• Andy Weir’s Weltraumepos: Astronauten im Film

    Mit Spannung erwartet

    hatte ich den Film „Der Astronaut – Projekt Hail Mary“ An dem Titel unschwer zu erkennen, spielt die Geschichte im Weltraum. Zumindest zum Teil im Weltraum. In der Geschichte befindet sich ein Astronaut auf einer interstellare Weltraumreise um die Verdunklung der Sonne zu verhindern, damit das Leben auf der Erde zu retten. Gut, das ist ein immer wiederkehrender Plot – ein Mensch rettet die Erde. Aber etwas mehr, als den einfachen Plot hat der Film dann doch zu bieten.

    Mein Intresse galt vor der Verfilmung d.o.g. Films, der Film: „Der Marsianer – Rettet Mark Wetney“. Die Geschichte des Films spielte sich auf dem Mars ab. Die Hauptrolle war Matt Damon auf dem Leib geschrieben und ich hatte mir die spannende Unterhaltung mit einem Augenzwinkern gleich mehrfach gegönnt. Das dazugehörige Buch gönnte ich mir dann trotzdem noch als E-Book.

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    Und jetzt kommt´s. Beide Filme wurden nach den Büchern des selben Buchautors „Andy Weir“ gedreht. Es ist schon gut 2 Jahre her, als ich über eine kurze Nachricht im Videotext erfuhr, dass die bekannte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller einen Vertrag für die Verfilmung „Der Astronaut – Projekt Hail Mary“ nach der Buchvorlage von Andy Weir unterschrieben hatte. Damit war mein Intersse geweckt. Sie würde mit Ryan Gosling die Hauptrolle übernehmen, und das für mich ein Volltreffer. Ryan Gossling, einer meiner Lieblingsschauspieler. Er kann nahezu alles spielen, vom Liebhaber bis zum Action-Helden.

    Wer sich nicht scheut, bei Büchern, wie bei Andy Weir , sich auch durch Themen wie Astrophysik und Molukularbiologie zu arbeiten, erfährt beste Unterhaltung. Den „Marsianer hatte ich ja schon gelesen und mehrfach gesehen und ich kannte den Stil des Buchautoren damit ganz gut. Er versteht es, seine Leser auch mit dem Herzen an die Protagonisten zu binden und das macht für mich einer seiner Stärken aus. Er verlagert geschickt die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Weltall. Mit dem „Astronauten – Projekt Hail Mary“ gelang es ihm auch perfekt.

    Zu Beginn des Buches bzw. des Filmes „Der Atronaut – …“ irrte ich wie der Protagonist erst mal durch die Geschichte, ohne zu wissen, was los ist. Man war mit dem Protagonisten – Dr. Grace – ganz allein im Raumschiff und in der außergalatischen Welt unterwegs. Man wusste wie der Protagonist nicht wieso, warum, weshalb. Die immer wiederkehrenden Rückblenden weihten den Leser bzw. Zuschauer Peú a Peú in den wahren Grund seiner einsamen Reise ein. Und, er bekam Gesellschaft. Ein Allien-raumschifft tauchte auf und gesellte sich samt Raumschiff an seine Seite. Und damit begann eine herzliche Freundschaft von zwei Astronauten von unterschiedlichen Galaxien, die die selbe Mission hatten. Was ist im Weltraum los? Warum eerlöschen die Sonnen in den beiden Galaxieen?

    Der „Alien“, der das Aussehen einer steinernden Spinne hatte, den der Atronaut „Rocky“ nennt, bekam von Buchautor ein äußerst sympathisches Wesen verpasst. Den hätte ich gern mit nach Hause nehmen wollen. Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber mir kamen beim Lesen schon einige mal die Tränen und im Kino erging es mir gestern ebenso. Man nahm als Zuschauer nicht an nervenaufreibenden Kämpfen teil, sondern erlebte die zunehmende Verbundenheit zweier Wesen, die trotz der unterschiedlichen Lebensweise noch existieren konnten und gemeinsam alle Probleme lösten, die unmittelbar bevorstehende Katastrophe zu verhindern.

    Das war für den Zuschauer eine Reise der besonderen Art.

  • Müllabfuhr der Demokratie

    Wie hören sich diese 3 Worte an? Was soll hier abgefahren werden? Um welchen Müll handelt es sich? Und wie komme ich darauf?

    Aber von Anfang an.

    Das, was zur Zeit in Amerika vor sich geht, verfolge ich nicht nur mit Unbehagen, sondern mir macht das ganze auch Angst. Angst, weil die Demokratie in Deutschland bzw. in Europa ähnlich gekapert werden kann, wie in den USA. Kürzlich ging der Auftritt der US-Justitzministerin Pam Bondi vor dem Justitzausschuß des Repräsentantenhauses durch die Medien.

    Es brauchte bei mir mehrere Anläufe, bis ich das durchhielt, was die Justitzministerin auf höchster Stelle zum Besten gab.

    Abgesehen davon, dass sie nur hochnäsig Unsinn redete, um Zeit zu schinden, sie nahm damit indirekt die Täter aus dem Epstein-Sumpf in Schutz und verhöhnte damit die auch im Saal befindlichen Opfer. Sie hatte bisher niemand von ihnen kontaktiert um ihre Aussagen zu Protokoll geben zu lassen.

    Statt dazu Stellung zu nehmen, glorofizierte sie Trump als den besten Präsidenten, den die USA je gehabt hätte.

    Damit verstieß sie gegen eine eiserne Regel, das es im Repräsentantenhaus keine Politisierung geben darf. Trotz mehrmaliger Anmahnungen verfolgte sie weiter ihre Strategie, Ablenkung, damit sie auf konkrete Fragen keine Lüge präsentieren muss. Letztendlich gelang es ihr auch. Sie gab keine einzige Anwort auf eine Frage, lenkte stattdessen mit viel Palaber nur ab. Wenn man es genau betrachtet, wurde der Justizausschuß mit ihr nicht fertig. Wenn das Schule auch für Deutschland macht und die AfD arbeitet daran, dann hat auch die Demokratie bei uns verloren. Europa ist in den Augen von Trump die letzte Bastion der Demokratie.

    Meine Hoffnung ist, dass der Ebstein-Sumpf, der zur Zeit andere mit in die Tiefe zieht – z.B. Prinz Andrew – auch die aktuelle US-Regierung erodieren lässt. Zumindest gibt es schon ein paar Risse in ihrem Fundament und ein Ende der Sumpfeskapade ist noch nicht in Sicht.

    Mehr als einmal hörte ich von den Berichterstattern als Erklärung für das Verhalten: „Sie will Trump gefallen“ Also sie hat nicht das Volk im Blick, das sie gewählt hat, sondern sie will gefallen und hofft auf ein positives Feetback auf seinem privaten „Truth social“ ..

    Das kam mir bekannt vor.

    Ich kenne die Arbeitsweise auf Kreisebene, wenn man so sagen darf, im kleinen Regierungskreis. Und genau dort hin schoß meine Erinnerung, als ich damals sah, wie sehr man an den führenden Köpfen der Obersten Leitungsperson hing. Alle gaben ihr Bestes, um ihn zufrieden zu stellen. Nicht wenige waren vom „in den Hintern kriechen“ entfernt. Ich kenne mich, wenn auch nur im kleinen Rahmen, im Aufbau und Erhalt der Machtstrukturen ganz gut aus. Und wer damals Kritik an Staat und Regierung öffentlich äußerte, wie es viele Menschen heute über die sozialen Medien ohne Konsequenzen tun können, der verschwand von der Bildfläche auf unterschiedlichste Weise.

    Also wer sich heute beklagt,

    dass es heut und hierzulande keine Meinungsfreiheit gibt, der sollte sich mal kurz in die ehemalige DDR oder nach Rußland beamen lassen. Ich denke, sie kämen geteert und gefedert wieder per Beam zurück und zwar schnell, nur um ihren Allerwertesten zu retten. Daher reagiert mein Warnsystem relativ schnell, wenn es darum geht, durch Indoktrination die Demokratie in unseren Land auszuhöhlen. Und wer heute mit der AfD und deren Ableger sympatisiert, der lässt bei mir schon das Warnsystem aufblinken.

