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Nach klaren Nächten …

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… setzt gegen Sonnenaufgang ein mächtiges Konzertieren ein. Vorweg allerdings hat eine Gruppe Elstern einen viertelstündigen Kanon vor 5 Uhr frei.

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Rot – hier muss es irgendwo sein – wuselt …

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… ein Eichhörnchen im liegengelassenen Laub herum, buddelt, findet.

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Und bemerkt mich nach Frühstücksgenuss. – Noch scheu, dieses Jahr! Wusch, ist es weg.

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Der Bärlauch erweitert Jahr für Jahr seine kleine Fläche, …

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… lässt ringsum an offenbar geigneten Orten seinen Nachwuchs keimen.

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So geht das auch mit unserem Ur-Lerchensporn, …

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… dessen Nachwuchs an mancherlei unerwarteten Orten auftritt. – Möge es ihm dort gefallen!

Wer sich auf „Sauberkeit, Jäten, rein-raus-Gärtnern“ mit immer neu Zugekauftem, wechselnd über die Jahreszeiten beschäftigt, hat solcherlei Erlebnisse nicht.

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Die Veilchen blühen.

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Unsere „neue Weide“ zeigt bereits von Hummeln, Bienen und Fliegen heftig beerntete Kätzchen.

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Und auch der Hartriegel, mit seinem Gelb neben Forsythie und Zaubernuss die Landschaft prägend, ist schon ziemlich weit.

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Hoch oben, hier in einer Mehlbeere, gibt das Rotkehlchen ein Beispiel seiner Kunst.

Mal abwarten, wie sich die insgesamt eher dicht über 10 Grad haltenden Tagestemperaturen auf die weitere Entwicklung auswirken werden.

Was im vorigen Beitrag beschrieben ist, geschieht nicht „einfach mal so“.

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Bevor auch nur „irgendwas“ losgeht, sind die Grundvoraussetzungen zu erfüllen.

Dann kommen die örtlichen Spezialitäten, die beachtet werden wollen (müssen !).

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Unser vereinbartes Ziel ist ja, übermäßigen Erosionsangriff auf Nutzland zu vermindern und …

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… im übertief entwickelten Canyon die Sohle anzuheben.

Alles soll dynamisch, über „Spielkies für den Bach“ erfolgen und letztlich übermäßigen Boden- / Sandtransport bachab verhindern. Letztlich müsste dieser „oben“ verlorene Boden unten teuer gebaggert und entsorgt werden – vom ökologischen Schaden beim sukzessiven Transport über die Gewässersohle nach bachab einmal ganz zu schweigen.

Im vorigen Foto ist schon eine praktische Fragestellung zu erkennen: Von welchem Bachufer aus schütten wir? – Nun haben wir aktuell einen Telelader, also mit ausfahrbarer Schaufel, zur Verfügung. Da stellt sich diese Frage nicht ganz so krass.

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Es gilt, Dränzuläufe zu beachten – nIcht einstauen, gar zulegen!

Dass es in Zeiten des Klimawandels und aus Gründen des Stoffaustrags sinnvoll erscheint, Dräns zu minimieren, zu beseitigen, durch Reinigungseinrichtungen auf dem Nutzland vor Einleiten in ihrer Schadwirkung zu verringern, steht auf einem anderen Blatt – alles an seinem Ort und zu seiner Zeit.

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Nicht immer sind Dräns leicht zu identifizieren. – Wenn sie bei Extrembodenverlust freigelegt, gar abgerissen vorgefunden werden, dann schon.

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Gleich oberhalb dieser einsamen Erle (schön, dass sie überhaupt da steht!) lohnt sich ein Blick auf den diesseitigen Hang.

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Da ist ein Endstück Dränstrecke Richtung Bach offen – mit …

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… (oha, Eisenocker!) dem Vorzug, dass gelöstes Eisen bereits hier und nicht im Bach ausfällt.

Auch zeigt uns die Kante zum Ausgangswasserstand, wie hoch die Rausche bachab maximal werden darf.

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Blick ins Umfeld – weisse Punkte auf dem Acker! – Da „wachsen die Steine aus dem Boden“!

Tun sie natürlich nicht! Der Boden „verschwindet“ mit der Zeit, die hier ausgesprochen steinige, lehmige Moräne zeigt sich.

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So ist das auch im Bach, Naturkies wird hier punktuell bis streckenhaft sichtbar, ….

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… teils auch mit groben Steinfraktionen (nach vorherigem erosivem Abtransport des gesamten feineren Materials).

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Diese turbulenten Bereiche gilt es zu erhalten.

So ist also während des Erstellens einer Rausche, beim Schütten von Kiesdepots wichtig, jeweils das Umfeld im Auge zu behalten.

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Nach der Arbeit: Kein Einstau bachauf liegender turbulenter Bereiche – so muss es sein.

Dann dürfen wir uns wieder – und andernorts! – zu guter Tat einfinden.

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Genug gesehen und geschnackt – besten Dank auch und Tschüß, bis zum nächstem Mal.

Es gibt keinen Restaurierungsbeitrag 2025 zur Bredenbek hier im Blog, „nur“ 2 Berichte zu einer Exkursion dort. Seit August 2021 versuchen wir, mindestens einmal jährlich einen weiteren Puzzlestein zu setzen zum Vermindern erhöhter Erosion, verbunden mit erheblichem Sandeintrag in die Oberalster, Erhalt von Großbäumen sowie Lebensraumverbesserung für die Organismengemeinschaften im Bach selbst. Dass das alles nicht zuletzt mit dringend erforderlicher Anpassung an den Klimawandel zu tun hat, ist veröffentlicht. – 2025 hinderten uns „1.000 Gründe“, aktiv zu werden.

Nun also !

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Das Abendrot am Donnerstag versprach …

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… siehe da, der Freitag – wird ein sonniger Tag!

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Mein Start, vorbei an Zukunft – Baubeginn am B-Plan Hogschlag, …

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… der in Bau und geändertem Verkehr für Anwohner und Durchfahrende noch manche Überraschung verspricht.

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Gegen den rush hour-Verkehr habe ich zügig die Kreisgrenze PI erreicht – SE empfängt mich.

Die zuvor überstauten Wiesen der Oberalsterniederung sind frei.

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Blick bachauf, die Alster fliesst zwischen Mittel- …

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… und Niedrigwasserabfluss – hier struktur- und baumlos.

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Auf`m Berg, dem Düvelsbarg, nicht mehr weit, …

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… da liegt auch schon der bestellte Sattel Kies (25 t), der Fachmann am Telelader startet.

Der Kies ist von der Edmund Siemers-Stiftung finanziert, die Arbeit leistet der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, die fachliche Anleitung übernehme ich.

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Testanfahrt an den Canyon-artig eingeschnittenen, kanalähnlichen Bach.

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Anfahrt und Schütten klappen gut.

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Ergänzende Manpower – wir sind komplett.

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Zum diesseitigen „Kies im Schüttwinkel“ …

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… folgt die Ergänzung am rechten Ufer.

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Wir lassen unsere Gabe – zum weiteren Bearbeiten durch gelegentliche Hochwässer – so liegen.

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„Jacke hat Ruh`“- hängt auf meinem Haselstecken.

Punkt für Punkt werden Rauschen, …

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… vor allem aber Kiesdepots zur Erosionsentschärfung und zum Baumschutz, hier: 2 Eschen, angelegt.

Für uns ist dies „Spielkies für den Bach“. Die Zeit wird zeigen, wie das System funktioniert und so manchen Lerneffekt hervorrufen.

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Zum Schluss nehmen wir das Werk ab, wo nötig werden leichte Uferanpassungen des Kies per Rechen und Schaufel vorgenommen.

