Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvester

1. Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jeus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

6. Der du allein der Ewge heißt
und Anfang Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten;
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.
(Jochen Klepper, Ev. Gesangbuch Nr. 64)

Mit diesen Versen wünsche ich Euch allen einen gesegneten Übergang in das Jahr 2010!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zwischen den Jahren

Zähne sind wieder ok.
Keilriemen ist erneuert. Ich konnte darauf warten. Habe währenddessen nebenan im Aldi mit dem Bruder Superintendenten ein Schwätzchen gehalten. Die Angestellten in Tankstelle und Werkstatt bekamen von mir einen kleinen Nachweihnachts- und Vorneujahrsgruß. Ich bekam dafür einen Kaffee ausgetan. So machten wir uns gegenseitig Freude.
Das Fürbittengebet für morgen ist vorbereitet.
Für die Gemeindefeier morgen ist eingekauft. Ich habe versprochen eine Fischplatte herzurichten und mitzubringen.
Die neuen Herrnhuter Losungen sind gedownloaded und auf dem PC installiert.
Das Gebetsanliegen des Monats ist geschrieben und ausgedruckt. Muss noch auf die Homepage.
Die Gebetsmails sind raus.
Die Geburtstags- und Weihnachtsmails sind alle beantwortet.
Die Post auf dem "Landweg" muss noch beantwortet werden.
Die Termine für das neue Jahr sind noch nicht in den neuen Kalender übertragen.
Die Wohnung ist leicht verstaubt.
Mit dem Nachbarn von oben wegen merkwürdiger Rohrgeräusche palawert.
Die Nichte braucht Unterlagen für die Steuererklärung. Der Papa keine Zeit sie zu suchen. Die Tante hat die Unterlagen auch. Sie sucht.
Und so weiter und so fort.
"Zwischen Weihnachten und Neujahr", sagte mein Vater immer, "steht die Zeit still."
Ich merke davon nichts. Für mich rast sie.
Doch ich genieße sie auch, diese Tage, lege bewusst immer Pausen ein um Stille zu haben, zur Ruhe zu kommen. Drum schaffe ich auch nicht alles, was ich gerne tun wollte. Doch das ist ok.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Quietsch

Das ist das Geräusch, dass ich nunmehr seit Tagen regelmäßig höre, wenn ich mein Auto nach der Nacht anlasse. Es quietscht. Den ganzen Tag über sonst nicht mehr, nur wenn das gute Stück mindestens 20 bis 24 Stunden steht. Da ich bald wieder mit dem Dienst in der Notfallseelsorge dran bin also lieber mal nachsehen lassen. Der Meister an meiner Tankstelle, die auch eine kleine Werkstatt hat, der hat natürlich Urlaub. Aber ein Lehrling ruft ihn an. Nach Handyanweisung wird der Keilriemen geprüft, für gut, aber nicht für sehr gut befunden. Und was tut der Meister? Er lässt per Handybefehl meinen KFZ-Schein fotokopieren, einen neuen Keilriemen bestellen und kommt morgen in die Werkstatt, um ihn einzusetzten. Ich soll morgen mein Auto vorbeibringen.
Er kommt nicht nur wegen mir, nein. Er wollte sowieso morgen, in seinem Urlaub, für einen Freund was am Auto schrauben.
Ich staune mal wieder über Gottes Timing.

Montag, 28. Dezember 2009

Stummer Gruß

"Warum sind Sie nicht schon gestern schon gekommen?", das fragt die Zahnärztin heute Morgen.
Wie? Gestern war doch Sonntag. Na ja, die Lieben hatten Notdienst. Und heute war die Praxis wieder regulär auf. Und nun bin ich wieder schön, musste nur 3 Stunden auf die Bearbeitung im Labor warten. Ich bin in der Zeit nach Hause gegangen. (Vorteil bei Zahnersatz.) Meine Zeitgenossen habe ich stumm mit hoheitsvollem Nicken gegrüßt.
Und nun strahle ich wieder in voller Schönheit.
Andy, ich drücke die Daumen, dass bei Dir auch alles gut geklappt hat.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Schön hässlich

Eine nette Mitarbeiterin aus dem Seelsorgeteam bot mir heute Morgen ganz liebevoll an, sie wolle den Seelsorgedienst für mich übernehmen. Warum? Mein abgeplatzter Zahn (die Lücke) sähe doch nicht gut aus. Das störe mich sicher. Klar stört es mich, aber es verunstaltet mich doch nicht. So ist eben das Leben. Ich sehe nicht perfekt aus, aber ich bin nicht krank. Und wie hässlich ich bin, das liegt im Auge des Betrachters. Ich kann damit leben. Und diejenigen, die in die Seelsorge kamen wohl auch.
Nett und aufmerksam war das Angebot von ihr. Doch ihr Mann und ihre Tochter warteten schon und sie wohnen in einem anderen Ort, kommen immer von auswärts.
Mein Ärger über den "verlorenen Zahn" war verraucht, als ich mir ins Gedächtnis rief, welche Nöte einige aus unserer Gemeinde gerade durchmachen. Da werde ich ganz klein.

Samstag, 26. Dezember 2009

Pech

Und plötzlich war sie ab, die Verblendung vom Schneidezahn. Nun sehe ich leicht hexenmäßig aus. Klappe halten geht nicht, habe morgen Seelsorgedienst.
Ich sollte besser bei der Schwester nicht in ein Berliner Brot beißen.
Hoffentlich hat die Zahnärztin zwischen Weihnachten und Neujahr ihre Praxis geöffnet.
Da kann ich mir mal selber die Daumen drücken.

Leben in der Bude

Sie schwirrten herein, gestern nach dem Gottesdienst, bepackt mit Tüten und Päckchen. Die Freundin der Schwester mit ihren Söhnen und Besuch waren von Haiger gekommen. Schwester, Schwager, Neffen (einer mit Freundin), Nichte, Einstein, der große Hund. Ausgehungert waren sie alle und sie freuten sich, sichtbar und hörbar. Wir "Erwachsenen" (ich bin 15 Jahre älter als die älteste Erwachsene unter uns) waren in der Unterzahl. Das Jungvolk (ab 24 abwärts) gab den Ton an. Nach herzhaftem Gebet gab es fröhliche Unterhaltung, und es gab noch mal Bescherung mit vielen humorvollen Überraschungen. Wie sich das Jungvolk mit seinen Geschenkideen gegenseitig liebevoll auf die Schüppe nehmen kann ist unglaublich. Ich liebe sie, alle, auch den betagten Einstein.
Und die Lieben haben sich wohl gefühlt, sonst wären sie nicht bis weit in den Abend geblieben.

Noch setzen wir die Tradition aus dem Elternhaus fort. Ebenso wie bei unserem Samstagsfrühstück trafen wir uns immer alle am 1. Weihnachtstag nach dem Gottesdienst bei den Eltern und verbrachten den Tag dort. (Heilig Abend auch, so lange wir noch zu Hause wohnten.) Als unsere Mutter heimgegangen war, wollte Vater das gerne beibehalten und ich übernahm die Hausfrauenfreuden (mit Vaters kräftiger Unterstützung). Nach Vaters Heimgang am 1. Advent 2000 hatten die Lieben den Wunsch, dass dieser Brauch bei mir weitergeführt würde (wie das Familienfrühstück am Samstag). Ich genieße es. Wenn das Jungvolk erst einmal berufsbedingt oder auch familienbedingt irgendwo auswärts weilt oder den Interessen der jeweiligen Partner nachkommen will und muss, dann wird es anders werden. Darum genieße ich das Geschenk der Gemeinschaft ganz besonders und danke Gott immer wieder, dass ich das innerhalb der Familie und in Frieden erleben darf. Das ist wahrhaftig nicht selbstverständlich.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Liebe

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Gesegnete Weihnachten

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Erledigt

ist so manches. Ich auch!!!
Die Päckchen sind hier in der Stadt abgegeben. Die anderen sind gepackt, warten hier im Arbeitszimmer auf Weihnachten. Der Baum steht. Er ist geschmückt. Die Bude ist einigermaßen sauber. Das Fleisch ist eingelegt, kann morgen angebraten werden. Heilig Abend bin ich nach dem Gottesdienst bei der Schwester. Am 1. Weihnachtstag kommen meine Lieben samt Freunden nach dem Gottesdienst bis zum Abend zu mir. 12 Leute an der Zahl und ein großer Hund. Fröhliche Weihnachten. Ich freue mich drauf.
Doch jetzt bin ich erst einmal erledigt. Die Beantwortung der Geburtstagspost muss bis nach Weihnachten warten.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Irmchen

So nannte mein Vater sie. Ich habe heute meine Patentante besucht. Im kommenden Januar wird sie 90 Jahre alt. Sie ist putzmunter (zurzeit) und ganz schön kregel. Wir haben viel erzählt und gelacht und mussten wirklich aufpassen, dass wir gegenseitig zu Wort kamen.
Sie schmeißt den Haushalt, bekocht den Sohn. Der hat sein Atelier im gleichen Haus. Also, wenn ich mal so alt bin (vielleicht holt mich Gott früher heim), dann möchte ich das wohl auch machen können. Wobei das mit dem Sohn bekochen schwierig wird, ich habe keinen.

Sonntag, 20. Dezember 2009

4. Advent

Image Es schneit und schneit ohne Ende. Der heftige Wind treibt den Schnee in alle Ritzen. Die Fenster und Türen zur (überdachten) Terrasse sind zu einem Drittel zugeschneit. Abfegen, damit die Rolladen schließen.
Schnee schippen ohne Ende, weil die Verwehungen ein normales Gehen schwer machen. Ich bin gut geschafft. Und ich bin dankbar für die warme Wohnung. Für die Stille, die Gemütlichkeit. Ich habe heute das Daheimsein und Alleinsein genossen, zwischen Schippen und Schreiben.
Jetzt ist's von beidem genug, erst einmal.
Ich freue mich jetzt auf's Kerzen Anzünden und einen muckeligen Abend.

Samstag, 19. Dezember 2009

Und ich dachte noch

... ich könnte alles in Ruhe vorbereiten. Pustekuchen. Ne Stunde Schnee schippen war nämlich nicht eingeplant. Es schnibbelte auch nur leicht. Aber am Nachmittag schneite und wehte es heftig. Und Nenne musste hinaus und ran - Weg zur Haustür und Einstellplatz freischaufeln. Also Herdplatten runter schalten, Suppe noch mal durchrühren und dann dick einmummeln und los.
Den Weg hätte ich mir sparen können, der war schnell wieder zugeschneit. Der Einstellplatz wurde dank Schwagers großem Auto einigermaßen frei gehalten. (Da musste ich heute Morgen nicht viel tun. Dafür hatte es die Einfahrt und den Weg wieder heftig erwischt und verweht.)
Gestern Abend taperten die meisten meiner Gäste zu Fuß an, selbst die schlimmsten "Fußgehmuffel". Es war aber auch ein zauberhafter Abend. Knackekalt. Sternenklar. Tief verschneit.
Ach so, bei mir war es auch zauberhaft! Es kam mir jedenfalls so vor.

Abschied auf Zukunft

Image Er war ein Freund. Die beiden kannte ich schon als ganz junge Eheleute, als sie zum Glauben kamen.
Vieles haben sie bewegt, in unserer Stadt, in ganz Deutschland. Sie eckten auch an, in frommen Kreisen, in weniger frommen Kreisen. Sie wagten neue unkonventionelle Wege der Verkündigung.
Die Danksagung seiner Familie stand heute in unserer Zeitung aber auch in der überörtlichen Presse. Sie hat mich bewegt und beeindruckt.
Welch ein Zeugnis.

Freitag, 18. Dezember 2009

Heute

Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind.
Josua 24,17
Jesus betete: Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren.
Johannes 17,12

Die Tageslosung heute ist wie für mich gemacht und gilt doch allen, die ihr Herz für Gott und Jesus geöffnet haben.
Er hat mich behütet, er hat mich bewahrt. Und er hatte viel zu tun mit mir. Das hat er immer noch. Er lässt mich nicht verloren gehen.
Danke Herr für diese Zusage an heutigen Tag.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Gedankensplitter

Image Nicht weil ich wertvoll bin liebt Gott mich.
Ich bin wertvoll, weil Gott mich liebt.

Angebot

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Samstag, 12. Dezember 2009

Heute Morgen

... brachte mir die Schwester zum Frühstück einen kleinen Engel mit, der diese kleine Karte in der Hand hielt.Image Auf der Rückseite steht der Text:



Jedes Kind verändert das Leben.
Der Eltern.
Besonders nachts.
Dieses Kind
verändert alles.
Tag und Nacht.
Denn dieses Kind ist
Gott.