    Die Lobhudelei von Pam Bondi kam mir daher auch sehr bekannt vor.

    Die Gier nach Macht und Beförderung stand denen damals wie heute ins Gesicht geschrieben. Wer kritisierte, hatte per sé schon schlechte Karten in der Hand. Wenn man sich das Verhalten von Trump genau ansieht, weiß, dass man in seiner Nähe nur eine einzige Überlebenschance hat, huldigen und in den Hintern kriechen bis Arzt kommt. Ansonsten ist man weg vom Fenster. Aber es finden sich immer wieder genug Menschen. die im oberen Machtzirkel mitspielen wollen. Dafür verkaufen sie auch ihre Seele.

    Aber warum nannte ich meinen Beitrag „Müllabfuhr der Demokratie“?

    Ich schrieb ja, dass ich es kaum ertragen konnte, wie Pam Bondi sich im Repräsentantenhaus verhielt. Wie sie die Abgeordneten und die Opfer verhöhnte. Ich muss einfach wegschalten und mir erst mal Katzenvideos ansehen, um mich vor emotinalen Schüben der Erschütterung zu schützen und zu entspannen.

    Doch es gibt unermüdliche Influenzer,

    die täglich durch den Sumpf der Machtideolgen wühlen und um die Struktur sichbar zu machen, wie sie versuchen, uns Menschen für dumm zu verkaufen. „DerDara“ dessen Videoich ich verlinkt habe, ist einer von ihnen. Er entsorgt den Müll, der unseren Blick vernebel soll, und ersetzen ihn durch Klarheit. Aber nicht nur er. Davon gibt es mehr und mehr, wie z. B. Sascha Pellenberg

  • Vom Stadtbummel zur Weltpolitik

    Das Wochenende gehört mir allein. Keine Termine, keine Verpflichtungen. Damit ist mein Kopf frei für einen Bummel durch die Geschäftsstrasse. Ich bin gern unter vielen Menschen. Irgendwie tanke ich Energie unter den Menschen besser auf, als zu Haus den ruhigen Tag nur so – meist vor dem TV – dahin plätschern zu lassen. Groß was einkaufen wollte ich nicht. Nur was essen und gemütlich einen Kaffee trinken.

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    Ein kleiner Burgerladen – RUFFs Burger – hatte kürzlich im Rostocker Hof aufgemacht. Burger sind nicht meins, aber sie haben auch andere gute kleine Gerichte, die nahhaft sind und satt machen.

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    Satt und zufrieden schlenderte auf dem Boulevard weiter. Ein Kaffee stand auf meinem Zettel. Mein Auge fiel auf das vor 2 Jahren eröffnetes Cafe von Starbuck. Oh nein, nur jetzt nichts amerikanisches. Es reicht schon, dass mein Kopf schon seit Tagen darüber brütet, warum die Amerikaner einen Präsidenten wie Trump gewählt haben.

    Obwohl ich meinem Kopf auch eine Pause vom Nachdenken über die gegenwärtige Weltpolitik gönnen wollte, mein Hirn fing beim Anblick von Starbucks gleich an zu rattern. Das Cafe war voll und ich fragte mich, warum boykottieren wir das amerikanische Unternehmen nicht einfach? Ich hatte nur einmal dort einen Kaffee getrunken und das war´s. Er hat mir schlicht und einfach nicht geschmeckt.

    Genauso wenig schmeckt mir die aktuelle Politik in den USA, die mit den veröffentlichen Epstein- Fils den Sumpf ihres Turbo-Kapitalismus noch größer, tiefer und dreckiger macht, als es ohnehin wohl schon war. Mit der Veröffentlichung der Akten nahm der Sumpf an Fläche und Tiefe um ein vielfaches zu. Der Turbo-Kapitalismus ist in USA für die Milliardäre gemacht. Und diese nehmen sich, was sie wollen. Auch wennn es gegen das Gesetzt verstößt, sie kommen damit durch.

    Im Fall von Epstein beuteten sie nicht nur die Menschen über blillige Löhne aus, sondern sie beuteten auch junge Mädchen sexuell aus. Und viele bekannte hochrangie Politiker, Wirtschaftsbosse und und haben mitgemacht. Ganz weit vorn der Präsident, der zur Zeit die Weltpolitik beherrscht und unser aller Weltbild über den Haufen wirft. Schon die wenigen Gedankensplitter, die in dem Moment durch meinen Kopf sausen, lösten in mir Übelkeit aus. Mein einzig zur Verfügungen stehende Abwehr dagegen war, dass ich mir ein anderes Cafe suchte.

    Auf dem Weg zum meinem Lieblingscafe kam ich an der Buchhandlung Thalia vorbei. Wenn ich schon mal da bin, dann stöber ich auch. Als erstes sehe ich immer gern nach der Bestenliste der Sachbücher und wurde fündig. „Das erwachsene Land“ gechrieben von Holger Stark. Die Kurzbeschreibung zum Inhalt machte mich neugierig. Holger Strak sieht diesen Zeitabschnitt, in dem wir grade leben, als einen Wendepunkt, dem der Wende aus 1989 gleicht. Und es deckt sich mit meinem inneren stillen Gedankengängen. Still insofern, das ich das Gefühl habe, das etwas sich verändern wird. Aber ich weiß nicht was sich verändern wird.

    Seit der Wende sind bald 40 Jahre vergangen. Bis es zum Zusammenbruch der damaligen Welt mit den zwei Lagern kam, türmte sich zumindest im Osten die Unzufriedenheit bei den Menschen auf und man suchte nach Alternativen. Heute, nach fast 40 Jahren türmt sich eine ähnliche Unzufriedenheit bei den Menschen auf und sie suchen nach Alternativen. Was damals im Osten die Bürgewegungen waren, sind heute die polulistenischen Partein, die stetig Öl ins Feuer der Unzufriedenheit spritzen.

    Haben wir wieder eine Wende zu erwarten? Für uns Ostdeutsche bewegte sich die Welt nach vorn, wir wechselten von der Autokratie (in der DDR wurde Autokratie mit der Bezeichnung „Demokratischer Zentralismus“ einfach nur umgedeutet) in die Demokratie.

    Wer bündelt jetzt die Menschen, die sich von der Unzufriedenheit geplagt fühlen? In den USA versprach der Präsident, es würde für alle besser werden, er wolle Amerika wieder groß machen. Der Durchschnittswähler, der Trump wählte, malte sich den ewigen blühenden amrikanischen Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär“ aus. Ob sich sein Traum erfüllen wird? Ich fürchte, nach Trump wird man nur verbrannte Erde finden, d.h. ihre Demokratie hat sich aufgelöst. Was folgt ist ein Zurück in die Autokratie.

    Welche Alternativen hätte Deutschland? Und meinen diese, die von Alternativen sprechen, es ehrlich mit uns Otto-Normal-Verbraucher??

  • meine kleine Welt und die große Welt

    Nach einem Wochenende mit Faulenzen und Kinobesuch nehme ich mir heut wieder etwas Zeit für meinen Blog. An den Wochenenden hab ich keine Termine in den Sporthallen und muss auch sonst nigendwo hin.

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    „Doch dieses Wochenende wollte ich nicht nur mit Faulenzerei verbringen, sondern mir den neuesten deutschen Film ansehen, der am 15. Januar in die Kinos kam: ‚Extrawurst‘. Es ist ein Kammerspiel mit nicht enden wollenden Diskussionen, in dem die Hauptprotagonisten über einem banalen Grill vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Schlussendlich schmierten sie sich gegenseitig alles aufs Brot, was die immer hitziger werdende Diskussion zutage brachte: alte Frustrationen, Neid, Eifersucht und vieles mehr. Jedes Thema, das angeschnitten wurde, tangierte auch den Zuschauer auf die eine oder andere Weise. Einmal gab es sogar Applaus vom Publikum. Man kann den Film auch als Parabel auf unsere heutige Streitkultur betrachten.“

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    Als Zuschauer hatte man mal für den einen, dann wieder für den anderen Verständnis. Ich fragte mich allerdings mehrmals: ‚Wie kommen die aus diesen Konflikten wieder raus?‘ Irgendwie muss der Film ja zu einem Schluss kommen – und wenn möglich, auch zu einem guten Ende.

