Never mind

Jedes Ende ein Anfang. Ende Juni Anfang Juli. Ende Lehrgang Anfang Urlaub.

Juli? Arbeite ich nicht. Von wann bis wann? Juli.

Einen ganzen Monat verabschieden Sohni und ich uns aus dem Alltag. Aus einem vergangenen Jahr, das chaotischer, trauriger, wütender, leidenschaftlicher, verzweifelter, liebevoller war als jedes andere zuvor.

Wir sind zwei. Nicht drei, nicht eins. Wir sind zwei. Wir sind allein und manchmal einsam. Genervt, geliebt, vertraut. Aber wir haben uns und das ist mehr als man sich wünschen kann.

Es ist Zeit für eine Kur, Zeit für Ruhe, Zeit für Abstand, Zeit für Zeit – Zeit für uns.

Alleinerziehende Mutter mit einem Kind, zwei Jobs, vier Katzen sucht…

Ja, was eigentlich? Ich frage mich so oft – was suche ich eigentlich? Ein wenig Langeweile? Oder doch lieber Abenteuer? Ein wenig Routine? Oder doch ganz viel Abwechslung? Gesellschaft oder Einsamkeit?

Der beste Mann in meinem Leben ist vier Jahre alt und nicht auf den Mund gefallen. Aber er ist auch ein Spiegelbild meiner Seele. Er leidet, wenn ich leide. Er ist erschöpft, wenn ich am Ende meiner Kräfte bin. Und das bin ich gerade.

Unser letzter Kraftakt: Sachen packen. Und dann sind wir weg. Nur wir zwei. Und Gustav. Der Hamster 🐹

Solang die dicke Frau noch singt…. 🎶

Mensch, Mensch, Mensch…
Wo ist die Zeit nur hin?
Ich lebe noch, wenn ich auch in einigen Momenten darauf hätte verzichten können.

Nach einem erneuten Umzug und dem Gefühl, niemals irgendwo anzukommen, bin ich voll da. Bei mir. Erschöpft. Beim Schöpfer. Willkommen. Und im Gegensatz zu vielen Menschen, darf ich mich von Gott geliebt wissen, so wie ich bin.

Gott liebt sogar meinen kleinen schwarzen Hund, der gerade in der dunklen Jahreszeit keinen Millimeter von meiner Seite weicht.

Vielleicht macht es das gerade so schwer, meine Nähkammer aufzusuchen. Die Müdigkeit, die Dunkelheit…

Nichtsdestotrotz rückt die Weihnachtszeit immer näher – da dürfen Adventskalender nicht fehlen, oder?
Die richtige Verpackung erarbeitet gerade mein Plotter 💝

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Die Dekoration folgt, nun will ich auch nicht gleich zu viel schreiben nach so langer Abstinenz 😉

🎸🔛

Manja

Kinder, Kinder…

„Ach, das wird schon werden!“

„Ich bin einfach nur gespannt.“

„Vielleicht wird es anstrengend, aber ich freue mich darauf!“

„Endlich wieder etwas zu tun!“

Als hätte ich vorher Langeweile! Kinder, Kinder…

Seit sechs Wochen befinde ich mich in den „Fängen der Justiz“ – als Justizsekretär-Anwärterin. Huiui…
Es macht wirklich sehr viel Spaß, aber es kostet auch viel Kraft (und Zeit). Mein Wecker klingelt nunmehr vor 5Uhr morgens, dementsprechend müde bin ich am Abend. Und dazu kommt auch noch, dass ich täglich fast zwei Stunden auf dem Arbeitsweg im Auto verbringe.

Nun ja. Und wenn dann Zeit übrigbleibt, Sohni und Herzblatt versorgt sind UND ich meine Augen noch aufhalten kann, sitze ich lieber an meiner Nähmaschine als am Computer – denn das mache ich ja den ganzen Tag 🙂

So kam es nun, dass hier gespenstige Ruhe eingekehrt ist.

Plan „Näh!“ lebt weiter – meine Stoffvorräte wachsen und die Vorhaben in meinem Kopf stapeln sich. In der Zwischenzeit ist auch schon so einiges von der Nähmaschine gehüpft, auch Henry Plotter arbeitet fleißig:

20140925-0001Zum Beispiel für meine neu-genähte Tasche Skippy.20141005-0002Oder hier ein neues Gewand für mein neues Lieblingsbuch 😀20140927-0001Neue Kleidung für die Minnie Maus ❤20140926-0003MEINE Lieblingsbluse, die so bequem ist, dass ich sie gar nicht als „Bluse“ bezeichnen möchte!

Jaaaa… es ist noch einiges anderes entstanden und wird auch weiterhin. Ich halte euch auf dem Laufenden 😉

Mir reicht’s.

Ich geh‘ schaukeln.