(Jürgen Werth)





Dieses Kind verändert mich immer wieder neu, jeden Tag, jede Stunde, weil es mein Herr und Heiland geworden ist, schon vor langer Zeit, und doch jeden Tag neu.
Ich freue mich über das Kärtchen, dass in so moderner Weise die Weihnachtsbotschaft zeigt.
Fantasie für Gott!

Freitag, 11. Dezember 2009

Ich wollte nur

.... tanken. Die Hauptverkehrsstraße dorthin ist seit Monaten Baustelle nur einseitig und nur mit 30 kmh befahrbar. Gerade drin in der Baustelle mit zig anderen Autos ging das Martinshorn. Hinter mir ein Krankenwagen. Ich konnte nicht rechts, nicht links, nicht vorwärts und rückwärts schon gar nicht. Die Anderen auch nicht. Nichts ging, außer dem Martinshorn. Dann fing das Gehupe an, damit der Fahrer am Anfang der Schlange vielleicht mal schneller als 30 fährt, damit wir rauskommen aus der Baustelle und zwar mit Tempo. Die Straße ist lang und die Zufahrt zum Klinikum. Mir ist in dieser Situation erst aufgegangen, wie schwierig die Situation für Kranke und Rettungskräfte ist. Nun bete ich, dass diese Baustelle zügig fertig wird.
Überhaupt sind um mich herum nur Baustellen. In der Zeitung steht, man soll sie weiträumig umfahren. Das kann ich nicht, ich bin mittendrin in allen. Ich kann nur mit dem Hubschrauber in die Luft gehen, um das alles weiträumig zu umfahren. Nette Empfehlung!
Wie gut, dass ich vieles zu Fuß erreichen kann.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Nähe

Image Der Himmel kommt zur Welt.
Gott betritt unsere Straßen,
Werkhallen, Büros und Küchen.
Gott betritt unseren Alltag.
Und bringt Geschenke mit.
Jede Menge.
Liebe. Hoffnung. Sinn.
Gott ist da.
Wir feiern Weihnachten.
(Jürgen Werth)

Dienstag, 8. Dezember 2009

Wie? Was?

Am Telefon heute Morgen um 8.00 Uhr: "Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag. Ich wünsche Dir alles Gute." Hääää? Ich habe doch gar nicht Geburtstag. Da hat sich die Liebe im Datum verguckt. Der Anruf tat trotzdem gut.

Montag, 7. Dezember 2009

Artikel LN

Gegen Ampelmasten: 32 000 Euro Sachschaden

07.12.2009 · LÜDENSCHEID - Eine 40-jährige Lüdenscheiderin ist am Samstag gegen 22.45 Uhr mit einem Fiat Punto gegen den Ampelmasten an der Hochstraße in Höhe der von-der- Marck-Straße gekracht.
Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von rund 32000 Euro, 7000 davon an dem Fiat, der abgeschleppt werden musste. Der Mast wurde aus der Verankerung gerissen und war komplett kaputt. Die Frau war Richtung Bräuckenstraße unterwegs, als ihr, so sagte sie zunächst aus, in der Linkskurve der BMW eines 24-Jährigen auf ihrer Fahrspur entgegengekommen sei und sie habe ausweichen müssen. Der Lüdenscheider gab allerdings an, sie sei von der Straße abgekommen und habe nach dem Unfall gerufen: "Meine Schuld, meine Schuld." Das bestätigte auch seine Beifahrerin, die gemeinsam mit ihm habe erste Hilfe leisten wollen. Die 40-Jährige klagte über Brustschmerzen, wollte aber nicht ins Krankenhaus, sondern selbst einen Arzt aufsuchen, teilte die Polizei mit.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Nikolaustag

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Der Nikolaus und seine Helferin

Rappelvoll

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.... war der Gottesdienst heute. Die Leute standen bis zum Flur hinaus. Ein ganz normaler Gottesdienst! Was die Lieben nicht wussten, sie wurden am Eingang von der Pastorin (das ist üblich) und vom Nikolaus begrüßt. Der schenkte jedem eine kleine Süßigkeit.

Es sang unser Frauenchor. Einige der Sängerinnen sind inzwischen so alt (lange dabei), dass sie nicht mehr stehen können. Für sie wurden einfach zwei Stühle vor den stehenden Chor gestellt, darauf konnten sie sich setzen.

Für zwei Geburtstagskinder wurde das Happy Birthday gesungen. Eines der Geburtstagskinder wollte gerne einen Lobpreis mit der Lobpreisband singen, hatte das vorher erbeten. Und dann sang er: Jesus ich trau auf dir, du bist immer da für mich ...! Immer wieder kam dieser Refrain und er sang ihn herrlich grammatisch falsch. Mit Schmunzeln und Beifall wurde er bedacht. In unseren Gottesdiensten wird viel geklatscht als Ausdruck der Freude und des Dankes.

Unsere Jugend wurde beklatscht, weil sie in einer langen Nachtwache den Weihnachtsmarkt bewacht hatte. Es war eine sehr nasskalte Nacht.

Von der Verkündigung (Predigt) habe ich dann nicht so viel mitbekommen, kümmerte mich um unsere "Pendler" die immer raus und rein pendeln, weil sie zwischendurch frische Luft brauchen, ihnen schlecht ist oder sie eine Zigarette rauchen müssen (Obdis). Doch Lieder, Liturgie und alles was sonst so geschah, war schon Verkündigung pur.
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Ach ja, und heute Morgen hing an meiner Haustür eine Tüte mit einem Filz-Nikolaus und einem Gott.net-Kärtchen drin. Das hatte mir die Schwester um 5.00 Uhr an die Tür gehängt, als sie auf ihrer Nikolaustour durch die Gemeinde sauste (Und ich wohne weit außerhalb der Kirchengemeinde!!!). Wenn das nicht Schwesterliebe ist.



Rums

Schon wieder hat es gekracht. Und zwar fürchterlich. Ich schoss gestern Abend um 22.00 Uhr vom Sofa hoch. Ein Auto war vor meiner Haustür mal wieder aus unserer Kurve geflogen und vor die große Bogenampel gekracht. Kein Personenschaden - ein Wunder - da hat Gott die Arme ausgebreitet. Das Auto auf der rechten Beifahrerseite total eingedrückt und qualmend. Die Leuchtenaufhängungen der riesigen Ampel samt Leuchten auf die Straße gekracht. Polizei, Feuerwehr, Abschlepper und Ampelfirma hatten bis weit nach 24.00 Uhr zu tun. Nur Blechschaden. Gott sei dank, der hier vor Menschenschaden bewahrt hat.
Gott muss allerdings noch Überstunden schieben, denn morgen müssen die Grundschulkinder wieder über die Hauptverkehrsstraße und das ohne Ampelhilfe. Ich kann nicht immer dort stehen und sie sicher über die Straße führen.

Samstag, 5. Dezember 2009

Gefoppt

Nun regnet es. Die Schneehaube auf dem Dach des Nachbarn schmilzt dahin. Schade.
Und meine Minibesetzung lässt auf sich warten. Wahrscheinlich wird sie noch "miniger".
Bin gespannt, ob überhaupt jemand kommt. Zumindest die Schwester wollte es.

Es schneit

Gerade fängt es an zu schneien. Zwar noch in fiselig kleinen Flocken, aber immerhin. Und wir haben heute und morgen Weihnachtsmarkt rund um unsere Kirche. Das passt doch. Hoffentlich geht nicht nachher alles in Regen über.
Und in 5 Minuten kommt eine Minibesetzung zum Familienfrühstück.

Freitag, 4. Dezember 2009

Griechische Längenmaße

Der Nachbar von oben, der mit der Schüssel, schellt. Er will von meinem Garten aus an seinem Balkon eine SAT-Schüssel anbringen.Eigentlich schon vor einer Woche, doch da ist sein Helfer (und Bohrer) krank geworden. Die lange Leiter wollte er selbst mitbringen. Tja, da standen sie, mir zwei Koffern voller Technik und einer normalen Haushaltsleiter. Ab ins Untergeschoss, auf meine Terrasse zogen sie.
Mich wunderte die kleine Leiter. Sie reichte noch nicht einmal bis an meinen Balkon heran, geschweige noch ein Stockwerk darüber. Da wollten sie nämlich die Schüssel anbringen. War wohl nichts. Der Nachbar war verdutzt, dass er sich sooooo verschätzt hatte.
Und dann hing der eine junge Mann vom Balkon des Nachbarn kopfüber, wurde vom Nachbarn festgehalten und bohrte die Löcher für die Halterung der Schüssel. Der hatte vielleicht Vertrauen. (Wurde belohnt, er ist unverletzt, die Halterung hängt, von der Schüssel noch keine Spur.)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Los geht's

Image Ob sie schon unterwegs sind?


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Das verlorene O

Image Mir ist heute ein kleines Erlebnis eingefallen, dass mich immer wieder schmunzeln lässt.
Vor vielen Jahren nahm ich ein Mädchen mit nach Hause, dass nach der Jungscharstunde noch nicht abgeholt worden war. Ich wohnte gegenüber der Kirche, wir konnten sehen, wann der Opa sie mit dem Auto abholen würde. Die Kleine war in unserer Schule im ersten Schuljahr. Als sie mein Klavier sah, wollte sie mir unbedingt etwas vorspielen. Also, Klavierdeckel aufgeklappt, Kissen auf den Klavierhocker, Veronika drauf gesetzt.
Sie drückte auf verschiedene Tasten, suchte und suchte und fragte mich schließlich ganz verzweifelt: "Wo ist denn das O?" "Ein O gibt es auf meinem Klavier nicht." "Bei uns aber doch!" Ich rätselte und rätselte, wie ich ihr helfen könnte. Schließlich fragte ich: "Was willst Du mir denn vorspielen?"
"O du fröhliche!" Das war des Rätsels Lösung. Wir haben dann noch ein bisschen ausprobiert, bis wir das O gefunden hatten. Dann klappte es auch mit dem Lied.
Heute kann ich das Lied nicht mehr singen, ohne an das verlorene O zu denken.



Dienstag, 1. Dezember 2009

Und tschüss

So stand es heute in der Tageszeitung:

Adé, tschüss und auf Wiedersehen!
Nach 29 Jahren und 9 Monaten
endet nun mein Arbeitsverhältnis bei der Volksbank.
Mir hat es viel Spaß gemacht,
in XXX zu arbeiten und zu wirken.
Ich bedanke mich bei allen für die Unterstützung
und gute Zusammenarbeit.
Danke für die schöne Zeit
und ich wünsche allen für die Zukunft alles Gute.
Euer (Rentner) X.X.XXX

So was habe ich bisher noch nicht gelesen. Das hat mir gefallen.

Montag, 30. November 2009

Oberhäupter

... sind Häupter über den anderen Häuptern. Eigentlich müssten sie Überhäupter genannt werden.
Ich brauchte heute Unterschriften von drei geistlichen Oberhäuptern. Alle Mitglieder des Rates der Stadt werden eingeladen im Januar während der Allianzgebetswoche zum Gebetsabend ins Rathaus zu kommen. Denn an dem Abend wird für die Stadt und die Arbeit der Stadt und ihrer Abteilungen gebetet. (Natürlich für die Menschen.)
Den Brief habe ich getippt. Die drei Oberen (Superintendent, Dechant, Vors. ev. Allianz) müssen/sollen/wollen unterschreiben. Wie rankommen. Nach Telefonat kommt der Superintenden der ev. Kirche bei mir vorbei und unterschreibt. Danke Bruder Superintendent!
Beim Dechanten der Katholischen Kirche sause ich vorbei. Ich bekomme die Unterschrift, ein Buch (verfasst von Menschen die ich kenne und schätze) und zwei Broschüren für mich und meine Schwester. Danke Bruder Dechant!
Mit beiden habe ich ein gutes Schwätzchen gehalten.
Den Menschen von der ev. Allianz kann ich nicht erreichen. Der macht das ja im Nebenamt. Den muss ich bei seiner Arbeitsstelle (einer Krankenkasse) anrufen und nachfragen (musste erst mal erforschen, wo der arbeitete, kenne ihn nur in Diensten). Mal sehen, was ich dabei erlebe.

Und so viel dazu, wenn meine Schwester sagt: "Kannst du das mal 'eben' für mich erledigen?"

Sonntag, 29. November 2009

Gottesdienst

Aus der Predigt zu Römer 12 habe ich heute so einiges mitgenommen. Besonders bewegt hat mich, dass im Griechischen "ermahnen" und "trösten" ein Wort sind. Unser Ermahnen soll auch Trost und Zuversicht sein, unser Trost auch Mut zur Veränderung machen. Ich darf neue Gedanken denken, im Blick auf IHN (Jesus).
In die Gemeinde Jesu darf sich jeder mitbringen, gerade mit seiner beschädigten Lebensgeschichte. Wir dürfen unser Herz riskieren. Bei Gott sind wir nicht festgelegt.

