Die Weltwunder von Hessen

Beim Blick aus dem Fenster fallen mir die Sendungen gestern im HR ein. Als ob die Weihnachtsgutsel ihren Weg in die Vorgärten gefunden hätten blühen die Mandeln. Nein, ich muss dazu nicht nach Gimmeldingen fahren. Gestern abend zappte ich durch die Kanäle und suchte irgendetwas zu unseren Kommunalwahlen. Doch, wir sind auch Hessen. Also nix gefunden. Immer nur das absurde Getrete und Gejaule der schwäbelnden Alphamännchen, quasi vor den Pseudoruinen von Stuttgart 21, sorry, das wird wohl 2041. Von der weltweiten Politik und Kriegern nicht geredet. Und dann lief tatsächlich genau da die Sendung vom “hessischen” Welterbe des Oberen Mittelrheingraben. Vom HR reißerisch “Weltwunder” genannt. #hüstel. Und ja, da waren die Bilder von der Weinernte in Rüdesheim, direkt an den Steilhängen vor Burg Ehrenfels.

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Screenshot vom ARD-Beitrag “Weltwunder Hessen” Oberes Mittelrheintal”. Klick zur Sendung in der Mediathek.

Hei, da saß ich unten in Bingen, auf der anderen Rheinseite, und wartete auf des Mittagessen im Zollamt. Etwas früher schrieb ich das:

In einem anderen Land

Na ja. Halt etwas PR für Rüdesheim da im HR. Drosselgasse, ye know. Das Rheintal nur auf den hessischen Teil zu beschränken ist grazy. Sie entschuldigten sich sogar, weil sie auf die andere Rheinseite wechselten, um die “William Turner Route” zu zeigen. Kannte ich noch nicht. Interessant. Aber ehrlich HR. Rüdesheim ohne “Hildegard”?

Wege zu Hildegard, uralt dort in Rüdesheim.

Die Gegend dort hatte es mir angetan.

Bewerbung als Burgenblogger.

Egal. Gleich anschließend war der HR dann doch außerhalb. Tobi watzte durch die Weinstraße, Pfalz. (Dort ist auch bald Landtagswahl, aber da schwäbelt niemand, der Bohnebeidl-Innenminister passt auf.) Wie immer strahlt der Tobi und seine Begeisterung tropft aus allen Poren. Bei seiner Moderation zu “Europa Open Air 2025” schmolz er schier dahin. :) Egal, das war alles sehr vergnüglich. HR. Ach so ja. “Hessen lacht zur Fasenacht” war schwach desjoahr. Aber Tobi mit einer Gitarre ala “Lady Gaga”, hatte was.

Noch ein “Weltwunder” haben sie gesendet. “Kloster Lorsch”. Auch gut. Doch.

Aber das kennt hr ja auch von mir. :) Ist ja um die Ecke. Fahrradreichweite.

Poenia Lollipop und die Erwähner

Doch. War ein schöner Abend mit dem Hessischen Rundfunk. Muss auch mal gesagt werden. Man wird bescheiden. Immer noch besser als Krimis aus LA anzuglotzen. (Lampertheim ist nicht gemeint)

Dusmo der Frühling

Der Frühling draußen vor dem Fenster erwacht ganz dusmo, leise, schickt seine Pollen durch die Lüfte. Das Elysium träumt von Atomen, Bomben und verdammten Kriegen. Fenster sind geschlossen. Keine Schreie legen sich über die Klänge von Chopin. Der Gekreuzigte an der Wand summt seinem Parzival entgegen. Bühnengeweihe. Brünfte schießen aus allen Rohren dem Mare Nostrum entlang. Golfen, Golf, gegolft. Blau der Himmel, kleine süße Raketen zischen zwischen aus Sand und Gekuller hinaus in die weite Welt. Arme Touristen fliegen und fliegen. Der Dax grölt, tanzt die Ölgeweihte.
Niemand schert das Kollateral. Gestorben werden muss. Völkerrechte pflanzen Unkraut zwischen die Pflüge. Leise schere ich meine Haare. Dort oben, der Rauch, das himmlische Kind.