Manja

Alltagswunderwahn

Es gibt Dinge, die mich zum Lachen bringen. Dinge, die meinen Alltag erhellen. Die meinen schwarzen Hund einfach an die Leine legen. Wenn auch nur für einen kurzen Spaziergang.

Zum Beispiel, wenn Sohni den Kindergarten mit den Worten „Ich bin wieder da!“ betritt.

Oder er jeden Menschen auf der Straße mit einem herzlichen „Moin!“ begrüßt.

Wenn er während meiner Behandlung zu mir kommt und fragt: „Alles dut, Mama?“

Meistens ist er es, der mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert – mein ganz persönliches Alltagswunder ❤

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Aber es gibt auch noch anderes, das mich Sorgen und Ängste vergessen lässt:

Wir haben uns eine Woche Urlaub gegönnt – Sonne, ein Campingplatz, ein Freibad und wir. Nur wir. Kein Werkzeug, kein Briefkasten, keine Nähmaschine. (Da hat sich mein Hund doch glatt benommen 🙂 )

Wieder zuhause angekommen, warteten viele Pakete auf mich. Geburtstagsgeschenke ❤ Und ich war und bin so glücklich: Ich habe nun einen Plotter! 🙂

Das beste Geschenk war allerdings nicht für mich, sondern für Sohni: ein riesiges Paket voll mit Herbst- und Winterkleidung, Schuhen und Taschen ❤ Ich war so gerührt und dankbar. Fred beginnt gerade die fünfte Schuhgröße in diesem Jahr, das macht sich finanziell bemerkbar. (Dennoch: Danke, Gott, dass er gesund und munter ist und wächst!!)

Diese Woche bekam ich noch ein nachträgliches, unabsichtliches Geschenk. Endlich war das Schreiben zu meinem Ausbildungsbeginn im Briefkasten ❤ Also, am 01.09. geht es los – HALLELUJAH!

Nun aber auch zu etwas genähtem: Im Urlaub konnte ich zum ersten Mal meine genähte Else tragen! Danke, Monika, für diesen wundervollen Schnitt! Else rockt!SONY DSC
Und damit ab damit zu RUMS!

Sohni und ich führen nun meinen schwarzen Hund Gassi, immer brav an der Leine…

Urlaub!

Kennt ihr das? Morgen ist Urlaub und es fühlt sich gar nicht so an?

Am Abend vor unserem Urlaub bin ich immer total platt. Ich hetze den ganzen Tag durch’s Haus, suche alle wichtigen Kleinigkeiten zusammen, packe Taschen, bereite natürlich noch die unmöglichsten Dinge vor und falle dann todmüde ins Bett.

Allerdings bevor alles fertig ist. 😦

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Aber was? Wie?

Einfach mal so zwischendurch musste ich heute noch einen Kapuzen-Pullover für Frederic nähen. Der ist allerdings so groß, dass er ihm erst im Herbst passen wird. Das ist auch gut so, besteht er doch aus richtig warmem Winter-Sweat. *seufz* Zeit vertan.

Aber, nun geht’s noch einmal ab an die Nähmaschine – diesmal für Daheim 2.0…

So sieht Freds neues Schlafdingens übrigens aus: 🙂

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Wir lesen uns nächste Woche ❤

Manja

 

PS: Am Samstag könnt ihr bei Steffi von Cich-on-Style etwas von mir gewinnen 😉

Fred goes summer <3

Ui, schon wieder habe ich fast drei Wochen nichts von mir hören lassen. Im Moment geht es bei uns wirklich mehr runter als rauf und drunter und drüber…

In meinem letzten Beitrag habe ich euch ja Neues von Fred versprochen – ein luftiges freches Sommer-Outfit:

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Schickes Gelb, leichter Baby-Cord… Traktoren-tauglich ❤

Fred kann zwar noch nicht in die Pedale treten, aber Fotos machen ist trotzdem spitze 🙂

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Attacke!!!

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Ist er nicht süß?! *verliebt* Aber welche Mama findet ihre Kinder nicht süß und intelligent und SO begabt!? 😉
Der Schnitt ist aus der Burda 03/2014 und der Stoff aus der Reste-Kiste unseres Stoffladens. Ab damit zum creaDienstag!

Ansonsten bereiten wir uns fleißig auf den kommenden Kurz-Urlaub mit Daheim 2.0 vor. Der Bus ist eingerichtet, das Dach sitzt, die Gasanlage… naja.

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Sohni freut sich schon auf sein Kinderzimmer 2.0, er darf nämlich allein im Zeltbalg auf dem Dach schlafen! Damit es ihm dort nicht zu kalt wird, musste etwas Neues her – nur Bettdecke kann da schon zu wenig sein.
Gott sei Dank hat sich Muhküfchen-Design etwas tolles einfallen lassen und ich darf gerade noch Probenähen ❤ ❤

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Nummer eins ist mittlerweile schon fertig und möchte heute Nacht probe-getragen werden ❤ Ihr dürft schon mal ein wenig lunzen:

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Ich melde mich sicher morgen Abend noch einmal, bevor wir am Donnerstag in aller Herrgottsfrühe aufbrechen, und präsentiere unseren gepackten Bus…

Bis dahin – keep on sewing!

 

Manja

„Du hast dich heute aber mal wieder richtig schick gemacht!“

… das sagte heute Nachmittag Ashley zu mir. Ein Mädchen aus Freds Kindergarten-Gruppe.

„Meinst du mich?“

„Ja.“

Das kleine süße Mädchen, deren Gesicht komplett bemalt war mit den Deutschland-Farben, meinte tatsächlich mich.

Da stand ich nun, mit einseitig hochgekrempelter Hose, abgewetzten Knien, zu-nichts-passen-wollenden Cowboy-Stiefeletten, der Sonnenbrille schief im Haar, meinem neuen relax.me – Shirt und völlig abgehetzt, da ich mit dem Fahrrad viel zu spät losgefahren war…

Sprachlos. Aber unglaublich dankbar.

„Na, du aber auch Ashley!“

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Ab damit zu RUMS – ich genieße nun noch MEIN „Entspann-mich“-Shirt in typischer Abwandlung: Kurzarm, Rüschen – eben Plan „Näh!“ 😉

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Moment mal!

Seit fast sechs Monaten hat mich das Nähfieber gepackt. Mich und viele tausend andere Menschen auch.
Aber wer näht UND sich bei Facebook betätigt, kommt nur an wenigen Tagen des Jahres an Gewinnspielen, Verlosungen, Probenäh-Aufrufen, etc. vorbei.
So kommt es wie es kommen muss, man erliegt nun auch noch einer Gewinnspielsucht und dem „Ich-muss-bei-JEDEM-Aufruf-dabei-sein“-Gefühl.

Mir reicht’s!

So sehr ich mich über Gewinne freue und stolz bin, wenn ich tatsächlich ein neues Schnittmuster für jemanden ausprobieren darf – so sehr nervt mich doch dieses negative Gefühl im Hintergrund und dieselbigen Kommentare im Netz. „Ich habe schon wieder nicht gewonnen.“, „Wieso hat man mich nicht gewählt?“, „Die anderen sind besser als ich.“ – Ja. Und?

Hallo, mein Name ist Manja, ich bin 27 Jahre jung, Mutter eines zweijährigen Stöpkes, gelernte Physiotherapeutin und ich leide an Depressionen. Ich habe vor einem halben Jahr begonnen zu nähen, und seither zaubere ich Dinge, die andere gerne haben wollen. Nicht die ganze Welt und vielleicht noch nicht mal Halb-Hamburg. Aber hallo?! Wann sollte ich das denn auch schaffen? Viel lieber spare ich mir das Kaufen überteuerter T-Shirts im Laden, die dann doch in Billiglohn-Ländern produziert wurden und nähe selbst. Nur für mich, nur für Fred, nur für die, die es von Herzen wollen.

Ich bin toll, so wie ich bin – mein Sohn findet seine Schlüpfer, die Mama aus Resten genäht hat, „cool“ und erzählt jedem, den er trifft: „Mama näht hat!“ – Wieso verschwende ich also soviel Zeit damit, mir Anerkennung aus irgendwelchen Verlosungen und Aufrufen ergattern zu wollen. Wer mich sehen möchte, sieht mich auch jetzt schon.

Ich genieße, ganz verzaubert, was andere nähen – mit welcher Perfektion und Liebe da Kleidungsstücke, Taschen, etc. entstehen, und wenn mir wirklich etwas zusagt und wir es auch brauchen – dann bin ich dabei 🙂 Und nur dann.
Ansonsten bleibe ich still. (Das kann ich sowieso am Besten ❤ )

Aber nun, wie versprochen, ein Teil MEINER Werke der letzten Tage und Wochen:

SONY DSCSchnitt: Plan „Näh!“, Stoffe: Stoffkontor

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Ein Fan-Kleid der zweit-besten Band der Welt ❤ für das beste Entchen der Welt ❤

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Das Erstlingsoutfit schlechthin – nämlich mein ERSTES in Größe 46
❤ für eine kleine Mini-Maus ❤
Schnittmuster: Plan „Näh!“ verwandelt Schnabelina-Schnitte, Stoffe: Alles für Selbermacher, Buntspecht

Und zum Abschluss ein kleiner Teaser ❤

SONY DSCNa, neugierig?

Dann schaut wieder in die ostfriesische Hobby-Näh-Stube!

Herzlichst,

Manja