1. Advent

Alle Lichter, die wir anzünden, zeugen von dem Licht, das da erschienen ist in der Dunkelheit. (F. von Bodelschwingh)Image
Diesen Vers schrieb mir heute ein lieber Freund in seiner Adventsmail (nur für mich).
Noch mehr Überraschungen gab es. Während des Gottesdienstes hatte ich das Handy stumm geschaltet und vergessen. Kaum zu Hause angekommen fand ich eine SMS darauf: "Kommen von Köln, dürfen wir kurz vorbei kommen, bist Du in einer halben Stunde da?" Die halbe Stunde war schon vorbei, hatte die SMS ja nicht gehört. Kurz ein "Ja" ging durchs Handy. Ich dachte, die Lieben hätten vielleicht einen erneuten Kummer. Sie haben vor zwei Tagen ihren alten Gefährten, ihren Hund, einschläfern lassen müssen. Sie kamen nur an die Haustür und brachten mir einen wunderbaren tollen Adventskranz, selbst gemacht, wunderschön geschmückt mit 4 dicken silbernen Kerzen. Das war eine Überraschung. Ich habe mich unbändig gefreut.
Und der Tag ist noch nicht zu Ende!

Samstag, 28. November 2009

Ins Wassser gefallen

... ist leider zum Teil der "Weihnachtsmarkt der guten Taten". Es sah am frühen Morgen noch verheißungsvoll aus mit dem Wetter. Die Stände konnten im Trockenen aufgebaut werden. Doch ab 10.00 Uhr schüttete es. Immer wieder gab es starke Windböen. Schade für die Zelte. Das Rahmenprogramm konnte im Warmen im Gemeindezentrum in der Caféteria (für diesen Tag) durchgeführt werden. Doch wer keine Holzhütte hatte, der war ab dem frühen Mittag durchgeweicht. Und wer hat schon eine Holzhütte, habe nur zwei gesehen. Der Abbruch war vorprogrammiert. Die Stände auf dem Kirchplatz gaben auf. Ich habe noch einige durchgeweichte Tüten selbstgebackener Plätzchen erstanden. Die trocknen jetzt bei mir. Die Lieben taten mir so Leid. Alle. Es gab auch wenig Publikumsverkehr, klar bei dem Wetter. Nur die Getreuen kamen.
Unsere Obdis verkauften kräftig alkoholfreien Punsch (nach meinem Rezept). Der Weihnachtströdel (von den Haushaltsauflösungen) ging auch ganz gut. Und die Lieben haben durchgehalten, bis zuletzt. Sie standen auch ein wenig geschützt.
Aber chaotisch war es auch: Zum Aufbau ist nur die Hälfte der Helfer gekommen (Unzuverlässigkeit bei einigen gehört dazu.). Dafür halten sie dann aus bis zuletzt. Das gehört auch dazu. Sie sind ja teilweise noch die Straße gewöhnt. Nur Unterhaltung gab es nicht. Jeder suchte "trockenes Land".
Schade: Ich bin doch sehr traurig, dass das Wetter alles so erschwert hat.

Freitag, 27. November 2009

Überraschung

Heute beim Energy-Training überraschte mich der Trainer mit einer Tüte Vollkorn-Weihnatsgebäck und den guten Wünschen für eine schöne Adventszeit. Ich war platt und habe mich unglaublich gefreut. Ich werde es genießen.
Morgen ist "Weihnachtsmarkt der guten Taten". Über 80 Organsationen bauen ihre Stände rund um die Kirche mitten in der Stadt auf und verkaufen allerlei für einen guten Zweck, den sie selbst bestimmen. Ein geistliches Rahmenprogramm findet auch statt. Es sind Sturm und heftige Schauer angesagt. Hoffentlich fliegen die Stände nicht weg. Ich bete, dass das Wetter sich hält. Viele Mühe und Liebe steckt in dem was die Lieben vorbereitet haben. Ich muss morgen nicht ran, werde aber für gute Stimmung und heißen Kaffee sorgen, denn unsere Obdis (Obdachlosenfreundeskreis) sind auch dabei. Norbert ist Spezialist bei den Fritten und Binchen bei den Waffeln. Beide haben über den OFK eine Wohnung bekommen, sind von der Straße weg. Viele andere helfen noch mit. Es wird, wie immer, etwas chaotisch sein, wenn "unsere Leute" mit anpacken. Aber das gehört zu uns. Und unsere Obdis tun was für andere und für sich. Es ist einfach toll. Mal sehen was morgen alles daneben geht und welche Wunder wir wieder erleben.

Donnerstag, 26. November 2009

Gebetszelle

Eigentlich von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Doch dieses Mal verkürzt, weil der lieben Betschwester die Augen zufielen. Sie hatte einen strammen Tag hinter sich. Gott berechnet nicht die Länge unserer Gebete und unseres Zusammenseins. Amen

Schon stattgefunden

... hat in unserer Stadt die erste Weihnachtsfeier! Gestern (25.11.)!!
Noch nicht Advent und schon eine Weihnachtsfeier? Ich dachte ich lese nicht richtig. Doch. Die Wirte unserer Stadt haben sich zusammengetan und mit der Tafel und einigen Sponsoren im Kulturhaus eine riesige Weihnachtsfeier für bedürftige Familien ausgerichtet. Mit gutem Essen, mit tollem Unterhaltungsprogramm (fast Varieté) und Tombola. Ist ja eine tolle Idee. Aber warum wurde das Weihnachtsfeier genannt? Denn von irgend etwas, das auf Weihnachten deutete stand nichts in dem Zeitungsartikel. Von der Weihnachtsbotschaft schon gar nichts. Und nur weil es Geschenke und Essen umsonst gibt, ist doch noch nicht Weihnachten.
Die Idee der Gastwirte ist ja gut. Aber dann nennt doch bitte die Veranstaltung anders.
Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Aber nicht schon jetzt. Jetzt freuen wir uns erst einmal darauf. Auf Sein Kommen. Ich feiere meinen Geburtstag auch nicht vier Wochen vorher.

Mittwoch, 25. November 2009

In eigener Sache

.... bin ich heute zweimal tätig geworden.

1. habe ich klar gestellt, dass ich nicht eigenmächtig die Gebetsmails herumschicke, dass dies nur auf Bitte und mit Einverständnis der Betroffenen und in Absprache mit der Pastorin geschieht. Immer!!!!

2. Wollte jemand ein Rezept für einen alkoholfreien Punsch. Wen fragt man dann? Natürlich, die alte Säuferin (lach), die muss ja heute wissen, wie man Alkohol vermeidet und trotzdem Punsch trinkt.

Montag, 23. November 2009

Markantes Wetter!

Gerade gelesen und gehört:
Für meine Stadt ist in den nächsten Stunden eine Unwetterwarnung herausgegeben worden. Es heißt, es gibt "markantes Wetter" mit einer Regenmenge vom 20 bis 40 Literqm und Sturmböen von 90 bis 100 kmh (Stärke 10).
Es rappelt schon kräftig an den Rollläden.
Wohl dem, der jetzt nicht unterwegs sein muss.
Gott sei bei allen denen, die jetzt draußen Dienst tun müssen.

Licht

Image Er leuchtet schon in meinem Fenster, der Stern. Ich habe ihn heute aufgehängt.
Es ist so dunkel, da kann den Menschen draußen, die in meiner Straße wohnen das Licht von Gottes Liebe nicht früh genug leuchten.
Direkt nach dem Ewigkeitssonntag fingen wir im Elternhaus an alles adventlich zu machen. In Haus und Herz sollte es Advent werden.
Eigentlich war ich innerlich noch gar nicht so weit. Doch heute beim Putzen der Fenster kriegte ich den Rappel. Und jetzt ist mir nach Licht im Fenster.
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So habe ich zur großen Verkehrsstraße hin auch meinen ganz schlichten Schwibbogen schon aufgestellt und das Licht entzündet (elektrisch natürlich, sonst wäre es zu gefährlich). Am Weihnachtsbaum brennen dann wieder echte Kerzen und am Adventskranz natürlich auch. Das Licht meines Schwibbogens (geerbt von den Eltern) hält hoffentlich auch einige Rase ab in unsere Hecke zu krachen. Vielleicht fahren sie etwas langsamer in die Kurve.
Auf jeden Fall sehen sie das Licht.
Gott schenke, dass wir Christen (auch ich) ein Licht für unsere Umgebung sind.



Sonntag, 22. November 2009

Das haben wir "versäumt"!

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Zeitungsbericht aus den Lüdenscheider Nachrichten:


Lüdenscheid: Rührende Geschichten und Lieder

22.11.2009 · LÜDENSCHEID - Eine Superstimmung herrschte am Samstagabend in der bis hin zu den Emporen besetzten Kirche Oberrahmede. Der ASAPH-Verlag und die evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede hatten gemeinsam zu einer Veranstaltung mit dem christlichen Autor Adrian Plass und der Sängerin und Liedermacherin Judy Bailey eingeladen.
Sie gehört seit Jahren zu den gefragtesten Künstlerinnen der christlichen Musikszene in Europa. Wie Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg erklärte, war es für ihre Gemeinde und ihre vielen Gäste eine große Ehre, einen Abend mit einer so "spannenden Künstler-Kombination" erleben zu dürfen. Sie machten im Rahmen ihrer Deutschlandtournee zugunsten des Hilfswerks "World Vision" in Oberrahmede Station, weil zwischen dieser Gemeinde und Judy Bailey schon seit längerer Zeit Verbindungen bestehen. Zusammen mit Adrian Plass, der erst zum zweiten Mal mit ihr gemeinsam auftrat, hatte sie den Abend unter die Überschrift "Geschichten und Songs - Humor und Herzensanliegen" gestellt.Bei ihrem als Dialog angelegten Auftritt ergänzten seine von Christian Rendel simultan übersetzten Texte und ihre Lieder sich gegenseitig. Manches berührte die Herzen - etwa die Geschichte von einem jungen Sportsmann mit Down-Syndrom und die von einem Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, das lange Zeit nicht einmal lächeln konnte. Eingeblendete Bilder und die Lieder "Get up!" und "Tell me why?" riefen dazu auf, etwas gegen Kinderarmut zu tun. Humorvoll, aber auch anrührend war, was Plass über seine Tochter berichtete: Durch ihr kindliches Verhalten sei ihm zum ersten Mal die ganze Bedeutung der Erlösungstat Jesu bewusst geworden.
Eine Band, in der auch Judy Baileys Ehemann Patrick Depuhl (Backing Vocals und Percussions) mitwirkte, begleitete die Musikerin. Sie verstand es mit ihrer echten, fröhlichen Art, das Publikum in ihre Musik einzubeziehen. Gleich mit dem ersten Stück ("We need love") sprang der Funke über. Alle klatschten und sangen mit. Die Stimmung erreichte immer dann besondere Höhepunkte, wenn Judy Bailey ihr Publikum in einen großen Bewegungschor verwandelte. Bei "Tell me why?" kam echtes Karibikfeeling in der Kirche auf. Bei dem Stück "God is not dead" ging es afrikanisch zu. Die temperamentvolle Sängerin verband musikalisches Talent, Professionalität und Glauben in einzigartiger Weise und brachte ihre Begeisterung für Gott durch ungewöhnliche Klänge zum Ausdruck. Ohne Zugabe ließ das Publikum die Sängerin nicht ziehen.
Viele nahmen sich CDs oder Bücher von den Künstlern mit, die sie sich signieren lassen konnten. Außerdem gab es Informationen über die Arbeit des Hilfswerks "World Vision". - ih

Ewigkeitssonntag

Ob duch Leben, ob durch Tod getrennt,
alles, was nach Jesus Christ sich nennt
trifft sich einst beim Herrn im Himmelssaal.
Christen sehn sich nie zum letzten Mal.

Mit diesem Vers habe ich heute die gottesdienstliche Gemeinde begrüßt. Ja, ich weiß, ich habe ihn hier schon mal aufgeschrieben. Ich musste ganz schnell einspringen, und dieser Vers (statt Wochenspruch oder Losung) war gerade in meinem Herzen. Ich habe noch ein paar erklärende Worte dazu gesagt, denn viele Leute waren heute im Gottesdienst, die im vergangenen Jahr einen geliebten Menschen verloren hatte.n Heute wurden die Heimgegangenen unserer Gemeinde mit ihrem Alter namentlich genannt. Und während ihre Namen genannt wurden, wurde für jeden Heimgegangenen ein Teelicht entzündet und ins Kirchenfenster hinter dem Altar gestellt.
90 Personen vom Kindesalter bis zum Alter von 100 Jahren sind in unserer Gemeinde im vergangenen Jahr verstorben und beerdigt worden. Viele Namen waren mir vertraut. Gott hat viele zu sich geholt. Nur er kann ermessen, welches Vermissen bei den Zurückgebliebenen zu spüren ist. Er tröstet, er heilt, er schenkt Geborgenheit und die Gewissheit auf ein Wiedersehen vor seinem Thron.