    Okay, ich will jetzt nicht spoilern und empfehle den Film jedem, der mal wieder H.P. Kerkeling in Aktion sehen möchte und dem es nicht zu mühsam ist, einem 90-minütigen Streitgespräch als Zuschauer zu folgen. Eine Anmerkung vielleicht noch: Die Vorstellung war sehr gut besucht. Der große Kinosaal war fast voll.

    Die Konflikte, die im Film dargestellt wurden, sind alltäglich und man kann sie mit einem guten Willen schnell beilegen und sein Leben unbehelligt fortsetzen. Zum Glück, wir leben ja noch in einem wohlthemperierten Land, in der zwar die Regierungs nicht selten als Profektionsfläche für die eigene Unzufriedenheit diehnt, aber das war’s auch schon.

    Der wirkliche Ernst der Lebens trifft uns hier (noch) nicht.

    Ich weiß nicht melhr, welcher Schriftsteller die Gedichzeile schrieb: „Denke ich an Deutschland, bin i ch um den Schlaf gebracht“ Ähnlich denke ich, wenn ich die Nachrichten aus den USA sehe, bzw. höre. Wenn ich Nachrichten über die Vorgänge in den USA sehe, insbesondere wenn man uns die Einsätze der ICE zeigt, lösen sie in mir dasselbe Gefühl aus, als müsste ich bei einer Tierquälerei zuschauen. Das verlinkte Video sah ich nur wenige Minuten an, dann musste ich es vorzeitig beenden. Die Ohnmacht schnürrte mir die Kehle zu. Ich bekam Angst, das diese aggressive Politik auch eines Tages Deutschland erreichen könnte.

    Das Vorgehen der ICE-Männer erinnert mich an die SA oder die Gestapo der Nazizeit. Wenn man sich vor Augen führt, dass der Chef der ICE sich in einem ähnlichen Outfit und mit einem Seitenscheitel wie damals Hitler hat fotografieren lassen, dann ist es für mich kein Wunder, warum diese Männer so rabiat vorgehen. Es sieht fast so aus, als hätten sie darauf gewartet, Menschen endlich wie Ratten jagen zu können, ohne dass es Konsequenzen für sie gibt.

    Ich fragte mich, warum treten sie erst heute so in Erscheinung? Hat man vor Trump nicht davon berichtet? Aber nein, damit hat es nichts zu tun. Abgesehen davon, dass  man die ICE aktuell personell aufgestockt und u.a. auch ehemalige Straftäter mit aufgenommen hat. (Sie bekommen problemlos einen Job in der ICE). Das erklärt für mich auch die Skupellosigkeit, mit der die Männer vorgehen. Aber was noch viel schlimmer ist, sie genießen absolute Immunität. Nichts und niemand kann ihnen was anhaben.  Sie bekamen von der Trumpregierung einen gesetztlosen Raum. Wenn Macht grenzenlos sein darf, was passiert mit denen. die keine Macht haben bzw. bekommen werden?

    Im Film kamen die Menschen am Ende zu einer Lösung, auch wenn der Weg dorthin alles andere als einfach war. Aber wie wird sich der Konflikt in den USA auflösen? Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 sind fast 250 Jahre vergangen. Sie war einst die Basis für eine Demokratie, die auch für uns Europäer ein großes Vorbild war. Die USA galten immer als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch was ist davon heute noch übrig? Und was wird nach der Trump-Ära von diesen Idealen noch Bestand haben?

    „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen“

    Dietrich Bonhoeffer

  • in Atem gehalten

    Schon bevor das Unwetter von Donnerstag auf Freitag über Deutschland hereinbrach, hatten uns die Wetterberichte ausführlich darüber informiert, was zu erwarten war. Mich hatten die Prognosen unterschwellig in Unruhe versetzt. Als ich mich am Donnerstag auf den Weg machte, lag noch ein langer Tag vor mir und ich wusste, dass ich vor 22 Uhr nicht zu Hause sein würde. Während ich im ersten Schneeschauer auf meinen Bus wartete, überlegte ich, wo ich im Fall der Fälle übernachten könnte, falls am Abend der Nahverkehr nicht mehr funktionierte. Würde es in Rostock wieder so schlimm werden wie damals? In meinen Gedanken spielte ich verschiedene Szenarien durch, während Erinnerungen, die schon eine Ewigkeit zurücklagen, wieder in den Fokus rückten.

    Wer den Winter so miterlebt hat, wie ich ihn damals 1978/1979 erlebte, fühlte sich beim Blick auf die Vorhersagen sofort an damals erinnert. Ein Sturm, der nicht enden wollte, hohe Schneewehen, die uns von der Außenwelt abschnitten, und zeitweise kein Strom. Die unpassierbaren Straßen konnten lebensgefährlich werden. Puh, war das eine Kälte! Erst nach einer Woche donnernden Dauersturms – so fühlte es sich zumindest an – konnten wir endlich wieder einen Fuß vor die Tür setzen. Der Himmel war nun tiefblau, der Schnee blendete in den Augen. Die ganze Umgebung sah malerisch schön aus, und diese gespenstische Ruhe habe ich heute noch in den Ohren. Schade, dass es damals mit dem Fotografieren nicht so einfach war wie heute. Es wären einmalige Bilder aus dem Umfeld geworden. Eine Garage, die komplett unter einer Schneewehe verschwunden ist, sieht man schließlich nicht alle Tage. Bis wir das Dorf wieder verlassen konnten, ging noch einmal eine Woche ins Land, bevor ich zurück nach Rostock fahren konnte.

    Im Gegensatz zu heute gab es damals keine Vorwarnung über den extremen Wettereinbruch. Viel geändert hätte es wohl ohnehin nicht. Vielleicht hätten die Dorfbewohner höchstens den kleinen Konsum – wie man zu DDR-Zeiten den Tante-Emma-Laden nannte – leer geräumt, bevor die Schneemassen alles zum Stillstand brachten. Bis wir das Dorf schließlich wieder verlassen konnten, ging noch einmal eine Woche ins Land, bevor ich zurück nach Rostock fahren konnte.

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    Doch das Sturmtief Elli verschonte Rostock. Außer einem etwas schärferen Wind, der um die Hausecken pfiff, und dem Schneeschauer am Donnerstagmittag konnten wir uns alle entspannt zurücklehnen, während große Teile Deutschlands im Schnee versanken.

  • Das Jahr fängt ja gut an 😒

    Zu Beginn meines Beitrages möchten ich allen Bloggern, die auf diesen Blog landen, ein gesundes neues Jahre wünschen. Und ich hoffe, jeder von euch ist gut reingekommen. Vielleicht nicht so ruhig wie ich, sondern mit viel Jubel, Trubel und Heiterkeit, umgeben von seinen Verwandten oder Bekannten oder Freunde. Meine wilden Jahre sind schon ein Weile vorbei. Deshalb leide ich auch nicht, wenn ich das neue Jahr nur in meinem stillen Kämmerlein empfange. Wären da nicht die Böller und Raketen, die den Abendhimmel in der Silverstnacht zu einem knallenden Lichtermeer verwandeln, gäbe es für mich keinen Unterschied zu den normalen Tagen und Abenden.

    Ab morgen geht´s für mich dann wieder los. Die Sporthallen rufen und ich werde wieder häufig mit meinem Rucksack gesichet werden können. Darin habe ich alles dabei, was ich für meine Yogastunde brauche. Von Klangschale bis kleine Dekos für die Mitte, die wir als Yogis ja immer suchen. Die eigene Mitte finden, das ist unser Weg. Wer weiß schon genau wo sie ist? Im Yoga nennt man den Zustand sattva, nicht lahm und träge, nicht aufgeregt noch hitzig.