Hamlet im Mannheimer Morgen zur Nacht

Titelbild: Screenshot meiner Aktivitäten im Browser zum Lesen der Regional- Medien.
Nein, ich war nicht in der Premiere von Hamlet im Nationaltheater Mannheim am Freitag.  Bei Premieren besteht immer die Gefahr Kritikern zu begegnen. #augenroll. Und überhaupt sind die Stücke meist besser zu konsumieren, wenn sie eingespielt sind.

Ich habe allerdings auch die Gewohnheit spät zur Nacht noch durch meine Lesezeichen zu hangeln. Unter Kultur und Mannheimer Morgen finden sich dann auch die Rezensionen zu Theatergedingsen. Ja, ich lese den Südhessen Morgen inzwischen einzeln nach Rubriken. Im Firefox schön unter “Alle in Tabs öffnen”. Ganz legal und bezahlt das. Tolles Angebot der Haasgruppe. Was muss ich alles lesen, was die Funke-Gruppe da in den Mantel schreibt? Guckt:
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Zweiter Feiertag

[update aus 2009]
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Zweiter Feiertag nur. Das höre ich jetzt schon seit es mich gibt. Der 26.12. ist nur der 2. Feiertag. Selbst meine Cousins zu Ostern und Pfingsten sind keine 2. Feiertage, da der Festtag dort immer ein Sonntag ist. Ich bin nur der 2. Feiertag. Das kleine Schwarze hängt auf dem Balkon zum lüften, zu Mittag gibt’s die Reste der letzten 2 Tage, alles hängt herum und selbst der Baum beginnt zu nadeln. Das hat mich schier zum Wahnsinn getrieben, bis mir die Erleuchtung kam.
Morgens in aller Frühe ist es über all ruhig, die Autobahnen summen weniger, alles schläft, nur der mikel wacht, der STILLE Morgen ist am 2. Feiertag, versteht Ihr? Am 2. Feiertag kann man ganz unhehre Dinge wieder tun, keiner verlangt, man solle feierlich oder gar GEMÜTLICH sein. (Was genoss ich die x.te Wiederholung der Hoppenstetts von Loriot…. ) Jeder darf tun und lassen was er will, bis auf die armen Würstchen im Dienstleistungsbereich.
Nur auf den Autobahnen spät wird es ungemütlich. Da wird zurückgerast. Weihnachten ist doch das Fest der Familie, da muss man sich doch besuchen und wenn es nur auf den endlosen Staus unserer Verkehrskriegsplätze wär, Mobilität ist alles, wir haben doch den mp3/4/dvd-Player on board. Ich frage mich immer wieder, wie viele Kleinkinder Weihnachten hassen werden, nur weil sie schon im Wickelalter beständig hunderte von Kilometern von Opa zur Oma fahren mussten.
Ich bin der 2. Feiertag, der eigentliche. Die Kinder spielen mit dem neuen Spielzeug, Papa auch, Mama erholt sich vom 10-Gänge-Menü und die älteren Kinder können endlich auch mal wieder, weil die Anwesenheitspflicht gelockert ist. Jeder kann endlich feiern, wie ihm der Sinn steht, was ersie denn unter Feiern versteht austoben, aber pssttt… veraten Sie’s niemand, sonst wird auch das zur Tradition und alle müssen machen, was sie wollen, ob sie wollen oder nicht. Das ertragen die wenigsten. Glauben sie nicht, warum braucht sonst die Menschheit im Urlaub Animateure ?
Ich bin der Animateur-freieste Tag des Jahres, der zweite Feiertag. Ich überlasse den ganzen feierlichen Käse gerne dem 1. samt dem ach so heiligen Abend davor. Com’n babe, ich bin der 2. Feiertag, let’s dance and shout and write.