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Überraschung mitten im Gelände, im Weggehen – Gelb. Das sieht ja wie Huflattich aus! Hier? [Wer weiss anderes?]

Dass wir nicht blindlings drauflosgearbeitet haben, versteht sich von selbst. Besonderheiten vor Ort, spezielle Rahmenbedingungen erläutere ich demnächst.

Sowas wie beim „echten Stonehenge“ haben wir selbstverständlich nicht zu bieten. Aber unser „urbanes Stonehenge“ zeigt nun verlängerte Sonnentage – im Haus.

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Weit ist die Sonne bereits nach Norden vorgedrungen – startet inzwischen am tiefstmöglichen Punkt zwischen östlichen Nachbargebäuden.

Bisher mussten wir immer warten, bis sie über dem NordSüd-ausgerichteten Nachbarblock auftaucht.

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Auch wir sind wieder bei Sonnentagen angekommen, kalt startend. – Neu: unsere Sukzessionsweide trägt erstmals Kätzchen – und die werden ordentlich besucht von Bienen, Hummeln und Fliegen.

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Volle, in der Sonne leuchtende Pollentaschen zeigen den Sammelerfolg.

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Auch nachmittags gibt es eine Tageslichtverlängerung – Beispiel Wohnzimmer.

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Hier, gen Westen, findet unser Sonnenuntergang nun nördlich des Nachbarhauses statt – dem tiefstmöglichen Punkt.

Dann gucke ich mal, wie`s heute mit dem Radeln steht.

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Im Wedeler Autal – Brückenblick wie im Bericht vom 1. März.

Inzwischen wurde mein Angebot einer ergänzenden Kiesgabe im Wassererlebnisbereich begrüßt, der Kies kommt demnächst. Da will ich vorab mal nachsehen, was so ringsum im Bach zu finden ist. Auch der Muschelfrage gehe ich nach.

Erstmal – alter Mann ist doch keine Bergziege! – klettere ich über das Schafweidetor. Die kurzen Stiefel reichen aus, den sandigen Bereich unter der Brücke zu betreten – und tatsächlich, die weissen Dinger stellen sich als Muschelschalen heraus. Zu Hause werde ich die genauer ansehen.

Wieder zurück, übers Tor, und aufwärts, zum Wassererlebnisbereich.

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Ein Stück entfernt, Blick bachauf – die Wedeler Au fliesst in den Wassererlebnisbereich, beliebter Besuchs- und Treffpunkt für Klein bis Groß, Mensch und Hund.

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Mein Haushaltssieb am Besenstiel stelle ich bachab meiner Früße und rubbele den Kies auf.

Die Strömung trägt freigesetzte Organismen von den Kieseln sowie aus deren Lückenraum (Fachchinesisch: Hyporheisches Interstitial) in das Sieb. Ich beschränke mein Handeln auf ein absolutes Minimum – jede Probenahme entspricht im Kleinen einer Lebensraum(zer)störung.

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Am Ufer warten mitgebrachte weisse Blumentopfuntersetzer, der Boden mit Wasser bedeckt.

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Sieb ausklopfen – 4 auf einen Streich! – Das kann sich sehen lassen.

Wie das wimmelt! – Hier nur ein kleiner Ausschnitt – da sind mehr als 4 Tierchen? – Ja, aber aus 4 Herkünften: links unten Wasserassel, schräg darüber die Larve der köcherlosen Köcherfliege Hydropsyche, Bachflohkrebse und rechts eine Eintagsfliegenlarve. Ganz oben rechts befindet sich noch ein junger Bachflohkrebs.

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Nochmal an anderer Stelle probiert – 3 auf einen Streich, auch nicht schlecht. Erwachsene und junge Bachflohkrebse, oben mittig und unten rechts je eine Eintagsfliegen- und unten, etwas nach links davon eine Steinfliegenlarve.

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Nochmal die Wasserassel, die „nackige“ Köcherfliegenlarve und ein erwachsener Bachflohkrebs gesondert.

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Ein Knäuel Bachflohkrebse um ein Holzstückchen.

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2 Steinfliegenlarven und eine Kriebelmückenlarve, dazwischen.

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Ein Pärchen Bachflohkrebse, einzelne Erwachsene und ein Jungtier.

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Und noch einmal Pärchen, EinzelBachflohkrebse sowie eine Eintagsfliegenlarve.

Genug gesehen. Zu Hause werden die Muschelschalen gewaschen.

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Ja, die sehen ähnlich aus …

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… wie die mir aus der Tide-Elbe und aus Tide-Marschgräben bekannte Neozooe Körbchenmuschel – vielleicht eine Verwandte.

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Innenansicht – sie sind allerdings doppelt so groß und die Rippelung ist nicht so stark ausgeprägt.

Ich habe die Fotos mal weitergeleitet, werde berichten, wenn ich Neues erfahre.

P.S. 18. März: Ja, die Fachwelt ringsum bestätigt Corbicula, Körbchenmuscheln.

Woher nun und welche? Das wissen die Götter … Jedenfalls von fern – der auch zu findende Artname C. javanensis weist auf große Ferne hin.

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In unserer – immer wieder Begeisterung bei den Enkelinnen – Tote-Tiere-Sammlung finde ich die hier im Foto ergänzten braunen und grünen Exemplare aus Tide-Elbe und Tide-Marschgräben.

Die haben nicht solch ausgeprägt fast dreieckige Draufsicht und einen spitzeren Schlossbereich – vermutlich also mehrere Arten im Bild.

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So sah es, Elbdeich Fährmannssand, bei Thw bis Ende voriger Woche aus.

Südwest 5 warf bei Tidehochwasser Wellen über dem Süßwasserwatt auf, es drückte ordentlich in die SH-Flüsschenmündungen. – Da ist immer unklar, was einen hinter dem Deich erwartet – stramm Rücken- oder entsprechend Gegenwind. Die bestimmende Teilrichtung ist beim Start hier auf der Geest oft genug genau „die andere“.

Heute bei West 5 fiel die Wahl leicht – Runde gegen den Uhrzeigersinn.

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Beim Queren der Holmer, dann Hetlinger Marsch – Tnw im Bullenfluss Idenburg, Spuren im Schlick.

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Das war ein Zweibeiner, vermutlich Graureiher, der seinen Lauerstandort über die „Höhe“ verlassen hat.

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Auf den nassen Wiesen Idenburg schnabuliert eine Brandgans, ganz allein.

Bei längerer Beobachtung stellt sich heraus, dass sie humpelt. Wie auch immer, Anverwandte sind ringsum (noch) nicht zu sehen.

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Blick über die nassen Idenburgweiden ins Morgenlicht – theatralisch!

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Bullenfluss am Altdeich Hetlingen, ebenfalls Spuren – lange keine gesehen.

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Hier prägen Nutriakrallen den Fußabdruck.

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Auf dem Elbdeich Hetlingen, Blick SüdOst – duster-schaurig mit spotlight auf der Elbe. Im Niedersächsischen ziehen stürmische Schauer durch.

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Dramatisches Geschehen, die Wolken jagen.

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Einen Lichtblick und die Wettervorhersage im Sinn radele ich weiter gen Fährmannssand.

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Elbdeich Fährmannssand, Blick NordWest, zurück – klar trennt sich das Niedersächsische vom SH-Wetter (die Elbe ist keine Wetterscheide!).

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Die Trauerweide am Langen Damm zeigt meinen guten Rückenwind hierher, auf der Elbdeichstrecke.

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An bekannter Stelle lauert wieder ein Graureiher – wissend, was er tut. Super sieht er in seinem Frühlingsfederkleid aus.

Das wir noch nicht ganz auf der Frühlingsschiene angekommen sind, zeigte nach Rückkehr ein heftiger, kurzer Hagelschauer.

Aber ab morgen …

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Rückblick am Brunnenschutzgebiet – Tidegraben, Thw plus Windeinstau voll, Wiese fast überstaut.

Die zur Entwässerung gefrästen Grüppen helfen – falls hohe Tidewasserstände erreicht werden – auch regelhaft zur Bewässerung.

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Kleine Wildnis nahe Idenburg.

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Schick macht sich das feuchte Moos (Nordlage) in der Morgensonne (bald für den Rest des Tages weg).

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Die Fahne hinterm alten Elbdeich Hetlingen zeigt, wie SüdWest 5 plus Böen wirkt.

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Vor dem alten Deich Hetlingen sitzt ein Schwarm Möwen.

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Näheres Hinsehen zeigt, dass nicht nur erwachsene und junge Lach-, sondern auch Sturmmöwen den gemixten Schwarm prägen.

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Wiesengraben mit Abfluss – auch die Mulde um den Schachtring entwässert langsam, durch Verdunsten und Versickern.

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Abflusslose Wiesengräben stehen dagegen bordvoll – wieder: es hat in der Nacht geregnet.

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Auf dem Elbdeich Hetlingen – ein Traktor fährt mit großer Mulde Treibgut ab.

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In der Ferne steht der Räum- und Ladebagger. Ein großes Stück Arbeit ist bereits geschafft – bis zum Anlanden weiteren Reets, nach Sturm und bei höheren Flutwasserständen.

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Jenseits des Vorlands kommt gen Hamburg auf der Elbe die Nansha hervor – 300 x 40 m, 10,4 von möglichen 14,8 m Tiefgang nutzend (also bereits in Rotterdam teilabgeladen).

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Und da – binnendeichs, querab Giesensand – von hinten nach vorn: Geesthang, Büsche der Marsch, Schafe, Stare und … Hit des Tages, der Osterhase!

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Fährmannssand – ich schätze die Gesamtzahl Nonnengänse hier auf wohl gut 5.000.

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Ich bin ein Stück weiter, drehe mich wegen lauten Geschreis hinter mir um: Ja, gut 5.000 sind das wohl, erschreckt.

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Das hat ihnen nicht gefallen. Sie kehren nicht zurück, sondern ziehen zur Vogelstation.

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Abgerissenes Altreet legt einen vom Wind geformten Stopper auf den Tidemarschgraben.

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Dahinter staut sich eine dicke Kahmhaut aus runtergeregnetem Saharastaub und Pollen.

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Überlebende Reiher nach der „Eiszeit“ haben sich ordentlich entwickelt, leuchten im Frühlingskleid in der Sonne.

Über die Möwe daneben kann spekuliert werden. – Ist das nun mit den hellen (rosa?) Beinen eine Silbermöwe – oder eine Kleinmöwe = Sturmmöwe, die sich wegen des Reihers „großmacht“?

Neben Schwärmen von Sturmmöwen ist auch die Silbermöwe hier, in geringer Individuenzahl vertreten.

Auf Nachfragewunsch aus Hamburg, die Enkelin möchte etwas mit den Großeltern unternehmen, studiere ich die Museumslandschaft im Kreis Pinneberg. Nachdem wir das Stadtmuseum Wedel immer Mal „nebenher“ besuchen, soll es nun woanders hingehen.

Ein zeitlich passendes Angebot findet sich beim Industriemuseum Elmshorn. , dienstags 14-17 Uhr.

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Mittagessen vorweg – ich wähle diese Zusammenstellung eines Extras und zweier Beilagen.

Im Glas House Elmshorn frage ich mir das Extra 250 g Spare Ribs sowie die Beilagen Ofenkartoffel mit Sour Cream und Broccoli mit Sauce Hollandaise zusammen. Da umgehe ich die Riesenportion Fleisch – und sage: Ausgezeichnet, gut gewählt. – Die Damen finden ebenfalls geeignet Köstliches, ohne lange Fisimatenten.

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Als wir das Lokal verlassen, ahnen wir das für den Abend angekündigte Tief.

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Parkplatz am Bahnhof Elmshorn gefunden – über uns streiten Saatkrähen beim Errichten ihrer Kolonie.

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Gleich schräg gegenüber befindet sich das Industriemuseum.

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Und schon geht`s los! Wir lassen uns in der Arbeitswelt erfassen – und stempeln beim Gehen auch wieder aus.

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Die Lederindustrie war einst ein bedeutender Industriezweig, der …

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… in Mangelzeiten durchaus auszuweichen wusste – Produkte aus Fischleder.

Was in Film, Funk und Fernsehen als arktische Besonderheit vor Jahren „neu entdeckt“ wurde, war hier zwanghafte Beschäftigung angesichts wirtschaftlicher Veränderungen. Wir lesen, „Seelachs und Hai“ waren die hauptsächlich verarbeiteten Häute.

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Fast mag man das aushängende, berührbare Exponat nicht anfassen. – Fischleder ist eine unglaublich glatte, angenehme Erfindung!

Wir klettern ins 1. Obergeschoss.

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Für eine Stadt mit Segler im Stadtwappen ist selbstverständlich mal der Schiffszimmermann ein wichtiger Beruf gewesen.

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Modellschiff.

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Die Lebensmittelindustrie war ein weiteres, wichtiges Standbein des Wohlstands ringsum.

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Unverzichtbare Gerätschaften waren Waagen – ja, diese Ausführung erkennen wir Alten wieder, wiegen die Enkelin (auch auf einer moderneren Waage, die gleich Größe und Gewicht insgesamt bewertet).

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Für „Mobil ohne Motor“ steht Fahrradentwicklung beispielhaft, …

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… mit dieser Spezialentwicklung: Eisenfedern statt fehlender Gummibereifung (!).

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Im 2. Obergeschoss steht der Kolonialwarenladen beispielhaft in den Sammlungen für Wohnen, Leben und Versorgung.

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Der Blick nach draussen zeigt Stadtvögel – 2 verwilderte Stadttauben sowie die bekannten, eifrig nestbauen- und verteidigenden Saatkrähen.

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Das 3. Obergeschoss bietet mit Schule, Kindheit zur Nazizeit sowie Alltag in Trümmern ein weiteres Spektrum – mit eigenem Testen …

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… z.B. altdeutsch Schreiben (verewigen des Namens an der Pinwand) sowie Zeichnen. – Wo die Bank zu eng, weil das Kind zu hochgeschossen, wird halt gekniet statt gesessen.

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Als Zugabe füge ich noch die Werbung für den Sicherheitsgurt hinzu.

Das ist selbstverständlich nur ein winziger Ausschnitt des sehr attraktiven Angebots. Zu erwähnen ist weiterhin die gerade laufende Sonderausstellung zu Elmshorner Geschäften sowie die speziellen Aussagen zu Schifffahrt und Stadtentwicklung.

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Abfahrt. – Kleiner Stopp am Hafen, Tideniedrigwasser – ja, die Krückau ist halt nur das, was da bei Tideniedrigwasser fliesst!

Wie groß auch immer das Ganze bei eingestautem Tidehochwasser kurzfristig aussieht.

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Schon liegt die Klostersande wieder hoch auf Schlick.

Voriges Jahr war es gelungen, 50.000 € für das einmalige Freispülen des Schiffs als Spenden einzunehmen. Man darf gespannt sein, ob dieser Schweinkram für den Lebensraum Krückau weiter gelingt.

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Erinnerung an die Museumsausstellung – die Altvorderen wussten schon, womit sie zu tun hatten.

Und mit florierender Industrie – und noch nicht durch fortwährende Elbvertiefungen zunehmend verschlickten Nebenflüssen und -häfen – konnte die Angelegenheit auch bewältigt werden.

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Vorm Geesthang Wedel, Steinweg – ein erster Kiebitz fliegt von Flachwasserwiese auf (und ab).

Wenn die Temperatur 10 Grad C überschreitet, sind inzwischen auch Bachstelzen und Feldlerchen zu beobachten und zu hören.

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Elbdeich Fährmannssand – Schiffsgucker, RoRo Grimaldi Bari, 200 x 26 m, von 7,5 m Tiefgang 6,9 aktuell nutzend (eng beschnitten wegen Gesichtern).

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Aufgeschreckter Nonnengansschwarm östlich Vogelstation Wedeler Marsch.

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Ruhender Nonnengansschwarm westlich beobachtet mich aufmerksam.

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Die aufgeschreckten ziehen vorbei, …

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… reissen …

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… „meine Ruhigen“ …

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… mit hoch!

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Am Brunnenschutzgebiet kurz vor dem Geesthang Holm (Sauerbeckweg) blüht prächtig eine Weide in spezieller Kleinklimalage.

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Leider kann ich mit der Digicam die ca. 30 Hummelköniginnen, zahlreiche Bienen, Fliegen und Schwebfliegen nicht ordentlich fotografieren.

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Am Tide-Sauerbeck unmittelbar am Fuß des Geesthangs zeigen sich erste Blau- und Grünalgenpolster auf dem Kies.

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Nebendran, muss ich bei „Geesthang-hoch“ passieren, steht eine Efeu-bekleidete … – nein, mal nicht Eiche, sondern Esche.

Nicht alte Eichenblätter, sondern Eschensamenstände stellen das bräunliche Gekrussel oben im Baum. – Möge sie dem „Falschen Weissen Stängelbecherchen“ noch lange Widerstand leisten!

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Unser Sonnenaufgang, Stichwort Saharastaub – eine weisse Sonne am / durch milchig-hellgrauen Himmel erscheint.

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Ich radel erstmal Honig kaufen, „Am Hang“ entlang, in Hetlingen – weiter Blick über die Holmer Marsch. Rechts ist ein heller Fleck auf Grün.

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Der stellt sich als Graureiher heraus. Nicht weit entfernt – links und rechts oben – suchen zwei weitere die Marschgräben ab.

„Reiher da“ – in der Überschrift wollte ich nicht „noch“ oder „wieder“ schreiben. Jedenfalls haben – trotz etlicher Totfunde in der „Eiszeit“ – etliche den Restwinter überlebt.

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Der dritte auf derselben Fläche.

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Und sie sind erfolgreich.  Dieser schluckt gerade seine Beute.

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Beladen mit dem Honig – ich habe mich für meine übliche Runde, diesmal gegen den Uhrzeigersinn entschieden -, lande ich auf dem Elbdeich Hetlingen. – So eine Sonne sieht man hier selten!

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Binnendeichs, bei den Freilandschafen Giesensand, steht ein Lamm.

Kleckerweise kommt seit Kurzem pro Woche neuer Nachwuchs.

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Hier Zwillinge und hinten ein ganz junges, winziges – ein Grauganspaar dazwischen.

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Und, in der Ferne, nochmal Zwillinge.

Die kleine Herde läuft in zwei Gruppen. Beim anderem Teil befinden sich erst 2 Jungtiere.

Richtung Ostern werden wohl die zur Zeit im Stall Lammenden auf den Deich kommen – das wird wieder was, ein Gewusel mit all den Lämmern!

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Blick von bekannter Deichkrone Fährmannssand – der kürzlich so scharf abgebildete Horizont der Harburger Berge bzw. Stader Geest ist kaum erahnbar.

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Zu Hause ist die SukzessionsWeide inzwischen so alt, dass sie ordentlich Weidenkätzchen produziert.

Nun müssen sich nur noch in unserem „frischen Wind“ die Insekten wohlfühlen.

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Das Frühjahr schreitet voran. Aus dicker Mulchschicht gucken …

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… erste Bärlauchblätter hervor.

Schön, dass der bei uns so gut wächst und gedeiht.