    Das heißt nicht, das man diese Zustände unterdrückt oder sie in seinem inneren nicht aufsteigen lassen will oder sie mit Dämpfungsmittel unterdrückt. Das käme einer Betäubung gleich, die zu nichts führt Aufgeregte Zustände aushalten und langsam auspendeln lassen, bis sich das Innere wieder beruhigt und zur Ruhe findet. Nicht in einem Zustand hängen bleiben, so lautet die Devise. Das soll vermeiden, dass man sich von seinen eigenen Emotionen auffressen lässt. Wut schaden nicht dem, dem sein Wut gilt, sondern nur einem selbst. Das ist jedoch nicht so einfach, wenn man seinen inneren ausgeglichenen Zustand nicht wirklich kennt. Irgendwo im Inneren brodelt es ja immer. Landet man in der Träghkeit, das heiß, das die Couch mein Verbündeter ist, die Fernbedienung in der Hand meine Teilhabe am Leben vortäuscht, dann hilft nur eins, vor die Tür gehen und sich bewegen, bewegen, bewegen,

    Tragödie des Jahres

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    Für das Jahr 2026 sind die wenigen Tage schon mit Nachrichten angefüllt, die für meinen Geschmack schon für das ganze Jahr reichen. Die Toten während einer Silvesterparty in der Schweiz kommen über die Medien in meine Wohnung und ich muss vor Entsetzten drüber zappen, weil ich das Ausmaß der Tragödie gar nicht aushalten kann. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, durch welches Leid die jungen Menschen gehen mussten, bzw. noch gehen müssen. Wie konnte das nur passieren? So viele Menschen, die ihr Leben lassen mussten, so viele überlebende Menschen, die noch lange leiden werden, vielleicht sogar ein Leben lang davon gezeichnet sind. Kann man nicht einfach die Zeit zurückspulen und den Silverstertag neu beginnen und den Neujahrstag ohne Tragodie enden lassen?

    Raubzüge

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    Und dann der neuste Raubzug der amerikansichen Regierung. Was sage ich, Regierung, ein paar sich zur Weltherrschaft ermächtigte Männer im engsten Umkreis von Trump, arbeiten sich seit vorgestern unter einem Vorwand nun an die riesigen Ölvorkommen Venezuelas ran. Nun bauen sie eine Marionettenregierung auf, die still bei Fuß sitzen wird und die USA ungehindert das Öl abzapfen lässt. Flüssiges Gold halt.

    Warum denke ich just in diesem Moment an das Ausrauben einer Bank in Gelsenkirchen? Auch das war ein Raubzug, den man als eine Coup bezeichnen kann. Die einem bohren sich ein Loch durch die wand und die anderen schleichen sich mit Helikopter an. Sollten sie je die Diebe fangen, warten auf sie das Gefängnis, Das wird Trump und Konsorten sicher nicht passieren. Die Kleinen jagt man, die Großen lässt man laufen.

    In ihren Raubzügen eingebettet schielte Trump ja schon zu Beginn seiner Amtszeit auf Kanada und Grönland. „Ich glaube, es wird passieren“ so seine Worte und er tat so, als hätte er beide Staaten schon in der Tasche. Eine Rgeirung, die unter em Motto handelt: „Wir nehmen uns, was wir wollen“. Die Welt kann nur hoffen, diese krimilnellen Raubzüge keine Nachahmer findet. Eine Trumpwählerin äußerte sich vor laufender Kamera über ihr Motiv. „Warum haben sie Trump gewählt?“ „Er bingt Amerika wieder nach vorn“ war ihre Antwort. Aber wo sie das „Vorn“ sieht oder definiert, darüber hatte sie sich nicht geäußert.

    Zirkus der Affen

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    Das erinnerte mich in dem Moment an die die Kinder im Kinder- und Breitensport. Fast jeder von ihnen will vorn sein, selbst wenn sie im Kreise laufen, beschweren sie sich, dass jemand vor ihnen läuft. Und fast glaube ich, dass sich im Moment die politische Landschaft von Erwachsenen Kindern geprägt wird, wo jeder immer vorn sein will. Das ist zwar keine fundierte Aussage, sondern sie entspringt eher meiner MilchmädchenLogik. Ich denke, Kafka hätte das besser hingekriegt. Vielleicht unter dem Titel „Zirkus der Affen“ ? Dem Affen – ich glaube bei den Gortillas – wächst mehr Haupthaar – wenn sie zum Oberaffen erkoren und anerkannt wurden. Das Haupthaar gleicht dann einer Krone.

    mein Wunsch für´s Jahr

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    Ich habe nur diesen einen einzigen Wunsch für´s laufende Jahr

  • Gedanken um die Weihnachtszeit

    Zu Weihnachten wünschen wir uns gegenseitig nicht nur eine schöne Zeit, sondern auch friedliche und besinnliche Weihnachten. Man hofft mit dem Wunsch, dass wir nicht nur die Weihnachtsgeschenke anschauen und bwundern, sondern auch die Zeit nutzt, um sich auf das zu besinnen, was wichtig ist.

    um uns brodelt es

    Da wäre zum Beispiel eine friedliche Weihnachten. Ganz klar, eine Weihnachten ohne Familienstreit, was ja ab und an mal vorkommen kann. Da hat es mit der friedliche Weihnachten nicht so gut geklappt. Ansonsten können wir alle entspannte Weihnachtstage verbringen. Wir leben im Schlaraffenland.

    Dabei vergessen wir, dass Weihnachten im Frieden für uns zwar selbstverständlich ist, aber nicht überall auf der Welt. Kann ich mir vorstellen, das über unser friedliches Leben jemals ein Geschoß über unsere Köpfe hinweg saust, um nach dem zuvor digital eingegebenen Ziel einzuschlagen und zu zerstören? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.Nicht mal im Traum.

    Und doch müssen wir uns in den unruhigen Zeiten, in der wir leben, damit auseinander setzten, das der Frieden nicht für immer in Stein gemeißelt sein muss. Die Drohgebärden der alten Männer in den USA und Russland erschüttern schon, zumindest für mich, den Boden der Sicherheit unter meinen Füßen, mit den ich mitten im Leben stehe. Nicht unter meinen Füßen spüre ich die bedrohlichen Bodenwellen der alten Männer, die nur auf Plündern aus sind,. Sie dringen auch in das Kämmerlein meiner stillen Ängsten vor.

    Ich gehöre zu der Generation, die im Gegensatzt zu meinen Eltern und Großeltern, nie einen Krieg erleben mussten und so konnte ich auch friedlich in die Jahre kommen. Aber wird das für meine Kinder und Enkelkinder ebenso sein? Auch wenn ich es nicht will, immer mal wieder driften meine Gedanken ab und ich finde sie wieder mal in der stillen Ecke meiner Ängste.

    es brodel auch im Inneren

    Die Demokratie steht unter Druck. Das ist für mich eine unbeschrittene Tatsache. Die äußeten Faktoren habe ich breits schon erwähnt – die alten Männen in Ost und West, die die alten Zeiten wieder zurück haben wollen, halten sich am Machthebel fest. Alte Zeiten sind Geschichte, sie können nicht erneuert werden. Aber die alten Männer glauben es ginge und stürzen eher ihr Volk/ die Welt ins Unglück, als das sie von ihrem Glauben lassen.

    Aber auch im eigenen Land würden einige gern die alten Zeiten neu installieren. Allen voran, die Partei, die sich als Alternative für Deutschland versteht. Aber wer genau hinsieht, erkennt, das auch sie nur die alten Zeiten neu etabliern wollen. Zur Zeit treiben sie für´s erste die Spaltung im Land weiter voran. Auf diese Weise bauen sie die für die, die wie die alten Männer aus Ost und West, auf Plündern aus sind, die Autobahn, machen den Weg zum Plündern frei. Gut, die Autobahnen kamen mir just eben beim Schreiben in den Sinn, weil ich mich daran erinnerte, das schon mal ein Deutscher Politiker Autobhahnen bauen ließ, damit die Kriegsfahrzeuge schneller voran kamen. Auch er hatte nur den Raubzug auf seinem Zettel und dieser kostete Millionem Menschenleben.

    3 fach Umzingelt

    Die Demokratie, wie wir sie kennen, ist nicht selbstverständlich und muss jeden Tag verteidigt werden. Ich kennen sie ja noch nicht sooo lange, sondern mich hat die Wende in 1989 von der Autokratie in die Demokratie transportiert. Damals hatte ich das Gefühl, dass man mich in einen Feindesland ausgesetzt hätte, heute weiß ich es besser. Aber ich weiß auch, wie lange es dauerte, bis das Feindbild, ist es erst mal im Kopf, aus dem Kopf verschwindet und wielange ich noch daran festhielt. Ich wollte nicht glauben, dass ich mich habe vor einen Karren spannen lassen. Heute werde ich auf Manipulationen, wie man sie damals verwendete,  nicht wieder reinfallen.