Living Christmas

Living Christmas geht dieses Jahr Montag los.
Langsam kommt die Truppe zusammen. Wir machen das jetzt schon seit 3 Jahren. Living Christmas. Wie Big Brother nur live, im Stall meines Bruders, der nach der letzten Schweinepest die Landwirtschaft aufgab und jetzt ein Landautorenschule führt. In 2 Wochen zum fertigen Landroman.
Dabei sah es nicht gut aus, bis zur letzten Minute war unklar, ob wir das Projekt auch dieses Jahr durchziehen sollten. Wir haben nämlich ein Forum. Sie wissen schon so ein Dings im Internet zum Diskutieren. Wie in jedem Forum, fast jedem, gab’s Knatsch. Gabriel wollte dieses Jahr als Hl. Geist auftreten und mich real
schwängern, das heißt nicht wirklich schwängern aber mit mir öffentlich schlafen. Sagte ich schon, dass ich Maria heiße und Maria spiele?
Ich wurde bissig. Spukte und trat. Ich dachte nicht daran jemals wieder mit Gabriel zu schlafen, ob als Engel oder Geist getarnt, das war vorbei, all over now
baby blue. Ich liebe Josef und ich liebe ihn, wie ich will, so oft ich will, wann ich will, von mir aus auch im Stall, aber dann wäre doch die Story am Arsch, oder?
Sagte ich schon, dass mein Mann Josef heißt und Josef spielt? Ich musste sehr grob werden und Gabriel raten, er solle sich seine Flügel anziehen und Vöglein
vögeln, wenn er denn könne. Er wurde abgelenkt, ich nehme an eine der Hirtinnen hat ihn abgelenkt, wir haben keine Hirten, wir haben Hirtinnen im gleichen kurzen Gewand und bloßen Schultern und manchmal mehr, Sex sells.  Als ob wir wirklich Theater wären. Genderkram halt.

Und dann geht es Montag wieder los. Wir versammeln uns im Stall und spielen die Weihnachtsstory bis zum 24. Live improvisiert. Verkündigung (das
macht Gabriel sehr anzüglich und mit hämischen Gesichtsausdruck zu Josef hin, SUPER macht er das).
Diskussionen ob wir heiraten sollen oder nicht, Eifersuchtsszenen, die dämliche Volkszählung und der schwule Herold, dem sich Josef fast nicht erwehren
konnte, die Reise nach Jerusalem, mit Stühlen, so als Gag, die Herbergssuche, die Geburt ohne Kreißsaal, die heiligen 3 Könige, samt Gefolge. Außer Gabriel, Josef
und mir sind das alles Komparsen aus diesem unsäglichen Kaff hier und keine KINDERARBEIT, wir verwenden eine Christmas-Barbie aus Hongkong.
Und die Viecher stammen aus den Restbeständen meines Bruders. Living Christmas. Das bringt’s.
Ernährt uns schon 3 Jahre lang. Nachts kostet der Eintritt sogar 35 €. Bezahlen die Spanner, die sehen wollen, was denn Josef mit Maria wirklich treibt.
Das ist hart, nix zu treiben 24 Tage lang. Aber wir haben ja auch 2 Stunden zu am Tag, zum Duschen und so. Von 11-13 Uhr pausiert living Christmas, bis zum 24. Kommt ihr auch? Dann singen wir auch, begleitet von Puremaff. Halleluja.
Es soll dieses Jahr Döner auf dem Felde geben. Von den Lämmern der Hirtinnen und am 23.12. Kamelbraten

Dammbruchargument

ist eine mögliche Deutung für Slippery Slope, sagt Wikipedia.
tl:dr.

Ich war im Theater. “Slippery Slope” Nationaltheater Mannheim, das immer noch saniert wird, also auf Franklin. Zweimal. Erst in der Sneak. Ich berichtete auf Bluesky, meinem Ersatz für Twitter.

