02
Mär
26

Der Luxus, keine Meinung zu haben.

Ich habe zum Irankrieg keine Meinung. Noch nicht. Ich finde, es ist zu früh, eine Meinung dazu zu haben.

Umso erstaunlicher, dass fast alle bereits eine Meinung haben.

Die Rechten (Gerald Grosz, Nius,….) sind für den Krieg. Die freuen sich, dass die Mullahs eliminiert werden.

Die Ultra-Linken (Grüne usw) sind dagegen, denn die fühlen sich den Islamisten dort verbunden. Außerdem hassen sie Trump.

Die Ultra-Rechten sind aber auch dagegen (Compact TV, Martin Sellner….), da dieser Krieg offensichtlich den Interessen Israels nutzt. Manche dieser Ultra-Rechten haben, vor allem nach Ukraine, ein Interesse am Pazifismus, andere aber (ich nenne keine Namen!) haben, meiner Ansicht nach, immer noch ein Antisemitismus-Problem.

Israel-affine Militärs sind für den Krieg, da der Iran unverhandelbar die Vernichtung Israels als Endziel hat, und sie ein Recht Israels auf Selbstverteidigung sehen – das angesichts der Brutalität dort unten auch nicht zimperlich ausfallen kann.

Die Europa-Zentrierten Rechten sind gegen den Krieg, da sie neue Migrationswellen fürchten. Stimmt auch wieder.

Mittel-rechte Theologen (wie Dr. Johannes Hartl) haben Verständnis für den Krieg, ohne ihn aber ausdrücklich zu befürworten.

Unser Herr Erzbischof ist gegen den Krieg, da er der Meinung ist, dass „Bomben keine Probleme lösen.“ Da bin ich prinzipiell einverstanden, aber meint er die Bomben der USA, oder aber die Bomben der Mullahs gegen das eigene Volk? In zweiterem Falle müsste er ja wieder dafür sein, oder….?

Die einen sagen, Trump geht es ums Geld (und das glaube ich auch), aber, sage ich, es könnte ja prinzipiell trotzdem sein, dass es ihm AUCH um das Wohl der Iraner geht. Nur weil es zur Zeit Mode ist, Trump zu richten, muss ich ja nicht mitmachen. „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“, sagt Jesus.

Das iranische Volk ist tatsächlich für den Krieg, da es sich die Freiheit erhofft. Diese Freiheit wünsche ich ihm von Herzen.

Ich bin mir sicher, dass dieser Krieg auch um den US-Dollar als Leitwährung geht. Ums Geld. Aber ist das per se eine schlechte Absicht? Und nein, es ist auch nicht per se eine gute Absicht.

Aber ich denke mir, dass es möglich ist, dass sich Trump denkt, „schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Halten wir den Dollar als Leitwährung UND befreien wir die Perser.“

Es ist zumindest möglich. Ich sage nicht, DASS es so ist.

Es sind also viele Absichten in diesem Krieg, manche gut, manche schlecht, manche ambivalent, also Absichten, die sich in den Gehirnen ihrer Agenten noch moralisch entschleiern müssen.

Solange ich nicht weiß, welche dieser Absichten gewinnt, also: welche dieser Absichten wie viel Gewicht hat, gönne ich mir den Luxus, vorerst(!) keine Meinung zu haben.

Was wir aber tun können, ist, und da schließe ich mich dem Erzbischof Grünwidl an, (ohne seinen politisch-korrekten Vorverurteilungsfimmel teilen zu müssen!), dass wir BETEN können für einen guten und gottgefälligen Ausgang der Sache.

Zum Beispiel den Rosenkranz.

01
Mär
26

Die Halbjungen

Gegen besseres Wissen habe ich mich dann doch wieder einmal gewundert, warum meine jungen, nun, nennen wir sie „Ex-Freunde“, die jetzt ungefähr 30 Jahre alt sein müssten, so GAR NICHTS zu meinen Facebook posts von sich geben. Ist wirklich so schlimm, habe ich mich gefragt, dass ich gegen Zensur, gegen Krieg und für eine rationale, nicht alles schönredende Islamkritik bin?

Diese Frage stellte ich auch einem Freund. Ich frug, ob sie mich denn dafür hassen würden. Der Freund sagte: „Na sicher hassen sie dich. Sie hassen dich dafür, dass du nicht ‚links‘ bist. Als Linker muss man FÜR den Krieg sein, und du bist dagegen. Also bist du ‚rechtsradikal‘, und also hassen sie dich. Du bist gegen Zensur, als Linker müsstest du allerdings dafür sein, ALLES zu zensieren, was nicht ‚links‘ ist. Also bist du in ihren Augen ein ‚Rechtsradikaler‘, und also hassen sie dich. Dass Zensur direkt in die Diktatur führt, ist ihnen egal. Oder besser: Sie verstehen es nicht mehr. Das einzige, was für deine Ex-Freunde wichtig ist, ist, dass sie nicht ‚rechts‘ sind. Und Islamkritik“, sagte der Freund lachend, „geht schon gar nicht. Das verwechseln sie sofort mit Rassismus, obwohl das freilich völliger Unsinn ist; seit wann ist bitteschön Religionskritik Rassismus? Aber das ist ganz egal. Sie wollen einfach nichts hören, das gegen die islamische Machtübernahme sprechen würde, du bist also rechtsradikal und also hassen sie dich ein drittes Mal.“

Ja, ich weiß, ich habe das schon öfters geschrieben. Aber es ist ein tatsächlich schwieriges Thema, und ich denke, es ist förderlich, sich ihm aus verschiedenen Perspektiven zu nähern, es zu umkreisen, um dann ein Spektrum dieses Themas generieren zu können.

Ich versuche, mich in diese meine halbjungen Ex-Freunde (30 ist eben nicht mehr SOO jung!) hinein zu versetzen, und quasi von innen zu schauen, wie sich die Dinge so haben entwickeln können, dass sie sich heute so darstellen.

Und ich weiß natürlich auch, dass man sich mit diesem „Hinein versetzen“ nicht unbedingt Freunde macht. Denn den halbjungen Ex-Freunden ist es unangenehm, wenn sie, wohl eher mehr unbewusst als bewusst, zur Kenntnis nehmen müssen, dass man ihr Mindset „emulieren“ kann. So etwas kratzt natürlich an der Eitelkeit, es verletzt die Selbstherrlichkeit, dass man ihre angebliche ‚Haltung‘ von außen analysieren und also zerlegen kann.

Wenn sie es denn überhaupt merken, muss man aber ergänzen. Denn: Wie ein Psychopath nicht merkt, dass er psychopathisch ist, so merken diese ideologisierten und gehirngewaschenen Halbjungen (ja, ich glaube, so nenne ich sie jetzt!), dass sie ideologisiert und gehirngewaschen sind. Jede von außen kommende Analyse berührt sie zwar unangenehm, aber sie können sich selbst nicht erklären, warum.

Eine solche Analyse hilft ihnen, also den Meisten von Ihnen, nicht, sondern sie erzeugen Aggressionen.

Warum schreibe ich das trotzdem? Weil ich mir sage, dass, wenn ein einziger der Gehirngewaschenen, oder gar zwei oder drei, durch diese Gedanken hier einen Nutzen ziehen, es die Sache wert wäre! Wenn einer oder zwei oder drei der Halbjungen beginnen sollte, die richtigen Fragen zu stellen, so hätte ich mein Ziel erreicht!

Und zum anderen will ich ja auch die „eigenen“ Leute, also jene, die das Problem prinzipiell verstehen, mit unterschiedlichen Blickpunkten auf das Thema versorgen.

Umgekehrt haben aber auch diese, also die „eigenen“ Leute, verständlicherweise, wie ich sagen muss, langsam die Nase voll. Warum, so fragen sie sich, sollen immer SIE sich in irgendwas oder irgendwen hinein versetzen? In sie hat sich schließlich auch niemand hinein versetzt, um sie hat sich auch niemand gekümmert!

Aber wieder lautet meine resignative Antwort: Es bleibt einem ja doch nichts anderes übrig. Wenn wir es nicht tun, tut es keiner. Also!

So weit die Vorrede.

Die kürzeste Form der Analyse (nämlich des Geisteszustandes der Verblendeten) lautet: Die Halbjungen haben derartige Angst vor dem Rechtsradikalen, dass sie alles opfern würden, um es zu verhindern: ihre Freiheit, ihre Meinung, ihren Willen und ihr Geld!

Nun könnte man freilich einwenden, dass man den Rechtsradikalismus und den Faschismus und den Nationalsozialismus deshalb verhindern wollen sollte, da er die Freiheit raubt und die Meinungen unterdrückt, und den Willen nimmt, und dass es daher absurd ist, den Nationalsozialismus mit GENAU diesen Mitteln zu verhindern zu versuchen.

Aber das ist natürlich aus dem Blickwinkel eines nüchtern analysierenden Menschen geschrieben. Wer von einer alles dominierenden, alles überlagernden Angst beherrscht wird, von dem wird man nicht erwarten können, solch nüchterne Analysen zu verstehen.

Dass das ein gigantisches gesellschaftliches Problem darstellt, ist klar: Auf lange Sicht kann eine auf Angst, noch dazu auf einer irrationalen Angst sich stützende Gesellschaft nicht halten. Wir müssen ja, der Vollständigkeit halber, anmerken, dass auch alte Omas und Opas sich von dieser Angst haben anstecken lassen, vor allem von jenen, die sich nur über die Gehirnwasch-Medien informieren und ihr armes Gehirn nur mit Lügen und Halbwahrheiten füttern.

Aber woher kommt diese riesige, unaufgearbeitete Emotion?

Man könnte nun einmal sagen – aber Vorsicht, das wird sich als die falsche Antwort heraus stellen! – dass ja der Nationalsozialismus tatsächlich eine Ausgeburt des Bösen war. Und das stimmt ja auch, es stimmt absolut! Es ist richtig, dass der Nationalsozialismus etwas Satanisches war.

Aber, und das ist nun der Grund, weshalb dieser Erklärungsversuch unzureichend ist, es hat auch andere satanische Gesellschaftsformen gegeben. Es hat den Stalinismus gegeben, der ähnlich viel Blut gekostet hat wie der Nationalsozialismus. Es hat den Maoismus gegeben, der nach mehr Blut gekostet hat. Und doch erzeugen diese beiden Verbrechersysteme nicht im Ansatz so viel Emotion wie der Nationalsozialismus! Der klassische Halbjunge wird zwar durchaus die verbrecherische Natur dieser Gesellschaftssysteme bestätigen, er wird bestätigen, dass diese Regime absolut böse waren, aber wenn man ihn fragen wird, welche Emotionen sie in ihm auslösen, wird er wohl nur mit den Schultern zucken.

Also: Die Bosheit und die satanische Natur alleine bewirken diese Emotionen nicht. Denn sonst müssten der Stalinismus und der Maoismus ähnliche Emotionen auslösen, was sie aber nicht tun.

Es muss also noch einen anderen Grund geben, einen, der stärkere Emotionen auslösen kann als selbst die Charaktereigenschaft des Satanischen. Es muss sich also in den Gehirnen dieser Halbjungen eine Vorstellung heran gebildet haben, die so grauenhaft ist, dass sie selbst die Vorstellung Satans in den Schatten stellt. Und mit dieser Vorstellung müssen die Halbjungen den Nationalsozialismus assoziiert haben.

Ich möchte meinem Lösungsansatz hierzu, um welches Bild des Grauens es sich hier handeln könnte, ein wenig vorgreifen. Was, so können wir uns fragen, ist mächtiger als Satan? Antwort: Gott ist mächtiger! Selbst der Satan ist nur ein Geschöpf Gottes. Um sich vor Satan zu schützen, reicht es, sich unter den Schutz Gottes zu stellen, unter den Schutz der Liebe, der Wahrheit und des Guten. Wie es eben Jesus Christus auch sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Diesen Schutz kann selbst der Satan nicht besiegen. Darum sollte ja ein Christ auch prinzipiell ohne Angst vor dem Bösen durchs Leben gehen, sondern eher nach der Devise des Augustinus: „Liebe und tu, was du willst!

Was aber, wenn in den überhitzten Vorstellungen der Halbjungen, also in den verblendeten Gehirnen derselben, der Nationalsozialismus mehr ist, als nur Satan? Was, wenn der Nationalsozialismus in diesen Gehirnen die Position eines zweiten Gottes eingenommen hat?

Und eben das ist passiert. Dieser Gott ist freilich ein Anti-Gott, ein böser Gott, hervorgetreten aus dem Schatten einer Gnosis, er hat ein atheistisches Aussehen und selbstverständlich sind sich die Halbjungen dieses Anti-Gottes, den wir gemäß der Lehre der Gnosis, auch den „Demiurgen“ nennen wollen, nicht bewusst. Sie wissen nicht, dass sich in ihren Gehirnen, wie jenen der meisten Linken, eine abgehalfterte Variante der Gnosis gebildet hat.

Und so haben sie überhaupt keine Kontrolle über diesen pseudo- religiösen Mechanismus. Ihre Weltanschauung ist von der Vorstellung definiert, diesen Demiurgen, diesen Anti-Gott zu verhindern, und zwar um jeden Preis. Dazu müssen sie sich aber, da dieser Demiurg ja ihr eigenes Phantasieprodukt ist, sich und andere ununterbrochen davon überzeugen, dass der Nationalsozialismus tatsächlich Gott ist. Wenn auch ein böser Gott. Nur wird sich das als egal heraus stellen. Dadurch, dass sie den Nationalsozialismus zu Gott erklärt haben, wird ihm nun auch göttliche Verehrung zuteil. Dass die Linken daran tatsächlich wahnsinnig werden, ist eigentlich keine Überraschung. Trotzdem müssen wir uns die Rolle dieses Anti-Gottes, dieses Demiurgen, und dessen perverse anti-Verehrung, etwas genauer ansehen.

To be continued.

31
Jan
26

Warum das Autobiographische Teil des politischen Bekenntnisses werden sollte

Da bin ich wieder!

Ich kann mich nicht mehr als „links“ bezeichnen, nach all dem was unter dieser Bezeichnung aufgeführt worden ist.

Habe ich mich verändert?

Sicherlich. Ich habe einiges dazu gelernt. Aber in meiner politischen Einstellung bin ich doch derselbe geblieben. Ich war den westlichen Finanz- Oligarchen immer kritisch gegenüber eingestellt.

Wenn sich nun aber die Linken, in der Corona-Hoax-Krise der Pharmaindustrie angebiedert haben und die Antifa geschrien hat: „Wir impfen euch alle (mit Gewalt)!“

Und wenn dieselbe „Linke“ kein Problem hat mit Zensur und mit dem hochspekulativen Handel von CO2- Derivaten, der NUR den Oligarchen nützt – wenn sich diese geistig Beschränkten also von der Hochfinanz haben einkaufen lassen (siehe auch Massenmedien), nun, dann bin ich eben kein Linker mehr.



In all diesen Selbstbekenntnissen tut also das autobiographische Element gut. Denn es betrachtet eben nicht nur einen StandPUNKT eines Menschen, sondern eine StandENTWICKLUNG, wenngleich diese auch zuweilen nicht eine Änderung von sich selbst, sondern relativ zu einer verrückt gewordenen Welt bedeuten kann.

Metaphorisch- mathematisch ausgedrückt: Sich selbst und das Gegenüber nicht als „Punkt“, sondern als „Funktion“ zu betrachten, möglicherweise sogar als eine Funktion in Wechselwirkung mit sich selbst – das würde wohl gut tun!

Aber daran haben freilich die Massenmedien, die selbsternannten Betreuer unseres Denkens, kein Interesse. Das würde nämlich zu Diskussionen führen, zu Gesprächen, es würde die Polarisierung wohltuend aufheben, aber ohne Kontur zu verlieren.

Kurz: Es würde ihren Extremismus (den sie anderen unterstellen, der aber ihr eigener ist) ihre Dummheit (sie selbst sind die Bildungsfernen, von denen Sie reden!) und ihre Verblendung offensichtlich machen.

Dann nämlich, wenn Menschen wieder mehr werden als – von diesen Gehirnwäsche-Agenturen zu solchen degradierten – Meinungs-„Punkte.“

14
Mai
21

Die virtuelle Pest, Teil 5: I take pride in the words: „Ich bin ein Verschwörungstheoretiker!“

Gratuliere!

Man muss es einfach zugeben: Die Wortschöpfung „Verschwörungstheoretiker“ ist ein Geniestreich! Ebenso natürlich dessen Kontextualisierung: Verschwörungstheoretiker sind Wahnsinnige (im besten Fall), böse (normal), oder gar rrrechtsradikal! Ich kann nicht anders, als Big Pharma, der Hochfinanz und der Medienmacht meine Hochachtung auszudrücken.

Auf diese Logik muss man erst einmal kommen: „ALLE Verschwörungstheoretiker sind wahnsinnig. Immer. Also gibt es GAR KEINE Verschwörungen! Es hat NIE welche gegeben! Das sind alles nur Erfindungen paranoider Gehirne!“

Genial.

Wir müssen die Geschichtsbücher umschreiben!

Den zweiten Irakkrieg hat es nie gegeben! Dass die Regierung Bush die Existenz irakischer Chemiewaffen erfunden hat: ein Missverständnis! Der Tonkin-Zwischenfall? Zufall! Die großen Börsencrashes 2009? Eine Naturerscheinung! Die Bartholomäusnacht? Katharina von Medici hatte ganz einfach einen schlechten Tag! Verschwörungen? Gibt es nicht!

Oder halt, doch! Dass das Dolferl sich mit seinen Kumpanen verschworen hat, Polen zu überfallen, darf man, ja soll man sogar sagen. Wenigstens diese Scheißkerle darf man als das bezeichnen, was sie sind. Aber auch nur, weil sie einen fetten Stempel mit der großen Aufschrift „BÖSE“ auf die historische Stirn gedrückt bekommen haben. Ohne Stempel geht jedoch gar nichts. Dazu wollen wir noch kommen.

Es ist einfach großartig. Wer neuerdings Verschwörungen aufdeckt, sei es ein investigativer Journalist, ein Insider oder einfach ein nach Gerechtigkeit suchender Mensch, bekommt ganz einfach das Schild „Verschwörungstheoretiker“ umgehängt, und die Sache ist getan. Den Rest erledigt der Pöbel.

Will man Korruption, Lobbying oder Kriegsverbrechen ungestört betreiben, definiert man es einfach als „Verschwörung“, und schon gibt es das nicht mehr, weil ja die Theorien hierüber „wahnsinnig“ und die Menschen, die hier fragen, zweifeln, nachforschen, „rechtsradikal“ sind. Fertig, Problem erledigt! Es ist wirklich eine der genialsten propagandistischen Waffen, die je geschaffen wurden. Man kann nicht anders, als die Intelligenz derer zu bewundern, denen das eingefallen ist.

Die Antifa macht Werbung für Big Pharma, während die eigentlich „Linken“ als Rechte punziert werden! Noch nie war es leichter, Finanzverbrechen im großen Stil zu begehen, da jeder, der dies aufzeigt, automatisch zum moralischen Abschaum degradiert werden kann. Während in früheren Zeiten zumindest jene Intellektuellen, die auf die Verschwörungs-Aufdecker reflektierten, also jene die diversen Möglichkeiten in Betracht Ziehenden, in Ruhe gelassen wurden, gilt heute jeder als kontaminiert, der sich nicht sofort von der Irrlehre lossagt: Das nenne ich mal eine Seuche! Die jahrelange Polarisierungs- und Verdummungsarbeit hat sich ausgezahlt!

Wie genial muss ein Propagandalabor sein, das einen solchen Virus -aus einem Wort bestehend!- in die Welt setzen kann?

Wie aber konnte dieses demagogische Meisterwerk gelingen?

Ich sehe zwei Gründe, zwei „Stützen“:

Erstens: Durch Nivellierung des intellektuellen Anspruchs,

zweitens: Durch Vernichtung des metaphysischen Moments.

Zu Punkt eins: man rede dem Pöbel ein, dass er intellektuelle „Elite“ sei. Dann rede man ihm ein, dass man nur dann „Elite“ bleibe, wann man stets die Meinung der allgemeinen „Elite“ habe. Wer stellt diese allgemeine Meinung dar? Die Massenmedien! Früher hat man dem „dummen“ Volk gesagt, dass es dumm sei und das Maul zu halten habe. Diese Taktik war zwar simpel, sie hat aber einen großen Teil der Bevölkerung ruhig gehalten. Die „Kronen Zeitung“ gab es fürs Volk, die „neue freie Presse“ für den Hörrn Hofrat und seine werte Frau Gemahlin. Das hat aber doch eine gewisse Emanzipationsbewegung hervorgerufen, die freilich auch nicht willkommen war. Um nun diese emanzipierten Schäflein, die ihren (mehr oder weniger intelligenten) Senf beisteuern wollten, wieder auf Schiene zu bringen, hat man ihnen also eingeredet, zur Elite zu zählen. Freilich unter den oben genannten Voraussetzungen. das österreichische Zentralorgan hierfür war und ist der „Standard“, aber eigentlich darf man jedes Massenblatt dazu zählen. Die Antifa als intellektuelle Ketten- und Führhunde, deren trefflich konditionierter Beißreflex alles beißt, was man ihnen als Gegenteil von „links“ unter die Nase hält.

Zu Punkt zwei: Wo das feine Gewebe des Metaphysischen fehlt, verschwimmt die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Unrecht, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Freiheit und Sklaverei und letztlich zwischen Gut und Böse. Der sich in wissenschaftlicher Pose („I believe in science!“) produzierende Atheismus ist ja doch nichts als eine (willkommene) Vergröberung und Verdummung. Diese Grobheit bedarf zur moralischen Selbstbefriedigung des Moralinsauren, zur Validierung von Gut und Böse aber des groben, eindeutigen Aufdrucks.

Womit wir wieder beim „Stempel“ wären: Erst, wenn etwas als eindeutig böse abgestempelt ist, darf man Verschwörungen vermuten. Vorher nicht. Also: Nazi-Verschwörungen darf es geben, Pharma-Verschwörungen allerdings nicht, weil: Die impfen uns ja!

Sehr geschickt ist hier auch die Mischung aus Tolerantismus und Vergröberung implantiert, denn diesen Stempel traut sich kaum ein Vertreter des elitären Pöbels zu zücken. Nur so lässt sich das Paradox erklären, dass die elitäre Masse in trägstem Relativismus zwar „eh alles“ (vor allem Weltanschauungen) für „gleich gut“ hält, zugleich aber bezüglich eines eigentlich auf wissenschaftlicher Ebene zu führenden Diskurses (siehe mRNA, PCR-Tests, etc), mit inquisitorischem Geifer reagiert und hemmungslos in „gut“ und „böse“ einteilt.

Stempeln darf nur die Masse als Gesamtheit, oder was man dafür hält. Die moralische Validierung, die IMMER Sache des Einzelnen sein sollte, ist so zu den Massenmedien ausgelagert worden, die wiederum ihre Stellung missbraucht. Wer den metaphysischen Background nicht hat (oder: sich nicht schenken lässt!), der ist sich seines eigenen Wertekompasses unsicher, der muss sich seine moralischen Bewertungen von anderen vorkauen lassen. Ein solcher Mensch wird aber auch vergröbert sein, so dass er nichts anderes als den Stempel am Gehirn versteht, wo aber vielmehr eine differenzierte Beurteilung, die sich darob aber des Urteils-Moments, der eigenständigen moralischen Validierung, nicht schämt, vonnöten wäre.

Dass etwa diese „Philanthropen“ ihr Werk tatsächlich in „gutem Willen“ tun, weil sie nicht wissen, wohin mit ihren Milliarden, aber ihr guter Wille, in der zweiten Schicht darunter, darin fußt, auch ein wenig von der eigenen Macht spüren zu wollen, um sich an ihr zu befriedigen. Dass aber „befriedigen“ nur die tierische Variante des Friedens ist, scheinen sie nicht mehr zu wissen.

Obgleich ich also die Genialität des Wortes „Verschwörungstheoretiker“ rundheraus anerkenne, muss ich doch sagen, dass dessen Kontextualisierung gegen mich, gegen meine Lieben, gegen mein Land und gegen die ganze Menschheit arbeitet. Weshalb ich sage:

I take pride in the words: „Ich bin ein Verschwörungstheoretiker!“

26
Mär
21

Die virtuelle Pest, Teil 4: Fließendes Wasser

Aus der Massenpsychologie weiß man: Makroskopisch betrachtet, verhält sich der Mensch wie fließendes Wasser. Man kann das Verhalten von Menschen in der Masse berechnen, beispielsweise wenn in einem Fußballstadion ein Feuer ausbricht. Mit hydrodynamischen Gleichungen kann man die Menschenströme simulieren. Von wegen: Individualismus!

Vielleicht kann man damit klären, ob Medien und Politik bezahlt werden für den Schwachsinn, den sie verzapfen, oder ob sie das freiwillig tun. Braucht es einen Bill Gates, um die momentane Massenpsychose zu erklären? Der Mensch der Abklärung sehnt sich nach Konvention. Der Rationalismus scheint ihm, wiewohl er den Verstand nie genützt hat, ausgereizt, auch die Provokation der Moderne ist ein alter Schuh. Die Metaphysik ist verkümmert wie die Beine eines Rollstuhlfahrers: Selbst, wenn da wieder eine Verbindung nach oben wäre, eine Nervenleitung zur Bewegung der Füße, die Beine würden nicht mehr tragen.

Gutes Benehmen“ ist das Zauberwort. Ein Abwägen von Fakten und die schonungslose Suche nach Wahrheit ist abgelöst worden durch Benimmregeln. Eine Meinung ist dann richtig, wenn „sie sich gehört„, und sie ist falsch, „wenn sie sich nicht gehört“. Und wenn jemand eine „falsche“ Meinung hat, dann hat er nicht einfach Gebrauch von der Meinungsfreiheit gemacht, sondern er hat sich „schlecht benommen“. Solchen unerzogenen Flegeln wie Dr. Konstantina Rösch oder Dr.Bodo Schiffmann, die das Corona-Narrativ hinterfragen, kann und soll man die Existenzgrundlage entziehen, das Konto sperren, sie mit Berufsverbot belegen!

Denn, wohlgemerkt: Wenn sie einfach nur eine andere Meinung hätten! Aber sie sind ungezogen! Sie sind Flegel! Spielverderber! Good-will-Boykottierer! Partycrasher! Wellnessleugner! Na klar muss man die vernichten! Das ist die Logik der Abklärung, wo man vor lauter Postmoderne schon ganz hysterisch wird. Das nennt man dann „Intuition“! Darum haben im Moment auch die vierkantigen Schwestern Erich Mielkes die Alleinherrschaft. Grob und dumm, aber immer mit Benehmen! Die Stasi der Etikette bestimmt die Meinung! Ich nenne keine Namen, ein jeder hat sein eigenes facebook!

Aber, und das ist die Frage: Wer bestimmt die Benimmregeln (und damit das, was man für Wahrheit hält)? Ist Benehmen nicht immer eine Modeerscheinung? Also bestimmt die Mode das Benehmen und damit die „Wahrheit“. Aber wer bestimmt die Mode? Es sind die Modezeitschriften! Es geht da immer um die reizvolle Kombination um Masse, Neuigkeit und Geld. Letzteres ist selbsterklärend, es muss aber auch für die Masse erreichbar sein! Also der von Versace designte Fummel, der aber dann in Massenproduktion geht. Da kann man sich gleich als Insider fühlen!

Die Corona-Mode hält jetzt schon ein Jahr, und alle Tageszeitungen fühlen sich als Meinungs-Cosmopolitan! Das Virologie-Kleidchen sitzt perfekt und das auch noch schulterfrei! Alles andere ist Feinripp dagegen. Eine Modeerscheinung bedarf der Synchronisation: Auf einmal tragen alle das Gleiche, und niemand weiß, warum. Kein Wunder, dass nun jeder diesem magischen Zirkel weiblicher Magie angehören will!

Irgendwann weiß niemand mehr, warum man diesen oder jeden Fummel für schön befunden hat. Aber wie ist das passiert? Ganz einfach, indem Cosmopolitan und Vogue (und wie die ganzen Buntblätter alle heißen) auf einmal für die selbe Sache Werbung machen. „Unabhängig voneinander“ finden sie dasselbe schön. Da haben wir sie schon, diese Magie! Und mit dem Corona-Medien-Kleidchen ists nicht anders. Freilich, diesen synchronisierten Medienauftritt muss irgendwer finanzieren. Will man das bei allen wichtigen Medien zugleich machen, wird es teuer, aber es soll Menschen geben, die sich das leisten können. Vor allem, unter uns gesagt, man muss ja nicht alle zahlen!

Wie gesagt, der Mensch sehnt sich nach Konformität, und so braucht man nur das politische Cosmopolitan Reuters und die New York Times zu bezahlen, der Rest plapperts ohnedies nach: man ersehnt es, sich gut und slick benehmen zu können! Endlich zu zeigen, wie angepasst man ist! Übrigens: die SS-Uniformen sind von Hugo Boss designed worden!

Also ja: Auch Modekrankheiten bedürfen des Geldgebers. Ob diese freilich auf eine schon existierendes „must have“ aufgesprungen sind und es multiplizieren, oder den spike-Protein-Fummel selber produziert haben in ihrem Atelier in Wuhan: Darum müssen sich dann jene Wissenschaftler kümmern, bei denen weiße Mäntel wieder out sind und die keine Mielke-Schwestern mehr als Groupies haben. Also quasi die Feinripp-Unterhosen-Wissenschaftsfraktion mit den braunen (nein, nicht politisch!) Streifen am weißen Textil.

09
Feb
21

die virtuelle Pest, Teil 3: Volksverdummung und Frohbotschaft

Was von degenerierten Massenmedien zu halten ist, weiß man seit Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum„. Die Unverschämtheit, mit der sie heute lügen, hätte wohl aber selbst jenen Dichter überrascht.

Bei der großen Anti-Corona-Demo in Berlin waren an die 500 000 Menschen, die Massenmedien schreiben von 20 000. Bei eben dieser Demo sprach Robert Kennedy, ein Neffe des Präsidenten, ein Umweltanwalt und Kritiker der Pharmaindustrie, und die Massenmedien verschweigen es. Stattdessen schreiben sie über die Anwesenheit der „Reichsbürger“, die aber ihre eigene(!!!) Demonstration abgehalten haben. Letztere hatte nichts mit dem Anti-Corona Protest zu tun. Das hat die Massenmedien nicht daran gehindert, diese beiden Aktionen als eine gemeinsame Demo zu verkaufen, und dann noch die hunderttausenden friedlichen Demonstranten mit jenen „Rechtsradikalen“ gleichzusetzen.

Dr. John Ioannidis, Stanford-Professor und meistzitierter Mediziner der Welt, bringt eine Studie heraus, in der er darlegt, dass der Nutzen harter Lockdowns nicht erwiesen werden kann. Nachdem diese in den Massenmedien totgeschwiegene Studie dennoch bekannt wurde, beeilte sich „derstandard“, sie zu diskreditieren: „Mal wieder Kritik an einer Ioannidis-Studie„, und karrte einen „Experten“ der Donau-Universität Krems heran, dessen letzte Veröffentlichung aus 2005 irgendwas mit Depressionen zu tun hatte. Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht sagen, außer: Diese plumpen Manipulationsversuche sind eine Beleidigung unserer Intelligenz. Für wie dumm halten die uns eigentlich??

Und wenn wir schon dabei sind: Warum hört man nicht „mal wieder eine Kritik“ über die PCR-Studie von Drosten, die vor Ungereimtheiten strotzt, wie von Prof. Doshi dargelegt? Es handelt sich hierbei um jene Studie, auf der die weltweiten PCR-Tests basieren!! Die Liste solcher Manipulationen von „Kronenzeitung“, ORFloch, Völkischem Beoboboachter (das rosarote), etc, ließe sich beliebig fortsetzen.

Dass die Massenmedien hierbei vor einer an den Nationalsozialismus angelehnten Sprache nicht zurückschrecken (siehe Teil 1), dabei aber den Spieß umdrehen und ausgerechnet jenen, die um sachliche Kritik bemüht sind, dieses Schand-Attribut umhängen wollen, ist an Ekelhaftigkeit nur schwer zu überbieten:

Die Leichenschändung der Katharina Blum.

Ja, der Kotzfaktor geht gegen unendlich (zum Quadrat). Ein solch Infinitesimales satirisch zu überhöhen, wird schwierig, also versuche ich das gleich gar nicht, und komme gleich zum Lichtblick: Offensichtlich sind die Massenmedien gerade dabei, den Kampf gegen die freien Medien zu verlieren. Wir haben es mit einer Zeitenwende zu tun.

Wer hätte anno 1455 gedacht, dass Johannes Gutenbergs bewegliche Lettern eine Zeit auslösen werden, in der Lesen und Schreiben zur Allgemeinbildung und eine neue Konfession geboren wird? Ebenso erleben wir nun die ersten kulturhistorischen Konsequenzen des Internet. Die Massenmedien wird es nicht mehr lange geben. Was das für die nächsten hundert Jahre bedeutet, lässt sich kaum abschätzen. Der Buchdruck ermöglichte die Vervielfachung der Leserschaft einiger weniger Meinungen, wobei letztere aber passiv rezipiert wurden, während das Internet die Vervielfachung der Autoren ermöglicht. Aus bloß passiver Rezeption wird nun aktive Meinungsvermehrung. Erweist sich eine Zeitung als altersschwach, korrupt, verlogen, kann sie im Internet blitzartig (vonseiten des Lesers) durch andere Informationsquellen ausgetauscht werden. Es ist nicht mehr nötig, die angebliche Expertenmeinung von den Massenmedien sich vorkauen zu lassen. Ein Klick, und man kann die tatsächliche Expertenmeinung lesen, direkt aus der Primärliteratur.

Man merkt: Drosten ist nicht der einzige Virologe! Es gibt eine Welt nach dem Ultrafeminismus einer Beate Hausbichler! Es gibt klügere Gesellschaftskritiker als die ANTIFA! Das würde ich nun als Frohbotschaft bezeichnen.

Freilich aber befinden wir uns nun in einer Übergangszeit: Die Interessen prallen frontal aufeinander. Die Massenmedien bangen um ihre Macht und ihr Geld. Also müssen sie uns einreden, dass die freie Wahl der Information etwas Böses ist. Sie müssen uns Angst davor machen, dass wir uns frei informieren. Dabei werden nicht nur alternative Informationsquellen, sondern auch die, die sie lesen, diskreditiert. Verschwörungstheorien als ansteckende Krankheit, als die Geistesseuche, vor der Politik und Medien tatsächlich Angst haben, vor allem, wenn sich diese Theorien als wahr erweisen. Also schüren sie Unsicherheit, vor allem dem eigenen Verstand gegenüber. Spitzzüngig fragen sie: „Woher soll man denn wissen, dass man im Dschungel der Meinungen nicht einen totalen Blödsinn liest?

Als ob das nicht zu entscheiden wäre! Es bedarf eben einer gewissen Mühe, die Wahl dessen, was man für wahr befindet, selber zu treffen. In dem Gebrauch des eigenen Verstandes (frei nach Kant) läßt sich Konsistentes von nicht Konsistentem scheiden. Das ist freilich ein vielstufiger Prozess, über den noch zu schreiben sein wird.