    Aber viele tun es doch. Die Partei, die sich als Alternative für Deutschland sieht bzw. verkaufen will, arbeitet täglich daran, das Feindbild auf die demokratisch gewählten Regierungen weiter zu projezieren. Im Zeitalter von Internet, KI und Trollfarmen gelingt ihnen die Manipulation ohne viel Aufwand besser und besser in die Köpfe derer, die ihr ergeben zuhören, zu  transportieren und zu etablieren. Manipulatioen, die nur aus Verunglimpfung, Hetze und Lügen zusammengesetzt werden. Meine MAhnung. „ich sehe etwas, was du nicht sieghst“, wird nicht selten vom Tisch gewischt. Während ich auf die braue Farbe hinweisen will, wirft man mir eine rosarote Brille vor, wenn ich die Regierungspoitik verteidigen will.

    das Bild, was sich sehe

    Aber ich sehe nicht rosarot, sondern braue Farbe, die ins Innere wie drückendes Wasser in unsere Demokratie einsickern will.

    Wäre ich ein Maler, würde ich ein Bild malen, das genau das darstellt, was ich in diesem Beitrag beschrieben habe. Zusammengefasst, würde ich wie folgt beschreiben.

    Die Demokrie steht unbewaffnet in der Mitte. Drei Pistolen werden derzeit auf sie gerichtet. Jeder Lauf zielt auf´s Herz. Noch sind die Pistole nicht entsichert, aber die Finger liegen schon am Zug.

    Düsteres Bild, aber es ist in meinem Kopf vorhanden und ich kann es nicht einfach beiseite schieben.

  • Zielgerade 2025 – unter Menschen

    Der Countdown läuft. Der Monat geht zu Ende, das Jahr geht zu Ende und das erst Vierteljahrhundet geht auch zu Ende. Da könnte man fast in eine Endzeitstimmung kommen

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      Tage

      Stunden  Minuten  Sekunden

    bis

    bis zum nächsten Jahresende

    Aber soweit ist es bei mir noch nicht. Ich bereite mich dieses Jahre ganz gediegen auf die bevorstehenden Feiertage vor. Klar, alle Jahre wieder und doch ist jedes Jahr anders. Allerdings bleibt der Trubel der Jahre, als ich noch in der Strum- und Drang-Zeit war, aus.

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    Für HeiligAbend bekam ich wieder Karten für eine Eiskutlauf Weihnachtsshow in der Eissporthalle Rostock geschenkt. Was ich bislang nicht wusste. Auch in Rostock gibt es einen Eiskustlaufsportverein. Alljährlich wird von den Mitgliedern eine Weihnachtsshow auf Eis vorbereitet und an HeiligAbend den Besuchern gezeigt. Im letzten Jahr war ich schon mal dabei und war begeistert von der Show. Und nicht zuletzt füllt die Show die Lücke, die zu Weihnachten seit dem Tod meiner Eltern klafft.

    Damals trafen wir uns alle im Elternhaus. Es kamen mehr als 20 Menschen zusammen. Wir hockten eng gedrängt auf der Couch, Stuhl, Sessel oder Boden,im kleinen Wohnzimmer, so dass mein Vater schon Sorge hatte, der Fußboden würde nicht mehr alle tragen können. Aber davon erzählte er uns erst viel später. Er hatte das Haus in den 50iger Jahren für seine Familie gebaut und kannte die Bausubstanz aus allen Zeiten gut. Ich persönlich fühle mich in solchen einem Haufen Menschen immer wohl. Egal zu welchem Event. Aber besonders wohl für ich mich unter den Angehörigen. Als meine Eltern starben, nahmen sie auch den weihnachtlichen Trubel mit. Noch heute zehre ich von dem Erinnerungen von damals.

    In der Eissporthalle werden ich an Heilig Abend dann auch unter viele Menschen sein und beste Liveunterhaltung wartet auf mich. Ich lasse mich auch gern von einer Geschichte verzaubern, die die Eissportlerinnen ihren Zuschauern erzählen.

    Anschließend gehe ich mit dem Sohn im Restaurant essen. Dort sind wir wieder unter viele Menschen, ganz nach meinem Geschmack. Anschließend Bescherung.

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  • Gut zu wissen

    Von Marc Aurel las ich schon einige Zitate. Mich beeindruckte immer seine kuzen knappen Aussagen, die in meinen Augen bis heute noch Gültigkeit haben und zum Nachdenken anregen.

    Marcus Aurelius

    Seit der Pandemie haben die Menschen sich verändert. Und auch die gegenwärtige schwierigen Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist, macht uns Menschen das Leben nicht leichter. Um eine gewisse Struktur in seine Weltsicht zu bekommen, ziehen sich viele Menschen in ihr eigenes Weltbild zurück. Sie stecken es streng ab und gleichen es mit der äußeren Realität ab. Eine Differenz zwischen dem selbst geschaffenen Weltbild und der Realtät wird unausweichlich. Das macht Frust und sucht nach Bestätigung des eigenen Weltbildes.

    Im ditigalen Zeitalter, in dem wir heute leben, macht es den Seelenfänger leicht, sich die nach Antwort suchenden Menschen, den Menschen das zu vermitteln, was sie hören, lesen bzw. sehen wollen. Eine willkommene Bestätigung und Verfestigung für das eigene Weltbild.

    Mit einigen Seelenfänger, die sich im den sozialen Medien eine feste Positionen erarbeitet haben, habe ich mich befasst. Das meiste ihrer Hetzerei konnte ich kaum ertragen, aber ich habe durchgehalten. Ich hab mir angehört, was sie zu sagen haben. Wenn ich mich heute mit Menschen über das schwierige Thema in- und ausländischen Poltik unterhalte, erkenne ich oft, an dem, was sie sagen und wie sie es sagen, welcher Seelenfänger das Weltbild und damit Meinung beinflusst hat.

  • lange hat es gebraucht

    Bis ich ein neues Themes für meinen Blog gefunden habe, ein Layout, das mir gefällt. Leider lässt WordPress die alten Blogthemes verschwinden. Diese waren einfacher anzupassen. Bei der Anpassung der neuen Themes kann man schon in´s Schwitzen kommen. Das eine oder andere hatte ich dabei verkackt. Es verschwanden ganze Blöcke und das war´s dann. Der Fehler ließ sich mit meinen begrenzten Kenntnissen nicht wieder in Ordnung bringen. Aber ich weiß, dass die meisten Blogger die Beiträe eh über den Reader lesen und das Layout gar nicht sehen.

    Nun gut, wie dem auch sei. Ab heute schreibe ich halt weiß auf schwarz, was man schwarz auf weiß im Reader lesen kann.

    Seit meinen letzten Eintrag sind schon wieder 4 Wochen ins Land gegangen. Weiß der Teufel, wo die Zeit geblieben ist. Die verbrachte ich allerdings nicht auf der Chouch, sondern ich war viel unterwegs, es gibt noch einiges zu berichten.

    35. Lichtwoche Rostock 2025

    Mit der Lichtwoche wird wenige Tage nach der Zeitumstellung n Rostock die dunkle Jahreszeit eingeläutet und diese lass ich mir nicht entgehen. Allerdings habe ich immer erst am Samstag dafür Zeit. Doch dafür konnte ich auch die Abschlußveranstaltung – große Lasershow profeziert auf das Hauptunigebäude am Uniplatz – miterleben. Für solche Events ziehe ich gern meinen Siebelmeilenstiefel an und nehme auch das Gedränge nach der Auflösung der Abschlussvberanstaltung in Kauf.

    Reise nach Berlin und wieder zurück

    Ein Bekannter kam überraschend ins Krankenhaus. Erst lag er in der Berliner Charité, anschließend wurde er in die Reha verlegt. Nun liegt Berlin für mch nicht grade um die Ecke, doch für 2 Besuche machte ich mich auf den Weg. Dank Länderticked kamen auch keine weitere Kosten auf mich zu. In solchen Situationen macht sich solch ein Ticket wirklich bezahlt

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    Ich war schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr in Berlin. Und, obwohl Rostock keine Kleinstadt ist, doch Berlin ist etwas ganz anderes. Sie erschlug mich fast mit ihrem tosenden Straßenlärm. Die Charité liegt fußläufig nur 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, das hinterte mich aber nicht daran, einen fast eine Stunden lang währenden Umweg zu machen. Im Nachgang stellt ich fest, dass ich den gesamten Campus einmal umrundet hatte, bevor ich das richtige Gebäude fand.

    Ich erkannte gleich, auch wenn mein Bekannter schon wieder auf dem Weg der Genesung war, er hatte noch einen langen Weg vor sich, d.h. nach der Klinik kam Reha dran. Auch dort besuchte ich ihn. Berlin-Bernau liegt auch nicht um die Ecke. Aber ich wollte ihn auch dort besuchen. Der Gebäudekomplex lag mitten in den Brandenburgischen Wald, den man nur mit dem Bus erreichen konnte. Mittendrin herrlich gelegen das Rehazentrum. Nun ist seine Rehazeit bald beendet und sein neues Leben kann beginnen. D.h. nach diesem Ereignis, dass ihn in die Klinik brachte, muss mein Bekannter sein Leben neu aufstellen.

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    Die Rückreise war wie die Anreise eher holprig. Auf dem Weg Richtung Berlin mussten die Fahrgäste den Zug wegen technische Mängel auf halbe Strecke verlassen und in einem anderen Zug umsteigen. Das ging aber dann doch wie geschmiert und verlängerte die Fahrzeit nicht. Der Weg zurück hatte es dann aber auch in sich. Mein Umstieg war Berlin Gesundbrunnen. Dort kam meine S-Bahn verspätet an, so dass meine Umstiegszeit auf nur eine Minute schrumpfte. Doch ich hatte Glück, ich fand den Zug schnell und, jetzt kommt´s, ich musste mich reinquetschen. Einen solch überfüllten Zug,damit hatte ich nicht gerechnet. Einige Fahrgäste konnten nicht mehr einsteigen

    Bis zum ersten Haltepunkt, stand ich mehr oder weniger auf einem Bein, dann konnte ich mich schon auf der Treppe niederlassen. Am nächste Haltepunkt fand ich einen Siztplatz im Zwischenteil der Waggons, gegenüber den Toiletten. Erst kurz vor Rostock konnte ich einem richtigen Sitzplatz ergattern.

    Naja, wenn einer eine Reise tut 😁😀

  • „Mach-ich-morgen“ Mantra

    Damit erklären sich wohl am besten meine zurückliegende Stummschaltung hier im Blog. Aber auf der anderen Seite war/ist jeden Tag was anderes, was meine Aufmerksamkeit verlangt. Damit reduzierte sich mein Fokus auf mein Blog hier. Doch so ganz aus dem Augen verlieren wollte ich ihn auch nicht. Mein Blog hat schon eine lange Geschichte und die will ich nicht einfach abreißen lassen. Nur das Mantra „mach-ich morgen“ stand zwischen mir und dem bloggen und verzögerte die Fortsetztung hier. Dabei gibt es jede Menge zu erzählen. Aber davon erzähle ich dann morgen 😁

    Heute reicht die Zeit nur für einen Schnappschuss, den ich aus meinem Schlafzimmerfenster machen konnte.

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    Zimmer mit Ausblick

    Ja..ich gucke auf einen großen Parkplatz, wenn ich aus dem Fenster sehe. Das macht mir aber nicht´s aus. Mein Blick schweift über die Autodächer hin zum Anblick der herbstgelaubten Baumreihe mit der weißen Rauchfahne dahinter. eine kurzeitige Formation der Natur.

  • Samstag Nachmittagsausflug zu Banksy

    Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich in letzter Zeit an einem Plakat mit den Namen „Banksy“ vorbei gelaufen bin. In meinem Kopf kam nur an „Achja..Bansky. der anonyme Graffiti-Mann“ Okay, ich weiß, das er ein verehrter Künstler geworden ist. Er hält seine Identität im Dunkeln und wendet sich wichtigen gesellschaftspolitischen Themen der Welt zu. Ein Künstler, der weltweit Beachtung erfährt.

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    Seine Originalwerke findet man an Häusern und nicht in Galerien. Dort, wo alle sie sehen können, ohne Eintritt dafür zahlen zu müssen. Doch die Ausstellung seiner Kunst war dann nicht ganz umsonst. Wir ließen uns den Ausflug in seine Straßenkunst etwas kosten.

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    Das System für den Kartenverkauf stürzte just in dem Moment ab, als man unsere Karten ausdrucken wollte. Das erinnerte mich natürlich gleich spontan an das geschredderte Bild, das grade zum Millionenpreis unter dem Hammer kam.

    In der Ausstellung hielten wir uns fast 2 Stunden auf. Wohl kein Bild ließ uns unberührt. Es ist schwer, auch alle die Eindrücke zu beschreiben, die sich beim Betrachten seiner Kunst einstellen unbd nachwirken. Sieht man sich seine Werke an, dann findet man sie erst mal simpel, aber das macht sie Besonders und aussagekräftig unb brachte auch bei mir auch Erinnerungen zurück, …..

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    …wie die Fußmatte, die auf dem Bild zu sehen ist. Die große Flüchtlingswelle aus Übersee und die vielen Toten, die auf der Flucht ertranken. Ich sehe noch den Mann am Ufer, der ein totes Kind auf dem Arm hatte. Das „Welcome“, das auf der Matte zu sehen ist, ist mit aus einer Rettungsweste beschriftet worden.

    Oder der sinnlose Konsum, der die Welt zerstört, wenn wir Menschen es nicht fertig kriegen, wieder in den gemäßigten Konsum umzusteigen. Wir kaufen noch viel zu oft Dinge, die die Welt nicht braucht aber zerstört. Der Boden unter unseren Füßen leidet schon und das Klima wird es uns bald heimzahlen.

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    In Amerika gibt es, wenn man genau hinsieht, nur eine einzige übergeordnete Religion „Geld“. Auch wenn sich viele Menschen dort als Gläubige sehen, so ist der Glaube an das Geld am stärksten verankert und so sieht es Banksy

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    Was Trump momentan praktiziert ist, wenn man genau hinsieht, ist eine Art Klemptnerarbeit. Er verlegt z. Zt. dicke Rohre für den Geldstrom, der weiß Gott nicht für den kleinen Mann gedacht ist. Es soll die Säcke der Geldsäcke weiter füllen, weiter die Geldgier der Gierigen anheitzen. An die Geldgier ist die Macht gekoppelt und alle Hebel dafür werden zur Zeit auf Trump umgelegt.

    Der Wahnsinnskonsum der Reichen wird das Klima schädigen, die Armen müssen billig leben und damit auch Umwelt und Klima schweren Schaden zufügen.

    Das, was ich eben beschrieben habe, waren nur einige der Gedanken, die mir wärend der Ausstellung durch den Kopf gingen. Nachfolgend noch ein paar Bilder in der Galerie.

    Wer wollte, konnt sich noch einen 12 minütigen Beitrag über eine VR Brille ansehen. Ich fand das Angebot super. Über VR hab ich bisher noch nie was sehen können. Von außen betrachtet sieht man ja irgendwie bekloppt aus, mit der dicken TaucherBrille auf den Augen und den dick Kopfhöhrer auf den Ohren. Ich war neugierg und voller Vorfreude. Für neue Technik bin ich immer zu haben.

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    Und in der Tat, als ich durch die VR Brille sah, fand ich mich 3 dimensional mitten in London wieder. Die VR Brille machte mit mir einem schwebenden Spaziergang durch die engen Straßen. Das Schwebegefühl, mit der ich mich durch die Straßen bewegte, löste bei mir Übelkeit aus. Und als der Standord direkt auf eine erhöhte Position direkt an der Themse erreicht wurde, wurde mir so richtig übel. Ich fürchtete in die Themse zu stürzen. Sie zog mich förmlich in die Tiefe. Hastig nahm ich die Brille ab und flüchtet auf die normle Holzbank,

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    die in der Nähe stand. Endlich wieder festen Boden unter der Füßen bzw. Hintern. Das Gefühl, als wäre ich grade aus einem rasenden Karussell gestiegen, hielt noch eine Weile an. Das war´s dann für mich, mit der neusten Technik.

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    Am Ende der Ausstellung verewigten wir uns auf der Leinwand, wie unsere Vergänger. Die Ausstellung ist nock bis Ende des Jahres in Rostock

  • Hoffen auf ein Wunder ?

    Die zurückliegende Woche ist schon wieder Geschichte. Der September ebenso. Das selbe gilt für den Sommer. Auch der Sommer 2025 ist Geschichte. Nur ein paar Tage trennt uns vom Oktober und nur noch ein Quartal trennt uns vom Jahr 2025. Täglich habe ich immer den gleichen Ablauf, Woche für Woche, Monat für Monat und komme mir fast vor, wie im Film: „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Alles, was ich die Woche über mache, schmilzt wie ein großer Klumpen zusammen. Selbst die Abende, wenn ich endlich in mein Bett verschwinden kann.

    Noch immer nage ich am überraschenden Tod eines gutes Bekannten. Ich besuche jeden Tag seine Facebook-Seite, die wahrscheinlich noch länger zugänglich bleibt. Auf den Bildern, die er dort mal gepostet hatte. sieht er gesund, frisch und voller Lebenfreude aus. Vielleicht hoffe ich, dass ich mit meinem Besuch auf seiner Seite ihn wieder zum Leben erwecken kann. Aber nein, da passiert natürlich nichts dergleichen. Auch mein Handy bliebt stumm. Die täglichen Grüße von ihm gibt es nicht mehr. Nun verschwindet sein Name weiter nach unten in der Whatsapp-Liste. Er gehört zu den Kontakten, die nicht mehr genutzt werden können, 😰 weil niemand auf der anderen Seite mehr da ist.

    Unsere zurückliegenden WhatsApp-Gespräche habe ich kürzlich noch mal auf Hinweise abgesucht, die auf eine von ihm erwähnte Erkrankung hindeuten könnten. Und im Juli wurde ich fündigt. Nur im Nebensatz stand: „muss noch zum Zahnarzt und dann zum Onkologen“. Die Sache mit dem Onkologen und was das bedeutet, kam in meinem Hirni gar nicht an. Vielleicht las auch auf die Schnelle „Urlogoge“? heute kann ich das nicht mehr sagen, warum ich die wichtige Info nicht wirklich aufnahm.

    Und ich weiß auch nicht, ob das gut oder schlecht war. Von seiner Seite aus, wollte er wohl nicht über die bedrohliche Erkrankung schreiben und hielt unserer Kommunikation auf dem gewohnten Alltagsniveau.

  • Ich wundere mich über gar nichts mehr

    Den aktuellen politschen Bewegungen kann man kaum noch folgen, ohne das sich einem – zumindest mir – der Magen verkrampft. Selbst meinem Sohn macht die aktuelle politsche Entwicklung mehr als nur Sorge. „Das alles macht mir Angst“ sagte er eher beiläufig. Er will sich in seine aufsteigenden Angst nicht verfangen, schon gar nicht, wenn es um seine Zukunft geht.

    Mir machen die politschen Entwicklungen momentan auch Angst. Mit einem unterschwelligen Unbehagen verfolge ich weiter, was in der Welt, was in Deutschland passiert. Die zum Teil rechtsradikalen Strömungen sind das eine, das ihnen mehr Menschen folgen, ist das andere. Und grade letztes ist das, was bei mir dieses unterschwllige Ungehaben auslöst.

    Bei vielen sind die sozialen Medien die Hauptinformationsquelle, wenn es um politische Informationen geht. Guter Journalismus ist nicht mehr gefragt, sondern Schlagezeilen, die einem sofort triggern um dann das Empörungsgehabe weiter nach oben schnellen zu lassen. Empörung ist zu wahren Kultur geworden und das Objekt der Begierde ist die Regierung, die sich auch in meinen Augen irgendwie durchkämpft durch all die Probleme, die auch von außen zu uns kommen.

    Demokratie, ein sinkendes Schiff?

    Egal, wohin man schaut, es knischt überall im Gebälk der Demokratie. Die Demokratie, sie muss sich zur Zeit wie ein angeschlagenes Schiff auf stürmischer See über Wasser halten. Paradoxer weise hacken auch die einfachen und normalen Mitreisenden auf das Gebälk ein. Machen aber für die eigenhändig zugefügte Beschädigungen den Kapitän und seine Crew dafür verantwortlich. „Ihr seid Schuld, das wir das jetzt tun“ Sie machen den Kapitän nicht nur für das beschädigte Schiff verantwortlich, sondern auch für die stürmische See.

    Sie wollen den Kapitän nicht. Sie wollen einen Neuen. Einen, der ihnen wieder ruhige eine See verspricht und wenn Wind, dann nur aus einer Richtung. Am liebsten eine leichte Brise von rechts. Der Neue sollte eine ruhige Insel anlaufen, eine Insel. auf der sie in absoluter Freiheit leben können. In der sie endlich wieder ihre Meinung äußern können, ohne das das Kapitän oder jemand anders die Augenbrauen hochzieht. Augenbrauen hochziehen wird in ihren Augen als Einschränkung der Freiheit wahrgenommen.

    Aber das wäre nur ein kleiner Teil des Wunschprogramms, auf den der Neue Kapitän hoffen lässt. Vielleicht ein Schlaraffenland, in dem die eigene Unzufriedenheit kein Platz findet? Sie wissen nicht. dass die versprochene ungekannte Wohlfühlzone sie ja nur zu Meuterer machen soll, danach verfolgen die Neuen einen anderen Plan.

    Die führenden Meuterer, die sich „Ich-will-Kapitän-sein“ nennen, sind mit an Bord. Sie arbeiten schon an ihrem neuen Logbuch. Das enthält einen völlig anderen Kurs, als der, den sie versprechen. Der neue Kurs wird in die raue See geführt, mit scharfen Wind von rechts. Das Schicksal der der Menschen, die durch das tägliche Aufweideln weiter auf das Gebälk ihres Schiffes einhacken, ist ihnen egal. Leere Verprechen und Aufwiegeln hat Methode und diese funktinierte schon immer.

    Dadurch blind eworden und ohne Blick in die eigene Zukunft zerlegen sie das, was sie bisher getragen hat, die Dekomkratie. Bis zum Untergang. Das die meisten damit untergehen, sehen sie nicht. Die Rettungsboote sind nur für Auserwählte vorgesehen.

    Die „Möchte-gerne-Käpitäne“ haben vorgesorgt. Ihre Rettungsboote sind schon da, zwar noch im Nebel, kaum sichtbar für die, die auf das Gebälk rumhacken. Wie dem auch sein. Bei vielen hat sich der Weitblick bereits zum Tunnel verengt und der Tunnelblick ist auf den Boden, auf den sie stehen, gerichtet. Mit der Illusion im Kopf „alles wird besser, als jetzt“ sehen sie unendliche Freiheit. Doch was auf sie wartet, wird das sein, was wir täglich in den Nachrichten sehen. Amerika macht es und vor.

    Demokratie im Untergang

    Trump zeigt jetzt der Weltl, wie es geht. Er hat noch mehr als 3 Jahre vor sich und was dann von Amerika übrig bleibt? Steht das in den Sternen? Oder kann man schon jetzt in die Zukunft schauen? Zumindest kann man einiges schon deutlich erkennen. Die Meinungsfreiheit wird abgeschafft. Als Meinung wird nur das gedudelt, was ins Weltbild von Trump passt.

    Hetze und Hass rücken zusammen und gehen eine feste Verbingung sein. Sie richten die Schaden, wie sie nur können. Und es funktioniert gut. Hetze und Hass haben genug Vervielfäliger gefunden, die ihnen einen großen Teil der Arbeit abnehmen. Am liebsten wäre ihnen ein Flächenbrand, bei dem sie verdeckt die Lunte halten und den anderen beschuldigen. Besser kann man Menschen nicht aufeinander hetzten und wenn sie sich bekriegen, um so besser. Zumindest für die Autokraten, wie Trump einer ist. Ablenkung ist die bester Tarnung.

    Alles nur Ablenkung. Ablenkung von den wahren Absichten, die wahre Absicht die Installation „Raubkapitalismus“ in seiner Steigerung „Raubtierkapitalismus“. In Deutschland hat man den Kapitalismus mit der sozialen Marktwirtschaft gezähmt, in Amerika gab es die freie Marktwirtschaft. Das führte zur wahren und einzigen Religion, das Geld.

    Mony, Mony, Mony

    In Amerika kann man vom Tellerwäscher, so das Versprechen, zum Millionär werden. Dafür kann und muss man alles zu Geld machen, auch Lügen oder Hass oder Hetze. Auch damit kann man in Amerika reich werden. Das Internet macht´s möglich. Man nennt diese Menschen Influenzer. Und der Influenzer Charly Kirk hatte es mit Hassreden nicht nur geschafft, reich zu werden, sondern auch bekannt zu werden, ja sogar Best-Friend vom Trump. Letztes jedoch nur, weil er ihm nuzte.

    Wer Hass sät, kommt darin auch um

    Mit dem tödlichen Attentat auf Kirk hat sich die ganze Welt mit Kirk beschäftigt. Ich kannte ihn vorher nicht und mir reichte, was er bisher alles vom Stapel gelassen hatte. Wie kann ein solch junger Mann so viel Hass aufbauen? Aber er war Hassredner, wie er im Buche steht. Das Internet macht eine hohe reichweite möglich.

    Kirk war u.a. auch ein leidenschaftlicher Verfechter der öffentlichen Hinrichtung, eine Hinrichtung, sie man wie früher im Mittelalter auf der Marktplätzen vor aller Augen durchführte. Am besten noch, im Beisein von Kindern ab 6 Jahre. Nun, so parakox es klingt. Das Attentat auf ihn war die erste öffentliche Hinrichtung im Beisein von Kindern. Ein 22 Jährige hat die Hetze auf Schwule und Transmenschen nicht ausgehalten, weil es selbst zu denen gehörte. Er liebte einen Mann.

    Das Buch „Die Achse der Autokraten“, geschrieben von Anne Applebaum, zeigt auf, wie eng die Autokraten schon zusammengerückt sind, wie sie sich vernetzt haben. Aus der Autokratie , die sich mit Hilfe von Internet ein großes Netzwerk aufbauen konnte, das in der aktuellen Zeit zum Tragen kommt, kommt nie was Gutes raus. Sie dient nicht dem Volk, sondern nur der Plünderung. Das beschriebt Anne Applebaum, daher wundere ich mich gegenwärtig über nichts mehr, denn es bestätigt nur das, was ich im Buch gelesen habe.

  • Das Leben geht weiter und weiter

    Die im vorherigen Beitrag beschriebene Todesnachricht war nicht die einzige, die mir in kurzer Zeit mitgeteilt wurde. Am letzten Mittwoch informierte mich die Vereinschefin, dass eine Teilnehmerin meiner Bauch/Bein/Po-Gruppe verstorben ist. Auch ohne Vorwarnung für alle, auch für die Betroffene. Sie starb nach einer erfolgreichen OP auf der Heimfahrt. Niemand hat damit gerechnet, niemand hat was von nahenden Tod geahnt. Wir Mädels von der Sportgruppe standen erst mal bedeppert da, fragten uns, warum wieso weshalb. Dann gedachten wir ihrer in einer stillen Schweigeminute, wünschten ihr eine gute Reise.

    Anschließend arbeitete ich mit ihnen das Sportprogramm ab, was ich für sie vorbereitet hatte. Nur ohne Gertrud, die nun auf ihren Weg über den Regenbogen in den Himmel ist.

    Das Leben geht weiter. Sich an den Lauf des Lebens zuhalten, ihm zu folgen, ist wohl auch nach solchen traurigen Nachrichten der beste Weg, sich nicht emotional unter Wasser ziehen zu lassen. Das Leben gibt, das Leben nimmt. Und letztes entscheidet wohl das Leben selbst.

  • ich bin in Trauer

    Das dumpfe der Gefühl der Trauer wird sich bei mir wohl noch einige Zeit halten. Das dumpfe Gefühl war allerdings schon vor der Trauer da, bevor ich Gewissheit hatte.

    Gute 20 Jahre kennen wir uns schon und blieben bis heute im Kontakt. Unsere Bekanntschaft haben wir den Chatforen zu verdanken, die es damals zu Hauft gab.

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    Persönlich trafen wir uns aber nur einmal. Er kam damals zur Hanse Sail nach Rostock. Über die restlichen Jahre hielten wir Verbindung über das Handy, das Internet. WhatsApp machte es möglich, das wir uns sogar mehrmal täglich Informationen austauschen konnten. „Guck mal, was bei mir heute auf den Tisch kommt“ oder ich „bin mal wieder auf Malle“. Also meist nichts weltbewegendes. Ab und zu Telefonate und jeden Morgen und jeden Abend grüßten wir uns mit „guten Morgen“ bzw. „gute Nacht“ Die meist einfache simple Konversation schien unsere Verbindung zu festigen, sie wurde Bestandteil unseres Lebens. Das erste was ich am Morgen als neue Info auf meinem Handy fand, war der „Guten Morgen Gruß“

    Vor 3 oder 4 Wochen schickte er mit ein Selfi von sich, ohne Kommentar, einfach so. Das kam äußerst selten vor. Mit Besorgnis sah ich, dass er körperlich abgebaut hatte. Er sah ungewohnt klapprig aus. Ich überlegte, ob ich darauf eingehen sollte. Entschied mich aber dagegen. Statt dessen ging ich auf seinen kahl geschorenen Kopf ein. „Hast du die Haare ab?“

    Aber fortan nistete sich bei mir das dumpfe Gefühl ein. Da stimmt was nicht. Was stimmt da nicht? Wenig später meldete er sich aus der Klinik. „Ohje, was hat dich in die Klinik gebracht?“ „Niedriger Blutdruck und hohe Entzündungswerte“ schrieb es zurück. Man wolle rausfinden, woran das lag. Dann hieß es „Die Magenuntersuchung wäre wüst ausgefallen. In zwei Tagen wären die Ergebnisse da“ Kurz darauf bekam ich erneut ein Selfi von ihm. Er fotografierte sich im Bett liegend. Wieder ohne weitere Randbemerkung. Ein beklemmendes Gefühl überkam mich und wollte nicht weichen. Wenige Tage später erhielt ich einen 3-Sekunden-Sprachnachricht: „Ich bin zu schlapp zum schreiben“ Danach kam gar nichts mehr.

    Meine nachfolgenden Nachrichten hatte mein Bekannter nicht mehr gelesen. Ich glaubte an eine OP, die er vielleicht hinter sich bringen müsste. Dann endlich, am Donnerstagabend, gab es wieder ein Lebenzeichen auf WhatsApp von ihm. Nicht direkt in unseren Chat, sonderm im Status von WhatsApp. Ich war erleichtert. Die Erleichterung jedoch fiel gleich wieder in sich zusammen. Seine Familie hatte den Status genutzt, um alle, die ihn kannten und in regelmäßigen Kontakt mit ihm standen, darüber zu informieren, das er bereits am Dienstag verstorben ist.

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    Jetzt begleitet mich das Gefühl, das jemand, der immer da war, sogar meine Wohnung verlassen hat. Sie ist leerer geworden. Was ihn letztendlich umbrachte, weiß ich nicht. Er klagte nie. Unsere Konversation war per WhatsApp-Chat wie immer. Kein Hinweis darauf, dass sich da was ernsthaftes anbahnen könnte.

    Im Rückblick gesehen, glaube ich, mit den zwei Bildern, die er mir schickte, hatte mein Bekannter sich von mir verabschiedet.

    Solange ich ihn kannte, erwähnte er immer wieder seine einzige Tochter, die schon mit 15 Jahren verstarb. „Heute hat meine Tochter Geburtstag und wäre soundso alt geworden“ Nun ist er mit seiner Tochter wieder vereint.