Theatercafé. NTM im Alten Kino.Warten auf die Sneak.

mikelbower (@mikelbower.bsky.social) 2025-11-05T17:18:58.775Z

 

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In die Sonne gebohrt, Port25

Wieder wurde ich aus dem Haus getrieben, es wurde gebohrt und drüben legten sie Glasfaser. Das Wetter sollte regenfrei bleiben also wollte ich zum Port 25 im Jungbusch, bei der Popakademie, an der Teufelsbrücke. Da geht der 61er Bus direkt vor die Tür. Ich muss lernen auch die Busse zu benutzen. Immer der Hafenstraße entlang. Die kenne ich aus einem anderen Leben, aber das ist eine andere Geschichte.
Wieder hatte der Kunstblog Mannheim vorgelegt.
https://www.kunstblog-mannheim.de/2025/09/16/michael-volkmer-mannheimer-midcareer-award-fuer-bildende-kunst-port25-mannheim/ In die Sonne gebohrt, Port25 weiterlesen

Die Nachrichten gibt es nur noch im Stehen

Worte klappern aus Tasten. Was tippen Schauspieler in die Serien, filmen sich? Niemand sieht es und der Publi:kum denkt. Sich. So viele Worte, Unsinn. All diese Worte. Tasten. Dann braucht es eine Grafik. Die Nachrichten gibt es nur noch im Stehen. Im Umherwandeln. Ja, ja, der Wandel allerorten. Vor, neben, hinter riesigen Tischen. Alles ungeheuer bedeutend. Was steht wirklich auf den Karten mit den Senderlogos? Die Liste der Seepferdchen-Inhaber in der Redaktion? Niemand weiß es genau. Ich schreibe mit Füller auf meine Karten. Laufe schwafelnd in die Küche. Verkünde den unbehandelten Zitronen die Gedanken der Landschraten und Kandisbunzler. Auf der Karte steht ein Rezept zum Vorschäumen von angebrannten Hummer. Zwei Pfund Kohlen, unglühbar. Neue Karte, neues Glück. Lich. Immer Lich. Was bitte ist Gemütlichkeit? Mein Gemüt auf Karte 3. Gewälzt in Tannenbaumkrokant. Leere Karten. Was will ich mir damit sagen? Ob ich bis zum Ende noch so viele Karten brauche? Werden solche Karten an der Börse gehandelt? Die Leeren abstoßen? Der KI schenken? Braucht die KI meine Karten? Mein Staubsauger saugt auch KI aus meinem Bett.
Welche Karten halten Schauspieler im Bett? Mein Füller ist leer. Bald gedichte ich auf meine Karten. Gibt es schon Rezensionen zu den Kartenlogos? Alle Designer kleckern hoch, hoch, hoch.
Ich lebe. Doch. Noch.

Samstags Kunst fressen und shoppen

Ein Protokoll. In der Nachbarstadt ist auch Heimat, gell.

Ich war schon lange nicht mehr Samstags in Monnem unterwegs, als Rentner ist Werktags mehr gatting. Aber im Haus tobte ein Kindergeburtstag. Es war gut voll in den Planken und Umgebung am 27.9.25. Zuerst das Mittagessen vor der Zentrale in N4, dort standen schon die Waldhof-Fans 3 Stunden vor Beginn des Hochrisikospiels und glühten vor und wie. Letzte Woche nach der Csárdásfürstin im der Opal bemerkte ich in der Straßenbahn, wie angenehm dagegen die Eishockeyfans sind. Die Operette muss ich nicht noch einmal sehen, btw. Ich hatte etwas vor. Erst Impressionisten gucken in C4, im REM. Dann Expressionisten betrachten in der Kunsthalle am Friedrichsring.
Alles dicht an dicht, Straßenbahnhopping. Morgens schon den Museumspass verlängert, dehoam. Der Online-Pflicht genüge getan. Samstags Kunst fressen und shoppen weiterlesen