Aus all dem entsteht Polarisierung: Zwischen denen, die sich frei informieren, und jenen, die eine durch die Massenmedien vorgekaute Meinung brauchen. Letztere sind jene, die ihrem eigenen Verstand misstrauen und sich nach der Geborgenheit der Unterordnung sehnen. Sie brauchen gewissermaßen eine zertifizierte Meinung, weil sie selber zu keiner Validierung fähig sind. Gerade die (halb-)Gebildeten dieser Mitläufer sind besonders aggressiv, wenn man sie mit alternativen Informationen konfrontiert. Tief drinnen spüren sie ein ungutes Gefühl, im Grunde wissen sie, dass sie es sich einfach machen. Werden diese mit ihrer eigenen intellektuellen Trägheit konfrontiert, schreien sie es nieder. Die aggressive Attitüde wiederum können sie sich selbst als intellektuelle Redlichkeit verkaufen (nach dem Motto: „ich tue ja doch was für meine Meinung!“), und so das Gewissen beruhigen.

Für letzteren Menschentypus wird es immer Massenmedien geben, aber kein intellektuell, emotional und mystisch gefestigter Mensch wird ihnen mehr Bedeutung beimessen. Für jene, die sich freiwillig in das Untertanentum fügen, werden die Massenmedien allerdings andere Grundbedürfnisse zu befriedigen haben. Das zeigt sich schon jetzt, besonders am „standard“ und am ORFloch: Sie werden dümmer und sentimentaler. Mit jedem Bericht wird immer auch eine Meinung mitgeliefert. Zudem fokussieren sie sich auf die tierisch-hedonistischen Grundbedürfnisse: Sex, Fressen und Spielzeug (zb Autos).

Da schließt sich auch ein anderer Kreis: An der Themenwahl zeigt sich die spirituelle Verarmung.

Nun könnte man dem scheinbar widersprechen: Liegt nicht gerade dem „standard“ viel an den Geisteswissenschaften, etwa an gender studies oder an Soziologie? Ja; aber leider sind auch das nur Pseudowissenschaften. Auch dort geht es um Ideologie und nicht um Fakten, und das Schlimmste: Sie trennen diese beiden Sphären nicht einmal mehr! „Wissenschaft“ ist, was sie gerne hören wollen. Diese Disziplinen haben sich vollständig von der Erde abgehoben und drehen sich im luftleeren Raum um sich selbst. Ob das, was dort verkündet wird, auch nur irgendwas mit der Realität zu tun hat, kümmert niemanden mehr, auch sie selber nicht. Längst haben sich auch gegen den mainstream-Feminismus alternative Kanäle gebildet, die sich in konstruktiver Weise um das Mann-sein kümmern, um Identitätsfindung für junge Männer, und um fundamentale Kritik am Feminismus: Denn dort, bei Letzterem, lernt man als junger Mann, dass man im Prinzip nur die schlechte Version eines Mädchens sei. Dort geht es darum, die Männer umzuerziehen und ihnen die „toxische Männlichkeit“ abzugewöhnen. Wer würde da nicht an die Umerziehungsversuche an Homosexuellen denken, wie sie im 19. Jahrhundert stattgefunden haben? Präfaschistisch ist jedenfalls beides.

Natürlich sind die mainstream-Verbalwissenschaften auch dezidiert atheistisch: Nichts darf den tierischen Götzenkult stören, in dem es um die religiöse Verehrung des weiblichen Sexualtriebes geht. Nachdem nun diese Religion nicht sonderlich viel hergibt, weder spirituell noch intellektuell, muss der emotionale Profit, also die philosophische Neuigkeit im längst schon Erschöpften, in immer schrägeren Konstruktionen gesucht werden. Zu komplex dürfen diese Konstruktionen aber auch nicht sein, weil sie dann unter ihren eigenen ideologischen Widersprüchlichkeiten zusammenbrechen würden. Also werden die feministischen und soziologischen Theorien nur immer hysterischer und emotionaler, eine immer dünnere und heißere Luft. Intellektualität wird auf der primitivsten aller Ebenen, nämlich der der Wortschöpfung suggeriert. Je gestelzter und aufgeblähter das Wort ist, desto besser. Auch hier regt sich langsam, aber mächtig, Widerstand. Sehr zu empfehlen ist hier zb. Klaus Thiele.

Das ist natürlich ein Feld weiterer Analyse, uns soll es hier aber nur um die Wechselwirkung zwischen Verbalwissenschaften und Massenmedien gehen: Die einen brauchen die anderen, und umgekehrt. Die Massenmedien lechzen nach der akademischen Verbrämung durch die verbalwissenschaftlichen Fakultäten, sie fühlen sich durch den in ihrer Zeitung schreibenden Univ-Prof gebauchpinselt (wenn es auch nur ein Univ-Prof mit Hauptberuf Islamist ist oder eine Univ-Prof-Geisteszwergin von der Donau-Universität Krems); umgekehrt brauchen natürlich gerade jene „Wissenschaftler“, die nur heiße Luft produzieren, ein breites Forum, um sich ihrer eingebildeten Wichtigkeit zu versichern: Es ist die perfekte Symbiose!

Gemeinsam bilden sie eine neue Meinungsinquisition, wobei sich noch zeigen muss ob sich die Geschlichtstrieb-Göttin auf lange Sicht mit der Corona-Göttin verträgt. Auf die Wissenschafts-Göttin scheint jedenfalls kein Verlass zu sein, da es ausgerechnet bei den Naturwissenschaftlern ein paar Ketzer gibt, die, obwohl am Herzen der Wissenschaft wohnend, mit selbigem streiten.

Obwohl ja, angeblich, laut Massenmedien, „99,9% aller Wissenschaftler einer Meinung sind„. Eine Gottheit kann ja nicht mit sich selbst im Streit liegen! Nur eine Frage ist noch offen: Gibt es für die „99,9% aller Wissenschaftler, die einer Meinung sind“ einen wissenschaftlichen Beleg?

23
Jan
21

die virtuelle Pest: laulauwarme Kirchlein

Erstaunlich, wie kritiklos sich die Kirche die Feier der Heiligen Messe wegnehmen lässt. Sie scheint sich in der Rolle der angepassten Befehlsempfängerin gut zu gefallen. Wir nähern uns also über die alte, sterbende Religion des (europäischen) Christentums dem Corona-Kult.

Ich denke mir: Die Kirche hat sich selbst kastriert. Das „männliche“ ist ja angeblich „toxisch“, also dürfen nur noch „weibliche“ Tugenden gepflogen werden: Toleranz, Anpassungsfähigkeit, Leidensfähigkeit, Sentimentalität, Gemeinschaftssinn, gutes Benehmen, etc.

Was der Kirche fehlt: Entschlossenheit, Mut, Tapferkeit, Führungsstärke, Konfliktfähigkeit, Konturen, Charakterstärke; also: die männlichen Tugenden.

Meister Eckehart schreibt nun, dass man für die wirkliche Beherrschung der einen Tugend, auch alle anderen Tugenden beherrschen muss.

Auf die heutige Zeit übertragen, ergeben sich daraus folgende Fragen:

Was ist Toleranz wert, wenn ich Bosheit, Dummheit und Ungerechtigkeit toleriere?

Was ist Anpassungsfähigkeit wert, wenn ich sie zu opportunistischem Kriechertum missbrauche? Wenn ich mich an das Unrecht „anpasse“? Wenn ich die Wahrheit verleugne aus sich anpassender Feigheit?

Was ist Leidensfähigkeit wert, wenn man dieses Leiden durch Mut und Entschlossenheit aus der Welt schaffen könnte?

Was ist das Gefühlsbetonte wert, wenn ich durch „Gefühl“, oder schlimmer noch: durch „Gemeinschaftsgefühl“ die Wahrheit niederschreie? Weil sich die Wahrheit „nicht gehört“ (siehe: „gutes Benehmen“!)?

Toleranz ohne Mut wird zur Feigheit,

Anpassung ohne eigene Konturen wird zur Trägheit,

Gemeinschaft ohne Konfliktfähigkeit wird zum kritiklosen Aufgehen in der Gemeinschaft, und das wird zu kollektiver Dummheit.

Sentimentalität ohne Charakterstärke wird ebenso zur Dummheit,

Gutes Benehmen ohne Intelligenz aber wird zur erstarrten Kruste, zur leeren, geistlosen Form, die keiner mehr braucht.

Und da sehen wir nun: Die Katholische Bischofskonferenz im Jahre 2021.

Wir hören ihre triefend-weichen Verlautbarungen. Wir staunen über ihre Charakterlosigkeit. Dieses Gemeinschaftsgeschwurbel. Vorne herum süßlich, hinten herum giftig. Letzteres ist übrigens eine typische weibliche Untugend, wer hätte das gedacht?!

Mich richtig verstehen: Die weiblichen Tugenden müssen ebenso einen Platz in der Kirche haben. Aber die männlichen Tugenden eben auch. Zu sehr hat sich die Kirche dem feministischen Götzenkult angepasst, und auf sich selbst vergessen. Wie der Feminismus auch, sucht die Kirche ihr Heil nicht im Heiligen, im Überweltlichen, sondern im Weiblichen. Das ist nämlich bequemer. Man kann so aus der Geistesträgheit eine „Tugend“ machen.