Liturgieteam

Im Gottesdienst unserer Gemeinde ist es seit Jahren so, dass Begrüßung und Abkündigungen, Schriftlesung und auch das Fürbittengebet von ehrenamtlichen Mitgliedern der Gemeinde gesprochen werden. Sie sind auch selbst für das verantwortlich, was sie sagen. Natürlich halten wir uns als ev. Landeskirche an die vorgeschlagenen Lesungen. Sie verbinden uns ja überall dort wo landeskirchliche Gottesdienste gehalten werden miteinander. Doch sind immer drei Texte zur Auswahl, und welche Übersetzung man nimmt, ist auch nicht festgelegt. Das Fürbittengebet wird frei gestaltet. Außerhalb der Ferienzeiten übernimmt einen von den drei Diensten die Jugen. Ich habe die Organisation des Ganzen, mache immer ein Quartal im voraus einen Plan, frage bei den Teilnehmern des Teams nach, welchen Dienst sie wann machen möchten und schicke die erstellten Pläne dann rum. Predigt ein "fremder" Pastor, übernehmen einige von uns die ganze Liturgie (mit einem Partner/in), damit sich unser Gast auf die Predigt konzentrieren kann. Und dann hoffe ich, dass jeder auch seinen Dienst zu rechten Zeit macht. Für Vertretung, falls mal was nicht klappt, sorgt jeder selber (sollte er) und gibt mir dann Bescheid, damit ich das ans Gemeindebüro und auch die Pastorin (Schwester) weitergeben kann. Und ich selbst habe dann auch keine "Zitterpartie" vor dem Gottesdienst, ob denn auch "meine Leute" da sind.
Und heute: Ausgerechnet eine Presbyterin hatte vergessen, dass sie die Begrüßung und Abkündigungen zu halten hatte. Sie war schlichtweg nicht da. Die Orgel spielte schon. Ich bin ein bisschen eine Sicherheitsfanatikerin. Jedenfalls liegt immer ein Doppel der Abkündigungen (und wir haben immer viel) in einem Regal. Das habe ich mit der Gemeindesekretärin ausgemacht. Ich schnappte mir diese Zettel. Die Begrüßung musste aus dem Stegreif gemacht werden, dann kam das Lied, das unsere Kinder von vorne singen, ehe sie in den Raum für den Kindergottesdienst gingen. Danach gab es von mir die Abkündigungen mit einigen persönlichen Bemerkungen dazu und die Informationen zur Kollekte.
Bis auf die, die den "Dienstplan" kennen, hat wohl keiner was gemerkt. Nur meine Schwester war etwas irritiert.

Musical-Dinner

Die Nichte wurde in Siegen am Bahnhof aufgegabelt. Du meine Güte, was war dort für ein Betrieb. Dann ging es weiter zum "Gasthof Morgenröthe", etwas außerhalb. Das ist ein wunderbar gemütliches und uriges Lokal. Wir hatten einen großen Tisch für 10 Personen. Es gab ein 7-Gänge-Menü. Und zwischen den Gängen gab es ein Feuerwerk von szenisch dargestellten Musicalszenen. Von Andrew Lloyd Webber bis Stephen Sondheim, von Aida bis West Side Story wurde einiges geboten. Und wir Zuschauer wurden mit einbezogen. Wir haben es genossen, die Nichte und ich und auch die Anderen. Das Dinner war superb, die Stimmen und Szenen toll. Der Abend war lang. Zwei Stunden nach Mitternacht waren wir wieder daheim und ich konnte nicht einschlafen, war einfach zu aufgedreht. Erst in den Morgenstunden nickte ich weg. Und Gott hat dafür gesorgt, dass ich nach einer Stunde Schlaf wieder wach wurde, weil ich aufstehen musste. Oh ja. Denn ich wurde wahrhaftig "gebraucht". Dabei hatte ich mir sicherheitshalber für den Sonntag "dienstfrei" genommen.

Samstag, 21. November 2009

Heute mal anders

Heute kein Familienfrühstück, alle waren anderweitig beschäftigt. Gegen Mittag kamen die Jungen auf eine Tasse Kaffee und meine Schwester später auch noch von einem Dienst. Es gab mal wieder viel zu erzählen und zu bewegen.
Gleich geht es nach auswärts zu einem Musical-Dinner. Ich habe die Nichte dazu eingeladen. Wir gabeln sie unterwegs an einem Bahnhof auf. 10 Freunde sind wir, alle aus der Gemeinde. Als wir die Karten im Frühjahr kauften, wussten wir noch nicht, dass am gleichen Abend in unserer Kirche eine Veranstaltung mit Judy Bailey und Adrian Plass stattfindet. Tja, man kann nicht alles haben im Leben. Judy ist oft da, unsere Familien sind eng befreundet. Aber Adrian Plass, schade. Doch jetzt freue ich mich auf ein gemeinsames Erleben mit der Nichte. Heute Nacht wird es sehr spät werden für uns alle. Ob wir morgen im Gottesdienst wach bleiben?

Donnerstag, 19. November 2009

Selten

.... haben wir solch einen Himmel wie heute über unserer Stadt.

Image



Und schon gar nicht im tiefen Herbst.
Das tut meiner Seele gut.






(Foto J.H.)

Mittwoch, 18. November 2009

Sachen gibt's

Heute Morgen in der Zeitung gelesen unter Immobiliengesuche:
Meine Stadt-Mitte,
suche 1 Zi., Küche, Bad, mit kleinem Hund ab 01.01.2010
Tel.: ..........

Dienstag, 17. November 2009

Schlicht

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Heute Morgen habe ich einen schlichten Tannenkranz auf die Grabstätte meiner Schwester und unserer Eltern gelegt. Ohne alle Zier, einfach nur aus Tannenzweigen. Die Grabstelle ist gut gepflegt. Nach menschlichem Ermessen werde ich dort auch einmal beerdigt, da ist noch Platz für mich. Zum Grab gehe ich selten. Meine Lieben sind in meinem Herzen. Ich gucke nur, ob alles in Ordnung ist.

Und mit Sicherheit kriegen wir wieder was zu hören, dass wir (ich) nichts Rechtes zum Ewigkeitssonntag aufs Grab gestellt (gelegt) haben.

Unsere Liebe hängt nicht vom Grabschmuck ab. Das ging unseren heimgegangenen Lieben auch so. Aber die hinterbliebenen Gemeindeglieder sind unerbittlich. (Einige)!

Bis jetzt habe ich dem immer ein Stück nachgegeben. Jetzt habe ich den schlichten Tannenkranz hingelegt. Und es ist gut so, weil es uns entspricht.


Montag, 16. November 2009

Wirbelwind

Sie wirbelte hinein - sie wirbelte hinaus. Zurück blieb ich mit einer Menge handgeschriebener Blätter in der Hand.
Die SMS von Gott heute Morgen auf meinem Handy: Lasst und füreinander da sein. Nicht nur in Worten, sondern auch mit der Tat. Joh. 3,18
Sie hat mir Blumenzwiebeln mitgebracht, die vom letzten Einsatz auf dem Rathausplatz (City-Pastorale) übrig geblieben waren.
Ich liebe sie, meine Schwester!

Sonntag, 15. November 2009

Immer wieder verblüffend

... wie Gott sorgt. Da stehe ich seit ein paar Wochen mit einem jungen Menschen unserer Gemeinde in seelsorgerlichem Briefkontakt (auswärtiges Studium). Und heute schickt mir die Nichte eine Hausarbeit die sie im Rahmen ihres Studiums schreiben muss. Ich soll sie bitte korrigieren und auch meine Meinung dazu äußern. Und diese Hausarbeit ist just zu dem Thema, mit dem ich mich zurzeit mal wieder sehr intensiv beschäftigen muss (und will). Da habe ich doch gleich noch mal eine wissenschaftlich/biblisch/theologische Auffrischung (ist hilfreich), unterschiedliche Meinungen unserer Kirchenvertreter und unterschiedliche Erfahrungen aus der gemeindlichen Praxis. Bin gespannt, welches Fazit meine Nichte aus dem Ganzen zieht. Habe noch nicht nachgelesen, auch wenn ich neugierig bin. Ich will die Arbeit von vorne bis hinten lesen (muss ich ja), aber eben auch in dieser Reihenfolge. Ich bin gespannt.

Mittwoch, 11. November 2009

Und wieder "mal eben"

...weil das Gemeindebüro überlastet ist.
Nun gut. Dafür entlaste ich meine Schwester. Das ist wahrlich auch ein "Gottesdienst".

Irrtum

Eine der Patentöchter hat Geburtstag. Ich will ihr ein Päckchen vorbeibringen. Vielleicht treffe ich sie ja auch an.
Irrtum: Aufs Schellen drückt niemand den Türöffner. Ich denke, in dem 8-Parteien-Haus lässt mich wohl irgend jemand rein. Dann kann ich das Päckchen vor die Etagentür legen.
Irrtum: Auf das Schellen von 7 anderen Türklingeln drückt auch keiner den Öffner. Denke ich, versuchst du es durch die Heißmangel rechts unten im Haus.
Irrtum: Heißmangel wegen Kurzarbeit geschlossen. Letzter Versuch das Versicherungsbüro links unten im Haus. Volltreffer, die haben offen und lassen mich durch eine Hintertür in den Hausflur. Ich flitze bis in die oberste Etage, schelle nochmals, lege mein Päckchen vor die Tür. Dann will ich unten durch die Haustür wieder hinaus.
Irrtum: Die Haustür ist verschlossen. Nix ist mit raus. Wie gut, dass das Versicherungsbüro eine Hintertür zum Hausflur hat. Da böllere ich. Die lassen mich wieder raus. (Es lebe die Hintertür zur Toilette.)
In diesem Hochsicherheitstrakt wird mein Päckchen in der obersten Etage bestimmt nicht geklaut.

Montag, 9. November 2009

Mal eben

- Protokolle schreiben und versenden
- Gebetsmails herumschicken (Fürbitte)
- Auskünfte geben
- Mail-Anfragen beantworten
- Mail-Anfragen weiterleiten an die zuständigen Leute
- Adressenlisten erstellen oder aktualisieren
- Dienstlisten für das nächste Quartal erstellen und Menschen für die
verschiedenen Dienste finden
So langsam entwickelt sich mein Arbeitszimmer zur Zweigstelle des Gemeindebüros.
Es lebe auch dieses "Ehrenamt".

Sonntag, 8. November 2009

Entgiftung

habe ich mal gemacht, eine Amalgam-Entgiftung. Die ist etwas langwierig. Und am Ende steht der Test, ob denn der Körper entgiftet ist.
Wie anders ist das bei Gott. Ich darf mich mit Leib, Seele und Geist jeden Tag neu von unserem Herrn und Heiland "entgiften" lassen. Ich muss mich nur bei ihm an der Entgiftungsstation andocken.

Packesel

... war ich heute Nachmittag für meine Schwester. Das ist zweimal im Jahr so, wenn der Kreativ-Markt in der Freien Christlichen Schule stattfindet. Ich für mich gehe schon einen Tag früher hin, gucke in Ruhe und besorge nette Geschenke, unterhalte mich mit allen die ich kenne (oder auch nicht kenne). Inzwischen werde ich schon gefragt, ob ich denn "morgen" wieder Packesel bin. Sie kennen uns schon. Meine Schwester kauft an jedem Stand einiges, weil sie allen etwas zu verdienen geben will. Und sie kauft von allem Massen. Die werden im Laufe des Jahre in der Gemeinde verschenkt. Und vor Weihnachten braucht sie besonders viel. Ist ja klar. Außerdem unterhält sie sich dabei stundenlang mit jedem, den sie kennt. Und sie kennt vieieieieieiele. Ich stehe daneben, bepackt bis zur Halskrause und warte.
Heute war nur das anders. Sie hatte keine Stimme. Also nix mit langer Unterhaltung. Nur etwas Zeichensprache. Und ich war bepackt wie immer. Und es hat (mir) Spaß gemacht. Das ist unser beider Vergnügen zwei Mal im Jahr.

Samstag, 7. November 2009

Pitschnass

.... war meine Schwester, als sie zum Familienfrühstück eintraf. Sie hatte mit anderen Mitarbeitern auf dem Marktplatz gott.net-Kärtchen verteilt und war mit Leuten ins Gespräch gekommen. Einmal im Monat ist diese City-Pastorale und wird von beiden Konfessionen und den Freikirchen gemeinsam durchgeführt.
.... waren meine beiden Neffen, die heute nach dem Familienfrühstück den vorige Woche errichteteten Zaun endgültig befestigt haben.
.... war ich (ein bisschen), weil ich Handlangerdienste für die beiden getan habe.

