effiziente Recherche, Themenbearbeitung und -eingrenzung, die Anwendung von Methoden für empirische Forschung sowie die korrekte Anwendung von Formalia.

Die Lernumgebung dieser Website gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens und helfen Studierenden dabei, Aufgaben des Studiums zu meistern. Zusätzlich kannst du die Frequently Asked Questions heranziehen.

via Start | i-literacy.

Dem Bedürfnis nach Flexibilität und selbstgesteuertem Lernen kommt das jedenfalls entgegen. Und nicht jede Stadtbibliothek hat die Ressourcen, spezielle Einführungen in die Recherche für die Facharbeit anzubieten.

Ich muss zugeben, mich faszinieren die Dinger. Ich weiß, es fehlt der Genuss am Material, am Papier, an der Form – nichtsdestotrotz halte ich sie für äußerst praktisch. Für die wissenschaftliche Buchlektüre und Bearbeitung versteht sich das ja fast von selbst, aber ich könnte mir auch vorstellen, die Urlaubslektüre per E-Book mitzunehmen. Noch werde ich mit der Anschaffung warten, weil meiner Ansicht noch zu wenig Titel zur Verfügung stehen und sich am deutschen Markt noch nicht wirklich ein Gerätetyp durchgesetzt hat. Wer mehr über die aktuelle Marktsituation wissen will, wird auf Spiegel online fündig.

Amüsant, was sich da Kollegen ausgedacht haben: auf den Video-Plattformen herumzustöbern macht definitiv Spaß! Noch habe ich kein Bücherwagenballett gefunden, aber ein Video, auf dass ich gerne hinweisen möchte:

.

Und auf gehts zu weiteren Neuentdeckungen…

Den Samstag habe ich auf der Buchmesse verbracht und es sehr genossen.  Diese Menge an Neuerscheinungen ist einfach inspirierend.  Ich habe sehr viele Titel gesehen, die den Bestand der Schulbibliothek gut ergänzen würden. Und interessante Autoren gesehen und gehört: Isabel Abedi, Marjolijn Hof, Burkhard Spinnen, Kathrin Schmidt und Ulrike Schweikert. Wider Erwarten begeistert bin ich vom Titel der diesjährigen Preisträgerin des deutschen Buchpreises:

Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht.

Image

Beim Durchsehen der Longlist und später der Shortlist war das kein Titel, den ich unbedingt lesen wollte, der Thematik wegen. Eine Frau erleidet eine Gehirnblutung, ist halbseitig gelähmt, leidet an Aphasie und Gedächtnisverlust. Stück für Stück kommen Erinnerungsvermögen, Sprache und Kontrolle über ihre Bewegungen zurück. Das Thema fand ich eher abschreckend. Bei der Lesung jedoch hat die knappe, lakonische Sprache, jenseits aller Sentimentalität, mich  in ihren Bann gezogen. Ich habe jetzt ca. ein Viertel des Buches gelesen und finde die Entwicklung der Handlung sehr spannend. Unbedingt empfehlenswert!

Sehr amüsiert habe ich mich bei „Müller hoch drei“ von Burkhard Spinnen. Zum einen, weil der Verfasser gut vorträgt, aber vor allem wegen der Geschichte, die er erzählt. Ein Kinderbuch für 11-13 jährige, würde ich schätzen. Bis Weihnachten fallen mir da sicher noch ein paar Zielpersonen ein…

Deutscher Buchpreis: Deutscher Buchpreis 2009: der Preisträger

14.00 Uhr, Lesezelt, Agora

Lesung und Gespräch mit dem Preisträger des Deutschen Buchpreises 2009.

Wir treffen also auf Kathrin Schmidt, die aus „Du stirbst nicht“ liest.

via Frankfurter Buchmesse – Veranstaltungstipps für Samstag, 17. Oktober.

Die Deutsche Nobelpreisträgerin hat ihr neuestes Werk schon auf der Buchmesse präsentiert:

http://snipurl.com/sjsqe [www_stern_de]

Eine interessante Materie, diese Wikis. Ich muss zugeben, dass ich mir die speziell bibliothekarischen Angebote vorher noch nie angeschaut hatte, das Bücherei-Wiki zum Beispiel. Auch hier gilt, dass man sehr viel Nutzen für die eigene Arbeit daraus ziehen kann. Beispiel: die Artikel zum Thema Volltextsuche oder zu Klassenführungen. Noch traue ich mich nicht, eigene Artikel einzustellen und surfe umher. Und natürlich will ich mich baldigst im bibliothek2.009-wiki melden.

Wieder mal eine Anwendung, die mir super gut gefällt! Und etwas für die Praxis: eine gute Möglickeit, Linklisten für Schüler bereitzustellen. Zwar habe ich bisher kaum etwas für die Herbstferien vor (nur einige Sachgruppen durchsehen und veraltete Titel makulieren und einen Blog einrichten und einige Tage Urlaub nehmen …), jedenfalls wird die Linkliste auf delicious auf die Liste gesetzt.

Leider bin ich im Moment mit den Schulbuchbestellungen und der Rechnungsbearbeitung und Einarbeitung der eingehenden Bände mehr als ausgelastet. So ist das halt in OPL’s: zeitweise prasselt die Arbeit nur so auf einen ein.

Jetzt nenne ich auch einen Twittter-Account mein eigen. Ich habe nach anderen Kursteilnehmern  und nach Schlagwörtern mit bibliothekarischen Bezug gesucht und „folge“ einigen. Allerdings – für mich ist twitter wegen der knappen Texte nur sehr begrenzt nützlich. Solche Kurzmitteilungen ersetzen für mich allenfalls die Sms mit dem jeweiligen Stand des Volleyball-Spieles meines Sohnes. Per twitter könnte man auf einen Schlag mehrere Interessenten mit Infos versorgen. Mir scheint die mobile Anwendung vom Handy aus sinnvoller, als vom eigenen PC aus zu twittern.  Eher würde ich bloggen. Und Infos, die einen größeren Personenkreis ansprechen, kann man sich im Netz anders ausführlicher besorgen.

Für Bibliotheken kann ich mir  eine „Erinnerungsfunktion“ vorstellen: schnell noch mal an die Lesung am Abend erinnern.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten