Auch dieses Jahr gibt es bei uns im Waldgarten-Institut wieder einen klassischen Permakultur-Designzertifikatskurs. Es gibt dir die Gelegenheit, deine Lebensumfeld resilient zu gestalten.
Permakultur, Waldgarten und Agroforst, Kurse, Ausbildungen, Beratung und Projektbegleitung ist mein Themenbereich. Lehmbau, speziell der Brotbackofen oder Pizzaofen haben es mir angetan!
Auch dieses Jahr gibt es bei uns im Waldgarten-Institut wieder einen klassischen Permakultur-Designzertifikatskurs. Es gibt dir die Gelegenheit, deine Lebensumfeld resilient zu gestalten.
Im November 2023 besuchte ich während einer Projektreise in Simanjiro (Tansania) mit meinem Projektpartner Dennis einen uralten Baobab im ehemaligen Jagdgebiet seines Großvaters, eines legendären Wilderers. Der mächtige Baum diente früher als Versteck für bis zu zwanzig Männer, wenn sie von Wildhütern verfolgt wurden. Als ich vor dem Baum innehielt und ihn respektvoll um „Einlass“ bat, wurde Dennis plötzlich von Bienen vertrieben, während ich unbehelligt blieb. Für mich wurde dieser Moment zu einer eindrücklichen Erinnerung daran, dass alte Landschaften, Bäume und Orte ihre eigene Präsenz und Würde besitzen.
In 2009 legte ich bei einer Projektreise in Tansania meinen ersten Swale an – ein waagrechter Wasserrückhaltegraben, der Regenwasser im Boden speichert. Dieses Permakultur-Werkzeug setze ich seitdem weltweit erfolgreich ein, viele meiner Schüler:innen haben es praktisch umgesetzt. Der Swale zeigt, wie regenerative Systeme Wasser, Boden und Pflanzen nachhaltig verbinden. Wer selbst lernen möchte, Swales und Waldgärten anzulegen, kann dies im 72h Permakultur-Designzertifikatskurs 2026 tun.
Unsere Landschaft kann Teil der Lösung sein. Humusreiche Böden, Hecken, Mischwälder und Agroforstsysteme binden CO₂, speichern Wasser und stärken die Biodiversität. Kleinstrukturierte, regenerative Landwirtschaft macht Böden fruchtbarer und Landschaften widerstandsfähiger gegen Klimaveränderungen. So entsteht eine nachhaltige Verbindung von Ernährung, Natur und stabilem Klima.
Seit einigen Jahren nutzen wir das verlängerte Pfingstwochenende um einer großen Anzahl an Interessierten das Thema Permakultur, speziell auch den essbaren Waldgarten bei einer geführten Tour näher zu bringen. Als Rahmenprogramm gibt es die Möglichkeit unseren Pflanzen- und Kunsthandwerks-Markt zu besuchen.
Maya-Waldgärten in Mexiko, Guatemala und Belize sind jahrtausendealte, mehrschichtige Agroforstsysteme. Sie verbinden Milpa-Anbau mit dauerhaften Baumstrukturen und bilden bis heute die kulturelle und ökologische Grundlage vieler Maya-Gemeinschaften.
Die Waldgärten des westlichen Amazonas sind seit Jahrtausenden entwickelte, mehrschichtige Kulturlandschaften in Peru, Ecuador, Brasilien, Kolumbien und Bolivien. Sie verbinden Ernährungssicherung, Biodiversität und spirituelle Tradition und prägen den Regenwald bis heute sichtbar.
Der Globale Fußabdruck zeigt, wie stark Länder natürliche Ressourcen beanspruchen. Alternative Proteinquellen wie die Wasserlinse (*Lemna minor*) könnten durch hohen Ertrag bei geringem Flächenbedarf helfen, Europas CO₂-Emissionen und Landverbrauch langfristig zu senken.
Bei unserer Studienreise durch Punjab hatten wir die Gelegenheit, Mohanjit Dhaliwal und seine Schwester Prabhjeet auf ihrer Farm nahe Chandigarh zu besuchen. In ihrem permakulturellen Waldgarten aus recycelten Baustoffen diskutierten wir gemeinsam über soziale Permakultur, regenerative Landwirtschaft und die Herausforderungen der modernen Agrarpolitik. Ein eindrucksvoller Einblick in praktische, nachhaltige Landwirtschaft und soziale Verantwortung vor Ort.
Die traditionellen Waldgärten Keralas sind mehrstöckige, artenreiche Homegardens, die Ernährung, Heilpflanzen und Holz auf kleinstem Raum kombinieren. Sie entstanden über Jahrtausende, stark geprägt vom Gewürzhandel, matrilinearen Erbsystemen und der Großfamilienstruktur, die Pflege und Wissen über Generationen sicherte. Ökologisch funktionieren sie wie Mini-Regenwälder: hohe Bäume, Sträucher, Kräuter und Bodendecker interagieren, speichern Wasser, schützen den Boden und fördern Biodiversität. Diese Gärten liefern Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette, sind resilient gegenüber Klimaextremen und dienen heute als Vorbild für nachhaltige Agroforstsysteme weltweit.
2012 konnte ich im Hochland von Kandy traditionelle Waldgärten Sri Lankas besuchen. Diese mehrschichtigen Agroforstsysteme vereinen Kokospalmen, Zimt, Pfeffer, Früchte und Heilpflanzen in einem stabilen, humusaufbauenden Ökosystem. Seit Jahrhunderten sichern sie Ernährung, Biodiversität und Wasserhaushalt zugleich – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie produktive Landwirtschaft und lebendiger Wald zusammengehen.
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