Haarig

Die heutige Losung: Die Haare auf eurem Kopf sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht. Luk. 12,7
Also, eins sage ich Euch. Bei mir muss Gott Überstunden machen, so viele Haare habe ich auf dem Kopf. Meine Friseuse sagt beim Schneiden oft: "Das ist wie beim Schafe scheren." Und die Zahl der Haare auf meinem Kopf ändert sich permanent!
Und ansonsten mache ich Gott auch mächtig Arbeit. Der hat gut zu tun, um auf mich aufzupassen.

Freitag, 6. November 2009

Spieglein, Spieglein ....

Meine Apotheke hatte für gestern Abend zu einem Vortrag: "Neue Therapieformen in der Osteoporose" eingeladen. Zwei Ärzte (Spezialisten) referierten. Ich zockelte hin, interessiert mich ja schließlich, da ich besagte Krankheit habe. Zufällig festgestellt, als es um Zahnimplantate ging. Keine Beschwerden, kein gar nichts, aber eben der Befund.
Da saßen gestern etwa 50 Leute, verhärmte, verkrümmte, von Schmerzen geplagte, alt aussehende Menschen. Einige kannte ich. Sie sind jünger als ich. Und trotzdem .... Sie sind gezeichnet und klagen auch über Schmerzen.
Und ich schien völlig aus dem Rahmen zu fallen: keine Schmerzen , keine Einschränkungen, kein gar nichts. Nur widerwillig nehme ich die chemischen Hämmer, habe ich doch seit über 30 Jahren keine Medikamente mehr genommen, wenn dann nur Globuli.
Habe ich in den Spiegel der Zukunft geschaut? Nein, die steht in Gottes Hand. Ihm danke ich, dass es mir so gut geht. Das ist nicht mein Verdienst.
Bewegt bin ich von den Gestalten und Gesichtern der Anwesenden. Die gehen mir heute noch nach.

Mittwoch, 4. November 2009

Granate

Gerade im Internet (lokale Presse) gelesen: Da hat doch ein Mitbewohner meiner Stadt heute eine Panzergranate über den Sperrmüll entsorgt. Den aufmerksamen Mitarbeitern des Fuhrparks ist das aufgefallen. Das Räumkommando der Bundeswehr musste anrücken. Die Granate war nicht scharf. Au Backe, in der Haut des Besitzers möchte ich nicht stecken.

Fünf alte Weibsen ....

Gestern war Veteranentreff II. Veteranentreff I sind die Recken, die in der Suchtkrankenarbeit überörtlich zusammen gearbeitet haben. Veteranentreff II sind die Kolleginnen und Kollegen aus dem Beruf. Beide Treffen heißen Veteranentreff. Nun denn, ich bin eine Veteranin und das gerne. Gestern waren wir nicht vollzählig. Aber immerhin 4 pensionierte Lehrerinnen und eine noch aktive. Wir haben viel erzählt, Schönes, Schweres, Trauriges, Fröhliches.
Wir haben viel gelacht. Und mir ist dabei aufgegangen, wie lange ich nicht herzhaft und schallend gelacht habe.
Danke Ihr vier (alten?) Weibsen, dass ich das mit Euch konnte.

Montag, 2. November 2009

Beruhigung

Die Notfallsachen sind ordnungsgemäß übergeben. Der Nachfolger ist dran.
Das Auto ist jetzt auch winterfest.
Ich bin um einiges erleichtert.

Gestern Abend ...

... stehen ein Nachbar und ich vor dem fehlenden Stück Mauer, an dem die Neffen nun Pfähle eingegraben haben, die sie Samstag noch weiter befestigen wollen.
Da kommt doch ein Nachbar von weiter unten aus der Straße und fragt uns, ob wir wissen wollen wer da rein gefahren ist. Hä? Er kommt nach kurzer Zeit mit einem Zettel, auf dem Autonummer, Uhrzeit und Datum geschrieben sind. Er erinnert sich, dass es furchtbar gekracht hat, eine Dame ausgestiegen ist, sich den Schaden angesehen hat, wieder eingestiegen ist und abgefahren ist. Sie hätte auch einen deftigen Schaden hinten am Auto gehabt. Sie hatte zurückgesetzt in unserer Kurve. Tja, er hat sich alles aufgeschrieben, weil es abends spät war nicht mehr geschellt und dann den Zettel 13!!!!! Tage vergessen. Ist es zu fassen?
Was mache ich nun mit meinem Zettel? Der Nachbar aus unserem Haus sagt: "Sofort anzeigen!"
Ich habe jetzt drüber geschlafen. Wir sind eine Stichstraße, kein Durchgangsverkehr. Geht nicht. Also war sie zu Besuch. Ich werde die Augen aufhalten, ob ich das Auto mal bei uns sehe. Dann möchte ich schon mit ihr sprechen. Vielleicht finde ich auch einen, der "unter der Hand" die Besitzerin des Autos rauskriegen kann. Ich würde gerne erst mal friedlich regeln.

Glück gehabt!

Mir haben sie keine rohen Eier an Haustür und Hauswand geworfen, die Halloween-Bettler. Nicht alle, die ihnen nichts gegeben haben, sind so glimpflich davon gekommen, so stand es jedenfalls in unserer Presse. Und die Schweinerei geht so schlecht ab. Von Hauswänden schon gar nicht.

Samstag, 31. Oktober 2009

Süßes oder Saures ...

... gibt es bei mir nicht. Bei mir ist Reformationsfest. Im Augenblick schellen sie wieder an der Tür. Im vorigen Jahr gab es von mir Lutherbonbons.
Ich habe ihnen gesagt, sie sollen zu Sankt Martin wiederkommen, dann kriegen sie gerne etwas.
Dass diese älteren Jugendlichen zu Sankt Martin allerdings auch längs die Häuser ziehen, das glaube ich eher weniger.

Trouble

Es schellt. Der neue Besitzer der Wohnung über mir steht vor der Tür. Am Nachmittag hatte er versucht seine SAT-Schüssel anzubringen. Das hatte ich gesehen. Fehlanzeige. Ein anderer Besitzer stört sich daran. Da darf sie nicht hängen bleiben. Nun fragt der Grieche, ob es mich stört, wenn er sie an seinem Balkon anbringt. Das ist oberhalb meines Schlafzimmers und ich kann sie, wenn ich in meinem Garten den Kopf in den Nacken lege, sehen. Gewiss, schön ist das Teil nicht. Doch die Lieben wollen ja ihre Heimatsender sehen und auch Geld sparen. Tja, und außerdem will ich mit allen meinen Nachbarn in Frieden leben. Man kann sich schließlich einigen. Und dann stellt sich heraus, dass er auch mit einer sehr hohen Leiter in meinen Garten muss, um in die Betonwand seines Balkons zu bohren. Auch gut. Vielleicht bin ich ja mal auf sein Entgegenkommen angewiesen.
Unsere Hausgemeinschaft entwickelt sich allmählich zu einer sehr komplizierten und konfliktreichen Gemeinschaft. Schade. Wie gut nur, dass jeder seinen eigenen Eingang hat.

Eigentlich ...

... hatte ich nur mit zwei Frühstückern gerechnet. Es kamen sieben. "Fünf sind geladen, zehn sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen." So hieß es bei uns im Elternhaus oft. Es war heute ein fröhliches Kommen und Gehen. Wasser brauchte ich nur für zusätzlichen Kaffee. Eng war's, denn ich hatte ja den Tisch nicht ausgezogen. (Wir lieben Enge!)
Und danach machten sich die Neffen ans Schuften an der Gartenmauer. Nächsten Samstag geht es weiter, denn sie haben nicht alles geschafft. Es ist schwerer als gedacht. Ich hatte es befürchtet. Aber: "Nenne, wir machen das schon!"
Und bisher für mich kein weiterer Notfalleinsatz. Ich bin dankbar.

Freitag, 30. Oktober 2009

Alarm

Der Pieper geht. Ich schieße hoch, wie von der Tarantel gestochen.
Freitag um 18.00 Uhr ist Probealarm für alle im Rettungswesen Beschäftigten des Märkischen Kreises. Ich weiß es, habe fünf Minuten vorher noch dran gedacht.
Und trotzdem: Ich schieße hoch!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Gott ist unglaublich!

2. Einsatz gestern Abend.
Schon viel Verwandtschaft und Freundschaft im Haus, laut weinende Menschen.
Und dann ist da nicht der Notarzt, der war auch da, sondern die Notvertretung der Hausärzte. Ein Arzt, der nicht nur die Mutter, sondern auch den Vater in den Arm nimmt. Der die gleiche Sprache spricht, der deutsch und anders mit ihnen redet. Der ihnen erzählt, dass Gott ihren Sohn geholt hat. Sie nehmen es von ihm an. Und er hat Zeit, nimmt sich Zeit. Ihm öffnen sie sich. Er ist viel mehr Seelsorger, als ich es je dort sein könnte.
Gott schickte einen Engel!
Ich habe ihm beim Abschied gesagt, dass er ein Geschenk Gottes für die Eltern war.
Und auch für mich.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Einsatz

Gestern ein Einsatz. Ein grausamer Unfall. Mit zwei Toten. Er ging durch die Medien.
Wie schlimm, wenn Menschen bei einer schrecklichen Todesnachricht auf sich selbst zurück geworfen werden, wenn ihre verzweifelten Schreie scheinbar ins Nichts gehen, weil sie keinen Glauben haben, keinen Herrn und Heiland der sie auffängt. Das ist für sie zum Verrücktwerden.
Daneben stehen, in den Arm nehmen, aushalten und innerlich zum Herrn flehen: Herr erbarme Dich.

Montag, 26. Oktober 2009

Übergabe

Um 8.00 Uhr steht er vor meiner Tür, mein Vorgänger in der Notfallseelsorge. Er ist Motorradpfarrer. Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten. Er hatte keinen Einsatz.
Den Pieper hat er aufgeladen und auf Winterzeit umgestellt. Das Notfallhandy wollte er aufladen, aber das Ladegerät fehlte. Er hat es nicht gefunden. Also ist das Handy mal erst tot.
Als er weg ist durchforste ich den Inhalt des Rucksackes. Erst einmal, um das Ladegerät zu finden und dann auch, damit ich wieder genau weiß, was an welcher Stelle ist. Denn wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, will ich nicht erst suchen.
Um 8.35 Uhr habe ich ein Ersatzladegerät für das Notfallhandy in meinem Briefkasten. Bin gespannt, wer das Original verbaselt hat oder wo es auftaucht.
Technisch bin ich nun ausgerüstet. Alles andere lege ich Gott hin.
SMS von Gott heute Morgen: "Gott spricht: Ich bin bei dir und behüte dich, wo du auch hingehst. Und ich bringe dich wieder heil zurück. Das verspreche ich dir." 1. Mose 28,15
Welch eine Zusage! Danke Herr!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Rund um die Uhr

Morgen früh beginnt für mich mal wieder eine Woche in der Notfallseelsorge und ich muss rund um die Uhr erreichbar sein.

Gebetsmail

Wie gut, dass wir die moderne Technik haben. Hier wird sie zum Segen.
Gestern Abend kam der Anruf. "Du schickst doch immer Gebetsmails für P. Kannst Du noch eine für uns schicken?"
Zwei Fahrradfahrer sind vom Auto angefahren und lebensgefährlich verletzt worden. Der eine, 25 Jahre alt, der Sohn einer Frau aus unserer Gemeinde. Sie kriegt auch immer die Gebetsmails. Nun braucht sie selbst Gebetsunterstützung für sich und ihren im Koma liegenden Sohn.
Die Mail ging gestern noch raus. Und heute Morgen haben wir im Gottesdienst beim Fürbittengebet besonders an die Lieben gedacht und für sie gebetet. Herr erbarme Dich!

Samstag, 24. Oktober 2009

Bekloppt

"Nenne, wir machen das schon", damit verabschieden sich die beiden Neffen heute Mittag. Familie ist teilweise noch im Urlaub. Die beiden Neffen wünschten sich statt Frühstück einen Brunch. Auch gut. Hauptsache sie kommen.
Und nächsten Samstag kommen sie mit demVorschlaghammer. Nicht um ihre Tante zu bekloppen, sondern die umgestürzten Betonplatten in transportgerechte Stücke zu verwandeln, zum Fuhrpark zu fahren und anschließen die Lücke mit Holzpfählen zu schließen. Auch wenn sie die vielleicht öfter im Jahr erneuern müssen.
"Nenne, wir machen das schon." Was habe ich doch für Schätze. Und mir ist eine Betonplatte vom Herzen gefallen.

Mehr davon!

Gestern trafen wir uns mal wieder zu dritt, nach 8 Monaten "Abstinenz". Eigentlich wollten wir uns öfter treffen. Immer reihum, damit jeder mal weiter fahren muss. Der Austausch war intensiv. So ganz nebenbei erzählt meine Freundin und Ärztin, dass sie ihr kleineres Behandlungszimmer in der Praxis zu einem Gebetsraum umfunktioniert (eingerichtet) hat und dort mit ihren Patienten betet. Toll! Gäbe es doch mehr solcher Ärzte. Vielleicht gibt es sie ja.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Relationen

Gerade habe ich wieder eine Mail an die Beter aus unserer Gemeinde auf den Weg gebracht. Sie tragen unseren 16-jährigen Krebskranken und seine Eltern in der Fürbitte und mit ganz konkreten Gebetsanliegen. Der junge Kerl und seine Eltern machen so viel durch, erleben auch so viele Gebetserhörungen und Unterstützung.
Was ist dagegen ein zerschmettertes Betonmädchen.
Ich bete, dass Gott P. die Mutlosigkeit vor der nächsten Chemo nimmt und ihn stärkt bei seinen Gehübungen mit dem neuen Knie und für Heilung der Wunden.
Wann immer es geht kommt der Kerl in die Jugend der Gemeinde und in den Konfi-Unterricht. Er ist Konfi-Helfer und nimmt das sehr erst.
Gott kann! Er hilft über Bitten und Verstehen. Er weiß den Weg.

Unglaublich ...

wie unser Gott sich auch um "Banalitäten" kümmert. Die SMS von Gott heute Morgen auf meinem Handy lautete: "Egal, was um dich herum passiert. Der Herr ist da. Er erhält dich am Leben." (Ps. 138,7)
Und auch die Losung des heutigen Tages macht Mut. Und Andy hat mir den biblischen Schutz auch in Erinnerung gerufen. Es ist unglaublich, dass Gott in solche, eigentlich banalen Situationen hinein spricht.
Mein Mädchen mit den dicken blonden Zöpfen und dem roten Rock liegt nun am Fuhrpark im Container für den Bauschutt. Beton gehört da hin! Den Rumpf habe ich mit Mühe heute Morgen in meinen Kofferraum gehievt. Beine, Kopf und Zöpfe waren leichter. Am Fuhrpark habe ich einen dortigen Mitarbeiter um Hilfe gebeten. Die restlichen Scherben sind zusammengefegt. Das Geländer werde ich nachstreichen. Und ein paar Jahre habe ich mich an meinem Mädchen erfreut. Das ist doch schon Grund zum Danken.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Wo lebe ich nur?

Da hat doch gerade jemand die lebensgroße Kinderfigur aus Beton, die auf meinem kleinen Balkon sitzt, stiebitzt und in unserer Einfahrt zerdeppert. Die Figur ist sehr schwer, ich kann sie nicht alleine bewegen. Am neu gestrichenen Geländer ist die Farbe abgeschrabbt. Mein Nachbar hat das Malheur entdeckt. Er konnte nicht in seinen Einstellplatz fahren. Am Nachmittag war noch alles ok. Da habe ich die Einfahrt gefegt. Ob jemand das Mädchen klauen wollte und sie ihm aus den Armen gerutscht ist? Ich bin wütend und auch traurig. Der umgekehrte Topf auf dem sie saß steht noch. Morgen hieve ich die traurigen Reste ins Auto und fahre mal wieder zum Fuhrpark, wo ich sie entsorge. Dort habe ich heute schon meinen Gartenabfall entsorgt.
Wer wollte was auf meinem kleinen Balkon? Oder war es nur einer dummer Jungenstreich?

Dienstag, 20. Oktober 2009

Halleluja!

Drainage fertig. Super. Habe den Neffen abgeknutscht. Entlohnt natürlich auch! Er hat noch die Bäume beschnitten, toll. Ich konnte derweil schon einiges im Garten winterfest machen.
Die Lücke in der Mauer bleibt noch. Die großen Betonplatten lehnen von innen gegen die anderen Platten, denn wir beide können sie nur etwas schieben. Ich bibbere etwas weniger, hoffe auf Gott und meine Getreuen, dass ihnen etwas einfällt (oder mir).
Da der Wetterbericht Gutes verspricht mache ich morgen weiter. Den nötigen Schwung habe ich (bis jetzt) noch.

Montag, 19. Oktober 2009

Fast fertig...

... sind wir mit der Drainage. 80 kg Kies fehlen noch. Die bringt der Neffe morgen mit. Dann ist die Hauswand im Garten perfekt. Es brauchte mehr Kies, so haben wir heute noch mal 240 kg Kies geholt. Was morgen noch drauf kommt dient der leichten Erhöhung der Oberfläche, falls was nachsackt.
Der Neffe hat geschuftet. Ich auch. Und nun bin ich glücklich.
Schon gleich das nächste Problem. Ich entdecke, dass wohl mal wieder ein Laster beim Wenden eine große Betonplatte meiner Steinmauer umgedrückt (abgebrochen) hat. Sie lehnt umgekippt an der Birke und dem Rhododendron. Ich hatte dies schon einmal mit zwei großen Betonplatten. Die habe ich dann als Gegengewicht gegen die anderen Steinplatten gelehnt, da ich sie, auch mit Hilfe, nicht wegschaffen konnte. Ein lieber Mensch hat mit einem Holzzaun die Lücke verschlossen. Der ist nun auch hin, eingedrückt. Mal sehen wie viele Burschen ich brauche, um die Platten zu bewegen und abzutansportieren. Und dann brauche ich starke Männer, die mir da einfach Holzpfähle nebeneinander einschlagen. Wenn die wieder eingedrückt werden, wird es nicht so teuer. Eine andere Lösung, die auch zu finanzieren ist, weiß ich nicht.
Neffe eins kann nur noch morgen. Neffe zwei kommt morgen aus dem Urlaub zurück und steht mir, wenn nötig, Mittwoch und Donnerstag zur Verfügung, hat er gesagt. Hatte ja nicht damit gerechnet, dass das mit der Drainage so gut klappt. Nun brauche ich ihn als Rat und Hilfe für die Mauerlücke usw.
Als Neffe 1 und ich noch Kies holten, haben wir uns schon mal die Holzpfähle angesehen (Länge, Dicke, Kosten usw.). Tja, der Gute muss nun wieder zum Studium, dafür löst sein Bruder ihn ab.
Und ich bibbere weiter, ob wir das wohl hinkriegen.
Tun wir. Das mit der Drainage haben wir ja auch hin gekriegt. Aber ich bibbere.

Sonntag, 18. Oktober 2009

OFK

Image Geschafft: Norbert und ich bei einem Gemeindefest im Sommer.
Aus einem Prospekt unseres Kirchenkreises etwas über den OFK:
Obdachlosen Freundeskreis Kirchengemeinde Oberrahmede
Wir verstehen uns als einladende Gemeinde und möchten allen Menschen offen und gastfreundlich begegnen. Sie sollen bei uns dem Evangelium in Wort und Tat und offenen Herzen begegnen, und den Auferstandenen und seine Liebe in der Gemeinschaft kennenlernen.
Das gilt auch und in besonderer Weise Obdachlosen, sozial schwachen Menschen, sowie
Menschen die ohne Heimat sind. Wir haben das Ziel vor Augen, als große Familie in der Gemeinde den Zusammenhalt zu fördern, gegenseitige Wertschätzung zu leben, und das Selbstwertgefühl entwickeln zu helfen. Damit Sie eine Anschauung unserer Arbeit
bekommen, hier die Geschichte von Norbert:
Nach vier Jahren Begleitung durch Gemeindeglieder fand er Anfang 1996 Anschluss in
unserer Gemeinde. Nach 29 Jahren Alkoholabhängigkeit blieb er von da an trocken. Er
kommt in jeden Gottesdienst, übernahm Zug um Zug Verantwortung im Obdachlosen-Bistro
und sorgt heute für den Einkauf der Süßigkeiten für das Kirchencafé. Mit seiner Kontaktfreudigkeit baut er die Gemeinde mit auf und gewinnt neue Menschen als Mitglieder. Er ist eine tragende Säule geworden.
Von anderen können wir Ähnliches und Vergleichbares erzählen.
Wenn sich ihr Herz für solche Visionen erwärmt und Sie gerne eine auch für Randgruppen offene, einladende Gemeinde aufbauen möchten, laden wir Sie ein, uns und unsere Arbeit kennenzulernen.
Gastfreundschaft 
Wertschätzung 
Freunde in der Not sein 
Bistro 
Catering-Service 
Trödelservice 

Zigarettenpause

In unserem Gottesdienst gab es heute noch ein paar freie Sitzplätze. Es sind ja Herbstferien und auch unsere Pastorin ist in Urlaub. Aber unsere OFK-ler (Obdachlose aus dem Obdachlosenfreundeskreis) waren reichlich da. Sie werden von einem Mitarbeiter an den unterschiedlichen Plätzen der Stadt mit dem Bulli abgeholt. Wer zum Gottesdienst kommen will kommt einfach zu einem der Treffpunkte und wird mitgenommen. Die meisten stehen am Bahnhof. Also, sie waren reichlich da. Und sie sind bei uns zu Hause. Am Gottesdienst nehmen sie teil, singen mit, beten mit, halten die ganze lebendige Liturgie hin durch. Nur während der Predigt, da müssen sie ab und zu raus auf die Terrasse. Da halten sie ein Schwätzchen und machen ihr Zigarettenpause, manchmal auch zwei. Danach sind sie dann fast alle wieder in der Kirche. Anschließend sitzen sie mit im Kirchenhaus, mischen sich unters Volk und genießen Kaffee und Plätzchen. Unsere Obdis sind Teil unserer Gemeinde. Ein paar vom alten Stamm sind schon vor dem Gottesdienst gekommen und haben den Kaffee für die Gemeinde gekocht. Einer von ihnen sorgt für den Einkauf von Gebäck, sorgt dafür, dass immer genug Nachschub da ist. Das hat er im Blick, obwohl er auf einem Auge fast blind ist. Nächsten Sonntag will er seine Jacke mitbringen, damit ich ihm einen dicken Kuli-Fleck daraus entferne.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Überfall

Die lokale Presse stellt einige Artikel vom nächsten Tag schon abends vorher ins Internet. Da lese ich gerade, dass die Sparkassenfiliale bei mir heute zum dritten Mal in diesem Jahr überfallen worden ist. Jedes Mal gab es keine Beute. Nach dem 2. Überfall ist die Filiale total umgebaut und sicherer gemacht worden. Die Angestellten sind nun zum 3. Mal mit einer Pistole bedroht worden. Wie werden die damit fertig?
Ach Gisela, was ist nur in unserem Viertel los.

Fit wie ein Turnschuh

So sagt man. Ich hatte heute in der Gemeinde die Frauenhilfe zu halten. Ca. 50 Frauen im Alter von 50 an aufwärts waren zusammengekommen. Eine der Damen war gerade 91! Jahre alt geworden und fit wie ein Turnschuh. Ich habe mich mit ihr über die Gartenarbeit unterhalten. Sie versorgt ihr Haus noch ganz alleine. Unglaublich. Ein gesegnetes Alter.

Wenn die Kraniche ziehen

Image
So heißt der Titel meines Lieblingsfilms, der mich in jungen Jahren sehr beeindruckt hat. Ich habe ihn in Berlin gesehen. Wir fuhren öfter mit der Gemeinde nach Westberlin um von dort über unterschiedliche Grenzübergänge in die Ostberliner Stadtmission zu kommen.

Wenn die Kraniche ziehen ......

Sie ziehen wieder. Zwar noch vereinzelt, aber in den nächsten Tagen fliegen wieder viele Schwärme über meine Stadt hinweg.

Der Winter ist im Anmarsch.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Fehler

Da habe ich doch vorhin das Wort Terrasse nicht richtig geschrieben, habe das zweite r vergessen.
Und was schlägt mir das Rechtschreibprogramm vor: Teerasse!!!!!!!
Nun denn, ich bin gespannt, ob ich die Rasse mal kennenlerne.

Geschafft

200 kg Kies liegen auf der Terrasse. Scheint nicht viel zu sein. Doch ich habe ihn, die Packen waren zu 20 kg abgepackt, erst im Baumarkt auf die Karre gepackt, dann in mein Auto gewuchtet, nach Hause gefahren und dann alle Säcke wieder einzeln durch meine Haustür in die untere Etage und auf die Terrasse geschleppt. Ich kann es noch. Mal sehen, ob ich morgen Muskelkater habe. Aber Hauptsache er liegt schon mal auf Halde, damit wir nächste Woche so eine Art Drainage legen können. Das traue ich mir nicht alleine zu. Mal sehen, ob der Kies reicht.

Montag, 12. Oktober 2009

Abschied

Nun ist er bald da, der Abschied von den Lieben. Sie ziehen weg. Wir hätten uns viel öfter auf "ein Stündchen" treffen sollen. Ich merke schon jetzt, sie werden mir fehlen.
Es bleiben die Begegnungen per Internet. Und besuchen werde ich sie auf jeden Fall. Doch dafür müssen sie erst einmal richtig um- und eingezogen sein.

"Kinder Gottes sind die Säulen,
auf denen diese Welt noch ruht.
Drum müssen sie sich auch verteilen
und stille sein in seiner Hut.
Es freut uns wohl ihr Nahesein.
Ihr Fernsein schmerzt uns nicht.
Es müssen allerorten Säulen sein,
damit die Welt nicht bricht."
(Autor?)

Samstag, 10. Oktober 2009

Header

Habe mich am Header versucht. Mit "Anpassen" dachte ich, das Foto würde nicht so groß gezeigt. Aber egal. Mein Neffe (2. Grades), ein begnadeter Fotograf, auch sonst mit vielen Begabungen beschenkt, hat es geschossen und mir geschickt, nachdem er einige "Erbstücke" bei mir abgestaubt hat. Toll, dass die Teile so geschätzt werden. Ich freue mich.

Gedacht ...

hatte ich, dass alle meine Lieben am Urlaubsort weilten. Ein Anruf belehrte mich eines Besseren. Neffe Nr. 1 stand in der Pampa und bat darum abgeholt zu werden. Er hat gestern sein Hebraicum bestanden. Bei aller Vorbereitung hatte er vergessen, dass der TÜV seines von Oma geerbten Autos abgelaufen war. Tja, da drohten sie dem Guten das Auto still zu legen (wegen Überziehung). Ein Freund der Gemeinde hat eine Werkstatt am Rande der Stadt und macht das Auto wieder für den TÜV klar (Freundschaftspreis). Heute sollte das gute Stück abgeben werden. Und aus der Pampa gibt es kein Entkommen. Also muss die Tante ran, die ja eh keinen zum Frühstück da hat. Und die Tante hat sich gefreut doch noch einen ihrer Lieben zu sehen und zu knuddeln.
Neffe Nr. 1 ist nun samt Freundin mit Auto seiner Mama auf zum Urlaubsort. Auf dass alle endlich wieder beisammen sind und das Haus voll werde.

Freitag, 9. Oktober 2009

Futsch

... sind sie alle, meine Lieben. Sie machen Urlaub auf Ameland. Und sie sind schon alle wohlbehalten dort angekommen, mit Hund, Freundinnen und Freunden. Es wird eng im Feriendomizil.
Und ich frühstücke morgen alleine.

Rauschbrillen

Gestern, beim Symposium im Rathaus:
"WER SUCHT DER FINDET - Wege aus der Abhängigkeit"
Die Verantwortlichen, die Mitarbeiter des Blauen Kreuzes, hatten hervorragend organisiert.
Der Vortag vom Ärztlichen Direktor am Klinikum über neue Forschungsergebnisse und ihre Auswirkungen auf die Behanldung war interessant, hoch wissenschaftlich und lang.
Habe mein Referat gekürzt.
Im Vorprogramm konnten die Jugendlichen auf dem Rathausplatz mit Bobby-Cars und Rauschbrillen einen Parcours fahren oder auch laufen, um zu spüren, wie es einem geht, wenn man alkoholisiert ist. Sie hatten ihren Spaß an der Sache. Ob ihnen "ein Licht" aufgegangen ist? Ob es sie abhält sich mit Alkohol intus ans Steuer zu setzen? Ich wage es zu bezweifeln.
Doch wenn sie (die Brillen) pädagogisch gut eingesetzt werden, und die Erfahrungen mit den Rauschbrillen ausgetauscht und aufgearbeitet werden, dann haben sie sicher einen Stellenwert in der Prävention.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Etwas verrückt

Heute Morgen hieß es in Radio MK, dass die Bürger meiner Stadt ab Mitte November gegen Schweinegrippe geimpft würden, zuerst diejenigen, die im Gesundheitswesen tätig seien und die Polizisten und dann alle anderen.
In der Zeitung las ich dann, dass die Ärzte schon ausgerechnet hatten, dass sie, wenn sich alle impfen ließen einen Monat lang jeden Tag 2000 Bürger impfen müssten. Aber die Sorge sei wohl unbegründet, denn es ließen sich ja nicht alle impfen. Wohl wahr, ich auch nicht.
In den Schulen wird nach den Herbstferien die Hygiene wieder auf "Normalmaß" herunter gefahren. (Stand auch in der Zeitung.) Was das heißt, bleibt der Fantasie überlassen. Ich denke, wie ich es erlebt habe, dass die Klassenräume nicht mehr jeden Tag gesäubert werden, die Toiletten vielleicht, aber die Flure und die Handläufe der Geländer nicht usw. Da nun die normale Grippewelle anrollte, stand auch in der Zeitung, kann die ja jeder kriegen. Man muss nicht mehr so auf Hygiene achten, warum auch. Also Husten und Niesen wir uns wieder an, reichen uns die Hände, ob wir vorher reingehaucht oder drauf gespuckt haben ist egal. Wir dürfen uns wieder in die Arme nehmen. Wir sind wieder immun.
Aber impfen lassen gegen die Schweinegrippe das sollen wir uns dringend.

Montag, 5. Oktober 2009

Getöse

Da hat doch der erste Herbststurm, der von Samstag bis in den frühen Sonntag über uns hinweg brauste, in der Nacht ein paar meiner Blumenkübel umgepustet. Dabei hatte ich sie schon dicht an die Hauswand gestellt. Vom Getöse bin ich wach geworden, aber nicht in den Garten gestiefelt, denn es goss auch noch in Strömen.
Meine Dahlien sind ganz schön in Mitleidenschaft gezogen, sehen ganz zerzaust aus. Und umgeknickt sind auch noch einige. Ob sie sich noch mal erholen? Sie stehen noch so schön in Blüte und Knospen.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Eigentlich ...

... hatte ich was Nettes, was ich in mein Blog schreiben wollte. Und nun fällt es mir partout nicht mehr ein.
Auch das bin ich.

Erntedankfest

Das Parkplatz war schon um 9.40 Uhr gerammelt voll. Ich hatte einen schwer MS-Kranken zum Gottesdienst abgeholt. Den setzte ich am Hintereingang ab, weil ich dort halten konnte, half ihm in die Kirche und fuhr den Wagen dann etwas weiter weg zu einem Parkstreifen an der Straße. Dann zurück, durchs Gewühle hindurch, um die Gebetsanliegen des Monats aufzuhängen, nachzufragen, ob es noch etwas abzukündigen gäbe und dann versuchen einen Platz zu ergattern. Die Kirche war heute gerammelt voll. Erntedankfest, da kommen auch noch die Landwirte aus den Randgebieten, die sonst selten zum Gottesdienst kommen. Außerdem gab es noch drei Taufen und der Posaunenchor einer Nachbargemeinde spielte. Ich hatte die Begrüßung und die Abkündigungen zu halten. Es war festlicher Gottesdienst voller Dank und auch voller Ernst und voller Lebendigkeit.
Beim anschließenden Kirchencafé brummte das Kirchenhaus von den Gesprächen und Begegnungen.

Samstag, 3. Oktober 2009

Sachen gibt's

Musste gerade der Nichte, die in Bensheim weilt, eine Zugverbindung von dort nach Darmstadt (Studienort) heraussuchen. Natürlich im Internet. (Sie war ohne.) Mit etwas telefonischer Nachhilfe von ihr habe ich das dann geschafft. Sie war glücklich und ich auch. Ich habe wieder was dazu gelernt.

Gebet

Der Neffe steckt in seinem Hebraicum. Gestern schrieb er seine Klausur dafür, am kommenden Freitag ist die mündliche Prüfung. Er erzählte heute beim Familienfrühstück, dass der Professor vor der schriftlichen Prüfung die Losung gelesen und mit den Studenten gebetet hat.
Ich wünsche mir mehr solche Professoren.

Gestern gesehen

Gestern Abend sah ich im Vorbeifahren an einer kleinen Umgehungsstraße folgendes gedruckte Schild:
Gesperrt
Für Anlieger unter 3,5 t erlaubt.
Was machen die armen Anlieger, die mehr als 3,5 t wiegen, müssen die in ihren Wohnungen ausharren?

Freitag, 2. Oktober 2009

Augen zu

Bin so müde, dass ich gerade vor dem PC eingeschlafen bin.
Und Tschüss!

Weiterleben ohne dich -

Weiterleben ohne dich - als Eltern und Geschwister plötzlich verwaist
Das war das Thema unserer gestrigen Fortbildung in der Notfallseelsorge. Eingeladen waren Notfallseelsorgende, Feuerwehrleute, Notärzte, Rettungsassistenten, Polizisten, Bestatter, natürlich alle auch in der weiblichen Version.
Es war ein bewegender Abend. Drei Elternpaare aus der Selbsthilfegruppe "Leben ohne dich" berichteten von ihren Erfahrungen mit den oben genannten Menschen. Und sie berichteten auch darüber, was sie gebraucht hätten.
Das Elternpaar, das von der Polizei erfuhr, dass ihr Sohn tödlich verunglückt war, im Auto verbrannt. Die Geschwister, die das auch erfuhren.
Das Elternpaar, dessen Tochter am Tag der Geburt des Enkels Stunden nach der Geburt plötzlich verstarb.
Das Elternpaar, das seine 12-jährige Tochter tot im Bett fand. Die Geschwister erlebten die verzweifelten Wiederbelebungsversuche.
Überall überbrachte die Polizei mit einem Notfallseelsorger die Nachricht. Bei der 12-jährigen wurde die Kripo eingeschaltet, auch wenn sich hinterher herausstellte, dass sie einer "natürlichen Todes" gestorben ist. So ist das Vorgehen immer bei ungeklärter Todesursache. doch wie schrecklich für die Eltern, der Sterbeort wird erst einmal zum Tatort.
Alle drei Familien haben Schlimmes erlebt.
Einige Sätze gehen mir noch sehr nach:
"Wenn deine Eltern sterben, stirbt deine Vergangenheit. Wenn dein Partner stirbt, stirbt deine Gegenwart. Wenn dein Kind stirbt, stirbt deine Zukunft."
"Die anderen Kinder verlieren nicht nur ihr Geschwister sondern auch ihre Eltern, wie sie einmal waren."
"Ich musste eine neue Beziehung zu meinem verstorbenen Kind aufbauen."
"Wir wollen nicht, dass unser Kind zweimal stirbt, einmal am Todestag und einmal wenn es tot geschwiegen wird."
"Das Begreifen des Todes (anfassen, sehen) ist gerade besonders wichtig."
"Ich als betroffene Mutter ziehe den Hut vor jedem, der mich ertragen hat im ersten Jahr, der den Mut hatte, mich auszuhalten."

Ich habe viel gelernt und hoffentlich auch verstanden. Manches ist mir wieder bewusst geworden. Ich kann den Inhalt der Fobi nicht in Worte fassen. Dankbar bin ich, dass ich in keine dieser Situationen alleine hinein gehe. "Wir geh'n an unser's Meisters Hand und unser Herr geht mit." So erbitte ich mir für die nächste Notfallwoche Gottes Weisheit, Kraft,Hilfe und seinen Segen. Für das andere "Rüstzeug" muss ich selber sorgen.

Dienstag, 29. September 2009

Kratzer

Als ich heute Morgen das Gebäude verließ, in dem ich mein Training habe, da sehe ich, dass mein Auto an der rechten Seite über dem Vorderrad dicke Kratzer hat. Sie sind tief. Es sieht aus, als sei ich an einem weißn Poller oder Eckstein entlang geschrammt. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, tue es noch. Gemerkt habe ich nichts, weiß auch nicht wo das passiert sein kann. Aber sie sind da, die tiefen Schrammen. Mein Trainer kam gleich mit Autopollierzeugs. Etwas sind die Kratzer blasser geworden. Ich brauche jetzt rotes Autowachse und einen roten Lackstift für die tiefen Stellen. Ich hoffe, ich kriege alles einigermaßen hin, denn zum Lackierer - das wird teuer. Ich raff's nicht, dass ich nichts gemerkt habe.