Jesus aber sagt: „Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde!“ (Offb. 3, 14-15)

Ja, diese lauwarmen Brüder sind wirklich zum ausspeien. Das „Lauwarme“ (und ich meine das nur in seinem geistigen Sinne, nicht, dass man mir hier anderes unterstelle!) ist tatsächlich zum Kotzen. Lauwarme Milchbrüder. Weiche Milchsemmeln. Lauwarm-weiche Milchsemmelbrüder!

Selbst, wenn Corona die gefährlichste Seuche der Welt wäre, müsste man noch die Heilige Messe feiern, denn sie ist die Arznei für etwas wichtigeres als unser erbärmliches Leben hier: Sie ist die Speise des EWIGEN LEBENS.

Aber freilich, wird die Bischofskonferenz sagen: „So ein Satz gehört sich nicht (!), da könnten ja Andersgläubige oder Atheisten oder Coronagläubige in ihren Gefühlen(!) verletzt werden! Daher zeigen wir lieber, was für angepasste lauwarme Mitbürger wir doch sind! Vielleicht tätschelt uns dafür irgendwer das Kopfi!“

16
Jan
21

Die virtuelle Pest, Teil 1

Über Corona ist alles schon gesagt worden, die Schallplatte, auf ewige Wiederholung geschaltet, kratzt und rauscht schon. Aber freilich: Dieses Hintergrundrauschen hat Tiefe, es erweckt unser Interesse, nur Einzeller und Avertebraten können es überhören.

Darum soll hier nun eine Serie über jene virtuelle Pest beginnen, die freilich nicht das Ganze im Visier hat, denn das wollen wir den Virologen und Sonstigen überlassen – aber freilich nicht nur jenen von den Massenmedien erwählten. Warum soll ich irgendeinem versoffenen oder kokainisierten Arschloch von Journalisten, oder irgendeiner enthirnten JournalistInnensoziologenInnentussi die Wahl der „Experten“ überlassen? Glauben die, dass ihr ihr Publizistik- oder Soziologie – oder sonst ein Pseudowissenschaftsstudium sie zu dieser Wahl berechtigen, die wir Lämmlein gläubig zu schlucken haben?

Da soll es Leute geben (zb. promovierte Naturwissenschaftler), die zu dieser Wahl weitaus besser qualifiziert sind. Aber greifen wir nicht vor.

Hier soll es um die religiösen Aspekte der virtuellen Pest gehen. Besser gesagt: um die sektiererischen Aspekte, aber auch, was das mit tatsächlicher Religion zu tun hat.

Fürs erste soll uns ein Brainstorming reichen:

° Egon Friedell bezeichnete als das Ende des Mittelalters die schwarze Pest. Haben wir es nun auch mit dem Ende eines Zeitalters zu tun? Wenn ja, welches Zeitalter wird dann kommen? Wie können wir die Entwicklung beeinflussen? Werden wir die Gestaltung des neuen Saeculums den globalen Psychopathen überlassen?

° Die Sprache ist verräterisch: Verschwörungstheoretikerrrr! Lebensgefährderrrr! Verharmloserrrrr! Coronaleugnerrrrr! Letzteres erinnert an „Holocaustleugner„, aber auch an „Gottesleugner„. Wie ist dieser „Gott“ beschaffen? Was steht hinter ihm?
Triumph der Wissenschaft!“, heißt es in einem die Impfung lobpreisenden Artikel des „Standard“. 2000 Postings, aber niemandem ist die offensichtliche Parallele aufgefallen: „Triumph des Willens“ hieß ein Nazi-Propagandafilm der Regisseurin Leni Riefenstahl. Wir werden uns damit zu beschäftigen haben.

° Und überhaupt: Wo sind die Menschen, die diesen semantischen Schimmelpilz untersuchen? Wo sind die Intellektuellen, die diese sprachliche Vergewaltigung, ja, diese Vergewaltigung der Sprache an sich, anzeigen, Gerechtigkeit schaffen, Ausgleich erzeugen? Metoo, sozusagen? Wie erklären wir das Paradox, dass ausgerechnet jene, die sonst am lautesten „Hetze“ schreien, eben diese Hetze willfährig betreiben? Und warum wird diese primitive Dialektik von so wenigen durchschaut?

Das sind einige der Punkte, die in dieser Serie behandelt werden sollen. Wir werden Zusammenhänge finden. Wir werden vieles von dem, was wir bisher gesagt haben, bestätigt finden.

01
Sept
20

Kollektivierung des Gewissens

Es hat irgendwie einen schlechten Ruf: Dieses Ding, das man „Gewissen“ nennt. Ist dieses Wort schon zu oft verwendet worden? Gibt es das Gewissen überhaupt? Ist es eine gesellschaftliche Konvention, oder eine innere Instanz?

Oder vielleicht ein kalter Gerichtshof, der uns unter gesellschaftliche Normen zwingen will, und also eine Art von Manipulationsinstrument, das uns von der Schule, der Kirche und anderen widerwärtigen Institutionen aufgezwungen wird, um uns gefügig zu machen? Ein Kerker, der uns das Denken verbieten soll?

So (und ähnlich) hört es sich jedenfalls an, wenn man mit Menschen, die sich als „modern“ empfinden, über das Gewissen spricht. Und möglicherweise haben sie nicht einmal unrecht. Der Begriff des Gewissens ist schwammig, er verschwimmt in vielen Ebenen. Das fängt schon damit an, dass das Gewissen nicht feststeht, dass es sich im Laufe eines Menschenlebens ändert, dass es also nicht fest steht wie etwa ein Gesetzbuch oder gar wie Naturgesetze. Und es geht damit weiter, dass die oben genannten „widerlichen Institutionen“ uns dieses schwammige „Etwas“ aufoktroyieren wollen!

Aber das meine ich nicht, wenn ich über „Gewissen“ spreche. Ich meine jene innere Instanz, die mir, ganz unabhängig von – und oft auch gegen die vorherrschende Meinung – der Gesellschaft,  sagt, was gut und böse ist, was recht und was unrecht. Das Gewissen ist für mich also ganz „innen“, ein Teil meines Ich und meiner Intimsphäre. Es ist ein Winkel meiner Seele, zu dem nur ich Zutritt habe.

Nun ist es aber gar nicht leicht, diesen Winkel der Seele zu isolieren und ihn als solchen zu beschreiben! Es ist schwieriges, wenn nicht gar ein unmögliches Unterfangen, dieses „innere“ oder „innerste Gewissen“ zu definieren, und die Hoffnung des Schreibers beruht darauf, dass jeder, der das lesen sollte, selber eine Ahnung davon hat, und im Grunde jetzt schon weiß, was ich meine.

Aber vielleicht lässt es sich ja doch etwas näher beschreiben, ich versuche es jedenfalls. Hier also der Versuch, jene „äußeren“ Schichten des Gewissen abzuschälen, also jene gesellschaftlichen Moralvorstellungen und mehr oder weniger guten Sitten, und auch jene alten Krusten loszuwerden, damit wir zum Kern des Dinges gelangen! Sollte es nicht gelingen, bitte ich um Nachsicht! Das Wort (und die Sprache) ist ja ein denkbar schwaches Mittel, wenn auch das stärkste, das uns hierfür zur Verfügung steht….

…so könnte man auch statt „abschälen“ „unterscheiden“ sagen: das, was zu meinem Ich gehört, zu unterscheiden von dem, was von „außen“, also der Gesellschaft, der Familie, den Arbeitskollegen etc, kommt.

Damit fangen aber schon die Probleme an, denn es verhält sich zweifellos so, dass meine Entscheidung über gut und schlecht/böse meistens auch von äußeren Einflüssen abhängt. Beispielsweise kann einem die Erfahrung anderer sagen, dass es schlecht ist, betrunken Auto zu fahren. Oder dass es gut ist, Sport zu treiben, und so fort. Was ist nun also die innerste Schicht des Gewissens? Ich würde es so sagen: Es ist das grundlegende Wissen um Gut und Böse und die wundersame Tatsache, dass wir ein Gespür dafür haben, was „gut“ ist.

Was es nun ist, das wir als „gut“ empfinden, mag bei jedem Menschen anders sein, aber dass es überhaupt Dinge gibt, denen wir die Prädikate „gut“ und „böse“, zuordnen können, hat jeder Mensch mit dem anderen gemeinsam. Und da haben wir das nächste Problem: Welches Ding ist schon vollkommen gut, welches Ding ist vollkommen böse?

Ich muss also obigen Satz verbessern und es so ausdrücken:

Was es nun ist, das wir als „gut“ empfinden, mag bei jedem Menschen anders sein, aber dass es überhaupt Dinge gibt, denen wir die Prädikate “ teilweise gut“ und “ teilweise böse“, zuordnen können, hat jeder Mensch mit dem anderen gemeinsam.

So, ich glaube, jetzt passts.

Jeder hat also, ganz tief in sich drinnen, ein Gefühl für gut und böse, wir tragen diese erhabene Gabe in uns, sie ist Teil unserer unendlichen Würde als Mensch, der Fleisch und Geist zugleich ist, als erkennendes, über sich selbst hinauswachsendes Wesen, als höchstes Tier, dem die unfassbare Gabe geschenkt ist, sich mit Gott zu verbinden.