Montag, 28. September 2009

Wiedersehen

Heute ist der Todestag meiner Schwester. Sie ist nur drei Jahre alt geworden. An ihrem Geburtstag, dem 25.08. habe ich schon einmal was geschrieben. Durch ihre lange Bettlägerigkeit war sie geistig sehr viel weiter als andere Kinder in ihrem Alter. Wir haben um ein Wunder (Heilung) gebetet. Doch sie ist heim zu ihrem Heiland gegangen, der ihr nicht fremd war.
Bei der Beerdigung seines eigenen Kinder sagte mein Vater: "Gott hat sich von dem Verwunden mehr erhofft als von dem Wunder."
Ich habe meine Verwundung, die ich als fast 13-jährige gespürt habe, Jahnzehnte später in einer seelsorgerlichen Therapie aufgearbeitet. Das war gut und heilsam.
Ein paar Jahre später habe ich noch einmal eine Schwester geschenkt bekommen. Wir haben eine innige Beziehung zueinander, das ist toll. Heute schneite sie bei mir rein, wollte was Dienstliches. Sie weiß wahrscheinlich gar nicht, dass heute der Todestag meiner Schwester ist. Ich habe es in der Eile auch nicht gesagt. Das macht nichts.
Denn:
Ob durch Leben, ob durch Tod getrennt,
alles, was nach Jesus Christ sich nennt,
trifft sich einst beim Herrn im Himmelssaal.
Christen seh'n sich nie zum letzten Mal.

Und so freue ich mich wie bekloppt auf ein Wiedersehen mit meiner Schwester und meinen anderen Lieben und ganz vielen, die ich vermisse.

Sonntag, 27. September 2009

Wahltag

Image Diese Karte gibt es auf der Gott.net-Seite:http://www.gott.net/.
Wir haben diese Karte am letzten Samstag auf dem Marktplatz der Stadt an Passanten verteilt und ein Gespräch mit ihnen geführt..
Auf der Rückseite steht ein Text von Jürgen Werth:
Mancher Machthaber
würde am liebsten
das Volk auflösen
und ein anderes wählen.
Schrieb einst Bert Brecht.
Ich habe dich gewählt
und ich bleibe bei meiner Wahl.
Egal was kommt.
Sagt der Schöpfer des
Himmels und der Erde.
Das ist mal eine Wahl,
die auf jeden Fall
gut ausgeht!

Gegen Mittag, nach dem Gottesdienst und den Gesprächen habe ich gewählt. Im Wahllokal war dieses Mal, im Gegensatz zu sonst, richtig Betrieb. Ob wohl mehr Leute zur Wahl gegangen sind als vor ein paar Wochen? Ich hoffe es.


Gott schenke, dass wir Frauen und Männer in die Regierung bekommen, die in Verantwortung vor Gott Ihre so schwere und wichtige Aufgabe erfüllen.

Samstag, 26. September 2009

Veteranentreff

Dieses Mal haben wir und bei mir getroffen, wie "alten Veteranen". Alt, weil wir vor Jahren ein Team waren, das Mitarbeiter aus Selbsthilfegruppen und Abstinenzverbänden zu "Freiwilligen Suchtkrankenhelfern" (so lautet die Bezeichnung) ausgebildet hat. Die Ausbildung zog sich über 2 1/2 Jahre (mehrere Wochenend-Seminare) hin und endete mit einem Zertifikat für die, die erfolgreich abschlossen. Wir haben damals viel miteinander erlebt, miteinander gerungen und auch selbst einiges gelernt. Und - wir wollten die Verbindung halten. Zweimal im Jahr wollten wir uns treffen. Das hat dieses Mal nicht geklappt, wir fanden keinen Termin, denn alle anderen sind noch im Dienst. So trafen wir uns erst nach einem Jahr heute bei mir. Jeder bringt was mit zum Brunch, so ist es für keinen zu viel. Und da wir uns reihum treffen, muss jeder mal weit fahren.
Es war schön. Sofort war die alte Vertrautheit wieder da und wir hatten sehr persönliche tiefer gehende Gespräche. Das tat gut.
Und einen neuen Termin haben wir auch schon, dieses Mal sogar schon für Ende Januar 2010.
Ich freue mich darauf.

Donnerstag, 24. September 2009

Er liegt!

Jawohl, seit zwei Stunden liegt er, der neue Belag auf meinem Balkon.
Die Nachbarn haben gestaunt. Wir gaben ein herrliches Bild ab. Da der Rasen nass war, weil es geregnet hatte, haben mein Helfer und ich den Balkonteppich auf der Zufahrt zu unseren Haustüren ausgerollt, den alten Belag als Schablone darüber gelegt und dann hat der gute Mann alles zugeschnitten. Beide knieten wir in der großen Einfahrt und hofften, dass niemand in die Zufahrt fahren wollte. Seine Frau passte auf. Ein Bild zum Schießen. Ausgerechnet seit zwei Tagen ist eine Baustellenampel direkt vor meinem Eingangsbereich. Es war Feierabendverkehr. Die Menschen in den Autos hatten während der Rotphase richtig was zu sehen. Sie schauten uns direkt auf die Finger. Amüsiert haben sich beide Seiten (glaube ich). Und mein Balkon sieht schnuckelig aus. Inzwischen steht alles wieder am Platz. Mit den Helfern gab es einen ausgiebigen Tee-Schwatz (mit Kuchen). Ich freue mich. Wieder was bewältigt.
Die nächste Aktion steht an.

Mittwoch, 23. September 2009

Korrektur

Da schickt doch die Nichte eine Mail, im Anhang eine wissenschaftliche Arbeit. Die Tante soll bitte Korrektur lesen. So weit so gut. Doch die Arbeitsgruppe ist durch Krankheit in Verzug geraten und die umfangreiche Arbeit muss innerhalb von 24 Stunden korrigiert sein. Was tut die Tante? Sie lässt alles stehen und liegen und setzt sich dran.
Es ist geschafft. Ich habe viereckige Augen vom Bildschirm, habe einige Fachausrücke gelernt, eine interessante Arbeit gelesen und bin glücklich, die Nichte glücklich gemacht zu haben.
Toll, was die Kurze da geleistet hat.

Montag, 21. September 2009

Verwirrungen

Eine wichtige Mitgliederversammlung auswärts. Etwa 100 Mitglieder waren angereist. Es geht und ging um die Fortführung eines Glaubenswerkes. Um 18.00 Uhr sollte die Versammlung beendet werden.
Sie dauerte bis 21.00 Uhr. Nach einem eindrücklichen geistlichen Einstieg und einer Abstimmung für ein neues Konzept schien alles gut zu laufen. Doch danach gab es bei weiteren Punkten plötzlich Missstimmungen. Verletzungen wurden deutlich, Misstrauen ausgesprochen, es gab Anschuldigungen. Eine voranbringende Weiterarbeit wurde schwierig. Notgedrungen wurde die Versammlung spät etwas ratlos beendet.
Wie es weiter geht, wir wissen es nicht. Wir können nur beten und hoffen, dass Gott selbst eingreift, Herzen bewegt und dass er zeigt, ob es weiter gehen soll, oder ob er es anders will.

Samstag, 19. September 2009

Keiner da

Alle meine Lieben sind ausgeflogen. Heute war keiner zum Familienfrühstück da.
Drei sind beim Konfi-Wochenende, zwei helfen beim Umzug der Familie der Freundin mit, der Schwager ist dienstlich unterwegs, eine muss am Studienort bleiben. Der Rettungssanitäter hat Dienst. Tja, so ist das manchmal.
Ein bisschen verlassen fühlte ich mich heute schon, weil ich mich immer so auf unser Familienfrühstück freue.

Mittwoch, 16. September 2009

Energie

Da ist doch so eine große, dicke Nacktschnecke über einen Meter an der Scheibe meiner Terrassentür empor gekrochen. Solch eine Energie möchte ich haben. Allerdings so eine Schleimspur möchte ich doch nicht hinterlassen.

Dienstag, 15. September 2009

Geschafft

Endlich habe ich ihn gekauft, den neuen Belag für den Balkon. Der alte ist mürbe, löst sich auf. Über den Waschbetonplatten liegt nämlich ein Balkonteppich (habe ich schon übernommen). Der ist hin, sagten die Maler. Also: meinen großen verwinkelten Balkon vermessen, gegrübelt, wie kriege ich die lange und dicke Rolle ins Auto, schaffe ich das alleine? Neffe, der in der Nähe Schule hat, um Transporthilfe gebeten. Und siehe da: nette Verkäuferin, schmale Rolle, gut durch den Kofferraum über die Sitze bis nach vorne zu schieben. Auto ging zu. Fahrersicht war gut. Neffe wäre nicht nötig gewesen, hätte alles alleine geschafft. Trotzdem, ganz herzlichen Dank.
Und da habe ich tagelang gegrübelt, wie ich das Ganze bewerkstellige. Ich bin verrückt.
Nun muss nur noch das Wetter trocken sein, damit mein Helfer und ich das Ganze auf meinem Einstellplatz gut zuschneiden könne.

Montag, 14. September 2009

Feste feiern wie sie fallen

Manchmal, ja manchmal da fallen die Feste alle auf eine Woche. Die vergangene war so eine Woche. Angefangen vom vergangenen Sonntag bis einschließlich gestern gab es jeden Tag eine Feier. Und jede Einladung dazu war auch von mir lieben Menschen der unterschiedlichen Freundeskreise ausgesprochen worden. Tagsüber, abends, nachmittags - ich war feiern. (3 Jubiläen, zwei runde Geburtstage, eine Wiedersehensfeier ein normaler Geburtstag) Warum muss nur alles in einer Woche stattfinden. Ich hätte es gerne mehr verteilt gehabt, um alles besser genießen zu können. Doch ich kann die Ehrentage nicht datieren. Und jeder hat, mit Ausnahme der Wiedersehensfeier, an "seinem" Ehrentag gefeiert. Die normalen Gemeindetermine kamen hinzu. Nun habe ich das Empfinden, mich von allem Feiern erholen zu müssen. Ich bin durch die Woche gesaust. Doch dass die Lieben mich einladen und sich freuen, wenn ich komme, ist auch ein schönes Gefühl.

Freitag, 11. September 2009

Gestrichen

Da hat man doch meinen Namen aus dem neuen Telefonbuch gestrichen. Meine Festnetznummer steht nicht mehr drin. Dabei habe ich beim Anbieterwechsel auf den Antrag geschrieben, dass mein Eintrag im Telefonbuch bleiben solle. Es gab extra eine Rubrik dafür. Tja, und dann werde ich gestrichen. Ärgern tut mich das schon ein bisschen. Doch ich weiß, es ist anderen ebenso ergangen. Ich werde es "überleben".

Dienstag, 8. September 2009

SMS von Gott

Jeden Morgen bekomme ich eine "SMS von Gott" auf mein Handy.
Heute lautete sie:
"Gottes Liebe ist an jedem Morgen neu.
Darüber kann man sich sein Leben lang freuen." (Psalm 90,14)
Hach, ich freue mich!

Freitag, 4. September 2009

Fortbildung

Wir hatten heute eine Fortbildung im Rahmen der Notfallseelsorge. Manches Praktische und Hilfreiche war dabei, angefangen von dem Moment, in dem der Pieper geht bis hin zu dem, was dann ist, wenn ich nach dem Einsatz wieder nach Hause komme. Wie bereite ich mich auf den Einsatz vor? Oft bekomme ich nur ganz knappe Informationen. Was ist, wenn in der Situation die eigene Betroffenheit zu groß wird. Wie gehe ich mit den manchmal sehr schlimmen Eindrücken um, wie werde ich die grausamen Bilder wieder los. Das beschäftigte uns im Austausch untereinander.
Ich weiß, dass ich betend zu jedem Einsatz fahre, auch wenn ich nicht weiß was mich erwartet. Ich habe oft erlebt, dass ich in vorbereitete Verhältnisse komme. "Menschen, die mit Jesus rechnen, kommen immer in vorbereitete Verhältnisse." (PD) Ja, wenn ich zurückschaue, bin ich immer in vorbereitete Verhältnisse gekommen. Und auch hinterher gebe ich das Erlebte bei Gott ab. Doch ich brauche manchmal auch das Gespräch über das Geschehen, um meine Gefühle und Gedanken zu sortieren. Auch Seelsorger brauchen Seelsorger.

Sonntag, 30. August 2009

Miteinander

Gut, dass wir einander haben (Manfred Siebald)

Refrain:
Gut, dass wir einander haben, gut dass wir einander sehn,Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.

Strophen:
Keiner, der nur immer redet, keiner der nur immer hört.Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert.
Keiner widerspricht nur immer, keiner passt sich immer an. Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.

Keiner, der nur immer jubelt, keiner, der nur immer weint.Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint.
Keiner trägt nur immer andre, keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen, jeder hat schon angefasst.

Keiner, der nur immer schwach ist, keiner hat für alles Kraft.Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft.
Keiner, der noch alles braucht und keiner, der schon alles hat.Jeder lebt von allen andern, jeder macht die andern satt.

Dieses Lied haben wir heute Morgen im Gottesdienst gesungen. Es tut so gut. Es macht so viel Mut. Ich darf es mir und anderen zusingen. Danke Manfred, danke Christine, danke Benni!