Das wäre dann die Höhendimension des Gewissens.

Und was ist nun mit den von außen kommenden Erfahrungen; also etwa: Der Arzt, der sagt, dass Sport treiben gesund ist oder der Polizist, der sagt, dass betrunken fahren schlecht ist?

Da ist die Metapher vom Gewissen als (Haus-)Winkel oder (Seelen-)Winkel ganz brauchbar. Ein Winkel besteht aus zwei Wänden, und dort, wo sich die Wände schneiden, haben wir die Schnittgerade. Das „innerste“ dieses Winkels ist also genau jene Gerade, die ich zuvor als die Höhendimension bezeichnet habe. Die Wände, würde ich sagen, sind jene äußeren Erfahrungen.

Nun gibt es Erfahrungen, die uns so tief innewohnen und so profund sind, dass wir aufgrund dieser Erfahrungen manche Dinge mit größter Sicherheit als gut oder schlecht beurteilen können. Etwa: Wut in sich zu steigern, ist schlecht (zumindest für mich). Oder: Die Hl. Messe zu feiern, ist gut; gelassen zu bleiben ist gut (zumindest für mich).

Aufgrund dieser sicheren Zuordnung sind diese Dinge im inneren Winkel, also nah am eigentlichen Eck. Andere Dinge sind vielleicht weniger sicher, wie zb. die Wahl des Jobs oder ganz einfach die Frage: „Was esse ich heute?“ etc. Diese weniger sicheren Dinge sind dann auch weiter außen, und haben entsprechend weniger mit meiner intimsten Sphäre zu tun. Da überschneidet sich dann das Gewissen mit der Gesellschaft oder ganz einfach mit der Frage, was es im Supermarkt zu kaufen gibt….

….aber ich möchte diese Metapher nicht überstrapazieren. Jedenfalls, und das entspricht meiner Erfahrung: Wenn ich nun in das Innerste meines Gewissens eindringe (zb. in der Betrachtung oder der Meditation), dann komme ich zu mir selbst, dann bin ich bei mir selbst. Da entsteht dann eine Art, ja, ich würde es Versöhnung nennen, mit mir selbst. Und, nebenbei gesagt, da spürt man auch die Gesellschaft Gottes, der ja die Versöhnung ist.

Daher ist für mich das Gewissen ein Teil meines Ich und meiner intimsten Intimsphäre, es ist ein Teil meiner Menschenwürde, es ist dabei auch eine Schnittstelle zu Gott, der ja in unserem Innersten auf uns wartet (siehe dazu: Meister Eckehart, Johannes vom Kreuz, u.a.).

So weit also zu dem, was ich unter „Gewissen“ verstehe. Jedem Mensch wohnt dieses inne, ob er es nun weiß oder nicht.

Womit wir beim Problem wären: Wenn einem Menschen diese innere Seite des Gewissens nicht bewusst ist, dann ist es nicht mehr als eine gesellschaftliche Konvention, ein Kerker des Denkens, etc., etc.,……

…..und tatsächlich wird den Menschen heute das Gewissen auf diese Weise ausgeredet, wenn sie es nicht selber stumm geschaltet haben. Es heißt, man möge sich vom Gewissen „befreien„, es sei „erfunden“ (natürlich von der „bösen“ Kirche),  es sei ein Werkzeug, um uns zu „manipulieren„.

Man sieht den Denkfehler: Das Zeitalter der Abklärung (also unsere Zeit) verwechselt, wie so oft, das Innen mit dem Außen, also das eigentliche Gewissen als intimer Teil meines Ich mit den äußeren und äußerlichen gesellschaftlichen Konventionen. In weiterer Folge wird das „Innen“ dann ganz einfach abgeschafft.

Diese Entwicklung ist extrem gefährlich.

Wir haben ähnliches schon für die Tugenden gesehen, wo nur mehr die äußerliche Tugend der Toleranz verblieben ist; wir haben ähnliches für die Freiheit gesehen,  wo nur mehr der materialistische Begriff der Freiheit verbleibt, siehe:

Zeitalter der Abklärung IX: Die manichäische Linse

Was da als „Freiheit“ verkauft wird, ist tatsächlich Depersonalisierung. Denn nichts anderes ist es, einen Teil seines Ich zu verleugnen oder gar nicht zu kennen. Wer das Gewissen als ganzes abschafft, entledigt sich nicht nur der „gesellschaftlichen Konvention“, sondern auch eines Teiles des eigenen Ich. Wer immer das Gewissen abschaffen will, beraubt die Menschheit um eine Höhendimension und macht sie damit unmündig, und zwar auf dem wichtigsten Gebiet überhaupt: der Mystik!

Denn was geschieht nun mit einem Menschen ohne Gewissen? Wird er tatsächlich frei? Wird er wirklich „die gesellschaftlichen Konventionen abstreifen“? Im Gegenteil: Da ihm sein Inneres nicht mehr vorgeben darf, was gut und böse ist, wird er sich wiederum etwas Äußerliches suchen. Er wird ganz einfach die eine gesellschaftliche Konvention gegen eine andere gesellschaftliche Konvention tauschen, und dies mit innerer Freiheit verwechseln.

Eben das sehen wir zur Zeit: Da ist die eine Gesellschaft, die von sich behauptet: „WIR SIND DIE GUTEN“, und die anderen sind „DIE BÖSEN“. Und umgekehrt, natürlich. Und da sich diese Gesellschaft nicht mehr traut, auf die innere Stimme zu hören, und natürlich ein schweres Defizit hat, wird sie immer unrunder, unruhiger, verwirrter, und versucht dies durch immer größere Aggressivität zu kompensieren. Siehe auch:

Jedem seine Hysterie!

Verzweifelt versucht sie sich, nach „oben“ zu entwickeln (freilich nur unbewusst, hilflos) und bleibt doch immer in der gesellschaftlichen Horizontale, in einem eindimensionalen Koordinatensystem, das nur noch „links“ und „rechts“ kennt, gefangen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Entwicklung einigen Machthabern, der Hochfinanz etc, zupass kommt. Denn was ist einfacher zu kontrollieren als eine Gesellschaft ohne Gewissen, was ist besser manipulierbar als ein Mensch mit verkrüppeltem Innenleben? Einem solchen Menschen kann man einreden, dass man das „Gute“ erlange, indem man einfach die „böse“ gesellschaftliche Konvention (Nazis! Verschwörungstheoretiker! , wobei natürlich jeder „Nazi“ ist, der einem nicht passt, oder auch Illuminati!, Freimaurer!, Kommunist! etc, etc…) durch die „gute“ gesellschaftliche Konvention ersetzt: „derstandard!“ orf! ARD! ZDF!

Das haben wir doch schon immer gewusst, dass wir die Meinung der Massenmedien in unser tiefstes Innerstes aufnehmen sollen, oder? Leider findet man diese Entwicklung auch bei unkritischen Christen, wo hier Pater Hagenkords blog unrühmlich erwähnt werden soll. Aber dazu ein anderes mal.

Es ist klar, dass, wenn die Goldreserven des Gewissens aufgebraucht sind, die Währung der Moral Inflation erleidet. Wir merken, wie ranzig- moralinsauer ehemals liberale Medien daherkommen und wie wenig wert diese Moral noch ist – kein Wunder, wenn die Währungsgrundlage nicht mehr das Gold des Gewissens, sondern das vergängliche Wort der Gesellschaft ist! Das eben das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

Hier, sehr verehrter Pater Hagenkord, haben wir eben jene Angleichung an die Welt, die es Ihrer Meinung nach ja gar nicht gibt. Aber lassen wir den den guten Hagenkord beiseite, er ist ja auch nur ein kleiner Fisch.

Fragen wir uns lieber: Was tun.

Ich habe kein Patentrezept. Und darum nur ein kurzes Schlusswort der Hl. Theresa von Avila, das uns wiederum Anfang sein könnte:

Nichts beunruhige dich,

nichts ängstige dich,

wer Gott hat, dem fehlt nichts.

Nichts beunruhige dich,

nichts ängstige dich:

Gott allein genügt.

 

14
Mai
20

teil des problems

Manche, die glauben, Teil der Lösung zu sein, sind zuweilen Teil des Problems. Das trifft auch auf viele der selbst ernannten „Liberalen“ der Kirche zu.

Vor einiger Zeit besuchte ich eine theologische Vorlesung von Univ.-Prof. Dr. Regina Polak. Abgesehen davon, dass sie in jedem zweiten Satz die Phrase „Beispiel Migration“ einstreute, so ähnlich, wie manche das Wort „sozusagen“ verwenden, hörte sich das ganze an wie ein unterdurchschnittlicher „Standard„-Kommentar, hauptsächlich ein Konvolut aus Füllwörtern wie „Toleranz„, „Dialog“ etc. Hie und da gab es Eigenlob, dass nämlich das Institut für „praktische Theologie“ sowieso das allerbeste der Welt sei, alle anderen Institute (theoretische Physik, Chirurgie…) waren nichts dagegen!

Sie gab uns ein Beispiel ihrer überragenden Fähigkeiten:

Sie habe, so Polak, eine Studie herausgebracht, wie, „Beispiel Migration“, der Glaube der Migranten strukturiert sei. Sie habe herausgefunden, dass das Wort „Religion“ bei Migranten sehr unbeliebt sei, viel lieber hätten sie das „Glauben„. Worauf Polak meinte, dass ja „Glaube“ tatsächlich etwas viel besseres und freieres als „Religion“ sei. Um das zu verdeutlichen, sprach sie das Wort „Glaube“ auch ganz besonders sinnlich aus! Glaube, Glaube! So eine wahnsinnig tolle Studie habe natürlich NUR das Institut für praktische Theologie herausbringen können, weil man dort ja  „naturwissenschaftlich arbeitet„.

Ah ja.

Sie zerplatzte geradezu vor Stolz, als sie uns das erzählte.

Blöd nur, dass sie sich die ganze Studie hätte ersparen können, wenn sie auch nur einmal ein ehrliches Gespräch mit einem Kebap-Mann geführt hätte.  Denn der hätte ihr das gesagt, was er auch mir gesagt hat: „Religion ist römisch- wäh!“

That ’s it.

Bekanntlich versteht der Islam die Evangelien als eine römische Verfälschung des Korans, das „böse“ im Christentum ist für den Islam also das römisch-lateinische Element. Und Religion ist ein römisches Wort. Also: Glaube guuuut, Religion schleeeecht.

Ich weiß nicht, wie viel Geld Frau Univ.-Prof. Dr. Regina Polak und ihre AssistentInnen für die Erstellung ihrer Studie benötigte. Mich hat es jedenfalls nur ein Kebap gekostet (das war übrigens gut!).

Ich habe schon viele Vortragende gesehen und gehört, ich habe  Menschen gehört, die zehnmal mehr wussten und konnten, aber ein derart aufgeblähtes, gleichwohl unfundiertes, na, nennen wir es mal: „Selbstbewusstsein“, habe ich noch nie erlebt.

Aber es kommt noch besser: Nachdem ihr Vortrag immer deprimierender wurde, weil sie die Theorie vertrat, dass man die Leute nicht mehr in die Kirche bekomme, und daher im Kirchenvorraum „abzuholen“ seien, womit sie meinte, dass man Lockangebote anbieten solle und den Glauben möglichst außen vor zu lassen (ganz so deutlich sagte sie es freilich nicht), stellte sich mir schön langsam die Frage, wie es um ihren Glauben bestellt war. War da nur mehr noch Frust?

Sie fuhr fort, dass es im Menschen kein Bedürfnis nach Gott gebe, weshalb man es künstlich „einpflanzen“ müsse.

Ich dachte mir: Oida.

Die Depression im Hörsaal erreichte ihren Höhepunkt.

Nun wurde ich Zeuge einer Begebenheit. Einem Hörer, er war schon älter (jedenfalls keine 18 mehr), wurde es offensichtlich zu blöd. Er wollte, habe ich später erfahren, die armen Jungstudenten wieder etwas aufrichten.

Und er sagte, dass er Lehrer sei. (Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass er Doktor der Naturwissenschaften war). Er sagte, man muss Gott nicht künstlich irgendwo einpflanzen, denn der ist schon da, in jedem Menschen ist er da. Er ist oft von den Schülern gefragt worden, wie man als Naturwissenschaftler religiös sein könne, und er hat den Schülern gesagt, warum, und, so der Lehrer weiter, die Schüler hätten „solche Ohren“ bekommen, und er machte eine Handbewegung, mit der er riesige Ohren andeutete. Die Schüler waren hochgradig interessiert an dem, was es über Gott zu sagen gibt, wie ein vakuumierter Hohlraum, in den man -endlich- Atemluft einläßt. Oder wie ein Schwamm, der mit Wasser in Berührung kommt…

…und der Lehrer sagte, alle, auch die muslimischen Schüler, seien sehr interessiert gewesen und haben sich gefreut. Auch ich freute mich, als ich das hörte, ich dachte: Endlich ein wirkliches Beispiel für Integration!

Der Lehrer sagte weiter, er habe sogar ein bisschen Kreuzestheologie anbringen können und er habe ein wenig mit den Schülern meditiert.

Die Reaktion von Frau Univ. Prof. Dr. Polak war ein Schreianfall. Wie könne man nur, sagte sie, da werde die „Privatsphäre der Schüler“ verletzt, man dürfe nicht über seinen Glauben reden.

Ich dachte mir, jetzt dreht sie völlig durch! Hatte sie nicht vor zwei Wochen gesagt, man müsse „den islamischen Bürgern Gelegenheit geben, sich frei zu ihrem Glauben zu äußern“? Und dieses Recht, das sie anderen zugesteht, will sie einem Christen verweigern? Sie, eine „Fachfrau“ für das Christentum? Geniert sich Frau Polak tatsächlich so sehr für ihren EIGENEN Glauben, dass sie nicht selber nichts zu sagen weiß, sondern auch jenen, die etwas zu sagen wissen, den Mund verbieten will?!

Unweigerlich dachte ich an: „Wer sich aber mein und meiner Worte schämt, des wird sich des Menschen Sohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel.“ (Joh,9:26)

Abgesehen davon, hat jener Naturwissenschaftler eben NICHT die Privatsphäre der Schüler verletzt, da sie es ja selber wissen wollten.

Frau Polak aber, die sich mit Angstmache aber offensichtlich besser auskennt als mit Glauben, sagte: „Da werden Sie sicher dutzende Elternbeschwerden gehabt haben!

Der Naturwissenschaftler zuckte mit den Schultern und antwortete: „Nicht eine einzige!“

Darauf warf Polak dem Naturwissenschaftler einen unfassbar giftigen Blick zu, der für Auren-kundige Menschen ziemlich leicht zu interpretieren war, es hatte wohl irgendwas mit „töten“ zu tun….aber ich will niemandem etwas unterstellen. Das war nur mein persönlicher Eindruck! *gggg*!

Ja, sie kennt sich aus mit Aura, die Frau Polak. Aber sie scheint sich auf die Auren Wut-Angst-Frust spezialisiert zu haben….

Dann meldete sich, unter den Hörern, ein Novize, der sagte „Na ja, also ich hätte so was auch nicht gemacht.“

Eine Schleimaktion also, wo er für sein späteres Schaffen übte. Ich dachte mir: Woher will das Mönchsbubi, kaum älter als 20, wissen, was er in dieser Situation gemacht hätte? Es kannte ja offensichtlich nicht einmal die Klasse, in der besagte Meditation stattfand!

Das Ganze hatte zum Glück ein positives Nachspiel: Der Naturwissenschaftler war nach der Vorlesung nicht alleine. Eine 40-jährige Dame stand bei ihm, und sagte: „Also mir hat das, was Sie gesagt haben, sehr gut gefallen! Ich war dann irgendwie wieder motiviert!“ Ich sagte, „Ich auch“, und dankte ihm für seine Worte, die mir aus dem Herzen gesprochen waren.

Und auch noch einige andere gesellten sich dazu, auch das Mönchsbubi von vorhinein. Letzterer war dann doch neugierig geworden, und traute sich, als es Univ.-Prof. Dr. Polak nicht mehr sehen konnte, zu fragen, wie denn die Schüler reagiert hätten. Der Naturwissenschaftler lachte und sagte: „be-Geist-ert natürlich!“ Das Mönchsbubi frug nun, wie man wissen könne, ob man so was in einer Klasse machen könne.

Da sagte nun der Naturwissenschaftler etwas sehr kluges: „Es geht um Vertrauen. Wenn einem die Klasse vertraut, weil man sich als echter Mensch herausgestellt hat, wenn einen die Klasse schätzt, dann kann man so was machen. Sonst nicht. Humor ist auch gut. Man muss über sich lachen können.“

Ja, darum geht es, dachte ich, und denke ich jetzt, um Vertrauen geht es, um Echtheit, um vieles anderes mehr. Es geht NICHT um sinnleere „Studien“ einer „praktischen Theologin“, die keine Ahnung von Praxis hat, und ihren spirituellen Mangel, ihren Frust und ihre Humorlosigkeit durch Arroganz einerseits und herrschsüchtige Angstmacherei andererseits kompensiert.

Natürlich hatte es keine Elternbeschwerden gegeben, aber das war der „Menschenkenntnis“ der „praktischen Theologin“ zu hoch. Sie ist ja keine wirkliche Praktikerin, sondern eine Theoretikerin über die Praxis über die Theorie, und darin war sie nicht besonders helle.

Das war nur EIN Vorkommnis. Aber die Sache hat offensichtlich System, denn durch „Zufall“ landen solche Personen nicht in der Position, Einführungsvorlesungen(!) an der Theologie zu halten und die unschuldigen Gehirne der 18-Jährigen mit Unsinn vollzustopfen.

Ich verbleibe jedenfalls in der Hoffnung, dass aus dem Mönchsbubi (ich nenne ihn so, weil man ihm seinen Vorsatz, sich bei der Professorin anbiedern zu wollen, ansah), noch ein gescheiter Gottes-MANN wird, der auch gegen solche Widerstände seinen Grund steht.

 




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